Frontón Maeztu

Mitten im Dorf

Frontón Maeztu in Aguilar de Codés

Architekten

VERNE Arquitectura
Víctor Larripa Artieda, Javier Martínez Labeaga, Daniel Ruiz de Gordejuela Tellechea
Calle Larrabide 15, bajo
E – 31005 Pamplona

Bauherr

Ayuntamiento de Aguilar de Codés
Plaza de la Iglesia 1
E – 31228 Aguilar de Codés

Ausstattung & Besonderheiten

  • Das abgesenkte Pelotaspielfeld lässt sich auch für Dorffeste und gemeinsame Essen nutzen.

  • Ein öffentlicher Platz mit Landschaftsblick ergänzt die Halle um eine Außenfläche für Aufenthalt und Veranstaltungen.

  • Eine zum Platz öffnende Bühne, Umkleiden und Lagerflächen erweitern das Nutzungsangebot.

  • Betonfertigteile, Sandstein, ein Holztragwerk und Cortenstahllamellen prägen die Konstruktion und Gestaltung.

Adresse

Frontón Maeztu
Calle la Cuesta 2
E – 31228 Aguilar de Codés

Eröffnung

2024

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Eine Pelotahalle, ein Dorfplatz und eine Bühne: Der Frontón Maeztu bringt Sport und Dorfleben unter ein Dach und vor die Tür. Mit einem abgesenkten Spielfeld, einer steinernen Straßenfassade und einer offenen Seite zur Landschaft findet er seinen Platz im historischen Ortskern.

Sport und Dorfleben

In Aguilar de Codés, einem kleinen Ort in Navarra am Fuß der Sierra de Codés in Spanien, sollte eine Sportstätte entstehen, die auch bei Dorffesten und gemeinsamen Essen funktioniert. Die Gemeinde wünschte sich außerdem einen öffentlichen Platz mit einer kleinen Bühne sowie Umkleiden und Lagerflächen. VERNE Arquitectura und Alejandro Maortua haben daraus ein zusammenhängendes Ensemble entwickelt, dessen Räume sich ergänzen und unterschiedlich nutzen lassen.

Im Mittelpunkt steht ein Frontón, eine Spielstätte für baskisches Pelota. Seine großen, geschlossenen Wandflächen bestimmen den Bau ebenso wie der Wunsch, ihn in die kleinteilige Umgebung einzufügen. Auf dem Grundstück stand zuvor ein bereits verfallenes herrschaftliches Wohnhaus. Der Neubau sollte an dessen Erscheinungsbild erinnern und das alte Wappen aufnehmen. Eine ungewöhnliche Aufgabe für eine Sporthalle, aber eine nachvollziehbare Forderung an diesen Standort.

Mit dem Hang

Das Grundstück fällt von der Calle Mayor im Norden zur Calle La Solana im Süden stark ab. Die Planung nutzt diesen Höhenunterschied, um die Halle teilweise in den Hang einzubetten. Zur Dorfstraße bleibt ihre Höhe dadurch etwa im Maßstab des früheren Hauses. Das notwendige Raumvolumen liegt zum Teil unter dem Straßenniveau.

Südlich schließt ein öffentlicher Platz an, der zugleich als Aussichtspunkt über die Landschaft dient. Zwischen Platz und tiefer liegendem Spielfeld nimmt eine Tribüne den Geländeversprung auf. Der Zugang liegt seitlich ungefähr auf Höhe des Platzes.

Ein niedriger, quer zur Halle angeordneter Gebäudeflügel fasst den Außenraum. Er beherbergt Umkleiden und den Bühnenraum. Auf seiner Rückseite liegen der Umkleidezugang und eine Zufahrt zur Halle. So entstehen aus dem steilen Grundstück gut miteinander verbundene Bereiche für Sport, Aufenthalt und Veranstaltungen.

Stein und Erinnerung

Die tragenden Wände bestehen aus großformatigen Betonfertigteilen, die im Inneren sichtbar bleiben. Außen sind sie mit acht Zentimeter starken Platten aus Floresta-Sandstein bekleidet. Unterschiedliche Formate und eine kräftige vertikale Struktur geben der Oberfläche eine raue Beschaffenheit. Der Stein stellt eine Verbindung zu den Häusern sowie den erhaltenen mittelalterlichen Mauern und Türmen des Ortes her.

Auch die Gliederung der Straßen- und Eingangsfassade erinnert an das Vorgängergebäude. Lage und Proportionen seiner Fenster werden durch Vertiefungen in der Steinbekleidung aufgegriffen. Dahinter erscheint allerdings die geschlossene Betonwand. Für das Pelotaspiel werden diese Wandflächen gebraucht; die Erinnerung an das Wohnhaus bleibt trotzdem lesbar.

Nur an der Stelle der früheren Haustür öffnet sich die Fassade tatsächlich. Dort erlaubt ein Fenster den Blick von der Straße auf das tiefer liegende Spielfeld. Wer wissen möchte, was drinnen passiert, muss also nicht erst den Eingang suchen.

Offen zur Landschaft

Während die Dorfseite von Stein und geschlossenen Flächen geprägt ist, öffnet sich die Südseite mit Holz und Cortenstahl zum Platz und zur Landschaft. Ein großes Fachwerk aus Brettschichtholz trägt die Südfassade. Es lagert an seinen Enden sowie am Anschluss des quer stehenden Nebenflügels auf. Zusätzliche Stützen zwischen Halle und Platz werden dadurch vermieden.

Am mittleren Auflager liegt eine kleine Zuschauerloge, die vom Platz aus ebenerdig erreichbar ist. Sie ermöglicht auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen Zugang zum Zuschauen.

Am Holzfachwerk hängen große Rahmen mit vertikalen, Z-förmig gekanteten Cortenstahllamellen. Sie filtern die Sonneneinstrahlung und lassen Tageslicht in den Spielraum. Dieselben Elemente bilden die zum Platz gerichtete Fassade des Nebenflügels. Dort lassen sie sich öffnen, sodass der dahinterliegende Raum bei Festen als Bühne genutzt werden kann.

Cortenstahl findet sich außerdem an Rinnen, Abdeckungen und weiteren Baudetails. Seine Verwendung konzentriert sich auf die zum Außenraum orientierte Seite. Zur Dorfstraße bleibt der Sandstein bestimmend.

Der Frontón Maeztu gewinnt seine Qualität aus dieser Verbindung: Das abgesenkte Spielfeld schafft Raum für den Sport, der Platz erweitert das Angebot für das Dorf, und die Bühne macht aus einer Nebenfunktion einen Anlass zum Zusammenkommen. Dass dabei auch der Blick in die Landschaft frei bleibt, dürfte selbst an spielfreien Tagen willkommen sein.

Was wir hier lernen

  • Ein sorgfältig entwickelter Gebäudeschnitt kann das große Volumen einer Sporthalle mit dem Maßstab eines historischen Ortskerns vereinbaren. In Aguilar de Codés übernimmt der Höhenversprung zugleich die räumliche Verbindung zwischen Spielfeld, Tribüne und Dorfplatz.

  • Mehrfachnutzung wird durch konkrete räumliche Angebote erleichtert. Eine sich zum Platz öffnende Bühne, Umkleiden, Lagerflächen und eine Zufahrt schaffen dafür bessere Voraussetzungen als ein allgemein gehaltener Anspruch an Flexibilität.

  • Die Erinnerung an einen Vorgängerbau lässt sich durch Material, Proportionen und Fassadengliederung fortführen. Hier bleiben zugleich die konstruktiven und funktionalen Anforderungen der neuen Nutzung erkennbar.

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Pläne

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SESC Franca

Sport und Musik

SESC Franca

Architekten

SIAA
Apiacás Arquitetos

César Shundi Iwamizu, Bruno Salvador, Anderson Fabiano Freitas

Bauherr & Betreiber

SESC São Paulo

Ausstattung & Besonderheiten

  • Drei Schwimmbecken: ein überdachtes semiolympisches Becken und zwei Freibäder
  • Mehrzweck-Sporthalle und multifunktionaler Gymnastikraum
  • Zwei Sandplätze, Fußballfeld mit Kunstrasen und weitere Außenspielflächen
Adresse

SESC Franca
Avenida Doutor Ismael Alonso Y. Alonso, 3071
BR – 14401-426 Franca

Eröffnung

2024

Fotos

Alessandro Kusuki Pregnolato & Kusuki Estúdio Fotográfico

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Ein Schwimmbad, eine Sporthalle, ein Theater und  eine Bibliothek: Im SESC Franca wartet der nächste Programmpunkt gleich hinter der nächsten Ecke. Eine innere Straße und ein gestaffelter Hof machen aus dem Weg durchs Haus selbst ein Stück Stadt.

Ein Haus für viele

Sport, Kultur und Alltag finden zusammen

SESC steht für Serviço Social do Comércio. Die brasilianische Organisation wurde gegründet, um Beschäftigte aus Handel und Dienstleistungen zu unterstützen. Heute richten sich ihre Angebote auch an Familien und die breite Öffentlichkeit. 

