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Orestad Streethal

24/7

Ørestad Streethal in Kopenhagen

NORD Architects

Maßstäbe

Ørestad Streethal ist ein 1.700 Quadratmeter großen Sportzentrum in Ørestad, im Süden von Kopenhagen. Es ist das kleinste öffentliche Gebäude in diesem neu erschlossenen Gebiet, das sich möglichst urban entwickeln soll.

Die Anlage wurde von NORD Architects entworfen. Eine Besonderheit dabei war die enge Zusammenarbeit mit den späteren Nutzern, um auch informelle sportliche Aktivitäten zu ermöglichen und ausdrücklich zu fördern.

Ørestad Streethal soll ein lebendiger urbaner Raum sein, der neue Gemeinschaften und soziale Nachhaltigkeit innerhalb der riesigen Strukturen der großen Gebäude und langen Boulevards in Ørestad City schafft.

Zusammenarbeit

Die multifunktionale Sport- und Gemeinschaftsanlage wurde in einem Prozess entwickelt, der auf der Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Nutzern, lokalen Interessengruppen und Bewohnern basiert. So wurden die Planungen den spezifischen lokalen Bedürfnissen gerecht. Die Architekten führten Workshops durch, in denen sich die Nutzer mit den Prioritäten der Aktivitäten und Funktionen beschäftigten.

24/7

Ørestad Streethal ist rund um die Uhr geöffnet. Für die Öffentlichkeit, für Schulklassen und für lokale Sportvereine. Es gibt beheizte und unbeheizte Bereiche. Die unbeheizten sind die Sportflächen für Ballsportarten wie Basketball und Hockey, im beheizten Teil finden Tanz, Yoga, Martial Arts oder Turnen in kleineren Gruppen statt.

Hier gibt es kein Personal. Alle Aktivitäten und Veranstaltungen werden von den Nutzern selbst organisiert und durchgeführt, unabhängig davon, ob sie in Gruppen, Vereinen oder in privaten Initiativen organisiert sind.

Einladung zur Kreativität

Die Eingangsebene ist hell, einladend und liegt auf Straßenniveau. Ørestad Streethal ist eine Art Zufluchtsort für lokale Sport- und Gesellschaftsveranstaltungen und damit eine Einladung zu Kreativität, Aktivität und Erholung.

Das Gebäude bietet viele Aspekte nachhaltigen Bauens wie das begrünte Dach und die reiche Verwendung von Holz. Es ist als leichte Struktur gebaut, die Offenheit und Unvorhersehbarkeit in diesem ansonsten vollständig geplanten Stadtgebiet begrüßt. Es erzeugt soziale Interaktion und Lebensqualität in Ørestad City.

Das Verhältnis zum umgebenden Park unterstreicht den integrativen und zugänglichen Charakter des Gebäudes. Die Halle hat keine Rückseite, sondern ein langes, ununterbrochenes Fensterband, welches die Aktivitäten im Inneren sichtbar macht. Sowas hat man gern in der Nachbarschaft.

Architekt

NORD Architects A/S
Hejrevej 37, 2.
2400 Copenhagen NV
Dänemark

Bauherr

Municipality of Copenhagen
Grundejerforeningen Ørestad Syd

Nutzer

Ørestad Streethal 

Team

Masu Planning (Landschaft)

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2017

Adresse

Ørestad Streethal 
Ørestad Blvd. 53
2300 Copenhagen S
Dänemark

Baukosten

2,800,000 €

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Photos

Adam Mørk

Beteiligte Firmen

Video

Nutzungsformen

PHOTOS

Pläne

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

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+(49) 234 5466 0374

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D-44795 Bochum

Glass Mill LC

Lebendig

Glass Mill Leisure Centre in London

LA architects

Programm

Das Glass Mill Leisure Centre Lewisham umfasst ein 25 m-Wettkampfbecken mit acht Bahnen und Zuschauerplätzen, ein Lehrschwimmbecken, mobile Böden für beide Becken und einen Lift für Menschen mit Einschränkungen, der vollen Zugang zum Hauptbecken bietet. Es bietet auch Fitness- und Gesundheitsräume, Studios und die dazugehörigen Umkleideräume.

Die Außenfassade wurde mit 1.400 einzelnen Glasscheiben verkleidet, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Künstler Phil Coy entwickelt wurden.

Kommunikation

Das Projekt war Teil der Stadterneuerung von Lewisham. Es entstanden 760 neue Wohnungen, Geschäfte sowie soziale und gemeinschaftliche Einrichtungen wie vor allem das Glass Mill Leisure Centre. Das Centre befindet sich im Erdgeschoss des 27-geschossigen Apartmenthauses.

Das gesamte Gebäude ist ausgesprochen kommunikativ und steht in regem Austausch mit seiner Umgebung, nicht nur durch die Fassadengestaltung. Der hohe und freundliche Eingangsbereich mündet in raumhoch verglaste Aufenthaltsbereiche, von denen wiederum die Sportflächen erschlossen werden. Ein Restaurant und Terrassen bestärken den offenen Eindruck der Anlage.

1.400 farbige Glasscheiben

Die farbige Fassade des Glass Mill Leisure Centre wurde in Zusammenarbeit mit Phil Coy, einem Londoner Künstler, entworfen. Sie soll die Lebendigkeit widerspiegeln, die im gesamten Gebäude herrscht. Dahinter steckt raffinierte Technik: 1.400 farbige Glasscheiben, die von LEDs hinterleuchtet werden, bilden einen Wetterschutz, der über Fassadenmikrofone auf Außengeräusche reagiert.

Die Lichter pulsieren im Takt der Geräusche, denen sie folgen. Die Fassade bildet also in Licht und Farbe die Stimmung der Gemeinschaft und der Umgebung ab. Die Eingangsfassade wurde mit geätztem Glas und doppelter Vorhangfassade dezenter und transparenter gestaltet. Sie kommuniziert mit dem öffentlichen Bereich von Plaza und den angrenzenden Cornmill Gardens. 

Ausgezeichnet

Das Glass Mill Leisure Centre ist ein Gebäude für die Gemeinschaft. Seine Architektur ist offen, integrativ und inklusiv. Es reagiert buchstäblich auf die Bedürfnisse und den Rhythmus seiner Besucher und seiner Umgebung. Bei aller Lebendigkeit bietet es doch auch Ruhe, die es zu erfahren und nicht zu sehen gilt.

Das Glass Mill Leisure Centre wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei den London Planning Awards mit dem Mayor of London’s Best Community Building.

Ansichten von außen

Grundriss der Eingangsebene

Die Schwimmhalle

Die Tanz- und Fitnessstudios

Der Eingangsbereich

Architekt

LA architects
Brighton Road
Housedean Lewes
UK – Sussex BN7 3JW

Bauherr

Nutzer

Team

Civil & Structural Engineering:
ATK Partnership

M&E Consultant:
Hoare Lea

Landscape Architects:
BDP

Project Manager & Quantity Surveyor:
Rider Levett Bucknall

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2013

Adresse

Glass Mill Leisure Centre
41 Loampit Vale
UK – London SE13 7FT

Photos

LA architects

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Preise

Mayor of London’s Best Community Building 2013/2014
in the London Planning Awards

Video

Fotos

Pläne

Über uns

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

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Campus Igara

Große Geste

Campus Igara in Porto Alegre

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Die Situation

Der Campus Igara ist das Zentrum der sportlichen Fakultät der Universität von Porto Alegre (UFCSPA). Das brasilianische Architekturbüro OSPA hat den Wettbewerb um die Gestaltung des Geländes mit einem Vorschlag gewonnen, der ein Fußballfeld auf dem Dach beinhaltet.

