Jaworznickie Planty

Der Junge muss mal an die Luft

Jaworznickie Planty in Jaworzno

RS+ Robert Skitek

Lage

Jaworznickie Planty ist ein Wasserspielplatz mit Grünflächen und Lounges drumherum. Das Projekt befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlebergwerks am Rande von Jaworzno. Das ist eine Stadt im Süden Polens mit knapp 100.000 Einwohnern.

Planung

Die Planung von RS + Robert Skitek sah eine Gruppe von runden Plätzen vor, die sich maximal in die Topographie einfügen und mit der Landschaft buchstäblich verschmelzen. Außerdem war es den Planern wichtig, neben den Angeboten für Familien auch andere Nutzer anzulocken – am besten 24 Stunden am Tag.

Wasser und Licht

Der Wasserspielplatz ist das Zentrum von Jaworznickie Planty. Er wird von kleineren grünen Hügeln umgeben und liegt tiefer als die anderen Wege, Plätze und Bäche.

Abends wird der Platz, wie die gesamte Anlage, beleuchtet. Damit wird der „Kundenkreis“ beträchtlich erhöht und Jaworznickie Planty zum Treffpunkt aller Menschen, die im Sommer gerne draußen sind.

Schutz

Für die Kinder, die hier spielen oder meist doch eher toben ergibt sich so ein geschützter Bereich, der von den anderen Bereichen des Parks abgeschirmt und für vorbeilaufende Spaziergänger kaum wahrnehmbar ist.

Fußbad

Der Spielplatz ist von einem flachen Bach umgeben, der auch als Fußbad dienen kann. Das Muster der Wege wurde nach Auskunft der Planer von sprudelndem Wasser inspiriert und bildet den Hintergrund für das bunten Installationen und Wasserspielzeuge.

Technik und Toiletten

In einem der grünen Hügel entlang der Hauptallee haben die Planer von Jaworznickie Planty ein Technikgebäude mit Toiletten versteckt. Auch das ist natürlich in der Nähe von Kinderspielplätzen eine segensreiche Einrichtung.

Aufenthaltsflächen

Rund um den Wasserspielplatz gibt es eine Vielzahl von anspruchsvoll und elegant gestalteten Bänken, Liegen und anderen Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Diese werden von den begleitenden Eltern wie von Jugendlichen gerne in Anspruch genommen.

Die ungewöhnlichen Formen der geschwungenen Bänke etwas abseits der Wasserspielflächen schaffen grüne und ruhige Orte. Sie sind perfekt zum Ausruhen, zum Treffen mit Freunden oder zum Betrachten des Himmels.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Architekten

RS+ Robert Skitek
Nałkowskiej 4a/49
43-100 Tychy
Polen

Eröffnung

2018

Bauherr

Stadt Jaworzno

Bebaute Fläche

6.900 m²

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Videos

Unser Blog

Bei „More Sports. More Architecture.“ finden Sie funktionale, spektakuläre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Freizeit.

Jaworznickie Planty

Jaworznickie Planty

Schönes Drumherum: Jaworznickie Planty ist ein Wasserspielplatz und noch viel mehr, zum Beispiel ein Lehrstück über Licht und Lounge.
Oxygen Park

Oxygen Park

Der Oxygen Park in Doha lockt die Menschen zurück nach draußen, zurück zur Natur. Und das ist in auch in heißen Ländern immer eine gute Idee.
Bicycle Parking Stationsplein

Bicycle Parking Stationsplein

Die Niederländer waren schon immer begeisterte Radfahrer. In Utrecht steht nun „Bicycle Parking Stationsplein”, das weltweit größte Parkhaus für Fahrräder.

Skatepark Damaskus

When love is all we have

Der Skatepark Damaskus

maier landschaftsarchitektur

Krieg

Seit dem Jahr 2011 tobt in Syrien ein Bürgerkrieg, der bereits eine halbe Million Menschen das Leben gekostet hat. Auch die Hauptstadt Damaskus ist immer wieder Schauplatz der Auseinandersetzungen, die seit acht Jahren immer wieder kaum vorstellbares Leid über die Menschen bringen.

Hoffnung

In diese Stadt haben maier landschaftsarchitektur in Zusammenarbeit mit skate-aid und SOS Kinderdörfer Weltweit einen Skatepark geplant und gebaut, der im Juli 2019 eröffnet wurde. Das alleine ist schon eine Großtat. Der Skatepark Damaskus ist darüber hinaus aber auch funktional hochwertig, integrativ und offen für alle Leistungsklassen.

Publikum

Der Skatepark Damaskus entstand auf einem öffentlichen Platz, direkt neben einer Schule. Damit ist seine Auslastung eigentlich schon gesichert.

Skateparks von maier landschaftsarchitektur haben immer den Anspruch, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Das bedeutet aus sportfunktionaler Sicht, dass ein solcher Park nicht nur fortgeschrittene Fahrer ansprechen muss, sondern auch die Anfänger und noch nicht so versierten. In Damaskus gilt dies noch mehr als anderswo, denn hier ist dieser Sport noch nicht sehr verbreitet. Dafür ist die soziale und gesellschaftliche Bedeutung der Anlage sicher noch höher als sie es beispielsweise in Deutschland wäre.

Austattung

Der Skatepark Damaskus, der eigentlich „Qudsaya Skate Park“ heißt, berücksichtigt all das. Die groß dimensionierten Betonflächen neben den Skateelementen bieten genug Platz, um auch als Neuling durch den Park rollen zu können oder sich in der Miniramp langsam an den Sport heranzutasten. Gleichzeitig kommen auch erfahrene Skater durch die diversen Rails, Banks, Transitions und Curbs auf ihre Kosten.

Neben Miniramp und Streetelementen gehört ein Spielplatz zur Anlage. Er bietet ein großes Spielgerät, Sandflächen, Aufenthaltsbereiche und eine öffentliche Toilette. Schließlich wurde der gesamte Platz neu bepflanzt. Damit finden sich hier Angebote für jede Altersklasse.

Umsetzung

Gebaut wurde der Park mit Ortbeton aus regionalen Baustoffen. Auch die benötigten Stahlelemente wie Kanten, Rohre und Gitter stammen aus Syrien. Neben dem Coping der Miniramp-Extension wurden mehrere Kanten der Streetelemente mit regionalem, syrischen Marmor versehen. Das sieht nicht nur gut aus, das lässt auf Grund der perfekten Grind- und Slidebedingungen auch jedes Skateherz höherschlagen.

Einige Elemente wurden zusätzlich mit einem Mosaik veredelt. Das wiederum schafft einen Bezug zu Syrien und speziell Damaskus und damit noch mehr Identifikationspotenzial. Das Grundstück ist zu allen Seiten hin offen und – noch viel wichtiger – für jedermann zugänglich. Skateparks sind für alle da!

Kids be kids

Beim Bau selbst waren neben den Aktivisten von skate-aid zahlreiche Syrerinnen und Syrer, außerdem ein Spezialist von maier landschaftsarchitektur zugegen. Viel Ehrenamt, viele freiwillige Helfer und große Unterstützung der Anwohner von der Essensversorgung bis zum Waschen der Wäsche kennzeichneten die Bauphase.