Ende November 2024 eröffnete SESC in Franca ein neues Zentrum. Auf einem gut 20.000 Quadratmeter großen Grundstück entstand ein Komplex mit rund 35.500 Quadratmetern Gesamtfläche. Nach Angaben des SESC ist es die größte seiner Einrichtungen im Landesinneren des Bundesstaats São Paulo.

Das Programm reicht von Schwimmbädern, Sporthalle und Gymnastik über Theater, Bibliothek und Ausstellungsräume bis zu Angeboten für Kinder und einer Zahnarztklinik. Bis zu 2.500 Menschen täglich soll das Zentrum aufnehmen können.

Es ist damit weit mehr als eine Sportstätte: SESC Franca bündelt Angebote für Bewegung, Bildung, Gesundheit und Begegnung an einem Ort.

Im Wasser

Drei Becken für Training und Freizeit

Das SESC Franca ist vor allem ein großes Sport- und Freizeitzentrum. Zum Schwimmbereich gehören drei Becken: ein überdachtes semiolympisches Schwimmbecken sowie zwei Freibäder für die Freizeitnutzung, darunter ein Becken für Erwachsene und eines für Kinder. Neben Kursen gibt es dort auch Angebote für freies Schwimmen.

Das Hallenbad liegt im Erdgeschoss und ist über die offene Erschließung mit den weiteren Bereichen verbunden. Die beiden Freibäder schließen an die abgestuften Außenräume an. So liegt das Schwimmen nicht als abgeschlossener Bereich im Gebäude, sondern ist Teil der Abfolge aus Innenräumen, Terrassen und Freiflächen.

An Land

Vom Mannschaftssport bis zum Beach-Tennis

Auch an Land ist das Angebot breit aufgestellt. Es umfasst eine Mehrzweck-Sporthalle, einen multifunktionalen Gymnastikraum, zwei Sandplätze und ein Fußballfeld mit Kunstrasen.

Hinzu kommen Außenspielflächen, die für verschiedene Sportarten genutzt werden. Im Gymnasium stehen unter anderem Handball, Volleyball und Basketball auf dem Programm; auf den Sandplätzen werden Beach Tennis und Footvolley gespielt.

Die Flächen bedienen damit unterschiedliche Altersgruppen und Spielweisen: vom angeleiteten Kurs bis zur freien sportlichen Nutzung. Für ein einzelnes Sportzentrum ist das eine bemerkenswerte Spannweite, für das SESC-Konzept aber zentral: Sport soll nicht auf eine Disziplin oder eine feste Nutzergruppe begrenzt sein

Sport auf mehreren Ebenen

Die Topografie ordnet die Angebote

Das Grundstück fällt ab. Der Entwurf nutzt den Höhenunterschied, um Sportflächen und Freiräume auf verschiedenen Ebenen anzuordnen. Fußballfeld und Außenspielfeld liegen auf dem oberen Plateau. Eine begrünte mittlere Ebene nimmt Spiel- und Aufenthaltsbereiche auf; weiter unten befinden sich die Freibäder und der Sonnendeckbereich.

Eine offene Passage führt durch das Gebäude und verbindet Eingänge, Hallen, Schwimmbad und Außenbereiche. Rampen, Treppen und Stege führen durch die Höhenlagen.

Die Wege erschließen also nicht nur die Sportflächen, sondern lassen sie auch miteinander in Beziehung treten. Wer sich durch den Komplex bewegt, erlebt seine verschiedenen Angebote als zusammenhängende Sportlandschaft.

Vom Wettbewerb zum Bau

Ein 2013 prämierter Entwurf wurde 2024 eröffnet

Der Entwurf von SIAA und Apiacás Arquitetos gewann 2013 den ersten Preis im Wettbewerb für das SESC Franca. Elf Jahre später, Ende November 2024, wurde das Zentrum eröffnet.

Die Sportangebote sind Teil eines größeren öffentlichen Programms. Zum Gebäude gehören außerdem ein Theater mit 370 Plätzen, eine Bibliothek, Ausstellungsräume, ein Kinderbereich, Räume für Technologie und Kunst sowie eine Zahnarztklinik. Für Pausen und Aufenthalt gibt es eine Comedoria, eine Cafeteria und das Café am Theater; eine Loja Sesc ergänzt das Angebot.

Die öffentlichen Nutzungen sind in einem großen Baukörper gebündelt; ein länglicher Gebäudeteil nimmt Verwaltung und Service auf. Dazwischen liegt der offene Hof. Gabionenwände dienen als Stützmauern und fassen unter anderem Parkplätze und technische Bereiche.

Was wir hier lernen

  • Drei Becken, Sporthalle, Gymnastikraum und Freiluftfelder ergeben im Zusammenspiel ein vielseitiges Sportzentrum. SESC Franca verbindet diese Angebote über kurze Wege und unterschiedliche Außenräume.

  • Die gestaffelte Anordnung reagiert auf das Gelände und schafft zugleich Plätze für Sportarten, die verschiedene Flächen und Atmosphären brauchen.

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Sporthallen BZT Frauenfeld

Doppeldecker aus Käferholz

Die Sporthallen BZT Frauenfeld

Ausstattung & Besonderheiten

  • Zwei gestapelte Sporthallen, kompakter Flächenbedarf, Holz-Beton-Verbunddecke, Käferholz aus dem Thurgauer Staatswald
  • Kombielastischer Sportboden, fest installierte Sportgeräte, ballwurfsichere Leuchten, Sonnenschutz, Garderobenbänke aus Eschenholz
Adresse

Sporthallen BZT Frauenfeld
Maiholzstrasse 15
CH-8500 Frauenfeld

Eröffnung

2024

Text

Johannes Bühlbecker
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Bei den Sporthallen BZT Frauenfeld liegen zwei Hallen übereinander. Das spart Platz im Oberwiesenquartier und schafft Raum für eine Holzkonstruktion, deren Material zum großen Teil aus dem Thurgauer Staatswald stammt.

Platz für mehr

Wer zwei Sporthallen braucht, muss sie nicht unbedingt nebeneinander bauen. Das Bildungszentrum für Technik benötigte zusätzliche Flächen für den Schulsport, wollte aber möglichst wenig von den Freiflächen im Oberwiesenquartier beanspruchen. kit architects entschieden sich deshalb für einen Doppeldecker: Eine Halle liegt unter dem Eingangsniveau, die zweite darüber. Der Grundriss bleibt kompakt, der angrenzende Allwetterplatz findet seinen Platz, und auf dem Grundstück besteht weiterhin die Möglichkeit, das Angebot eines Tages um eine dritte Halle zu ergänzen.

Die Sporthallen BZT Frauenfeld zeigt damit, dass Flächensparen auch ein architektonischer Ausgangspunkt sein kann. Der Baukörper staffelt sich in der Höhe; Fensterbänder und ein hell verkleideter Mittelteil gliedern seine Fassaden. Die Holzkonstruktion bleibt ablesbar und gibt dem Gebäude einen Maßstab, der zum Quartier passt. Dass im Inneren gleich zwei vollwertige Sporthallen stecken, sieht man dem Neubau von außen nicht sofort an.

Wege mit Aussicht

Das Foyer liegt zwischen den beiden Hallen und erschließt sie auf kurzen Wegen. Wer das Gebäude von Osten betritt, kann sich schnell orientieren. Von der Galerie fällt der Blick in die untere Halle; deren Fensterband verbindet den Sportraum mit dem Außenraum und bringt Tageslicht hinein. So wird das Ankommen zur Gelegenheit, erst einmal zu schauen, was unten gespielt wird. Zuschauen gehört schließlich auch zum Sport.

Die Geschosse folgen einer ähnlichen Ordnung. Garderoben und Nebenräume sind in das konstruktive Raster eingebunden, eine weitere Treppe ergänzt die Wege im Schulalltag. Diese Übersichtlichkeit ist bei einem Gebäude mit zwei übereinanderliegenden Hallen besonders wichtig: Klassen müssen ihre Halle finden, Wege sollen sich nicht unnötig kreuzen, und der Betrieb muss auch dann funktionieren, wenn beide Ebenen gleichzeitig genutzt werden.

Holz hält mit

In den Sporthallen BZT Frauenfeld ist Holz mehr als eine warme Oberfläche. Fichtenholz prägt die Konstruktion, die Bekleidungen und damit auch die Atmosphäre der Räume. Sichtbare Träger geben den Hallen einen klaren Rhythmus; die hellen Flächen und die umlaufenden Fenster sorgen dafür, dass sich die großen Sporträume offen und freundlich anfühlen. Die Architektur lässt das Material für sich sprechen, ohne dem Sportbetrieb die Bühne zu nehmen.

Konstruktiv ist das Stapeln eine anspruchsvolle Aufgabe. Große Spannweiten treffen auf die Bewegungen und Belastungen zweier Sporthallen, die gleichzeitig genutzt werden. Zwischen den Hallen wurde (nach Angaben der Projektbeteiligten) erstmals in der Schweiz bei einer solchen Bauaufgabe eine Holz-Beton-Verbunddecke eingesetzt. Sie ist leichter als eine konventionelle Stahlbetonlösung. Ihr Schwingungsverhalten wurde dynamisch untersucht, damit oben wie unten verlässlich Sport getrieben werden kann.

