Floating Fantasies

Floating Fantasies

Die Naivität von Hüpfburgen

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft und jene künstlicher Intelligenz.

Inspiriert von der Naivität von Hüpfburgen besteht „Floating Fantasies“ aus einer Reihe von Bildern großformatiger und aufblasbarer Installationen, die auf der Seine in Paris schweben. Jedenfalls theoretisch.

Entwurf & Bilder

Ulises

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

„Floating Fantasies“ ist ein Projekt des in Berlin ansässigen digitalen Designstudios Ulises, welches mit Hilfe künstlicher Intelligenz entwickelt wurde. Es handelt sich dabei, nach Angaben der Verfasser, um eine poetische Erkundung der Macht der Kunst, öffentliche Räume zu transformieren.

Inspiriert von der Naivität von Hüpfburgen besteht „Floating Fantasies“ aus einer Reihe von Bildern großformatiger und aufblasbarer Installationen, die auf der Seine in Paris schweben. Die Installationen werden aus recyceltem Kunststoff hergestellt – schließlich handelt es sich um ein umweltfreundliches und nachhaltiges Projekt.

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft und jene künstlicher Intelligenz.

„Floating Fantasies“ will städtische und andere Bauherren inspirieren, ähnliche Installationen zu schaffen, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Das Projekt will uns ermutigen, unsere städtischen Umgebungen neu zu imaginieren und inklusivere und ansprechendere Räume für alle zu schaffen.

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft (und jene künstlicher Intelligenz) und der Auseinandersetzung mit der Natur – und das auf attraktive und spielerische Weise.

Ulises schafft einen interaktiven Raum, der nahtlos in seine Umgebung übergeht und die Menschen inspirieren will, „die Freude und Freiheit zu umarmen, die mit der Jahreszeit einhergehen.“

Durch die Verwendung recycelter Materialien und die Förderung öffentlichen Engagements dient Floating Fantasies als nachhaltiges Modell für die Transformation städtischer Räume.

Die poetische Feier des Frühlings fügt dem Projekt eine weitere Bedeutungsebene hinzu und inspiriert uns alle, die Schönheit der Natur und die Kraft der Kunst zu umarmen, um unsere Umgebung zu transformieren.

Das sind doch gleich mehrere gute Ideen.

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Melos Stylemaker

Der Melos Stylemaker

Wie du willst

Mit EPDM-Granulaten lassen sich eigene Ideen für Bodenbeläge auf Spielplätzen realisieren – sogar online.

Jetzt können Planer und Bauherren die Gestaltung von Bodenbildern aus EPDM-Granulaten selbst in die Hand nehmen.

Es ist Frühling, die Open Air-Saison in Kindergärten und Kitas sowie auf unseren Spielplätzen und Schulhöfen hat begonnen. Kinder lieben bunte und farbenfrohe Umgebungen, in denen sie spielen, toben, klettern, rennen und sich ausprobieren können.

Dabei spielen Fallschutz-Bodenbeläge eine buchstäblich tragende Rolle.

Mit EPDM-Granulaten lassen sich nicht nur bunte, sondern auch kreative Bodenbeläge für Spielplätze und andere Flächen herstellen.

Jetzt können Planer und Bauherren die Gestaltung von Bodenbildern online selbst in die Hand nehmen, anstatt wie bisher „von der Stange“ zu kaufen.

Möglich macht das die Melos Stylemaker App.

Hersteller

Melos GmbH
Bismarckstrasse 4-10
49324 Melle, Germany

Die App stellt eine große Motivauswahl in einer vielfältigen Farbwelt bereit – und die Möglichkeit, eigene Motive in der App hochzuladen und umzusetzen.

Die Melos Stylemaker App bietet die Möglichkeit, Fallschutz-Bodenbeläge einfach, bunt und kreativ zu gestalten. Damit lassen sich ganze Themenwelten wie eine Dinowelt, ein Bobbycar-Parcours oder fremde Galaxien gestalten.

Die App stellt eine große Motivauswahl in einer vielfältigen Farbwelt bereit. Eine weitere, sehr populäre Besonderheit ist die Möglichkeit, eigene Motive in der App hochzuladen und umzusetzen.

Der Gestaltungsprozess ist vollautomatisiert und daher sehr kostengünstig. Die Motive, ob aus den Vorlagen oder selbst hochgeladen, werden aus EPDM-Platten mit einem Wasserstrahl ausgeschnitten und dann als „Ganzes“ geliefert.

Nach dem Auftragen eines Polyurethan-Klebemittels werden sie auf den Untergrund geklebt. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird die Umgebung mit EPDM-Granulaten ausgeglichen, um eine ebene Fläche zu schaffen, in die die Motive integriert werden.

Das PU-Bindemittel gehört, wie die Bodenmotive aus farbigem EPDM-Granulat, zum Lieferumfang.

Was früher sehr aufwändig war, ist heute ein vollautomatisierter Prozess mit beindruckenden Ergebnissen.

Die Melos Stylemaker App bietet Architekten und Bauherren, aber auch den Trägern von Kindergärten die Chance, sich zwischen den vielfältigen Möglichkeiten zu entscheiden – oder einen einzigartigen Bodenbelag, zum Beispiel in Workshops mit ihren Kindern, zu gestalten.

Die Bestellung des Wunschmotivs über die App ist dann einfach und unkompliziert. Bei der Planung individueller Bodenbeläge stehen Fachleute beratend zur Verfügung.

Was früher sehr aufwändig war, ist heute ein vollautomatisierter Prozess, der zu ausgesprochen individuellen und beliebten Ergebnissen führt.

Bilder

Melos

Text

Johannes Bühlbecker
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Umkleidegebäude Selm

Das Umkleidegebäude Selm

Powerriegel

Dieses Umkleidegebäude verknüpft und ergänzt Schulen, Sport- und Freizeiteinrichtungen gestalterisch und funktional.

Das Sportzentrum Sandforter Weg im Campus Selm bildet auf einer Fläche von etwa 14 Hektar das Zentrum der Aktiven Mitte von Selm.

Die Aktive Mitte Selm mit den Bausteinen Auenpark Selmer Bach und Campus Selm setzte nachhaltige Impulse für die Stadtentwicklung. Das Projekt entstand im Rahmen der Regionale 2016, einem Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Sportzentrum Sandforter Weg im Campus Selm bildet das Zentrum der Aktiven Mitte und umfasst eine Fläche von etwa 14 Hektar. Hier wurden Schulen, Sport- und Freizeiteinrichtungen funktional und gestalterisch verknüpft und ergänzt.

Das Umkleidegebäude Selm ist das Zentrum der Anlage.

