Pumptrack Wals-Siezenheim

Pumptrack statt PlayStation

Der Pumptrack Wals-Siezenheim

Schneestern

1 Mio. Runden auf dem größten Pumptrack Österreichs

Der Asphalt Pumptrack Wals-Siezenheim ist der größte in ganz Österreich. Er liegt verkehrstechnisch günstig direkt am Autobahnsee in Viehhausen. Auf einer Fläche von 900 m² bietet die Anlage zwei gespiegelte Strecken und eine Jumpline.

Seit dem Juni 2017 drehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene hier Runde um Runde, genauer: mehr als eine Million Runden innerhalb von nur zwei Jahren! Das entspricht 3,66 Erdumrundungen oder 146.000 km Fahrstrecke.

Für eine Millionen Runden auf dem Pumptrack Wals-Siezenheim benötigt man ungefähr 7.300 Stunden oder mehr als 300 Tage. Es lohnt sich also nach wie vor, Alternativen zu Handys und PlayStation zu schaffen.

Frischluft statt Konsole

Doch was genau ist ein Pumptrack und was macht ihn so beliebt? Der Pumptrack Wals-Siezenheim ist eine multifunktionale Anlage, die aus Wellenbahnen und kleinen Anliegerkurven besteht. Die Bahn kann mit nahezu jedem Rollsportgerät befahren werden: mit Laufrädern, Bikes, Skateboards oder Scooter.

Planung und Bau trugen dem Trend zum Individualsport Rechnung. Der Pumptrack Wals-Siezenheim zog innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzer an – die Frischluftalternative zu Handy und Spielekonsole.

Pump up Wals-Siezenheim

Durch die Auf- und Ab-Bewegungen des Körpers, das sogenannten Pumpen (engl. „to pump“) wird risikofrei Geschwindigkeit generiert. Pumptracks werden daher als wenig gefährliche Sportanlagen eingestuft. Weitere Vorteile: Anlagen wie der Pumptrack Wals-Siezenheim sind nahezu wartungsfrei, unempfindlich gegen Vandalismus und produzieren einen nur niedrigen Lärmpegel.

Diese vielen guten Gründe haben die Gemeinde Wals-Siezenheim im Jahr 2017 dazu bewegt, eine Art Vorreiterrolle zu übernehmen. Gemeinsam mit Schneestern, einem deutschen Anbieter von Action Sport-Anlagen (fast) aller Art, entschied sie sich, den größten Asphalt Pumptrack in Österreich zu bauen.

Dank des kreativen Streckendesigns zweier gespiegelter Kurse bietet der Pumptrack Wals-Siezenheim auch die perfekten Voraussetzungen, um sich im Wettkampf zu messen. Doch egal ob im Wettbewerb oder nur zum Spaß: Der Pumptrack, der überaus günstig direkt neben einem Abenteuerspielplatz liegt, wertet das regionale Freizeitangebot enorm auf.

Erfolg durch Multifunktionalität

Bürgermeister Joachim Maislinger sieht in der Entscheidung für den Pumptrack Wals-Siezenheim die Antwort auf die Anforderungen an zeitgemäße kommunale Sportstätten. „Hier ist wirklich alles unterwegs, was Räder hat. Die Zielgruppe ist altersunabhängig und mit Bikes, Skateboards, Scootern und Inline-Skates deutlich vielfältiger als bei gewöhnlichen kommunalen Sportstätten.“

Mittlerweile folgen andere Gemeinden diesem Beispiel und investieren mit einer solchen Anlage in die Zukunft.

Schneestern ist auch auf der FSB (Internationale Fachmesse für Freiraum, Sport und Bewegungseinrichtungen) in Köln präsent. Besuchen Sie uns in Halle 7.1 Stand 024.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Planung und Bau

Schneestern GmbH & Co. KG
Werner-von-Siemens-Str. 47
D-87471 Durach

Eröffnung

2017

Adresse

Uferstraße 27
5071 Viehhausen
Österreich

Text

Matthias Schwarz & Marco Rues

Videos

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Perspektivenweg

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Pumptracks – Das Seminar

Pumptracks – Das Seminar

Pumptracks werden immer wichtiger. Deshalb findet am 7. November in Köln das Seminar „Pumptracks – Die neuen Rollsportanlagen“ im Rahmen der FSB statt.

Pumptrack Wals-Siezenheim

Pumptrack Wals-Siezenheim

Der Asphalt Pumptrack Wals-Siezenheim ist der größte in Österreich. „Hier ist wirklich alles unterwegs, was Räder hat.“ Sagt immerhin der Bürgermeister.

Oxygen Park

A kind of magic

Oxygen Park in Doha

Aecom & Arup

Sauerstoff

Der Oxygen Park ist ein einzigartiger öffentlicher Raum, der für Freizeit, Sport und Wohlbefinden in der kochend heißen Wüstenumgebung von Doha konzipiert wurde. Die Planer von AECOM unter der Leitung von Erik Behrens ließen sich von der elementaren Kraft des Sauerstoffs (das ist das deutsche Wort für Oxygen) inspirieren. Neben den meteorologischen und geographischen Bedingungen spielten natürlich die gesellschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse der Hauptstadt von Katar eine Rolle. Heraus gekommen ist überaus vielseitiger und durchdachter offener Raum für Bewegung, Erholung und Spiel.

Wüste

Der Park ist in zwei Zonen unterteilt: eine für den Sport und eine für die Erholung. Die Westseite des Parks ist die Sportzone. Sie umfasst „bowls“ auf verschiedenen Ebenen, darunter drei kreisrunde, multifunktionale Sportplätze, die ineinander übergehen. Dazu gehören auch Volleyballplätze und eine Laufbahn. Eine teilweise überdachte und damit kühle Laufbahn führt um die Sportplätze herum.

Die Gestaltung des Oxygen Park wurde von den erodierten Felsen und den flüssigen Landformationen der Wüste inspiriert. Die Wege und Laufbahnen sind in die Topographie eingebettet und bilden eine spannende Trainingsanlage mit kurvigen Bahnen, kühlen Abschnitten im Tunnel sowie steilen Hängen.

Bei Nacht

Die nächtliche Beleuchtung und die erfrischende Atmosphäre, insbesondere in der Nähe des Wasserfalls, bieten einen attraktiven Rahmen für abendliches Sporttreiben und individuelles Training in den kühleren Tageszeiten.

Schatten

Der Oxygen Park bietet schattige Laufbahnen, überdachte Sportflächen und auch eine Reitanlage. Zum Erholungsbereich im Nordosten gehören ein Kinderspielplatz und eine Art Amphitheater mit Wasserspielen. Der überdachte Kinderspielplatz ist hügelig angelegt und schafft den Kindern skalierbare eigene Bereiche. Die Betonmöbel und Rasenbänke rund um diesen Bereich sind ideal für Picknicks in den kühleren Monaten.

Ein Hauch von Magie

Die über dem Gelände schwebenden, ballonförmigen Lichter machen den Oxygen Park schon von weitem sichtbar und verleihen dem gesamten Ambiente einen Hauch von Magie.

Oxygen Park ist eine künstliche grüne Lunge mit einer von der Natur inspirierten Gestaltung. Das Projekt ist ein auch dein Gegenentwurf zur Tendenz, Sport und insbesondere Gymnastik und ähnliches in den Indoorbereich zu verlagern. Der Oxygen Park bringt die Menschen zurück nach draußen, zurück zur Natur. Und das ist in auch in heißen Ländern immer eine gute Idee.

Das waren wir.