Auch an einen späteren Rückbau wurde gedacht. Primär- und Sekundärstruktur sind getrennt, viele Bauteile folgen einer wiederholbaren Ordnung. Das erleichtert es, Materialien künftig voneinander zu lösen und gegebenenfalls erneut zu verwenden. Für ein Gebäude, das auf lange Nutzung ausgelegt ist, bleibt das eine ferne Perspektive. Gut ist, dass sie schon bei der Planung berücksichtigt wurde.

Wald in der Halle

Der Kanton Thurgau ließ für den Neubau Holz aus dem eigenen Staatswald einsetzen, darunter sogenanntes Käferholz. Von insgesamt 603 Kubikmetern verbautem Holz stammen 565 Kubikmeter aus diesem Bestand. Das Material wurde regional verarbeitet, die Transportwege blieben kurz. Ein Holzvorrat, der andernorts leicht als Problem erscheinen könnte, erhielt hier eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Materialwahl passt zur Grundidee des Gebäudes. Die Sporthallen BZT Frauenfeld beansprucht wenig Boden und nutzt für ihre Konstruktion einen Rohstoff aus der Region. Beides war Teil der Planung und nicht erst eine nachträglich erzählte Nachhaltigkeitsgeschichte. Der Entwurf gewann 2017 den offenen Wettbewerb; 2024 wurden die Hallen fertiggestellt. Seitdem zeigt sich im Schulalltag, worauf es bei aller konstruktiven Besonderheit ankommt: Es gibt zwei gut nutzbare Hallen, und draußen ist noch Platz.

Was wir hier lernen

  • Zwei übereinander angeordnete Sporthallen können Freiflächen erhalten und Raum für spätere Entwicklungen lassen. Dafür müssen Erschließung, Schwingungen und Schallschutz von Beginn an zusammen gedacht werden.

  • Eine Holz-Beton-Verbunddecke kann die Anforderungen einer gestapelten Sporthalle erfüllen. Das dynamische Verhalten muss dabei für die tatsächliche Nutzung nachgewiesen werden.

  • Regionales Käferholz wird zur konkreten Projektressource, wenn Bauherrschaft, Planung und Verarbeitung seine Verwendung frühzeitig organisieren.

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Un Sombrero para la Pista

Architektur als Standard

Die Freilufthalle Alhama de Murcia

Ausstattung
  • Überdachter Multifunktions-Sportplatz (Freilufthalle)
  • Selbsttragende Stahlgewölbekonstruktion
  • Fertigbeton-Tragwerk
  • Barrierefreier Zugang
  • Integrierte Dachentwässerung
  • Sitzbereiche am Spielfeld
  • Erhalt der bestehenden Sportfläche
Adresse

Colegio Ginés Díaz - San Cristóbal
Calle Miguel Hernández
ES-30840 Alhama de Murcia, Murcia

Eröffnung

2022

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media
(Advertorial)

Manchmal beginnt Architektur (vor allem gute) mit einem erstaunlich einfachen Wunsch - zum Beispiel dem Wunsch nach ein bisschen mehr Schatten.

Im spanischen Alhama de Murcia entstand daraus eine Freilufthalle, die nicht nur den Schulsport angenehmer macht, sondern den gesamten Pausenhof verändert. „Un Sombrero para la Pista“ (Ein Hut für den Sportplatz) zeigt, wie aus einer funktionalen Aufgabe ein Ort mit eigener Identität werden kann.

Eigentlich ging es nur um Schatten (und die Vermeidung von UFOs)

Wer schon einmal einen Sommer in Südspanien erlebt hat, weiß, wie gnadenlos die Sonne selbst alltägliche Orte verändern kann. Was morgens noch ein angenehmer Schulhof ist, wird mittags schnell zur heißen Fläche, auf der Bewegung kaum noch Freude macht.

Genau deshalb wünschte sich die Grundschule CEIP Ginés Díaz-San Cristóbal in Alhama de Murcia eine Überdachung ihres Sportplatzes. Möglich wurde das Projekt durch ein kommunales Beteiligungsbudget. Dabei stellt die Stadt einen Teil ihres Haushalts für Vorschläge aus der Bürgerschaft zur Verfügung. Projekte werden eingereicht, diskutiert und schließlich ausgewählt – in diesem Fall mit Erfolg für die Schule.

Doch aus dem Wunsch nach Schatten wurde schnell weit mehr als die Planung eines Daches: die Freilufthalle Alhama de Murciat.

Die Architekten von HA_HA Arquitectura näherten sich der Aufgabe sehr sorgfältig. Die Überdachung sollte möglichst viel Schatten spenden, gleichzeitig aber den angrenzenden Klassenräumen genügend Tageslicht lassen. Und noch etwas wollten sie vermeiden.

Wie sie selbst schreiben, sollten die Kinder keinesfalls das Gefühl bekommen, auf ihrem geliebten Schulhof sei plötzlich ein UFO gelandet.

Entsprechend viele Ideen wanderten zunächst über den Zeichentisch. Eine Holzkonstruktion schied aus Kostengründen aus. Unterschiedlich geneigte Dachformen wurden ebenso untersucht wie Varianten mit Oberlichtern aus Polycarbonat. Erst der Hinweis eines befreundeten Ingenieurbüros brachte die entscheidende Idee: eine selbsttragende Stahlgewölbekonstruktion, die deutlich weniger Material benötigt als herkömmliche Tragwerke.

Alles erstaunlich selbstverständlich

Auf den ersten Blick wirkt die Konstruktion erstaunlich selbstverständlich. Acht Fertigbetonstützen tragen vier massive Spannbetonträger, darüber spannen sich drei flache Stahlgewölbe über die Sportfläche.

Gerade diese Einfachheit ist die Stärke der Freilufthalle Alhama de Murciat. Die Planer entschieden sich bewusst für einen hohen Vorfertigungsgrad. Das verkürzte die Bauzeit, reduzierte Materialverbrauch und Kosten und verringerte gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck der Baustelle. Auch die bestehende Sportfläche blieb als Untergrund erhalten und musste nicht vollständig zurückgebaut werden. Stattdessen wurde sie in die neue Gestaltung integriert.

Selbst die Entwässerung wurde Teil der Gestaltung. Das Dach neigt sich leicht zum Schulgebäude, sammelt Regenwasser in den Betonträgern und führt es über sichtbar geführte Fallrohre ab, die fast wie kleine Skulpturen wirken.

Mit dem neuen Dach veränderte sich nicht nur der Sportplatz. Neue Sitzmöglichkeiten entstanden entlang der Fundamente, eine breite Rampe verbessert die Erreichbarkeit und verbindet die unterschiedlichen Ebenen des Schulhofs. Aus einer einzelnen Baumaßnahme wurde ein neuer Aufenthaltsort.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Qualität des Projekts. Es geht nicht darum, möglichst spektakulär zu sein. Es geht darum, eine alltägliche Aufgabe so zu lösen, dass sie sich selbstverständlich anfühlt – und den Ort trotzdem nachhaltig verändert.

Und vielleicht zeigt „Un Sombrero para la Pista“ noch etwas anderes: Freilufthallen können heute ganz unterschiedlich aussehen. Manche entstehen als wirtschaftliche Systemlösungen, andere werden speziell für ihren Standort entwickelt. Dieses Projekt gehört eindeutig zur zweiten Kategorie – und beweist, dass auch mit einfachen Materialien und begrenztem Budget Architektur entstehen kann, die in Erinnerung bleibt.

Was hier hier lernen:

Nicht jede gute Sportanlage muss mit außergewöhnlichen Materialien oder spektakulären Formen überzeugen. Oft liegt die Qualität im sorgfältigen Umgang mit dem Ort. In Alhama de Murcia entstand aus einem vergleichsweise einfachen Bauprogramm ein neuer Mittelpunkt des Schulhofs.

Die Freilufthalle Alhama de Murciat zeigt, wie konsequente Planung, wirtschaftliche Konstruktion und architektonischer Anspruch zusammenfinden können – und dass manchmal schon ein „Hut“ genügt, um einen Ort grundlegend zu verändern.

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Pläne

Bilder der Baustelle

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Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg

​Ruhig mal aufs Dach steigen

Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg in Leipzig

Planer

wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH
Goetheallee 23
D-01309 Dresden

Besonderheiten
  • Größtes Schulneubauprojekt Leipzigs
  • Erste Gemeinschaftsschule Sachsens (Klassen 1–12)
  • Sechsfeld-Sporthalle als erster Bauabschnitt
  • Sport- und Freizeitanlagen auch außerhalb der Schulzeiten nutzbar
  • Hallendach als öffentlich zugängliche Sportlandschaft
Eröffnung

2025

Fotos

David Matthiessen, Stuttgart

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media
(Advertorial)

Sportflächen sind ein knappes Gut. Die Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg in Leipzig zeigt eine architektonische Lösung dieses Problems: Während im Inneren auf sechs Feldern trainiert wird und Wettkämpfe stattfinden, entstand auf dem Dach eine öffentliche Sportlandschaft mit Laufbahn, Bolzplatz, Basketballfeld und Calisthenics-Anlage. Ein Projekt, das Schule, Stadt und Freiraum intelligent miteinander verbindet.

