Root Bench

Hangang Style

Root Bench in Seoul

 

 

 

Yong Ju Lee Architecture

Situation

Root Bench ist die Umsetzung eines siegreichen Beitrags für einen Kunstwettbewerb in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Es handelt sich um ein kreisförmiges öffentliches Möbel mit einem Durchmesser von 30 Metern, welches im Gras installiert wurde.

Root Bench zeigt die dynamische Form einer Wurzel, die sich im Park ausbreitet. Der Entwurf stammt von Yong Ju Lee Architecture.

Hangang Art Park

Das Projekt bietet einen starken Kontrast zu dem weitläufigen Park am Fluß Hangang, in dem es sich befindet. Seine organische Form, die sich vom Zentrum her ausbreitet, schafft eine räumliche Verbindung zur Umgebung.

Veranstalter des Wettbewerbs war „Hangang Art Park“. Diese Initiative ist durch Wettbewerbe und Installationen unermüdlich damit beschäftigt, den Fluss und seine Uferflächen in das Bewusstsein der Allgemeinheit zu bringen.

Algorithmus

Das von einem Computeralgorithmus entworfene Kunstwerk präsentiert laut Yong Ju Lee die Dynamik der dreidimensionalen Geometrie. Der Metallrahmen mit Betonfundament stützt die Gesamtstruktur. Die Oberflächen sind aus Holz, denn Holz ist angenehm zu benutzen und einfach zu pflegen.

Die Root Bench suggeriert nicht nur die vollständige Form eines Kreises, sondern ist auch mit dem Gras verschmolzen. Die Grenze zwischen künstlicher Installation und natürlicher Umgebung verschwimmt. Besucher können und sollen sich hier wohlfühlen und gleichzeitig das Kunstwerk genießen.

Theorie und Fazit

Um den sich ausbreitenden Zweig intensiv zu artikulieren, wurde im Entwurfsprozess das Reaktions-Diffusions-System angewendet. Dieses mathematische Modell beschreibt die räumliche und zeitliche Veränderung der Konzentration einer oder mehrerer chemischer Substanzen.

Durch den Algorithmus wird daraus eine radiale Gesamtform erzeugt, bei der der Vordergrund (Installation) in seinen Hintergrund (Gras) übergeht. So sagen es die Planer.

Das muss man nicht verstehen. Das Projekt einfach zu mögen, ist in jedem Fall einfacher.

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

Yong Ju Lee Architecture

Bauherr

Hangang Art Park

Team

Seung Joon Lee, HyeokJun Dong, Seongmin MoonA

Standort

302-17 Ichon-dong
Yongsan-gu
KOR – Seoul

Eröffnung

2018

Fotograf

Kyungsub Shin, Dae Won Lee, Kyung Mo Choi, Yong Ju Lee Architecture              

Autor

Johannes Bühlbecker
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Der Entwurf

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Weingut Lahofer

Kulturzentrum

Das Weingut Lahofer

 

 

 

Chybik + Kristof Architects

Situation

Das Weingut Lahofer in der Tschechischen Republik verbindet eine lange Weintradition mit modernen Herstellungsprozessen. Vor allem jedoch verbindet das Projekt Produktion und Kommunikation: Es beherbergt nämlich auch ein Besucherzentrum, eine Verkostung und ein Amphitheater auf dem Dach.

Diese also ungewöhnlich öffentliche Produktionsstätte ist sehr subtil und symbiotisch zwischen Weinreben in die Landschaft eingebettet. Ihre Anziehungskraft läd lokale und internationale Besucher ein, die mährische Kultur zu erleben.

Entworfen und gebaut wurde das Weingut Lahofer von Chybik + Kristof Architects & Urban Designers.

Organisation

Das Weingut Lahofer verbindet die Weintradition der Region mit einem zeitgemäßen Design, das auf Gemeinschaft und Kommunikation mit seinen Besuchern setzt.

In Anlehnung an archetypische Weinkeller der Region ruht das Tragwerk  auf einem Raster aus gewölbten Balken, die drei verschiedene, miteinander verbundene Strukturen beherbergen.

Die Produktionsstätte liegt neben dem Besucherzentrum und dem Verkostungsraum. Das bemerkenswerte Dach dient als Amphitheater für kulturelle Veranstaltungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Erbe

Das Projekt von Chybik + Kristof beruht auf einem reichen kulturellen Erbe und einem tiefen Respekt vor der natürlichen Umgebung. Die Architekten reagieren auf die Topographie und die architektonische Tradition Mährens, die in der Kultur des Weins verwurzelt ist.

In Anlehnung an die charakteristischen gewölbten Weinkeller der Region, rahmt eine stolze Reihe gewölbter Balken den Innenraum in seiner geschwungenen Form.

Dach

An der Außenseite fungiert ein gewölbtes Dach als geneigtes Freiluft-Amphitheater und kultureller Veranstaltungsort. Das beachtliche Volumen des Gebäudes wird damit beträchtlich aufgelockert.

Darunter liegen drei getrennte Räume und Bereiche – jeder mit einer eigenen Funktion versehen, teilen sie eine konstante Sorge um die angrenzende Natur.

Keller

Unter dem konkaven Dach des Amphitheaters entfaltet sich der weitläufige Keller. Der Entwurf orientiert sich an den archetypisch tschechischen Weinkellern mit ihren sichtbaren Rippenkonstruktionen der Gewölbe.

Jeder Stahlbetonbogen wurde individuell entworfen, jeder Abstand zwischen den Bögen wird durch den Abstand der Weinstockreihen bestimmt. Das sagen zumindest Chybik + Kristof.

Besucherzentrum

Das von einer Glasfassade umschlossene und nach Süden ausgerichtete Besucherzentrum erhält viel Licht.

Es lädt die Besucher ein, die Weine und mehr in direktem Kontakt zur Natur im Barriquekeller aus Holz, Beton und Glas und dem angrenzenden Verkostungsraum zu erleben.