Die Außenanlagen wirken nun sehr zusammen gehörig – auch durch den Skatepark als verbindendem Element zwischen dem sanierten Jugendzentrum und den Sportplätzen. Auffällig sind die magentafarbenen Flächen, die sich auf das Corporate Design der Aktiven Mitte Selm berufen.

Die quadrat + architektengesellschaft mbH aus Recklinghausen plante das Umkleidegebäude und die Sanierung des Jugendzentrums.

Architekt

quadrat + architektengesellschaft mbH
Königswall 15
D – 45657 Recklinghausen

Bauherr

Regionale 2016
Stadt Selm

Das neue Umkleidegebäude Selm ist 60 Meter lang. Auf seinem Dach bietet es Platz für 200 Menschen.

Das neu errichtete Umkleidegebäude Selm erstreckt sich als eingeschossiger Baukörper über eine Länge von 60 Metern parallel zum Sportplatz des Kreisligisten SG Selm.

Die fensterlose Ostfassade beherbergt Umkleiden und Sanitärbereiche, während der Kopfbau sich an der Westfassade über großzügige Pfosten-Riegel-Elemente Richtung Sportplatz öffnet und interessante Sicht- und Blickbeziehungen herstellt.

Das auskragende Sichtbetondach bietet Wetterschutz für Gäste und Zuschauer. Büro- und Besprechungsräume werden durch eine geschosshohe Glasfassade mit Tageslicht versorgt.

Im Inneren setzt sich der Sichtbeton fort. Hier gibt es sechs Umkleiden mit Duschräumen sowie Koordinations- und Besprechungsräume, eine Küche und einen Lagerbereich.

Eine Dachterrasse mit Loungebereichen bietet einen weitläufigen Blick auf die Sportanlage und Platz für rund 200 Personen.

Standort

Sportzentrum Sandforter Weg
Sandforter Weg 2
D – 59379 Selm

Eröffnung

2019

Das Jugendzentrum Südöstlich des neuen Umkleidegebäudes bildet den Eingang zum Sportzentrum Sandforter Weg.

Südöstlich des neuen Umkleidegebäudes Selm bildet das Jugendzentrum Sunshine das Entree des Campus. Auch hier entschieden sich die Planer für eine anthrazite Klinkerfassade, um ein harmonisches Gesamterscheinungsbild innerhalb des Campusareals herzustellen.

Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiger Bereich für Aktivitäten wie Kickern, Tanzen und kleine Konzerte sowie ein Proberaum, eine Töpferwerkstatt und Büroräume.

Fotos

Christian Bierwagen

Text

Johannes Bühlbecker
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Sportplatz Außenmühle

Der Sportplatz Außenmühle in Hamburg

Am Puls der Zeit

Schulsport, Breitensport, individuelle Angebote – und das alles in harmonischer Atmosphäre und sicherer Umgebung? Das wird was…

Der Sportplatz Außenmühle wird nicht nur den umliegenden Schulen und dem Freizeitsport zur Verfügung stehen, sondern auch dem geänderten Sportverhalten der heutigen Zeit Rechnung tragen.

Situation

Kilian + Kollegen Landschaftsarchitekten wurden von der Freien und Hansestadt Hamburg beauftragt, die Sanierung und den Umbau des Sportplatzes Außenmühle im Bezirk Hamburg-Harburg zu planen und umzusetzen. Ziel des Projekts ist es, den umliegenden Schulen eine bessere Möglichkeit zur Ausübung des Sportunterrichts zu bieten und die Anlage gleichzeitig für den Freizeit- und Breitensport zu öffnen. Die Nutzung der Sportanlage durch Vereine soll ebenfalls weiterhin stattfinden.

Ein weiteres wesentliches Entwurfsziel ist die Bereitstellung von sportlichen und sonstigen Angeboten, die dem geänderten Sportverhalten der Zielgruppen Rechnung trägt.

Ziele

Bisher gab es auf dem Sportplatz Außenmühle ein Großspielfeld und eine Korbbogenbahn mit Tennenbelag. Aufgrund der baufälligen Entwässerung stand der Platz ständig unter Wasser und war nicht bespielbar. Daher entschloss sich die Stadt Hamburg, das Großspielfeld mit einer neuen Drainage zu versehen und in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln.

Gleichzeitig soll die Korbbogenbahn, deren Bauweise ebenfalls veraltet ist, durch eine normgerechte 400-Meter-Rundlaufbahn ersetzt werden. Sowohl diese als auch die Segmente sind in Kunststoffbauweise vorgesehen.

 

Darüber hinaus wird das Angebot an leichtathletischen Sportangeboten erweitert. Vor allem aber werden zusätzliche Bewegungsangebote für alle Generationen geschaffen.

Ein weiteres Planungsziel ist Verbesserung der Zugangssituation: Es entstehen neue Eingänge, die bestehenden werden aufgewertet.

Architekt

Kilian + Kollegen Landschaftsarchitekten
Büro für Freiraum- und Sportstättenplanung
Theaterwall 24
D – 26122 Oldenburg

Bauherr

Freie und Hansestadt Hamburg

Der neue Sportplatz Außenmühle trägt unserem veränderten Sportverhalten Rechnung. Am deutlichsten wird das in den Kurvensegmenten.

Der neue Sportplatz Außenmühle trägt unserem veränderten Sportverhalten und den sich wandelnden Ansprüchen an heutige Sportplätze sehr bewusst Rechnung. Am deutlichsten wird dies in den beiden Kurvensegmenten, denn hier wird auf leichtathletischen Einbauten der traditionellen Bauweise bewusst verzichtet.

Statt dessen wird im nördlichen Kunststoffsegment ein Kleinspielfeld mit den Maßen 22m x 44m angelegt, das für Basketball, Handball und Fußball genutzt werden kann. Das Kleinspielfeld wird durch einen hellblauen Farbton hervorgehoben. Zusätzliche weiße Linien und zwei Bodenmarkierungen im Randbereich ermöglichen ein kreatives und abwechslungsreiches Spiel.

Im südlichen Segment sind zusätzliche Bewegungsangebote vorgesehen, darunter eine Calisthenics-Anlage und ein Parkour. Die Calisthenics-Anlage besteht aus verschiedenen Stangen in unterschiedlichen Höhen und Positionen, die für funktionelles Training mit dem eigenen Körpergewicht genutzt werden können.

Die Parkour-Anlage hat verschiedene Betonelemente für Läufe und Trainingseinheiten zu bieten. Beide Anlagen sind so gestaltet, dass sie kombinierbar sind. Zusätzlich gibt es vier aneinander gereihte Trampoline für verschiedene Sprünge.

