werk12

BOAH!

WERK12 in München

MVRDV

AAHHH

Im Oktober 2019 eröffnete WERK12 auf dem früheren Gelände des Knödel-Produzenten Pfanni im Münchner Werkviertel.

Der fünfgeschossige, transparente Komplex fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buchstaben an der Fassade, die uns mit Weisheiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen. Das liegt aber auch an den weit vorstehenden, umlaufenden Balkonen und an den außen liegenden Treppen.

Der Entwurf stammt von MVRDV aus Rotterdam.

OH

Auf fünf Etagen bietet WERK12 das pralle Leben: Restaurant und Bar im Erdgeschoss, darüber Büros und das dominante, dreigeschossige Fitness-Center „body + soul“ mit eigenem 25m – Becken auf Ebene 3.

WERK12 setzt ganz auf Flexibilität. Die hohen Decken – 5,5 Meter zwischen den einzelnen Gsschossen – ermöglichen es zukünftigen Nutzern, Zwischengeschosse hinzuzufügen. Die Anordnung der Umlaufflächen auf der Außenseite des Gebäudes erlauben eine einfache Rekonfiguration der Innenräume. Dabei wird die Stabilität durch diagonal verlaufende Treppenhäuser garantiert.

PUH

Der Erschließungskern auf der Nordostseite des Gebäudes wird auf jeder Ebene von 3,25 Meter breiten Balkonen umgeben. Diese Freiflächen werden durch Außentreppen verbunden, die sich um das Gebäude schlängeln. Gestaltprägend nennt man das wohl.

Diese Wegeführung weicht die Unterscheidung zwischen Innen und Außen auf. Beide Bereiche kommunizieren nahezu ununterbrochen miteinander, das Gebäude wirkt ausgesprochen kommunikativ.

HMPF

Die Fassade wird von fett gedruckten, fünf Meter hohen Buchstaben belebt. Sie sind das Ergebnis eines Wettbewerbs, den die Akademie der Bildenden Künste und MVRDV ausgelobt haben. Die Sieger Beate Engl und Christian Engelmann wollen Emotionen darstellen und dabei international verständlich sein. Daher nutzen sie universell einsatzbare Ausdrücke aus Comics.

Die raumhohen Verglasungen bieten, je höher man kommt, einen atemberaubenden Blick in Richtung der Münchener Innenstadt.

WERK12 kombiniert die einfache quadratische Grundform mit ehrlichen Materialien und transparenten Fassaden zu einem sehr lebendigen, fast fließenden Baukörper.

Nachts wird das Erscheinungsbild des Gebäudes durch seine Beleuchtung fast noch spektakulärer, seine Geometrie wird noch klarer.

WOW

WERK12 wurde für den Entwickler OTEC GmbH & Co.KG entwickelt und in Zusammenarbeit mit Nuyken von Oefele Architekten BDA, den Statikern Wolf + und den Ingenieuren Teuber + Viel realisiert.

Das Areal des Münchner Werksviertel hat sich von einer Knödelfabrik zu einem populären Unterhaltungsviertel entwickelt. Der Entwurf von MVRDV respektiert diese Geschichte nicht, er feiert sie. WERK12 ist einerseits stylisch und cool, nimmt sich aber andererseits nicht so ernst. Vermutlich ist es aber genau deswegen genau das: Sehr, sehr cool.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Bauherr

OTEC GmbH & Co. KG
ECKhaus | Atelierstraße 1
D – 81671 München

Eröffnung

2019

Photos

Ossip van Duivenbode
Halvemaanpassage 103
NL – 3011DL Rotterdam

Architekten

MVRDV Rotterdam
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
Winy Maas, Jacob van Rijs and Nathalie de Vries, Jacob van Rijs, Fokke Moerel, Markus Nagler, Roy Sieljes and Jonathan Schuster, Antonio Luca Coco, Pavlos Ventouris, Kirill Emelianov

N-V-O Nuyken von Oefele Architekten BDA
Winzererstrasse 44
D – 80797 München

Betreiber & Adresse

body + soul
WERK12
Speicherstrasse 20
D – 81671 München

 

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Pläne

Videos

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Oxigeno

Pura Vida

Das Oxigeno in Costa Rica

JERDE

Spektakel

Das „Oxigeno“ in San Francisco de Heredia (Costa Rica) bietet eine außergewöhnliche Mischung aus Handel, Unterhaltung, Sport, Kultur und Gastronomie. Spektakulär ist der große Anteil an Flächen für Kultur und Sport. Und das funktioniert prächtig: Im ersten halben Jahr seit der Eröffnung im Dezember 2018 haben bereits mehr als 1,5 Millionen Besucher das Oxígeno besucht.

Geplant hat das Ganze das kalifornische Architekturbüro Jerde, die wesentlichen Bodenbeläge in den Sport- und Freizeitbereichen stammen von REGUPOL.

Für den wirtschaftlichen Erfolg des Oxigeno sorgt ein runder, zentraler Platz von mehr als 3.500 m² im Gebäudeinneren. Hier finden ständig Veranstaltungen aller Art statt – von Sportveranstaltungen und Konzerten vor bis zu 2.500 Personen bis hin Messen, Ausstellungen und kleineren sportlichen, kulturellen und familiären Events.

Agora

Das Ungewöhnliche am Oxigeno ist das Mischungsverhältnis zwischen den einzelnen Bereichen und deren Ausgestaltung. Oxígeno ist nach einemknappen Jahr schon fast ein neues Stadtzentrum.

Die Planer berufen sich auf die griechische Agora. Dort kamen die Menschen zusammen, um sich über Fragen von Kultur, Politik und Sport auszutauschen. Das Besondere an diesem Projekt ist das Verhältnis zwischen Grün- und Freizeitflächen (15.000 m²) sowie Handelsfläche (45.000 m²), also gerade mal 1:3. Die einzigartige Form der Gebäude und der hügeligen Dachlandschaft wurde von den umliegenden Vulkanen und den tief über den Bergen schwebenden Wolken inspiriert, die so charakteristisch für diesen Teil des Landes sind. Die natürliche Schönheit Costa Ricas halt.

Erschließung

Fußgänger nähern sich dem Oxigeno durch die mehr als 15.000 m² neu angelegten Grünflächen auf den Dächern der einzelnen Gebäudeteile – oder über die 1,2 km lange Tartan-Laufbahn von REGUPOL.

Für die Laufbahn wurde REGUPOL AG in 20 mm Stärke verbaut. Die Installation stellte selbst die erfahrenen Experten vor Ort vor Herausforderungen: Überall wurde noch gebaut, die Regenzeit brachte schwieriges Wetter, während direkt neben der Baustelle bereits das pralle öffentliche Leben herrschte. Die Firma Heinen Engineering (HEG), die für den Einbau der REGUPOL Produkte verantwortlich war, meisterte auch diese Aufgabe.

Für das Oxigeno entstand auch eine Menge neuer Verkehrsinfrastruktur wie eine neue Straßenverbindung, ein eigener Bahnanschluss sowie eine Tiefgarage mit 2.400 Parkplätzen.

