Gahanga Cricket Stadium

Das Gahanga Cricket Stadium

Cricket und Hochzeit

Dieses mehrfach ausgezeichnete Projekt dient inzwischen nicht mehr ausschließlich als Stadion — hier kann man auch heiraten.

Zu verdanken ist das Gahanga Cricket Stadium vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foundation, welche die für den Bau benötigte Summe von 1,1 Millionen Euro aufgebracht hat.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Cricket

Vor dem Völker­mord von 1994 wurde in Ruanda kaum Cricket gespielt. Zurück­keh­rende Flücht­linge brachten das Spiel mit. Mitt­ler­weile gibt es landes­weit 7.000 Spieler. Cricket spielt noch immer eine wich­tige Rolle im Heilungs­pro­zess des Landes.

Mit dem Gahanga Cricket Stadium ist dieser Prozess einen großen Schritt weiter­ge­kommen.

Nachhaltigkeit

Das Gahanga Cricket Stadium ist sehr auf Nach­hal­tig­keit ausge­legt: weniger Kohlen­di­oxid­aus­stoß, Wasser­ein­spa­rung, umwelt­ver­träg­li­ches Design.

Das Stadion schafft Arbeits­plätze für die lokale Bevöl­ke­rung und bietet Einnah­me­quellen, die den Unter­halt der Anlage und weitere Inves­ti­tionen in das Spiel ermög­li­chen.

Jobs

Der Baupro­zess wurde über­wie­gend mit einhei­mi­schen Arbeits­kräften durch­ge­führt.

Zu verdanken ist das Stadion vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foun­da­tion, welche die für den Bau benö­tigte Summe von 1,1 Millionen Euro aufge­bracht hat.

Architekten

Light Earth Designs
Pioneer House, Chivers Way
Histon, Cambridge
Cambridge­shire
UK-CB24 9NL

Bauherr

Rwanda Cricket Stadium Foun­da­tion

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Dieser atemberaubende Ort dient inzwischen auch als Bühne für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Gesellschaftsspiele, Firmenausflüge, Shows oder Konzerte.

Preisträger

Das mehr­fach ausge­zeich­nete Projekt dient inzwi­schen nicht mehr als Stadion mit einem inter­na­tio­nalen ICC-Stan­dard-Wicket mit Pavillon.

Dieser atem­be­rau­bende Ort dient auch als Bühne für verschie­dene Events wie Hoch­zeiten, Geburts­tags­feiern, Gesell­schafts­spiele, Firmen­aus­flüge, Shows oder Konzerte und andere Veran­stal­tungen. Zur Ausstat­tung gehören eine Bar, ein Restau­rant und ein Coffee Shop.

Pavillon

Die Tribüne ist eher ein Pavillon, die Dach­form ist im Gegen­satz dazu tatsäch­lich einmalig. Es handelt sich um eine fantas­ti­sche Inge­nieur­leis­tung, gebaut aus 66.000 hand­ge­fer­tigten Fliesen in Schichten – und ganz ohne Beton.

Seine Wölbungen stellen die Flug­bahn eines sprin­genden Balls dar.

Modulation

Die Zuschau­er­plätze wurden durch Gelän­de­mo­du­la­tion aus der Erde heraus entwi­ckelt. Sie ahmen die terras­sierten Bauern­höfe auf den steilen Hügeln rund um Kigali nach, die ihrer­seits eine spek­ta­ku­läre Kulisse bilden.

Das Spiel­feld ist das einzige flache Stück Land in Sicht­weite, Ruandas Ruf als „Land der tausend Hügel“ ist verdient.

Fliesen

Die Fliesen wurden vor Ort aus lokalen Mate­ria­lien von ange­lernten Einhei­mi­schen herge­stellt. Sie wurden mit einer kleinen Zugabe von Zement hydrau­lisch gepresst und mussten nicht gebrannt werden. Sie wurden schicht­weise auf ein provi­so­ri­sches Holz­ske­lett gelegt und sind für Spann­weiten von bis zu 16 Metern geeignet.

Geogitter

Geogitter wurden hinzu­ge­fügt, um einen gewissen seis­mi­schen Schutz zu bieten. Die Schalen sind wasser­dicht und wurden mit lokalem gebro­chenem Granit (der überall im Land zu finden ist) über­zogen.

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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Panorama

In die Gewölbe werden einfache, effi­zi­ente und dünne Beton­ti­sche einge­setzt, die Platz für die geschlos­senen Funk­tionen der Service­be­reiche bieten: Umklei­de­räume, Büros, Restau­rant. Diese Tische sind mit natür­li­chen ruan­di­schen Fliesen gestaltet.

Die offenen Mezza­nine – die Bar und das Club­haus – bieten einen herr­li­chen Panora­ma­blick über das Oval und in die wunder­schöne Land­schaft.

Ziegel

Mit Hilfe von Ziegel­steinen defi­niert das Gahanga Cricket Stadium Grenzen und Zwischen­räume, die oft in perfo­rierte Fugen verlegt werden, so dass Luft und Licht hindurch gelangen.

Für den Boden­belag wurden die Abfälle des ruan­di­schen Granit­bo­dens und der Arbeits­platten verwendet.

Abfallstoffe

Die Sperr­holz-Recht­ecke, aus denen die Fliesen gepresst werden, werden als Arbeits­platten wieder­ver­wendet, während Holz und Sperr­holz aus der Gewöl­be­füh­rung zu Türen verar­beitet wurden, so dass ein Maximum an Abfall­stoffen in die Primär­pro­duk­tion gelangt.

Die Stütz­mauern bestehen entweder aus lokalen Granit­blö­cken oder sind hohl, um die Bepflan­zung zu ermög­li­chen.

Standort

Gahanga Cricket Stadium
Unnamed Road
Ruanda

Eröffnung

2017

Wie so oft gibt der Sport – hier das Gahanga Cricket Stadium – den Menschen Perspektive und Hoffnung. Seine Unvollkommenheit wird hier gefeiert. Sie ist menschlich und schön.

Menschlich und schön

as Gebäude wächst aus dem Erdwall, der sich bei der Nivel­lie­rung des Spiel­feldes gebildet hat – und wird Teil der Land­schaft. Die Aufschüt­tung schafft ein wunder­schönes natür­li­ches Amphi­theater mit herr­li­chem Blick auf das Spiel­feld und das Feuchttal dahinter.

Während die Sprache des Gebäudes von Fort­schritt und Dynamik durch struk­tu­relle Effi­zienz zeugt, stammen die Mate­ria­lien aus der Natur, vom Hand­ge­machten und vom Mensch­li­chen. Es handelt sich um ein Gebäude, das von Einhei­mi­schen aus ruan­di­schen Mate­ria­lien gebaut wurde.

Wie so oft gibt der Sport – hier das Gahanga Cricket Stadium – den Menschen Perspek­tive und Hoff­nung. Seine Unvoll­kom­men­heit wird hier gefeiert. Sie ist mensch­lich und schön.

Fotos

Light Earth Designs
Michael Ramage, Jona­than Gregson

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Und jetzt Sie.

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Am Weit­kamp 17
D‑44795 Bochum

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+49 234 5466 0374
+49 172 4736 332

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contact@moresports.network

Dalymount Park

Dalymount Park in Dublin

Home of Irish football

Das Dalymount Park Redevelopment Project will ein historisches Stadion sanieren und das gesellschaftliche Angebot von Phibsborough bereichern.

Das Herzstück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städtischen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des vielfachen irischen Meisters und Pokalsiegers Bohemians FC.

