Gammel Hellerup

Gammel Hellerup High School

Form follows formula

BIG

Die Gammel Hellerup High School hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten.

Gammel Hellerup High School

Form follows formula

BIG

Die Gammel Hellerup High School hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten.

Auf dem Dach dieser Sporthalle kann man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen.

Die Gammel Hellerup High School nördlich von Kopenhagen hat den Anspruch, ihren Schülern großzügige und spektakuläre Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung zu bieten. Dazu wurden in den letzten Jahren mehrere Erweiterungen notwendig, die vor allem Dach- und Freiflächen aktiv nutzen.

So entstand auch eine 1.100 m² große Mehrzweckhalle, auf deren Dach man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen kann.

Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach.

Der Vorgänger der neuen Sporthalle stand neben dem Campus. Ausstattung und Zustand reichten der Gammel Hellerup High School jedoch nicht mehr aus. Damit fehlte ein großer multifunktionaler Raum für Sport und den Sportunterricht, für Abschlussfeiern und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Also entwarf BIG – Gründer Bjarke Ingels ging hier zur Schule – eine Mehrzweckhalle, die ihre Form aus der Flugbahn eines Handballs ableitet..

Gammel Hellerup Sction

Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach, das nun der neue Treffpunkt und Schulhof der Gammel Hellerup High School ist.

BIG

Die Form des Daches bietet auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Der Rand des Daches ist mit Sitzbänken ausgestattet, das Dach selbst wurde durch kleine Fenster perforiert, die nicht nur Tageslicht in die Halle bringen, sondern auch besondere Sichtbeziehungen herstellen. Die Form des Daches bietet natürlich auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Zwischen der neuen Halle und den angrenzenden Fußballfeldern entstand ein weiterer Neubau. Ziel des neuen Kunstgebäudes war es, die Sportflächen mit den Bildungseinrichtungen und der Sporthalle in einem kontinuierlichen Fluss zu verbinden. Durch die Unterbringung von Teilen des Neubaus unter den Fußballfeldern können die Schülerinnen und Schüler nun durch die versunkene Sporthalle in der Mitte des Innenhofs ihre Klassenzimmer, die Cafeteria und den Haupteingang bzw. -ausgang auf Straßenniveau erreichen.

Darüber hinaus bilden und formen die neuen, teilweise unterirdisch gelegenen Einrichtungen das Dach des neuen Kunstgebäudes. Gleichzeitig erweitern sie die Fußballfelder zu einem grünen Teppich für informelle Aktivitäten und dienen als informelle Sitzgelegenheiten mit Blick auf kommende Sportereignisse.

Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Die bei der Mehrzweckhalle verwandten Baustoffe und Ausstattungen wurden auch beim jüngsten Neubau verwendet, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Während die Sporthalle als eine Art Sandwich aus Holz, Beton und wieder Holz realisiert wurde, bieten die neuen Räume Holzwände, die sich zwischen der Betonkonstruktion oben und unten spannen. Das schafft eine kohärente visuelle Identität.

Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

BIG CPH
Kløverbladsgade 56
DK – 2500 Valby, Copenhagen

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Eröffnung

2015 & 2017

Standort

Gammel Hellerup High School
Svanemøllevej 87
DK – 2900 Hellerup

Team

Partners in Charge: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær
Project Leaders Multi-Use Hall & Gymnasium: Ole Schrøder, Ole Elkjær-Larsen, Frederik Lyng
Team Multi-Use Hall & Gymnasium: Ana Merino, Anders Hjortnæs, Christian Alvarez, Dennis Rasmussen, Gül Ertekin, Henrick Poulsen, Hjalti Gestsson, Jan Magasanik, Jakob Lange, Jacob Thomsen, Jeppe Ecklon, Ji-young Yoon, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Riccardo Mariano, Rune Hansen, Snorre Nash, Thomas Juul-Jensen, Vincent He, Xu Li
Project Manager Master Plan & Education Building: Ole Elkjær-Larsen
Project Leader Master Plan & Education Building: Tobias Hjortdal
Team Master Plan & Education Building: Agnete Jukneviciute, Ambra Chiesa, Brigitta Gulyás, Dennis Rasmussen, Enea Michelesio, Greta Krenciute, Høgni Laksáfoss, Isabella Eriksson, Jan Magasanik, Mikkel Marcker Stubgaard, Jeppe Ecklon, Kamilla Heskje, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Thomas Juul-Jensen
Project Leader Landscape: Ole Elkjær-Larsen
Team Landscape:  Brigitta Gulyás, Enea Michelesio, Jakob Lange, Mikkel Marcker Stubgaard, Narisara Schröder, Tobias Hjortdal 

Autor

Johannes Bühlbecker
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L’Alqueria del Basket

L’Alqueria del Basket in Valencia

Orange für Fortgeschrittene

Nicht nur der dezente Umgang mit den Vereinsfarben ist, insbesondere im Profisport, beispielhaft.

„Schließlich war unser Hauptziel, einen Raum zu schaffen, in dem Kinder die besten Bedingungen haben, um zu spielen und zu lernen.“

ERRE arquitectura

L’Alqueria del Basket ist das neue Trainings- und Ausbildungszentrum des Valencia Basket Club. Der ambitionierte Erstligist bietet seinem Nachwuchs seit 2017 hier beste Bedingungen, um den Sprung in die Profi-Liga ABC zu schaffen.

Geplant wurde der Komplex von ERRE arquitectura aus Valencia.

„Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Landhaus“. Darin will der Valencia Basket Club seine mehr als 500 Talente unterbringen. 

L’Alqueria del Basket entstand für die wachsende Anzahl talentierter junger Spieler, die sich an einer Karriere im Leistungssport versuchen wollen. Basketball ist in Spanien sehr populär.

Der Valencia Basket Club wollte diese aktuell mehr als 500 Talente an einem Ort unterbringen („Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Landhaus“). Bis zum Bau der L’Alqueria del Basket trainierten sie in verschiedenen Teilen der schönen, ostspanischen Stadt Valencia (800.000 Einwohner).

L’Alqueria del Basket befindet sich neben der aktuellen Spielstätte des Vereins, dem La Fuente de San Luís. Das Zentrum umfasst eine Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern. L’Alqueria del Basket ist in zwei Bereiche unterteilt und besteht aus neun Innen- und vier Außenplätzen.

Bei der Konstruktion wurden von Anfang an Aspekte der Haltbarkeit, des Komforts und der Beleuchtung in den Vordergrund gestellt,

Das Zentrum des ersten Bereichs ist die Haupthalle. Hier finden Matches und Trainingseinheiten der Profis statt.

Im anderen Bereich finden sich acht weitere Plätze, die ausschließlich dem Trainingsbetrieb dienen. Diese Plätze werden natürlich auch gleichzeitig genutzt, da sie durch ein automatisches Vorhangsystem voneinander getrennt werden können.

Der gesamte Komplex wird über eine zentrale Achse erschlossen. Sie hat zwei Ebenen. Die untere Ebene beherbergt die Nebenräume wie Umkleiden, Fitness- und Pflegebereiche sowie Räume für die Physiotherapie.

Die obere Ebene ist dem Unterricht der jungen Sportler gewidmet. Außerdem finden sich hier die Bereiche für Familienmitglieder und die Zuschauerplätze.

Licht und Farbe sind die bestimmenden Elemente im Inneren des L’Alqueria del Basket.

