Paracelsus Bad & Kurhaus

Nackt über Salzburg

Paracelsus Bad & Kurhaus

Berger+Parkkinen Architekten, Agrob Buchtal

About

Das Ende 2019 eröffnete Paracelsus Bad & Kurhaus ist schon deshalb außergewöhnlich, weil es als fünfgeschossige Kur-, Bade- und Saunawelt mitten in der Stadt liegt. Hinzu kommt, dass die Architekten Berger+Parkkinen eine beeindruckende Bauskulptur schufen, die trotz weitläufiger Offenheit ein hohes Maß an Geborgenheit bietet.

Wand- und Bodenfliesen der Serie Savona von Agrob Buchtal spielen dabei eine tragende Rolle.

Lage

Das neue Paracelsus Bad & Kurhaus befindet sich am Rand der als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Salzburger Altstadt – direkt am Kurgarten und am Schloss Mirabell. Hier wird schon seit mehr als 150 Jahren gebadet und gekurt.

Diese Tradition fortzuführen, war eines der wichtigsten Ziele der Stadt Salzburg, als sie beschloss, den in die Jahre gekommenen Vorgängerbau aus den 1950er-Jahren abzureißen und durch einen Neubau mit erweitertem Angebot zu ersetzen.

Gliederung

Wer sich dem Neubau vom Kurgarten aus nähert, stößt auf einen leicht geschwungenen monolithischen Baukörper, dessen Bekleidung aus vertikalen marmorweißen Keramiklamellen für vornehme Offenheit sorgt. Die klassische Gebäudegliederung in Sockel, Beletage und Obergeschoss wird dem Betrachter erst auf den zweiten Blick bewusst.

Sockel

In den drei Ebenen des Sockelgeschosses sind die Gymnastik-, Massage- und Therapieräume des Kurhauses sowie der Eingang und die Umkleiden des Schwimmbad- und Saunabereichs untergebracht.

Hinter der Glasfassade der Beletage ist deutlich die sanft wogende Decke der Schwimmhalle zu erkennen. Darüber befinden sich das Bad- und das Sauna-Restaurant sowie der Saunabereich mit vier Saunen, Dampfbad und Dachterrasse mit Infinity Pool.

Ankommen

Dass es den Architekten gelungen ist, trotz eigenständig artikulierter Bereiche ein gestalterisch einheitliches Gebäude zu schaffen, zeigt sich schon in der Eingangshalle. Im Mittelpunkt steht eine breite Himmelsleitertreppe mit marmorweißem Terrazzostufen und -podesten, die geradewegs unter die wellenförmige Schwimmhallendecke zu führen scheint.

Erst wenn man im 2. Obergeschoss die Kasse zum Bade- und Saunabereich erreicht hat, wird die große Festverglasung erkennbar, die den Eingangsbereich von der Badewelt trennt.

Umkleiden

Nach der Zugangskontrolle kommen die Besucher zunächst in den Umkleidebereich, dessen in hellem Grün und Blau gestreifte Umkleidekabinen an luftige Strandkörbe am Meer erinnern.

In dieses Bild passen auch die 60 cm langen, abwechselnd in 20 und 30 cm breiten Streifen auf Wänden und Böden verlegten Feinsteinzeugfliesen der Serie Savona von Agrob Buchtal. Ihre lebhaften, bewegten Oberflächen im Farbton Kalk sorgen im Zusammenspiel mit der Unregelmäßigkeit des freien Verbands für eine geborgene, erdig-warme Raumatmosphäre.

Auftauchen

Über den oberen Teil der Himmelsleitertreppe gelangen die Badegäste schließlich zur Schwimmhalle mit Sprungturm, Sport-, Kinder- und Familienbecken. Diese Treppe eröffnet Blickbezüge sowohl zur Eingangshalle als auch zum Umkleide- und Badebereich und erleichtert damit die Orientierung im Gebäude maßgeblich.

Besonders eindrucksvoll ist es, wenn Badegäste auf dem Weg nach oben – gleichsam direkt aus dem Boden „auftauchend“ – in der großen, lichtdurchfluteten Schwimmhalle ankommen. Hier finden sie nicht nur eine weitläufige Badelandschaft mit scheinbar schwerelos mäandrierender Anhangdecke vor, sondern auch spektakuläre Ausblicke auf die Salzburger Altstadt und den Kurgarten.

Kontinuum

Im Kontrast zu diesem überwältigenden Natur- und Formenschauspiel steht das zurückhaltende Farb- und Materialkonzept der Badelandschaft. Vorherrschend sind insbesondere die sandbraunen bzw. weißen Oberflächen der Wände und der Decke sowie die ebenfalls komplett mit kalkfarbenen Fliesen der Serie Savona belegten Böden.

Dank der gleichen Größe, Farbe und Verlegungsart wie in der Umkleide und der oberen Himmelsleitertreppe erscheint der gesamte Umkleide- und Badebereich als ein zusammenhängendes Kontinuum.

Den einzigen und somit bestimmenden Farbakzent bilden die in hellem Türkis leuchtenden Wasserbecken, die atmosphärisch an die vielen kristallklaren Gebirgsseen in der Umgebung Salzburgs erinnern. Diese Wirkung basiert auf 12,5 x 25 cm großen Wand- und Bodenfliesen der Serie Chroma Pool im Farbton Türkis Mittel.

„Die Glasur lässt das Wasser auf natürliche Art so erscheinen, als würde es aus eigener Kraft auf diese Weise schimmern“, erklärt uns Architekt Alfred Berger.

Blick zum Mönchsberg

Als integraler Teil der Badelandschaft verfügt auch der Boden des Saunabereichs im 5. Obergeschoss über streifenförmig verlegte Feinsteinzeugfliesen der Serie Savona, hier allerdings in der Farbe Anthrazit. Dieser Farbton harmoniert wunderbar mit den holzbekleideten Wänden – und gleichzeitig mit den dunklen schroffen Mönchsbergfelsen, einem der Wahrzeichen der Salzburger Altstadt.

Die Fliesen finden sich nicht nur in den Erschließungs- und Ruhebereichen, sondern als architektonisches Bindeglied auch in den Duschen und in den teilweise zur Glasfassade orientierten Saunen. „Die Möglichkeit, Savona prinzipiell überall im Bad einsetzen zu können – auf dem Boden und an den Wänden ebenso wie im Wasser und in der Sauna – war für uns entscheidend, als es um die Auswahl einer geeigneten Fliese ging“, sagt Alfred Berger.

Infinity Pool auf der Dachterrasse

Im doppelten Sinn der Höhepunkt eines jeden Saunabesuchs im Paracelsus Bad & Kurhaus ist zweifellos das als Infinity Pool ausgebildete Außenbecken auf der südlichen Dachterrasse. Ein kleiner Teil des Pools dient den Saunagästen als kaltes Tauchbecken, während der Rest als 32° warmes Solebecken ausgeführt ist.

Dank des erhöht auf der Dachfläche positionierten Pools mit hochliegendem Wasserspiegel und außen tief angeordneter Überlaufrinne kann der Blick ungehindert über fast ganz Salzburg schweifen.

Die sanft gerundeten Poolränder und die anthrazitfarbenen 5 x 5 cm großen Mosaikfliesen der Serie Chroma Plural schaffen eine grazile Kleinteiligkeit, die im als Nacktbadebereich konzipierten Pool für ein geborgenes Wohlgefühl sorgt.

Fazit

Auch wenn sich das Gebäude an vielen Stellen zur Stadt öffnet, ist diese Geborgenheit überall erlebbar. Sie entsteht nicht zuletzt durch das angenehm durchgängige Gestaltungskonzept, das auf natürlichen Farben und Materialien beruht und so eine intuitiv-sinnlich erfahrbare Badewelt bietet – ein wichtiger Aspekt an einem Ort, an dem sich Menschen in verletzlicher Nacktheit begegnen.

Das Paracelsus Bad & Kurhaus bietet große Gesten und feinste Details. Es macht seinen Gästen viele verschiedene Angebote in vielen verschiedenen Bereichen. Durch die gekonnte Kombination von fließenden Grundrissen und gehaltvollen Materialien ist es an jeder Stelle ein Erlebnis.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Photos

Michael Christian Peters
Christian Richters

Text

Johannes Bühlbecker
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Architekten

Berger+Parkkinen Architekten
Schönbrunner Straße 213-215
A – 1120 Wien

Eröffnung

2019

Fliesen

Agrob Buchtal GmbH
Buchtal 1
D-92521 Schwarzenfeld

 

Adresse

Paracelsus Bad & Kurhaus
Auerspergstraße 2
A – 5020 Salzburg

 

Pläne

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Copenhagen Islands

Copenhagen Islands

Schwimmende Inseln, die in der Weft gebaut werden. Für Bootsfahrer und Sternengucker.