Der 25.000 m² große Campus wird von zwei Hochhäusern an den beiden Enden des Grundstücks gefasst.  Sie beinhalten die Seminarräume, Büros und Verwaltungseinrichtungen. Dazwischen liegen Sport und Begegnung: OSPA schlagen Freiflächen, Spielfelder und eben das hochgelegene Großspielfeld vor.

Unsere Stadt, unser Leben

Ein Standort, zwei Gesichter. Zwei Möglichkeiten, den Campus Igara mit der Stadt zu verbinden. Man kann die Stadt sehen, und man kann sie auf den Campus einladen.

Die Längsachse und der sehr hohe Anteil an Freiflächen charakterisieren den Entwurf. Diese Flächen sind zugänglich, einladend und verbinden die beiden Hochbauten, die das Gelände zusammen halten und gleichzeitig mit der Stadt verbinden.

Ein öffentlicher Raum

Der Campus Igara ist mehr als eine öffentliche Institution, er wird ein öffentlicher Raum sein. Dies ist Voraussetzung und Ziel bei der Planung der UFCSPA. In einem immer noch wachsenden urbanen Kontext entwickelt sich der Campus zu einem potenziellen Zentrum räumlicher und menschlicher Beziehungen: flüssig, durchlässig und in Bewegung.

Mehr als eine Universität

Das umfangreiche Programm an Sportanlagen beinhaltet einige Sporthallen, ein Schwimmbad, den Sportplatz auf dem Dach und viele kleinere Angebote sowie natürlich sämtliche Funktionsräume. All das entwickelt sich innerhalb und entlang der Wegeführung und Erschließungsflächen.

Der dabei entstehende Freiraum festigt die sozialen und kulturellen Funktionen des Campus weit über die akademischen Aktivitäten und Grenzen hinaus. Der unabhängige Zugang zu den unterschiedlichen Angeboten fördert natürlich auch die Anzahl und Vielfalt der Nutzer, die hier nicht arbeiten oder studieren. Nur die beiden hohen Gebäude beherbergen die Universitätsaktivitäten, der Rest ist im Prinzip öffentliche Fläche.

Große Geste

Die Gebäude des Campus Igara sind auf geringere thermische Belastung sowie gute Belüftung und Beleuchtung (vor allem der Sporthallen) ausgerichtet. Darauf legen die Architekten großen Wert.

Bemerkenswert ist die Vereinfachung der internen Abläufe durch offene und einladende Treppen und die vielseitigen Blickkontakte mit den jeweils anderen Bereichen. Das macht alles offener und freundlicher als es Aufzüge und geschlossene Treppenhäuser tun.

Die große Geste des Entwurfs aber ist das beeindruckende Verhältnis zwischen den notwendigen Funktionen eines Universitätscampus und den informellen Bereichen für gesellschaftliche Interaktion und Gemeinsamkeiten. Hier können Persönlichkeiten reifen – und das sollte ein elementarer Bestandteil eines jeden Studiengangs sein.

Ansichten

Grundrisse

Schnitte

Impressionen

Struktur

Beteiligte Firmen

Architekt

Ospa Arquitetura e Urbanismo
Av. Osvaldo Aranha, 790/4ºandar
Porto Alegre – RS
Brasil

 

Bauherr & Nutzer

Berater

P790 Engenharias
STM Engenheiros Associados

Team

Carolina Souza Pinto, Lucas Obino, Cristiano Selbach Carneiro, Franco Miotto, Manoela Obino, Aline Taís Comiran, Ellen Renata Bernardi, Augusto Tumelero, Matheus Lorenzet

Beteiligte Firmen

Adresse

Universidade Federal de Ciências da Saúde de Porto Alegre
Sarmento Leite
245 – Centro Histórico
Porto Alegre – RS, 90050-170
Brasil

Illustrationen

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

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TSV Handorf

Großzügig

Das neue Vereinsheim des TSV Handorf

Jörgen Dreher Architektur

Programm

Der TSV Handorf baut eine neue Sportanlage im gleichnamigen Teil von Münster. Die Anlage besteht aus einem Naturrasenpielfeld mit Leichtathletiklaufbahnen, zwei Kunstrasenplätzen und mehreren Kleinspielfeldern. Das Herzstück der Anlage wird das großzügige und ausgesprochen vielseitige neue „Vereinsheim“, welches der Architekt Jörgen Dreher in enger Abstimmung mit dem Bauherren und dem Verein geplant hat.

Gebäude

Das Gebäude besteht eigentlich aus zwei Baukörpern, die durch den Sockel und vor allem das Dach zu einer Einheit werden. Unter diesem Dach entsteht ein zweigeschossiges, zum Spielfeld hin offenes Foyer, das die Planer „Agora“ nennen. Hier kann man sich mühelos viele verschiedene Veranstaltungsformen zwischen Aufstiegsfeier, Public Viewing und Stadtteilfest vorstellen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des L-förmigen Baukörpers entstehen das Vereinsheim und ein zuschaltbarer Multifunktionsraum für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen. Außerdem wird die Geschäftsstelle des TSN Handorf hier untergebracht – inklusive Archiv.

Der eher funktional ausgestattete Riegel beherbergt im Erdgeschoss die Räume für Trainer, Schiedsrichter, Platzwart und Erste Hilfe sowie – zu den Spielfeldern ausgerichtet – Garage, Sportgeräteraum, Lager und Technik.

Obergeschoss

Im Obergeschoss gibt es zwei weitere große Räume für Fitness- und Gymnastikkurse inklusive Empfang, Umkleiden, Duschen und einem Besprechungsraum für die Mannschaften. Dieses Programm ist für einen Verein mit fast 2.000 Mitgliedern durchaus angemessen, schließlich bietet der TSV Handorf neben Fußball, Basketball, Volleyball und Leichtathletik auch Judo, Karate, Gymnastik und Turnen. Dieses Engagement ist auch schon ausgezeichnet worden, zum Beispiel bei der Aktion „Sterne des Sports“. Dabei werden durch die Zusammenarbeit zwischen Kita und Verein schon Kinder für Sport und Bewegung gewonnen.

Im Funktionsriegel werden sechs Umkleideräume Platz finden. Kabinen im Obergeschoss sind aufgrund der potenziellen Verunreinigungen vor allem durch Fußballschuhe eher ungewöhnlich, aber wer weiß: Vielleicht zieht den Fußballern die Schönheit der Anlage ja buchstäblich die Schuhe aus…

Agora

Durch das große Dach und die damit verbundene Verlegung der Erschließungs- und Aufenthaltszonen nach draußen werden die Baukörpervolumina deutlich reduziert. Darüber schützt das Dach die Fassaden vor Witterungseinflüssen.

Die Agora war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt – und damit eine bedeutende gesellschaftliche Institution. Das neue Vereinsheim des TSV Handorf hat dank seiner enormen Vielseitigkeit und seines so wunderbar um das verbindende Foyer fließenden Grundrisses das Potenzial, genau diese Bedeutung zu erlangen. Und das nicht nur für den Verein, sondern für den gesamten Stadtteil.