Projektdaten und beteiligte Firmen

Architekten

AECOM & Arup

AECOM Director: Erik Behrens (Architecture Design Lead), Mark Blackwell, James Haig Streeter (Landscape Design Lead), Warren Osborne, Kevin Underwood

AECOM Team: Philip Dugdale, Alfredo Galindo, Eric Hallquist, Shafee Jones-Wilson, Wing Lai, James Manuel, John Neilson, Jonathon Reeves, Adam Rothwell, Jason Shinoda, Stephen Suen, Jack Wu

Adresse

Education City
Ar Rayyan
Katar

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

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Mikroplastik im Kunstrasen

Nicht mit uns!

Wie man Mikroplastik aus dem Kunstrasen filtert

Hauraton

Mikroplastik

Kunstrasen auf Sportplätzen sorgt für hervorragend zu bespielende Spielfelder. Durch die Nutzung und bei der Entwässerung spülen Niederschläge und Oberflächenwasser allerdings Mikroplastik aus. Gefragt ist daher verantwortungsvolle Umwelttechnologie. Der badische Entwässerungsspezialist Hauraton hat für das Filtern und Zurückhalten von Mikroplastikpartikeln eine sichere und absolut wirkungsvolle Lösung entwickelt: Sportfix®Clean. In diesem Entwässerungssystem und Rinnenfilter mit dem Filtersubstrat Carbotec 60 werden Partikel mit kleinsten Korngrößen von bis zu 0,45 μm (0,00045 mm) zuverlässig herausgefiltert.

Dies ist deshalb wichtig, weil Sportplätze weltweit zunehmend mit Kunstrasenbelägen ausgestattet werden. Die synthetischen Beläge sind sehr robust, benötigen deutlich weniger Pflege als Naturrasen und bieten hohe Qualitätsstandards für die Sicherheit der Sportler. Spieleigenschaften wie etwa das Ballrollverhalten kommen bei modernen Belägen dem Naturrasen sehr nahe. Die hohe Nutzungsdauer von circa 1.700 Stunden pro Jahr gegenüber 400 bis 800 Stunden bei Naturrasen, eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren und der stark reduzierte Pflegeaufwand sprechen eindeutig für Kunstrasenbeläge.

Text

Petra Pahl

Fotos

Hauraton

Hersteller

Hauraton GmbH & Co. KG
Werkstraße 13
D-76437 Rastatt

Abrieb erzeugt winzige Kunststoffpartikel

Kunstrasenbeläge sind eine Art Kunststoffteppich. Beim Bespielen der Flächen sind sowohl das EPDM-Granulat (bzw. das Infill-Material beim verfüllten Kunstrasen) als auch die synthetischen Grasfasern wiederkehrenden Belastungen ausgesetzt. Durch den mechanischen Abrieb aufgrund hoher Trittbelastungen beim Fußball oder Rugby lösen sich winzige Partikel, oder Grashalme brechen ab. Die Austragsmengen betragen bei modernen Plätzen pro Jahr 250 bis 300 kg.

Es muss verhindert werden, dass die ausgetragenen Teilchen mit dem anfallenden Niederschlagswasser oder mit Reinigungsabwässern in den natürlichen Wasserkreislauf und damit letztlich in die Nahrungskette gelangen. Die möglichen Folgen für die Gesundheit sind bisher nicht absehbar. Um zu verhindern, dass Kunststoffpartikel (Mikroplastik) überhaupt in Gewässer gelangen, muss das gesammelte Oberflächenwasser vor der Weiterleitung gefiltert werden.

Wartungsintervalle geben Sicherheit

Der Rinnenfilter funktioniert nach dem Prinzip der Oberflächenfiltration. Damit arbeitet er gleich zweifach effektiv: An der Filteroberfläche werden nicht nur Kunststoffteilchen zurückgehalten, sondern auch Schadstoffe wie Schwermetalle oder Kohlenwasserstoffe.

Das System arbeitet nachweisbar über sehr lange Zeiträume absolut zuverlässig. Langfristige Wartungsintervalle und einfache Reinigung stellen weitere Vorteile dar: Nach vielen Jahren der Nutzung bildet sich an der Filteroberfläche ein sogenannter Filterkuchen. Dieser wird bei einer Wartung abgeschält und lediglich das dabei entfernte Filtersubstrat wird wieder aufgefüllt.

Ob Hockeyfeld oder Fußballplatz – wo Kunstrasenbeläge zum Einsatz kommen, sind in der Regel auch Entwässerungssysteme nötig. Sportfix Clean Rinnen bieten zusätzlich zur sicheren Entwässerung auch die Filterung des Abwassers auf einfache Art und Weise und das dauerhafte Zurückhalten von Kunststoffpartikeln und Schadstoffen. Dieses Filtersystem kann auch nachträglich in bestehende Anlagen eingebaut werden.

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

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TSV Handorf

Großzügig

Das neue Vereinsheim des TSV Handorf

Jörgen Dreher Architektur

Programm

Der TSV Handorf baut eine neue Sportanlage im gleichnamigen Teil von Münster. Die Anlage besteht aus einem Naturrasenpielfeld mit Leichtathletiklaufbahnen, zwei Kunstrasenplätzen und mehreren Kleinspielfeldern. Das Herzstück der Anlage wird das großzügige und ausgesprochen vielseitige neue „Vereinsheim“, welches der Architekt Jörgen Dreher in enger Abstimmung mit dem Bauherren und dem Verein geplant hat.

Gebäude

Das Gebäude besteht eigentlich aus zwei Baukörpern, die durch den Sockel und vor allem das Dach zu einer Einheit werden. Unter diesem Dach entsteht ein zweigeschossiges, zum Spielfeld hin offenes Foyer, das die Planer „Agora“ nennen. Hier kann man sich mühelos viele verschiedene Veranstaltungsformen zwischen Aufstiegsfeier, Public Viewing und Stadtteilfest vorstellen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des L-förmigen Baukörpers entstehen das Vereinsheim und ein zuschaltbarer Multifunktionsraum für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen. Außerdem wird die Geschäftsstelle des TSN Handorf hier untergebracht – inklusive Archiv.

Der eher funktional ausgestattete Riegel beherbergt im Erdgeschoss die Räume für Trainer, Schiedsrichter, Platzwart und Erste Hilfe sowie – zu den Spielfeldern ausgerichtet – Garage, Sportgeräteraum, Lager und Technik.

Obergeschoss

Im Obergeschoss gibt es zwei weitere große Räume für Fitness- und Gymnastikkurse inklusive Empfang, Umkleiden, Duschen und einem Besprechungsraum für die Mannschaften. Dieses Programm ist für einen Verein mit fast 2.000 Mitgliedern durchaus angemessen, schließlich bietet der TSV Handorf neben Fußball, Basketball, Volleyball und Leichtathletik auch Judo, Karate, Gymnastik und Turnen. Dieses Engagement ist auch schon ausgezeichnet worden, zum Beispiel bei der Aktion „Sterne des Sports“. Dabei werden durch die Zusammenarbeit zwischen Kita und Verein schon Kinder für Sport und Bewegung gewonnen.

Im Funktionsriegel werden sechs Umkleideräume Platz finden. Kabinen im Obergeschoss sind aufgrund der potenziellen Verunreinigungen vor allem durch Fußballschuhe eher ungewöhnlich, aber wer weiß: Vielleicht zieht den Fußballern die Schönheit der Anlage ja buchstäblich die Schuhe aus…

Agora

Durch das große Dach und die damit verbundene Verlegung der Erschließungs- und Aufenthaltszonen nach draußen werden die Baukörpervolumina deutlich reduziert. Darüber schützt das Dach die Fassaden vor Witterungseinflüssen.