Amphitheater

Das Weingut Lahofer hat, entsprechend der Trennung in Produktion und Öffentlichkeit, zwei Höfe. Während der eine Hof als Betriebsfläche dient, beherbergt der andere Hof das Amphitheater und bietet weite Ausblicke in die Landschaft.

Das Amphitheater ist ein offener Raum, der sich aus den rhythmisch angeordneten Rebstöcken erhebt. Er bezieht das Dach und den Horizont ein. Theater und Dach befördern das Weingut Lahofer von einer Produktionsstätte zu einer Heimat lokaler Kultur.

Gemeinschaft

Dieser gemeinschaftliche Raum wird für kulturelle Veranstaltungen wie lokale Weinfeste und Theateraufführungen genutzt.

Das Weingut Lahofer ist also sowohl Produktionsstätte als auch ein ausgesprochen stilsicher gestaltetes Kulturzentrum. Es verbindet Arbeit, Kultur und Freizeit. Und es verbindet die Einheimischen mit internationalen Gästen, die schon jetzt in Scharen kommen, um Wein, Architektur und Gemeinschaft zu erleben.

Cheers!

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

CHYBIK + KRISTOF ARCHITECTS & URBAN DESIGNERS

Bauherr

VINAŘSTVÍ LAHOFER
Dobšice
Brněnská 523, 671 82

Team

Ondřej Chybík, Michal Krištof, Lenka Vořechovská, Adam Jung, Hanka AlGibury, Karolina Holanková, Martin Holý, Vojtěch Kouřil, Ondřej Mundl, Matěj Štrba, Zuzana Záthurecká, Zuzana Pelikánová

Standort

Vinice 579
671 82 Dobšice
Tschechien

Eröffnung

2019

Autor

Johannes Bühlbecker
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Der Entwurf

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Residenz Majara

Mehr ist mehr

Presence in Hormuz 2: die Residenz Majara

 

 

 

ZAV Architects

Majara

Das Projekt „Presence in Hormuz 2“ gehört zu einer Reihe von baulichen Entwicklungsmaßnahmen für die iranische Insel. Angestoßen und finanziert werden diese Maßnahmen von einer halbstaatlichen Institution und dem Galeristen Ehsan Rasoulof.

Architekten sind ZAV Architects. Sie haben auch schon den ersten Teil „Presence in Hormuz“ geplant: das Rong Cultural Center.

Beide Projekte wurden inszeniert, um die Gemeinschaft auf der Insel zu stärken. „Presence in Hormuz 2“ ist eine vielfältig nutzbare Kultureinrichtung mit dem Namen „Residenz Majara“ (Abenteuer). Sie soll das Leben der Einheimischen und der Besucher sowohl kulturell als auch wirtschaftlich miteinander verbinden.

Grenzen?

Die geographische Lage der Insel und des Staates ist nicht frei von Spannungen und politischen Auseinandersetzungen. Da stellt, nach Ansicht der Architekten, jedes gesellschaftlich relevante, architektonische Projekt grundlegende Fragen:

Wo liegen die Grenzen der Architektur? Wie kann sie neue Formen gemeinschaftlichen Lebens vorschlagen? Wie kann Architektur soziale Handlungsfähigkeit erlangen?

Vermittler

Architektur hat die Fähigkeit, ein Vermittler zu sein, der die Interessen verschiedener Gruppen zusammenführt: von Staat und Investoren bis hin zu verschiedenen Klassen und Gruppen von Menschen.

Die Residenz Majara schafft so etwas, zum Beispiel durch eine nun jährlich hier stattfindende Kunstmesse. Dazu kommen die Landbesitzer aus der benachbarten Hafenstadt Bandar Abbas, die Investoren aus der Hauptstadt Teheran und die lokale Bevölkerung von Hormuz hier zusammen.

Wirtschaft

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Iran ist ein sozialer wie ökonomischer Wandel wichtig. Die Presence in Hormuz und die Residenz Majara sind nachhaltige Maßnahmen, die diesen Wandel unterstützen.

Vor allem wird wirtschaftlich gebaut, das nützt dem Bauherren. Es wird ein größerer Anteil des Budgets für Löhne ausgegeben und nicht für teure, importierte Materialien. Das kommt der lokalen Bevölkerung zugute. Darüber hinaus werden die Arbeiter geschult und damit zukunftsfähig gemacht.

Die Bevorzugung von Materialien und Arbeitskräften aus dem Iran senkt die Bau- und Transportkosten und erhöht das Bruttoinlandsprodukt. Das nützt dem ganzen Land.

Kuppeln ohne Ende

ZAV Architects beschreiben „Presence in Hormuz“ als einen kontinuierlichen Prozess, der in erster Linie darauf abzielt, Vertrauen aufzubauen – und erst in zweiter Linie Architektur.

Und dennoch ist ihre Architektur fantastisch.

Die Residenz Majara besteht aus einer Vielzahl von kleinen Kuppeln, die mit der Superadobe-Technik von Nader Khalili gebaut wurden. Diese einfache und innovative Technik verwendet nicht viel mehr als Stampflehm und Sand.

Kuppeln sind vertraute Strukturen in der Region. Ihr kleiner Maßstab macht sie kompatibel mit den Baufähigkeiten der lokalen Handwerker und ungelernten Arbeiter, die mit kleineren Projekten auf dieses Projekt vorbereitet wurden. Heute sind sie ausgebildete Superadobe-Maurermeister, als hätte sich Nader Khalili exponentiell vermehrt.

Pop-Up

Die vielen bunten, kleinen oder auch ganz kleinen Gebäude aus Erde, Sand, Kies oder Stein in ihren Erdfarben bilden eine Art neue Topographie der Insel Hormuz.

Die Kuppeln der Gebäude wurden mit dem Baggersand aus dem Hafen von Hormuz gefüllt: als ob die Erde aufpoppt, um Platz für neue Formen und Begegnungen zu schaffen.

So einfach. So schön.

Wir waren das.

