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Kastrup Sea Bath

Das wird ja immer schöner

Das Kastrup Sea Bath bei Kopenhagen

White arkitekter AB

Das Juwel

Das Kastrup Sea Bath ist eines von vielen architektonischen Juwelen der Ørestad-Region von Kobenhagen. Das Meeresbad ist Teil des Kastrup Strandparks an der Ostküste von Amager. Es wurde bereits im Jahr 2005 als inklusive Freibadanlage konzipiert und verwandelte eine vergessene Brachfläche in eines der bezauberndsten, bekanntesten und beliebtesten Freizeitziele Dänemarks.

Die Schnecke

Das Kastrup Sea Bath wird auch „Die Schnecke“ genannt. Es besteht aus einer Schwimmbadüberdachung sowie einem Strand- und Dienstleistungsgebäude mit Toiletten und Umkleideraum. Die Form war die Antwort auf den nach Norden ausgerichteten Strand; ein hölzerner Pier erstreckt sich vom Ufer aus ins Wasser und windet sich um diesen herum. So entsteht ein nach Süden ausgerichtetes, rundes Gebilde.

Der Pier

Der Pier erhebt sich langsam über den Meeresspiegel und endet in einer fünf Meter hohen Sprungbühne. Die runde Form schafft einen konzentrierten Innenraum, der Schutz vor dem Wind und den perfekten Rückzugsort zum Schwimmen und Sonnenbaden bietet. Am Pier entlang verläuft eine durchgehende Bank, die zusätzliche Freiräume für Freizeit und Reflexion bietet.

Die Inklusion im Jahr 2005

Inklusion war auch zu Beginn des Jahrtausends schon ein wichtiger Teil des Konzepts. Das Kastrup Sea Bath wurde als unkonventioneller Rahmen für Outdoor-Sportarten konzipiert. Es eignet sich für ruhiges Abendschwimmen genau so wie für Bewegung oder Spiel – unabhängig vom Alter und von körperlicher Mobilität. Rampen und andere Sonderfunktionen ermöglichen auch den weniger mobilen Besuchern den vollen Zugriff auf jeden einzelnen der 870 Quadratmeter Holzdeck. Das Kastrup Sea Bath ist jederzeit für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Nachhaltiges Wahrzeichen

Die einzigartige, dynamische und skulpturale Form des Kastrup Sea Bath ist ein sichtbares Wahrzeichen von Strand, Meer und Luft. Die Silhouette des Bades verändert sich ständig, mit fast jeder Bewegung. Die Form selbst erinnert an ein Amphitheater. Von hier aus kann man sehen und gesehen werden; ein Umstand, an den man sich bei der Nutzung solch belebter und beliebter Anlagen stets erinnern sollte.

Das Material

Azobé ist ein afrikanisches Hartholz. Es wurde aufgrund seiner außergewöhnlichen Langlebigkeit und Ästhetik ausgewählt. Azobé hat die gleiche Lebensdauer wie Stahl und ist resistent gegen Fäulnis und Holzwurm, so dass das Kastrup Sea Bath von mehreren kommenden Generationen genossen werden kann.

Die Nacht

In der Nacht und in der langen, dunklen Nebensaison betont die dramatische Beleuchtung das skulpturale Design und erhöht das ästhetische Erlebnis – und die Sicherheit. Eine Reihe von großen Deckenleuchten erhellen das Gehäuse. Das Licht wird von den Wänden reflektiert und taucht den gesamten Beckenraum sanft in warmweißes Licht. Im Kontrast dazu werden die offenen Treppe und die Sprungbühne durch am Steg befestigte, blau leuchtende LED-Strahler inszeniert.

Awards

Das Kastrup Sea Bath erhielt im Jahr 2006 den Architectural Review Award for Emerging Architecture. Ein Jahr später wurde das Bad für den Mies van der Rohe Award nominiert, 2009 gewann es den IOC/IAKS Award und den IPC/IAKS Sonderpreis.

Und wenn man sich aktuelle Bilder des Bades in den sozialen Medien ansieht, dann muss man sagen: Das Kastrup Sea Bath hätte noch viel mehr Preise verdient.

PROJEKTDATEN

Architekt

White arkitekter AB
Östgötagatan 100
Box 4700
116 92 Stockholm
Schweden

Bauherr

Verwaltung von Tårnby

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Standort

Kastrup Sea Bath
Amager Strandvej 301
2770 Kastrup
Dänemark

Eröffnung

2005

Luftbild

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About

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La Esperanza

Mitten im Leben

Das Schwimmbad der Schule La Esperanza in Puerto Rico

Fuster + Architects

La Esperanza

Das Schwimmbad der Schule La Esperanza in der puerto-ricanischen Hauptstadt San Juan ist als therapeutische Einrichtung konzipiert. Sie wird hauptsächlich von Kindern mit körperlichen Behinderungen im Alter zwischen fünf und 16 Jahren genutzt. Die Entwicklung der Schule (Luis Pales Matos) ist sehr erfreulich: Die Schülerzahl ist in fünf Schuljahren um 19% und auf 238 Schüler angewachsen. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis von 5:1 ist das niedrigste in Puerto Rico.

