KO Kindergarten

Architektur als Spielzeug

Der KO Kindergarten in Matsuyama

HIBBINOSEKKEI

Bewegt Euch!

Der KO Kindergarten will Kindern so viele Möglichkeiten für Bewegung und damit Entfaltung geben wir irgend möglich. Durch Architektur.

Bewegung ist immer weniger selbstverständlich. Kinder werden schon mit dem Auto zum Kindergarten gebracht. Damit entgeht ihnen die erste Chance des Tages, sich auszutoben und Erfahrungen zu machen. Zuhause sitzen sie vor dem Fernseher oder an Handy und Tablet. Nicht immer, aber immer öfter. Das Spielen draußen an der frischen Luft ist weniger geworden, das Bewusstsein für Natur und den eigenen Körper nimmt ab.

Das ist der Lauf der Welt. Es gibt ja noch die Architektur. Sie kann Anreize und eine Umgebung schaffen, in der (nicht nur) die Kinder sich bewegen wollen – so wie beim Wiederaufbau des KO Kindergarten in der japanischen Stadt Matsuyama (Präfektur Ehime).

Nischen

Im KO Kindergarten gibt es ein eindeutiges Zentrum, und das ist eine große, mehrgeschossige Spielfläche. Alle Räume für Gruppen, Mitarbeiter usw. wurden am Rand des rechteckigen Baukörpers organisiert.

Die große Besonderheit des KO Kindergarten aber sind die insgesamt 14 verschiedenen Nischen und Restflächen zwischen den Räumen und Ebenen, aus denen die Architekten von HIBINOSEKKEI Spiel- und Freiräume für die immerhin 450 Kinder geschaffen haben.

Alles ist irgendwie horizontal und vertikal verschoben, hinter jeder Ecke bieten sich neue „Straßen“, Landschaften und Herausforderungen – einzigartige Spielräume. Der Baukörper ist das Spielzeug. Dazu tragen die vielen Einbauten von KDS (Kids Design Labo) entscheidend bei.

Pädagogik

Die Theorie dahinter stammt von Kazuhiko Nakamura, einem Professor für Pädagogik an der Universität von Yamanashi. Kazuhiko Nakamura sagt, dass wir in unserer Kindheit 36 verschiedene Körperbewegungen wie „laufen“, „springen“, „klettern“ oder „halten“ erlernen sollten. Alle diese 36 Bewegungen können in den 14 Spielräumen des KO Kindergarten geübt werden.

Erste Erfahrungen und Studien zeigen, dass die drei- bis fünfjährigen Kinder sich in diesem neuen Kindergarten um 20 Prozent mehr bewegen als im klassischen „Altbau“. Darüber hinaus sind Skills wie „werfen“, „durchfahren“ und „kriechen“ erst im neuen Ambiente „trainierbar“.

Wenn Architektur Mut macht

Auch im Außenbereich hat sich einiges getan. Der neue Spielplatz bietet zwei kleine Hügel mit Naturrasen. Die Kinder lieben es, dort herum zu toben und hochzuklettern. Darüber hinaus sind Käfer und Blumen zu sehen. Der Kontakt zur Natur ist selbstverständlich.

Der KO Kindergarten schafft eine Menge neuer Spielräume. Die Kinder nehmen sämtliche Herausforderungen begeistert an. Sie verbessern nicht nur ihre körperlichen Fähigkeiten, sie entwickeln auch ständig neue Spiele und neue Interessen. Architektur, die Mut macht und Kinder ganz selbstverständlich zu Spiel und Bewegung anstiftet.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Einbauten

Eröffnung

2019

Architekten

HIBINOSEKKEI, Inc
2343 Iiyama, Atsugi
JP – Kanagawa

Youji no Shiro

Fotos

Ryuji Inoue

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Unser Blog

Bei „More Sports. More Architecture.“ finden Sie funktionale, spektakuläre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Freizeit.

Salle des fêtes de Pratgraussals

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Der „Salle des fêtes de Pratgraussals“: vielseitig, in Südfrankreich, Teil des großen „Festival Pause Guitare Sud de France“.

KO Kindergarten

KO Kindergarten

Der KO Kindergarten schafft unglaublich viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Nur durch Architektur. Von HIBBINOSEKKEI.

Light Path

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600 Meter nicht mehr genutzter Autobahninfrastruktur in Auckland werden zu einem Rad- und Fußweg, Und zwar drastisch.

Kammgarnspinnerei

Spielfabrik

Die Kita in der Kammgarnspinnerei Brandenburg

Loft-Bau GmbH

Eine besondere Situation

Die Kindertagesstätte „In der Kammgarnspinnerei“ hat es buchstäblich in sich. Sie entstand in einer ehemaligen Produktionshalle, aus der sich eine eindrucksvolle Besonderheit ergibt: Nur ein Drittel der Hallenfläche wurde mit Gruppenräumen und ähnlichem „bebaut“, die restliche Fläche ist eine riesige, überdachte Spielhalle mit vielfältigen Möglichkeiten. Bis auf die Sand- und Kiesflächen stammen alle Bodenbeläge im Spielbereich von der REGUPOL BSW GmbH.

Die Kita wurde auf einer Grundfläche von 2.000 m² errichtet und ist für insgesamt 120 Kinder ausgelegt. Auf den Krippenbereich entfallen 22 Plätze, auf den Kindergartenbereich 58 Plätze und auf den Kinderhort 40 Plätze.

Die Krippen- und Kindergartenplätze befinden sich im Erdgeschoß, genau wie die große Küche und der multifunktionale Speiseraum. Im 1.OG sind der Hort, weitere Funktions- und Spielräume, die Verwaltung sowie die Personal- und Haustechnikräume untergebracht.

Die Kita liegt im Zentrum der Kammgarnspinnerei. Angrenzend nach Norden befinden sich ein Pflegeheim, nach Osten ein Supermarkt (ebenfalls in Teilen der alten Spinnereihalle), nach Süden Wohnbebauung und nach Westen Ferienwohnungen.

Spielen, Spielen, Spielen

Die immensen Spielflächen lassen sich in Innen- und Außenbereich unterteilen. Raumhohe Tore trennen beide Bereiche bei Bedarf, vor allem also bei schlechtem Wetter. In geöffnetem Zustand ist der Übergang zwischen beiden Bereichen mehr als fließend.

Der überdachte Spielbereich bietet viele Möglichkeiten:

  • Eine im Sand kriechende Spielspinne mit Netz
  • Eine altersgerechte Kletterwand
  • Ein 4er-Trampolin
  • Eine Fahrbahn in Form einer Acht, die Innen und Außen miteinander verbindet.

Draußen gibt es einen fast 100 m² großen Bolzplatz und eine Rasenfläche. Die Trennung zum angrenzenden Pflegeheim erfolgt durch eine einen Meter hohe Mauer.

Der Kontakt zwischen Alt und Jung ist durch eine Gartentür möglich – und ausdrücklich erwünscht: Mit der angrenzenden Einrichtung für Senioren wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, um Alt und Jung bei Kuchen, Spielen, Lesen und Erzählen zusammenzubringen.