Ein neuer Campus für Leipzig

Die Sechsfeld-Sporthalle ist Teil des Campus Dösner Weg, des derzeit größten Schulneubauprojekts der Stadt Leipzig. Hier entsteht erstmals in Sachsen eine Gemeinschaftsschule für die Klassen eins bis zwölf. Das pädagogische Konzept setzt auf sogenannte Lernhäuser, in denen Unterrichts-, Aufenthalts- und Differenzierungsbereiche zu funktionalen Clustern zusammengefasst werden.

Die Sporthalle wurde 2025 als erster Bauabschnitt fertiggestellt. Sie funktioniert unabhängig vom späteren Schulbetrieb und steht sowohl dem Schulsport als auch Vereinen und Freizeitsportlern zur Verfügung.

Eine Sechsfeld-Sporthalle gehört bereits zu den größten Hallentypen im Schulsport. Auf dem Campus Dösner Weg in Leipzig endet die Planung jedoch nicht mit dem Hallendach. Stattdessen entstand darüber eine zweite Ebene für Bewegung, Sport und Aufenthalt – frei zugänglich, barrierefrei erreichbar und in den Schulalltag ebenso integriert wie in das öffentliche Leben des neuen Stadtquartiers.

Damit wird die Sporthalle selbst zum Fundament einer zusätzlichen Sportlandschaft. Gerade in dicht bebauten Städten zeigt das Projekt, wie sich hochwertige Bewegungsräume schaffen lassen, ohne weitere Flächen zu versiegeln.

Zwei Hallen, eine Sportlandschaft

Im Inneren gliedert sich das Gebäude in zwei Dreifeldhallen. Eine der beiden Hallen verfügt über eine Zuschauertribüne und eignet sich damit auch für Wettkämpfe und Veranstaltungen. Sichtbeton, Holzoberflächen und eine zurückhaltende Farbgestaltung sorgen für eine helle und robuste Atmosphäre.

Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch darüber. Über eine großzügige Freitreppe und eine barrierefreie Rampenanlage gelangen Schülerinnen und Schüler, Vereinsmitglieder und Besucher auf das Dach. Dort entstand eine vollständig nutzbare Sport- und Freizeitanlage mit Bolzplatz, Basketballfeld, Calisthenics-Bereich, Aufenthaltsflächen sowie einer rund 220 Meter langen Laufbahn, die das Dach umläuft. Die Erschließung dient gleichzeitig als Tribüne für Veranstaltungen auf dem Schulhof. Die Pläne verdeutlichen, wie konsequent diese zweite Sportebene bereits in die Gesamtplanung integriert wurde.

Ausstattung Sechsfeld-Sporthalle

  • Zwei Dreifeldhallen
  • Zuschauertribüne für Wettkämpfe
  • Flexible Trennung in sechs Sportfelder
  • Separate Erschließung für Schul- und Vereinssport
  • Sichtbeton- und Holzoberflächen
  • Stützenfreie Hallenkonstruktion
  • Passivhausstandard

Die Dimensionen der Sechsfeld-Sporthalle beeindrucken bereits für sich. Zwei Dreifeldhallen, eine davon mit Zuschauertribüne, bieten Raum für Schul-, Vereins- und Wettkampfsport. Große Stahlbetonträger überspannen die Hallen stützenfrei und bleiben im Innenraum bewusst sichtbar. Zusammen mit Holzoberflächen, Sichtbeton und einer zurückhaltenden Farbgestaltung entsteht eine robuste, helle Architektur, die ihre Konstruktion nicht versteckt, sondern zum Gestaltungselement macht.

Auch städtebaulich nimmt sich das Gebäude überraschend zurück. Teile der Halle wurden in das Gelände eingebunden, wodurch ihre Höhe im Quartier reduziert wird. Erst beim Betreten erschließt sich die eigentliche Größe der Anlage – und die Idee, die über ihr liegt.

Sport findet auch oben statt

Über eine großzügige Freitreppe und eine barrierefreie Rampenanlage wird das Hallendach selbst zum Bewegungsraum. Statt einer ungenutzten Dachfläche entstand hier eine zweite Sportebene mit Laufbahn, Bolzplatz, Basketballfeld, Calisthenics-Anlage und Aufenthaltsbereichen zwischen Bäumen, Sträuchern und Stauden. Gleichzeitig übernimmt das Retentionsdach Aufgaben der Regenwasserrückhaltung und verbessert das Mikroklima des Campus.

Besonders spannend ist dabei die Konsequenz der Planung. Das Dach erfüllt nicht nur technische Funktionen, sondern wird selbstverständlich Teil des Sport- und Freiraumkonzepts. Innen und außen, Gebäude und Landschaft, Schule und Quartier wachsen zu einer Anlage zusammen, deren eigentliche Qualität sich erst auf den zweiten Blick erschließt.

Ausstattung Dach

  • rund 3.400 m² begehbare Dachfläche
  • Bolzplatz
  • Basketballfeld
  • Calisthenics-Anlage
  • rund 220 m Laufbahn
  • Aufenthaltsbereiche mit Bäumen und Begrünung
  • Barrierefreie Erschließung über Rampe und Freitreppe

Was hier hier lernen:

Die spannendste Sportfläche dieses Projekts liegt dort, wo man sie eher nicht vermuten würde: Das Dach ist hier weder Technikzentrale noch Restfläche, sondern ein selbstverständlicher Teil des Sportangebots. Vielleicht ist genau das die eigentliche Idee dieses Projekts: Nicht immer größer bauen – sondern vorhandene Flächen konsequenter nutzen. Dass daraus mehr wird als eine gute Idee, liegt am präzisen Zusammenspiel von Planung, Konstruktion, Materialwahl und handwerklicher Ausführung. Erst dann wird aus einem Hallendach eine dauerhaft belastbare Sportanlage.

Pläne

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Sportpark Ost Regensburg

Architektur sorgt für Bewegung

Der Sportpark Ost Regensburg

Landschaftsplaner

Lichtgrün Landschaftsarchitektur
Linzer Straße 13
D–93055 Regensburg

Bauherr & Betreiber

das Stadtwerk.Bäder und Arenen GmbH
Greflingerstraße 26
D–93055 Regensburg

Ausstattung
  • Schwimmhalle:
    630 m² Wasserfläche:
    25-m-Schwimmerbecken
    Lehrschwimmbecken
    Nichtschwimmerbecken mit Hubboden
    Sauna mit Tauchbecken
  • Leichtathletikhalle:
    Rundlaufbahn
    Sprintbahnen
    Weitsprunganlage
    Hochsprunganlage
    Stabhochsprunganlage
    Kugelstoßanlage
    Kraft- und Gymnastikbereich
    Zuschauertribüne
Eröffnung

2025

Fotos

David Matthiessen, Stuttgart
Lichtgrün
Behnisch Architekturbüro

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Der Sportpark Ost Regensburg ist kein Solitär, sondern der erste öffentliche Baustein eines neuen Quartiers. Seine Qualität entsteht dort, wo Architektur, Landschaft und Technik nicht nebeneinander geplant werden, sondern miteinander.

Der erste Baustein eines neuen Quartiers

Wenn ehemalige Militärflächen zu lebendigen Stadtquartieren werden, braucht es Orte, die Identität stiften. Im Regensburger Osten übernimmt diese Aufgabe der Sportpark Ost. Auf dem Gelände der früheren Prinz-Leopold-Kaserne entstand ein neues Zentrum für Schwimm- und Leichtathletiksport, das zugleich als öffentlicher Treffpunkt und räumlicher Anker des neuen Stadtteils fungiert. Bereits 2019 überzeugte der Entwurf von Behnisch Architekten im Wettbewerb und wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die Anlage 2025 fertiggestellt.

Statt einer monolithischen Großstruktur entschieden sich die Architekten bewusst für zwei eigenständige Baukörper: eine Leichtathletikhalle und ein Hallenbad. Beide besitzen ihren eigenen architektonischen Charakter und werden über ein transparentes, zweigeschossiges Foyer miteinander verbunden. Dieses dient weit mehr als nur der Erschließung, es ist Verteiler, Aufenthaltsbereich und sozialer Mittelpunkt der gesamten Anlage. Gastronomie und Terrassen öffnen sich zum Vorplatz und schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum.

Zwei Hallen, zwei Atmosphären

Die unterschiedlichen Nutzungen spiegeln sich konsequent in Materialität und Raumwirkung wider.

Die Leichtathletikhalle präsentiert sich als großzügiger, stützenfreier Trainingsraum. Spannweiten von bis zu 65 Metern ermöglichen maximale Flexibilität für den Trainingsbetrieb. Großformatige Oberlichter sorgen für gleichmäßiges Tageslicht, während der gelbe Sportboden das natürliche Licht reflektiert und eine helle, warme Atmosphäre erzeugt. Dunklere Wandflächen reduzieren gleichzeitig die wahrgenommene Raumhöhe, während die weiß gehaltene Dachkonstruktion die Leichtigkeit des Tragwerks betont.