Daly­mount Park ist ein altein­ge­ses­senes Fußball­sta­dion in Phibs­bo­rough, Dublin, dessen Bedeu­tung für den irischen Fußball immens ist. Aufgrund seines Alters und jahr­zehn­te­langer begrenzter Instand­hal­tung ist das Stadion jedoch schon länger nicht mehr zweck­mäßig.

Nun hat die Stadt­ver­wal­tung das „Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project“ vorge­stellt, welches einen Wende­punkt in der Entwick­lung von Phibs­bo­rough darstellen soll.

Ein Planungs­team unter der Leitung von IDOM und Gilroy McMahon Archi­tects hat einen umfas­senden Plan für die Neuge­stal­tung des gesamten Geländes entwi­ckelt.

Das Herz­stück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städ­ti­schen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des viel­fa­chen irischen Meis­ters und Pokal­sie­gers Bohe­mians FC und seiner zahl­rei­chen Fans — vergleichbar mit dem FC St. Pauli in Deutsch­land (siehe dazu auch das Video).

Architekt

IDOM
Diego Rodri­guez, Aitor Almaraz, Gilroy McMahon: Dave Richards, Deirdre Lennon, Laura Carcano, Patrycja Niechaj

Bauherr

Dublin City Council

Dalymount Park ist der Versuch, den Bedürfnissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion mehr in die Gemeinschaft zu integrieren.

Phibs­bo­rough ist ein gemischtes Geschäfts- und Wohn­viertel im Norden von Dublin. Das Viertel ist von vikto­ria­ni­schen Back­stein­ge­bäuden geprägt und bietet moderne Bars und Bistros neben tradi­ti­ons­reiche Pubs und Imbiss­stuben – und außerdem viel Kultur und Grün­flä­chen.

Daly­mount Park ist der viel­ver­spre­chende Versuch, den Bedürf­nissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion weiter in die Gemein­schaft zu inte­grieren.

Der ansäs­sige Club Bohe­mians Dublin wurde 1890 gegründet und ist einer der ältesten Fußball­ver­eine der Repu­blik Irland.

Auf den Tribünen des alten Stadions steht völlig zu Recht „Home of Irish foot­ball“, denn die Bohe­mians tragen ihre Heim­spiele seit 1901 im Daly­mount Park aus.

Der Entwurf orien­tiert sich an den heutigen Anfor­de­rungen an Bauten dieser Größe, die sowohl für den Sport als auch für gesell­schaft­liche Veran­stal­tungen genutzt werden können.

Dazu gehören zwei Haupt­tri­bünen an den Längs­seiten des Spiel­felds mit insge­samt 6.240 Sitz­plätzen und zwei Steher­rassen im Norden und im Süden mit 1.794 Plätzen.

Die Tribünen beher­bergen auch die Umklei­de­räume, Vereins­büros, einen Merchan­dise-Shop und neue Hospi­ta­lity- und Cate­ring­be­reiche.

Zum neuen Daly­mount Park wird auch eine neuer, 585 m² großer Bereich über zwei Etagen gehören, der öffent­liche Ange­bote jenseits des Fußballs zu bieten hat, zum Beispiel  ein viel­sei­tiger Gemein­schafts­raum und ein Fitness­studio.

Standort

Daly­mount Park
Phibs­bo­rough, Dublin
Irland

Eröffnung

2026

Illustrationen

IDOM / JAM Images

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Dalymount Park Redevelopment Project wird ein „Leuchtfeuer des Fortschritts“, das sowohl das Image von Dublin als auch das Angebot von Phibsborough bereichert.

Das Projekt stärkt die Bedeu­tung des Stadions und maxi­miert seine posi­tive Wirkung auf die umlie­genden öffent­li­chen Bereiche. Ein schwarzes, leichtes Metall­dach, das sich an den Schie­fer­dä­chern Dublins orien­tiert, schwebt über den west­li­chen und östli­chen Tribünen.

Die Zuschauer- und Cate­ring­be­reiche sind in Ziegel­mau­er­werk konzi­piert, das von den vikto­ria­ni­schen Wohn­häu­sern in Phibs­bo­rough inspi­riert ist. Die ikoni­schen Flut­lichter werden neu inter­pre­tiert und dienen als Leucht­feuer im städ­ti­schen Gefüge.

Ein gutes Stich­wort: Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project wird, nach den Worten der Planer, ein „Leucht­feuer des Fort­schritts“, das sowohl das sport­liche, groß­städ­ti­schen Bild von Dublin als auch das gesell­schaft­liche Angebot von Phibs­bo­rough berei­chert.

IDOM haben schon beim Neubau des Estadio San Mames für den auch sehr emotio­nalen Club Athletic Bilbao gezeigt, dass sie solchen Trans­for­ma­tionen gewachsen sind. Freuen wir uns also auf die Neueröff­nung, voraus­sicht­lich im Jahr 2026.

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Subiaco Wave Park

Der Subiaco Wave Park in Perth

What a wonderful world

Was tun mit einem verlassenen Stadion? Fluten, und um die neue Wasserfläche herum öffentlichen Freiraum und Wohnungen schaffen.

Der Subiaco Surf Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions.

Geschichte

Subiaco Wave Park ist ein phan­ta­sie­volles Konzept zur zukünf­tigen Nutzung eines Geländes im austra­li­schen Subiaco, auf dem das vormals wich­tigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – stand. Die Schlie­ßung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirt­schaft­liche und kultu­relle Heraus­for­de­rungen.

Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Viel­falt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitz­plätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des austra­li­schen Foot­balls. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Foot­ball Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offi­ziell eröffnet wurde.

Architekt

MJA studio
Suite 6 / 23 Railway Road
AU — Subiaco 6008

Standort

Subiaco Oval
304 Roberts Rd
AU — Subiaco WA 6008

Entwurf

Der Gemein­derat von Subiaco nahm die Schlie­ßung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansäs­sigen Archi­tekten von MJA Studio antwor­teten mit einem Konzept, das sich auf die Prin­zi­pien der Inklu­sion, der Nutzung öffent­li­cher Räume, der Barrie­re­frei­heit und Zugäng­lich­keit, der Erho­lung und der Nach­hal­tig­keit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorge­hens­weise vor:

  • Das Stadion wird abge­rissen, der Beton zur Wieder­ver­wen­dung zerklei­nert.
  • Das Stadi­on­oval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasser­fläche herum wird öffent­li­cher Frei­raum geschaffen.

 

 

  • Das Gelände wird model­liert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topo­gra­phie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Markt­platz, Gastro­nomie und eine Foot­ball Hall of Fame entsteht öffent­li­ches Leben.
  • 220 Doppel­ap­par­te­ments rahmen die Wasser­fläche und den öffent­li­chen Raum.
  • Zwischen zwei benach­barten Bahn­höfen wird eine axiale Verbin­dung geschaffen. Diese Achse wird mit Terras­sen­häu­sern und zusätz­li­chen öffent­li­chen Plätzen und Veran­stal­tungs­flä­chen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasser­fläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subiaco Wave Park verspricht ein authen­ti­sches Surf­erlebnis für neue und routi­nierte Surfer aller Alters­gruppen, Erfah­rungen und Fähig­keiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasser­be­darf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist.

Auf den Dächern der neuen Apart­ments entsteht eine 12.800 m² große Erwei­te­rung des Parks: der Boun­dary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermög­licht einen behin­der­ten­ge­rechten Zugang. Dieser neue öffent­liche Park ist als passiver und aktiver Erho­lungs­raum sowie als tempo­rärer Veran­stal­tungs­raum konzi­piert und bietet über­dies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Land­schaft.

Der Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehema­ligen Stadions, aber ihre Verjün­gung redu­ziert die Verschat­tung der südli­chen Nach­barn um 25%.