Die Ausstattung

Die 800 m² große Spielhalle besticht durch ihre Großzügigkeit und die gelungene Gestaltung der Bodenflächen. Das Areal bietet eine Mischung aus Sand, Kies, Naturrasen und vielfältigen Spielflächen. Sämtliche Kunststoff-Spielflächen stammen von REGUPOL BSW.

Die in Rot gestaltete Fahrbahn in Form einer Acht wurde, wie auch der himmelblaue Bolzplatzbelag im Außenbereich, im Ortseinbauverfahren mit dem fugenlosen Kunststoffbelag REGUPOL® kombi play erstellt. Dieser Belag ist sehr elastisch und verfügt über sportfunktionelle Eigenschaften, die das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren. Darüber hinaus bietet der Belag den kostensparenden Vorteil, dass er sich auch auf ungebundenen Tragschichten installieren lässt. Die teure Asphaltschicht entfällt.

Im Bereich der Trampolinanlage, der Spinne sowie für die Randeinfassungen der Sandflächen entschieden sich die Planer für den Fallschutzbelag playfix®. Für diesen Belag sprechen seine Vielfältigkeit und seine Gestaltungsmöglichkeiten. Der playfix® Fallschutz kann nicht nur auf ebene, sondern auch auf gewölbte oder schräge Flächen aufgebracht werden – wie zum Beispiel im Bereich der Spinne.

Deine Bühne

Zwischen Spielhalle und der „eigentlichen“ Kita befindet sich eine um drei Stufen erhöhte Bühne. Diese Bühne liegt im Zentrum der Halle und verbindet den Kitabereich mit der Spielhalle. Außerdem führt von hier eine kreisrunde Treppe auf eine Galerie im Obergeschoss. Diese horizontal wie vertikal gelungene Grundrissorganisation ist eine weitere, sehr kommunikative Besonderheit der Kita in der Kammgarnspinnerei, die sich besonders bei Aufführungen und anderen Veranstaltungen bewährt.

Im Obergeschoss mündet die Treppe in einen circa drei Meter breiten Spielflur, der um das Atrium herum führt. Die Absturzsicherung erfolgt durch ein engmaschiges Edelstahlnetz mit speziell angefertigter Unterkonstruktion. Nach Norden ausgerichtete Dachflächenfenster sorgen auch hier für angenehmes, indirektes Licht.

Nullenergiehaus

Durch das Aufbringen einer 99 KV Pik Photovoltaikanlage auf dem Dach der Einrichtung wird ganzjährig mehr Energie erzeugt als für die Versorgung der Kindertagesstätte nötig ist. Der erwartete Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist, also verkauft. Steigende Energiekosten belasten die Kita in der Kammgarnspinnerei daher nicht, viel mehr werden zusätzliche Einnahmen generiert.

Hinzu kommen eine dezentrale Warmwasserversorgung und eine Fußbodenheizung, die über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt wird.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten zur Kammgarnspinnerei

Dach

H & S  Dachdeckerei
Nico Humburg & Thomas Schneider
Hauptstr. 92
D-14789 Wuserwitz

Architekten

Loft-Bau GmbH
Zur Kammgarnspinnerei 3
D – 14770 Brandenburg an der Havel

Adresse

Zur Kammgarnspinnerei 17
D-14770 Brandenburg an der Havel

Schallschutz & Raumakustik

KÖTTER Consulting Engineers Berlin GmbH

Balzerstraße 43
12683 Berlin

Bauherr

Brandenburger Bank Volksbank-Raiffeisenbank eG
Am Hafen 1
D – 14770 Brandenburg an der Havel

Fotos

Loft-Bau GmbH

Eröffnung

2019

Kunststoff-Spielflächen

REGUPOL BSW GmbH

Am Hilgenacker 24
D–57319 Bad Berleburg

Sanitärobjekte

HEWI Heinrich Wilke GmbH
Prof.-Bier-Straße 1-5
D-34454 Bad Arolsen – Helsen

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Barrierefreie Sanitärsysteme

HEWI Kids – Kindgerechte Ausstattung
In den Sanitärräumen für die Kinder sowie auf dem barrierefreien WC wurden Lösungen der HEWI GmbH verwendet.

HEWI Kids
HEWI Produkte für Kinder sind abgestimmt auf die Bedürfnisse kleiner Nutzer. Räume für Kinder müssen praktisch, pflegeleicht und sicher gestaltet sein. HEWI hat Produkte entwickelt, die diese Anforderungen optimal erfüllen und noch dazu vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bieten – kindgerecht und individuell.

Barrierefreie Sanitärlösungen
Barrierefreie Sanitärräume stellen hohe Anforderungen an die Planung und Ausstattung dieser Bereiche. Neben Bauverordnungen und Normen gilt es, die individuellen Bedürfnisse beziehungsweise Kompetenzen der Nutzer zu berücksichtigen.

Mit den HEWI Systemlösungen ist ein barrierefreies, normgerechtes Raumkonzept leicht umzusetzen, das auf die besonderen Bedürfnisse seiner Nutzer eingeht.

Pläne

Unser Blog

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Salle des fêtes de Pratgraussals

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Der „Salle des fêtes de Pratgraussals“: vielseitig, in Südfrankreich, Teil des großen „Festival Pause Guitare Sud de France“.

KO Kindergarten

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Light Path

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600 Meter nicht mehr genutzter Autobahninfrastruktur in Auckland werden zu einem Rad- und Fußweg, Und zwar drastisch.

French International School

Weg mit den Klassenzimmern!

French International School in Hong Kong

von Henning Larsen Architects

In the jungle, the concrete jungle…

Im Betondschungel von Hongkong steht der neue Campus der French International School als leuchtend grüne Oase in einer Metropole mit mehr als sieben Millionen Einwohnern. 1.100 von ihnen genießen nun als Schülerinnen und Schüler einen bunten, kollaborativen und multikulturellen Lernalltag. 

Direkt über dem Straßenniveau im Stadtteil Tseung Kwan O trifft das Sonnenlicht auf die kaleidoskopische Fassade und dringt durch Fenster, die über ein Raster von 627 bunten Fliesen gelegt wurden, in das Gebäude ein. Von der Straße aus lenkt diese farbenfrohe Fassade den Blick auf die neue Grund- und Sekundarschule der Institution – eine lebendige, nachhaltige Umgebung, die eine multikulturelle Bildung unterstützt.

Architekt

Henning Larsen Architects
Room A, 10/F, Yardley Building
3 Connaught Road West
Hongkong

Bauherr & Nutzer

Weg mit den Klassenzimmern

Die 19.600 m² große neue French International School, die im September 2018 fertig gestellt wurde, schafft eine offene und aktive Lernumgebung, die die Schule an die Spitze der pädagogischen Innovation in Hongkong bringt.

Die Architekten Henning Larsen haben die traditionellen Klassenzimmer aufgelöst und Grenzen verschoben. Entstanden sind Lernräume, die es Lehrern und Schülern ermöglichen, in einem mehr gemeinschaftlichen Rahmen zusammenzuarbeiten.

