Streetmekka

Streetmekka

Sport, Kultur & Industrie

Streetmekka in Viborg

Effekt

Alles kann

Streetmekka ist ein neues kulturelles Angebot für eine Vielzahl von selbst organisierten Sportarten wie Parkour, Skate, Bouldern, Basketball oder Trial. Das Projekt in der dänischen Stadt Viborg (40.000 Einwohner) bietet darüber hinaus eine Reihe von maßgeschneiderten Werkstattbereichen für Musikproduktion, DJ’ing, ein Animationsstudio, ein Fertigungslabor, Studios für Künstler sowie Holz- und Metallwerkstätten.

Sozialräume und informelle Begegnungsbereiche sind über das gesamte Gebäude verteilt und strategisch zwischen den Hauptfunktionen verwoben. Die Planer von Effekt gehen davon aus, dass die Nähe zu den vielfältigen Aktivitäten die Hemmschwelle für eine Teilnahme senkt.

Das Raster von Kathedralen

In dem ursprünglichen Gebäude wurden früher Windkraftanlagen produziert. Die Halle ist ein typisches Beispiel für Lager- oder Fabrikgebäude aus den späten 1960er und 70er Jahren, die in fast allen vorstädtischen Industriegebieten der westlichen Welt zu finden sind oder waren. Meist gebaut mit vorgefertigten Betonplatten oder Wellblech werden diese industriellen Zeitzeugen meist als wenig historisch, kulturell oder architektonisch wertvoll wahrgenommen.

EFFEKT, ein in Projekten für Sport und Freizeit erfahrenes Büro aus Kopenhagen, entschied sich für einen anderen Weg: Anstatt die alte Halle abzureißen, blieben Tragwerk und Teile der Gebäudehülle erhalten und wurden mit neuen Funktionen wieder aufgefüllt. Eine Entscheidung, die sich auch sehr positiv auf das Projektbudget auswirken sollte.

So uninteressant und grau das Äußere dieser Kisten auch erscheinen mag: Oft bieten sie einen beeindruckenden Innenraum von prächtiger Größe. Man findet an Kathedralen erinnernde Proportionen, die auf einem übersichtlichen Raster beruhen. Für EFFEKT war dieser riesige Raum der einzig wahre Wert des Gebäudes – und den wollten die Architekten nach außen hin sichtbar machen.

Neue Struktur, neue Identität

Zunächst wurden die Wände an den beiden Enden des Gebäudes entfernt. Die Verwaltung und die Werkstatträume wurden auf einer Längsseite untergebracht, der Skatebereich unter Beibehaltung der vorhandenen Raumstrukturen auf der anderen.

Neu ist neben der inneren Organisation auch die Gebäudehülle. Die beiden Glasfassaden lassen deutlich mehr Tageslicht einfallen und verbessern die Anbindung an die Außenräume und die Outdoor-Aktivitäten.

Brachliegende Industriestandorte wie diesen gibt es viele. Streetmekka kann ein gelungenes Beispiel für die Revitalisierung vieler anderer, zum Abriss stehender Gebäude werden. Gerade bei der Entwicklung neuer Stadtteile kann die Umwidmung solcher industrieller Erben sehr helfen, Identität aufzubauen.

Eine popkulturelle Mischung

Funktionales Ziel des neuen Streetmekka ist es, Räume und Flächen für sportliche, kulturelle und soziale Zwecke in einem komplexen Netzwerk zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, der steigenden Nachfrage nach selbstorganisiertem und individualisiertem Alternativen zum etablierten Vereinssport – und nach kulturellen Aktivitäten – gerecht zu werden. Die Mission des Betreibers GAME ist es, lokale Jugendliche anzuziehen und mit ihnen einen nachhaltigen sozialen Wandel zu schaffen. Die Mischung aus individuellen Sportarten und kulturellen Angeboten wird sehr helfen, sie zu integrieren und in ihrem zukünftigen Leben zu stärken.

Ziel der Architekten war es, ein offenes und einladendes Gebäude zu schaffen, das ein breites demografisches Publikum aus den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen, Geschlechtern, Altersgruppen und Interessen anspricht. Die Hemmschwelle zur aktiven Teilnahme sollte so niedrig wie möglich sein. Dies wurde durch ein transparentes Gebäude mit klarer Organisation erreicht. Streetmekka ist eine antielitäre, popkulturelle Mischung aus einer Sportstätte und einem Kulturhaus. Das Gebäude ist robust genug, 24 Stunden am Tag ohne Aufsicht für die Öffentlichkeit offen zu bleiben. Die Nutzer tragen die Verantwortung tragen und ergreifen die Initiative.

Synergie durch Überraschung

Das neue Streetmekka ist offen für alle und geeignet für alle. Es spielt keine Rolle, ob du teilnehmen, erschaffen, rumhängen oder beobachten willst – es gibt Raum für alles und für jeden. Die Koexistenz so vieler möglicher Aktivitäten unter einem Dach schafft jede Menge Synergien und neue soziale Beziehungen. Die Besucher werden neuen Arten von Aktivitäten geradezu ausgesetzt, von denen sie vielleicht gar nicht wussten, dass es sie gibt. Auch das fördert das zukünftige Engagement.

Die Labore und Werkstattbereiche ermöglichen es den Nutzern, die Anlage kontinuierlich weiterzuentwickeln und bei Bedarf neu zu konfigurieren. Streetmekka Viborg ist nicht statisch, weder programmatisch noch physisch. Es wird sich mit den Nutzern weiterentwickeln – sowohl kurzfristig (aufgrund der animierten Fassaden und der Straßenkunst) als auch langfristig (wenn neue Programme hinzugefügt und alte entfernt werden).

Straßenlandschaft

Das architektonische Konzept basiert auf der Idee einer Indoor-Straßenlandschaft. Streetmekka öffnet das introvertierte Industriegebäude und verwandelt den beeindruckenden Fabrikraum in eine nach außen offene, überdachte Straßenlandschaft.  Mit dem Streetscape-Konzept (dabei geht es um die sichtbaren Elemente im Straßenbild) werden die verschiedenen Funktionen definiert, organisiert und in Bezug zu spezifischen Anforderungen wie Tageslicht, Materialität und Temperatur gesetzt.

Das neue Volumen wurde mit einer lichtdurchlässigen Polycarbonathaut ummantelt. So entstand ein helles und einladendes Gebäude mit einer Fassade, die bei Bedarf als riesige Leinwand für die lokalen bildenden Künstler dient. Streetmekka unterscheidet sich damit deutlich von den umliegenden Industrieanlagen und kann und soll als Katalysator für das Stadtleben in der entstehenden Region wirken.

Die umgebende Landschaft mit Straßensportarten und kulturellen Angeboten wird zur natürlichen Erweiterung des Innenraums. Das alles befindet sich in einer erholsamen Grünanlage, die das Gelände über einen zukünftigen Fuß- und Radweg mit der Innenstadt verbindet.

Ein Drittel

Die Erhaltung der ursprünglichen Struktur und die Wiederverwendung und -verwertung von Materialien waren die Voraussetzung, um die Sanierung mit sehr geringem finanziellen Aufwand durchzuführen. Viele der ursprünglichen Einbauten wurden als Möbelelemente für die Parkour-Aktivitäten und Hangouts verwendet.

Die Endkosten des Gebäudes betragen etwa ein Drittel einer traditionellen Sporthalle. Ein Grund mehr…

PROJEKTDATEN

Architekt

EFFEKT
BLÅGÅRDSGADE 8 2 SAL
DK-2200 KØBENHAVN

et-

Team

Luke Jouppi, Lars Pedersen, Jonathan Linde, Copenhagen Bouldering, Nørlum
BOGL landscape
Rambøll
Thomas Andersen A/S

et-

Eröffnung

2018

Standort

GAME Streetmekka Viborg
Nellikevej 2
DK – 8800 Viborg

Luftbild

Danke, Google!

et-

Fotograf

© EFFEKT / Rasmus Hjortshøj
Illustrationen: © EFFEKT

et-

Autor

Effekt

FOTOS

NextGEN gallery is not installed/inactive!

