Kura Kura

Form follows Federball

Kura Kura auf Bali

Advertorial

 

 

IBUKU + Studio Jencquel

Situation

Kura Kura ist der Name einer offenen Badmintonhalle auf der zu Indonesien gehörenden Insel Bali. Die beeindruckende Bambusstruktur wurde in Zusammenarbeit zwischen Ibuku und Studio Jencquel entworfen und gebaut.

Badminton ist in Indonesien ein Nationalsport. Die Kinder erlernen es in der Schule, die Spitzensportler des Landes sind in den Top Ten der Weltranglisten zu finden.

Der Entwurf

Architekt Maximillian Jencquel wollte kein Gebäude bauen, welches sich in der Nachbarschaft wie ein großer, hoher Kasten – breitmacht. Die Grundfläche der Halle beträgt immerhin 200 m². Daher erschien es ihm naheliegend, die Flugbahn des Federballs zu untersuchen und die notwendige Gebäudehöhe daraus abzuleiten. Aus diesem Prozess erklären sich die kühnen Kurven der Halle.

Die Form von Kura Kura ergibt sich also aus dem Flug des Federballs. Sie ist parabolisch und benötigt am Netz eine Mindesthöhe von neun Metern. Das ist ziemlich hoch.

Der blonde Bambus

Als Inspiration nennen die Planer die Form eines Schildkrötenpanzers.

Obwohl viele Materialien für den Bau einer solchen Form in Frage kommen, fiel die Wahl sehr schnell auf Bambus; Budget, Zeit und die geografische Lage sprachen dafür, dieses Material zu verwenden. Die Bambusstruktur stammt von Elora Hardy von Ibuku.

Maximillian Jencquel und Ibuku arbeiteten eng zusammen. Aus gestalterischer Sicht war es ihnen wichtig, für Kura Kura einen Kontrast zwischen dem schwarzen und dem blonden Bambus zu schaffen.

Der Wind

Aus funktionalen Gründen wurden die Dachlinien bis auf den Boden heruntergezogen. Sie sollen die herrschenden, beachtlichen Winde vom Eindringen in das Gebäude abhalten. Gleichzeitig muss die Luftzirkulation natürlich aufrechterhalten werden, damit die Wärme aus dem Gebäude abgeführt werden kann.

Für das Spielfeld wurde ein spezieller Gummiharzbelag verwendet. Davon abgesehen, wurde Kura Kura komplett aus Bambus gebaut, inklusive der vollständigen Bedachung. Elora Hardy und ihr Team entwarfen und realisierten diese faszinierende, korbartig geflochtene Struktur.

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

Studio Jenquel
Jalan Raya Sanggingan
Banjar Lungsiakan
Ubud-Gianyar 80571
Bali, Indonesien

Tragwerk

Elora Hardy — IBUKU Studio

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Jalan Raya Sanggingan
Gianyar
Bali, Indonesien

Eröffnung

2016

Fotograf

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Photos

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More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Telefon
+49 234 5466 0374
+49 172 4736 332

Sporthalle Szent Gellért

Lass dich eingraben

Die Sporthalle Szent Gellért in Budapest

építész stúdió

About

Die Sporthalle Szent Gellért (Szent Gellért Terem) in Budapest ist ein herausragendes Beispiel für das Bauen im Bestand – und nicht nur dafür. Sie entstand für das Gymnasium St. Margaret aus den 1930er Jahren und wurde im Sommer 2020 eröffnet.

Die Planung stammt vom ungarischen Büro építész stúdió.

Konzept

Der Entwurf der Sporthalle Szent Gellért wurde in erster Linie von seiner Lage auf dem Gelände bestimmt. Das Grundstück weist ein starkes Gefälle auf und bot auf einer brachliegenden Fläche hinter der Schule genügend Platz, um das Gebäude und die notwendigen Erschließungsflächen aufzunehmen.

Die Planer entschieden sich dafür, die Sporthalle Szent Gellért einzugraben. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Erscheinung der Halle, auf ihre Umgebung und natürlich auch auf ihre innere Organisation.

Sichtbare Größe

Die sichtbare Größe des Baukörpers wird um mehr als die Hälfte reduziert. Hinter der Schule steigt das Gelände stark an, weite Teile der Halle wurden also unter dem (noch wachsenden) Grün des Hangs versteckt.

Die Rückseite der Sporthalle Szent Gellért ist vollständig im Hang verschwunden, die Seitenfassaden wachsen aus dem Gelände heraus. Die Galerieebene hinter der Südfassade ist dagegen vollständig wahrnehmbar und öffnet sich zur Schule mit großen Glasflächen.

Das Dach wird zur vielzitierten fünften Fassade – und mit einem zusätzlichen Spielfeld sogar nutzbar. Die ungewöhnliche Ballfangeinrichtung gibt dem Ganzen enorme Leichtigkeit – und den totalen Kontrast zum detailfreudigen Schulgebäude.

Umgebung

Grundstück und Garten haben eine Geschichte. Früher standen hier  herrschaftliche Terrassen. Ihr Charakter ging allerdings im Zweiten Weltkrieg verloren. Zuletzt lag die Fläche brach.

Die Wiederherstellung dieses Gartens mit historischer Neigung und der „Dachterrasse“ für das Spielfeld ist nicht nur aus funktionaler Sicht ausgesprochen sinnvoll, es erinnert auch an den neobarocken Vorgänger der Sporthalle Szent Gellért.

Erschließung

Die Sporthalle Szent Gellért wird über die Rückseite des Gymnasiums St. Margaret erschlossen. Der Eingang, die Umkleiden und Duschen für die Sportler sowie die Lehrer- und Lagerräume befinden sich sämtlich auf der Spielfeldebene. Das bedeutet kurze Wege und spart Zeit, und das ist natürlich auch für den Schulsport hilfreich.

Zuschauer erreichen das Halleninnere über die darüber liegende Galerieebene. Eine großzügige Lobby mit Blick auf das Spielfeld führt Gäste zu den Tribünen.

Nutzung

Zugänge und Wegeführungen für Sportler und Zuschauer sind also getrennt und führen auf verschiedenen Ebenen zum Herzstück der Halle, dem Spielfeld. Hier finden neben dem Schulsport vor allem Basketball und Volleyball sowie Fitnesskurse statt – bisweilen auch gleichzeitig.

Die Eingangsbereiche sind bewusst ruhig gehalten. építész stúdió nennt sie „ein dunkles Intermezzo“ zwischen dem Außenbereich und der lichtdurchfluteten Halle, die dank der weit geöffneten Fassade in ständiger visueller Verbindung mit der Schule steht.

Materialien

Der Baukörper macht keinerlei Anstalten, sich mit der historischen Bausubstanz der Schule anzulegen. Das ist sehr wohltuend.

Diesem zurückhaltenden Ansatz entsprechend haben die Planer möglichst einfache Materialien verwendet. Es dominieren Holz, Glas und Sichtbeton. Wo es für den täglichen Gebrauch notwendig ist, wurde die Betonkonstruktion mit Holzoberflächen ausgekleidet.

Dach

Der Ballfangzaun auf dem Dach wird von eng stehenden, verzinkten Stabelementen gebildet. Sie wirken im Vergleich zum monolithischen Baukörper der Sporthalle Szent Gellért fast durchsichtig – oder wie eine Belohnung. Das Raster ist streng, aber dennoch neben dem detailfreudigen Monument der Schule kaum wahrnehmbar.

