Preikestolen

Nicht nach unten sehen

Infinity Pool im Preikestolen

Hayri Atak

Tom Cruise in 604 m Höhe

Preikestolen („The Pulpit Rock“) ist eine der größten Touristenattraktion in Norwegen – eine steile Klippe, die sich 604 Meter über den Lysefjord erhebt. Auf ihrer Spitze befindet sich eine fast ebene Plattform mit einem Durchmesser von etwa 25 mal 25 Metern. Preikestolen war Drehort der letzten Kampfszene in „Mission: Impossible – Fallout“ und ist eins der meistgewählten Fotomotive auf Instagram. Dort zeigte sich auch Tom Cruise nach den Dreharbeiten, wie er die Wand der Klippe am Preikestolen erklimmt.

Neun Suites, ein Pool

Inspiriert von diesem malerischen Ausblick hat der türkische Architekt Hayri Atak ein spektakuläres Konzept für einen Infinity-Pool und ein Hotel auf dem Preikestolen entwickelt. Der Entwurf zeigt die Zimmer des Hotels auf einer Seite des Preikestolen hoch über dem Lysefjord.

Der freitragende Infinity Pool bietet mutigen Schwimmern die wohl einmalige Gelegenheit, aus dem Wasser heraus in den Fjord hinunterzuschauen. Das Hotel, es besteht aus neun Suites, wird von oben über die Plattform erschlossen. Hier befinden sich Rezeption, Aufenthaltsbereich und die sich anschließenden Gästezimmer, welche sich in die Felswand schmiegen. Der obere Eingang bleibt als malerischer Aussichtspunkt erhalten, das Pooldeck ist schon eher was für die wirklich Wagemutigen

Emotion

Das gesamte Konzept wurde von einem Foto inspiriert, das eine Freundin des Architekten während ihres Urlaubs in Norwegen gemacht hatte. Hayri Atak war begeistert und versuchte, diese ungemein emotionale Szene mit Architektur einzufangen. „Obwohl ich nicht da war, erlebte ich das Adrenalin, an diesem Rand zu stehen. Dann träumte ich davon, auf dem und über den Rand hinaus zu leben, mich von dieser Erfahrung inspirieren zu lassen.“

Preikestolen zieht jährlich mehr als 300.000 Besucher in seinen Bann. Für das Foto des einsamen Menschen auf dem Bergplateau muss man in der Regel lange anstehen.

Schon deshalb ist es ganz schwer vorstellbar, dass hier jemals ein Hotel gebaut wird. Dieses Projekt ist aber ein Lehrstück über die Bedeutung von Emotionen in der Architektur. Als Inspiration und Antrieb für mutige Ideen und Entwürfe taugt es deshalb allemal.

Und wie.

Wir waren das.

Planer und Adresse

Architekt

Hayri Atak
Ataşehir – İstanbul
Türkei

Adresse

Preikestolen
4129 Songesand

Norwegen

Videos

Unser Blog

Bei „More Sports. More Architecture.“ finden Sie funktionale, spektakuläre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Freizeit.

Salle des fêtes de Pratgraussals

Salle des fêtes de Pratgraussals

Der „Salle des fêtes de Pratgraussals“: vielseitig, in Südfrankreich, Teil des großen „Festival Pause Guitare Sud de France“.

KO Kindergarten

KO Kindergarten

Der KO Kindergarten schafft unglaublich viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Nur durch Architektur. Von HIBBINOSEKKEI.

Light Path

Light Path

600 Meter nicht mehr genutzter Autobahninfrastruktur in Auckland werden zu einem Rad- und Fußweg, Und zwar drastisch.

vital:werk

Harmonielehre

Das vital:werk in Waldshut-Tiengen

DUFFNER ARCHITEKTEN BDA

About

Im Herbst 2018 eröffnete das komplett sanierte und wesentlich erweiterte Hallenbad mit Sauna in Waldshut-Tiengen, einer Kreisstadt in Baden-Württemberg mit knapp 25.000 Einwohnern. Es heißt nun vital:werk.

Der Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren, zu dem auch die Stadthalle gehört, genügte insbesondere den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und Haustechnik nicht mehr. Außerdem sollte das Angebot zeitgemäß erweitert werden.

Raumakustisch wirksame Echtholz-Oberflächen von Lignotrend unterstützen den lebendigen und harmonischen Eindruck des Bades.

All in one

Das vital:werk sollte mit Räumen für Theater, Konzerte und Sport funktional zusammengefasst, zukunftsorientiert ausgestattet sowie attraktiv und wirtschaftlich gestaltet werden.

Bis zum Bauantrag bearbeitete eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Architekten das Planungskonzept für den gesamten Komplex gemeinsam, danach wurden die einzelnen Bereiche getrennt.

Vor das bestehende Gebäude wurde ein neues, repräsentatives Foyergebäude gestellt. Außerdem entstand eine neue Saunalandschaft, die mit zwei Lichthöfen unter der Erde sitzt.

Das vital:werk

Die Modernisierung und Erweiterung des Hallenbads plante der in Waldshut-Tiengen ansässige Architekt Michael Duffner. Das vital:werk wurde um rund 500 m² erweitert. Ein Wettkampfbecken war schon vorhanden, das flexible Lernschwimmbecken mit Hubraumboden und Rutsche sowie ein zusätzlicher Kleinkind-Badebereich mit Spielattraktionen sind neu.

Ausgestattet mit nun drei Becken, dem Spielbereich und einer komfortablen Wärmeliegenlandschaft ist das vital:werk nun für bestens für Familien geeignet – und genauso für Schwimmvereine und den Schulsport.

Schwung und Atmosphäre

Bei der Innenraumgestaltung des Bades spielte Holz eine entscheidende Rolle. Die Planer wollten eine ruhige und gleichzeitig lebendige und harmonische Atmosphäre erzeugen, und das ist ihnen sehr gut gelungen.

Die fein profilierten Echtholzoberflächen aus hellem, astfrei verarbeitetem Weißtannenholz tragen entscheidend zu diesem positiven Eindruck bei. Sie sind wellenförmig zwischen den Betonunterzügen der Decke auf einer Holzkonstruktion angeordnet. Sie heißen Ligno Akustik light und stammen von Lignotrend, dem Spezialisten für Brettsperrholz.

Um die Ausstrahlung der Holzoberfläche zu verstärken, wollten die Architekten die notwendigen Deckeneinbauten möglichst dezent integrieren: So sind die Öffnungen für die Lüftungsanlage als schmale Fugen zwischen Paneelen und Unterzügen ausgebildet. Die Beleuchtung wurde komplett von den Holzelementen entkoppelt.

Selbstverständlich erfüllen alle eingebauten Elemente sämtliche bauphysikalischen Anforderungen. Im Hallenbadklima spricht nichts gegen den Einsatz von Holz – bei üblichen Temperatur-/Luftfeuchtekombinationen wird das Material immer trocken sein.

Und die Versammlungsstätten-Anforderung “Schwerentflammbarkeit der Oberfläche“ wird durch eine dafür ausgerüstete Version der Akustikpaneele erfüllt.

Und sonst?

Auch in einem separaten Veranstaltungsraum mit viel Glas, der Schulklassen und Schwimmvereinen als Lehrraum dient, sind Ligno Akustik light-Paneele an der Wand angebracht und verbessern die Akustik. Das gilt auch für den Schwimmmeisterraum. 

In der Sauna passten die Architekten die Oberflächen an die Einrichtung an. Daher entschieden sie sich hier anstelle der Weißtanne für die sehr feinjährige Hemlocktanne.

Fazit

Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde das Ensemble aus Stadthalle und vital:werk im Herbst 2018 schwungvoll wieder eröffnet. Das auf insgesamt 3.600 m² Grundfläche erweiterte Gebäude – das ist fast eine Verdopplung – bietet nun rund 1.200 Besuchern Platz.