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Öffent­li­cher Frei­raum

Die Wohnungen sind so konzi­piert, dass sie die natür­li­chen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maxi­male Nutzung der Sonne und natür­liche Quer­lüf­tung. Jedes Apart­ment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffent­li­chen Frei­raum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abge­schie­den­heit frei wählen kann. Die Markt­halle bietet ein dauer­haftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffent­li­chen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist.

 

An den Wochen­enden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Markt­platz erwei­tert werden. Hier sollen vor allem lokale Klein­un­ter­nehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des austra­li­schen Foot­balls schließ­lich wird durch Kunst­in­stal­la­tionen, Augmented Reality-Ange­bote und ein neues Zuhause für die WA Foot­ball Hall of Fame gebüh­rend berück­sich­tigt. Subiaco Wave Park  ist ein bril­lantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Inter­es­sens­gruppen im Jahr 2015 vorge­legt hat.

Leider steht die Umset­zung in den Sternen.

Video

Pläne

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Willets Point Stadium

Willets Point Stadium

Aus dem Abseits

HOK

Stadtentwicklung mit Fußball. Eine verwunschene Gegend soll zum Vorzeigebezirk werden.

Auf 23 Hektar entstehen in Queens 2.500  Wohneinheiten, ein Hotel mit 250 Betten und das Willets Point Stadium.

Willets Point ist eine eher proble­ma­ti­sche, bisher vorwie­gend indus­triell genutzte Gegend in Queens. In den nächsten Jahren soll die Gegend revi­ta­li­siert werden, vor allem durch die Schaf­fung von erschwing­li­chem Wohn­raum – und durch den Bau des ersten reinen Fußball­sta­dions in New York.

Der „Willets Point Revi­ta­liza­tion Plan“ umfasst in der ersten Phase das größte erschwing­liche Wohnungs­bau­pro­jekt in New York seit 40 Jahren und das neue, 25.000 Sitz­plätze fassende Stadion für den New York City Foot­ball Club.

Architekt

HOK

Bauherr

Queens Deve­lo­p­ment Group

Standort

Future home of NYCFC
US — Queens, NY 11368

Eröffnung

2027

Zunächst werden auf der insge­samt 23 Hektar großen Fläche 1.100 Wohn­ein­heiten gebaut, in der zweiten Phase dann das Willets Point Stadium, weitere 1.400 Wohnungen und ein Hotel mit 250 Betten.

Das Mitein­ander von Wohnungen, Frei­flä­chen und Frei­zeit­an­ge­boten ist hier wesent­lich. Durch den Wohnungsbau soll eine fußgän­ger­freund­liche, aktive Nach­bar­schaft etabliert werden, die über aktive öffent­liche Gemein­schafts­be­reiche mit ausrei­chend Platz zum Sitzen, Essens­ständen, Grün­flä­chen, Bewe­gungs­mög­lich­keiten und anderen Frei­zeit­ak­ti­vi­täten für die Gemein­schaft verfügt – vor allem aber über das Stadion.

Willets Point Stadium wird das lang ersehnte Zuhause für den New York City Foot­ball Club, den ameri­ka­ni­schen Meister von 2021. Das 780 Millionen Dollar teure, privat finan­zierte Stadion soll voll­kommen in die örtliche Gemein­schaft inte­griert und an spiel­freien Tagen auch für andere Veran­stal­tungen und Akti­vi­täten nutzbar sein.

Der Entwurf für das Stadion stammt von HOK. Mit der Umset­zung schon bald begonnen werden. Die Eröff­nung des Willets Point Stadium ist für 2027 vorge­sehen.

Bilder

HOK

Text

Johannes Bühl­be­cker
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La Romareda

La Romareda in Zaragossa

Das pralle Leben

Der Entwurf verspricht ein modernes und funktionales Stadion für Real Zaragoza — und ein neues Wahrzeichen für die Stadt.

La Romareda soll eins der Stadien der gemeinsamen Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko um die WM 2030 werden.

WM 2030

Der spani­sche Tradi­ti­ons­verein Real Zara­goza will sein Stadion aus dem Jahr 1951 durch einen gleich­na­migen Neubau ersatzen: La Romareda.

Neben Aspekten der Nach­hal­tig­keit, Sicher­heit, moderner Tech­no­lo­gien und Medien berück­sich­tigt der Entwurf auch die Anfor­de­rungen der inter­na­tio­nalen Fußball­ver­bände wie FIFA und UEFA, denn La Romareda soll einer der Austra­gungs­orte der gemein­samen Bewer­bung von Spanien, Portugal und Marokko um die Fußball-Welt­meis­ter­schaft 2030 werden.

Die Planung stammt von IDOM.

Architekt

IDOM

Bauherr

Real Zara­gossa

Standort

La Romareda
P.º de Isabel la Cató­lica, 4
ESP — 50009 Zara­goza

Eröffnung

2026

Cierzo

Eine zentrale Bedeu­tung im städ­te­bau­li­chen Konzept kommt der Ausrich­tung des Stadions auf die Stadt und die Berück­sich­ti­gung der Umge­bung zu.

Dabei spielte der in der Region vorherr­schende Wind, der “Cierzo”, eine grund­le­gende Rolle. Das Stadion und das Dach wurden so geformt, dass sie den Wind berück­sich­tigen. Die konkaven Formen im Norden und Süden des Stadions verleihen dem städ­ti­schen Raum mehr Weite, während die konvexen Formen im Osten und Westen zur Platz­ge­stal­tung beitragen.

Stadion, Platz und Park sollen mitein­ander verschmelzen und nicht nur Räume für das Stadion, sondern auch für die Stadt schaffen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschauerplätze und erstreckt sich auch nach außen. So entsteht eine Promenade um das ganze Stadion herum.

Viel­seitig

La Romareda wird viel­fäl­tige Nutzungs­mög­lich­keiten bieten, die unter einer kompakten und einheit­li­chen Fassade zusam­men­ge­fasst werden.

In und unter den Tribünen im Westen und Osten sind unter­schied­liche gewerb­liche und sport­liche Nutzungs­mög­lich­keiten vorge­sehen, die mit dem Inneren des Stadions verbunden sind. Dies ermög­licht inter­es­sante Syner­gien zwischen den verschie­denen Nutzungs­mög­lich­keiten.

Die Nord- und Südtri­bünen hingegen sind ausschließ­lich für den Fußball und seine Zuschauer vorge­sehen.

Prome­nade

Das Dach des Stadions wurde als leichtes Element konzi­piert, das Bewe­gung vermit­telt, Schutz bietet und Blicke ermög­licht – alles gute Antworten auf die lokalen Bedin­gungen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschau­er­plätze und erstreckt sich auch nach außen über den Gebäu­de­um­riss hinaus. So entsteht eine Prome­nade um das ganze Stadion herum, die wech­selnde und außer­ge­wöhn­liche Ausblicke auf die Stadt und in das Innere des Stadions ermög­licht.

Tags­über wirkt die Fassade ruhig und erholsam, doch nachts verwan­delt sie sich in ein leben­diges und dyna­mi­sches Element, welches das pralle Leben nach außen proji­ziert.

Inte­gra­tion

Die Erschlie­ßungs­ebene teilt die Zuschau­er­be­reiche in Unter- und Ober­rang. Das erleich­tert die Orien­tie­rung, schafft Blick­be­zie­hungen und erleich­tert die Inte­gra­tion des beacht­li­chen Stadi­on­vo­lu­mens in die Stadt enorm.

Der Unter­rang wird also quasi direkt von der Straße aus erschlossen. Der Ober­rang und Hospi­ta­lity-Bereich werden von dort aus über Treppen erreicht.

Dies ermög­licht auch eine einfache Evaku­ie­rung im Notfall.

