Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab

Urbane Akupunktur

Das Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab

Ausstat­tung

American-Foot­ball-Spiel­feld, Zuschau­er­tri­bünen, über­dachte Aufent­halts- und Zuschau­er­be­reiche, Plätze und Terrassen, multi­funk­tio­nale Sport- und Bewe­gungs­flä­chen sowie öffent­liche Frei­räume

Beson­der­heiten
  • Spek­ta­ku­läre Verbin­dung von Sport, Archi­tektur und Land­schaft
  • American-Foot­ball-Stadion als leben­diger öffent­li­cher Raum
  • eindrucks­volle Verzah­nung mit der Topo­grafie durch kraft­volle terras­sierte Archi­tektur inmitten der kargen Berg­land­schaft
  • weit auskra­gende Schat­ten­dä­cher, erdfar­bener Sicht­beton und Natur­stein vom Grund­stück
  • starke lokale Iden­tität 
Adresse

Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab
Colonia El Mayab
MEX – Tecate, Baja Cali­fornia

Eröff­nung

2025

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Das Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab im mexi­ka­ni­schen Tecate ist Stadion, Sport­an­lage und öffent­li­cher Raum zugleich. Mit pigmen­tiertem Beton, Natur­stein und weit ausgrei­fenden Dächern über­setzt Taller de Arqui­tec­tura Miguel Montor die karge Topo­grafie Baja Cali­for­nias in eine unge­wöhn­lich kraft­volle Sport­ar­chi­tektur.

Mehr als ein Stadion

American Foot­ball war der Ausgangs­punkt, doch El Mayab ist als Sport­stätte, Kulturort und öffent­li­cher Treff­punkt für das gesamte Quar­tier konzi­piert.

Tecate liegt im äußersten Nord­westen Mexikos, unmit­telbar an der Grenze zu den USA. An der Peri­pherie der Stadt entstand 2025 das Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab als Teil des staat­li­chen Programa de Mejo­r­ami­ento Urbano. Das Programm setzt gezielte öffent­liche Baupro­jekte in Stadt­teilen mit sozialen und infra­struk­tu­rellen Defi­ziten ein, um neue Impulse für das Quar­tier zu schaffen. Die Archi­tekten spre­chen dabei von einer Form der „urbanen Akupunktur“.

Im Stadt­teil El Mayab gab es dafür einen sehr konkreten Anlass: American Foot­ball besitzt hier eine starke lokale Tradi­tion, geeig­nete Sport­an­lagen fehlten jedoch. Das neue Zentrum stellt deshalb ein regu­läres Spiel­feld ins Zentrum der Anlage, beschränkt sich aber ausdrück­lich nicht auf dessen sport­liche Nutzung. Stadion, Kulturort, Treff­punkt und öffent­li­cher Frei­raum werden als zusam­men­hän­gende Infra­struktur verstanden.

Gebaute Topo­grafie

Terrassen, Treppen, Tribünen und weit auskra­gende Dächer machen aus der Sport­an­lage eine Fort­set­zung der umge­benden Land­schaft.

Die eigent­liche archi­tek­to­ni­sche Qualität des Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab entsteht an den Rändern des Spiel­felds. Statt einer konven­tio­nellen, vom Gelände unab­hän­gigen Tribü­nen­an­lage entwi­ckelt Taller de Arqui­tec­tura Miguel Montor eine Folge aus Terrassen, Treppen, Plätzen, Tribünen und über­dachten Berei­chen.

Große, leicht geneigte Dächer legen sich über diese unter­schied­li­chen Ebenen. Sie spenden den für das lokale Klima wich­tigen Schatten und bilden zugleich eine räum­liche Verbin­dung zwischen Spiel­feld und anstei­gendem Gelände. Die Archi­tektur erscheint dadurch weniger als einzelnes Gebäude denn als künst­lich fort­ge­setzte Land­schaft.

Bemer­kens­wert ist dabei die Offen­heit der Anlage. Die Tribünen sind nicht allein Zuschau­er­be­reiche für den orga­ni­sierten Sport. Treppen und Terrassen können ebenso zum Sitzen, Treffen oder Beob­achten genutzt werden. Damit bleibt das Zentrum auch jenseits von Spielen und Veran­stal­tungen Teil des alltäg­li­chen öffent­li­chen Lebens. Genau diese Mehr­fach­nut­zung gehörte nach Angaben der Archi­tekten von Beginn an zum Konzept.

Die Farben des Ortes

Pigmen­tierter Sicht­beton und Natur­stein vom Grund­stück binden die Archi­tektur unmit­telbar an die Farben und Mate­ria­lien der Land­schaft von Tecate.

Auch die Mate­ri­al­wahl folgt dem Land­schafts­bezug. Der über­wie­gend verwen­dete Sicht­beton wurde pigmen­tiert und nimmt mit seinem rötlich-braunen Farbton die Erde und Felsen der Umge­bung auf. Ergänzt wird er durch Natur­stein, der direkt vom Grund­stück stammt. Archi­tektur und Land­schaft erhalten damit nahezu dieselbe Farb­pa­lette.

Gerade aus der Distanz wird diese Stra­tegie sichtbar. Die nied­rigen Baukörper, Mauern und Terrassen setzen die Linien des Geländes fort, während die dunk­leren Dächer als hori­zon­tale Schicht darüber­liegen. Selbst das große Foot­ball­feld erscheint weniger als isolierte grüne Fläche denn als Teil einer Folge künst­lich model­lierter Ebenen.

Terri­to­rium und Erin­ne­rung

Die Topo­grafie des Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab wird nicht nur zum Entwurfs­werk­zeug, sondern verweist zugleich auf die Geschichte und die tradi­tio­nellen Formen der Land­nut­zung in der Region.

Die Ausein­an­der­set­zung mit der Land­schaft besitzt auch eine kultu­relle Dimen­sion. Die Archi­tekten beziehen sich auf histo­ri­sche Formen der Besied­lung und Land­nut­zung der Kumiai, der indi­genen Bevöl­ke­rung dieser Region. Dabei geht es ausdrück­lich nicht um die formale Nach­bil­dung tradi­tio­neller Archi­tektur. Viel­mehr wird die Vorstel­lung aufge­griffen, den Boden nicht ledig­lich als Baugrund zu behan­deln, sondern seine Topo­grafie zum Ausgangs­punkt der räum­li­chen Ordnung zu machen.

Platt­formen, Terrassen und Plätze folgen dieser Idee. Auch die leicht gegen­ein­ander geneigten Dächer und Trag­struk­turen lösen sich von einer streng ortho­go­nalen Ordnung. Regen­was­ser­füh­rung, Schat­ten­wurf, Licht und Ausblicke auf die umge­benden Berge werden zu Bestand­teilen der Archi­tektur.

Sport als öffent­li­cher Raum

Die entschei­dende Qualität von El Mayab zeigt sich im Alltag: Aus einer Sport­stätte ist ein frei zugäng­li­cher und intensiv genutzter öffent­li­cher Ort geworden.

Entschei­dend für das Projekt ist jedoch nicht allein seine formale Qualität. Das Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab wurde als frei zugäng­li­cher öffent­li­cher Ort konzi­piert. Nach Angaben der Archi­tekten wird die Anlage inzwi­schen sowohl am Wochen­ende als auch während des normalen Tages­ab­laufs intensiv genutzt. Sport, Frei­zeit, Fami­li­en­leben und gemein­schaft­liche Akti­vi­täten über­la­gern sich.

Damit erfüllt das Projekt einen Anspruch, der weit über die Bereit­stel­lung eines Foot­ball­felds hinaus­geht: Sport wird zum Anlass für die Herstel­lung öffent­li­chen Raums. Die Archi­tektur schafft dafür keine spek­ta­ku­läre Soli­tär­form, sondern eine begeh­bare Land­schaft aus Spiel­feld, Tribünen, Dächern, Wegen, Treppen und Plätzen.

Das macht El Mayab gerade für den euro­päi­schen Sport­stät­tenbau inter­es­sant. Die Grenzen zwischen Sport­an­lage, Park, Tribüne und Quar­tiers­platz werden weit­ge­hend aufge­hoben. Das Ergebnis ist keine abge­schlos­sene Sport­stätte, sondern ein Stück Stadt.

Was wir hier lernen können

Das Centro Depor­tivo y Cultural El Mayab zeigt, wie aus einer spezi­fi­schen Sport­in­fra­struktur ein viel­schich­tiger öffent­li­cher Raum mit Bedeu­tung für ein ganzes Quar­tier entstehen kann.