Adresse

French International School of Hong Kong
28 Tong Yin St
Tseung Kwan O
Hongkong

Luftbild

Villa und Agora

Im Bereich der Grundschule verschmelzen die traditionell geschlossenen Klassenzimmer mit Gängen zu einer Reihe von großen offenen Räumen, den sogenannten Villen, mit jeweils 125 Schülern der gleichen Altersgruppe.

Lehrer können ihre Klassen zueinander öffnen und sich einen zentralen Raum namens Agora teilen, in dem sich Gruppenaktivitäten entfalten. Hier können Klassen aus beiden Bereichen der Schule (Französisch und International) zusammenarbeiten und gemeinsam Gruppenprojekte entwickeln.

Feedback

5 + 5 =

Nachhaltige Agenda

Der Campus ist grün in Form und Funktion. Die Gebäudeform und die Fassadengestaltung sind optimiert, um auf das lokale Klima zu reagieren, den Energieverbrauch zu senken und den Komfort ohne energetischen Aufwand zu erhöhen.

Die strategische Nutzung des Tageslichts unterstützt den planerischen Willen zur Nachhaltigkeit. Der Campus bietet in allen Bereichen ausreichend Tageslicht. In dieser tropischen Klimazone bedeutet das eine sorgfältige Ausrichtung der Fenster und einen robusten Sonnenschutz.

Alle Klassenzimmer sind nach Norden oder Süden ausgerichtet, um der niedrig stehenden Sonne aus Ost und West zu entgehen. Die tiefe Brise-Soleil-Schicht verschattet die Fassade, um direktes Sonnenlicht in den Räumen zu vermeiden. Die Brise-Soleil-Schicht macht Jalousien oder Vorhänge überflüssig und ermöglicht die Verwendung eines ungefärbten Glases, wodurch ein natürliches Tageslicht im Inneren entsteht.

Eröffnung

2018

Fotos

Text

Henning Larsen Architects

Vegetation

Die natürliche Vegetation ist entscheidend für Klima und Wohlbefinden auf dem Campus. 42 Bäume, ein pflanzengedeckter Zaun, mehrgeschossige Hängegärten und ein 550 m² großer botanischer Garten mit einheimischer südchinesischer Vegetation gehören zu den Grünanlagen, welche die French International School als üppigen Garten im städtischen Hongkong etablieren.

Da die Vegetation die Luftqualität verbessert, nutzen Lüftungssysteme natürliche Brisen, um Frischluft durch das Gebäude zirkulieren zu lassen und die Abhängigkeit von Klimaanlagen zu reduzieren. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, diese Gärten zu studieren, zu pflegen und natürlich auch dort zu spielen. Sie können praktische Erfahrungen mit der natürlichen Vegetation der Region sammeln und so ein Gefühl für Natur und Nachhaltigkeit entwickeln – in Metropolen wie Hongkong ist das keine Selbstverständlichkeit.

Video

Der Loop

Ein begrünter Zaun definiert die Schule als städtische Grünfläche und ist Teil eines grünen Netzwerks innerhalb des Campus. Ein 400 Meter langer Pfad namens „The Loop“ schlängelt sich entlang dieser Grünflächen und den Spielplätzen des Campus. Er führt auch durch den Native Garden, wo die Schüler die Möglichkeit haben, einheimische südchinesische Pflanzenarten zu studieren. Insgesamt 42 einheimische Bäume wachsen auf dem Campus. Der Loop besucht sie alle.

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Multikultureller Leuchtturm

Die mehrfarbigen Keramikfliesen, die der unverwechselbaren Fassade der French International School ihren Charakter geben, sind auch im Inneren deutlich spürbar. Das Spektrum an Farben und das Design der Fliesen geben dem Campus eine nachhaltige Form und eine multikulturelle Vision.

Mit fünf Sprachen für eine Schülerschaft aus 40 Nationen ist die French International School ein aktiver kultureller Schmelztiegel. Auch außerhalb der Schulzeit fungiert der Campus als ruhige und grüne Oase in einer Stadt mit wenig Platz. Die Einrichtungen im Erdgeschoss, darunter die Sporthalle, die Ausstellungsbereiche, die Kantine und der Spielplatz, können für die Öffentlichkeit geöffnet werden, so dass die Schule abends und am Wochenende als Leuchtturm für die französische Kultur fungieren kann.

Video

Oase

Mit über sieben Millionen Einwohnern stellt die betonierte Realität des städtischen Hongkongs eine riesige Herausforderung für die Schaffung effektiver Lernräume dar. Für rund 1.100 Schüler bietet die französische International School Tseung Twan O nun eine grüne Zuflucht in der Großstadt.

Henning Larsen Architects haben auf einem anspruchsvollem Grundstück einen blühenden, lebendigen Lernraum geschaffen, der den Schülern Raum für die Zusammenarbeit und für ihre Entwicklung innerhalb der Stadt bietet.

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
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Sportzentrum Clamart

Einzelstück

Das Sportzentrum Clamart nahe Paris

von Gaëtan Le Penhuel & Associés architects

Die Situation

Das Sportzentrum Clamart besteht aus zwei Komplexen. Der Sportkomplex mit mehreren Hallen und Freiflächen befindet sich unter einer außergewöhnlichen Metallhülle, der Schulkomplex unter einem sehr großen Gründach. Er besteht aus vier Schulen und ihren Gemeinschaftsbereichen.

Der gesamte Komplex wurde von Gaëtan Le Penhuel & Associés architects entworfen und ist sehr auf Nachhaltigkeit angelegt. Das bezeugen unter anderem die großzügige Verwendung von Holz und das üppige Gründach.

Der Sportkomplex

Das Sportzentrum Clamart befindet sich unter einer großen, geschwungenen Metalldeckung. Baukörper und Dach sind abwechselnd geweitet, gedrungen oder gebogen, als ob sich seine vielfältigen Funktionen (Dojo, Turnhalle, freier Bereich und Tennisplatz) bemerkbar machen wollten. So entsteht ein Erscheinungsbild, das nichts mit den üblichen Monolithen großer Sporthallen gemeinsam hat. Dieser sympathische Diplodocus wird durch ein Skelett aus Leimholz mit sehr großer Reichweite strukturiert.

In seinem Inneren befinden sich mehrere unterschiedlich große Sporthallen, eine davon mit Zuschauerplätzen. Unter dem ausgeschnittenen Dach findet sich auch noch ein Kleinspielfeld als „Dachterrasse“. All das kann völlig unabhängig vom Schulbetrieb genutzt werden.

Die wellenförmige Aluminium-Stehfalz-Fassade erfüllt hohe technische und ästhetische Anforderungen und verleiht dem Gebäude Eigenständigkeit und Pep. An seinen Nord- und Südfassaden berührt es den Boden und schützt die Stadt vor dem Lärm in seinem Inneren.

Die Schulen

Die vier Schulen des Sportzentrums Clamart liegen unter dem grünen, verbindenden Dach. Dieses Grün ist zwar unzugänglich, schafft aber Orientierung und Identität. Aus dieser Vegetation wachsen zylindrische Körper heraus oder durchdringen das Gebäude. Es entstehen doppelte Geschoßhöhen, Lufträume, Öffnungen in Richtung Himmel und Sichtkontakt in die obere Ebene.

