Ariake Gymnastics Centre

Das Ariake Gymnastics Centre

Nußschale

Ein sehr großer Raum in Holzrahmenbauweise, der die Arena nicht nur überdeckt, sondern auch eine außergewöhnlich harmonische Atmosphäre schafft.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebensphasen konzipiert: zunächst als olmpische Sportstätte, nun als Ausstellungshalle.

Das Ariake Gymnastics Centre im Süden der japanischen Hauptstadt Tokio wurde für die um ein verschobenen olympischen und paralympischen Sommerspiele 2020 gebaut und bietet bis zu 12.000 Personen Platz. In der Halle wurden die Wettbewerbe im Turnsport und Goalball ausgetragen. Nun wird die Halle zum Ausstellungszentrum umfunktioniert.

Die Architekten von Nikken Sekkei Ltd haben sich an traditionell japanischen Bautechniken orientiert. Dabei wurden 2300 m³ Holz aus ganz Japan verwendet. Nach Aussage von Architekten und Organisatoren ähnelt das Ariake Gymnastics Centre einer „Holzschale, die in der Bucht schwimmt“.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebensphasen konzipiert: Im Sommer 2021 diente es als temporäre internationale Wettkampfanlage für den absoluten Spitzensport olympischer und paralympischer Athleten. Nun werden die temporären Zuschauertribünen rückgebaut und das Ariake Gymnastics Centre in eine permanente Ausstellungshalle umgewandelt.

Einzigartig an dieser Halle ist die sehr großzügige Verwendung von Holz.

Einzigartig an dieser Halle ist die sehr großzügige Verwendung von Holz im gesamten Gebäude. Dies ist eine positive Umsetzung der in den Bewerbungsunterlagen für Tokio 2020 angekündigten nachhaltigen Bauweisen. Das Material Holz wurde auch gewählt, um die Erinnerung an diesen Bezirk auszudrücken, der einst ein riesiges Holzlager war.

Ausgehend vom Bild einer in der Bucht schwimmenden Nußschale wurde Holz überall dort verwendet, wo es möglich war – insbesondere bei der Dachkonstruktion, der Fassade, den Zuschauerplätzen und den Außenwänden.

Die Decke der Arena besteht aus einer Holzrahmenkonstruktion. Diese Entscheidung reduziert das Gewicht der Gesamtkonstruktion. Die Holzfassade trägt den akustischen und thermischen Dämmeigenschaften Rechnung. Funktion, Struktur und Raum sind eng miteinander verbunden, um Schönheit und Reichtum in möglichst einfacher und ursprünglicher Form zu erreichen.

Das ist die Essenz der traditionellen japanischen Holzarchitektur. Planer und Bauherren hofften, dass die Zuschauer und Sportler aus aller Welt sie während der Spiele auch live vor Ort erleben würden. Leider führte die Pandemie dazu, dass ausländische Zuschauer nicht anreisen konnten.

Es entstand eine in Japan erstmalig realisierte, komplexe und harmonische Tragstruktur.

Das Ariake Gymnastics Centre befindet sich inmitten einer weitläufigen, offenen Landschaft entlang eines Kanals. Der Entwurf musste allerdings auch die mittelhohen und hohen Eigentumswohnungen in der Umgebung berücksichtigen. Die horizontalen, fließenden Linien wurden durch eine möglichst geringe Gebäudehöhe und eine Reduzierung des Gesamtvolumens erreicht.

Durch die Positionierung der Erschließungshalle an der Außenseite des Gebäudes und die Schaffung eines offenen und großzügigen Zugangsbereichs gelingt es darüber hinaus, die für große Sportanlagen typische, undurchdringliche Außenansicht zu vermeiden.

Die Verwendung von Holz für das Dach verringert das Gewicht der Struktur. Das ist insbesondere bei schlechten Bodenverhältnissen wie hier sehr sinnvoll. Beim Ariake Gymnastics Centre haben sich Nikken Sekkei für eine einfache Struktur entschieden. Sie verwenden einzelne Balken aus großformatigem Brettschichtholz mit hoher Wärmekapazität, um sowohl Feuerbeständigkeit als auch strukturelle Stabilität zu erreichen.

So entstand eine in Japan erstmalig realisierte, komplexe Tragstruktur. Das Ariake Gymnastics Centre ist ein sehr großer Raum in Holzrahmenbauweise, der die Arena nicht nur dynamisch überdeckt, sondern auch eine für Hallen dieser Größenordnung außergewöhnlich harmonische Atmosphäre schafft.

Projektdaten

Bauherr

The Tokyo Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games

Standort

Ariake Gymnastics Centre
1 Chome-10-1 Ariake,
Koto City
Tokyo 135-0063
Japan

Eröffnung

2020

Fotograf

Ken’ichi Suzuki
SS

Autor

Johannes Bühlbecker
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Pläne

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Sporthalle Brombach

Sporthalle Brombach in Lörrach

Spoiler-Alarm

Diese Fassade verrät, was im Inneren so los ist.

Die drei wesentlichen Gründe für die emotionale Textilfassade waren Gestaltung, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit.

Die neue Sporthalle Brombach in Lörrach bildet einen ersten Baustein für die städtebauliche Entwicklung des Schöpflin-Areals im Zentrum des Lörracher Stadtteils Brombach. Der Entwurf besticht durch zwei Besonderheiten: zum einen die raffinierte Reduzierung des sichtbaren Bauvolumens durch das Eingraben des Hallenkörpers, und zum anderen die großflächige Textilfassade.

Der Entwurf stammt von Glück + Partner aus Stuttgart, die Fassade mit Frontside View 381 FT von Serge Ferrari. So wird die Begeisterung der Zuschauer in der Halle auch von außen erlebbar.

Innerhalb des städtebaulichen Masterplans stellt die neue Sporthalle Brombach einen Übergang zu Wohnbebauung, Industriegebiet und einem Verkehrsknotenpunkt dar. Das Ziel der Architekten war dabei, dem Gebäude trotz des großen Volumens Leichtigkeit zu verleihen. Dies wurde erreicht, indem sämtliche Nebenräume im Untergeschoss angeordnet wurden und baulich nicht in Erscheinung treten.

Darüber hinaus bewirken die Transparenz und Reflexion der verglasten Außenwände eine Entmaterialisierung der Fassaden, die nach oben mit einer hohen Dachscheibe als Textilfassade abschließen und über der Platzfläche zu schweben scheinen.

Die drei wesentlichen Beweggründe für eine Umsetzung der emotionalen Textilfassade, die zusammen mit dem Membranbauspezialisten Typico entwickelt wurde, waren Gestaltung, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit.

Die gestalterische Dimension
Die Ausbildung als Textilfassade machte es möglich, eine klare Kubatur zu erzielen, die zudem ohne Fugen in der Fassadenbekleidung auskommt – quasi wie ein nahtloses, umlaufendes Band.