  • Sport­in­fra­struktur kann Quar­tiers­ent­wick­lung sein. El Mayab behan­delt die Sport­an­lage nicht als spezia­li­siertes Einzel­ob­jekt, sondern als öffent­li­chen Ort, der auch außer­halb des orga­ni­sierten Sports funk­tio­niert.
  • Topo­grafie kann Archi­tektur ersetzen. Tribünen, Plätze und Aufent­halts­be­reiche entwi­ckeln sich aus den vorhan­denen Höhen­un­ter­schieden und redu­zieren damit die Tren­nung zwischen Bauwerk und Land­schaft.
  • Klima­schutz wird zum Gestal­tungs­mittel. Die weit auskra­genden Dächer schaffen Schatten und Wetter­schutz, bestimmen gleich­zeitig aber wesent­lich die räum­liche Iden­tität der Anlage.
  • Lokale Mate­ria­lien schaffen Zuge­hö­rig­keit. Pigmen­tierter Sicht­beton und vor Ort gewon­nener Natur­stein binden die Anlage farb­lich und mate­riell an die Land­schaft von Tecate.

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Estadio Muni­cipal de Braga

That’s amore

Estádio Muni­cipal de Braga

Es gibt Stadien, die sich in ihre Umge­bung einfügen – und es gibt Stadien, die sie neu defi­nieren. Das Estadio Muni­cipal de Braga gehört zur zweiten Kate­gorie. Entstanden für die Fußball-Euro­pa­meis­ter­schaft 2004, ist es bis heute eines der radi­kalsten und einfluss­reichsten Beispiele dafür, wie Stadi­onar­chi­tektur über reine Funk­tion hinaus­gehen kann.

Entwurf:

Souto Moura Arqui­tectos

Vor allem: konse­quent

Das Estadio Muni­cipal de Braga ist eines der Stadien, bei denen sich die Qualität nicht aus Größe oder Insze­nie­rung allein erklärt, sondern aus der Konse­quenz, mit der funk­tio­nale Anfor­de­rungen aus dem Ort heraus gedacht wurden. Reali­siert für die Fußball-Euro­pa­meis­ter­schaft 2004, nutzt die Anlage einen ehema­ligen Stein­bruch und macht dessen Geome­trie zur Grund­lage jeder plane­ri­schen Entschei­dung.

Der Entwurf stammt von Pritzker-Preis­träger Souto de Moura.

In Stein gemei­ßelt

Im Estadio Muni­cipal de Braga gibt es nur zwei Tribünen. Statt eines geschlos­senen Stadi­on­rings stehen sich hier zwei mäch­tige Ränge entlang der Längs­seiten gegen­über. Hinter den Toren öffnet sich der Raum: auf der einen Seite zur drama­ti­schen Fels­wand des Stein­bruchs, auf der anderen zur weiten Land­schaft. Diese bewusste Reduk­tion folgt einer klaren Haltung: Fußball als großes Spek­takel braucht nicht zwin­gend maxi­male Verdich­tung, sondern kann auch durch Insze­nie­rung des Ortes an Inten­sität gewinnen.

Die beiden Tribünen folgen unter­schied­li­chen konstruk­tiven Logiken: Die eine ist in den Fels geschnitten und nutzt dessen Masse als räum­liche und stati­sche Ressource. Die andere ist als eigen­stän­dige Beton­struktur orga­ni­siert, mit klar ables­baren Erschlie­ßungs­wegen, inte­grierter Infra­struktur und flexi­blen Nutz­flä­chen. Diese Dualität erlaubt eine saubere Tren­nung von Funk­tionen und Besu­cher­strömen, ohne komplexe Umlauf­sys­teme.

Hänge­brü­cken

Auch konstruktiv war das Estadio Muni­cipal de Braga ein Pionier. Das Dach spannt sich scheinbar schwe­relos zwischen den Tribünen – getragen von mehr als 80 Stahl­seilen, inspi­riert von tradi­tio­nellen Hänge­brü­cken der Inka. Dieses Prinzip erin­nert an den Portu­gie­si­schen Pavillon der Expo 98 von Álvaro Siza Vieira, an dessen Entwurf Souto de Moura betei­ligt war, wird hier jedoch in eine neue Dimen­sion über­führt.

Die fili­grane Dach­kon­struk­tion kontras­tiert mit der massiven Beton­struktur und der rauen Granit­ku­lisse – ein Span­nungs­feld, das die beson­dere Monu­men­ta­lität des Stadions ausmacht.

Erschlie­ßung von unten

Die archi­tek­to­ni­sche Drama­turgie setzt sich in der Erschlie­ßung fort: Zuschauer durch­queren unter dem Spiel­feld eine säulen­ar­tige, fast sakrale Raum­struktur, bevor sie auf die in den Fels geschnit­tene Tribüne gelangen.

Auf der gegen­über­lie­genden Seite rhyth­mi­sieren große Öffnungen die Beton­struktur und schaffen flie­ßende Bewe­gungs­räume.

Legende

Heute wird das Stadion erfolg­reich nicht nur für Fußball genutzt, sondern auch für Konzerte, Kongresse und Veran­stal­tungen. Dennoch bleibt seine größte Leis­tung eine andere: Es hat unser Verständnis von Stadi­onar­chi­tektur erwei­tert. Weg vom stan­dar­di­sierten Typus, hin zu einer orts­spe­zi­fi­schen, mutigen und erzäh­le­ri­schen Bauweise.

Das Estadio Muni­cipal de Braga ist damit weit mehr als eine Sport­stätte – es ist ein Mani­fest. Ein Beweis dafür, dass außer­ge­wöhn­liche Orte nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Heraus­for­de­rungen entstehen.

Eine echte Legende, die man einfach lieben muss.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

Souto Moura Arqui­tectos

Bauherr

Câmara Muni­cipal de Braga

Eröff­nung
2003
Adresse

Estadio Muni­cipal de Braga
Parque Norte
R. Monte de Castro 12
4700–087 Braga
Portugal

Fotos

Chris­tian Rich­ters

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

Videos

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Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre

Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre

Wind­schnittig

Das Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre von Zaha Hadid Archi­tects vereint flie­ßende Archi­tektur, inno­va­tive Dach­technik und urbane Offen­heit zu einer neuen Land­marke für Fußball, Urba­nität und High-Tech.

Entwurf:

Zaha Hadid Archi­tects

Eine Frage der Geome­trie

Das Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre wurde Im September 2025 eröffnet. Der 60.000 Zuschauer fassende Neubau im Feng­dong-New-City-District verbindet High-Tech-Inge­nieur­wesen mit einer skulp­tu­ralen Formen­sprache und reagiert auf Klima, Urba­nität und die Bedürf­nisse der Zuschauer.

Die archi­tek­to­ni­sche Gestalt des Stadions ist das Ergebnis einer konse­quenten klima­ti­schen und funk­tio­nalen Opti­mie­rung. Die flie­ßende, wind­schnit­tige Geome­trie reagiert auf die kalten Nord­winde im Winter und die heißen Sommer in der Metro­pole Xi’an (13 Millionen Einwohner). Insbe­son­dere die Dach­form fungiert als schüt­zende Hülle: Sie lenkt Wind­strö­mungen ab, spendet groß­flä­chig Schatten – und erzeugt eine starke visu­elle Iden­tität.

Charak­te­ris­tisch ist der sattel­ar­tige Zuschau­er­körper, der im Bereich der Mittel­linie deut­lich ansteigt. Diese Geome­trie maxi­miert die Anzahl der Sitz­plätze mit opti­malen Sicht­be­zie­hungen zum Spiel­feld und verdichtet die Atmo­sphäre im Zentrum des Stadions.

Die Planung stammt von Zaha Hadid Archi­tects.

WIr haben den Entwurf vor fünf Jahren schon einmal veröf­fent­licht.

Konstruk­tion und Offen­heit

Ein zentrales archi­tek­to­ni­sches und konstruk­tives Element ist das leichte Kabel­netz-Dach­trag­werk, welches große Spann­weiten bei mini­malem Mate­ri­al­ein­satz ermög­licht. Die redu­zierte Eigen­last senkt nicht nur den Ressour­cen­ver­brauch und den CO₂-Fußab­druck, sie erlaubt auch weit auskra­gende Dach­über­stände, die alle umlau­fenden Bereiche effektiv vor Sonne und Regen schützen.

Über dem Zuschau­er­be­reich spannt sich eine trans­lu­zente Membran, die diffuses Tages­licht in das Stadi­on­in­nere führt. Diese Lösung schützt die Zuschauer vor Witte­rungs­ein­flüssen, fördert gleich­zeitig das natür­liche Wachstum des Rasens und redu­ziert den Bedarf an künst­li­cher Beleuch­tung.

Die Fassade des Stadions ist nicht als geschlos­sene Hülle konzi­piert, sondern als offenes, gestaf­feltes System aus Terrassen und Umläufen. Beson­ders an der Südseite treten die Ebenen kaska­den­artig zurück und formen eine über­dachte, platz­ar­tige Zone, die den Über­gang zwischen Stadt und Stadion flie­ßend gestaltet.

