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Clubhaus Varkenoord

Clubhaus Varkenoord

Wow! What? Wow!

Clubhaus Varkenoord in Rotterdam

Entstehung

Das Clubhaus Varkenoord ist das gebaute Ergebnis eines Wettbewerbs, den NL Architects im Jahr 2014 gewannen. Die neue Sportinfrastruktur ist das Herzstück eines Sportzentrums unweit des De Kuip-Stadions, der traditionellen Heimat von Feyenoord Rotterdam. Campus und Clubhaus sind Elemente von „Sporting Rotterdam“ bzw. „Feyenoord City“, übergeordneten Plänen zur Revitalisierung des Südens von Rotterdam. Der Campus bietet Sportanlagen für Vereins-, Leistungs- und Breitensport.

Ein Gebäude, drei Vereine

Der Sportcampus Rotterdam und das Clubhaus Varkenoord werden von drei Sportvereinen unterschiedlicher Herkunft und Kultur genutzt: Die Fußballvereine FC IJsselmonde und R.V. & A.V. Overmaas sowie der Hockeyclub Feijenoord teilen sich die neue Anlage.

Ein Gebäude, drei Vereine: Das hört sich schwierig an. Gute Planung jedoch kann viele Probleme schon frühzeitig lösen: Das Clubhaus liegt zwischen den beiden Hauptfußballfeldern und rückt – bis auf einen Vorplatz – nah an das Hockeyfeld heran. So nutzen NL Architects die zentrale Lage, um allen drei Vereinen gleiche Wege, Flächen und Bereiche bereitstellen zu können.

Architektur schafft Identität

Es ist leicht vorstellbar, dass sich die drei Clubs mit dem Umzug und dem neuen Gebäude zunächst schwer taten: Sie verloren ihre Autonomie und Souveränität, gerade für Sportvereine ein hohes Gut. Es gelang aber, die Nutzer von den potenziellen Synergien und Vorteilen  des neuen Clubhaus Varkenoord zu überzeugen, denn es lässt den Vereinen ausreichend Platz für ihre eigene Identität und gibt ihnen gleichzeitig die Chance, sich quasi neu zu erfinden.

Dazu tragen vor allem die hervorragende Organisation und Programmatik des Gebäudes bei. Die Umkleidekabinen sind ebenerdig und barrierefrei von den Plätzen aus zu erreichen. Darüber liegen die Clubbereiche, das Dach wurde als Tribüne in alle Richtungen ausgebildet. Alle Funktionen erstrecken sich jeweils über das gesamte Geschoss, immer hat jeder der drei Vereine seinen eigene Bereich – seien es Umkleiden, Lagerräume, Clubheim oder Tribüne.

Grundrisse

Untergeschoss: Umkleideräume

Obergeschoss: Drei Clubs, drei Bereiche

Ebene 2: Zugang zu Terrassen und Dach

Dach: Tribünen

Untergeschoss: von Natur aus unattraktiv

Die Fassaden von Umkleidekabinen sind eigentlich von Natur aus unattraktiv, da größere Öffnungen in der Regel aus nachvollziehbaren Gründen nicht erwünscht sind. NL Architects haben sie hinter einem Hang verborgen, der mit Kunstrasen verkleidet wurde. So soll er sich in die Umgebung einzufügen und einen Übergang zu den Kunstrasenspielfeldern herstellen. Der Hang kann auch für Trainingszwecke genutzt werden.

Die Umkleideräume sind in verschiedenen Farben gefliest, während in den Gängen die Laminatverkleidung die Schatten der Umkleideräume aufnimmt. Ausgänge in alle Richtungen ermöglichen den Zugang zu sämtlichen Plätzen.

Vereinsheim mit Vollverglasung

Über dem grünen Sockel befindet sich ein transparenter, vollverglaster Pavillon – mit Bars, Büros und Besprechungsräumen mit Panoramablick. Die Terrasse über die gesamte Gebäudelänge bietet neben viel Platz, auch für ganze Mannschaften, einen hervorragenden Blick über die Sportplätze.

Der offene, fließende Teil der Kantine(n) schlängelt sich durch das Gebäude und wird durch die beiden Kerne für Küchen, Lager und Toiletten in die clubeigenen Abschnitte unterteilt.

The roof is on fire

Auf dem Clubhaus befindet sich ein Satteldach mit abgestuftem Giebel, das sich wie die darunterliegenden Pavillons über die gesamte Länge des Gebäudes erstreckt. Das Dach wird begehbar und nutzbar: Es entsteht eine beidseitige Tribüne, die der Ausrichtung der Spielfelder entspricht.

Das Dach ruht auf den beiden Betonkernen, die die Funktionsräume, die Treppen und drei Mehrzweckräume im Obergeschoss beinhalten. Über die Treppe gelangt man auf die Dachflächen bzw. Tribünen.

Projektdaten

Architekt

NL Architects
Pieter Bannenberg, Walter van Dijk, Kamiel Klaasse
Van Hallstraat 294
NL – 1051 HM Amsterdam

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Team

Arne van Wees, Gerbrand van Oostveen, Gert Jan Machiels, Dex Weel, José Ramón Vives, Laura Riaño Lopez, Alexander Hofmeier

Fotograf

Sebastian van Damme

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Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

NL Architects

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Eröffnung

2017

Standort

Sportcomplex Olympia
Buitendijk 100b
3078 XC
NL – Rotterdam

Luftbild

Danke, Google!

Eine eigene Liga

Die gar nicht so einfache Aufgabe, drei Vereine unter einem Dach zufrieden zu stellen, erfüllen die Planer buchstäblich locker. Gleichzeitig erhält der Typus „Vereinsheim“ eine neue Dimension.

NL Architects entwarfen einen einfachen, lang gestreckten Baukörper mit klar voneinander getrennten Elementen: Umziehen im Keller, Vereinsleben in der zum Teil zweigeschossigen Pavillonebene, Zuschauerplätze auf dem Dach.

Die Konsequenz, mit der diese Grundsatzentscheidungen durchgezogen wurden, machen das Gebäude nicht profan, sondern spektakulär. Die Orientierung ist sensationell, das ist bei so vielen Gästen enorm wichtig. Die Raumhöhe fühlt sich luxuriös an, weil die Zweigeschossigkeit mit den Zwischengeschossen wechselt. Die Tribünen auf dem Dach sehen nicht nur majestätisch aus, sie sind es auch.

Wow! What? Wow!

Der Architekturtheoretiker Robert Somol teilt die Architektur in zwei Kategorien ein. Die eine nennt er “Wow! What?”, die andere “What? Wow!” Die erste Kategorie funktioniert über den visuellen Effekt, die zweite über den Inhalt. NL Architects haben in einem Interview mit Baunetz erklärt, sie strebten das “Wow! What? Wow!” an.

Ziel erreicht!

Bilder

Pläne

Modelle

La Doce

La Doce

Was Großes

La Doce in Mexiko-Stadt

Fußballl

„La Doce“ ist nicht nur ein Sportplatzbau in einer schwierigen Gegend. La Doce ist ein kollaboratives Projekt in Mexiko-Stadt, das auf zwei Säulen ruht: einem Netzwerk und dem Wunsch nach Veränderung. Veränderung meint in diesem Zusammenhang die Entwicklung qualitativ hochwertiger öffentlicher Räume in vernachlässigten städtischen Gebieten, und dies weltweit.

Der Fußball hat die Kraft, solche Veränderungen anzuschieben: Es ist die weltweit populärste Sportart, hat die meisten „Follower“ und bewegt emotional wie wirtschaftlich. So sehr, dass er sogar als Motor der Stadtentwicklung taugt – La Doce ist dafür ein weiteres schönes Beispiel.