Projektdaten

Architekt

ZAV Archietcts

Bauherr

Ali Rezvani
Ehsan Rasoulof

Team

Mohamadreza Ghodousi, Fatemeh Rezaei, Golnaz Bahrami, Soroush Majidi
Sheila Ehsaei,Sara Jafari, Payman Barkhordari, Mohsen Safshekan, Kaveh Rashidzadeh, Hossein Panjehpour
Maryam Yousefi, Morteza Adib
Sara Jafari, Taraneh Behboud, Sara Nikkar, Mohsen Dehghan
Tajang Light

Standort

Iran, Hormuz Island

Eröffnung

2020

Fotograf

Tahmineh Monzavi
Soroush Majidi
Payman Barkhordari

Autor

Johannes Bühlbecker
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© Tahmineh Monzav, Soroush Majidi, Payman Barkhordari

Photos

Der Entwurf

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Umbrella Sky Christmas Edition

The sky is not enough

Umbrella Sky Christmas Edition

 

 

 

Impact Plan Art Productions

Situation

Umbrella Sky ist ein innovatives künstlerisches Projekt, welches mit Hilfe von Regenschirmen öffentliche Räume in touristisch wirksame Attraktionen verwandelt.

Ursprünglich waren es zahllose farbenfrohe Regenschirme, die wie ein Dach über den Einkaufsstraßen der portugiesischen Stadt Águeda und ihren 11.000 Einwohnern schwebten. Die sommerlichen Bilder voller Farben, Sonne und Lebenslust machten das Projekt sehr schnell sehr berühmt.

Im November 2020 wurde die Umbrella Sky Christmas Edition in Águeda eröffnet.

Mary Poppins

Inspiriert von der jungen Nanny Mary Poppins, die mit ihrem Regenschirm vom Himmel stieg, erschien das Umbrella Sky Project erstmals im Jahr 2011 im Rahmen des jährlichen Kunstfestivals von Águeda.

Jeden Sommer verzieren die Designer von anfänglich Sextafeira, jetzt Impact Plan Art Productions seitdem eine Handvoll der engen Straßen der Stadt mit bunten Regenschirmen, die den Passanten Schatten spenden. An den Dächern befestigt und mit Seilen verbunden, werfen Hunderte dieser Schirme einen kreativen und kostengünstigen Schatten auf die auserwählten Straßen der Stadt.

Weihnachtszeit

Die Umbrella Sky Christmas Edition ist in die Feierlichkeiten der Weihnachtszeit von Águeda integriert. Die Besucher sehen die weihnachtliche Version des Umbrella Sky Projects, dessen Schirme nun weiß und beleuchtet sind.

Weil der Himmel nicht genug ist, ergänzt die Umbrella Sky Christmas Edition das nun festliche Straßenbild. Die weißen Schirme kontrastieren mit dem ausgerollten roten Teppich, den farbenfrohen Weihnachtsbäumen und den vielen Wandmalereien.

Letztere zeigen sich fast überall: auf den Treppen und Sitzbänken sowie in vielen überraschenden Nischen des zur Verfügung stehenden städtischen Raums von Águeda.

Giant Santa

In Águeda steht auch ein riesiger Weihnachtsmann. Er ist 21 Meter hoch und wird bei „Guinness World Records“ als der weltweit Größte seiner Zunft geführt.

Giant Santa ist nicht Teil der Umbrella Sky Christmas Edition. Gleichwohl entstanden in seiner Nähe kleine, interaktive Räume für die Besucher: das Haus des Weihnachtsmanns, eine Lebkuchenpuppe oder ein riesiges Weihnachtsgeschenk, vor und mit denen man sich fotografieren lassen kann. Das Beleuchtungskonzept immerhin ist mit den anderen Attraktionen abgestimmt.

Corona

Bei der Planung und Umsetzung der Umbrella Sky Christmas Edition wurden die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie berücksichtigt. Entscheidend dabei ist die Führung der Besucherströme in ausreichend großen Bereichen, unter Berücksichtigung aller jeweils geltenden Sicherheitsmaßnahmen.

Umbrella Sky Christmas Edition kann bis zum 8. Januar 2021 besucht werden. Wenn man denn hinkommt.

Wir waren das.

Projektdaten

Design

Impact.Plan
Zona Industrial Águeda Norte
3750-740 Águade
Portugal

Bauherr

Stadt Águeda

Fotograf

Impact.Plan

Autor

Johannes Bühlbecker
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Standort

R. Luís de Camões 111
PT – 3750-101 Águeda

© Impact.Plan

Photos

Video

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Augmented Grounds

Digital goes analog

Augmented Grounds in Quebec

SoomeenHahm Design

About

Augmented Grounds ist eine landschaftsarchitektonische Installation im Métis Garden in Prince, Quebec, Kanada. Das Projekt ging aus einem siegreichen Wettbewerbsbeitrag des International Garden Festival hervor. Es wurde im Juli 2020 fertig gestellt.

Das Design wurde von der traditionellen Métis-Schärpe inspiriert. Die Métis sind eine Ethnie in Kanada und in Teilen der Vereinigten Staaten.

Die Umsetzung kombinierte im Herstellungsprozess verschiedene analoge und digitale Technologien, und das hat es der Jury angetan.

Cloud

Das Projekt nutzte Augmented Reality (AR) und Cloud-basierte digitale Kommunikationsplattformen, um den Bau auch während der Pandemie zu realisieren. Augmented Grounds nutzt und feiert die schnelle und intuitive Kommunikation zwischen Designer und Hersteller. Auf diese Art und Weise wurde das empfindliche Material vor Ort, mit Hilfe von AR-Brillen, eingebaut.

Dabei konnte ein internationales Team von Designern den Bauprozess digital und live überprüfen und überwachen. So konnten Erkenntnisse und Anleitungen direkt und effizient an die Baustelle weitergegeben werden. Dies ermöglichte es dem Team von Designern und Konstrukteuren, auch von verschiedenen Standorten aus zusammenzuarbeiten.