Der Skatepark wird seit dem Tag seiner Eröffnung täglich von vielen Schulkindern genutzt und ist aus der Nachbarschaft nicht mehr wegzudenken. Die Kinder vom SOS Kinderdorf, welches einige Kilometer entfernt liegt, werden regelmäßigen zum Skatepark Damaskus gefahren. Dort bekommen Sie Skateunterricht von erfahrenen Skatern.

Ein Lächeln

skate-aid, die SOS Kinderdörfer und maier landschaftsarchitekur haben gemeinsam schon in vielen Krisengebieten dieser Welt ähnliche Anlagen geplant, realisiert und auch nachhaltig betrieben – zum Beispiel in Afghanistan, Indien und Palästina.

Das Wunderbare an dieser Konstellation ist die Symbiose aus wirkungsvoller humanitärer Initiative und planerischer Kompetenz. Das Ergebnis sind nicht nur enorm wichtige humanitäre Projekte, sondern auch hochwertige Sport- und Freizeitanlagen.

Der Skatepark Damaskus gibt den Menschen Hoffnung und zaubert ein Lächeln in ihre Gesichter. Bessere Gründe, eine Sport- und Freizeitanlage zu bauen, gibt es eigentlich nicht.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten zur Kammgarnspinnerei

Planung

maier landschaftsarchitektur
Rösrather Straße 769
D-51107 Köln

Bauherr

SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Ridlerstraße 55
D-80339 München

Finanzierung

skate-aid international e.V. 
Wallstraße 86
D-10179 Berlin 

 

Adresse

Qudsaya Skate Park
Damaskus
Syrien
33°32’52.9″N 36°12’42.8″E

Fotos

skate-aid
Julian Fülster

Eröffnung

15.07.2019

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

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Jaworznickie Planty

Jaworznickie Planty

Schönes Drumherum: Jaworznickie Planty ist ein Wasserspielplatz und noch viel mehr, zum Beispiel ein Lehrstück über Licht und Lounge.
Oxygen Park

Oxygen Park

Der Oxygen Park in Doha lockt die Menschen zurück nach draußen, zurück zur Natur. Und das ist in auch in heißen Ländern immer eine gute Idee.
Bicycle Parking Stationsplein

Bicycle Parking Stationsplein

Die Niederländer waren schon immer begeisterte Radfahrer. In Utrecht steht nun „Bicycle Parking Stationsplein”, das weltweit größte Parkhaus für Fahrräder.

Polycomp Jogging Track

Laufen, wo du willst

Der Polycomp Jogging Track

Melos GmbH

Take me anywhere

Laufen ist eine der populärsten und verbreitetsten Sportarten der Welt. Laufen kann man fast überall, denn Laufstrecken finden sich sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Ein neuer Trend ist das City Jogging oder Sight Running – eine Kombination aus Laufen und Sightseeing. Dabei lassen sich Metropolen aus ganz anderen Blickwinkeln entdecken. Zum Beispiel auf dem Polycomp Jogging Track.

Gelenkschonend

Ob in der Stadt oder auf einem Schiff: Der Bodenbelag ist ein ganz wichtiger Wohlfühlfaktor. Der Polycomp Jogging Track bietet Joggern und Fußgängern eine angenehme und gelenkschonende Oberfläche.

Einfache Installation

Das Beschichtungssystem ist auf einer Basis aus Polyurethan aufgebaut und kann auf bereits bestehendem Asphalt oder Beton installiert werden. Die strukturierte Oberfläche verleiht dem Polycomp Jogging Track seine rutschhemmende Eigenschaft. Des Weiteren überzeugt das System dank seiner enormen Griffigkeit.

Der Aufbau des Polycomp Jogging Track

  1. Grundierung
    Die Grundierung dient als Haftbrücke zwischen dem Polycomp Jogging Track und dem vorhandenen Untergrund (Beton/Asphalt).
  1. Elastikschicht
    Die Elastikschicht besteht aus PUR-gebundenem EPDM Granulat und ermöglicht das stets komfortable Laufgefühl.
  1. Porenschluss
    Der Porenschluss sorgt dafür, dass das System wasserundurchlässig ist.
  1. Beschichtung
    Aus PUR-gebundenem EPDM Granulat setzt sich die Beschichtung zusammen. Diese ist in verschiedenen Farben verfügbar.

Alles auf einen Blick

Elastisch und gelenkschonend

Im Vergleich zu asphaltierten Gehwegen zeigt sich der Polycomp Jogging Track elastisch und gelenkschonend.

Rutschhemmend

Dank der strukturierten Oberfläche ist der Belag extrem rutschhemmend und auch nach einem Regenschauer noch absolut sicher.

Neuware

Alle Komponenten des Systems sind zu 100% Neuware und wurden aus hochwertigen Rohstoffen hergestellt.

Große Farbvielfalt

Der Polycomp Jogging Track ist in den Farben rot, grün und blau besonders beliebt. Melos bietet jedoch noch viele weitere Farben an.

Melos GmbH

Melos entwickelt und produziert farbige Gummigranulate und Systemkomponenten, z. B. für Kunstrasenplätze, Stadionlaufbahnen, Multifunktionssportfelder und Spielplätze, sowie kundenindividuelle Industrial Compounds, die unter anderem in der Kabelindustrie und im Automotive-Bereich verarbeitet werden. Vom Standort Melle in Niedersachsen aus unterstützt das über 200-köpfige Team Verarbeiter weltweit mit Know-how, Produkten, Services – und das schon seit über 80 Jahren.

Pixeland

Pixel Pop

Pixeland in Mianyang

100architects

Was ist das?

Pixeland von 100architects vereint eine Reihe von poppigen Außenanlagen, vor allem Spielplätze für Kinder und Freizeitangebote für Erwachsene und Familien. Allen gemeinsam ist das Grundmodul von einem Pixel, das zu einer bunten Abfolge quadratischer Flächen führt.

Das im chinesischen Mianyang realisierte Projekt verfügt über eine Reihe von multifunktionalen „Pixel-Räumen“, die einen einzigartigen öffentlichen Raum schaffen. Mianyang (5,45 Millionen Einwohner) ist ein Zentrum der Elektronikindustrie im Nordwesten der Provinz Sichuan, da erscheint die Assoziation zu Pixeln sehr passend.

Die Architekten nennen Pixeland eine Verschönerung des öffentlichen Raumes (public space beautification), die durch die Kombination verschiedener Außenanlagen in einem einzigen Raum entsteht, z.B. durch Landschaftselemente, Spielflächen und -plätze für Kinder und Freizeitelemente für Erwachsene.

Architekt

100architects
Shanghai

Team: Marcial Jesús, Javier González, Stefanie Schramel, Marta Pinheiro, Lara Broglio, Mónica Páez, Keith Gong

Bauherr

Dongyuan Dichan

Fotos

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Pixel

Pixeland wurde vom digitalen Konzept der Pixel inspiriert. Ein Pixel ist das kleinste unabhängige Sample eines Bildes mit seinen eigenen RGB- oder CMYK-Farbinformationen ist. Die Kombination mehrerer Pixel ergibt ein digitales Bild.