Konzept

Das Oxigeno setzt auf hochkarätige Freizeitangebote und deren Vermischung mit den eigentlichen Verkaufsflächen. Daher haben Planer und Betreiber insgesamt fünf Bereiche (Welten) definiert:

  • Leben (Mundo Vivir)
    Das kreisrunde Herz im Inneren von Oxígeno. Eine große Veranstaltungsfläche für Konzerte, Sport und Unterhaltung vor bis zu 2.500 Zuschauern. Zugeschaltet sind offene Schnellrestaurants im ersten Obergeschoss und formellere Gastronomie in der Etage darüber. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die schnell zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Motor des Projekts wurden. Dazu gehört auch „Zona 04“ im Obergeschoss. Hier wurde der elastische Bodenbelag regugym von REGUPOL mit einer Stärke von 12 mm in verschiedenen Farben verlegt. Die Verlegung war durchaus turbulent, denn nebenan gingen gleichzeitig noch Rohbauarbeiten über die Bühne. Das bedeutete Staub, Wasserrohrbrüche, Elektriker und vieles mehr. Also musste oft nachts oder am Wochenende gearbeitet werden.
  • Entdecken (Mundo Explorar)
    Die zweite Welt will vor allen Dingen Sport, Adrenalin und Genuss bieten. Zu den überdachten Angeboten zählen ein Schwimmbad mit 25-m-Becken und ein Fitnessstudio auf einer Fläche von 1.500 m². Dazu passend finden sich Geschäfte mit gesundheits- und sportbezogenen Produkten und Lebensmitteln.
  • Fühlen (Mundo Sentir)
    Vor allem Flächen für Modegeschäfte, Modenschauen und die Themen Beauty und Wellness.
  • Sein (Mundo Ser)
    Dieser Bereich ist den Kindern und Familien vorbehalten: Spielflächen von Kidzania, die passenden Geschäfte und der Zugang zum großen Multiplex-Kino. Die Attraktion sind die bis zu elf Meter hohe Kletterstruktur „Walltopia“ – und natürlich der passende Fallschutz inklusive weiterer Spielflächen von REGUPOL. Für „Walltopia“ wurde der fugenlose Fallschutzboden playfix in 30 mm Stärke in den Farben Maigrün und Regenbogengrün verlegt. Obwohl Struktur und Farbverteilung durchaus anspruchsvoll waren, verlief die Umsetzung reibungslos.
  • Atmen (Mundo Respirar)
    Damit sind vor allem die sportlichen Angebote in den Freiflächen gemeint. Auf der Dachebene gibt es ein großes Außendeck mit direkter Verbindung zur REGUPOL Laufbahn. Neben der Tartanbahn, auf der man den gesamten Komplex umrunden kann, gehören zum Beispiel eine 120 m lange Rollglider-Strecke und ein Klettergarten zum Angebot.

Nachhaltigkeit

Das Projekt folgt strengen Nachhaltigkeitsprinzipien, einschließlich der Wiederaufforstung großer Landflächen. Damit sollen die während der Bauphase entstandenen Kohlendioxidemissionen ausgeglichen werden. Darüber hinaus werden 20.000 einheimische Bäume gepflanzt, um biologische Korridore für die lokale Tierwelt zu schaffen.

Außerdem wurden mehr als 3.000 Solarmodule sowie Systeme zur Regenwasser- und Windkraftnutzung installiert, die mehr als 50% des Energiebedarfs decken. Soziale und wirtschaftliche Aspekte werden auch durch die Einstellung von lokalen Arbeitskräften und Menschen mit besonderen Bedürfnissen unterstützt.

Oxigeno verfügt über einen eigenen Bahnsteig, einen Fahrradabstellplatz mit Zugang zu öffentlich zugänglichen Duschen, eine Bushaltestelle und vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten zum Centre d’athlétisme de LLN

Architekten

JERDE
601 W 5th Street
Los Angeles
California
USA 90071

Eröffnung

2018

Fotos & Illustrationen

JERDE
REGUPOL

Sport- und Spielflächen

REGUPOL BSW GmbH
Am Hilgenacker 24
D-57319 Bad Berleburg

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Bauleitung Sport- und Spielflächen

HEG Sports Facilities, Consulting, Engineering
Provincia de Cartago El Guarco
30801, Costa Rica

Adresse

Heredia Province
Heredia, 40103
Costa Rica

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Bambus-Sporthalle

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Sportpark Styrum

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Turó de la Peira

Smells like green spirit

Sportzentrum Turó de la Peira

Anna Noguera + Javier Fernandez

About

Turó de la Peira ist das gebaute Ergebnis eines Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2015. Gefordert war ein Sportzentrum, bestehend aus einem Hallenbad, einer Sporthalle und einem Sportplatz, sowie dessen Integration in die städtische Umgebung der spanischen Metropole Barcelona.

Der siegreiche und realisierte Entwurf von Anna Noguera und Javier Fernandez schafft eine große grüne Freifläche, die von dem neuen Sportzentrum gefasst und durch die Fassadenbepflanzung fortgesetzt wird.

Turó de la Peira ist halb in das Gelände eingegraben und daher nicht so dominant. Seine Gestalt wird von einer außergewöhnlichen Fassade geprägt, welche die Umgebung mehr als nur annimmt.

Stadterneuerung

Das Grundstück bestand aus einer Ansammlung von Restflächen, einem zwischen benachbarten Gebäuden eingeklemmten Sportplatz und einem veralteten Schwimmbad. Ein buchstäblich hartes Pflaster mit viel Beton und ohne jegliche Vegetation.

Eines der Ziele von Turó de la Peira war es daher, den Freiraum zwischen dem alten Schwimmbad Calderón de la Barca und der Sporthalle als Grünfläche für die Anwohner zurückzugewinnen. Deshalb wurden die beiden Neubauten für das Schwimmbad und die Halle unter einem Dach vereint.

Integration

Turó de la Peira ist also vertikal organisiert: Im Erdgeschoss befindet sich das Schwimmbad, darüber liegt die Sporthalle.

Der Baukörper ist tief eingegraben, passt sich damit der Topographie an und überbrückt den Höhenunterschied zwischen den beiden Straßen. Die Fassade zur größeren Straße (Sant Iscle) wirkt einladend und urban – mit einer Art Veranda, die den Bürgersteig verlängert.

Das Gebäude fügt sich durch die grüne, umlaufende Galerie bestens in seine Umgebung ein. Es bereichert die Grünflächen ohne Nachahmung oder Anbiederung, sondern als Fortsetzung.

Effizienzeffizienz

Turó de la Peira wurde strikt nach Nachhaltigkeitskriterien konzipiert: Himmelsrichtungen, begrünte Fassaden, Wärmedämmung, Energie speichernde Photovoltaikmodule. Die Oberlichter und Fenster werden sensorisch gesteuert und sorgen für eine gute Querlüftung. 

Das kompakte und eingebettete Volumen minimiert die Fassadenoberfläche und vermeidet damit thermische Verluste.  Die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes wurde entsprechend der Sonneneinstrahlung geplant.

Systeme

Das aerothermische System des Turó de la Peira ermöglicht die Rückgewinnung von Wärme zur Warmwasserbereitung. Die Beleuchtung wird in Abhängigkeit von der natürlichen Belichtung gesteuert.

Die Photovoltaikmodule belegen die gesamte Dachterrasse und erzeugen 90% der für den Betrieb des Gebäudes benötigten Energie.

Die hervorragenden Eigenschaften von Holz – lange Lebensdauer, geringes Gewicht, kurze Bauzeit – waren die Gründe für die Wahl des vorgefertigten Systems aus Schichtholz.

Grüne Fassade

Eine grüne Galerie umgibt das Turó de la Peira, schützt es vor der Sonne und schafft ein günstiges Klima. Die Zugangsrampe zur Sporthalle verläuft zwischen der Fassade und dem grünen Netz, in dem die Reben wachsen.

Vom Hof aus wird die gesamte grüne Fassade durch die Ringmauer hindurch vollständig wahrgenommen. Die Blütenpracht ändert sich in Abhängigkeit von den Jahreszeiten ständig, und damit auch das Turó de la Peira.

Wasserrecycling

Ein großer Tank im Untergeschoss sammelt das Regenwasser vom Dach. Es wird mittels eines Hydrokultursystems für die Bewässerung der gesamten Grünfassade wiederverwendet.