Teilnahme

Beim Fußball und bei La Doce geht es ums Teilnehmen, um das Dabeisein. Wir können mitspielen oder zuschauen – und wir beobachten, dass es jenseits des Spiels diese enorme soziale Komponente gibt. La Doce ist der Rahmen für ein „Hobby“, das es uns ermöglicht, zu kommunizieren und uns zu vernetzen – ein Ereignis, das die sozialen Schichten nicht trennt, sondern verbindet. Mannschaftssport halt.

love.fútbol

Dieses „Manifest“ ist die Grundlage, auf der das Netzwerk aktiv wird. „love.fútbol“ ist eine Non-Profit-Organisation, die in Marokko entstand und inzwischen Dutzende von Projekten in Lateinamerika, Asien und Afrika realisiert hat. Allen Projekten gemeinsam sind ihre Ziele: freier Zugang, Betrieb und Pflege durch die Gemeinde sowie Raum zum Wachsen.

love.fútbol will die Gemeinden mobilisieren und dazu verpflichten, ihre eigenen Fußballfelder als nachhaltige Plattformen für den sozialen Wandel zu planen, zu bauen und eben auch zu betreiben. Durch die Verwaltung und das Sponsoring verschiedener Einrichtungen fördert und verwirklicht love.fútbol die Sanierung und Wiederherstellung von brachliegenden Sportplätzen in vernachlässigten städtischen Gebieten weltweit und baut qualitativ hochwertige öffentliche Räume.

Projektdaten

Architekt

All Arquitectura 

Team: Josemaria Quintanilla, Rodrigo Guardado, Salvador Guardado, Alejandro Guardado, Eduardo Ugalde & Judith Valerio

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Fotograf

Luftbilder: © Zaickz Moz
Sonstige Bilder: © Marcos Betanzos 

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Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

All Arquitectura 

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Eröffnung

2018

La Mannschaft

love.fútbol ist der Promotor, das junge Architekturbüro All Arquitectura aus Mexiko-Stadt der Gestalter. Mit diesem Team, und mit der Unterstützung des englischen Premier-League-Clubs Manchester City, startete das Projekt. Die Integration lokaler Partner ist für die Arbeit von love.fútbol von großer Bedeutung, also wurde die Bürgerinitiative Natlik als Ansprechpartner vor Ort „engagiert“.

Standort

Das Projekt befindet sich in der Gemeinde Valle de Chalco, am östlichen Rand der mexikanischen Hauptstadt. Die Gegend ist durch den Zuzug vieler indigener Gruppen aus allen Landesteilen dramatisch angewachsen – soziale und gesellschaftliche Angebote fehlen. Das Ergebnis sind eine geringe soziale Identität und eine hohe Kriminalitätsrate.

La Doce ist die koordinierte Anstrengung von Designern, Architekten, Künstlern, Organisationen und Nachbarn, die diese Missstände durch Gemeinsamkeit, Verantwortung und Fußball ändern will – und geändert hat.

Projekt

Das Projekt besteht aus zwei Bereichen: dem Spielfeld und dem Drumherum. Das Spielfeld misst 15 x 25 Meter und ist dank der Tore und Körbe für Fußball, Basketball und andere Aktivitäten nutzbar. Es wurde ganz nah an die Grundstücksgrenzen heran gebaut, so dass viele Platz für anderes bleibt.

Das Grundstück schafft für Fußgänger eine Verbindung zwischen den angrenzenden Straßen im Norden und Süden. Im Süden wird die Anlage über eine Freifläche erschlossen, die unter anderem Sandsäcke für das Boxtraining zu bieten hat. Zwischen Vorplatz und Spielfeld liegt ein offener Pavillon, der unter einem großen Dach mehrere Funktionen integriert: ein kleines Büro, ein Lager, Toiletten und eine Werkstatt. Eine betonierte Fläche im Westen des Spielfelds fasst einige Zuschauerplätze und eine Bühne für Begegnungen und Aufführungen – nach Wunsch der Planer zum Beispiel für künstlerische Präsentationen der vielen ethnischen Ursprünge, die das Valle de Chalco ausmachen. Auf dem Nachbargrundstück befinden sich eine verlassene Bibliothek und ungenutzte Flächen, die in einer zukünftigen Phase in das Projekt integriert werden können und sollen.

Zeichen

Auffällig und aufmerksamkeitsstark ist vor allem die farbliche Gestaltung des Spielfelds. Dieser hohe Wiedererkennungswert schafft Identifikation, schützt (hoffentlich) vor Vandalismus und sensibilisiert Sponsoren und Öffentlichkeit.

Das alles können Sport und Architektur schaffen, wenn sie von einem tatkräftigem Netzwerk getragen werden.

Bilder

Videos

Erbstollen Park

Erbstollen Park

Gibt es etwas Wichtigeres als Fußball?

Der Erbstollen Park in Bochum

Erbstollen Park

Der Erbstollen Park: Das sind mehr als zwei Hektar Land im Herzen von Bochum Weitmar-Mark. Im Moment ist die Bezirkssportanlage umzäunt und wird vom Fußball-Kreisligisten SV BW Weitmar 09 und der TLG Weitmar 09 (Leichtathletik) genutzt. Zum Gelände gehört auch ein Kinderspielplatz, der seit Jahren gesperrt ist.

Die Fußballer von Weitmar 09 bemühen sich bereits seit mehr als fünf Jahren, ihre sportliche Infrastruktur an die sich wandelnden Wünsche an eine zeitgemäße Sport- und Freizeitanlage anzupassen. Zukünftig soll der Erbstollen Park das Bindeglied zwischen dem direkt benachbarten Wohnen aller Generationen, den Geschäften von Weitmar-Mark, den Schulen in der Nachbarschaft und dem Naherholungsgebiet Weitmarer Holz sein – also einen großen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten. Darüber hinaus schafft der Park neben Fußball und Leichtathletik viele weitere und neue Sport- und Freizeitangebote.

Das war zumindest die ursprüngliche Idee des Vereins, dafür setzen sich die Fußballer von Weitmar 09 seit dem Jahr 2012 ein. Inzwischen gibt es allerdings Zweifel an der Umsetzbarkeit dieses ehrgeizigen Projekts. Aus diesen Zweifeln entstand ein weiteres, pragmatischeres Konzept, mit dem die Zukunft des Erbstollen Park – und natürlich auch des Vereins – gesichert werden soll.

Die ursprüngliche Idee

Im Moment ist der ganze Park umzäunt und dem Vereinssport vorbehalten. Das sollte sich ändern. Der östliche Teil des Parks – hier liegt im Moment der Tennenplatz – soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und viele verschiedene Gelegenheiten der Sport- und Freizeitgestaltung bieten.

Der jetzige Naturrasenplatz im Westen würde damit zum einzigen Großspielfeld, das dem organisierten Fußball bliebe. Der Rasen wird von den Fußballern sehr geliebt, ist jedoch nicht mehr als drei oder vier Monate im Jahr (500 Stunden) lang nutzbar. Er müsste daher durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden, denn mit keinem anderen Spielfeldbelag lässt sich der Bedarf an Trainings- und Wettkampfzeiten – 2.000 Stunden pro Jahr – decken.

Während das übliche Vereinstraining meist auf dem Großspielfeld und in größeren Gruppen stattfindet, bietet der östliche Teil des Parks jede Menge zusätzlichen Spaß an Sport und Training: mit der ganzen Mannschaft, aber auch allein oder in kleineren Gruppen, für Jung und Alt, für Vereinsmitglieder wie für Vereinslose.

Das Clubhaus von Weitmar 09 soll zum Zentrum und Treffpunkt des gesamten Erbstollen Parks und seiner Gäste werden.

Planer

Alfred Ulenberg • Markus Illgas
Landschaftsarchitekten AKNW/bdla
Broekhuysener Feld 3
D – 47638 Straelen

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Adresse

SV Blau-Weiß Weitmar 09 e.V.
Bezirkssportanlage Roomersheide/Erbstollen
Erbstollen 12
D – 44797 Bochum

Hauptnutzer

SV BW Weitmar 09 (Fußball)
TLG Weitmar 09 (Leichtathletik)

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Wer steckt dahinter?