Die kommunikative Dimension
Die Textilfassade ist Kommunikationsinstrument und Gebäudehülle in einem. Die Bedruckung zeigt in abstrakter Form die Erlebniswelt in der Sport- und Veranstaltungshalle und setzt damit einen wichtigen Orientierungspunkt

Die wirtschaftliche Dimension
Durch die Umsetzung als großformatige Bespannung über die kompletten Seitenflächen reduzierte sich der Aufwand für Systemrahmen, Aufnahmekonsolen, die Abdichtung von Durchdringungen  oder Wärmedämmung und die Montage deutlich.

Dr. Thomas König, CEO von Typico

„Wir haben uns die Frage gestellt: Warum geht man in eine Multifunktionssporthalle? Zum einen, weil man für sich trainieren kann, zum anderen aber auch, weil man irgendwann vor großem Publikum spielen will. Deshalb haben wir als Key Visual für die Fassadenbedruckung jubelnde Zuschauer gewählt, die innerhalb einer besonderen grafischen Bearbeitung in lauter kleine Sechsecke verpixelt wurden. 

Hierbei entsteht ein toller Effekt: Aus kurzer Distanz betrachtet, haben wir nur eine sehr grafische, ornamentale Anmutung. Gehen wir jedoch auf Distanz, so ab ca. 15 m, setzen sich die Ornamente zu einem jubelnden Publikum zusammen und machen so das Erlebnis bei Events oder Sportwettkämpfen in der Halle spürbar.“

Zwar war durch die Architekten im Entwurf vorgegeben, dass die Textilfassade bedruckt werden sollte. Das eigentliche Motiv dazu wurde jedoch innerhalb einer separaten Ausschreibung der Stadt Lörrach ermittelt, aus der das Grafikteam von Typico als Sieger hervorging.

Die sich auflösende Bedruckung unterstützt die Leichtigkeit des Textilfassadenmaterials und lässt so den Baukörper kleiner und weniger monoton wirken.

Als Textilfassadengewebe wurde Frontside View 381 von Serge Ferrari eingesetzt. Durch seinen netzartigen, gleichmäßig gewebten Charakter wirkt das Material sehr leicht und transparent, durch die besondere Metallicfarben in der Kollektion sehr beeindruckend.

Aus den in verschiedenen Metallictönen wie Metall gehämmert, silbermetallic oder temperamentgold machte der Farbton zimtkupfer schließlich das Rennen – auch, weil er am besten mit den roten Ziegeldächern in der umliegenden Wohnbebauung korreliert. Die Bedruckung mit den unterschiedlich gefüllten Sechsecken in Hellgrau erfolgte bei Typico in einem Multilayer-Digitaldruckverfahren direkt auf die Textilfassadenbahnen.  

Mit Ausnahme der erdberührten Bauteile sind nahezu alle konstruktiven Elemente des Hallentragwerks aus Holz und Holzwerkstoffen gefertigt. Durch die hohen Membrankräfte war jedoch eine Verankerung des Textils am Holztragwerk direkt nicht möglich.

Die Basis zum Andocken der Textilfassade war das Dachtragwerk aus Leimbindern und Holzrahmenausfachungen, das mit einer Abdichtungsebene versehen und mit Stahlkonsolen für die Aufnahme des Spannrahmens ausgerüstet wurde.

Dieser besteht pro Seitenfläche aus einem einteiligen Rahmen mit Abmessungen von bis zu ca. 40 x 4,25 m. Hierzu wurde pro Seitenfläche unter Berücksichtigung der Stöße in einem durchgedruckt und die Bahnen vertikal im Hochfrequenz-Schweißverfahren zu einer riesigen Bespannung verschweißt, die umlaufend mit einem Keder ausgerüstet und in einem Alurahmensystem verspannt wurden.

Tina Seiberts, Projektleiterin bei Glück + Partner

„Bei diesen riesigen Formaten ist es immens wichtig, dass sich das Textilfassadenmaterial während und nach der Montage nicht verändert und womöglich durchhängt und nachgespannt werden muss.

Das Besondere am Material von Serge Ferrari ist das Herstellungsverfahren, bei der das Gewebe während der Beschichtung von allen Seiten vorgereckt wird. Damit erhalten wir eine Dimensionsstabilität, die wir für derartig großformatige Rahmenfelder brauchen und auf die wir uns verlassen können.“ 

Weitere Entscheidungskriterien für Architekten und Bauherr waren die hohe Langlebigkeit, verbunden mit einer umfassenden 10-Jahresgarantie, sowie die in einer Vielzahl erfolgreicher Projekte nachgewiesene hohe Resistenz gegenüber Witterungseinflüssen wie Wind, Hagel und UV-Strahlung.

Die Gebäudetypologie eines öffentlichen Versammlungsraums machte zudem eine Brandschutzklassifizierung von B-s2,d0 nach EN 13501-1 erforderlich, welche Frontside View 381 jedoch von Haus aus besitzt.

Ein weiterer interessanter Aspekt, der sich aus dem Wunsch nach möglichst großer Wirtschaftlichkeit für die Umsetzung der Textilfassade ableitete, war die Optimierung der Energieeffizienz: Die Ausführung als großformatige Textilfassaden-Bespannung bedeutet nämlich auch weniger Anschlusspunkte, weniger Durchdringungen und damit weniger Wärmebrücken.

Beim Bau der Sporthalle Bromberg waren Robustheit, Hochwertigkeit, Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit die bestimmenden Faktoren für die gewählten Ausführungen.

Das Ergebnis gibt allen Beteiligten Recht.

Projektdaten

Architekt

Glück + Partner GmbH
Freie Architekten BDA
Augustenstraße 87
D – 70197 Stuttgart

Bauherr

Stadt Lörrach

Textilfassade

Serge Ferrari GmbH
Auf der Kaiserbitz 3
D – 51147 Köln

Bau der Textilfassade

Typico GmbH
Typico Platz 1
AT – 6911 Lochau

Eröffnung

2020

Fotograf

Roland Halbe

Autorin

Lucie Deguille
(Advertorial)

Standort

Sporthalle Brombach
Franz-Ehret-Straße
D – 79541 Lörrach

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Sporthalle Modřice

Die Sporthalle Modřice

Einmal hin, alles drin

Die Sporthalle Modřice hat den Ehrgeiz und das Potenzial, neben allen sportlichen Funktionen ein lokales Gemeinschaftszentrum zu werden.

Die Sporthalle Modřice wurde an der Grenze zu einer Bahnlinie errichtet – so dient sie als Lärmschutzwand und nimmt den Klassenräumen kein Tageslicht weg.

Die Sporthalle befindet sich in der kleinen Stadt Modřice (5.400 Einwohner), einem Vorort von Brünn, der zweitgrößten Stadt der Tschechischen Republik.

Der Standort liegt zwischen einer Grundschule und der Eisenbahnlinie. Die Sporthalle Modřice selbst wurde an der Grenze zur Bahnlinie errichtet – so dient sie als Lärmschutzwand für die Schule. Außerdem nimmt sie den Klassenräumen dort kein Tageslicht weg.

Die Planer vom Atelier bod architekti s.r.o. maßen der Umgebung und dem Bestand große Bedeutung bei. Also restaurierten sie das alte Gebäude und richteten dort das Restaurant ein – nun ein wichtiger Ort für das Gemeinschaftsleben auch außerhalb von Schule und Sport.