Je nach Höhenentwicklung des Gartens sammeln Entwässerungsstreifen am Fuße der Hänge Regenwasser und leiten es an den Grundwasserspiegel zurück.

Das waren wir.

Projektdaten und beteiligte Firmen

Bauherr

Institut Barcelona Esports
Ajuntament de Barcelona

Architekten

Arquitectura Anna Noguera
Javier Fernandez
Aragó 224, 3er 1a
ES – 08011 Barcelona

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Adresse

Turó de la Peira
Carrer de Sant Iscle, 50, 54
ES – 08031 Barcelona

Eröffnung

2018

Video

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Academia Unileão

Wie schön du bist

Academia Unileão in Juazeiro do Norte

Lins Arquitetos Associados

Situation

Die Academia Unileão ist eine Mischung aus Sporthalle und Sportzentrum an der Cidade Universitária im brasilianischen Juazeiro do Norte (246.000 Einwohner). Die Stadt liegt in der Region Cariri. Hier herrscht brutales Steppenklima, und das bedeutet extreme Hitze und Trockenheit. Diesen schwierigen Bedingungen haben sich Lins Arquitetos Associados mit einer Fülle gestalterischer und klimatechnischer Ideen gestellt.

Das Gebäude dient dem Sportunterricht der Universität und wird von Studenten, Dozenten und Mitarbeitern genutzt.

Standort

Das Gebäude wurde auf einem vorhandenen Plateau errichtet, auf dem bereits Universitätsgebäude standen. Diese bieten gerade in Richtung Ost-West-Orientierung große Fassaden, die an jedem Tag starken Sonneneinfall ausgesetzt waren.

Das ist keine ideale Lage in diesem semi-ariden Klima. Also haben sich die Planer verschiedene Strategien ausgedacht und angewandt, um die Temperatur im Inneren des Gebäudes so niedrig wie hier möglich zu halten.

Grundriss

Die Academia Unileão besteht aus fünf kreisrunden Teilen mit einem Radius von je 7,80 m, von denen die inneren 6,00 m Nutzfläche und die äußeren 1,80 m „Gartenfläche“ sind. Jeder dieser Radien hat unterschiedliche Aufgaben. Der mittlere Kreis beherbergt den Empfang und eine kleine Bar oder Kantine. Im Westen schließen sich zwei Sporträume für Gymnastik und Kraftsport an, im Osten ein Tanzraum und die Sanitär- und Personalbereiche. Alle Zellen sind direkt miteinander verbunden.

Drei geschlossene Veranden auf beiden Seiten des Gebäudes sind flexibel zuschaltbar und können besonders den Fitness- oder Krafttrainingsbereich bei Bedarf flexibel erweitern.

Fassade

Um den direkten Sonneneinfall ins Gebäude zu minimieren und dennoch zu nutzen, wurden sämtliche Fassaden sozusagen dreilagig gestaltet. Die erste und äußerste Schicht besteht aus einer rhythmischen Folge offen und mit Mut zur Lücke verlegten Vollkeramikfliesen.

Die zweite Schicht der Außenhaut beherbergt einen inneren Garten mit Vegetation und Pflanzen, die für dieses Klima geeignet sind und gleichzeitig zu einem angenehmen Mikroklima beitragen. Die dritte und innere Schicht besteht aus öffenbaren Rahmen aus Klarglas, die bei Bedarf auch für eine mechanische Kühlung des Gebäudes sorgen können.

Diese Struktur filtert das grelle Sonnenlicht und lässt gleichzeitig Licht herein. Das Licht und sein Zusammenspiel mit den sichtbaren Materialien (vor allem Keramik, Holz und Glas) erzeugen eine dermaßen dreidimensionale und harmonische Atmosphäre, wie man sie in Sporthallen nun wirklich ausgesprochen selten antreffen dürfte.

Fazit

Das Dach des Gebäudes ist mit thermisch und akustisch wirksamen Ziegeln gedeckt, die das Innere der Academia Unileão vor übermäßiger Hitze schützen. Die Sichtbeton- und Vollkeramikfliesen in ihren natürlichen Farben sind die charakteristischen Materialien des Gebäudes.

Man könnte es so zusammenfassen: Der Grundriss der Academia Unileão rationalisiert und vereinfacht die Lesbarkeit und Nutzung eines solchen Gebäudes unter schwierigen thermischen Bedingungen. Die taktilen und visuellen Reize, die durch die verwendeten Materialien, durch die Vegetation und die durch die Bauweise bedingten Licht- und Schatteneffekte entstehen, sind schlicht wunderbar.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Architekten

Lins Arquitetos Associados
Cintia Lins, George Lins
Rua Manoel Miguel dos Santos, 330
Juazeiro do Norte, Cariri 
Brasilien

Eröffnung

2018

Bebaute Fläche

964 m²

Adresse

Cidade Universitária
Juazeiro do Norte
Ceará, 63040-410
Brasilien

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Video

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Bambus-Sporthalle

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Sportpark Styrum

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„Hjertet“ in Ikast

Listen to your heart

Hjertet in Ikast

von C.F. Møller Architects

Ein neuer Treffpunkt

 „Hjertet“ (Herz) ist der Name einer Erweiterung der International School im dänischen Ikast-Brande (41.000 Einwohner). Das Programm besteht aus vielfältigen offenen Flächen, Hallen und Räumen, die für ganz unterschiedliche sportliche, kulturelle und soziale Zwecke genutzt werden  können.

Hjertet erweitert die Bildungseinrichtungen der International School Ikast-Brande, schafft aber darüber hinaus ein neues Zentrum für einen aufstrebenden und schnell wachsenden Teil der Kommune, in der unter anderem der Familienkonzern Bestseller (Jack & Jones, Vero Moda) seinen Sitz hat und das mit 320 Metern höchste Gebäude Westeuropas bauen will.

Hjertet besteht aus dem vielseitig ausgerichtetem Mehrzweckgebäude und einer Art Freizeitpark. Seine Ausrichtung(en) stellen Beziehungen zu den benachbarten Bildungseinrichtungen her. Neben der International School Ikast-Brande sind dies ein Business College, weitere Schulgebäude und eine Bildungsakademie. Hjertet wurde von C.F. Møller entworfen, die benachbarte International School Ikast-Brande übrigens auch.

Architekt

Europaplads 2, 11.
8000 Aarhus C
Dänemark

Bauherr & Nutzer

35 Nutzergruppen

Hjertet verbindet Bildung, Aktivität, Gemeinschaft, Bewegung und Freizeit auf neue Weise. Die Schüler sind ein selbstverständlicher Teil einer sehr breit gefächerten Nutzergruppe, zu der neben Schülern und Sportlern auch Musiker, Skater, Schauspielgruppen oder Teilnehmer therapeutischer Projekte gehören. Insgesamt waren 35 Nutzergruppen an der Entwicklung des Gebäudes und des Parks beteiligt.

Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, viele verschiedene Einrichtungen und parallele Aktivitäten zu kombinieren. Alle Räume und Flächen sollen den ganzen Tag über, vom frühen Morgen bis zum späten Abend, aktiv genutzt werden.

Ausgedrückt wird dies in einer Architektur, die ihre vielen verschiedenen Angebote durch viele verschiedene Baukörper, unterschiedliche Dachformen und -höhen zum Ausdruck bringt. Eine Kleinstadt, untergebracht in einem Gebäude.

Adresse

Hjertet
Vestergade 65
7430 Ikast
Dänemark

Luftbild

Zentraler Platz + Sporthalle

Hjertet umfasst insgesamt 3.660 m². In der Mitte gibt es einen zentralen Platz mit einer Bühne und Sitzstufen, die sich auch sehr gut als Zuschauertribüne eignen. Der Platz verteilt die Besucher auf die verschiedenen Räume. Ein Empfangsbereich und ein Café sind diesem Bereich zugeordnet.