Dank seiner gelungenen Gestaltung und der klugen und nachhaltigen Wahl der verwendeten Materialien wurde es sehr schnell das prominenteste kulturelle Zentrum von Waldshut-Tiengen.

Wir waren das.

Projektbeteiligte und Daten

Architekten

Michael Duffner
Dipl.-Ing. Freier Architekt BDA
Kalvarienbergstrasse 1 a
D – 79761 Waldshut-Tiengen

Gesamtplanung

S 4 Architekten Waldshut-Tiengen
Michael Duffner, Gerold Müller, Henning Musahl, Ernesto Preiser

Text

Iris Darstein-Ebner
Ruess Public T GmbH

Fotos

Lignotrend / Foto: Foto&Design, Waldshut-Tiengen

Betreiber & Adresse

vital:werk
Friedrichstraße 9
D-79761 Waldshut-Tiengen

Deckenpaneele

Lignotrend
Landstrasse 25
D–79809 Weilheim-Bannholz

Holz im Hallenbad

Der ideale Baustoff

Feuchteverhalten

Die Eigenfeuchte von Holz bleibt auch im typischen Hallenbadklima unkritisch niedrig, der Werkstoff ist auch unempfindlich gegen Chlorluft. In Hallenbädern können Holzelemente also ausserhalb des Spritzwasserbereichs ohne Bedenken eingesetzt werden, denn durch die gängigen Lüftungsanlagen mit Feuchtesteuerung sind sowohl Raumklima als auch Holzfeuchte definiert. Bei einer angenommenen Temperatur von 30°C und einer relativen Luftfeuchte von 55% bis maximal 75% stellt sie sich bei etwa 14% ein. Das ist ein Wert, der auf jeden Fall zu trocken für schädliche Organismen wie den Schimmelpilz ist.

Raumakustik

Die raumakustische Wirkung der Elemente wird hauptsächlich durch natürliche Holzfaser-Absorber erzielt, die hinter den Fugen der Decklage in die Elemente integriert sind. Damit können Absorptionswerte αW bis 0,90 erreicht und unterschiedliche raumakustische Zielvorgaben umgesetzt werden, wie sie in den einschlägigen Richtlinien, in Deutschland etwa in der DIN 18041, gefordert sind. Für höchste baubiologische Qualität sind die Paneele nach dem besonders strengen Zertifizierungssystem „natureplus“ geprüft.

Brandschutz

Die mit einer neuen Imprägnierung behandelten schwer entflammbaren Ligno Echtholz-Akustikpaneele zeigen ihren natürlichen Holzton unverfälscht und stehen somit in reizvollem Kontrast zu den ansonsten eher harten und kühl wirkenden Materialien, die in Waldshut zum Einsatz kamen. Im Brandfall verzögern gesundheitlich unbedenkliche Brandschutzmittel im Holz die Ausbreitung des Feuers.

Lignotrend

Lignotrend ist für Innovation, hohe Qualität und freie Konfiguration der Produkte hinsichtlich individueller Anforderungen bekannt. Sicheres Bauen bei freier Planung ist mit den Produkten des Unternehmens uneingeschränkt möglich. Bei der Produktentwicklung stehen daher architektonische Klasse und beste bauphysikalische Eigenschaften (Raumakustik, Schallschutz, große Spannweiten) klar im Fokus.

Gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit sowie langfristige Funktionalität und Wertbeständigkeit sind die zentralen Bestandteile der Produktphilosophie – zertifiziert nach den strengen Regeln des natureplus e.V.

Das Unternehmen Lignotrend mit Sitz in Weilheim-Bannholz (D) produziert seit 1992 Brettsperrholzelemente für den modernen Holzbau. Sie werden europaweit im Wohnungsbau und im kommunalen/gewerblichen Objektbau eingesetzt. Lignotrend beschäftigt aktuell 130 Mitarbeiter und hat eine Produktionskapazität von 200.000 m² Elementfläche pro Jahr. 

Die Produktpalette des Unternehmens erstreckt sich über Lösungen für Konstruktion, Innenausbau und Fassade – von tragenden Wand-, Decken- und Dachelementen über Akustikpaneele bis hin zu Dämmständern und Fassadenplatten.

Unser Blog

Bei „More Sports. More Architecture.“ finden Sie funktionale, spektakuläre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Freizeit.

Salle des fêtes de Pratgraussals

Salle des fêtes de Pratgraussals

Der „Salle des fêtes de Pratgraussals“: vielseitig, in Südfrankreich, Teil des großen „Festival Pause Guitare Sud de France“.

KO Kindergarten

KO Kindergarten

Der KO Kindergarten schafft unglaublich viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Nur durch Architektur. Von HIBBINOSEKKEI.

Light Path

Light Path

600 Meter nicht mehr genutzter Autobahninfrastruktur in Auckland werden zu einem Rad- und Fußweg, Und zwar drastisch.

Infinity London

Pool with a view

Infinity London

Compass Pool

Schwindel erregend

Außergewöhnliche Schwimmbäder in schwindelerregenden Höhen sind ziemlich en vogue – zumindest in Projektform. So auch in London: Die Pool-Designer von Compass Pools haben das Projekt Infinity London entwickelt. Nach Angaben der Planer ist der Pool das weltweit einzige Gebäude mit einem 360-Grad Infinity-Pool.

Infinity London besteht aus einem 600.000 Liter großen Becken, der direkt auf einem 55-geschossigen Gebäude errichtet wird. Der Pool besteht nicht aus Glas, sondern aus gegossenem Acryl, da dieses Material Licht mit einer ähnlichen Wellenlänge wie Wasser durchlässt. So sieht der Pool immer perfekt klar aus.

Der Boden des Pools ist ebenfalls transparent, so dass die Besucher die Schwimmer und den Himmel darüber sehen können. Ein Thrill für beide Seiten.

Das Prinzip U-Boot

Schwimmer gelangen über eine drehbare Wendeltreppe, die auf dem Schleusenprinzip der Tür eines U-Bootes beruht und bei Bedarf vom Beckenboden aufsteigt, ins Becken oder hinaus. Ein bisschen James Bond.

Normalerweise würde eine einfache Leiter ausreichen, aber die Planer wollten keine Treppen an der Außenseite des Gebäudes oder im Pool, da sie die Aussicht beeinträchtigen würden – und natürlich wollen sie auch nicht, dass 600.000 Liter Wasser durch das Gebäude abfließen.

Die Technik

Ein weiteres technisches Feature ist ein integrierter Anemometer zur Messung und Überwachung der Windgeschwindigkeit. Dieses Gerät wird mit einem computergesteuerten Gebäudemanagementsystem verbunden. Damit wird gewährleistet, dass das Becken immer die richtige Temperatur hat und das Wasser nicht auf die Straßen geweht wird.

Auch anspruchsvoll: Die Abwärme der Klimaanlage des Gebäudes wird mittels eines Wärmetauschers genutzt, um das Wasser für das Schwimmbecken zu heizen.

Der Pool ist außerdem mit einem kompletten Lichtspektrum ausgestattet, das dem Gebäude bei Nacht das Aussehen einer funkelnden, mit Juwelen besetzten Taschenlampe verleiht.

Wie kommt man denn auf sowas?

Meist kommen die Architekten mit klaren Vorstellungen zu den Poolherstellern. Bei diesem Projekt begannen die Pool-Designer von Compass Pool mit dem Schwimmbecken und stellten sich dann die Frage: „Wie stellen wir ein Gebäude darunter auf?“ Planungsziel war „eine ungestörte Aussicht, sowohl über als auch unter dem Wasser.“

In den obersten Stockwerken des Gebäudes, also direkt unter der Poolebene, soll ein internationales Fünf-Sterne-Hotel entstehen – der Pool wird vermutlich ausschließlich von den Hotelgästen genutzt werden.