Handwerk

Bei allem Sinn für heutige technische Möglichkeiten will Augmented Grounds aber auch das menschliche Handwerk würdigen. Das Team um Soomeen Hahm, Yumi Lee und Jae Heon Jung entschied sich für farbenfrohe Seile, die von den Farben und der Geschichte der traditionellen Schärpe der Métis inspiriert wurden.

Der Augmented Grounds Garden führt die Besucher durch eine spielerische und bunte Darstellung der Topographie mit Seilen, die den Stolz der Kultur und Identität der Métis widerspiegeln soll. Im Garten können die Besucher an den Konturen der Seile entlanggehen, auf den gewundenen Sitzgelegenheiten sitzen und liegen oder auf den Hügeln auf und ab laufen.

Métis

Augmented Grounds Garden vereinigt kulturellen Stolz mit Innovation. Die Schärpe der Métis wird traditionell durch die Kunst des Fingerwebens hergestellt und über die Schulter drapiert oder um die Taille gebunden.

Der Garten repräsentiert diese Schärpe durch farbenfrohe Seile aus gedrehten Fasern, die eng über das Gelände gelegt werden. So entsteht eine konturierte Landschaft, welche die bewegte Geschichte der Métis wiederspiegeln soll.

Analog und Algorithmus

Während die Installation vor Ort sehr analog oder auch handwerklich vor sich ging, trug der Planungsprozess in diesem topografisch anspruchsvollen Gelände zu einer innovativen Praxis der Gartengestaltung bei: handwerkliches Können in Verbindung mit intelligenter Konstruktionstechnologie unter Verwendung von Augmented Reality. Das ist neu.

Die Geometrie des Projekts wurde auf der Grundlage eines mathematischen Algorithmus generiert. Die Kombination aus traditionellen Materialien, mathematischer Form und der wunderschönen Umgebung des Reford Garden ergaben diese einzigartige Erfahrung.

Eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Mensch, Computer und Natur. Klingt komisch, ist aber so.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Design

Team

Hanjun Kim, Marie-Eve Brais, Justine Valois, Marion Sellier, François Leblanc

Standort

Eröffnung

2020

Video

Hanjun Kim, Marie Eve Brais

Autor

Johannes Bühlbecker
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Die Baustelle

Der Entwurf

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Isfuglen

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Rulantica

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Coniplay

Schön sicher

Oberflächen in Wasserlandschaften

Coniplay

Situation

Die Sicherheit spielt bei der Gestaltung von Böden rund um Wasserflächen im Außen- und Innenbereich eine sehr wichtige Rolle. Badegäste müssen immer einen sicheren Stand haben, Ausrutscher müssen vermieden werden. Das ist auch deshalb so wichtig, weil wir am Wasser meist nur Badekleidung tragen und damit praktisch ungeschützt sind, wenn wir stürzen.

Conica bietet eine sichere Lösung für Böden, die an Wasserflächen angrenzen.

Fugenlos

Die Coniplay-Systemlösung sorgt für sicheren Stand in Erlebnis- und Freizeitbädern, Spas sowie am privaten Swimming Pool.

Das Produkt wird in zwei Ausführungen angeboten: als wasserdurchlässige Variante Coniplay AP und als wasserundurchlässige Coniplay AI. Beide Lösungen sind farbenfroh, komfortabel und langlebig. Sie lassen sich problemlos mit unterschiedlichen Bindemitteln fugenlos installieren.

Bakterienhemmend

CONIPLAY AP ist ein wasserdurchlässiger Belag, der in ein oder zwei Schichten aufgebaut werden kann. CONIPLAY AI wird mehrschichtig aufgebaut und ist wasserundurchlässig.

Bei beiden Varianten ist eine Schwarzgranulat-Schicht optional – der damit erreichte, verbesserte Fallschutz macht sie allerdings empfehlenswert.

Versiegelung

Für beide Ausführungen kommt die rutschhemmende, seidenglänzende 2K-PUR-Versiegelung CONIPUR 2210 zum Einsatz. Alternativ kann auch CONIPUR 2210 AB eingesetzt werden. Diese Versiegelung ist zusätzlich noch mit einem bakterienhemmenden Zusatzstoff ausgestattet.

Sowohl CONIPLAY AP als auch CONIPLAY AI sind sowohl gegen Chlor als auch gegen Salzwasser resistent.

Fazit

Heutige Badelandschaften stehen in einem harten Wettbewerb. Sicherheit und Attraktivität dürfen keine Konkurrenten mehr sein, sie sind vielmehr Partner.

Die Coniplay-Lösung verbindet den notwendigen Fallschutz mit ästhetischer und farbenfroher Gestaltungsfreiheit.

Spaß muss halt ein. Halt auch.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Oberflächen

Conica AG
Industriestraße 26
CH – 8207 Schaffhausen

Autor

Uwe Schmidt
Industrie-Contact AG
Bahrenfelder Marktplatz 7
D – 22761 Hamburg

Fotograf

Conica AG

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Isfuglen

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Rulantica

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Ötzi Peak

Das schönste Souvenir

Der Ötzi Peak in 3.251m Höhe

noa* network of architecture

Entscheidung

Er hat etwas Erhabenes, dieser besondere Ort, ganz oben am Grat des Schnalstaler Gletschers, wo einem Italiens beeindruckende Alpinlandschaft hoch über dem Stausee zu Füßen und Österreich zum Greifen nah liegt. noa* network of architecture nennen den Ort: Ötzi Peak.

Doch noch etwas macht diese geografische Stelle einzigartig: Hier entscheidet sich, ob ein Wassertropfen aus dem ewigen Eis seinen Weg Richtung Schwarzes Meer oder Richtung Mittelmeer antritt.

Stillstand

Ganz oben an diesem außergewöhnlichen Schnittpunkt thront das Hotel Grawand, das mit über 3.000 Metern Seehöhe zu den höchst gelegenen Hotels Europas zählt. Der eigentliche Gipfel ist gerade mal nur einen Steinwurf entfernt, nämlich 50 Meter.