100architects übertrugen diese Idee auf die räumliche Organisation des Projekts, indem sie ihr Bild als einen multifunktionalen öffentlichen Raum schufen – und dies durch Hinzufügen und Kombinieren von kleineren, unabhängigen, funktionalen Pixeln. Während jedes der Pixel seine eigene Funktion und Charakteristik hat und als eigenständige Einheit gesehen und genutzt werden kann, führt die Kombination aller Elemente zu einem sehr auffälligen öffentlichen Raum: ein 1.500 Quadratmeter großer städtischer Platz, mitten in einem Wohngebiet von Mianyang.

Die meist verwendete Pixelgröße im Pixeland ist ein Quadrat von 5 x 5 m. Darauf lässt sich auch als Gruppe schon einiges anstellen. An den Grenzen der Fläche werden auch kleinere Pixel von 2,5 x 2,5 m und 1,25 x 1,25 m als modularer Ansatz genutzt. Sie dienen als Zugänge und als Übergang zwischen Pixeland, Fußgängerzone und Landschaft.

Adresse

Binjiang East Road
Youxian District
Mianyang City
CN-Sichuan Province

Luftbild

Ausstattung

Pixeland ist von Fußwegen umgeben. Den Übergang in den bunten Bereich schaffen kleinere, bepflanzte und sonst wie grün gestaltete quadratische Flächen.

Dann wird es wild – und bunt: Spielplätze, Sitzecken, Rutschen, Treppen, Klettergerüste,  Picknickplätze, Sonnenschirme, Spielinseln, Gemeinschaftsbänke, geneigte Rasenflächen und kleine Amphitheater schaffen ein mehr als abwechslungsreiches, angenehm irritierendes buntes Labyrinth.

Die Spielmöglichkeiten wirken alle verstreut, ihr Zentrum ist die Abfolge von Spiel- und Krabbelboxen auf dem höchsten Punkt des Geländes. Überhaupt bietet der karierte Platz mit seinen ansteigenden und abfallenden Ebenen eine animierende künstliche Topographie, die zum Zentrum hin ansteigt.

Eine Beautification halt.

Eröffnung

2019

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
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  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
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Kokkedal Climate Adaption

Klima gut, alles gut

Kokkedal Climate Adaption

Schønherr

Situation

Die dänische Stadt Kokkedal wurde in den Jahren 2007 und 2010 von sehr starken Regenfällen heimgesucht. Beide Male trat der angrenzende See Usserød über seine Ufer. Die Überschwemmungen verursachten schwere Schäden an vielen Häusern.

Diese kritischen Ereignisse motivierten die Gemeinde zu einer ungewöhnlichen Partnerschaft mit den betroffenen öffentlichen Wohnungsbauunternehmen, dem Kanalbauer und der für ihre außergewöhnlichen Projekte bekannten Danish Foundation Realdania. Gemeinsam beschlossen sie, das Quartier vor zukünftigen Überschwemmungen zu schützen und gleichzeitig attraktive neue städtische Räume zu schaffen.

„Kokkedal Climate Adaption“ ist das größte dänische Projekt seiner Art. Es besteht aus 35 Teilprojekten, die von den Landschaftsarchitekten Schønherr und dem Bauunternehmen Ramboll konzipiert und umgesetzt wurden.

Landschaftsarchitekt

Schønherr
Klosterport 4T, 1.sal
DK – 8000 Aarhus C

Bauunternehmer

Ramboll Group A/S
Hannemanns Allé 53
DK-2300 Copenhagen S

Eröffnung

2017

Klimaanpassung & soziale Integration

Kokkedal Climate Adaption erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 60 ha im Norden Seelands. Es umfasst ein grünes Flusstal, eine Schule, ein Pflegeheim, ein Sportzentrum, ein Einkaufszentrum und ein großes Wohngebiet. Rund 3.000 Menschen leben hier.

Die planerische Herausforderung bestand darin, klimagerechtes Bauen mit attraktiven Angeboten an das gewünschte urbane Leben zu verbinden. Die zersplitterten Stadtgebiete sollten verbunden, neue attraktive Treffpunkte geschaffen und die Natur den Bewohnern näher gebracht werden.

Es gibt viele Gründe, aus denen dieses Projekt etwas Besonderes ist. Klimagerechte Planung mit sozialer Integration zu verbinden, ist einer der besten: Die realisierten Schutzmaßnahmen gegen die Gefahr von Hochwasser bringen erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Mehrwert.

Luftbild

Programm

Kokkedal Climate Adaption enthält einen umfangreichen Katalog an Lösungen für den Klimaschutz sowie für die Wasserführung und -haltung. Früher wurde das Regenwasser unterirdisch in Rohrleitungen versteckt, hier und heute wird die Regenwasserbewirtschaftung sichtbar gemacht und führt zu neuen Freizeitangeboten.

Zu den neuen Stadträumen gehören unter anderem der Marokkanische Garten, der Wassergarten, der Eisschollengarten und eine sehr schöne Holztreppe, die das Wohngebiet mit dem Flusstal verbindet.  Außerdem wurde ein neuer Platz eingerichtet: der „Wave Square“. Hier wird das Wasser bei starken Regenfällen gespeichert. Ist der Platz jedoch trocken, bietet er Platz für Sportarten wie Basketball, Skateboard und Parkour.

Feedback

12 + 13 =

Zum Mitmachen

„Kokkedal Climate Adaption hat unsere Nachbarschaft zweifellos verbessert“, sagt Anwohnerin Marianne Lundberg Andersen (62). „Ich sehe das besonders in den Wiesen, wo es inzwischen viel mehr Leben gibt. Man trifft hier jetzt viele Menschen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Sie kommen zusammen und grillen, wenn das Wetter es zulässt, oder feiern Geburtstage. Oder beides. In unseren Seen gibt es eine großartige Tierwelt, in der Sie Fische wie Salamander oder Aale fangen können. Schulkinder treiben hier Sport, laufen und fischen – und Menschen in meinem Alter haben angefangen, das Gleiche zu tun.“

Das Projekt Kokkedal Climate Adaption hat dazu beigetragen, dass sich die Menschen sicherer fühlen. Die neuen Räume werden weitläufig genutzt, schwere Überschwemmungen sind Vergangenheit. Niemand will mehr wegziehen.

Im November 2017 erhielt das Projekt den DANVA und den Realdania Climate Award für die Schaffung eines Projekts, das als Inspiration für alle zukünftigen klimagerechten Projekte taugt.

Fotos

Carsten Ingemann
Leif Tuxen
Thøger Sørensen
Ulrik Kuggas

Text

Johannes Bühlbecker
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Video

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Stylemaker

Dreams are my reality

Bodenbilder aus Granulat

Melos GmbH

Der große Preis von Westerhausen

Melle im März 2019: Spannung liegt in der Luft, denn der große Preis von Westerhausen steht an. Die jungen Rennfahrer sind startklar, die Motoren heulen auf, und los geht die wilde Fahrt. Junge Bobbycar-Piloten flitzen wie der Blitz über die Geraden und erlernen gleichzeitig die Bedeutung von Ampeln und Verkehrsschildern.