Das nach den Worten der Architekten als „blühende Prärie“ angelegte Dach bietet zudem eine hervorragende Wärmedämmung, hygrometrischen Komfort sowie eine optimale Rückhaltung des Regenwassers.

Struktur

Die geometrische Komplexität der Konstruktion und des Daches stellte Planer und Ingenieure vor interessante technische Herausforderungen. Diese führten die Architekten zu der ehrgeizigen und originellen Entscheidung, zur Überbrückung der großen Spannweiten Schichtholz zu verwenden und ein geschwungenes Tragwerk herzustellen.

Dieses Tragwerk überspannt eine Fläche von ca. 40 m x 100 m, die an beiden Enden mit dem Boden verbunden ist – zum Teil wird das Dach zur Fassade. Die vielen Einschnitte in Dächer und Fassaden strukturieren das riesige Gelände und vermitteln immer wieder verblüffende Räume von großer gestalterischer Qualität.

Außergewöhnlich

Das Sportzentrum Clamart ist wirklich außergewöhnlich, nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner Form. „Dank“ seiner Kurven, ungewöhnlichen Abmessungen und der großen Öffnung für den Lauf- und Spielfeldbereich waren nur sehr wenige Teile der Holkonstruktion identisch. Also stellte die komplexe Geometrie der Dach- und Tragwerkskonstruktion des Sportzentrums Clamart die Planer vor anspruchsvolle technische und ästhetische Herausforderungen, z.B. bei den Doppelkurven in bestimmten Dachbereichen.

Das Ensemble aus Schulen und Sportzentrum mit seinen sanften und hügeligen Formen und Kurven schafft eine neue, friedliche Landschaft. Clamart liegt 10 km südwestlich von Paris und hat 52.500 Einwohner. Urbaner kann eine „Vorstadt“ kaum daher kommen.

Ansichten von außen

Lageplan & Grundrisse

Das Sportzentrum

Schnitt

Der Schulkomplex

Beteiligte Firmen

Architekt

Gaetan Le Penhueö & Associés Architectes
23, Rue de Clery
75002 Paris
France

Bauherr & Nutzer

Baukosten

30,700,000 €

Team

Gaétan Morales, Cristina Fernandez, Laetitia Biabaut

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2016

Adresse

54 Rue de la Bourcillière
92140 Clamart
France

Fotograph

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Video

Fotos

Über uns

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
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Mail

contact@moresports.network

Adresse

More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Sporthalle der Dunalastair British School

Anmutig und elegant

Sporthalle der Dunalastair British School

Dunalastair

Die Sporthalle der Dunalastair British School ist Teil des Schulkomplexes in der Gemeinde Peñalolén im Großraum von Santiago de Chile, die sich durch eine traditionelle, inzwischen leicht verstädterte ländliche Gegend auszeichnet. Hier leben knapp 240.000 Menschen.

Mrs. Ada Crew gründete Dunalastair (Alexander’s Fort) im Jahr 1937 als zweisprachige Schule. Der Name der Schule leitet sich von der früheren Residenz und einem Friedhof der Häuptlinge des Clan Donnachaidh in Perthshire, Schottland, ab. Der Clan ist einer der ältesten Schottlands. Sein Name (Sons of Duncan) geht auf den König zurück, der, zumindest in der Shakespeare’schen Überlieferung, von Macbeth ermordet wurde. Das Motto des Clans, „Virtutis Gloria Merces“, ist das Motto der Schule seit ihrer Gründung und bedeutet, dass Ruhm die Belohnung für Tapferkeit ist.

Programm

Gewünscht war eine Mehrzweckhalle, die hauptsächlich für den Sportbetrieb, aber auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen geeignet ist. Die Sporthalle der Dunalastair British School umfasst auf einer Gesamtfläche von 22.300 m² neben der multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsfläche Tribünen für 300 Zuschauer, Umkleideräume, Lagerräume und einen Erste-Hilfe-Raum.

Die Halle wurde auf einem Grundstück mit einer Neigung von 7% errichtet, was in Anbetracht der Größe des Gebäudes zu einem beträchtlichen Höhenunterschied führt.  Aus diesem Grund wurde die Sporthalle der Dunalastair British School beträchtlich eingegraben, um die volumetrische Belastung im Verhältnis zur umgebenden Landschaft zu reduzieren.

Architekt

Dumay Arquitectos
Patricio Schmidt C.
Alejandro Dumay C.

Team

María Pía Salas O., Manuel Gumucio P., Cristián Tello S.

Bauherr

Dunalastair British School

Eröffnung

2013

Autor

Dumay Arquitectos

Fotograf

AryehKornfeld K.

Adresse

Av. Quilín 8669
Penalolen, Peñalolén
Región Metropolitana
Chile

Luftbild

Danke, Google!

Konstruktion

Die Stahlbetonkonstruktion ist an beiden Enden des Baukörpers vollflächig mit Ziegeln verkleidet und vermittelt dort einen hermetisch verschlossenen Eindruck. Das ist auch funktional verständlich, denn dahinter liegen die Bühne, Toiletten und Lagerräume an dem einem Ende und die Umkleideräume an dem anderen.

Zwischen den beiden Ziegelflächen besteht die so eingerahmte Eingangsfassade aus viel Glas, wodurch nicht nur Tageslicht hinein kommt, sondern auch ein wunderbarer Blick von außen in die abgesenkte Halle möglich wird. Dieser Zugang ist direkt mit der Schule verbunden.

Licht

Eines der Hauptziele war es, natürliches Licht möglichst in alle Räume der Sporthalle der Dunalastair British School eindringen zu lassen und so den Energieverbrauch zu reduzieren.  Dies wurde durch die expressiven verschiedene Deckenebenen erreicht, wobei Metallbinder mit einer Höhe von zwei Metern und einer Länge von 28 Meter als Gauben verwendet wurden. Die resultierende Geometrie dieser Struktur verbessert die Akustik des Raumes und sorgt gleichzeitig für eine größere räumliche Amplitude.

Akustik

Aufgrund der vielseitigen Nutzung des Gebäudes und der damit verbundenen Ansprüche war es wichtig, die Isolierung und Akustik durch den Innenausbau zu optimieren. Dies geschah durch MDF-Platten, furniert mit Naturholz. An der Decke wurden sie mit einem Schallschutzgewebe ausgekleidet. An den Wänden kamen Paneele mit Löchern verschiedener Durchmesser zum Einsatz, die nicht nur die Akustik verbessern, sondern auch Licht durchlassen und – wie die Gesamtkomposition der Sporthalle der Dunalastair British School – eine überaus anmutige, angenehme und inspirierende Atmosphäre erzeugen.