Prefe­rencia

Im Inneren von La Romareda wird die durch­lau­fende Erschlie­ßungs­ebene unter­schied­lich ausge­staltet: Zwei Tribünen enthalten Platz und Ange­bote für das „normale“ Publikum, und zwei erhalten Hospi­ta­lity-Bereiche und eine VIP-Tribüne namens „Prefe­rencia“.

Das Konzept beinhaltet weitere VIP-Bereiche im Ober­rang. Dazu gehören Boxen, Logen oder der „Pitch Club“ mit Blick auf den Spie­ler­zu­gang. Dieser Very VIP-Bereich mit eigenen Erschlie­ßungs- und Versor­gungs­be­rei­chen kann vom allge­meinen Publikum gänz­lich sepa­riert werden.

Schüssel

Beson­deres Augen­merk legten die Planer nach eigenen Angaben auf die „Schüssel“, also auf Form und Funk­tion der Tribünen, die sie als das Herz des Stadions betrachten. Unter dem Strich wird das Stadi­on­er­lebnis halt immer noch von der Kommu­ni­ka­tion zwischen Zuschauern und Spiel­feld geprägt.

Die sehr kompakte Form passt sich an den Standort an und bringt die Zuschauer so nah wie möglich ans Spiel­feld – und das ist für die Atmo­sphäre in La Romareda natür­lich wesent­lich.

Der Entwurf verspricht ein modernes und funk­tio­nales Stadion, sowohl für den Tradi­ti­ons­verein Real Zara­goza und seiner Fans — und ein neues und beein­dru­ckendes Wahr­zei­chen für die Stadt Zara­goza.

Bilder

IDOM

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Johannes Bühl­be­cker
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Tele2 Arena

Die Tele2 Arena in Stockholm während der Handball-WM

Handball im Stadion

Wenn bei sportlichen Großereignissen die Austragungsstätte angepasst werden soll, hält NÜSSLI nachhaltige Lösungen bereit — so auch bei der 28. IHF Handball-WM der Männer 2023.

Das Konzept nutzt die bestehende Infrastruktur für das Grossereignis und vermeidet den Anblick halbleerer Zuschauerränge.

Für die Hand­ball-Welt­meis­ter­schaft der Männer 2023 verwan­delte sich die Stock­holmer Tele2-Arena in eine Hand­ball-Arena mit 22.000 Zuschau­er­plätzen. Das im Jahr 2013 eröff­nete Stadion wird ansonsten für Fußball (Djur­går­dens IF, Hamm­arby IF, Länder­spiele) und Konzerte genutzt.

Mit einer tempo­rären Tribüne schuf Event­bau­spe­zia­list NÜSSLI eine pass­ge­naue und nach­hal­tige Arena mit Stadi­onat­mo­sphäre.

Um diese beson­dere Atmo­sphäre zu schaffen, entwi­ckelte das NÜSSLI-Projekt­team für die neun Spiele der Hand­ball-WM am Austra­gungsort Stock­holm eine eigene, klei­nere WM-Arena inner­halb des Fußball­sta­dions Tele2 Arena.

So ließ sich die bestehende Infra­struktur der Tele2 Arena für das Gross­ereignis nutzen. Gleich­zeitig bot die Arena im Stadion keine halb leeren Zuschau­er­ränge aufgrund einer über­di­men­sio­nierten Spiel­stätte, sondern genau die von den Fans so geliebte Stadi­onat­mo­sphäre. Live dabei sein und ganz nahe am Spiel­feld das Geschehen miter­leben – das bleibt in Erin­ne­rung.

Temporäre Strukturen

Nüssli

Innerhalb von nur zehn Tagen baute das Projektteam eine temporäre Zuschauertribüne mit 8.000 Sitzplätzen auf.

Knapp zwei Wochen vor dem ersten Anwurf begann NÜSSLI mit den Aufbau­ar­beiten. 26 Lkw lieferten nach und nach die insge­samt 450 Tonnen System­ma­te­rial. Inner­halb von nur zehn Tagen baute das Projekt­team eine tempo­räre Zuschau­er­tri­büne mit 8.000 Sitz­plätzen auf.

Diese Tribüne fügte sich optimal in die bestehende Tribü­nen­an­lage ein und bildete mit deren Sitz­reihen eine pass­ge­naue Arena rund um das Hand­ball­feld. Insge­samt entstanden 22.000 Sitz­plätze mit bester Sicht­linie für die Fans – und garan­tiertes Nah-dran-Feeling während der neun WM-Spiele.

In der Tele2-Arena fanden die Vier­tel­fi­nals, Halb­fi­nals und Plat­zie­rungs­spiele statt. Am 29. Januar erreichte die Stim­mung in der Arena ihren Höhe­punkt, als sich Titel­ver­tei­diger Däne­mark und Olym­pia­sieger Frank­reich im Finale gegen­über­standen.

In einem hoch­klas­sigen Match setzte sich Däne­mark mit 34:29 durch und wurde zum dritten Mal in Folge Welt­meister.

Standort

Tele2 Arena
Aren­as­lingan 14
SWE — 121 77 Johan­neshov

Stadionbetreiber profitieren maximal von flexiblen Sportstätten, die sie einfach und schnell für Events mit anderen Spielfeldgrößen anpassen können.

Die Entschei­dung, die Infra­struktur eines bestehenden Stadions zu nutzen und mit Nüssli temporär auf die Bedürf­nisse der eigenen Veran­stal­tung anzu­passen, war auch eine Entschei­dung für die Nach­hal­tig­keit.

Das für die Tribünen und die weiteren tempo­rären Infra­struk­turen einge­setzte Mate­rial bewegt sich in einem stän­digen Kreis­lauf der Wieder­ver­wer­tung, von Event zu Event.

Mit dieser System­bau­weise lässt sich jede Art von tempo­rären Bauten für jede Veran­stal­tungs­größe planen, umsetzen – und nach dem Event rück­standslos zurück­bauen. So sind Bauele­mente, die eben noch an der Hand­ball-WM die Tribüne formten, schon wenige Wochen später im Medail­len­po­dest eines Ski-Weltcup-Rennens im Einsatz.

Außerdem profi­tieren Stadi­on­be­treiber maximal von flexi­blen Sport­stätten, die sie einfach und schnell für Events mit anderen Spiel­feld­größen anpassen können.

Hier gibt es nur Gewinner.

Text & Fotos

Nüssli

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Trainingsgebäude Aveiro

Trainingsgebäude Aveiro

Einfach gut

Als Nachbar des wunderbar farbenfrohen städtischen Estádio Municipal de Aveiro muss man sich schon etwas einfallen lassen.

Das Trainingsgebäude Aveiro dient als Stützpunkt für das Training der Profis des Erstligisten SC Beira-Mar und seine Jugendmannschaften.

Das Trai­nings­ge­bäude Aveiro befindet sich in unmit­tel­barer Nähe des wunderbar farben­frohen städ­ti­schen Estádio Muni­cipal de Aveiro von Tomás Taveira, einem der Austra­gungs­orte der Fußball-EM 2004 und jetziger Heimat des Erst­li­gisten SC Beira-Mar. Es dient als Stütz­punkt für das Trai­ning der Profis und die Spiele seiner Jugend­mann­schaften.

Das Trai­nings­ge­lände besteht aus vier Fußball­fel­dern, einem Funk­ti­ons­ge­bäude, Tribünen, Park­plätzen und ergän­zenden Ange­boten.

Summary Archi­tects haben alle Funk­tionen in einem einzigen Gebäude zusam­men­ge­fasst. Zwei gegen­über­lie­gende Zuschau­er­tri­bünen bilden Fassade und Dach­fläche des Gebäudes. Die übrigen Funk­tionen wurden darunter unter­ge­bracht.