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Hubertus Pool

Eye in the sky

Der Hubertus Pool in Olang

noa* network of architecture

Hotel Hubertus

Der Hubertus Pool ist der neue Leuchtturm des Hotels Hubertus in Olang. Die Anlage befindet sich am Fuße des bekannten Ski- und Wandergebiets Kronplatz im Pustertal in 1350 m Höhe.

Der traditionsreiche Familienbetrieb wurde großzügig um- und ausgebaut: Es entstand ein neuer Zimmertrakt mit 16 Suiten, eine neue Küche mit Restaurants und Stuben, ein Eingangsbereich mit Lobby, Rezeption und Weinkeller sowie ein Fitness- und Ruheraum mit Panorama-Terrassen.

Der neue, 25 Meter lange Hubertus Pool ist nach Aussage der Architekten noa* network of architecture als Findling zwischen Altem und Neuem gestrandet. Er ist das Symbol der umfassenden Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten.

Hubertus Pool

Der neue Hubertus Pool, der imposant zwischen den Zimmertrakten sitzend über das Tal blickt, wirkt mit seiner anthrazit-farbenen Steinfliesenverkleidung wie ein schwebender Felsbrocken. Durch die umlaufend verschwindende Kante geht die Wasseroberfläche nahtlos in die umgebende Landschaft über, „in der Endlosigkeit des Nichts verschwindend“.

Der Pool erinnert an einen Bergsee, der in die beeindruckende Bergwelt der umliegenden Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Dolomiten eingebettet ist.

Alt und neu

Ein Ziel des Entwurfs war die optische Verknüpfung von Bestand und Neubau zur Wahrung eines schlüssigen Erscheinungsbildes. Die entrindeten Baumstämme, welche der bestehenden und der neuen Fassade vorgesetzt wurden, zielen genau darauf ab. Sie unterstützen die Dynamik der geschwungenen Fassade und dienen gleichzeitig als Schattenspender, Raumteiler, Regenschutz, Sichtschutz und statische Basis für Pool und Fassade.

Gelandet

Der Hubertus Pool schwebt wie ein gelandeter Felsbrocken über dem neuen Zimmertrakt. Ohne sichtbare Grenzen und mit 5 m Breite, 25 m Länge und 1,30 m Tiefe ist das 17 m weit auskragende Schwimmbad das dominierende zentrale Unikat.

In einer Höhe von 12 Metern am äußersten Rand hat der Schwimmer das Gefühl, über dem Gelände und der Landschaft zu schweben – schwerelos zwischen Himmel und Erde zu gleiten. Dieser Eindruck wird durch die Glasfront und ein verglastes Fenster im Boden des Pools nochmals verstärkt.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Photos

Alex Filz

Text

noa* network of architecture

Architekten

noa* network of architecture
Zionskirchstr 56
I – 39100 Bolzano

Zionskirchstraße 56
D – 10119 Berlin

Adresse

Hotel Hubertus
Via Furcia, 5
I – 39030 Sorafurcia

Eröffnung

2016

Pläne

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werk12

BOAH!

WERK12 in München

MVRDV

AAHHH

Im Oktober 2019 eröffnete WERK12 auf dem früheren Gelände des Knödel-Produzenten Pfanni im Münchner Werkviertel.

Der fünfgeschossige, transparente Komplex fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buchstaben an der Fassade, die uns mit Weisheiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen. Das liegt aber auch an den weit vorstehenden, umlaufenden Balkonen und an den außen liegenden Treppen.

Der Entwurf stammt von MVRDV aus Rotterdam.

OH

Auf fünf Etagen bietet WERK12 das pralle Leben: Restaurant und Bar im Erdgeschoss, darüber Büros und das dominante, dreigeschossige Fitness-Center „body + soul“ mit eigenem 25m – Becken auf Ebene 3.

WERK12 setzt ganz auf Flexibilität. Die hohen Decken – 5,5 Meter zwischen den einzelnen Gsschossen – ermöglichen es zukünftigen Nutzern, Zwischengeschosse hinzuzufügen. Die Anordnung der Umlaufflächen auf der Außenseite des Gebäudes erlauben eine einfache Rekonfiguration der Innenräume. Dabei wird die Stabilität durch diagonal verlaufende Treppenhäuser garantiert.

PUH

Der Erschließungskern auf der Nordostseite des Gebäudes wird auf jeder Ebene von 3,25 Meter breiten Balkonen umgeben. Diese Freiflächen werden durch Außentreppen verbunden, die sich um das Gebäude schlängeln. Gestaltprägend nennt man das wohl.

Diese Wegeführung weicht die Unterscheidung zwischen Innen und Außen auf. Beide Bereiche kommunizieren nahezu ununterbrochen miteinander, das Gebäude wirkt ausgesprochen kommunikativ.

HMPF

Die Fassade wird von fett gedruckten, fünf Meter hohen Buchstaben belebt. Sie sind das Ergebnis eines Wettbewerbs, den die Akademie der Bildenden Künste und MVRDV ausgelobt haben. Die Sieger Beate Engl und Christian Engelmann wollen Emotionen darstellen und dabei international verständlich sein. Daher nutzen sie universell einsatzbare Ausdrücke aus Comics.

Die raumhohen Verglasungen bieten, je höher man kommt, einen atemberaubenden Blick in Richtung der Münchener Innenstadt.

WERK12 kombiniert die einfache quadratische Grundform mit ehrlichen Materialien und transparenten Fassaden zu einem sehr lebendigen, fast fließenden Baukörper.

Nachts wird das Erscheinungsbild des Gebäudes durch seine Beleuchtung fast noch spektakulärer, seine Geometrie wird noch klarer.

WOW

WERK12 wurde für den Entwickler OTEC GmbH & Co.KG entwickelt und in Zusammenarbeit mit Nuyken von Oefele Architekten BDA, den Statikern Wolf + und den Ingenieuren Teuber + Viel realisiert.

Das Areal des Münchner Werksviertel hat sich von einer Knödelfabrik zu einem populären Unterhaltungsviertel entwickelt. Der Entwurf von MVRDV respektiert diese Geschichte nicht, er feiert sie. WERK12 ist einerseits stylisch und cool, nimmt sich aber andererseits nicht so ernst. Vermutlich ist es aber genau deswegen genau das: Sehr, sehr cool.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Bauherr

OTEC GmbH & Co. KG
ECKhaus | Atelierstraße 1
D – 81671 München

Eröffnung

2019

Photos

Ossip van Duivenbode
Halvemaanpassage 103
NL – 3011DL Rotterdam

Architekten

MVRDV Rotterdam
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
Winy Maas, Jacob van Rijs and Nathalie de Vries, Jacob van Rijs, Fokke Moerel, Markus Nagler, Roy Sieljes and Jonathan Schuster, Antonio Luca Coco, Pavlos Ventouris, Kirill Emelianov

N-V-O Nuyken von Oefele Architekten BDA
Winzererstrasse 44
D – 80797 München

Betreiber & Adresse

body + soul
WERK12
Speicherstrasse 20
D – 81671 München

 

Text

Johannes Bühlbecker
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Pläne

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Copenhagen Islands

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Limmasol Tower

Home is where the pool is

​​Limmasol Tower

Hamonic+Masson & Associés

Zypern

Zypern ist außergewöhnlich. Das Meer und die Sonne schmücken die Landschaft und schaffen den Rahmen für außergewöhnliche Ideen. Der Vorschlag für den Limmasol Tower von Hamonic+Masson & Associés versucht, diese natürliche Pracht für seine zukünftigen Bewohner einzufangen. Und zwar für jeden einzeln.

Ihr wahrlich wildes Wohnturmkonzept bietet runde Schwimmbecken, die fast organisch auf allen Seiten aus der Fassade sprießen. Der Limmasol Tower gewährt jeder Einheit des Gebäudes einen eigenen, privaten Pool mit Blick auf den glitzernden mediterranen Horizont.

Auf einer Gesamtfläche von 6.000 Quadratmetern beherbergt der Limmasol Tower 19 Luxuswohnungen, ein Fitnessstudio, eine Kunstgalerie und ein Spa.

Blütenpracht

Hamonic+Masson & Associés leiten ihren Entwurf aus der zypriotischen Natur ab. Als Beleg führen sie die blütenförmigen Balkone zu jedem Apartment an. Diese beherbergen private Pools und bepflanzte Grünflächen, die wie unabhängige Inseln wirken. Gleichzeitig sind sie natürlich direkt mit dem Inneren der Wohnungen verbunden.