Die Agora war im antiken Griechenland der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt – und damit eine bedeutende gesellschaftliche Institution. Das neue Vereinsheim des TSV Handorf hat dank seiner enormen Vielseitigkeit und seines so wunderbar um das verbindende Foyer fließenden Grundrisses das Potenzial, genau diese Bedeutung zu erlangen. Und das nicht nur für den Verein, sondern für den gesamten Stadtteil.

Organisation

Illustrationen

Lageplan & Grundrisse

Schnitte

Beteiligte Firmen

Architect

Jörgen Dreher Architektur
Hittorfstraße 26
48149 Münster

Bauherr & Nutzer

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2020

Adresse

Hobbeltstraße
D – 48157 Münster

Illustrationen

Jörgen Dreher Architektur

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Video

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

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Tossols Basil

Nix für Fußballer

Die Sportplatz von Tossols Basil

RCR Arquitectes

Tossols Basil

Tossols Basil ist der Südwesten der 35.000 Einwohner großen Stadt Olot im östlichen Pyrenäenvorland der katalanischen Provinz Girona. Die Gegend ist sehr schön und bietet viele Angebote für Sport und Freizeit, zum Beispiel im angrenzenden Naturpark entlang eines Flusses. Wer in so viel Landschaft bauen will, bekommt Probleme:

Für die Leichtathletikanlage von Tossols Basil hätten entweder große Mengen langsam wachsender Eichen gefällt werden müssen oder, nach Meinung von Umweltschützern, ein anderer Standort gefunden werden müssen.

Die Schönheit der Landschaft

Die Lösung von RCR Arquitectes bestand darin, die Leichtathletikanlage auf einer Waldlichtung zu platzieren und behutsam in den Baumbestand einzufügen. Das ist mehr als gelungen: Natur und Sport sind vereint, die Läuferinnen und Läufer erscheinen und verschwinden hinter Bäumen und Büschen, wenn sie sich auf der Strecke bewegen.

Das Projekt hebt die Schönheit der Landschaft hervor und bewahrt die Vegetation als Filter, der sich mit den Jahreszeiten verändert. Die Sitzgelegenheiten – der Begriff „Tribüne“ wäre hier nicht ganz passend – wurden als kleine Terrassen oder Böschungen zwischen die Lichtungen gesetzt, oft unter Verwendung der natürlichen Topographie. Die schlanken Flutlichmasten werden zu Bezugspunkten in der Landschaft.

Die Schönheit des Stahls

Nach der Fertigstellung der Strecke im Jahr 2001 kamen weitere Einrichtungen hinzu, vor allem ein Fußballplatz und ein Pavillon mit Umkleidemöglichkeiten. Diese Struktur, die als Tor zu Tossols Basil dient, hat ein leichtes Dach, das von zwei Bändern getragen wird, die wiederum Durchblicke ermöglichen.

Für Gebäude, Dach und die Flutlichtmasten verwendeten RCR Arquitectes ausschließlich Stahl – und man ist überrascht, wie gut sich Material und Struktur in die natürliche Umgebung einfügen.

Pritzker

Das Leichtathletikstadion von Tossols Basil präsentiert den Akt des Laufens inmitten der Natur, nach Meinung der Architekten im Geiste der ersten griechischen Olympischen Spiele. Und die müssen es wissen, denn RCR wurde 2017 mit dem Pritzker-Architektur-Preis ausgezeichnet. Die Pritzker-Jury würdigte die herausragende Fähigkeit der drei Katalanen, ihre Bauwerke in die jeweilige Landschaft einzupassen und dabei gleichzeitig absolut passende Bezüge zu Ort und Zeit herzustellen sowie die Fähigkeit, lokale und internationale Werte mit ihren Bauten höchst gelungen zu vermitteln.

So auch in Tossols Basil. Menschen mit einer gewissen Affinität zum Fußball fragen sich beim Anblick des weltberühmten Luftbildes, warum denn auf einem Fußballfeld Bäume wachsen. Tatsächlich aber geht es nicht immer nur um Fußball, und hier halt gar nicht. Hier geht es um Laufen, Landschaft und Architektur – und diese drei kann man kaum besser zusammen bringen.

PROJEKTDATEN

Architekt

RCR Arquitectes
Rafael Aranda, Carme Pigem, Ramón Vilalta Marià Vayreda
23 ES – 17800 Olot
Spanien

Team

M.Tàpies, A.Sáez,
M.Bordas, Brufau, Obiol,
Moya. G.Rodriguez, P.Rifà

Bauherr

C. Bisbe Guillamet

Standort

Carrer Cadis, 35
17800 Olot
Es – Girona
Spanien

Bauunternehmen

C. Joan Maragall

Luftbild

Danke, Google!

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

H.Suzuki, E.Pons, M.Checinski

LAGEPLÄNE

SKIZZEN

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Bonus Track

Bonus Track

Stadion in Elda

Subarquitectura

Langweilig

Der Entwurf einer Leichtathletikanlage ist eigentlich so langweilig wie normiert und vorhersehbar wie die spätere Nutzung: Kurve, Gerade, Kurve, Gerade – so lange man will oder kann. Perfekt standardisierte Sportarchitektur ist so universell wie wenig sonst: Die Laufbahn ist 400 Meter lang, der Kurvenradius beträgt 36,5 Meter und die Spurweite 1,22 Meter.

Das Stadion in Elda einer 55.000 Einwohner zählenden Stadt nordwestlich von Alicante erfüllt alle diese Kriterien, erweitert aber das Angebot einer solchen Sportanlage um eine spektakuläre Innovation: den „Bonus Track“. Die spanischen Architekten von Subarquitectura (Alicante) fügten sechs Bahnen hinzu, die sich am Beginn der Gerade selbstständig machen, hinter der Tribüne für 250 Zuschauer herführen und sich am Ende der Gerade wieder mit der „normalen“ Streckenführung vereinen.

Große Geste

Diese große planerische Geste ist auch funktional plausibel: Die zusätzlichen Bahnen überdachen den geschwungenen Umkleidebereich und bilden den Abschluss einer kleinen, 300 Zuschauer fassenden Tribüne. Neben den beiden Umkleiden fasst die 350 m² große Fläche auch Büro- und Lagerräume, einen Mehrzweckraum und Zuschauertoiletten. Der konsequente Verzicht auf aufwändige Materialien und Details – die Fassadengestaltung ist auf ein Stahlblechgitter mit einem Fensterband reduziert – unterstreicht die kühne Haltung der Planer.

Für alle

Das Stadion in Elda bietet geradezu selbstverständlich Barrierefreiheit bei Zugang und Nutzung der Anlage. Durch den ebenerdigen Tunnel gelangen Besucher und Sportler in die Umkleideräume und ins Innere. Bahnen und Steigungen sind so beschaffen, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

So schön kann Alltag sein

Das Stadion in Elda erhebt die eigentlich standardisierte Wettkampffläche der Leichtathletik in die dritte Dimension. Gleichzeitig rücken die Zuschauer in eine neue, zentrale Position. Für große Wettkämpfe mit vielen Zuschauern ist diese Lösung schwer vorstellbar, für den wesentlich häufigeren sportlichen Alltag dagegen ist sie ein toller Impuls.

PROJEKTDATEN

Architekt

Subarquitectura

Team

Andrés Silanes, Fernando Valderrama, Carlos Bañón

Bauherr

Verwaltung der Stadt Elda

Standort

Paseo de la Mora, 1D
03600 Elda
Spanien

Eröffnung

2011

Luftbild

Danke, Google!