Organisation

Illustrationen

Lageplan & Grundrisse

Schnitte

Beteiligte Firmen

Architect

Jörgen Dreher Architektur
Hittorfstraße 26
48149 Münster

Bauherr & Nutzer

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2020

Adresse

Hobbeltstraße
D – 48157 Münster

Illustrationen

Jörgen Dreher Architektur

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Video

Über uns

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  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
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  • Messe- und Kongressorganisation
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  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
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Streetmekka

Sport, Kultur & Industrie

Streetmekka in Viborg

Effekt

Alles kann

Streetmekka ist ein neues kulturelles Angebot für eine Vielzahl von selbst organisierten Sportarten wie Parkour, Skate, Bouldern, Basketball oder Trial. Das Projekt in der dänischen Stadt Viborg (40.000 Einwohner) bietet darüber hinaus eine Reihe von maßgeschneiderten Werkstattbereichen für Musikproduktion, DJ’ing, ein Animationsstudio, ein Fertigungslabor, Studios für Künstler sowie Holz- und Metallwerkstätten.

Sozialräume und informelle Begegnungsbereiche sind über das gesamte Gebäude verteilt und strategisch zwischen den Hauptfunktionen verwoben. Die Planer von Effekt gehen davon aus, dass die Nähe zu den vielfältigen Aktivitäten die Hemmschwelle für eine Teilnahme senkt.

Das Raster von Kathedralen

In dem ursprünglichen Gebäude wurden früher Windkraftanlagen produziert. Die Halle ist ein typisches Beispiel für Lager- oder Fabrikgebäude aus den späten 1960er und 70er Jahren, die in fast allen vorstädtischen Industriegebieten der westlichen Welt zu finden sind oder waren. Meist gebaut mit vorgefertigten Betonplatten oder Wellblech werden diese industriellen Zeitzeugen meist als wenig historisch, kulturell oder architektonisch wertvoll wahrgenommen.

EFFEKT, ein in Projekten für Sport und Freizeit erfahrenes Büro aus Kopenhagen, entschied sich für einen anderen Weg: Anstatt die alte Halle abzureißen, blieben Tragwerk und Teile der Gebäudehülle erhalten und wurden mit neuen Funktionen wieder aufgefüllt. Eine Entscheidung, die sich auch sehr positiv auf das Projektbudget auswirken sollte.

So uninteressant und grau das Äußere dieser Kisten auch erscheinen mag: Oft bieten sie einen beeindruckenden Innenraum von prächtiger Größe. Man findet an Kathedralen erinnernde Proportionen, die auf einem übersichtlichen Raster beruhen. Für EFFEKT war dieser riesige Raum der einzig wahre Wert des Gebäudes – und den wollten die Architekten nach außen hin sichtbar machen.

Neue Struktur, neue Identität

Zunächst wurden die Wände an den beiden Enden des Gebäudes entfernt. Die Verwaltung und die Werkstatträume wurden auf einer Längsseite untergebracht, der Skatebereich unter Beibehaltung der vorhandenen Raumstrukturen auf der anderen.

Neu ist neben der inneren Organisation auch die Gebäudehülle. Die beiden Glasfassaden lassen deutlich mehr Tageslicht einfallen und verbessern die Anbindung an die Außenräume und die Outdoor-Aktivitäten.

Brachliegende Industriestandorte wie diesen gibt es viele. Streetmekka kann ein gelungenes Beispiel für die Revitalisierung vieler anderer, zum Abriss stehender Gebäude werden. Gerade bei der Entwicklung neuer Stadtteile kann die Umwidmung solcher industrieller Erben sehr helfen, Identität aufzubauen.

Eine popkulturelle Mischung

Funktionales Ziel des neuen Streetmekka ist es, Räume und Flächen für sportliche, kulturelle und soziale Zwecke in einem komplexen Netzwerk zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, der steigenden Nachfrage nach selbstorganisiertem und individualisiertem Alternativen zum etablierten Vereinssport – und nach kulturellen Aktivitäten – gerecht zu werden. Die Mission des Betreibers GAME ist es, lokale Jugendliche anzuziehen und mit ihnen einen nachhaltigen sozialen Wandel zu schaffen. Die Mischung aus individuellen Sportarten und kulturellen Angeboten wird sehr helfen, sie zu integrieren und in ihrem zukünftigen Leben zu stärken.

Ziel der Architekten war es, ein offenes und einladendes Gebäude zu schaffen, das ein breites demografisches Publikum aus den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen, Geschlechtern, Altersgruppen und Interessen anspricht. Die Hemmschwelle zur aktiven Teilnahme sollte so niedrig wie möglich sein. Dies wurde durch ein transparentes Gebäude mit klarer Organisation erreicht. Streetmekka ist eine antielitäre, popkulturelle Mischung aus einer Sportstätte und einem Kulturhaus. Das Gebäude ist robust genug, 24 Stunden am Tag ohne Aufsicht für die Öffentlichkeit offen zu bleiben. Die Nutzer tragen die Verantwortung tragen und ergreifen die Initiative.

Synergie durch Überraschung

Das neue Streetmekka ist offen für alle und geeignet für alle. Es spielt keine Rolle, ob du teilnehmen, erschaffen, rumhängen oder beobachten willst – es gibt Raum für alles und für jeden. Die Koexistenz so vieler möglicher Aktivitäten unter einem Dach schafft jede Menge Synergien und neue soziale Beziehungen. Die Besucher werden neuen Arten von Aktivitäten geradezu ausgesetzt, von denen sie vielleicht gar nicht wussten, dass es sie gibt. Auch das fördert das zukünftige Engagement.

Die Labore und Werkstattbereiche ermöglichen es den Nutzern, die Anlage kontinuierlich weiterzuentwickeln und bei Bedarf neu zu konfigurieren. Streetmekka Viborg ist nicht statisch, weder programmatisch noch physisch. Es wird sich mit den Nutzern weiterentwickeln – sowohl kurzfristig (aufgrund der animierten Fassaden und der Straßenkunst) als auch langfristig (wenn neue Programme hinzugefügt und alte entfernt werden).

Straßenlandschaft

Das architektonische Konzept basiert auf der Idee einer Indoor-Straßenlandschaft. Streetmekka öffnet das introvertierte Industriegebäude und verwandelt den beeindruckenden Fabrikraum in eine nach außen offene, überdachte Straßenlandschaft.  Mit dem Streetscape-Konzept (dabei geht es um die sichtbaren Elemente im Straßenbild) werden die verschiedenen Funktionen definiert, organisiert und in Bezug zu spezifischen Anforderungen wie Tageslicht, Materialität und Temperatur gesetzt.

Das neue Volumen wurde mit einer lichtdurchlässigen Polycarbonathaut ummantelt. So entstand ein helles und einladendes Gebäude mit einer Fassade, die bei Bedarf als riesige Leinwand für die lokalen bildenden Künstler dient. Streetmekka unterscheidet sich damit deutlich von den umliegenden Industrieanlagen und kann und soll als Katalysator für das Stadtleben in der entstehenden Region wirken.

Die umgebende Landschaft mit Straßensportarten und kulturellen Angeboten wird zur natürlichen Erweiterung des Innenraums. Das alles befindet sich in einer erholsamen Grünanlage, die das Gelände über einen zukünftigen Fuß- und Radweg mit der Innenstadt verbindet.