Die Schönheit der Außenwelt trifft auf den Komfort überdachter menschlicher Behausungen. Das Ergebnis ist ein wahrhaft luxuriöses Wohnerlebnis. Eine Glasschiebetür ist das einzige Element, das die Wohnbereiche von den Balkonen trennt.

Die Form von Blüten und Korallen findet sich auch in der grünen Landschaft des Erdgeschosses wieder. Hier setzen runde Plattformen, Möbel und Sonnenschirme das architektonische Konzept fort.

Schöner Beitrag

Ein majestätischer Eingangsbereich öffnet die Türen zum Limmasol Tower. Hamonic+Masson & Associés haben auch in diesem Bereich einige Ideen entwickelt, um die Lebensqualität der Bewohner durch eine Reihe von Annehmlichkeiten zu erhöhen: Zum Raumprogramm gehören ein unterirdisches, von natürlichem Sonnenlicht beleuchtetes Fitnessstudio, eine Kunstgalerie im Erdgeschoss und ein Premium-Spa im ersten Obergeschoss. Alle Angebote verfügen über unabhängige, separate Eingänge.

Der Entwurf für den Limmasol Tower bietet also viele Besonderheiten und jede Menge Annehmlichkeiten. Es ist nicht besonders wahrscheinlich, dass dieser Entwurf jemals realisiert wird – ein schöner und phantasievoller Beitrag zum ewig jungen Thema “Pools in luftiger Höhe” ist er allemal.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Bilder

Raphaël Petit
Jean-Charles Augier

 

Architekten

Hamonic+Masson & Associés
93 rue Montmartre
F – 75002 Paris

 

Text

Johannes Bühlbecker
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Pläne

Skizzen

Axonometrien

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Copenhagen Islands

Copenhagen Islands

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Hallenbad Riedlingen

Less is kess

​Das Hallenbad Riedlingen

4a Architekten

Situation

Das Hallenbad Riedlingen steht am nördlichen Stadtrand, in direkter Nachbarschaft zu einem Schulcampus mit Realschule und Gymnasium. Riedlingen liegt in Baden-Württemberg, am Fuß der Schwäbischen Alb. Hier leben 10.000 Menschen, denen bisher lediglich ein in die Jahre gekommenes Lehrschwimmbecken zur Verfügung stand.

Um den Neubau des Hallenbades zu ermöglichen, bezog die Stadt die umliegenden Gemeinden in die Planung und Finanzierung ein.

Dem Erscheinungsbild haben die finanziellen Restriktionen nicht geschadet. Ein straffer und augenscheinlich sehr gut organisierter Baukörper steht selbstbewusst, kompakt und dank seiner großen Glasflächen sehr einladend am Ortseingang. Außerdem fügt sich das Hallenbad Riedlingen so schön wie vernünftig in einen beträchtlichen Hang ein. 

Geplant und gebaut wurde das Bad von 4a Architekten aus Stuttgart.

Finanzierung & Nutzung

Der Bau und vor allem der Betrieb von Hallenbädern stellen für Kommunen und kleinere Gemeinden wie Riedlingen eine enorme finanzielle Herausforderung dar.

Um ein solches Projekt dennoch stemmen zu können, holten die Verantwortlichen in langen Verhandlungen sechs benachbarte Gemeinden – die heißen Altheim, Dürmentingen, Langenenslingen, Ertingen, Unlingen und Uttenweiler – und den Landkreis Biberach ins Boot. Am Ende kamen so 2,25 Millionen Euro der insgesamt 6,26 Millionen Euro Baukosten zusammen.

Die Anbahnung dieses Projekts hat fast zehn Jahre gedauert, die Umsetzung dagegen ging ziemlich flott: Nach knapp 21 Monaten Bauzeit wurde das Hallenbad Riedlingen im Sommer 2019 eröffnet.

Das Bad wird nun vorrangig von den Schulen und Vereinen der beteiligten Gemeinden genutzt. Abends und an den Wochenenden steht es dem öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung.

Erschließung & Grundriss

Der Zugang erfolgt ebenerdig und barrierefrei von Südwesten. Der Grundriss ist straff und klar organisiert. Die Wegeführung, insbesondere im Bereich der Umkleiden, ist logisch, die Orientierung einfach.

Das Erdgeschoss umfasst die Eingangshalle, den Umkleide- und Sanitärbereich mit Lagerräumen sowie die Schwimmhalle. Der Eingangsbereich wurde stützenfrei ausgebildet. Foyer und Schwimmhalle sind nur durch eine raumhohe Verglasung voneinander getrennt. Das schafft maximale Transparenz und leichte Orientierung.

Von der Eingangshalle gelangt der Badegast direkt in die Wechsel- und Sammelumkleiden. Dahinter liegt der Duschbereich. Großzügige vier Sammelumkleiden, je zwei für Damen und Herren, gewährleisten reibungslose Abläufe. Das funktioniert auch dann sehr gut, wenn das Bad durch mehrere Schulklassen gleichzeitig belegt ist.

Die Schwimmhalle bietet ein Mehrzweckbecken mit den Abmessungen 10 x 25 m (vier Bahnen) und ein Lehrschwimmbecken (5,90 x 10 m).

Technik

Im Untergeschoss, das dank der Hanglage des Gebäudes teilweise im Erdreich liegt, ist die gesamte Gebäudetechnik untergebracht. Hier befindet sich auch ein BHKW, welches der Wärme- und Stromversorgung für das gesamte Bad dient.

Die Technikräume sind ebenerdig vom tieferliegenden Parkplatz aus zugänglich. Von der Badeebene aus führt eine Treppe im Schwimmmeisterraum hinunter.

Fassade

Die Schwimmhalle ist an zwei Seiten raumhoch verglast. Das lässt sie noch großzügiger erscheinen und bietet prächtige Ausblicke in die schöne umgebende Landschaft. Die Stirnseite ist bodenbündig verglast, eine gelochte Holzverkleidung stellt den Anschluss an die Deckenelemente her.

Die Fassade ist in geschlossene, halboffene und offene Bereiche gegliedert. Hinter den geschlossenen Fassadenelementen, einer vorgehängten hinterlüfteten Aluminiumfassade, verbirgt sich der Barfußgang in den Umkleide- und Duschbereichen. Das Fensterband ist hier so angeordnet, dass der Bereich nicht einsehbar ist und dennoch großzügig mit Tageslicht versorgt wird. Auch die Duschbereiche wurden mit einem Oberlichtband in Richtung Schwimmhalle und Barfußgang ausgestattet.

Konstruktion

Das Gebäudetragwerk im Untergeschoss sowie die tragenden Innen- und Außenwände im Erdgeschoss wurden aus Stahlbeton errichtet. Die nicht tragenden Innenwände wurden betoniert.

Im Erdgeschoss spannt ein sichtbares Stahltragwerk aus Doppel-T-Trägern über die gesamte Gebäudebreite von 18 Metern. Die Träger ruhen auf schlanken Stahlrundstützen, die direkt vor den transparenten Fassaden stehen. Den oberen Gebäudeabschluss bilden vorgefertigte, tragfähige Lignatur-Flächenelemente aus Holz, die mit einem Stehfalzblech eingedeckt wurden.

Raumseitig sind die weiß lasierten Deckenelemente mit einer Akustiklochung versehen – ebenso wie die Wandverkleidung aus Holz an der Gebäudestirnseite. Ihre gleichmäßige Struktur und helle Optik prägen das Bad und schaffen eine angenehm ruhige Atmosphäre. Lediglich der Duschbereich wurde mit einer abgehängten Holzlamellendecke verkleidet.

​Atmosphäre

Das äußere Erscheinungsbild des Hallenbades Riedlingen wird durch die Wechselwirkung zwischen den großzügigen Glasflächen und der einrahmenden Blechverkleidung geprägt. Die Farbverläufe der Metallverkleidung in unterschiedlichen Rot- und Orangetönen geben dem Bad eine ganz eigene Mischung aus Pep und Erhabenheit – je nach Lichtstimmung und Wetterlage.

Im Innern des Bades sorgen grüne Spinde, Umkleiden und Ablagen für die farblichen Akzente. Sämtliche Konstruktionselemente aus Stahl wurden weiß beschichtet. Durch die Kombination mit den weiß lasierten Wandverkleidungen, den weiß lasierten Deckenelementen und den Sichtbetonwänden wirkt die Badehalle hell und freundlich.