Der überwältigende Ausblick auf einen fesselnden Landstrich voller schneebedeckter Bergspitzen, der für Wanderer wie für Skifahrer gleichermaßen attraktiv ist, lässt am Ötzi Peak für einen Moment die Zeit stillstehen, denn hier ist die Natur noch ganz unmittelbar zu erleben: Schroff, steinig, mit Wind und Wetter – einfach pur.

Völlig losgelöst

Um den länger Bleibenden und den Bergnomaden mehr als nur die atemberaubende Fahrt zur Bergstation zu bieten, sondern auch die faszinierende Geschichte dieses Ortes zu erzählen, hat noa* mit dem Ötzi Peak ein außergewöhnliches, ein atemberaubendes Projekt entwickelt. Unter Einbeziehung des bestehenden Gipfelkreuzes wurde eine Aussichtsplattform geplant und gebaut, die dem Aufenthalt am Berg als leichte Struktur aus Corten-Stahl eine neue Qualität verleiht.

Nur da, wo es eine statische Notwendigkeit gibt, berührt das Bauwerk den Boden. Der Rest ist eine losgelöste, fast schwebende Konstruktion, die im Augenblick die Berge spüren und die Freiheit atmen lässt.

 

Bleib doch

Organisch geformt und damit der natürlichen Topografie folgend, besteht die Plattform des Ötzi Peak aus einem Plateau mit einem Gitterrost auf schlanken Querbalken, das von vertikalen Lamellen aus Corten-Stahl umsäumt wird. Die brüstungshohen, vertikalen Elemente zeichnen in ihrer Abfolge die sanften Rundungen nach.

So entsteht ein magischer Effekt: Ein mit der Bewegung des Betrachters einher gehendes Öffnen und Schließen des Bildausschnitts, eine Einladung, immer wieder neue Perspektiven zu entdecken. Mit dieser Dynamik, die neugierig macht, bleibt ein beinahe sinnliches Erlebnis, das für einen Moment die Zeit stillstehen lässt und jedes weitere Souvenir in den Schatten stellt.

Ötzi

Apropos Zeit: In die ondulierende Form ist ein streng geometrischer Trichter eingeschnitten, der den Blick lenkt und auf etwas Faszinierendes fokussiert – den Fundort des Ötzi.

Dorthin, nur wenige Meter von der österreichischen Grenze entfernt, entführt der gewählte Winkel des Trichters zu einer bewusst gelenkten, gedanklichen Entdeckungsreise zum Mann aus dem Eis. Auch dieser (der Trichter, nicht der Ötzi) ist aus Corten-Stahl und überlässt wie die Lamellen der Brüstung sein Erscheinungsbild der Witterung, bis der Stahl sich dunkelbraun, grau und schwarz färbt und so eins mit der Umgebung wird. Den Abschluss bildet eine Glasbrüstung, die die Gedanken fliegen lässt und atemberaubende Spannung erzeugt, weil man gefühlsmäßig ins Nichts geht.

Das aber sehr gerne.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

noa* network of architecture

Bauherr

Schnalstaler Gletscherbahn AG

Standort

Kurzras,
12, 39020 Senales
I – Südtirol

Eröffnung

2020

Fotograf

Alex Filz

Autor

Barbara Jahn-Rösel

Fotos

Pläne

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Rulantica

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Impression Sanjie Liu

Die Schönheit des Zufalls

Impression Sanjie Liu in Yizhou

IILab.

Liu Sanjie

Liu Sanjie war ein einfaches Mädchen und eine begnadete Sängerin, die sich vor knapp 1.000 Jahren mit der Obrigkeit anlegte. Auf der Flucht verwandelten sie und ihr Liebster sich in Lärchen, wodurch sie für immer zusammenbleiben können. Soweit die Sage.

Liu Sanjies Geschichte wird seit 2004 mit mehr als 600 Mitwirkenden in der unglaublichen Natur der südchinesischen Stadt Yizhou aufgeführt. Das Spektakel heißt „Impression Sanjie Liu“ und ist völlig zu Recht enorm erfolgreich. Die 10.000 Zuschauer fassende Naturbühne gilt als die größte der Welt.

Jetzt wurde die Anlage erweitert.

Landschaft

Die Impression Sanjie Liu befindet sich in einer der dramatischsten Landschaften Chinas. Bekannt sind vor allem die Karstfelsen und die Outdoor-Freizeitangebote. Der Stadtteil Yangshuo liegt zwischen Bergen wie dem Bilian Feng (Grüner Lotus-Gipfel), auf dessen Spitze ein Wanderweg führt.

Bei einer Landschaft, die so großartig ist, würden alle Versuche, gestalterisch zu konkurrieren, wenig Sinn ergeben. Daher beschlossen die Planer von IILAb., diese unglaubliche Umgebung durch natürliche Elemente zu ergänzen – im Wesentlichen durch Bambus.

Grundstück

Die Show „Impression Sanjie Liu“ ist bestens etabliert, sie läuft ja auch schon seit 16 Jahren. Die raumgreifende Show unterhält ihre Gäste in zwei Bereichen an beiden Enden des Grundstücks am Ufer des Flusses Li: Es gibt den Eingang mit einer Pagode, und es gibt die Hauptbühne am anderen Ende des Ufers.

Zwischen diesen beiden Bereichen passierte bisher wenig. Das haben IILab. auf wundervolle Art und Weise geändert.

Stützen

Die ersten, geflochtenen Stützen aus Bambus geben den ankommenden Besuchern Orientierung. Im weiteren Verlauf tragen diese Stützen zusammenhängende Dächer zwischen mächtigen Bambusbüschen. Bei aller Schönheit erfüllen diese auch so profane Funktionen wie den Wetterschutz, und der ist in dieser regenreichen Region sehr willkommen.

Zu Beginn des Weges strahlen kleinere Öffnungen in den Bambusstrukturen Signale von punktuellem Licht aus. Wenn man näherkommt, werden diese „Laternen“ immer größer, bis sie begehbar sind. Ihre Struktur bleibt dabei immer gleich: Bambusstäbe, mit Bambus umflochten.