Das untere Geschoss der Sporthalle Modřice ist zur Schule hin orientiert.

Der Hallenboden liegt drei Meter unten dem Bodenniveau des Eingangsfoyers. Das ermöglicht einen unaufdringlichen, niedrigen Baukörper.

Die Sporthalle Modřice hat den Ehrgeiz und das Potenzial, neben allen sportlichen Funktionen ein lokales Gemeinschaftszentrum zu werden. Die Architektur des Gebäudes soll daher sowohl Solidität als auch Offenheit vermitteln.

Das Raumprogramm fügt sich sehr gut in seine Umgebung ein. Die große Sporthalle ist in drei gleiche Volumen unterteilt, kann also mühelos unterteilt werden.

bod architekti s.r.o. nahmen den Baukörper des ehemaligen Restaurants als Muster und unterteilten die neue Halle durch die Wiederholung des gleichen Volumens. Die Sporthalle Modřice wirkt nun wesentlich kleiner als sie ist.

Der Hallenboden liegt drei Meter unten dem Bodenniveau des Eingangsfoyers. Auch das ermöglicht einen unaufdringlichen, niedrigen Baukörper, der die Gesimshöhe des Altbaus aufnimmt. Alle diese Maßnahmen sind nicht nur städtebaulicher Natur, sie verbessern auch die Wärmebilanz des Gebäudes.

Das Eingangsfoyer ist das Herzstück des Gebäudes. Hier treffen sich Sportler und Zuschauer.

Das Eingangsfoyer ist das Herzstück des Gebäudes. Hier treffen sich Sportler und Zuschauer. Gleich nach dem Betreten des Foyers kann man durch ein großes Fenster einen ersten Blick in die Sporthalle werfen.

Die Galerie der großen Halle ist direkt vom Foyer aus zu erreichen, ebenso wie die Haupttribüne, die Umkleideräume, der Kraftraum und die Außenplätze.

Die andere Seite des Foyers führt ins Untergeschoss. Hier befinden sich das Schwimmbad und einige zugehörige Umkleideräume.

Die untere Ebene ist über einen unterirdischen Gang direkt mit der Grundschule verbunden. Das ergibt Sinn, weil das Schwimmbad hauptsächlich von der Schule genutzt wird.

Im obersten Geschoss liegt der Spiegelsaal mit natürlichem Oberlicht.

Das Eingangsfoyer ist auch mit dem alten Gebäude verbunden. Dort befinden sich im Erdgeschoss das Restaurant und in den oberen Stockwerken die Räumlichkeiten des Sportvereins.

Wichtige architektonische Elemente sind die Oberlichter auf dem Dach.

Die robuste Betonstruktur der Sporthalle Modřice ist auch im Inneren sichtbar. Sie schafft viele interessante Durchblicke durch das Gebäude, die obendrein die Orientierung vereinfachen.

Weitere wichtige architektonische Elemente sind die Oberlichter auf dem Dach. Sie versorgen die große Sporthalle, den Spiegelsaal, die Galerie der Sporthalle und den Flur, der zum Spiegelsaal führt, mit Tageslicht.

Der Außenbereich vor der Sporthalle Modřice wurde als öffentlicher Raum mit Pflasterung, Straßenbäumen und Parkplätzen angelegt.

Außerdem wurden zwei neue, multifunktionale Außensportplätze neben den schon vorhandene geschaffen. Ein Spielplatz für Kinder und ein Bereich für das Tanzen sind in Planung.

Kleine Stadt, großes Sportzentrum.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

Atelier bod architekti s.r.o.
Osadní 799/26
Prag 7
CZ – 170 00

Bauherr

Stadt Modřice

Team

Vojtěch Sosna, Jakub Straka, Jáchym Svoboda,

Karolína Urbánková, František Bosák

Standort

Mestska Hala Modrice
Benešova 274
CZ – 664 42 Modřice

Eröffnung

2020

Autor

Johannes Bühlbecker
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The Arch

The Arc at Green School

Aus den Rippen geschnitzt

Die Inszenierung der Geometrie dieses Bogens spart nicht nur viel Baumaterial, sie führt auch zu einer wunderschönen Sporthalle.

The Arc will neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und nachhaltige Bildung setzen.

The Arc at Green School ist das neueste Gebäude auf dem Campus der international bekannten Green School auf in der zu Indonesien gehörenden Insel Bali. Die Green School Bali (es gibt noch weitere) wurde im Jahr 2008 gegründet und hat sich der Nachhaltigkeit und der Erweiterung von Horizonten verschrieben.

The Arc ist ein weiterer Meilenstein in dieser Geschichte. Der Bau will neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und nachhaltige Bildung setzen.

Ganz nebenbei ist The Arc eine phantastische und ausgesprochen multifunktionale Sporthalle.

The Arc at Green School besteht aus einer Reihe von sich kreuzenden, 14 Meter hohen Bambusbögen, die sich 19 Meter weit erstrecken und durch antiklastische Gitterschalen miteinander verbunden sind. Ihre Tragfähigkeit beziehen sie aus der Krümmung in zwei entgegengesetzte Richtungen. Sowas wurde zuvor weltweit noch nicht gebaut.

Planerisches Vorbild war der Brustkorb eines Säugetiers.

Der Bogen ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Er erforderte monatelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit und die Abstimmung vieler maßgeschneiderter Details. Das Ergebnis ist von großer Schönheit.

Die Planer von IBUKU berufen sich auf eine der besten Strategien der Natur, um große Räume mit minimaler Struktur zu schaffen – den Brustkorb eines Säugetiers: Hier arbeiten die Rippen unter Druck und werden von einer elastischen Muskel- und Hautschicht zusammengehalten.

So entsteht eine dünne, aber stabile Hülle zum Schutz (zum Beispiel) der Lunge. Im Fall von The Arc werden die unter Spannung stehenden Bögen durch gespannte, antiklastische Gitterschalen in Position gehalten.

Die Inszenierung der Geometrie des Bogens bringt die Struktur in einen Zustand des Gleichgewichts.

Diese Gitterschalen füllen die Zwischenräume zwischen den extrem schlanken Bögen, welche dem Raum eine sehr grazile Intimität und Schönheit verleihen. Obwohl die Gitterschalen von den Bögen herabzuhängen scheinen, halten sie diese in Wirklichkeit aufrecht.

„Die Gitterschalen bilden eine formsteife Dacheinfassung und bieten den Parabelbögen Knickschutz. Beide Systeme zusammen ergeben eine einzigartige und äußerst effiziente Struktur, die sich unter Last ausdehnen kann, so dass die Struktur das Gewicht umverteilen kann.“ So erklärt das Neil Thomas vom Tragwerksplaner Atelier One.

Die Inszenierung der Geometrie des Bogens bringt die Struktur ins Gleichgewicht. Damit sparen die Planer eine ganze Menge an Material – und sie erreichen diesen wunderschönen Inneraum einer  in vielerlei Hinsicht beispielhaften Sporthalle.