Alles wirkt einfach. Das muss man erstmal so hinkriegen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

építész stúdió
1016 Budapest,
HU – Krisztina krt. 71

Landschaftsplaner

Dániel Takács, Dorottya Varró
HU – Budapest
Táncsics Mihály utca 83a/2

Bauherr

Szent Margit Gimnázium

Standort

Szent Margit Gimnázium
1114 Budapest
HU – Villányi út 5-7

Team

Zsolt Félix, Tamás Fialovszky, Bálint Gulyás, Gergely Kenéz

Fotograf

Gergely Kenéz

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2020

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Kura Kura

Kura Kura

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Skatepark Scharbeutz

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BraWo McArena

Theatre of dreams

Die BraWo McArena in Gifhorn

McArena

Situation

Nach nur zehn Wochen Bauzeit eröffnete im Juni 2020 die BraWo McArena im niedersächsischen Gifhorn. Die enorm vielseitige Freilufthalle richtet sich an Vereine, Schulen, Betriebs- und nichtorganisierte Sportgruppen – also eigentlich an alle.

Initiator des Projekts ist die United Kids Foundations, das Kindernetzwerk der Volksbank BraWo (Braunschweig / Wolfsburg). McArena aus Backnang hat die Halle gebaut.

Standort

Gifhorn ist eine niedersächsische Kreisstadt, ganz in der Nähe von Braunschweig und Wolfsburg. Hier leben 42.000 Menschen. 2.500 von ihnen sind Mitglied im Männerturnverein (MTV) Gifhorn. Neben Fußball bietet der MTV Gifhorn fast 30 weitere Sportarten an.

Die BraWo McArena entstand auf einem Teil eines alten Kunstrasenplatzes im Sportpark Flutmulde. Das benachbarte GWG-Stadion ist die Heimat des Fußball-Oberligisten MTV Gifhorn. Es fasst bis zu 3.000 Zuschauer.

Freilufthalle

Eine Freilufthalle ist ein Hybrid aus Sportplatz und Sporthalle – und das an der frischen Luft. Die rasante Entwicklung der Freilufthallen ist eine ausgesprochen gute Antwort auf unsere stetig wachsenden Ansprüche an Sport und Gesundheit: Wir wollen Sportanlagen, die individuell, multifunktional und komfortabel sind. Freilufthallen bieten all das.

Dank ihrer Überdachung ist eine solche Halle das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedingungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spielfeld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen.

Eine Freilufthalle bedeutet also eine echte Aufwertung jeder sportlichen Infrastruktur, so auch in Gifhorn.

Nutzung

Eine weitere Besonderheit von Freilufthallen ist ihre Vielseitigkeit. Neben Mannschaftssportarten wie Fußball und Volleyball sind auch Angebote wie Fitness und Gesundheitssport oder Yoga und Zumba ganzjährig durchführbar. Auch für Kindergeburtstage, Vereins- und Familienfeiern, Firmen-Events oder Schulveranstaltungen eignet sich die BraWo McArena bestens.

Die Halle ist ganzjährig geöffnet und kann online gebucht werden.  Mit Preisen ab 29,90 € je Stunde kommen alle gut zurecht.

Betrieben wird die Freilufthalle von der BraWo McArenas GmbH, einem Unternehmen der Voba BraWo Unternehmensgruppe.

Ausstattung

Das Spielfeld misst 30 x 15 Meter und ist mit einem unverfüllten Kunstrasen ohne Kunststoffgranulate belegt. Zur Ausstattung gehören zwei Kleinfeldtore sowie Markierungen für Fußball und Volleyball. Die Halle ist 6,30 Meter hoch.

Die fest installierte Geschwindigkeitsmessung über den Toren kommt sehr gut an: Zwei Lasermessgeräte ermitteln die Schussgeschwindigkeit und übertragen sie direkt auf eine digitale Anzeigentafel. Diese Anzeigentafel kann separat angesteuert werden und weitere Informationen, wie zum Beispiel den Spielstand, anzeigen.

Ein Audiosystem lässt jede Form von akustischer Untermalung zu – von der Durchsage an Falschparker bis zum Beat für Tanzveranstaltungen und den Zumba-Kurs. Gesteuert wird die Anlage ganz einfach per Bluetooth-Schnittstelle über Handy oder Tablet.

Die Flutlichtanlage besteht aus energiesparenden LED-Leuchten unter dem Hallendach. Damit ist die BraWo McArena auch bei Dunkelheit nutzbar.

Uneingeschränkt barrierefrei ist die Anlage selbstverständlich auch.

Konstruktion

Das Tragwerk der BraWo McArena bildet eine langlebige, feuerverzinkte Stahlbaukonstruktion. Wände gibt es keine, dafür umlaufende und geräuscharme Sandwichbanden mit PU-Schaumkern. Diese Banden begrenzen die Sportfläche und halten den Ball im Spiel. In Kombination mit den engmaschigen Ballfangnetzen entsteht damit ein geschlossener Käfig – genau so, wie man sich das für schnellen Hallenfußball wünscht.

Vor Regen, Schnee und direkter Sonneneinstrahlung schützt das witterungsbeständige, nur flach geneigte Satteldach. Der großzügige Dachüberstand von 1,5 m überdeckt auch die Randbereiche. Hier können sich Zuschauer, Betreuer und der „Fahrdienst“ der jüngeren Sportler komfortabel und im Trocknen aufhalten.

Corona

Es ist nicht abzusehen, wie gravierend die langfristigen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie für den Sport sein werden. Wir können aber ziemlich sicher sein, dass Sport an der frischen Luft – zum Beispiel in einer Freilufthalle – vergleichsweise unbedenklich ist.

Natürlich tragen die Bauherren und Betreiber der BraWo McArena der aktuellen Situation und den damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen und behördlichen Vorgaben Rechnung. Daher können hier bedenkenlos sportliche und nichtsportliche Veranstaltungen, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften, stattfinden.

Fazit

Sport braucht Räume, und zwar vermehrt kleinere und quartiersnahe. Insbesondere Hallenkapazitäten sind für die Sport- und Vereinsentwicklung oftmals eine hohe Hürde. Freilufthallen wie die BraWo McArena sind da eine innovative und willkommene Lösung.

„Für Gifhorn ist die neue Freilufthalle ein echter Gewinn. Sie bereichert das Sportangebot in der Stadt und bringt Jung und Alt in Bewegung.“ Das sagt Matthias Nerlich, und der ist Bürgermeister. Die nächste Freilufthalle in der Region wird voraussichtlich schon im Frühjahr 2021 entstehen, verraten die beiden Betreiberinnen Monika Schmidt und Meike Krenz.

Gute Nachrichten für Niedersachsen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Planer

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

Betreiber

BraWo McArenas GmbH
Willy-Brandt-Platz 16-20
D – 38102 Braunschweig

Standort

BraWo McArena
Flutmulde Gifhorn
Winkeler Straße 2
D – 38518 Gifhorn

Eröffnung

2020

Fotos

McArena GmbH

Autor

Johannes Bühlbecker
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Kura Kura

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Skatepark Scharbeutz

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Sporthalle Alice Milliat

Weißt du denn gar nicht…

Sporthalle Alice Milliat

Marjan Hessamfar & Joe Vérons

Situation

Die Sporthalle Alice Milliat war früher eine Markthalle in einem riesigen Komplex von 1962, in dem nun eine Sportanlage und zwei Geschäfte untergebracht sind. Die Stadt Bordeaux als Bauherr wollte die sportliche Infrastruktur des Viertels verbessern und gleichzeitig die vorhandenen Fassaden des schönen Gebäudes beleben. Die Sporthalle Alice Milliat umfasst nun neben dem Sportzentrum eine Markthalle und Parkflächen in den oberen Geschossen.

Obwohl der Komplex zu einem Symbol für das zeitgenössische architektonische Erbe der Stadt geworden war, mangelte es dem Ensemble doch an gestalterischer Klarheit und einer fehlenden Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich.

…wie schön du bist?

Der von Marjan Hessamfar & Joe Vérons vorgelegte Entwurf verfolgte drei große Ziele:

  • mehr natürliches Licht in das Gebäude zu bringen
  • die Sportanlage deutlich sichtbar zu machen und gleichzeitig den ursprünglichen architektonischen Charakter zu erhalten
  • den öffentlichen Raum vor dem Gebäude zurückzuerobern.