Ein Drittel

Die Erhaltung der ursprünglichen Struktur und die Wiederverwendung und -verwertung von Materialien waren die Voraussetzung, um die Sanierung mit sehr geringem finanziellen Aufwand durchzuführen. Viele der ursprünglichen Einbauten wurden als Möbelelemente für die Parkour-Aktivitäten und Hangouts verwendet.

Die Endkosten des Gebäudes betragen etwa ein Drittel einer traditionellen Sporthalle. Ein Grund mehr…

PROJEKTDATEN

Architekt

EFFEKT
BLÅGÅRDSGADE 8 2 SAL
DK-2200 KØBENHAVN

Team

Luke Jouppi, Lars Pedersen, Jonathan Linde, Copenhagen Bouldering, Nørlum
BOGL landscape
Rambøll
Thomas Andersen A/S

Eröffnung

2018

Standort

GAME Streetmekka Viborg
Nellikevej 2
DK – 8800 Viborg

Luftbild

Danke, Google!

Fotograf

© EFFEKT / Rasmus Hjortshøj
Illustrationen: © EFFEKT

Autor

Effekt

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Sportpark Quzhou

Zwischen Erde und Mars

Der Sportpark Quzhou
MAD Architects

Es geht los

Im September 2018 war Grundsteinlegung für den von MAD Architects entworfenen Sportpark Quzhou, eine riesige Anlage voller organischer, landschaftsbezogener Architektur für Sport und Freizeit. Quzhou liegt im Westen der chinesischen Provinz Zhejiang.

Die beiden ersten Bauabschnitte mit einer Gesamtfläche von rund 340.000 m² umfassen ein Stadion für 30.000 Zuschauer, eine große Sporthalle mit 10.000 Plätzen, ein Schwimmhalle (2.000 Plätze), einen nationalen Sportkomplex, Freisportanlagen, ein Wissenschafts- und Technikmuseum, Hotelunterkünfte, ein Jugendzentrum und Einzelhandelsflächen.

Poesie und Shanshui

Der Entwurf von MAD bettet sämtliche Funktionen in natürliche, vorhandene Formen und schafft eine poetische Landschaft im Zentrum der Stadt – irgendwo zwischen Erde und Mars.

Die Architekten träumen nicht nur davon, einen urbanen Raum voller Sport und Ökologie zu schaffen, sondern auch eine kunstvolle Landschaft entstehen zu lassen, die eine Beziehung zwischen der Geschichte der Stadt und dem traditionellen Shanshui (das ist eine Art der Landschaftsmalerei) herstellt.

Quzhou

Quzhou ist eine Stadt mit einer jahrtausendealten Geschichte, mit Kultur und philosophischer Identität – und mit einer wunderschönen Landschaft, deren üppiger Wald mehr als 70% des Gebiets bedeckt. Quzhou hat 422.000 Einwohner, im Umfeld leben 2,16 Millionen Menschen auf einer Fläche 8.836 km²,

Die kulturelle Geschichte und die beeindruckende Natur sind der Ausgangspunkt des Entwurfs. MAD stellen sich eine surreale und ruhige Kunstlandschaft im modernen Quzhou vor. Auftauchend wie eine Fata Morgana, soll der Sportpark Quzhou  zu einem Ort spiritueller Gemeinsamkeit für die Zukunft der Stadt zu werden.

Bewegen, Klettern, Versinken

Das Gelände des Sportparks Quzhou wird von einem dichten Wald mit hohen Bäumen umgeben, der das unbewohnte Land von der Stadt trennt. Beim Betreten des Geländes öffnet sich der Blick plötzlich auf weite Horizonte und den hellen Himmel. Gleichzeitig erscheint der Komplex wie eine Marslandschaft, geheimnisvoll und illusorisch.

Die gesamte Umgebung bietet fast endlose Weiten, Hügel und Täler. Besucher und Spaziergänger können den Park auf vielfältige Weise erleben und nutzen. Sie können spazieren, sich treiben lassen, klettern oder das Gelände durchqueren. Mitten im Park befindet sich ein See, der als versunkener Garten konzipiert ist.

Ein Erdstadion

Das Stadion ähnelt einem Krater. Es wird tief ins Gelände eingegraben – ein Erdstadion also. Ein leichtes, schwebendes Dach soll (so die Architekten) das Stadion wie ein „Heiligenschein“ krönen, der wie eine helle Wolke sanft über dem Boden schwebt.

Die Nähe zur Erde lassen Stadion und Dach greifbar erscheinen. Die angrenzenden sanften „Hügel“ auf der nordöstlichen Seite fassen die große Sporthalle, das Hallenbad und ein Trainingszentrum. In den höher liegenden Bereichen sind öffentliche Räume und natürliche Landschaften vorgesehen, die die Menschen zu Besinnlichkeit und Verweilen anregen sollen: Kontemplation als Gestaltungsprinzip.

So geht Park

Die Architektur und Formensprache im Sportpark Quzhou löst sich deutlich von der traditionellen Sportarchitektur. Werden üblicherweise Struktur und Tragwerk vorgezeigt, sind die Sportbauten hier deutlich intrinsisch und subtil organisiert.

Gleichzeitig sind Innen- wie Außenraum der Anlagen sehr stark mit der Natur verbunden. Zum Teil sind sie gar so stark in die Landschaft „eingebaut“, dass sie von außen kaum wahrnehmbar sind.

Die Wege zwischen den Bergen und am See längs schlängeln sich über und durch die Architektur, niemand wird von den Bauten für Sport und Freizeit erdrückt. Besucher werden ermuntert, den Park nicht nur zu Veranstaltungen zu nutzen.

Der menschliche Maßstab

Die Gipfel und Hänge mehrerer der Hügel sind mit Plattformen oder „Oberlichtern“ ausgestattet, die natürliches Licht eindringen lassen und für eine natürliche Belüftung der Gebäude sorgen.

Die Außenbereiche sind mit Grün bedeckt, das so energiesparend wie zugänglich ist. Sie laden die Besucher und Spaziergänger ein, den Berg zu besteigen, die Wege zu gehen und „eine engere physische und emotionale Verbindung mit Himmel und Erde“ herzustellen.

Der Sportpark Quzhou verlässt das traditionelle Modell der konventionellen Stadtentwicklung durch große, eckige Landmarken. Unter Bezug vor allem auf die vorhandene Landschaft soll ein einzigartiger urbaner Raum entstehen, der dem hier geltenden spirituellen Verständnis von Mensch, Natur und urbaner Kultur entspricht.

Geist und Gemüt

In früheren Zeiten führten die Olympischen Spiele den Slogan „schneller, höher, weiter“. Dies galt weitgehend auch für die rasante Stadtentwicklung im vergangenen Jahrhundert.

Der Sportpark Quzhou geht andere Wege, die Vorbild werden könnten – wenn es gelingt, den Charakter des beeindruckenden Entwurfs auch in der nun begonnenen Realisierung beizubehalten.

