Shen­zhen Art High School

Shen­zhen Art High School

Schulhof als Stadion

Groß in der Geste, kompakt in der Fläche: Die Sport­an­lagen der Shen­zhen Art High School werden nicht als Anhang verstanden, sondern als archi­tek­to­ni­scher Höhe­punkt und öffent­lich wahr­nehm­bares Zeichen im Stadt­raum.

Mit schwe­benden Sport­an­lagen auf dem Dach und verti­kaler Campus­or­ga­ni­sa­tion entstand ein urbaner Schulbau, der sich deut­lich von euro­päi­schen Maßstäben unter­scheidet – und uns damit auf gute Ideen bringen könnte.

 

Entwurf:

O‑OFFICE

Der schwe­bende Sport

Mit der Shen­zhen Art High School haben O‑OFFICE Archi­tects im dicht bebauten Stadt­teil Luohu ein außer­ge­wöhn­li­ches Bildungs- und Sport­ge­bäude gebaut, das ein Vorbild für den Umgang asia­ti­scher Metro­polen mit Flächen­knapp­heit sein kann. Der 2025 fertig­ge­stellte Campus mit rund 38.900 m² Brut­to­grund­fläche verbindet Unter­richt, Wohnen und Sport in einer hoch­ver­dich­teten, vertikal orga­ni­sierten Struktur – und setzt damit einen markanten Kontra­punkt zu klas­si­schen, hori­zontal ausge­dehnten Schul- und Sport­an­lagen, wie sie in Europa in der Regel anzu­treffen sind.

Das prägendste Element der Shen­zhen Art High School ist die über den Unter­richts­ge­bäuden schwe­bende Sport­ebene. Für einen konven­tio­nellen Schulhof mit eben­erdigen Sport­flä­chen war hier schlicht kein Platz. Die Planer reagierten darauf mit einer radi­kalen Umkeh­rung der typi­schen Campus­logik: Die Sport­an­lagen wurden nicht an den Rand gedrängt, sondern als iden­ti­täts­stif­tendes Element auf das Dach verla­gert.

Auf dieser oberen Ebene befinden sich ein fast 300 Meter langer Rund­kurs, eine 115 Meter lange Sprint­strecke und ein Spiel­feld. Damit über­trifft die Anlage die Mindest­stan­dards vieler inner­städ­ti­scher Schulen deut­lich – auch im inter­na­tio­nalen Vergleich. Während in euro­päi­schen Städten Sport­flä­chen oft redu­ziert, frag­men­tiert oder ausge­la­gert werden, zeigt dieses Projekt, dass auch unter extremen städ­te­bau­li­chen Bedin­gungen voll­wer­tige Leicht­ath­letik- und Frei­sport­an­lagen möglich sind, wenn sie konse­quent drei­di­men­sional gedacht werden.

Gleich­zeitig fungiert das „schwe­bende Stadion“ als klima­tisch wirk­sames Element: Wie ein weit auskra­gender Hut beschattet es die darun­ter­lie­genden Höfe und Fassaden und trägt so zur Reduk­tion des Ener­gie­be­darfs in Shen­zhens subtro­pi­schem Klima bei.

Große Gesten

Die Shen­zhen Art High School verdeut­licht einen grund­le­genden Unter­schied zwischen asia­ti­schen und euro­päi­schen Bildungs- und Sport­bauten. Während euro­päi­sche Schul- und Sport­an­lagen tradi­tio­nell auf groß­zü­gige Grund­stücke, die klare Tren­nung von Funk­tionen und eine eher nied­rige Bebauung setzen, reagieren asia­ti­sche Metro­polen zuneh­mend mit hybriden, vertikal geschich­teten Typo­lo­gien auf die herr­schende extreme Dichte.

Dabei entsteht eine neue Form von Maßstäb­lich­keit: groß in der Geste, kompakt in der Fläche. Die Sport­an­lage wird nicht als Anhang verstanden, sondern als archi­tek­to­ni­scher Höhe­punkt und öffent­lich wahr­nehm­bares Zeichen im Stadt­raum. Die Dimen­sio­nie­rung der Lauf­bahnen, die Trag­struktur aus räum­li­chen Fach­werken und V‑förmigen Stahl­stützen sowie die städ­te­bau­liche Präsenz der Anlage erin­nern eher an ein Stadion als an einen Schulhof.

Frei­räume in 3D

Inhalt­lich ist die Sport­ebene eng mit dem umge­benden Grün­raum verknüpft. Die Archi­tekten verstehen den Campus als Erwei­te­rung des nahe­ge­le­genen Weiling Parks und inte­grieren Vege­ta­tion auf allen Ebenen. So entsteht ein drei­di­men­sio­nales Frei­raum­system aus abge­senkten Gärten, offenen Höfen und der „sky sports field“ genannten Dach­land­schaft. Für die Nutze­rinnen und Nutzer verschmelzen Bewe­gung, Land­schaft und Archi­tektur zu einem zusam­men­hän­genden Raum­er­lebnis.

Über ihre schu­li­sche Funk­tion hinaus wird die Sport­an­lage Teil eines größeren urbanen Narra­tivs. O‑OFFICE beschreibt den Campus als „grünen Tempel“ – als spiri­tu­ellen und öffent­li­chen Ort inner­halb einer hoch­gradig funk­tio­na­li­sierten Stadt. Gerade die Sport­flä­chen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sind offen, licht­durch­flutet und weithin sichtbar und verleihen dem Bildungsbau eine fast monu­men­tale Präsenz, ohne dabei die mensch­liche Maßstäb­lich­keit zu verlieren.

Die Archi­tektur des Über­ein­ander

Durch verti­kale Stape­lung, struk­tu­relle Inno­va­tion und groß­zügig dimen­sio­nierte Sport­flä­chen entsteht ein Campus, der trotz extremer Dichte Offen­heit, Bewe­gung und Aufent­halts­qua­lität bietet.

Im Vergleich zu euro­päi­schen Schul- und Sport­an­lagen markiert das Projekt einen Perspek­tiv­wechsel: weg von der Ausdeh­nung in die Fläche, hin zu einer kompakten, aber dennoch groß­zü­gigen Archi­tektur des Über­ein­ander – mit dem Sport als prägendem Herz­stück des Campus.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

O‑Office Archi­tects

He Jianxiang, Jiang Ying, Chen Xiaolin, Wu Yifei, Shao An, Cai Xing­qian, Wang Yue, Yang Jian, Zengwei, Wu Haoming

Bauherr

Stadt Shen­zhen

Eröff­nung
2025
Adresse

Shen­zhen Art High school
Luohu District
Shen­zhen City
Guang­dong Province
China

Fotos

Wu Siming
Chao.Z

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Petit-Quevilly Sports Complex

Petit-Quevilly Sports Complex

Brücken bauen

Der Petit-Quevilly Sports Complex verwan­delt ein ehema­liges Indus­trie­areal südlich von Rouen in eine offene Sport- und Land­schafts­ar­chi­tektur. Mit einer 365 Meter langen Prome­nade, viel­sei­tigen Sport­an­lagen und einer starken städ­te­bau­li­chen Vernet­zung schafft das Projekt nicht nur neue und zeit­ge­mäße Ange­bote, es leistet auch einen entschei­denden Beitrag zur Stadt­ent­wick­lung.

Entwurf:

Olgga

Trans­for­ma­tion

Der Petit-Quevilly Sports Complex ist ein schönes Beispiel für zeit­ge­mäße Sport­in­fra­struktur und nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung in Frank­reich. Das Projekt trans­for­miert das ein ehema­liges Indus­trie­areal im Süden der Metro­pol­re­gion Rouen in einen drei Hektar großen öffent­li­chen Sport- und Land­schafts­park. Heute verbindet der Petit-Quevilly Sports Complex Sport, Frei­zeit, Natur und urbane Mobi­lität zu einem offenen, multi­funk­tio­nalen Stadt­raum.

Das Projekt ist Teil des Natio­nalen Programms zur Stadt­er­neue­rung (ANRU) und reagiert auf eine jahr­zehn­te­lange städ­te­bau­liche Frag­men­tie­rung durch eine Schnell­straße und mehrere Bahn­trassen, die den Stadt­körper von Petit-Quevilly zerschnitten. Der neue Sports Complex fungiert nun als urbane Klammer, die den histo­ri­schen Stadt­kern wieder mit den östli­chen Quar­tieren verknüpft.