Schauplatz des Spektakels ist der Melos Kart-Parkour – das ist der bisher ungenutzte Hinterhof der KiTa Westerhausen. Westerhausen ist ein Ortsteil der Stadt Melle (46.000 Einwohner) im Landkreis Osnabrück. Der im März 2019 eröffnete Bobbycar-Parkour mit Mario Kart-ähnlichen Motiven, Verkehrssymbolen und Rennstreckencharakter sorgt für großen Spaß, Bewegung und erste Berührungspunkte mit den Straßenverkehrsregeln.

Ausstattung

Melos GmbH
Bismarckstrasse 4-10
D-49324 Melle

Stylemaker®

Stylemaker®

Entwickelt wurde das sehr schnell sehr populäre Projekt mit dem Stylemaker®. Diese von Melos entwickelte App ermöglicht individuelle Bodengestaltungen. Einfach und intuitiv kann man Motive und Designs für die Bodengestaltung auswählen und bestellen. Das macht den Stylemaker® zu einer großen Hilfe bei der Planung von Spielplätzen, Kindergärten oder anderen Hinguckern wie zum Beispiel den Eingangsbereichen von Sportplätzen, Sporthallen oder Büros.

Aus verschiedenen Themenwelten wie „Galaxy“, „Sea Life“ oder eben „Bobbycar Track“ und Dutzenden verschiedener Motive von Tierbild, Bodenspiel, Zahlen bis zu Verkehrssymbolen kann jeder sein ganz eigenes Design entwickeln. Die ausgewählten Motive können bis zu 150 x 150 cm groß sein, 24 Farben sind möglich.

Video

Stylemaker® Individual

Melos bietet zusätzlich die Möglichkeit, Vereins- oder Unternehmenslogos, Familienwappen, Schriftzüge oder ähnliche individuellen Objekte in die Bodengestaltung einzubringen.

Dazu genügt es schon, den Spezialisten von Melos seine eigenen Skizzen, Fotos oder Ideen abfotografiert oder eingescannt zuzuschicken. Ausgestaltung, Konturen, Farbwahl und Feinheiten entstehen dann in enger Abstimmung miteinander.

Schließlich wird der fertige Entwurf zu einem Bodenbild aus hochwertigen Granulaten; eine individuelle, originelle und repräsentative Lösung für Sportvereine, Schulen, Kitas und Firmen sein.

Eröffnung

2018/19

Fotos

Melos

Text

Melos

30 Quadratmeter Weltraum

Ein neuer Fallschutz an der Kletterwand des Gymnasiums Harsewinkel sichert seit Ende 2018 auch die wagemutigsten Kletterer ab. Dieser Fallschutz ist das Ergebnis einer besonderen Zusammenarbeit und bietet ein sehr besonderes Design.

Der Projektkurs „Digitales Design“ der Jahrgangsstufe 11 als Designer sowie Melos und Firmentochter Teu2tec aus Gütersloh sind die Projektverantwortlichen. Von den Schülern stammen Konzept und Entwurf. Melos produzierte das farbige Kunststoffgranulat und Teu2tec gestaltete aus diesem Granulat mit Hilfe von 3D-Druck und 3D-Design hochwertige Bildmotive für den Fallschutzbelag.

Die etwa 30 Quadratmeter große dunkelblaue Fläche zieren bunte Motive aus dem Themenbereich Raumfahrt und Weltall: ein Astronaut, ein Ufo, eine Rakete, ein Atom und Sterne.

Die Zusammenarbeit verlief ausgesprochen harmonisch, das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Eine weitere Zusammenarbeit dieses Erfolgsteams ist bereits beschlossen.

Video

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Cool Cool Seaside

Massage für die Stadt

Cool Cool Seaside in Kaohsiung

von Atelier Let’s

Überraschung

Cool Cool Seaside ist ein überraschendes Sport- und Freizeitangebot ganz in der Nähe der Docks der taiwanesischen Millionenstadt Kaohsiung. Es besteht aus zwei Basketballcourts und einem Pavillon aus drei umgebauten Schiffscontainern.

Das Projekt ist das Ergebnis einer vom Planungsamt der Stadt Kaohsiung beauftragten Revitalisierung einer Hinterhofsituation, die das ortsansässige „Atelier Let’s“ geplant und umgesetzt hat.

Architekt

Atelier Let`s
Ta-Chi Ku, Zon Chen, Cheng-Han Chiu

Bauherr

Urban Development Bureau
Kaohsiung City Government

Gushan Ferry Pier

Kaohsiung ist mit 2,77 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Taiwans. Der Gushan Ferry Pier verbindet die Stadt mit der auch touristisch bedeutsamen Insel Cijin. Rund um die Fährstation liegen Geschäfte und Restaurants.

Alles wirkt großstädtisch und geschäftig. Und mittendrin, zwischen einer belebten Straße und dem Pier, liegt die kleine Oase Cool Cool Seaside. Eingefasst von Lagerschuppen und Geschäften für Haushaltswaren finden sich zwei Basketballcourts, die durch einen eigenwillig gestalteten Aufenthaltsbereich voneinander getrennt werden.

Adresse

Gushan Ferry Pier Station
804, Gushan District
Kaohsiung
Taiwan

Luftbild

Geschichte

Früher fuhr hier auch die Eisenbahn. Im Zuge der Stadtentwicklung änderte sich das jedoch und im verwaisten Gleisbett entstand ein kleiner Park, der allerdings nicht gepflegt wurde und in Vergessenheit geriet. Das Gelände wurde immer mehr zwischen Wohn- und Geschäftshäusern, Lagern und Fabriken eingeklemmt, ohne genutzt zu werden.

Hier befanden sich bereits zwei Basketballplätze und ein Aufenthaltsbereich mit Betonbänken – allerdings ebenfalls stark vernachlässigt und demzufolge kaum noch genutzt. Das Atelier Let’s wurde damit beauftragt, der Freizeitanlage eine neue Struktur zu geben und diese für Anwohner und Touristen gleichermaßen einladend zu gestalten.

Fotos

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Container

Angesichts des begrenzten Budgets war es sinnvoll, so weit wie möglich auf vorhandene Materialien zurückzugreifen. Daher wurden die vorgefundenen Sitzflächen aus Stahlbeton zum Fundament des Vordachs. Das ersparte Materialkosten und den gesamten Aushub.

Cool Cool Seaside besteht aus drei hintereinander stehenden Containern, die durch Stahlstützen um Geschosshöhe aufgeständert wurden. Die Seitenteile wurden nach außen heruntergeklappt und bilden nun die Vordächer des Aufenthaltsbereichs.

Die drei Schiffscontainer sollen auf die Vergangenheit des Standortes als kolonialer japanischer Railyard verweisen. Sie wurden demontiert und auf ihre Stahlskelette zurückgebaut, bevor sie verstärkt, neu lackiert und wieder aufgebaut wurden.