Das Segment wird mit einem schüttbeschichteten Kunststoffbelag ausgelegt und durch zwei verschiedene Blautöne optisch gegliedert. Die rote Sprintstrecke sticht dabei hervor. In Bereichen, in denen ein Fallschutz erforderlich ist, wird der Unterbau entsprechend gestaltet.

Um eine parallele Nutzung zu gewährleisten, werden zwischen den Segmenten und dem Spielfeld Ballfangzäune mit einer Höhe von 4m eingebaut.

Standort

Sportplatz Außenmühle
Vinzenzweg 20
D – 21077 Hamburg

Eröffnung

2023

Das Großspielfeld wird in einen Kunstrasenplatz umgewandelt, die Tenne-Korbbogenbahn wird zur Kunststoff-Kampfbahn vom Typ C.

Kunstrasenplatz

Das Großspielfeld wird in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.

Der Aufbau des Kunstrasenplatzes ergibt sich aus den Anforderungen der einschlägigen DIN-Normen und aus dem vorliegenden Baugrundgutachten. Den Grundsätzen der Nachhaltigkeit folgend, bleiben die vorhandenen Baustoffe der alten Tragschichten erhalten und werden ergänzt.

 

Danach erfolgen die Herstellung des Planums, die Erstellung eines neuen Drainagesystems sowie der Einbau eines sandverfüllten Kunstrasenbelags auf elastischer Tragschicht.

Als Spielfeldbelag wird ein sandverfüllter Kunststoffrasen gewählt, der umlaufend mit einer Muldenrinne an den Längsseiten bzw. Einfassungsplatten an den Stirnseiten eingefasst wird.

 

Die Markierung des Fußballplatzes erfolgt mit 12 cm breiten, weißen Linien. Für den Jugendfußball werden zwei Spielfelder markiert. Die Linierungen werden in den Kunstrasen eingearbeitet und bieten also ein dauerhaftes Spielvergnügen.

Für den Fußballplatz sind zwei Standart-Fußballtore sowie vier Jugendtore vorgesehen.

Leichtathletikanlage

Die bestehende Tenne-Korbbogenbahn wird in eine Kunststoff-Kampfbahn in Anlehnung an Typ C umgebaut, mit zwei Rundlaufbahnen und vier 100 m-Sprintstrecken. Die Markierungen der Anlage entsprechen den internationalen Standards.

Die Weitsprunggrube liegt in Verlängerung der Sprintstrecken. Die Laufbahnen werden abwechselnd in zwei verschiedenen Blautönen eingefärbt.

Der Sportplatz Außenmühle wird im Spätsommer 2023 eröffnet. Wir freuen uns drauf!

Erschließung

Um den Zugang zur Sportanlage zu verbessern, wird der vorhandene Eingang aufgewertet und zwei neue Zugänge am Außenmühlendamm gestaltet. Die Zutritte erfolgen jeweils über eine Treppe oder barrierefrei über die diagonal in der Böschung verlaufende Laufbahn.

Um die Wege innerhalb der Sportanlage zu sichern, werden die Flächen um die Rundlaufbahn gepflastert.

Beachbereich

Die große Sandfläche nördlich der Sprintstrecken Richtung Norden dient nicht nur als Weitsprunggrube, sondern auch für Beach-Sportarten. Auf den angrenzenden Rasenflächen entstehen Sitzmöglichkeiten.

Kinderspiel

Gegenüber des Beach-Bereichs wird eine weitere Sandfläche mit niedrigen Spielelementen wie Holzpollern und Balancierbalken angelegt. Ein Kletter- und Balancierparcours bindet die vorhandene Böschung mit ein und ermöglicht ein spannendes Spielerleben.

Eröffnung

Um die Anlage vor Vandalismus zu schützen, bleibt sie komplett eingezäunt. Die Zugänge werden durch Tore in verschiedenen Breiten gesichert.

Die Kosten für die Sanierung und den Umbau des Sportplatzes Außenmühle betragen gut drei Millionen Euro.

Die Anlage wird im Sommer 2023 eröffnet. Wir freuen uns drauf!

Fotos

Kilian + Kollegen Landschaftsarchitekten Oliver Berkhausen

Text

Johannes Bühlbecker
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Sportzentrum Francisco de Vitoria

Das Sportzentrum der Universidad Francisco de Vitoria Madrid

Eine Kiste voller Licht

Ein Gebäude von großer Nüchternheit, formaler Zurückhaltung – und außergewöhnlicher Schönheit vom Konzept bis ins Detail.

Das Sportzentrum Universidad Francisco de Vitoria ist eine große, transluzente „Kiste voller Licht“.

Dieses überaus helle und freundliche Gebäude beherbergt das Sportzentrum der Universidad Francisco de Vitoria Madrid und einen Schulungskomplex. Dazu gehören Sporthallen, Mehrzweckräume, ein Schwimmbad, Räume für Physiotherapie und vieles mehr.

Der Sportkomplex kann auch als großer Mehrzweckbereich und Versammlungssaal genutzt werden, was eine Reihe von universitären Aktivitäten ermöglicht.

Die Gestaltung des Gebäudes ist geradezu klassisch modern und volumetrisch an die Gesamtgestaltung des Campus angepasst. Grundlegendes Element des Sportzentrums der Universidad Francisco de Vitoria ist eine große, transluzente „Kiste voller Licht“ in den Abmessungen 60 x 50 x 12 m, die in eine räumliche Beziehung zum Hauptplatz des Campus tritt.

Zwei saubere, klar umrissene Boxen werden durch ein flaches Bauwerk miteinander verbunden, dessen Dach zu einem zusammenhängenden Patio wird.

Architekt

Estudio Arquitectura Campo Baeza
Calle Almirante 4 5ºB,  
ES – 28004 Madrid

Bauherr

Universidad Francisco de Vitoria

Die Planer realisierten eine selbsttragende Struktur aus abnehmbaren Paneelen, wie sie in der Industrie häufiger verwendet werden.

Die Sporthalle ist mit großer Leichtigkeit in GRC-Glasfaserbeton gestaltet, im Gegensatz zum eher geschlossenen Klassenzimmer-Komplex und dem niedrigen Verbindungsgebäude. Die dem Sonnenlicht stärker ausgesetzten Fassaden im Süden wurden mit vorgefertigten Platten aus GRC-Glasfaserbeton gefertigt, während die Nordfassade aus transluzentem Glas besteht.
Die südwestliche Fassade ist mit einem niedrigen Streifen aus transparentem Glas versehen, der die Verbindung mit dem Campus unterstreicht. Diese visuelle Beziehung zwischen Platz und Sport wiederholt sich an der Nordostfassade, die dem oberen Patio zugewandt ist.
Die Struktur des Pavillons besteht aus einem Raster aus Stahlstützen und Balken an den Fassaden und Fachwerkträgern, welche die große Dachspanne überwinden. Alles wurde weiß lackiert. Der Rest des Bauwerks besteht aus Stahlbeton.
Das Ergebnis ist ein Gebäude von großer Nüchternheit, formaler Zurückhaltung – und außergewöhnlicher Schönheit vom Konzept bis ins Detail.