Less is kess

Die Holzelemente an Decken und Wänden sorgen nicht nur für Atmosphäre, sondern auch für eine gute Raumakustik, denn sie reduzieren die schallharten Flächen maßgeblich. Einen weiteren eleganten Kontrast zu den weiß lasierten Elementen und den farbigen Umkleiden bildet der dunkle Bodenbelag aus anthrazitfarbenem Feinsteinzeug

Dies ist kein riesiges Bad, und 4a Architekten stand auch kein riesiges Budget zur Verfügung. Dank gestalterischer Stringenz, sehr gut aufeinander abgestimmter Materialien und einem tollen und reduzierten Farbkonzept ist das Hallenbad Riedlingen aber ganz sicher ein Vorbild für den heutigen kommunalen Schwimmbadbau.

Eleganz statt Schnickschnack.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Bauherr & Betreiber

Stadt Riedlingen
Marktplatz 1
D – 88499 Riedlingen

 

Eröffnung

2019

Architekten

4a Architekten GmbH
Hallstraße 25
D – 70376 Stuttgart

 

Fliesen

Agrob Buchtal GmbH
Buchtal 1
D-92521 Schwarzenfeld

 

Adresse

Hallenbad Riedlingen
Ziegelhüttenstraße 47
D – 88499 Riedlingen

Photos

©Uwe Ditz

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Pläne

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Copenhagen Islands

Copenhagen Islands

Schwimmende Inseln, die in der Weft gebaut werden. Für Bootsfahrer und Sternengucker.

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Sportbad Friedrichshafen

Lässig

​Das Sportbad Friedrichshafen

Behnisch Architekten

About

Das Sportbad Friedrichshafen entstand auf dem alten Messegelände am Riedlepark als neue Attraktion eines Sport- und Freizeitareals. Es wurde im Juni 2019 eröffnet.

Das Bad gliedert sich ausgesprochen wohlproportioniert um einen begrünten Innenhof und bietet gleichermaßen Sport und Entspannung. Sportbecken, Saunalandschaft und Wasserattraktionen sorgen für ein vielfältiges Angebot, das Erwachsene, Kinder, Sportler und Erholungsuchende gleichermaßen anspricht.

Die Architektur stammt von Behnisch Architekten, die Gestaltung der Becken und die fließenden Übergänge in dieser zweigeschossigen Oase wurden mit Fliesen der Marken Agrob Buchtal und Jasba umgesetzt.

Von außen

Der neu geschaffene, freie Platz zwischen dem Sportbad Friedrichshafen, dem direkt angrenzenden Parkhaus und der ZF-Arena wird vom Fahrverkehr freigehalten. Das schafft eine attraktive Eingangssituation, die auch für vielfältige Veranstaltungsformen nutzbar ist.

Das Sportbad entfaltet sich über mehrere Ebenen. Ein zusammenhängendes und in der Höhe gestaffeltes Dach verbindet die verschiedenen Funktionseinheiten harmonisch miteinander.

Durch die umlaufenden Glasfassaden gibt sich das Sportbad Friedrichshafen schon von außen als Badelandschaft zu erkennen. Ebenfalls gut ablesbar ist die Aufteilung in einen weitläufigen Badebereich mit Schwimm- und Kinderbecken im Erdgeschoss und ein intimeres Obergeschoss. Hier befinden sich die Saunalandschaft, Gastronomie und Personalräume.

Das lichtdurchflutete Foyer bereitet den Besuchern einen tollen Empfang und bietet auch Vereins- und Schulgruppen genügend Platz für Treffpunkte. Die transparente Gestaltung gewährt Einblicke in die Badehalle und vereinfacht die Orientierung.

Von innen

Nach Passieren des Kassenbereichs verteilen sich die Besucherströme im Haus. Während die Saunagäste über eine großzügige Treppe in das Obergeschoss gelangen, führt der Weg für die Badegäste zu den Einzel- und Sammelumkleiden.

Auf einer Gesamtwasserfläche von rund 1.200 m² stehen den Badegästen im Erdgeschoss mehrere beheizte Schwimmbecken und eine Vielzahl an Wasserattraktionen zur Verfügung. Dazu gehören

  • ein Schwimmerbecken mit sechs Bahnen
  • ein Schul- und Vereinsbecken mit fünf Bahnen
  • ein Kursbecken mit Hubboden
  • ein Multibecken mit Bodensprudlern und Nackenduschen
  • ein Soleaußenbecken mit Ausschwimmkanal, Sprudelliegen und Massagedüsen
  • ein Kleinkindbecken
  • eine 83 m lange Wasserrutsche

Sämtliche Schwimmbecken und Beckenumgänge sowie die Böden aller Duschen, Umkleiden und Erschließungsflächen sind auffallend harmonisch ausgeführt – mit Fliesenbelägen der Marke Agrob Buchtal.

Das Sportbad Friedrichshafen ist barrierefrei und ebenerdig befahrbar. Im Bad befindet sich ein mobiler Lift für Rollstuhlfahrer, der von den Mitarbeitern an das gewünschte Becken herangefahren wird.

Der Innenhof

Nach Meinung der Architekten ist der landschaftlich gestaltete Innenhof das Herzstück des Sportbades Friedrichshafen. Der wird erlebbar, wenn der Badegast das Haus betritt und ins Innere vordringt. Dann öffnet sich ein Freibereich mit Terrassen und Saunagarten, üppig bepflanzt und lebendig gestaltet.

Der Garten ist allseitig umschlossen. Das macht ihn, von aller gestalterischen Finesse mal abgesehen, zur Oase.

Um diesen Innenhof herum organisiert sich die Badehalle mit textilem Dampfbad, Ausschwimmkanal, Kleinkindbereich, den Schwimmbecken und der Wasserrutsche. Das Becken für Schulen und Vereine bietet einen integrierten Sprungbereich – 1 Meter, 3 Meter und 5 Meter – sowie einen Teilhubboden.

Die Atmosphäre

Prägend für das Erscheinungsbild der Badewelt sind der hohe Tageslichtanteil, die räumliche Großzügigkeit und die harmonische und unaufdringliche Farbgebung. Wände und Decken erscheinen in samtigem Sichtbeton und mit warmer Holzbekleidung.

Wesentliches Bindeglied für die nahtlosen Übergänge zwischen den einzelnen Badebereichen sind die einheitlich in Zinkgrau gehaltenen Feinsteinzeug-Bodenfliesen der Serie Trias von Agrob Buchtal. Sie kommen in zwei Formaten zum Einsatz: als filigranes 5 x 5 cm-Mosaik und als 30 x 60 cm große Fliesen. Dieses größere Format wurde im freien Verband vor allem in den Umkleiden sowie den Erschließungs- und Ruhezonen verlegt.

Das Mosaikformat findet sich rund um die Schwimmbecken, die ebenfalls mit Keramikfliesen von Agrob Buchtal realisiert wurden, und in den Nassbereichen. Damit wurde die notwendige Rutschhemmungsklasse erreicht. Gleichzeitig liessen sich die Anschlüsse an andere Bauteile wie Abläufe, Säulen, Rinnen und Entwässerungsflächen mit diesem Kleinformat leichter und ästhetischer realisieren.

Die Badehalle

Die Materialwahl in der Badehalle unterstützt den Charakter einer offenen, transparenten und lichtdurchfluteten Badelandschaft. Die mit Lochmuster ausgestattete und akustisch wirksame Holzdecke steuert mit ihrem warmen Holzton einen angenehmen Kontrast bei.

Ein echter Hingucker sind auch die sehr kreativ gestalteten Wärmebänke im Sportbad Friedrichshafen. Sie wurden sämtlich mit Rundmosaik bekleidet. Dieses Material hat den großen Vorteil, sich richtungslos und homogen wie ein keramischer Maßanzug an solche geschwungenen Baukörper anzuschmiegen.

Die Umkleiden und Sanitärbereiche sind in leuchtendem Sonnengelb gehalten, um das hier fehlende Tageslicht atmosphärisch nachzuempfinden.

​Wärmebänke und Kreise

Die organisch geformten Wärmebänke in Seegrün bieten Sitz- und Liegeplätze zum Entspannen. Zugleich setzen sie angenehme Farbakzente und gliedern die Badelandschaft.

Sie verfügen über Teilflächen mit Rundmosaik mit 1 cm Durchmesser, die über vertikale Flächen dann in Rundmosaik mit 2 cm Durchmesser übergehen. Die horizontalen Flächen der Wärmebänke wurden trittsicher ausgeführt. Es ist ja nicht auszuschließen, dass sie von jungen Badegästen auch begangen werden.

Rundmosaik der Serie Loop schmückt auch Wände und Boden des Kinderbeckens. Um den Kleinen dort die nach einer Seite zunehmende Wassertiefe intuitiv zu vermitteln, weist der Boden auf 3 Metern Länge einen gleichmäßigen Farbverlauf von Aquablau hell zu Aquablau auf.