Der Standort dieses spektakulären Projekts „muss noch bestätigt werden“.

Hotel Olympus Palace

Sehen und gesehen werden

Das Hotel Olympus Palace in Salou

Matic & Garau mit Agrob Buchtal

Sehr, sehr einladend

Das durch die Glasfelder des Rooftop-Pools blau schimmernde Wasser ist schon von Weitem sichtbar und lässt das Dach des Hotels Olympus Palace in Salou vor allem am Abend zu einer unverwechselbaren Landmarke werden. Hotelgäste und neugierig gewordene Passanten, die diese Dachterrasse besuchen, entdecken eine von den Architekten Matic & Garau aus Barcelona neu gestaltete Freifläche mit großer Poollandschaft.

Mit sandbeigen Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley von Agrob Buchtal lädt der zurückhaltend elegante Bereich zum Baden und Sonnen ein, aber auch zu Drinks und Veranstaltungen an der Bar.

Salou liegt im Herzen der Costa Daurada in der Provinz Tarragona. Die Stadt zeichnet sich durch ihre leicht abfallenden und feinen Sandstrände aus. Das reiche historische Erbe mit mittelalterlichen Klöstern, interessanten Dörfer und wunderschönen Landschaften sowie die ausgezeichnete mediterrane Küche machen Salou zu einem idealen Urlaubsort..

Mitten im touristischen Zentrum der Stadt liegt das Hotel Olympus Palace, nur 300 Meter vom Strand entfernt.

Architekt

Matic & Garau
C/Rosselló 233 5th floor
SP – 08008 Barcelona

Bauherr

Hotels Olympus Palace
Carrer de Navarra, 6
43840 Salou
SP – Tarragona

Fliesen

AGROB BUCHTAL GmbH
Buchtal 1
D-92519 Schwarzenfeld 

Eine 1.600 m² große Lounge

Das Mitte der 1970er-Jahre erbaute Hotel Olympus Palace mit seinen rund 250 Zimmern wurde im Jahr 2018 umfassend saniert. Dabei stand die 1.600 m² große Dachfläche über dem 6. Obergeschoss besonders im Blickpunkt.

Hoch über dem Zentrum der Stadt, unweit von Tarragona, gab es bislang nur ein kleines Wasserbecken, zwei Whirlpools und einige Stellflächen für Liegestühle. An ihrer Stelle wollten die Hotelbetreiber eine weitläufige Dachterrasse mit Pools, Fitnessbereich, Bar und viel Platz zum Sonnenbaden einrichten.

„Das Ziel war eine spektakuläre Dachlandschaft, die das Image des Hotel Olympus Palace verändert und die es so nirgendwo in Salou gibt“, erläutert Architektin Dubravka Matic. „Hotelgäste sollten hier nicht nur das erfrischende Wasser, den kühlen Wind und den Blick auf das Meer genießen, sondern auch die entspannte Lounge-Atmosphäre mit abendlichen Events und Konzerten rund um die Bar.“

Adresse

Hotels Olympus Palace
Carrer de Navarra, 6
43840 Salou
SP – Tarragona

Luftbild

Eine kommunikative Wasserfläche

Für die Architekten war die Neustrukturierung der Dachfläche des Hotel Olympus Palace auch deshalb eine Herausforderung, weil die Lage und Größe der Wasserbecken exakt auf die Tragfähigkeit der Bestandskonstruktion und die vorhandenen Installationen und Abluftschächte abgestimmt werden mussten.

Ein zentrales Entwurfsthema war der Wunsch nach einer möglichst „kommunikativen“ Wasserfläche. Daher wurde die Wasseroberfläche erhöht. Sie liegt um rund 1,5 m über dem U-förmig darum herum angeordneten Sonnendeck.

Diese Lösung ermöglichte lange Glasfelder in den Pool-Seitenwänden. Schwimmenden oder tauchenden Badegästen bietet sich nun ein spektakulärer Blick über die Stadt und aufs Meer – in Gegenrichtung bietet die Verglasung ungewöhnliche Blicke ins Becken.

Feedback

8 + 10 =

Fliesen als Reminiszenz

Der Blick durch die Glasflächen ins Beckeninnere zeigt eine weitere Besonderheit: Großformatige, sandbeige Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley von Agrob Buchtal. Sie verleihen dem 85 m² großen Pool dank erdiger Reliefstruktur und natürlicher Anmutung eine unaufdringliche Noblesse.

Nach einigen Tests entschieden sich die Architekten für genau diese Fliesen, weil sie perfekt mit den nahen Sandstränden und den Felsen der Costa Daurada harmonieren. Außerdem lassen sie das Wasser in der Sonne besonders intensiv blau funkeln. „Die helle Farbe und die großen Formate sollten zudem ein dezidiert modernes Erscheinungsbild erzeugen und Überhitzung vermeiden“, sagt Matic. Das für Beckenböden und -wände eingesetzte Format von 60 x 120 cm bietet neben der außergewöhnlichen Optik auch den Vorteil eines niedrigen Fugenanteils. Damit bleibt der Reinigungsaufwand für die Fliesen trotz entsprechender Trittsicherheit vergleichsweise gering.

In Bezug auf die Ausstattung gilt Gleiches auch für den 15 m² großen Whirlpool des Hotel Olympus Palace, der sich ebenfalls im erhöhten Poolbereich unmittelbar neben dem 20 m langen Großbecken befindet.

Eine Bekleidung aus großformatigen Feinsteinzeugfliesen der Serie Valley erhielten auch die mittig im Poolbereich platzierten Stützenpaare. Sie tragen eine Art weiße Pergola mit ähnlichem Querschnitt, die sich über die gesamte Gebäudebreite spannt. In den Stützen befinden sich diskret versteckt die Abluftschächte der Hotelbäder. Die Pergola dient vor allem der Ausbildung eines markanten Dachaufbaus und der Aufnahme von LED-Leuchten.

Eröffnung

2018

Fotos

Text

Werner Ziegelmeier
Agrob Buchtal

Video

Die Ausgestaltung

Die Abdeckung des Beckenkopfs, die Beckenumgänge, die äußeren Seitenwände des Pools und die Böden der Sonnendecks bestehen aus einem Holz-Kunststoff-Verbundmaterial.

Die Architekten wählten diesen holzähnlichen Werkstoff, um die Übergangszone zwischen dem Wasserbecken und dem nördlichem Teil des Dachareals mit Lounge, Bar und weiteren Liegestuhl-Flächen auszugestalten.

Lounge, Bar und – besonders spektakulär – die Auskleidung der Pools wurden ebenfalls mit der Serie Valley von Agrob Buchtal versehen, und zwar in Form von 2 cm dicken, sandbeigen Terrassenplatten im Format 60 x 60 cm mit entsprechender Trittsicherheit.  Die Verlegung erfolgte aufgeständert: Zum einen, damit das Regenwasser – wie schon vor dem Umbau – im Zwischenraum zur Dachkonstruktion gesammelt und abgeleitet werden kann. Zum anderen, um den Boden für Revisionsarbeiten leicht öffnen zu können.

Noch ein Video

Elegant ist immer attraktiv

Das Ergebnis der ausschließlich während der Winterpause erfolgten Bauarbeiten ist eine homogen wirkende, elegante Dachlandschaft, die angenehme Weite und souveräne Großzügigkeit vermittelt.

Die Betreiber haben ihr Ziel erreicht: Als einziges Hotel in Salou mit einem derart vielfältigen Mikrokosmos auf dem Dach ist das Olympus Palace heute in aller Munde. Auch die Teilnehmerzahlen der Musik-Events haben spürbar zugenommen. Sowohl Hausgäste als auch externe Besucher halten sich inzwischen gern hier auf – nicht nur, um Cocktails an der Bar zu schlürfen, sondern auch um instagram-taugliche Unterwasserfotos am Pool zu schießen.