Für die Planer von ERRE arquitectura – und natürlich für die Sportler – war und ist eine homogene und blendungsfreie Beleuchtung von großer Bedeutung. Daher erhielt die Haupthalle große Oberlichter, die Trainingsplätze wurden mit isolierten Oberlichtern und einer Polycarbonathaut ausgestattet.

Darüber hinaus bringen sechs Innenhöfe natürliches Licht und eine gute Belüftung in den zentralen Erschließungsbereich.

Das Innere des L’Alqueria del Basket ist klar strukturiert. Damit sich die Nutzer problemlos orientieren können, gibt es Bereiche für die Sportler und Bereiche für die Angehörigen: Das Erdgeschoss ist den Sportlern vorbehalten, das Obergeschoss Besuchern und Zuschauern.

Der Aufstieg zu dieser oberen Ebene erfolgt über eine orangefarbene Rampe – das ist die Farbe des Clubs. Der Umgang mit den Vereinsfarben ist, insbesondere im Profisport, beispielhaft.

Das waren wir.

Projektdaten

Architekt

ERRE arquitectura
Maestro Gozalbo 20
ESP – 46005 Valencia

Fotograf

Daniel Rueda

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2017

Standort

L’Alqueria del Basket
Carrer del Bomber Ramon Duart
ESP – 46013 València

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Kantonsschule Wettingen

Die Sporthalle der Kantonsschule Wettingen

In Stein gemeißelt

Das Zisterzienserkloster Wettingen ist ein besonderer Ort. Eine Sporthalle muss sich hier unterordnen.

Aus Respekt vor der historischen Klosteransicht wurden die Sporthallen der Kantonsschule Wettingen unterirdisch angelegt.

Das Zisterzienserkloster Wettingen ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Mit der Einrichtung der Kantonsschule Wettingen im Jahr 1979 entstanden außerhalb des Klosterbezirks (auf der Allmend) die Sport- und Schwimmhalle der Schule.

Diese wurden aus Respekt vor der historischen Klosteransicht als unterirdische Anlagen um einen Tiefhof erstellt, über dessen Längsseiten die angegliederten Turnhallen mit Tageslicht versorgt wurden.

Auch die geplante Erweiterung der Sporthallen aus dem Jahr 1979 wurde dem klösterlichen Leitbild entsprechend realisiert.

Auch die geplante Erweiterung der Sporthallen der Kantonsschule Wettingen musste sich diesem Leitbild unterordnen. Daher wurde auch sie unterirdisch organisiert. Orientierung und Tageslichtbezug spielen dabei eine entscheidende Rolle. Daher wurde als Ausgangspunkt des Entwurfs eine lineare Promenade geplant, welche den Alt- und den Neubau übersichtlich und ordnend verbindet.

Alle Hauptnutzungen sind an diese Erschließungsstraße direkt angelagert oder von dort aus großzügig einsehbar.

In Folge der gewählten Organisation durch lineare Elemente ergibt sich nach außen ein ruhiges und klares Bild der Gesamtanlage. Ein nach Norden ausgerichtetes Fensterband begleitet den Weg im Bereich der Dreifach-Sporthalle.

Die Kunst am Bau spielt mit der Metapher des groben Felsens, auf welchem das Zisterzienserkloster hoch über der Limmat thront und in welchen die neue Sporthalle gemeißelt wurde.

Durch das Zusammenführen von Belichtungszone und Zuschauergalerie kommt es beim Blick auf das Spielfeld nicht zu störenden Gegenlichteffekten. Umgekehrt fällt dem Betrachter beim Blick aus der neuen Sporthalle der Kantonsschule Wettingen eine breite Reliefwand ins Auge.

Die Kunst am Bau wurde vom Duo Lang/Baumann gestaltet. Sie spielt mit der Metapher des groben Felsens, auf welchem das Zisterzienserkloster hoch über der Limmat thront und in welchem im wahrsten Sinne des Wortes die neue Sporthalle gemeißelt wurde. Im Verlaufe des Tages und Jahres verändert sich der Schattenwurf der Betonblöcke und dem Betrachter im Untergrund wird ein Gefühl von Tages- respektive Jahreszeit vermittelt.

Das waren wir.

Projektdaten

Alle, die an diesem Projekt beteiligt waren.

Architekt

:mlzd
Alleestrasse 25
CH – 2503 Biel/ Bienn

Bauherr

Immobilien Kanton Aargau
Departement Finanzen und Ressourcen
CH-Aarau

Team

Pat Tanner, Alexander Unsin, Andreas Frank, Daniele Di Giacinto, Claude Marbach, David Locher, Julia Wurst, Marianne Rüger, Jonathan Anders, Ronja Engelhardt, Mart Maurer, Belén Jatuff Mathis

Standort

Kantonsschule Wettingen
Klosterstrasse 11
CH – 5430 Wettingen

Eröffnung

2018

Fotograf

Ariel Huber / EDIT images
Brauerstrasse 45
CH – 8004 Zürich

Autor

:mlzd

© 

Pläne

© 

Fotos

Video

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Camp del Ferro

Sportzentrum Camp del Ferro in Barcelona

Unterirdisierung

Stadtentwicklung, große gestalterische Eigenständigkeit, beste Energiebilanzen – und drei tolle Sporthallen.

Sagrera bemüht sich um eine neue urbane Idendität. Das Camp del Ferro soll dabei helfen.

Das Camp del Ferro in Barcelona ist das gebaute Ergebnis eines Wettbewerbs zum Bau eines Sportzentrums im Stadtteil Sagrera.

Auf einer Fläche von etwas mehr als 7.000 m² beherbergt das Camp del Ferro gleich drei Sporthallen mit 800 Zuschauerplätzen und Nebeneinrichtungen auf einem knapp bemessenen Grundstück. Die Aufgabe der Architekten AIA, Barceló-Balanzó Arquitectes und Gustau Gili Galfetti bestand daher darin, dieses enorme Volumen in eine eh schon dicht bebaute Nachbarschaft einzufügen.

Die planerische Lösung bestand darin, einen Großteil des Sportkomplexes unterirdisch zu errichten. Diese Entscheidung reduziert nicht nur die optische Wirkung des riesigen Baukörpers. Sie schafft auch einen öffentlichen Raum, der dem städtischen Leben gewidmet ist. Bei Veranstaltungen werden hier auch die Besucherströme organisiert.

AIA

Die unterschiedlichen Anordnungen der Ziegelfassaden bringen unterschiedliches Licht ins Innere – und geben dem Baukörper Volumen und Textur.

Der äußere Eindruck des Camp del Ferro wird von Backstein bestimmt. Mit dieser Materialwahl beziehen die Planer sich bewusst auf die alten Fabriken, Lagerhäuser und Werkstätten aus demselben Material, die in dieser Gegend zahlreich vertreten sind.

In den wartungsarmen Ziegelfassaden wechseln sich leere und gefüllte, opake, transluzente und transparente Steine unterschiedlicher Formate und Farben ab. Diese Anordnungen bringen unterschiedliches Licht ins Innere – und sie geben dem Baukörper ein immenses Volumen und eine beeindruckende Textur.

Die geschlosseneren Ziegelfassaden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und möglicher Blendung, während sich die großen verglasten Flächen im unteren Teil der Nordfassade zur Eingangshalle hin öffnen.

Zwei der Spielfelder liegen in den Untergeschossen, die Nebenräume und Installationen dazwischen. Die dritte Sporthalle belegt das obere Stockwerk.