PLÄNE

NextGEN gallery is not installed/inactive!

VIDEOS

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Sportpark Quzhou

Sportpark Quzhou

Zwischen Erde und Mars

Der Sportpark Quzhou
MAD Architects

Es geht los

Im September 2018 war Grundsteinlegung für den von MAD Architects entworfenen Sportpark Quzhou, eine riesige Anlage voller organischer, landschaftsbezogener Architektur für Sport und Freizeit. Quzhou liegt im Westen der chinesischen Provinz Zhejiang.

Die beiden ersten Bauabschnitte mit einer Gesamtfläche von rund 340.000 m² umfassen ein Stadion für 30.000 Zuschauer, eine große Sporthalle mit 10.000 Plätzen, ein Schwimmhalle (2.000 Plätze), einen nationalen Sportkomplex, Freisportanlagen, ein Wissenschafts- und Technikmuseum, Hotelunterkünfte, ein Jugendzentrum und Einzelhandelsflächen.

Poesie und Shanshui

Der Entwurf von MAD bettet sämtliche Funktionen in natürliche, vorhandene Formen und schafft eine poetische Landschaft im Zentrum der Stadt – irgendwo zwischen Erde und Mars.

Die Architekten träumen nicht nur davon, einen urbanen Raum voller Sport und Ökologie zu schaffen, sondern auch eine kunstvolle Landschaft entstehen zu lassen, die eine Beziehung zwischen der Geschichte der Stadt und dem traditionellen Shanshui (das ist eine Art der Landschaftsmalerei) herstellt.

Quzhou

Quzhou ist eine Stadt mit einer jahrtausendealten Geschichte, mit Kultur und philosophischer Identität – und mit einer wunderschönen Landschaft, deren üppiger Wald mehr als 70% des Gebiets bedeckt. Quzhou hat 422.000 Einwohner, im Umfeld leben 2,16 Millionen Menschen auf einer Fläche 8.836 km²,

Die kulturelle Geschichte und die beeindruckende Natur sind der Ausgangspunkt des Entwurfs. MAD stellen sich eine surreale und ruhige Kunstlandschaft im modernen Quzhou vor. Auftauchend wie eine Fata Morgana, soll der Sportpark Quzhou  zu einem Ort spiritueller Gemeinsamkeit für die Zukunft der Stadt zu werden.

Bewegen, Klettern, Versinken

Das Gelände des Sportparks Quzhou wird von einem dichten Wald mit hohen Bäumen umgeben, der das unbewohnte Land von der Stadt trennt. Beim Betreten des Geländes öffnet sich der Blick plötzlich auf weite Horizonte und den hellen Himmel. Gleichzeitig erscheint der Komplex wie eine Marslandschaft, geheimnisvoll und illusorisch.

Die gesamte Umgebung bietet fast endlose Weiten, Hügel und Täler. Besucher und Spaziergänger können den Park auf vielfältige Weise erleben und nutzen. Sie können spazieren, sich treiben lassen, klettern oder das Gelände durchqueren. Mitten im Park befindet sich ein See, der als versunkener Garten konzipiert ist.

Ein Erdstadion

Das Stadion ähnelt einem Krater. Es wird tief ins Gelände eingegraben – ein Erdstadion also. Ein leichtes, schwebendes Dach soll (so die Architekten) das Stadion wie ein „Heiligenschein“ krönen, der wie eine helle Wolke sanft über dem Boden schwebt.

Die Nähe zur Erde lassen Stadion und Dach greifbar erscheinen. Die angrenzenden sanften „Hügel“ auf der nordöstlichen Seite fassen die große Sporthalle, das Hallenbad und ein Trainingszentrum. In den höher liegenden Bereichen sind öffentliche Räume und natürliche Landschaften vorgesehen, die die Menschen zu Besinnlichkeit und Verweilen anregen sollen: Kontemplation als Gestaltungsprinzip.

So geht Park

Die Architektur und Formensprache im Sportpark Quzhou löst sich deutlich von der traditionellen Sportarchitektur. Werden üblicherweise Struktur und Tragwerk vorgezeigt, sind die Sportbauten hier deutlich intrinsisch und subtil organisiert.

Gleichzeitig sind Innen- wie Außenraum der Anlagen sehr stark mit der Natur verbunden. Zum Teil sind sie gar so stark in die Landschaft „eingebaut“, dass sie von außen kaum wahrnehmbar sind.

Die Wege zwischen den Bergen und am See längs schlängeln sich über und durch die Architektur, niemand wird von den Bauten für Sport und Freizeit erdrückt. Besucher werden ermuntert, den Park nicht nur zu Veranstaltungen zu nutzen.

Der menschliche Maßstab

Die Gipfel und Hänge mehrerer der Hügel sind mit Plattformen oder „Oberlichtern“ ausgestattet, die natürliches Licht eindringen lassen und für eine natürliche Belüftung der Gebäude sorgen.

Die Außenbereiche sind mit Grün bedeckt, das so energiesparend wie zugänglich ist. Sie laden die Besucher und Spaziergänger ein, den Berg zu besteigen, die Wege zu gehen und „eine engere physische und emotionale Verbindung mit Himmel und Erde“ herzustellen.

Der Sportpark Quzhou verlässt das traditionelle Modell der konventionellen Stadtentwicklung durch große, eckige Landmarken. Unter Bezug vor allem auf die vorhandene Landschaft soll ein einzigartiger urbaner Raum entstehen, der dem hier geltenden spirituellen Verständnis von Mensch, Natur und urbaner Kultur entspricht.

Geist und Gemüt

In früheren Zeiten führten die Olympischen Spiele den Slogan „schneller, höher, weiter“. Dies galt weitgehend auch für die rasante Stadtentwicklung im vergangenen Jahrhundert.

Der Sportpark Quzhou geht andere Wege, die Vorbild werden könnten – wenn es gelingt, den Charakter des beeindruckenden Entwurfs auch in der nun begonnenen Realisierung beizubehalten.

Ma Yansong (MAD) hat das so erläutert: „In der Beziehung zwischen Mensch und Natur geht es nicht nur um Ökologie und Nachhaltigkeit, sondern auch um Geist und Gemüt. Das sind die Kultur und die Philosophie, die es in der Geschichte dieses Landes schon lange gibt und die bei der Entwicklung unserer zukünftigen Städte angewendet werden muss.“

PROJEKTDATEN

Architekt

MAD Architects
8F, Tower A, NO. 107
North Dongsi Street, Dongcheng District
CN – Beijing 100007

Partner:
MA Yansong, DANG Qun, Yosuke Hayano
LIU Huiying, Kin Li, FU Changrui

Design Team:
XU Chen, LI Guangchong, Iting Lien, LI Cunhao, LIU Hailun, LI Hui, MA Yin, Kyung Eun Na, Alessandro Fisalli, KANG Wenzhao, Thoufeeq Ahmed, ZHOU Haimeng, Neeraj Mahajan, ZHANG Yufei

Bauherr

Quzhou West District Development Committee

material-

Beteiligte Firmen

Executive Architect:
CCDI Group
Landscape Architect:
PWP Landscape Architecture
Structural Engineer:
Schlaich Bergermann Partner
MEP Engineer:
SC Consultants Limited
Façade Consultant:
RFR Asia
Lighting Consultant:
Ning’s Field Lighting Design
Animation Support:
SAN
et-

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

et-

Eröffnung

2021

ILLUSTRATIONEN

NextGEN gallery is not installed/inactive!