Beneidenswert, wer hier zur Schule gehen darf.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

IBUKU

Bauherr

Grren School Bali

Standort

Green School Bali
Jalan Raya Sibang Kaja
Banjar Saren
Abiansemal, Badung
IDN  -Bali 80352

Eröffnung

2020

Fotos

IBUKU

Autor

Johannes Bühlbecker
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Gammel Hellerup

Gammel Hellerup High School

Form follows formula

BIG

Die Gammel Hellerup High School hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten.

Gammel Hellerup High School

Form follows formula

BIG

Die Gammel Hellerup High School hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten.

Auf dem Dach dieser Sporthalle kann man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen.

Die Gammel Hellerup High School nördlich von Kopenhagen hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten. Dazu wurden in den letzten Jahren mehrere Erweiterungen notwendig, die vor allem Dach- und Freiflächen aktiv nutzen.

So entstand auch eine 1.100 m² große Mehrzweckhalle, auf deren Dach man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen kann.

Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach.

Der Vorgänger der neuen Sporthalle stand neben dem Campus. Ausstattung und Zustand reichten der Gammel Hellerup High School jedoch nicht mehr aus. Damit fehlte ein großer multifunktionaler Raum für Sport und den Sportunterricht, für Abschlussfeiern und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Also entwarf BIG – Gründer Bjarke Ingels ging hier zur Schule – eine Mehrzweckhalle, die ihre Form aus der Flugbahn eines Handballs ableitet.

Gammel Hellerup Sction

Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach, das nun der neue Treffpunkt und Schulhof der Gammel Hellerup High School ist.

BIG

Die Form des Daches bietet auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Der Rand des Daches ist mit Sitzbänken ausgestattet, das Dach selbst wurde durch kleine Fenster perforiert, die nicht nur Tageslicht in die Halle bringen, sondern auch besondere Sichtbeziehungen herstellen. Die Form des Daches bietet natürlich auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Zwischen der neuen Halle und den angrenzenden Fußballfeldern entstand ein weiterer Neubau. Ziel des neuen Kunstgebäudes war es, die Sportflächen mit den Bildungseinrichtungen und der Sporthalle in einem kontinuierlichen Fluss zu verbinden. Durch die Unterbringung von Teilen des Neubaus unter den Fußballfeldern können die Schülerinnen und Schüler nun durch die versunkene Sporthalle in der Mitte des Innenhofs ihre Klassenzimmer, die Cafeteria und den Haupteingang bzw. -ausgang auf Straßenniveau erreichen.

Darüber hinaus bilden und formen die neuen, teilweise unterirdisch gelegenen Einrichtungen das Dach des neuen Kunstgebäudes. Gleichzeitig erweitern sie die Fußballfelder zu einem grünen Teppich für informelle Aktivitäten und dienen als informelle Sitzgelegenheiten mit Blick auf kommende Sportereignisse.

Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Die bei der Mehrzweckhalle verwandten Baustoffe und Ausstattungen wurden auch beim jüngsten Neubau verwendet, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Während die Sporthalle als eine Art Sandwich aus Holz, Beton und wieder Holz realisiert wurde, bieten die neuen Räume Holzwände, die sich zwischen der Betonkonstruktion oben und unten spannen. Das schafft eine kohärente visuelle Identität.

Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

BIG CPH
Kløverbladsgade 56
DK – 2500 Valby, Copenhagen

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Eröffnung

2015 & 2017

Standort

Gammel Hellerup High School
Svanemøllevej 87
DK – 2900 Hellerup

Team

Partners in Charge: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær
Project Leaders Multi-Use Hall & Gymnasium: Ole Schrøder, Ole Elkjær-Larsen, Frederik Lyng
Team Multi-Use Hall & Gymnasium: Ana Merino, Anders Hjortnæs, Christian Alvarez, Dennis Rasmussen, Gül Ertekin, Henrick Poulsen, Hjalti Gestsson, Jan Magasanik, Jakob Lange, Jacob Thomsen, Jeppe Ecklon, Ji-young Yoon, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Riccardo Mariano, Rune Hansen, Snorre Nash, Thomas Juul-Jensen, Vincent He, Xu Li
Project Manager Master Plan & Education Building: Ole Elkjær-Larsen
Project Leader Master Plan & Education Building: Tobias Hjortdal
Team Master Plan & Education Building: Agnete Jukneviciute, Ambra Chiesa, Brigitta Gulyás, Dennis Rasmussen, Enea Michelesio, Greta Krenciute, Høgni Laksáfoss, Isabella Eriksson, Jan Magasanik, Mikkel Marcker Stubgaard, Jeppe Ecklon, Kamilla Heskje, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Thomas Juul-Jensen
Project Leader Landscape: Ole Elkjær-Larsen
Team Landscape:  Brigitta Gulyás, Enea Michelesio, Jakob Lange, Mikkel Marcker Stubgaard, Narisara Schröder, Tobias Hjortdal 

Autor

Johannes Bühlbecker
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L’Alqueria del Basket

L’Alqueria del Basket in Valencia

Orange für Fortgeschrittene

Nicht nur der dezente Umgang mit den Vereinsfarben ist, insbesondere im Profisport, beispielhaft.

„Schließlich war unser Hauptziel, einen Raum zu schaffen, in dem Kinder die besten Bedingungen haben, um zu spielen und zu lernen.“

ERRE arquitectura

L’Alqueria del Basket ist das neue Trainings- und Ausbildungszentrum des Valencia Basket Club. Der ambitionierte Erstligist bietet seinem Nachwuchs seit 2017 hier beste Bedingungen, um den Sprung in die Profi-Liga ABC zu schaffen.

Geplant wurde der Komplex von ERRE arquitectura aus Valencia.

„Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Landhaus“. Darin will der Valencia Basket Club seine mehr als 500 Talente unterbringen. 

L’Alqueria del Basket entstand für die wachsende Anzahl talentierter junger Spieler, die sich an einer Karriere im Leistungssport versuchen wollen. Basketball ist in Spanien sehr populär.

Der Valencia Basket Club wollte diese aktuell mehr als 500 Talente an einem Ort unterbringen („Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Landhaus“). Bis zum Bau der L’Alqueria del Basket trainierten sie in verschiedenen Teilen der schönen, ostspanischen Stadt Valencia (800.000 Einwohner).

L’Alqueria del Basket befindet sich neben der aktuellen Spielstätte des Vereins, dem La Fuente de San Luís. Das Zentrum umfasst eine Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern. L’Alqueria del Basket ist in zwei Bereiche unterteilt und besteht aus neun Innen- und vier Außenplätzen.

Bei der Konstruktion wurden von Anfang an Aspekte der Haltbarkeit, des Komforts und der Beleuchtung in den Vordergrund gestellt,

Das Zentrum des ersten Bereichs ist die Haupthalle. Hier finden Matches und Trainingseinheiten der Profis statt.

Im anderen Bereich finden sich acht weitere Plätze, die ausschließlich dem Trainingsbetrieb dienen. Diese Plätze werden natürlich auch gleichzeitig genutzt, da sie durch ein automatisches Vorhangsystem voneinander getrennt werden können.

Der gesamte Komplex wird über eine zentrale Achse erschlossen. Sie hat zwei Ebenen. Die untere Ebene beherbergt die Nebenräume wie Umkleiden, Fitness- und Pflegebereiche sowie Räume für die Physiotherapie.