Das oberirdische Volumen des Camp del Ferro wird durch ein Dach aus sanft geschwungenen, umgekehrten Gewölben abgeschlossen. Es fügt sich bestens in den Kontext ein und spiegelt in gewisser Weise die Ordnung und Präsenz der Dächer auf den benachbarten Lagerhäusern.

Das Innenleben des Camp del Ferro ist klar strukturiert. Zwei der Spielfelder liegen in den Untergeschossen, der zentrale Block mit Umkleiden, Duschen, Zuschauerplätzen, weiteren Nebenräumen und Installationen zwischen beiden. Die dritte Sporthalle belegt das obere Stockwerk.

Es handelt sich also um ein kompaktes Volumen, welches die großräumigen Elemente voneinander trennt. Der schichtweise Aufbau des Camp del Ferro mit seinen offenen, kommunizierenden Ebenen fördert außerdem die natürliche Belüftung und die Wärmeabfuhr.

Es gibt einige gute Gründe, die zur LEED-Gold-Zertifizierung des Camp del Ferro geführt haben.

Eine weitere bewusste Konsequenz der „Halbunterirdisierung“ (Online-Übersetzer DeepL) eines Großteils des Komplexes ist die hier sehr willkommene thermische Trägheit des Komplexes durch die Reduzierung der exponierten Flächen.

Die Verwendung von Ziegeln bringt die Architektur nicht nur in Einklang mit der Tradition von Sagrera, sie ist auch eine dauerhafte, also nachhaltige Lösung. Der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen und die Optimierung des Wasserverbrauchs sind weitere Gründe, die zur LEED-Gold-Zertifizierung des Camp del Ferro beigetragen haben.

Das Camp del Ferro bietet alles: Stadtentwicklung, große gestalterische Eigenständigkeit und Qualität, beste Energiebilanzen – und drei tolle Sporthallen.

Das waren wir.

Projektdaten

 

Bauherr

BIMSA – Barcelona d’Infraestructures Municipals

Standort

Camp del Ferro
Plaça d’Albert Badia i Mur
ES – 08027 Barcelona

Eröffnung

2020

Fotograf

José Hevia
Simón García (arqa)

Autor

Johannes Bühlbecker
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Kura Kura

Form follows Federball

Kura Kura auf Bali

 

 

 

IBUKU + Studio Jencquel

Situation

Kura Kura ist der Name einer offenen Badmintonhalle auf der zu Indonesien gehörenden Insel Bali. Die beeindruckende Bambusstruktur wurde in Zusammenarbeit zwischen Ibuku und Studio Jencquel entworfen und gebaut.

Badminton ist in Indonesien ein Nationalsport. Die Kinder erlernen es in der Schule, die Spitzensportler des Landes sind in den Top Ten der Weltranglisten zu finden.

Der Entwurf

Architekt Maximillian Jencquel wollte kein Gebäude bauen, welches sich in der Nachbarschaft wie ein großer, hoher Kasten – breitmacht. Die Grundfläche der Halle beträgt immerhin 200 m². Daher erschien es ihm naheliegend, die Flugbahn des Federballs zu untersuchen und die notwendige Gebäudehöhe daraus abzuleiten. Aus diesem Prozess erklären sich die kühnen Kurven der Halle.

Die Form von Kura Kura ergibt sich also aus dem Flug des Federballs. Sie ist parabolisch und benötigt am Netz eine Mindesthöhe von neun Metern. Das ist ziemlich hoch.

Der blonde Bambus

Als Inspiration nennen die Planer die Form eines Schildkrötenpanzers.

Obwohl viele Materialien für den Bau einer solchen Form in Frage kommen, fiel die Wahl sehr schnell auf Bambus; Budget, Zeit und die geografische Lage sprachen dafür, dieses Material zu verwenden. Die Bambusstruktur stammt von Elora Hardy von Ibuku.

Maximillian Jencquel und Ibuku arbeiteten eng zusammen. Aus gestalterischer Sicht war es ihnen wichtig, für Kura Kura einen Kontrast zwischen dem schwarzen und dem blonden Bambus zu schaffen.

Der Wind

Aus funktionalen Gründen wurden die Dachlinien bis auf den Boden heruntergezogen. Sie sollen die herrschenden, beachtlichen Winde vom Eindringen in das Gebäude abhalten. Gleichzeitig muss die Luftzirkulation natürlich aufrechterhalten werden, damit die Wärme aus dem Gebäude abgeführt werden kann.

Für das Spielfeld wurde ein spezieller Gummiharzbelag verwendet. Davon abgesehen, wurde Kura Kura komplett aus Bambus gebaut, inklusive der vollständigen Bedachung. Elora Hardy und ihr Team entwarfen und realisierten diese faszinierende, korbartig geflochtene Struktur.

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

Studio Jenquel
Jalan Raya Sanggingan
Banjar Lungsiakan
Ubud-Gianyar 80571
Bali, Indonesien

Tragwerk

Elora Hardy — IBUKU Studio

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Jalan Raya Sanggingan
Gianyar
Bali, Indonesien

Eröffnung

2016

Fotograf

Autor

Johannes Bühlbecker
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Sporthalle Szent Gellért

Lass dich eingraben

Die Sporthalle Szent Gellért in Budapest

építész stúdió

About

Die Sporthalle Szent Gellért (Szent Gellért Terem) in Budapest ist ein herausragendes Beispiel für das Bauen im Bestand – und nicht nur dafür. Sie entstand für das Gymnasium St. Margaret aus den 1930er Jahren und wurde im Sommer 2020 eröffnet.

Die Planung stammt vom ungarischen Büro építész stúdió.

Konzept

Der Entwurf der Sporthalle Szent Gellért wurde in erster Linie von seiner Lage auf dem Gelände bestimmt. Das Grundstück weist ein starkes Gefälle auf und bot auf einer brachliegenden Fläche hinter der Schule genügend Platz, um das Gebäude und die notwendigen Erschließungsflächen aufzunehmen.

Die Planer entschieden sich dafür, die Sporthalle Szent Gellért einzugraben. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Erscheinung der Halle, auf ihre Umgebung und natürlich auch auf ihre innere Organisation.

Sichtbare Größe

Die sichtbare Größe des Baukörpers wird um mehr als die Hälfte reduziert. Hinter der Schule steigt das Gelände stark an, weite Teile der Halle wurden also unter dem (noch wachsenden) Grün des Hangs versteckt.

Die Rückseite der Sporthalle Szent Gellért ist vollständig im Hang verschwunden, die Seitenfassaden wachsen aus dem Gelände heraus. Die Galerieebene hinter der Südfassade ist dagegen vollständig wahrnehmbar und öffnet sich zur Schule mit großen Glasflächen.

Das Dach wird zur vielzitierten fünften Fassade – und mit einem zusätzlichen Spielfeld sogar nutzbar. Die ungewöhnliche Ballfangeinrichtung gibt dem Ganzen enorme Leichtigkeit – und den totalen Kontrast zum detailfreudigen Schulgebäude.

Umgebung

Grundstück und Garten haben eine Geschichte. Früher standen hier  herrschaftliche Terrassen. Ihr Charakter ging allerdings im Zweiten Weltkrieg verloren. Zuletzt lag die Fläche brach.

Die Wiederherstellung dieses Gartens mit historischer Neigung und der „Dachterrasse“ für das Spielfeld ist nicht nur aus funktionaler Sicht ausgesprochen sinnvoll, es erinnert auch an den neobarocken Vorgänger der Sporthalle Szent Gellért.