In die Lücke auf Straßenniveau, die durch den Abriss der alten Markthalle und der Geschäfte entstand, implantierten die Architekten einen Glaskasten. Die Zerbrechlichkeit dieser vollständig verglasten Struktur kontrastiert mit der Betonfassade des Bestands und unterstreicht deren Schönheit.

Die Gestaltung der Glasbox verleiht der Sporthalle Alice Milliat einen Hauch von Raffinesse. Dazu führen insbesondere die Verwendung von Klarglas und der Einsatz von Messing und Holz. Das horizontal umlaufende schwarze Fassadenband ist eigentlich eine Schattenfuge, die das Regenwasser ableitet. Sie verleiht dem Glaskasten einen eleganten Abschluss.

Die Sportflächen

Eine Mehrzweck-Sporthalle, ein Dojo (das ist ein Raum für japanische Kampfkünste) sowie ein Tanz- und Fitnessstudio nehmen das gesamte Erdgeschoss ein. Besonderes Augenmerk wurde auf die Beleuchtung, Transparenz und Geräumigkeit der Sportflächen gelegt.

Die großzügige zweigeschossige Sporthalle direkt hinter dem Empfangsbereich nimmt die zentrale Position im Herzen des Gebäudes ein. Sie öffnet sich zum Empfangsbereich und erhält dank der Glasfassaden und der schall- und wärmegedämmten Fenster im oberen Bereich der seitlichen Trennwände reichlich natürliches Licht.

Zu beiden Seiten der Mehrzweckhalle haben das Dojo und das Tanz- und Fitnessstudio das gleiche Volumen und die gleichen Wärme- und Schalldämmsysteme. Ihre Fassaden zur Straße hin bringen viel natürliches Licht in die Halle. Um möglichst viel Sportfläche zu gewinnen, sind die Umkleideräume im Untergeschoss untergebracht.

Beschilderung

Die Wahl der Farbe Blau bildet einen idealen Hintergrund für eine Beschilderung, die der Identität der Einrichtung entspricht.

Wegweiser in Form von Laufbahnen zeigen die Anordnung der Sportbereiche und Umkleideräume sehr anschaulich. Die Treppe und das Messing vermitteln ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem Rest des Gebäudes.

Die Stadt und ich

Die Fassade der Sporthalle Alice Milliat ist Teil des neu gestalteten öffentlichen Raums in diesem Viertel von Bordeaux. An der straßenseitigen Hauptfassade befinden sich Geschäfte, die die Straße neu beleben.

Der Eingang zur Sporthalle und ihre einladenden Glasschiebetüren im Zentrum der Fassade sollen ein starkes Gefühl der Kontinuität vermitteln.

Das ist alles sehr gut gelungen.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

Marjan Hessamfar & Joe Vérons
4, rue Martel – Bât. C
F – 75010 Paris

Bauherr

Stadtverwaltung Bordeaux

Standort

Gymnase Alice Milliat
117 Cours Victor Hugo
F – 33000 Bordeaux

Eröffnung

2018

Fotograf

Arthur Pequin

Autor

Johannes Bühlbecker
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Kura Kura

Kura Kura

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Skatepark Scharbeutz

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Colegio Nuestra Señora de Lourdes

Es werde Licht

Colegio Nuestra Señora de Lourdes 

Picado De Blas Arquitectos

Situation

Die Stadtverwaltung von Torrelodones hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine besonders heruntergekommenen öffentlichen Schulen zu sanieren – und dies vor allem durch die Zugabe von Architektur.

Torrelodones ist ein Vorort von Madrid mit 23.000 Einwohnern, das Colegio Nuestra Señora de Lourdes ist eine seiner Schulen. Die Schule benötigte eine kleine Halle für sportliche und andere Aktivitäten.

Let the sunshine in

Sporthallen sind häufig geschlossene und homogene Kisten, die kein oder nur wenig Tageslicht einfallen lassen. Picado De Blas Arquitectos sahen die Chance, bei der Sporthalle des Colegio Nuestra Señora de Lourdes etwas anders zu machen und ein ökologisches Konzept mit niedrigen Betriebskosten durchzusetzen.

Der architektonische Ausdruck dieses Plans ist ein großes, nach Osten geöffnetes Fensterband, das den Blick in den Himmel freigibt.

Der Entwurf

Der Entwurfsgedanke besteht darin, die Halle als ein zusätzliches, mobiles Stück Architektur zu errichten: schnell realisiert, nachhaltig und innovativ. Die Planer dachten an eine selbsttragende Struktur aus abnehmbaren Paneelen, wie sie in der Industrie häufiger verwendet werden.

Eine solche Konstruktion ist energieeffizient, schnell umgesetzt und sogar wiederverwertbar. Die Platten sind 10 cm stark und führen zu einer Bauweise, die nur etwa ein Viertel einer herkömmlichen Konstruktion wiegt.

Die Umsetzung

Die Halle des Colegio Nuestra Señora de Lourdes ist im Ergebnis innovativ. Nicht nur wegen der industriellen Paneelsysteme, sondern auch wegen der im Innenraum erzielten Schallabsorption. Die Stoßabsorption am Boden wurde durch die Überlagerung mehrerer spezieller absorbierender Platten unter dem Pflaster gewährleistet, während Echos und Nachhall an den Wänden durch ein speziell für dieses Projekt entwickeltes 3D-Textilmaterial entgegengewirkt wurde.

Das für die Endbearbeitung des Fußbodens verwendete Holz ist ein industrielles Eichenrecyclingholz, das aus den Resten anderer Hölzer hergestellt wird.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

PICADO-DE BLAS ARQUITECTOS
Calle González Amigó nº23
E – 28033 Madrid

Bauherr

Kommune Torrelodones

Team

Rubén Picado Fernández, María José de Blas
Carlos Diaz-Monis, Jorge Li, Teresa Casbas, Sofía Fernández, Will Tooze

Standort

Calle Ntra. Sra. del Carmen, 10
28250 Torrelodones
E – Madrid

Eröffnung

2019

Fotograf

Alberto Amores
Estudio Picado-de Blas

Autor

Johannes Bühlbecker
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Pläne

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Skatepark Scharbeutz

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Freilufthallen und Outdoor-Fitness

Gute Anlage

Freilufthallen und Outdoor-Fitness

McArena

Situation

Die Entwicklung des Sports in Deutschland wird von vielfältigen Herausforderungen und gewaltigen Veränderungen geprägt. Unsere Werte und Ansprüche an Sport und Sportanlagen haben sich ebenso verändert wie Schule und Schulsport. Über allem schwebt der demographische Wandel, und nun auch noch die Corona-Krise.

Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, müssen sich unsere Sportanlagen verändern, und zwar radikal. Kleine, quartiersnahe Sportparks mit möglichst vielfältigen Angeboten für alle Altersklassen sind die Zukunft – zum Beispiel als Kombination einer Freilufthalle, vor allem für die meisten gängigen Ballsportarten, und Outdoor-Fitnessgeräten, die dem Wunsch nach Gesundheit und Individualität entgegen kommen. Trends wie Freeletics, Calisthenics und Bodyweight Exercises werden so nach draußen gebracht.

Frische Luft

Die Flächen und Bauten für den Wettkampfsport sind weitgehend genormt und vielseitig nutzbar, auch für den nicht wettkampfgebundenen Sport. Daneben werden hochwertige Sporträume immer wichtiger, die im Idealfall auch noch überdacht sind, auf jeden Fall aber an der frischen Luft.

Die modulare Bauweise der McArena Freilufthallen wird um das innovative Tool der Outdoor-Fitnessgeräte erweitert. Durch die Installation von fest installierten Fitnessgeräten an der Außenseite und im überdachten Vorbereich der Freilufthalle entsteht eine kompaktes Sportzentrum. Weitere Ergänzungen sind eine Laufbahn und ein Streetball-Bereich. Damit können Ballsport, Kursangebote und Fitnessangebote unter einem Dach vereint werden.