Dahinter steckt vor allem der SV BW Weitmar 09 mit fast 500 Mitgliedern in 14 Jugendmannschaften, vier Damen- und Seniorenmannschaften und den Alten Herren. Ein engagierter Kreisligist, in dem alle Altersklassen, Geschlechter und Nationalitäten willkommen sind. Dazu kommen unzählige ehrenamtlich Aktive und mehr als 30 Trainer und Betreuer – die meisten davon aus der eigenen Jugend.

Weitmar 09 spielt 2.000 Stunden im Jahr Fußball!

Also wollte und will der Club „seinen“ Platz (Eigentümer ist die Stadt Bochum) an heutige Erfordernisse anpassen. Gleichzeitig soll Kindern, Geschwistern, Eltern und Großeltern der Vereinsmitglieder die Möglichkeit gegeben werden, sich ebenfalls sportlich zu betätigen und ihre Freizeit draußen zu verbringen. Und natürlich auch allen Menschen, die im Rollstuhl sitzen, schwanger sind, einen Kinderwagen schieben oder drin liegen oder sitzen, blind oder taub sind, keine Treppen steigen können oder auf Gehhilfen angewiesen sind.

Der Dialog mit vielen Institutionen und Verbänden des Sports und Sportstättenbaus stärkte den Verein in der Annahme, das Konzept sei eine gute Idee. Der Umsetzung allerdings kam der Verein vor allem auf Grund der Kosten – erste Schätzungen gingen von ca. 2 Millionen € aus – kaum näher.

Die Gutachten

Um zu einer Entscheidungsgrundlage zu kommen, vereinbarten Politik, Verwaltung und Verein im Sommer 2016 die Erstellung von Gutachten, um Fragen der Lärmimmission, der Umnutzung, der funktionalen Sinnhaftigkeit und natürlich auch der Kosten zu klären. Diese Gutachten sollten zwei mögliche Umbauvarianten untersuchen:

1. Die große Lösung: Konkretisierung des Konzepts „Erbstollen Park“, für das der Verein seit vielen Jahren um Unterstützung wirbt

2. Die kleine Lösung: Umbau des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz, Integration von Elementen der großen Lösung in einer folgenden Bauphase

Die beiden Gutachten wurden erstellt. Beide Varianten sind nun noch konkreter, und beide Varianten sind laut Gutachten sowohl konzeptionell als auch rechtlich (Abstandsflächen, Fragen der Umnutzung, Bestandsschutz usw.) machbar. Das „Immissionsschutz-Gutachten“ wurde vom Büro Uppenkamp und Partner aus Ahaus erstellt, die Konzeptstudien und Kostenschätzungen stammen von den Landschaftsarchitekten Ulenberg + Illgas (Straelen).

Die große Lösung

Die große Lösung sieht den Umbau des Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz und die zeitgemäße Aufwertung der leichtathletischen Anlagen vor. Gleichzeitig soll der jetzige Tennenplatz öffentlich zugänglich gemacht und mit vielen generationsübergreifenden Angeboten wie Kinderspielplatz, Court, Beachvolleyballanlage und Bouleplatz aufgewertet werden.

Der von Beginn an angedachte „Red Ribbon“ nach chinesischem Vorbild (Qinhuangdao Park von Turenscape, siehe Startbild) als Erkennungsmerkmal bleibt erhalten, allerdings als rote Laufbahnen und Wege, die sich durch das gesamte Areal ziehen. Rund um einen zentralen Bereich mit Kleinspielfeld gibt es eine Vielzahl von generationsübergreifenden Angeboten für Sport-, Bewegungs- und Freizeitaktivitäten – multifunktional und anpassungsfähig. Das Areal öffnet sich zum Zentrum von Weitmar-Mark und wird breitere Bevölkerungsschichten anziehen. Die gesamte Anlage wird barrierefrei gestaltet.

Während das übliche Vereinstraining meist auf dem Großspielfeld und in größeren Gruppen stattfindet, bietet der östliche Teil des Parks also jede Menge zusätzlichen Spaß bei Sport und Training: Mit der ganzen Mannschaft, aber auch allein oder in kleineren Gruppen, für Jung und Alt, für Vereinsmitglieder wie für Vereinslose.

Damit trägt der Entwurf dem sich wandelnden Anspruch an Sport und Freizeit Rechnung. Zu den klassischen Werten wie Training, Leistung und Wettkampf gesellen sich zunehmend Ansprüche an Spaß, Gesundheit und Unterhaltung. Immer mehr Menschen betreiben ihren Sport spontan, allein oder in kleinen Gruppen und nicht unbedingt mit Vereinsbindung. Die Menschen werden immer älter, ihre Wünsche bei Sport und Freizeit ändern sich. Also bietet der Erbstollen Park nicht nur einen Abenteuerspielplatz, sondern auch einige Bereiche, in denen alle Altersklassen zum Beispiel Fitness und Koordination stärken können. Das Clubhaus von Weitmar 09 soll zum Zentrum und Treffpunkt des gesamten Erbstollen Parks und seiner Gäste werden.

Die Kosten dieser Variante liegen bei bis zu 2,3 Mio. Euro.

Die kleine Lösung

In der „kleinen“ Lösung wird zunächst nur der Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Diese Variante hat pragmatische Vorteile: Die vorhandene Entwässerung, die Ballfangzäune, die Stellflächen für mobile Fußballtore und Spielerkabinen, die Umgangswege sowie die Flutlichtanlage sind ganz oder in weiten Teilen bereits vorhanden und können weiter genutzt werden. Das Konzept der Landschaftsarchitekten Ulenberg + Illgas empfiehlt zusätzlich die Versetzung der Ballfangzäune näher ans Spielfeld, eine neue Flutlichtanlage, Barrieren mit Gittermatten (halten den Ball auf) und eine Beregnungsanlage, die vor allem die Überhitzung des Spielfeldes verhindern soll. Je nach Ausstattung kostet diese Variante zwischen 450.000 und 580.000 Euro (Vollausstattung).

Da zwischen beiden Spielfeldern reichlich Fläche vorhanden ist, können viele Elemente der großen Lösung auch hier integriert werden und reizvolle räumliche, funktionale und auch soziale Konstellationen schaffen.

Der Verein hat inzwischen zugesichert, „die Summe von 250.000 € für eine Modernisierung unserer Sportanlage im Sinne unseres Vereins und unseres Stadtteils zu tragen.“  – und dies unabhängig davon, welche Lösung ausgeführt wird. 

Sportverlag Strauß

Sportverlag Strauß

Bücher zum Thema

Alle aus dem Sportverlag Strauß

Sportplätze

Schlesiger, Günter Sportfreianlagen: Planung – Bau – Ausstattung – Pflege Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2011/01 2011, 1. Aufl., 324 S. 148 Abb. 46 Tab. 29,7 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-515-0 EUR 58,00

Überarbeitete und aktualisierte Fassung der zuletzt 1993 vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft herausgegebenen Publikation „Sportplätze: Freianlagen für Spiel, Sport, Freizeit und Erholung“. Sie enthält eine Vielzahl neuer Anforderungen baulicher, technischer oder sportfunktioneller Art, die weiter entwickelte Normung der Sportanlagen und Sportgeräte, die Anforderungen an den Immissionsschutz, insbesondere an den Lärmschutz. Umfangreiche Ergänzungen erfolgten in den Planungsfeldern Bedarfsermittlung, Sportanlagen für Menschen ohne und mit Behinderungen, Freizeitanlagen, Trendsport, Funktionsgebäude, umweltgerechte Pflege von Naturrasensportflächen, Bau von Kunststoffrasenflächen oder dem Güteschutz und der Zertifizierung von Sportböden in Außenanlagen.