Erschließung

Die Sporthalle Szent Gellért wird über die Rückseite des Gymnasiums St. Margaret erschlossen. Der Eingang, die Umkleiden und Duschen für die Sportler sowie die Lehrer- und Lagerräume befinden sich sämtlich auf der Spielfeldebene. Das bedeutet kurze Wege und spart Zeit, und das ist natürlich auch für den Schulsport hilfreich.

Zuschauer erreichen das Halleninnere über die darüber liegende Galerieebene. Eine großzügige Lobby mit Blick auf das Spielfeld führt Gäste zu den Tribünen.

Nutzung

Zugänge und Wegeführungen für Sportler und Zuschauer sind also getrennt und führen auf verschiedenen Ebenen zum Herzstück der Halle, dem Spielfeld. Hier finden neben dem Schulsport vor allem Basketball und Volleyball sowie Fitnesskurse statt – bisweilen auch gleichzeitig.

Die Eingangsbereiche sind bewusst ruhig gehalten. építész stúdió nennt sie „ein dunkles Intermezzo“ zwischen dem Außenbereich und der lichtdurchfluteten Halle, die dank der weit geöffneten Fassade in ständiger visueller Verbindung mit der Schule steht.

Materialien

Der Baukörper macht keinerlei Anstalten, sich mit der historischen Bausubstanz der Schule anzulegen. Das ist sehr wohltuend.

Diesem zurückhaltenden Ansatz entsprechend haben die Planer möglichst einfache Materialien verwendet. Es dominieren Holz, Glas und Sichtbeton. Wo es für den täglichen Gebrauch notwendig ist, wurde die Betonkonstruktion mit Holzoberflächen ausgekleidet.

Dach

Der Ballfangzaun auf dem Dach wird von eng stehenden, verzinkten Stabelementen gebildet. Sie wirken im Vergleich zum monolithischen Baukörper der Sporthalle Szent Gellért fast durchsichtig – oder wie eine Belohnung. Das Raster ist streng, aber dennoch neben dem detailfreudigen Monument der Schule kaum wahrnehmbar.

Alles wirkt einfach. Das muss man erstmal so hinkriegen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

építész stúdió
1016 Budapest,
HU – Krisztina krt. 71

Landschaftsplaner

Dániel Takács, Dorottya Varró
HU – Budapest
Táncsics Mihály utca 83a/2

Bauherr

Szent Margit Gimnázium

Standort

Szent Margit Gimnázium
1114 Budapest
HU – Villányi út 5-7

Team

Zsolt Félix, Tamás Fialovszky, Bálint Gulyás, Gergely Kenéz

Fotograf

Gergely Kenéz

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2020

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BraWo McArena

Theatre of dreams

Die BraWo McArena in Gifhorn

McArena

Situation

Nach nur zehn Wochen Bauzeit eröffnete im Juni 2020 die BraWo McArena im niedersächsischen Gifhorn. Die enorm vielseitige Freilufthalle richtet sich an Vereine, Schulen, Betriebs- und nichtorganisierte Sportgruppen – also eigentlich an alle.

Initiator des Projekts ist die United Kids Foundations, das Kindernetzwerk der Volksbank BraWo (Braunschweig / Wolfsburg). McArena aus Backnang hat die Halle gebaut.

Standort

Gifhorn ist eine niedersächsische Kreisstadt, ganz in der Nähe von Braunschweig und Wolfsburg. Hier leben 42.000 Menschen. 2.500 von ihnen sind Mitglied im Männerturnverein (MTV) Gifhorn. Neben Fußball bietet der MTV Gifhorn fast 30 weitere Sportarten an.

Die BraWo McArena entstand auf einem Teil eines alten Kunstrasenplatzes im Sportpark Flutmulde. Das benachbarte GWG-Stadion ist die Heimat des Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn. Es fasst bis zu 3.000 Zuschauer.

Freilufthalle

Eine Freilufthalle ist ein Hybrid aus Sportplatz und Sporthalle – und das an der frischen Luft. Die rasante Entwicklung der Freilufthallen ist eine ausgesprochen gute Antwort auf unsere stetig wachsenden Ansprüche an Sport und Gesundheit: Wir wollen Sportanlagen, die individuell, multifunktional und komfortabel sind. Freilufthallen bieten all das.

Dank ihrer Überdachung ist eine solche Halle das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedingungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spielfeld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen.

Eine Freilufthalle bedeutet also eine echte Aufwertung jeder sportlichen Infrastruktur, so auch in Gifhorn.

Nutzung

Eine weitere Besonderheit von Freilufthallen ist ihre Vielseitigkeit. Neben Mannschaftssportarten wie Fußball und Volleyball sind auch Angebote wie Fitness und Gesundheitssport oder Yoga und Zumba ganzjährig durchführbar. Auch für Kindergeburtstage, Vereins- und Familienfeiern, Firmen-Events oder Schulveranstaltungen eignet sich die BraWo McArena bestens.

Die Halle ist ganzjährig geöffnet und kann online gebucht werden.  Mit Preisen ab 29,90 € je Stunde kommen alle gut zurecht.

Betrieben wird die Freilufthalle von der BraWo McArenas GmbH, einem Unternehmen der Voba BraWo Unternehmensgruppe.

Ausstattung

Das Spielfeld misst 30 x 15 Meter und ist mit einem unverfüllten Kunstrasen ohne Kunststoffgranulate belegt. Zur Ausstattung gehören zwei Kleinfeldtore sowie Markierungen für Fußball und Volleyball. Die Halle ist 6,30 Meter hoch.

Die fest installierte Geschwindigkeitsmessung über den Toren kommt sehr gut an: Zwei Lasermessgeräte ermitteln die Schussgeschwindigkeit und übertragen sie direkt auf eine digitale Anzeigentafel. Diese Anzeigentafel kann separat angesteuert werden und weitere Informationen, wie zum Beispiel den Spielstand, anzeigen.

Ein Audiosystem lässt jede Form von akustischer Untermalung zu – von der Durchsage an Falschparker bis zum Beat für Tanzveranstaltungen und den Zumba-Kurs. Gesteuert wird die Anlage ganz einfach per Bluetooth-Schnittstelle über Handy oder Tablet.

Die Flutlichtanlage besteht aus energiesparenden LED-Leuchten unter dem Hallendach. Damit ist die BraWo McArena auch bei Dunkelheit nutzbar.

Uneingeschränkt barrierefrei ist die Anlage selbstverständlich auch.

Konstruktion

Das Tragwerk der BraWo McArena bildet eine langlebige, feuerverzinkte Stahlbaukonstruktion. Wände gibt es keine, dafür umlaufende und geräuscharme Sandwichbanden mit PU-Schaumkern. Diese Banden begrenzen die Sportfläche und halten den Ball im Spiel. In Kombination mit den engmaschigen Ballfangnetzen entsteht damit ein geschlossener Käfig – genau so, wie man sich das für schnellen Hallenfußball wünscht.

Vor Regen, Schnee und direkter Sonneneinstrahlung schützt das witterungsbeständige, nur flach geneigte Satteldach. Der großzügige Dachüberstand von 1,5 m überdeckt auch die Randbereiche. Hier können sich Zuschauer, Betreuer und der „Fahrdienst“ der jüngeren Sportler komfortabel und im Trocknen aufhalten.

Corona

Es ist nicht abzusehen, wie gravierend die langfristigen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie für den Sport sein werden. Wir können aber ziemlich sicher sein, dass Sport an der frischen Luft – zum Beispiel in einer Freilufthalle – vergleichsweise unbedenklich ist.