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

David Frutos Ruiz
Subarquitectura

FOTOS

PLÄNE

VIDEO

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Saint-Paul-lès-Dax

Strich in der Landschaft

Sportplätze in Saint-Paul-lès-Dax
OLGGA Architects & Atelier CAMBIUM

Gegend

Der Plaine des Sports (Sportanlage) liegt nördlich von Saint-Paul-lès-Dax, einer Gemeinde im Departement Landes in Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs. Das Gebiet entlang der 824 Departmental Road ist bekannt als „Les Pins de Gouaillard et la Liberté“. Der Hauptzugang zur Anlage liegt an der Avenue des Lacs, über den Chemin du Golf. Eine Landstraße, die das Gelände durchquert, ermöglicht den Zugang für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere vom Lac de Christus aus.

Architektur und Landschaft

Der Sportkomplex in Saint-Paul-lès-Dax umfasst vier Rugby- und Fußballfelder, eine Tribüne mit 500 Plätzen, Umkleideräume, ein Clubhaus, einen Kinderspielplatz, einen Multi-Aktivitätsbereich mit einer Leichtathletikbahn und einen frei zugänglichen Sport-/Naturbereich. Bei diesem Projekt ging es gleichermaßen um Architektur wie um Landschaft. Olgga Architectes realisierten eine orthogonale Komposition, ein glattes Rechteck, das die Sportanlagen fasst und von den Zufahrtsstraßen der Sportplätze eingerahmt wird.

Ökologische Bedingungen

Viele ökologische Einschränkungen auf dem gesamten Gelände hatten Auswirkungen auf den Entwurf von OLGGA Architects und Atelier CAMBIUM. Dazu gehörten das Vorhandensein geschützter Schmetterlinge (Stromtal-Wiesenvögelchen „Coenonympha oedippus“) und Nachtschwalben (Ziegenmelker „Caprimulgus europaeus“) sowie die Nähe von Feuchtgebieten und den Gouaillardbach.

Strich in der Landschaft

Die langgezogene Tribünenanlage wirkt wie ein architektonisches Signal, ein grüner Strich in der Landschaft, die von der Landstraße aus in beide Richtungen sichtbar ist. Senkrecht zur Straße gelegen, entwickelt sie sich zu einer grünen Linie, sorgfältig ausbalanciert zwischen Bepflanzung und Wegesystem einerseits und der notwendigen Gebäudetechnik dem Vorhandensein von technischen Geräten, Flutlichtmasten und Tornetzen andererseits. Die Tribüne wächst ganz subtil aus dem Boden heraus, ihre beiden Ebenen nehmen den natürlichen Hang des Geländes auf. Diese Anlage entspricht allen funktionalen Anforderungen mit öffentlich zugänglichen Einrichtungen im Erdgeschoss und den Sportlern gewidmeten Räumen auf Spielfeldebene. Die gesamte Eingangsebene, vom Vorplatz bis zu den Tribünenabgängen, bietet Zuschauern und Besuchern einen Panoramablick über die gesamte Anlage in Saint-Paul-lès-Dax.

Abstufungen

Die Spielfelder wurden in aufeinanderfolgenden Abstufungen entlang einer West-Ost-Achse verbunden, so wie es die Gestaltungsidee des grünen Strichs in der Landschaft vorsah. Das Grundstück fällt insgesamt sieben Meter von seinem nordwestlichen Höhepunkt ab. Das Nebengebäude bildet einen zweiten architektonischen Schwerpunkt in der Landschaft. Zwischen zwei Spielfeldern gelegen, ist dieses einfache Gebäude mit Holzbrettern verkleidet, die über seine Giebel hinausragen und bietet zusätzliche Orientierung. Neben dem Sportzentrum sieht der Entwurf von OLGGA Architectes und Cambium einen Freizeitpark vor, der darüber hinaus Lebensraum für die regionale Artenvielfalt bietet.

Projektdaten

Architekt

OLGGA ARCHITECTES Paris Siège social 95 rue Montmartre F – 75002 Paris   Atelier CAMBIUM 144 avenue de l’Europe F – 33560 sainte-Eulalie

Bauherr

Saint-Paul-lès-Dax

Team

ITH, Calixte Tinard, A+R Salles, Sedes, Bilto Ortega

Standort

Chemin du Golf F – 40990 Saint-Paul-lès-Dax

Luftbild

Danke, Google!

Autor

OLGGA ARCHITECTES Atelier CAMBIUM

Fotograf

Stephane Aboudaram | WE ARE CONTENTS

Eröffnung

2017

Kosten

7,057,481 €

Bilder

PLÄNE

VIDEOS

About

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Clubhaus Varkenoord

Wow! What? Wow!

Clubhaus Varkenoord in Rotterdam

Entstehung

Das Clubhaus Varkenoord ist das gebaute Ergebnis eines Wettbewerbs, den NL Architects im Jahr 2014 gewannen. Die neue Sportinfrastruktur ist das Herzstück eines Sportzentrums unweit des De Kuip-Stadions, der traditionellen Heimat von Feyenoord Rotterdam. Campus und Clubhaus sind Elemente von „Sporting Rotterdam“ bzw. „Feyenoord City“, übergeordneten Plänen zur Revitalisierung des Südens von Rotterdam. Der Campus bietet Sportanlagen für Vereins-, Leistungs- und Breitensport.

Ein Gebäude, drei Vereine

Der Sportcampus Rotterdam und das Clubhaus Varkenoord werden von drei Sportvereinen unterschiedlicher Herkunft und Kultur genutzt: Die Fußballvereine FC IJsselmonde und R.V. & A.V. Overmaas sowie der Hockeyclub Feijenoord teilen sich die neue Anlage.

Ein Gebäude, drei Vereine: Das hört sich schwierig an. Gute Planung jedoch kann viele Probleme schon frühzeitig lösen: Das Clubhaus liegt zwischen den beiden Hauptfußballfeldern und rückt – bis auf einen Vorplatz – nah an das Hockeyfeld heran. So nutzen NL Architects die zentrale Lage, um allen drei Vereinen gleiche Wege, Flächen und Bereiche bereitstellen zu können.

Architektur schafft Identität

Es ist leicht vorstellbar, dass sich die drei Clubs mit dem Umzug und dem neuen Gebäude zunächst schwer taten: Sie verloren ihre Autonomie und Souveränität, gerade für Sportvereine ein hohes Gut. Es gelang aber, die Nutzer von den potenziellen Synergien und Vorteilen  des neuen Clubhaus Varkenoord zu überzeugen, denn es lässt den Vereinen ausreichend Platz für ihre eigene Identität und gibt ihnen gleichzeitig die Chance, sich quasi neu zu erfinden.

Dazu tragen vor allem die hervorragende Organisation und Programmatik des Gebäudes bei. Die Umkleidekabinen sind ebenerdig und barrierefrei von den Plätzen aus zu erreichen. Darüber liegen die Clubbereiche, das Dach wurde als Tribüne in alle Richtungen ausgebildet. Alle Funktionen erstrecken sich jeweils über das gesamte Geschoss, immer hat jeder der drei Vereine seinen eigene Bereich – seien es Umkleiden, Lagerräume, Clubheim oder Tribüne.