Ma Yansong (MAD) hat das so erläutert: „In der Beziehung zwischen Mensch und Natur geht es nicht nur um Ökologie und Nachhaltigkeit, sondern auch um Geist und Gemüt. Das sind die Kultur und die Philosophie, die es in der Geschichte dieses Landes schon lange gibt und die bei der Entwicklung unserer zukünftigen Städte angewendet werden muss.“

PROJEKTDATEN

Architekt

MAD Architects
8F, Tower A, NO. 107
North Dongsi Street, Dongcheng District
CN – Beijing 100007

Partner:
MA Yansong, DANG Qun, Yosuke Hayano
LIU Huiying, Kin Li, FU Changrui

Design Team:
XU Chen, LI Guangchong, Iting Lien, LI Cunhao, LIU Hailun, LI Hui, MA Yin, Kyung Eun Na, Alessandro Fisalli, KANG Wenzhao, Thoufeeq Ahmed, ZHOU Haimeng, Neeraj Mahajan, ZHANG Yufei

Bauherr

Quzhou West District Development Committee

Beteiligte Firmen

Executive Architect:
CCDI Group
Landscape Architect:
PWP Landscape Architecture
Structural Engineer:
Schlaich Bergermann Partner
MEP Engineer:
SC Consultants Limited
Façade Consultant:
RFR Asia
Lighting Consultant:
Ning’s Field Lighting Design
Animation Support:
SAN

Autor

Johannes Bühlbecker
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Eröffnung

2021

ILLUSTRATIONEN

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Es Puig d’en Valls

Let the sun shine in

Sportzentrum Es Puig d'en Valls

OMCEA Arquitectura

Eigentlich

Eigentlich sollten nur die beiden Hartplätze des Sportzentrums Es Puig d’en Valls auf Ibiza überdacht werden, um die Sportler vor der manchmal zu großen Hitze auf der Insel zu schützen. Außerdem sollte die Erschließung und Wegeführung der Gesamtanlage neu gestaltet werden. Dazu gehören neben der neuen Halle auch ein Großspielfeld und eine Tennisanlage.

Während der Realisierung erhielt MCEA Arquitectura den Auftrag, neben der bloßen Überdachung auch eine Hülle zu entwickeln, um die ganzjährige Nutzbarkeit der beiden Plätze sicher zu stellen. Die Architekten wollten keine geschlossene Halle bauen, sondern die klimatischen Vorteile der Insel so weit wie möglich nutzen. Das Hauptziel des Entwurfs war es daher, Innen- und Außenraum zu verschmelzen und gleichzeitig den Charakter der Sportanlage zu bewahren.

Die Sonne Ibizas

Bei der Arbeit an der Überdachung der Außenplätze von Es Puig d’en Valls entdeckten die Architekten die Kraft und Intensität der Farben und Schattierungen, welche die Sonne vom Aufgang bis zum Untergang auf das Gebäude projiziert. Diese Qualität wollten MCEA Arquitectura auf keinen Fall verlieren. Die Sonne Ibizas sollte erlebbar bleiben, ohne allerdings den Sport weiterhin zu behindern. Eine Mischform zwischen offener und geschlossener Fassade sollte her.

Die Plätze wurden und werden vor allem für Basketball und Handball benutzt, die hier beheimaten Teams sollten natürlich nicht verprellt werden.

Sechs Fassaden

Um den Lauf der balearischen Sonne und die daraus resultierende permanente Veränderung zwischen Innen und Außen angemessen darzustellen, arbeitete MCEA Arquitectura für Es Puig d’en Valls mit sämtlichen Oberflächen des Gebäudes.

Die vier Außenwände werden durch die Kombination von geschlossenen, weiß verputzten Flächen und offenen Ziegel-Gittersteinen charakterisiert. Sie garantieren das eigentliche Spektakel, denn sie lassen nicht nur das wandernde Licht, sondern auch das Wetter hinein.

Das Sheddach wurde mit gewelltem Aluminium gedeckt, welches das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig lassen die Öffnungen Licht einfallen.

Wird das Dach gerne mal als fünfte Fassade eines Gebäudes bezeichnet, so ist der Fußboden hier die sechste. Die Spielfelder wurden in dem Blau gestaltet, das in der balearischen Landschaft so vielfältig vorhanden ist.

Vier Himmelsrichtungen

Der Hauptzugang liegt im Süden. Nach Westen orientiert sich die Halle an einer horizontalen Mauer, die einen an das Grundstück grenzenden Bach fasst. Diese klare Kante setzt sich in der Nordfassade fort. Im Osten und im Westen wird die Linearität aufgebrochen: Hier werden die Fassaden durch klar definierte, zum Teil offene und zum Teil geschlossene Felder bestimmt.

Die Ziegelfassade schützt nicht nur vor Regen. Mit ihrem Öffnungsanteil von satten 43% lässt sie auch viel Licht und Luft in die Halle. Die Oberlichter im Sheddach sorgen für zusätzliches, blendfreies Licht.

Eine enge Beziehung

Das Sportzentrum Es Puig d’en Valls bietet viele ungewöhnliche Ideen für eine eigentlich profane Bauaufgabe. Die enge Beziehung zwischen Innen und Außen ermöglicht die optimale Nutzung der klimatischen Bedingungen. Das System der natürlichen Belüftung und Beleuchtung führt darüber hinaus zu einem Energieverbrauch, der nahe Null liegt.

Das wechselnde Licht und die Komposition aus transparenten Fassadenflächen und geschlossenem Mauerwerk geben dem an sich großen und strengen Baukörper eine geradezu heitere Dynamik – keine schlechten Eigenschaften für eine Sporthalle, schon mal gar nicht auf so einer schönen Insel.

PROJEKTDATEN

Architekt

MCEA | Arquitectura
Avda. Teniente Montesinos, 8, Bajo. 30100
Murcia
Spanien

Bauherr

Kommune Es Puig d’en Valls

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Es Puig D’en Valls.
Santa Eulària des Riu
Ibiza
Spanien

Luftbild

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Eröffnung

2017

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotograf

David Frutos
Fotografía de Arquitectura

FOTOS

PLÄNE

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About

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Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
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Subi Surf Park

What a wonderful world this would be

Der Subi Surf Park in Perth

Geschichte

Der Subi Surf Park ist ein ausgesucht phantasievolles Konzept zur zukünftigen Nutzung eines Geländes im australischen Subiaco, auf dem momentan (noch) das vormals wichtigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – steht. Die Schließung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen. Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Vielfalt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitzplätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des australischen Footballs. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Football Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offiziell eröffnet wurde.

Entwurf

Der Gemeinderat von Subiaco nahm die bevorstehende Schließung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansässigen Architekten von MJA Studio antworteten mit einem Konzept, das sich auf die Prinzipien der Inklusion, der Nutzung öffentlicher Räume, der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, der Erholung und der Nachhaltigkeit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorgehensweise vor:

  • Das Stadion wird abgerissen, der Beton zur Wiederverwendung zerkleinert.
  • Das Stadionoval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasserfläche wird öffentlicher Freiraum geschaffen.
  • Das Gelände wird modelliert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topographie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Marktplatz, Gastronomie und eine Football Hall of Fame entsteht öffentliches Leben.
  • 220 Doppelappartements rahmen die Wasserfläche und den öffentlichen Raum.
  • Zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen wird eine axiale Verbindung geschaffen. Diese Achse wird mit Terrassenhäusern und zusätzlichen öffentlichen Plätzen und Veranstaltungsflächen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasserfläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subi Surf Park bietet große Qualität an künstlichen Wellen und ein authentisches Surferlebnis für neue und routinierte Surfer aller Altersgruppen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasserbedarf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist. Auf den Dächern der neuen Apartments entsteht eine 12.800 m² große Erweiterung des Parks, der Boundary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. Dieser neue öffentliche Park ist als passiver und aktiver Erholungsraum sowie als temporärer Veranstaltungsraum konzipiert und bietet überdies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Landschaft. Dieser Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions, aber ihre Verjüngung reduziert die Verschattung der südlichen Nachbarn um 25%.