Leitfaden Nachhaltiger Sportstättenbau – Kriterien für den Neubau nachhaltiger Sporthallen

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) Bonn Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2015/01 2015, 1. Aufl., 424 S. 72 farb. Abb. 74 Tab. 21 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-530-3 EUR 49,80

Die Förderung der Nachhaltigkeit im Bauwesen ist eines der Hauptziele der deutschen Bundesregierung. Da Sportstätten hierbei bisher nicht berücksichtigt wurden, stellt das Buch eine Orientierungshilfe dar, die sowohl allgemeine nachhaltigkeitsrelevante Planungsprozesse des Bauwesens berücksichtigt, als auch die zahlreichen vielfältigen Richtlinien und Planungsgrundlagen des Sportstättenbaus in einem Leitfaden bündelt. Der Leitfaden setzt sich schwerpunktmäßig mit der Typologie der Sporthalle auseinander und betrachtet den gesamten Lebenszyklus – vom Entwurf, über die Planung, den Bau und den Betrieb bis hin zum Abriss – unter gleichberechtigter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren.

Umweltverträglichkeit von Kunststoffbelägen auf Sportfreianlagen

Kalbe, Ute / Susset, Bernd / Bandow, Nicole Modellierung der Stofffreisetzung aus Sportböden auf Kunststoffbasis zur Bewertung der Boden- und Grundwasserverträglichkeit Reihe: Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2016/05 2016, 1. Aufl., 428 S. 31 farb. Abb. 19 Tab. 21 cm, Kt. ISBN: 978-3-86884-536-5 EUR 49,80

Dieses Buch ist die Fortstzung des 2012 ebenfalls in der Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (2012,02) erschienenen Berichts zum Thema „Umweltverträglichkeit von Kunststoff- und Kunststoffrasenbelägen auf Sportfreianlagen“. Bei der ersten Untersuchung lag der Focus auf der Entwicklung von Testmethoden im Labormaßstab, die eine Bewertung des Schadstoffaustrags und des möglichen Gefahrenpotentials für Mensch und Umwelt ermöglichen. Folgerichtig setzte sich das aktuelle Projekt nun mit der Modellierung der Stofffreisetzung auseinander. Diese ist Voraussetzung für eine Bewertung der Boden- und Grundwasserverträglichkeit der untersuchten Sportbodensysteme.

Stadion Elda

Stadion Elda

Bonus Track

Stadion in Elda und in 3D

Langweilig

Der Entwurf einer Leichtathletikanlage wie für das Stadion in Elda ist eigentlich so langweilig wie normiert und vorhersehbar wie die spätere Nutzung: Kurve, Gerade, Kurve, Gerade – so lange man will oder kann. Perfekt standardisierte Sportarchitektur ist so universell wie wenig sonst: Die Laufbahn ist 400 Meter lang, der Kurvenradius beträgt 36,5 Meter und die Spurweite 1,22 Meter. Das Stadion in Elda, einer 55.000 Einwohner zählenden Stadt nordwestlich von Alicante erfüllt alle diese Kriterien, erweitert aber das Angebot einer solchen Sportanlage um eine spektakuläre Innovation: den „Bonus Track“. Die spanischen Architekten von Subarquitectura (Alicante) fügten sechs Bahnen hinzu, die sich am Beginn der Gerade selbstständig machen, hinter der Tribüne für 250 Zuschauer herführen und sich am Ende der Gerade wieder mit der „normalen“ Streckenführung vereinen.

Große Geste

Diese große planerische Geste ist auch funktional plausibel: Die zusätzlichen Bahnen überdachen den geschwungenen Umkleidebereich und bilden den Abschluss einer kleinen, 300 Zuschauer fassenden Tribüne. Neben den beiden Umkleiden fasst die 350 m² große Fläche auch Büro- und Lagerräume, einen Mehrzweckraum und Zuschauertoiletten. Der konsequente Verzicht auf aufwändige Materialien und Details – die Fassadengestaltung ist auf ein Stahlblechgitter mit einem Fensterband reduziert – unterstreicht die kühne Haltung der Planer.

Architekt

Subarquitectura

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Team

Andrés Silanes, Fernando Valderrama, Carlos Bañón

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Bauherr

Verwaltung der Stadt Elda

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Adresse

Paseo de la Mora, 1D
ES – 03600 Elda

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Eröffnung

2011

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Fotograf

David Frutos Ruiz
Subarquitectura

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Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Lagepläne

Für alle

Das Stadion in Elda bietet geradezu selbstverständlich Barrierefreiheit bei Zugang und Nutzung der Anlage. Durch den ebenerdigen Tunnel gelangen Besucher und Sportler in die Umkleideräume und ins Innere. Bahnen und Steigungen sind so beschaffen, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Alltag ist toll

Das Stadion in Elda erhebt die eigentlich standardisierte Wettkampffläche der Leichtathletik in die dritte Dimension. Gleichzeitig rücken die Zuschauer in eine neue, zentrale Position. Für große Wettkämpfe mit vielen Zuschauern ist diese Lösung schwer vorstellbar, für den wesentlich häufigeren sportlichen Alltag dagegen ist sie ein toller Impuls.

Video

https://www.youtube.com/watch?v=L53l-y6a3Jk

Bilder

Tossols Basil

Tossols Basil

Bäume auf dem Spielfeld

Die Leichtathletikanlage von Tossols Basil

Tossols Basil

Tossols Basil ist der Südwesten der 35.000 Einwohner großen Stadt Olot im östlichen Pyrenäenvorland der katalanischen Provinz Girona. Die Gegend ist sehr schön und bietet viele Angebote für Sport und Freizeit, zum Beispiel im angrenzenden Naturpark entlang eines Flusses. Wer in so viel Landschaft bauen will, bekommt Probleme: Für die Leichtathletikanlage von Tossols Basil hätten entweder große Mengen langsam wachsender Eichen gefällt werden müssen oder, nach Meinung von Umweltschützern, ein anderer Standort gefunden werden müssen.

Die Schönheit der Landschaft

Die Lösung von RCR Arquitectes bestand darin, die Leichtathletikanlage auf einer Waldlichtung zu platzieren und behutsam in den Baumbestand einzufügen. Das ist mehr als gelungen: Natur und Sport sind vereint, die Läuferinnen und Läufer erscheinen und verschwinden hinter Bäumen und Büschen, wenn sie sich auf der Strecke bewegen. Das Projekt hebt die Schönheit der Landschaft hervor und bewahrt die Vegetation als Filter, der sich mit den Jahreszeiten verändert. Die Sitzgelegenheiten – der Begriff „Tribüne“ wäre hier nicht ganz passend – wurden als kleine Terrassen oder Böschungen zwischen die Lichtungen gesetzt, oft unter Verwendung der natürlichen Topographie. Die schlanken Flutlichmasten werden zu Bezugspunkten in der Landschaft.

Architekt

RCR Arquitectes Rafael Aranda, Carme Pigem, Ramón Vilalta Marià Vayreda, 23 ES – 17800 Olot

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Team

M.Tàpies, A.Sáez, M.Bordas, Brufau, Obiol, Moya. G.Rodriguez, P.Rifà

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Bauherr

C. Bisbe Guillamet

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Bauunternehmen

C. Joan Maragall

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Adresse

Carrer Cadis, 35 17800 Olot Es – Girona, Spanien

Luftbild

Danke, Google!

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Fotograf

H.Suzuki, E.Pons, M.Checinski

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Autor

Johannes Bühlbecker More Sports Media

Lagepläne

Die Schönheit des Stahls

Nach der Fertigstellung der Strecke im Jahr 2001 kamen weitere Einrichtungen hinzu, vor allem ein Fußballplatz und ein Pavillon mit Umkleidemöglichkeiten. Diese Struktur, die als Tor zu Tossols Basil dient, hat ein leichtes Dach, das von zwei Bändern getragen wird, die wiederum Durchblicke ermöglichen. Für Gebäude, Dach und die Flutlichtmasten verwendeten RCR Arquitectes ausschließlich Stahl – und man ist überrascht, wie gut sich Material und Struktur in die natürliche Umgebung einfügen.