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Es Puig d’en Valls

Es Puig d’en Valls

Let the sun shine in

Sportzentrum Es Puig d'en Valls

OMCEA Arquitectura

Eigentlich

Eigentlich sollten nur die beiden Hartplätze des Sportzentrums Es Puig d’en Valls auf Ibiza überdacht werden, um die Sportler vor der manchmal zu großen Hitze auf der Insel zu schützen. Außerdem sollte die Erschließung und Wegeführung der Gesamtanlage neu gestaltet werden. Dazu gehören neben der neuen Halle auch ein Großspielfeld und eine Tennisanlage.

Während der Realisierung erhielt MCEA Arquitectura den Auftrag, neben der bloßen Überdachung auch eine Hülle zu entwickeln, um die ganzjährige Nutzbarkeit der beiden Plätze sicher zu stellen. Die Architekten wollten keine geschlossene Halle bauen, sondern die klimatischen Vorteile der Insel so weit wie möglich nutzen. Das Hauptziel des Entwurfs war es daher, Innen- und Außenraum zu verschmelzen und gleichzeitig den Charakter der Sportanlage zu bewahren.

Die Sonne Ibizas

Bei der Arbeit an der Überdachung der Außenplätze von Es Puig d’en Valls entdeckten die Architekten die Kraft und Intensität der Farben und Schattierungen, welche die Sonne vom Aufgang bis zum Untergang auf das Gebäude projiziert. Diese Qualität wollten MCEA Arquitectura auf keinen Fall verlieren. Die Sonne Ibizas sollte erlebbar bleiben, ohne allerdings den Sport weiterhin zu behindern. Eine Mischform zwischen offener und geschlossener Fassade sollte her.

Die Plätze wurden und werden vor allem für Basketball und Handball benutzt, die hier beheimaten Teams sollten natürlich nicht verprellt werden.

Sechs Fassaden

Um den Lauf der balearischen Sonne und die daraus resultierende permanente Veränderung zwischen Innen und Außen angemessen darzustellen, arbeitete MCEA Arquitectura für Es Puig d’en Valls mit sämtlichen Oberflächen des Gebäudes.

Die vier Außenwände werden durch die Kombination von geschlossenen, weiß verputzten Flächen und offenen Ziegel-Gittersteinen charakterisiert. Sie garantieren das eigentliche Spektakel, denn sie lassen nicht nur das wandernde Licht, sondern auch das Wetter hinein.

Das Sheddach wurde mit gewelltem Aluminium gedeckt, welches das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig lassen die Öffnungen Licht einfallen.

Wird das Dach gerne mal als fünfte Fassade eines Gebäudes bezeichnet, so ist der Fußboden hier die sechste. Die Spielfelder wurden in dem Blau gestaltet, das in der balearischen Landschaft so vielfältig vorhanden ist.

Vier Himmelsrichtungen

Der Hauptzugang liegt im Süden. Nach Westen orientiert sich die Halle an einer horizontalen Mauer, die einen an das Grundstück grenzenden Bach fasst. Diese klare Kante setzt sich in der Nordfassade fort. Im Osten und im Westen wird die Linearität aufgebrochen: Hier werden die Fassaden durch klar definierte, zum Teil offene und zum Teil geschlossene Felder bestimmt.

Die Ziegelfassade schützt nicht nur vor Regen. Mit ihrem Öffnungsanteil von satten 43% lässt sie auch viel Licht und Luft in die Halle. Die Oberlichter im Sheddach sorgen für zusätzliches, blendfreies Licht.

Eine enge Beziehung

Das Sportzentrum Es Puig d’en Valls bietet viele ungewöhnliche Ideen für eine eigentlich profane Bauaufgabe. Die enge Beziehung zwischen Innen und Außen ermöglicht die optimale Nutzung der klimatischen Bedingungen. Das System der natürlichen Belüftung und Beleuchtung führt darüber hinaus zu einem Energieverbrauch, der nahe Null liegt.

Das wechselnde Licht und die Komposition aus transparenten Fassadenflächen und geschlossenem Mauerwerk geben dem an sich großen und strengen Baukörper eine geradezu heitere Dynamik – keine schlechten Eigenschaften für eine Sporthalle, schon mal gar nicht auf so einer schönen Insel.

PROJEKTDATEN

Architekt

MCEA | Arquitectura
Avda. Teniente Montesinos, 8, Bajo. 30100
Murcia
Spanien

et-

Bauherr

Kommune Es Puig d’en Valls

et-

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Es Puig D’en Valls.
Santa Eulària des Riu
Ibiza
Spanien

Luftbild

Danke, Google!

et-

Eröffnung

2017

et-

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotograf

David Frutos
Fotografía de Arquitectura

FOTOS

NextGEN gallery is not installed/inactive!

PLÄNE

NextGEN gallery is not installed/inactive!

VIDEOS

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Subi Surf Park

Subi Surf Park

What a wonderful world this would be

Der Subi Surf Park in Perth

Geschichte

Der Subi Surf Park ist ein ausgesucht phantasievolles Konzept zur zukünftigen Nutzung eines Geländes im australischen Subiaco, auf dem momentan (noch) das vormals wichtigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – steht. Die Schließung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen. Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Vielfalt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitzplätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des australischen Footballs. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Football Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offiziell eröffnet wurde.

Entwurf

Der Gemeinderat von Subiaco nahm die bevorstehende Schließung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansässigen Architekten von MJA Studio antworteten mit einem Konzept, das sich auf die Prinzipien der Inklusion, der Nutzung öffentlicher Räume, der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, der Erholung und der Nachhaltigkeit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorgehensweise vor:

  • Das Stadion wird abgerissen, der Beton zur Wiederverwendung zerkleinert.
  • Das Stadionoval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasserfläche wird öffentlicher Freiraum geschaffen.
  • Das Gelände wird modelliert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topographie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Marktplatz, Gastronomie und eine Football Hall of Fame entsteht öffentliches Leben.
  • 220 Doppelappartements rahmen die Wasserfläche und den öffentlichen Raum.
  • Zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen wird eine axiale Verbindung geschaffen. Diese Achse wird mit Terrassenhäusern und zusätzlichen öffentlichen Plätzen und Veranstaltungsflächen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasserfläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subi Surf Park bietet große Qualität an künstlichen Wellen und ein authentisches Surferlebnis für neue und routinierte Surfer aller Altersgruppen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasserbedarf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist. Auf den Dächern der neuen Apartments entsteht eine 12.800 m² große Erweiterung des Parks, der Boundary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. Dieser neue öffentliche Park ist als passiver und aktiver Erholungsraum sowie als temporärer Veranstaltungsraum konzipiert und bietet überdies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Landschaft. Dieser Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions, aber ihre Verjüngung reduziert die Verschattung der südlichen Nachbarn um 25%.

Alles da

Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie die natürlichen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maximale Nutzung der Sonne und natürliche Querlüftung. Jedes Apartment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffentlichen Freiraum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abgeschiedenheit frei wählen kann. Die Markthalle bietet ein dauerhaftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffentlichen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist. An den Wochenenden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Marktplatz erweitert werden. Hier sollen vor allem lokale Kleinunternehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des australischen Footballs schließlich wird  durch Kunstinstallationen, Augmented Reality-Angebote und ein neues Zuhause für die WA Football Hall of Fame gebührend berücksichtigt. Subi Surf Park ist ein brillantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Interessensgruppen im Jahr 2015 vorgelegt hat. Leider steht die Umsetzung in den Sternen.