In einem Flügel befinden sich die Unterrichtsräume der Schule, die nachmittags und abends in Seminarräume und Kunstwerkstätten für Vereine und Abendschulen umgewandelt werden können.

Für Jugendliche und jüngere Sportbegeisterte ist die Sporthalle besonders interessant. Dank ihrer Glasflächen vermittelt sie den Sportlern das Gefühl, im Freien zu sein.

Das Café verfügt über eine Serviceküche und einen Ladenbereich, in dem zum Beispiel Bio-Lebensmittel aus einer lokalen Initiative oder auch Kunsthandwerk von blinden Produzenten verkauft werden können.

Im Obergeschoss ist unter anderem ein städtisches Jugend- und Bildungsberatungszentrum untergebracht. Hier werden Bewegungsaktivitäten wie Tanz und Yoga sowie kulturelle Veranstaltungen und Beratungen für Jugendliche angeboten.

Feedback

14 + 12 =

Barrierefreie Aktivitäten

Die Sport- und Freizeitangebote im Außenbereich sind ebenso vielfältig: Es gibt eine Skate-Bowl und einen Flowskate-Park, einen Pump Track, Parkouranlagen und Spielplätze, Beachvolleyballplätze und ein Mehrzweckspielfeld für verschiedene Ballsportarten. Gleichzeitig findet man Plätze und Bereiche für ruhigere gemeinsame Aktivitäten wie Petanque, Picknick und Lagerfeuer.

Der gesamte Bereich wurde nach nachhaltigen Entwässerungsprinzipien gestaltet.

Hjertet ist ein sehr offenes und zugängliches Gebäude. Auffällig sind die vielen kleinen, informellen „Veranstaltungsorte“ und Sitzgelegenheiten. Sie stärken die Bedeutung des Gebäudes ungemein – dies ist nicht nur ein Ort aktiver Freizeitgestaltung, sondern auch ein sozialer Treffpunkt.

Der so fließende wie flüssige Grundriss ist ein Musterbeispiel dafür, wie sehr unterschiedliche Nutzer- und Interessengruppen von Sport- und Freizeiteinrichtungen organisiert werden können.

Eröffnung

2018

Fotos

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Wo ich schon mal hier bin

Hjertet wird den Freizeitaktivitäten, den lokalen sozialen Verhältnissen und den Lehrmöglichkeiten der Schulen und Bildungseinrichtungen wichtige Impulse verleihen. Die offene Gebäudeorganisation bedingt wiederkehrenden Kontakt zwischen den vielen verschiedenen Nutzern. So können sich Jugendliche beispielsweise – nach dem Motto „Wo ich schon mal hier bin“ über wichtige Entscheidungen für ein aktives und soziales Leben informieren und beraten lassen.

Video

Partner

Eine ganze Reihe lokaler und nationaler Kooperationspartner haben sich zusammengeschlossen, um diesem ambitionierten Projekt in der kleinen jütländischen Gemeinde Ikast-Brande zum Erfolg zu verhelfen. Darunter befinden sich lokale Unternehmen wie Bestseller, große dänische Stiftungen wie Realdania und die Dänische Stiftung für Kultur- und Sportanlagen. Die Carlsberg-Stiftung hat Kunstwerke für Gebäude und Außenanlagen beigesteuert.

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

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Orestad Streethal

24/7

Ørestad Streethal in Kopenhagen

NORD Architects

Maßstäbe

Ørestad Streethal ist ein 1.700 Quadratmeter großen Sportzentrum in Ørestad, im Süden von Kopenhagen. Es ist das kleinste öffentliche Gebäude in diesem neu erschlossenen Gebiet, das sich möglichst urban entwickeln soll.

Die Anlage wurde von NORD Architects entworfen. Eine Besonderheit dabei war die enge Zusammenarbeit mit den späteren Nutzern, um auch informelle sportliche Aktivitäten zu ermöglichen und ausdrücklich zu fördern.

Ørestad Streethal soll ein lebendiger urbaner Raum sein, der neue Gemeinschaften und soziale Nachhaltigkeit innerhalb der riesigen Strukturen der großen Gebäude und langen Boulevards in Ørestad City schafft.

Zusammenarbeit

Die multifunktionale Sport- und Gemeinschaftsanlage wurde in einem Prozess entwickelt, der auf der Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Nutzern, lokalen Interessengruppen und Bewohnern basiert. So wurden die Planungen den spezifischen lokalen Bedürfnissen gerecht. Die Architekten führten Workshops durch, in denen sich die Nutzer mit den Prioritäten der Aktivitäten und Funktionen beschäftigten.

24/7

Ørestad Streethal ist rund um die Uhr geöffnet. Für die Öffentlichkeit, für Schulklassen und für lokale Sportvereine. Es gibt beheizte und unbeheizte Bereiche. Die unbeheizten sind die Sportflächen für Ballsportarten wie Basketball und Hockey, im beheizten Teil finden Tanz, Yoga, Martial Arts oder Turnen in kleineren Gruppen statt.

Hier gibt es kein Personal. Alle Aktivitäten und Veranstaltungen werden von den Nutzern selbst organisiert und durchgeführt, unabhängig davon, ob sie in Gruppen, Vereinen oder in privaten Initiativen organisiert sind.

Einladung zur Kreativität

Die Eingangsebene ist hell, einladend und liegt auf Straßenniveau. Ørestad Streethal ist eine Art Zufluchtsort für lokale Sport- und Gesellschaftsveranstaltungen und damit eine Einladung zu Kreativität, Aktivität und Erholung.

Das Gebäude bietet viele Aspekte nachhaltigen Bauens wie das begrünte Dach und die reiche Verwendung von Holz. Es ist als leichte Struktur gebaut, die Offenheit und Unvorhersehbarkeit in diesem ansonsten vollständig geplanten Stadtgebiet begrüßt. Es erzeugt soziale Interaktion und Lebensqualität in Ørestad City.

Das Verhältnis zum umgebenden Park unterstreicht den integrativen und zugänglichen Charakter des Gebäudes. Die Halle hat keine Rückseite, sondern ein langes, ununterbrochenes Fensterband, welches die Aktivitäten im Inneren sichtbar macht. Sowas hat man gern in der Nachbarschaft.

Architekt

NORD Architects A/S
Hejrevej 37, 2.
2400 Copenhagen NV
Dänemark

Bauherr

Municipality of Copenhagen
Grundejerforeningen Ørestad Syd

Nutzer

Ørestad Streethal 

Team

Masu Planning (Landschaft)

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2017

Adresse

Ørestad Streethal 
Ørestad Blvd. 53
2300 Copenhagen S
Dänemark

Baukosten

2,800,000 €

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Photos

Adam Mørk

Beteiligte Firmen

Video

Nutzungsformen

PHOTOS

Pläne

ABOUT US

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

Kontakt

Telefon

+(49) 234 5466 0374

Mail

contact@moresports.network

Adresse

More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Glass Mill LC

Lebendig

Glass Mill Leisure Centre in London

LA architects

Programm

Das Glass Mill Leisure Centre Lewisham umfasst ein 25 m-Wettkampfbecken mit acht Bahnen und Zuschauerplätzen, ein Lehrschwimmbecken, mobile Böden für beide Becken und einen Lift für Menschen mit Einschränkungen, der vollen Zugang zum Hauptbecken bietet. Es bietet auch Fitness- und Gesundheitsräume, Studios und die dazugehörigen Umkleideräume.

Die Außenfassade wurde mit 1.400 einzelnen Glasscheiben verkleidet, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Künstler Phil Coy entwickelt wurden.