Der Entwurf stammt von Olgga Archi­tectes.

Boule­vard

Zentrales Gestal­tungs­ele­ment des Petit-Quevilly Sports Complex ist die 365 Meter lange Prome­nade Belve­dere, die sich als lineares Rück­grat durch das gesamte Areal zieht. Sie verläuft mal auf Boden­ni­veau, mal über dem Gelände und eröffnet wech­selnde und neue Perspek­tiven auf Stadt, Land­schaft und Sport­flä­chen.

Diese urbane Prome­nade verbindet sämt­liche Nutzungen des Petit-Quevilly Sports Complex: die Sport­halle, soziale Einrich­tungen, das Frei­zeit- und Jugend­zen­trum, den Skate­park und das Stadion. Gleich­zeitig macht sie die komplexe Topo­grafie des Geländes erlebbar und verwan­delt sie in ein prägendes räum­li­ches Element.

Böschungen

Wo sich früher Zäune, Park­flä­chen und tech­ni­sche Barrieren befanden, entfaltet sich heute eine offene, zusam­men­hän­gende Park­land­schaft. Für den Petit-Quevilly Sports Complex wurden Böschungen model­liert, Wiesen und Baum­haine ange­legt und begrünte Mulden zur Regen­was­ser­rück­hal­tung ange­legt.

Sport- und Spiel­an­ge­bote sind direkt in diese Land­schaft einge­bettet: Rutschen folgen den natür­li­chen Hängen, ein mono­li­thi­scher Skate­park aus Sicht­beton fügt sich skulp­tural in das Gelände ein. Zusätz­lich wird das Dach der Sport­halle als Bewe­gungs­fläche genutzt und beher­bergt ein halbes Basket­ball­feld – ein klares Bekenntnis zur Flächen­ef­fi­zienz und Mehr­fach­nut­zung urbaner Sport­an­lagen.

Rampen

Die Archi­tektur des Petit-Quevilly Sports Complex basiert auf einer einheit­li­chen Beton­struktur, die Robust­heit, Wirt­schaft­lich­keit und Dauer­haf­tig­keit vereint. In den Hang inte­griert, öffnen sich Sport­halle und Sozi­al­räume groß­zügig zum Park und kommu­ni­zieren laut­stark mit dem Außen­raum.

Ein weiteres zentrales Element ist die kreis­för­mige Rampe. Sie bildet das Herz des Projekts. Unter ihr befindet sich das Jugend­frei­zeit­zen­trum – geschützt, offen und als sozialer Treff­punkt konzi­piert. West­lich schließt der Skate­park an, er ist ein weiterer inte­graler Bestand­teil des gemein­schaft­lich genutzten Raums.

Vernet­zung

Der äußere Eindruck des Petit-Quevilly Sports Complex wird durch die einheit­liche Metall­fas­sade geprägt. Sie besteht aus einer Metall­ver­klei­dung, die von einer zweiten Schicht aus Metall­gitter umhüllt wird. Diese modu­liert das Tages­licht und verleiht dem Ensemble eine mono­li­thi­sche, fast abstrakte Erschei­nung.

Direkt an die zentrale Rampe schließt eine neue Fuß- und Radweg­brücke an, welche die Schnell­straße und die Bahn­li­nien über­spannt. Sie verbindet den Petit-Quevilly Sports Complex unmit­telbar mit dem Rathaus­viertel und stellt eine wich­tige neue Achse für den Alltags­ver­kehr und die urbane Vernet­zung dar.

Heute wird der Petit-Quevilly Sports Complex als offene Sport- und Frei­zeit­land­schaft genutzt, die weit über eine klas­si­sche Sport­an­lage hinaus­geht. Er ist ein Ort der Bewe­gung, Begeg­nung und Erho­lung – zugäng­lich für alle Gene­ra­tionen und Nutzungs­formen.

Ein schönes Beispiel für soziale und städ­te­bau­liche Vernet­zung.

 

Projekt­daten

Planer

Olgga Archi­tectes
32 rue de la Porte Dijeaux
F – 33000 Bordeaux 

Bauherr

Stadt Petit-Quevilly

Eröff­nung
2025
Adresse

Petit-Quevilly Sports Complex
Rdpt Des Alliés
F- 76000 Rouen

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena

Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena

Let the suns­hine in

Die Präsi­dent-Valdas-Adamkus-Leicht­ath­le­tik­halle in Kaunas verbindet Spit­zen­sport, Tages­licht­ar­chi­tektur und Nach­hal­tig­keit zu einer zukunfts­wei­senden Leicht­ath­le­tik­halle.

Entwurf:

ARCHAS

Standort, Einbin­dung, Orga­ni­sa­tion

Mit der im November 2025 eröff­neten Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena verfügt Kaunas über die modernste Leicht­ath­le­tik­halle Litauens. Als Erwei­te­rung des bestehenden und benach­barten Stadions (S. Dariaus ir S. Girėno stadi­onas) bildet sie gemeinsam mit diesem einen ganz­jährig nutz­baren, inte­grierten Sport­campus für Spit­zen­ath­letik, Nach­wuchs­för­de­rung und öffent­liche Nutzungen.

Entworfen wurde die Arena vom litaui­schen Archi­tek­tur­büro ARCHAS.

 Das kompakte Grund­stück und die Nähe zum angren­zenden Grün bestimmten die archi­tek­to­ni­sche Stra­tegie maßgeb­lich. Um das Bauvo­lumen visuell zu redu­zieren, wurde die Haupt­halle rund 1,5 Meter in das Gelände abge­senkt. Diese Maßnahme erleich­tert die Einbin­dung in die Umge­bung und verbes­sert die Sicht­li­nien zu den Wett­kampf­flä­chen – dies sind eine 200-Meter-Rund­bahn, eine 60-Meter-Sprint­strecke und die Sprung- und Wurf­zonen.

Die Neben­räume wie Umkleiden, Aufwärm- und Massa­ge­räume, medi­zi­ni­sche Bereiche sowie Lager­flä­chen sind unter­ir­disch ange­ordnet. Darüber liegen öffent­lich zugäng­liche Nutzungen: Café- und Konfe­renz­be­reiche, Büro­räume sowie umfang­reiche Trai­nings- und Fitness­flä­chen (Startas Gym) mit digi­talen Kraft­ma­schinen, Frei­hantel- und Cardio­zonen.

Flexi­bi­lität, Tages­licht – und Tages­licht

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena ist konse­quent auf Viel­sei­tig­keit ausge­legt. Ein tele­s­ko­pier­bares Tribü­nen­system ermög­licht eine flexible Anpas­sung der Zuschau­er­plätze, von inter­na­tio­nalen Wett­kämpfen bis hin zum tägli­chen Trai­nings­be­trieb oder lokalen Veran­stal­tungen. Im Sommer, wenn die Wett­kämpfe im benach­barten Stadion statt­finden, können Athle­tinnen und Athleten die Halle zum Aufwärmen nutzen, im Winter wird die Arena selbst zur Wett­kampf­stätte.

 

Ein prägendes archi­tek­to­ni­sches Merkmal ist das markante W‑förmige Dach. Die nach Norden orien­tierten Ober­lichter führen gleich­mä­ßiges, blend­freies Tages­licht in die Halle – ein entschei­dender Faktor für das Leicht­ath­le­tik­trai­ning ohne störende Sonnen­ein­strah­lung oder Wärme­ge­winne. Gleich­zeitig erlaubt die Geome­trie große Spann­weiten bei redu­ziertem Mate­ri­al­ein­satz.

Groß­zü­gige, stüt­zen­arme Innen­räume sorgen für klare Sicht­achsen und eine hohe räum­liche Qualität. Trans­pa­rente Fassaden ermög­li­chen Einblicke in den Trai­nings­be­trieb und stärken die Verbin­dung zwischen Sport und Öffent­lich­keit.

Die nach Süden geneigten Dach­flä­chen sind mit Photo­vol­ta­ik­mo­dulen ausge­stattet und decken einen Teil des Ener­gie­be­darfs. Beheizt wird das Gebäude über das zentrale Fern­wär­me­netz, das zuneh­mend aus erneu­er­baren Ener­gien gespeist

Mate­ria­lität, Robust­heit und Atmo­sphäre

Die Fassade besteht aus vorge­fer­tigten Stahl­be­ton­pa­neelen mit einer tief struk­tu­rierten Ober­fläche, die an Eichen­rinde erin­nert – eine bewusste Refe­renz an den benach­barten Eichen­wald (Ąžuo­lynas). Das robuste Mate­rial gewähr­leistet Lang­le­big­keit, geringen Wartungs­auf­wand, sehr gute ther­mi­sche Eigen­schaften und fügt sich harmo­nisch in den sport­li­chen und land­schaft­li­chen Kontext von Žali­a­kalnis ein.