Standort

Carretera Pozuelo-Majadahonda km 1.800 28223 Pozuelo de Alarcón ES-Madrid

Eröffnung

2017

„Ruhe. Vögel. Bach.“

Ein Gespräch mit Alberto Campo Baeza

Erzählen Sie uns von Ihren Top 5 Sportanlagen.
Das Kolosseum in Rom, das Theater des Epidauro in Griechenland, das Stadion Braga von Souto de Moura, das Stadion Franchi Siena von Pier Luigi Nervi und der Hipodromo Zarzuela Madrid von Eduardo Torroja.

Welche Architekten und Gebäude haben Sie nachhaltig beeindruckt?
David Chipperfield: Museum Berlin, Steven Holl: Bibliothek New York, Rafael Viñoly: Wolkenkratzer New York, Alvaro Siza: Church Canaveses, Souto de Moura: Torre Burgo Porto

Was und wen halten Sie für die Trends und Trendsetter der Branche?
Buckmister Fuller Globes, Zelte von Frei Otto, Weiße Wolken.

Welches Buch sollten Architekten in dieser Branche gelesen haben?
T.S. Eliot: Was ist ein Klassiker, Stefan Zweig: Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens, Marcus Aurelius: Meditationen.

 

Was ist/war Ihr Lieblingslied beim Entwerfen?
Ruhe. Vögel. Bach.

Fotograf

Javier Callejas

Autor

Johannes Bühlbecker
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Pläne

Fotos

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Sportparks

Sportparks und Freilufthallen

Boom meets Boom

Die rasante Entwicklung der Sportparks und der anhaltende Boom der Freilufthallen sind die logische Konsequenz unseres veränderten Sportverhaltens. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

Immer häufiger werden monofunktionale Großspielfelder mit nicht mehr zeitgemäßem Tennenbelag in einen Sport- oder Bürgerpark transformiert.

Der Sport, den wir treiben wollen, wird immer differenzierter und individueller. Also müssen sich die klassischen Kernsportstätten weiterentwickeln, und das tun sie auch. Immer häufiger werden monofunktionale Großspielfelder mit nicht mehr zeitgemäßem Tennenbelag in einen Sport- oder Bürgerpark transformiert, der möglichst den gesamten Stadtteil aktivieren und attraktiveren soll.

Kleine, quartiersnahe Sportparks mit möglichst vielfältigen Angeboten für Bewegung und Begegnung und für alle Altersklassen sind die Zukunft.

Entscheidend ist die Vielfalt: Der Spielplatz spricht die jüngsten Besucher an, die Boulebahn vor allem die Älteren. Weitere Angebote sind Parcours, Calisthenics, Kletterwände, Beachvolleyball-Felder und vieles mehr.

Das Zentrum dieser Sportparks ist eine Freilufthalle, denn die spricht alle Nutzergruppen an. Freilufthallen sind ein kostengünstiger Hybrid aus Sportplatz und Sporthalle. Sie bieten eine überdachte Sportfläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Freilufthallen sind so vielseitig wie die Sportparks, deren Zentrum sie bilden: Neben Mannschaftssportarten wie Fußball und Volleyball sind Angebote wie Fitness, Gesundheitssport, Yoga oder Zumba ganzjährig möglich. Auch für Kindergeburtstage, Vereins- und Familienfeiern, Firmen-Events oder Schulveranstaltungen eignet sich die Freilufthalle bestens – und ganzjährig.

Die Größe der Sportfläche und damit der Halle richtet sich den Wünschen von Bauherren und Nutzern. McArena Freilufthallen werden seit einigen Jahren standardisiert und modular angeboten und gebaut. Diese Entwicklung ist für den Siegeszug dieses Typus entscheidend, denn nun sind sie funktional und wirtschaftlich präzise planbare Größen.

Der Sportpark Styrum ist der Prototyp der Umgestaltung eines maroden Tennenplatzes.

Der Sportpark Styrum in Mülheim ist ein wunderbares Beispiel für die Umgestaltung eines maroden Tennenplatzes in einen familien- und generationengerechten Freizeitpark. Sein Zentrum ist die Tengelmann Arena, eine multifunktionale Freilufthalle von McArena.

Hier profitiert der gesamte Stadtteil von den familien- und generationengerechten Angeboten. Und der hat es nötig, denn Styrum gehörte bisher nicht zu den privilegierten Gegenden von Mülheim an der Ruhr.

Auch unter dem Aspekt der Sicherheit ist ein Sportpark mit Freilufthalle und weiteren Angeboten absolut zukunftsträchtig: Der Sportpark Styrum ist, wie andere auch, umzäunt, beleuchtet und wird beaufsichtigt. Hier kann also jeder seinem Sport nachgehen, ohne sich in schummrige Ecken trauen zu müssen.

Die Tengelmann Arena kann von Vereinen, Gruppen, Firmen und Familien gebucht werden. Zu ihren Features gehören neben dem Kunstrasenspielfeld (15 x 30 m) und den rundumlaufenden Banden die LED-Beleuchtung, Anzeigentafel, Minitore und Speedmesser beim Torschuss.

Eine Besonderheit dieser McArena Freilufthalle ist die Verbindung mit der Calisthenics-Anlage. Durch die Installation von fest installierten Fitnessgeräten an der Außenseite und im überdachten Vorbereich der Freilufthalle entsteht ein kompaktes Sportzentrum. Dazu gehört auch die digitale Torwand an der Außenwand.

Neben der Tengelmann Arena haben sich hier hochwertige, anspruchsvolle und außergewöhnliche Angebote etabliert: ein „Ninja-Run“ eine 100-m-Laufbahn und eine 500 m lange Laufstrecke, ein Wurf- und Sprungbereich, eine Bouleanlage, ein Sportspielplatz, eine Parkouranlage, ein Boulderfelsen, zwei Beach-Volleyballfelder und ein Streetballfeld.

All diese Angebote kommen auch dem Bedarf der angrenzenden Schulen und Kindergärten sehr entgegen. Der Sportpark Styrum ist ein bestens funktionierender Ort der Begegnung für Jung und Alt.