Fotos

Jugendherberge Bayreuth

Ein Hostel für die Generation Y

Jugendherberge Bayreuth

Alles neu

Der Neubau der Jugendherberge Bayreuth setzt neue Maßstäbe für eine zeitgemäße, funktionale und gestalterisch anspruchsvolle Neuinterpretation einer Jugendherberge. Neue Zielgruppen und Bedürfnisse waren der Anstoß zur Entwicklung architektonischer Kriterien. Dazu gehören innovative räumliche Konfigurationen, Nachhaltigkeit in funktionalen, baulichen und sozialen Ebenen und die Möglichkeit sportliche Angebote direkt mit dem Bauwerk verschmelzen zu lassen. 

Gen Y

Als Grundform für das 180 Betten-Haus wählten die Planer ein „Y“, wodurch die dazwischenliegenden Bereiche, bestehend aus Grünzonen zum Verweilen und Freiflächen für Sportaktivitäten mit dem Baukörper verwoben werden. Das zentrale Atrium dient dabei als Drehscheibe für (digitale) Unterhaltung, Interaktion und Kommunikation ganz nach dem Motto des Jugendherbergswerks: „Gemeinschaft erleben“. Das über dem Foyer gelegene Oberlicht bringt Tageslicht in die Lounge, die wiederum entlang der Sitzstufen die Geschoßebenen miteinander verbindet, während horizontale und diagonale Sichtbeziehungen den Besucher durch das Gebäude leiten. Im Obergeschoss befinden sich neben dem Seminarbereich Event- und Familienzimmer sowie Terrassenflächen. Diese lassen einen direkten Zugang zu den Grün- und Sportflächen der Erdgeschosszone zu.

Architekt

LAVA Berlin Saarbrücker Strasse 24 – Haus D 10405 Berlin Deutschland

Bauherr

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern e.V. Mauerkircherstr. 5 81679 München Deutschland

Team

Tobias Wallisser, Alexander Rieck, Chris Bosse Julian Fahrenkamp (Projektleitung), Angelika Hermann, Jan Kozerski, Mikolay Scibisz, Nicola Schunter, Paula Gonzalez, Güley Alagöz, Elise Elsacker, Myung Lee, Yuan Ma, Sebastian Schott, Stephan Albrecht, Stefanie Pesel
mit Wenzel+Wenzel, Frankfurt Matias Wenzel, Sven Becker, Thilo von Wintzingerode, Erik Muth

Luftbild

Danke, Google!

Adresse

Universitätsstraße 28 95447 Bayreuth Deutschland

Autor

LAVA

Fotograf

Häfeler/Fotostudio Huber
DJH/Robert Pupeter

Eröffnung

2017

Baukosten

10.500.000 €
Grundrisse
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3 x I

Das neue Gebäude ist ein Zeichen für die Erneuerung der Jugendherbergen und ihre Attraktivität. Das Konzept wird durch drei „I“s gekennzeichnet: Internationalität, Integration und Innovation.

International Die Jugendherberge Bayreuth ist eine Europajugendherberge mit Sportprofil. Die Gestaltung nimmt Einflüsse des Ortes auf und kombiniert sie mit modernen Gestaltungselementen. Innen und außen werden als Gesamterlebnis gedacht: Teile des Gebäudes werden zu Tribünen für das Geschehen auf den Sportanlagen im Außenraum, verschiedene Nutzungen können sowohl innen als auch außen stattfinden.

Integrativ Besonderes Augenmerk lag auf der möglichen Nutzung durch Menschen mit Beeinträchtigungen. Die neue Jugendherberge Bayreuth ist der Prototyp eines behindertenfreundlichen Gebäudes. Entsprechend sind 14 Zimmer im Erdgeschoss rollstuhlfreundlich mit ebenerdigen Duschen, unterfahrbaren Waschbecken, erhöhtem Platzangebot und technischen Hilfsmitteln ausgestattet. Türen, Terrassen, Sport- und Parkplätze sind schwellenlos ausgebildet und mit entsprechenden Leitsystemen gestaltet. Das Prinzip der Inklusion kommt auch im Personalkonzept der Jugendherberge Bayreuth zum Tragen: Ungefähr ein Drittel Mitarbeiter leben mit Beeinträchtigungen.

Innovativ Das meint eine neue räumliche Konfiguration des Gesamtgebäudes und der Zimmermodule, den Materialeinsatz und die Gestaltung. Die hybride Holzkonstruktion in Kombination mit Massivbauweise ermöglicht die Nutzung lokaler Materialien und Techniken und kompensiert teilweise den Abbruch des Altbaus.

Integration in die Landschaft

Das neue Gebäude für die Jugendherberge Bayreuth liegt in einer landschaftlich geprägten Situation zwischen Universität und Freibad. Der Baukörper reagiert darauf, indem er den Außenraum gliedert und zoniert. Ausgehend von einem zentralen Atrium entwickeln sich einzelne zweigeschossige Funktionsbereiche sternförmig in das Gelände hinaus. Die 30 m langen Zimmerflügel richten sich jeweils nach Nord und Süd aus. Zwischen den Gebäudeteilen finden sich die zugehörigen Funktionen wie ein Sportfeld, Abenteuerspielplatz und Vegetationszonen. Die niedrige Gebäudehöhe erleichtert die topographische Integration und wirkt damit der städtebaulichen Dominanz eines mehrgeschossigen Gebäudes auf dem großflächigen, grünen Grundstück entgegen. Das Obergeschoss jedes Flügels ist über einen Außenbereich mit Treppe an die Landschaftsebene angeschlossen und verzahnt sich damit noch besser.

Fotos

Tenri Station Plaza CoFuFun

Pizza precisamente

Tenri Station Plaza CoFuFun

Die Situation

CoFuFun bereichert die bisher unwirtliche Bahnhofsgegend von Tenri um vielfältige neue Nutzungsangebote wie Spielplatz, Bibliothek und Straßencafé. Die Gefahr, den Zug zu verpassen, dürfte seit der Eröffnung im Jahr 2017 gestiegen sein.

Tenri ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Nara mit knapp 67.000 Einwohnern und etwa 30.000 Haushalten. Vor CoFuFun war der Platz vor dem Bahnhof ein Ort, an dem die Menschen auf dem Weg zur Arbeit im nahegelegenen Osaka meist hastig vorbeigingen. Die Gemeinde wollte die Gegend beleben und veranstaltete einen Gestaltungswettbewerb. Nendo gewann.

Der Entwurf

Tenris Stadtgrenzen umfassen eine Reihe von antiken japanischen Gräbern, die als „Cofun“ bekannt sind. Diese einzigartigen Gräber sind ein Entwurfsmotiv, die charakteristische Geographie des Gebiets ein weiteres: Tenri liegt im Nara-Becken, das von Bergen auf allen Seiten umgeben ist.

Auf dem 6.000 Quadratmeter großen Areal sind Fahrradverleih, Café und andere Geschäfte, ein Informationskiosk, ein Spielplatz, Außenbühnen und Besprechungsräume entstanden. Ziel des Projekts war es, durch diese Maßnahmen und Angebote die Revitalisierung von Gegend und Bevölkerung zu fördern.