Natürlich tragen die Bauherren und Betreiber der BraWo McArena der aktuellen Situation und den damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen und behördlichen Vorgaben Rechnung. Daher können hier bedenkenlos sportliche und nichtsportliche Veranstaltungen, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften, stattfinden.

Fazit

Sport braucht Räume, und zwar vermehrt kleinere und quartiersnahe. Insbesondere Hallenkapazitäten sind für die Sport- und Vereinsentwicklung oftmals eine hohe Hürde. Freilufthallen wie die BraWo McArena sind da eine innovative und willkommene Lösung.

„Für Gifhorn ist die neue Freilufthalle ein echter Gewinn. Sie bereichert das Sportangebot in der Stadt und bringt Jung und Alt in Bewegung.“ Das sagt Matthias Nerlich, und der ist Bürgermeister. Die nächste Freilufthalle in der Region wird voraussichtlich schon im Frühjahr 2021 entstehen, verraten die beiden Betreiberinnen Monika Schmidt und Meike Krenz.

Gute Nachrichten für Niedersachsen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Planer

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

Betreiber

BraWo McArenas GmbH
Willy-Brandt-Platz 16-20
D – 38102 Braunschweig

Standort

BraWo McArena
Flutmulde Gifhorn
Winkeler Straße 2
D – 38518 Gifhorn

Eröffnung

2020

Fotos

McArena GmbH

Autor

Johannes Bühlbecker
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Sporthalle Alice Milliat

Weißt du denn gar nicht…

Sporthalle Alice Milliat

Marjan Hessamfar & Joe Vérons

Situation

Die Sporthalle Alice Milliat war früher eine Markthalle in einem riesigen Komplex von 1962, in dem nun eine Sportanlage und zwei Geschäfte untergebracht sind. Die Stadt Bordeaux als Bauherr wollte die sportliche Infrastruktur des Viertels verbessern und gleichzeitig die vorhandenen Fassaden des schönen Gebäudes beleben. Die Sporthalle Alice Milliat umfasst nun neben dem Sportzentrum eine Markthalle und Parkflächen in den oberen Geschossen.

Obwohl der Komplex zu einem Symbol für das zeitgenössische architektonische Erbe der Stadt geworden war, mangelte es dem Ensemble doch an gestalterischer Klarheit und einer fehlenden Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich.

…wie schön du bist?

Der von Marjan Hessamfar & Joe Vérons vorgelegte Entwurf verfolgte drei große Ziele:

  • mehr natürliches Licht in das Gebäude zu bringen
  • die Sportanlage deutlich sichtbar zu machen und gleichzeitig den ursprünglichen architektonischen Charakter zu erhalten
  • den öffentlichen Raum vor dem Gebäude zurückzuerobern.

In die Lücke auf Straßenniveau, die durch den Abriss der alten Markthalle und der Geschäfte entstand, implantierten die Architekten einen Glaskasten. Die Zerbrechlichkeit dieser vollständig verglasten Struktur kontrastiert mit der Betonfassade des Bestands und unterstreicht deren Schönheit.

Die Gestaltung der Glasbox verleiht der Sporthalle Alice Milliat einen Hauch von Raffinesse. Dazu führen insbesondere die Verwendung von Klarglas und der Einsatz von Messing und Holz. Das horizontal umlaufende schwarze Fassadenband ist eigentlich eine Schattenfuge, die das Regenwasser ableitet. Sie verleiht dem Glaskasten einen eleganten Abschluss.

Die Sportflächen

Eine Mehrzweck-Sporthalle, ein Dojo (das ist ein Raum für japanische Kampfkünste) sowie ein Tanz- und Fitnessstudio nehmen das gesamte Erdgeschoss ein. Besonderes Augenmerk wurde auf die Beleuchtung, Transparenz und Geräumigkeit der Sportflächen gelegt.

Die großzügige zweigeschossige Sporthalle direkt hinter dem Empfangsbereich nimmt die zentrale Position im Herzen des Gebäudes ein. Sie öffnet sich zum Empfangsbereich und erhält dank der Glasfassaden und der schall- und wärmegedämmten Fenster im oberen Bereich der seitlichen Trennwände reichlich natürliches Licht.

Zu beiden Seiten der Mehrzweckhalle haben das Dojo und das Tanz- und Fitnessstudio das gleiche Volumen und die gleichen Wärme- und Schalldämmsysteme. Ihre Fassaden zur Straße hin bringen viel natürliches Licht in die Halle. Um möglichst viel Sportfläche zu gewinnen, sind die Umkleideräume im Untergeschoss untergebracht.

Beschilderung

Die Wahl der Farbe Blau bildet einen idealen Hintergrund für eine Beschilderung, die der Identität der Einrichtung entspricht.

Wegweiser in Form von Laufbahnen zeigen die Anordnung der Sportbereiche und Umkleideräume sehr anschaulich. Die Treppe und das Messing vermitteln ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem Rest des Gebäudes.

Die Stadt und ich

Die Fassade der Sporthalle Alice Milliat ist Teil des neu gestalteten öffentlichen Raums in diesem Viertel von Bordeaux. An der straßenseitigen Hauptfassade befinden sich Geschäfte, die die Straße neu beleben.

Der Eingang zur Sporthalle und ihre einladenden Glasschiebetüren im Zentrum der Fassade sollen ein starkes Gefühl der Kontinuität vermitteln.

Das ist alles sehr gut gelungen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

Marjan Hessamfar & Joe Vérons
4, rue Martel – Bât. C
F – 75010 Paris

Bauherr

Stadtverwaltung Bordeaux

Standort

Gymnase Alice Milliat
117 Cours Victor Hugo
F – 33000 Bordeaux

Eröffnung

2018

Fotograf

Arthur Pequin

Autor

Johannes Bühlbecker
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Colegio Nuestra Señora de Lourdes

Es werde Licht

Colegio Nuestra Señora de Lourdes 

Picado De Blas Arquitectos

Situation

Die Stadtverwaltung von Torrelodones hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine besonders heruntergekommenen öffentlichen Schulen zu sanieren – und dies vor allem durch die Zugabe von Architektur.

Torrelodones ist ein Vorort von Madrid mit 23.000 Einwohnern, das Colegio Nuestra Señora de Lourdes ist eine seiner Schulen. Die Schule benötigte eine kleine Halle für sportliche und andere Aktivitäten.

Let the sunshine in

Sporthallen sind häufig geschlossene und homogene Kisten, die kein oder nur wenig Tageslicht einfallen lassen. Picado De Blas Arquitectos sahen die Chance, bei der Sporthalle des Colegio Nuestra Señora de Lourdes etwas anders zu machen und ein ökologisches Konzept mit niedrigen Betriebskosten durchzusetzen.

Der architektonische Ausdruck dieses Plans ist ein großes, nach Osten geöffnetes Fensterband, das den Blick in den Himmel freigibt.

Der Entwurf

Der Entwurfsgedanke besteht darin, die Halle als ein zusätzliches, mobiles Stück Architektur zu errichten: schnell realisiert, nachhaltig und innovativ. Die Planer dachten an eine selbsttragende Struktur aus abnehmbaren Paneelen, wie sie in der Industrie häufiger verwendet werden.

Eine solche Konstruktion ist energieeffizient, schnell umgesetzt und sogar wiederverwertbar. Die Platten sind 10 cm stark und führen zu einer Bauweise, die nur etwa ein Viertel einer herkömmlichen Konstruktion wiegt.