Die Schönheit des Zufalls

Bei genauerem Hinsehen bekommt man einen Eindruck von der Schönheit des Zufalls. Diese Schönheit kann nur entstehen, wenn etwas wirklich von Hand gebaut wird.

So zeigen die etwas dunkleren Bambusrahmen Markierungen an den Stellen, an denen sie mit Feuer und Hitze gebogen wurden, um die geschwungenen Silhouetten der Laternen zu schaffen. Die einheimischen Handwerker haben zahllose Bambusstreifen Stück für Stück in einem zufälligen, unbeabsichtigten Muster aufgefädelt. Diese Struktur benötigt keine Nägel und keinen Leim, um seine Form zu halten.

Diese Produktionsmethode ist ein Musterbeispiel für eigentlich komplizierte Strukturen, die durch handwerkliches Können und das menschliche Gespür für Schönheit eine klare Form erfahren.

Laternen

Bei Tageslicht erscheinen die Laternen solide, der gelbliche Farbton der geflochtenen Schale ist absolut im Einklang mit der grünen Umgebung. In der Nacht verändert sich der Charakter der Laternen vom unnachgiebigen Tragwerk zur porösen Hülle.

Von den Stützen in einem Labyrinth von Laternen getragen, wirkt die Struktur des Daches ziemlich selbstverständlich. Die handgeflochtene Ummantelung verdeckt, was vorne und was hinten liegt.

Das Dach erstreckt sich auf einer Länge von 140 Metern. Es nimmt die Form einer umgekehrten Landschaft an, die sich zwischen den verschiedenen Oberflächen wellenförmig ausbreitet.

Momente der Aufführung

Als Hommage an die theatralischen Gesten der Impression Sanjie Liu finden sich Momente der Aufführung in vielen Teilen des Entwurfs wieder – so zum Beispiel die Handarbeit oder der Bambus und die Spannung, die er erzeugt.

Ein weiteres Beispiel ist die Topographie der Überdachung, die wie freitragend zwischen dem Bambussäulen hin und her tanzt. Auch die Art und Weise, wie sich die Gäste von Laterne zu Laterne bewegen (sollen), ist bereits Teil der Aufführung.

Ganz großes Theater.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

llLab.

Hanxiao Liu, Henry D’Ath, Lexian Hu, Alyssa Tang, Chaoran Fan, Luis Ricardo, David Correa

Bauherr

Impression Sanjie Liu

Team

Project Management Team:
GCPS Interior Decoration Finishing Ltd.
Lihua Mi, Dalin Chai, Hao Zhang, Guoyang Wan

Project Construction Team:
Yinghong Shao, Yanru Dong, Yingming Shao

Structural Design:
LaLu Partners Structure Consulting

Standort

Pantao Rd, Yangshuo County
Guilin, Guangxi
China

Eröffnung

2020

Autor

Johannes Bühlbecker
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Fotos

Pläne

Videos

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Isfuglen

Isfuglen

Ein kleines Clubhaus mit großer Atmosphäre. Das liegt auch an den eingesetzten Materialien.

Rulantica

Rulantica

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Asphaltfolien

Da legst di‘ nieder

Asphaltfolie für die Außenwerbung

Asphalt Art

Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit

Werbung im Außenbereich ist immer ein attraktives Projekt, insbesondere bei positiv besetzten Erlebnissen – und den bieten Sport- und Freizeitanlagen.

Werbung im Außenbereich soll Kunden auf ein Unternehmen oder ein Produkt aufmerksam machen und sich in der Wahrnehmung positiv festsetzen. Sie dient eher weniger dazu, über Leistungen oder Produkte detailliert zu informieren. Außenwerbung ist also bestens geeignet, Produkte, Firmen oder Brands nachhaltig im Unterbewusstsein des potenziellen Kunden zu verankern.

Asphaltfolien sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, diese Botschaften zu transportieren.

Kuck, wo du hintrittst

Bodenwerbung ist die vielleicht auffälligste und nachhaltigste Art der Außenwerbung. Wir alle kucken, wo wir hintreten. Das geschieht in der Regel automatisch und mühelos, daher können wir dabei ebenso mühelos Botschaften aufnehmen und in unserem Unterbewusstsein speichern.

Genau da, im Unterbewusstsein, entstehen 70 % aller Kaufentscheidungen. Studien wie die der GFK (Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg) belegen, dass Bodenwerbung einen starken Wiedererkennungseffekt bietet und große Akzeptanz bewirkt.

Anwendungsbereiche

Für Eigentümer, Pächter oder Mieter von Sport- und Freizeitanlagen sind Bodenflächen also eine sehr attraktive und einfache Einnahmequelle, für Veranstalter von Events mit medialem Belang natürlich erst recht.

In Frage kommen sämtliche klassischen Sportanlagen wie Sporthallen, Schwimmbäder und Stadien, entweder dauerhaft oder gezielt bei Veranstaltungen und Events.

Enorm auf dem Vormarsch ist Bodenwerbung aber auch bei Auto- und Radrennen, Stadtläufen und Marathons-Events. Neben den eigentlichen Sportflächen eignen sich besonders Eingangsbereiche und Erschließungsflächen, aber auch Parkflächen und -plätze.

Asphaltfolie

Asphaltfolie eignet sich besonders für den Einsatz im Outdoorbereich von Sport- und Freizeitanlagen, aber auch für Parkplätze, Radwege und andere Verkehrswege.

Normale, geradlinige Überrollung durch Fahrzeuge entspricht dem bestimmungsgemäßen Gebrauch der Folie. Daher ist sie auch bestens für Auto- oder Radrennen geeignet.

Asphaltfolie ist selbstklebend und nicht reflektierend. Sie kann nicht nur draußen, sondern natürlich auch im Innenbereich für Hallenmarkierungen oder Werbebotschaften eingesetzt werden.