Diese Orga­ni­sa­tion aller Funk­tionen in einem einzigen Gebäude opti­miert die öffent­li­chen Verkehrs­wege und redu­ziert Bauma­te­rial, Baukosten und Bauzeit.

Architekt

Summary Archi­tec­ture
R. do Monte Cativo 258
PT — 4050–399 Porto

Team: Samuel Gonçalves,Adina Staicu, Inês Vieira Rodri­gues, João Meira, Sara Perfetti

Bauherr

SC Beira-Mar

Die Schlichtheit des Entwurfs und die Nüchternheit der Materialien vermeiden die Konkurrenz zur starken Präsenz des Estádio Municipal de Aveiro.

Das Erschei­nungs­bild des Trai­nings­ge­bäude Aveiro und sein konstruk­tives System sind eng mitein­ander verwoben. Die Mate­ria­lität des Gebäudes, insbe­son­dere die Verwen­dung von Beton in seiner natür­li­chen Farbe, ist eine sowohl ästhe­ti­sche als auch kosten­ef­fi­zi­ente Wahl, da keine zusätz­li­chen Ober­flä­chen­be­hand­lungen erfor­der­lich sind.

Farbe wird sparsam, aber bewusst einge­setzt, um in den Verkehrs­flä­chen Wirkung zu erzielen und alle öffent­lich zugäng­li­chen Bereiche deut­lich zu kenn­zeichnen.

Die Schlicht­heit des Entwurfs und die Nüch­tern­heit der Mate­ria­lien zielen darauf ab, die Präsenz des Trai­nings­ge­bäude Aveiro in der Umge­bung zu redu­zieren, um eine gewisse Neutra­lität zu bewahren und nicht mit der starken Präsenz des Estádio Muni­cipal de Aveiro zu konkur­rieren.

Die Konfi­gu­ra­tion des Gebäudes und die Vertei­lung des Programms schaffen eine Reihe von Berei­chen, in denen sich das öffent­liche Leben entfalten kann und ein Gefühl der Gemein­schaft spürbar wird. Die Plat­zie­rung der Cafe­teria in der Nähe des Eingangs und die Kenn­zeich­nung aller öffent­li­chen Elemente im selben Gelb markieren die Bereiche, die dem nicht vereins­zu­ge­hö­rigen Publikum gewidmet sind.

Standort

Academia de futebol SC Beira-Mar

Eröffnung

2022

Ein beindruckendes Beispiel für ein attraktives Funktionsgebäude, für Bescheidenheit, Gehalt und Gestaltung.

Die Konstruk­tion des Trai­nings­ge­bäude Aveiro besteht aus vorge­fer­tigten Beton­ele­menten. Die Produk­tion der Bauteile im Werk ermög­licht einen effi­zi­enten Baupro­zess. Dieser Prozess bringt eine erheb­liche Zeit­er­sparnis mit sich, und das ist immer ein entschei­dender Faktor bei der Errich­tung eines öffent­li­chen Gebäudes.

Der Einsatz bio-klima­ti­scher Ressourcen wie Öffnungen, die die Quer­lüf­tung fördern, der Einsatz aktiver Mittel wie Sonnen­kol­lek­toren und andere Lösungen zur Ener­gie­ef­fi­zienz führen zu einer erheb­li­chen Senkung der Betriebs­kosten.

Ein bein­dru­ckendes Beispiel für ein eigent­lich banales Funk­ti­ons­ge­bäude, dass sich bescheiden, aber gehalt­voll in promi­nente und domi­nante Nach­bar­schaft einfügt.

Fotos

Fernando Guerra

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Stadion Aarhus

Stadion Aarhus (Ceres Park)

Arena des Waldes

Zaha Hadid Architects, Sweco und Tredje Natur haben den Wettbewerb zum Bau des neuen Fußballstadions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnastikforening (AGF), einem der traditionsreichsten Clubs in Dänemark.

Ein Team mit Zaha Hadid Archi­tects, Sweco und den Land­schafts­ar­chi­tekten Tredje Natur hat den Wett­be­werb zum Bau des neuen Fußball­sta­dions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus (Ceres Park) ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnas­tik­fo­rening (AGF), einem der tradi­ti­ons­reichsten und erfolg­reichsten Clubs in Däne­mark. 

Das jetzige Stadion wurde 1920 eröffnet, entspricht aber nicht mehr den Anfor­de­rungen an den heutigen Profi­fuß­ball. Der Neubau ersetzt den Bestand an glei­cher Stelle.

Auch die Entfer­nungen der Zuschauer zum Spiel­feld waren Fans und Verant­wort­li­chen ein Dorn im Auge. Das neue Stadion wird einrangig und die Fans ganz nah an das Spiel­feld heran­bringen.

Architekt

Zaha Hadid Archi­tects
Gian­luca Racana, Ludo­vico Lombardi, Subharthi Guha, Jakub Klaska, Paolo Zilli, Andy Lin, Charles Harris, Dieter Matuschke, Jinhee Koh, Kyle Dunnington, Luca Melchiori, Maria Laura, Michael Forward, Matthew Gabe, Nastasja Mitrovic, Sara Cris­centi, Valen­tina Cerrone, Yuzhi Xu, Carlos Sousa- Martinez, Bahaa Alnass­rallah, Aditya Ambare, Alek­sander Mastalski

Sweco
Tredje Natur

Bauherr

Es entstehen einladende Räume für eine Vielzahl von sportlichen und kulturellen Nutzungen durch die Besucher des Stadions und die Besucher des Parks.

Das Stadion Aarhus liegt in einem sieben Kilo­meter langen Wald­gürtel. Das ist es fast schon nahe­lie­gend, dass Zaha Hadid ihrem Gestal­tungs­kon­zept den Namen “Arena des Waldes” gaben. Es orien­tiert sich am verti­kalen Rhythmus der zahl­rei­chen Bäume, die hier bis zu 47 m hoch werden.

Der Entwurf versteht das neue Stadion Aarhus als Erwei­te­rung des Waldes, dessen Verti­ka­lität sich in den Kolon­naden des Stadions und den Holz­rippen der Fassade fort­setzt. Diese Gesten fließen vom Wald über die begrünten Plätze in die Fassaden und bis ins Stadi­on­in­nere.

Eine vermut­lich kompli­zierte Hier­ar­chie der Holz­rippen in der Fassade und im Dach unter­teilt und glie­dert das große Volumen des Stadions in einen mensch­li­chen Maßstab. Gleich­zeitig bieten diese Außen­wir­kung und die Plätze vor dem Stadion ein sehr harmo­ni­sches Gefühl des Ankom­mens.

Das Dach ist außer­ge­wöhn­lich. Es über­deckt nicht nur die Zuschau­er­plätze und Umgänge im Inneren, es bietet auch den Plätzen vor dem Stadion Schutz. Zum harmo­ni­schen Erschei­nungs­bild gehört die durch das umlau­fend über­ste­henden Dach geschützte Prome­nade, die ganz unab­hängig von den Veran­stal­tungen im Stadion ist.

Es entstehen einla­dende neue öffent­liche Räume für eine Viel­zahl von sport­li­chen und kultu­rellen Nutzungen durch die Besu­cher des Stadions und die Besu­cher des Parks.

Die drei verwen­deten Haupt­ma­te­ria­lien sind Beton mit recy­celten Zuschlag­stoffen für die Säulen, lokal beschaffter, wieder­ver­wer­teter und recy­celter Stahl für die Träger und Holz aus lokalen, zerti­fi­zierten nach­hal­tigen Quellen für die Fassa­den­ver­klei­dung.

Das Neben­ge­bäude „Stadi­onhal­lerne” von 1918, das allen im Verein am Herzen liegt, wird reno­viert, seine intensiv rote Fassade und die weißen Orna­mente bleiben erhalten.