Die beiden Hallen im Sportpark Weil wurden von Anfang an barrierefrei geplant und ausdrücklich für Angebote des Inklusionssports konzipiert.

Im Frühjahr 2022 wurde der Sportpark Weil in Esslingen am Neckar erweitert, und dies um gleich zwei nebeneinander stehende Freilufthallen. Die eine wird vor allem für Fußball genutzt, die andere für viele andere Sportarten.

Zusammen erweitern sie das ohnehin schon beeindruckende Angebot des Sportparks: Fußball, Fechten, Tennis, Kegeln, Tanzen, Baseball, Zumba, Cricket, Gesundheits- oder Rehasport, Volleyball drinnen und draußen. All das geht hier.

Nutzer der Hallen sind die beiden Vereine FC Esslingen (Fußball) und SV 1845 Esslingen (fast alles andere). Darüber hinaus nutzen die umliegenden Schulen, Anwohner, Betriebe und soziale Träger die witterungsunabhängigen Sportflächen der beiden Freilufthallen.

Die beiden Hallen in Esslingen sind die ersten, auf deren Dächern Solarpanels installiert und Begrünungen gepflanzt wurden. Auch sonst sind sie ausgesprochen sparsam: Sie benötigen keine Heizung, werden durch LEDs beleuchtet und automatisiert betrieben. 

Hier entstand also kein neuer Sportpark, hier wurde das Angebot durch zwei Freilufthallen von McArena gezielt erweitert. Beide Hallen wurden von Anfang an barrierefrei geplant und ausdrücklich für Angebote des Inklusionssports konzipiert. 

Dementsprechend werden sie auch genutzt. Möglich wird dies durch die 1,35m breite Türöffnung an allen Seiten und die Anordnung aller Bedienelemente auf Hüfthöhe bzw. kabellos.

Die rasante Entwicklung der Sportparks und der anhaltende Boom der Freilufthallen sind die logische Konsequenz unseres veränderten Sportverhaltens. 

In Essen eröffnete im Oktober 2022 der Sport- und Bürgerpark Frintrop. Dieses zukunftsweisende Projekt ist das Ergebnis der Umwandlung eines Tennenplatzes in eine vielseitige Sport- und Freizeitanlage von gesellschaftlicher und sozialer Bedeutung.

Betrieben wird der Park durch den ansässigen SC Frintrop 05/21, der hier noch vor drei Jahren auf zwei Tennenplätzen zuhause war. Mit der Umwandlung des ersten Großspielfeldes in einen Kunstrasenplatz im Sommer 2020 wurde zunächst die fußballerische Zukunft des engagierten Klubs mit dem Motto „Inklusion. Integration. Miteinander. Zukunft.“ gesichert.

Der Sport- und Bürgerpark Frintrop entstand nun auf der Fläche des zweiten Großspielfeldes. Zum Angebot gehören eine Freilufthalle mit Kunstrasenspielfeld, ein Basketballfeld mit Kunststoffbelag, Spiel-, Kletter- und Trendsportbereiche, barrierefreie Bewegungsmöglichkeiten, Erlebnispfade, Liegeflächen, Bänke sowie Freiflächen für Events und Feiern aller Art.

Die Besonderheit dieser McArena Freilufthalle ist ihre Anpassungsfähigkeit an die Anforderungen des Schallschutzes, die bei diesem Projekt enorm hoch waren. Aus diesem Grund wurden zwei Wände geschlossen ausgeführt.

Die Freilufthalle bietet sicher das vielseitigste Angebot. Dank ihrer Überdachung ist sie das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedingungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spielfeld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen.

Ein weiteres Highlight ist die Basketball-Arena, die auch für Rollstuhlfahrer sehr gut nutzbar ist. Das Boulefeld zieht viele ältere Menschen an. Darüber hinaus gibt es eine Calisthenics-Anlage, ein Trampolinfeld, Wellenlauf und Parcours. Die Schaukellandschaft erhält eine Netzschaukel und eine für Rollstuhlfahrer geeignete Ausstattung, die das Zusammenspielen von Kindern mit und ohne Einschränkungen fördert.

Der anhaltende Boom der Freilufthallen ist die logische Konsequenz unseres veränderten Sportverhaltens, genauso wie die rasante Entwicklung der Sport- und Bürgerparks. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

Auch König Fußball muss sich also neu aufstellen. Wo wenig oder gar nicht mehr genutzte Tennenplätze brachliegen, entsteht ungeheures Potenzial für zukunftsfähige und quartiersnahe Sport- und Freizeitanlagen für alle. Das nutzt allen, auch dem Fußball.

Projektdaten

Freilufthallen

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

Eröffnung

2022
(alle)

Fotos

More Sports Media
(MH-Styrum und Essen)

McArena
(Esslingen)

Autor

Johannes Bühlbecker
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Standorte

Sportpark Styrum
Von-der-Tann-Straße
D – 45476 Mülheim an der Ruhr

Sportpark Weil
Weilstraße 199
D – 73733 Esslingen am Neckar

Sport- und Bürgerpark Frintrop
Schemmannsfeld 29
D – 45359 Essen

Videos

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Gigantium Urban Space

Gigantium Urban Space in Aalborg

Bushaltestelle

Eine ausgesprochen aktivierende Planung für eine ehemalige Ladezone zwischen zwei Großsporthallen.

Das Gigantium Urban Space vitalisiert eine ehemalige Ladezone zwischen zwei Großsporthallen in Aalborgs größtem Sport- und Kulturzentrum.

Das Gigantium ist Aalborgs größtes Sport- und Kulturzentrum. Hier gibt es mehrere große Veranstaltungshallen, eine Eishalle, eine Schwimmhalle und eine Leichtathletikhalle – alle mit mehreren Tausend Zuschauerplätzen.

Zwischen diesen Großbauten gibt es in der Regel wenig attraktive Ladezonen und Verkehrsflächen.

Das Projekt „Gigantium Urban Space“ vitalisiert einen solchen Bereich zu einem öffentlichen Platz, in dem das Sport- und Kulturleben im Gigantium nach draußen getragen wird.

Die Platzgestaltung stammt von Jaja Architects, die grafische Dekoration von Rama Studio.

Das Gigantium Urban Space ist eine Bushaltestelle, ein attraktiver Aufenthaltsort und ein Treffpunkt.

Gigantium Urban Space ist Teil eines Programms der Gemeinde Aalborg, mit dem eine größere Kohärenz zwischen Verkehr und Stadtentwicklung geschaffen werden soll. Hier geschieht dies mit neu geschaffenen Trassen, E-Bussen und attraktiven Wartebereichen. Das Programm heißt PlusBus.