Laufen und Natur

Das Leichtathletikstadion von Tossols Basil präsentiert den Akt des Laufens inmitten der Natur, nach Meinung der Architekten im Geiste der ersten griechischen Olympischen Spiele. Und die müssen es wissen, denn RCR wurde 2017 mit dem Pritzker-Architektur-Preis ausgezeichnet. Die Pritzker-Jury würdigte die herausragende Fähigkeit der drei Katalanen, ihre Bauwerke in die jeweilige Landschaft einzupassen und dabei gleichzeitig absolut passende Bezüge zu Ort und Zeit herzustellen sowie die Fähigkeit, lokale und internationale Werte mit ihren Bauten höchst gelungen zu vermitteln. So auch in Tossols Basil. Menschen mit einer gewissen Affinität zum Fußball fragen sich beim Anblick des weltberühmten Luftbildes, warum denn auf einem Fußballfeld Bäume wachsen. Tatsächlich aber geht es nicht immer nur um Fußball, und hier halt gar nicht. Hier geht es um Laufen, Landschaft und Architektur – und diese drei kann man kaum besser zusammen bringen.

Sharon Fieldhouse

Sharon Fieldhouse

Learning by doing

Das Sharon Fieldhouse in Clifton Forge

Programm

Das Sharon Fieldhouse ist das Ergebnis eines projektbezogenes, experimentelles Lernprogramms, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung innovativer Bauweisen und architektonischer Entwürfe konzentriert. Die Studenten der Fachrichtung Architektur des Virginia Tech Design/BuildLAB arbeiten projektbezogen mit Gemeinden und Experten aus der Industrie zusammen, um reale Architektur zu konzipieren und zu realisieren, die sowohl pädagogisch als auch gemeinnützig ist. Ziel des Programms ist es auch, das Wissen und die Fähigkeiten der Studenten zu erweitern und durch die gebauten Projekte die Entwicklung der betreffenden Gemeinden zu unterstützen.  Auf diese Art und Weise zeigt design/buildLAB den Architekturstudenten die positive Wirkung von Architektur und inspiriert sie zu hohen ethischen Zielen.

Projekt

Das Sharon Fieldhouse liegt auf einem Hügel, der von einer Reihe von terrassierten Baseballfeldern umgeben wird. Das Gebäude ist in drei Elemente unterteilt. Der Eingang zum Fieldhouse ist eine Anordnung von massiven Betonstufen, die als spielerische Prozession und informeller Treffpunkt dienen. Die Räume innerhalb des Einschnitts werden durch stählerne Gitter abgegrenzt, die sich auffächern und in ihrer Dichte variieren, um ein unterschiedliches Maß an Intimität zu schaffen.  Monolithische Drehtüren erhöhen das Bewusstsein, wenn man von der extremen Offenheit des Geländes in die Intimität der Toiletten und der Küche übergeht. Weißes Verbundglas taucht die Innenräume in gleichmäßiges Tageslicht. Zwischen der Küche und den Toiletten schiebt sich ein schattiger Pavillon und bietet eine kühle Zone mit Blick auf das Spielfeld. Die Offenheit der Leinwände erlaubt es, die kühlen Brisen durch und den Blick auf die umliegenden Berge schweifen zu lassen. Der Pavillon führt zu einer Reihe gestalteter Plätze im Gras und am Spielfeld, die zum Sitzen und Genießen einladen. Wenn dieser Einschnitt auf den Wald trifft, löst er sich sanft in ein versunkenes Regenwasserfiltermoor auf. In dieser reichen Naturlandschaft verleihen transparente Formen und subtile Details der Architektur eine friedvolle Präsenz, eine magische Atmosphäre für gemeinschaftliche Treffen.

Architekt

design/buildLAB VA Tech School of Architecture + Design 201 Cowgill Hall US-Blacksburg, VA 24061
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Eröffnung

2014

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Team

Studenten: Landon Williams, Molly Vaughan, Mitchell August, Ryan Myers, Julia Vasquez, Xiao Fu, Ellie Burns, Forrest Bibeau, Mykayla Fernandes, Kellen McGinley, John Iaconis, Chanel Carter-Harris, Barbara Dior, Nancy Redenius, Tom Powers Professoren: Marie Zawistowski, Architecte DPLG, Keith Zawistowski, AIA, NCARB, GC
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Bauherr

Clifton Forge Little League P.O. Box 77 Clifton Forge, VA 24422
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Baukosten

97.000 €

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Autor

design/buildLAB

Fotograf

© Jeff Goldberg/ESTO

Zusammenarbeit

Das Sharon Fieldhouse ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das von 15 Studenten der Fachrichtung Architektur des Virginia Tech Design/BuildLAB entworfen und gebaut wurde. Nach dem Studium der Stadt und Gesprächen mit der Gemeinde, um ein Programm zu entwickeln, machten alle 15 Studenten individuelle Designvorschläge für das Projekt. Im Anschluss haben die Studenten ihre Vorschläge iterativ zusammengeführt. Auf diese Weise brachten alle ihre Ideen in die Diskussion ein. Aus pädagogischer Sicht war es wichtig, dass nicht nur ein Schema oder Entwurf gewählt wurde. Vielmehr arbeiteten alle Studenten zusammen, um das endgültige Design für das Projekt zu entwickeln. 

Soziales Bewusstsein

Clifton Forge, Virginia ist repräsentativ für viele früher wohlhabende amerikanische Städte, die um ihr Überleben kämpfen, da die Industrien, die ihr Wachstum begründet haben, sie nun wieder aufgeben. Versteckt in einem kleinen Tal entlang des Jackson River, steht diese ländliche Stadt vor großen urbanen Herausforderungen. Verlassene Schaufenster, leerstehende Häuser und verfallende Infrastruktur tragen zu einem Gefühl der Verlassenheit bei. Mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen von 30.000 Dollar pro Jahr benötigt Clifton Forge Freizeit- und Kultureinrichtungen, um die Möglichkeiten für die eigene Zukunft zu erweitern. Das Sharon Fieldhouse war ein freiwilliges Planungs- und Bauprojekt für eine gemeinnützige, kleine Baseball-Liga. Es wurde von 15 Architekturstudenten geleitet, und von professionellen Beratern und Freiwilligen aus der Gemeinde unterstützt – alle mit dem Ziel, durch die Einführung einer lebendigen bürgerlichen Architektur ein neues Ortsgefühl zu schaffen. Aus der Perspektive der studentischen Ausbildung will das Projekt das Wissen und die Fähigkeiten stärken, die für eine erfolgreiche und sinnvolle Architekturpraxis notwendig sind. Dies geschieht durch die Auseinandersetzung mit Fragen des sozialen Bewusstseins, der Gemeinschaftsführung, der Zusammenarbeit, der Konsensbildung und der ökologischen Nachhaltigkeit. Aus Sicht der Gemeindeentwicklung ersetzen Energie, Kreativität und Engagement der Studenten Verzweiflung durch Mut und veranlassen die Menschen, sich an der Wiederbelebung ihrer eigenen Gemeinde zu beteiligen.

Lageplan

Verantwortung für die Umwelt

Das Sharon Fieldhouse Projekt vertritt die Position, dass Verantwortung für die Umwelt weder Ware noch reine Ästhetik ist, sondern ein Wert, der jeder gelungenen Architektur zugrunde liegt. Dies besagt, dass die Umweltprobleme unserer Zeit Probleme der Verfügbarkeit und des Massenkonsums sind, die nicht durch den Konsum von noch mehr Produkten gelöst werden können, unabhängig davon, wie „grün“ diese Produkte auch sein mögen. Das Sharon Fieldhouse gewinnt seine Bedeutung durch kulturelle und physische Beständigkeit. Das Projekt ist aus einem klar identifizierten langfristigen Bedarf an einer Jugendfreizeiteinrichtung entstanden und besteht in erster Linie aus lokal bezogenen, langlebigen Materialien und langjährig erprobten Details. Kohlenstoffstahl und Floatglas werden in regionalen Werken hergestellt und sind zu 100% recycelbar. Weißeiche, eines der dichtesten und widerstandsfähigsten Harthölzer der Appalachen, wird nachhaltig geerntet und lokal gesägt. Sanitärarmaturen, LED-Beleuchtung und intelligente Ventilatoren begrenzen den Wasser- und Stromverbrauch. Eine Mulde sorgt dafür, dass das Regenwasser langsam zum Grundwasserspiegel zurückkehrt. Und schließlich nehmen Winkel und Dichte des Sonnenschutzes von Ost nach West zu, um die wärmende Morgensonne einzuladen und sich vor der heißen Nachmittagssonne zu schützen.