Grundrisse

Untergeschoss: Umkleideräume

Obergeschoss: Drei Clubs, drei Bereiche

Ebene 2: Zugang zu Terrassen und Dach

Dach: Tribünen

Untergeschoss: von Natur aus unattraktiv

Die Fassaden von Umkleidekabinen sind eigentlich von Natur aus unattraktiv, da größere Öffnungen in der Regel aus nachvollziehbaren Gründen nicht erwünscht sind. NL Architects haben sie hinter einem Hang verborgen, der mit Kunstrasen verkleidet wurde. So soll er sich in die Umgebung einzufügen und einen Übergang zu den Kunstrasenspielfeldern herstellen. Der Hang kann auch für Trainingszwecke genutzt werden.

Die Umkleideräume sind in verschiedenen Farben gefliest, während in den Gängen die Laminatverkleidung die Schatten der Umkleideräume aufnimmt. Ausgänge in alle Richtungen ermöglichen den Zugang zu sämtlichen Plätzen.

Vereinsheim mit Vollverglasung

Über dem grünen Sockel befindet sich ein transparenter, vollverglaster Pavillon – mit Bars, Büros und Besprechungsräumen mit Panoramablick. Die Terrasse über die gesamte Gebäudelänge bietet neben viel Platz, auch für ganze Mannschaften, einen hervorragenden Blick über die Sportplätze.

Der offene, fließende Teil der Kantine(n) schlängelt sich durch das Gebäude und wird durch die beiden Kerne für Küchen, Lager und Toiletten in die clubeigenen Abschnitte unterteilt.

The roof is on fire

Auf dem Clubhaus befindet sich ein Satteldach mit abgestuftem Giebel, das sich wie die darunterliegenden Pavillons über die gesamte Länge des Gebäudes erstreckt. Das Dach wird begehbar und nutzbar: Es entsteht eine beidseitige Tribüne, die der Ausrichtung der Spielfelder entspricht.

Das Dach ruht auf den beiden Betonkernen, die die Funktionsräume, die Treppen und drei Mehrzweckräume im Obergeschoss beinhalten. Über die Treppe gelangt man auf die Dachflächen bzw. Tribünen.

Projektdaten

Architekt

NL Architects
Pieter Bannenberg, Walter van Dijk, Kamiel Klaasse
Van Hallstraat 294
NL – 1051 HM Amsterdam

Team

Arne van Wees, Gerbrand van Oostveen, Gert Jan Machiels, Dex Weel, José Ramón Vives, Laura Riaño Lopez, Alexander Hofmeier

Fotograf

Sebastian van Damme

Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

NL Architects

Eröffnung

2017

Standort

Sportcomplex Olympia
Buitendijk 100b
3078 XC
NL – Rotterdam

Luftbild

Danke, Google!

Eine eigene Liga

Die gar nicht so einfache Aufgabe, drei Vereine unter einem Dach zufrieden zu stellen, erfüllen die Planer buchstäblich locker. Gleichzeitig erhält der Typus „Vereinsheim“ eine neue Dimension.

NL Architects entwarfen einen einfachen, lang gestreckten Baukörper mit klar voneinander getrennten Elementen: Umziehen im Keller, Vereinsleben in der zum Teil zweigeschossigen Pavillonebene, Zuschauerplätze auf dem Dach.

Die Konsequenz, mit der diese Grundsatzentscheidungen durchgezogen wurden, machen das Gebäude nicht profan, sondern spektakulär. Die Orientierung ist sensationell, das ist bei so vielen Gästen enorm wichtig. Die Raumhöhe fühlt sich luxuriös an, weil die Zweigeschossigkeit mit den Zwischengeschossen wechselt. Die Tribünen auf dem Dach sehen nicht nur majestätisch aus, sie sind es auch.

Wow! What? Wow!

Der Architekturtheoretiker Robert Somol teilt die Architektur in zwei Kategorien ein. Die eine nennt er “Wow! What?”, die andere “What? Wow!” Die erste Kategorie funktioniert über den visuellen Effekt, die zweite über den Inhalt. NL Architects haben in einem Interview mit Baunetz erklärt, sie strebten das “Wow! What? Wow!” an.

Ziel erreicht!

Bilder

Pläne

Modelle

La Doce

Was Großes

La Doce in Mexiko-Stadt

Fußballl

„La Doce“ ist nicht nur ein Sportplatzbau in einer schwierigen Gegend. La Doce ist ein kollaboratives Projekt in Mexiko-Stadt, das auf zwei Säulen ruht: einem Netzwerk und dem Wunsch nach Veränderung. Veränderung meint in diesem Zusammenhang die Entwicklung qualitativ hochwertiger öffentlicher Räume in vernachlässigten städtischen Gebieten, und dies weltweit.

Der Fußball hat die Kraft, solche Veränderungen anzuschieben: Es ist die weltweit populärste Sportart, hat die meisten „Follower“ und bewegt emotional wie wirtschaftlich. So sehr, dass er sogar als Motor der Stadtentwicklung taugt – La Doce ist dafür ein weiteres schönes Beispiel.

Teilnahme

Beim Fußball und bei La Doce geht es ums Teilnehmen, um das Dabeisein. Wir können mitspielen oder zuschauen – und wir beobachten, dass es jenseits des Spiels diese enorme soziale Komponente gibt. La Doce ist der Rahmen für ein „Hobby“, das es uns ermöglicht, zu kommunizieren und uns zu vernetzen – ein Ereignis, das die sozialen Schichten nicht trennt, sondern verbindet. Mannschaftssport halt.

love.fútbol

Dieses „Manifest“ ist die Grundlage, auf der das Netzwerk aktiv wird. „love.fútbol“ ist eine Non-Profit-Organisation, die in Marokko entstand und inzwischen Dutzende von Projekten in Lateinamerika, Asien und Afrika realisiert hat. Allen Projekten gemeinsam sind ihre Ziele: freier Zugang, Betrieb und Pflege durch die Gemeinde sowie Raum zum Wachsen.

love.fútbol will die Gemeinden mobilisieren und dazu verpflichten, ihre eigenen Fußballfelder als nachhaltige Plattformen für den sozialen Wandel zu planen, zu bauen und eben auch zu betreiben. Durch die Verwaltung und das Sponsoring verschiedener Einrichtungen fördert und verwirklicht love.fútbol die Sanierung und Wiederherstellung von brachliegenden Sportplätzen in vernachlässigten städtischen Gebieten weltweit und baut qualitativ hochwertige öffentliche Räume.

Projektdaten

Architekt

All Arquitectura 

Team: Josemaria Quintanilla, Rodrigo Guardado, Salvador Guardado, Alejandro Guardado, Eduardo Ugalde & Judith Valerio

Fotograf

Luftbilder: © Zaickz Moz
Sonstige Bilder: © Marcos Betanzos 

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

All Arquitectura 

Eröffnung

2018

La Mannschaft

love.fútbol ist der Promotor, das junge Architekturbüro All Arquitectura aus Mexiko-Stadt der Gestalter. Mit diesem Team, und mit der Unterstützung des englischen Premier-League-Clubs Manchester City, startete das Projekt. Die Integration lokaler Partner ist für die Arbeit von love.fútbol von großer Bedeutung, also wurde die Bürgerinitiative Natlik als Ansprechpartner vor Ort „engagiert“.

Standort

Das Projekt befindet sich in der Gemeinde Valle de Chalco, am östlichen Rand der mexikanischen Hauptstadt. Die Gegend ist durch den Zuzug vieler indigener Gruppen aus allen Landesteilen dramatisch angewachsen – soziale und gesellschaftliche Angebote fehlen. Das Ergebnis sind eine geringe soziale Identität und eine hohe Kriminalitätsrate.

La Doce ist die koordinierte Anstrengung von Designern, Architekten, Künstlern, Organisationen und Nachbarn, die diese Missstände durch Gemeinsamkeit, Verantwortung und Fußball ändern will – und geändert hat.