CoFuFun wurde aus Betonfertigteilen geformt, die – nach Meinung der Designer –  einer riesigen Pizza ähneln. Die Fertigteile wurden im Werk geformt und vor Ort montiert. Ihre Strukturen sind präzise, ihre Form kann mehrfach verwendet werden – also ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Große Räume können ohne Stützen oder Balken gebildet werden. Die runde Form ist auch aus statischer Sicht günstig.

Design

nendo
7-2-21-6F Akasaka Minato-ku
Tokyo 107-0052
Japan

Bauherr

Stadt Tenri

Adresse

Tenri Station Square Kofufun
803 Kawaharajocho
Tenri, Nara Prefecture 632-0016
Japan

Luftbild

Danke, Google!

Autor

nendo

Fotograf

Takumi Ota
Daici Ano
Tadashi Endo

Video

Takahisa Araki, Toru Shiomi,
mindo

Eröffnung

2017
Video

Angebot

Die verschiedenen Ebenen des CoFuFun dienen unterschiedlichen Zwecken: Es sind Treppen und Sitzbänke, Räume und Grenzen für spielende Kinder, Überdachungen für Café und Bühne sowie Kulisse für Präsentationen. Am Abend und in der Nacht, wenn der Platz vom Licht durchflutet wird oder werden kann, entfalten sie eine ganz besondere Wirkung. Diese Vielfalt schafft eine anregende Umgebung; Besucher erkunden die verschiedenen Räume und huschen nicht mehr nur vorbei. CoFuFun besteht nun aus:

  • einem Spielplatz für Kinder
  • einem Aufenthalts- und Studienraum zum Lesen
  • einer Bühne für Konzerte oder öffentliche Vorführungen
  • dem Tenri Souvenir-Shop.

Wegweiser und Schilder weisen sanfte Rundungen auf, die an den Cofun erinnern. Sie sind dunkelgrau gefärbt, was einen natürlichen Kontrast erzeugt und sich dennoch gut in die Umgebung einfügt. Außerdem sind Schilder und Angebote in vier verschiedenen Höhen angeordnet, um den Lärmpegel zu minimieren.

Bei allen Entwürfen wurde darauf geachtet, dass die Materialien und die Farbgebung der Innenräume so gut wie möglich mit denen des Platzes übereinstimmen. So wurden Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Holz aus der Präfektur Nara gefertigt, um ein Gefühl der Einheitlichkeit zu schaffen.

Der Name

Der Name des Platzes, CoFuFun, verbindet das Hauptdesignmotiv, den Cofun, mit umgangssprachlichen japanischen Ausdrücken. „Fufun“ meint ein fröhliches, unbewusstes Summen: Die Gestaltung des Platzes soll eine gesellige Atmosphäre bieten, die den Besucher zum Summen bringt. Die Schreibweise „CoFuFun“ bringt auch das „Co“ von „Kooperation“ und „Gemeinschaft“ sowie – natürlich – „Spaß“ (Fun) selbst ein. Das Ergebnis ist ein Name, dessen japanische und alphabetische Schreibweise ähnliche Bedeutungen haben, so dass auch ausländische Besucher des Platzes ihn in gleicher Weise verstehen können.

Fotos

Gammel Hellerup

Spektakel pur

Gammel Hellerup High School

Die Schule

Die 1.100 m² große Mehrzweckhalle und die jüngste zweigeschossige Erweiterung der Gammel Hellerup High School nördlich von Kopenhagen bieten den Schülern großzügige und spektakuläre  Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung. Gleichzeitig wird die Kapazität der Schule als Reaktion auf die wachsende Popularität erhöht – und auf ihrem Dach kann man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen.

Das Gammel Hellerup High School ist ein modernes Gymnasium in Hellerup, einem Stadtteil der dänischen Kommune Gentofte (75.000 Einwohner) und zehn Kilometer nördlich von Kopenhagen. Das Gammel Hellerup Gymnasium wurde im Jahre 1894 gegründet und war ursprünglich ein Jungengymnasium. Etwa 900 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium, dass einen sehr guten Ruf in Bezug auf akademische Standards, außergewöhnliche Examensresultate und internationales Profil genießt.

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Der Standort

Ursprünglich stand die Sporthalle neben dem Campus. Ausstattung und Zustand der alten Halle reichten der Gammel Hellerup High School nicht mehr aus. Damit fehlte ein großer multifunktionaler Raum für Sport und den Sportunterricht, für Abschlussfeiern und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Also entwarf BIG – Gründer Bjarke Ingels ging hier zur Schule – eine Mehrzweckhalle, die ihre Form aus der Flugbahn eines Handballs ableitet. Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach, das nun der neue Treffpunkt und Schulhof der Gammel Hellerup High School ist.

Der Rand des Daches ist mit Sitzbänken ausgestattet, das Dach selbst wurde durch kleine Fenstern perforiert, die nicht nur Tageslicht in die Halle bringen, sondern auch besondere Sichtbeziehungen herstellen. Die Form des Daches bietet natürlich auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Adresse

Gammel Hellerup High School
Svanemøllevej 87
2900 Hellerup
Dänemark

Eröffnung

2015/2017
FOTOS

Noch ein Neubau

Schon während des Baus der Halle begannen die Planungen für einen weiteren Neubau – zwischen der neuen Halle und den angrenzenden Fußballfeldern. Ziel des neuen Kunstgebäudes war es, die Sportflächen mit den Bildungseinrichtungen und der Sporthalle in einem kontinuierlichen Fluss zu verbinden. Durch die Unterbringung von Teilen des Neubaus unter den Fußballfeldern können die Schülerinnen und Schüler nun durch die versunkene Sporthalle in der Mitte des Innenhofs ihre Klassenzimmer, die Cafeteria und den Haupteingang  bzw. -ausgang auf Straßenniveau erreichen. Darüber hinaus bilden und formen die neuen, teilweise unterirdisch gelegenen Einrichtungen das Dach des neuen Kunstgebäudes. Gleichzeitig erweitern sie die Fußballfelder zu einem grünen Teppich für informelle Aktivitäten und dienen als informelle Sitzgelegenheiten mit Blick auf kommende Sportereignisse.

Die bei der Mehrzweckhalle verwandten Baustoffe und Ausstattungen wurden auch beim jüngsten Neubau verwendet, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Während die Sporthalle als eine Art Sandwich aus Holz, Beton und wieder Holz realisiert wurde, bieten die neuen Räume Holzwände, die sich zwischen der Betonkonstruktion oben und unten spannen. Das schafft eine kohärente visuelle Identität. Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Autor

BIG

Fotos

José Campos

AWARDS

  • 2014 Fast Company Innovation By Design Awards, Finalist
  • 2014 Center For Active Design Excellence Awards Auszeichnungen, Lobende Erwähnung
  • 2014 Architizer A+ Auszeichnungen, Sieger der Jury
  • 2014 Al Architecture & Light Design Auszeichnung
  • 2014 Den Nordiske Lyspris (Nordischer Lichtpreis)
  • 2013 Architect Magazine’s Annual Design Review – Kategorie „Wachsen“
  • 2013 Den Danske Lyspris – 2013 Den Danske Lyspris
  • 2013 In Situ Prisen (dänischer Betonpreis)
DIE ARCHITEKTEN

BIG ist eine in Kopenhagen, New York und London ansässige Gruppe von Architekten, Designern, Urbanisten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Produktdesignern, Forschern und Erfindern. Das Büro ist derzeit an einer Vielzahl von Projekten in Europa, Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten beteiligt.