Kommunikation

Das Projekt war Teil der Stadterneuerung von Lewisham. Es entstanden 760 neue Wohnungen, Geschäfte sowie soziale und gemeinschaftliche Einrichtungen wie vor allem das Glass Mill Leisure Centre. Das Centre befindet sich im Erdgeschoss des 27-geschossigen Apartmenthauses.

Das gesamte Gebäude ist ausgesprochen kommunikativ und steht in regem Austausch mit seiner Umgebung, nicht nur durch die Fassadengestaltung. Der hohe und freundliche Eingangsbereich mündet in raumhoch verglaste Aufenthaltsbereiche, von denen wiederum die Sportflächen erschlossen werden. Ein Restaurant und Terrassen bestärken den offenen Eindruck der Anlage.

1.400 farbige Glasscheiben

Die farbige Fassade des Glass Mill Leisure Centre wurde in Zusammenarbeit mit Phil Coy, einem Londoner Künstler, entworfen. Sie soll die Lebendigkeit widerspiegeln, die im gesamten Gebäude herrscht. Dahinter steckt raffinierte Technik: 1.400 farbige Glasscheiben, die von LEDs hinterleuchtet werden, bilden einen Wetterschutz, der über Fassadenmikrofone auf Außengeräusche reagiert.

Die Lichter pulsieren im Takt der Geräusche, denen sie folgen. Die Fassade bildet also in Licht und Farbe die Stimmung der Gemeinschaft und der Umgebung ab. Die Eingangsfassade wurde mit geätztem Glas und doppelter Vorhangfassade dezenter und transparenter gestaltet. Sie kommuniziert mit dem öffentlichen Bereich von Plaza und den angrenzenden Cornmill Gardens. 

Ausgezeichnet

Das Glass Mill Leisure Centre ist ein Gebäude für die Gemeinschaft. Seine Architektur ist offen, integrativ und inklusiv. Es reagiert buchstäblich auf die Bedürfnisse und den Rhythmus seiner Besucher und seiner Umgebung. Bei aller Lebendigkeit bietet es doch auch Ruhe, die es zu erfahren und nicht zu sehen gilt.

Das Glass Mill Leisure Centre wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei den London Planning Awards mit dem Mayor of London’s Best Community Building.

Ansichten von außen

Grundriss der Eingangsebene

Die Schwimmhalle

Die Tanz- und Fitnessstudios

Der Eingangsbereich

Architekt

LA architects
Brighton Road
Housedean Lewes
UK – Sussex BN7 3JW

Bauherr

Nutzer

Team

Civil & Structural Engineering:
ATK Partnership

M&E Consultant:
Hoare Lea

Landscape Architects:
BDP

Project Manager & Quantity Surveyor:
Rider Levett Bucknall

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2013

Adresse

Glass Mill Leisure Centre
41 Loampit Vale
UK – London SE13 7FT

Photos

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Preise

Mayor of London’s Best Community Building 2013/2014
in the London Planning Awards

Video

Fotos

Pläne

Über uns

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

Kontakt

Telefon

+(49) 234 5466 0374

Mail

contact@moresports.network

Adresse

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Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Campus Igara

Große Geste

Campus Igara in Porto Alegre

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Die Situation

Der Campus Igara ist das Zentrum der sportlichen Fakultät der Universität von Porto Alegre (UFCSPA). Das brasilianische Architekturbüro OSPA hat den Wettbewerb um die Gestaltung des Geländes mit einem Vorschlag gewonnen, der ein Fußballfeld auf dem Dach beinhaltet.

Der 25.000 m² große Campus wird von zwei Hochhäusern an den beiden Enden des Grundstücks gefasst.  Sie beinhalten die Seminarräume, Büros und Verwaltungseinrichtungen. Dazwischen liegen Sport und Begegnung: OSPA schlagen Freiflächen, Spielfelder und eben das hochgelegene Großspielfeld vor.

Unsere Stadt, unser Leben

Ein Standort, zwei Gesichter. Zwei Möglichkeiten, den Campus Igara mit der Stadt zu verbinden. Man kann die Stadt sehen, und man kann sie auf den Campus einladen.

Die Längsachse und der sehr hohe Anteil an Freiflächen charakterisieren den Entwurf. Diese Flächen sind zugänglich, einladend und verbinden die beiden Hochbauten, die das Gelände zusammen halten und gleichzeitig mit der Stadt verbinden.

Ein öffentlicher Raum

Der Campus Igara ist mehr als eine öffentliche Institution, er wird ein öffentlicher Raum sein. Dies ist Voraussetzung und Ziel bei der Planung der UFCSPA. In einem immer noch wachsenden urbanen Kontext entwickelt sich der Campus zu einem potenziellen Zentrum räumlicher und menschlicher Beziehungen: flüssig, durchlässig und in Bewegung.

Mehr als eine Universität

Das umfangreiche Programm an Sportanlagen beinhaltet einige Sporthallen, ein Schwimmbad, den Sportplatz auf dem Dach und viele kleinere Angebote sowie natürlich sämtliche Funktionsräume. All das entwickelt sich innerhalb und entlang der Wegeführung und Erschließungsflächen.

Der dabei entstehende Freiraum festigt die sozialen und kulturellen Funktionen des Campus weit über die akademischen Aktivitäten und Grenzen hinaus. Der unabhängige Zugang zu den unterschiedlichen Angeboten fördert natürlich auch die Anzahl und Vielfalt der Nutzer, die hier nicht arbeiten oder studieren. Nur die beiden hohen Gebäude beherbergen die Universitätsaktivitäten, der Rest ist im Prinzip öffentliche Fläche.

Große Geste

Die Gebäude des Campus Igara sind auf geringere thermische Belastung sowie gute Belüftung und Beleuchtung (vor allem der Sporthallen) ausgerichtet. Darauf legen die Architekten großen Wert.

Bemerkenswert ist die Vereinfachung der internen Abläufe durch offene und einladende Treppen und die vielseitigen Blickkontakte mit den jeweils anderen Bereichen. Das macht alles offener und freundlicher als es Aufzüge und geschlossene Treppenhäuser tun.

Die große Geste des Entwurfs aber ist das beeindruckende Verhältnis zwischen den notwendigen Funktionen eines Universitätscampus und den informellen Bereichen für gesellschaftliche Interaktion und Gemeinsamkeiten. Hier können Persönlichkeiten reifen – und das sollte ein elementarer Bestandteil eines jeden Studiengangs sein.

Ansichten

Grundrisse

Schnitte

Impressionen

Struktur

Beteiligte Firmen

Architekt

Ospa Arquitetura e Urbanismo
Av. Osvaldo Aranha, 790/4ºandar
Porto Alegre – RS
Brasil

 

Bauherr & Nutzer

Berater

Team

Carolina Souza Pinto, Lucas Obino, Cristiano Selbach Carneiro, Franco Miotto, Manoela Obino, Aline Taís Comiran, Ellen Renata Bernardi, Augusto Tumelero, Matheus Lorenzet

Beteiligte Firmen

Adresse

Universidade Federal de Ciências da Saúde de Porto Alegre
Sarmento Leite
245 – Centro Histórico
Porto Alegre – RS, 90050-170
Brasil

Illustrationen

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Autor

Johannes Bühlbecker
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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

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Sportzentrum Clamart

Einzelstück

Das Sportzentrum Clamart nahe Paris

von Gaëtan Le Penhuel & Associés architects

Die Situation

Das Sportzentrum Clamart besteht aus zwei Komplexen. Der Sportkomplex mit mehreren Hallen und Freiflächen befindet sich unter einer außergewöhnlichen Metallhülle, der Schulkomplex unter einem sehr großen Gründach. Er besteht aus vier Schulen und ihren Gemeinschaftsbereichen.