Projekt

Das Projekt besteht aus zwei Bereichen: dem Spielfeld und dem Drumherum. Das Spielfeld misst 15 x 25 Meter und ist dank der Tore und Körbe für Fußball, Basketball und andere Aktivitäten nutzbar. Es wurde ganz nah an die Grundstücksgrenzen heran gebaut, so dass viele Platz für anderes bleibt.

Das Grundstück schafft für Fußgänger eine Verbindung zwischen den angrenzenden Straßen im Norden und Süden. Im Süden wird die Anlage über eine Freifläche erschlossen, die unter anderem Sandsäcke für das Boxtraining zu bieten hat. Zwischen Vorplatz und Spielfeld liegt ein offener Pavillon, der unter einem großen Dach mehrere Funktionen integriert: ein kleines Büro, ein Lager, Toiletten und eine Werkstatt. Eine betonierte Fläche im Westen des Spielfelds fasst einige Zuschauerplätze und eine Bühne für Begegnungen und Aufführungen – nach Wunsch der Planer zum Beispiel für künstlerische Präsentationen der vielen ethnischen Ursprünge, die das Valle de Chalco ausmachen. Auf dem Nachbargrundstück befinden sich eine verlassene Bibliothek und ungenutzte Flächen, die in einer zukünftigen Phase in das Projekt integriert werden können und sollen.

Zeichen

Auffällig und aufmerksamkeitsstark ist vor allem die farbliche Gestaltung des Spielfelds. Dieser hohe Wiedererkennungswert schafft Identifikation, schützt (hoffentlich) vor Vandalismus und sensibilisiert Sponsoren und Öffentlichkeit.

Das alles können Sport und Architektur schaffen, wenn sie von einem tatkräftigem Netzwerk getragen werden.

Bilder

Videos

Oasia Hotel

Ein wuscheliger grüner Turm

Das Oasia Hotel Singapur

Oasia Hotel

Singapur ist ein dicht besiedelter Stadtstaat, in dem Grund und Boden rar sind. Flächensparende Hochhäuser sind daher schlichte Notwendigkeit. Neue Maßstäbe im Häusermeer des Geschäftsviertels von Singapur setzt das 2016 fertiggestellte Oasia Hotel der gleichnamigen Hotelgruppe. Im Gegensatz zu konventionellen Hochhaus-Türmen, die hermetisch abgedichtet und klimatisiert sind, verbindet dieses vom einheimischen Büro WOHA entworfene Gebäude in beeindruckender Weise Architektur und Natur sowie Innen und Außen. Diesen hohen Anspruch spiegeln auch die diversen Pools des Hauses wider. Sie wurden als Teil des gesamten Designkonzepts von der spanischen Architektin und Designerin Patricia Urquiola gestaltet, die in Mailand lebt und dort ihr international renommiertes Studio betreibt.

Pools und Architekturkeramik

Für die Pools des Oasia Hotel verwendete Patricia Urquiola Keramikfliesen des Systems ChromaPlural der deutschen Marke Agrob Buchtal Architekturkeramik. Jeder Pool hat seinen eigenen Charakter. Der Pool im 21. Stock ist stylishe Location für den dortigen Lounge-Club: Der 1,20 Meter tiefe Pool mit dynamischem Winkelmuster aus hell- und dunkelblauen Fliesen wird ergänzt durch flache Becken, in denen man sich die Füße kühlt, während man an seinem Cocktail nippt.

Der Top Roof Pool

Der Top Roof Pool ganz oben im 27. Stock wird durch das in der Mitte liegende Dachrestaurant geteilt. Auch diese Becken beinhalten 1,20 Meter tiefe und flache Bereiche mit Liegen, in denen es sich trefflich erholen lässt. Anders als bei den meisten Dachbereichen von Hotels, deren Attraktion in der Regel ein weitschweifender Panoramablick ist, wird die Sicht auf die Skyline der Stadt im Oasia Hotel fast vollständig vom bewachsenen Schirm verdeckt – ein weiterer Beleg dafür, wie unkonventionell die Architektur von WOHA ist. Anstelle eines aufregenden Ausblicks offeriert dieser höchste Teil des Gebäudes eine Zone mit überraschender Intimität und bildet eine unerwartete Oase im Großstadtgetümmel.

Das Gebäude

Die Pools sind elementare Bestandteile eines Gebäudes, das durch Farbe, Form und Proportion ein unübersehbares architektonisches Ausrufezeichen setzt. Die erklärte Intention der Architekten war „eine alternative Bildsprache für gewerbliche Hochhausobjekte zu schaffen. Wir wollten innovative Möglichkeiten der Flächennutzung mit einem tropischen Ansatz kombinieren, der zu einem offenen, durchlässigen, wuscheligen, grünen Turm führte.“

Der Turm

Dieser Turm hat eine Höhe von 190 Metern und bietet vier große Außenbereiche in Form von drei riesigen Veranden sowie der erwähnten Dachterrasse. Diese ist mit einem zehn Stockwerke hohen Schirm umgeben, der mit dem gleichen roten Maschengewebe aus Aluminium verkleidet ist wie der Rest des Gebäudes. Die Fassade wird mit der Zeit von 21 verschiedenen Arten von Kletterpflanzen und Reben erobert werden, so dass sich ein lebhafter Kontrast zwischen kräftigen Rottönen und üppigem Grün ergeben wird. Nachhaltig konzipierter Architektur eilt immer noch der Ruf von humorloser Ernsthaftigkeit voraus. Das Oasia Hotel zeigt, dass es auch anders geht, in dem es Nachhaltigkeit mit Heiterkeit kombiniert – ein Begriffspaar ganz im Sinne der Philosophie des Architekturbüros WOHA, das 1994 vom Singapurer Wong Mun Summ und vom Australier Richard Hassell, der seit 1989 in Singapur lebt, gegründet wurde.

Die Sky Gardens

Neben der roten, aber schon bald überwiegend grünen Fassade gehören die so genannten Sky Gardens mit ihrer Bepflanzung, der frischen Luft sowie der daraus resultierenden Durchlüftung zu den begeisternden Nachhaltigkeitsaspekten des Bauwerks. Die Sky Gardens sind die Antwort auf den Wunsch des Bauherrn nach markanten Bereichen. Angesichts der begrenzten Grundfläche entschied sich WOHA für einen Ansatz, der später als „Club Sandwich“ bezeichnet wurde: Es entstanden eine Reihe unterschiedlicher Schichten, jede jeweils mit ihrem eigenen Sky Garden. Durch diese Gärten, die von WOHA als „erhöhte Erdgeschosse“ beschrieben werden, konnte die „wertvolle, aber begrenzte Grundfläche vervielfältigt werden. So konnten wir geräumige öffentliche Bereiche zur Erholung und Begegnung durch das gesamte Hochhaus hindurch anlegen.“ WOHA zeichnet verantwortlich für die Gesamtarchitektur sowie für das Konzept der übereinander angelegten Schichten.