Ihr Projekt

Suchen Sie Unterstützung bei der Veröffentlichung Ihrer Projekte?

projects@moresports.network

Oder rufen Sie uns an:

0049 234 5466 0374

Das sagen unsere Partner

Über uns

More Sports Media

Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

Kontakt

Telefon

+(49) 234 5466 0374

Mail

contact@moresports.network

Adresse

More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Besuchen Sie uns bei Instagram

[instagram-feed id='more_sports_media' num='12' sortby='none' cols='6' imageres='auto' showheader='true' headercolor='#88b14b' width='80' widthunit='%' heightunit='%' imagepadding='3' disablelightbox='true' disablemobile='true' carousel='false' showbutton='true' buttontext='Load More Photos' showcaption='false' showlikes='false' showfollow='true' followtext='Folgen Sie uns'/]

Glass Mill LC

Lebendig

Glass Mill Leisure Centre in London

LA architects

Programm

Das Glass Mill Leisure Centre Lewisham umfasst ein 25 m-Wettkampfbecken mit acht Bahnen und Zuschauerplätzen, ein Lehrschwimmbecken, mobile Böden für beide Becken und einen Lift für Menschen mit Einschränkungen, der vollen Zugang zum Hauptbecken bietet. Es bietet auch Fitness- und Gesundheitsräume, Studios und die dazugehörigen Umkleideräume.

Die Außenfassade wurde mit 1.400 einzelnen Glasscheiben verkleidet, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Künstler Phil Coy entwickelt wurden.

Kommunikation

Das Projekt war Teil der Stadterneuerung von Lewisham. Es entstanden 760 neue Wohnungen, Geschäfte sowie soziale und gemeinschaftliche Einrichtungen wie vor allem das Glass Mill Leisure Centre. Das Centre befindet sich im Erdgeschoss des 27-geschossigen Apartmenthauses.

Das gesamte Gebäude ist ausgesprochen kommunikativ und steht in regem Austausch mit seiner Umgebung, nicht nur durch die Fassadengestaltung. Der hohe und freundliche Eingangsbereich mündet in raumhoch verglaste Aufenthaltsbereiche, von denen wiederum die Sportflächen erschlossen werden. Ein Restaurant und Terrassen bestärken den offenen Eindruck der Anlage.

1.400 farbige Glasscheiben

Die farbige Fassade des Glass Mill Leisure Centre wurde in Zusammenarbeit mit Phil Coy, einem Londoner Künstler, entworfen. Sie soll die Lebendigkeit widerspiegeln, die im gesamten Gebäude herrscht. Dahinter steckt raffinierte Technik: 1.400 farbige Glasscheiben, die von LEDs hinterleuchtet werden, bilden einen Wetterschutz, der über Fassadenmikrofone auf Außengeräusche reagiert.

Die Lichter pulsieren im Takt der Geräusche, denen sie folgen. Die Fassade bildet also in Licht und Farbe die Stimmung der Gemeinschaft und der Umgebung ab. Die Eingangsfassade wurde mit geätztem Glas und doppelter Vorhangfassade dezenter und transparenter gestaltet. Sie kommuniziert mit dem öffentlichen Bereich von Plaza und den angrenzenden Cornmill Gardens. 

Ausgezeichnet

Das Glass Mill Leisure Centre ist ein Gebäude für die Gemeinschaft. Seine Architektur ist offen, integrativ und inklusiv. Es reagiert buchstäblich auf die Bedürfnisse und den Rhythmus seiner Besucher und seiner Umgebung. Bei aller Lebendigkeit bietet es doch auch Ruhe, die es zu erfahren und nicht zu sehen gilt.

Das Glass Mill Leisure Centre wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei den London Planning Awards mit dem Mayor of London’s Best Community Building.

Ansichten von außen

Grundriss der Eingangsebene

Die Schwimmhalle

Die Tanz- und Fitnessstudios

Der Eingangsbereich

Architekt

LA architects
Brighton Road
Housedean Lewes
UK – Sussex BN7 3JW

Bauherr

Nutzer

Team

Civil & Structural Engineering:
ATK Partnership

M&E Consultant:
Hoare Lea

Landscape Architects:
BDP

Project Manager & Quantity Surveyor:
Rider Levett Bucknall

Beteiligte Firmen

Eröffnung

2013

Adresse

Glass Mill Leisure Centre
41 Loampit Vale
UK – London SE13 7FT

Photos

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Preise

Mayor of London’s Best Community Building 2013/2014
in the London Planning Awards

Video

Fotos

Pläne

Über uns

More Sports Media

Johannes Bühlbecker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühlbecker ist Architekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gearbeitet – als Redaktionsleiter der renommierten Fachzeitschrift „sb“, in der Organisation und Durchführung internationaler Architekturwettbewerbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongresswesen, als Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“ und als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.

  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongressorganisation
  • Leiter der „NRW Beratungsstelle Sportstätten“
  • Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für großmann ingenieure, Göttingen)
  • Neuplanung eines Fußballstadions in Berlin-Köpenick
  • Zahlreiche Publikationen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifenblase – Die Entwicklung des Fußballs und seiner Architektur“
  • Vorstandsmitglied und Jugendtrainer beim SV BW Weitmar 09

Kontakt

Telefon

+(49) 234 5466 0374

Mail

contact@moresports.network

Adresse

More Sports Media
Am Weitkamp 17
D-44795 Bochum

Kastrup Sea Bath

Das wird ja immer schöner

Das Kastrup Sea Bath bei Kopenhagen

White arkitekter AB

Das Juwel

Das Kastrup Sea Bath ist eines von vielen architektonischen Juwelen der Ørestad-Region von Kobenhagen. Das Meeresbad ist Teil des Kastrup Strandparks an der Ostküste von Amager. Es wurde bereits im Jahr 2005 als inklusive Freibadanlage konzipiert und verwandelte eine vergessene Brachfläche in eines der bezauberndsten, bekanntesten und beliebtesten Freizeitziele Dänemarks.

Die Schnecke

Das Kastrup Sea Bath wird auch „Die Schnecke“ genannt. Es besteht aus einer Schwimmbadüberdachung sowie einem Strand- und Dienstleistungsgebäude mit Toiletten und Umkleideraum. Die Form war die Antwort auf den nach Norden ausgerichteten Strand; ein hölzerner Pier erstreckt sich vom Ufer aus ins Wasser und windet sich um diesen herum. So entsteht ein nach Süden ausgerichtetes, rundes Gebilde.

Der Pier

Der Pier erhebt sich langsam über den Meeresspiegel und endet in einer fünf Meter hohen Sprungbühne. Die runde Form schafft einen konzentrierten Innenraum, der Schutz vor dem Wind und den perfekten Rückzugsort zum Schwimmen und Sonnenbaden bietet. Am Pier entlang verläuft eine durchgehende Bank, die zusätzliche Freiräume für Freizeit und Reflexion bietet.

Die Inklusion im Jahr 2005

Inklusion war auch zu Beginn des Jahrtausends schon ein wichtiger Teil des Konzepts. Das Kastrup Sea Bath wurde als unkonventioneller Rahmen für Outdoor-Sportarten konzipiert. Es eignet sich für ruhiges Abendschwimmen genau so wie für Bewegung oder Spiel – unabhängig vom Alter und von körperlicher Mobilität. Rampen und andere Sonderfunktionen ermöglichen auch den weniger mobilen Besuchern den vollen Zugriff auf jeden einzelnen der 870 Quadratmeter Holzdeck. Das Kastrup Sea Bath ist jederzeit für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Nachhaltiges Wahrzeichen

Die einzigartige, dynamische und skulpturale Form des Kastrup Sea Bath ist ein sichtbares Wahrzeichen von Strand, Meer und Luft. Die Silhouette des Bades verändert sich ständig, mit fast jeder Bewegung. Die Form selbst erinnert an ein Amphitheater. Von hier aus kann man sehen und gesehen werden; ein Umstand, an den man sich bei der Nutzung solch belebter und beliebter Anlagen stets erinnern sollte.