Vorfertigung

Die Vorfertigung ist eine ganz wichtige Grundlage des Ansatzes von design/buildLAB, da sie es einer überschaubaren Gruppe von Studenten ermöglicht, ein Projekt von der Konzeption bis zur Realisierung zu gestalten und den gesamten Prozess der Architekturerstellung zu erleben – und das in einem Semester. Die Studenten fertigten den Großteil der Gebäudekomponenten des Fieldhouse bei VA Tech vor, während örtliche Bauunternehmer die Arbeiten vor Ort durchführten. Dadurch konnten Bauabschnitte, die in der Regel nacheinander ablaufen, gleichzeitig ausgeführt werden. Die Effizienz der Arbeit in einer kontrollierten Umgebung ist entscheidend für die Einhaltung des Zeitplans. Die vorgefertigten Bauteile wurden vor Ort mit einem Kran montiert. Insgesamt haben die Studenten das Bauwerk in weniger als fünf Monaten vorgefertigt und montiert. Das Projekt besteht aus vier Hauptkomponenten, von denen jede aus einem eigenen Material besteht: Betonsockel, Gitter aus Kohlenstoffstahl, Holzdachpaneele und weiße Verbundglas-Ummantelungen. Werkstattzeichnungen für alle Bauteile ermöglichten eine präzise und effiziente Vorfertigung. Alle Betonschalungen wurden vorgefertigt und zur Baustelle transportiert, um die Terrassen, Kniewände, Treppen und Decken zu betonieren. Die Stahlkonstruktionen wurden mit einer Reihe von Vorrichtungen vorgeschweißt und vor Ort verschraubt, so dass der Rahmen einfach und effizient montiert werden konnte. Reste aus den wichtigsten Konstruktionselementen wurde für die Herstellung von Möbeln wie Picknicktischen und einer Kücheninsel verwendet. Die trapezförmigen Holzdachpaneele wurden in der Werkstatt gebaut, mit dem Kran vor Ort angebracht und mit der Stahlkonstruktion verschraubt. Die transluzente Glashülle wurde verkleidet, kodiert und werkseitig zugeschnitten, um den Abfall zu minimieren und die Installation vor Ort zu beschleunigen.

Couch

Couch

Couch mit Seeblick

Das Clubhaus des IJburg Tennis Club

Ijburg

Die „Couch“ ist das neue Clubhaus des IJburg Tennis Club in einem neuen Stadtteil östlich von Amsterdam. Auf den sechs künstlichen Inseln werden insgesamt 18.000 Häuser für 45.000 Menschen gebaut. Derzeit zählt der Bezirk nur 16.000 Einwohner. Es gibt viele Initiativen und Anreize, um Menschen in die Gegend zu locken, wie zum Beispiel den Strand von Blijburg aan Zee und den neu gegründeten IJburg Tennis Club. Der Tennisclub mit seinen bereits 1.100 Mitgliedern verfügt über stattliche zehn Sandplätze und eine Tennisschule. Das neue Clubhaus – die Couch – ist das Zentrum der Aktivitäten des Clubs. Die Zonierung des Geländes sah zwar Platz für einen Tennisclub vor, ein Vereinsheim mit den notwendigen Nebeneinrichtungen konnte jedoch nicht schnell genug gebaut werden. Also so wurden die Plätze angelegt und eine temporäre Anlage installiert.

Barrierefreie Ikone

Das Design von MVRDV füllte die Lücke mit einem geradezu ikonenhaften Gebäude. Die Couch bietet sowohl eine Tribüne als auch ein (nicht ganz) schlichtes Vereinsheim mit Seeblick. Ziel des Vereins ist es, so zugänglich wie möglich zu sein: Das Gelände ist an 365 Tagen im Jahr kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich. Kein privater Club, sondern ein Treffpunkt für Jung und Alt. Alles kann, nichts muss – nicht einmal Tennis. Die Menschen kommen auf einen Kaffee oder Snack, treffen sich hier mit Freunden  oder lesen einfach nur Ihre E-Mails. Die Herausforderung für die Planer bestand darin, ein Gebäude zu schaffen, das als zentrale Versammlungsstäte fungiert und funktioniert. Ein Wohnzimmer für IJburg, wo das Gebäude wie ein Stadtmobiliar Teil der Gemeinschaft wird.

Architekt

MVRDV
Achterklooster  7
NL – 3011 RA Rotterdam 

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Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries
Renske van der Stoep, Pepijn Bakker, Arjen Ketting, Sanne van der Burgh, Cristina Gonzalo, Rosa Rogina

Studio Bouwhaven, Barendrecht

Bauherr & Nutzer

TC IJburg
Amsterdam
Niederlande

Fotograf

Daria Scagliola & Stijn Brakkee

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Autor

MVRDV

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Eröffnung

2015

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Adresse

Tennisclub IJburg
Zandzeggestraat 1
NL-1087 SL Amsterdam

Luftbild

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Lageplan + Grundriss

Das Dach taucht ab

Das Clubhaus ist ein langer, offener Raum mit beidseitigen Funktionsräumen wie Umkleideräume, Küche, Abstellraum und Toiletten. Der Hauptraum – das eigentliche Wohnzimmer – ist  ultifunktional, so dass er für die vielen Veranstaltungen des Clubs genutzt werden kann. Das Dach fällt zur Südseite hin ab und wird nach Norden hin bis zu einer Höhe von sieben Metern angehoben, wodurch eine informelle Tribüne für den Club entsteht.  Die breite Glasfront an der Nordseite ermöglicht eine großflächige natürliche Beleuchtung und bietet einen Blick über das Wasser des IJ-Sees.

Im Inneren der Couch

Im Inneren ist die Betonkonstruktion mit FSC-zertifiziertem Holz verkleidet, die Außenseite mit einem EPDM-Polymer-Hotspray in der gleichen Farbe und Struktur wie die Tennisplätze. Die reduzierte Glasfläche nach Süden trägt zur Kühlung des Gebäudes bei. Die thermischen Eigenschaften von Beton und Holz werden genutzt, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen. Das Gebäude wird mit Fernwärme beheizt, die durch ein Wärmetauscher-System effizient betreiben wird. Im Sommer wird natürlich belüftetet, was dem ehrgeizigen Anspruch an die  Nachhaltigkeit des Gebäudes entspricht. Ein Clubhaus als Treffpunkt für einen ganzen Stadtteil: MVRDV machen Tennis zum Trendsport.

Bilder

Hoeschpark in Dortmund

Hoeschpark in Dortmund

Football am Borsigplatz

Der Hoeschpark in Dortmund

Die Wiege von Borussia Dortmund

Der 1941 eröffnete und heute unter Denkmalschutz stehende Hoeschpark zwischen Borsigplatz und ehemaliger Westfalenhütte ist eine der bedeutendsten städtebaulichen Grünanlagen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Er gilt noch heute für das direkte Umfeld, das sogenannte Hoeschparkquartier, sowie die gesamte östliche Nordstadt als wichtige Park- und Sportanlage, die als Erholungsstätte für Jedermann genutzt wird. Der Borsigplatz ist auch die Heimat des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Planung und Umsetzung

SHA Scheffler Helbich Architekten erstellten in Jahr 2014 eine Machbarkeitsstudie, um eine Entscheidungsgrundlage für das weitere planerische Vorgehen im Hoeschpark zu gewinnen. Im Anschluss plante das Büro die Umwandlung von drei Tennenplätzen zu Kunstrasenplätzen für den American-Football-Club der Dortmunder Giants sowie für den Freizeitfußball. Auf dieser Grundlage startete die STRABAG Sportstättenbau GmbH 2015 mit der Umsetzung und wandelte zuerst das Football-Feld von Tenne zu Kunstrasen um. Bereits im Dezember des Jahres konnten das Spielfeld übergeben werden. Im folgenden Frühjahr wurde dann der Platz für den Freizeitfußball zu einem Kunstrasen-Kleinspielfeld umgebaut. Im Mai 2016 konnten auch diese Felder an die Nutzer übergeben werden.