Ganz anders die Schwimmhalle. Hier bestimmen großzügige Fensterflächen und der Blick ins Grün den Raumeindruck. Sichtbare Holzbinder, helle Grüntöne rund um die Becken sowie wellenförmig angeordnete Akustikelemente schaffen eine ruhige, fast landschaftliche Atmosphäre. Die Farb- und Materialgestaltung nimmt bewusst Bezug zum Außenraum und verbindet Gebäude und Landschaft zu einer gestalterischen Einheit.

Auf rund 630 m² Wasserfläche bietet das Hallenbad ein 25-Meter-Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken mit Hubboden, ein Lehrschwimmbecken sowie eine Sportlersauna mit Tauchbecken. Alle Becken wurden in Edelstahl ausgeführt – eine Entscheidung zugunsten von Langlebigkeit, Hygiene und dauerhaft geringem Wartungsaufwand.

Landschaft als Architektur

Die Freianlagen von Lichtgrün Landschaftsarchitektur sind weit mehr als Erschließungsflächen. Sie bilden den eigentlichen Auftakt des Sportparks und verknüpfen das Gebäude mit seinem zukünftigen Quartier.

Ein großzügiger, verkehrsfreier Vorplatz organisiert die Ankunft der Besucherinnen und Besucher. Barrierefreie Wege, Fahrradstellplätze und ein taktiles Leitsystem sorgen für eine selbstverständliche Nutzung durch unterschiedlichste Zielgruppen. Gleichzeitig strukturieren erhöhte "Grüne Inseln" den Platz. Sie lenken Besucherströme, schaffen schattige Aufenthaltsbereiche und integrieren Sitzmöglichkeiten in die Bepflanzung.

Besonderes Augenmerk lag auf der ökologischen Qualität der Außenräume. Heimische Bäume, Stauden, Gräser und Blühpflanzen schaffen gemeinsam mit Steinhügeln für Eidechsen und Nisthölzern für Insekten wertvolle Lebensräume. Eine Parcoursfläche erweitert das Angebot zusätzlich um ein frei nutzbares Bewegungsangebot für das Quartier. Damit wird der Sportpark nicht nur Sportstätte, sondern öffentlicher Freiraum.

Schwammstadt und mehr

Der Sportpark Ost verfolgt Nachhaltigkeit nicht über einzelne Maßnahmen, sondern als durchgängige Planungsstrategie.

Zum Einsatz kommen Holztragwerke, vorgefertigte Holzfassaden sowie Recyclingbeton aus dem Rückbau der gegenüber liegenden Kasernengebäude. Dadurch konnten regionale Stoffkreisläufe geschlossen und gleichzeitig langlebige, sortenrein trennbare Konstruktionen geschaffen werden. Flexible Grundrisse ermöglichen zudem zukünftige Anpassungen der Nutzung.

Auch energetisch setzt das Projekt Maßstäbe. Rund 45 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs werden über Solarthermie erzeugt. Die großflächigen Solarkollektoren überspannen gleichzeitig die Parkplatzanlagen und übernehmen dort zusätzlich eine Verschattungsfunktion. Ergänzt wird das System durch einen Hackschnitzelkessel, einen 500 m³ großen Wärmespeicher sowie Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen. Hocheffiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, eine hochgedämmte Gebäudehülle und energieoptimierte Gebäudetechnik reduzieren den laufenden Energiebedarf zusätzlich.

Auch das Regenwassermanagement wurde von Beginn an als integraler Bestandteil des Entwurfs verstanden.

Sämtliche Niederschläge versickern auf dem eigenen Grundstück. Dachflächen und Freianlagen entwässern in zwei Zisternen, Versickerungsmulden und groß dimensionierte Rigolensysteme. Das gespeicherte Regenwasser dient der automatischen Bewässerung der Grünflächen und Fassadenbegrünung, Überschüsse werden kontrolliert versickert. Versickerungsfähige Beläge auf Stellplätzen und Platzflächen entlasten zusätzlich das Kanalnetz.

Rund 30 Prozent der Fassadenflächen werden begrünt. Zusammen mit den klimaresilienten Pflanzungen entsteht ein Freiraumsystem, das Biodiversität, Mikroklima und Aufenthaltsqualität gleichermaßen verbessert.

Was hier hier lernen:

Der Sportpark Ost Regensburg zeigt, dass gute Sportstätten nicht allein durch gute Architektur entstehen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Planungsdisziplinen und der ausführenden Firmen. Architektur, Landschaftsarchitektur und technische Fachplanung wurden hier von Beginn an gemeinsam entwickelt und greifen  ineinander. Dadurch wirken Freianlagen, Gebäude und Technik nicht wie einzelne Bausteine, sondern wie ein zusammenhängendes Gesamtkonzept.

Ebenso deutlich wird, welchen Unterschied engagierte Planer machen können. Behnisch Architekten und die beteiligten Fachplaner haben ihre jeweiligen Kompetenzen nicht nebeneinander gestellt, sondern miteinander verknüpft. Das Ergebnis ist ein Sportpark, der weit über seine eigentliche Funktion hinausgeht und sowohl dem Sport als auch der Stadtentwicklung einen langfristigen Mehrwert bietet.

Videos

Pläne

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Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec & Joséphine Baker

Everybody dance now

Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec und Joséphine Baker

Zwischen Sporthalle, Kulturzentrum, Stadion, Tennisplätzen und BMX-Bahn entstand in der bretonischen Gemeinde La Bouëxière ein Gebäude, das mehr sein will als eine neue Wettkampfstätte: Das Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec und Joséphine Baker verbindet bestehende Einrichtungen zu einem neuen öffentlichen Mittelpunkt – und nutzt Architektur als Instrument der Stadtentwicklung. Das Ergebnis ist ein markanter Bau mit textilem Dach, öffentlicher Promenade und einer überraschenden räumlichen Dramaturgie.

Entwurf:
Onze04 Architectes

 

Das fehlende Puzzleteil

Die Gemeinde La Bouëxière suchte nach einer Halle, die regionale Sportveranstaltungen aufnehmen kann und zugleich neue Räume für Kultur und Begegnung bietet. Der Standort am Rand des Ortskerns liegt unmittelbar neben dem bestehenden Pierre-de-Coubertin-Sportkomplex und dem Kulturzentrum André-Blot. Weitere Freizeiteinrichtungen befanden sich zwar in unmittelbarer Nähe, waren jedoch räumlich voneinander getrennt.

Für das Planungsteam von Onze04 Architectes war dies vor allem auch eine städtebauliche Chance. Anstatt lediglich eine neue Halle zu errichten, entwickelten die Architekten ein Konzept, das die vorhandenen Einrichtungen miteinander vernetzt und den gesamten Bereich zu einem zusammenhängenden Sport- und Kulturcampus weiterentwickelt.

Die Promenade durchs Gebäude

Ausgangspunkt des Entwurfs ist ein geplanter Fußweg, der ein benachbartes Wohngebiet mit dem Kulturzentrum verbinden sollte. Die Architekten verschoben dessen Verlauf und machten ihn zu einer Promenade und zur zentralen Entwurfsidee.

Diese neue Promenade durchquert das Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec & Joséphine Baker und teilt es in zwei eigenständige Baukörper. Nördlich liegt die große Mehrzweckhalle, südlich befinden sich Squash- und Tanzräume. Der Weg verläuft auf zwei Ebenen durch das Ensemble und schafft ungewöhnliche Blickbeziehungen.

Auf der oberen Ebene führt ein öffentlicher Umgang direkt zu den oberen Tribünenrängen der Sporthalle. Dort entsteht ein Belvedere, das Besuchern bereits vor dem Betreten der Halle Einblicke in das sportliche Geschehen ermöglicht. Auf der unteren Ebene gelangen Besucher unmittelbar in das Foyer und die gemeinschaftlich genutzten Bereiche des Zentrums. Das Gebäude wird damit nicht nur Zielpunkt, sondern Teil des öffentlichen Raums.

Zwei Baukörper, zwei Klimastrategien

Die unterschiedlichen Nutzungen verlangten nach unterschiedlichen räumlichen und energetischen Lösungen. Die Architekten reagierten darauf mit zwei konstruktiv klar unterscheidbaren Gebäudeteilen.

Der kompakte südliche Baukörper beherbergt die beheizten Bereiche mit Tanzsaal, Squashraum und Nebenfunktionen. Die große Mehrzweckhalle hingegen wird von einer textilen Membran überspannt. Vier nach innen gezogene Hochpunkte prägen die charakteristische Dachlandschaft und verleihen dem Bau seine unverwechselbare Silhouette.

Die Geometrie des Membrandachs unterstützt zugleich das Raumklima. Durch die besondere Form wird die Halle in den Sommermonaten natürlich gekühlt. So verbindet die Konstruktion architektonische Identität mit funktionalen und energetischen Vorteilen.

Eine Laterne für die Gemeinschaft

Besonders eindrucksvoll wirkt das Gebäude nach Einbruch der Dunkelheit. Dann verwandelt sich die weiße Membranhülle in eine große leuchtende Laterne. Das Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec & Joséphine Baker wird zum weithin sichtbaren Orientierungspunkt und unterstreicht seinen Charakter als öffentlicher Treffpunkt.