Alles da

Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie die natürlichen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maximale Nutzung der Sonne und natürliche Querlüftung. Jedes Apartment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffentlichen Freiraum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abgeschiedenheit frei wählen kann. Die Markthalle bietet ein dauerhaftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffentlichen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist. An den Wochenenden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Marktplatz erweitert werden. Hier sollen vor allem lokale Kleinunternehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des australischen Footballs schließlich wird  durch Kunstinstallationen, Augmented Reality-Angebote und ein neues Zuhause für die WA Football Hall of Fame gebührend berücksichtigt. Subi Surf Park ist ein brillantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Interessensgruppen im Jahr 2015 vorgelegt hat. Leider steht die Umsetzung in den Sternen.

Projektdaten

Architekt

MJA studio Suite 6 / 23 Railway Road, Subiaco 6008 Western Australia

Adresse

Subiaco Rd, Subiaco WA 6008 Australien

Luftbild

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Autor

MJA studio Johannes Bühlbecker More Sports Media

Pläne

Ecole Européenne de Strasbourg

Sport für ganz Europa

Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg

Straßburg

Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Also arbeiten viele europäische und internationale Beamte in der Stadt, für die bzw. deren Kinder ein angemessenes Bildungsangebot vorhanden sein muss. Das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg und natürlich die Schule selbst entsprechen diesem Wunsch nach einer internationalen Schule. Das Bildungsmodell der Schule, das auf einem multikulturellen Ansatz, der breiten Verwendung verschiedener Sprachen und der Betonung der Autonomie der Kinder sowie der Einbeziehung der Eltern beruht, umfasst Angebote für eine komplette Schullaufbahn vom Kindergarten bis zum europäischen Abitur.

Robertsau

Die Schule und das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg befinden sich im grünen Viertel der Robertsau, in der Nähe der europäischen und internationalen Institutionen. Fast 1.000 Kinder und Jugendliche gehen hier zur Schule. In diesem Umfeld beschloss die Stadt Straßburg die Errichtung eines offenes Sportzentrums, das den Bedürfnissen der Schüler und denen der Anwohner gerecht wird. Das Programm sah die Schaffung einer vielseitigen Sporthalle sowie einer Mehrzweckhalle vor, in der auch nichtsportliche Veranstaltungen stattfinden können.

Architekt

Dominique Coulon & associés
13 rue de la Tour des Pêcheurs 
67000 Strasbourg
Frankreich

Team

Dominique Coulon, Benjamin Rocchi
Thibaut Muller, Fanny Liénart, David Romero-Uzeda

Autor

Dominique Coulon & associés

Bauherr

Ville de Strasbourg

Baukosten

4.300.000 €

Eröffnung

2017

Luftbild

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Adresse

9 rue Peter Schwarber
67000 Strasbourg
Frankreich

Fotograf

Eugeni Pons, David Romero-Uzeda
Grundrisse

Baukörper

Über die eigentlichen architektonischen und funktionalen Qualitäten des Gebäudes hinaus stellen die bauliche Form und Organisation des Sportzentrums der Ecole Européenne de Strasbourg den Dialog mit der Europäischen Schule her. Die Volumina der beiden Hallen sind voneinander getrennt und schräg zueinander angeordnet. Dies bringt die größere Halle in eine ideale Position: rechtwinklig zur Straße, am nördlichen Rand des Geländes, minimiert ihre Lage die Auswirkungen des Gebäudes auf ihre Umgebung

Eingang

Die Eingangshalle ist transparent und ermöglicht den Blick vom Vorplatz durch das Gebäude in den Wald auf der anderen Seite des Geländes. Die Funktionsbereiche beider Hallen bilden eine Art Krone, deren einzelne Bereiche wie Umkleidekabinen, Lagerflächen und Personalbereiche die beiden Säle umgeben und dabei Ausblicke sowohl nach außen als auch untereinander ermöglichen.

Fotos

Materialien

Beim Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg wurde sorgfältig mit langlebigen Materialien gearbeitet: Sichtbeton, verzinkter Stahl, Glas und Linoleum. Die Multisporthalle spielt mit den Grautönen dieser Materialien.

Licht

Das Gebäude ist Nord-Süd orientiert, die besten Voraussetzung für die Versorgung mit natürlichem Licht. Große Polycarbonatflächen erzeugen und verteilen sanftes, gleichmäßiges Licht in der gesamten Halle, ohne Blendungen in Kauf nehmen zu müssen. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Akustik gelegt: Bis etwa Augenhöhe wurden die Wände mit perforierten, farbigen MDF-Platten verkleidet. Die gesamte Decke wurde behandelt. Die zwischen den Balken platzierten Duckboard-Paneele aus verzinktem Stahl bilden eine Zwischendecke: Die technischen Elemente sind geschützt, während die Lampen die Halle beleuchten können.

Die Wärme der Eiche

Die quadratische Mehrzweckhalle ist so konzipiert, dass sie sich vom Rest des Gebäudes abhebt. Der lackierte Eichenparkettboden im Schachbrettmuster wölbt sich an der Wand nach oben, der obere Teil der Wände wurde mit Akustikputz beflockt. Die Kassettendecke wiederholt das Schachbrettmuster des Fußbodens. Die gesamte doppelte Höhe der Halle ist dunkelgrün gefärbt, was die Wärme der Eiche verstärkt.

Variationen von Grau

Je nach Lichteinfall variieren die Grau-Variationen des Projekts von milchig und rau bis transparent und reflektierend: Die Wahrnehmung verändert sich im Laufe des Tages und stellt einen wertvollen Dialog mit der Natur her. Pflanzen und die Qualität des Lichts verleihen den Räumen eine kostbare Eleganz, die das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg nicht nur in Bezug auf die Sportflächen, sondern gerade auch auf die Neben- und Aufenthaltsbereiche außergewöhnlich machen.

Jugendherberge Bayreuth

Ein Hostel für die Generation Y

Jugendherberge Bayreuth

Alles neu

Der Neubau der Jugendherberge Bayreuth setzt neue Maßstäbe für eine zeitgemäße, funktionale und gestalterisch anspruchsvolle Neuinterpretation einer Jugendherberge. Neue Zielgruppen und Bedürfnisse waren der Anstoß zur Entwicklung architektonischer Kriterien. Dazu gehören innovative räumliche Konfigurationen, Nachhaltigkeit in funktionalen, baulichen und sozialen Ebenen und die Möglichkeit sportliche Angebote direkt mit dem Bauwerk verschmelzen zu lassen. 

Gen Y

Als Grundform für das 180 Betten-Haus wählten die Planer ein „Y“, wodurch die dazwischenliegenden Bereiche, bestehend aus Grünzonen zum Verweilen und Freiflächen für Sportaktivitäten mit dem Baukörper verwoben werden. Das zentrale Atrium dient dabei als Drehscheibe für (digitale) Unterhaltung, Interaktion und Kommunikation ganz nach dem Motto des Jugendherbergswerks: „Gemeinschaft erleben“. Das über dem Foyer gelegene Oberlicht bringt Tageslicht in die Lounge, die wiederum entlang der Sitzstufen die Geschoßebenen miteinander verbindet, während horizontale und diagonale Sichtbeziehungen den Besucher durch das Gebäude leiten. Im Obergeschoss befinden sich neben dem Seminarbereich Event- und Familienzimmer sowie Terrassenflächen. Diese lassen einen direkten Zugang zu den Grün- und Sportflächen der Erdgeschosszone zu.