Im Inneren setzt sich das Konzept ehrli­cher, wider­stands­fä­higer Mate­ria­lien fort: Sicht­beton, Stahl und mine­ra­li­sche Ober­flä­chen sorgen für Dauer­haf­tig­keit im inten­siven Sport­be­trieb, während Eichen­holz eine warme, hapti­sche Qualität einbringt. Farbige Akzente in den unter­ir­di­schen Funk­ti­ons­be­rei­chen beleben die Räume und schaffen eine moti­vie­rende Atmo­sphäre.

Neben der ener­gie­ef­fi­zi­enten Gebäu­de­technik spielt auch der sensible Umgang mit dem Bestand eine wich­tige Rolle. Vorhan­dene Bäume wurden erhalten und in die Frei­raum­ge­stal­tung inte­griert, wodurch ein mensch­li­cher Maßstab und ein ange­nehmes Mikro­klima entstehen.

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena steht beispiel­haft für eine zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur, die Hoch­leis­tung, Alltags­taug­lich­keit und ökolo­gi­sche Verant­wor­tung vereint. Sie stärkt nicht nur die sport­liche Infra­struktur von Kaunas, sondern setzt auch ein archi­tek­to­ni­sches Zeichen für nach­hal­tige, flexible und zukunfts­fä­hige Sport­stätten.

Und das Licht ist fantas­tisch.

Projekt­daten

Planer

Archas

Neringa Sobešču­kaitė, Tomas Kuleša, Gintaras Čepurna, Mantas Nava­linskas, Mind­augas Vaidelys

Bauherr

Stadt Kaunas

Eröff­nung
2025
Adresse

Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena
Perkūno al. 3
Kaunas
44221 Kauno m. sav.
Litauen

Fotos

Norbert Tukaj 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Video

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Stade Jean-Dauger

Stade Jean-Dauger in Bayonne

Neue Nähe

Patrick Arotcharen Agence d‘Architecture

Das moder­ni­sierte Stade Jean-Dauger in Bayonne verbindet Rugby-Tradi­tion mit zeit­ge­nös­si­scher Archi­tektur. Die behut­same Trans­for­ma­tion rückt Spiel­feld, Tribünen und Stadt näher zusammen und macht das histo­ri­sche Stadion zu einem urbanen Bauwerk im grünen Gürtel der Stadt.

Vom Übungs­platz zum Rugby­sta­dion

Das Stade Jean-Dauger ist ein zentraler Bestand­teil der Geschichte, Iden­tität und Stadt­kultur von Bayonne, einer Stadt im fran­zö­si­schen Teils des Basken­landes (53.000 Einwohner). Und ein moder­ni­siertes Rugby-Stadion.

Seine Ursprünge reichen bis in das Jahr 1897 zurück, als der Student Pierre Fabre den Rugby­sport in die Region zwischen Nive und Adour brachte. Aus den ersten Spielen junger Bayonner am Camp Saint-Léon entstand 1905 der Verein Stade Bayon­nais, später Aviron Bayon­nais, heute einer der tradi­ti­ons­reichsten Rugby-Clubs Frank­reichs.

Das ursprüng­liche Stadion wurde 1937 am südli­chen Rand der Altstadt errichtet – einge­bettet in den histo­ri­schen Grün­gürtel Bayonnes, der ursprüng­lich mili­tä­risch genutzt wurde und später als Park- und Sport­land­schaft diente. In seiner frühen Phase vereinte das Stadion Rugby, Leicht­ath­letik und Radsport; die Radrenn­bahn war sogar Ziel mehrerer Etappen der Tour de France. Mit der Zeit entwi­ckelte sich das Areal jedoch zu einer reinen Rugby-Spiel­stätte, deren emotio­nale Bedeu­tung für die Region stetig wuchs. Nach seiner Reno­vie­rung fasst das Stade Jean-Dauger, die Heimat des Top-14-Clubs Aviron Bayon­nais, nun rund 16.900 Zuschauer.

Die Planung stammt von Patrick Arotcharen Agence d‘Architecture.

14 Meter nach Westen

Die jüngste Um- und Neuge­stal­tung des Sport­kom­plexes ist Teil einer über­ge­ord­neten städ­te­bau­li­chen Stra­tegie, die den histo­ri­schen Grün­gürtel Bayonnes stärkt und zugleich für zeit­ge­mäße Mobi­lität, Aufent­halts­qua­lität und Mehr­fach­nut­zung öffnet. Ziel war es, das Stadion nicht als isoliertes Sport­ob­jekt, sondern als inte­gralen Bestand­teil des städ­ti­schen Frei­raums zu begreifen.

Die grund­le­gende Verän­de­rung bestand in der Verschie­bung des Spiel­felds um 14 Meter nach Westen. So konnten die Tribünen deut­lich näher an das Spiel­feld heran­rü­cken – eine bewusste Abkehr von der früheren Geome­trie eines Leicht­ath­letik- oder Radsport­sta­dions hin zu einem kompakten Kessel für Rugby. Diese neue Nähe zwischen Publikum und Spiel­feld inten­si­viert Atmo­sphäre, Akustik und Iden­ti­fi­ka­tion.

Archi­tektur und Land­schaft 

Ein wesent­li­ches Merkmal des Projekts ist die enge Verzah­nung von Archi­tektur und Land­schaft. Die neuen Tribünen sind zwei­rangig orga­ni­siert, mit groß­zü­gigen Umgangs­flä­chen und einem weit auskra­genden Dach. Von Osten und von der Straße aus scheint der Baukörper teil­weise im begrünten Gelän­de­sprung zu verschwinden – seine Massi­vität wird durch Böschungen, Vege­ta­tion und Höhen­staf­fe­lung bewusst redu­ziert.

Unge­wöhn­lich für Stadi­on­bauten dieser Größen­ord­nung ist die Erschlie­ßung: Treppen, Stege und Umläufe liegen außer­halb der Tribü­nen­körper und führen die Besu­che­rinnen und Besu­cher quasi durch den Park. Fili­grane Stahl­kon­struk­tionen, Sicht­be­zie­hungen durch Baum­kronen und Einblicke in die Innen­räume der Tribünen erzeugen ein viel­schich­tiges räum­li­ches Erlebnis zwischen Stadt, Park und Stadion.

Die vorge­la­gerten Plätze, Böschungen und Prome­naden sind nicht nur funk­tio­nale Erschlie­ßungs­räume, sondern urbane Aufent­halts­orte. Sie verbinden Stadion und Stadt und machen das Areal auch außer­halb von Spiel­tagen nutzbar – als öffent­li­cher Raum, Treff­punkt und Veran­stal­tungsort.

Viel­fäl­tig­keit und Atmo­sphäre

Ein weiteres zentrales Projekt­ziel war die Öffnung des Stadions für viel­fäl­tige Nutzungen jenseits des Spiel­be­triebs. In den neuen Tribünen sind gastro­no­mi­sche Ange­bote, Lounges, Konfe­renz- und Veran­stal­tungs­räume und außerdem verschie­dene sport­liche Ange­bote inte­griert. Beson­ders die Osttri­büne beher­bergt groß­zü­gige Innen­räume mit ganz außer­ge­wöhn­li­cher und warmer Atmo­sphäre.

Die Räume sind bewusst verglast und sowohl vom Park als auch vom Spiel­feld aus einsehbar. Massive Beton­bögen struk­tu­rieren die Innen­be­reiche und verleihen ihnen eine starke archi­tek­to­ni­sche Iden­tität. Diese Sicht­bar­keit des „Inneren“ – Konstruk­tion, Nutzung, Bewe­gung – macht das Stadion auch im Alltag lesbar und belebt.

Die Südtri­büne nimmt eine beson­dere Rolle ein. Ihre unteren Ränge sind teil­weise ins Gelände einge­graben, während die Hospi­ta­lity-Bereiche direkt an das Stra­ßen­ni­veau anschließen. Es entsteht ein urbanes Szenario aus Vorplatz, Lounge, Arkaden und Spiel­feld­blick – auch von außen wahr­nehmbar.