Die Architekten entschieden sich auch deshalb für Rundmosaik, weil Kreise im Gebäudekonzept der sanften Übergänge eine tragende Rolle spielen. Als wiederkehrendes Gestaltungselement prägen sie das generelle Erscheinungsbild des Bades: Neben runden Säulen, Oberlichtern und Leuchten gibt es auch Akustikdecken mit runder Lochung.

Die Saunalandschaft

Die Saunalandschaft im Obergeschoss bietet unterschiedliche Themen-Saunen, Erlebnisduschen, ein Tauchbecken, unterschiedliche Ruhebereiche mit unterschiedlichen Stimmungen sowie ein „Kaminzimmer“ – der ideale Rahmen für erholsame Stunden.

Die Gastronomie, zwischen Schwimm- und Saunabereich ebenfalls im Obergeschoss gelegen, kann von Besuchern des Bades und der Sauna gleichermaßen genutzt werden. An dieser Schnittstelle verbindet eine elegante Freitreppe die beiden Nutzungsbereiche.

In Bezug auf Formate und Einsatzorte wurden die Bodenfliesen der Serie Trias von Agrob Buchtal im Saunabereich genau so eingesetzt wie in der Badelandschaft. Einziger Unterschied ist der etwas dunklere Farbton Eisenerz, der zusammen mit dem allgemein etwas wärmeren und erdigeren Farbenkanon eine geborgene Raumatmosphäre schafft.

Erlebnisduschen und Seedampfbad

Mit großer Liebe zum Detail entwickelten die Architekten die Erlebnisduschen: Sie wurden ebenfalls mit Rundmosaik (2 cm Durchmesser) der Serie Loop ausgeführt – in einem speziell konzipierten und von Agrob Buchtal eigens für dieses Projekt gefertigten Farbverlauf von Korallenrot über Bronze-Metallic zu Dunkelviolett.

Eine andere, ebenfalls unverwechselbare Farbwelt bietet das Seedampfbad. Hier wurde quadratisches 2 x 2-cm-Mosaik der Serie Amano der Marke Jasba eingesetzt. Mit den Farbtönen Anthrazit und Pur blau sowie aquarellartigen, glänzenden Oberflächen nimmt dieser keramische Wandbelag atmosphärisch Bezug auf die Unterwasserwelt des nahen Bodensees.

Fazit

Das Sportbad Friedrichshafen folgt einem klaren Plan – vom Konzept bis ins Detail. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile und macht das Bad zu einem wunderbaren Beispiel für unprätentiöse, einprägsame Baukunst.

Es ist zugleich ein exemplarisches Beispiel dafür, wie stark die emotionale Wirkung von keramischen Wand- und Bodenfliesen sein kann. Die große Vielfalt an Farben, Formen und Formaten lebt nicht zuletzt von Details, die zunächst kaum auffallen.

Ein weiteres Beispiel dafür sind die aus Bodenfliesen der Serie Trias von Agrob Buchtal hergestellten Schriftplatten, die an den Beckenrändern die Wassertiefe anzeigen. Anstatt die üblichen Edelstahltafeln von der Stange einzusetzen, wollten Behnisch Architekten Fliesen in unterschiedlichen Farben verwenden. Nach dem Ausschneiden der Ziffern via Wasserstrahltechnik wurden die Teile wieder zusammengesetzt, verfugt und als „keramische Intarsien“ integriert.

Lässig.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Bauherr

Stadt Friedrichshafen
Stadtbauamt Friedrichshafen
Charlottenstraße 12
D – 88046 Friedrichshafen

 

Betreiber

Stadt Friedrichshafen
Amt für Bildung, Betreuung und Sport
Bäderbetriebe
Sportpark 1
D – 88046 Friedrichshafen

 

Architekten

Behnisch Architekten
Rotebühlstraße 163A
D – 70197 Stuttgart

 

Adresse

Sportbad Friedrichshafen
Am Sportpark 1
D – 88045 Friedrichshafen

Eröffnung

2019

Fliesen

Agrob Buchtal GmbH
Buchtal 1
D-92521 Schwarzenfeld

 

Photos

©Behnisch Architekten/Agrob Buchtal
Fotos: David Matthiessen

Text

Johannes Bühlbecker
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Turó de la Peira

Smells like green spirit

Sportzentrum Turó de la Peira

Anna Noguera + Javier Fernandez

About

Turó de la Peira ist das gebaute Ergebnis eines Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2015. Gefordert war ein Sportzentrum, bestehend aus einem Hallenbad, einer Sporthalle und einem Sportplatz, sowie dessen Integration in die städtische Umgebung der spanischen Metropole Barcelona.

Der siegreiche und realisierte Entwurf von Anna Noguera und Javier Fernandez schafft eine große grüne Freifläche, die von dem neuen Sportzentrum gefasst und durch die Fassadenbepflanzung fortgesetzt wird.

Turó de la Peira ist halb in das Gelände eingegraben und daher nicht so dominant. Seine Gestalt wird von einer außergewöhnlichen Fassade geprägt, welche die Umgebung mehr als nur annimmt.

Stadterneuerung

Das Grundstück bestand aus einer Ansammlung von Restflächen, einem zwischen benachbarten Gebäuden eingeklemmten Sportplatz und einem veralteten Schwimmbad. Ein buchstäblich hartes Pflaster mit viel Beton und ohne jegliche Vegetation.

Eines der Ziele von Turó de la Peira war es daher, den Freiraum zwischen dem alten Schwimmbad Calderón de la Barca und der Sporthalle als Grünfläche für die Anwohner zurückzugewinnen. Deshalb wurden die beiden Neubauten für das Schwimmbad und die Halle unter einem Dach vereint.

Integration

Turó de la Peira ist also vertikal organisiert: Im Erdgeschoss befindet sich das Schwimmbad, darüber liegt die Sporthalle.

Der Baukörper ist tief eingegraben, passt sich damit der Topographie an und überbrückt den Höhenunterschied zwischen den beiden Straßen. Die Fassade zur größeren Straße (Sant Iscle) wirkt einladend und urban – mit einer Art Veranda, die den Bürgersteig verlängert.

Das Gebäude fügt sich durch die grüne, umlaufende Galerie bestens in seine Umgebung ein. Es bereichert die Grünflächen ohne Nachahmung oder Anbiederung, sondern als Fortsetzung.

Effizienzeffizienz

Turó de la Peira wurde strikt nach Nachhaltigkeitskriterien konzipiert: Himmelsrichtungen, begrünte Fassaden, Wärmedämmung, Energie speichernde Photovoltaikmodule. Die Oberlichter und Fenster werden sensorisch gesteuert und sorgen für eine gute Querlüftung. 

Das kompakte und eingebettete Volumen minimiert die Fassadenoberfläche und vermeidet damit thermische Verluste.  Die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes wurde entsprechend der Sonneneinstrahlung geplant.

Systeme

Das aerothermische System des Turó de la Peira ermöglicht die Rückgewinnung von Wärme zur Warmwasserbereitung. Die Beleuchtung wird in Abhängigkeit von der natürlichen Belichtung gesteuert.

Die Photovoltaikmodule belegen die gesamte Dachterrasse und erzeugen 90% der für den Betrieb des Gebäudes benötigten Energie.

Die hervorragenden Eigenschaften von Holz – lange Lebensdauer, geringes Gewicht, kurze Bauzeit – waren die Gründe für die Wahl des vorgefertigten Systems aus Schichtholz.

Grüne Fassade

Eine grüne Galerie umgibt das Turó de la Peira, schützt es vor der Sonne und schafft ein günstiges Klima. Die Zugangsrampe zur Sporthalle verläuft zwischen der Fassade und dem grünen Netz, in dem die Reben wachsen.

Vom Hof aus wird die gesamte grüne Fassade durch die Ringmauer hindurch vollständig wahrgenommen. Die Blütenpracht ändert sich in Abhängigkeit von den Jahreszeiten ständig, und damit auch das Turó de la Peira.

Wasserrecycling

Ein großer Tank im Untergeschoss sammelt das Regenwasser vom Dach. Es wird mittels eines Hydrokultursystems für die Bewässerung der gesamten Grünfassade wiederverwendet.

Je nach Höhenentwicklung des Gartens sammeln Entwässerungsstreifen am Fuße der Hänge Regenwasser und leiten es an den Grundwasserspiegel zurück.

Das waren wir.