Die Umsetzung

Die Halle des Colegio Nuestra Señora de Lourdes ist im Ergebnis innovativ. Nicht nur wegen der industriellen Paneelsysteme, sondern auch wegen der im Innenraum erzielten Schallabsorption. Die Stoßabsorption am Boden wurde durch die Überlagerung mehrerer spezieller absorbierender Platten unter dem Pflaster gewährleistet, während Echos und Nachhall an den Wänden durch ein speziell für dieses Projekt entwickeltes 3D-Textilmaterial entgegengewirkt wurde.

Das für die Endbearbeitung des Fußbodens verwendete Holz ist ein industrielles Eichenrecyclingholz, das aus den Resten anderer Hölzer hergestellt wird.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

PICADO-DE BLAS ARQUITECTOS
Calle González Amigó nº23
E – 28033 Madrid

Bauherr

Kommune Torrelodones

Team

Rubén Picado Fernández, María José de Blas
Carlos Diaz-Monis, Jorge Li, Teresa Casbas, Sofía Fernández, Will Tooze

Standort

Calle Ntra. Sra. del Carmen, 10
28250 Torrelodones
E – Madrid

Eröffnung

2019

Fotograf

Alberto Amores
Estudio Picado-de Blas

Autor

Johannes Bühlbecker
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Freilufthallen und Outdoor-Fitness

Gute Anlage

Freilufthallen und Outdoor-Fitness

McArena

Situation

Die Entwicklung des Sports in Deutschland wird von vielfältigen Herausforderungen und gewaltigen Veränderungen geprägt. Unsere Werte und Ansprüche an Sport und Sportanlagen haben sich ebenso verändert wie Schule und Schulsport. Über allem schwebt der demographische Wandel, und nun auch noch die Corona-Krise.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, müssen sich unsere Sportanlagen verändern, und zwar radikal. Kleine, quartiersnahe Sportparks mit möglichst vielfältigen Angeboten für alle Altersklassen sind die Zukunft – zum Beispiel als Kombination einer Freilufthalle, vor allem für die meisten gängigen Ballsportarten, und Outdoor-Fitnessgeräten, die dem Wunsch nach Gesundheit und Individualität entgegen kommen. Trends wie Freeletics, Calisthenics und Bodyweight Exercises werden so nach draußen gebracht.

Frische Luft

Die Flächen und Bauten für den Wettkampfsport sind weitgehend genormt und vielseitig nutzbar, auch für den nicht wettkampfgebundenen Sport. Daneben werden hochwertige Sporträume immer wichtiger, die im Idealfall auch noch überdacht sind, auf jeden Fall aber an der frischen Luft.

Die modulare Bauweise der McArena Freilufthallen wird um das innovative Tool der Outdoor-Fitnessgeräte erweitert. Durch die Installation von fest installierten Fitnessgeräten an der Außenseite und im überdachten Vorbereich der Freilufthalle entsteht eine kompaktes Sportzentrum. Weitere Ergänzungen sind eine Laufbahn und ein Streetball-Bereich. Damit können Ballsport, Kursangebote und Fitnessangebote unter einem Dach vereint werden.

Sport und frische Luft passen perfekt zueinander. Das gilt absolut für den Ballsport, aber mindestens genauso für die „Quälerei“ an den Fitnessgeräten. Wenn dabei spürbar die Sonne scheint, wird auch das Training leichter. 

Kombination Freiufthalle & Outdoor-Fitness

Also werden zunehmend monofunktionale Anlagen wie zum Beispiel ein Großspielfeld mit Tennenbelag zu einem Sportpark umgebaut, der möglichst den gesamten Stadtteil ansprechen und attraktivieren soll. Diese Zielsetzung ist einer der Gründe für den unaufhaltsamen Siegeszug der Freilufthallen, denn sie bieten ganzjährig attraktiven Sport, und das auch noch in Gesellschaft, draußen und abends mit Beleuchtung. Freilufthallen sind beliebt bei Sportvereinen, Schulen, Kindergärten und informellen Gruppen.

Eine Erweiterung dieses Angebotes um einen Fitnessparcours mit Outdoor-Fitnessgeräten hat größtes symbiotisches Potenzial. Während die Kinder in der Halle Fußball spielen, können die Eltern an ihrer Fitness arbeiten – oder umgekehrt. Während die Frau Fußball spiel, kann der Mann seine Muskeln stählen – oder umgekehrt.

Sicherheit

Auch unter dem Aspekt der Sicherheit ist die Kombination aus Freilufthalle und Outdoor-Fitness absolut zukunftsträchtig: Diese kleinen Sportparks sind umzäunt, beleuchtet und meist auch in irgendeiner Form beaufsichtigt. Hier kann also jeder seinem Individualsport nachgehen, ohne sich in schummrige Ecken trauen zu müssen.

Wir wissen nicht, wie gravierend die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Sport und seine Bauten langfristig sein werden. Wir können jedoch sicher davon ausgehen, dass Outdoor-Fitnessanlagen zu den auch in dieser Hinsicht unbedenklichsten Anlagen gehören werden.

Fazit

Die Kombination von Outdoor-Fitnessangeboten mit Freilufthallen hat riesiges Potenzial als Sport- und Freizeitanlage der Zukunft, aber auch als Motor der Quartiersentwicklung.

Darüber hinaus ist sie eine wichtige Ressourcen in der Vereins- und Mitgliederentwicklung. Zum einen bietet sie neue attraktive Angebote, die Vereinsmitglieder zusammenbringen, zum anderen können sie Katalysatoren der Sportentwicklung sein oder werden.

Diese sehr positive Entwicklung ist unabhängig davon, ob die Anlage von einem Verein oder einem privaten Investor betrieben wird. Daher ist die zusätzliche Investition in eine Outdoor-Fitnessanlage nicht nur nachhaltig, sondern auch sehr gut angelegtes Geld.

Wir waren das.

Autor

Johannes Bühlbecker
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McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

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Freilufthalle vs Kalthalle

Das Beste aus beiden Welten

Freilufthalle vs. Kalthalle

About

Die Art und Weise, wie wir Sport treiben, wird immer differenzierter und individueller. Unsere Sportanlagen müssen sich diesen Veränderungen anpassen.

Kernsportstätten wie Sportplätze und Sporthallen müssen sich weiterentwickeln, und das tun sie auch. Daneben werden zunehmend kleinere Anlagen benötigt, die schnell erreichbar und auch ohne Vereinsbindung oder Mitgliedschaft nutzbar sind.

Als Ergänzungen zur klassischen Normturnhalle haben sich daher Freilufthalle und Kalthalle etabliert – die eine mehr, die andere weniger.

Sporthalle

Eine Sporthalle (auch Turnhalle genannt) ist ein komplett umbauter und überdachter Raum, in dem Sport getrieben werden kann. Ihre Entwicklung geht auf den bereits 1811 von Friedrich Jahn entwickelten Turnplatz in der Berliner Hasenheide zurück, ursprünglich allerdings noch ohne Überdachung.

In Deutschland werden nach den Bauvorschriften der Länder bestimmte Maße vorgeschrieben oder empfohlen. Mit Rücksicht auf die Spielfeldabmessungen der gängigsten Sportarten sind die Hallen meist zwischen 15 x 27 Metern (Einfachhalle) und 45 x 27 Metern (Dreifachhalle) groß.