Architekt

LAVA Berlin Saarbrücker Strasse 24 – Haus D 10405 Berlin Deutschland

Bauherr

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e.V. Mauerkircherstr. 5 81679 München Deutschland

Team

Tobias Wallisser, Alexander Rieck, Chris Bosse Julian Fahrenkamp (Projektleitung), Angelika Hermann, Jan Kozerski, Mikolay Scibisz, Nicola Schunter, Paula Gonzalez, Güley Alagöz, Elise Elsacker, Myung Lee, Yuan Ma, Sebastian Schott, Stephan Albrecht, Stefanie Pesel
mit Wenzel+Wenzel, Frankfurt Matias Wenzel, Sven Becker, Thilo von Wintzingerode, Erik Muth

Luftbild

Danke, Google!

Adresse

Universitätsstraße 28 95447 Bayreuth Deutschland

Autor

LAVA

Fotograf

Häfeler/Fotostudio Huber
DJH/Robert Pupeter

Eröffnung

2017

Baukosten

10.500.000 €
Grundrisse
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3 x I

Das neue Gebäude ist ein Zeichen für die Erneuerung der Jugendherbergen und ihre Attraktivität. Das Konzept wird durch drei „I“s gekennzeichnet: Internationalität, Integration und Innovation.

International Die Jugendherberge Bayreuth ist eine Europajugendherberge mit Sportprofil. Die Gestaltung nimmt Einflüsse des Ortes auf und kombiniert sie mit modernen Gestaltungselementen. Innen und außen werden als Gesamterlebnis gedacht: Teile des Gebäudes werden zu Tribünen für das Geschehen auf den Sportanlagen im Außenraum, verschiedene Nutzungen können sowohl innen als auch außen stattfinden.

Integrativ Besonderes Augenmerk lag auf der möglichen Nutzung durch Menschen mit Beeinträchtigungen. Die neue Jugendherberge Bayreuth ist der Prototyp eines behindertenfreundlichen Gebäudes. Entsprechend sind 14 Zimmer im Erdgeschoss rollstuhlfreundlich mit ebenerdigen Duschen, unterfahrbaren Waschbecken, erhöhtem Platzangebot und technischen Hilfsmitteln ausgestattet. Türen, Terrassen, Sport- und Parkplätze sind schwellenlos ausgebildet und mit entsprechenden Leitsystemen gestaltet. Das Prinzip der Inklusion kommt auch im Personalkonzept der Jugendherberge Bayreuth zum Tragen: Ungefähr ein Drittel Mitarbeiter leben mit Beeinträchtigungen.

Innovativ Das meint eine neue räumliche Konfiguration des Gesamtgebäudes und der Zimmermodule, den Materialeinsatz und die Gestaltung. Die hybride Holzkonstruktion in Kombination mit Massivbauweise ermöglicht die Nutzung lokaler Materialien und Techniken und kompensiert teilweise den Abbruch des Altbaus.

Integration in die Landschaft

Das neue Gebäude für die Jugendherberge Bayreuth liegt in einer landschaftlich geprägten Situation zwischen Universität und Freibad. Der Baukörper reagiert darauf, indem er den Außenraum gliedert und zoniert. Ausgehend von einem zentralen Atrium entwickeln sich einzelne zweigeschossige Funktionsbereiche sternförmig in das Gelände hinaus. Die 30 m langen Zimmerflügel richten sich jeweils nach Nord und Süd aus. Zwischen den Gebäudeteilen finden sich die zugehörigen Funktionen wie ein Sportfeld, Abenteuerspielplatz und Vegetationszonen. Die niedrige Gebäudehöhe erleichtert die topographische Integration und wirkt damit der städtebaulichen Dominanz eines mehrgeschossigen Gebäudes auf dem großflächigen, grünen Grundstück entgegen. Das Obergeschoss jedes Flügels ist über einen Außenbereich mit Treppe an die Landschaftsebene angeschlossen und verzahnt sich damit noch besser.

Fotos

Stedelijk Lyceum Topsport

Elite macht Schule

Stedelijk Lyceum Topsport in Antwerpen

Situation

Das Stedelijk Lyceum Topsport (Topsportschool) in Antwerpen ist eine Eliteschule für junge Sportler, die weitere Nutzungsformen für Normalbürger und -schüler zulässt.

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist durchdrungen von unerwarteten Innenansichten, reflektierenden Oberflächen und voyeuristischen Räumen. Das Gebäude verrät seinen Zweck nicht, es steht einfach so da auf diesem merkwürdigen Gelände – einer verlassenen Militärfestung, die mit Grün bewachsen ist. Aus dem Erdreich wächst ein geneigter Betonsockel hervor, in sich geschlossen und kaum etwas enthüllend. Auf diesem festen Boden schwebt eine scharfkantige, verspiegelte Glasfläche, die die Szenerie reflektiert. Es scheint, als befänden sich der zu großen Teilen geschlossene Sockel und die Glasfassade zunächst in einer paradoxen Konfrontation. Compagnie O Architects bringen verschiedene Nutzungen und Gestaltungen in einem Gebäude zusammen – und erzeugen Spannung.

Erdgeschoss

Die Sporthallen bilden das räumliche Zentrum des Stedelijk Lyceum Topsport. Sie befinden sich im Erdgeschoss. Eine große Halle für mehrere Sportarten steht neben einer speziellen Halle für die Kampfsportarten Judo und Taekwondo. Zwischen diesen beiden Turnhallen befinden sich begleitende Einrichtungen wie Umkleidekabinen und Duschen. In dieser Zone konzentriert sich der Sportler auf seine Leistung, auch daher wirken die Innenräume ziemlich introvertiert. Äußere Einflüsse werden ausgeschlossen oder nur sehr kontrolliert und temperiert zugelassen. Die Wände sind leicht geneigt. Es gibt keine Störung. Auf dieser Ebene, auf der Seite des Platzes, befindet sich der öffentliche Haupteingang des Gebäudes.

Die Grundrisse

Ebene O
Ebene 1
Ebene 2

Mittlere Ebene

Im Zwischengeschoss befinden sich der Krafttrainingsraum und die Kantine nebeneinander. Diese Räume bilden das gemeinschaftliche Lebenszentrum der Schulgemeinschaft. Im Gegensatz zu den eher introvertierten Trainingshallen bietet diese Ebene einen großzügigen Blick auf die Umgebung. Hier befindet sich der privatere Eingang der Schule.  

Obergeschoss

Die obere Ebene ist für schulische Aktivitäten reserviert. Sie erhebt sich buchstäblich über die Sportfelder, den Platz und die weitere Umgebung. Es gibt keine Masse mehr, nur noch eine Plattform, eine Drehscheibe oder ein Panoptikum des Wissens und Lernens. Eine Schule mit einem Rundweg und einer Terrasse zur zentralen Dekompression. Die Schulbasis wird durch die Struktur (Fachwerkträger, die der großen Spannweite der Haupthalle gerecht werden) und das Verhältnis bestimmt. Eigentlich könnten diese Ebene auch die Lobby eines Unternehmens oder ein Planungsbüro beherbergen und nicht eine pastellfarbene, kinderfreundliche Nachbarschaftsschule.