Projektdaten

Architekt

MJA studio Suite 6 / 23 Railway Road, Subiaco 6008 Western Australia

Adresse

Subiaco Rd, Subiaco WA 6008 Australien

Luftbild

Danke, Google!
fa-

Autor

MJA studio Johannes Bühlbecker More Sports Media

Pläne

Ecole Européenne de Strasbourg

Ecole Européenne de Strasbourg

Sport für ganz Europa

Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg

Straßburg

Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Also arbeiten viele europäische und internationale Beamte in der Stadt, für die bzw. deren Kinder ein angemessenes Bildungsangebot vorhanden sein muss. Das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg und natürlich die Schule selbst entsprechen diesem Wunsch nach einer internationalen Schule. Das Bildungsmodell der Schule, das auf einem multikulturellen Ansatz, der breiten Verwendung verschiedener Sprachen und der Betonung der Autonomie der Kinder sowie der Einbeziehung der Eltern beruht, umfasst Angebote für eine komplette Schullaufbahn vom Kindergarten bis zum europäischen Abitur.

Robertsau

Die Schule und das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg befinden sich im grünen Viertel der Robertsau, in der Nähe der europäischen und internationalen Institutionen. Fast 1.000 Kinder und Jugendliche gehen hier zur Schule. In diesem Umfeld beschloss die Stadt Straßburg die Errichtung eines offenes Sportzentrums, das den Bedürfnissen der Schüler und denen der Anwohner gerecht wird. Das Programm sah die Schaffung einer vielseitigen Sporthalle sowie einer Mehrzweckhalle vor, in der auch nichtsportliche Veranstaltungen stattfinden können.

Architekt

Dominique Coulon & associés
13 rue de la Tour des Pêcheurs 
67000 Strasbourg
Frankreich

Team

Dominique Coulon, Benjamin Rocchi
Thibaut Muller, Fanny Liénart, David Romero-Uzeda

fa-

Autor

Dominique Coulon & associés

Bauherr

Ville de Strasbourg
fa-

Baukosten

4.300.000 €
fa-

Eröffnung

2017

Luftbild

Danke, Google!
fa-

Adresse

9 rue Peter Schwarber
67000 Strasbourg
Frankreich
fa-

Fotograf

Eugeni Pons, David Romero-Uzeda
Grundrisse

Baukörper

Über die eigentlichen architektonischen und funktionalen Qualitäten des Gebäudes hinaus stellen die bauliche Form und Organisation des Sportzentrums der Ecole Européenne de Strasbourg den Dialog mit der Europäischen Schule her. Die Volumina der beiden Hallen sind voneinander getrennt und schräg zueinander angeordnet. Dies bringt die größere Halle in eine ideale Position: rechtwinklig zur Straße, am nördlichen Rand des Geländes, minimiert ihre Lage die Auswirkungen des Gebäudes auf ihre Umgebung

Eingang

Die Eingangshalle ist transparent und ermöglicht den Blick vom Vorplatz durch das Gebäude in den Wald auf der anderen Seite des Geländes. Die Funktionsbereiche beider Hallen bilden eine Art Krone, deren einzelne Bereiche wie Umkleidekabinen, Lagerflächen und Personalbereiche die beiden Säle umgeben und dabei Ausblicke sowohl nach außen als auch untereinander ermöglichen.

Fotos

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Materialien

Beim Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg wurde sorgfältig mit langlebigen Materialien gearbeitet: Sichtbeton, verzinkter Stahl, Glas und Linoleum. Die Multisporthalle spielt mit den Grautönen dieser Materialien.

Licht

Das Gebäude ist Nord-Süd orientiert, die besten Voraussetzung für die Versorgung mit natürlichem Licht. Große Polycarbonatflächen erzeugen und verteilen sanftes, gleichmäßiges Licht in der gesamten Halle, ohne Blendungen in Kauf nehmen zu müssen. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Akustik gelegt: Bis etwa Augenhöhe wurden die Wände mit perforierten, farbigen MDF-Platten verkleidet. Die gesamte Decke wurde behandelt. Die zwischen den Balken platzierten Duckboard-Paneele aus verzinktem Stahl bilden eine Zwischendecke: Die technischen Elemente sind geschützt, während die Lampen die Halle beleuchten können.

Die Wärme der Eiche

Die quadratische Mehrzweckhalle ist so konzipiert, dass sie sich vom Rest des Gebäudes abhebt. Der lackierte Eichenparkettboden im Schachbrettmuster wölbt sich an der Wand nach oben, der obere Teil der Wände wurde mit Akustikputz beflockt. Die Kassettendecke wiederholt das Schachbrettmuster des Fußbodens. Die gesamte doppelte Höhe der Halle ist dunkelgrün gefärbt, was die Wärme der Eiche verstärkt.

Variationen von Grau

Je nach Lichteinfall variieren die Grau-Variationen des Projekts von milchig und rau bis transparent und reflektierend: Die Wahrnehmung verändert sich im Laufe des Tages und stellt einen wertvollen Dialog mit der Natur her. Pflanzen und die Qualität des Lichts verleihen den Räumen eine kostbare Eleganz, die das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg nicht nur in Bezug auf die Sportflächen, sondern gerade auch auf die Neben- und Aufenthaltsbereiche außergewöhnlich machen.

Jugendherberge Bayreuth

Jugendherberge Bayreuth

Ein Hostel für die Generation Y

Jugendherberge Bayreuth

Alles neu

Der Neubau der Jugendherberge Bayreuth setzt neue Maßstäbe für eine zeitgemäße, funktionale und gestalterisch anspruchsvolle Neuinterpretation einer Jugendherberge. Neue Zielgruppen und Bedürfnisse waren der Anstoß zur Entwicklung architektonischer Kriterien. Dazu gehören innovative räumliche Konfigurationen, Nachhaltigkeit in funktionalen, baulichen und sozialen Ebenen und die Möglichkeit sportliche Angebote direkt mit dem Bauwerk verschmelzen zu lassen. 

Gen Y

Als Grundform für das 180 Betten-Haus wählten die Planer ein „Y“, wodurch die dazwischenliegenden Bereiche, bestehend aus Grünzonen zum Verweilen und Freiflächen für Sportaktivitäten mit dem Baukörper verwoben werden. Das zentrale Atrium dient dabei als Drehscheibe für (digitale) Unterhaltung, Interaktion und Kommunikation ganz nach dem Motto des Jugendherbergswerks: „Gemeinschaft erleben“. Das über dem Foyer gelegene Oberlicht bringt Tageslicht in die Lounge, die wiederum entlang der Sitzstufen die Geschoßebenen miteinander verbindet, während horizontale und diagonale Sichtbeziehungen den Besucher durch das Gebäude leiten. Im Obergeschoss befinden sich neben dem Seminarbereich Event- und Familienzimmer sowie Terrassenflächen. Diese lassen einen direkten Zugang zu den Grün- und Sportflächen der Erdgeschosszone zu.

Architekt

LAVA Berlin Saarbrücker Strasse 24 – Haus D 10405 Berlin Deutschland

Bauherr

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e.V. Mauerkircherstr. 5 81679 München Deutschland

Team

Tobias Wallisser, Alexander Rieck, Chris Bosse Julian Fahrenkamp (Projektleitung), Angelika Hermann, Jan Kozerski, Mikolay Scibisz, Nicola Schunter, Paula Gonzalez, Güley Alagöz, Elise Elsacker, Myung Lee, Yuan Ma, Sebastian Schott, Stephan Albrecht, Stefanie Pesel
mit Wenzel+Wenzel, Frankfurt Matias Wenzel, Sven Becker, Thilo von Wintzingerode, Erik Muth

Luftbild

Danke, Google!
fa-

Adresse

Universitätsstraße 28 95447 Bayreuth Deutschland
fa-

Autor

LAVA
fa-

Fotograf

Häfeler/Fotostudio Huber
DJH/Robert Pupeter
fa-

Eröffnung

2017
fa-

Baukosten

10.500.000 €
Grundrisse
Folgen Sie uns!