Standort

Ceres Park
Stadion Allé 70
DK — 8000 Aarhus

Eröffnung

2026

42 dänische und internationale Architektenteams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wettbewerbs teilgenommen.

Ab 2024 beginnt der schritt­weise Rückbau des jetzigen Stadions beginnt. Die Bauphase wird sich über vier Etappen erstre­cken, so dass das neue Stadion voraus­sicht­lich im Jahr 2026 einge­weiht werden kann.

42 däni­sche und inter­na­tio­nale Archi­tek­ten­teams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wett­be­werbs teil­ge­nommen.

Der sieg­reiche Entwurf für das neue Stadion Aarhus fügt sich bestens in die Umge­bung ein und respek­tiert die Archi­tektur und Geschichte des Ortes und seiner Nutzer. Gleich­zeitig entstehen eine Fülle neuer öffent­li­cher Räume, die an 365 Tagen im Jahr genutzt werden können.

Sehr einla­dend.

Illustrationen

Negativ

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Stade Philippe Mahut

Stade Philippe Mahut

Flach spielen, hoch gewinnen

Diese Architektur ist genau so klar und kompromisslos wie ihr Namensgeber.

Zum Sportpark Stade Philippe Mahut gehören insgesamt vier Fußball- und zwei Rugbyfelder, elf Tennisplätze, die leichtathletischen Anlagen im Hauptstadion und einige Kleinspielfelder.

Im Jahr 2008 schrieb die fran­zö­si­sche Stadt Fontaine­bleau einen Wett­be­werb zur Sanie­rung des Stade Phil­ippe Mahut aus. Die Neuge­stal­tung umfasste die land­schaft­liche Gestal­tung und den Umbau der bestehenden Tribünen zwischen den beiden Haupt­plätzen.

Fontaine­bleau liegt 55 Kilo­meter südlich von Paris und hat knapp 15.000 Einwohner.

Die neue Tribüne und das darunter liegende Umklei­de­ge­bäude wurden auf einer Länge von 75 m in zwei bepflanzte Hügel einge­fügt. Der Tribü­nen­bau­körper ist der einzige Hochbau auf dem Gelände.

Zum Sport­park Stade Phil­ippe Mahut gehören insge­samt vier Fußball- und zwei Rugby­felder, elf Tennis­plätze, die leicht­ath­le­ti­schen Anlagen im Haupt­sta­dion und einige Klein­spiel­felder.

Architekt

Barthé­lémy Griño Archi­tectes
68 rue de la Folie Méri­court
F – 75011 Paris 

Bauherr

Ville de Fontaine­bleau

Unter der Tribüne befinden sich Umkleideräume, Sanitärbereiche und Lagerräume. Der Sockel ist massiv – außen als Sichtbeton, im Inneren mal gestrichen und mal ausgekleidet.

Die Tribüne besteht aus fünf Sitz­reihen, die zum Haupt­platz hin ausge­richtet sind. Sie bietet Platz für unge­fähr 800 Zuschauer. Die rück­wär­tige Tribüne blickt auf das Neben­spiel­feld.

Unter der Tribüne des Stade Phil­ippe Mahut befinden sich die Umklei­de­räume mit den dazu­ge­hö­rigen Sani­tär­be­rei­chen und außerdem Lager­räume. Der Sockel ist massiv – außen als Sicht­beton, im Inneren mal gestri­chen und mal ausge­kleidet.

In der Mitte der Tribüne befindet sich ein teil­weise verglaster Pavillon. Die Verbin­dung zwischen der Sportler- und der Zuschau­e­r­ebene wird durch eine Treppe und einen Aufzug gewähr­leistet.

Eine leichte Über­da­chung über­deckt die gesamte Tribüne. Das Dach wurde mit zwei, zum Tief­punkt hin konver­gie­renden Neigungen und einer zentralen Rinne über die gesamte Länge ausge­bildet.

Das Dach des Stade Phil­ippe Mahut wird von einem System aus Baum­stützen getragen, die in einem Abstand von jeweils 17 Metern errichtet wurden. Jedes Feld wird von drei Pfosten aus lackiertem Stahl­rohr gebildet, die sich in einer Höhe von drei Metern über zwei­ge­len­kige Verbin­dungen weiter verzweigen. Sie sind an jeweils sechs Punkten mit dem Dach verbunden.

Das Dach wurde aus Douglasie errichtet. Die Konstruk­tion besteht aus Paaren von Brett­schicht­holz­trä­gern mit varia­blem Quer­schnitt, die durch drei­zehn Pfet­ten­reihen mitein­ander verbunden sind.

Unter dieser Abde­ckung befindet sich ein dichtes Gitter aus Douglasie. Es filtert das direkte Sonnen­licht und erzeugt ein Spiel von Licht und Reflek­tion auf dem Holz. Das wiederum betont die Dach­kontur.

Standort

Stade Phil­ippe Mahut
Route de l’Ermitage
F – Fontaine­bleau

Eröffnung

2016

Die Architektur des Stade Philippe Mahut ist genau so klar und kompromisslos wie sein Namensgeber es auf dem Platz war.

Namens­geber Phil­ippe Mahut war fran­zö­si­scher Fußball-Natio­nal­spieler (1956–2014), dessen Spiel durch kompro­miss­lose Klar­heit bestach – er war ja schließ­lich Vertei­diger. Mahut begann seine Karriere beim Racing Club de Fontaine­bleau und wurde später Präsi­dent des Vereins.

Die Archi­tektur des Stade Phil­ippe Mahut ist genau so klar und kompro­misslos. Ein massiver Sockel beher­bergt die notwen­digen Funk­tionen und Neben­räume, eindeutig und schnör­kellos. Darüber schwebt ein Dach, das eher leicht und verspielt wirkt – unge­fähr wie die fran­zö­si­sche Offen­sive der frühen 1980er Jahre um Michel Platini und Jean Tigana.

Bien joué.

Fotos

Arnaud Schel­straete

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Waldstadion Mailand

Das Waldstadion Mailand

Blau + Rot = Grün

Besonders machen den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz, die Laufbahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“.

Auch das neue Stadion will ein Wahrzeichen des Mailänder Stadtteils San Siro werden, allerdings augenscheinlich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Die Diskus­sion über das neue Stadion der beiden Stadt­ri­valen Inter und AC Mailand beschäf­tigt die inter­es­sierte Öffent­lich­keit schon eine ganze Weile. Inzwi­schen wird die Debatte zusätz­lich von Archi­tekten befeuert, die ihre eigenen Entwürfe vorstellen – zum Beispiel Stefano Boeri Archi­tetti mit dem „Wald­sta­dion Mailand“ („Stadio-Bosco per Milano“).

Die Planer haben das Projekt gemeinsam mit ARUP, Fabio Novembre und Balich Wonder Studio bereits im Jahr 2019 anläss­lich des von den Klubs Inter und Milan ausge­schrie­benen Wett­be­werbs einge­reicht. Da sich seitdem viele Voraus­set­zungen geän­dert haben, versu­chen sie es jetzt mit einer über­ar­bei­teten Version erneut.

Das Wald­sta­dion Mailand entsteht nun, anders als im Wett­be­werb, genau an der Stelle, an dem aktuell noch das welt­be­rühmte, zur WM 1990 erbaute Guiseppe Meazza Stadion steht. Auch das neue Stadion will ein Wahr­zei­chen des Mailänder Stadt­teils San Siro werden, aller­dings augen­schein­lich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Zu diesem Projekt gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträucher aus 70 verschiedenen Arten.