Dieser symbolische Aspekt ist kein Nebeneffekt, sondern Teil des Entwurfsgedankens. Das Zentrum soll Sport, Kultur und Gemeinschaft sichtbar machen – und einen Ort schaffen, der über seine eigentliche Nutzung hinaus Identität für die Gemeinde stiftet.

Sport, Kultur und große Namen

Benannt wurde das Ensemble nach zwei außergewöhnlichen Persönlichkeiten: der französischen Sprintlegende Marie-José Pérec und der Tänzerin, Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Joséphine Baker.

Die Namensgebung spiegelt die doppelte Funktion des Gebäudes wider. Sport und Kultur erhalten hier nicht nur gleichberechtigt Platz, sondern werden räumlich und symbolisch miteinander verbunden.

Ein überaus zukunftsfähiges Projekt.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Planer

Onze04 Architectes
8 bis, rue de Mayence
44000 Nantes
Frankreich

Bauherr

Ville de La Bouëxière

Eröffnung
2025
Adresse

Sport- und Kulturzentrum Marie-José Pérec & Joséphine Baker
10 Rue Jean Langlais
35340 La Bouëxière
Frankreich

Fotos

Juan Cardona

Text

Johannes Bühlbecker
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EVE Music Hall

Kultur goes Acker

EVE Music Hall

Eine Musikhalle für 4.000 Besucher mitten in der kroatischen Agrarlandschaft? Mit der EVE Music Hall wagt BIG ein ungewöhnliches Experiment. Der skulpturale Neubau soll Kultur, Kongresse und Festivals in eine Region bringen, die bisher kaum als kultureller Hotspot bekannt ist.

Entwurf: BIG 

Zwischen Feldern und Fabriken

Wer die spektakulären Entwürfe von BIG kennt, erwartet sie eher in Metropolen als in der Provinz. Doch die neue EVE Music Hall entsteht weder in Kopenhagen noch in London oder Dubai, sondern in Čepin – einer Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern im landwirtschaftlich geprägten Osten Kroatiens.

Gerade dieser Kontrast macht das Projekt so bemerkenswert.

Mit der EVE Music Hall soll in der Region Slavonien ein neuer kultureller Anziehungspunkt entstehen. Der rund 10.000 Quadratmeter große Komplex umfasst eine Musikhalle, einen Kongressbereich, Ausstellungsflächen, Gastronomie und Veranstaltungsflächen auf dem Dach. Knapp 4.000 Besucher finden im Gebäude Platz, bei Freiluftveranstaltungen sollen es sogar bis zu 25.000 Menschen sein. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.

Kultur als Motor

Hinter dem Projekt steht der kroatische Unternehmer Marko Pipunić, Eigentümer der Agrargruppe Žito. Dass ausgerechnet in einer Region, die vor allem für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion bekannt ist, ein Kulturzentrum dieser Größenordnung entsteht, ist alles andere als selbstverständlich. Während vergleichbare Projekte meist in Großstädten und mit öffentlicher Förderung realisiert werden, setzt die EVE Music Hall auf private Initiative und den Anspruch, Kultur als Motor regionaler Entwicklung zu nutzen.

Form follows Kontext

Auch architektonisch greift BIG diesen ungewöhnlichen Kontext auf. Statt eines einzelnen Gebäudes entwarfen die Architekten zwei eigenständige Baukörper, die aus der flachen Landschaft aufzusteigen scheinen. Die Fassaden sind mit regionalem Kalkstein verkleidet und fallen in weichen Kurven bis zum Boden herab. Die Form erinnert an einen geöffneten Bühnenvorhang und verweist auf die Veranstaltungen im Inneren.

Doch die Architektur erzählt noch eine zweite Geschichte. Die geschwungenen Hüllen stehen im Kontrast zu den geraden Linien der umliegenden Felder und Wirtschaftsflächen. BIG beschreibt die Halle als „musikalischen Ausbruch am Horizont der slavonischen Felder“ – als bewusstes Zeichen dafür, dass hier etwas Unerwartetes entsteht.

Zwischen den beiden Volumen liegt das zentrale Foyer. Geschwungene Holzkonstruktionen überspannen den Raum wie ein Zelt aus Massivholz, während spiegelnde Oberflächen Licht und Landschaft reflektieren. Die Besucher bewegen sich dabei zwischen zwei Welten: draußen die Weite der Agrarlandschaft, drinnen die Atmosphäre eines Kulturhauses.

Vielseitigkeit gibt den Ton an

Die größere der beiden Hallen dient als Veranstaltungsort für Konzerte und Musikproduktionen, während die kleinere Halle Kongresse, Präsentationen und Ausstellungen aufnimmt. Beide Bereiche können unabhängig voneinander betrieben werden. Ergänzt werden sie durch Außenflächen für Festivals und Open-Air-Veranstaltungen.

Auch in der Kultur kommt es also, wie bei den Bauten für den Sport, auf die Multifunktionalität an.

Wahrzeichen und Ambition

Ob die Vision aufgeht, wird sich nach der Eröffnung zeigen. Schon heute steht die EVE Music Hall jedoch für eine ungewöhnliche Idee: Statt Kultur dorthin zu bringen, wo sie ohnehin erwartet wird, entsteht hier ein kultureller Anziehungspunkt mitten auf dem Land.

Die spektakuläre Architektur von BIG dient dabei nicht nur als Wahrzeichen, sondern als sichtbarer Ausdruck dieser Ambition.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Planer

BIG (Bjarke Ingels Group)

Bjarke Ingels, João Albuquerque, Igor Russo, Stefani Fachini De Araujo Team: Agata Anna Budzik, Camila Antonella Mina, Carlos González Acedo, Carlo Basile, Deniz İpek Karataş, Dominika Kłopotek, Elias Lont, Eleni Kanellopoulou, Emma Lomas, German Otto Bodenbender, Giuseppe Laudante, Javier Moran, Jeroni Mach, Julia Salman, Juan Carpio, Kamil Murgrabia, Laurens Boeve, Leticia Evelyn Soares Porto, Lorena Trinidad, Lorenzo Farchione, Luca Rondanini, Marco Dell'Agli Valletti, Maria Francisca Parreira, Maria Sivakov, Michele Archetti, Nir Leshem, Noemi Mastalli, Ole Elkjær-Larsen, Olivia Sarrà Gómez, Rodrigo Iglesias Murrieta, Tejaswini Challa

Bauherr

Žito Group; Marko Pipunić

Eröffnung
2027
Renderings

BIG (Bjarke Ingels Group)

Text

Johannes Bühlbecker
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Turnhalle Königsdorf

Das Sportstadel am Hang

Die Turnhalle Königsdorf

Ein Sportstadel am Hang: Die neue Turnhalle Königsdorf wurde nicht einfach auf das Gelände gesetzt, sondern in die Landschaft hineingeschrieben. Zwischen Voralpenkulisse, Holzfassade und eingeschnittener Topografie entstand ein Gebäude, das Sport, Betreuung und Dorfarchitektur miteinander verbindet.

Entwurf:
Hrycyk Architekten

 

Gegen den Standard

Am Ortsrand von Königsdorf, im Übergang zur oberbayerischen Voralpenlandschaft, ist ein Gebäude entstanden, das sich bewusst gegen die Logik vieler standardisierter Sporthallen stellt. Keine isolierte Großform, kein technischer Solitär, sondern ein Bauwerk, das auf Landschaft, Maßstab und lokale Bautraditionen reagiert.

Die neue Turnhalle der Grund- und Mittelschule Königsdorf wurde gemeinsam mit Räumen für die schulische Mittagsbetreuung auf einem ausgesprochen engen Grundstück realisiert.

Verantwortlich für den Entwurf zeichnen Hrycyk Architekten.

Für die Mittagsbetreuung

Die zentrale Idee entstand aus der Topografie: Das abfallende Gelände wurde nicht nivelliert, sondern genutzt. Umkleiden, Technik- und Nebenräume sowie Teile der Hallenebene liegen in den Hang eingeschoben und erscheinen nach außen weit weniger massiv, als es ihr tatsächliches Raumprogramm vermuten lässt. Die Architektur arbeitet mit dem Gelände.

Die Anlage besteht aus zwei Baukörpern: der Sporthalle und dem Gebäude der Mittagsbetreuung. Beide reagieren auf die kleinteilige Umgebung mit Einfamilienhäusern und nehmen deren Maßstab auf. Verbunden werden sie über eine gemeinsame Sockelzone und eine räumliche Fuge, die zugleich Erschließung und Übergangsraum ist.

Für die Vielseitigkeit

Wer sich der Anlage von der Schule nähert, erreicht auf oberer Ebene direkt die Mittagsbetreuung. Der Zugang zur Halle erfolgt dagegen tiefer liegend von der Mooseuracher Straße aus. Diese Verschiebung erzeugt unterschiedliche Wegebeziehungen und macht aus dem Gebäude beinahe eine kleine räumliche Landschaft.

Auch funktional geht die Halle über das klassische Sportprogramm hinaus. Neben der eigentlichen Spielfläche verfügt sie über eine Tribüne und einen zusätzlichen Konditionsraum. Durch eine Teilung mittels Trennvorhang können bis zu drei Gruppen parallel Sport treiben – ein wichtiger Faktor für den Schul- und Vereinssport im Ort.