Der gesamte Komplex wurde von Gaëtan Le Penhuel & Associés architects entworfen und ist sehr auf Nachhaltigkeit angelegt. Das bezeugen unter anderem die großzügige Verwendung von Holz und das üppige Gründach.

Der Sportkomplex

Das Sportzentrum Clamart befindet sich unter einer großen, geschwungenen Metalldeckung. Baukörper und Dach sind abwechselnd geweitet, gedrungen oder gebogen, als ob sich seine vielfältigen Funktionen (Dojo, Turnhalle, freier Bereich und Tennisplatz) bemerkbar machen wollten. So entsteht ein Erscheinungsbild, das nichts mit den üblichen Monolithen großer Sporthallen gemeinsam hat. Dieser sympathische Diplodocus wird durch ein Skelett aus Leimholz mit sehr großer Reichweite strukturiert.

In seinem Inneren befinden sich mehrere unterschiedlich große Sporthallen, eine davon mit Zuschauerplätzen. Unter dem ausgeschnittenen Dach findet sich auch noch ein Kleinspielfeld als „Dachterrasse“. All das kann völlig unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden.

Die wellenförmige Aluminium-Stehfalz-Fassade erfüllt hohe technische und ästhetische Anforderungen und verleiht dem Gebäude Eigenständigkeit und Pep. An seinen Nord- und Südfassaden berührt es den Boden und schützt die Stadt vor dem Lärm in seinem Inneren.

Die Schulen

Die vier Schulen des Sportzentrums Clamart liegen unter dem grünen, verbindenden Dach. Dieses Grün ist zwar unzugänglich, schafft aber Orientierung und Identität. Aus dieser Vegetation wachsen zylindrische Körper heraus oder durchdringen das Gebäude. Es entstehen doppelte Geschoßhöhen, Lufträume, Öffnungen in Richtung Himmel und Sichtkontakt in die obere Ebene.

Das nach den Worten der Architekten als „blühende Prärie“ angelegte Dach bietet zudem eine hervorragende Wärmedämmung, hygrometrischen Komfort sowie eine optimale Rückhaltung des Regenwassers.

Struktur

Die geometrische Komplexität der Konstruktion und des Daches stellte Planer und Ingenieure vor interessante technische Herausforderungen. Diese führten die Architekten zu der ehrgeizigen und originellen Entscheidung, zur Überbrückung der großen Spannweiten Schichtholz zu verwenden und ein geschwungenes Tragwerk herzustellen.

Dieses Tragwerk überspannt eine Fläche von ca. 40 m x 100 m, die an beiden Enden mit dem Boden verbunden ist – zum Teil wird das Dach zur Fassade. Die vielen Einschnitte in Dächer und Fassaden strukturieren das riesige Gelände und vermitteln immer wieder verblüffende Räume von großer gestalterischer Qualität.

Außergewöhnlich

Das Sportzentrum Clamart ist wirklich außergewöhnlich, nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner Form. „Dank“ seiner Kurven, ungewöhnlichen Abmessungen und der großen Öffnung für den Lauf- und Spielfeldbereich waren nur sehr wenige Teile der Holkonstruktion identisch. Also stellte die komplexe Geometrie der Dach- und Tragwerkskonstruktion des Sportzentrums Clamart die Planer vor anspruchsvolle technische und ästhetische Herausforderungen, z.B. bei den Doppelkurven in bestimmten Dachbereichen.

Das Ensemble aus Schulen und Sportzentrum mit seinen sanften und hügeligen Formen und Kurven schafft eine neue, friedliche Landschaft. Clamart liegt 10 km südwestlich von Paris und hat 52.500 Einwohner. Urbaner kann eine „Vorstadt“ kaum daher kommen.

Ansichten von außen

Lageplan & Grundrisse

Das Sportzentrum

Schnitt

Der Schulkomplex

Beteiligte Firmen

Architekt

Gaetan Le Penhueö & Associés Architectes
23, Rue de Clery
75002 Paris
France

Bauherr & Nutzer

Baukosten

30,700,000 €

Team

Gaétan Morales, Cristina Fernandez, Laetitia Biabaut

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2016

Adresse

54 Rue de la Bourcillière
92140 Clamart
France

Fotograph

Autor

Johannes Bühlbecker
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Fotos

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  • Dipl.-Ing. Architekt
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TSV Handorf

Großzügig

Das neue Vereinsheim des TSV Handorf

Jörgen Dreher Architektur

Programm

Der TSV Handorf baut eine neue Sportanlage im gleichnamigen Teil von Münster. Die Anlage besteht aus einem Naturrasenpielfeld mit Leichtathletiklaufbahnen, zwei Kunstrasenplätzen und mehreren Kleinspielfeldern. Das Herzstück der Anlage wird das großzügige und ausgesprochen vielseitige neue „Vereinsheim“, welches der Architekt Jörgen Dreher in enger Abstimmung mit dem Bauherren und dem Verein geplant hat.

Gebäude

Das Gebäude besteht eigentlich aus zwei Baukörpern, die durch den Sockel und vor allem das Dach zu einer Einheit werden. Unter diesem Dach entsteht ein zweigeschossiges, zum Spielfeld hin offenes Foyer, das die Planer „Agora“ nennen. Hier kann man sich mühelos viele verschiedene Veranstaltungsformen zwischen Aufstiegsfeier, Public Viewing und Stadtteilfest vorstellen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des L-förmigen Baukörpers entstehen das Vereinsheim und ein zuschaltbarer Multifunktionsraum für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen. Außerdem wird die Geschäftsstelle des TSN Handorf hier untergebracht – inklusive Archiv.

Der eher funktional ausgestattete Riegel beherbergt im Erdgeschoss die Räume für Trainer, Schiedsrichter, Platzwart und Erste Hilfe sowie – zu den Spielfeldern ausgerichtet – Garage, Sportgeräteraum, Lager und Technik.

Obergeschoss

Im Obergeschoss gibt es zwei weitere große Räume für Fitness- und Gymnastikkurse inklusive Empfang, Umkleiden, Duschen und einem Besprechungsraum für die Mannschaften. Dieses Programm ist für einen Verein mit fast 2.000 Mitgliedern durchaus angemessen, schließlich bietet der TSV Handorf neben Fußball, Basketball, Volleyball und Leichtathletik auch Judo, Karate, Gymnastik und Turnen. Dieses Engagement ist auch schon ausgezeichnet worden, zum Beispiel bei der Aktion „Sterne des Sports“. Dabei werden durch die Zusammenarbeit zwischen Kita und Verein schon Kinder für Sport und Bewegung gewonnen.

Im Funktionsriegel werden sechs Umkleideräume Platz finden. Kabinen im Obergeschoss sind aufgrund der potenziellen Verunreinigungen vor allem durch Fußballschuhe eher ungewöhnlich, aber wer weiß: Vielleicht zieht den Fußballern die Schönheit der Anlage ja buchstäblich die Schuhe aus…

Agora

Durch das große Dach und die damit verbundene Verlegung der Erschließungs- und Aufenthaltszonen nach draußen werden die Baukörpervolumina deutlich reduziert. Darüber schützt das Dach die Fassaden vor Witterungseinflüssen.

Die Agora war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt – und damit eine bedeutende gesellschaftliche Institution. Das neue Vereinsheim des TSV Handorf hat dank seiner enormen Vielseitigkeit und seines so wunderbar um das verbindende Foyer fließenden Grundrisses das Potenzial, genau diese Bedeutung zu erlangen. Und das nicht nur für den Verein, sondern für den gesamten Stadtteil.