Architekt

SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH Schwerter Straße 264 D-44287 Dortmund

Team

Projektleitung: Dipl. Ing. Katrin Saussen, Architektin Projektbeteiligte: Dipl. Ing. Kristin Smula, Architektin Bauleitung: Dipl. Ing. Stefan Oppermann

Bauherr

Sportwelt Dortmund GmbH

Hauptnutzer

1. Dortmunder Footballclub Dortmund 1980 „Giants“ e.V.  Postfach 10 14 30 D-44014 Dortmund

Bauunternehmen

STRABAG Sportstättenbau GmbH Schäferstraße 49 D-44147 Dortmund

Kunstrasen

Polytan GmbH Niederlassung Nord Kleine Heide 14 D-33790 Halle/Westfalen
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Fotograf

©Samuel Straka, RazrInc, www.razr-inc.com ©SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH
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Autor

SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH
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Adresse

Hoeschpark Kirchderner Str. 35 D-44145 Dortmund
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Eröffnung

2016
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Baukosten

1.300.000 €

Luftbild + Lageplan

Zur Ausführung kamen diese Spielfelder

  • Ein 7.494 m² großes Kunstrasenspielfeld für American Football. Installiert wurde das System LigaTurf RS+ CoolPlus (WorldCup Edition) mit glatten Filamenten auf einer 30 mm dicken Elastikschicht. Verfüllt wurde der Kunstrasen mit Quarzsand und Gummigranulat.
  • Ein 968 m² großes Kleinspielfeld und ein 7.072 m² großes Großspielfeld für Fußball. Beide erhielten auf der 30 mm dicken Elastikschicht das Kunstrasensystem „LigaGrass Pro CoolPlus“. Dieses hat texturierte Filamente und wurde mit Quarzsand und grünem EPDM-Granulat verfüllt.

Die Giants

Der Um- und Ausbau der Sportflächen war der Grundstein der festen Ansiedlung des „Dortmund Giants American Football“ in Dortmund. Inzwischen ist die Anlage sogar als Landesleistungstützpunkt etabliert. Daher gelten die Giants als Kümmerer für den Hoeschpark. Der Verein zählt derzeit rund 350 Mitglieder und stellt aktuell sechs Mannschaften, davon eine in der Bundesliga und eine in der Regionalliga. Des Weiteren gehören dem Verein auch Mädchenmannschaften und eine Cheerleaderabteilung an.

Bilder

Eins für alle

Das Football-Feld und das Fußball-Großspielfeld sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Dafür steht das Kleinspielfeld allen Besuchern des Hoeschparks offen. Für die Abendstunden hat STRABAG zusätzlich eine neue Flutlichtanlage mit jeweils sechs Masten auf den beiden großen Plätzen installiert. Der Hoeschpark hat durch die Plätze eine enorme Aufwertung erhalten und das Sportangebot nochmals erweitert. Die Anlage bietet nun eine gelungene und gewachsene Mischung aus Grünanlage und Wettkampfstätte, mit Freiräumen für vielfältige Freizeitaktivitäten. Der Hoeschpark ist Treffpunkt für alle Altersklassen und Nutzergruppen, denn sie finden hier – neben dem Sport – quartiersnahe Erholung und Entspannung für alle Generationen und Nutzergruppen.

Stade du Merlan

Stade du Merlan

Von den Schildkröten lernen

Neues Gebäude für das Stade du Merlan in Marseille

Schwierige Nachbarn

Planung und Bau des neuen Nebengebäudes für das Stade du Merlan in Marseille gingen von zwei grundsätzlichen Voraussetzungen aus: der Wunsch des öffentlichen Auftraggebers, eine (schwierige) Nachbarschaft nicht zu stigmatisieren, und der Wunsch, sich für Architektur zu entscheiden. Der Standort war lange Zeit sich selbst überlassen worden und Schauplatz von verbrannten Autos und Kleinkriminellen aller Art. Die Randbedingungen waren bekannt, die Spezifikationen klar definiert:

  • Ein benachteiligtes Viertel, das von Kriminalität geplagt ist.
  • Das notwendige „Management“ unerwünschter Eindringlinge
  • Ein Gitter, das unmöglich zu überqueren und gegen Angriffe resistent ist
  • Ein Gebäude, das Einbrüchen, Graffitis, zerbrochenen Fenstern, Hausbesetzungen widersteht
  • Einfache Wartung, einfache Instandhaltung

Bunker vs. Schildkröte

Die Bedeutung von Architektur nimmt unter solchen Voraussetzungen eindeutig zu. Das ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) entschied sich gegen die in Gegenden wie dieser verbreiteten Bunker-Architektur – und für das Vorbild der Schildkröten. Das neue Umkleidegebäude für das Stade du Merlan wurde fast komplett eingegraben, nur die Zugänge sind sinnigerweise gut erreichbar. Das schützt Fassaden und Dächer vor den bereits genannten Problemen und macht den Zugang leichter zu kontrollieren. Darüber hinaus entstand auf dem Gebäude eine Grünfläche, die hier bisher sehr fehlte. Diese überraschende und doch so funktionale Antwort verändert auch die Ästhetik des Ortes: es entstand eine Luftblase, ein besonderer Ort des Sports und der Erholung, der den Schulen und Bewohnern gewidmet ist. Das Projekt leiht sich ein pflanzliches Vokabular, um einen sehr besonderen Freiraum zu schaffen.

Architekt

ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) 467 avenue de mazargues 13008 Marseille Frankreich
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Bauherr

STB Northeast 20 Bd Françoise Duparc 13 004 Marseille Frankreich
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Adresse

Avenue de l’escadrille Normandie-Niemen Marseille 13e Frankreich

Luftbild

Danke, Google!
fa-

Autor

ATELIER NAOM*
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Fotograf

ATELIER NAOM*
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Baukosten

3.265.000 €
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Eröffnung

2016
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Materialien

Die verwendeten Materialien rund um das Stade du Merlan wirken – wie das Konzept – auf den ersten Blick ein wenig bizarr, haben aber absolut Sinn: Die Patina aus Cortenstahl, in warmen Farbtönen von Orange bis Braun, die an die Farbe der Erde erinnern, verbindet sich mit den grünen Hängen, die von Blumen und Brachland übersät bzw. geprägt sind. Die einzelnen Teile des Zauns, die von weitem wie eine geschlossene Fläche wirken, verflüchtigen sich schnell wie Zweige und lassen Ein- und Durchblicke zu. Vor allem erlauben sie, das Gelände zu schließen. Das macht man anderswo auch, hier hat der Zaun auch eine wahrnehmbare und gut gestaltete Verbindung zum nahen städtischen Kontext. Die Ästhetik dieses Zauns will uns sagen: NAOM* wollen keine Barrikaden bauen, sondern im Gegenteil Verbindungen schaffen.

Die Sirenen der Standardkataloge

Auch aus praktischer Sicht ist die Wahl eines Werkstoffes wie Cortenstahl eine nachhaltige Entscheidung, denn er ist langlebig und pflegeleicht: Nach dem Schleifen (z.B. eines Graffitis) regeneriert sich die Patina von selbst. Die gesamte Stadtmöblierung wurde für diesen Standort, für das Stade du Merlan, entworfen. Die Architekten legen Wert darauf, auch in jedem Detail vom Baumraster bis zur Beschilderung im Inneren ihrer Rolle als Designer gerecht zu werden und „den Sirenen der Standardkataloge“ zu widerstehen. Das hat geklappt.