Die obere Ebene ist dem Unterricht der jungen Sportler gewidmet. Außerdem finden sich hier die Bereiche für Familienmitglieder und die Zuschauerplätze.

Licht und Farbe sind die bestimmenden Elemente im Inneren des L’Alqueria del Basket.

Für die Planer von ERRE arquitectura – und natürlich für die Sportler – war und ist eine homogene und blendungsfreie Beleuchtung von großer Bedeutung. Daher erhielt die Haupthalle große Oberlichter, die Trainingsplätze wurden mit isolierten Oberlichtern und einer Polycarbonathaut ausgestattet.

Darüber hinaus bringen sechs Innenhöfe natürliches Licht und eine gute Belüftung in den zentralen Erschließungsbereich.

Das Innere des L’Alqueria del Basket ist klar strukturiert. Damit sich die Nutzer problemlos orientieren können, gibt es Bereiche für die Sportler und Bereiche für die Angehörigen: Das Erdgeschoss ist den Sportlern vorbehalten, das Obergeschoss Besuchern und Zuschauern.

Der Aufstieg zu dieser oberen Ebene erfolgt über eine orangefarbene Rampe – das ist die Farbe des Clubs. Der Umgang mit den Vereinsfarben ist, insbesondere im Profisport, beispielhaft.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

ERRE arquitectura
Maestro Gozalbo 20
ESP – 46005 Valencia

Fotograf

Daniel Rueda

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2017

Standort

L’Alqueria del Basket
Carrer del Bomber Ramon Duart
ESP – 46013 València

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Kantonsschule Wettingen

Die Sporthalle der Kantonsschule Wettingen

In Stein gemeißelt

Das Zisterzienserkloster Wettingen ist ein besonderer Ort. Eine Sporthalle muss sich hier unterordnen.

Aus Respekt vor der historischen Klosteransicht wurden die Sporthallen der Kantonsschule Wettingen unterirdisch angelegt.

Das Zisterzienserkloster Wettingen ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Mit der Einrichtung der Kantonsschule Wettingen im Jahr 1979 entstanden außerhalb des Klosterbezirks (auf der Allmend) die Sport- und Schwimmhalle der Schule.

Diese wurden aus Respekt vor der historischen Klosteransicht als unterirdische Anlagen um einen Tiefhof erstellt, über dessen Längsseiten die angegliederten Turnhallen mit Tageslicht versorgt wurden.

Auch die geplante Erweiterung der Sporthallen aus dem Jahr 1979 wurde dem klösterlichen Leitbild entsprechend realisiert.

Auch die geplante Erweiterung der Sporthallen der Kantonsschule Wettingen musste sich diesem Leitbild unterordnen. Daher wurde auch sie unterirdisch organisiert. Orientierung und Tageslichtbezug spielen dabei eine entscheidende Rolle. Daher wurde als Ausgangspunkt des Entwurfs eine lineare Promenade geplant, welche den Alt- und den Neubau übersichtlich und ordnend verbindet.

Alle Hauptnutzungen sind an diese Erschließungsstraße direkt angelagert oder von dort aus großzügig einsehbar.

In Folge der gewählten Organisation durch lineare Elemente ergibt sich nach außen ein ruhiges und klares Bild der Gesamtanlage. Ein nach Norden ausgerichtetes Fensterband begleitet den Weg im Bereich der Dreifach-Sporthalle.

Die Kunst am Bau spielt mit der Metapher des groben Felsens, auf welchem das Zisterzienserkloster hoch über der Limmat thront und in welchen die neue Sporthalle gemeißelt wurde.

Durch das Zusammenführen von Belichtungszone und Zuschauergalerie kommt es beim Blick auf das Spielfeld nicht zu störenden Gegenlichteffekten. Umgekehrt fällt dem Betrachter beim Blick aus der neuen Sporthalle der Kantonsschule Wettingen eine breite Reliefwand ins Auge.

Die Kunst am Bau wurde vom Duo Lang/Baumann gestaltet. Sie spielt mit der Metapher des groben Felsens, auf welchem das Zisterzienserkloster hoch über der Limmat thront und in welchem im wahrsten Sinne des Wortes die neue Sporthalle gemeißelt wurde. Im Verlaufe des Tages und Jahres verändert sich der Schattenwurf der Betonblöcke und dem Betrachter im Untergrund wird ein Gefühl von Tages- respektive Jahreszeit vermittelt.

Das waren wir.

Projektdaten

Alle, die an diesem Projekt beteiligt waren.

Architekt

:mlzd
Alleestrasse 25
CH – 2503 Biel/ Bienn

Bauherr

Immobilien Kanton Aargau
Departement Finanzen und Ressourcen
CH-Aarau

Team

Pat Tanner, Alexander Unsin, Andreas Frank, Daniele Di Giacinto, Claude Marbach, David Locher, Julia Wurst, Marianne Rüger, Jonathan Anders, Ronja Engelhardt, Mart Maurer, Belén Jatuff Mathis

Standort

Kantonsschule Wettingen
Klosterstrasse 11
CH – 5430 Wettingen

Eröffnung

2018

Fotograf

Ariel Huber / EDIT images
Brauerstrasse 45
CH – 8004 Zürich

Autor

:mlzd

© 

Pläne

© 

Fotos

Video

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Camp del Ferro

Sportzentrum Camp del Ferro in Barcelona

Unterirdisierung

Stadtentwicklung, große gestalterische Eigenständigkeit, beste Energiebilanzen – und drei tolle Sporthallen.

Sagrera bemüht sich um eine neue urbane Idendität. Das Camp del Ferro soll dabei helfen.

Das Camp del Ferro in Barcelona ist das gebaute Ergebnis eines Wettbewerbs zum Bau eines Sportzentrums im Stadtteil Sagrera.

Auf einer Fläche von etwas mehr als 7.000 m² beherbergt das Camp del Ferro gleich drei Sporthallen mit 800 Zuschauerplätzen und Nebeneinrichtungen auf einem knapp bemessenen Grundstück. Die Aufgabe der Architekten AIA, Barceló-Balanzó Arquitectes und Gustau Gili Galfetti bestand daher darin, dieses enorme Volumen in eine eh schon dicht bebaute Nachbarschaft einzufügen.

Die planerische Lösung bestand darin, einen Großteil des Sportkomplexes unterirdisch zu errichten. Diese Entscheidung reduziert nicht nur die optische Wirkung des riesigen Baukörpers. Sie schafft auch einen öffentlichen Raum, der dem städtischen Leben gewidmet ist. Bei Veranstaltungen werden hier auch die Besucherströme organisiert.

AIA

Die unterschiedlichen Anordnungen der Ziegelfassaden bringen unterschiedliches Licht ins Innere – und geben dem Baukörper Volumen und Textur.

Der äußere Eindruck des Camp del Ferro wird von Backstein bestimmt. Mit dieser Materialwahl beziehen die Planer sich bewusst auf die alten Fabriken, Lagerhäuser und Werkstätten aus demselben Material, die in dieser Gegend zahlreich vertreten sind.