Die gerun­dete Ecke im Südosten verbindet die beiden Tribünen und beher­bergt ein Restau­rant, dessen gewölbter Raum die archi­tek­to­ni­sche Linie der Arkaden fort­setzt und gleich­zeitig Trans­pa­renz an den Stirn­seiten ermög­licht.

AB Campus

Ergänzt wird das Stadi­on­en­semble durch den AB Campus auf der West­seite des Areals. Dieses Trai­nings- und Leis­tungs­zen­trum vereint Amateur- und Profi­sport unter einem Dach und bietet Trai­nings­hallen, Fitness- und Rege­ne­ra­ti­ons­be­reiche, medi­zi­ni­sche Einrich­tungen, Büros und eine Kantine.

Archi­tek­to­nisch tritt der Bau bewusst zurück: Seine gewölbte Form folgt der Topo­grafie und den neu geschaf­fenen Land­schafts­hü­geln entlang der Busspur. Statt eines domi­nanten Soli­tärs entsteht ein Baukörper, der sich in den Grün­gürtel einfügt und die histo­ri­sche Haupt­tri­büne visuell frei­stellt. Mate­ria­lität und Sprache sind redu­ziert – Sicht­beton, Holz, dunkel­grünes Mauer­werk und ein großes Alumi­ni­um­dach –, um Land­schaft und Bestand wirken zu lassen.

Park, Olympia und Gemein­schaft

Da die Umge­stal­tung des Stade Jean-Dauger einige Jahre dauern würde, wurde das Gesamt­pro­jekt bewusst in Bauab­schnitte geglie­dert. So konnte die Kapa­zität schritt­weise von ursprüng­lich 13.500 auf heute 16.500 Plätze erhöht werden, ohne die Zukunfts­fä­hig­keit des Gesamt­kon­zepts zu gefährden. Diese Stra­tegie erlaubt es, auf finan­zi­elle, sport­liche und städ­ti­sche Entwick­lungen flexibel zu reagieren.

Heute präsen­tiert sich das Stade Jean-Dauger als modernes Rugby-Stadion inter­na­tio­nalen Stan­dards, das 2024 als Trai­nings­stätte für die Olym­pi­schen Spiele in Paris diente. Gleich­zeitig bleibt es ein iden­ti­täts­stif­tender Ort für Bayonne – ein Stadion im Park, ein urbanes Bauwerk im Grünen und ein leben­diger Treff­punkt für Sport, Stadt und Gemein­schaft.

Projekt­daten

Planer

Patrick Arotcharen
Agence d’architecture
4 Rue Monréjau
F- 64 100 Bayonne

Bauherr

SASP Aviron Bayon­nais Rugby Pro

Eröff­nung
Eröff­nung
Adresse

Stade Jean-Dauger
8 Av. Fernand Forgues
F‑64100 Bayonne

Pläne

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Club Tamboré Jundiaí

Club Tamboré Jundiaí

Im Grünen

 

DMDV arqui­tetos

Sport­liche Viel­falt trifft Natur­ver­bun­den­heit: Der Club Tamboré Jundiaí umfasst ein Außen­schwimm­be­cken, ein beheiztes Hallenbad, einen Fitness­be­reich, Tennis‑, Beach‑Tennis‑ und Multi­sport­plätze sowie einen Spiel­be­reich für Kinder. Beson­ders hervor­zu­heben sind zwei BBQ‑Stationen auf dem höchsten Punkt – mit atem­be­rau­bendem Ausblick.

Club Tamboré Jundiaí

Der Club Tamboré Jundiaí beein­druckt schon auf den ersten Blick durch seine Natur­ver­bun­den­heit und die klare Tren­nung von massiven Volu­mina und licht­durch­flu­teten, trans­pa­renten Berei­chen.

Das Club­ge­lände glie­dert sich in vier Baukörper, die sich in den Garten und in den angren­zenden Wald hinein öffnen – eine durch­ge­hende Insze­nie­rung des Dialogs mit der natür­li­chen Umge­bung.

Der Zugang erfolgt über ein elegantes Vordach aus Stahl, das sich über einen Wasser­teich spannt und eine gedie­gene Eingangs­si­tua­tion schafft. Der so erschlos­sene, zentrale Baukörper beher­bergt den multi­funk­tio­nalen Veran­stal­tungs­saal, der sich wiederum dem Außen­be­reich mit dem orga­nisch geformten Außen­pool zuwendet. Daneben befindet sich der Fitness­be­reich. Das beheizte Bad schlän­gelt sich am Rand des Geländes entlang.

Der Entwurf stammt von DMDV arqui­tetos.

Programm

Die Archi­tektur balan­ciert zwischen orga­ni­schen und recht­eckigen Formen; Das geschwun­gene Becken bildet einen starken Kontrast zu den klar defi­nierten Volumen der Baukörper, und dennoch scheint alles zu fließen.

Der Club Tamboré Jundiaí umfasst ein Außen­schwimm­be­cken, ein beheiztes Hallenbad, einen Fitness­be­reich, Tennis‑, Beach‑Tennis‑ und Multi­sport­plätze sowie einen Spiel­be­reich für Kinder. Beson­ders hervor­zu­heben sind zwei BBQ‑Stationen auf dem höchsten Punkt – mit atem­be­rau­bendem Ausblick.

Die offene Patio zwischen Sport­halle und Saal fungiert als Frei­luft­kino, die Rück­wand der Halle dient dann als Projek­ti­ons­fläche.

Aufent­halts­qua­lität

Das Gelände selbst wurde als groß­zü­giger, natur­naher Park gestaltet. Grün­flä­chen und Bestands­ve­ge­ta­tion wurden erhalten und gekonnt einge­bunden: Ein bestehender Schutz­wald bildet die Kulisse, inner­halb der Anlage sorgen Blumen- und Baum­gruppen für Aufent­halts­qua­lität.

Viel Raum wurde für die Erho­lung der Mitglieder geschaffen, von Ruhe­zonen am Wasser­be­cken über Spiel­areale bis hin zu den BBQ‑Plätzen.

Im Innern domi­nieren mit Natur­stein, Sicht­beton und Holz bewusst rusti­kale Mate­ria­lien. Sie vermit­teln Wärme und Gebor­gen­heit und unter­strei­chen die Verbin­dung zur Natur.

Zukunfts­fähig

Der Club Tamboré Jundiaí steht für ein ausge­wo­genes Verhältnis von Archi­tektur, Land­schaft und sozialer Funk­tion. Er ergänzt durch seine viel­fäl­tigen sport­li­chen, kultu­rellen und gemein­schaft­li­chen Funk­tionen ein modernes Wohn- und Frei­zeit­um­feld.

Die klare Glie­de­rung und Modu­la­rität der Baukörper ermög­li­chen poten­zi­elle Anpas­sungen und Erwei­te­rungen, was lang­fristig Flexi­bi­lität garan­tiert.

Projekt­daten

Planer

DMDV archi­tects

André Dias Dantas, Bruno Bonesso Vito­rino, Renato Dalla Marta, Thif­fani Siani, Aline Pinheiro, Victor Verna­glia, Nayara Siqueira, Renan Kolda, Vitória Alves, Leonardo Monfar­dini, Rafael Pauli­quevis, Gustavo Stecca

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Eröff­nung

2024

Adresse

Tamboré Jundiaí Club
Jundiaí
São Paulo
Brazil

Pläne

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Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein

Die Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein

Acht auf einen Streich

 

NÜSSLI Gruppe

Man könnte sich fragen, ob die erste Acht­fach-Sport­halle Europas für eine Stadt wie Monheim am Rhein nicht ein wenig über­di­men­sio­niert ist.

Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein, ist sie nicht. 84 Prozent der Hallen­zeiten werden für den Schul­sport genutzt, in den Abend­stunden und an den Wochen­enden steht sie den Monheimer Sport­ver­einen zur Verfü­gung.

Zwei Ebenen, acht Hallen

Viele Sport­hallen lassen sich in drei, vier, fünf oder auch sechs Segmente unter­teilen. In Monheim am Rhein wurde im Früh­jahr 2025 die erste Acht­fach-Sport­halle Europas eröffnet.