Sport und frische Luft passen perfekt zueinander. Das gilt absolut für den Ballsport, aber mindestens genauso für die „Quälerei“ an den Fitnessgeräten. Wenn dabei spürbar die Sonne scheint, wird auch das Training leichter. 

Kombination Freiufthalle & Outdoor-Fitness

Also werden zunehmend monofunktionale Anlagen wie zum Beispiel ein Großspielfeld mit Tennenbelag zu einem Sportpark umgebaut, der möglichst den gesamten Stadtteil ansprechen und attraktivieren soll. Diese Zielsetzung ist einer der Gründe für den unaufhaltsamen Siegeszug der Freilufthallen, denn sie bieten ganzjährig attraktiven Sport, und das auch noch in Gesellschaft, draußen und abends mit Beleuchtung. Freilufthallen sind beliebt bei Sportvereinen, Schulen, Kindergärten und informellen Gruppen.

Eine Erweiterung dieses Angebotes um einen Fitnessparcours mit Outdoor-Fitnessgeräten hat größtes symbiotisches Potenzial. Während die Kinder in der Halle Fußball spielen, können die Eltern an ihrer Fitness arbeiten – oder umgekehrt. Während die Frau Fußball spiel, kann der Mann seine Muskeln stählen – oder umgekehrt.

Sicherheit

Auch unter dem Aspekt der Sicherheit ist die Kombination aus Freilufthalle und Outdoor-Fitness absolut zukunftsträchtig: Diese kleinen Sportparks sind umzäunt, beleuchtet und meist auch in irgendeiner Form beaufsichtigt. Hier kann also jeder seinem Individualsport nachgehen, ohne sich in schummrige Ecken trauen zu müssen.

Wir wissen nicht, wie gravierend die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Sport und seine Bauten langfristig sein werden. Wir können jedoch sicher davon ausgehen, dass Outdoor-Fitnessanlagen zu den auch in dieser Hinsicht unbedenklichsten Anlagen gehören werden.

Fazit

Die Kombination von Outdoor-Fitnessangeboten mit Freilufthallen hat riesiges Potenzial als Sport- und Freizeitanlage der Zukunft, aber auch als Motor der Quartiersentwicklung.

Darüber hinaus ist sie eine wichtige Ressourcen in der Vereins- und Mitgliederentwicklung. Zum einen bietet sie neue attraktive Angebote, die Vereinsmitglieder zusammenbringen, zum anderen können sie Katalysatoren der Sportentwicklung sein oder werden.

Diese sehr positive Entwicklung ist unabhängig davon, ob die Anlage von einem Verein oder einem privaten Investor betrieben wird. Daher ist die zusätzliche Investition in eine Outdoor-Fitnessanlage nicht nur nachhaltig, sondern auch sehr gut angelegtes Geld.

Wir waren das.

Autor

Johannes Bühlbecker
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McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

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Kura Kura

Kura Kura

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Skatepark Scharbeutz

Skatepark Scharbeutz

Skaten mit Seeblick: nicht nur Sportanlage, sondern auch Ort der Begegnung. Von maier landschaftsarchitektur.

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Freilufthalle vs Kalthalle

Das Beste aus beiden Welten

Freilufthalle vs. Kalthalle

About

Die Art und Weise, wie wir Sport treiben, wird immer differenzierter und individueller. Unsere Sportanlagen müssen sich diesen Veränderungen anpassen.

Kernsportstätten wie Sportplätze und Sporthallen müssen sich weiterentwickeln, und das tun sie auch. Daneben werden zunehmend kleinere Anlagen benötigt, die schnell erreichbar und auch ohne Vereinsbindung oder Mitgliedschaft nutzbar sind.

Als Ergänzungen zur klassischen Normturnhalle haben sich daher Freilufthalle und Kalthalle etabliert – die eine mehr, die andere weniger.

Sporthalle

Eine Sporthalle (auch Turnhalle genannt) ist ein komplett umbauter und überdachter Raum, in dem Sport getrieben werden kann. Ihre Entwicklung geht auf den bereits 1811 von Friedrich Jahn entwickelten Turnplatz in der Berliner Hasenheide zurück, ursprünglich allerdings noch ohne Überdachung.

In Deutschland werden nach den Bauvorschriften der Länder bestimmte Maße vorgeschrieben oder empfohlen. Mit Rücksicht auf die Spielfeldabmessungen der gängigsten Sportarten sind die Hallen meist zwischen 15 x 27 Metern (Einfachhalle) und 45 x 27 Metern (Dreifachhalle) groß.

Im Zuge der Ausdifferenzierung unseres Sportverhaltens hat sich auch der Bautyp Sporthalle weiter entwickelt: Oft werden sportliche und gesellschaftliche Angebote in ein und derselben Halle organisiert, wodurch sich ein umfangreicheres Raumprogramm ergibt. Je nach Nutzung sind auch Zuschaueranlagen enthalten.

Die Sporthalle ist hinsichtlich der Bau- und Betriebskosten die aufwändigste Variante. Gleichzeitig ist sie für viele Formen des Schul- und Wettkampfsports absolut unverzichtbar.

Kalthalle

Es ist nicht einfach, große Hallen zu beheizen – und es ist teuer. Daher kommen vielfach Kalthallen zum Einsatz, vor allem als Lagerhallen. In diesem Fall spielt die klimatechnische Ausstattung meist kaum eine Rolle. So gut wie keine Gebäudetechnik und dünne Außenwände sparen eine Menge Geld, sowohl beim Bau als auch beim Betrieb der Hallen.

Kalthallen werden meist mit Satteldachkonstruktionen und Trapezblech-Verkleidungen überdacht. Für den Sportbetrieb werden sie in der Regel mit Kunstrasen ausgelegt. Kalthallen mit perforierten, luftdurchlässigen Fassaden sind sie eine sehr gute Wahl in Ländern, in denen häufig die Sonne scheint, zum Beispiel im Süden Europas. Ein wunderbares Beispiel ist Es Puig dèn Valls auf Ibiza.

In Bau und Betrieb sind Kalthallen deutlich günstiger als die klassischen Sporthallen, allerdings teurer als Freilufthallen. Für die Sportnutzung sind sie nur bedingt zu empfehlen, da das Belüften solcher Hallen ohne Klimatechnik bei regelmäßiger Sportnutzung kaum zu machen ist.

Kalthallen bieten also keine frische Luft, sondern verbrauchte. Wer jemals bei seinem Sport die abgestandene Luft des Handballtrainings aus der Vorwoche einatmen durfte, kennt das Problem.

Freilufthallen

Freilufthallen sind eine kostengünstige Alternative zu den Kalthallen, die für den Sport sehr viel besser geeignet ist. Sie bieten eine überdachte Sportfläche an der frischen Luft. Die Größe der Sportfläche richtet sich, wie in der Turnhalle, nach den Spielfeldabmessungen der gängigen Sportarten und den Bedürfnissen von Bauherren und Nutzern. Die Freilufthalle vereinigt traditionelle Bauformen wie Sportplatz und Sporthalle zu einem neuen Typus – sozusagen das Beste aus beiden Welten.

In warmen Ländern sind solche Hallen relativ verbreitet, wenn auch nicht standardisiert. Dort übernehmen sie ganz nebenbei auch noch wichtige soziale und kulturelle Funktionen, zum Beispiel als Jugendzentrum oder Veranstaltungsort wie Barrancabermeja in Kolumbien.

Die Freilufthalle der Universität Oldenburg ist vermutlich die erste in Deutschland gebaute. Sie wurde bereits 1981 von Prof. Jürgen Dieckert und Jürgen Koch realisiert. Es handelte sich schon damals um eine multifunktionale Sportfreianlage (36m x 48m) mit teilweise lichtdurchlässiger Überdachung und seitlich abschirmenden Spielwänden und Schutzpflanzungen.