Materialisierung

Im Sockelgeschoss sind die Außenwände geneigt. Abweichend von der offensichtlichen militärischen Konnotation verleiht diese Neigung dem Stedelijk Lyceum Topsport eine eigene, autonome Erscheinung. Es reagiert auf die Hangneigung des Geländes und bezieht auf diese Weise die Topographie des Geländes in die Architektur ein. Die Betonoberfläche des Sockels soll dabei nach dem Willen der Architekten eine eigene Patina entwickeln. Die Fassade des oberen Teils der Schule, wurde perimetrisch mit reflektierenden Materialien realisiert. Durch die verschiedenen Glasflächen werden die Spiegelungen und Reflektionen abwechslungsreicher. Manche Teile reflektieren zu 100 Prozent, manche teilweise, manche gewähren gar Einblicke.

Architekt

Compagnie-O architecten Korenmarkt 8 b201 B-9000 Gent Belgien

Bauherr

AG Vespa AG SO Antwerpen – Kultur, Sport und Jugend

Autor

Compagnie-O architects

Fotograf

© Tim Van De Velde

Adresse

Fort VI, Wilrijk / Antwerp Edegemsesteenweg 100 BE-2610 Antwerp (Wilrijk) Belgien

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016

Kosten

9.000.000 €

Gebäudetechnik

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist ein Passivhaus, d.h. der Heizenergiebedarf ist auf 14,17 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt. Der Gesamtenergieeinsatz beträgt maximal 60 kWh pro Quadratmeter behandelter Fläche und Jahr. Thermische Behaglichkeit ist sowohl im Winter als auch im Sommer gegeben, wobei nicht mehr als 10% der Stunden im Jahr über 25°C liegen. Das gesamte Gebäude wird mit dem Passivhaus-Planungspaket (PHPP) geplant, optimiert und verifiziert. Alle genannten Kriterien werden durch intelligente Planung und Umsetzung von fünf Passivhausprinzipien erreicht: wärmebrückenfreie Planung, hochwertige Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, hochwertige Wärmedämmung und luftdichte Bauweise.

Die Bilder

Ku.Be

Come together!

Ku.Be Haus der Kultur und Bewegung in Kopenhagen

Eine neue Typologie

Das 3.200 m² große Ku.Be House of Culture in Movement ist das neue Zentrum der Gemeinde Frederiksberg und ein spektakuläres Ausflugsziel für den Großraum Kopenhagen. Ku.Be, so der Plan der Planer, wird von den Menschen in Besitz genommen, das Programm wird entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer weiterentwickelt. Der Planungsauftrag lautete: Schafft ein Gebäude, das die Menschen zusammenbringt und die Lebensqualität verbessert. Als Antwort schufen MVRDV und ADEPT eine neue Gebäudetypologie, die Theater, Sport und Lernen in einem gemeinsamen Raum, an einem Ort zusammenbringt. Hier werden Körper und Geist aktiviert und gefördert, genauso wie ein gesünderes Leben für alle, unabhängig von Alter, Fähigkeit oder Interesse. Hier entstehen Verbindungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht miteinander verbinden würden.

Der Mut zum Unerwarteten

Die sechs Volumen und Bereiche, aus denen sich Ku.Be zusammensetzt, wurden mit einer sehr eigenen und einzigartigen Farb- und Materialkombination versehen, die sie innerhalb des Gebäudes klar definiert und die Zuordnung erleichtert. Von außen werden diese Formen in der fragmentierten Ziegelfassade angedeutet. „Wir haben Ku.Be entworfen, um das Unerwartete zu fördern“, erklärt uns der MVRDV-Mitbegründer Jacob van Rijs. Größere Bereiche eignen sich für Aufführungen oder öffentliche Versammlungen, kleinere für Ausstellungen oder Diskussionsveranstaltungen. Die schnellen Räume eignen sich perfekt für Tanz oder Parkour, und Zen-Räume bieten den Kontrast von Yoga oder Meditation. Der wirkliche Spaß aber findet zwischen diesen Volumina statt – nämlich in den Räumen und Bereichen, deren Nutzung wir ausdrücklich als völlig benutzerdefiniert vorgesehen haben.“

Architekt

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
ADEPT
Struenseegade 15A, 4.
DK-2200 Copenhagen N
Landschaftsarchitekten
SLA
Njalsgade 17B
Pakhus 2, 3.sal
DK 2300 København

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries Fokke Moerel, Mette Rasmussen, Julius Kirchert, Klaas Hofman, Francisco Pomares, Armor Gutierrez Rivas, Buster Christensen, Attilio Ranieri, Chris Green, Kate van Heusen, Henryk Struski, Emanuela Gioffreda, Raymond van den Broek, Sanne van der Burgh, Karl Johan Nyquist, Maria Lopez, Kasper Albrektsen

Bewegung

Der Weg durch das Gebäude zielt darauf ab, alternative Bewegungsformen zu entwickeln und zu fördern. Das Labyrinth lässt Menschen auf Händen und Knien durch ein dreidimensionales Netz von Kuben von der zweiten in die dritte Etage klettern. Oder sie nehmen die Mausefalle, ein vertikales Labyrinth. Das ist ein Netz, das sich über mehrere Etagen erstreckt und es dem Nutzer ermöglicht, im Bereich der Lufträume auch größere Höhen zu „erklettern“. Rutschen und Feuerwehrstangen bieten dagegen eine schnelle Möglichkeit, wieder nach unten zu gelangen. „In Ku.Be haben wir versucht, die gewöhnliche Erfahrung eines Gebäudes auf den Kopf zu stellen“, erklärt uns ADEPT-Mitbegründer Martin Krogh. „Was sonst eine einfache, gedankenlose Reise durch das Gebäude wäre, wird zur Erforschung und Entdeckung von Bewegung. Hier sind Sie es, der die Route bestimmt, ganz wie Sie wollen: Klettern, Rutschen, Kriechen, Springen…“ Um allen Fähigkeiten und Altersgruppen gerecht zu werden, werden sowohl einfache als auch anspruchsvollere Fortbewegungsarten angeboten. Auch dabei werden die visuellen Verbindungen durch das Ku.Be aufrecht erhalten.

FOTOS

Urbane Gärten

Die urbane Flächengestaltung im Außenbereich schafft eine Verbindung zwischen Ku.Be und dem städtischen Raum. Das ist wichtig, um die acht verschiedenen Volumina und die darin stattfindenden Aktivitäten auch außen erlebbar zu machen. Die abwechslungsreiche Landschaft besteht aus wechselnden Klängen, Lichtern und Düften, das sich nahtlos in einen Hügel mit integrierten Rutschen einfügt. Sie reicht bis in die Gärten hinein und endet in einem Amphitheater im Freien. Ku.Be, das Haus der Kultur und Bewegung, erweitert die städtische Landschaft und das kulturelle wie sportliche Angebot der Kommune Frederiksberg und ihrer 12.000 Einwohner in einem solchen Ausmaß, dass es die weitere Entwicklung des Quartiers buchstäblich in Gang setzt.

Adresse

Ku.Be Dirch Passers Allé 4 DK 2000 Frederiksberg

Luftbild

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Eröffnung

2016
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
Grundriss Ebene 3

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