Ziel der Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein ist es, den beiden benach­barten Schulen und den ansäs­sigen Vereinen größt­mög­liche Flexi­bi­lität im Schul‑, Trai­nings- und Wett­kampf­be­trieb zu gewähren. Daher bietet die Sport­halle auf zwei Ebenen jeweils vier Hallen­ein­heiten, die nach Bedarf mitein­ander verbunden werden können. Damit besteht die Möglich­keit, die acht Hallen­seg­mente einzeln oder als zwei große Vier­fach­hallen zu nutzen. Eine mobile Tribüne ist zuschaltbar.

Die NÜSSLI Gruppe agierte als Total­un­ter­nehmer, Partner waren asp Archi­tekten, Schlaich Berger­mann Partner, Herzner & Schröder und Corall Inge­nieure.

Bedarf

Die Acht­fach-Sport­halle in Monheim am Rhein ist ein bedeu­tender Teil der groß ange­legten Reor­ga­ni­sa­tion des Bildungs­stand­orts Monheim. Sie dient vor allem einer Gesamt­schule und einem Gymna­sium, und beide werden demnächst über sieben Jahr­gangs­züge verfügen. Darüber hinaus haben die lokalen Sport­ver­eine Bedarf an weiteren Sport­flä­chen.

Das Gebäude und damit die Hallen­ebene wurde fünf Meter tief ins Gelände einge­graben. Damit wurde die bauliche Präsenz im Stadt­bild redu­ziert, gleich­zeitig blicken die Zuschauer schon beim Rein­kommen hinunter aufs Spiel­feld.

Konzept

Das konzep­tio­nell entschei­dende Element der Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein ist die Auftei­lung der Sport­fläche auf zwei Ebenen. Vier Hallen­ein­heiten befinden sich im Unter­ge­schoss, vier befinden sich im Ober­ge­schoss. Die Hallen lassen sich flexibel zusam­men­schalten und, zum Beispiel für Turnier­for­mate, je nach Bedarf als zwei Vier­fach­hallen oder als Acht­fach­halle nutzen.

Insge­samt stehen 4.400 m² Sport­fläche zur Verfü­gung. Dazu kommen weitere 3.000 m² für Umkleiden, Technik, Erschlie­ßung sowie einen Gymnas­tik­be­reich. Die untere Halle verfügt über eine ausfahr­bare Tele­s­kop­tri­büne mit 500 Sitz­plätzen, wodurch sich das Gebäude auch für Sport­ver­an­stal­tungen mit Publikum eignet.

Mate­ria­lien

Um den Schul­be­trieb so wenig wie möglich zu beein­träch­tigen, sollten die Arbeiten möglichst schnell vonstat­ten­gehen. Dieses große Gebäude in herkömm­li­cher Bauweise zu reali­sieren, hätte den Verant­wort­li­chen zu lange gedauert. Die Stadt Monheim am Rhein vergab den Auftrag zur Errich­tung der komplexen Halle daher an NÜSSLI, weil deren Kombi­na­tion aus Schnellbau, Fertig­teilen und hoch­wer­tigen Mate­ria­lien nach­hal­tige Qualität versprach – und weil das geballtes Know-how aus dem Tempo­rärbau für eine schnelle und kompe­tente Umset­zung spra­chen.

Die Verwen­dung vorge­fer­tigter Beton- und Holz­ele­mente erwies sich als vorteil­haft. Sie ermög­lichte nicht nur eine wetter­un­ab­hän­gige und schnelle Montage, sondern auch eine präzise Taktung der Bauab­läufe. Die Baustelle kam mit einem Bruch­teil des sonst übli­chen Perso­nal­auf­wands aus, da viele Bauteile vor Ort nur noch zusam­men­ge­setzt werden mussten.

Die Fassa­den­ge­stal­tung ist klar und eindrucks­voll. Die „eigent­liche“ Sport­halle wurde mit licht­grauem Loch­blech verkleidet, das sorgt für ein ausge­wo­genes Verhältnis zwischen Trans­pa­renz und Geschlos­sen­heit. Das vier­ge­schos­sige Neben­ge­bäude mit Foyer, Umkleiden, Technik- und Sozi­al­räumen dagegen erhielt eine Lärchen­holz­fas­sade und fügt sich schön in die Umge­bung ein. Auch das Trag­werk des Neben­ge­bäudes besteht voll­ständig aus Holz­ele­menten, was nicht nur gestal­te­ri­sche Vorteile bietet, sondern auch dem Nach­hal­tig­keits­ge­danken Rech­nung trägt.

Auslas­tung

Man könnte sich fragen, ob die erste Acht­fach-Sport­halle Europas für eine Stadt wie Monheim am Rhein nicht ein wenig über­di­men­sio­niert ist. Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein, ist sie nicht, denn die Auslas­tung der Hallen spricht eine deut­liche Sprache: 84 Prozent werden für den Schul­sport genutzt, in den Abend­stunden und an den Wochen­enden stehen sie den Monheimer Sport­ver­einen zur Verfü­gung.

Das ist also ausge­spro­chen effektiv. Die Anord­nung und Ausstat­tung der Sport­hallen ermög­licht zudem ein ganz breites Spek­trum an Nutzungs­mög­lich­keiten – von Ball­sport­arten über Gerä­te­turnen bis hin zu Fitness- und Gymnas­tik­ein­heiten.

Und das für die nächsten Jahr­zehnte.

Projekt­daten

Total­über­nehmer

NÜSSLI Gruppe

Bauherr

Stadt Monheim am Rhein

Archi­tektur

asp Archi­tekten GmbH

Trag­werk

Schlaich Berger­mann Partner

Eröff­nung

2025

Adresse

Berliner Ring 5
D – 40789 Monheim am Rhein

Fotos

Tim Kögler

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Parque Rita Lee

Parque Rita Lee in Rio de Janeiro

Das Leben nach Olympia

 

 

Ecomi­mesis

Der Parque Rita Lee ist ein gutes Beispiel für die Neustruk­tu­rie­rung städ­ti­scher Räume im Hinblick auf mehr Natur, mehr Erho­lung und mehr Wohl­be­finden.

Von den berüch­tigten weißen Elefanten fehlt hier jede Spur.

Olym­pi­sches Erbe

Der Olym­pi­sche Park in Barra da Tijuca, Rio de Janeiro, war der Haupt­aus­tra­gungsort der Olym­pi­schen Spiele 2016. Heute heißt er, zu Ehren der brasi­lia­ni­schen Sängerin und Kompo­nistin, Parque Rita Lee.

Zum Zeit­punkt der Spiele umfasste der Park unter anderem das olym­pi­sche Tennis­zen­trum, die Cariocas Arenas und die Live Site. Sie alle wurden über den Olympic Way erschlossen. Das ist ein breiter Boule­vard für Fußgänger, der beide Enden des Parks und seine Grün­an­lagen mitein­ander verbindet.

Das Konzept für das olym­pi­sche Erbe sah vor, all diese Infra­struk­turen nach den Olym­pi­schen Spielen in einen öffent­li­chen Park mit mehr Grün­flä­chen und Räumen für viele Formen von Akti­vität umzu­wan­deln.

Das Büro Ecomi­mesis gewann den 2022 von der Stadt­ver­wal­tung von Rio de Janeiro ausge­schrie­benen Wett­be­werb.

Neuge­stal­tung

Die Neuge­stal­tung des140.000 m² großen Parque Rita Lee hatte den Auftrag, „das Leben und die Kultur Rios zu feiern“, die natür­liche Land­schaft zu respek­tieren und den Park in ein bedeu­tendes Frei­zeit­ziel zu verwan­deln.

Die Planer teilten den Park in zwei Typo­lo­gien mit unter­schied­li­chen Merk­malen, die sich entlang des Olympic Way vermi­schen und Linear Park und Urban Park genannt werden. Der Linear Park bietet eine 60 Meter breite und 1,2 km lange Allee mit schat­tigen Berei­chen und Ruhe­zonen, die durch die Anpflan­zung einhei­mi­scher Bäume und die Instal­la­tion von Stadt­mo­bi­liar entstanden.

Der Urban Park schafft spek­ta­ku­läre, kunter­bunte Erho­lungs- und Frei­zeit­be­reiche mit Spiel- und Sport­ge­räten sowie farben­frohen Boden­be­lägen, welche die Besu­cher in einen modernen und unge­wöhn­li­chen Raum locken sollen. Die gestal­teten Ober­flä­chen unter­teilen den Raum in einen Kinder­be­reich mit Spiel­zeug und Wasser­be­reich, Begeg­nungs­zonen mit Möbeln und Pick­nick­be­reich, den Sport­be­reich mit Teqball, Tisch­tennis, Basket­ball und einer Klet­ter­wand sowie den Skate­park.