Feedback

11 + 8 =

Gestaltung

Dünne Stahlseile tragen die Seitenteile der Container, die an beiden schmalen Enden auskragen und an den längeren Kanten von schlanken Säulen getragen werden.

Der gesamte Aufenthaltsbereich wurde leicht erhöht und mit einem Kiefernholzboden versehen. Das schafft eine gestalterische wie haptische Abgrenzung zu den Spielfeldern und den umliegenden Höfen und vermittelt „ein Gefühl der Entspannung“. Und diese Entspannung passt sehr gut zur Intention der Planer, die das Projekt als „massage for the city“ verstehen.

Für die wohltuend milde farbliche Gestaltung wurde Bamboo Yang, ein Mitglied der sehr populären lokalen Straßenkunstgruppe Wallriors, gewonnen.

Eröffnung

2017

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Tempel

Eine Sichtachse zum nahegelegenen Wen-Long-Tempel führt quer durch die Anlage. Die Gestaltung der Container und Vordächer nimmt darauf Rücksicht: Die Sicht in Richtung Tempel wird nicht behindert und die Höhe der Cool Cool Seaside bleibt unter der des Tempels.

Die Cool Cool Seaside war der typische Hinterhof einer Geschäftsstraße in einer Hafengegend. Nun kann man hier wieder Sport treiben und sich großstädtisch entspannen – zum Beispiel bei einem (mitgebrachten) Eis in subtropischem Klima und im Schatten der Vordächer die „Müdigkeit des Alltags“ abbauen, wie die Planer das nennen.

Wirklich eine Massage, nicht nur für die Stadt.

Farbliche Gestaltung

Werbung

PHOTOGALERIE

PLÄNE

Über uns

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

Kontakt

Telefon

+(49) 234 5466 0374

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contact@moresports.network

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More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

SJCC Glamping Resort

Camping mit Glamour

Das SJCC Glamping Resort

Atelier Chang

Glamping

Der Begriff Glamping ist ein Kofferwort aus dem englischen „glamourous camping“. Es bezeichnet eine auf Luxus ausgerichtete Form des Campings. Die Ausstattung von Wohnwagen und Zelten sowie der angebotene Service sind dabei sehr hochwertig und sollen den Luxus-Ansprüchen einer zahlungskräftigen Zielgruppe entsprechen. Der Trend stammt aus den USA und Großbritannien.

In Südkorea eröffnete im Sommer 2018 ein Resort, dass dieses Konzept konsequent umsetzt. Das SJCC Glamping Resort bietet seinen Gästen pure Natur in Kombination mit komfortablen, architektonisch gestalteten Wohneinheiten, die um eine Gemeinschaftsanlage herum angeordnet sind.

Das neue, minimalistische Luxusresort – angrenzend an den Seungju Country Club in Suncheon – besteht aus sechzehn bunten Wohneinheiten mit angeschlossener Rezeption und Restaurant. Jede Einheit bietet seinen Gästen ca. 50 m² Wohnfläche mit zwei Schlafzimmern, Küche und Bad – alles aus Elementen von Zelt und Bungalow, alles über große Terrassen in direktem Kontakt mit der Außenwelt.

Lage

Das SJCC Glamping Resort liegt rund 300 Kilometer südlich von Seoul inmitten üppiger Zypressenwälder und bietet einen weiten Blick über die koreanische Meeresenge. Entwurf und Gestaltung von Atelier Chang (London) beziehen sich auf die dramatische Topographie des Ortes und auf natürliche Elemente wie Kieselsteine und Glühwürmchen. Das Resort bietet seinen Gästen eine direkte und lebendige Verbindung mit der reichlich vorhandenen Natur.

Die sorgfältige Ausrichtung der Anlage stellt sicher, dass jede Einheit gut von den umliegenden Einheiten abgeschirmt ist. Gleichzeitig bietet sich allen Gästen aus allen Einheiten der wunderbare Blick auf die Suncheon Ecological Bay. Nachts, wenn im Inneren das Licht „an“ ist, scheinen die Wohneinheiten ein bunter und lebhafter Teil des Waldes zu sein.

Typologie

Das Atelier Chang bringt einen innovativen Ansatz auch in die Konstruktion der Wohneinheiten ein: Leichte Stahlrahmen wurden mit isoliertem, zeltartigem Gewebe überzogen und bilden hochbelastbare Konstruktionen, die den erheblichen jährlichen klimatischen Unterschieden der Region standhalten.

Das Resort umfasst drei Haupttypen von Wohneinheiten: „Mountain“, „Cutent“ und „Firefly“. Jeder Typ bietet einen eigenen Grundriss und eine individuelle Farbgebung.

Das markante Gemeinschaftsgebäude mit Restaurant bildet den Mittelpunkt des Resorts. Das Restaurant und die Aussichtsterrasse werden durch elegant und geometrisch angeordnete weißen Stahllamellen geschützt, die den Sonneneinfall mindern.

Konstruktion

Zu den wichtigsten Merkmalen des Projekts gehören:

  • Die leichte Stahlkonstruktion, bezogen mit einem maßgeschneiderten Gewebe des französischen Herstellers Serge Ferari. Das Material ist witterungs- und feuerbeständig und passt sich der Form jeder einzelnen Einheit an.

  • Die Verglasungselemente bestehen aus doppelschichtigem Polycarbonat. Das schützt die Privatsphäre der Gäste. Bei Bedarf kann auch Glas verwendet werden.

  • Die Anlage ist technisch voll ausgestattet, inklusive der Nutzung natürlicher Ressourcen wie z.B. Regenwasser.

  • Die Fundamente bestehen aus Betonpfeilern mit aufgehenden Stahlstützen.

Das SJCC Glamping Resort benötigte drei Jahre für Planung und Bau. Heraus gekommen ist ein architektonisch spektakuläres Resort für eine wachsende Zielgruppe – in einer Konstruktion, die bis ins Detail ausgefeilt ist und den durchaus anspruchsvollen äußeren Bedingungen (-20 bis +40° Celsius) stand hält. Das Warten hat sich gelohnt.

PROJEKTDATEN

Architekt

Atelier Chang Ltd
Soohyun Chang, Carole Froidevaux, Jinman Choi, Ilia Varvaroussi

Bauherr

POSTMATE / POSCO (SJCC Glamping)

Budget

1.560.000 €

Standort

492-2 Songhak-ri
Byeollyang-myeon
Suncheon
Jeollanam-do
Südkorea

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2018

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

Kyungsub Shin

FOTOS

PLÄNE

VIDEO

About

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Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
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Interview mit Ralf Maier

Was das Herz berührt

Ein Gespräch mit Ralf Maier

Ralf Maier, Landschaftsarchitekt aus Köln, gestaltet Skatebahnen für soziale Projekte in der ganzen Welt. Warum Mädchen in Afghanistan auf Brettern, aber nicht auf dem Fahrrad fahren dürfen, wie man Handwerker für Afrika über Instagram findet und warum er vielleicht bald olympisch tätig sein könnte. Ein Gespräch über Integrationsarbeit auf ungewöhnlichem Terrain, geführt von Marcus Meyer (DOSB).