Verarbeitung

Von vergleichbaren Produkten unterscheidet sich die Folie vor allem durch das Basis- und Trägermaterial: Es besteht nicht aus PVC, sondern aus Aluminium. Das ist sehr vorteilhaft, denn „Asphalt Art-Asphaltfolie“ passt sich dem Untergrund nahezu nahtlos an – das Ergebnis sieht aus wie gemalt.

Die Rollen sind 1,22 Meter breit und 45 Meter lang. Damit können sie einfach in die Druckmaschine gespannt und bedruckt werden. Nach dem Druck kann die Folie sofort montiert werden. Sie ist rutschfest (R 11) und brandschutzzertifiziert (B1). Asphaltfolie lässt sich schon bei Temperaturen ab +2°C verlegen und ist sofort befahrbar.

Das Herstellungsverfahren wurde bereits im Jahr 2009 patentiert und wird exklusiv von der Bonner Firma Asphalt Art vertrieben und verlegt.

Entsorgung

Wenn die Asphaltfolie nicht mehr benötigt wird, lässt sie sich diese durch einfaches Abziehen wieder entfernen. Eventuelle Klebereste verschwinden nach kurzer Zeit oder mit dem ersten Regen. Hartnäckige Folienreste können auch mit Hitze (z.B. Gasbrenner) problemlos und schnell entfernt werden.

Klingt einfach. Ist es auch.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Aspahltfolien

Asphalt Art Germany UG
Meßdorfer Straße 47
D – 53121 Bonn

Fotos

Asphalt Art

Autor Advertorial

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

Video

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Isfuglen

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Ein kleines Clubhaus mit großer Atmosphäre. Das liegt auch an den eingesetzten Materialien.

Rulantica

Rulantica

Die Märchen-Wasserwelt Rulantica am Europa-Park Rust bietet ein abenteuerliches und außergewöhnliches Wasservergnügen für die ganze Familie – mit außergewöhnlicher Akustik.

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Copenhagen Islands

Parkipelago

Copenhagen Islands

Marshall Blecher & Studio Fokstrot

About

Copenhagen Islands ist die Geburt eines neuen Archetypus im städtischen Raum und im Hafen von Kopenhagen: ein „Parkipelago“, also eine Mischung aus Park und Archipel (Inselgruppe). Copenhagen Islands besteht aus schwimmenden Inseln, die frei zugänglich sind und von Bootsfahrern, Fischern, Kajakfahrern, Sternenguckern und Schwimmern genutzt werden können.

Die Inseln bringen ein wenig Wildnis und Skurrilität in den sich durch viele Bauprojekte rasant entwickelnden Hafen zurück. Zum Projekt gehören Pflanzen, Bäume und Gräser – also Lebensräume für Vögel und Insekten, Algen, Fische und Weichtiere. Die Inseln bieten einen sich ständig verändernden, großzügigen, grünen Raum im Zentrum der Stadt. Copenhagen Islands propagiert auch eine neue Art von klimaresistentem Städtebau: von Natur aus flexibel in der Nutzung und ausschließlich mit nachhaltigen Materialien realisiert.

Konstruktion

Die Inseln werden in den Werften im Kopenhagener Südhafen in traditioneller Holzbootbauweise von Hand gebaut. Sie werden saisonal zwischen nicht ausgelasteten und neu erschlossenen Teilen des Hafens hin- und herbewegt, um Leben und Aktivität zu katalysieren.

Die erste Prototyp-Insel „CPH-Ø1“ wurde 2018 zu Wasser gelassen und umgehend zu einem beliebten neuen Symbol des Hafens. Die Insel zog von Ort zu Ort und beherbergte eine Fotoausstellung, eine Reihe von Vorträgen und viele Picknicks am Meer. Dem Prototyp werden drei weitere Inseln folgen, die 2020 zu Wasser gelassen werden sollen. Für die kommenden Jahre sind weitere geplant.

Auszeichnungen

Die Copenhagen Islands wurden mit den internationalen Designpreis für den öffentlichen Raum von Taipeh und mit dem Preis für verantwortungsvolles Design ausgezeichnet. Das Projekt war Finalist beim Beazley-Designpreis des Londoner Designmuseums und beim dänischen Designpreis.

Copenhagen Islands ist eine gemeinnützige Initiative des australischen Architekten Marshall Blecher und des dänischen Designstudios Fokstrot. Sie wird von der Stadt Kopenhagen und den Initiativen „Og Havn“ sowie „Gode Havneliv“ unterstützt.

Wir waren das.

Die Projektdaten

Illustratonen

Airflix (Aerials)
MIR (Visualisations)

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Eröffnung

2018 / 2020

Videos

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Himmelstropfen

Wahrzeichen, gut gedüngt

Die himmelstropfen im Sauerland

Christoph Hesse Architekten

About

Diese „Himmelstropfen“ genannten drei kleinen Pavillons wurden am 22. Mai 2020 anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität errichtet. Biodiversität zielt darauf ab, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte beim Umgang mit biologischer Vielfalt in Einklang zu bringen.

Der diesjährige Slogan der Vereinten Nationen „Unsere Lösungen liegen in der Natur“ betont „Hoffnung, Solidarität und die Bedeutung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen, um die Zukunft des Lebens im Einklang mit der Natur aufzubauen“ (Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Montreal, Kanada, 2020).

Referinghausen

Der für das Projekt „Himmelstropfen“ ausgewählte Ort befindet sich im Hochsauerland entlang der Heidenstraße, einer über 1.000 Jahre alten Handelsroute zwischen Leipzig und Köln, die auch Teil des Pilgerweges nach Santiago de Compostela in Spanien war.

Referinghausen ist ein Ortsteil der Stadt Medebach im Hochsauerlandkreis. Referinghausen wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Hier leben 253 Menschen.

Rankgerüst

Die Himmelstropfen bestehen aus drei kleinen Pavillons. Sie werden auf dem höchsten Punkt eines Hügels zu einem kleinen Wahrzeichen und zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Landschaft genießen kann.