Das Material

Azobé ist ein afrikanisches Hartholz. Es wurde aufgrund seiner außergewöhnlichen Langlebigkeit und Ästhetik ausgewählt. Azobé hat die gleiche Lebensdauer wie Stahl und ist resistent gegen Fäulnis und Holzwurm, so dass das Kastrup Sea Bath von mehreren kommenden Generationen genossen werden kann.

Die Nacht

In der Nacht und in der langen, dunklen Nebensaison betont die dramatische Beleuchtung das skulpturale Design und erhöht das ästhetische Erlebnis – und die Sicherheit. Eine Reihe von großen Deckenleuchten erhellen das Gehäuse. Das Licht wird von den Wänden reflektiert und taucht den gesamten Beckenraum sanft in warmweißes Licht. Im Kontrast dazu werden die offenen Treppe und die Sprungbühne durch am Steg befestigte, blau leuchtende LED-Strahler inszeniert.

Awards

Das Kastrup Sea Bath erhielt im Jahr 2006 den Architectural Review Award for Emerging Architecture. Ein Jahr später wurde das Bad für den Mies van der Rohe Award nominiert, 2009 gewann es den IOC/IAKS Award und den IPC/IAKS Sonderpreis.

Und wenn man sich aktuelle Bilder des Bades in den sozialen Medien ansieht, dann muss man sagen: Das Kastrup Sea Bath hätte noch viel mehr Preise verdient.

PROJEKTDATEN

Architekt

White arkitekter AB
Östgötagatan 100
Box 4700
116 92 Stockholm
Schweden

Bauherr

Verwaltung von Tårnby

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Standort

Kastrup Sea Bath
Amager Strandvej 301
2770 Kastrup
Dänemark

Eröffnung

2005

Luftbild

Danke, Google!

VIDEOS

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

La Esperanza

Mitten im Leben

Das Schwimmbad der Schule La Esperanza in Puerto Rico

Fuster + Architects

La Esperanza

Das Schwimmbad der Schule La Esperanza in der puerto-ricanischen Hauptstadt San Juan ist als therapeutische Einrichtung konzipiert. Sie wird hauptsächlich von Kindern mit körperlichen Behinderungen im Alter zwischen fünf und 16 Jahren genutzt. Die Entwicklung der Schule (Luis Pales Matos) ist sehr erfreulich: Die Schülerzahl ist in fünf Schuljahren um 19% und auf 238 Schüler angewachsen. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis von 5:1 ist das niedrigste in Puerto Rico.

Die Einrichtungen sind öffentlich zugänglich, werden aber in erster Linie von den Schülern der Schule genutzt. So erklären sich auch die gelblich-grüne Gestaltung (die Farbe heißt „verde esperanza“) und das Wort „esperanza“ („Hoffnung“) auf dem Boden des Hauptbeckens. Dies ist das erste Gebäude seiner Art in Puerto Rico.

Situation

Das Bad entstand auf einem ungenutzten Parkplatz neben der Schule. Eine Fußgängerpassage verbindet die Einrichtung mit der Schule. Dieser Standort ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Darüber hinaus bietet er Raum für eine mögliche zukünftige Expansion.

Die Protagonisten des Entwurfs von Fuster + Architects sind das Licht und der Himmel. Die Einbeziehung des natürlichen Lichts und, damit verbunden, eine sich ständig verändernde Atmosphäre ist ein elementarer Bestandteil des Bades. Es entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Nutzer und der Natur, die den therapeutischen Prozess fördert.

Architektur fördert

Der Entwurf konzentriert sich auf die Förderung der Badegäste, auf ihr räumlichen Erleben und Wohlbefinden. Die klinischen Anforderungen, die für einen solchen therapeutischen Raum erforderlich sind, werden selbstverständlich erfüllt. Dies gilt auch für die Regeln des universellen Designs und der Inklusion. Gut sichtbare Ausstattungsmerkmale wie Rampen und Handläufe sind vorhanden, dominieren aber nicht den Raumeindruck. Dies unterscheidet das Schwimmbad der Schule La Esperanza von anderen Projekten seiner Art – und stärkt das Benutzererlebnis ganz erheblich.

Jeder Pool wird wie ein Innenhof behandelt; ein typisch puerto-ricanisches Designelement, das in der kolonialen und landestypischen Architektur der Insel verwurzelt ist. Aus den Becken heraus rahmen die Deckenöffnungen mit ihren hohen zylindrischen Brüstungen den Himmel ein und schaffen eine direkte Beziehung zwischen Nutzer und Himmel. Dies ist wichtig, denn Kinder erhalten Therapien, während sie im Wasser auf dem Rücken liegen und nach oben schauen.

Einladende Atmosphäre

Das für den Bau verwendete Material ist Strukturbeton mit einem wärmeisolierenden Schaumkern, der mit Strukturmörtel beschichtet ist. Diese Maßnahme wirkt sich günstig auf die Temperatur im Bad aus. Das introvertierte Design blockiert äußere Ablenkungen und „macht Platz“ für ausreichend natürliches Licht.

Die zylindrischen Formen und Kurven des Swimmingpools der Schule La Esperanza betonen den introvertierten und ruhigen Charakter des Raumes. Es entsteht eine entspannte und einladende Atmosphäre, die für jede Form von Therapie hilfreich ist. Ein kleiner Wasserstrom, der als Teil des Filtersystems in das Hauptbecken fließt, erzeugt ein subtiles, plätscherndes Geräusch. Auch solch kleine Maßnahmen unterstützen eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung.

Im Gegensatz zum hellen Äußeren (verde esperanza) ist der innenraum überwiegend weiß und neutral. Das ist beruhigend und therapeutisch, aber eben auch elegant und mitten im Leben.

PROJEKTDATEN

Architekt

FUSTER + Architects
P.O. Box 9023387
San Juan
Puerto Rico

Team: Nataniel Fúster, Heather Crichfield, Sadie Winslow, Santiago Garramuño, José Pagán, Luis R. Albaladejo

Bauherr

Municipality of San Juan
Bürgermeisterin Carmen Yulín Cruz
Puerto Rico

Bauunternehmen

BIM Contractors

Standort

La Esperanza
Calle 19 Ne Pto Nuevo
San Juan
PR 00921

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2015

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

FUSTER + Architects

FOTOS

VIDEO

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Waterfront Cultural Center

Pyramiden im Hafen von Kopenhagen

Das Waterfront Cultural Center
Kengo Kuma & Associates mit Cornelius Vöge, Søren Jensen und Niels Sigsgaardn

Das Ziel

Kengo Kuma & Associates haben, in Zusammenarbeit mit Cornelius Vöge, den Ingenieuren von Søren Jensen und Niels Sigsgaard, den Wettbewerb für den Entwurf des Waterfront Cultural Center für Kopenhagen gewonnen. Ihr Projekt kombiniert auf originelle und ausdrucksstarke Weise Einrichtungen für Freizeit und Sportvereine mit dem Thema Hafenbad.