Projektdaten und beteiligte Firmen

Bauherr

Institut Barcelona Esports
Ajuntament de Barcelona

Architekten

Arquitectura Anna Noguera
Javier Fernandez
Aragó 224, 3er 1a
ES – 08011 Barcelona

Text

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Adresse

Turó de la Peira
Carrer de Sant Iscle, 50, 54
ES – 08031 Barcelona

Eröffnung

2018

Video

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Preikestolen

Nicht nach unten sehen

Infinity Pool im Preikestolen

Hayri Atak

Tom Cruise in 604 m Höhe

Preikestolen („The Pulpit Rock“) ist eine der größten Touristenattraktion in Norwegen – eine steile Klippe, die sich 604 Meter über den Lysefjord erhebt. Auf ihrer Spitze befindet sich eine fast ebene Plattform mit einem Durchmesser von etwa 25 mal 25 Metern. Preikestolen war Drehort der letzten Kampfszene in „Mission: Impossible – Fallout“ und ist eins der meistgewählten Fotomotive auf Instagram. Dort zeigte sich auch Tom Cruise nach den Dreharbeiten, wie er die Wand der Klippe am Preikestolen erklimmt.

Neun Suites, ein Pool

Inspiriert von diesem malerischen Ausblick hat der türkische Architekt Hayri Atak ein spektakuläres Konzept für einen Infinity-Pool und ein Hotel auf dem Preikestolen entwickelt. Der Entwurf zeigt die Zimmer des Hotels auf einer Seite des Preikestolen hoch über dem Lysefjord.

Der freitragende Infinity Pool bietet mutigen Schwimmern die wohl einmalige Gelegenheit, aus dem Wasser heraus in den Fjord hinunterzuschauen. Das Hotel, es besteht aus neun Suites, wird von oben über die Plattform erschlossen. Hier befinden sich Rezeption, Aufenthaltsbereich und die sich anschließenden Gästezimmer, welche sich in die Felswand schmiegen. Der obere Eingang bleibt als malerischer Aussichtspunkt erhalten, das Pooldeck ist schon eher was für die wirklich Wagemutigen

Emotion

Das gesamte Konzept wurde von einem Foto inspiriert, das eine Freundin des Architekten während ihres Urlaubs in Norwegen gemacht hatte. Hayri Atak war begeistert und versuchte, diese ungemein emotionale Szene mit Architektur einzufangen. „Obwohl ich nicht da war, erlebte ich das Adrenalin, an diesem Rand zu stehen. Dann träumte ich davon, auf dem und über den Rand hinaus zu leben, mich von dieser Erfahrung inspirieren zu lassen.“

Preikestolen zieht jährlich mehr als 300.000 Besucher in seinen Bann. Für das Foto des einsamen Menschen auf dem Bergplateau muss man in der Regel lange anstehen.

Schon deshalb ist es ganz schwer vorstellbar, dass hier jemals ein Hotel gebaut wird. Dieses Projekt ist aber ein Lehrstück über die Bedeutung von Emotionen in der Architektur. Als Inspiration und Antrieb für mutige Ideen und Entwürfe taugt es deshalb allemal.

Und wie.

Wir waren das.

Planer und Adresse

Architekt

Hayri Atak
Ataşehir – İstanbul
Türkei

Adresse

Preikestolen
4129 Songesand

Norwegen

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vital:werk

Harmonielehre

Das vital:werk in Waldshut-Tiengen

DUFFNER ARCHITEKTEN BDA

About

Im Herbst 2018 eröffnete das komplett sanierte und wesentlich erweiterte Hallenbad mit Sauna in Waldshut-Tiengen, einer Kreisstadt in Baden-Württemberg mit knapp 25.000 Einwohnern. Es heißt nun vital:werk.

Der Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren, zu dem auch die Stadthalle gehört, genügte insbesondere den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und Haustechnik nicht mehr. Außerdem sollte das Angebot zeitgemäß erweitert werden.

Raumakustisch wirksame Echtholz-Oberflächen von Lignotrend unterstützen den lebendigen und harmonischen Eindruck des Bades.

All in one

Das vital:werk sollte mit Räumen für Theater, Konzerte und Sport funktional zusammengefasst, zukunftsorientiert ausgestattet sowie attraktiv und wirtschaftlich gestaltet werden.

Bis zum Bauantrag bearbeitete eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Architekten das Planungskonzept für den gesamten Komplex gemeinsam, danach wurden die einzelnen Bereiche getrennt.

Vor das bestehende Gebäude wurde ein neues, repräsentatives Foyergebäude gestellt. Außerdem entstand eine neue Saunalandschaft, die mit zwei Lichthöfen unter der Erde sitzt.

Das vital:werk

Die Modernisierung und Erweiterung des Hallenbads plante der in Waldshut-Tiengen ansässige Architekt Michael Duffner. Das vital:werk wurde um rund 500 m² erweitert. Ein Wettkampfbecken war schon vorhanden, das flexible Lernschwimmbecken mit Hubraumboden und Rutsche sowie ein zusätzlicher Kleinkind-Badebereich mit Spielattraktionen sind neu.

Ausgestattet mit nun drei Becken, dem Spielbereich und einer komfortablen Wärmeliegenlandschaft ist das vital:werk nun für bestens für Familien geeignet – und genauso für Schwimmvereine und den Schulsport.

Schwung und Atmosphäre

Bei der Innenraumgestaltung des Bades spielte Holz eine entscheidende Rolle. Die Planer wollten eine ruhige und gleichzeitig lebendige und harmonische Atmosphäre erzeugen, und das ist ihnen sehr gut gelungen.

Die fein profilierten Echtholzoberflächen aus hellem, astfrei verarbeitetem Weißtannenholz tragen entscheidend zu diesem positiven Eindruck bei. Sie sind wellenförmig zwischen den Betonunterzügen der Decke auf einer Holzkonstruktion angeordnet. Sie heißen Ligno Akustik light und stammen von Lignotrend, dem Spezialisten für Brettsperrholz.

Um die Ausstrahlung der Holzoberfläche zu verstärken, wollten die Architekten die notwendigen Deckeneinbauten möglichst dezent integrieren: So sind die Öffnungen für die Lüftungsanlage als schmale Fugen zwischen Paneelen und Unterzügen ausgebildet. Die Beleuchtung wurde komplett von den Holzelementen entkoppelt.

Selbstverständlich erfüllen alle eingebauten Elemente sämtliche bauphysikalischen Anforderungen. Im Hallenbadklima spricht nichts gegen den Einsatz von Holz – bei üblichen Temperatur-/Luftfeuchtekombinationen wird das Material immer trocken sein.

Und die Versammlungsstätten-Anforderung “Schwerentflammbarkeit der Oberfläche“ wird durch eine dafür ausgerüstete Version der Akustikpaneele erfüllt.

Und sonst?

Auch in einem separaten Veranstaltungsraum mit viel Glas, der Schulklassen und Schwimmvereinen als Lehrraum dient, sind Ligno Akustik light-Paneele an der Wand angebracht und verbessern die Akustik. Das gilt auch für den Schwimmmeisterraum. 

In der Sauna passten die Architekten die Oberflächen an die Einrichtung an. Daher entschieden sie sich hier anstelle der Weißtanne für die sehr feinjährige Hemlocktanne.

Fazit

Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde das Ensemble aus Stadthalle und vital:werk im Herbst 2018 schwungvoll wieder eröffnet. Das auf insgesamt 3.600 m² Grundfläche erweiterte Gebäude – das ist fast eine Verdopplung – bietet nun rund 1.200 Besuchern Platz.

Dank seiner gelungenen Gestaltung und der klugen und nachhaltigen Wahl der verwendeten Materialien wurde es sehr schnell das prominenteste kulturelle Zentrum von Waldshut-Tiengen.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Architekten

Michael Duffner
Dipl.-Ing. Freier Architekt BDA
Kalvarienbergstrasse 1 a
D – 79761 Waldshut-Tiengen

Gesamtplanung

S 4 Architekten Waldshut-Tiengen
Michael Duffner, Gerold Müller, Henning Musahl, Ernesto Preiser

Text

Iris Darstein-Ebner
Ruess Public T GmbH

Fotos

Lignotrend / Foto: Foto&Design, Waldshut-Tiengen

Betreiber & Adresse

vital:werk
Friedrichstraße 9
D-79761 Waldshut-Tiengen

Deckenpaneele

Lignotrend
Landstrasse 25
D–79809 Weilheim-Bannholz

Holz im Hallenbad

Der ideale Baustoff

Feuchteverhalten

Die Eigenfeuchte von Holz bleibt auch im typischen Hallenbadklima unkritisch niedrig, der Werkstoff ist auch unempfindlich gegen Chlorluft. In Hallenbädern können Holzelemente also ausserhalb des Spritzwasserbereichs ohne Bedenken eingesetzt werden, denn durch die gängigen Lüftungsanlagen mit Feuchtesteuerung sind sowohl Raumklima als auch Holzfeuchte definiert. Bei einer angenommenen Temperatur von 30°C und einer relativen Luftfeuchte von 55% bis maximal 75% stellt sie sich bei etwa 14% ein. Das ist ein Wert, der auf jeden Fall zu trocken für schädliche Organismen wie den Schimmelpilz ist.