Inten­sive Erleb­nisse

Eine umlau­fende, groß­zü­gige Prome­nade dient der Erschlie­ßung und Versor­gung im oberen Stadi­on­be­reich. Hier ist jede Menge Platz für Gastro­nomie, Frei­zeit­an­ge­bote und Aufent­halt – sowohl an Spiel­tagen als auch im Alltag. Damit wird das Stadion zu einem urbanen Hybrid (so die Planer), der sport­liche, soziale und kommer­zi­elle Nutzungen mitein­ander verknüpft.

Mithilfe digi­taler Simu­la­tionen wurde die Geome­trie der Tribünen so opti­miert, dass alle 60.000 Plätze maxi­male Nähe, klare Sicht­achsen und akus­ti­sche Inten­sität bieten. Das Resultat ist eine kompakte, emoti­ons­ge­la­dene Stadi­onat­mo­sphäre, die Spieler und Publikum glei­cher­maßen einbindet.

In einer Stadt, die als östli­cher Endpunkt der histo­ri­schen Seiden­straße seit Jahr­hun­derten vom Austausch lebt, setzt das Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre ein zeit­ge­nös­si­sches archi­tek­to­ni­sches Zeichen. Nicht nur für die Möglich­keiten des Inge­nieurs­we­sens, sondern auch für Offen­heit.

Projekt­daten

Planer
Planer Ausfüh­rung
Planer vor Ort
Trag­werk

Zaha Hadid Archi­tects
(ZHA)

Patrik Schu­ma­cher, Nils Fischer, Lei Zheng, Vishu Bhooshan, Jakub Klaska, Hungda Chien, Shajay Bhooshan, Jianfei Chu, Chun- Yen Chen, Marina Dimopoulou, Cesar Fraga­chan, Michael Forward, Matthew Gabe, Stratis Geor­giou, Charles Harris, Yen-fen Huang, Han Hsun Hsieh, Yihoon Kim, Henry Louth, Martha Masli, Mauro Sabiu, Xin Swift, Adeliia Papulzan, Pablo Agustin Vivas, Jinqi Huang, Shajay Bhooshan, Vishu Bhooshan, Jianfei Chu, Cesar Fraga­chan, Henry Louth

Arcplus Insti­tute of
Shanghai Archi­tec­tural
Design & Rese­arch
Co.,Ltd. (AISA

Eröff­nung
Eröff­nung
Fotos
Hufton + Crow

Intel­li­gent Design for
Emer­ging Archi­tec­ture
(Hong­kong) Limited
(iDEA)

Adresse
Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre
Shaanxi, Xi’An,
Xincheng
China
Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

AISA, Schlaich
Berger­mann Partner
(SBP), Qiang Chang

Pläne

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Power­house Stadium

Power­house Stadium in Birmingham

Schorn­stein­sta­dion

62.000 Fans, ein schwenk­bares Dach und urbanes Leben rund ums Stadion: Das Power­house Stadium wird Birming­hams neues Zentrum für Sport und Kultur. Und erzählt die indus­tri­elle Geschichte der Stadt bis in die Zukunft hinein. Als neues Wahr­zei­chen.

Entwurf:

Heather­wick Studio & Manica

Stadt­ent­wick­lung mit Schorn­steinen

Mit dem geplanten Power­house Stadium steht Birmingham vor einem der ambi­tio­nier­testen Stadion- und Stadt­ent­wick­lungs­pro­jekte Groß­bri­tan­niens. Das multi­funk­tio­nale Groß­pro­jekt im Osten der Stadt bietet 62.000 Zuschauern Platz und wird die neue Heimat des Zweit­li­gisten Birmingham City Foot­ball Club. Es ersetzt das tradi­ti­ons­reiche, 1,5 km west­lich gele­gene St. Andrew’s Stadium und bildet ab 2030 das Herz­stück des neuen Birmingham Sports Quar­ters.

Das Projekt versteht sich als Hommage an Birming­hams indus­tri­elle Vergan­gen­heit und über­setzt diese in eine ausge­spro­chen markante Archi­tek­tur­sprache. Das prägende Element sind zwölf hohe, schorn­stein­ar­tige Türme, die an die frühere Ziegel­pro­duk­tion am Standort (Birmingham Wheels Park) erin­nern. Wo möglich, sollen histo­ri­sche Ziegel wieder­ver­wendet werden.

Die „Chim­neys“ genannten Türme über­nehmen dabei mehrere Funk­tionen: Sie tragen das Dach, beher­bergen Treppen und Aufzüge und sind Teil eines passiven Belüf­tungs­kon­zepts.

Entworfen wird das Power­house Stadium von Heather­wick Studio in Zusam­men­ar­beit mit MANICA.

Verschließbar und verschiebbar

Im Inneren setzt das Power­house Stadium auf ein inten­sives Zuschau­er­erlebnis. Die steile, kompakte Zuschau­er­schüssel bringt die Fans so nah wie möglich an das Spiel­feld heran und schafft eine geschlos­sene Atmo­sphäre. Hoch­leis­tungs­fä­hige Akus­tik­lö­sungen sollen die Stim­mung verstärken und gleich­zeitig die Lärm­be­las­tung für das Umfeld begrenzen.

Ein verschließ­bares Dach und ein verschieb­bares Spiel­feld ermög­li­chen flexible Nutzungs­formen und unter­schied­lichste Veran­stal­tungen, vom Fußball über andere Sport­arten bis hin zu inter­na­tio­nalen Konzerten und Große­vents. Damit posi­tio­niert sich das Stadion klar als multi­funk­tio­nale Arena mit möglichst ganz­jäh­riger Auslas­tung.

Ein beson­deres High­light: Einer der Türme soll einen Aufzug zur höchst­ge­le­genen Bar Birming­hams beher­bergen – inklu­sive Panora­ma­blick über die Stadt und einer multi­me­dialen Insze­nie­rung der lokalen Geschichte.

Das Stadion als öffent­li­cher Raum

Zentrales Anliegen aller Betei­ligten ist es, das Stadion nicht nur an Spiel­tagen mit Leben zu füllen. Rund um das Power­house Stadium entsteht ein öffent­lich zugäng­li­cher Stadt­raum, der die ganze Woche über genutzt werden kann. Vorge­sehen sind unter anderem Food-Märkte, Restau­rants, Cafés, Aufent­halts­be­reiche und Spiel­flä­chen für Kinder. Das Stadion wird damit zum sozialen Treff­punkt und inte­gralen Bestand­teil des Quar­tiers.

Als Anker­pro­jekt des Birmingham Sports Quarter soll das neue Stadion weit über den Fußball hinaus wirken. Neben dem Stadion sind Trai­nings­zen­tren für den Leis­tungs- und Nach­wuchs­sport sowie gemischt genutzte Quar­tiers­ent­wick­lungen geplant.

Die Fertig­stel­lung des Power­house Stadium ist ambi­tio­niert für den Start der Saison 2030/2031 vorge­sehen. Ein umfas­sendes Betei­li­gungs­pro­gramm mit Fans und Anwoh­nern soll in diesem Jahr starten.

Mit seinem starken Bezug zur lokalen Iden­tität, inno­va­tiver Inge­nieur­kunst und einer klaren Öffnung zur Stadt versteht sich das Power­house Stadium als neues Wahr­zei­chen Birming­hams.

Und das in großem Stil.

Projekt­daten

Planer

Heather­wick Studio

Planer

Manica

Bauherr
Birmingham City Foot­ball Club
Adresse

Power­house Stadium
1 Adderley Rd S
Birmingham B8 1AD
Verei­nigtes König­reich

Eröff­nung

2025

Render

Heather­wick Studio
Mir
Devi­sual

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

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Stade Jean-Dauger

Stade Jean-Dauger in Bayonne

Neue Nähe

Patrick Arotcharen Agence d‘Architecture

Das moder­ni­sierte Stade Jean-Dauger in Bayonne verbindet Rugby-Tradi­tion mit zeit­ge­nös­si­scher Archi­tektur. Die behut­same Trans­for­ma­tion rückt Spiel­feld, Tribünen und Stadt näher zusammen und macht das histo­ri­sche Stadion zu einem urbanen Bauwerk im grünen Gürtel der Stadt.

Vom Übungs­platz zum Rugby­sta­dion

Das Stade Jean-Dauger ist ein zentraler Bestand­teil der Geschichte, Iden­tität und Stadt­kultur von Bayonne, einer Stadt im fran­zö­si­schen Teils des Basken­landes (53.000 Einwohner). Und ein moder­ni­siertes Rugby-Stadion.