Das neue Waterfront Cultural Center inklusive Hafenbad auf Paper Island will die Bedeutung des Wassers für die Geschichte, Kultur und das pulsierende städtische Leben von Kopenhagen hervorheben. Der Hafen ist das Tor, das wesentlich zur Entwicklung der Stadt beiträgt. Die Uferpromenade ist sowohl Bühne als auch Kulisse für kulturelle Einrichtungen und den hochwertigen öffentlichen Bereich. Hier wird das städtische Leben geprägt.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Erlebnis von Landschaft, Kunst und Architektur, die durch das Wasser vereint werden. Kengo Kuma & Associates wollen die vielfältigen Erfahrungen mit Wasser darstellen, die die menschlichen Sinne ansprechen: Licht und Schatten, Dampf, Nebel und Strömung.

Die Pyramiden

Das Projekt ist Teil eines umfassenden Entwicklungsplans für die Insel Paper Island. Die Architektur beeindruckt durch vitale Variationen des Themas Pyramide. Dies ist nach Auskunft der Planer eine Antwort auf die Gestaltungsrichtlinien für die Dächer von Christiansholm – und gibt dem Waterfront Cultural Center seine ganz eigen Identität.

Das Waterfront Cultural Center soll ein spontaner, offener Ort sein, der die pulsierende und dynamische Natur der heutigen Paper Island widerspiegelt. Unter Ausnutzung der im Masterplan definierten prominenten Ecklage des Projekts wird die Erdgeschossebene von innen nach außen und zum Meer in einer einzigen Geste entwickelt. Die terrassenförmige und kaskadierende Begrünung der Eingangsebene schafft eine expansive, kontinuierliche Wahrnehmung der Wasseroberfläche von der Halle bis zum Hafen. Der Entwurf will diese Kante aufweichen und die Grenze zwischen Wasser und Land auflösen – so Kengo Kuma & Associates.

Fast übertrieben

Baukörperformen und architektonische Räume entstehen durch Addition und Subtraktion von positiven und negativen Volumina. Durch Schieben und Ziehen entsteht eine Reihe von unterschiedlichen, aber immer kegelförmigen Volumina – was nicht passt, wird passend gemacht. Die extrudierten, kegelförmigen Dächer entsprechen der Anordnung der Schwimmbecken im Erdgeschoss. Jeder Pool hat einen unverwechselbaren Raum im fast übertriebenen Maßstab, mit konzentriertem Licht und Schatten durch große Oberlichter darüber.

Die Ebene über dem Erdgeschoss ist definiert als der Negativabdruck dieser extrudierten Dachmengen. Hier entstehen ein Freibad und ein Thermalbad. Beide liegen in einer Art Tal zwischen den architektonischen Hügeln. Die Hügel wiederum vermischen Innen und Außen, die klassischen Fassaden werden ein wenig aufgeweicht. Der umgekehrte Kegel in der zentralen Position fungiert als struktureller Kern. Es ist der tiefste Einschnitt, das „Tal“ unter diesen Dächern, in dem sich die Außentreppe befindet.

Die Ziegel

Das Material Ziegel wurde ausgewählt, um eine Beziehung zum Hafen herzustellen und die Qualität und Ästhetik des traditionellen dänischen Handwerks hervorzuheben. Seine haptische Textur und die warmen, natürlichen und erdigen Farbtöne des Mauerwerks passen hier sehr gut hin, gerade als Grenzstein zwischen Innen und Außen. Die Architekten schöpfen das Potenzial dieses kleinmaßstäblichen Materials voll aus. Die kleinen Ziegelsteine ermöglichen das tektonisch geprägte Spiel mit verschiedenen Öffnungen sowie mit Licht und Schatten, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln.

Die Ziegelfassade des Waterfront Cultural Center soll in unterschiedlicher Opazität und Transparenz hell und warm leuchten – vor allem nachts und in der kalten Jahreszeit, wenn die dunklen Stunden lange dauern. Die perforierte Ziegelhaut wird deutlich strahlen und leuchten. Darauf kann man sich ruhig schon mal freuen.

PROJEKTDATEN

Architekt

Kengo Kuma & Associates
Yuki Ikeguchi, Marc Moukarzel, Aigerim Syzdykova, Hannah Appelgren

Team

Kollaborierender Architekt:
Cornelius Vöge
Ingenieure:
Søren Jensen engineers
Beratender Architekt::
Niels Sigsgaard

Illustrationen

Luxigon
Kengo Kuma & Associates

Standort

Trangravsvej 14
1436 København
Dänemark

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Luftbild

Danke, Google!

ILLUSTRATIONEN

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Stutenseebad

Und alle sind glücklich

Das Stutenseebad in Stutensee

4a Architekten

Alles unter einem Dach

Das Stutenseebad ist ein kommunales Schwimmbad. Das bedeutet unterschiedliche Nutzergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen: Schulen, Vereine, Familien und Hobbyschwimmer aller Altersklassen.

Dazu kommt meist noch ein schmales Budget, in Stutensee auch noch ein kleines Grundstück. Unter diesen Bedingungen eine gestalterisch und wirtschaftlich überzeugende Lösung mit breitem Angebotsspektrum zu realisieren, ist so einfach nicht. 4a Architekten ist das nachhaltig gelungen.

Lage

Das Stutenseebad liegt zwischen dem Schul- und Sportzentrum und dem neuen Festplatz am Ortsrand von Stutensee, einer Stadt mit 24.000 Einwohnern in der Nähe von Karlsruhe.

Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurde der Neubau um zwei Meter über Geländeniveau realisiert. Diese erhöhte Lage verleiht dem Baukörper größere Präsenz und einen selbstbewussten Eingangsbereich mit großzügiger Freitreppe, die sich auch sehr gut als Treffpunkt eignet. Im Inneren ergibt sich aus der Gebäudehöhe mehr Privatheit und eine größere Aufenthaltsqualität.

Architektur und Organisation

Architektonisch gliedert sich das Stutenseebad in zwei zusammenhängende Baukörper, die schon von außen deutlich ablesbar sind. Der eine beherbergt die Badehalle, der andere den Eingangs- und Umkleidebereich.

Die beiden Körper sind annähernd gleich groß und greifen in Form und Materialität ineinander. Beide bieten viel Tageslicht durch großformatige Öffnungen, aber auch geschlossene Elemente, wo es nötig ist. Die Badehalle bietet eine spürbar größere Raumhöhe – auch das tut sowohl der Atmosphäre als auch der Orientierung gut.

Dank der zurückhaltenden Möblierung und der so sachlichen wie eleganten Auswahl von Farben und Oberflächen wirkt das Stutenseebad an jeder Stelle hell, luftig und geräumig.

Angebot

Die Badehalle umfasst ein Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken mit Rutschbahn, Brodelbucht, Nackenschwaller sowie Massagedüsen mit einer Wassertiefe von max. 1,20 Meter sowie einen Kleinkindbereich mit insgesamt 368 m² Wasserfläche.

Eine überdachte Terrasse nach Osten erweitert das Angebot in den Außenbereich. Der nach Süden an die Badehalle angrenzende Eingangs- und Umkleidebereich mit Dusch- und Nebenräumen setzt sich durch die geringere Raumhöhe von dieser ab.

Die beiden Baukörper greifen entlang der gesamten Badehalle in Form und Material ineinander. Das umlaufende Band der Stahlblechfassade zeigt diese Verzahnung auch nach außen.

Bauweise

Die klare Organisation von Badehalle und Umkleidebereich ermöglichte eine kompakte und ökonomische Bauweise mit einem günstigen Verhältnis zwischen Oberfläche und Gebäudevolumen. So lassen sich nicht nur die Baukosten, sondern auch die Kosten im Betrieb reduzieren.

Nach Westen, Norden und Osten bieten teils raumhohe Glasfassaden Ausblicke in die Umgebung (und lassen viel Tageslicht hinein). Die Auskragungen der Bodenplatte und der Dachfläche im Westen ermöglichen die generöse Eingangszone mit Freitreppe. Im Osten gewähren sie den Übergang zum Freibereich mit Liegewiese.