Zum Parque Rita Lee gehören auch ein neuer, mehr als 800 m² großer atlan­ti­scher Wald, 1.100 neue einhei­mi­schen Baum­setz­linge und neu gepflanzte 8.000 m² an Grün­flä­chen.

Weiße Elefanten?

Der Parque Rita Lee ist ein gutes Beispiel für die Neustruk­tu­rie­rung städ­ti­scher Räume im Hinblick auf mehr Natur, mehr Erho­lung und mehr Wohl­be­finden.

Von den berüch­tigten weißen Elefanten, von denen im Zusam­men­hang mit der postolym­pi­scher Nutzung großer Bauten und Anlagen häufig die Rede ist, fehlt hier jede Spur.

Projekt­daten

Planer

Ecomi­mesis Solu­ções Ecoló­gicas
Amanda Saboya, Caro­line Fernandes, Pierre-André Martin

Fotos

Rafael Salim

Eröff­nung

2024

Adresse

Parque Olím­pico Rita Lee
Av. Embaix­ador Abel­ardo Bueno
3401 – Barra da Tijuca
Rio de Janeiro – RJ
22775–039
Brasi­lien

Text

Johannes Bühl­be­cker
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absturzsicherung.jetzt

Planung, Montage und Wartung

absturzsicherung.jetzt

Membranbau Sieber GmbH
(Adver­to­rial)

Die Dächer unserer Sport- und Frei­zeit­an­lagen bieten riesige Flächen, zum Beispiel für die Montage und Nutzung erneu­er­barer Ener­gien. Bau- und Wartungs­ar­beiten auf dem Dach sind aller­dings gefähr­lich.

Die nagel­neue Seite „absturzsicherung.jetzt“ bietet wich­tige Grund­lagen zu Planung, Montage und Wartung von Absturz­si­che­rungen. Und Kontakt.

Riesiges Poten­zial

Die Dächer unserer Sport- und Frei­zeit­an­lagen bieten riesige Flächen, zum Beispiel für die Montage und Nutzung erneu­er­barer Ener­gien. Hier liegt immer noch riesiges Poten­zial weit­ge­hend brach, das genutzt werden sollte.

Bau- und Wartungs­ar­beiten auf dem Dach sind aller­dings gefähr­lich. Deshalb ist ab einer Absturz­höhe von zwei Metern eine Absturz­si­che­rung erfor­der­lich, die den Sturz vom Dach, durch das Dach oder durch eine Dach­öff­nung verhin­dert.

Die Membranbau Sieber GmbH hat nun absturzsicherung.jetzt ins Leben gerufen. Hier finden sich wich­tige Grund­lagen und weiter­ge­hende Infor­ma­tionen zu Planung, Montage und Wartung von Absturz­si­che­rungen.

Systeme

Eine Anschlag­ein­rich­tung ist ein System zur Absturz­si­che­rung bei Arbeiten auf Dächern, an Fassaden oder in der Indus­trie. Es bietet einen oder mehrere Anschlag­punkte und ist in der Regel dauer­haft mit Bauwerken oder Maschinen verbunden. In Kombi­na­tion mit einer persön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung gegen Absturz (PSAgA) werden Anschlag­ein­rich­tungen als Rück­halte- oder Auffang­system bei Arbeiten genutzt.

Die maßge­bende DIN EN 795 unter­scheidet fünf Typen von Anschlag­ein­rich­tungen: Einzel­an­schlag­punkte, tempo­räre Einzel­an­schlag­punkte, Seil­si­che­rungs­sys­teme, Schie­nen­si­che­rungs­sys­teme und mobile Anschlag­punkte mit Eigen­ge­wicht.

Planung

Bei Arbeiten auf dem Dach kann jede falsche Bewe­gung fatale Folgen haben.

Daher müssen Dächer so geplant werden, dass Menschen bei späteren Instand­hal­tungs- und Wartungs­ar­beiten perma­nent gesi­chert sind. Bauliche Maßnahmen sind Geländer oder Brüs­tungen, mobile Sicher­heits­sys­teme sind zum Beispiel persön­liche Schutz­aus­rich­tungen und Anschlag­ein­rich­tungen.

Montage

Die fach­ge­rechte Montage von Absturz­si­che­rungen ist die entschei­dende Grund­lage für die lang­fris­tige Sicher­heit von Arbeits­plätzen in der Höhe. Ob auf Dächern, an Fassaden oder in der Indus­trie: Absturz­si­che­rungs­sys­teme müssen sorg­fältig geplant, exakt instal­liert und umfas­send doku­men­tiert werden, um Unfälle zu verhin­dern und den gesetz­li­chen Vorgaben zu entspre­chen.

Wartung

Absturz­si­che­rungen unter­liegen stän­diger Bean­spru­chung und Witte­rungs­ein­flüssen. Ohne regel­mä­ßige Wartung können sie ihre Schutz­funk­tion verlieren, wodurch unkal­ku­lier­bare Risiken entstehen. Durch eine syste­ma­ti­sche Wartung werden Mängel früh­zeitig erkannt und behoben, wodurch Unfälle vermieden und die Lebens­dauer der Siche­rungs­sys­teme verlän­gert werden.

Darüber hinaus ist die Wartung von Absturz­si­che­rungen eine Pflicht­auf­gabe.

Fragen Sie uns

Fragen Sie uns

Die Membranbau Sieber GmbH beschäf­tigt sich mit

  • der Montage, Wartung und Instand­hal­tung von Membran­dä­chern, Fassaden und Absturz­si­che­rungen
  • Höhen­ar­beiten und Indus­trie­klet­tern mittels Seil­zu­gangs­technik
  • der Planung und Montage von perma­nenten Seil­si­che­rungs­sys­temen
  • Schu­lungen und Unter­wei­sungen von PSAgA-Anwen­dern gemäß DGUV (Regeln 112–198 sowie 112–199)
  • der Prüfung von PSAgA-Ausrüs­tungen gemäß DGIV (Grund­satz 312–906)

Zu unseren Part­nern gehören die Allianz Arena in München, der Signal Iduna Park in Dort­mund (Stadion von Borussia Dort­mund), ABS, Inno­tech und viele mehr.

Die Membranbau Sieber GmbH ist ein überaus erfah­rener und sach­kun­diger Dienst­leister in den wich­tigsten Spezi­al­be­rei­chen rund um das Arbeiten in großer Höhe.

Wir planen, montieren, warten, repa­rieren, prüfen und schulen.

Kontakt

Domain

absturzsicherung.jetzt

Bera­tung

absturzsicherungen.jetzt
c/o Membranbau Sieber GmbH
Tauben­seeweg 10
D – 83119 Obing

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WERK12

WERK12 in München

BOAH!

 

 

MVRDV

WERK12 fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buch­staben an der Fassade, die uns mit Weis­heiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen.

AAHHH

WERK12 entstand auf dem früheren Gelände des Knödel-Produ­zenten Pfanni im Münchner Werk­viertel. Der fünf­ge­schos­sige, trans­pa­rente Komplex fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buch­staben an der Fassade, die uns mit Weis­heiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen. Das liegt aber auch an den weit vorste­henden, umlau­fenden Balkonen und an den außen liegenden Treppen.

Der Entwurf stammt von MVRDV aus Rotterdam.

PUH

Auf fünf Etagen bietet WERK12 das pralle Leben: Restau­rant und Bar im Erdge­schoss, darüber Büros und das domi­nante, drei­ge­schos­sige Fitness-Center „body + soul“ mit eigenem 25m-Becken auf Ebene 3.

WERK12 setzt ganz auf Flexi­bi­lität. Die hohen Decken — 5,5 Meter zwischen den einzelnen Geschossen — ermög­li­chen es zukünf­tigen Nutzern, Zwischen­ge­schosse hinzu­zu­fügen.

Der Erschlie­ßungs­kern auf der Nord­ost­seite des Gebäudes wird auf jeder Ebene von 3,25 Meter breiten Balkonen umgeben, welche die Unter­schei­dung zwischen Innen und Außen aufwei­chen. Diese Frei­flä­chen werden durch Außen­treppen verbunden, die sich um das Gebäude schlän­geln. Gestalt­prä­gend nennt man das wohl.