Organisation

Illustrationen

Lageplan & Grundrisse

Schnitte

Beteiligte Firmen

Architect

Jörgen Dreher Architektur
Hittorfstraße 26
48149 Münster

Bauherr & Nutzer

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2020

Adresse

Hobbeltstraße
D – 48157 Münster

Illustrationen

Jörgen Dreher Architektur

Autor

Johannes Bühlbecker
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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
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+(49) 234 5466 0374

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Streetmekka

Sport, Kultur & Industrie

Streetmekka in Viborg

Effekt

Alles kann

Streetmekka ist ein neues kulturelles Angebot für eine Vielzahl von selbst organisierten Sportarten wie Parkour, Skate, Bouldern, Basketball oder Trial. Das Projekt in der dänischen Stadt Viborg (40.000 Einwohner) bietet darüber hinaus eine Reihe von maßgeschneiderten Werkstattbereichen für Musikproduktion, DJ’ing, ein Animationsstudio, ein Fertigungslabor, Studios für Künstler sowie Holz- und Metallwerkstätten.

Sozialräume und informelle Begegnungsbereiche sind über das gesamte Gebäude verteilt und strategisch zwischen den Hauptfunktionen verwoben. Die Planer von Effekt gehen davon aus, dass die Nähe zu den vielfältigen Aktivitäten die Hemmschwelle für eine Teilnahme senkt.

Das Raster von Kathedralen

In dem ursprünglichen Gebäude wurden früher Windkraftanlagen produziert. Die Halle ist ein typisches Beispiel für Lager- oder Fabrikgebäude aus den späten 1960er und 70er Jahren, die in fast allen vorstädtischen Industriegebieten der westlichen Welt zu finden sind oder waren. Meist gebaut mit vorgefertigten Betonplatten oder Wellblech werden diese industriellen Zeitzeugen meist als wenig historisch, kulturell oder architektonisch wertvoll wahrgenommen.

EFFEKT, ein in Projekten für Sport und Freizeit erfahrenes Büro aus Kopenhagen, entschied sich für einen anderen Weg: Anstatt die alte Halle abzureißen, blieben Tragwerk und Teile der Gebäudehülle erhalten und wurden mit neuen Funktionen wieder aufgefüllt. Eine Entscheidung, die sich auch sehr positiv auf das Projektbudget auswirken sollte.

So uninteressant und grau das Äußere dieser Kisten auch erscheinen mag: Oft bieten sie einen beeindruckenden Innenraum von prächtiger Größe. Man findet an Kathedralen erinnernde Proportionen, die auf einem übersichtlichen Raster beruhen. Für EFFEKT war dieser riesige Raum der einzig wahre Wert des Gebäudes – und den wollten die Architekten nach außen hin sichtbar machen.

Neue Struktur, neue Identität

Zunächst wurden die Wände an den beiden Enden des Gebäudes entfernt. Die Verwaltung und die Werkstatträume wurden auf einer Längsseite untergebracht, der Skatebereich unter Beibehaltung der vorhandenen Raumstrukturen auf der anderen.

Neu ist neben der inneren Organisation auch die Gebäudehülle. Die beiden Glasfassaden lassen deutlich mehr Tageslicht einfallen und verbessern die Anbindung an die Außenräume und die Outdoor-Aktivitäten.

Brachliegende Industriestandorte wie diesen gibt es viele. Streetmekka kann ein gelungenes Beispiel für die Revitalisierung vieler anderer, zum Abriss stehender Gebäude werden. Gerade bei der Entwicklung neuer Stadtteile kann die Umwidmung solcher industrieller Erben sehr helfen, Identität aufzubauen.

Eine popkulturelle Mischung

Funktionales Ziel des neuen Streetmekka ist es, Räume und Flächen für sportliche, kulturelle und soziale Zwecke in einem komplexen Netzwerk zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, der steigenden Nachfrage nach selbstorganisiertem und individualisiertem Alternativen zum etablierten Vereinssport – und nach kulturellen Aktivitäten – gerecht zu werden. Die Mission des Betreibers GAME ist es, lokale Jugendliche anzuziehen und mit ihnen einen nachhaltigen sozialen Wandel zu schaffen. Die Mischung aus individuellen Sportarten und kulturellen Angeboten wird sehr helfen, sie zu integrieren und in ihrem zukünftigen Leben zu stärken.

Ziel der Architekten war es, ein offenes und einladendes Gebäude zu schaffen, das ein breites demografisches Publikum aus den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen, Geschlechtern, Altersgruppen und Interessen anspricht. Die Hemmschwelle zur aktiven Teilnahme sollte so niedrig wie möglich sein. Dies wurde durch ein transparentes Gebäude mit klarer Organisation erreicht. Streetmekka ist eine antielitäre, popkulturelle Mischung aus einer Sportstätte und einem Kulturhaus. Das Gebäude ist robust genug, 24 Stunden am Tag ohne Aufsicht für die Öffentlichkeit offen zu bleiben. Die Nutzer tragen die Verantwortung tragen und ergreifen die Initiative.

Synergie durch Überraschung

Das neue Streetmekka ist offen für alle und geeignet für alle. Es spielt keine Rolle, ob du teilnehmen, erschaffen, rumhängen oder beobachten willst – es gibt Raum für alles und für jeden. Die Koexistenz so vieler möglicher Aktivitäten unter einem Dach schafft jede Menge Synergien und neue soziale Beziehungen. Die Besucher werden neuen Arten von Aktivitäten geradezu ausgesetzt, von denen sie vielleicht gar nicht wussten, dass es sie gibt. Auch das fördert das zukünftige Engagement.

Die Labore und Werkstattbereiche ermöglichen es den Nutzern, die Anlage kontinuierlich weiterzuentwickeln und bei Bedarf neu zu konfigurieren. Streetmekka Viborg ist nicht statisch, weder programmatisch noch physisch. Es wird sich mit den Nutzern weiterentwickeln – sowohl kurzfristig (aufgrund der animierten Fassaden und der Straßenkunst) als auch langfristig (wenn neue Programme hinzugefügt und alte entfernt werden).

Straßenlandschaft

Das architektonische Konzept basiert auf der Idee einer Indoor-Straßenlandschaft. Streetmekka öffnet das introvertierte Industriegebäude und verwandelt den beeindruckenden Fabrikraum in eine nach außen offene, überdachte Straßenlandschaft.  Mit dem Streetscape-Konzept (dabei geht es um die sichtbaren Elemente im Straßenbild) werden die verschiedenen Funktionen definiert, organisiert und in Bezug zu spezifischen Anforderungen wie Tageslicht, Materialität und Temperatur gesetzt.

Das neue Volumen wurde mit einer lichtdurchlässigen Polycarbonathaut ummantelt. So entstand ein helles und einladendes Gebäude mit einer Fassade, die bei Bedarf als riesige Leinwand für die lokalen bildenden Künstler dient. Streetmekka unterscheidet sich damit deutlich von den umliegenden Industrieanlagen und kann und soll als Katalysator für das Stadtleben in der entstehenden Region wirken.

Die umgebende Landschaft mit Straßensportarten und kulturellen Angeboten wird zur natürlichen Erweiterung des Innenraums. Das alles befindet sich in einer erholsamen Grünanlage, die das Gelände über einen zukünftigen Fuß- und Radweg mit der Innenstadt verbindet.

Ein Drittel

Die Erhaltung der ursprünglichen Struktur und die Wiederverwendung und -verwertung von Materialien waren die Voraussetzung, um die Sanierung mit sehr geringem finanziellen Aufwand durchzuführen. Viele der ursprünglichen Einbauten wurden als Möbelelemente für die Parkour-Aktivitäten und Hangouts verwendet.