Für Tradition und Moderne

Besonders interessant ist jedoch die gestalterische Übersetzung regionaler Bautraditionen. Die Architekten orientierten sich an typischen oberbayerischen Hofanlagen, namentlich dem Zusammenspiel von verputztem Wohngebäude und hölzernem Stadel. Die Turnhalle Königsdorf erscheint daher nicht als Sportmaschine, sondern eher als gelungene zeitgenössische Interpretation eines ländlichen Wirtschaftsgebäudes.

Die offene Fassade aus Lärchenholz erzeugt mit einfachen Schrägschnitten eine subtile Ornamentik an den Stirnseiten. Vor dem Gebäude der Mittagsbetreuung greifen feststehende Holzlamellen traditionelle Fensterläden auf und übersetzen sie in eine moderne Architektursprache. Das Hallendach reagiert mit unterschiedlichen Überständen auf Hanglage, Gebäudehöhe und innere Funktionen. Eine farblich akzentuierte Stahltreppe setzt dabei einen bewusst zeitgenössischen Kontrapunkt.

Für Zurückhaltung

Die neue Turnhalle der Grund- und Mittelschule Königsdorf nutzt die Hanglage als Entwurfsmotor: eingegrabene Nebenräume, ein an traditionelle Hofstellen angelehntes Erscheinungsbild und eine enge Verknüpfung von Schulsport, Vereinssport und Mittagsbetreuung schaffen einen ungewöhnlichen Ort für Bildung, Beisammensein und Sport.

Mit wohltuender Zurückhaltung.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Planer

Hrycyk Architekten BDA
Sommerstraße 9
D-81543 München

Bauherr

Gemeinde Königsdorf

Eröffnung
2025
Adresse
Grund- & Mittelschule Königsdorf
Mooseuracher Straße 15 & 17
D-82549 Königsdorf
Fotos

Sebastian Schels

Text

Johannes Bühlbecker
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Sporthalle Schönberg

Bewegung und Begegnung

Die Sporthalle Schönberg

Drei Jahre Bauzeit, 18 Millionen Euro Investition und ein Anspruch, der weit über klassischen Schulsport hinausgeht: Mit der neuen Sporthalle Schönberg ist auf dem Campus der Gemeinschaftsschule Probstei ein Sportzentrum entstanden, das Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit verbindet.

Die Holzhybridkonstruktion, das markante Lichtkonzept und die außergewöhnliche Ausstattung – inklusive fest installierter Turngeräte – machen den Neubau zu einem Projekt mit Signalwirkung.

Entwurf:
Schnittger Architekten + Partner

 

Ein neues Zentrum für Bewegung und Begegnung

Die neue Sporthalle auf dem Campus der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg ersetzt eine aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sanierungsfähige Bestandsanlage und schafft weit mehr als neue Flächen für den Sportunterricht. Entstanden ist ein multifunktionales Sportzentrum, das Schule, Vereine und Öffentlichkeit miteinander verbindet und Sport als sozialen Treffpunkt versteht.

Die Dimensionen verdeutlichen den Anspruch: Rund 18 Millionen Euro investierte die Gemeinde in den Neubau, dessen Fertigstellung nach rund drei Jahren Bauzeit gefeiert wurde. Für die etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler bedeutet das vor allem eines: Sport findet wieder drinnen statt – unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Nach dem Verlust der alten Halle war der Sportunterricht zeitweise ins Freie verlagert worden, auch im Winter.

Flexible Räume für Sport und Veranstaltungen

Kern der neuen Sporthalle Schönberg ist eine großzügige Dreifeldhalle, die sich mithilfe mobiler Trennwände flexibel in kleinere Nutzungseinheiten gliedern lässt. Ergänzt wird sie durch eine separate Turnhalle mit fest installierten Geräten – eine Besonderheit, die den Aufwand für Auf- und Abbau im Schulalltag deutlich reduziert und gleichzeitig neue Trainingsmöglichkeiten schafft.

Hinzu kommen ein Fitnessraum sowie eine zweiseitige Tribünenanlage mit Platz für rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit kann die Halle nicht nur Unterricht und Vereinssport aufnehmen, sondern auch Wettbewerbe, Sportfeste oder schulische Veranstaltungen.

Gerade diese Mehrfachnutzung prägt das Betriebskonzept: Während tagsüber der Schulsport im Mittelpunkt steht, übernehmen am Nachmittag und Abend Vereine die Flächen. Perspektivisch sollen hier sogar überregionale Wettkämpfe stattfinden.

Architektur zwischen Präzision und Wärme

Architektonisch tritt der Neubau bewusst als eigenständiger Solitär auf. Er fügt sich in den Campus ein, ohne sich gestalterisch den Bestandsbauten unterzuordnen.

Der Eingangsbereich präsentiert sich als reduzierter Sichtbetonkörper: robust, klar und zurückhaltend. Die Hallenbereiche dagegen werden von einer schräg geführten, perforierten Trapezblechfassade umschlossen. Das erzeugt eine ungewöhnliche Dynamik und lässt den großen Baukörper leichter wirken.

Besonders prägend ist das umlaufende Fensterband aus transluzentem Profilglas. Es beginnt im Eingangsbereich, begleitet Besucherinnen und Besucher über Treppenräume und Tribünen bis zum Fitnessraum und zieht sich als verbindendes Element um das gesamte Gebäude. Durch die Überlagerung mit der perforierten Fassade entstehen wechselnde Licht- und Schatteneffekte, die sowohl im Innen- als auch im Außenraum eine eigene Atmosphäre schaffen.

Im Inneren setzt sich diese Materialstrategie fort. Sichtbare Holztragwerke, Holzlamellenwände, Sitzbänke aus Holz und Sichtbetonflächen erzeugen eine warme, natürliche Raumsprache. Die Materialwahl erfüllt dabei nicht nur gestalterische Aufgaben, sie verbessert auch Akustik und Orientierung.

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil

Bei Planung und Bau der Sporthalle Schönberg wurde Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Maßnahme verstanden, sondern als planerische Grundlage.

Die Sporthalle entstand in modularer Bauweise mit einem hohen Anteil vorgefertigter Elemente. So konnten Bauzeit, Materialverluste und Abfälle reduziert werden. Zugleich erhöht die Vorfertigung die Präzision und Qualität der Ausführung.

Die gewählte Holzhybridbauweise verbindet die Tragfähigkeit von Stahlbeton mit den ökologischen Vorteilen des Baustoffs Holz. Viele der verwendeten Materialien sind trennbar und weitgehend kreislauffähig – ein wichtiger Faktor für eine spätere Wiederverwendung oder das Recycling.

Auch energetisch verfolgt das Gebäude einen klaren Kurs: Luftwärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie decken große Teile des Energiebedarfs regenerativ ab. Ergänzt wird dies durch natürliche Belichtung und Belüftung, die den Bedarf an künstlichem Licht und technischer Lüftung reduzieren. Der Neubau erfüllt den KfW-55-Standard und unterschreitet damit den Energieverbrauch konventioneller Gebäude deutlich.

Mehr als eine Sporthalle

Sporthallen werden zunehmend als Infrastruktur verstanden, die über ihre eigentliche Nutzung hinaus gesellschaftliche Funktionen übernimmt. Auch in Schönberg wurde dieser Gedanke mitgeplant. Die Sporthalle Schönberg ist vollständig barrierefrei ausgeführt und generationenübergreifend nutzbar. Gleichzeitig kann sie im Bedarfsfall als Mehrzweck- oder Notfallzentrum dienen – etwa bei öffentlichen Veranstaltungen oder im Katastrophenschutz.

Als multifunktionales Sportzentrum vereint dieses Projekt Dreifeldhalle, Turnhalle, Fitnessbereich und Tribünen in einer markanten Architektur. Natürliche Materialien, nachhaltige Gebäudetechnik und flexible Nutzungskonzepte schaffen einen Ort für Schule, Vereine und die gesamte Gemeinde.

So ist in Schönberg ein Gebäude entstanden, das weit über die klassische Idee einer Schulsporthalle hinausgeht: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft – mit architektonischer Eigenständigkeit und langfristiger Perspektive.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Planer

Schnittger Architekten + Partner
Im Wissenschaftspark Kiel

Westring 453–455
D-24118 Kiel

Bauherr

Schulverband Probstei

Eröffnung
2024
Adresse

Sporthalle Schönberg
Friedhofsweg 6
D-24217 Schönberg (Holstein)

Fotos

Marco Knopp, Kiel

Text

Johannes Bühlbecker
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SPOT

Freudvolle Porosität

SPOT in Thionville

Ein Sportzentrum wie ein Versprechen: In Thionville verschmilzt der „SPOT“ Vergangenheit und Gegenwart zu einer spektakulären Bühne für Bewegung, Begegnung und große Events – mit schwebender Architektur, fließenden Räumen und einer Kletterwand als Landmarke.