Die Architektur von BIG entsteht aus einer sorgfältigen Analyse der Entwicklung zeitgenössischen Lebens und durch multikulturellen Austausch sowie Kommunikationstechnologien. Alle gemeinsam erfordern neue Wege der architektonischen und urbanen Organisation. BIG ist der Ansicht, dass die Architektur sich gewinnbringend auch in weitgehend unerforschte Felder begeben kann oder muss, um den heutigen Herausforderungen gerecht zu werden. Eine pragmatisch utopische Architektur, die sich dem versteinerten Traditionalismus langweiliger Boxen und den naiven utopischen Ideen des digitalen Formalismus entzieht. Wie eine Form der programmatischen Alchemie schafft BIG Architektur, indem sie konventionelle Zutaten wie Wohnen, Freizeit, Arbeiten, Parken und Einkaufen miteinander vermischt. Durch die fruchtbare Überschneidung von Pragmatismus und Utopie finden die Architekten die Freiheit, die Oberfläche unseres Planeten zu verändern, um sich besser an zeitgenössische Lebensformen anzupassen.

 Bjarke Ingels. Worldcraft. The Future of StoryTelling

Team Gammel Hellerup High School

Partners in Charge: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær
Project Leaders Multi-Use Hall & Gymnasium: Ole Schrøder, Ole Elkjær-Larsen, Frederik Lyng
Team Multi-Use Hall & Gymnasium: Ana Merino, Anders Hjortnæs, Christian Alvarez, Dennis Rasmussen, Gül Ertekin, Henrick Poulsen, Hjalti Gestsson, Jan Magasanik, Jakob Lange, Jacob Thomsen, Jeppe Ecklon, Ji-young Yoon, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Riccardo Mariano, Rune Hansen, Snorre Nash, Thomas Juul-Jensen, Vincent He, Xu Li
Project Manager Master Plan & Education Building: Ole Elkjær-Larsen
Project Leader Master Plan & Education Building: Tobias Hjortdal
Team Master Plan & Education Building: Agnete Jukneviciute, Ambra Chiesa, Brigitta Gulyás, Dennis Rasmussen, Enea Michelesio, Greta Krenciute, Høgni Laksáfoss, Isabella Eriksson, Jan Magasanik, Mikkel Marcker Stubgaard, Jeppe Ecklon, Kamilla Heskje, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Thomas Juul-Jensen
Project Leader Landscape: Ole Elkjær-Larsen
Team Landscape:  Brigitta Gulyás, Enea Michelesio, Jakob Lange, Mikkel Marcker Stubgaard, Narisara Schröder, Tobias Hjortdal 

Farming Kindergarten

Spielplatz Richtung Himmel

Farming Kindergarten in Dongnai

Den Veränderungen begegnen

Vietnam ist sowohl in Bezug auf die Fläche wie die Bevölkerung fast genau so groß wie Deutschland. Das früher zentralistisch geführte Agrarland hat sich zu einem Schwellenland mit rasantem Wirtschaftswachstum gewandelt. Dieser Prozess hat auch negative Folgen, vor allem für die Umwelt. Zunehmende Dürren und Überschwemmungen gefährden die Nahrungsversorgung, während zahlreiche Motorräder in den Städten täglich Staus und Luftverschmutzung verursachen. Die rapide Urbanisierung nimmt vietnamesischen Kindern grüne Felder und Spielplätze und erschwert es Ihnen, eine Beziehung zur Natur aufzubauen.

 Der Farming Kindergarten begegnet diesen Herausforderungen baulich und programmatisch. Das Gebäude liegt neben einer großen Schuhfabrik und ist für die 500 (!) Kinder der Fabrikarbeiter bestimmt. Der Farming Kindergarten bietet durchgehende Gründächer. Darauf pflanzen und pflegen die Kinder Nahrungsmittel und sammeln landwirtschaftliche Erfahrungen – ein weitläufiger Spielplatz unter freiem Himmel.

Das grüne Dach besteht aus drei durchlaufenden Ringen. Sie umschließen drei Innenhöfe mit eigenen Spielplätzen. Auf einem Teil des Daches wurde ein experimenteller Gemüsegarten realisiert. Hier werden nun verschiedene Gemüsearten angebaut und von den Kindern gepflegt.

Unter dem Dach sind alle Funktionen eines „normalen“ Kindergartens untergebracht. Wo das Dach sich zum Innenhof hinunter neigt, bietet es Zugang zu den oberen Geschossen und Gemüsegärten.

Architekt

VTN Architects (Vo Trong Nghia Architects)
2F, VN steel building
91 Lang Ha, Dong Da
Hanoi
Vietnam
Tel/fax: +84-4-3736-8536

Team

Leitende Architken:
Vo Trong Nghia, Takashi Niwa, Masaaki Iwamoto
Architekten:
Tran Thi Hang, Kuniko Onishi

Beratung „Green Building“:
Melissa Merryweather

Bauherr

Pou Chen Vietnam
Dongnai Farming Kindergarten, © Hiroyuki Oki
Dongnai Farming Kindergarten, © Hiroyuki Oki

Umweltstrategien

Der Farming Kindergarten besteht aus einem durchgehend schmalen und geschwungenem Gebäudekörper. Ausreichende Fensterflächen an beiden Seiten gewährleisten die Querlüftung und die natürliche Belichtung. Darüber hinaus werden architektonische und mechanische Energiesparmethoden umfassend angewandt: Das Gründach dient zur Dämmung, die zum Teil begrünte Fassade als Sonnenschutz und für die solare Warmwasserbereitung. Die Gebäudetechnik wurde zum großen Teil sichtbar gelassen und spielt eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Erziehung der Kinder. Die Abwässer aus der Fabrik werden für die Bewässerung von Grünanlagen und Toiletten genutzt.

Trotz des rauen tropischen Klimas wird der Farming Kindergarten dank der nachhaltigen Planung ohne Klimaanlage betrieben. Im Vergleich zu anderen Anlagen dieser Größe spart der Farming Kindergarten 25 % an Energie und 40 % Frischwasser.

Standort

Dongnai
Vietnam

}

Eröffnung

2013
GEBÄUDE & GARTEN

Wirtschaftlichkeit

Das Gebäude ist für Kinder einkommensschwacher Fabrikarbeiter gedacht. Also war das Budget knapp und das Bauvolumen sehr begrenzt. Die Kombination aus lokalen Materialien wie Ziegel und Fliesen mit einer Low-Tech-Bauweise minimieren die Umweltbelastung und fördern die lokale Industrie. Dank eines einfachen Konstruktionsprinzips und kostengünstiger Materialien betrugen die Baukosten lediglich 430 €/m² inklusive Ausrüstung, was selbst auf dem vietnamesischen Markt mehr als günstig ist.