Um den Anteil der Glasfassaden zu reduzieren, wurde die obere Fassadenfläche im Norden geschlossen. Der Ausblick blieb dabei erhalten. Geringere Raumhöhen im Eingangs- und im Umkleidebereich reduzieren das Bauvolumen. Zudem entsteht durch die unterschiedlich hohen Baukörper ein Versatz am Schnittpunkt der Dachflächen, der das Stutenseebad formal und inhaltlich strukturiert. Gleichzeitig versorgt ein Oberlichtband den Innenraum mit zusätzlichem Tageslicht.

Material

Die Materialien im Stutensee-Bad wurden entsprechend ihrer Eignung eingesetzt: Keller- und Erdgeschoss wurden in Sichtbeton ausgeführt, das Tragwerk der weit gespannten Badehalle und des Umkleidebereichs wurde in Holzbauweise errichtet. Auch die abgehängten, akustisch wirksamen Lamellen-Decken und Wandverkleidungen sowie die gelochte Seekieferdecke im Umkleidetrakt wurden in Holz ausgeführt. Dabei sorgte der hohe Vorfertigungsgrad der Holzelemente für eine wirtschaftliche Bauweise und kürzere Bauzeiten.

Die Holzrippendecke wurde vorgefertigt – inklusive Dachentwässerung, Beleuchtung, ELA-Anlage und abgehängter Lamellen-Decke aus heimischer Weißtanne. Die Paneele zwischen den Holzrippen der Decke und an der Wand prägen die Innenraumwirkung des Stutenseebads maßgeblich. Die Lamellenstruktur ist nicht nur gestalterisches Element, sie optimiert auch die Raumakustik.

Im Umkleide- und Eingangsbereich ist die tiefer liegende Holzrippendecke mit einer gelochten, weiß lasierten Akustikdecke aus Seekieferplatten verkleidet.

Und alle sind glücklich

Der kommunale Schwimmbadbau hat immer viel mit Budget und Betriebskosten zu tun. Und mit den heterogenen Nutzergruppen, die so alle ihre Ansprüche anmelden. Und natürlich mit Nachhaltigkeit, was man in diesem Zusammenhang mit Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit übersetzen kann.

Das Stutenseebad bietet verschiedene Angebote für verschiedene Nutzergruppen. Alles unter einem Dach, alles klar strukturiert und elegant umgesetzt; mit Holzdecken, Glasfassaden, Sichtbeton, Feinsteinzeug und Mosaikfliesen. Ein eigentlich kleines Bad, das ausgesprochen großzügig wirkt. Und alle sind glücklich.

Es gibt vermutlich nicht viele Städte dieser Größenordnung, die ihren Bürgern ein solches Bad bieten können.

PROJEKTDATEN

Architekt

4a Architekten GmbH
Hallstraße 25
70376 Stuttgart

Bauherr

Stadt Stutensee
Rathausstraße 3
76297 Stutensee

Team

Planung:
Anke Pfudel-Tillmanns (Projektleitung), Kateryna Shelegon
Ausschreibung und Vergabe:
Markus Christ, Simone Mann, Silvia Nanz und Jan Vollstedt
Bauleitung: Philipp Schmid
Bauleitung ab 01/2018: 2Plus Baumanagement

Standort

Stutensee-Bad
Erich-Kästner-Straße 3
D – 76297 Stutensee

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

September 2018

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

David Matthiessen

FOTOS

PLÄNE

VIDEO

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
Probieren Sie uns aus.

Newsletter

Hafenbad Aarhus

Das pralle Leben

Das Hafenbad Aarhus

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Maximale Lebensdauer

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Maximale Substanz

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Projektdaten

Architekt

BIG

Fotograf

Rasmus Hjortshoj

Standort

Aarhus Harbor Bath
DK – 8000 Aarhus

Team

Partner: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær, Andreas Klok Pedersen Project Leader: Jesper Bo Jensen, Søren Martinussen
Team: Annette Birthe Jensen, Franklin Natalino Simao, Giedrius Mamavicius, Jacob Lykkefold Aaen, Jakob Ohm Laursen, Johan Bergström, Kristoffer Negendahl, Lucian Tofan, Nicolas Millot, Richard Howis, Ryohei Koike, Soo Woo

Eröffnung

2018

Autor

BIG

Luftbild

Danke, Google!

Bilder

Oasia Hotel

Ein wuscheliger grüner Turm

Das Oasia Hotel Singapur

Oasia Hotel

Singapur ist ein dicht besiedelter Stadtstaat, in dem Grund und Boden rar sind. Flächensparende Hochhäuser sind daher schlichte Notwendigkeit. Neue Maßstäbe im Häusermeer des Geschäftsviertels von Singapur setzt das 2016 fertiggestellte Oasia Hotel der gleichnamigen Hotelgruppe. Im Gegensatz zu konventionellen Hochhaus-Türmen, die hermetisch abgedichtet und klimatisiert sind, verbindet dieses vom einheimischen Büro WOHA entworfene Gebäude in beeindruckender Weise Architektur und Natur sowie Innen und Außen. Diesen hohen Anspruch spiegeln auch die diversen Pools des Hauses wider. Sie wurden als Teil des gesamten Designkonzepts von der spanischen Architektin und Designerin Patricia Urquiola gestaltet, die in Mailand lebt und dort ihr international renommiertes Studio betreibt.

Pools und Architekturkeramik

Für die Pools des Oasia Hotel verwendete Patricia Urquiola Keramikfliesen des Systems ChromaPlural der deutschen Marke Agrob Buchtal Architekturkeramik. Jeder Pool hat seinen eigenen Charakter. Der Pool im 21. Stock ist stylishe Location für den dortigen Lounge-Club: Der 1,20 Meter tiefe Pool mit dynamischem Winkelmuster aus hell- und dunkelblauen Fliesen wird ergänzt durch flache Becken, in denen man sich die Füße kühlt, während man an seinem Cocktail nippt.

Der Top Roof Pool

Der Top Roof Pool ganz oben im 27. Stock wird durch das in der Mitte liegende Dachrestaurant geteilt. Auch diese Becken beinhalten 1,20 Meter tiefe und flache Bereiche mit Liegen, in denen es sich trefflich erholen lässt. Anders als bei den meisten Dachbereichen von Hotels, deren Attraktion in der Regel ein weitschweifender Panoramablick ist, wird die Sicht auf die Skyline der Stadt im Oasia Hotel fast vollständig vom bewachsenen Schirm verdeckt – ein weiterer Beleg dafür, wie unkonventionell die Architektur von WOHA ist. Anstelle eines aufregenden Ausblicks offeriert dieser höchste Teil des Gebäudes eine Zone mit überraschender Intimität und bildet eine unerwartete Oase im Großstadtgetümmel.

Das Gebäude

Die Pools sind elementare Bestandteile eines Gebäudes, das durch Farbe, Form und Proportion ein unübersehbares architektonisches Ausrufezeichen setzt. Die erklärte Intention der Architekten war „eine alternative Bildsprache für gewerbliche Hochhausobjekte zu schaffen. Wir wollten innovative Möglichkeiten der Flächennutzung mit einem tropischen Ansatz kombinieren, der zu einem offenen, durchlässigen, wuscheligen, grünen Turm führte.“

Der Turm

Dieser Turm hat eine Höhe von 190 Metern und bietet vier große Außenbereiche in Form von drei riesigen Veranden sowie der erwähnten Dachterrasse. Diese ist mit einem zehn Stockwerke hohen Schirm umgeben, der mit dem gleichen roten Maschengewebe aus Aluminium verkleidet ist wie der Rest des Gebäudes. Die Fassade wird mit der Zeit von 21 verschiedenen Arten von Kletterpflanzen und Reben erobert werden, so dass sich ein lebhafter Kontrast zwischen kräftigen Rottönen und üppigem Grün ergeben wird. Nachhaltig konzipierter Architektur eilt immer noch der Ruf von humorloser Ernsthaftigkeit voraus. Das Oasia Hotel zeigt, dass es auch anders geht, in dem es Nachhaltigkeit mit Heiterkeit kombiniert – ein Begriffspaar ganz im Sinne der Philosophie des Architekturbüros WOHA, das 1994 vom Singapurer Wong Mun Summ und vom Australier Richard Hassell, der seit 1989 in Singapur lebt, gegründet wurde.