Die Pavillons bestehen aus aufrecht gestellten Baustahlmatten, die als Rankgerüst dienen. Zusammen mit der Gemeinde wurden verschiedene Arten von Gräsern, Blumen und Kletterpflanzen aus der Region gepflanzt. In den nächsten Jahren werden die Pflanzen wachsen und die Gitter schließlich vollständig bedecken. Die Installation dient der Artenvielfalt und als Rastplatz für Besucher.

Gute Aussichten.

Fotos & Pläne

Wir waren das.

Die Projektdaten

Architekt

Christoph Hesse Architekten
Korbach/Berlin

Bauherr

Ortsgemeinschaft Referinghausen

Fotos & Text

Christoph Hesse Architekten
Korbach/Berlin

Standort

Referinghausen
D – Hochsauerland

Eröffnung

Mai 2020

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Floating Piers

Über das Wasser gehen

Die Floating Piers auf dem Iseosee

Christo und Jeanne-Claude

16 Tage 2016

Mehr als 1,2 Millionen Menschen besuchten Christo und Jeanne-Claude’s „Floating Piers“ in der Zeit vom 18. Juni bis 3. Juli 2016. Das temporäre Kunstwerk bestand aus drei Kilometern langen, stoffbespannten Stegen, die über das Wasser des Iseosees gebaut wurden, und setzte sich auf einer 2,5 Kilometern langen Fußgängerzone in Sulzano und Peschiera Maraglio fort. Die Stege hatten kein Geländer und vermittelten so den Besuchern den Eindruck, direkt auf dem Wasser zu laufen.

Das Projekt verband die Stadt Sulzano mit den Inseln Monte Isola und San Paolo auf dem Iseosee. Der Iseosee (italienisch Lago d’Iseo oder Sebino) ist der viertgrößte der oberitalienischen Seen. Er liegt in den lombardischen Provinzen Brescia und Bergamo.

Nur für kurze Zeit

Als temporäres ortsspezifisches Kunstwerk wurde es zum Reise- und Erlebnisziel des internationalen Tourismus. Die Floating Piers wurden in zahlreiche Wanderwege eingebunden. Die cirka 1.900 Einwohner zählende Stadt Sulzano musste aufgrund des Besucheransturms für den Straßenverkehr gesperrt werden.

Die Floating Piers wurden erstmals 1970 konzipiert. Allerdings fanden Christo und Jeanne-Claude erst viel später heraus, dass der Iseosee der inspirierendste Ort für die Realisierung dieses Projekts ist. Das Seewasser, die Landschaft und die umliegenden Gemeinden wurden allesamt Teil des Projekts. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der temporäre Charakter – nach 16 Tagen war alles wieder verschwunden.

Ansturm

Die Floating Piers waren gratis für die Öffentlichkeit zugänglich. Tickets oder Reservierungen waren nicht erforderlich. Die lokalen Behörden legten allerdings fest, dass die schwimmenden Piers des Nachts geschlossen werden mussten.

Im Durchschnitt besuchten täglich mehr als 72.000 Menschen aus der ganzen Welt die Floating Piers und die gastgebenden Gemeinden rund um den Iseosee. Diese boten Essen, Trinken und Wanderungen zu verschiedenen Aussichtspunkten der Piers an. Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte verzeichneten erstaunliche Besucherzahlen, die Bilder vom Iseosee gingen um die Welt. Für die kleine Insel war das Projekt eine riesige Herausforderung, der sich die Menschen mit Begeisterung gestellt haben. Diese Erfahrung hat die Tourismusindustrie der Region nachhaltig beeinflusst.

Hat sich gerechnet

Die Floating Piers waren ein großer Erfolg, auch weil sie den Bewohnern rund um den See neue Perspektiven eröffnet haben. Die Region hat in 16 Tagen über eine Million Besucher empfangen, ihnen ein unvergessliches künstlerisches Erlebnis geboten und eine versteckte Ecke Italiens nähergebracht. Der Besucherstrom und die mit dem Projekt verbundenen Investitionen kamen der lokalen Wirtschaft nachhaltig zugute.

Das Projekt kostete 18 Millionen Euro, einschließlich der Montage, Installation, Wartung, Sicherung und Demontage. Nach eigenen Angaben trug Christo diese Kosten ganz alleine – das klassische Sponsoring akzeptierte er nicht.

Über 1.000 Menschen waren bei The Floating Piers beschäftigt: Hersteller, Ingenieure, Bauunternehmer, Taucher, Rettungsschwimmer, Bootskapitäne und Sicherheitspersonal. Alle Mitarbeiter wurden bezahlt, es gab keine Freiwilligen oder Volunteers.

Was am Ende übrig blieb

Nach dem Ende der „Floating Piers“ wurden die Materialien industriell recycelt und für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet. Alle Bestandteile der Floating Piers mussten innerhalb von drei Monaten entfernt werden, so dass der Iseosee verlassen werden konnte, „als wären wir nie hier gewesen.“

Die Floating Piers bestanden aus:

  • 220.000 hochdichten Polyethylenwürfel und -stiften, die von vier verschiedenen Unternehmen in Norditalien hergestellt wurden. Sie dienten zur Herstellung eines modularen Schwimmdocksystems am Iseosee. 
  • 100.000 m² Nylongewebe und 80.000 m² Filz für die insgesamt 5,5 km langen Fußgängerwege. Das dahliengelbe Gewebe sowie die Filzunterlage wurden wiederaufbereitet und für die Herstellung neuer Gewebeprodukte verwendet.
  • 200 Betonanker mit einem Gewicht von je 5,5 Tonnen, die speziell für das Projekt entwickelt wurden. Die Anker, die unter Wasser verwendet werden, um die Pfeiler an Ort und Stelle zu halten, wurden sorgfältig aus dem Seebett entfernt und für die industrielle Wiederverwendung gefräst und zerkleinert.

Projekte wie dieses werden uns sehr fehlen.

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Die Projektdaten

Künstler

Christo and Jeanne-Claude

Standort

Monte Isola
I-25050 Brecia

Fotograf

Wolfgang Volz

Autor

Johannes Bühlbecker
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