[widgets_on_pages id=“1″]

3 x I

Das neue Gebäude ist ein Zeichen für die Erneuerung der Jugendherbergen und ihre Attraktivität. Das Konzept wird durch drei „I“s gekennzeichnet: Internationalität, Integration und Innovation.

International Die Jugendherberge Bayreuth ist eine Europajugendherberge mit Sportprofil. Die Gestaltung nimmt Einflüsse des Ortes auf und kombiniert sie mit modernen Gestaltungselementen. Innen und außen werden als Gesamterlebnis gedacht: Teile des Gebäudes werden zu Tribünen für das Geschehen auf den Sportanlagen im Außenraum, verschiedene Nutzungen können sowohl innen als auch außen stattfinden.

Integrativ Besonderes Augenmerk lag auf der möglichen Nutzung durch Menschen mit Beeinträchtigungen. Die neue Jugendherberge Bayreuth ist der Prototyp eines behindertenfreundlichen Gebäudes. Entsprechend sind 14 Zimmer im Erdgeschoss rollstuhlfreundlich mit ebenerdigen Duschen, unterfahrbaren Waschbecken, erhöhtem Platzangebot und technischen Hilfsmitteln ausgestattet. Türen, Terrassen, Sport- und Parkplätze sind schwellenlos ausgebildet und mit entsprechenden Leitsystemen gestaltet. Das Prinzip der Inklusion kommt auch im Personalkonzept der Jugendherberge Bayreuth zum Tragen: Ungefähr ein Drittel Mitarbeiter leben mit Beeinträchtigungen.

Innovativ Das meint eine neue räumliche Konfiguration des Gesamtgebäudes und der Zimmermodule, den Materialeinsatz und die Gestaltung. Die hybride Holzkonstruktion in Kombination mit Massivbauweise ermöglicht die Nutzung lokaler Materialien und Techniken und kompensiert teilweise den Abbruch des Altbaus.

Integration in die Landschaft

Das neue Gebäude für die Jugendherberge Bayreuth liegt in einer landschaftlich geprägten Situation zwischen Universität und Freibad. Der Baukörper reagiert darauf, indem er den Außenraum gliedert und zoniert. Ausgehend von einem zentralen Atrium entwickeln sich einzelne zweigeschossige Funktionsbereiche sternförmig in das Gelände hinaus. Die 30 m langen Zimmerflügel richten sich jeweils nach Nord und Süd aus. Zwischen den Gebäudeteilen finden sich die zugehörigen Funktionen wie ein Sportfeld, Abenteuerspielplatz und Vegetationszonen. Die niedrige Gebäudehöhe erleichtert die topographische Integration und wirkt damit der städtebaulichen Dominanz eines mehrgeschossigen Gebäudes auf dem großflächigen, grünen Grundstück entgegen. Das Obergeschoss jedes Flügels ist über einen Außenbereich mit Treppe an die Landschaftsebene angeschlossen und verzahnt sich damit noch besser.

Fotos

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Stedelijk Lyceum Topsport Antwerpen

Stedelijk Lyceum Topsport Antwerpen

Elite goes to school

Stedelijk Lyceum Topsport in Antwerp

Situation

The Stedelijk Lyceum Topsport (Topsportschool) in Antwerp is an individual elite sports academy for young athletes, which also allows many other forms of use for ordinary people. By Compagnie O Architects.

Stedelijk Lyceum Topsport does not reveal its purpose, it merely exists on this awkward site, an abandoned military fortress, overgrown with greenery. A sloped concrete base emerges from the soil, self-contained and obvious, slightly superior to its surroundings, revealing hardly anything at all.

On top of this solid soil hovers a sharp-edged mirror glass surface, reflecting and deflecting the scenery into scattered views. It seems like the base and the glasshouse are in a paradoxical confrontation at first. We rather consider it as an oxymoron, it brings together two seemingly incompatible languages within one building, creating a tension we consider interesting.

Ground floor

The gyms form the spatial core of the school and are placed at the ground floor. A large hall for multiple sports stands aside a specific hall for martial arts ñjudo and taekwondo. In between these two gyms, accompanying facilities like dressing rooms and communal showers are situated. In this zone the individual focuses on his/her achievements, and therefore the interior spaces are introverted. External influences are excluded or just controlled and tempered. The walls are slightly inclined. There is no

disturbance. At this level, on the side of the square, you find the main public entrance of the building.

Ground plans

Level O
Level 1
Level 2

Intermediate level

Situated on the intermediate floor, the power training space and the cantina are placed next to each other. These spaces form the communal living center of the school community. In contrast to the rather introverted training halls, this level has a generous view to the surroundings. Here is the more private entrance of the school located.

Top floor

The top floor is reserved for all school-activities, between the trusses. This level rises literally above the sportfields, the square and the further surroundings. There is no more mass, just a platform, a turntable or panopticon of knowledge and learning. A school with a round way and a patio for central decompression. The school base is determined by the structure (trusses which live up to the big span of the main hall) and ratio. In reality this place refers more to a landscape office or a business lobby than a pastel colored child friendly neighborhood school.

Materialization

The exterior walls are inclined. Apart from the evident military connotation (bunker/stealth), the inclination gives the building an autonomy. It responds to the slope of the terrain and includes in this way the topography of the area in the architecture. The concrete surface of the base is ‘induced mossy’. ‘Induced’ means that we set the process of the greening in motion. The base will thus be induced with patination and remain this way in a (constant) metamorphosis.

The facade of the upper part, the school, is realized perimetrically with reflecting materials. Through working with combinations of glass, the reflection becomes more saddle, more varied. There are parts which reflect 100% and parts which reflect partially and give partially an insight through the facade.

Architects

Compagnie-O architecten
Korenmarkt 8 b
201 B-9000 Gent
Belgium

et-

Client

AG Vespa
(AG SO Antwerp – culture, sports and youth Antwerp)

fa-

Author

Compagnie-O architects

Photograph

© Tim Van De Velde

fa-

Address

Fort VI, Wilrijk / Antwerp
Edegemsesteenweg 100
BE-2610 Antwerp (Wilrijk)
Belgium

Aerial view

Thank you, Google!

fa-

Opening

2016

fa-

Construction costs

9,000,000 €

Technical

The Topsportschool is a passive building, which means that the space heating energy demand is limited to 14,17 kWh per square meter per year. The total energy used doesn’t exceed 60 kWh per square meter of treated floor area per year. In terms of airtightness, there’s a maximum of 0.6 air changes per hour at 50 Pascals pressure. Thermal comfort is met for all living areas during winter as well in summer, with not more than 10% of the hours in a given year over 25°C. The whole building is planned, optimized and verified with the Passive House Planning Package (PHPP). All of the above criteria are achieved through intelligent design and implementation of the 5 Passive House principles: thermal bridge free design, superior windows, ventilation with heat recovery, quality insulation and airtight construction.

Images

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Stedelijk Lyceum Topsport

Stedelijk Lyceum Topsport

Elite macht Schule

Stedelijk Lyceum Topsport in Antwerpen

Situation

Das Stedelijk Lyceum Topsport (Topsportschool) in Antwerpen ist eine Eliteschule für junge Sportler, die weitere Nutzungsformen für Normalbürger und -schüler zulässt.