Das Wald­sta­dion verfügt über 5.700 m² hori­zon­taler Grün­dä­cher und 7.000 m² begrünter Fassaden. Dazu gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträu­cher aus 70 verschie­denen Arten, die jedes Jahr 162 Tonnen CO2 absor­bieren.

Es entsteht also eine grüne Lunge für die Metro­pole und ein grünes Binde­glied im Stadt­ge­füge, das zur Reini­gung der Luft, zur Absorp­tion von Fein­staub und zur Milde­rung der Tempe­ratur in der Nach­bar­schaft beiträgt.

Ziel des Projekts ist es, die Emis­sionen und den Ener­gie­ver­brauch zu redu­zieren. Dank der Verwen­dung großer Photo­vol­ta­ik­flä­chen und einer sorg­fäl­tigen Planung der Wasser- und Abfall­wirt­schaft soll das Wald­sta­dion Mailand zu einer ener­gie­aut­arken Arena werden.

Das Wald­sta­dion Mailand inte­griert die für beide Klubs wich­tigen kommer­zi­ellen Bereiche wie ein Museum, eine Sport­halle, Presse- und VIP-Bereiche sowie Bars und Restau­rants.

Beson­ders macht den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz.

Daneben entstehen aber auch eine Lauf­bahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“, ein leuch­tendes Wahr­zei­chen für die beiden Vereine. Da es sich ja um ein “Ein Stadion für zwei” handelt, kann die Illu­mi­na­tion dieses Turms in den Farben Rot (Milan) und Blau (Inter) den jewei­ligen Gast­geber deut­lich sichtbar machen. Für das “Derby della Madon­nina” gibt es bereits eine beson­ders schil­lernde Licht­pla­nung.

Der Turm des Lichts beher­bergt die Museen beider Vereine, an der Turm­spitze sollen Statuen großer Fußballer und Trainer der Stadt ange­bracht werden.  Im Park neben dem neuen Stadion soll außerdem eine Gedenk­stätte für jetzige Meazza-Stadion entstehen.

Die Diskus­sion wird weiter­gehen.

Projektdaten

Architekt

Stefano Boeri Archi­tetti
Via G. Doni­zetti 4
ITA — 20122 Milano

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Standort

Guisepe-Meazza-Staion
Piaz­zale Angelo Moratti
ITA — 20151 Milano MI

Video

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Hangzhou International Sports Centre

Hangzhou International Sports Centre

Schwungvoll

Nicht nur an Spieltagen attraktiv: Das Hangzhou International Sports Centre bietet einen Park am Flussufer und viele Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Das stetige Wachstum der Stadt soll durch neue sportliche Angebote und Grünflächen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hangzhou International Sports Centre.

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA) haben den Wett­be­werb für den Bau des neuen Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre gewonnen.

Das Projekt umfasst ein Fußball­sta­dion mit 60.000 Plätzen, Trai­nings­plätze, eine Sport­halle mit 19.000 Plätzen und eine Schwimm­halle mit zwei 50-Meter-Becken. Das Sport­zen­trum liegt im zukünf­tigen Wissen­schafts- und Tech­no­logie-Kultur­be­zirk von Hang­zhou. All diese Bauten werden in einen neuen Park am Fluss­ufer, mit öffent­li­chen Plätzen und öffent­li­chem Perso­nen­nah­ver­kehr, einge­bettet.

Hang­zhou ist die Haupt­stadt der chine­si­schen Provinz Zhejiang und hat mehr als neun Millionen Einwohner. Die Stadt ist eines der welt­weit führenden Elek­tronik-Zentren und beher­bergt viele der größten Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen Chinas.

Das damit verbun­dene stetige Wachstum der Stadt sollen durch neue sport­liche Ange­bote in Kombi­na­tion mit Grün­flä­chen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre.

Das 45.000 m² große Podium beherbergt Trainings- und Fitnesshallen, Umkleideräume, Büros, Geschäfte und Gastronomie.

Um der wach­senden Bevöl­ke­rung von Hang­zhou gerecht zu werden, bietet das Projekt eine Viel­zahl von Einrich­tungen, für Brei­ten­sportler bis zu Profi­sport­lern. Das Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre fügt sich in die natür­li­chen Land­schaften entlang des Fluss­ufers ein und bietet, neben dem Sport, auch neue Parks und Treff­punkte für Veran­stal­tungen, Erho­lung und Entspan­nung.

Das Stadion ist der größte Veran­stal­tungsort des Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre. Es befindet sich auf der Ostseite des neuen Parks, zur Stadt hin. West­lich und südlich des Stadions entstehen die große Arena und das Wasser­sport­zen­trum. Alle drei Gebäude sind in ihren Sockel­ge­schossen durch ein kurven­rei­ches „Podium“ schwung­voll mitein­ander verbunden.

Dieses 45.000 m² große Podium beher­bergt die Neben­ein­rich­tungen des Sport­zen­trums, die auch gemeinsam und öffent­lich genutzt werden können. Dazu gehören Trai­nings- und Fitness­hallen, Umklei­de­räume, Büros, Geschäfte, Restau­rants und Cafés mit spek­ta­ku­lären Blick­be­zie­hungen.

“Beim Abstieg in die untere Ebene der Plattform steigt die Temperatur an und die Umgebung wird intimer – wie ein Abstieg ins Innere der Erde, wo sich die Schwerkraft wendet.”

Gott­fried Gruber, noa*

Im Gegen­satz zu den massiven Fassaden der meisten Stadien ist die Fassade dieses Stadions nach außen hin weit­ge­hend offen. Umgänge und Terrassen, die eine Viel­zahl von Gastro­no­mie­be­trieben mit Panora­ma­blick über die Stadt beher­bergen, werden durch eine Lamel­len­kon­struk­tion über­dacht.

Der Innen­raum und vor allem die Sitz­ord­nung wurden nach FIFA-Stan­dards entworfen, um die Zuschauer so nah wie möglich ans Spiel­feld zu bringen und möglichst gute Sicht von jedem Platz aus zu gewähr­leisten. Diese program­ma­ti­schen Anfor­de­rungen defi­nieren Geome­trien, die sich in Form von Wellen in der Lamel­len­fas­sade wieder­finden.

Die Sport­halle mit ihren 19.000 Plätzen kann unab­hängig vom Stadion betrieben werden. Sie ist maximal flexibel, um sowohl in China beliebte Sport­arten wie Basket­ball als auch große Musik- und Kultur­events ausrichten zu können.

Das 15.000 m² große Wasser­sport­zen­trum umfasst zwei 50m-Becken, die sich für Wett­kämpfe, Trai­ning und Unter­richt auf allen Niveaus eignen. In den Becken können nicht nur Wett­kämpfe vor bis zu 800 Zuschauern statt­finden, sondern auch Schulen aus der Umge­bung unter­richtet werden. Hier sollen jede Woche Tausende von Kindern Schwimmen lernen!

Das Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre liegt in warmem, gemä­ßigtem Klima und wurde nach der höchsten 3‑Sterne-Klas­si­fi­zie­rung des chine­si­schen Green-Buil­ding-Programms entworfen.

Im Gegen­satz zu vielen großen Stadien, die nur an Spiel­tagen besucht werden können, bietet dieses Projekt neben seinen öffent­li­chen Plätzen und dem Park am Fluß­ufer eine Viel­zahl von Sport‑, Erho­lungs- und Frei­zeit­ein­rich­tungen.

Sie sollen sicher­stellen, dass das Zentrum zu jeder Tages- und Nacht­zeit ein beliebter Treff­punkt für die Bevöl­ke­rung sein wird.