In den wartungsarmen Ziegelfassaden wechseln sich leere und gefüllte, opake, transluzente und transparente Steine unterschiedlicher Formate und Farben ab. Diese Anordnungen bringen unterschiedliches Licht ins Innere – und sie geben dem Baukörper ein immenses Volumen und eine beeindruckende Textur.

Die geschlosseneren Ziegelfassaden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und möglicher Blendung, während sich die großen verglasten Flächen im unteren Teil der Nordfassade zur Eingangshalle hin öffnen.

Zwei der Spielfelder liegen in den Untergeschossen, die Nebenräume und Installationen dazwischen. Die dritte Sporthalle belegt das obere Stockwerk.

Das oberirdische Volumen des Camp del Ferro wird durch ein Dach aus sanft geschwungenen, umgekehrten Gewölben abgeschlossen. Es fügt sich bestens in den Kontext ein und spiegelt in gewisser Weise die Ordnung und Präsenz der Dächer auf den benachbarten Lagerhäusern.

Das Innenleben des Camp del Ferro ist klar strukturiert. Zwei der Spielfelder liegen in den Untergeschossen, der zentrale Block mit Umkleiden, Duschen, Zuschauerplätzen, weiteren Nebenräumen und Installationen zwischen beiden. Die dritte Sporthalle belegt das obere Stockwerk.

Es handelt sich also um ein kompaktes Volumen, welches die großräumigen Elemente voneinander trennt. Der schichtweise Aufbau des Camp del Ferro mit seinen offenen, kommunizierenden Ebenen fördert außerdem die natürliche Belüftung und die Wärmeabfuhr.

Es gibt einige gute Gründe, die zur LEED-Gold-Zertifizierung des Camp del Ferro geführt haben.

Eine weitere bewusste Konsequenz der „Halbunterirdisierung“ (Online-Übersetzer DeepL) eines Großteils des Komplexes ist die hier sehr willkommene thermische Trägheit des Komplexes durch die Reduzierung der exponierten Flächen.

Die Verwendung von Ziegeln bringt die Architektur nicht nur in Einklang mit der Tradition von Sagrera, sie ist auch eine dauerhafte, also nachhaltige Lösung. Der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen und die Optimierung des Wasserverbrauchs sind weitere Gründe, die zur LEED-Gold-Zertifizierung des Camp del Ferro beigetragen haben.

Das Camp del Ferro bietet alles: Stadtentwicklung, große gestalterische Eigenständigkeit und Qualität, beste Energiebilanzen – und drei tolle Sporthallen.

Das waren wir.

Projektdaten

 

Bauherr

BIMSA – Barcelona d’Infraestructures Municipals

Standort

Camp del Ferro
Plaça d’Albert Badia i Mur
ES – 08027 Barcelona

Eröffnung

2020

Fotograf

José Hevia
Simón García (arqa)

Autor

Johannes Bühlbecker
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Kura Kura

Form follows Federball

Kura Kura auf Bali

 

 

 

IBUKU + Studio Jencquel

Situation

Kura Kura ist der Name einer offenen Badmintonhalle auf der zu Indonesien gehörenden Insel Bali. Die beeindruckende Bambusstruktur wurde in Zusammenarbeit zwischen Ibuku und Studio Jencquel entworfen und gebaut.

Badminton ist in Indonesien ein Nationalsport. Die Kinder erlernen es in der Schule, die Spitzensportler des Landes sind in den Top Ten der Weltranglisten zu finden.

Der Entwurf

Architekt Maximillian Jencquel wollte kein Gebäude bauen, welches sich in der Nachbarschaft wie ein großer, hoher Kasten – breitmacht. Die Grundfläche der Halle beträgt immerhin 200 m². Daher erschien es ihm naheliegend, die Flugbahn des Federballs zu untersuchen und die notwendige Gebäudehöhe daraus abzuleiten. Aus diesem Prozess erklären sich die kühnen Kurven der Halle.

Die Form von Kura Kura ergibt sich also aus dem Flug des Federballs. Sie ist parabolisch und benötigt am Netz eine Mindesthöhe von neun Metern. Das ist ziemlich hoch.

Der blonde Bambus

Als Inspiration nennen die Planer die Form eines Schildkrötenpanzers.

Obwohl viele Materialien für den Bau einer solchen Form in Frage kommen, fiel die Wahl sehr schnell auf Bambus; Budget, Zeit und die geografische Lage sprachen dafür, dieses Material zu verwenden. Die Bambusstruktur stammt von Elora Hardy von Ibuku.

Maximillian Jencquel und Ibuku arbeiteten eng zusammen. Aus gestalterischer Sicht war es ihnen wichtig, für Kura Kura einen Kontrast zwischen dem schwarzen und dem blonden Bambus zu schaffen.

Der Wind

Aus funktionalen Gründen wurden die Dachlinien bis auf den Boden heruntergezogen. Sie sollen die herrschenden, beachtlichen Winde vom Eindringen in das Gebäude abhalten. Gleichzeitig muss die Luftzirkulation natürlich aufrechterhalten werden, damit die Wärme aus dem Gebäude abgeführt werden kann.

Für das Spielfeld wurde ein spezieller Gummiharzbelag verwendet. Davon abgesehen, wurde Kura Kura komplett aus Bambus gebaut, inklusive der vollständigen Bedachung. Elora Hardy und ihr Team entwarfen und realisierten diese faszinierende, korbartig geflochtene Struktur.

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

Studio Jenquel
Jalan Raya Sanggingan
Banjar Lungsiakan
Ubud-Gianyar 80571
Bali, Indonesien

Tragwerk

Elora Hardy — IBUKU Studio

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Jalan Raya Sanggingan
Gianyar
Bali, Indonesien

Eröffnung

2016

Fotograf

Autor

Johannes Bühlbecker
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Photos

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Sporthalle Szent Gellért

Lass dich eingraben

Die Sporthalle Szent Gellért in Budapest

építész stúdió

About

Die Sporthalle Szent Gellért (Szent Gellért Terem) in Budapest ist ein herausragendes Beispiel für das Bauen im Bestand – und nicht nur dafür. Sie entstand für das Gymnasium St. Margaret aus den 1930er Jahren und wurde im Sommer 2020 eröffnet.

Die Planung stammt vom ungarischen Büro építész stúdió.

Konzept

Der Entwurf der Sporthalle Szent Gellért wurde in erster Linie von seiner Lage auf dem Gelände bestimmt. Das Grundstück weist ein starkes Gefälle auf und bot auf einer brachliegenden Fläche hinter der Schule genügend Platz, um das Gebäude und die notwendigen Erschließungsflächen aufzunehmen.

Die Planer entschieden sich dafür, die Sporthalle Szent Gellért einzugraben. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Erscheinung der Halle, auf ihre Umgebung und natürlich auch auf ihre innere Organisation.

Sichtbare Größe

Die sichtbare Größe des Baukörpers wird um mehr als die Hälfte reduziert. Hinter der Schule steigt das Gelände stark an, weite Teile der Halle wurden also unter dem (noch wachsenden) Grün des Hangs versteckt.

Die Rückseite der Sporthalle Szent Gellért ist vollständig im Hang verschwunden, die Seitenfassaden wachsen aus dem Gelände heraus. Die Galerieebene hinter der Südfassade ist dagegen vollständig wahrnehmbar und öffnet sich zur Schule mit großen Glasflächen.