Seine Ursprünge reichen bis in das Jahr 1897 zurück, als der Student Pierre Fabre den Rugby­sport in die Region zwischen Nive und Adour brachte. Aus den ersten Spielen junger Bayonner am Camp Saint-Léon entstand 1905 der Verein Stade Bayon­nais, später Aviron Bayon­nais, heute einer der tradi­ti­ons­reichsten Rugby-Clubs Frank­reichs.

Das ursprüng­liche Stadion wurde 1937 am südli­chen Rand der Altstadt errichtet – einge­bettet in den histo­ri­schen Grün­gürtel Bayonnes, der ursprüng­lich mili­tä­risch genutzt wurde und später als Park- und Sport­land­schaft diente. In seiner frühen Phase vereinte das Stadion Rugby, Leicht­ath­letik und Radsport; die Radrenn­bahn war sogar Ziel mehrerer Etappen der Tour de France. Mit der Zeit entwi­ckelte sich das Areal jedoch zu einer reinen Rugby-Spiel­stätte, deren emotio­nale Bedeu­tung für die Region stetig wuchs. Nach seiner Reno­vie­rung fasst das Stade Jean-Dauger, die Heimat des Top-14-Clubs Aviron Bayon­nais, nun rund 16.900 Zuschauer.

Die Planung stammt von Patrick Arotcharen Agence d‘Architecture.

14 Meter nach Westen

Die jüngste Um- und Neuge­stal­tung des Sport­kom­plexes ist Teil einer über­ge­ord­neten städ­te­bau­li­chen Stra­tegie, die den histo­ri­schen Grün­gürtel Bayonnes stärkt und zugleich für zeit­ge­mäße Mobi­lität, Aufent­halts­qua­lität und Mehr­fach­nut­zung öffnet. Ziel war es, das Stadion nicht als isoliertes Sport­ob­jekt, sondern als inte­gralen Bestand­teil des städ­ti­schen Frei­raums zu begreifen.

Die grund­le­gende Verän­de­rung bestand in der Verschie­bung des Spiel­felds um 14 Meter nach Westen. So konnten die Tribünen deut­lich näher an das Spiel­feld heran­rü­cken – eine bewusste Abkehr von der früheren Geome­trie eines Leicht­ath­letik- oder Radsport­sta­dions hin zu einem kompakten Kessel für Rugby. Diese neue Nähe zwischen Publikum und Spiel­feld inten­si­viert Atmo­sphäre, Akustik und Iden­ti­fi­ka­tion.

Archi­tektur und Land­schaft 

Ein wesent­li­ches Merkmal des Projekts ist die enge Verzah­nung von Archi­tektur und Land­schaft. Die neuen Tribünen sind zwei­rangig orga­ni­siert, mit groß­zü­gigen Umgangs­flä­chen und einem weit auskra­genden Dach. Von Osten und von der Straße aus scheint der Baukörper teil­weise im begrünten Gelän­de­sprung zu verschwinden – seine Massi­vität wird durch Böschungen, Vege­ta­tion und Höhen­staf­fe­lung bewusst redu­ziert.

Unge­wöhn­lich für Stadi­on­bauten dieser Größen­ord­nung ist die Erschlie­ßung: Treppen, Stege und Umläufe liegen außer­halb der Tribü­nen­körper und führen die Besu­che­rinnen und Besu­cher quasi durch den Park. Fili­grane Stahl­kon­struk­tionen, Sicht­be­zie­hungen durch Baum­kronen und Einblicke in die Innen­räume der Tribünen erzeugen ein viel­schich­tiges räum­li­ches Erlebnis zwischen Stadt, Park und Stadion.

Die vorge­la­gerten Plätze, Böschungen und Prome­naden sind nicht nur funk­tio­nale Erschlie­ßungs­räume, sondern urbane Aufent­halts­orte. Sie verbinden Stadion und Stadt und machen das Areal auch außer­halb von Spiel­tagen nutzbar – als öffent­li­cher Raum, Treff­punkt und Veran­stal­tungsort.

Viel­fäl­tig­keit und Atmo­sphäre

Ein weiteres zentrales Projekt­ziel war die Öffnung des Stadions für viel­fäl­tige Nutzungen jenseits des Spiel­be­triebs. In den neuen Tribünen sind gastro­no­mi­sche Ange­bote, Lounges, Konfe­renz- und Veran­stal­tungs­räume und außerdem verschie­dene sport­liche Ange­bote inte­griert. Beson­ders die Osttri­büne beher­bergt groß­zü­gige Innen­räume mit ganz außer­ge­wöhn­li­cher und warmer Atmo­sphäre.

Die Räume sind bewusst verglast und sowohl vom Park als auch vom Spiel­feld aus einsehbar. Massive Beton­bögen struk­tu­rieren die Innen­be­reiche und verleihen ihnen eine starke archi­tek­to­ni­sche Iden­tität. Diese Sicht­bar­keit des „Inneren“ – Konstruk­tion, Nutzung, Bewe­gung – macht das Stadion auch im Alltag lesbar und belebt.

Die Südtri­büne nimmt eine beson­dere Rolle ein. Ihre unteren Ränge sind teil­weise ins Gelände einge­graben, während die Hospi­ta­lity-Bereiche direkt an das Stra­ßen­ni­veau anschließen. Es entsteht ein urbanes Szenario aus Vorplatz, Lounge, Arkaden und Spiel­feld­blick – auch von außen wahr­nehmbar.

Die gerun­dete Ecke im Südosten verbindet die beiden Tribünen und beher­bergt ein Restau­rant, dessen gewölbter Raum die archi­tek­to­ni­sche Linie der Arkaden fort­setzt und gleich­zeitig Trans­pa­renz an den Stirn­seiten ermög­licht.

AB Campus

Ergänzt wird das Stadi­on­en­semble durch den AB Campus auf der West­seite des Areals. Dieses Trai­nings- und Leis­tungs­zen­trum vereint Amateur- und Profi­sport unter einem Dach und bietet Trai­nings­hallen, Fitness- und Rege­ne­ra­ti­ons­be­reiche, medi­zi­ni­sche Einrich­tungen, Büros und eine Kantine.

Archi­tek­to­nisch tritt der Bau bewusst zurück: Seine gewölbte Form folgt der Topo­grafie und den neu geschaf­fenen Land­schafts­hü­geln entlang der Busspur. Statt eines domi­nanten Soli­tärs entsteht ein Baukörper, der sich in den Grün­gürtel einfügt und die histo­ri­sche Haupt­tri­büne visuell frei­stellt. Mate­ria­lität und Sprache sind redu­ziert – Sicht­beton, Holz, dunkel­grünes Mauer­werk und ein großes Alumi­ni­um­dach –, um Land­schaft und Bestand wirken zu lassen.

Park, Olympia und Gemein­schaft

Da die Umge­stal­tung des Stade Jean-Dauger einige Jahre dauern würde, wurde das Gesamt­pro­jekt bewusst in Bauab­schnitte geglie­dert. So konnte die Kapa­zität schritt­weise von ursprüng­lich 13.500 auf heute 16.500 Plätze erhöht werden, ohne die Zukunfts­fä­hig­keit des Gesamt­kon­zepts zu gefährden. Diese Stra­tegie erlaubt es, auf finan­zi­elle, sport­liche und städ­ti­sche Entwick­lungen flexibel zu reagieren.

Heute präsen­tiert sich das Stade Jean-Dauger als modernes Rugby-Stadion inter­na­tio­nalen Stan­dards, das 2024 als Trai­nings­stätte für die Olym­pi­schen Spiele in Paris diente. Gleich­zeitig bleibt es ein iden­ti­täts­stif­tender Ort für Bayonne – ein Stadion im Park, ein urbanes Bauwerk im Grünen und ein leben­diger Treff­punkt für Sport, Stadt und Gemein­schaft.

Projekt­daten

Planer

Patrick Arotcharen
Agence d’architecture
4 Rue Monréjau
F- 64 100 Bayonne

Bauherr

SASP Aviron Bayon­nais Rugby Pro

Eröff­nung
Eröff­nung
Adresse

Stade Jean-Dauger
8 Av. Fernand Forgues
F‑64100 Bayonne

Pläne

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Univer­sity Stadium Porto

Univer­sity Stadium Porto

Back to life

 

CREA Arqui­tetos

Das Univer­sity Stadium der Univer­sität Porto wurde 1953 im grünen Umfeld der Quinta do Campo Alegre eröffnet und gehört seit Jahr­zehnten zu den wich­tigsten sport­li­chen und sozialen Treff­punkten der Stadt. Nun hat der tradi­ti­ons­reiche Sport­kom­plex durch umfas­sende Reno­vie­rung und Erwei­te­rung eine bemer­kens­werte Trans­for­ma­tion erfahren. Das archi­tek­to­ni­sche Erbe des ratio­na­lis­tisch geprägten Bestands wurde bewahrt, und zugleich entstand eine zukunfts­fä­hige Infra­struktur.