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist durchdrungen von unerwarteten Innenansichten, reflektierenden Oberflächen und voyeuristischen Räumen. Das Gebäude verrät seinen Zweck nicht, es steht einfach so da auf diesem merkwürdigen Gelände – einer verlassenen Militärfestung, die mit Grün bewachsen ist. Aus dem Erdreich wächst ein geneigter Betonsockel hervor, in sich geschlossen und kaum etwas enthüllend. Auf diesem festen Boden schwebt eine scharfkantige, verspiegelte Glasfläche, die die Szenerie reflektiert. Es scheint, als befänden sich der zu großen Teilen geschlossene Sockel und die Glasfassade zunächst in einer paradoxen Konfrontation. Compagnie O Architects bringen verschiedene Nutzungen und Gestaltungen in einem Gebäude zusammen – und erzeugen Spannung.

Erdgeschoss

Die Sporthallen bilden das räumliche Zentrum des Stedelijk Lyceum Topsport. Sie befinden sich im Erdgeschoss. Eine große Halle für mehrere Sportarten steht neben einer speziellen Halle für die Kampfsportarten Judo und Taekwondo. Zwischen diesen beiden Turnhallen befinden sich begleitende Einrichtungen wie Umkleidekabinen und Duschen. In dieser Zone konzentriert sich der Sportler auf seine Leistung, auch daher wirken die Innenräume ziemlich introvertiert. Äußere Einflüsse werden ausgeschlossen oder nur sehr kontrolliert und temperiert zugelassen. Die Wände sind leicht geneigt. Es gibt keine Störung. Auf dieser Ebene, auf der Seite des Platzes, befindet sich der öffentliche Haupteingang des Gebäudes.

Die Grundrisse

Ebene O
Ebene 1
Ebene 2

Mittlere Ebene

Im Zwischengeschoss befinden sich der Krafttrainingsraum und die Kantine nebeneinander. Diese Räume bilden das gemeinschaftliche Lebenszentrum der Schulgemeinschaft. Im Gegensatz zu den eher introvertierten Trainingshallen bietet diese Ebene einen großzügigen Blick auf die Umgebung. Hier befindet sich der privatere Eingang der Schule.  

Obergeschoss

Die obere Ebene ist für schulische Aktivitäten reserviert. Sie erhebt sich buchstäblich über die Sportfelder, den Platz und die weitere Umgebung. Es gibt keine Masse mehr, nur noch eine Plattform, eine Drehscheibe oder ein Panoptikum des Wissens und Lernens. Eine Schule mit einem Rundweg und einer Terrasse zur zentralen Dekompression. Die Schulbasis wird durch die Struktur (Fachwerkträger, die der großen Spannweite der Haupthalle gerecht werden) und das Verhältnis bestimmt. Eigentlich könnten diese Ebene auch die Lobby eines Unternehmens oder ein Planungsbüro beherbergen und nicht eine pastellfarbene, kinderfreundliche Nachbarschaftsschule.

Materialisierung

Im Sockelgeschoss sind die Außenwände geneigt. Abweichend von der offensichtlichen militärischen Konnotation verleiht diese Neigung dem Stedelijk Lyceum Topsport eine eigene, autonome Erscheinung. Es reagiert auf die Hangneigung des Geländes und bezieht auf diese Weise die Topographie des Geländes in die Architektur ein. Die Betonoberfläche des Sockels soll dabei nach dem Willen der Architekten eine eigene Patina entwickeln. Die Fassade des oberen Teils der Schule, wurde perimetrisch mit reflektierenden Materialien realisiert. Durch die verschiedenen Glasflächen werden die Spiegelungen und Reflektionen abwechslungsreicher. Manche Teile reflektieren zu 100 Prozent, manche teilweise, manche gewähren gar Einblicke.

Architekt

Compagnie-O architecten Korenmarkt 8 b201 B-9000 Gent Belgien

et-

Bauherr

AG Vespa AG SO Antwerpen – Kultur, Sport und Jugend

fa-

Autor

Compagnie-O architects

Fotograf

© Tim Van De Velde

fa-

Adresse

Fort VI, Wilrijk / Antwerp Edegemsesteenweg 100 BE-2610 Antwerp (Wilrijk) Belgien

Luftbild

Danke, Google!

fa-

Eröffnung

2016

fa-

Kosten

9.000.000 €

Gebäudetechnik

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist ein Passivhaus, d.h. der Heizenergiebedarf ist auf 14,17 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt. Der Gesamtenergieeinsatz beträgt maximal 60 kWh pro Quadratmeter behandelter Fläche und Jahr. Thermische Behaglichkeit ist sowohl im Winter als auch im Sommer gegeben, wobei nicht mehr als 10% der Stunden im Jahr über 25°C liegen. Das gesamte Gebäude wird mit dem Passivhaus-Planungspaket (PHPP) geplant, optimiert und verifiziert. Alle genannten Kriterien werden durch intelligente Planung und Umsetzung von fünf Passivhausprinzipien erreicht: wärmebrückenfreie Planung, hochwertige Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, hochwertige Wärmedämmung und luftdichte Bauweise.

Die Bilder

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Ku.Be

Ku.Be

Come together!

Ku.Be Haus der Kultur und Bewegung in Kopenhagen

Eine neue Typologie

Das 3.200 m² große Ku.Be House of Culture in Movement ist das neue Zentrum der Gemeinde Frederiksberg und ein spektakuläres Ausflugsziel für den Großraum Kopenhagen. Ku.Be, so der Plan der Planer, wird von den Menschen in Besitz genommen, das Programm wird entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer weiterentwickelt. Der Planungsauftrag lautete: Schafft ein Gebäude, das die Menschen zusammenbringt und die Lebensqualität verbessert. Als Antwort schufen MVRDV und ADEPT eine neue Gebäudetypologie, die Theater, Sport und Lernen in einem gemeinsamen Raum, an einem Ort zusammenbringt. Hier werden Körper und Geist aktiviert und gefördert, genauso wie ein gesünderes Leben für alle, unabhängig von Alter, Fähigkeit oder Interesse. Hier entstehen Verbindungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht miteinander verbinden würden.

Der Mut zum Unerwarteten

Die sechs Volumen und Bereiche, aus denen sich Ku.Be zusammensetzt, wurden mit einer sehr eigenen und einzigartigen Farb- und Materialkombination versehen, die sie innerhalb des Gebäudes klar definiert und die Zuordnung erleichtert. Von außen werden diese Formen in der fragmentierten Ziegelfassade angedeutet. „Wir haben Ku.Be entworfen, um das Unerwartete zu fördern“, erklärt uns der MVRDV-Mitbegründer Jacob van Rijs. Größere Bereiche eignen sich für Aufführungen oder öffentliche Versammlungen, kleinere für Ausstellungen oder Diskussionsveranstaltungen. Die schnellen Räume eignen sich perfekt für Tanz oder Parkour, und Zen-Räume bieten den Kontrast von Yoga oder Meditation. Der wirkliche Spaß aber findet zwischen diesen Volumina statt – nämlich in den Räumen und Bereichen, deren Nutzung wir ausdrücklich als völlig benutzerdefiniert vorgesehen haben.“

fa-

Architekt

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
ADEPT
Struenseegade 15A, 4.
DK-2200 Copenhagen N
Landschaftsarchitekten
SLA
Njalsgade 17B
Pakhus 2, 3.sal
DK 2300 København
fa-

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries Fokke Moerel, Mette Rasmussen, Julius Kirchert, Klaas Hofman, Francisco Pomares, Armor Gutierrez Rivas, Buster Christensen, Attilio Ranieri, Chris Green, Kate van Heusen, Henryk Struski, Emanuela Gioffreda, Raymond van den Broek, Sanne van der Burgh, Karl Johan Nyquist, Maria Lopez, Kasper Albrektsen