HMPF

Die Fassade wird von fett gedruckten, fünf Meter hohen Buch­staben belebt. Sie sind das Ergebnis eines Wett­be­werbs, den die Akademie der Bildenden Künste und MVRDV ausge­lobt haben. Die Sieger Beate Engl und Chris­tian Engel­mann wollen Emotionen darstellen und dabei inter­na­tional verständ­lich sein. Daher nutzen sie univer­sell einsatz­bare Ausdrücke aus Comics.

Die raum­hohen Vergla­sungen bieten, je höher man kommt, einen atem­be­rau­benden Blick in Rich­tung der Münchener Innen­stadt.

WERK12 kombi­niert die einfache quadra­ti­sche Grund­form mit ehrli­chen Mate­ria­lien und trans­pa­renten Fassaden zu einem sehr leben­digen, fast flie­ßenden Baukörper.

Nachts wird das Erschei­nungs­bild des Gebäudes durch seine Beleuch­tung fast noch spek­ta­ku­lärer, seine Geome­trie wird noch klarer.

WOW

Das Areal des Münchner Werks­viertel hat sich von einer Knödel­fa­brik zu einem popu­lären Unter­hal­tungs­viertel entwi­ckelt. Der Entwurf von MVRDV respek­tiert diese Geschichte nicht, er feiert sie. WERK12 ist einer­seits stylisch und cool, nimmt sich aber ande­rer­seits nicht so ernst. Vermut­lich ist es aber genau deswegen genau das: sehr, sehr cool.

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Projekt­daten

Archi­tekt

MVRDV Rotterdam
Achter­klooster 7
NL — 3011 RA Rotterdam
Winy Maas, Jacob van Rijs and Nathalie de Vries, Jacob van Rijs, Fokke Moerel, Markus Nagler, Roy Sieljes and Jona­than Schuster, Antonio Luca Coco, Pavlos Ventouris, Kirill Emelianov

N‑V‑O Nuyken von Oefele Archi­tekten BDA
Winze­rer­strasse 44
D — 80797 München

Bauherr

OTEC GmbH & Co. KG
ECKhaus | Atelier­straße 1
D – 81671 München

Eröff­nung

2019

Adresse

body + soul Center WERK12
Frie­den­straße
D – 81671 München

Fotos

Ossip van Duiven­bode
Halve­ma­an­pas­sage 103
NL – 3011DL Rotterdam

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­zen­trum Pallejà

Das Sport­zen­trum Pallejà

Schwe­be­kraft

 

 

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Mit der neuen Frei­luft­halle hat das Sport­zen­trum Pallejà, das ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung diente, eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Frei­luft­halle

Das Sport­zen­trum Pallejà in Kata­lo­nien (Provinz Barce­lona) bestand im Wesent­li­chen aus Spiel­fel­dern und Frei­an­lagen, die im Laufe der Jahre immer zahl­rei­cher und unüber­sicht­li­cher wurden. Mit der neuen Frei­luft­halle von JPAM City Makers und Masala Consul­tors erhielten diese Einzel­teile nun ein verbin­dendes Zentrum.

Die Planer organ­sierten die Groß- und Klein­spiel­felder neu und in einem schach­brett­ähn­li­chen Muster um die neue Halle herum. Dabei verbindet der gezielte Einsatz von Farbe die verschie­denen Bereiche visuell. Das Ergebnis ist ein kohä­renter Raum, der sport­liche Akti­vi­täten und Zuschau­er­be­reiche auf harmo­ni­sche Weise mitein­ander verbindet. Farbe und geome­tri­sche Präzi­sion verleihen der Anlage eine klare Struktur, ohne ihre Offen­heit zu beein­träch­tigen.

Diese Neuge­stal­tung der Sport­flä­chen und das markante schwe­bende Dach der Halle geben dem Komplex eine neue, weithin sicht­bare Iden­tität und ein konsis­tentes Erschei­nungs­bild.

Dach

Das Dach ist das stil­bil­dende High­light des Projekts. Es erfüllt mehrere Funk­tionen und bringt zugleich die Archi­tektur ins Spiel. Von außen erscheint die Konstruk­tion zwar als Hülle, sie unter­streicht aber gleich­zeitig den offenen Charakter des Geländes und Gebäudes.

Die Hülle besteht aus einer perfo­rierten Metall­ver­klei­dung, welche die Halle auf drei Seiten einfasst, aber halt nicht raum­hoch. Der Kontakt zur urbanen Umge­bung bleibt so bestehen – es entsteht eine naht­lose Verbin­dung Sport, Stadt und Land­schaft.

Unter dem Dach verän­dert sich die Wahr­neh­mung: Die Außen­hülle wird hier zu einem filternden Element, das die urbane Umge­bung sanft verschwimmen lässt und den Blick auf das Geschehen im Innen­raum lenkt.

Diese Doppel­funk­tion – Schutz und Verbin­dung – verleiht der Struktur etwas Beson­deres, auch im Stadt­raum, und macht sie zu einem iden­ti­täts­stif­tenden Element.

Mate­rial

Die Wahl von Metall und Beton als primäre Bauma­te­ria­lien unter­streicht den Ausdruck von gleich­zei­tiger Leich­tig­keit und Stärke. Die schlichte Metall­struktur trägt zur Abstrak­tion des Daches bei. Unter­stützt wird diese opti­sche Leich­tig­keit durch die Beton­scheiben, die das Dach an den Seiten tragen und die Ecken stüt­zen­frei belassen. Dieser Kontrast der Mate­ria­lien erzeugt die Illu­sion, dass das Dach mühelos auf den Beton­stützen ruht, was dem Gebäude nach den Worten von JPAM eine gewisse „Schwe­be­kraft“ verleiht.

Das Dach ist zur Straße hin leicht geneigt, wodurch die visu­elle Domi­nanz des Bauwerks zu dieser Seite hin redu­ziert wird. Auf der anderen, der Land­schaft zuge­wandten Seite jedoch erreicht das Dach seine maxi­male Höhe und bietet den Besu­chern einen atem­be­rau­benden Ausblick in das Llob­regat-Tal.

Die Struktur wird so nicht nur zum Schutz­dach, sondern auch zu einem archi­tek­to­ni­schen Rahmen, der die land­schaft­liche Schön­heit betont und einen Rahmen für den Sport bietet, ohne seine Schutz­funk­tion zu vernach­läs­sigen.

Nacht

Bei Nacht wandelt sich die Wahr­neh­mung des Komplexes: Die Beleuch­tung im Inneren illu­mi­niert den gesamten Baukörper und macht ihn von der Stadt aus sichtbar. So wird das Sport­zen­trum Pallejà auch bei Dunkel­heit zu einem Teil städ­ti­scher Akti­vität und bleibt lebendig. Die durch die Beleuch­tung erzeugte Trans­pa­renz hebt die Leich­tig­keit der Struktur hervor und stellt die Archi­tektur als stadt­bild­prä­gendes Element dar.

Die Frei­luft­halle stellt nun eine visu­elle Verbin­dung zwischen dem Sport­zen­trum Pallejà und der Stadt her. Die Anlage, die ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung dienen sollte, hat eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

Das Projekt zeigt, wie Archi­tektur nicht nur funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt, sondern auch eine wich­tige Rolle bei der Defi­ni­tion und Gestal­tung des städ­ti­schen Umfelds spielt. Durch die Kombi­na­tion aus Mate­rial, offener Struktur, schwe­bendem Dach und gezielter Beleuch­tung schuf JPAM einen Raum, der sowohl sport­liche Akti­vität als auch Gemein­schaft fördert.

Projekt­daten

Archi­tekt

JPAM
MASALA Consul­tors

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Pallejà 

Eröff­nung

2020

Adresse

Avin­guda de L’Onze de Setembre 1
08780 Pallejà
Barce­lona
Spanien

Fotos

Jordi Surroca
JPAM

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Nîmes

Die Sport­halle Nîmes

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Ateliers A+, Serge Ferrari Group

Die Sport­halle Nîmes wurde im Oktober 2024, also erst vor wenigen Tagen, eröffnet. Sie kombi­niert Funk­tion, Archi­tektur und Ökologie mit moderner Kunst, Stadt­ge­schichte und hoch­wer­tigen Mate­ria­lien.

Das ist anspruchs­voll.