Fotos

McArena

McArena

Die immer lacht

Neue McArena Freilufthalle der SG Sonnenhof Großaspach

Jederzeit perfekte Bedingungen

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach setzt auf nachhaltiges und gesundes Wachstum und schafft hierfür weitere Sportkapazitäten. Elementarer Bestandteil ist die Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums, in das auch eine McArena Freilufthalle integriert ist.

„Die SG ist ein besonderer Verein, hat mit dem dualen Weg ein einzigartiges Konzept im Profifußball und geht außergewöhnliche Wege. Dazu gehört auch die McArena. Sie stärkt die Jugendarbeit, die uns sehr am Herzen liegt und passt absolut zu unserem Konzept.“, sagt Werner Benignus, Präsident der SG Sonnenhof Großaspach.

Ganzjährig bespielbar

Die McArena Freilufthalle ist eine Hybrid-Lösung aus Sportplatz und Sporthalle. Dank großzügiger Überdachung ist sie das ganze Jahr bespielbar und garantiert jederzeit perfekte Sportbedingungen für die Fußballer. Im Winter sicher vor Schnee, während der heißen Sommermonate geschützt im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen. Sie ist damit eine echte Aufwertung der sportlichen Infrastruktur und schafft witterungsgeschützte Trainingsmöglichkeiten in natürlicher Umgebung, an der frischen Luft. Das moderne Kunstrasenspielfeld mit den Maßen 30m x 15m ist mit einem umlaufenden Banden- und Netzsystem eingefasst, so dass der Ball jederzeit im Spiel ist. Für die Sportler ist das sehr anstrengend, schult aber intuitiv die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit in Drucksituationen.

Hersteller

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
71522 Backnang
Deutschland

Die McArena GmbH

Die McArena GmbH mit Sitz in Backnang (Baden-Württemberg) wurde im Jahr 2013 gegründet. Das Unternehmen ist eine zukunftsorientierte Gesellschaft im Sportstättenbau, die auf die Entwicklung, Bau und Betrieb von multifunktionalen Freiluft-Sporthallen spezialisiert ist. Das innovative Sportstättenkonzept der McArena Freiluft-Sporthalle sowie die Gründer Andreas Kübler, Michael Sindel, Matthias Prinz wurden im Rahmen des Sparkassen Gründerpreis und des Innovationspreis ausgezeichnet. Zahlreiche Kommunen und Sportvereine aus ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren für den Bau einer McArena Freiluft-Sporthalle entschieden. Das Spektrum der Nutzung in einer McArena reicht hierbei von Sportarten wie Fußball, Volleyball, Hockey, Tennis und Gesundheitssport bis hin zur Veranstaltung von Events in unterschiedlichen Größenordnungen. Weitere Informationen unter www.mcarena.de

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Multifunktional und nachhaltig

Für Fluchtlicht-Atmosphäre sorgt eine moderne LED-Beleuchtung in der McArena. Diese garantiert eine optimale Ausleuchtung zu jeder Zeit. Ein zusätzlich überdachter Vorbereich von 75 m² bietet ausreichend Platz für Zuschauer, Trainer und die Unterbringung von Trainingsmaterialien. Neben der reinen Sportnutzung eignet sich die McArena Freilufthalle auch für ideal für Veranstaltungen, Feste und Feiern. Dazu wird ein modularer Abdeckboden auf dem Kunstrasen verlegt und aus dem Spielfeld wird in kürzester Zeit eine Veranstaltungsfläche.

Thomas Deters, Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, zur Errichtung der McArena Freilufthalle: „Für uns als professioneller Fußballverein ist ein nachhaltiger Ausbau der Infrastruktur besonders wichtig. Die McArena ist hierbei sowohl unter sportlichen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine ideale Lösung.“

Wunschzeiten einfach online buchen

Von den neuen Kapazitäten in der McArena Aspach profitieren aber nicht nur die eigenen Vereins- und Jugendmannschaften. Ganz bewusst hat sich der Verein für eine Öffnung der Anlage an externe Sportler entschieden. Die McArena steht zukünftig allen Sportler der Region zur Verfügung und Hobby-, Betriebs- oder andere Vereinsmannschaften können sich über ein modernes Buchungssystem ihre individuellen Nutzungszeiten sichern.

Fotos

Barrancabermeja

Barrancabermeja

Architektur ist Action

Überdachung für die Parks von Barrancabermeja

Barrancabermeja

Diese überdachte Fläche mit Freizeit- und Sporteinrichtungen befindet sich in Barrancabermeja, einer Stadt mit 191.000 Einwohnern im Norden Kolumbiens, am Ufer des Flusses Magdalena. Das insgesamt 7.000 Quadratmeter große öffentliche Zentrum ist durch eine modulare Struktur geschützt, die auf schlanken Säulen ruht und zukünftige Erweiterungen ermöglicht. Das System der langgestreckten Rhomben beinhaltet Öffnungen zum Filtern des Sonnenlichts und außerdem Ventilatoren, Sprinkler, Lautsprecher und eine Beleuchtungsanlage.

Prototyp

Ziel dieses Projektes ist es, den Prototyp eines offenen Raums für die Parks von Barrancabermeja in einem schwierigen sozialen Umfeld zu schaffen, der der Rolle der Gemeinschaft stärkt. Das modulare System besteht aus einem langgestreckten Rhombus, das sich vervielfacht und in einem Grundmodul oder einem Komplementärmodul wiedervereinigt. So entsteht eine anpassungsfähige und progressiv wachsende Struktur. Das Ergebnis ist das Dach über der Anlage. Besonders macht diese Überdachung die Abfolge von physischen Wahrnehmungen, die auf natürlichen Faktoren wie Feuchtigkeit, Hitze, Kälte oder Licht beruhen. Kontrollierte Elemente wie Lichtfiltration, Ventilatoren, Schallabsorber und Wasserimplementierungen schaffen eine Atmosphäre, die den Menschen für die Beziehung des eigenen Körpers zur Natur sensibilisiert.

Architekt

El Equipo Mazzanti
Calle 69 No. 10 – 06 
Bogotá
Kolumbien

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Team

Giancarlo Mazzanti, Carlos Medellín, Humberto Mora, Simón Escabi, Juan Carlos Zapata, Luz Rocío Lamprea, Juan Carlos Zapata, Laura Pachón, Lorena Mendoza, Manuela Dangond, Andrés Melo,  Juan Esteban Parra, Julian Quiroz, Pablo Maal

Structural engineer
Nicolás Parra

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Bauherr

Municipio de Barrancabermeja

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Autor

El Equipo Mazzanti

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Fotograf

Alejandro Arango – Pequeño Robot
Dirección de fotografía: Mariana Bravo

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Eröffnung

2016

Video
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Struktur

Die Struktur fungiert als Instrument zur Förderung jeglicher Aktivitäten in Barrancabermeja, die von sportlichen, spielerischen, wirtschaftlichen, akademischen und kulturellen Aktivitäten bis hin zu sozialen Aktivitäten reichen. Alles profitiert von ihrer offenen Art, die auf Interaktionen zwischen Menschen und mit der Natur hinaus will.

El Equipo Mazzanti

Die Architekten von El Equipo Mazzanti sehen das so: „Architektur ist Aktion. Wir induzieren Handlungen, Geschehnisse und Beziehungen, aus denen wir Formen, Muster und offene materielle Organisationen entwickeln, die sozialen Zielen folgen. Damit wollen wir neue Verhaltensweisen und neue Dynamiken auslösen, die Menschen ermutigen, auf eine Art und Weise zu handeln, die sie sich niemals vorstellen konnten.“

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