Raumakustik

Die raumakustische Wirkung der Elemente wird hauptsächlich durch natürliche Holzfaser-Absorber erzielt, die hinter den Fugen der Decklage in die Elemente integriert sind. Damit können Absorptionswerte αW bis 0,90 erreicht und unterschiedliche raumakustische Zielvorgaben umgesetzt werden, wie sie in den einschlägigen Richtlinien, in Deutschland etwa in der DIN 18041, gefordert sind. Für höchste baubiologische Qualität sind die Paneele nach dem besonders strengen Zertifizierungssystem „natureplus“ geprüft.

Brandschutz

Die mit einer neuen Imprägnierung behandelten schwer entflammbaren Ligno Echtholz-Akustikpaneele zeigen ihren natürlichen Holzton unverfälscht und stehen somit in reizvollem Kontrast zu den ansonsten eher harten und kühl wirkenden Materialien, die in Waldshut zum Einsatz kamen. Im Brandfall verzögern gesundheitlich unbedenkliche Brandschutzmittel im Holz die Ausbreitung des Feuers.

Lignotrend

Lignotrend ist für Innovation, hohe Qualität und freie Konfiguration der Produkte hinsichtlich individueller Anforderungen bekannt. Sicheres Bauen bei freier Planung ist mit den Produkten des Unternehmens uneingeschränkt möglich. Bei der Produktentwicklung stehen daher architektonische Klasse und beste bauphysikalische Eigenschaften (Raumakustik, Schallschutz, große Spannweiten) klar im Fokus.

Gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit sowie langfristige Funktionalität und Wertbeständigkeit sind die zentralen Bestandteile der Produktphilosophie – zertifiziert nach den strengen Regeln des natureplus e.V.

Das Unternehmen Lignotrend mit Sitz in Weilheim-Bannholz (D) produziert seit 1992 Brettsperrholzelemente für den modernen Holzbau. Sie werden europaweit im Wohnungsbau und im kommunalen/gewerblichen Objektbau eingesetzt. Lignotrend beschäftigt aktuell 130 Mitarbeiter und hat eine Produktionskapazität von 200.000 m² Elementfläche pro Jahr. 

Die Produktpalette des Unternehmens erstreckt sich über Lösungen für Konstruktion, Innenausbau und Fassade – von tragenden Wand-, Decken- und Dachelementen über Akustikpaneele bis hin zu Dämmständern und Fassadenplatten.

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Copenhagen Islands

Copenhagen Islands

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Infinity London

Pool with a view

Infinity London

Compass Pool

Schwindel erregend

Außergewöhnliche Schwimmbäder in schwindelerregenden Höhen sind ziemlich en vogue – zumindest in Projektform. So auch in London: Die Pool-Designer von Compass Pools haben das Projekt Infinity London entwickelt. Nach Angaben der Planer ist der Pool das weltweit einzige Gebäude mit einem 360-Grad Infinity-Pool.

Infinity London besteht aus einem 600.000 Liter großen Becken, der direkt auf einem 55-geschossigen Gebäude errichtet wird. Der Pool besteht nicht aus Glas, sondern aus gegossenem Acryl, da dieses Material Licht mit einer ähnlichen Wellenlänge wie Wasser durchlässt. So sieht der Pool immer perfekt klar aus.

Der Boden des Pools ist ebenfalls transparent, so dass die Besucher die Schwimmer und den Himmel darüber sehen können. Ein Thrill für beide Seiten.

Das Prinzip U-Boot

Schwimmer gelangen über eine drehbare Wendeltreppe, die auf dem Schleusenprinzip der Tür eines U-Bootes beruht und bei Bedarf vom Beckenboden aufsteigt, ins Becken oder hinaus. Ein bisschen James Bond.

Normalerweise würde eine einfache Leiter ausreichen, aber die Planer wollten keine Treppen an der Außenseite des Gebäudes oder im Pool, da sie die Aussicht beeinträchtigen würden – und natürlich wollen sie auch nicht, dass 600.000 Liter Wasser durch das Gebäude abfließen.

Die Technik

Ein weiteres technisches Feature ist ein integrierter Anemometer zur Messung und Überwachung der Windgeschwindigkeit. Dieses Gerät wird mit einem computergesteuerten Gebäudemanagementsystem verbunden. Damit wird gewährleistet, dass das Becken immer die richtige Temperatur hat und das Wasser nicht auf die Straßen geweht wird.

Auch anspruchsvoll: Die Abwärme der Klimaanlage des Gebäudes wird mittels eines Wärmetauschers genutzt, um das Wasser für das Schwimmbecken zu heizen.

Der Pool ist außerdem mit einem kompletten Lichtspektrum ausgestattet, das dem Gebäude bei Nacht das Aussehen einer funkelnden, mit Juwelen besetzten Taschenlampe verleiht.

Wie kommt man denn auf sowas?

Meist kommen die Architekten mit klaren Vorstellungen zu den Poolherstellern. Bei diesem Projekt begannen die Pool-Designer von Compass Pool mit dem Schwimmbecken und stellten sich dann die Frage: „Wie stellen wir ein Gebäude darunter auf?“ Planungsziel war „eine ungestörte Aussicht, sowohl über als auch unter dem Wasser.“

In den obersten Stockwerken des Gebäudes, also direkt unter der Poolebene, soll ein internationales Fünf-Sterne-Hotel entstehen – der Pool wird vermutlich ausschließlich von den Hotelgästen genutzt werden.

Der Standort dieses spektakulären Projekts „muss noch bestätigt werden“.

Hotel Olympus Palace

Sehen und gesehen werden

Das Hotel Olympus Palace in Salou

Matic & Garau mit Agrob Buchtal

Sehr, sehr einladend

Das durch die Glasfelder des Rooftop-Pools blau schimmernde Wasser ist schon von Weitem sichtbar und lässt das Dach des Hotels Olympus Palace in Salou vor allem am Abend zu einer unverwechselbaren Landmarke werden. Hotelgäste und neugierig gewordene Passanten, die diese Dachterrasse besuchen, entdecken eine von den Architekten Matic & Garau aus Barcelona neu gestaltete Freifläche mit großer Poollandschaft.

Mit sandbeigen Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley von Agrob Buchtal lädt der zurückhaltend elegante Bereich zum Baden und Sonnen ein, aber auch zu Drinks und Veranstaltungen an der Bar.

Salou liegt im Herzen der Costa Daurada in der Provinz Tarragona. Die Stadt zeichnet sich durch ihre leicht abfallenden und feinen Sandstrände aus. Das reiche historische Erbe mit mittelalterlichen Klöstern, interessanten Dörfer und wunderschönen Landschaften sowie die ausgezeichnete mediterrane Küche machen Salou zu einem idealen Urlaubsort..

Mitten im touristischen Zentrum der Stadt liegt das Hotel Olympus Palace, nur 300 Meter vom Strand entfernt.

Architekt

Matic & Garau
C/Rosselló 233 5th floor
SP – 08008 Barcelona

Bauherr

Hotels Olympus Palace
Carrer de Navarra, 6
43840 Salou
SP – Tarragona

Fliesen

AGROB BUCHTAL GmbH
Buchtal 1
D-92519 Schwarzenfeld 

Eine 1.600 m² große Lounge

Das Mitte der 1970er-Jahre erbaute Hotel Olympus Palace mit seinen rund 250 Zimmern wurde im Jahr 2018 umfassend saniert. Dabei stand die 1.600 m² große Dachfläche über dem 6. Obergeschoss besonders im Blickpunkt.

Hoch über dem Zentrum der Stadt, unweit von Tarragona, gab es bislang nur ein kleines Wasserbecken, zwei Whirlpools und einige Stellflächen für Liegestühle. An ihrer Stelle wollten die Hotelbetreiber eine weitläufige Dachterrasse mit Pools, Fitnessbereich, Bar und viel Platz zum Sonnenbaden einrichten.