Von CREA Arqui­tetos.

Sanie­rung der histo­ri­schen Tribüne

Im Mittel­punkt des Eingriffs stand die denk­mal­pfle­ge­risch sensible Reha­bi­li­ta­tion der Tribüne, deren streng symme­tri­sche Fassa­den­ge­stal­tung und rhyth­misch ange­ord­nete Säulen ein typi­sches Beispiel der Nach­kriegs­mo­derne darstellen. Der porti­kus­ar­tige Haupt­ein­gang, der Besu­cher durch eine Loggia ins Stadion führt, sowie die in Granit gemei­ßelten Flach­re­liefs mit Motiven aus der klas­si­schen Mytho­logie wurden sorg­fältig bewahrt und restau­riert.

Gleich­zeitig wurde die innere Struktur voll­ständig über­ar­beitet: Neue Funk­ti­ons­räume für Sportler und Besu­cher entstanden, Zugänge wurden moder­ni­siert und das Tribü­nen­dach so umge­staltet, dass die über­dachte Fläche deut­lich vergrö­ßert wurde – ein spür­barer Gewinn an Komfort.

Erwei­te­rung durch zwei neue CDUP-Gebäude

Entlang der Längs­achse der Tribüne ergänzen nun zwei Neubauten den Komplex des Univer­sity Stadium Porto. Sie beher­bergen die neuen Haupt­sitze des CDUP (Centro de Desporto da Univer­si­dade do Porto) und bieten viel­seitig nutz­bare Räume wie Büros, Bespre­chungs­zimmer und Arbeits­be­reiche für Studie­rende und Mitar­bei­tende.

Während sich die Neubauten in Maßstäb­lich­keit und Glie­de­rung auf die monu­men­tale Strenge der vorhan­denen Tribüne beziehen, inter­pre­tieren sie deren kompo­si­to­ri­sche Regeln durchaus dyna­misch, zum Beispiel durch groß­flä­chige Öffnungen zu den Sport­fel­dern hin.

Terra­kotta als verbin­dendes Element

Eine zentrale Rolle spielt die Mate­ri­al­wahl. Für alle neuen Volumen, und auch für Teile des zu sanie­renden Bestands, wurde terra­cot­ta­farben pigmen­tierter Beton einge­setzt. Dieser warme, erdver­bun­dene Ton belebt die Gebäu­de­hülle und zieht sich bis in die Innen­räume des Erdge­schosses.

Das Mate­rial verleiht dem Ensemble eine klare Iden­tität, setzt einen subtilen Kontrast zur nüch­ternen Tribüne und fügt sich harmo­nisch in den baum­be­stan­denen Kontext ein.

Ein leben­diger Ort für Sport und Gemein­schaft

Mit der Sanie­rung und Erneue­rung öffnet sich das Univer­sity Stadium wieder als multi­funk­tio­naler, offener Campus­be­reich, der sport­liche Akti­vi­täten, studen­ti­sche Treffen und Verwal­tungs­auf­gaben vereint. Die histo­ri­schen Zugänge für Zuschauer über die Trep­pen­an­lagen blieben erhalten, während Athleten und Mitar­bei­tende durch neu gestal­tete Eingänge eintreten. So wird der ursprüng­liche Charakter respek­tiert und zugleich eine zeit­ge­mäße Nutzer­freund­lich­keit gewähr­leistet.

Nach einem langen Planungs- und Baupro­zess – unter­bro­chen durch die COVID-19-Pandemie – ist das Stadion nun wieder voll­ständig in Betrieb und dient als schönes Beispiel dafür, wie moderne Archi­tektur mit histo­ri­scher Substanz in Einklang gebracht werden kann.

Projekt­daten

Planer

Crea Arqui­tetos

André Camelo
Bruno Soares, Rita Correia, Teresa Osório

Bauherr

Univer­si­dade do Porto

Eröff­nung

2024

Ihr Eintrag

CDUP
Rua das Estrelas
PT – 4150–762 Porto

Fotos

Fernando Guerra

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Laje Foot­ball Field

Laje Foot­ball Field

Form follows site

Miguel Marce­lino

Das Laje Foot­ball Field ist „eigent­lich“ „nur“ ein Sport­platz auf einem schwie­rigem Gelände in Portugal. Seine Einbet­tung in die Topo­gra­phie aber macht das Projekt zu einem bedeu­tenden Teil neuerer Sport­ar­chi­tektur, zu so etwas wie dem kleinen Bruder des Estádio Muni­cipal de Braga von Eduardo Souto de Moura.

Stütz­mauer

Das Laje Foot­ball Field (Campo de futebol da Lage) verwan­delt einen steilen Hang in Porto Salvo (Portugal) durch einen markanten Akt topo­gra­fi­scher Präzi­sion in einen einzig­ar­tigen Sport­platz. Defi­niert wird die Inter­ven­tion durch eine L‑förmige Stütz­mauer aus pigmen­tiertem Beton, die das Gelände sowohl stabi­li­siert als auch die enorme archi­tek­to­ni­sche Iden­tität des Projekts prägt.

Die Geome­trie der Mauer umschließt das Spiel­feld und bildet eine über­dachte Arkade, welche die darun­ter­lie­genden Versor­gungs­ein­rich­tungen für den Fußball aufnimmt.

Die Planung stammt von Miguel Marce­lino.

Rampe

Eine Rampe schneidet in den Hügel ein und führt Sportler und Zuschauer zu einem über­dachten Atrium, das sich zum Spiel­feld hin öffnet. Diese Abfolge des Abstiegs stellt eine bewusste Bezie­hung zwischen Bewe­gung und Umschlie­ßung her, bei der sich die Archi­tektur gleich­zeitig in die Umge­bung einbettet und sich dieser gegen­über öffnet.

Die durch­ge­hende Sitz­bank am Spiel­feld­rand elimi­niert jede Hier­ar­chie unter den Zuschauern und betont so Gleich­heit und Nähe im Seherlebnis. Darüber fungiert das neu geformte obere Plateau als infor­melle Terrasse (oder als Ober­rang), die den öffent­li­chen Raum erwei­tert und fantas­ti­sche Panora­ma­blicke auf das Spiel­feld und in die Land­schaft bietet.

Beton

Vor der rauen Topo­grafie von Porto Salvo wird das Campo de futebol da Lage direkt in die Land­schaft gemei­ßelt. Anstatt dem Standort ein fremdes Objekt aufzu­zwingen, entsteht das Projekt aus dem Hang selbst heraus.

Die L‑förmige Stütz­mauer ist sowohl struk­tu­relle Notwen­dig­keit als auch archi­tek­to­ni­sches State­ment. Die Wand besteht aus eisen­oxid­pig­men­tiertem Stahl­beton, wobei die Farbe und Textur des Betons den felsigen Unter­grund wider­spie­geln – und mit den natür­li­chen Schichten des Geländes verschmelzen.

Verschmel­zung

Durch die Verschmel­zung von Archi­tektur, Inge­nieur­wesen und Land­schafts­ge­stal­tung redu­ziert Miguel Marce­lino das Laje Foot­ball Field auf seine wesent­li­chen Elemente: Erde, Beton und Geome­trie. Das Projekt ist weniger ein Objekt als viel­mehr eine Gelän­de­an­pas­sung, bei der Form und Funk­tion auf natür­liche Weise aus den physi­schen Gege­ben­heiten des Stand­orts entstehen. Das Ergebnis ist ein öffent­li­cher Raum, der struk­tu­relle Präzi­sion mit ökolo­gi­scher Harmonie in Einklang bringt und zeit­ge­nös­si­sches Design in den bestän­digen Charakter der portu­gie­si­schen Land­schaft inte­griert.

Und wie.

Projekt­daten

Planer

MIGUEL MARCELINO, ARQ. LDA.

Miguel Coutinho, João Neto, Martina Cappel­lini,
Mariana Almeida

Bauherr

Município de Oeiras

Nutzer

Clube GBES
Benfica Escolas de Futebol Oeiras

Adresse

Campo de futebol da Lage
Leões de Porto Salvo
Portugal

Eröff­nung

2025

Fotos

© Archive Miguel Marce­lino

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Itaka Arena

Itaka Arena in Opole

Alles greift inein­ander

 

90 Archi­tekci, GMT & Serge Ferrari

Mit der Eröff­nung der Itaka Arena im März 2025 hat die Stadt Opole im Südwesten Polens ein neues Wahr­zei­chen erhalten. Das neue Stadion ersetzt die alte, vor dem Zweiten Welt­krieg errich­tete Anlage und verbindet höchste sport­liche Stan­dards mit fort­schritt­li­cher Archi­tektur,  Nach­hal­tig­keit und zukunfts­fä­higen Mate­ria­lien.