Das Dach wird zur vielzitierten fünften Fassade – und mit einem zusätzlichen Spielfeld sogar nutzbar. Die ungewöhnliche Ballfangeinrichtung gibt dem Ganzen enorme Leichtigkeit – und den totalen Kontrast zum detailfreudigen Schulgebäude.

Umgebung

Grundstück und Garten haben eine Geschichte. Früher standen hier  herrschaftliche Terrassen. Ihr Charakter ging allerdings im Zweiten Weltkrieg verloren. Zuletzt lag die Fläche brach.

Die Wiederherstellung dieses Gartens mit historischer Neigung und der „Dachterrasse“ für das Spielfeld ist nicht nur aus funktionaler Sicht ausgesprochen sinnvoll, es erinnert auch an den neobarocken Vorgänger der Sporthalle Szent Gellért.

Erschließung

Die Sporthalle Szent Gellért wird über die Rückseite des Gymnasiums St. Margaret erschlossen. Der Eingang, die Umkleiden und Duschen für die Sportler sowie die Lehrer- und Lagerräume befinden sich sämtlich auf der Spielfeldebene. Das bedeutet kurze Wege und spart Zeit, und das ist natürlich auch für den Schulsport hilfreich.

Zuschauer erreichen das Halleninnere über die darüber liegende Galerieebene. Eine großzügige Lobby mit Blick auf das Spielfeld führt Gäste zu den Tribünen.

Nutzung

Zugänge und Wegeführungen für Sportler und Zuschauer sind also getrennt und führen auf verschiedenen Ebenen zum Herzstück der Halle, dem Spielfeld. Hier finden neben dem Schulsport vor allem Basketball und Volleyball sowie Fitnesskurse statt – bisweilen auch gleichzeitig.

Die Eingangsbereiche sind bewusst ruhig gehalten. építész stúdió nennt sie „ein dunkles Intermezzo“ zwischen dem Außenbereich und der lichtdurchfluteten Halle, die dank der weit geöffneten Fassade in ständiger visueller Verbindung mit der Schule steht.

Materialien

Der Baukörper macht keinerlei Anstalten, sich mit der historischen Bausubstanz der Schule anzulegen. Das ist sehr wohltuend.

Diesem zurückhaltenden Ansatz entsprechend haben die Planer möglichst einfache Materialien verwendet. Es dominieren Holz, Glas und Sichtbeton. Wo es für den täglichen Gebrauch notwendig ist, wurde die Betonkonstruktion mit Holzoberflächen ausgekleidet.

Dach

Der Ballfangzaun auf dem Dach wird von eng stehenden, verzinkten Stabelementen gebildet. Sie wirken im Vergleich zum monolithischen Baukörper der Sporthalle Szent Gellért fast durchsichtig – oder wie eine Belohnung. Das Raster ist streng, aber dennoch neben dem detailfreudigen Monument der Schule kaum wahrnehmbar.

Alles wirkt einfach. Das muss man erstmal so hinkriegen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

építész stúdió
1016 Budapest,
HU – Krisztina krt. 71

Landschaftsplaner

Dániel Takács, Dorottya Varró
HU – Budapest
Táncsics Mihály utca 83a/2

Bauherr

Szent Margit Gimnázium

Standort

Szent Margit Gimnázium
1114 Budapest
HU – Villányi út 5-7

Team

Zsolt Félix, Tamás Fialovszky, Bálint Gulyás, Gergely Kenéz

Fotograf

Gergely Kenéz

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2020

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BraWo McArena

Theatre of dreams

Die BraWo McArena in Gifhorn

McArena

Situation

Nach nur zehn Wochen Bauzeit eröffnete im Juni 2020 die BraWo McArena im niedersächsischen Gifhorn. Die enorm vielseitige Freilufthalle richtet sich an Vereine, Schulen, Betriebs- und nichtorganisierte Sportgruppen – also eigentlich an alle.

Initiator des Projekts ist die United Kids Foundations, das Kindernetzwerk der Volksbank BraWo (Braunschweig / Wolfsburg). McArena aus Backnang hat die Halle gebaut.

Standort

Gifhorn ist eine niedersächsische Kreisstadt, ganz in der Nähe von Braunschweig und Wolfsburg. Hier leben 42.000 Menschen. 2.500 von ihnen sind Mitglied im Männerturnverein (MTV) Gifhorn. Neben Fußball bietet der MTV Gifhorn fast 30 weitere Sportarten an.

Die BraWo McArena entstand auf einem Teil eines alten Kunstrasenplatzes im Sportpark Flutmulde. Das benachbarte GWG-Stadion ist die Heimat des Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn. Es fasst bis zu 3.000 Zuschauer.

Freilufthalle

Eine Freilufthalle ist ein Hybrid aus Sportplatz und Sporthalle – und das an der frischen Luft. Die rasante Entwicklung der Freilufthallen ist eine ausgesprochen gute Antwort auf unsere stetig wachsenden Ansprüche an Sport und Gesundheit: Wir wollen Sportanlagen, die individuell, multifunktional und komfortabel sind. Freilufthallen bieten all das.

Dank ihrer Überdachung ist eine solche Halle das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedingungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spielfeld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen.

Eine Freilufthalle bedeutet also eine echte Aufwertung jeder sportlichen Infrastruktur, so auch in Gifhorn.

Nutzung

Eine weitere Besonderheit von Freilufthallen ist ihre Vielseitigkeit. Neben Mannschaftssportarten wie Fußball und Volleyball sind auch Angebote wie Fitness und Gesundheitssport oder Yoga und Zumba ganzjährig durchführbar. Auch für Kindergeburtstage, Vereins- und Familienfeiern, Firmen-Events oder Schulveranstaltungen eignet sich die BraWo McArena bestens.

Die Halle ist ganzjährig geöffnet und kann online gebucht werden.  Mit Preisen ab 29,90 € je Stunde kommen alle gut zurecht.

Betrieben wird die Freilufthalle von der BraWo McArenas GmbH, einem Unternehmen der Voba BraWo Unternehmensgruppe.

Ausstattung

Das Spielfeld misst 30 x 15 Meter und ist mit einem unverfüllten Kunstrasen ohne Kunststoffgranulate belegt. Zur Ausstattung gehören zwei Kleinfeldtore sowie Markierungen für Fußball und Volleyball. Die Halle ist 6,30 Meter hoch.

Die fest installierte Geschwindigkeitsmessung über den Toren kommt sehr gut an: Zwei Lasermessgeräte ermitteln die Schussgeschwindigkeit und übertragen sie direkt auf eine digitale Anzeigentafel. Diese Anzeigentafel kann separat angesteuert werden und weitere Informationen, wie zum Beispiel den Spielstand, anzeigen.

Ein Audiosystem lässt jede Form von akustischer Untermalung zu – von der Durchsage an Falschparker bis zum Beat für Tanzveranstaltungen und den Zumba-Kurs. Gesteuert wird die Anlage ganz einfach per Bluetooth-Schnittstelle über Handy oder Tablet.