Im Zuge der Ausdifferenzierung unseres Sportverhaltens hat sich auch der Bautyp Sporthalle weiter entwickelt: Oft werden sportliche und gesellschaftliche Angebote in ein und derselben Halle organisiert, wodurch sich ein umfangreicheres Raumprogramm ergibt. Je nach Nutzung sind auch Zuschaueranlagen enthalten.

Die Sporthalle ist hinsichtlich der Bau- und Betriebskosten die aufwändigste Variante. Gleichzeitig ist sie für viele Formen des Schul- und Wettkampfsports absolut unverzichtbar.

Kalthalle

Es ist nicht einfach, große Hallen zu beheizen – und es ist teuer. Daher kommen vielfach Kalthallen zum Einsatz, vor allem als Lagerhallen. In diesem Fall spielt die klimatechnische Ausstattung meist kaum eine Rolle. So gut wie keine Gebäudetechnik und dünne Außenwände sparen eine Menge Geld, sowohl beim Bau als auch beim Betrieb der Hallen.

Kalthallen werden meist mit Satteldachkonstruktionen und Trapezblech-Verkleidungen überdacht. Für den Sportbetrieb werden sie in der Regel mit Kunstrasen ausgelegt. Kalthallen mit perforierten, luftdurchlässigen Fassaden sind sie eine sehr gute Wahl in Ländern, in denen häufig die Sonne scheint, zum Beispiel im Süden Europas. Ein wunderbares Beispiel ist Es Puig dèn Valls auf Ibiza.

In Bau und Betrieb sind Kalthallen deutlich günstiger als die klassischen Sporthallen, allerdings teurer als Freilufthallen. Für die Sportnutzung sind sie nur bedingt zu empfehlen, da das Belüften solcher Hallen ohne Klimatechnik bei regelmäßiger Sportnutzung kaum zu machen ist.

Kalthallen bieten also keine frische Luft, sondern verbrauchte. Wer jemals bei seinem Sport die abgestandene Luft des Handballtrainings aus der Vorwoche einatmen durfte, kennt das Problem.

Freilufthallen

Freilufthallen sind eine kostengünstige Alternative zu den Kalthallen, die für den Sport sehr viel besser geeignet ist. Sie bieten eine überdachte Sportfläche an der frischen Luft. Die Größe der Sportfläche richtet sich, wie in der Turnhalle, nach den Spielfeldabmessungen der gängigen Sportarten und den Bedürfnissen von Bauherren und Nutzern. Die Freilufthalle vereinigt traditionelle Bauformen wie Sportplatz und Sporthalle zu einem neuen Typus – sozusagen das Beste aus beiden Welten.

In warmen Ländern sind solche Hallen relativ verbreitet, wenn auch nicht standardisiert. Dort übernehmen sie ganz nebenbei auch noch wichtige soziale und kulturelle Funktionen, zum Beispiel als Jugendzentrum oder Veranstaltungsort wie Barrancabermeja in Kolumbien.

Die Freilufthalle der Universität Oldenburg ist vermutlich die erste in Deutschland gebaute. Sie wurde bereits 1981 von Prof. Jürgen Dieckert und Jürgen Koch realisiert. Es handelte sich schon damals um eine multifunktionale Sportfreianlage (36m x 48m) mit teilweise lichtdurchlässiger Überdachung und seitlich abschirmenden Spielwänden und Schutzpflanzungen.

Und das alles an der frischen Luft, das ganze Jahr über.

Standardisierung

Seit einigen Jahren werden Freilufthallen standardisiert angeboten und gebaut. Diese Entwicklung ist für den Siegeszug dieses Typus entscheidend, denn nun sind sie funktional und wirtschaftlich präzise planbare Größen. Wenn Konstruktionsraster und Spielfeldgrößen aufeinander abgestimmt sind, werden Erweiterungen und Kombinationen einfach umsetzbar – und das unter ausgesprochen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Konstruktion besteht meist aus einfachen Stahl- oder Holzträgern, die Deckung aus Blechen oder Membranen, die natürlich auch transluzent ausgeführt sein können. Ihre Bau- und Betriebskosten sind die niedrigsten der drei Typen, obwohl sie ganzjährig nutzbar sind.

Eine funktional wie praktisch sehr sinnvolle Weiterentwicklung der Freilufthalle ist ein Bandensystem, wie es in den Hallen von McArena schon lange Standard ist. Hüfthohe Banden halten den Ball im Spiel, machen damit das Spiel schnell und ersparen den Sportlern das lästige Ballholen – zum Beispiel in der GFA Arena in Simmern. Ganz nebenbei lassen sich die Banden sehr gut als Werbeflächen nutzen und tragen damit zur Refinanzierung der Investition bei.

Solch multifunktionale Standardmodule sind natürlich auch bestens geeignet, um sich den stetig ändernden Wünschen der Sportler flexibel anzupassen.

Sportverhalten

Unser Sport wird immer individueller und konsumorientierter, unsere Bindung an Vereine und die klassischen Kernsportstätten hat spürbar nachgelassen. Auch der kicker, Deutschlands größte und wichtigste Fußball-Fachzeitschrift, schlug bereits Alarm: „Deutschland verliert 3450 Nachwuchsteams in einem Jahr!“ Die Gründe sind vielfältig und heißen vor allem Pubertät, aussterbende Dorfvereine, Ganztagsschule, Fitnessstudio und PlayStation. Das alarmierende Resultat heißt jedenfalls Bewegungsmangel.

Dieser bedrohlichen Entwicklung können regeloffene, kostengünstige Sportanlagen entgegenwirken, und das am besten in der Nachbarschaft.

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat bereits im Jahr 2009 „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ veröffentlicht, die zuletzt unter dem Titel „11 Thesen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ 2018 fortgeschrieben wurden. Ein Kernsatz lautet, dass „die größere Nachfrage nach gedeckten Sportanlagen, insbesondere nach kleineren möglichst multifunktionalen, leicht erreichbaren Sporthallen und sonstigen Sporträumen im Quartier/Stadtteil sowie nach mehr frei zugänglichen Sportanlagen eine entsprechende Anpassung der Sportstätteninfrastruktur“ erfordert.

Genau diese Anpassung bietet die Freilufthalle – als Ergänzung einer bestehenden Sportanlage oder als neuer, sportorientierter Nachbarschaftstreff.

Betrieb und Finanzierung

Bei Planung, Bau und Betrieb von Freilufthallen entstehen neue Modelle und Kooperationen zwischen Kommunen, privaten Investoren und Vereinen.

Wenn der Verein als Bauherr und Betreiber auftritt, kann er die Nutzung und Vermarktung ganz eigenständig regeln. Wenn Verein und Kommune das unternehmerische Risiko scheuen, kann auch ein Investor wie McArena als Bauherr und Betreiber auftreten. Dann ist der Verein der Mieter der Halle: Bau- und Betriebskosten bleiben beim Betreiber, Einnahmen und Gewinne natürlich auch.

Natürlich können auch Stadt und Kommune als Bauherr und Betreiber auftreten. Je nach Standort und Einzugsgebiet kann die Halle dann an mehrere Vereine oder Gruppen verpachtet oder vermietet werden.

Vermarktung

​Durch die Vermietung der Halle an Dritte und die Vermarktung der Banden, Namensrechte und weitere Sponsoring-Maßnahmen können die Baukosten schnell wieder eingespielt werden. Ein Beispiel dafür ist die Rhein-Hunsrück Arena.