Und das alles an der frischen Luft, das ganze Jahr über.

Standardisierung

Seit einigen Jahren werden Freilufthallen standardisiert angeboten und gebaut. Diese Entwicklung ist für den Siegeszug dieses Typus entscheidend, denn nun sind sie funktional und wirtschaftlich präzise planbare Größen. Wenn Konstruktionsraster und Spielfeldgrößen aufeinander abgestimmt sind, werden Erweiterungen und Kombinationen einfach umsetzbar – und das unter ausgesprochen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Konstruktion besteht meist aus einfachen Stahl- oder Holzträgern, die Deckung aus Blechen oder Membranen, die natürlich auch transluzent ausgeführt sein können. Ihre Bau- und Betriebskosten sind die niedrigsten der drei Typen, obwohl sie ganzjährig nutzbar sind.

Eine funktional wie praktisch sehr sinnvolle Weiterentwicklung der Freilufthalle ist ein Bandensystem, wie es in den Hallen von McArena schon lange Standard ist. Hüfthohe Banden halten den Ball im Spiel, machen damit das Spiel schnell und ersparen den Sportlern das lästige Ballholen – zum Beispiel in der GFA Arena in Simmern. Ganz nebenbei lassen sich die Banden sehr gut als Werbeflächen nutzen und tragen damit zur Refinanzierung der Investition bei.

Solch multifunktionale Standardmodule sind natürlich auch bestens geeignet, um sich den stetig ändernden Wünschen der Sportler flexibel anzupassen.

Sportverhalten

Unser Sport wird immer individueller und konsumorientierter, unsere Bindung an Vereine und die klassischen Kernsportstätten hat spürbar nachgelassen. Auch der kicker, Deutschlands größte und wichtigste Fußball-Fachzeitschrift, schlug bereits Alarm: „Deutschland verliert 3450 Nachwuchsteams in einem Jahr!“ Die Gründe sind vielfältig und heißen vor allem Pubertät, aussterbende Dorfvereine, Ganztagsschule, Fitnessstudio und PlayStation. Das alarmierende Resultat heißt jedenfalls Bewegungsmangel.

Dieser bedrohlichen Entwicklung können regeloffene, kostengünstige Sportanlagen entgegenwirken, und das am besten in der Nachbarschaft.

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat bereits im Jahr 2009 „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ veröffentlicht, die zuletzt unter dem Titel „11 Thesen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ 2018 fortgeschrieben wurden. Ein Kernsatz lautet, dass „die größere Nachfrage nach gedeckten Sportanlagen, insbesondere nach kleineren möglichst multifunktionalen, leicht erreichbaren Sporthallen und sonstigen Sporträumen im Quartier/Stadtteil sowie nach mehr frei zugänglichen Sportanlagen eine entsprechende Anpassung der Sportstätteninfrastruktur“ erfordert.

Genau diese Anpassung bietet die Freilufthalle – als Ergänzung einer bestehenden Sportanlage oder als neuer, sportorientierter Nachbarschaftstreff.

Betrieb und Finanzierung

Bei Planung, Bau und Betrieb von Freilufthallen entstehen neue Modelle und Kooperationen zwischen Kommunen, privaten Investoren und Vereinen.

Wenn der Verein als Bauherr und Betreiber auftritt, kann er die Nutzung und Vermarktung ganz eigenständig regeln. Wenn Verein und Kommune das unternehmerische Risiko scheuen, kann auch ein Investor wie McArena als Bauherr und Betreiber auftreten. Dann ist der Verein der Mieter der Halle: Bau- und Betriebskosten bleiben beim Betreiber, Einnahmen und Gewinne natürlich auch.

Natürlich können auch Stadt und Kommune als Bauherr und Betreiber auftreten. Je nach Standort und Einzugsgebiet kann die Halle dann an mehrere Vereine oder Gruppen verpachtet oder vermietet werden.

Vermarktung

​Durch die Vermietung der Halle an Dritte und die Vermarktung der Banden, Namensrechte und weitere Sponsoring-Maßnahmen können die Baukosten schnell wieder eingespielt werden. Ein Beispiel dafür ist die Rhein-Hunsrück Arena.

Der personelle Aufwand für die Verwaltung der Hallen ist sehr gering, denn sie erfolgt weitgehend automatisiert via Internet oder App: Jeder Nutzer (Vereine, Gruppen, Firmen, Schulklassen, Kindergärten) können ihre Wunschzeiten über ihr eigenes elektronisches Benutzerkonto reservieren und auch bezahlen.

Außerdem verfügen die Hallen über eine automatische Gebäudesteuerung, ein Kamera- und ein Zugangssystem.

Sport und Corona

Die Corona-Krise hat auch den Sport zwischenzeitlich vollständig zum Erliegen gebracht. Der Spiel-, Trainings- und Wettkampfbetrieb in Vereinen und Verbänden wurde eingestellt. Nun kehrt auch der Breitensport vorsichtig zurück – aber wie und vor allem: wohin?

Es kann als sicher angenommen werden, dass die Ansteckungsgefahr drinnen wesentlich größer ist als draußen. Dies deutet auf eine bedeutende Aerosol-Komponente bei der Übertragung hin. Für das praktische Leben kann das bedeuten: Fenster auf, Türen auf, Ventilator nutzen, Luftstrom erzeugen. Dann wird die Aerosol-Komponente zum Fenster hinaus befördert.

Die Anwendbarkeit dieser Bordmittel auf geschlossene Sportanlagen wird sich herausstellen. Auf der wesentlich sichereren Seite ist der Sport in jedem Fall, wenn er an der frischen Luft betrieben wird. Das kann man als deutlichen Hinweis auf die zukünftig noch weiter wachsende Bedeutung on Freilufthallen verstehen.

Fazit

Natürlich werden auch zukünftig regelgerechte und voll ausgestattete Sportanlagen und Sporthallen unverzichtbar sein. Auch hier spielen Architektur und Gestaltung eine sehr große Rolle, insbesondere für den Schulsport (Gammel Hellerup), den Wettkampfsport (SAP Garden) und den Leistungssport (Centre d’athlétisme in Louvain-la-Neuve).

Gleichzeitig haben sich jedoch Profil, Spektrum und Wünsche des Breitensports wesentlich verändert: So treiben immer mehr Kinder, Menschen mit Einschränkungen und ältere Menschen Sport – allerdings nicht so häufig klassischen Wettkampfsport. Sie sorgen dafür, dass der Bedarf an kleineren und überdachten Sportanlagen in der Nachbarschaft ansteigt, und zwar deutlich.

Jüngere und nicht mehr so mobile ältere Nutzer sind auf Angebote in kurzer Entfernung angewiesen. Sie wollen ihrem Sport spontan, komfortabel und zeitlich flexibel nachgehen. Die Kombination aus zeitgemäßen Kernsportstätten und bedarfsgerechten Weiterentwicklungen wie der Freilufthalle kann genau das bieten.

Anders gesagt: Das Ding hat Zukunft.

Autor

Johannes Bühlbecker
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Puig d’en Valls

Let the sun shine in

Das Sportzentrum Puig d’en Valls auf Ibiza

OMCEA Arquitectura

Eigentlich

Eigentlich sollten nur die beiden Hartplätze des Sportzentrums Puig d’en Valls auf Ibiza überdacht werden, um die Sportler vor der manchmal zu großen Hitze auf der Insel zu schützen. Außerdem sollten die Erschließung und Wegeführung der Gesamtanlage neugestaltet werden. Dazu gehören neben der neuen Halle auch ein Großspielfeld und eine Tennisanlage.

Während der Realisierung erhielt MCEA Arquitectura den Auftrag, neben der bloßen Überdachung auch eine Hülle zu entwickeln, um die ganzjährige Nutzbarkeit der beiden Plätze sicher zu stellen. Die Architekten wollten keine geschlossene Halle bauen, sondern die klimatischen Vorteile der Insel so weit wie möglich nutzen. Das Hauptziel des Entwurfs war es daher, Innen- und Außenraum zu verschmelzen und gleichzeitig den Charakter der Sportanlage zu bewahren.