Die Flutlichtanlage besteht aus energiesparenden LED-Leuchten unter dem Hallendach. Damit ist die BraWo McArena auch bei Dunkelheit nutzbar.

Uneingeschränkt barrierefrei ist die Anlage selbstverständlich auch.

Konstruktion

Das Tragwerk der BraWo McArena bildet eine langlebige, feuerverzinkte Stahlbaukonstruktion. Wände gibt es keine, dafür umlaufende und geräuscharme Sandwichbanden mit PU-Schaumkern. Diese Banden begrenzen die Sportfläche und halten den Ball im Spiel. In Kombination mit den engmaschigen Ballfangnetzen entsteht damit ein geschlossener Käfig – genau so, wie man sich das für schnellen Hallenfußball wünscht.

Vor Regen, Schnee und direkter Sonneneinstrahlung schützt das witterungsbeständige, nur flach geneigte Satteldach. Der großzügige Dachüberstand von 1,5 m überdeckt auch die Randbereiche. Hier können sich Zuschauer, Betreuer und der „Fahrdienst“ der jüngeren Sportler komfortabel und im Trocknen aufhalten.

Corona

Es ist nicht abzusehen, wie gravierend die langfristigen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie für den Sport sein werden. Wir können aber ziemlich sicher sein, dass Sport an der frischen Luft – zum Beispiel in einer Freilufthalle – vergleichsweise unbedenklich ist.

Natürlich tragen die Bauherren und Betreiber der BraWo McArena der aktuellen Situation und den damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen und behördlichen Vorgaben Rechnung. Daher können hier bedenkenlos sportliche und nichtsportliche Veranstaltungen, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften, stattfinden.

Fazit

Sport braucht Räume, und zwar vermehrt kleinere und quartiersnahe. Insbesondere Hallenkapazitäten sind für die Sport- und Vereinsentwicklung oftmals eine hohe Hürde. Freilufthallen wie die BraWo McArena sind da eine innovative und willkommene Lösung.

„Für Gifhorn ist die neue Freilufthalle ein echter Gewinn. Sie bereichert das Sportangebot in der Stadt und bringt Jung und Alt in Bewegung.“ Das sagt Matthias Nerlich, und der ist Bürgermeister. Die nächste Freilufthalle in der Region wird voraussichtlich schon im Frühjahr 2021 entstehen, verraten die beiden Betreiberinnen Monika Schmidt und Meike Krenz.

Gute Nachrichten für Niedersachsen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Planer

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

Betreiber

BraWo McArenas GmbH
Willy-Brandt-Platz 16-20
D – 38102 Braunschweig

Standort

BraWo McArena
Flutmulde Gifhorn
Winkeler Straße 2
D – 38518 Gifhorn

Eröffnung

2020

Fotos

McArena GmbH

Autor

Johannes Bühlbecker
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Sporthalle Alice Milliat

Weißt du denn gar nicht…

Sporthalle Alice Milliat

Marjan Hessamfar & Joe Vérons

Situation

Die Sporthalle Alice Milliat war früher eine Markthalle in einem riesigen Komplex von 1962, in dem nun eine Sportanlage und zwei Geschäfte untergebracht sind. Die Stadt Bordeaux als Bauherr wollte die sportliche Infrastruktur des Viertels verbessern und gleichzeitig die vorhandenen Fassaden des schönen Gebäudes beleben. Die Sporthalle Alice Milliat umfasst nun neben dem Sportzentrum eine Markthalle und Parkflächen in den oberen Geschossen.

Obwohl der Komplex zu einem Symbol für das zeitgenössische architektonische Erbe der Stadt geworden war, mangelte es dem Ensemble doch an gestalterischer Klarheit und einer fehlenden Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich.

…wie schön du bist?

Der von Marjan Hessamfar & Joe Vérons vorgelegte Entwurf verfolgte drei große Ziele:

  • mehr natürliches Licht in das Gebäude zu bringen
  • die Sportanlage deutlich sichtbar zu machen und gleichzeitig den ursprünglichen architektonischen Charakter zu erhalten
  • den öffentlichen Raum vor dem Gebäude zurückzuerobern.

In die Lücke auf Straßenniveau, die durch den Abriss der alten Markthalle und der Geschäfte entstand, implantierten die Architekten einen Glaskasten. Die Zerbrechlichkeit dieser vollständig verglasten Struktur kontrastiert mit der Betonfassade des Bestands und unterstreicht deren Schönheit.

Die Gestaltung der Glasbox verleiht der Sporthalle Alice Milliat einen Hauch von Raffinesse. Dazu führen insbesondere die Verwendung von Klarglas und der Einsatz von Messing und Holz. Das horizontal umlaufende schwarze Fassadenband ist eigentlich eine Schattenfuge, die das Regenwasser ableitet. Sie verleiht dem Glaskasten einen eleganten Abschluss.

Die Sportflächen

Eine Mehrzweck-Sporthalle, ein Dojo (das ist ein Raum für japanische Kampfkünste) sowie ein Tanz- und Fitnessstudio nehmen das gesamte Erdgeschoss ein. Besonderes Augenmerk wurde auf die Beleuchtung, Transparenz und Geräumigkeit der Sportflächen gelegt.

Die großzügige zweigeschossige Sporthalle direkt hinter dem Empfangsbereich nimmt die zentrale Position im Herzen des Gebäudes ein. Sie öffnet sich zum Empfangsbereich und erhält dank der Glasfassaden und der schall- und wärmegedämmten Fenster im oberen Bereich der seitlichen Trennwände reichlich natürliches Licht.

Zu beiden Seiten der Mehrzweckhalle haben das Dojo und das Tanz- und Fitnessstudio das gleiche Volumen und die gleichen Wärme- und Schalldämmsysteme. Ihre Fassaden zur Straße hin bringen viel natürliches Licht in die Halle. Um möglichst viel Sportfläche zu gewinnen, sind die Umkleideräume im Untergeschoss untergebracht.

Beschilderung

Die Wahl der Farbe Blau bildet einen idealen Hintergrund für eine Beschilderung, die der Identität der Einrichtung entspricht.

Wegweiser in Form von Laufbahnen zeigen die Anordnung der Sportbereiche und Umkleideräume sehr anschaulich. Die Treppe und das Messing vermitteln ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem Rest des Gebäudes.

Die Stadt und ich

Die Fassade der Sporthalle Alice Milliat ist Teil des neu gestalteten öffentlichen Raums in diesem Viertel von Bordeaux. An der straßenseitigen Hauptfassade befinden sich Geschäfte, die die Straße neu beleben.

Der Eingang zur Sporthalle und ihre einladenden Glasschiebetüren im Zentrum der Fassade sollen ein starkes Gefühl der Kontinuität vermitteln.

Das ist alles sehr gut gelungen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

Marjan Hessamfar & Joe Vérons
4, rue Martel – Bât. C
F – 75010 Paris

Bauherr

Stadtverwaltung Bordeaux

Standort

Gymnase Alice Milliat
117 Cours Victor Hugo
F – 33000 Bordeaux

Eröffnung

2018

Fotograf

Arthur Pequin

Autor

Johannes Bühlbecker
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