Entwurf:

Dominique Coulon & Associés

Respekt

Mit dem Projekt „SPOT – Site Polyvalent Omnisport de Thionville“ wurde im Nordosten Frankreichs ein in die Jahre gekommenes Ensemble aus den 1960er-Jahren – bestehend aus Theater und kommunaler Sporthalle – grundlegend neu belebt. Der Entwurf von Dominique Coulon & associés transformiert die Anlage in ein zeitgemäßes Sport- und Kulturzentrum, das sowohl internationalen Wettkämpfen als auch vielfältigen Veranstaltungen gerecht wird, ohne dabei den Bezug zur historischen Substanz zu verlieren.

Leitmotiv des Projekts ist der respektvolle Umgang mit dem Bestand. Die prägende Natursteinmauer bleibt als identitätsstiftendes und zwischen den Zeiten vermittelndes Element erhalten. Auch das ursprüngliche Eingangsportal wurde bewahrt und fungiert weiterhin als Orientierungspunkt im Stadtraum. Die neue Fassadengestaltung greift die Architektursprache des benachbarten Theaters auf: Vertikale Öffnungen wechseln sich mit geschlossenen Flächen ab und erzeugen den Eindruck eines gewachsenen, zusammenhängenden Ensembles.

Mehrzweckhalle

Ein markantes Element von SPOT ist die rötlich schimmernde Mehrzweckhalle, die über dem steinernen Sockel auskragt. Ihre rund 46 Meter lange Glasfassade verleiht dem Baukörper eine überraschende Leichtigkeit und lässt ihn nahezu schwebend erscheinen.

Die Einbindung in den Stadtraum erfolgt über gezielt gesetzte Öffnungen und Blickbeziehungen. An der Kreuzung zweier Hauptachsen präsentiert sich ein großzügig verglaster Tanzsaal und macht die Aktivitäten im Inneren sichtbar. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde das Gebäude zurückversetzt, um einen bestehenden Libanon-Zedernbaum zu erhalten, der den Raum für Rhythmische Sportgymnastik mit seiner 12 Meter hohen Decke verschattet.

Übergänge

Im Inneren sorgt eine klare, offene Organisation für fließende Übergänge zwischen den Nutzungen. Die Architekten sprechen von „freudvoller Porosität“: Sichtbeziehungen, mehrere Zugänge und eine intuitive Wegeführung verbinden die verschiedenen Bereiche miteinander. Ein zweigeschossiges Foyer bildet das räumliche Zentrum und verknüpft die Ebenen visuell wie funktional. Von hier aus erschließt eine skulpturale Betontreppe die Mehrzweckhalle und die Tribünen, während im Erdgeschoss die Sporthalle und ergänzende Räume liegen.

Die Innenräume im SPOT sind bewusst großzügig und lichtdurchflutet gestaltet. Tragende Strukturen treten optisch in den Hintergrund, sodass zusammenhängende Raumwirkungen entstehen. Farblich gegliederte Zonen in Blau-, Ocker- und Weißtönen unterstützen die Orientierung und verleihen dem Gebäude eine lebendige Atmosphäre.

Kletterwand

Ein zentrales architektonisches Highlight ist die 42 Meter breite und 15 Meter hohe Kletterwand, die als eigenständiges Raumelement in die Sporthalle integriert ist. Ihre plastische Form erinnert an eine natürliche Felsstruktur. Eine dreieckige Öffnung lässt Tageslicht tief in den Raum eindringen. Gegenüber erhebt sich eine Tribüne mit 750 Plätzen, die bis in die darüberliegende Mehrzweckhalle reicht.

Vielseitigkeit

Die beiden Hauptvolumen – Sporthalle und Mehrzweckhalle – sind als miteinander verzahnte Einheiten konzipiert. Sie können unabhängig voneinander genutzt oder zu einer zusammenhängenden Fläche von rund 2.800 m² verbunden werden. Diese Flexibilität ermöglicht unterschiedlichste Szenarien – von Sportveranstaltungen bis hin zu kulturellen Großevents.

Mit dem SPOT ist eine dynamische, vielseitig nutzbare Infrastruktur entstanden, die historische Identität und zeitgenössische Architektur in Einklang bringt. Das Projekt zeigt, wie durch präzise Eingriffe und räumliche Offenheit ein Ort geschaffen werden kann, der den sozialen und kulturellen Anforderungen einer modernen Stadt gerecht wird.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Architekt

Dominique Coulon & Associés

Bauherr

Stadt Thionville

Eröffnung
2024
Adresse

SPOT
Salle Jean Burger
Rue Général Walton Walker
F - 57100 Thionville

Fotos

Eugeni Pons

Text

Johannes Bühlbecker
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Gammel Hellerup

Think BIG

Gammel Hellerup High School

Manchmal entstehen die wegweisendsten Sportstätten nicht durch Größe oder spektakuläre Technik, sondern durch eine radikale Neuinterpretation des Ortes. Die Erweiterung der Gammel Hellerup High School nördlich von Kopenhagen ist genau ein solches Projekt: eine Sporthalle, die verschwindet und damit zum Mittelpunkt wird.

Entwurf:

BIG

Just another part of me

Ausgangspunkt war ein Defizit: Die alte, neben dem Campus stehende Sporthalle war funktional und baulich überholt. Es fehlte ein zentraler, multifunktionaler Raum, sowohl für den Sportunterricht als auch für Abschlussfeiern oder gemeinschaftliche Veranstaltungen. Die Antwort darauf formulierte BIG mit einem ebenso einfachen wie genialen Konzept: Die neue Halle wird nicht neben die Schule gestellt – sie wird ein Teil von ihr.

Die neue, rund 1.100 m² große Mehrzweckhalle der Gammel Hellerup High School wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Dieser Schritt ist der Schlüssel zum legendären Charakter des Projekts. Denn damit widerspricht die Sporthalle nicht nur visuell unserem klassischen Verständnis von einem Baukörper, sie erzeugt gleichzeitig eine völlig neue Nutzungsebene auf ihrem Dach.

Form follows formula

Das Dach der Halle ist kein Dach im klassischen Sinn, sondern ein topografisch modellierter Schulhof. Seine sanft geschwungene Form wurde von der Flugbahn eines Handballs inspiriert und schafft eine Landschaft, die zum Sitzen, Liegen, Spielen und Beobachten einlädt. An den Rändern integrierte Sitzbänke machen die Fläche zum sozialen Treffpunkt. Kleine, gezielt gesetzte Öffnungen führen Tageslicht in die Halle und schaffen überraschende Blickbeziehungen zwischen innen und außen.

Hier zeigt sich die eigentliche Innovation: Sportfläche und Aufenthaltsraum konkurrieren nicht mehr um Platz, sie überlagern sich. Die Halle wird zur unsichtbaren Infrastruktur eines lebendigen Schulhofs. „Form follows formula“, nennt Architekt Bjarke Ingels dieses Prinzip – eine architektonische Übersetzung von Bewegung in Raum.

Raum und Übergang

Doch das Projekt endet nicht mit der Halle. In einem zweiten Bauabschnitt wurde zwischen der versunkenen Sporthalle und den angrenzenden Fußballfeldern ein zweigeschossiges Kunst- und Bildungsgebäude realisiert. Seine Aufgabe ist ebenso funktional wie städtebaulich: Es verknüpft die Sportflächen mit den bestehenden Schulbereichen zu einem kontinuierlichen Raumgefüge.

Teile dieses Neubaus liegen ebenfalls unterirdisch, eine konsequente Fortsetzung der Idee, Fläche mehrfach zu nutzen. Schülerinnen und Schüler bewegen sich heute durch die abgesenkte Sporthalle im Zentrum des Campus, gelangen von dort zu Klassenräumen, Cafeteria und Haupteingang. Wege werden zu Erlebnissen, Räume zu Übergängen.

Grüner Teppich

Gleichzeitig entstand auf dem Dach der neuen Gebäudeteile eine Erweiterung der Fußballfelder, ein „grüner Teppich“, der nicht nur zusätzliche Bewegungsflächen bietet, sondern auch informelle Aufenthaltsbereiche mit Blick auf das Sportgeschehen. Sport, Lernen und soziale Interaktion verschmelzen zu einer räumlichen Einheit.

Auch konstruktiv wird diese Verbindung sichtbar: Während die Sporthalle als Sandwich aus Holz, Beton und wieder Holz konzipiert ist, kehrt sich dieses Prinzip im Neubau um. Hier spannen sich Holzwände zwischen Betondecken und -böden. Diese bewusste Materialumkehr schafft eine kohärente Identität, die beide Bauabschnitte miteinander verbindet.

Versenkt

Die neuen Sportflächen der Gammel Hellerup High School sind mehr als eine Erweiterung, sie sind beispielgebend für den zeitgenössischen Schul- und Sportstättenbau: flächensparend, energieeffizient, sozial aktivierend und (nicht nur) architektonisch mutig. Dieses Projekt zeigt, wie aus einem funktionalen Bedarf ein räumliches Erlebnis werden kann – und warum die besten Sporthallen manchmal dort sind, wo man sie nicht sofort sieht.

Projektdaten

(Links sind unterstrichen)

Planer

BIG

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Eröffnung
2015/2017
Adresse

Gammel Hellerup High School
Svanemøllevej 87
2900 Hellerup
Dänemark

Fotos

José Campos

Text

Johannes Bühlbecker
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