Der personelle Aufwand für die Verwaltung der Hallen ist sehr gering, denn sie erfolgt weitgehend automatisiert via Internet oder App: Jeder Nutzer (Vereine, Gruppen, Firmen, Schulklassen, Kindergärten) können ihre Wunschzeiten über ihr eigenes elektronisches Benutzerkonto reservieren und auch bezahlen.

Außerdem verfügen die Hallen über eine automatische Gebäudesteuerung, ein Kamera- und ein Zugangssystem.

Sport und Corona

Die Corona-Krise hat auch den Sport zwischenzeitlich vollständig zum Erliegen gebracht. Der Spiel-, Trainings- und Wettkampfbetrieb in Vereinen und Verbänden wurde eingestellt. Nun kehrt auch der Breitensport vorsichtig zurück – aber wie und vor allem: wohin?

Es kann als sicher angenommen werden, dass die Ansteckungsgefahr drinnen wesentlich größer ist als draußen. Dies deutet auf eine bedeutende Aerosol-Komponente bei der Übertragung hin. Für das praktische Leben kann das bedeuten: Fenster auf, Türen auf, Ventilator nutzen, Luftstrom erzeugen. Dann wird die Aerosol-Komponente zum Fenster hinaus befördert.

Die Anwendbarkeit dieser Bordmittel auf geschlossene Sportanlagen wird sich herausstellen. Auf der wesentlich sichereren Seite ist der Sport in jedem Fall, wenn er an der frischen Luft betrieben wird. Das kann man als deutlichen Hinweis auf die zukünftig noch weiter wachsende Bedeutung on Freilufthallen verstehen.

Fazit

Natürlich werden auch zukünftig regelgerechte und voll ausgestattete Sportanlagen und Sporthallen unverzichtbar sein. Auch hier spielen Architektur und Gestaltung eine sehr große Rolle, insbesondere für den Schulsport (Gammel Hellerup), den Wettkampfsport (SAP Garden) und den Leistungssport (Centre d’athlétisme in Louvain-la-Neuve).

Gleichzeitig haben sich jedoch Profil, Spektrum und Wünsche des Breitensports wesentlich verändert: So treiben immer mehr Kinder, Menschen mit Einschränkungen und ältere Menschen Sport – allerdings nicht so häufig klassischen Wettkampfsport. Sie sorgen dafür, dass der Bedarf an kleineren und überdachten Sportanlagen in der Nachbarschaft ansteigt, und zwar deutlich.

Jüngere und nicht mehr so mobile ältere Nutzer sind auf Angebote in kurzer Entfernung angewiesen. Sie wollen ihrem Sport spontan, komfortabel und zeitlich flexibel nachgehen. Die Kombination aus zeitgemäßen Kernsportstätten und bedarfsgerechten Weiterentwicklungen wie der Freilufthalle kann genau das bieten.

Anders gesagt: Das Ding hat Zukunft.

Autor

Johannes Bühlbecker
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Puig d’en Valls

Let the sun shine in

Das Sportzentrum Puig d’en Valls auf Ibiza

OMCEA Arquitectura

Eigentlich

Eigentlich sollten nur die beiden Hartplätze des Sportzentrums Puig d’en Valls auf Ibiza überdacht werden, um die Sportler vor der manchmal zu großen Hitze auf der Insel zu schützen. Außerdem sollten die Erschließung und Wegeführung der Gesamtanlage neugestaltet werden. Dazu gehören neben der neuen Halle auch ein Großspielfeld und eine Tennisanlage.

Während der Realisierung erhielt MCEA Arquitectura den Auftrag, neben der bloßen Überdachung auch eine Hülle zu entwickeln, um die ganzjährige Nutzbarkeit der beiden Plätze sicher zu stellen. Die Architekten wollten keine geschlossene Halle bauen, sondern die klimatischen Vorteile der Insel so weit wie möglich nutzen. Das Hauptziel des Entwurfs war es daher, Innen- und Außenraum zu verschmelzen und gleichzeitig den Charakter der Sportanlage zu bewahren.

Die Sonne Ibizas

Bei der Arbeit an der Überdachung der Außenplätze von Puig d’en Valls entdeckten die Architekten die Kraft und Intensität der Farben und Schattierungen, welche die Sonne vom Aufgang bis zum Untergang auf das Gebäude projiziert. Diese Qualität wollten MCEA Arquitectura auf keinen Fall verlieren. Die Sonne Ibizas sollte erlebbar bleiben, ohne allerdings den Sport weiterhin zu behindern. Eine Mischform zwischen offener und geschlossener Fassade sollte her – eine Mischung aus Freilufthalle und Kalthalle.

Die Plätze wurden und werden vor allem für Basketball und Handball benutzt, die hier beheimaten Teams sollten natürlich nicht verprellt werden.

Sechs Fassaden

Um den Lauf der balearischen Sonne und die daraus resultierende permanente Veränderung zwischen Innen und Außen angemessen darzustellen, arbeitete MCEA Arquitectura für Puig d’en Valls mit sämtlichen Oberflächen des Gebäudes.

Die vier Außenwände werden durch die Kombination von geschlossenen, weiß verputzten Flächen und offenen Ziegel-Gittersteinen charakterisiert. Sie garantieren das eigentliche Spektakel, denn sie lassen nicht nur das wandernde Licht, sondern auch das Wetter hinein.

Das Sheddach wurde mit gewelltem Aluminium gedeckt, welches das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig lassen die Öffnungen Licht einfallen.

Wird das Dach gerne mal als fünfte Fassade eines Gebäudes bezeichnet, so ist der Fußboden hier die sechste. Die Spielfelder wurden in dem Blau gestaltet, das in der balearischen Landschaft so vielfältig vorhanden ist.

Vier Himmelsrichtungen

Der Hauptzugang liegt im Süden. Nach Westen orientiert sich die Halle an einer horizontalen Mauer, die einen an das Grundstück grenzenden Bach fasst. Diese klare Kante setzt sich in der Nordfassade fort. Im Osten und im Westen wird die Linearität aufgebrochen: Hier werden die Fassaden durch klar definierte, zum Teil offene und zum Teil geschlossene Felder bestimmt.

Die Ziegelfassade schützt nicht nur vor Regen. Mit ihrem Öffnungsanteil von satten 43% lässt sie auch viel Licht und Luft in die Halle. Die Oberlichter im Sheddach sorgen für zusätzliches, blendfreies Licht.

Eine enge Beziehung

Das Sportzentrum Puig d’en Valls bietet viele ungewöhnliche Ideen für eine eigentlich profane Bauaufgabe. Die enge Beziehung zwischen Innen und Außen ermöglicht die optimale Nutzung der klimatischen Bedingungen. Das System der natürlichen Belüftung und Beleuchtung führt darüber hinaus zu einem Energieverbrauch, der nahe Null liegt.

Das wechselnde Licht und die Komposition aus transparenten Fassadenflächen und geschlossenem Mauerwerk geben dem an sich großen und strengen Baukörper eine geradezu heitere Dynamik – keine schlechten Eigenschaften für eine Sporthalle, schon mal gar nicht auf so einer schönen Insel.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

MCEA | Arquitectura
Avda. Teniente Montesinos, 8, Bajo. 30100
ES – Murcia

Adresse

Es Puig D’en Valls.
Santa Eulària des Riu
ES – Ibiza

Bauherr

Kommune Puig d’en Valls

Eröffnung

2017

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Photos

David Frutos
Fotografía de Arquitectura

Text

Johannes Bühlbecker, More Sports Madia

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