Cham­pions League

Die Itaka Arena erfüllt die UEFA-Krite­rien der Kate­gorie 3 und ist damit für Spiele der Cham­pions League und Europa-League-Quali­fi­ka­tion zuge­lassen. Bei 11.600 Sitz­plätzen bietet das Stadion eine kompakte, dyna­mi­sche Form mit klarer archi­tek­to­ni­scher Struktur. Die Konstruk­tion ruht auf 130 tragenden Stützen, die neben ihren stati­schen Aufgaben den Eindruck von Offen­heit und Leich­tig­keit unter­stützen.

Entworfen wurde das Stadion von 90 Archi­tekci und GMT, die gestalt­prä­gende Membran­hülle stammt von Serge Ferrari.

Membran als  Gestal­tungs­ele­ment

Das auffäl­ligste Merkmal der Itaka Arena ist ihre äußere Hülle: 11.000 m² Tenseo Frontside GFM 21 von Serge Ferrari spannen sich über die sanft gewölbte Stahl­kon­struk­tion. Die Membran verleiht dem Stadion Leich­tig­keit und Dynamik, wirkt fast schwe­bend und gibt dem Bau eine eigen­stän­dige und elegante Lini­en­füh­rung.

Tags­über erzeugt das trans­pa­rente Mate­rial ein harmo­ni­sches Zusam­men­spiel mit Licht und Schatten, nachts wird es zur eindrucks­vollen Projek­ti­ons­fläche, die das Stadion in Szene setzt.

Die Entschei­dung für Tenseo Frontside GFM 21 war jedoch nicht nur ästhe­tisch moti­viert. Das Mate­rial ist witte­rungs- und UV-beständig, lang­lebig und beson­ders leicht. Dank des geringen Eigen­ge­wichts benö­tigt die Itaka Arena also nur eine mini­male Trag­struktur. Dies redu­ziert den Mate­ri­al­ein­satz, senkt den CO₂-Fußab­druck und unter­stützt die ambi­tio­nierten Nach­hal­tig­keits­ziele des Projekts. Die Montage der Membran über­nahm der polni­sche Spezia­list PBU Pion.

Nach­hal­tig­keit und Ener­gie­ef­fi­zienz

Zentrale Anliegen bei der Planung der Itaka Arena waren die Erfül­lung heutiger ökolo­gi­scher Stan­dards und der lang­fristig kosten­ef­fi­zi­ente Betrieb. Auf dem Dach erzeugen groß­flä­chige Photo­vol­ta­ik­an­lagen erneu­er­bare Energie, während moderne Wärme­pumpen für Heizung und Kühlung sorgen. Ergänzt wird dieses System durch Block­heiz­kraft­werke, die eine hoch­ef­fi­zi­ente Kraft-Wärme-Kopp­lung ermög­li­chen.

Hier wird also nicht nur Strom erzeugt, sondern auch die entste­hende (Ab-)Wärme genutzt, was den Gesamt­wir­kungs­grad deut­lich stei­gert.

Darüber hinaus verfügt die Anlage über ein umfas­sendes Regen­was­ser­ma­nage­ment. In großen Reten­ti­ons­be­cken wird Nieder­schlags­wasser gesam­melt, das anschlie­ßend zur Bewäs­se­rung des Spiel­felds, der umlie­genden Grün­flä­chen sowie für die Toilet­ten­spü­lungen verwendet wird.

Auch bei der tech­ni­schen Ausstat­tung wurde auf Ener­gie­ef­fi­zienz geachtet: Die moderne Audio‑, Video- und Licht­technik arbeitet ressour­cen­scho­nend, ohne Kompro­misse bei Qualität oder Erleb­nis­faktor. Das Gesamt­kon­zept macht die Itaka Arena nahezu ener­gie­autark und redu­ziert die Betriebs­kosten und den ökolo­gi­schen Fußab­druck.

Archi­tektur, Funk­tion und Symbolik

Die Dach­form orien­tiert sich an der Bühne des wich­tigsten polni­schen Musik­fes­ti­vals „Krajowy Festiwal Piosenki Polskiej“, das nun in diesem Stadion statt­finden soll. So entsteht eine starke Verbin­dung zwischen Sport, Kultur und Stadt­ge­schichte.

Die charak­te­ris­ti­schen Biegungen der Membran sorgen nicht nur für eine elegante und kraft­volle Erschei­nung, sondern auch für eine opti­male Belüf­tung des Innen­raums. Das führt nicht nur zu einem ange­nehmen Klima im Stadion, es unter­stützt auch für das gesunde Wachstum des Rasens ganz entschei­dend.

Alles greift inein­ander: Die moderne Membran­tech­no­logie ermög­licht die eigen­stän­dige und selbst­be­wusste Archi­tektur und unter­stützt ein umfas­sendes Nutzungs- und Nach­hal­tig­keits­kon­zept.

Projekt­daten

Planer

90 Archi­tekci
ul. Jawor­zyńska 7/9
PL – 00–634  Wars­zawa

GMT

Bauherr

Stadt Opole

Membran

Serge Ferrari Group

Eröff­nung

2025

Adresse

Itaka Arena
Olej­nika 1
PL – 46–020 Opole

Fotos

Nate Cook Photo­graphy
90 Archi­tekci

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Pläne

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Stadion Am Zoo

Das Stadion am Zoo in Wuppertal

Grüner Teppich

 

 

PS+ Planung von Sport­stätten

Das Stadion am Zoo ist Teil deut­scher Fußball­kultur. Ob der Wupper­taler SV demnächst wieder zur Beletage des deut­schen Profi­fuß­balls zählt, wird sich noch zeigen – die tolle Stadt und der tolle neue Rasen­platz hätten es auf jeden Fall verdient.

Stadion am Zoo

Das Stadion am Zoo in Wuppertal ist eins der tradi­on­sreichsten im ganzen Land. Es wurde nach Plänen von Wilkens & Nußbaum inner­halb eines halben Jahres gebaut und bereits 1924 eröffnet. Die größten sport­li­chen Erfolge des hier behei­ma­teten Wupper­taler SV liegen auch schon länger zurück: In den 1970er Jahren spielte der Verein für drei Jahre in der 1. Bundes­liga, und das vor mehr als 35.000 Zuschauern.

Mitt­ler­weile dümpelt der Verein in der vierten Liga herum, will aber mittel­fristig zurück in den Profi­sport.

Um dafür opti­male Bedin­gungen zu schaffen, wurde im Rahmen des Stadi­on­in­nen­raumum­baus der Spor­trasen ausge­tauscht und um eine Rasen­hei­zung, die eine Bespiel­bar­keit auch bei Minus­graden ermög­licht und für die Vereine der dritten Fußball­bun­des­liga vorge­schrieben ist, ergänzt.

Altlasten

Das von der Stadt Wuppertal mit der Sanie­rung des Spor­tra­sen­platzes beauf­tragte Osna­brü­cker Büro PS+ Planung von Sport­stätten hatte nur wenig Zeit zur Verfü­gung, da sämt­liche Spiel- und Trai­nings­ein­heiten während der Baumaß­nahme in anderen Sport­stätten statt­finden mussten.

Neben der kurzen Zeit­schiene gab es aber auch andere Heraus­for­de­rungen. Weil das Gelände früher als Deponie genutzt wurde, führte das Umweltamt der Stadt Wuppertal im Vorfeld der Spiel­feld­sa­nie­rung Probe­boh­rungen durch. Dabei wurden Altlasten wie Aschen­schla­cken und Produk­ti­ons­rück­stände von Färbe­reien gefunden.

So gehörte neben der Sanie­rung der Rasen­sport­fläche, der Entwäs­se­rung, dem Einbau einer Bereg­nungs­an­lage und einer Rasen­hei­zung sowie der Verle­gung des neuen Grüns auch die Abdich­tung des Depo­nie­kör­pers zum Planungs­um­fang.

Verwer­tung

Nach dem Abtrag der vorhan­denen Rasen­decke erfolgte die Aufnahme der alten, nicht belas­teten Rasen­trag­schicht. Das abge­tra­gene Boden­ma­te­rial wurde zur Verwer­tung auf anderen Baustellen im Wupper­taler Stadt­ge­biet abtrans­por­tiert. Anschlie­ßend erfolgte die Aufnahme, Lage­rung und Analyse des vorhan­denen, stark konta­mi­nierten Baugrundes sowie dessen fach­ge­rechte Entsor­gung.

Die Altlasten der ehema­ligen Deponie wurden im Zuge der Baumaß­nahme mit einer wasser­un­durch­läs­sigen Kunst­stoff­dich­tungs­bahn abge­deckt. So wurde sicher­ge­stellt, dass kein Regen­wasser in die belas­tete Erde versi­ckert, sondern über die Folie in die Wupper abge­leitet wird.