Textautor

VPN Architects

Fotograf

Hiroyuki Oki
Gremsy (Aerials)

Sporthalle aus Bambus

Cool – in jeder Hinsicht

Die Sporthalle aus Bambus an der Panyaden International School

Einfache Bedienung, einfache Wartung

Die Sporthalle aus Bambus der Panyaden International School von Chiangmai Life Architects vereint modernes organisches Design und den Stand der Technik des 21. Jahrhunderts mit einem natürlichen Material: dem Bambus.

Die Panyaden International School in Chiang Mai liegt im kulturellen Herzen Nordthailands. Die „grüne Schule“ aus Erde und Bambus befindet sich in ruhiger Lage zwischen Reisfeldern, nur 15 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt.

Die Schule wurde gegründet, um eine ganzheitliche Erziehung nach buddhistischen Prinzipien zu bieten in Verbindung mit einem modernen Lehrplan zu bieten. Ihre Schüler werden laut Homepage „nicht nur über international kompatible Fähigkeiten in Lesen, Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften verfügen, sondern auch über praktische Fähigkeiten wie Gemüseanbau und gesunde Ernährung, wie man Schwierigkeiten überwindet und soziale Verantwortung übernimmt“.

Die Panyaden International School und ihre neue Sporthalle aus Bambus sind Beispiele für umweltfreundliche Architektur und genießen sowohl lokale als auch internationale Anerkennung. Die Gebäude der Schule lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Die Klassenräume und Büros wurden mit tragenden Wänden aus Stampflehm gebaut, die Bambusdächer, Verkleidungen und Konstruktionselemente tragen. Durch die hohe thermische Masse der gerammten Erdwände werden Temperaturschwankungen abgemildert, so dass keine Klimatisierung erforderlich ist. Darüber hinaus halten die mit Stampflehm versehenen Wände die Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten Niveau, was vor allem für Asthmatiker ideal ist. Die verschiedenen offenen Pavillons (in Thai „Sala“ genannt), in denen sich Aula, buddhistische Kapelle, Schulkantine und ein überdachter Spielplatz neben dem Schwimmbad befinden, sind komplett aus Bambus gefertigt. Sie wurden auf großen Natursteinfelsen für die Baustützen montiert. 24H Architecture aus den Niederlanden war für die erste Planungsphase verantwortlich, Chiangmai Life Construction für den Bau und der anschließenden Planung weiterer Gebäude – zuletzt die Sporthalle aus Bambus.

Architekt

Chiangmai Life Construction Co., Ltd.
326 Thanon Kan Klong,
T. Nong Kwai,
A. Hangdong,
Chiang Mai, 50230
Thailand

Team

Leitende Architekten:
Markus Roselieb, Tosapon Sittiwong

Ingenieure:
Phuong Nguyen, Esteban Morales Montoya

Firmen & Produkte:
Chiangmai Life Construction: Borax/Boric acid treated Bamboo
Yang Ma Sports Tech Co., Ltd: EPDM/SBR indoor sports floor
PSC Commercial Co., Ltd.: Cree Multipurpose LED lights

Bauherr

Panyaden International School
JIRANAT SRIPHET
JIRANAT SRIPHET

Schulleiterin Thai an der Panyaden International School

„An der Panyaden International School schaffen wir ein Umfeld, in dem die Schüler die Bedeutung und den Wert der thailändischen Sprache, Kultur und Bräuche verstehen. Wir sind stolz darauf, dass sowohl thailändische als auch ausländische Studenten die Thai-Sprache beherrschen und die thailändischen Umgangsformen, wie z. B. die Begrüßung mit einem „Wai“ und den respektvollen Umgang, vor allem mit den Mönchen, beherzigen. Die Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten und einer breiten sozialen Kommunikationsfähigkeit bilden eine starke Lebensgrundlage. Kinder großzuziehen ist wie Pflanzen zu pflegen. Wenn wir die Setzlinge mit Vorsicht und Sorgfalt pflegen, werden die Pflanzen gesund und kräftig sein.“

Planungsziel Integration

Die Aufgabe der Architekten bestand darin, eine Sporthalle zu bauen, die groß genug ist, um immerhin 300 Schüler aufnehmen zu können. Trotz dieses Volumens sollte sich die Sporthalle aus Bambus bestens in die vorhandenen Lehm- und Bambusgebäude der Schule und in die hügelige Naturlandschaft des Geländes einfügen. Die Halle sollte über eine moderne Ausstattung verfügen. Für den Bau sollte nur Bambus verwenden, um einen geringen CO2-Ausstoß und die „Grüne Schule“-Mission von Panyaden zu gewährleisten.

Die Sporthalle aus Bambus hat eine Fläche von 782 m² und beherbergt Futsal-, Basketball-, Volleyball- und Badmintonfelder. Außerdem bietet sie eine bewegliche Bühne, die angehoben werden kann. Die Kulisse der Bühne ist die Stirnwand eines Stauraumes für Sport- und Spielgeräte. Auf beiden Längsseiten bieten Balkone Platz für Eltern und andere Besucher, um Sportveranstaltungen oder Shows zu beobachten.

Design und Material der Sporthalle aus Bambus ermöglichen natürliche Belüftung und Isolierung und damit ein kühles und angenehmes Klima das ganze Jahr über. Gleichzeitig ist die freiliegende Bambusstruktur ein Augenschmaus und ein Meisterwerk des Handwerks.

Standort

 218 Moo 2
T. Namprae
A. Hang Dong
Chiang Mai 50230
Thailand

Nutzer

Panyaden International School
}

Fertigstellung

2017
Außenansichten

CO2-Fußabdruck: Null

Bamboo Sports Hall wurde unter Mitarbeit von zwei unabhängigen Ingenieuren für moderne Sicherheitsstandards im Bauwesen entworfen, denn sie entstand in einem Gebiet mit lokalen Hochgeschwindigkeitswinden und muss Erdbeben und anderen Naturgewalten widerstehen können.

Die innovative Tragwerkskonstruktion basiert auf neu entwickelten, vorgefertigten Bambus-Fertigbindern mit einer Spannweite von mehr als 17 Metern ohne Stahlverstärkungen oder Verbindungen. Diese Traversen wurden vor Ort vormontiert und mit Hilfe eines Krans in Position gebracht.

Der CO2-Fußabdruck der Sporthalle aus Bambus ist null. Der verwendete Bambus absorbiert Kohlenstoff wesentlich stärker als der bei Behandlung, Transport und Konstruktion emittierte (Kohlenstoff).

Der verwendete Bambus wurde sorgfältig ausgewählt und mit Borax-Salz behandelt. Es wurden keinerlei giftigen Chemikalien verwendet. Diese Sporthalle aus Bambus wird das Leben an der Panyaden International School mindestens 50 Jahre lang bereichern – und für vergleichbare Bauaufgaben hoffentlich ein lehrreiches Vorbild sein.

Textautor

Chiangmai Life Architects

Fotograf

Markus Roselieb (CLA); Außenaufnahmen
Alberto Cosi: Innenaufnahmen
ZEICHNUNGEN & PLÄNE

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