Die Endkosten des Gebäudes betragen etwa ein Drittel einer traditionellen Sporthalle. Ein Grund mehr…

PROJEKTDATEN

Architekt

EFFEKT
BLÅGÅRDSGADE 8 2 SAL
DK-2200 KØBENHAVN

Team

Luke Jouppi, Lars Pedersen, Jonathan Linde, Copenhagen Bouldering, Nørlum
BOGL landscape
Rambøll
Thomas Andersen A/S

Eröffnung

2018

Standort

GAME Streetmekka Viborg
Nellikevej 2
DK – 8800 Viborg

Luftbild

Danke, Google!

Fotograf

© EFFEKT / Rasmus Hjortshøj
Illustrationen: © EFFEKT

Autor

Effekt

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Sportpark Quzhou

Zwischen Erde und Mars

Der Sportpark Quzhou
MAD Architects

Es geht los

Im September 2018 war Grundsteinlegung für den von MAD Architects entworfenen Sportpark Quzhou, eine riesige Anlage voller organischer, landschaftsbezogener Architektur für Sport und Freizeit. Quzhou liegt im Westen der chinesischen Provinz Zhejiang.

Die beiden ersten Bauabschnitte mit einer Gesamtfläche von rund 340.000 m² umfassen ein Stadion für 30.000 Zuschauer, eine große Sporthalle mit 10.000 Plätzen, ein Schwimmhalle (2.000 Plätze), einen nationalen Sportkomplex, Freisportanlagen, ein Wissenschafts- und Technikmuseum, Hotelunterkünfte, ein Jugendzentrum und Einzelhandelsflächen.

Poesie und Shanshui

Der Entwurf von MAD bettet sämtliche Funktionen in natürliche, vorhandene Formen und schafft eine poetische Landschaft im Zentrum der Stadt – irgendwo zwischen Erde und Mars.

Die Architekten träumen nicht nur davon, einen urbanen Raum voller Sport und Ökologie zu schaffen, sondern auch eine kunstvolle Landschaft entstehen zu lassen, die eine Beziehung zwischen der Geschichte der Stadt und dem traditionellen Shanshui (das ist eine Art der Landschaftsmalerei) herstellt.

Quzhou

Quzhou ist eine Stadt mit einer jahrtausendealten Geschichte, mit Kultur und philosophischer Identität – und mit einer wunderschönen Landschaft, deren üppiger Wald mehr als 70% des Gebiets bedeckt. Quzhou hat 422.000 Einwohner, im Umfeld leben 2,16 Millionen Menschen auf einer Fläche 8.836 km²,

Die kulturelle Geschichte und die beeindruckende Natur sind der Ausgangspunkt des Entwurfs. MAD stellen sich eine surreale und ruhige Kunstlandschaft im modernen Quzhou vor. Auftauchend wie eine Fata Morgana, soll der Sportpark Quzhou  zu einem Ort spiritueller Gemeinsamkeit für die Zukunft der Stadt zu werden.

Bewegen, Klettern, Versinken

Das Gelände des Sportparks Quzhou wird von einem dichten Wald mit hohen Bäumen umgeben, der das unbewohnte Land von der Stadt trennt. Beim Betreten des Geländes öffnet sich der Blick plötzlich auf weite Horizonte und den hellen Himmel. Gleichzeitig erscheint der Komplex wie eine Marslandschaft, geheimnisvoll und illusorisch.

Die gesamte Umgebung bietet fast endlose Weiten, Hügel und Täler. Besucher und Spaziergänger können den Park auf vielfältige Weise erleben und nutzen. Sie können spazieren, sich treiben lassen, klettern oder das Gelände durchqueren. Mitten im Park befindet sich ein See, der als versunkener Garten konzipiert ist.

Ein Erdstadion

Das Stadion ähnelt einem Krater. Es wird tief ins Gelände eingegraben – ein Erdstadion also. Ein leichtes, schwebendes Dach soll (so die Architekten) das Stadion wie ein „Heiligenschein“ krönen, der wie eine helle Wolke sanft über dem Boden schwebt.

Die Nähe zur Erde lassen Stadion und Dach greifbar erscheinen. Die angrenzenden sanften „Hügel“ auf der nordöstlichen Seite fassen die große Sporthalle, das Hallenbad und ein Trainingszentrum. In den höher liegenden Bereichen sind öffentliche Räume und natürliche Landschaften vorgesehen, die die Menschen zu Besinnlichkeit und Verweilen anregen sollen: Kontemplation als Gestaltungsprinzip.

So geht Park

Die Architektur und Formensprache im Sportpark Quzhou löst sich deutlich von der traditionellen Sportarchitektur. Werden üblicherweise Struktur und Tragwerk vorgezeigt, sind die Sportbauten hier deutlich intrinsisch und subtil organisiert.

Gleichzeitig sind Innen- wie Außenraum der Anlagen sehr stark mit der Natur verbunden. Zum Teil sind sie gar so stark in die Landschaft „eingebaut“, dass sie von außen kaum wahrnehmbar sind.

Die Wege zwischen den Bergen und am See längs schlängeln sich über und durch die Architektur, niemand wird von den Bauten für Sport und Freizeit erdrückt. Besucher werden ermuntert, den Park nicht nur zu Veranstaltungen zu nutzen.

Der menschliche Maßstab

Die Gipfel und Hänge mehrerer der Hügel sind mit Plattformen oder „Oberlichtern“ ausgestattet, die natürliches Licht eindringen lassen und für eine natürliche Belüftung der Gebäude sorgen.

Die Außenbereiche sind mit Grün bedeckt, das so energiesparend wie zugänglich ist. Sie laden die Besucher und Spaziergänger ein, den Berg zu besteigen, die Wege zu gehen und „eine engere physische und emotionale Verbindung mit Himmel und Erde“ herzustellen.

Der Sportpark Quzhou verlässt das traditionelle Modell der konventionellen Stadtentwicklung durch große, eckige Landmarken. Unter Bezug vor allem auf die vorhandene Landschaft soll ein einzigartiger urbaner Raum entstehen, der dem hier geltenden spirituellen Verständnis von Mensch, Natur und urbaner Kultur entspricht.

Geist und Gemüt

In früheren Zeiten führten die Olympischen Spiele den Slogan „schneller, höher, weiter“. Dies galt weitgehend auch für die rasante Stadtentwicklung im vergangenen Jahrhundert.

Der Sportpark Quzhou geht andere Wege, die Vorbild werden könnten – wenn es gelingt, den Charakter des beeindruckenden Entwurfs auch in der nun begonnenen Realisierung beizubehalten.

Ma Yansong (MAD) hat das so erläutert: „In der Beziehung zwischen Mensch und Natur geht es nicht nur um Ökologie und Nachhaltigkeit, sondern auch um Geist und Gemüt. Das sind die Kultur und die Philosophie, die es in der Geschichte dieses Landes schon lange gibt und die bei der Entwicklung unserer zukünftigen Städte angewendet werden muss.“

PROJEKTDATEN

Architekt

MAD Architects
8F, Tower A, NO. 107
North Dongsi Street, Dongcheng District
CN – Beijing 100007

Partner:
MA Yansong, DANG Qun, Yosuke Hayano
LIU Huiying, Kin Li, FU Changrui

Design Team:
XU Chen, LI Guangchong, Iting Lien, LI Cunhao, LIU Hailun, LI Hui, MA Yin, Kyung Eun Na, Alessandro Fisalli, KANG Wenzhao, Thoufeeq Ahmed, ZHOU Haimeng, Neeraj Mahajan, ZHANG Yufei

Bauherr

Quzhou West District Development Committee

Beteiligte Firmen

Executive Architect:
CCDI Group
Landscape Architect:
PWP Landscape Architecture
Structural Engineer:
Schlaich Bergermann Partner
MEP Engineer:
SC Consultants Limited
Façade Consultant:
RFR Asia
Lighting Consultant:
Ning’s Field Lighting Design
Animation Support:
SAN

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2021

ILLUSTRATIONEN

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