Die Sonne Ibizas

Bei der Arbeit an der Überdachung der Außenplätze von Puig d’en Valls entdeckten die Architekten die Kraft und Intensität der Farben und Schattierungen, welche die Sonne vom Aufgang bis zum Untergang auf das Gebäude projiziert. Diese Qualität wollten MCEA Arquitectura auf keinen Fall verlieren. Die Sonne Ibizas sollte erlebbar bleiben, ohne allerdings den Sport weiterhin zu behindern. Eine Mischform zwischen offener und geschlossener Fassade sollte her – eine Mischung aus Freilufthalle und Kalthalle.

Die Plätze wurden und werden vor allem für Basketball und Handball benutzt, die hier beheimaten Teams sollten natürlich nicht verprellt werden.

Sechs Fassaden

Um den Lauf der balearischen Sonne und die daraus resultierende permanente Veränderung zwischen Innen und Außen angemessen darzustellen, arbeitete MCEA Arquitectura für Puig d’en Valls mit sämtlichen Oberflächen des Gebäudes.

Die vier Außenwände werden durch die Kombination von geschlossenen, weiß verputzten Flächen und offenen Ziegel-Gittersteinen charakterisiert. Sie garantieren das eigentliche Spektakel, denn sie lassen nicht nur das wandernde Licht, sondern auch das Wetter hinein.

Das Sheddach wurde mit gewelltem Aluminium gedeckt, welches das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig lassen die Öffnungen Licht einfallen.

Wird das Dach gerne mal als fünfte Fassade eines Gebäudes bezeichnet, so ist der Fußboden hier die sechste. Die Spielfelder wurden in dem Blau gestaltet, das in der balearischen Landschaft so vielfältig vorhanden ist.

Vier Himmelsrichtungen

Der Hauptzugang liegt im Süden. Nach Westen orientiert sich die Halle an einer horizontalen Mauer, die einen an das Grundstück grenzenden Bach fasst. Diese klare Kante setzt sich in der Nordfassade fort. Im Osten und im Westen wird die Linearität aufgebrochen: Hier werden die Fassaden durch klar definierte, zum Teil offene und zum Teil geschlossene Felder bestimmt.

Die Ziegelfassade schützt nicht nur vor Regen. Mit ihrem Öffnungsanteil von satten 43% lässt sie auch viel Licht und Luft in die Halle. Die Oberlichter im Sheddach sorgen für zusätzliches, blendfreies Licht.

Eine enge Beziehung

Das Sportzentrum Puig d’en Valls bietet viele ungewöhnliche Ideen für eine eigentlich profane Bauaufgabe. Die enge Beziehung zwischen Innen und Außen ermöglicht die optimale Nutzung der klimatischen Bedingungen. Das System der natürlichen Belüftung und Beleuchtung führt darüber hinaus zu einem Energieverbrauch, der nahe Null liegt.

Das wechselnde Licht und die Komposition aus transparenten Fassadenflächen und geschlossenem Mauerwerk geben dem an sich großen und strengen Baukörper eine geradezu heitere Dynamik – keine schlechten Eigenschaften für eine Sporthalle, schon mal gar nicht auf so einer schönen Insel.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

MCEA | Arquitectura
Avda. Teniente Montesinos, 8, Bajo. 30100
ES – Murcia

Adresse

Es Puig D’en Valls.
Santa Eulària des Riu
ES – Ibiza

Bauherr

Kommune Puig d’en Valls

Eröffnung

2017

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Photos

David Frutos
Fotografía de Arquitectura

Text

Johannes Bühlbecker, More Sports Madia

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Bambus-Sporthalle

In jeder Hinsicht cool

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School

Chiangmai Life Construction

About

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School von Chiangmai Life Architects vereint modernes organisches Design und den Stand der Technik des 21. Jahrhunderts mit einem natürlichen Material: dem Bambus.

Die Panyaden International School in Chiang Mai liegt im kulturellen Herzen Nordthailands. Die „grüne Schule“ aus Erde und Bambus befindet sich in ruhiger Lage zwischen Reisfeldern, nur 15 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt.

Panyaden International School

Die Schule wurde gegründet, um eine ganzheitliche Erziehung nach buddhistischen Prinzipien in Verbindung mit einem modernen Lehrplan zu bieten. Ihre Schüler werden laut Homepage „nicht nur über international kompatible Fähigkeiten in Lesen, Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften verfügen, sondern auch über praktische Fähigkeiten wie Gemüseanbau und gesunde Ernährung, wie man Schwierigkeiten überwindet und soziale Verantwortung übernimmt“.

Bambus-Sporthalle

Die Gebäude der Schule lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Die Klassenräume und Büros wurden mit tragenden Wänden aus Stampflehm gebaut, die Bambusdächer, Verkleidungen und Konstruktionselemente tragen.

Durch die hohe thermische Masse der gerammten Erdwände werden Temperaturschwankungen abgemildert, so dass keine Klimatisierung erforderlich ist. Die verschiedenen offenen Pavillons (in Thai „Sala“ genannt), in denen sich Aula, buddhistische Kapelle, Schulkantine und ein überdachter Spielplatz neben dem Schwimmbad befinden, sind komplett aus Bambus gefertigt. Sie wurden auf großen Natursteinfelsen für die Baustützen montiert. 

Planungsziel Integration

Die Aufgabe der Architekten bestand darin, eine Sporthalle für immerhin 300 Schüler zu bauen. Trotz dieses Volumens sollte sich die Bambus-Sporthalle bestens in die vorhandenen Lehm- und Bambusgebäude der Schule und in die hügelige Naturlandschaft des Geländes einfügen. Die Halle sollte über eine moderne Ausstattung verfügen. Für den Bau sollte nur Bambus verwendet werden, um einen geringen CO2-Ausstoß zu gewährleisten.

Auf einer Fläche von 782 m² bietet die Bambus-Sporthalle Futsal-, Basketball-, Volleyball- und Badmintonfelder. Außerdem bietet sie eine bewegliche Bühne, die angehoben werden kann. Die Kulisse der Bühne ist die Stirnwand eines Stauraumes für Sport- und Spielgeräte. Auf beiden Längsseiten finden sich Sitzgelegenheiten für Eltern und andere Besucher.

CO2-Fußabdruck: Null

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School entspricht hohen Sicherheitsstandards, denn sie muss auftretenden Hochgeschwindigkeitswinden, Erdbeben und anderen Naturgewalten widerstehen können.

Die innovative Tragwerkskonstruktion basiert auf neu entwickelten, vorgefertigten Bambus-Fertigbindern mit einer Spannweite von mehr als 17 Metern ohne Stahlverstärkungen oder Verbindungen. Diese Traversen wurden vor Ort vormontiert und mit Hilfe eines Krans in Position gebracht.

Der CO2-Fußabdruck der Bambus-Sporthalle beträgt null. Der verwendete Bambus absorbiert Kohlenstoff wesentlich stärker als der bei Behandlung, Transport und Konstruktion emittierte Kohlenstoff.

Fazit

Diese Bambus-Sporthalle ist eine Freilufthalle. Also bietet sie frische Luft und ein kühles und angenehmes Klima das ganze Jahr über. Gleichzeitig ist die freiliegende Bambusstruktur ein hoch attraktives Meisterwerk des lokalen Handwerks.