Herr Maier, Sie planen Skatebahnen, sind weltweit als Experte gefragt. Eine recht ausgefallene Tätigkeit für einen Landschaftsarchitekten. Das ist weniger exotisch, als Sie denken. In Deutschland gehört die Konzeption von Sportanlagen zur Aufgabe eines Landschaftsarchitekten; Sportplatz-, Landschafts- und Außenanlagenbau haben ähnliche Richtlinien. Die meisten Kollegen gestalten aber eher Spiel- und Freizeitanlagen auf Schulhöfen und in Kindertagesstätten, kümmern sich um Uferbegrünung und städtische Plätze.  

Wie sind Sie bei den Skateboardern gelandet? Ich komme aus dem BMX-Sport. Beide Sportarten, Skateboard- wie BMX-Fahren, fristeten in meiner Jugend ein Nischendasein in den Randbezirken der Städte, auf ziemlich langweiligen Bahnen. Der Grund: Die Rampen stammten von Spielgeräteherstellern. Und deren Normen sind weit strenger als jene für Sportplätze. Ich wollte es besser machen.

Sie haben eine Reihe von Skatebahnen in Afrika, Indien und Afghanistan in den Sand gesetzt. Wie kam es zu diesen Projekten? Den Ausschlag hat Titus Dittmann gegeben, der ja so eine Art Ahnenvater dieses Sports in Deutschland ist. Er war Anfang der 1980er-Jahre der größte Importeur von Skateboards und der dazugehörigen Schutzkleidung, die BMX-Fahrer ebenfalls benutzt haben. Titus hat uns damals ausgerüstet und gesponsert. Seitdem ist der Kontakt zu ihm nicht abgerissen. Irgendwann hat er mich angerufen und erzählt, dass er mit seiner Stiftung skate-aid einen Skatepark in Afghanistan bauen will. Sein Plan: Betonfertigteile aus Deutschland erst per Schiff, dann per Lkw 1.000 Kilometer durchs Land zu transportieren. Viel zu umständlich, habe ich gesagt, das klappt nicht. Solche Projekte muss man in Ortsbauweise umsetzen, mit Materialien aus der Umgebung.  

Und die Kinder in Ihre Planungen miteinbeziehen… Nur in Deutschland. Im Ausland geht das nicht, weil die Kinder meistens keine Ahnung von der Sportart haben. In Namibia haben wir die Anlage zudem für Kinder gebaut, die blind und taub sind. Wir planen aber generell so, dass jeder die Anlage seinen Fähigkeiten entsprechend nutzen kann, nicht so, als würden die Kinder bereits zehn Jahre auf dem Board stehen. Wenn sie wollen, können sie da auch nur rauf- und runterlaufen. Im Prinzip funktioniert die Anlage wie ein Sportplatz.

Ist der Auftrag mit dem Bau erledigt? Wer kümmert sich um die Nachhaltigkeit der Projekte? Dafür sorgen die Stiftungen. Es kommt aber öfter vor, dass Projektbetreuer nach kurzer Zeit den Ort verlassen. Jemand Neuen zu finden, ist nicht leicht. Außerdem erleben wir, wie versucht wird, Projekte für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. In Tansania etwa liegt die Skatebahn auf einem Kirchengelände. Irgendwann verlangte der Pfarrer, dass die Kinder vorm Spielen beten sollten. Das ist gegen unsere Prinzipien: Der Sport soll ohne Vorbedingungen und für alle Kinder möglich sein. Wir durchlaufen viele Lernprozesse: In Afghanistan haben wir den Kindern anfangs die Boards mit nach Hause gegeben, die wurden ihnen dann unterwegs von älteren Jugendlichen abgenommen. Nun werden die Bretter eingesammelt und nur zum Training rausgegeben.      

Was braucht es, um einen Park wie in Namibia zu bauen? Man benötigt Leute vor Ort, die das Projekt unterstützen, die die Netzwerke und Baupreise kennen. Unsere Erfahrung ist: Wenn man keine ansässigen Helfer findet, zahlt man schnell den drei- bis vierfachen Preis für die Materialien. In Namibia hat uns ein deutscher Verein geholfen, in Ruanda jemand vom SOS-Kinderdorf, das die Initiative auch angeschoben hatte.  

Und wie lösen Sie das handwerklich? Mit Spezialisten. Um die Oberfläche einer Skatebahn optimal herzurichten, sind mehrere Facharbeiter nötig, Könner an der Handkelle. Das ist absolute Feinarbeit, eigentlich mehr Kunst als Handwerk. Und die Leute müssen mit den klimatischen und kulturellen Bedingungen in den jeweiligen Ländern zurechtkommen, außerdem vertrauenswürdig und zuverlässig sein. Bei Letzterem haben wir schon negative Erfahrungen gemacht.  

Klingt nach einer schwierigen Suche. Wo findet man die richtigen Mitarbeiter für solche Projekte? Die Kontaktaufnahme läuft komplett über die sozialen Netzwerke. Mein Facebook- und Instagram-Account haben eine gute Reichweite. Wenn ich von unseren Projekten berichte, melden sich sofort Leute, die Lust haben mitzumachen. Die kommen überwiegend aus Europa, manche auch aus anderen Teilen der Welt. Beim letzten Skatepark in Bethlehem gehörten ein Engländer, ein Amerikaner, ein Deutscher, ein Syrer und ein Palästinenser zum Team.

Was treibt diese Menschen an? Wir realisieren die Projekte in den Wintermonaten, Januar bis März. Eine Zeit, in der Handwerker auf der nördlichen Halbkugel normalerweise weniger zu tun haben. Was sie lockt, würde ich als Mischung aus Abenteuerlust und Sozialengagement bezeichnen. Die haben einfach Spaß, dabei zu helfen, und sind deshalb bereit, für weniger Geld zu arbeiten. Wir bauen die Parks in der Regel für 30.000 bis 40.000 Euro. In Deutschland müssen sie mit dem vierfachen Preis kalkulieren.  

Ist ihre Arbeit im Preis enthalten? Die Projekte sind alle über Stiftungen finanziert und können nur mit sozialem Engagement umgesetzt werden. Wir planen die Bahnen ehrenamtlich, sind dafür bei der Umsetzung nicht dabei. Vier oder sechs Wochen unbezahlt in der Welt unterwegs zu sein, könnten wir uns nicht leisten. Zum Teil nehmen sich meine Mitarbeiter aber Urlaub, oder die Werkstudenten nutzen ihre Semesterferien, um vor Ort zu unterstützen. Ich selbst war vor ein paar Monaten in Namibia bei der Fertigstellung eines Skateparks dabei.