Das Gigantium Urban Space ist also eine PlusBus-Haltestelle, und es ist ein attraktiver Aufenthaltsort und Treffpunkt für Besucher des Gigantium.

Gestalt und Grafik des Projekts spiegeln das sportliche Leben in den großen Hallen und Arenen wider. Allerdings orientieren sich die Flächen und Linien weniger an den Normspielfeldern klassischer Sportarten, sie schaffen vielmehr mit Linien und Farben so informelle wie funktionale Trainingselemente. Die weißen Linien verbinden den gesamten städtischen Raum zonenübergreifend und verleihen ihm eine klare Identität, und die steht für Sport und Bewegung.

Die ausgesprochen aktivierende Planung von Jaja Architects und die verspielten Kreise, Streifen und Buchstaben von Rama Studio animieren zu kreativen Spielen.

Warme Rottöne und weiße Linien bestimmen die Gestaltung des Gigantium Urban Space. Die vormals nur aus Asphalt und Beton bestehende Restfläche erhält einen ganz eigenen, affirmativen Charakter.

Die Linien bilden Laufbahnen, Kreise, Grenzen und Gesichter. Sie rahmen und definieren unterschiedliche Bereiche wie Grünflächen, Sitzstufen und Podeste – und manchmal laufen sie auch die Fassade rauf.

Alles ist mit allem verbunden.

Die ausgesprochen aktivierende Planung von Jaja Architects und die verspielten Kreise, Streifen und Buchstaben von Rama Studio dienen als Wegweiser und Trainingselemente. Sie animieren zu kreativen Spielen, die einen sehr dynamischen und sympathischen Kontrast zum eher kommerziellen Sport im Gigantium bilden.

Hier darf sich der Bus auch mal verspäten.

Projektdaten

Planung

JAJA Architects ApS
Heimdalsgade 35
baghuset, 3 sal
DK – 2200 Copenhagen N

Grafik

Rama Studio
Kigkurren 8G, 3. tv.
DK – 2300 København S

Standort

Gigantium
Willy Brandts Vej 31
Dk – 9220 Aalborg

Eröffnung

2021

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

Rasmus Hjortshøj/Coast Studio

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Freilufthalle Bochum

Die Freilufthalle Bochum

Ruhrpott, reloaded

Die Verwandlung eines brachliegenden Ascheplatzes in eine multifunktionale Freizeitanlage mit Freilufthalle.

Zentrum der Anlage ist die Freilufthalle. Unter der fast 700 m² großen Dachfläche findet sich Platz für Ballsportarten, Fitness- und Gymnastikkurse.

Die Freizeitanlage mit Freilufthalle „Am Hausacker“ in Bochum ist das Ergebnis einer gelungenen Transformation eines klassischen Fußballplatzes im Ruhrgebiet in ein multifunktionales, grünes Quartierszentrum mit zahlreichen Angeboten für Bewegung und Begegnung.

Zentrum der Anlage ist die „Freilufthalle Bochum“ von SMC2. Unter der fast 700 m² großen Dachfläche findet sich Platz für Fußball, Basketball und Handball sowie für Fitness- und Gymnastikkurse.

Außerdem gehören Spielplätze, Grünflächen und inklusive Elemente wie Nestschaukeln und Bodentrampoline, die auch von Rollstuhlfahrern und deren Begleitpersonen genutzt werden können, zum Angebot.

Bochum-Riemke weist ein hochverdichtetes Quartier mit beachtlichen städtebaulichen, infrastrukturellen und sozialen Herausforderungen.

Bochum-Riemke ist ein hochverdichtetes Quartier mit beachtlichen städtebaulichen, infrastrukturellen und sozialen Problemen – ohne Quartierszentrum, dafür aber mit einer vierspurig ausgebauten Straße, die den Stadtraum dominiert. Freizeitangebote im Grünen gab es hier kaum.

„Am Hausacker“ war der monofunktionale und kaum noch nutzbare Tennenplatz des Fußballclubs Teutonia Riemke, und ist nun das 20.000 m² große, identitätsstiftende Zentrum der Entwicklung eines schwierigen Stadtteils – mit der Freilufthalle Bochum als Motor.

Neben der zentralen Freilufthalle Bochum gibt es eine ligataugliche Boule-Anlage, einen Wasserspielplatz, Fitnessgeräte und jede Menge Raum und Flächen für die nachbarschaftliche Kommunikation in jedem Alter.

Die Freilufthalle Bochum bietet vielseitige Möglichkeiten, sowohl für neue Formen des Sportunterrichts als auch als neue Heimat für Vereine – und das an der frischen Luft.

Von der Monofunktionalität zur Multifunktionalität: Die Freilufthalle bietet vielseitige Möglichkeiten sowohl für neue Formen des Schulsportunterrichts als auch als neue Heimat für Vereine. Hier können alle Sport treiben, und das an der frischen Luft und dennoch witterungsgeschützt – und kostenfrei.

Dank der LED-Spielfeldbeleuchtung ist die Freilufthalle Bochum auch abends nutzbar. In ihrem Tragwerk wurde zudem eine Event-Traverse montiert, damit hier auch Veranstaltungen wie Open-Air-Kino stattfinden können.

Die Freilufthalle Bochum besitzt ein filigranes Tragwerk aus Holz, welches den Umwelteinfluss der Sportanlage auf ein Minimum reduziert. Die Dacheindeckung besteht aus einer leichten und lichtdurchlässigen Textilmembran. Sie unterstützt die natürliche Beleuchtung der Sportfläche und verhindert eine Überhitzung.

Die Stadt Bochum verfolgte das Ziel, die vorhandenen Freizeitflächen zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Die Stadt Bochum als Bauherr verfolgte das Ziel, die vorhandenen Freizeitflächen zu bewahren und heutigen Ansprüchen an Sport und Freizeit gerecht weiterzuentwickeln. Das bedeutete viele Gespräche mit vielen verschiedenen Akteuren und Interessengruppen, die zwar aufwändig waren, dem Projekt aber wichtige Impulse lieferten.

Der Entwurf für die Umgestaltung „Am Hausacker“ stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Martina Hoff, Essen. Planern und Bauherren war die Einbeziehung der späteren Nutzer und sozialen Träger von Beginn an wichtig.

Das Ergebnis sind vielfältige sportliche Nutzungen und weitere Angebote für Bewegung und Begegnung – zum Beispiel Senioren-Fitnessgeräte, Trampoline oder Calisthenics.

In nur 17 Monaten ist aus einem brachliegenden Ascheplatz eine multifunktionale Freizeitanlage geworden, die auf allen Ebenen funktioniert.