Die Halle wird das Leben an der Panyaden International School mindestens 50 Jahre lang bereichern – und für vergleichbare Bauaufgaben unter ähnlichen klimatischen Bedingungen hoffentlich ein lehrreiches Vorbild sein.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

Chiangmai Life Construction Co., Ltd.
326 Thanon Kan Klong,
T. Nong Kwai,
A. Hangdong,
THA – Chiang Mai, 50230

Team

Markus Roselieb, Tosapon Sittiwong
Phuong Nguyen, Esteban Morales Montoya

Bauherr

Panyaden International School

Adresse

Panyaden International School
 218 Moo 2
T. Namprae
A. Hang Dong
THA – Chiang Mai 50230

Eröffnung

2017

Photos

Markus Roselieb (CLA); Außenaufnahmen
Alberto Cosi: Innenaufnahmen

Text

Johannes Bühlbecker,
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Kura Kura

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Sportpark Styrum

Das wird was

Der Sportpark Styrum in Mülheim an der Ruhr

McArena
DTP Landschaftsarchitekten

About

Der Sportpark Styrum ist das Ergebnis einer für einen ganzen Stadtteil von Mülheim bedeutenden Umgestaltung eines maroden Tennenplatzes in einen familien- und generationengerechten Freizeitpark. Sein Zentrum ist die Tengelmann Arena, eine multifunktionale Freilufthalle.

Sportentwicklung in Mülheim an der Ruhr

Im Jahr 2013 wurde die Mülheimer Sportentwicklungsplanung neu strukturiert. Seitdem arbeiten der Mülheimer Sportbund und der Mülheimer SportService (das städtische Sport- und Bäderamt) unter der Dachmarke „Mülheim macht Sport“ gemeinsam daran, das Sportangebot der Stadt stetig zu verbessern.

Nun werden Sportanlagen und -gelegenheiten gemeinsam mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern entwickelt und gebaut. Das bisher größte Projekt wird derzeit im sozial benachteiligten Stadtteil Styrum umgesetzt: der Sportpark Styrum.

Sportpark Styrum

Ein alter Tennenplatz in Styrum (Von-der-Tann-Straße) wird zu einem modernen Sportpark mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten umgebaut. Sein Zentrum ist eine ganzjährig und vielseitig nutzbare Freilufthalle. Aus einem maroden monofunktionalen Sportplatz wird damit ein familienfreundlicher, attraktiver Aufenthaltsort mit vielfältigen Bewegungs- und Freizeitangeboten.

Neben der Verbesserung der Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche im Stadtteil sollen auch die umliegenden Schulen, Sportvereine und Kitas profitieren.

Freilufthallen

Das Herzstück der Anlage ist die Tengelmann Arena. Diese Freilufthalle ist ein multifunktionales Highlight für alle Altersklassen. Sie wurde bereits im Oktober 2019 fertig gestellt.

Freilufthallen wie die Tengelmann Arena vereinen die Vorteile von Sportplätzen und Sporthallen zu einer im Sportstättenbau noch relativ jungen und sehr attraktiven Bauform. Hier können Sportler aller Altersklassen das ganze Jahr über an der frischen Luft Sport treiben, ohne sich Dauerregen, Gewittern oder Schnee aussetzen zu müssen.

Weitere Vorteile von Freilufthallen sind ihre im Vergleich zur Normsporthalle enorm niedrigen Bau- und Betriebskosten – und der Betrieb selbst: Die Halle kann zentral verwaltet oder auch spontan und stundenweise von Vereinen, Betriebssportgruppen oder Kindertagesstätten gebucht werden.

Tengelmann Arena

Die Tengelmann Arena stammt von der McArena GmbH und misst 15 m x 40 m.

Ihr Spielfeld ist 15 m x 30 m groß. Dazu kommt der überdachte Außenbereich mit einem Kunststoff-Sportboden (15 m x 10 m). Mit dieser Kombination sind fast alle vorstellbaren Veranstaltungen denkbar.

Neben Fußball sind viele weitere Sportarten wie Volleyball, Badminton, Tennis, Fitness, Gymnastik oder Yoga möglich. Insbesondere in Kombination mit der großzügigen Außenfläche sind aber auch Veranstaltungsformen wie Weiterbildungen und Präsentationen, Kindergeburtstage, Stadtteilfeste oder Kundenevents mühelos machbar.

Die Halle kann ganzjährig und witterungsunabhängig genutzt werden. Davon profitieren alle: der Schulsport, die Vereine und die Bevölkerung.

Sport und Bewegung

Neben der Freilufthalle wird der Sportpark Styrum viele weitere attraktive Angebote bereithalten. Für Kinder und Jugendliche sind dies zum Beispiel Balanancierpfade, Asphaltwellen, ein Hangaufstieg und eine Parkouranlage.

Auch den Sportlern bieten sich viele Möglichkeiten, sowohl im organisierten wie im informellen Bereich: Es gibt einen Wurf- und Sprungbereich, eine 100-Meter-Laufbahn aus Kunststoff, zwei Beachvolleyballfelder, ein Streetballfeld, eine interaktive Torwand, ein Fitness- und Gymnastikbereich mit Calisthenicsanlage und Fitnesscontainer sowie zwei Bouleplätze. Das nennt man generationengerecht.

Daneben bietet der Sportpark seinen Gästen viele Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch.  Dazu gehören Sitzgruppen aller Art, mobile Stühle, Hockerbänke sowie Betonstufen- und mauern.

Ablauf

Die benachbarten Institutionen, Vereine und Anwohner wurden von Beginn an in den Planungsprozess einbezogen. Dazu fanden Expertenworkshops und Ortsbegehungen statt. In den weiteren Planungsschritten wurden auch die Nutzergruppen wie Kita-Kinder, Schüler und Sportler ins Boot geholt.

Im Sommer 2019 haben die Bauarbeiten begonnen. Vorab wurden die Nachbarn zu einer Informationsveranstaltung über den Bauablauf eingeladen.

Bereits im Oktober 2019 wurde die Tengelmann Arena fertig gestellt. Bis zum Sommer 2020 sollen der Fitness- und Streetballbereich sowie die digitale Torwand errichtet werden. Im Zuge des 2. Bauabschnittes werden im Anschluss die weiteren Resultate des Beteiligungsprozesses mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW umgesetzt. Dieser Abschnitt soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein.

Fazit

Die Gesamtkosten des Sportparks Styrum betragen rund 3,8 Mio. Euro – eine mutige Investition in einen bisher nicht verwöhnten Teil der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Der Sportpark Styrum legt es darauf an, sowohl sportliche als auch gesellschaftliche Angebote zu machen, die zur Entwicklung des gesamten Stadtteils beitragen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Zentrum wie die Tengelmann Arena eine goldrichtige Entscheidung. Um die Freilufthalle herum entwickeln sich die vielen weiteren attraktiven Zonen, welche die Besucher an den insgesamt sechs Eingängen geradezu ansaugen.

Ein kluges und „breites“ Konzept, dass sicher funktionieren wird.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH
Im Löwental 76
D – 45239 Essen

Bauherr

Mülheimer SportService
Haus des Sports
Südstraße 23
D – 45470 Mülheim an der Ruhr

Freilufthalle

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
D – 71522 Backnang

Adresse

Sportpark Styrum
Von-der-Tann-Straße
D – 45476 Mülheim an der Ruhr

Photos

Mülheimer SportService

Text

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2019/2020

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Gymnasium Blaise Pascal

Fröhliche Architektur

Gymnasium Blaise Pascal in Abidjan

Koffi & Diabaté Architects

About

Das Gymnasium Blaise Pascal ist eine Schulsporthalle in Abidjan (Elfenbeinküste) für 1.500 Gymnasiasten. Entworfen und gebaut hat sie das Büro Koffi & Diabaté Architects, eröffnet wurde sie im Mai 2017.

Insbesondere in Fragen von Nachhaltigkeit und klimagerechtem Bauen bietet das Gymnasium Blaise Pascal einen neuen Standard für Sportanlagen in klimatisch anspruchsvollen Umgebungen, in denen sich die Entwurfsmethoden bisher allzu sehr an gemäßigteren Zonen orientieren.

Der Text erschien bereits in ähnlicher Form auf den wunderbaren Seiten von FLOORNATURE.