Was ist Ihre Motivation? Um das anfängliche Beispiel aufzugreifen: In Namibia haben wir mit drei Schulen zusammengearbeitet, eine für taube, eine für sehbehinderte und die dritte für körperlich gehandicapte Kinder. Es ist unbeschreiblich, wie sehr sich diese Kinder über die Skatebahn gefreut haben. Der Abschied war so emotional, da standen allen die Tränen in den Augen. Skaten hilft Kindern, Selbstvertrauen aufzubauen, Anerkennung zu bekommen, was viele von ihnen nicht gewohnt sind. Ich suche mit dem Engagement auch einen Ausgleich zum normalen Geschäft. Ich möchte etwas tun, was das Herz berührt.    

Vermutlich zahlt sich Ihr Engagement trotzdem aus. Natürlich sind das Referenzprojekte: kein Geld, dafür Image. Wir heben uns von Mitbewerbern ab, werden bekannter und das zieht neue Aufträge nach sich. Man lernt zudem eine Menge durch die Projekte in fremden Ländern und Kulturen. International zu bauen, das macht sonst kein Landschaftsarchitekturbüro in Deutschland. 95 Prozent unserer Aufträge sind mittlerweile Skateparks – an der Ostsee, im Schwarzwald oder in Bayern.

Ab 2020 ist Skateboardfahren olympisch. Hat sich Ihr Know-how bis zum IOC rumgesprochen? Vielleicht, in Köln sitzt immerhin die IAKS (Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen, Anm. d. Redaktion). Die wird vom IOC gefördert und vergibt alle zwei Jahre einen Award für vorbildliche Sportstätten. Wir sind dreimal gekürt worden, für die Projekte in Bethlehem, Tansania und Afghanistan. Insofern könnte das IOC uns kennen (lacht). Aber ganz ehrlich: Skateboarden ist so ein kleiner Programmpunkt bei Olympia und wer baut sich heutzutage noch einen Olympiapark in die Stadt?

Umbrella Sky Project

Keine Welpen

Guerilla-Marketing: das Umbrella Sky Project in Águeda

Mary Poppins

Inspiriert von der jungen Nanny Mary Poppins, die mit ihrem Regenschirm vom Himmel steigt, erschien das Umbrella Sky Project erstmals im Jahr 2011 im Rahmen des jährlichen Kunstfestivals in der portugiesischen Stadt Águeda. Jeden Sommer beglücken die Designer von Sextafeira seitdem eine Handvoll der engen Straßen der Stadt mit bunten Regenschirmen, die den Passanten Schatten spenden. An den Dächern befestigt und mit Seilen verbunden werfen Hunderte dieser Schirme einen kreativen und kostengünstigen Schatten auf die auserwählten Straßen Águedas.

Vor allem aber bildet das Meer der Schirme ein einzigartiges Farbspektakel, das sowohl Stadt als auch Designer sehr schnell berühmt machte. Inzwischen wurde des Projekt weltweit exportiert.

Guerilla-Marketing

Das Umbrella Sky Project besteht neben den Schirmen aus bunten künstlerischen Installationen, die über Águeda verstreut sind. Der Himmel  aus im Winde wehenden Regenschirmen ist allerdings das wirklich starke Element des Projekts, das es weltweit bekannt gemacht hat.

Sextafeira gründeten sich im Jahr 2004 „mit dem Willen, eine einzigartige Position in der heutigen, von Kommunikation durchdrungenen Gesellschaft einzunehmen. Wir nutzen Guerilla-Marketing, um die Herzen und Köpfe unserer Kunden zu erreichen.“ Haupttaktik ist der Einsatz ungewöhnlicher Mittel und Aktionen unter dem Motto „keine Flyer, keine Banner, keine Welpen“.

Jedes Jahr wird ein anderes Thema gewählt, an dem die Installationen und Dekorationen in Águeda ausgerichtet werden.

Farbe ins Spiel

Das Ziel der Designer ist es, Farbe ins Leben, in die Grauzonen der Stadt zu bringen – und Touristen und vorbeikommenden Bewohnern ein Lächeln zu entlocken. Eine einfache Idee, die Leben, Farbe, ein anderes Licht und sogar Schutz in den öffentlichen Raum bringt – mit einem enormen Wiedererkennungswert für die Stadt Águeda.

Das Meer der Regenschirme bringt Farbe in die engen Gassen. Während sie in der Luft magisch zu schweben scheinen, werden die Schirme tatsächlich von einer Schnur gehalten. Die leuchtende Idee zieht nicht nur Aufmerksamkeit auf sich, sondern verschönert auch den Alltag. Daher wird das Umbrella Sky Project von Touristen und Einheimischen gleichermaßen geliebt.

Wie Weihnachten

Das Umbrella Sky Project ist sehr schnell zu einer festen Institution geworden, zu einem wiederkehrenden Fest, auf das sich alle freuen.

Die Designer Sextafeira starteten Ableger in anderen Städten wie Lissabon, wo sie bunte Luftballons über städtische Gassen hängten. Bunte Schirme hingen bereits in vielen Ländern Europas, aber auch in den USA.

Das Projekt kostet nicht viel Geld und fördert Handel, Gewerbe und die Region selbst, sagen die Designer. Recht haben sie.

Projektdaten

Designer

SEXTAFEIRA
Jardim Conde Sucena, Águeda
PT  3754-130 Águada

Bauherr

Stadt Águeda

Eröffnung

Jedes Jahr aufs Neue

Autor

Sextafeira Produções

Johannes Bühlbecker,
More Sports Media

Standort

R. Luís de Camões 111
PT – 3750-101 Águeda

Luftbild

Danke, Google!

Bilder

Installationen

Videos

La Doce

Was Großes

La Doce in Mexiko-Stadt

Fußballl

„La Doce“ ist nicht nur ein Sportplatzbau in einer schwierigen Gegend. La Doce ist ein kollaboratives Projekt in Mexiko-Stadt, das auf zwei Säulen ruht: einem Netzwerk und dem Wunsch nach Veränderung. Veränderung meint in diesem Zusammenhang die Entwicklung qualitativ hochwertiger öffentlicher Räume in vernachlässigten städtischen Gebieten, und dies weltweit.

Der Fußball hat die Kraft, solche Veränderungen anzuschieben: Es ist die weltweit populärste Sportart, hat die meisten „Follower“ und bewegt emotional wie wirtschaftlich. So sehr, dass er sogar als Motor der Stadtentwicklung taugt – La Doce ist dafür ein weiteres schönes Beispiel.

Teilnahme

Beim Fußball und bei La Doce geht es ums Teilnehmen, um das Dabeisein. Wir können mitspielen oder zuschauen – und wir beobachten, dass es jenseits des Spiels diese enorme soziale Komponente gibt. La Doce ist der Rahmen für ein „Hobby“, das es uns ermöglicht, zu kommunizieren und uns zu vernetzen – ein Ereignis, das die sozialen Schichten nicht trennt, sondern verbindet. Mannschaftssport halt.

love.fútbol

Dieses „Manifest“ ist die Grundlage, auf der das Netzwerk aktiv wird. „love.fútbol“ ist eine Non-Profit-Organisation, die in Marokko entstand und inzwischen Dutzende von Projekten in Lateinamerika, Asien und Afrika realisiert hat. Allen Projekten gemeinsam sind ihre Ziele: freier Zugang, Betrieb und Pflege durch die Gemeinde sowie Raum zum Wachsen.

love.fútbol will die Gemeinden mobilisieren und dazu verpflichten, ihre eigenen Fußballfelder als nachhaltige Plattformen für den sozialen Wandel zu planen, zu bauen und eben auch zu betreiben. Durch die Verwaltung und das Sponsoring verschiedener Einrichtungen fördert und verwirklicht love.fútbol die Sanierung und Wiederherstellung von brachliegenden Sportplätzen in vernachlässigten städtischen Gebieten weltweit und baut qualitativ hochwertige öffentliche Räume.