Das Design

Das eigentliche Design der Sky Gardens und Terrassen ist das Werk von Patricia Urquiola. Diese Bereiche in den „Öffnungen“ des Gebäudes offerieren erstklassige Entspannungsmöglichkeiten und die Gelegenheit, die urbane Atmosphäre direkt zu erfahren – im Gegensatz zu typischen Wolkenkratzern mit geschlossenen Fassaden. Patricia Urquiola entwarf das komplette Innendesign inklusive der erwähnten Pools sowie die Außenbereiche des Hotels.  Sie erweiterte die heitere und lebendige Architektur von WOHA und betont die Wichtigkeit von Farben als Stilmittel, um dem gesamten Hotel eine eigenständige und zeitgenössische Anmutung zu verleihen. Die 314 Zimmer sind mit maßgefertigten Möbeln ausgestattet, die von Patricia Urquiola exklusiv für das Oasia Hotel entworfen wurden. Nach Auffassung dieser preisgekrönten Interior Designerin sind Hotels faszinierende öffentliche Räume, die Menschen als temporäres Heim dienen. Sie bringt ihre Philosophie folgendermaßen auf den Punkt: „Jedes Projekt und jedes Gebäude sollte seine eigene Identität haben, denn beim Aufwachen möchte man wissen, wo man ist“ – ein Anspruch, den das Oasia Hotel dank seines markanten Charakters perfekt erfüllt. Das Ergebnis ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk der besonderen Art, das selbst aus dem dichten Häusermeer und den vielen spektakulären Bauten Singapurs herausragt – nicht auf Grund kurzlebiger Effekthascherei oder schierer Größe, sondern wegen der prägnanten Handschrift, die Individualität und selbstbewusste Präsenz vermittelt, aber zugleich Leichtigkeit und Lässigkeit.

Projektdaten

Architekt

WOHA 29 HongKong Street Singapur 059668

Innenarchitektur

Patricia Urquiola Via Bartholomeo Eustachi 45 I – 20129 Mailand

Bauherr

Oasia Hotel Downtown 100 Peck Seah St Singapur 079333

Keramikfliesen

AGROB BUCHTAL GmbH Buchtal 1 D – 92521 Schwarzenfeld  

Fotograf

AGROB BUCHTAL GmbH / Infinitude

Autor

Werner Ziegelmeier 
Agrob Buchtal

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016

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Erbstollen Park

Gibt es etwas Wichtigeres als Fußball?

Der Erbstollen Park in Bochum

Erbstollen Park

Der Erbstollen Park: Das sind mehr als zwei Hektar Land im Herzen von Bochum Weitmar-Mark. Im Moment ist die Bezirkssportanlage umzäunt und wird vom Fußball-Kreisligisten SV BW Weitmar 09 und der TLG Weitmar 09 (Leichtathletik) genutzt. Zum Gelände gehört auch ein Kinderspielplatz, der seit Jahren gesperrt ist.

Die Fußballer von Weitmar 09 bemühen sich bereits seit mehr als fünf Jahren, ihre sportliche Infrastruktur an die sich wandelnden Wünsche an eine zeitgemäße Sport- und Freizeitanlage anzupassen. Zukünftig soll der Erbstollen Park das Bindeglied zwischen dem direkt benachbarten Wohnen aller Generationen, den Geschäften von Weitmar-Mark, den Schulen in der Nachbarschaft und dem Naherholungsgebiet Weitmarer Holz sein – also einen großen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten. Darüber hinaus schafft der Park neben Fußball und Leichtathletik viele weitere und neue Sport- und Freizeitangebote.

Das war zumindest die ursprüngliche Idee des Vereins, dafür setzen sich die Fußballer von Weitmar 09 seit dem Jahr 2012 ein. Inzwischen gibt es allerdings Zweifel an der Umsetzbarkeit dieses ehrgeizigen Projekts. Aus diesen Zweifeln entstand ein weiteres, pragmatischeres Konzept, mit dem die Zukunft des Erbstollen Park – und natürlich auch des Vereins – gesichert werden soll.

Die ursprüngliche Idee

Im Moment ist der ganze Park umzäunt und dem Vereinssport vorbehalten. Das sollte sich ändern. Der östliche Teil des Parks – hier liegt im Moment der Tennenplatz – soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und viele verschiedene Gelegenheiten der Sport- und Freizeitgestaltung bieten.

Der jetzige Naturrasenplatz im Westen würde damit zum einzigen Großspielfeld, das dem organisierten Fußball bliebe. Der Rasen wird von den Fußballern sehr geliebt, ist jedoch nicht mehr als drei oder vier Monate im Jahr (500 Stunden) lang nutzbar. Er müsste daher durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden, denn mit keinem anderen Spielfeldbelag lässt sich der Bedarf an Trainings- und Wettkampfzeiten – 2.000 Stunden pro Jahr – decken.

Während das übliche Vereinstraining meist auf dem Großspielfeld und in größeren Gruppen stattfindet, bietet der östliche Teil des Parks jede Menge zusätzlichen Spaß an Sport und Training: mit der ganzen Mannschaft, aber auch allein oder in kleineren Gruppen, für Jung und Alt, für Vereinsmitglieder wie für Vereinslose.

Das Clubhaus von Weitmar 09 soll zum Zentrum und Treffpunkt des gesamten Erbstollen Parks und seiner Gäste werden.

Planer

Alfred Ulenberg • Markus Illgas
Landschaftsarchitekten AKNW/bdla
Broekhuysener Feld 3
D – 47638 Straelen

Adresse

SV Blau-Weiß Weitmar 09 e.V.
Bezirkssportanlage Roomersheide/Erbstollen
Erbstollen 12
D – 44797 Bochum

Hauptnutzer

SV BW Weitmar 09 (Fußball)
TLG Weitmar 09 (Leichtathletik)

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Wer steckt dahinter?

Dahinter steckt vor allem der SV BW Weitmar 09 mit fast 500 Mitgliedern in 14 Jugendmannschaften, vier Damen- und Seniorenmannschaften und den Alten Herren. Ein engagierter Kreisligist, in dem alle Altersklassen, Geschlechter und Nationalitäten willkommen sind. Dazu kommen unzählige ehrenamtlich Aktive und mehr als 30 Trainer und Betreuer – die meisten davon aus der eigenen Jugend.

Weitmar 09 spielt 2.000 Stunden im Jahr Fußball!

Also wollte und will der Club „seinen“ Platz (Eigentümer ist die Stadt Bochum) an heutige Erfordernisse anpassen. Gleichzeitig soll Kindern, Geschwistern, Eltern und Großeltern der Vereinsmitglieder die Möglichkeit gegeben werden, sich ebenfalls sportlich zu betätigen und ihre Freizeit draußen zu verbringen. Und natürlich auch allen Menschen, die im Rollstuhl sitzen, schwanger sind, einen Kinderwagen schieben oder drin liegen oder sitzen, blind oder taub sind, keine Treppen steigen können oder auf Gehhilfen angewiesen sind.

Der Dialog mit vielen Institutionen und Verbänden des Sports und Sportstättenbaus stärkte den Verein in der Annahme, das Konzept sei eine gute Idee. Der Umsetzung allerdings kam der Verein vor allem auf Grund der Kosten – erste Schätzungen gingen von ca. 2 Millionen € aus – kaum näher.

Die Gutachten

Um zu einer Entscheidungsgrundlage zu kommen, vereinbarten Politik, Verwaltung und Verein im Sommer 2016 die Erstellung von Gutachten, um Fragen der Lärmimmission, der Umnutzung, der funktionalen Sinnhaftigkeit und natürlich auch der Kosten zu klären. Diese Gutachten sollten zwei mögliche Umbauvarianten untersuchen:

1. Die große Lösung: Konkretisierung des Konzepts „Erbstollen Park“, für das der Verein seit vielen Jahren um Unterstützung wirbt

2. Die kleine Lösung: Umbau des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz, Integration von Elementen der großen Lösung in einer folgenden Bauphase

Die beiden Gutachten wurden erstellt. Beide Varianten sind nun noch konkreter, und beide Varianten sind laut Gutachten sowohl konzeptionell als auch rechtlich (Abstandsflächen, Fragen der Umnutzung, Bestandsschutz usw.) machbar. Das „Immissionsschutz-Gutachten“ wurde vom Büro Uppenkamp und Partner aus Ahaus erstellt, die Konzeptstudien und Kostenschätzungen stammen von den Landschaftsarchitekten Ulenberg + Illgas (Straelen).