„Das Ziel war eine spektakuläre Dachlandschaft, die das Image des Hotel Olympus Palace verändert und die es so nirgendwo in Salou gibt“, erläutert Architektin Dubravka Matic. „Hotelgäste sollten hier nicht nur das erfrischende Wasser, den kühlen Wind und den Blick auf das Meer genießen, sondern auch die entspannte Lounge-Atmosphäre mit abendlichen Events und Konzerten rund um die Bar.“

Adresse

Hotels Olympus Palace
Carrer de Navarra, 6
43840 Salou
SP – Tarragona

Luftbild

Eine kommunikative Wasserfläche

Für die Architekten war die Neustrukturierung der Dachfläche des Hotel Olympus Palace auch deshalb eine Herausforderung, weil die Lage und Größe der Wasserbecken exakt auf die Tragfähigkeit der Bestandskonstruktion und die vorhandenen Installationen und Abluftschächte abgestimmt werden mussten.

Ein zentrales Entwurfsthema war der Wunsch nach einer möglichst „kommunikativen“ Wasserfläche. Daher wurde die Wasseroberfläche erhöht. Sie liegt um rund 1,5 m über dem U-förmig darum herum angeordneten Sonnendeck.

Diese Lösung ermöglichte lange Glasfelder in den Pool-Seitenwänden. Schwimmenden oder tauchenden Badegästen bietet sich nun ein spektakulärer Blick über die Stadt und aufs Meer – in Gegenrichtung bietet die Verglasung ungewöhnliche Blicke ins Becken.

Feedback

10 + 1 =

Fliesen als Reminiszenz

Der Blick durch die Glasflächen ins Beckeninnere zeigt eine weitere Besonderheit: Großformatige, sandbeige Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley von Agrob Buchtal. Sie verleihen dem 85 m² großen Pool dank erdiger Reliefstruktur und natürlicher Anmutung eine unaufdringliche Noblesse.

Nach einigen Tests entschieden sich die Architekten für genau diese Fliesen, weil sie perfekt mit den nahen Sandstränden und den Felsen der Costa Daurada harmonieren. Außerdem lassen sie das Wasser in der Sonne besonders intensiv blau funkeln. „Die helle Farbe und die großen Formate sollten zudem ein dezidiert modernes Erscheinungsbild erzeugen und Überhitzung vermeiden“, sagt Matic. Das für Beckenböden und -wände eingesetzte Format von 60 x 120 cm bietet neben der außergewöhnlichen Optik auch den Vorteil eines niedrigen Fugenanteils. Damit bleibt der Reinigungsaufwand für die Fliesen trotz entsprechender Trittsicherheit vergleichsweise gering.

In Bezug auf die Ausstattung gilt Gleiches auch für den 15 m² großen Whirlpool des Hotel Olympus Palace, der sich ebenfalls im erhöhten Poolbereich unmittelbar neben dem 20 m langen Großbecken befindet.

Eine Bekleidung aus großformatigen Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley erhielten auch die mittig im Poolbereich platzierten Stützenpaare. Sie tragen eine Art weiße Pergola mit ähnlichem Querschnitt, die sich über die gesamte Gebäudebreite spannt. In den Stützen befinden sich diskret versteckt die Abluftschächte der Hotelbäder. Die Pergola dient vor allem der Ausbildung eines markanten Dachaufbaus und der Aufnahme von LED-Leuchten.

Eröffnung

2018

Fotos

Text

Werner Ziegelmeier
Agrob Buchtal

Video

Die Ausgestaltung

Die Abdeckung des Beckenkopfs, die Beckenumgänge, die äußeren Seitenwände des Pools und die Böden der Sonnendecks bestehen aus einem Holz-Kunststoff-Verbundmaterial.

Die Architekten wählten diesen holzähnlichen Werkstoff, um die Übergangszone zwischen dem Wasserbecken und dem nördlichem Teil des Dachareals mit Lounge, Bar und weiteren Liegestuhl-Flächen auszugestalten.

Lounge, Bar und – besonders spektakulär – die Auskleidung der Pools wurden ebenfalls mit der Serie Valley von Agrob Buchtal versehen, und zwar in Form von 2 cm dicken, sandbeigen Terrassenplatten im Format 60 x 60 cm mit entsprechender Trittsicherheit.  Die Verlegung erfolgte aufgeständert: Zum einen, damit das Regenwasser – wie schon vor dem Umbau – im Zwischenraum zur Dachkonstruktion gesammelt und abgeleitet werden kann. Zum anderen, um den Boden für Revisionsarbeiten leicht öffnen zu können.

Noch ein Video

Elegant ist immer attraktiv

Das Ergebnis der ausschließlich während der Winterpause erfolgten Bauarbeiten ist eine homogen wirkende, elegante Dachlandschaft, die angenehme Weite und souveräne Großzügigkeit vermittelt.

Die Betreiber haben ihr Ziel erreicht: Als einziges Hotel in Salou mit einem derart vielfältigen Mikrokosmos auf dem Dach ist das Olympus Palace heute in aller Munde. Auch die Teilnehmerzahlen der Musik-Events haben spürbar zugenommen. Sowohl Hausgäste als auch externe Besucher halten sich inzwischen gern hier auf – nicht nur, um Cocktails an der Bar zu schlürfen, sondern auch um instagram-taugliche Unterwasserfotos am Pool zu schießen.

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Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
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Glass Mill LC

Lebendig

Glass Mill Leisure Centre in London

LA architects

Programm

Das Glass Mill Leisure Centre Lewisham umfasst ein 25 m-Wettkampfbecken mit acht Bahnen und Zuschauerplätzen, ein Lehrschwimmbecken, mobile Böden für beide Becken und einen Lift für Menschen mit Einschränkungen, der vollen Zugang zum Hauptbecken bietet. Es bietet auch Fitness- und Gesundheitsräume, Studios und die dazugehörigen Umkleideräume.

Die Außenfassade wurde mit 1.400 einzelnen Glasscheiben verkleidet, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Künstler Phil Coy entwickelt wurden.

Kommunikation

Das Projekt war Teil der Stadterneuerung von Lewisham. Es entstanden 760 neue Wohnungen, Geschäfte sowie soziale und gemeinschaftliche Einrichtungen wie vor allem das Glass Mill Leisure Centre. Das Centre befindet sich im Erdgeschoss des 27-geschossigen Apartmenthauses.

Das gesamte Gebäude ist ausgesprochen kommunikativ und steht in regem Austausch mit seiner Umgebung, nicht nur durch die Fassadengestaltung. Der hohe und freundliche Eingangsbereich mündet in raumhoch verglaste Aufenthaltsbereiche, von denen wiederum die Sportflächen erschlossen werden. Ein Restaurant und Terrassen bestärken den offenen Eindruck der Anlage.

1.400 farbige Glasscheiben

Die farbige Fassade des Glass Mill Leisure Centre wurde in Zusammenarbeit mit Phil Coy, einem Londoner Künstler, entworfen. Sie soll die Lebendigkeit widerspiegeln, die im gesamten Gebäude herrscht. Dahinter steckt raffinierte Technik: 1.400 farbige Glasscheiben, die von LEDs hinterleuchtet werden, bilden einen Wetterschutz, der über Fassadenmikrofone auf Außengeräusche reagiert.

Die Lichter pulsieren im Takt der Geräusche, denen sie folgen. Die Fassade bildet also in Licht und Farbe die Stimmung der Gemeinschaft und der Umgebung ab. Die Eingangsfassade wurde mit geätztem Glas und doppelter Vorhangfassade dezenter und transparenter gestaltet. Sie kommuniziert mit dem öffentlichen Bereich von Plaza und den angrenzenden Cornmill Gardens. 

Ausgezeichnet

Das Glass Mill Leisure Centre ist ein Gebäude für die Gemeinschaft. Seine Architektur ist offen, integrativ und inklusiv. Es reagiert buchstäblich auf die Bedürfnisse und den Rhythmus seiner Besucher und seiner Umgebung. Bei aller Lebendigkeit bietet es doch auch Ruhe, die es zu erfahren und nicht zu sehen gilt.

Das Glass Mill Leisure Centre wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei den London Planning Awards mit dem Mayor of London’s Best Community Building.

Ansichten von außen

Grundriss der Eingangsebene

Die Schwimmhalle

Die Tanz- und Fitnessstudios

Der Eingangsbereich

Architekt

LA architects
Brighton Road
Housedean Lewes
UK – Sussex BN7 3JW

Bauherr

Nutzer

Team

Civil & Structural Engineering:
ATK Partnership

M&E Consultant:
Hoare Lea

Landscape Architects:
BDP

Project Manager & Quantity Surveyor:
Rider Levett Bucknall

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2013

Adresse

Glass Mill Leisure Centre
41 Loampit Vale
UK – London SE13 7FT

Photos

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Preise

Mayor of London’s Best Community Building 2013/2014
in the London Planning Awards

Video

Fotos

Pläne

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Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

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