Projektdaten

Architekt

All Arquitectura 

Team: Josemaria Quintanilla, Rodrigo Guardado, Salvador Guardado, Alejandro Guardado, Eduardo Ugalde & Judith Valerio

Fotograf

Luftbilder: © Zaickz Moz
Sonstige Bilder: © Marcos Betanzos 

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

All Arquitectura 

Eröffnung

2018

La Mannschaft

love.fútbol ist der Promotor, das junge Architekturbüro All Arquitectura aus Mexiko-Stadt der Gestalter. Mit diesem Team, und mit der Unterstützung des englischen Premier-League-Clubs Manchester City, startete das Projekt. Die Integration lokaler Partner ist für die Arbeit von love.fútbol von großer Bedeutung, also wurde die Bürgerinitiative Natlik als Ansprechpartner vor Ort „engagiert“.

Standort

Das Projekt befindet sich in der Gemeinde Valle de Chalco, am östlichen Rand der mexikanischen Hauptstadt. Die Gegend ist durch den Zuzug vieler indigener Gruppen aus allen Landesteilen dramatisch angewachsen – soziale und gesellschaftliche Angebote fehlen. Das Ergebnis sind eine geringe soziale Identität und eine hohe Kriminalitätsrate.

La Doce ist die koordinierte Anstrengung von Designern, Architekten, Künstlern, Organisationen und Nachbarn, die diese Missstände durch Gemeinsamkeit, Verantwortung und Fußball ändern will – und geändert hat.

Projekt

Das Projekt besteht aus zwei Bereichen: dem Spielfeld und dem Drumherum. Das Spielfeld misst 15 x 25 Meter und ist dank der Tore und Körbe für Fußball, Basketball und andere Aktivitäten nutzbar. Es wurde ganz nah an die Grundstücksgrenzen heran gebaut, so dass viele Platz für anderes bleibt.

Das Grundstück schafft für Fußgänger eine Verbindung zwischen den angrenzenden Straßen im Norden und Süden. Im Süden wird die Anlage über eine Freifläche erschlossen, die unter anderem Sandsäcke für das Boxtraining zu bieten hat. Zwischen Vorplatz und Spielfeld liegt ein offener Pavillon, der unter einem großen Dach mehrere Funktionen integriert: ein kleines Büro, ein Lager, Toiletten und eine Werkstatt. Eine betonierte Fläche im Westen des Spielfelds fasst einige Zuschauerplätze und eine Bühne für Begegnungen und Aufführungen – nach Wunsch der Planer zum Beispiel für künstlerische Präsentationen der vielen ethnischen Ursprünge, die das Valle de Chalco ausmachen. Auf dem Nachbargrundstück befinden sich eine verlassene Bibliothek und ungenutzte Flächen, die in einer zukünftigen Phase in das Projekt integriert werden können und sollen.

Zeichen

Auffällig und aufmerksamkeitsstark ist vor allem die farbliche Gestaltung des Spielfelds. Dieser hohe Wiedererkennungswert schafft Identifikation, schützt (hoffentlich) vor Vandalismus und sensibilisiert Sponsoren und Öffentlichkeit.

Das alles können Sport und Architektur schaffen, wenn sie von einem tatkräftigem Netzwerk getragen werden.

Bilder

Videos

Carpa Olivera

Rutsche und Meerjungfrau

Carpa Olivera in Mexiko

Geschichte

Ursprünglich 1915 erbaut und inspiriert von den Meeresbecken in Lissabon, war und ist die Carpa Olivera ein mit Gezeitenwasser gespeistes Schwimmbecken am Strand von Olas Altas im historischen Zentrum von Mazatlan, einer Stadt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Viele berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit versammelten sich hier, die Touristen kamen in Strömen. Im Jahr 1954 wurde Carpa Olivera von einem Hurrikan verwüstet und zunächst nicht wieder aufgebaut. Mit der Zeit aber kamen die Leute wieder, um den Pool zu benutzen. Im Jahr 2004 wurde die Anlage wieder aufgebaut und modifiziert, fiel aber bald Verwahrlosung und Vandalismus zum Opfer.

Idee

Dieser unbefriedigende Zustand rief das Colectivo Urbano auf den Plan – einen Zusammenschluss von Architekten, Landschafts- und Stadtplanern, das Ideen zur Verbesserung seiner Stadt, also Mazatlan, entwickelt. Dieses Kollektiv schlug dem Eigentümer (Mazatlan Investment Unit) vor, den bedeutenden öffentlichen Raum durch eine Erweiterung zu retten. Dazu sollte der Gezeiten-Pool wieder hergestellt werden und um ein neues spielerisches Element bereichert werden: eine spiralförmige Rutsche, die neben dem traditionellen Publikum (Einheimische und Touristen) auch Familien und Kinder anlockt.

Rutsche

Die Rutsche steht da wie eine robuste und einzigartige Skulptur am Meer. Das ist gut. Das neue, familiäre Publikum übt zudem eine gewisse soziale Kontrolle über die Anlage aus. Eine weiterer, für den nachhaltigen Erfolg der Anlage wichtiger Punkt ist natürlich ihre Wirtschaftlichkeit. Die wird nun durch eine Art Kiosk direkt am Schwimmbecken verbessert. Darüber befindet sich ein offener Bereich mit der schon vorhandenen Skulptur einer Meerjungfrau. Hier gibt es auch Sitzplätze und jede Menge bester Aussicht über die Küstenlandschaft und auf das Meer.

Rampe

Eine Rampe verbindet die Aussichtsebene mit der Beckenebene und der Rutsche. Auch hier sind nun Sitzgelegenheiten vorhanden, von denen aus man sich erholen oder seine Kinder beaufsichtigen kann. Neben dem Kiosk gibt es hier Schatten unter Kokospalmen, Toiletten und Duschen – auch dies wichtige Infrastruktur.

Projektdaten

Architekt

Colectivo Urbano
Architektur:
[H] arquitectos
Jacqueline Meixueiro, Roberto Díaz, Javier Hidalgo
EPArquitectos
Emilio Castañón, Erick Pérez , David Escobar.

Team

Catalina López, Sacnité Flores, Francisco Pérez, Manuel Bernal, Georg Glaubitz

Hauptnutzer

Mazatlan Investment Unit

Eröffnung

2014

Autor

Colectivo Urbano

Johannes Bühlbecker,
More Sports Media

Adresse

Mazatlán
Sinaloa
Mexiko

Luftbild

Danke, Google!

Fotograf

Onnis Luque

Bilder

Videos

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