Bewegung

Der Weg durch das Gebäude zielt darauf ab, alternative Bewegungsformen zu entwickeln und zu fördern. Das Labyrinth lässt Menschen auf Händen und Knien durch ein dreidimensionales Netz von Kuben von der zweiten in die dritte Etage klettern. Oder sie nehmen die Mausefalle, ein vertikales Labyrinth. Das ist ein Netz, das sich über mehrere Etagen erstreckt und es dem Nutzer ermöglicht, im Bereich der Lufträume auch größere Höhen zu „erklettern“. Rutschen und Feuerwehrstangen bieten dagegen eine schnelle Möglichkeit, wieder nach unten zu gelangen. „In Ku.Be haben wir versucht, die gewöhnliche Erfahrung eines Gebäudes auf den Kopf zu stellen“, erklärt uns ADEPT-Mitbegründer Martin Krogh. „Was sonst eine einfache, gedankenlose Reise durch das Gebäude wäre, wird zur Erforschung und Entdeckung von Bewegung. Hier sind Sie es, der die Route bestimmt, ganz wie Sie wollen: Klettern, Rutschen, Kriechen, Springen…“ Um allen Fähigkeiten und Altersgruppen gerecht zu werden, werden sowohl einfache als auch anspruchsvollere Fortbewegungsarten angeboten. Auch dabei werden die visuellen Verbindungen durch das Ku.Be aufrecht erhalten.

FOTOS

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Urbane Gärten

Die urbane Flächengestaltung im Außenbereich schafft eine Verbindung zwischen Ku.Be und dem städtischen Raum. Das ist wichtig, um die acht verschiedenen Volumina und die darin stattfindenden Aktivitäten auch außen erlebbar zu machen. Die abwechslungsreiche Landschaft besteht aus wechselnden Klängen, Lichtern und Düften, das sich nahtlos in einen Hügel mit integrierten Rutschen einfügt. Sie reicht bis in die Gärten hinein und endet in einem Amphitheater im Freien. Ku.Be, das Haus der Kultur und Bewegung, erweitert die städtische Landschaft und das kulturelle wie sportliche Angebot der Kommune Frederiksberg und ihrer 12.000 Einwohner in einem solchen Ausmaß, dass es die weitere Entwicklung des Quartiers buchstäblich in Gang setzt.

Adresse

Ku.Be Dirch Passers Allé 4 DK 2000 Frederiksberg

Luftbild

Danke, Google!
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
Grundriss Ebene 3

Zhangjiang Future Park

Zhangjiang Future Park

Sozialer Katalysator

Zhangjiang Future Park in Shanghai

Der Ort

Der Zhangjiang Hi-Tech Park befindet sich im Pudong Distrikt von Shanghai, China. Es wurde 1992 als Standort für Unternehmen, F&E-Unternehmen und Bildungseinrichtungen gegründet, die im Bereich der Hochtechnologie und Innovation tätig sind. Im Laufe der Zeit haben sich viele nationale und internationale Unternehmen hier niedergelassen, und heute gibt es etwa 4.000 Unternehmen und über 100.000 Beschäftigte in der Region – und bald den Zhangjiang Future Park.

Der Zhangjiang Hi-Tech Park ist nicht nur ein Gewerbe- und Industriepark, sondern auch ein Wohnquartier für die Arbeiterfamilien. Die Zhangjiang-Gemeinschaft besteht also zu einem Großteil aus hoch qualifizierten Menschen, die in der Region arbeiten und studieren. Das Ziel des Zhangjiang Future Park ist es, der Gemeinde öffentliche Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, die es in der Gegend bisher nicht gibt: ein soziales Zentrum, in dem sich die Menschen treffen, unterhalten, lernen, spielen und in Gesellschaft Sport treiben können.

Architekt

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL-3011 RA Rotterdam

Zhangjiang Future Park

Das MVRDV-Projekt für den Zhangjiang Future Park schafft einen neuen urbanen Komplex, der einerseits den aktuellen Charakter und Anspruch von Zhangjiang berücksichtigt und andererseits seine zukünftigen Ambitionen zum Ausdruck bringt. Der Zhangjiang Future Park liegt auf einer Insel, an der Kreuzung wertvoller Grünflächen und Gewässer. Das Konzept basiert auf einer Kombination aus Natur, Kultur, Unterhaltung und Sport.

Eine geschickte Kombination dieser Aspekte steht im Mittelpunkt des Entwurfs. Hochwertige öffentliche Flächen und Freizeitangebote werden in eine Parkanlage integriert. Der Vorschlag verbindet die Entspannung in der Natur mit der intensiven Spannung eines Stadtzentrums. Zhangjiang Future Park besteht aus einer vertikalen Schichtung beider „Zustände“. Parkflächen und städtische Plätze sind auf zwei verschiedenen Ebenen angelegt und haben sehr unterschiedliche und erkennbare Charaktere. Sie sind vielschichtig miteinander verbunden. Zusammen bilden sie eine neue hybride Morphologie, die zu jeder Zeit der Woche flexibel auf die Bedürfnisse der Zhangjiang-Gemeinschaft reagiert.

fa-

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries
Nathalie de Vries, Wenchian Shi, Marta Pozo Gil with Marco Gazzola, Lorenzo Mattozzi, Enrico Pintabona, Chiara Girolami, Shengjie Zhan, Cai Zheli, Cosimo Scotucci, Wenzhao Jia, Emma Rubeillon, Chi Zhang, Ray Zhu, Chi Li
Antonio Luca Coco, Paolo Mossa Idra, Costanza Cuccato, Davide Calabrò, Pavlos Ventouris, Tomaso Maschietti

Masterplan

Die Integration

Die Baukörper fügen sich sanft in die Landschaft ein und bieten dem Park Aktivitäten. Mehrere Zugänge laufen in Richtung des zentralen Hauptplatzes zusammen, so dass jeder Zugang eine andere Wahrnehmung des Geländes vermittelt. Der Entwurf von MVRDV bildet eine faszinierende Silhouette und eine Ansammlung von Gebäuden, die den Park bereichern: ein Riss in der Landschaft, der das urbane Leben hervorbringt. Die Menschen sind in der Lage, nicht nur um die Gebäude herum, sondern auch durch und darüber zu laufen und erleben so unterschiedliche Perspektiven des Ortes. Das Gründachprogramm ist so lebendig und abwechslungsreich wie das Parkprogramm und stark in die Funktionen der Gebäude integriert.

Zhangjiang Future Park besteht aus vier großen öffentlichen Gebäuden, einer Bibliothek, einem Kunstzentrum, einem Kulturzentrum und einem Sportzentrum. Gemeinsam bieten sie ein hervorragendes Angebot an kulturellen und unterhaltsamen Angeboten, die in kürzester Zeit zu Fuß erreichbar sind.

et-

Bauherr

Zhangjiang Group Co. Ltd.

Autor

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL-3011 RA Rotterdam
AXONOMETRIE

Das Sportzentrum

Das Sportzentrum bietet zwei Hauptbereiche, einen für den Wassersport und einen für Ballspiele. Ein gemeinsamer Eingang führt sowohl zum Schwimmbad als auch zur multifunktionalen Sporthalle. Die 10.000 m² großen Sportanlagen sind mit der Landschaft verzahnt und bieten viel natürliches Licht, so dass sich ein Indoor-Match wie ein Outdoor-Event anfühlt.

Das Projekt, das Anfang 2019 abgeschlossen werden soll, hat den Ehrgeiz und das Potenzial, einer der neuen öffentlichen sozialen Katalysatoren zu werden, nicht nur für den Bezirk Zhangjiang, sondern für die gesamte Stadt Shanghai.

Adresse

Zhangjiang District
CN-Shanghai

Luftbild

Danke, Google!