Beim Umbau des Geländes wurden Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umgesetzt. So wurden Versickerungsmulden und Rigolen (unterirdische Wasserspeicher) geschaffen. Hier wird das Regenwasser eingeleitet und gezielt zur Bewässerung der Bäume genutzt.

Darüber hinaus wurden 60 Bäume, Strauch- und Staudenflächen sowie Frühlingsblüher gepflanzt.

In nur 17 Monaten ist aus dem brachliegenden Ascheplatz „Am Hausacker“ eine multifunktionale Freizeitanlage geworden, die auf allen Ebenen funktioniert – vor allem als Motor der Quartiersentwicklung.

Projektdaten

Planung

Landschaftsarchitekturbüro Martina Hoff
Augenerstr. 45
D – 45276 Essen

Bauherr

Stadt Bochum
Referat für Sport und Bewegung

Freilufthalle

SMC2 Deutschland
Franziusstraße 8-14
D – 60314 Frankfurt am Main

Standort

Urban Green Bochum-Riemke
Am Hausacker
D – 44807 Bochum

Eröffnung

2021

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

SMC2 / Andia Mielek
Stadt Bochum
More Sports Media

Video

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The Ring Umag

The Ring Umag

Come as you are

Ein Sportzentrum mit enormer Aufenthaltsqualität.

Das ist das Ergebnis der Verwandlung eines brachliegenden Sport- udn Spielplatzes in einen Treffpunkt für Sportler, Kinder und Nachbarn.

„The Ring Umag“ ist das Ergebnis der Verwandlung eines brachliegenden Sportplatzes neben einer Schule in einen Treffpunkt für Sportler, Kinder, Nachbarn und Spaziergänger.

„The Ring Umag“ wurde Im Sommer 2022 eröffnet. Umag ist eine wnderschöne kroatische Kleinstadt an der nordwestlichen Küste Istriens, nur wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt.

„The Ring Umag“ wurde vom Architekten Nenad Marić entworfen. Bauherr war die Stadtverwaltung von Umag.

Der neue „Schulhof“ gehört nun vormittags den Schülern, in der unterrichtsfreien Zeit aber steht er der Allgemeinheit offen.

Der Kontext wird durch eine Regionalstraße mit Kreisverkehr, eine Sporthalle mit benachbarter Grundschule und eine weitläufige Grünfläche geprägt, der Bestand durch Felder, Wege und den Sportplatz.

Das Projekt umfasste den Wiederaufbau des maroden Spiel- und Sportplatzes, die Umgestaltung der Umgebung und die Einbeziehung der Grundschule „Marija i Lina“.

Der „neue Schulhof“ gehört nun vormittags den Schülern, in der unterrichtsfreien Zeit aber steht er der Allgemeinheit offen. Das gilt auch für die Umkleidebereiche der Sporthalle.

Die sieben kreisförmigen Elemente akzentuieren und strukturieren das Gelände und die Spielfelder.

Um das Grundstück zu strukturieren und zu akzentuieren, schufen die Planer insgesamt sieben kreisförmige Bereiche, die miteinander verbunden sind. Sie beherbergen die Tribünen, Bänke und andere Erholungsbereiche und verbinden die Anlage durch Böschungen mit dem Umfeld.

Die Courts wurden aus funktionalen Gründen in Nord-Süd-Richtung angelegt. Damit werden gleiche Bedingungen für alle Sporttreibenden gewährleistet.

Zum Programm gehören zwei Basketballfelder, ein Handball- und einem Futsalcourt sowie eine Weitsprunganlage.

Zwischen den Spielfeldern schaffen Bodengrafiken und strukturierte Beläge ein sehr ansehnliches System von Zwischenräumen.

Nenad Marić hat aus einem nachmittags ungenutzten Schulhof ein extrem farbenfrohes und kommunikatives Sportzentrum gemacht.

Nenad Marić hat mit „The Ring Umag“ aus einem nachmittags ungenutzten Schulhof und einem unattraktiven Sportplatz ein extrem farbenfrohes und kommunikatives Sportzentrum gemacht.

Das Angebotsspektrum ist dabei genauso beeindruckend wie die gestalterische Vielfalt. Alle Spielfelder sind funktional und wettkampftauglich organisiert.

Gleichzeitig bietet die Anlage enorm viele Nischen und Freiflächen – und öffnet sich zur benachbarten Schule, zur Nachbarschaft und zur Stadt.

Alles richtig gemacht.

Projektdaten

Architekt

Marić Arhitektura i Urbanizam
Šetalište Vladimira Gortana 38
HR – 52470 Umag

Bauherr

Gemeinde Umag

Standort

Marija i Lina
Školska ul. 14, 52470
HR – Umag

Eröffnung

2022

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotograf

Marić Arhitektura i Urbanizam

Video

Pläne

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Casa Futebol

Casa Futebol: Wohnen im WM-Stadion

Stayin‘ alive

Apartment statt Oberrang: Wie wäre es, wenn wir unsere brachliegenden Großstadien als Wohnraum nutzten?

Casa Futebol ist eine Antwort auf die „Weiße Elefanten“ genannten Großbauten ohne sinnvolle Nachnutzung, die immer wieder aus sportlichen Großereignissen hervorgehen.

Das Projekt „Casa Futebol“ schlägt eine nachhaltige und multifunktionale Nutzung der Stadien vor, die für die WM 2014 in Brasilien renoviert oder gebaut wurden – und dies durch die Implementierung von 105 m² großen Wohnmodulen.

Casa Futebol ist eine architektonische Antwort auf die „Weiße Elefanten“ genannten Großbauten ohne sinnvolle Nachnutzung, die immer wieder aus sportlichen Großereignissen wie der Fifa-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hervorgehen

Casa Futebol wurde von Axel de Stampa und Sylvain Macaux im Rahmen ihres Think Tank „1 week 1 project“ entworfen. Casa Futebol berücksichtigt das Wohnungsdefizit in Brasilien (5,2 Millionen Haushalte) und deckt alle zwülf brasilianischen WM-Stadien ab.

Apartment statt Oberrang: Der zentrale Teil der Stadien (Spielfeld und Unterrang) ist von den Umbaumaßnahmen nicht betroffen, der Spielbetrieb also auch nicht.

Axel de Stampa und Sylvain Macaux schaffen Wohnraum in den zwölf Stadien, indem sie die oberen Tribünen durch Apartments ersetzen. Bei sechs Stadien können die Wohnungen in die Fassade integriert werden: Brasilia, Mineiro, Arena Fonte Nova, Maracana, Arena Castelao und Arena Das Dunas.