Im Vorfeld der Abdich­tungs­maß­nahmen mussten nicht nur alle Funda­mente für die Tore und die neuen Trai­ner­ka­binen gesetzt werden, sondern auch eine vorhan­dene Entwäs­se­rungs­lei­tung DN 400 inner­halb des Stadi­on­in­nen­be­reichs saniert werden. 

Um in der Vergan­gen­heit häufige Absa­ckungen zukünftig zu vermeiden, wurde der Boden zusätz­lich verdichtet.

27 km

Nach dem Einbau des Füll­sandes wurden die untere und die obere Dräns­chicht verlegt, dazwi­schen die insge­samt 27 km langen Rasen­hei­zungs­rohre. Danach wurde die speziell für das Stadion gemischte Rasen­trag­schicht aufge­tragen, auf der schließ­lich der Fertig­rasen aus insge­samt rund 500 Rollen Dick­soden verlegt wurde.

Manage­ment

Neben dem Abtragen der Rasen­ober­bau­schichten und dem neuen Aufbau inklu­sive der Verle­gung der neuen Rasen­hei­zung umfasste die Sanie­rung ein umfang­rei­ches Boden- und Altlas­ten­ma­nage­ment. Dies hatte vor allem das Ziel, die Kosten im Rahmen zu halten und schäd­liche Beein­träch­ti­gungen der Umwelt und des Grund­was­sers zu vermeiden. Für die Altlas­ten­sa­nie­rung konnte glück­li­cher­weise eine Landes­för­de­rung in Anspruch genommen werden.

Zukunft

Das Stadion am Zoo ist aufgrund seiner Bedeu­tung für die Fußball­kultur auch Teil der „Deut­schen Fußball Route NRW“. Im Rahmen der Fußball­eu­ro­pa­meis­ter­schaft 2024 war das Stadion das Team Base Camp der slowe­ni­schen Natio­nal­mann­schaft.

Ob der Wupper­taler SV demnächst wieder zur Beletage des deutshen Fußballs zählt, wird sich zeigen – die tolle Stadt und der tolle neue Rasen­platz hätten es auf jeden Fall verdient.

Projekt­daten

Planer

PS+ Planung von Sport­stätten
Katha­ri­nen­straße 31
D – 49078 Osna­brück

Fotos

PS+ Planung von Sport­stätten

Fertig­stel­lung

2023

Adresse

Stadion am Zoo
Huber­tus­allee 4
D – 42117 Wuppertal

Text

Johannes Bühl­be­cker
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New Old Traf­ford Stadium

New Old Traf­ford Stadium

Wenn schon, denn schon

 

 

Foster + Part­ners

Das Archi­tek­tur­büro Foster + Part­ners hat einen Master­plan für den New Old Traf­ford Stadium District vorge­stellt, dessen Zentrum ein neues Stadion für Manchester United ist. Das Konzept sieht eine umfang­reiche Mischung aus Sport, Wohnen und Frei­zeit vor, das Stadion ist der Motor der städ­te­bau­li­chen Erneue­rung.

Auftrag­geber ist der  Manchester United FC.

MUFC

Der Manchester United Foot­ball Club wurde 1878 gegründet, ist mit 20 Meis­ter­ti­teln engli­scher Rekord­meister, hat jeden euro­päi­schen Klub­titel gewonnen und ist einer der popu­lärsten Klubs Der Welt. Seit 1910 ist MUFC im Stadion Old Traf­ford zuhause.

In den letzten Jahren war der Verein aller­dings sport­lich nur mäßig erfolg­reich und dümpelt aktuell im unteren Mittel­feld der Premier League herum. Das Stadion ist zwar Kult­stätte der Fans, den heutigen kommer­zi­ellen Ansprü­chen aber genügt es trotz zahl­rei­cher Moder­ni­sie­rungen und Erwei­te­rungen nicht mehr.

Viel­leicht war diese Entwick­lung ein Grund mehr für die Besitzer des Klubs, mit dem neuen Stadion gleich den ganzen Stadt­teil zu erneuern.

Plaza of dreams

Old Traf­ford wurde „Theatre of dreams” genannt, weil es ein abge­schlos­sener Raum außer­halb des Alltasgs das draußen war – eine eigene Welt halt.

Der Entwurf für das New Old Traf­ford Stadium bricht nun mit solch tradi­tio­nellen Stadi­on­kon­zepten: Statt einer geschlos­senen Arena wird ein offenes, einla­dendes Design vorge­schlagen, das sich zur Umge­bung hin öffnet. Umlau­fende „Balkone“ bieten Blick­be­zie­hungen ins neue Stadt­viertel und machen das Stadion zu einem inte­gralen Bestand­teil der Stadt.

Das neue Stas­dion bietet Platz für 100.000 Zuschauer. Es wird von einem weit­rei­chenden Dach über­spannt, das Energie und Regen­wasser sammelt und gleich­zeitig eine riesige öffent­liche Plaza schützt. Diese Plaza soll ein Ort der Begeg­nung, nicht nur an Spiel­tagen, werden. Das Ziel ist eine nach­hal­tige, fußgän­ger­freund­liche Stadi­on­land­schaft, die durch den Ausbau des öffent­li­chen Nahver­kehrs optimal erreichbar ist.

Das archi­tek­to­ni­sche Konzept greift die Geschichte von Manchester United auf und will den Fans durchaus auch Iden­ti­fi­ka­tion bieten. Drei markante Masten, inspi­riert vom Drei­zack-Emblem des Vereins, tragen das Dach und schaffen eine neue Silhou­ette in der Skyline von Manchester.

Theatre of dreams

Das gesamte New Old Traf­ford Stadium-Viertel ist Teil eines gigan­ti­schen Stadt­ent­wick­lungs­pro­jekts. Es beinhaltet ein Netz­werk aus öffent­li­chen Grün­flä­chen, Straßen, Brücken und Wasser­flä­chen entlang des Manchester Ship Canal. Die nach­hal­tige Gestal­tung sieht direkte Anbin­dungen an bestehende Stadt­viertel und Verkehrs­netze vor. Dabei sollen erneu­er­bare Ener­gien, Regen­was­ser­nut­zung und inno­va­tive Bauweisen eine zentrale Rolle spielen.

Einen Zeit­plan für die Umset­zung des Projekts gibt es noch nicht.

 

Projekt­daten

Planer

Foster + Part­ners 
River­side
22 Hester Road
London
SW11 4AN
United Kingdom

Bauherr

Manchester United FC

Illus­tra­tionen

Foster + Part­ners

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Planung, Montage und Wartung

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Membranbau Sieber GmbH
(Adver­to­rial)

Die Dächer unserer Sport- und Frei­zeit­an­lagen bieten riesige Flächen, zum Beispiel für die Montage und Nutzung erneu­er­barer Ener­gien. Bau- und Wartungs­ar­beiten auf dem Dach sind aller­dings gefähr­lich.

Die nagel­neue Seite „absturzsicherung.jetzt“ bietet wich­tige Grund­lagen zu Planung, Montage und Wartung von Absturz­si­che­rungen. Und Kontakt.

Riesiges Poten­zial

Die Dächer unserer Sport- und Frei­zeit­an­lagen bieten riesige Flächen, zum Beispiel für die Montage und Nutzung erneu­er­barer Ener­gien. Hier liegt immer noch riesiges Poten­zial weit­ge­hend brach, das genutzt werden sollte.

Bau- und Wartungs­ar­beiten auf dem Dach sind aller­dings gefähr­lich. Deshalb ist ab einer Absturz­höhe von zwei Metern eine Absturz­si­che­rung erfor­der­lich, die den Sturz vom Dach, durch das Dach oder durch eine Dach­öff­nung verhin­dert.

Die Membranbau Sieber GmbH hat nun absturzsicherung.jetzt ins Leben gerufen. Hier finden sich wich­tige Grund­lagen und weiter­ge­hende Infor­ma­tionen zu Planung, Montage und Wartung von Absturz­si­che­rungen.

Systeme

Eine Anschlag­ein­rich­tung ist ein System zur Absturz­si­che­rung bei Arbeiten auf Dächern, an Fassaden oder in der Indus­trie. Es bietet einen oder mehrere Anschlag­punkte und ist in der Regel dauer­haft mit Bauwerken oder Maschinen verbunden. In Kombi­na­tion mit einer persön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung gegen Absturz (PSAgA) werden Anschlag­ein­rich­tungen als Rück­halte- oder Auffang­system bei Arbeiten genutzt.

Die maßge­bende DIN EN 795 unter­scheidet fünf Typen von Anschlag­ein­rich­tungen: Einzel­an­schlag­punkte, tempo­räre Einzel­an­schlag­punkte, Seil­si­che­rungs­sys­teme, Schie­nen­si­che­rungs­sys­teme und mobile Anschlag­punkte mit Eigen­ge­wicht.