Projektdaten

Architekt

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA)

Patrik Schu­ma­cher, Charles Walker, Nils Fischer, Jakub Klaska, Lei Zhen
Joshua Anderson, Daniel Boran, Chun-Yen Chen, Hung-Da Chien, Michael Forward, Matthew Gabe, Rupinder Gidar, Jinqi Huang, Charlie Harris, Ivan Hewitt, Han Hsun Hsieh, Sonia Magd­ziarz, Xin Swift, Chris White­side

Renderings

Brick­Vi­sual

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Standort

Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre
Zhejiang, Hang­zhou
Binjiang District

Video

Render by Atchain

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Stadion Quzhou

Das Stadion Quzhou 

Wo endet die Landschaft?

Das Stadion Quzhou löst sich von der konventionellen Sportarchitektur — durch den Bezug zur umgebenden Landschaft. Und durch innere Schönheit.

Ein bisschen können die Besucher hier selbst bestimmen, wo die Landschaft endet und wo das Gebäude beginnt.

Das im Sommer 2022 von MAD Archi­tects fertig gestellte Stadion Quzhou ist das Herz­stück des fast sieben Hektar großen Quzhou Sports Park in der Provinz Zhejiang. Quzhou ist eine histo­ri­sche Stadt, 400 km südwest­lich von Shanghai.

Wir haben das gesamte Projekt bereits 2018 im Entwurf vorge­stellt.

Trotz seiner beacht­li­chen Kapa­zität von 30.000 Plätzen fügt sich das Stadion Quzhou gera­dezu atem­be­rau­bend in die umge­bende Land­schaft ein – und öffnet sich aus nahezu jedem Winkel für den umge­benden öffent­li­chen Raum.

Ein biss­chen können die Besu­cher hier selbst bestimmen, wo die Land­schaft endet und wo das Gebäude beginnt. Hinter jeder Erhe­bung verbirgt sich ein Gebäude, das sich nahtlos in seine Umge­bung einfügt. Die verschie­denen Hügel und Anhöhen sind alle­samt von Menschen­hand geschaf­fene Bauwerke, die Trai­nings­plätze, eine Sport­halle, ein Schwimmbad und ein Wissen­schafts- und Tech­no­lo­gie­mu­seum umfassen (werden).

Das zur Hälfte einge­gra­bene Stadion wird von einer weißen, kronen­för­migen Dach­struktur mit einem Durch­messer von 250 m gekrönt, die von der Serge Ferrari Group mit zwei Schichten PTFE-Membranen bedeckt wurde.

Mit dem lichtdurchlässigen Membranmaterial lässt sich auch die komplexe Geometrie des weit gespannten Tragwerks buchstäblich leicht realisieren.

Die Dächer weisen alle­samt komplexe, doppelt gekrümmte Ober­flä­chen auf. Die Über­da­chung wird von nur neun Fall­punkten mit einer maxi­malen Spann­weite von 95 Metern getragen, so dass das Gebäude über der Land­schaft “schwebt” und aus vielen Blick­win­keln gerahmte Perspek­tiven auf die Stadt bietet.

Die 60 Beton­säulen, die das Stadion stützen, bestehen aus Sicht­be­ton­platten mit Holz­ma­se­rung. Trotz der Größe von Formen und Mate­ria­lien entsteht so ein Gefühl von Wärme und Textur.

Das Dach besteht aus Stahl, auf den ein licht­durch­läs­siges, licht­emit­tie­rendes Membr­an­ma­te­rial gewi­ckelt wurde. Damit lässt sich auch die komplexe Geome­trie des weit gespannten Trag­werks buch­stäb­lich leicht reali­sieren.

Der licht­durch­läs­sigen PTFE-Membran aus synthe­ti­schem Polymer nimmt nicht nur der monu­men­talen Stahl­kon­struk­tion die Schwere, er verbes­sert auch die Akustik im gesamten Stadion. Die obere Fläche der Über­da­chung besteht aus einer festeren PTFE-Membran von Serge Ferrari Group, die das Eindringen von Regen­wasser verhin­dert.

Die Unter­seite der Struktur wurde mit mehr als 40.800 m² PTFE bechich­tetem Glas­git­ter­ge­webe, eben­falls von Serge Ferrari Group, ausge­stattet, einer PTFE-Membran mit Feuer­wi­der­stands­klasse A, die den strengsten Brand­schutz­normen entspricht.

Neben ihren tech­ni­schen Quali­täten verleiht diese Struktur dem Projekt auch einen enormen ästhe­ti­schen Reiz. Das Ergebnis erin­nert an ein Wolken­feld, das sanft über die Hügel gleitet.

Die gewun­dene Geome­trie setzt sich im Stadi­on­in­neren fort. Die Sitz­plätze sind wellen­förmig ange­ordnet und stehen in Bezie­hung zur umge­benden Land­schaft, die durch die Grün­töne der Scha­len­sitze verstärkt wird – und einen schönen Kontrast zur weißen Dach­struktur bildet.

Beim Stadion Quzhou wird das Streben nach Nachhaltigkeit auch gestalterisch auffällig.

Das Stadion Quzhou wurde mit einigen gestal­te­risch auffäl­ligen Aspekten der Nach­hal­tig­keit entworfen.

Große Öffnungen in die Land­schaft sorgen dafür, dass natür­li­ches Licht in das Park­haus und die Eingangs­ebenen des Stadions gelangt. Das gesamte Stadion ist so konzi­piert, dass es Regen­wasser aufnimmt, spei­chert und versi­ckert. Das schützt das Gebäude zusätz­lich vor über­mä­ßigen Regen­schäden und führt zu gerin­geren Tempe­ra­tur­schwan­kungen und gerin­gerem Ener­gie­ver­brauch.

Abge­sehen von den Zuschau­er­plätzen und dem Spiel­feld befinden sich fast alle Einrich­tungen unter der Erdober­fläche.

Darüber hinaus wurden alle auf der Baustelle verwen­deten Beton­ma­te­ria­lien vor Ort herge­stellt, der mit dem Mate­ri­al­trans­port verbun­dene CO2-Fußab­druck wurde also während des gesamten Baupro­zesses mini­miert.

Das Stadion Quzhou und der gesamte Sportpark Quzhou lösen sich von der konventionellen Sportarchitektur.

Die Eröff­nung des Stadion Quzhou beendet die erste von zwei Bauphasen des Sport­parks Quzhou. Als nächstes entstehen eine Sport­halle mit 10.000 Plätzen, eine Schwimm­halle (2.000 Plätze), ein Wissen­schafts- und Tech­no­lo­gie­mu­seum, Hotels, ein Jugend­zen­trum sowie Einzel­han­dels­an­ge­bote.

Die Verbin­dung von Natur und Archi­tektur, vom Eingraben weiter Teile des Baukör­pers bis zu den Dach­mem­branen von Serge Ferrari, lassen eine einzig­ar­tige Stadt­land­schaft entstehen.

Das Stadion Quzhou und der gesamte Sport­park Quzhou lösen sich von der konven­tio­nellen Sport­ar­chi­tektur. Bei aller Größe und Fili­gra­nität der Struk­turen und Mate­ria­lien sind es eher der Bezug zur umge­benden Land­schaft und die subtile innere Schön­heit des Stadions, die es sehr außer­ge­wöhn­lich machen.

Im besten Sinne.

Projektdaten

Architekt

MAD Archi­tects

Bauherr

Quzhou West District Deve­lo­p­ment Committee
Quzhou Baoye Sports Cons­truc­tion and Opera­tion Co., Ltd

Dachmembran

Serge Ferrari Group
Auf der Kaiser­bitz 3
D — 51147 Köln

Standort

2 Tiyuchang Rd
Kecheng District
Quzhou, Zhejiang,
China, 324003

Eröffnung

2022

Fotos

CreatAR Images ©MAD Archi­tect
Arch Exist ©MAD Archi­tectss
Aogvi­sion ©MAD Archi­tects

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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