Außen: Klima und Gestalt

Ein Planungsziel war der konsequente Einsatz klimatisch wirksamer gestalterischer Lösungen.

Das Gymnasium Blaise Pascal fügt sich nahtlos in die Hanglage des Schulgeländes ein. Die Halle wurde fast vollständig in Sichtbeton gebaut. Hervorstechend und gestaltprägend ist die rote Blechverkleidung im oberen Bereich. Diese Fassadengestaltung ergibt in diesem tropischen Kontext mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit sehr viel Sinn, da sie eine natürliche Belüftung und Beleuchtung des gesamten Raumes ermöglicht. Eine Klimaanlage wird damit überflüssig.

Darüber hinaus nimmt diese offene Gestaltung dem imposanten Volumen der Halle seine Materialität. Stattdessen entstehen zwischen Innen und Außen ein Art Dialog und ein Gefühl der Behaglichkeit.

Innen: Funktionalität und Atmosphäre

Im Innern zeichnet sich das Gymnasium Blaise Pascal durch enorme Funktionalität, dynamische Wegeführung und Wartungsfreundlichkeit aus. Im Erdgeschoss befinden sich die Umkleideräume, das Lehrerzimmer, ein Lager und die Sporthalle.

Das Obergeschoss wird von der Stahlkonstruktion und ihrer Verkleidung, die als Jalousie fungiert, geschützt und verschattet. Hier werden die Tribünen mit einer Kapazität von 200 Zuschauern erschlossen. Von dort gibt es freien Blick auf die 1.000 Quadratmeter große Sportfläche. Dieser außergewöhnlich atmosphärische Raum kann auch für verschiedene andere, nichtsportliche Veranstaltungen genutzt werden.

Neben der Atmosphäre ist auch die Ausstattung des Gymnasium Blaise Pascal außergewöhnlich. So ist die Indoor-Kletterwand die erste in Westafrika. Sie ist 36 Meter breit und 9 Meter hoch. Die Sportgeräte sind so konzipiert, dass sie eine maximale Flexibilität bei der Raumnutzung gewährleisten.

Fröhliche Architektur

Der Bau ist funktional, einladend, nachhaltig und ikonisch. Eine ausgesprochen fröhliche Architektur der Gegenwart, die in die Zukunft schaut, ohne die Vergangenheit zu vergessen. Das ist sicher ganz im Sinne eines berühmten Aphorismus des französischen Wissenschaftlers und Philosophen Blaise Pascal, nach dem die Schule benannt ist.

Das Gymnasium Blaise Pascal wurde beim World Architecture Festival 2018 in Amsterdam als bestes realisiertes Sportgebäude prämiert. Die Halle gewann als „beispielhafte, ethische und schön ausgeführte Architektur, die tektonisches und ökologisches Design perfekt mit einer überraschend ausgereiften räumlichen und formalen Kontrolle verbindet“.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

Koffi & Diabaté Architectes
Cocody Danga Nord
Boulevard Latrille
CIV – Abidjan

Adresse

Riviera 3
CIV – Abidjan

Bauherr

AGPB – Association Gestionnaire de Blaise-Pascal
Lycée français Blaise Pascal – Riviera
CIV – 3– 25 BP 2257

Eröffnung

2017

Photos

François Xavier Gebré

Text

Christiane Bürklein
creative networking
Via del Castello 4
I – 15050 Montemarzino (AL)

Fotos & Pläne

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Turó de la Peira

Smells like green spirit

Sportzentrum Turó de la Peira

Anna Noguera + Javier Fernandez

About

Turó de la Peira ist das gebaute Ergebnis eines Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2015. Gefordert war ein Sportzentrum, bestehend aus einem Hallenbad, einer Sporthalle und einem Sportplatz, sowie dessen Integration in die städtische Umgebung der spanischen Metropole Barcelona.

Der siegreiche und realisierte Entwurf von Anna Noguera und Javier Fernandez schafft eine große grüne Freifläche, die von dem neuen Sportzentrum gefasst und durch die Fassadenbepflanzung fortgesetzt wird.

Turó de la Peira ist halb in das Gelände eingegraben und daher nicht so dominant. Seine Gestalt wird von einer außergewöhnlichen Fassade geprägt, welche die Umgebung mehr als nur annimmt.

Stadterneuerung

Das Grundstück bestand aus einer Ansammlung von Restflächen, einem zwischen benachbarten Gebäuden eingeklemmten Sportplatz und einem veralteten Schwimmbad. Ein buchstäblich hartes Pflaster mit viel Beton und ohne jegliche Vegetation.

Eines der Ziele von Turó de la Peira war es daher, den Freiraum zwischen dem alten Schwimmbad Calderón de la Barca und der Sporthalle als Grünfläche für die Anwohner zurückzugewinnen. Deshalb wurden die beiden Neubauten für das Schwimmbad und die Halle unter einem Dach vereint.

Integration

Turó de la Peira ist also vertikal organisiert: Im Erdgeschoss befindet sich das Schwimmbad, darüber liegt die Sporthalle.

Der Baukörper ist tief eingegraben, passt sich damit der Topographie an und überbrückt den Höhenunterschied zwischen den beiden Straßen. Die Fassade zur größeren Straße (Sant Iscle) wirkt einladend und urban – mit einer Art Veranda, die den Bürgersteig verlängert.

Das Gebäude fügt sich durch die grüne, umlaufende Galerie bestens in seine Umgebung ein. Es bereichert die Grünflächen ohne Nachahmung oder Anbiederung, sondern als Fortsetzung.

Effizienzeffizienz

Turó de la Peira wurde strikt nach Nachhaltigkeitskriterien konzipiert: Himmelsrichtungen, begrünte Fassaden, Wärmedämmung, Energie speichernde Photovoltaikmodule. Die Oberlichter und Fenster werden sensorisch gesteuert und sorgen für eine gute Querlüftung. 

Das kompakte und eingebettete Volumen minimiert die Fassadenoberfläche und vermeidet damit thermische Verluste.  Die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes wurde entsprechend der Sonneneinstrahlung geplant.

Systeme

Das aerothermische System des Turó de la Peira ermöglicht die Rückgewinnung von Wärme zur Warmwasserbereitung. Die Beleuchtung wird in Abhängigkeit von der natürlichen Belichtung gesteuert.

Die Photovoltaikmodule belegen die gesamte Dachterrasse und erzeugen 90% der für den Betrieb des Gebäudes benötigten Energie.

Die hervorragenden Eigenschaften von Holz – lange Lebensdauer, geringes Gewicht, kurze Bauzeit – waren die Gründe für die Wahl des vorgefertigten Systems aus Schichtholz.

Grüne Fassade

Eine grüne Galerie umgibt das Turó de la Peira, schützt es vor der Sonne und schafft ein günstiges Klima. Die Zugangsrampe zur Sporthalle verläuft zwischen der Fassade und dem grünen Netz, in dem die Reben wachsen.

Vom Hof aus wird die gesamte grüne Fassade durch die Ringmauer hindurch vollständig wahrgenommen. Die Blütenpracht ändert sich in Abhängigkeit von den Jahreszeiten ständig, und damit auch das Turó de la Peira.

Wasserrecycling

Ein großer Tank im Untergeschoss sammelt das Regenwasser vom Dach. Es wird mittels eines Hydrokultursystems für die Bewässerung der gesamten Grünfassade wiederverwendet.

Je nach Höhenentwicklung des Gartens sammeln Entwässerungsstreifen am Fuße der Hänge Regenwasser und leiten es an den Grundwasserspiegel zurück.

Das waren wir.

Projektdaten und beteiligte Firmen

Bauherr

Institut Barcelona Esports
Ajuntament de Barcelona

Architekten

Arquitectura Anna Noguera
Javier Fernandez
Aragó 224, 3er 1a
ES – 08011 Barcelona

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Adresse

Turó de la Peira
Carrer de Sant Iscle, 50, 54
ES – 08031 Barcelona

Eröffnung

2018

Video

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