Planung

Bei Arbeiten auf dem Dach kann jede falsche Bewe­gung fatale Folgen haben.

Daher müssen Dächer so geplant werden, dass Menschen bei späteren Instand­hal­tungs- und Wartungs­ar­beiten perma­nent gesi­chert sind. Bauliche Maßnahmen sind Geländer oder Brüs­tungen, mobile Sicher­heits­sys­teme sind zum Beispiel persön­liche Schutz­aus­rich­tungen und Anschlag­ein­rich­tungen.

Montage

Die fach­ge­rechte Montage von Absturz­si­che­rungen ist die entschei­dende Grund­lage für die lang­fris­tige Sicher­heit von Arbeits­plätzen in der Höhe. Ob auf Dächern, an Fassaden oder in der Indus­trie: Absturz­si­che­rungs­sys­teme müssen sorg­fältig geplant, exakt instal­liert und umfas­send doku­men­tiert werden, um Unfälle zu verhin­dern und den gesetz­li­chen Vorgaben zu entspre­chen.

Wartung

Absturz­si­che­rungen unter­liegen stän­diger Bean­spru­chung und Witte­rungs­ein­flüssen. Ohne regel­mä­ßige Wartung können sie ihre Schutz­funk­tion verlieren, wodurch unkal­ku­lier­bare Risiken entstehen. Durch eine syste­ma­ti­sche Wartung werden Mängel früh­zeitig erkannt und behoben, wodurch Unfälle vermieden und die Lebens­dauer der Siche­rungs­sys­teme verlän­gert werden.

Darüber hinaus ist die Wartung von Absturz­si­che­rungen eine Pflicht­auf­gabe.

Fragen Sie uns

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Die Membranbau Sieber GmbH beschäf­tigt sich mit

  • der Montage, Wartung und Instand­hal­tung von Membran­dä­chern, Fassaden und Absturz­si­che­rungen
  • Höhen­ar­beiten und Indus­trie­klet­tern mittels Seil­zu­gangs­technik
  • der Planung und Montage von perma­nenten Seil­si­che­rungs­sys­temen
  • Schu­lungen und Unter­wei­sungen von PSAgA-Anwen­dern gemäß DGUV (Regeln 112–198 sowie 112–199)
  • der Prüfung von PSAgA-Ausrüs­tungen gemäß DGIV (Grund­satz 312–906)

Zu unseren Part­nern gehören die Allianz Arena in München, der Signal Iduna Park in Dort­mund (Stadion von Borussia Dort­mund), ABS, Inno­tech und viele mehr.

Die Membranbau Sieber GmbH ist ein überaus erfah­rener und sach­kun­diger Dienst­leister in den wich­tigsten Spezi­al­be­rei­chen rund um das Arbeiten in großer Höhe.

Wir planen, montieren, warten, repa­rieren, prüfen und schulen.

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c/o Membranbau Sieber GmbH
Tauben­seeweg 10
D – 83119 Obing

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Tammela Stadium

Tammela Stadium in Tampere

Hattu­temppu!

 

 

JKMM Archi­tects

Das Tammela Stadium in Tampere ist ein Hybrid aus einem hoch­wer­tigen Fußball­sta­dion, Wohn­ge­bäuden, Geschäften und Park­flä­chen.

Standort

Das Tammela Stadium im namens­ge­benden Viertel der finni­schen Stadt Tampere (249.000 Einwohner) ist ein Hybrid aus einem hoch­wer­tigen Fußball­sta­dion, Wohn­ge­bäuden, Geschäften und Park­flä­chen.

Der Neubau ersetzt eins der tradi­ti­ons­reichsten Stadien Finn­lands aus den 1930er Jahren an glei­cher Stelle. Trotz des Bedarfs an städ­te­bau­li­cher Verdich­tung entschied sich die Stadt Tampere, diesen Standort für den Sport zu erhalten.

Der reali­sierte Entwurf „Hattu­temppu“ (Hattrick) von JKMM Archi­tects war bereits 2014 als Sieger aus einem gela­denen Wett­be­werb hervor­ge­gangen. Die Eröff­nung erfolgte im Früh­jahr 2024.

Europa League

Das Tammela Stadium bietet sowohl hoch­klas­sige Fußball­er­leb­nisse für 8.000 Zuschauer als auch erst­klas­sige Sport­an­lagen für die Anwohner. Auf einer Gesamt­fläche von 13.500 m² erfüllt es die Anfor­de­rungen für inter­na­tio­nale Wett­be­werbe wie die UEFA Europa League oder Länder­spiele. Für Konzerte und Groß­ver­an­stal­tungen kann die Kapa­zität auf 15.000 Besu­cher erwei­tert werden.

Hybrid

Der Entwurf von JKMM Archi­tects schafft eine Verbin­dung zwischen urbanem Design, Archi­tektur, Struktur und Verkehrs­pla­nung. Das Stadion wurde in einen fast 50.000 m² großen Block inte­griert, der neben dem Stadion fünf Wohn­ge­bäude, ein Geschäfts­zen­trum und Park­flä­chen umfasst. Die ziegel­ver­klei­deten Wohn­häuser orien­tieren sich zu den Straßen hin, während ihre Innen­höfe auf das Niveau der Stadi­on­dä­cher ange­hoben sind. Die Tribünen steigen direkt von den Spiel­feld­rän­dern auf. Die verglasten Eingänge sorgen für Witte­rungs­schutz, ohne die Verbin­dung zur Umge­bung zu unter­bre­chen.

Das markan­teste archi­tek­to­ni­sche Merkmal ist das gewölbte Dach, das sich von Ost nach West über das Stadion spannt. Diese über­hän­gende Stahl­kon­struk­tion setzt sich über die Dächer der Wohn­ge­bäude fort und inte­griert das Stadion auch visuell in die Umge­bung.

Orga­ni­sa­tion

Tampere gehört zu den dyna­mischsten Städten Finn­lands und setzt auf eine nach­hal­tige Verdich­tung des Stadt­zen­trums. Statt Gebäude abzu­reißen, wurden alte Tribünen, Beleuch­tung und Spiel­feld­struk­turen an anderen Stand­orten der Stadt weiter­ver­wendet.

Tammela Stadium kann ganz­jährig genutzt werden. Neben dem Fußball finden sich brei­ten­sport­wirk­same Ange­bote. Durch die Kombi­na­tion von Wohnen, Handel und Sport entsteht eine leben­dige Stadt­kultur, die sich harmo­nisch in die Umge­bung einfügt. Die Wohn­ge­bäude sind zu den Park­straßen hin orien­tiert.

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Erschlie­ßung

Zuschauer betreten das Stadion über Plätze im Süden und Norden, die Gäste­fans nutzen einen sepa­raten Eingang im Nord­osten. Die Bereiche für Sportler, VIPs und Medien sind in der West­tri­büne unter­ge­bracht, die Haupt­tri­büne auf der gegen­über­lie­genden Seite. Gewer­be­flä­chen und Park­plätze befinden sich unter dem Stadion.

Das Konzept der Wohn­häuser setzt auf Viel­falt. In einigen der der oberen Etagen haben die Mieter sogar freien Blick auf das Spiel­feld.

Hoch­wertig

Der Entwurf von JKMM Archi­tects schafft eine Verbin­dung zwischen urbanem Design, Archi­tektur, Struktur und Verkehrs­pla­nung. Das Stadion wurde in einen fast 50.000 m² großen Block inte­griert, der neben dem Stadion fünf Wohn­ge­bäude, ein Geschäfts­zen­trum und Park­flä­chen umfasst. Die Tribünen steigen direkt von den Spiel­feld­rän­dern auf. Die verglasten Eingänge sorgen für Witte­rungs­schutz, ohne die Verbin­dung zur Umge­bung zu unter­bre­chen.

Das markan­teste archi­tek­to­ni­sche Merkmal ist das gewölbte Dach, das sich von Ost nach West über das Stadion spannt. Diese über­hän­gende Stahl­kon­struk­tion setzt sich über die Dächer der Wohn­ge­bäude fort und inte­griert das Stadion auch visuell in die Umge­bung.

Tammela Stadium kombi­niert hoch­wer­tige Sport­in­fra­struktur mit urbanem Wohn­raum und schafft eine neue Form hybrider Stadi­on­nut­zung

 

Projekt­daten

Archi­tekt

JKMM Archi­tects

Bauherr

Stadt Tampere

Nutzer

FC Ilves Tampere

Adresse

Tammela Sadium
Tammel­an­katu 25
33500 Tampere
Finn­land

Eröff­nung

2024

Fotos

Hannu Rytky, Tuomas Uusheimo (Fotos)
Tapio Snellman (Video)

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