Centro Cívico Salburua

Centro Cívico Salburua

Schafft Beziehungen

Centro Cívico Salburua

Autonom und ambitioniert

Das Centro Cívico Salburúa ist das neue Zentrum des neuen und ambitionierten Stadtteils Salburúa in Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland (knapp 250.000 Einwohner). Das Zentrum kombiniert sportliche, kulturelle und administrative Nutzungen und schiebt die Entwicklung von Salburúa mächtig an. Das Bürgerzentrum dient der Zusammenkunft von Menschen, die hier ganz unterschiedliche soziale, kulturelle, erholsame oder sportliche Aktivitäten erleben können.

Architekt

IDOM Avda. Monasterio del Escorial, 4, 28049 ES-Madrid
fa-

Team

Juan Luis Geijo, Juan Dávila, Gonzalo Carro Maria Robredo, Oscar Ferreira, Javier Manjón, Aintzane Gastelu-Iturri, Daniela Bustamante, Beatriz Pagoaga, Aitziber Olarte

Bietet Kultur und Sport

Das Programm des Gebäudes gliedert sich in drei Ebenen. Die Eingangsebene im Erdgeschoss verfügt vor allem über die öffentliche Nutzungen wie Café, Lounge, Halle, Konferenzraum, etc. Im Untergeschoss befinden sich sämtliche Sportanlagen – mit Ausnahme des Pools. Neben der großen Drei-Feld-Sporthalle und den zugehörigen Nebeneinrichtungen wie Umkleiden und Duschen befinden sich hier einige weitere, kleinere Hallen und Flächen für vielfältige Aktivitäten, zum Beispiel eine Kegelbahn. In den beiden Obergeschossen befinden sich Verwaltungsbereiche und kulturelle Angebote wie eine Bibliothek, Studienräume, eine Infothek und Werkstätten. Im zweiten Obergeschoss liegt das Schwimmbad mit einem Schwimm- und einem Freizeitbecken sowie eigenem Umkleidebereich.  

et-

Bauherr

Ayuntamiento de Vitoria-Gasteiz
fa-

Autor

idom

Fotograf

Aitor Ortiz
FOTOS

NextGEN gallery is not installed/inactive!

 

Schafft Beziehungen

Das gesamte Gebäude ist auf Transparenz und Kommunikation ausgelegt. Große Glasflächen in allen Bereichen gestatten Blicke bin tief ins Innere oder – in die andere Richtung – bis auf die andere Straßenseite. So verschmelzen Stadtraum und Stadteilzentrum miteinander, wodurch der öffentliche Charakter verstärkt wird. Im Obergeschoss sind die Fassaden weniger durchlässig und eher abstrakt gehalten, was dem Gebäude ein noch stärkeres und kraftvolleres Bild verleiht. Obwohl es sich um ein sehr kompaktes Gebäude mit einer Größe von ca. 110 x 60 Metern handelt, ist es dank der vielen Terrassen Freiflächen sehr hell. Solche Freiflächen queren das gesamte Gebäude und tragen dazu bei, visuelle Beziehungen zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Gruppen herzustellen. Das klappt bestens.

fa-

Adresse

Bratislava Hiribidea, 2, 01003 Vitoria-Gasteiz ES-Araba

Luftbild

Danke, Google!
Grundriss Ebene -1
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
SCHNITTE

Academia de Ginástica de Guimarães

Academia de Ginástica de Guimarães

Kork als Designmerkmal

Academia de Ginástica de Guimarães

Ein Weltkulturerbe

Mit einer überdachten Fläche von 3.100 m² befindet sich die Academia de Ginástica de Guimarães am östlichen Rand des Stadtparks. Die Anlage wurde für den Hochleistungssport konzipiert. Guimarães ist eine Stadt im Norden Portugals, im Bezirk Braga. Sein historischer Stadtkern steht seit 2001 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und gilt europaweit als „außergewöhnlich gut erhaltenes und authentisches Beispiel für die Entwicklung einer mittelalterlichen Siedlung zu einer modernen Stadt“. Guimarães ist auch Teil der Subregion Ave (eine der am stärksten industrialisierten Subregionen des Landes) sowie der historischen Provinz Minho. Die Stadt hat 52.181 Einwohner.

Eine solche Art vor Gebäude technisch so auszustatten, dass es eine quasi energieunabhängige Struktur mit geringem CO²-Ausstoß besitzt, war für die Planer der Pitagoras Group eine große Herausforderung. Diese Ziel wurde sogar übertroffen: Die Academia de Ginástica de Guimarães ist bereits kurz nach ihrer Eröffnung ein Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Innovation. Das Sportzentrum erreichte hohe Leistungswerte durch das LiderA-System mit einer A++-Zertifizierung – eine Anerkennung, die in Sachen Nachhaltigkeit nicht nur in Portugal, sondern auch international selten ist.

Architekt

Pitagoras Group Portugal – Guimarães
rua João de Oliveira Salgado 5 C
Costa, 4810-015
Guimarães – Portugal
fa-

Team

Raul Roque Figueiredo, Alexandre Coelho Lima, Manuel Vilhena Roque, André Malheiro, João Couto, Luís Guimarães, Hélio Pinto, Isabel Rodrigues, Tiago Ranhada, Rui silva
et-

Bauherr

Stadtverwaltung von Guimarães
FOTOS

NextGEN gallery is not installed/inactive!

Ein exklusives Gebäude

Das Gebäude liegt zwischen zwei bereits bestehenden Straßen, die beide den Zugang zum Gebäude ermöglichen. Die Hauptstraße liegt auf einer höheren Ebene, die andere auf einer niedrigeren Ebene. Sie grenzt an den Stadtpark und dient als exklusiver Zugang zum Trainingszentrum.

Die Academia de Ginástica de Guimarães wurde exklusiv für die Hochleistungsgymnastik geplant und gebaut. Sie besteht aus einem Pavillon, einem Fitnessstudio, Umkleideräumen, Verwaltungsbüros und öffentlichen Räumen, welche auch den Zugang zu den Tribünen ermöglichen.

Die Wahl der Materialien für das Gebäude offenbart eine pädagogische Absicht und zeigt Umweltbewusstsein. Die Gebäudeplanung sucht nach energetischer Effizienz und einer klaren Balance zwischen Technik und Architektur. Die aus dunklem Kork gebaute Fassade ist ein perfektes Beispiel für diese Vielseitigkeit. Die Fassade ist gleichzeitig ein starkes Designmerkmal für das Projekt, welches mühelos Assoziationen zu ökologischer Nachhaltigkeit herstellt.

Die volumetrische Zusammensetzung des Gebäudes wurde durch seine programmatischen Kernbedürfnisse und den Wunsch definiert, ein Gebäude zu schaffen, das sich in die lokale Landschaft einfügt. Daher sucht das Gebäude nach Maßstäben und Bezügen zur Umgebung. Trotz seines Volumens verbindet es die vorhandenen und schafft neue Wanderwege: Der Eingangsplatz zum Beispiel verbindet nicht nur die beiden Ebenen des Gebäudes, er ermöglicht auch Sichtbeziehungen in den Park und zu den östlichen Hügeln der Stadt.

Adresse

Academia de Ginástica
Guimarães
Portugal

fa-

Eröffnung

2017
fa-

Autor

Pitagoras Group
fa-

Fotos

José Campos
PLÄNE

NextGEN gallery is not installed/inactive!

VIDEOS
 
 

Auch mal reinschauen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter.

You have Successfully Subscribed!

Have a closer look?

Please join our mailing list.

You have Successfully Subscribed!

Pin It on Pinterest

Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. By continuing to use the website, you agree to the use of cookies. Weitere Informationen/More information

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen