Estadio San Carlos de Apoquindo

Modern World

Estadio San Carlos de Apoquindo in Sant­iago

 

 

 

Situa­tion

Das Estadio San Carlos de Apoquindo liegt im Nord­osten der chile­ni­schen Haupt­stadt Sant­iago de Chile. Es wurde im Jahr 1988 eröffnet, fasst 14.000 Zuschauer und ist die Heimat des CD Univer­sidad Cató­lica (“UC” oder “Cruz­ados” genannt). Der Tradi­ti­ons­verein wurde 14-mal chile­ni­scher Meister, darunter dreimal in den letzten fünf Jahren und auch im Jahr 2020.

Nach mehr als drei Jahr­zehnten inten­siver Nutzung benö­tigt das Estadio San Carlos de Apoquindo eine umfas­sende Reno­vie­rung und einen Ausbau. Also wurde ein Wett­be­werb ausge­lobt, den der Vorschlag von IDOM gewann.

Bedeu­tung

Ziel der Maßnahme ist ein multi­funk­tio­nales Stadion, welches den Vorort Las Condes akti­viert und zu einem neuen archi­tek­to­ni­schen Wahr­zei­chen für die chile­ni­sche Haupt­stadt wird.

Es geht also nicht nur um Fußball – obwohl oder weil es sich um den popu­lärsten Klub Chiles handelt. Das Estadio San Carlos de Apoquindo soll neben hoch­ran­gigen Sport­ver­an­stal­tungen auch zu vielen anderen Gele­gen­heiten genutzt werden können.

Fußball ist der Motor. Wenn ein Stadion eine gesell­schaft­liche und wirt­schaft­liche Rolle spielen soll, wird seine Archi­tektur umso wich­tiger. Der Entwurf von IDOM vereint Respekt vor der Umge­bung und Geschichte des Stadions mit den Anfor­de­rungen des heutigen Betriebs.

Lage

Das Estadio San Carlos de Apoquindo liegt am Fuße der Kordil­lere. Das sind Berg­for­ma­tionen, die Sant­iago und seine mehr als fünf Millionen Einwohner einrahmen. Ihre Vulkane errei­chen Höhen von mehr als 5.000 m.

Das Grund­stück am Fuß der Berge mit seinem leichten Hang bietet einen spek­ta­ku­lären Blick auf die Stadt. Daher wurde das Haupt­ge­bäude zur Stadt hin ausge­richtet. Ein großer Teil der neuen Hospi­ta­lity-Ange­bote bietet also nicht nur den direkten Kontakt ins Stadi­on­in­nere, sondern auch tolle Ausblicke auf die Stadt und in die Berge.

Volumen

IDOM gingen natür­lich vom jetzigen Stadion aus. Es ist wie ein grie­chi­sches Amphi­theater in Boden und Land­schaft verwachsen. Eine Über­da­chung gibt es bisher nicht.

Durch die neuen Bedürf­nisse nach Komfort, die neuen, raum­grei­fenden Nutzungen und die Erhö­hung der Kapa­zität von 14.000 auf 20.000 Zuschauer entsteht ein beträcht­li­ches neues Volumen. Der Entwurf schafft es, diese neuen Einrich­tungen als einheit­lich, leicht und erhaben gegen­über dem Bestehenden erscheinen zu lassen.

In diesem Sinne ermög­licht die Verwen­dung von Holz als Haupt­ele­ment der Fassade und der Dach­kon­struk­tion eine Art Dialog zwischen Tektonik und Licht. Gleich­zeitig ist Holz eine nach­hal­tige Ressource, und Nach­hal­tig­keit spielt bei der Moder­ni­sie­rung des Estadio San Carlos de Apoquindo eine tragende Rolle.

Alt und neu und Wirt­schaft

Herz­stück des Entwurfs ist ein umlau­fender Boule­vard. Er vermit­telt zwischen dem ursprüng­li­chen Erdsta­dion und den Neubauten. Von hier aus wird der gesamte Unter­rang erschlossen. Außerdem liegen hier die Zugänge zum Ober­rang.

Der Boule­vard ist also die Verbin­dung zwischen alt und neu. Diese neue, volu­me­tri­sche Konfi­gu­ra­tion und das neue Dach machen den Innen­raum zu einem typi­schen Fußball­sta­dion mit toller Akustik und wesent­lich gestei­gertem Komfort.

Gleich­zeitig lassen sich die Funk­tionen und Flächen des Boule­vards und des Ober­rangs mit viel­fäl­tigen, nicht unbe­dingt fußball-spezi­fi­schen Ange­boten belegen. Diese Alltags­taug­lich­keit lässt das Estadio San Carlos de Apoquindo zu einer auch wirt­schaft­li­chen gesunden Immo­bilie werden.

Ausblick

Die Bauar­beiten sollen in der ersten Hälfte des Jahres 2022 beginnen und in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 enden.

Wenn das klappt, kann das Estadio San Carlos de Apoquindo bereits Austra­gungsort einiger Veran­stal­tungen der Paname­ri­ka­ni­schen Spiele 2023 werden.

Schön wär’s ja.

Wir waren das.

Projekt­daten

Bauherr

CD Univer­sidad Cató­lica

Standort

Estadio San Carlos de Apoquindo
Circun­vala­ción Las Flores 13000
Las Condes
Región Metro­po­li­tana
Chile

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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© IDOM

Photos

Schlauer Spruch

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Nou Camp Nou

Vorwärts zur Natur

Nou Camp Nou in Barce­lona

 

 

 

Situa­tion

Das Projekt Nou Camp Nou (Nou Parc) will das größte Fußball­sta­dion Europas und seine Neben­flä­chen rena­tu­rieren und in einen Teil einer riesigen Park­an­lage verwan­deln – natür­lich unter Erhalt des Estadio Camp Nou.

Der Hinter­grund ist ökolo­gi­scher Natur: Die Stadt Barce­lona hat ihren Einwoh­nern gerade mal 6 m² Grün­fläche pro Kopf zu bieten. Das ist wenig. Nach Angaben der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion WHO sollten auch große Städte über mindes­tens 9 m² je Einwohner verfügen. Dieser Entwurf geht also in die rich­tige Rich­tung.

Stra­tegie

Die Planer von ON‑A sind der Über­zeu­gung, dass die Rena­tu­rie­rung unserer Städte und die Schaf­fung hoch­wer­tiger Räume nicht nur inter­es­sante Ideen, sondern Notwen­dig­keiten sind. 

Nou Camp Nou will zeigen, wie die Natur in die Städte zurück­kehren kann, ohne zusätz­li­chen Raum in Anspruch zu nehmen – also ohne Verdrän­gungs­ef­fekte.

Topo­gra­phie

Im Nou Camp Nou wird die Topo­gra­phie buch­stäb­lich erhöht: Eine grüne Decke aus Bäumen, Pflanzen und Wiesen legt sich über das Stadion des ruhm­rei­chen FC Barce­lona. Das Stadion und sämt­liche Funk­tionen bleiben dabei unan­ge­tastet erhalten.

Derzeit ist der Bereich um das Estadio Camp Nou weit­ge­hend versie­gelt. Er hat nur 8% Grün­flä­chen aufzu­weisen. Dieses Gebiet hat einen „Insel-Effekt“ erzeugt, welcher die Stadt­teile Les Corts und Zona Univer­si­taria vonein­ander trennt. 

Spieltag

Das Gebiet ist riesig und wird eigent­lich nur an Spiel­tagen genutzt. Dann führen die Menschen­massen und vor allem der Verkehr zu enormen, auch ökolo­gi­schen Belas­tungen.

Der Umbau dieses Gebiets würde der Stadt Barce­lona eine groß­ar­tige Gele­gen­heit bieten, neue Ange­bote an und in Grün­flä­chen zu schaffen. Nou Camp Nou verbindet Nach­bar­schaften und Stadt­be­zirke, produ­ziert 15.000 kg Sauer­stoff und absor­biert 25.000 kg CO2, und das jeden Tag.

Ange­bote

Inner­halb des Nou Camp Nou entstehen weitere Sport- und Frei­zeit­an­ge­bote. Dazu gehören eine 2,4 km lange Lauf­strecke sowie Spazier­wege, Liege­flä­chen, Bereiche für Pick­nick und mehr. Auf dem höchsten Punkt das Parks kann man einen 360 ° ‑Panora­ma­blick genießen.

Zwei Seen helfen, die Tempe­ratur zu dros­seln und die Vege­ta­tion zu entwi­ckeln und zu erhalten. Sie dienen auch zum Sammeln von Regen­wasser, welches zur Bewäs­se­rung und Pflege des Parks wieder­ver­wendet wird.

Ausblick

Nou Camp Nou führt zu einer neuen Durch­läs­sig­keit. Sie verbindet die Stadt­teile Les Corts und Zona Univer­si­taria, ohne die derzei­tige Mobi­lität und Logistik zu beein­träch­tigen.

Nou Camp Nou macht schon die Anreise zu den Spielen des FC Barce­lona zu einem spek­ta­ku­lären Erlebnis. An allen anderen Tagen ist dieses Projekt „bloß” ein toller Park und ein drin­gend benö­tigtes Angebot im Grünen, dass seinen Nach­barn und der Stadt Barce­lona einen beträcht­li­chen Mehr­wert bietet.

Wir waren das.

Projekt­daten

Archi­tekt

ON‑A
C/ Doctor Rizal, 8, local 1
ESP – 08006 Barce­lona

Team

Jordi Fernández, Eduardo Gutiérrez
Luciana Teodózio, Geor­gina Morales, Saul Ajuría, Ernest Ruiz, Javier Bernal, Claudia Anto­nacci, Natalia Cambello

Standort

Camp Nou
C. d’Arís­tides Maillol, 12
ESP-08028 Barce­lona

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Campus de Braak

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Campus de Braak in Helmond

 

 

 

About

Der Gemein­derat von Helmond in den Nieder­landen hat grünes Licht für den Bau des Campus de Braak gegeben. Die Pläne für das Projekt waren Anfang dieses Jahres nach Meinungs­ver­schie­den­heiten zwischen dem Bauherren und dem Profi-Club Helmond Sport über das Programm und den Entwurf auf Eis gelegt worden.

Nun haben Moedersch­eim­Moonen Archi­tects, Faul­k­ner­Browns und CULD einen neuen Entwurf vorge­legt, der allge­meine Zustim­mung erfährt.

Orga­ni­sa­tion

Zum Programm des Campus de Braak gehören das Stadion für Helmond Sport mit 3.600 Plätzen und Büro­flä­chen, die Jugend­aka­demie des Vereins sowie Sport­hallen für mehrere Amateur­ver­eine und Indi­vi­du­al­sport­arten.

Diese Bereiche werden in den beiden Längs­seiten des Stadions unter­ge­bracht. Auf der einen Seite sind die Trai­nings­aka­demie, die Räum­lich­keiten und die Haupt­tri­büne von Helmond Sport und De Fysio­club (Physio­the­rapie und Fitness) zusam­men­ge­fasst. Auf der gegen­über liegenden Seite entstehen eine (Schul-)Sporthalle und die Bereiche der Amateur­klubs Helmondia and Mulo.

Offen­heit

Dies schafft Raum für die Gestal­tung eines Gebäudes mit zwei Gesich­tern und zwei großen Tribünen. Im Falle einer zukünf­tigen Erwei­te­rung können zwei weitere Tribünen in den „Kurven­be­rei­chen“ hinzu­ge­fügt werden.

Multi­funk­tio­na­lität ist das Wesen des Campus de Braak. Neben den Vereinen und Gesund­heits­ein­rich­tungen soll auch Raum für indi­vi­du­elle Sport- und Frei­zeit­mög­lich­keiten ange­boten werden.

Sinn­bild dafür ist die Lauf­bahn rund um das Stadion inklu­sive eines gemein­samen Weges für Fußgänger und Radfahrer. So werden alle Bereiche des Campus de Braak mitein­ander und mit den umlie­genden Stadt­vier­teln verbunden.

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Projekt­daten

Bauherr

Geme­ente Helmond

Standort

Sport­park de Braak 5
NL – 5703 DX Helmond

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Stadion von Xi’an

Gast­freund­lich

Stadion von Xi’an

Zaha Hadid Archi­tects

Situa­tion

Nach einem Entwurf von Zaha Hadid Archi­tects (ZHA) soll schon bald das neue Stadion von Xi’an gebaut werden. Es wird 60.000 Sitz­plätze bieten und soll neben Fußball für Jugend­trai­nings­lager, Enter­tain­ment und kultu­relle Veran­stal­tungen genutzt werden. Das Stadion entsteht im Feng­dong New District von Xi’an und wird an das wach­sende U‑Bahn-Netz der Stadt ange­schlossen werden.

Mit einer Bevöl­ke­rung von neun Millionen Menschen und zwei Profi­fuß­ball­klubs wird Xi’an Gast­ge­ber­stadt des Asien-Pokals 2023 der Asia­ti­schen Fußball­kon­fö­de­ra­tion (AFC) in China sein. Entspre­chend seiner Haupt­nut­zung wurde das Stadion von Xi’an so konzi­piert, dass es opti­male Bedin­gungen für den Fußball bietet und nach dem Asian Cup für lange Zeit viel­seitig genutzt werden kann.

Offene Fassaden

Einge­bunden in das ortho­go­nale Stadt­raster des Geschäfts­vier­tels von Feng­dong laden die offenen Fassaden des Stadions von Xi’an in das Herz des Gebäudes ein. Dort können Besu­cher den ganzen Tag lang die Frei­zeit- und Gastro­no­mie­an­ge­bote genießen. Diese Einrich­tungen befinden sich in einer Reihe schat­tiger, nach Süden ausge­rich­teter Garten­ter­rassen. Von dort haben Besu­cher einen phan­tas­ti­schen Blick über die Stadt bis zum Berg Qing.

Die geschwun­genen Linien der Fassade schützen das Stadion vor Nord­winden und vermit­teln die flie­ßenden Formen des Daches.

Schlankes Dach

Der Entwurf für das Stadion von Xi’an sieht eine sehr leichte, weit­ge­spannte Kabel­netz-Dach­kon­struk­tion mit großer Spann­weite vor. Dies führt zu gerin­geren Lasten und Mate­ri­al­quer­schnitten und damit zu einem schlanken Trag­werk. Ein weit auskra­gendes Dach über­deckt sämt­liche Einrich­tungen inner­halb der Gebäu­de­hülle.

Die großen, schat­tigen Frei­luft­ter­rassen und öffent­li­chen Plätze werden extensiv bepflanzt und bieten trotz der heißen konti­nen­talen Sommer­klima von Xi’an komfor­table Bedin­gungen.

Unter­stützt durch die gespannte Seil­netz­struktur schützt ein licht­durch­läs­siges Membr­an­dach die Sitz­plätze vor ungüns­tigen Witte­rungs­ein­flüssen und direkter Sonnen­ein­strah­lung. Gleich­zeitig lässt dieses Dach viel natür­li­ches Licht auf das Spiel­feld. Das wiederum schafft perfekte sport­liche Bedin­gungen. Außerdem lebt der Rasen so länger, und das spart unter anderem Geld.

Geome­trie

Die Geome­trie der Tribünen wurde durch digi­tale Model­lie­rung entwi­ckelt. Das Ziel war eine größt­mög­liche Nähe zum Spiel­feld bei best­mög­li­chen Sicht­be­din­gungen von allen 60.000 Plätzen.

Xi’an, Chinas alte Haupt­stadt und Zentrum der Seiden­straße, kann auf eine lange Geschichte der Gast­freund­schaft mit Besu­chern aus aller Welt zurück­bli­cken. Das Stadion von Xi’an will diese Tradi­tion fort­setzen.

Es entsteht ein nach­hal­tiges Vermächtnis an neuen städ­ti­schen Räumen sowie Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tungen für die ganze Stadt. Darauf dürfen wir uns freuen.

Wir waren das.

Die Projekt­daten

Archi­tekt

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA)

Patrik Schu­ma­cher, Charles Walker, Nils Fischer
Jakub Klaska, Lei Zheng
Shajay Bhooshan, Vishu Bhooshan, Jianfei Chu, Chun-Yen Chen, Hung-Da Chien, Marina Dimopoulou, Cesar Fraga­chan, Michael Forward, Matthew Gabe, Stratis Geor­giou, Charles Harris, Yen-fen Huang, Han Hsun Hsieh, Yihoon Kim, Henry Louth, Martha Masli, Mauro Sabiu, Xin Swift, Adeliia Papulzan, Pablo Agustin Vivas

Partner-Archi­tekt

Intel­li­gent Design for Emer­ging Archi­tec­ture (iDEA)

Yan Gao, Jianyou Yang, Bin Wu, Fiona Huang, Jingshan Zhong, Shis­hang Deng, Qiongli Lu, Ting Liu, Xinyu Kou, Daria Morkov­kina, Haixia Zhang

Standort

Xi’an Inter­na­tional Foot­ball Centre
CN – Feng­dong, Xi’an

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Copen­hagen Islands

Parki­pe­lago

Copen­hagen Islands

Marshall Blecher & Studio Fokstrot

About

Copen­hagen Islands ist die Geburt eines neuen Arche­typus im städ­ti­schen Raum und im Hafen von Kopen­hagen: ein “Parki­pe­lago”, also eine Mischung aus Park und Archipel (Insel­gruppe). Copen­hagen Islands besteht aus schwim­menden Inseln, die frei zugäng­lich sind und von Boots­fah­rern, Fischern, Kajak­fah­rern, Ster­nen­gu­ckern und Schwim­mern genutzt werden können.

Die Inseln bringen ein wenig Wildnis und Skur­ri­lität in den sich durch viele Baupro­jekte rasant entwi­ckelnden Hafen zurück. Zum Projekt gehören Pflanzen, Bäume und Gräser – also Lebens­räume für Vögel und Insekten, Algen, Fische und Weich­tiere. Die Inseln bieten einen sich ständig verän­dernden, groß­zü­gigen, grünen Raum im Zentrum der Stadt. Copen­hagen Islands propa­giert auch eine neue Art von klima­re­sis­tentem Städ­tebau: von Natur aus flexibel in der Nutzung und ausschließ­lich mit nach­hal­tigen Mate­ria­lien reali­siert.

Konstruk­tion

Die Inseln werden in den Werften im Kopen­ha­gener Südhafen in tradi­tio­neller Holz­boot­bau­weise von Hand gebaut. Sie werden saisonal zwischen nicht ausge­las­teten und neu erschlos­senen Teilen des Hafens hin- und herbe­wegt, um Leben und Akti­vität zu kata­ly­sieren.

Die erste Prototyp-Insel “CPH-Ø1” wurde 2018 zu Wasser gelassen und umge­hend zu einem beliebten neuen Symbol des Hafens. Die Insel zog von Ort zu Ort und beher­bergte eine Foto­aus­stel­lung, eine Reihe von Vorträgen und viele Pick­nicks am Meer. Dem Prototyp werden drei weitere Inseln folgen, die 2020 zu Wasser gelassen werden sollen. Für die kommenden Jahre sind weitere geplant.

Auszeich­nungen

Die Copen­hagen Islands wurden mit den inter­na­tio­nalen Design­preis für den öffent­li­chen Raum von Taipeh und mit dem Preis für verant­wor­tungs­volles Design ausge­zeichnet. Das Projekt war Fina­list beim Beazley-Design­preis des Londoner Design­mu­seums und beim däni­schen Design­preis.

Copen­hagen Islands ist eine gemein­nüt­zige Initia­tive des austra­li­schen Archi­tekten Marshall Blecher und des däni­schen Design­stu­dios Fokstrot. Sie wird von der Stadt Kopen­hagen und den Initia­tiven „Og Havn“ sowie „Gode Havneliv“ unter­stützt.

Wir waren das.

Die Projekt­daten

Illus­tra­tonen

Airflix (Aerials)
MIR (Visua­li­sa­tions)

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Eröff­nung

2018 / 2020

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Limmasol Tower

Home is where the pool is

​​Limmasol Tower

Hamonic+Masson & Asso­ciés

Zypern

Zypern ist außer­ge­wöhn­lich. Das Meer und die Sonne schmü­cken die Land­schaft und schaffen den Rahmen für außer­ge­wöhn­liche Ideen. Der Vorschlag für den Limmasol Tower von Hamonic+Masson & Asso­ciés versucht, diese natür­liche Pracht für seine zukünf­tigen Bewohner einzu­fangen. Und zwar für jeden einzeln.

Ihr wahr­lich wildes Wohn­turm­kon­zept bietet runde Schwimm­be­cken, die fast orga­nisch auf allen Seiten aus der Fassade sprießen. Der Limmasol Tower gewährt jeder Einheit des Gebäudes einen eigenen, privaten Pool mit Blick auf den glit­zernden medi­ter­ranen Hori­zont.

Auf einer Gesamt­fläche von 6.000 Quadrat­me­tern beher­bergt der Limmasol Tower 19 Luxus­woh­nungen, ein Fitness­studio, eine Kunst­ga­lerie und ein Spa.

Blüten­pracht

Hamonic+Masson & Asso­ciés leiten ihren Entwurf aus der zyprio­ti­schen Natur ab. Als Beleg führen sie die blüten­för­migen Balkone zu jedem Apart­ment an. Diese beher­bergen private Pools und bepflanzte Grün­flä­chen, die wie unab­hän­gige Inseln wirken. Gleich­zeitig sind sie natür­lich direkt mit dem Inneren der Wohnungen verbunden.

Die Schön­heit der Außen­welt trifft auf den Komfort über­dachter mensch­li­cher Behau­sungen. Das Ergebnis ist ein wahr­haft luxu­riöses Wohn­er­lebnis. Eine Glas­schie­betür ist das einzige Element, das die Wohn­be­reiche von den Balkonen trennt.

Die Form von Blüten und Korallen findet sich auch in der grünen Land­schaft des Erdge­schosses wieder. Hier setzen runde Platt­formen, Möbel und Sonnen­schirme das archi­tek­to­ni­sche Konzept fort.

Schöner Beitrag

Ein majes­tä­ti­scher Eingangs­be­reich öffnet die Türen zum Limmasol Tower. Hamonic+Masson & Asso­ciés haben auch in diesem Bereich einige Ideen entwi­ckelt, um die Lebens­qua­lität der Bewohner durch eine Reihe von Annehm­lich­keiten zu erhöhen: Zum Raum­pro­gramm gehören ein unter­ir­di­sches, von natür­li­chem Sonnen­licht beleuch­tetes Fitness­studio, eine Kunst­ga­lerie im Erdge­schoss und ein Premium-Spa im ersten Ober­ge­schoss. Alle Ange­bote verfügen über unab­hän­gige, sepa­rate Eingänge.

Der Entwurf für den Limmasol Tower bietet also viele Beson­der­heiten und jede Menge Annehm­lich­keiten. Es ist nicht beson­ders wahr­schein­lich, dass dieser Entwurf jemals reali­siert wird – ein schöner und phan­ta­sie­voller Beitrag zum ewig jungen Thema “Pools in luftiger Höhe” ist er allemal.

Wir waren das.

Projekt­be­tei­ligte und Daten

Bilder

Raphaël Petit
Jean-Charles Augier

 

Archi­tekten

Hamonic+Masson & Asso­ciés
93 rue Mont­martre
F – 75002 Paris

 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Skizzen

Axono­me­trien

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Forest Green Rovers Eco Stadium

Voll­pfosten?

​Forest Green Rovers Eco Stadium

Zaha Hadid Archi­tects

Situa­tion

Das Forest Green Rovers Eco Stadium soll mehr als ein Stadion werden. Die Forest Green Rovers sind schon jetzt laut FIFA der „grünste Fußball­club der Welt“. Die Spieler ernähren sich vegan, der Präsi­dent ist Dale Vince, der Gründer des Green Tech­no­logy ‑Unter­neh­mens Ecot­ri­city.

Das Stadion wird das Herz­stück des 100 Millionen Pfund teuren und 40 Hektar großen Sport- und Entwick­lungs­zen­trums, welches von Ecot­ri­city finan­ziert wird. Es soll ganz aus Holz sein – von den Toren mal abge­sehen.

Geplant wurde das Green Rovers Eco Stadium von Zaha Hadid Archi­tects, und deren Inter­esse am Umgang mit neuen Formen, Mate­ria­lien und Tech­no­lo­gien ist – nach­ge­wiesen.

Und dennoch spricht im Moment nicht viel dafür, dass dieses ambi­tio­nierte Projekt Wirk­lich­keit wird.

Anspruch

Die Forest Green Rovers haben eine ganz­heit­liche Vision für den Standort entwi­ckelt. Seine land­schaft­li­chen Quali­täten sollen erhalten bleiben, gleich­zeitig soll die Stadt­ent­wick­lung voran­ge­trieben werden.

Das Stadion ist das Zentrum. Drum herum entstehen Frei­zeit­an­ge­bote und Arbeits­plätze, also alltäg­liche Nutzungs­formen. So spielt das Leben hier eben nicht nur an den „Match Days“, sondern an jedem Tag des Jahres.

Gestal­tung

Der Entwurf bewahrt und model­liert die vorge­fun­dene Land­schaft und fügt das Stadion und weitere städ­ti­sche Funk­tionen hinzu.

Das Forest Green Rovers Eco Stadium wird das erste Fußball­sta­dion sein, bei dem fast alle Elemente aus Holz sind. Das gilt eben auch für das Trag­werk, die Auskra­gungen des Daches und die Lamel­len­ver­klei­dung.

Holz ist sehr lang­lebig, recy­celbar und schön. Das Trag­werk und die Stüt­zen­ab­stände wurden so gewählt, dass auch die Tribünen und die Boden­platte aus Holz gefer­tigt werden können. Das ist in den meisten Stadien anders.

Das Dach wird mit einer trans­pa­renten Membran gestaltet, die das Rasen­wachstum nicht beein­träch­tigt. Die Dach­form mini­miert den Schat­ten­wurf für Spieler und Fans und redu­ziert die volu­me­tri­sche Wirkung des Stadi­on­bau­kör­pers.

Atmo­sphäre

Die Fans werden bis auf fünf Meter ans Spiel­feld heran­rü­cken. Von jedem Platz ist unein­ge­schränkte Sicht auf das gesamte Spiel­feld gewähr­leistet.

Die Form des Stadions trägt einem zukünf­tigen Ausbau Rech­nung, da alle von einer posi­tiven Entwick­lung des aktu­ellen Dritt­li­gisten ausgehen. Zunächst für 5.000 Zuschauer ausge­legt, kann das Forest Green Rovers Eco Stadium in einer weiteren Bauphase vergleichs­weise leicht auf 10.000 Plätze erwei­tert werden.

CO2

Das Stadion und der gesamte Park von Forest Green Rovers sollen kohlen­stoff­neu­tral betrieben werden. In diesem Zusam­men­hang ist es schon sehr bedeu­tend, dass dieses Stadion fast voll­ständig aus Holz bestehen wird – eine Welt­pre­miere (so es dazu kommt).

Holz ist ein nach­wach­sender Rohstoff, und Holz hat einen sehr nied­rigen CO2-Gehalt. Wenn man bedenkt, dass etwa drei Viertel der CO2-Belas­tung während der Lebens­dauer eines Stadions von den Bauma­te­ria­lien herrühren, wird klar, warum das wichtig istg. Nach Prognosen der Planer wird das Forest Green Rovers Eco Stadium den nied­rigsten Kohlen­stoff­ge­halt aller Stadien der Welt aufweisen.

Eco Park

Die Hälfte des Öko-Parks wird aus hoch­mo­dernen Sport­an­lagen bestehen. Neben dem Stadion sind dies Rasen- und Allwetter-Trai­nings­plätze, öffent­lich zugäng­liche multi­dis­zi­pli­näre Einrich­tungen und ein sport­wis­sen­schaft­li­ches Zentrum.

Die andere Hälfte wird aus einem Gewer­be­park für grüne Tech­no­lo­gien mit nach­haltig gebauten Geschäfts­büros und Leicht­in­dus­trie­an­lagen bestehen. Hier sollen bis zu 4.000 Arbeits­plätze geschaffen werden, einschließ­lich der Expan­sion des Ökoen­er­gie­un­ter­neh­mens Ecot­ri­city, dem mit 700 Mitar­bei­tern bereits jetzt größtem Arbeit­geber in Stroud (12.600 Einwohner).

Das Konzept beinhaltet auch die Entwick­lung eines Natur­schutz­ge­bietes auf dem Gelände, eine neue Verkehrs­füh­rung und die Wieder­her­stel­lung des Stroud­water-Kanals.

Die Politik hat das gesamte Projekt zunächst befür­wortet, im Sommer 2019 aber abge­lehnt. Zur Begrün­dung wurden neben den Kosten zu strake Eingriffe in die Land­schaft und das Erschei­nungs­bild des Orts­ein­gangs von Stroud genannt.

Ob und wie es nun weiter­geht, ist derzeit völlig offen. Schade.

Wir waren das.

Projekt­be­tei­ligte und Daten

Archi­tekt

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA)

Zaha Hadid, Patrik Schu­ma­cher, Jim Heverin, Sara Klomps, Kart­hi­keyan, Aruna­chalam, Sara Akbari, Muriel Boselli, Avery Chen, Saman Dadgo­star, Cynthia Du, Paulo Flores, Fabian Hecker, Jakub Klaska, Vincent Konaté, Igor Pantic, Edgar Payan, Sven Torres, Theodor Wender, Richard Wase­n­egger

Adresse

Forest Green Rovers Foot­ball Club
The New Lawn Stadium Another Way
Nails­worth GL6 0FG
Verei­nigtes König­reich

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Prei­ke­stolen

Nicht nach unten sehen

Infi­nity Pool im Prei­ke­stolen

Hayri Atak

Tom Cruise in 604 m Höhe

Prei­ke­stolen (“The Pulpit Rock”) ist eine der größten Touris­ten­at­trak­tion in Norwegen – eine steile Klippe, die sich 604 Meter über den Lysefjord erhebt. Auf ihrer Spitze befindet sich eine fast ebene Platt­form mit einem Durch­messer von etwa 25 mal 25 Metern. Prei­ke­stolen war Drehort der letzten Kampf­szene in “Mission: Impos­sible – Fallout” und ist eins der meist­ge­wählten Foto­mo­tive auf Insta­gram. Dort zeigte sich auch Tom Cruise nach den Dreh­ar­beiten, wie er die Wand der Klippe am Prei­ke­stolen erklimmt.

Neun Suites, ein Pool

Inspi­riert von diesem male­ri­schen Ausblick hat der türki­sche Archi­tekt Hayri Atak ein spek­ta­ku­läres Konzept für einen Infi­nity-Pool und ein Hotel auf dem Prei­ke­stolen entwi­ckelt. Der Entwurf zeigt die Zimmer des Hotels auf einer Seite des Prei­ke­stolen hoch über dem Lysefjord.

Der frei­tra­gende Infi­nity Pool bietet mutigen Schwim­mern die wohl einma­lige Gele­gen­heit, aus dem Wasser heraus in den Fjord hinun­ter­zu­schauen. Das Hotel, es besteht aus neun Suites, wird von oben über die Platt­form erschlossen. Hier befinden sich Rezep­tion, Aufent­halts­be­reich und die sich anschlie­ßenden Gäste­zimmer, welche sich in die Fels­wand schmiegen. Der obere Eingang bleibt als male­ri­scher Aussichts­punkt erhalten, das Pool­deck ist schon eher was für die wirk­lich Wage­mu­tigen

Emotion

Das gesamte Konzept wurde von einem Foto inspi­riert, das eine Freundin des Archi­tekten während ihres Urlaubs in Norwegen gemacht hatte. Hayri Atak war begeis­tert und versuchte, diese unge­mein emotio­nale Szene mit Archi­tektur einzu­fangen. „Obwohl ich nicht da war, erlebte ich das Adre­nalin, an diesem Rand zu stehen. Dann träumte ich davon, auf dem und über den Rand hinaus zu leben, mich von dieser Erfah­rung inspi­rieren zu lassen.”

Prei­ke­stolen zieht jähr­lich mehr als 300.000 Besu­cher in seinen Bann. Für das Foto des einsamen Menschen auf dem Berg­pla­teau muss man in der Regel lange anstehen.

Schon deshalb ist es ganz schwer vorstellbar, dass hier jemals ein Hotel gebaut wird. Dieses Projekt ist aber ein Lehr­stück über die Bedeu­tung von Emotionen in der Archi­tektur. Als Inspi­ra­tion und Antrieb für mutige Ideen und Entwürfe taugt es deshalb allemal.

Und wie.

Wir waren das.

Planer und Adresse

Archi­tekt

Hayri Atak
Ataşehir – İstanbul
Türkei

Adresse

Prei­ke­stolen
4129 Songe­sand

Norwegen

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Ein 20 Kilo­meter langes Netz aus male­ri­schen Wander­wegen mit sieben spek­ta­ku­lären Fußgän­ger­brü­cken soll zum neuen Marken­zei­chen der chine­si­schen Stadt Xiamen werden. Das ehrgei­zige Projekt mit dem Titel „Xiamen Foot­paths“ wird vor allem für die Fußgänger in Xiamen spek­ta­ku­läre Momente zwischen pulsie­rendem Stadt­leben und fried­li­cher Natur schaffen.

Im vergan­genen Jahr eröff­nete die Stadt Xiamen die längste Fahr­rad­brücke der Welt, den Xiamen Bicycle Skyway. Diese Brücke wurde gebaut, um die Bedin­gungen für Radfahrer im hekti­schen chine­si­schen Verkehr zu verbes­sern. Nun hat sich Xiamen erneut dafür entschieden, die Bedin­gungen für die „schwä­cheren“ Verkehrs­teil­nehmer zu verbes­sern, diesmal für die Fußgänger.

Xiamen

Als moderne Metro­pole mit 3,6 Millionen Einwoh­nern bietet die Küsten­stadt Xiamen ein pulsie­rendes städ­ti­sches Leben und einen hekti­schen Indus­trie­hafen. Zu Xiamen gehört aber auch die hüge­lige Land­schaft mit einzig­ar­tiger Vege­ta­tion und milden Klima. Der Wunsch der Stadt war es nun, ein groß ange­legtes Netz von Wander­wegen und Fußgän­ger­brü­cken zu schaffen, die das pulsie­rende urbane Leben mit der male­ri­schen Natur verbinden: Xiamen Foot­paths.

Die 20 Kilo­meter lange Route stellt diese Verbin­dung zwischen Stadt und Natur her. Die Wege von Xiamen Foot­paths führen durch die Stadt und über die Insel – wie eine neue, verbin­dende Ebene mit land­schaft­lich reiz­vollen Berei­chen. Xiamen Foot­paths soll eine große Attrak­tion für die Stadt werden, die Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Zumin­dest erhoffen sich dies sowohl Bauherren als auch Planer.

Planung

Bei der Gestal­tung des Projekts bestand für die Archi­tekten DISSING+WEITLING die Heraus­for­de­rung darin, eine kohä­rente und dennoch flexible Formen­sprache zu entwi­ckeln, die sich an die sehr unter­schied­li­chen Zusam­men­hänge anpassen kann. Die Xiamen Foot­paths führen Bewohner und Besu­cher durch die Stadt und in die Natur zwischen die Baum­kronen.

Sieben einzig­ar­tige Fußgän­ger­brü­cken erscheinen als Leucht­türme in der Land­schaft und stellen eine Verbin­dung zwischen Parks, Wäldern und Aussichts­punkten her, wo sich Stadt und Land­schaft aus einer neuen Perspek­tive entfalten werden.

Das däni­sche Momentum

Dissing+Weitling haben bereits den Xiamen Bicycle Skyway geplant, der im Jahr 2017 eröffnet wurde. Nun har das däni­sche Büro den Wett­be­werb für ein weiteres großes Infra­struk­tur­pro­jekt in Xiamen gewonnen.

Aktuell wird der sieg­reiche Wett­be­werbs-Entwurf in enger Zusam­men­ar­beit mit den lokalen Behörden weiter­ent­wi­ckelt. Xiamen Foot­paths soll bereits im Jahr 2020 eröffnet werden.

Das waren wir.

Projekt­daten und betei­ligte Firmen

Archi­tekt

DISSING+WEITLING archi­tec­ture
Artil­le­rivej 86, 3 tv,
2300 Køben­havn S  
Däne­mark

 

Rende­rings

DISSING+WEITLING archi­tec­ture

Konstruk­tion

XMEDI – Xiamen Muni­cipal
Engi­nee­ring Design Insti­tute

 

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Video

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Bei „More Sports. More Archi­tec­ture.“ finden Sie funk­tio­nale, spek­ta­ku­läre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Frei­zeit.

Infi­nity London

Pool with a view

Infi­nity London

Compass Pool

Schwindel erre­gend

Außer­ge­wöhn­liche Schwimm­bäder in schwin­del­erre­genden Höhen sind ziem­lich en vogue – zumin­dest in Projekt­form. So auch in London: Die Pool-Desi­gner von Compass Pools haben das Projekt Infi­nity London entwi­ckelt. Nach Angaben der Planer ist der Pool das welt­weit einzige Gebäude mit einem 360-Grad Infi­nity-Pool.

Infi­nity London besteht aus einem 600.000 Liter großen Becken, der direkt auf einem 55-geschos­sigen Gebäude errichtet wird. Der Pool besteht nicht aus Glas, sondern aus gegos­senem Acryl, da dieses Mate­rial Licht mit einer ähnli­chen Wellen­länge wie Wasser durch­lässt. So sieht der Pool immer perfekt klar aus.

Der Boden des Pools ist eben­falls trans­pa­rent, so dass die Besu­cher die Schwimmer und den Himmel darüber sehen können. Ein Thrill für beide Seiten.

Das Prinzip U‑Boot

Schwimmer gelangen über eine dreh­bare Wendel­treppe, die auf dem Schleu­sen­prinzip der Tür eines U‑Bootes beruht und bei Bedarf vom Becken­boden aufsteigt, ins Becken oder hinaus. Ein biss­chen James Bond.

Norma­ler­weise würde eine einfache Leiter ausrei­chen, aber die Planer wollten keine Treppen an der Außen­seite des Gebäudes oder im Pool, da sie die Aussicht beein­träch­tigen würden – und natür­lich wollen sie auch nicht, dass 600.000 Liter Wasser durch das Gebäude abfließen.

Die Technik

Ein weiteres tech­ni­sches Feature ist ein inte­grierter Anemo­meter zur Messung und Über­wa­chung der Wind­ge­schwin­dig­keit. Dieses Gerät wird mit einem compu­ter­ge­steu­erten Gebäu­de­ma­nage­ment­system verbunden. Damit wird gewähr­leistet, dass das Becken immer die rich­tige Tempe­ratur hat und das Wasser nicht auf die Straßen geweht wird.

Auch anspruchs­voll: Die Abwärme der Klima­an­lage des Gebäudes wird mittels eines Wärme­tau­schers genutzt, um das Wasser für das Schwimm­be­cken zu heizen.

Der Pool ist außerdem mit einem kompletten Licht­spek­trum ausge­stattet, das dem Gebäude bei Nacht das Aussehen einer funkelnden, mit Juwelen besetzten Taschen­lampe verleiht.

Wie kommt man denn auf sowas?

Meist kommen die Archi­tekten mit klaren Vorstel­lungen zu den Pool­her­stel­lern. Bei diesem Projekt begannen die Pool-Desi­gner von Compass Pool mit dem Schwimm­be­cken und stellten sich dann die Frage: „Wie stellen wir ein Gebäude darunter auf?“ Planungs­ziel war „eine unge­störte Aussicht, sowohl über als auch unter dem Wasser.“

In den obersten Stock­werken des Gebäudes, also direkt unter der Poole­bene, soll ein inter­na­tio­nales Fünf-Sterne-Hotel entstehen – der Pool wird vermut­lich ausschließ­lich von den Hotel­gästen genutzt werden.

Der Standort dieses spek­ta­ku­lären Projekts „muss noch bestä­tigt werden“.

Feye­noord City

Stadt­ent­wick­lung

Feye­noord City in Rotterdam

OMA

Situa­tion

De Kuip ist die Heimat von Feye­noord Rotterdam. Und de Kuip ist ein histo­risch bedeut­sames Stadion. Das liegt an seiner unver­wech­sel­baren Form, an den ovalen Tribünen und der Nähe der Zuschauer zum Spiel­feld. Das Stadion ist bekannt für seine einzig­ar­tige und inten­sive Atmo­sphäre.

De Kuip ist aller­dings mehr als 80 Jahre alt und erfüllt die Anfor­de­rungen des modernen Busi­ness Fußball nicht mehr. Daher wurden in den letzten zehn Jahren immer wieder Pläne für ein neues oder reno­viertes Stadion gemacht und präsen­tiert – keins dieser Projekte wurde aller­dings reali­siert.

Im Jahr 2016 schließ­lich schlugen die Projekt­ent­wickler Operatie NL, das von Rem Kool­haas gegrün­dete Archi­tek­tur­büro OMA und der Club Feye­noord einen anderen Ansatz vor: den Bau eines neuen Stadions in Kombi­na­tion mit der Entwick­lung des umlie­genden Stadt­teils. Dieses Projekt heißt „Feye­noord City“.

Archi­tekt

OMA
Office for Metro­po­lian Archi­tec­ture
Heer Bokelweg 149
3032 AD
Rotterdam
Nieder­lande
 
Team:
David Gianotten, Kees van Casteren, Shinji Takagi
Andrea Taboc­chini, Andrew Keung, Aris Gkit­zias, Emma Lubbers, Hanna Jurkowska, Lex Lagen­dijk, Max Scherer, Stefano Campisi

Bauherr & Nutzer

Der Master­plan

Der Master­plan, den OMA gemeinsam mit dem Verein und der Stadt Rotterdam entwi­ckelt hat, soll als Kata­ly­sator für die Entwick­lung von Rotterdam Zuid fungieren. Rotterdam Zuid gehört zu den Vier­teln der zweit­größten Stadt der Nieder­lande (645.000 Einwohner), die einer Verjün­gung und wirt­schaft­li­cher Unter­stüt­zung bedürfen. Nach sorg­fäl­tiger Abwä­gung von drei mögli­chen Projekt­stand­orten wurde ein Standort am Wasser, nord­west­lich des Stadt­teils De Veranda, ausge­wählt.

Herz­stück der Planungen ist ein neues, größeres Stadion für den 15-fachen nieder­län­di­schen Meister Feye­noord. Es bietet Platz für bis zu 63.000 Zuschauer. Insge­samt besteht der Master­plan für Feye­noord City aus fünf Haupt­ele­menten: eben dem neuen Stadion, der Reno­vie­rung von De Kuip und der Entwick­lung von Stadt­brücke, de Strip und Kuip Park.

Alt vs. Neu

Adresse

Feye­noord Stadium
Van Zandvliet­plein 1
3077 AA Rotterdam
Nieder­lande

Luft­bild

De Kuip

Ein beson­deres Marken­zei­chen des alten Stadions ist das zum Spiel­feld stark abfal­lende, schmale Dach. Dieses Dach wird wie der Ober­rang den Umbauten zum Opfer fallen, denn dort oben sollen Wohnungen mit Panora­ma­blick sowie Büro­flä­chen gebaut werden. Im Inneren sollen eine Leicht­ath­le­tik­an­lage und öffent­liche Bereiche entstehen.

Die Umge­bung des Stadions, der de Kuip Park, wird mit Hilfe von Grün­flä­chen, die Ange­bote für Sport und Frei­zeit enthalten, sowie Wohn­ein­heiten neu gestaltet und attrak­ti­viert.

De Strip wird zu einem drei­di­men­sio­nalen Fußgän­gerweg, der das alte mit dem neuen Stadion verbindet. Er wird durch neue öffent­liche und kommer­zi­elle Flächen sowie Park­plätze deut­lich aufge­wertet.

Darüber hinaus wird Feye­noord City durch die Stadt­brücke („Stads­bou­le­vard“), eine Prome­nade mit neuen Apart­ments, Hotel und Yacht­hafen, mit dem Stadt­zen­trum verbunden sein.

Feed­back

12 + 7 =

Teil­habe

Das Stadion liegt an einem Infra­struk­tur­kno­ten­punkt zwischen der Maas, der Eisen­bahn und der Auto­bahn. Die Erreich­bar­keit mit Auto, Bus und öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln ist, wie bei seinem Vorgänger, gewähr­leistet.

Teil der Feye­noord City ist ein umfang­rei­ches Rahmen­pro­gramm mit dem Schwer­punkt Sport. Feye­noord wird einen neuen Mehr­spar­ten­verein für die Einwohner von Rotterdam Zuid gründen und mit den umlie­genden Stadt­teilen zusam­men­ar­beiten, um die Bereit­stel­lung vieler verschie­dener sport­li­cher Ange­bote zu fördern.

Eröff­nung

2024

Fotos & Illus­tra­tionen

OMA
Frans Parthe­sius, Cour­tesy of OMA

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Programm

Insge­samt umfasst das Programm von Feye­noord City

  • 255.000 m² Wohn­fläche
  • 64.000 m² Gewer­be­fläche mit neuem Kino, Restau­rants, Hotels und Geschäften
  • 83.000 m² öffent­liche Bauten und Anlagen, inklu­sive einer Sport­erleb­nis­zen­trums und Sport­plätzen.

Der Master­plan Feye­noord City soll nicht nur dem Fußball­verein Feye­noord ein neues Zuhause geben und De Kuip für zukünf­tige Nutzungen reno­vieren, sondern auch die Neuge­stal­tung von Rotterdam Zuid anregen, seine Ufer­pro­me­nade akti­vieren und dieses ins Hinter­treffen gera­tene Gebiet wieder mit den umlie­genden Stadt­teilen verbinden.

Der Baube­ginn dieses insge­samt 1,5 Milli­arden Euro teuren Projekts verzö­gert sich bis ins Jahr 2021. Die Eröff­nung des neuen Stadions ist nun für das Jahr 2024 geplant.

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Johannes Bühl­be­cker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühl­be­cker ist Archi­tekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Inter­na­tio­nale Verei­ni­gung Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tungen (IAKS) gear­beitet – als Redak­ti­ons­leiter der renom­mierten Fach­zeit­schrift „sb“, in der Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung inter­na­tio­naler Archi­tek­tur­wett­be­werbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongress­wesen, als Leiter der „NRW Bera­tungs­stelle Sport­stätten“ und als Lehr­be­auf­tragter an der Deut­schen Sport­hoch­schule Köln.

  • Dipl.-Ing. Archi­tekt
  • Lang­jäh­riger Redak­ti­ons­leiter „sb“, Inter­na­tio­nale Fach­zeit­schrift für die Archi­tektur des Sports
  • Fort­bil­dungen im Bereich Web-Design, Online-Marke­ting usw.
  • Inter­na­tio­nale Archi­tek­tur­wett­be­werbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongress­or­ga­ni­sa­tion
  • Leiter der „NRW Bera­tungs­stelle Sport­stätten“
  • Lehr­be­auf­tragter an der Deut­schen Sport­hoch­schule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für groß­mann inge­nieure, Göttingen)
  • Neupla­nung eines Fußball­sta­dions in Berlin-Köpe­nick
  • Zahl­reiche Publi­ka­tionen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifen­blase – Die Entwick­lung des Fußballs und seiner Archi­tektur“
  • Vorstands­mit­glied und Jugend­trainer beim SV BW Weitmar 09

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Casa Futebol

Stayin’ alive

Casa Futebol: Wohnen im WM-Stadion

Axel de Stampa & Sylvain Macaux

Weiße Elefanten

Das Projekt „Casa Futebol“ schlägt eine nach­hal­tige und multi­funk­tio­nale Nutzung der Stadien vor, die für die WM 2014 in Brasi­lien reno­viert oder gebaut wurden – und dies durch die Imple­men­tie­rung von 105 m² großen Wohn­mo­dulen. Casa Futebol ist eine archi­tek­to­ni­sche Antwort auf die „Weiße Elefanten“ genannten Groß­bauten ohne sinn­volle Nach­nut­zung, die immer wieder aus sport­li­chen Groß­ereig­nissen wie der Fifa-Welt­meis­ter­schaft 2014 in Brasi­lien hervor­gehen.

Casa Futebol wurde von Axel de Stampa und Sylvain Macaux im Rahmen ihres Think Tank „1 week 1 project“ entworfen. Casa Futebol berück­sich­tigt das Wohnungs­de­fizit in Brasi­lien (5,2 Millionen Haus­halte) und deckt alle zwölf brasi­lia­ni­schen WM-Stadien ab.

The day after

Axel de Stampa und Sylvain Macaux fügen Wohn­raum in die zwölf Stadien ein und ersetzen die oberen Tribünen durch Apart­ments.

Bei sechs Stadien können die Wohnungen in die Fassade inte­griert werden: Brasilia, Mineiro, Arena Fonte Nova, Mara­cana, Arena Castelao und Arena Das Dunas. Fünf dieser sechs Stadien wurden mit Beton- oder Stahl­stützen mit einer Spann­weite von 7 bis 8 Metern gebaut. Die vorge­fer­tigten Wohn­ein­heiten lassen sich einfach in dieses Raster einfügen. Der zentrale Teil der Stadien (Spiel­feld und Unter­rang) ist davon nicht betroffen, der Spiel­be­trieb also auch nicht.

Apart­ment statt Ober­rang

In der Fassade des Estádio Nacional de Brasília ließen sich beispiels­weise etwa 315 Wohn­ein­heiten unter­bringen – hoch­wer­tiger Wohn­raum, der auch bei der Finan­zie­rung dieses wunder­schönen, aber in der Unter­hal­tung aufwen­digen Stadions helfen könnten.

In jedem Stadion könnten nach Schät­zung der Planer etwa 1.500 bis 2.000 Menschen leben. Demnach könnten in der Nach­nut­zung der brasi­lia­ni­schen WM-Stadien etwa 20.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Die Archi­tekten sind besorgt über den sozialen Kontext, der mit solchen Groß­ver­an­stal­tungen einher­geht. Die Stadien sind so absurd groß, das Wohnungs­pro­blem in Brasi­lien ist so real. Im Cape Town Stadium in Johan­nes­burg, dem Austra­gungsort des WM-Finales 2010 in Südafrika, fanden in den vier Jahren nach der Welt­meis­ter­schaft ganze sieben Spiele statt. Stampa und Macaux glauben, dass jeder Ort etwas Neues zu bieten hat. 

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