Die große Lösung

Die große Lösung sieht den Umbau des Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz und die zeitgemäße Aufwertung der leichtathletischen Anlagen vor. Gleichzeitig soll der jetzige Tennenplatz öffentlich zugänglich gemacht und mit vielen generationsübergreifenden Angeboten wie Kinderspielplatz, Court, Beachvolleyballanlage und Bouleplatz aufgewertet werden.

Der von Beginn an angedachte „Red Ribbon“ nach chinesischem Vorbild (Qinhuangdao Park von Turenscape, siehe Startbild) als Erkennungsmerkmal bleibt erhalten, allerdings als rote Laufbahnen und Wege, die sich durch das gesamte Areal ziehen. Rund um einen zentralen Bereich mit Kleinspielfeld gibt es eine Vielzahl von generationsübergreifenden Angeboten für Sport-, Bewegungs- und Freizeitaktivitäten – multifunktional und anpassungsfähig. Das Areal öffnet sich zum Zentrum von Weitmar-Mark und wird breitere Bevölkerungsschichten anziehen. Die gesamte Anlage wird barrierefrei gestaltet.

Während das übliche Vereinstraining meist auf dem Großspielfeld und in größeren Gruppen stattfindet, bietet der östliche Teil des Parks also jede Menge zusätzlichen Spaß bei Sport und Training: Mit der ganzen Mannschaft, aber auch allein oder in kleineren Gruppen, für Jung und Alt, für Vereinsmitglieder wie für Vereinslose.

Damit trägt der Entwurf dem sich wandelnden Anspruch an Sport und Freizeit Rechnung. Zu den klassischen Werten wie Training, Leistung und Wettkampf gesellen sich zunehmend Ansprüche an Spaß, Gesundheit und Unterhaltung. Immer mehr Menschen betreiben ihren Sport spontan, allein oder in kleinen Gruppen und nicht unbedingt mit Vereinsbindung. Die Menschen werden immer älter, ihre Wünsche bei Sport und Freizeit ändern sich. Also bietet der Erbstollen Park nicht nur einen Abenteuerspielplatz, sondern auch einige Bereiche, in denen alle Altersklassen zum Beispiel Fitness und Koordination stärken können. Das Clubhaus von Weitmar 09 soll zum Zentrum und Treffpunkt des gesamten Erbstollen Parks und seiner Gäste werden.

Die Kosten dieser Variante liegen bei bis zu 2,3 Mio. Euro.

Die kleine Lösung

In der „kleinen“ Lösung wird zunächst nur der Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Diese Variante hat pragmatische Vorteile: Die vorhandene Entwässerung, die Ballfangzäune, die Stellflächen für mobile Fußballtore und Spielerkabinen, die Umgangswege sowie die Flutlichtanlage sind ganz oder in weiten Teilen bereits vorhanden und können weiter genutzt werden. Das Konzept der Landschaftsarchitekten Ulenberg + Illgas empfiehlt zusätzlich die Versetzung der Ballfangzäune näher ans Spielfeld, eine neue Flutlichtanlage, Barrieren mit Gittermatten (halten den Ball auf) und eine Beregnungsanlage, die vor allem die Überhitzung des Spielfeldes verhindern soll. Je nach Ausstattung kostet diese Variante zwischen 450.000 und 580.000 Euro (Vollausstattung).

Da zwischen beiden Spielfeldern reichlich Fläche vorhanden ist, können viele Elemente der großen Lösung auch hier integriert werden und reizvolle räumliche, funktionale und auch soziale Konstellationen schaffen.

Der Verein hat inzwischen zugesichert, „die Summe von 250.000 € für eine Modernisierung unserer Sportanlage im Sinne unseres Vereins und unseres Stadtteils zu tragen.“  – und dies unabhängig davon, welche Lösung ausgeführt wird. 

Sportverlag Strauß

Bücher zum Thema

Alle aus dem Sportverlag Strauß

Sportplätze

Schlesiger, Günter Sportfreianlagen: Planung – Bau – Ausstattung – Pflege Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2011/01 2011, 1. Aufl., 324 S. 148 Abb. 46 Tab. 29,7 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-515-0 EUR 58,00

Überarbeitete und aktualisierte Fassung der zuletzt 1993 vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft herausgegebenen Publikation „Sportplätze: Freianlagen für Spiel, Sport, Freizeit und Erholung“. Sie enthält eine Vielzahl neuer Anforderungen baulicher, technischer oder sportfunktioneller Art, die weiter entwickelte Normung der Sportanlagen und Sportgeräte, die Anforderungen an den Immissionsschutz, insbesondere an den Lärmschutz. Umfangreiche Ergänzungen erfolgten in den Planungsfeldern Bedarfsermittlung, Sportanlagen für Menschen ohne und mit Behinderungen, Freizeitanlagen, Trendsport, Funktionsgebäude, umweltgerechte Pflege von Naturrasensportflächen, Bau von Kunststoffrasenflächen oder dem Güteschutz und der Zertifizierung von Sportböden in Außenanlagen.

Leitfaden Nachhaltiger Sportstättenbau – Kriterien für den Neubau nachhaltiger Sporthallen

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) Bonn Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2015/01 2015, 1. Aufl., 424 S. 72 farb. Abb. 74 Tab. 21 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-530-3 EUR 49,80

Die Förderung der Nachhaltigkeit im Bauwesen ist eines der Hauptziele der deutschen Bundesregierung. Da Sportstätten hierbei bisher nicht berücksichtigt wurden, stellt das Buch eine Orientierungshilfe dar, die sowohl allgemeine nachhaltigkeitsrelevante Planungsprozesse des Bauwesens berücksichtigt, als auch die zahlreichen vielfältigen Richtlinien und Planungsgrundlagen des Sportstättenbaus in einem Leitfaden bündelt. Der Leitfaden setzt sich schwerpunktmäßig mit der Typologie der Sporthalle auseinander und betrachtet den gesamten Lebenszyklus – vom Entwurf, über die Planung, den Bau und den Betrieb bis hin zum Abriss – unter gleichberechtigter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren.

Umweltverträglichkeit von Kunststoffbelägen auf Sportfreianlagen

Kalbe, Ute / Susset, Bernd / Bandow, Nicole Modellierung der Stofffreisetzung aus Sportböden auf Kunststoffbasis zur Bewertung der Boden- und Grundwasserverträglichkeit Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2016/05 2016, 1. Aufl., 428 S. 31 farb. Abb. 19 Tab. 21 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-536-5 EUR 49,80

Dieses Buch ist die Fortstzung des 2012 ebenfalls in der Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (2012,02) erschienenen Berichts zum Thema „Umweltverträglichkeit von Kunststoff- und Kunststoffrasenbelägen auf Sportfreianlagen“. Bei der ersten Untersuchung lag der Focus auf der Entwicklung von Testmethoden im Labormaßstab, die eine Bewertung des Schadstoffaustrags und des möglichen Gefahrenpotentials für Mensch und Umwelt ermöglichen. Folgerichtig setzte sich das aktuelle Projekt nun mit der Modellierung der Stofffreisetzung auseinander. Diese ist Voraussetzung für eine Bewertung der Boden- und Grundwasserverträglichkeit der untersuchten Sportbodensysteme.

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