Die Sky Gardens

Neben der roten, aber schon bald überwiegend grünen Fassade gehören die so genannten Sky Gardens mit ihrer Bepflanzung, der frischen Luft sowie der daraus resultierenden Durchlüftung zu den begeisternden Nachhaltigkeitsaspekten des Bauwerks. Die Sky Gardens sind die Antwort auf den Wunsch des Bauherrn nach markanten Bereichen. Angesichts der begrenzten Grundfläche entschied sich WOHA für einen Ansatz, der später als „Club Sandwich“ bezeichnet wurde: Es entstanden eine Reihe unterschiedlicher Schichten, jede jeweils mit ihrem eigenen Sky Garden. Durch diese Gärten, die von WOHA als „erhöhte Erdgeschosse“ beschrieben werden, konnte die „wertvolle, aber begrenzte Grundfläche vervielfältigt werden. So konnten wir geräumige öffentliche Bereiche zur Erholung und Begegnung durch das gesamte Hochhaus hindurch anlegen.“ WOHA zeichnet verantwortlich für die Gesamtarchitektur sowie für das Konzept der übereinander angelegten Schichten.

Das Design

Das eigentliche Design der Sky Gardens und Terrassen ist das Werk von Patricia Urquiola. Diese Bereiche in den „Öffnungen“ des Gebäudes offerieren erstklassige Entspannungsmöglichkeiten und die Gelegenheit, die urbane Atmosphäre direkt zu erfahren – im Gegensatz zu typischen Wolkenkratzern mit geschlossenen Fassaden. Patricia Urquiola entwarf das komplette Innendesign inklusive der erwähnten Pools sowie die Außenbereiche des Hotels.  Sie erweiterte die heitere und lebendige Architektur von WOHA und betont die Wichtigkeit von Farben als Stilmittel, um dem gesamten Hotel eine eigenständige und zeitgenössische Anmutung zu verleihen. Die 314 Zimmer sind mit maßgefertigten Möbeln ausgestattet, die von Patricia Urquiola exklusiv für das Oasia Hotel entworfen wurden. Nach Auffassung dieser preisgekrönten Interior Designerin sind Hotels faszinierende öffentliche Räume, die Menschen als temporäres Heim dienen. Sie bringt ihre Philosophie folgendermaßen auf den Punkt: „Jedes Projekt und jedes Gebäude sollte seine eigene Identität haben, denn beim Aufwachen möchte man wissen, wo man ist“ – ein Anspruch, den das Oasia Hotel dank seines markanten Charakters perfekt erfüllt. Das Ergebnis ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk der besonderen Art, das selbst aus dem dichten Häusermeer und den vielen spektakulären Bauten Singapurs herausragt – nicht auf Grund kurzlebiger Effekthascherei oder schierer Größe, sondern wegen der prägnanten Handschrift, die Individualität und selbstbewusste Präsenz vermittelt, aber zugleich Leichtigkeit und Lässigkeit.

Projektdaten

Architekt

WOHA 29 HongKong Street Singapur 059668

Innenarchitektur

Patricia Urquiola Via Bartholomeo Eustachi 45 I – 20129 Mailand

Bauherr

Oasia Hotel Downtown 100 Peck Seah St Singapur 079333

Keramikfliesen

AGROB BUCHTAL GmbH Buchtal 1 D – 92521 Schwarzenfeld  

Fotograf

AGROB BUCHTAL GmbH / Infinitude

Autor

Werner Ziegelmeier 
Agrob Buchtal

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016

Bilder

Videos

Suprematist Pool

Gegenstandslos

Der Suprematist Pool in Moskau

Der Zugang zum Fluss

Das Suprematist Pool soll im Stadtzentrum von Moskau entstehen, über dem Fluss Moskwa und neben der Puschkinsky-Brücke und dem Gorki Park. Das Projekt ist eine Ergänzung zur derzeitigen Nutzung des Parks. Erst kürzlich wurde der Uferrand erneuert und mit zeitgemäßen Angeboten versehen. Nun soll auch der Fluss ins Geschehen einbezogen werden, um eine Reihe neuer Möglichkeiten für Sport und Freizeit zu schaffen.

Ein schwimmender Pool auf dem Fluss eröffnet neue Blickwinkel. Der Suprematist Pool besteht aus verschiedenen schwimmenden Komponenten, die ganz neue Perspektiven eröffnen. Das Bad kann im Winter demontiert und eingelagert werden: ein temporäres, schwebendes Element.

Die reine Gegenstandslosigkeit

Die formale Komposition und Konzeption des Suprematist Pool basiert auf dem berühmten Gemälde „Supremus No. 58“von Kasimir Malewitsch, das den Regeln des Suprematismus und seinen Prinzipien der „reinen Gegenstandslosigkeit“ folgt. Dieses Gemälde diente den Planern von 100 Architects als ästhetische Inspiration, da es „aufgrund seiner geometrischen Komposition ein geeignetes visuelles Objekt der russischen Kultur“ sei.

Kleiner Exkurs: Der Suprematismus beeinflusste auch De Stijl und das Bauhaus, vor allem durch El Lissitzky. Es handelt sich dabei um die erste konsequent ungegenständliche Kunstrichtung. Die unterscheidet sich von der abstrakten insofern, als ihre Formen keine Abstraktionen (also Verwesentlichungen oder Vereinfachungen) von sichtbaren Gegenständen sind. Der Suprematismus ist eine von Gegenstandsbezügen befreite konstruktive Kunstrichtung. Sie stellt die Reduktion auf einfachste geometrische Formen in den Dienst der Veranschaulichung „höchster“ menschlicher Erkenntnisprinzipien.

Das Programm

Programmatisch verbindet ein schwebendes Holzdeck das Flussufer mit dem Suprematist Pool und seinen schwimmenden Plattformen, auf denen sich die Becken befinden. Diese Plattformen sind miteinander verbunden und werden entsprechend dem Gemälde von Kasimir Malewitsch ausgebildet. Seine Struktur wird aus Metall und Holz gebaut, mit Glasfaserrümpfen an den Seiten, die durch eine Stahlkonstruktion verbunden werden. So entstehen unabhängige schwimmende Plattformen, die sich je nach den saisonalen Bedürfnissen zusammensetzen lassen – oder eben nicht.

Neue Wahrnehmung

Auf dem Deck befinden sich auch die notwendigen Nebenräume wie Duschen und Umkleideräume. Ihr Grundriss entspricht ebenfalls exakt der geometrischen Komposition des Bildes von Malewitsch. Städtebaulich gesehen ist der Suprematist Pool eine Erweiterung des umgebenden Parks, der Wert der angrenzenden Wohngebiete wird somit gesteigert. Das Projekt verstärkt aber auch unser Gefühl für die Bedeutung von Freizeit im urbanen Kontext, es bietet eine neue und damit ungewöhnliche Wahrnehmung der Stadt. Das ist wichtig.

Projektdaten

Architekt

100 Architects CN – Shanghai

Team

Marcial Jesus, Madalena Sales

Luftbild

Danke, Google!

Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

100 Architects

Pin It on Pinterest