Fünf dieser sechs Stadien wurden mit Beton- oder Stahlstützen mit einer Spannweite von 7 bis 8 Metern gebaut. Die vorgefertigten Wohneinheiten lassen sich einfach in dieses Raster einfügen.

Der zentrale Teil der Stadien (Spielfeld und Unterrang) ist von den Umbaumaßnahmen nicht betroffen, der Spielbetrieb also auch nicht.

In jedem Stadion könnten nach Schätzung der Planer etwa 1.500 bis 2.000 Menschen leben.

In der Fassade des Estádio Nacional de Brasília ließen sich beispielsweise 315 Wohneinheiten unterbringen. Das ist hochwertiger Wohnraum, der auch bei der Finanzierung dieses wunderschönen, aber in der Unterhaltung aufwendigen Stadions helfen könnte.

In jedem Stadion könnten nach Schätzung der Planer etwa 1.500 bis 2.000 Menschen leben. Demnach könnten in der Nachnutzung der brasilianischen WM-Stadien etwa 20.000 Menschen ein neues Zuhause finden.

Die Architekten sind besorgt über den sozialen Kontext, der mit solchen Großveranstaltungen einhergeht. Die Stadien sind so absurd groß, das Wohnungsproblem in Brasilien ist so real.

Im Cape Town Stadium in Johannesburg, dem Austragungsort des WM-Finales 2010 in Südafrika, fanden in den vier Jahren nach der Weltmeisterschaft ganze sieben Spiele statt. Stampa und Macaux glauben, dass jeder Ort etwas Neues zu bieten hat.

Es wäre doch schön, wenn sie Recht hätten.

Projektdaten

Fotografen

Tomás Faquini
Jobson Galdino
Populous/copa2014.gov.br.jpg
EFE

Autor

Johannes Bühlbecker
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Ariake Gymnastics Centre

Das Ariake Gymnastics Centre

Nußschale

Ein sehr großer Raum in Holzrahmenbauweise, der die Arena nicht nur überdeckt, sondern auch eine außergewöhnlich harmonische Atmosphäre schafft.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebensphasen konzipiert: zunächst als olmpische Sportstätte, nun als Ausstellungshalle.

Das Ariake Gymnastics Centre im Süden der japanischen Hauptstadt Tokio wurde für die um ein verschobenen olympischen und paralympischen Sommerspiele 2020 gebaut und bietet bis zu 12.000 Personen Platz. In der Halle wurden die Wettbewerbe im Turnsport und Goalball ausgetragen. Nun wird die Halle zum Ausstellungszentrum umfunktioniert.

Die Architekten von Nikken Sekkei Ltd haben sich an traditionell japanischen Bautechniken orientiert. Dabei wurden 2300 m³ Holz aus ganz Japan verwendet. Nach Aussage von Architekten und Organisatoren ähnelt das Ariake Gymnastics Centre einer „Holzschale, die in der Bucht schwimmt“.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebensphasen konzipiert: Im Sommer 2021 diente es als temporäre internationale Wettkampfanlage für den absoluten Spitzensport olympischer und paralympischer Athleten. Nun werden die temporären Zuschauertribünen rückgebaut und das Ariake Gymnastics Centre in eine permanente Ausstellungshalle umgewandelt.

Einzigartig an dieser Halle ist die sehr großzügige Verwendung von Holz.

Einzigartig an dieser Halle ist die sehr großzügige Verwendung von Holz im gesamten Gebäude. Dies ist eine positive Umsetzung der in den Bewerbungsunterlagen für Tokio 2020 angekündigten nachhaltigen Bauweisen. Das Material Holz wurde auch gewählt, um die Erinnerung an diesen Bezirk auszudrücken, der einst ein riesiges Holzlager war.

Ausgehend vom Bild einer in der Bucht schwimmenden Nußschale wurde Holz überall dort verwendet, wo es möglich war – insbesondere bei der Dachkonstruktion, der Fassade, den Zuschauerplätzen und den Außenwänden.

Die Decke der Arena besteht aus einer Holzrahmenkonstruktion. Diese Entscheidung reduziert das Gewicht der Gesamtkonstruktion. Die Holzfassade trägt den akustischen und thermischen Dämmeigenschaften Rechnung. Funktion, Struktur und Raum sind eng miteinander verbunden, um Schönheit und Reichtum in möglichst einfacher und ursprünglicher Form zu erreichen.

Das ist die Essenz der traditionellen japanischen Holzarchitektur. Planer und Bauherren hofften, dass die Zuschauer und Sportler aus aller Welt sie während der Spiele auch live vor Ort erleben würden. Leider führte die Pandemie dazu, dass ausländische Zuschauer nicht anreisen konnten.

Es entstand eine in Japan erstmalig realisierte, komplexe und harmonische Tragstruktur.

Das Ariake Gymnastics Centre befindet sich inmitten einer weitläufigen, offenen Landschaft entlang eines Kanals. Der Entwurf musste allerdings auch die mittelhohen und hohen Eigentumswohnungen in der Umgebung berücksichtigen. Die horizontalen, fließenden Linien wurden durch eine möglichst geringe Gebäudehöhe und eine Reduzierung des Gesamtvolumens erreicht.

Durch die Positionierung der Erschließungshalle an der Außenseite des Gebäudes und die Schaffung eines offenen und großzügigen Zugangsbereichs gelingt es darüber hinaus, die für große Sportanlagen typische, undurchdringliche Außenansicht zu vermeiden.

Die Verwendung von Holz für das Dach verringert das Gewicht der Struktur. Das ist insbesondere bei schlechten Bodenverhältnissen wie hier sehr sinnvoll. Beim Ariake Gymnastics Centre haben sich Nikken Sekkei für eine einfache Struktur entschieden. Sie verwenden einzelne Balken aus großformatigem Brettschichtholz mit hoher Wärmekapazität, um sowohl Feuerbeständigkeit als auch strukturelle Stabilität zu erreichen.

So entstand eine in Japan erstmalig realisierte, komplexe Tragstruktur. Das Ariake Gymnastics Centre ist ein sehr großer Raum in Holzrahmenbauweise, der die Arena nicht nur dynamisch überdeckt, sondern auch eine für Hallen dieser Größenordnung außergewöhnlich harmonische Atmosphäre schafft.

Projektdaten

Bauherr

The Tokyo Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games

Standort

Ariake Gymnastics Centre
1 Chome-10-1 Ariake,
Koto City
Tokyo 135-0063
Japan

Eröffnung

2020

Fotograf

Ken’ichi Suzuki
SS

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

© 

Pläne

Video

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Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

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