Ateliers A+, Serge Ferrari Group

Archi­tektur und Kunst

Die Sport­halle Nîmes bietet Raum für elf verschie­dene Sport­arten, darunter Fechten, Kunst­turnen, rhyth­mi­sche Gymnastik und Klet­tern. Sie ist ab sofort ein wich­tiger Bestand­teil des Sport­an­ge­bots dieser bedeu­tenden südfran­zö­si­schen Stadt, deren Sport­ar­chi­tektur bis in die Arenen der Römer­zeit zurück­reicht.

Das Gebäude fügt sich nahtlos in die Umge­bung ein und berück­sich­tigt die histo­ri­sche und kultu­relle Vergan­gen­heit der Stadt. Die flie­ßende, geschwun­gene Form der Fassade ist eine Hommage an die Textil­ge­schichte Nîmes’, bekannt für die Herstel­lung von Stoffen seit dem 16. Jahr­hun­dert.

Diese Verbin­dung zur Vergan­gen­heit zeigt sich in der orga­nisch geformten Fassade, die an drapierte Stoffe erin­nert. Die geschwun­gene Lini­en­füh­rung schafft eine einla­dende Atmo­sphäre und sorgt gleich­zeitig für funk­tio­nalen Schutz vor den klima­ti­schen Bedin­gungen des Mittel­meer­raums.

Die groß­flä­chige Fassa­den­ge­stal­tung ist ein Ergebnis der engen Zusam­men­ar­beit zwischen den Archi­tekten des Ateliers A+ und dem renom­mierten Künstler Alain Clément. Sie greift das reiche kultu­relle Erbe von Nîmes auf und nimmt die Gestalt einer römi­schen Toga an – beson­ders bei nächt­li­cher Beleuch­tung.

Mate­rial

Eine solche Gebäude- und Fassa­den­form stellt natür­lich Ansprüche an das Mate­rial. Um den Schwung des Entwurfs umzu­setzen, muss es flexibel, formbar und außerdem wider­stands­fähig sein. Darüber hinaus musste der Baustoff den strengen plane­ri­schen Anfor­de­rungen an die Nach­hal­tig­keit entspre­chen.

Letzt­lich fiel die Wahl auf die Membran Frontside View 381 der Serge Ferrari Group, die auf einer Fläche von 2.500 m² auf Paneele gespannt wurde. Dieses Mate­rial trägt nicht nur zur Ästhetik des Gebäudes bei, sondern sorgt auch für eine nach­hal­tige Bauweise mit güns­tiger CO2-Bilanz: Die Membran ist hoch­fest, sehr leicht und ermög­licht damit ein schlankes Trag­werk.

Ein erst­klas­siges Medium für den Künstler Alain Clément, der hier, inspi­riert von der Geschichte der Stadt und der Form des Gebäudes, sein bisher größtes Werk schuf.

Fazit

Die Archi­tektur der Sport­halle Nîmes ist nicht nur poetisch und sensibel, sie beruht auch auf inno­va­tiven tech­ni­schen Lösungen, die den funk­tio­nalen und ökolo­gi­schen Anfor­de­rungen unserer Zeit gerecht werden.

Die Zusam­men­ar­beit zwischen dem künst­le­ri­schen Ansatz des Ateliers A+ und dem tech­ni­schen Know-how der Serge Ferrari Group ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Ästhetik und Mate­rial gemeinsam ein Gebäude schaffen können, das gleich­zeitig nach­haltig, funk­tional und elegant ist.

Projekt­daten

Archi­tekt

Ateliers A+

Bauherr

Stadt Nîmes

Membran

Serge Ferrari Group

Adresse

Canton de Nîmes‑4
30900 Nîmes,

Eröff­nung

2024

Fotos

Camille Gharbi

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

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Pompano Beach Youth Sports Complex

Pompano Beach Youth Sports Complex

Heiß!

 

 

Brooks + Scarpa

Das Pompano Beach Youth Sports Complex und das Field House stehen für modernes Design unter anspruchs­vollen klima­ti­schen Bedin­gungen, das sowohl ästhe­ti­sche als auch funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt.

Brooks + Scarpa

Florida

Der Pompano Beach Youth Sports Complex in Florida von Brooks + Scarpa bietet auf einem 10 Hektar großen Gelände jede Menge Sport, vor allem für Kinder und Jugend­liche. Die Anlage verfügt über zwei Groß­spiel­felder mit Kunst­ra­sen­belag, die haupt­säch­lich für Fußball, American Foot­ball und Lacrosse genutzt werden. Zudem wurden klei­nere Natur­ra­sen­flä­chen für klei­nere Kinder gestaltet.

Das Herz­stück der Sport­an­lage ist das Field House, ein 380 m² großes Gebäude, das durch sein inno­va­tives und zugleich funk­tio­nales Design hervor­sticht. Es beher­bergt Verpfle­gungs­an­ge­bote, Büros, Lager­räume sowie sani­täre Einrich­tungen für Sportler und Besu­cher.

Auffällig sind die markante Beton­schale und die Verwen­dung der Farbe Gelb. Die Schale umhüllt das Innere mit einer durch­dachten Balance zwischen Schutz und Offen­heit. Sie dient nicht nur als Schutz vor Sonne und Regen, sondern verleiht dem Gebäude auch eine skulp­tu­rale Ästhetik.

Die gelbe Metall­git­ter­struktur der Nord­fas­sade ist von Weitem sichtbar. Vier unter­schied­liche Fassaden lassen das Gebäude aus jedem Blick­winkel anders wirken und erleich­tern die Orien­tie­rung inner­halb des Parks.

Das Wetter

In Florida kann es sehr heiß werden, und es kann stark regnen. Die Planer reagieren darauf mit einem weiteren Charak­te­ris­tikum des Gebäudes: eine umlau­fende Veranda, die Besu­chern Schutz bietet und als über­dachter Veran­stal­tungs­raum genutzt werden kann.  Hier sorgen 16 große, blaue Venti­la­toren für Abküh­lung, sodass Sportler und Zuschauer auch bei heißem Wetter ange­nehme Bedin­gungen vorfinden.

Das Dach ist so konstru­iert, dass Regen­wasser zentral gesam­melt und in einen angren­zenden „Regen­garten“ geleitet wird. Diese funk­tio­nale Gestal­tung sorgt für einen eindrucks­vollen visu­ellen Effekt bei Regen. Gleich­zeitig unter­streicht es die nach­hal­tige Ausrich­tung des Projekts.

Die Farben

Die Farb­ge­stal­tung des Pompano Beach Youth Sports Complex Field House (ein etwas sper­riger Name) trägt maßgeb­lich zum Gesamt­ein­druck bei. Das gelbe Metall­gitter bildet ein markantes Muster, das in Kombi­na­tion mit der robusten Beton­kon­struk­tion spie­le­ri­sche Elemente vermit­teln will. Das Gitter enthält zudem kleine Metall­plätt­chen, die den Schriftzug „YSC“ (Youth Sports Complex) formen und somit als weithin sicht­bares Schild fungieren.

Nach­hal­tig­keit

Die Nach­hal­tig­keit des Projekts wird durch die Verwen­dung lang­le­biger Mate­ria­lien und durch­dachte Wasser­ma­nage­ment­sys­teme unter­stri­chen.

Darüber hinaus ist das Field House auch sozial nach­haltig, indem es nicht nur Sport­mög­lich­keiten bietet, sondern auch als sozialer Treff­punkt dient. Es ist auch darauf ausge­legt, große Sport­er­eig­nisse und Turniere mit bis zu 1.000 Zuschauern auszu­richten.

Das Pompano Beach Youth Sports Complex und das Field House stehen als Symbol für modernes, nach­hal­tiges Design unter anspruchs­vollen klima­ti­schen Bedin­gungen, das sowohl ästhe­ti­sche als auch funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt und der Gemeinde viel­sei­tige Nutzungs­mög­lich­keiten bietet.

Projekt­daten

Archi­tekt

Brooks + Scarpa
Jeffrey Huber, FAIA; Lawrence Scarpa, FAIA, Angela Brooks, FAIA, Carlos Garcia, Daren Chen, Heather Akers, Dio Ichil­lumpa, Yimin Wu, Jeet Sign, Chris Kuonen, Mason Milner 

Bauherr

City of Pompano Beach

Eröff­nung

2023

Adresse

Pompano Beach Youth Sports Complex
700 NE 10th Street
Pompano Beach
Fl 33060
USA

Fotos

Brooks + Scarpa

Text

Johannes Bühl­be­cker
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