Die Einrichtungen sind öffentlich zugänglich, werden aber in erster Linie von den Schülern der Schule genutzt. So erklären sich auch die gelblich-grüne Gestaltung (die Farbe heißt „verde esperanza“) und das Wort „esperanza“ („Hoffnung“) auf dem Boden des Hauptbeckens. Dies ist das erste Gebäude seiner Art in Puerto Rico.

Situation

Das Bad entstand auf einem ungenutzten Parkplatz neben der Schule. Eine Fußgängerpassage verbindet die Einrichtung mit der Schule. Dieser Standort ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Darüber hinaus bietet er Raum für eine mögliche zukünftige Expansion.

Die Protagonisten des Entwurfs von Fuster + Architects sind das Licht und der Himmel. Die Einbeziehung des natürlichen Lichts und, damit verbunden, eine sich ständig verändernde Atmosphäre ist ein elementarer Bestandteil des Bades. Es entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Nutzer und der Natur, die den therapeutischen Prozess fördert.

Architektur fördert

Der Entwurf konzentriert sich auf die Förderung der Badegäste, auf ihr räumlichen Erleben und Wohlbefinden. Die klinischen Anforderungen, die für einen solchen therapeutischen Raum erforderlich sind, werden selbstverständlich erfüllt. Dies gilt auch für die Regeln des universellen Designs und der Inklusion. Gut sichtbare Ausstattungsmerkmale wie Rampen und Handläufe sind vorhanden, dominieren aber nicht den Raumeindruck. Dies unterscheidet das Schwimmbad der Schule La Esperanza von anderen Projekten seiner Art – und stärkt das Benutzererlebnis ganz erheblich.

Jeder Pool wird wie ein Innenhof behandelt; ein typisch puerto-ricanisches Designelement, das in der kolonialen und landestypischen Architektur der Insel verwurzelt ist. Aus den Becken heraus rahmen die Deckenöffnungen mit ihren hohen zylindrischen Brüstungen den Himmel ein und schaffen eine direkte Beziehung zwischen Nutzer und Himmel. Dies ist wichtig, denn Kinder erhalten Therapien, während sie im Wasser auf dem Rücken liegen und nach oben schauen.

Einladende Atmosphäre

Das für den Bau verwendete Material ist Strukturbeton mit einem wärmeisolierenden Schaumkern, der mit Strukturmörtel beschichtet ist. Diese Maßnahme wirkt sich günstig auf die Temperatur im Bad aus. Das introvertierte Design blockiert äußere Ablenkungen und „macht Platz“ für ausreichend natürliches Licht.

Die zylindrischen Formen und Kurven des Swimmingpools der Schule La Esperanza betonen den introvertierten und ruhigen Charakter des Raumes. Es entsteht eine entspannte und einladende Atmosphäre, die für jede Form von Therapie hilfreich ist. Ein kleiner Wasserstrom, der als Teil des Filtersystems in das Hauptbecken fließt, erzeugt ein subtiles, plätscherndes Geräusch. Auch solch kleine Maßnahmen unterstützen eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung.

Im Gegensatz zum hellen Äußeren (verde esperanza) ist der innenraum überwiegend weiß und neutral. Das ist beruhigend und therapeutisch, aber eben auch elegant und mitten im Leben.

PROJEKTDATEN

Architekt

FUSTER + Architects
P.O. Box 9023387
San Juan
Puerto Rico

Team: Nataniel Fúster, Heather Crichfield, Sadie Winslow, Santiago Garramuño, José Pagán, Luis R. Albaladejo

Bauherr

Municipality of San Juan
Bürgermeisterin Carmen Yulín Cruz
Puerto Rico

Bauunternehmen

BIM Contractors

Standort

La Esperanza
Calle 19 Ne Pto Nuevo
San Juan
PR 00921

Luftbild

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Eröffnung

2015

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

FUSTER + Architects

FOTOS

VIDEO

About

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Waterfront Cultural Center

Pyramiden im Hafen von Kopenhagen

Das Waterfront Cultural Center
Kengo Kuma & Associates mit Cornelius Vöge, Søren Jensen und Niels Sigsgaardn

Das Ziel

Kengo Kuma & Associates haben, in Zusammenarbeit mit Cornelius Vöge, den Ingenieuren von Søren Jensen und Niels Sigsgaard, den Wettbewerb für den Entwurf des Waterfront Cultural Center für Kopenhagen gewonnen. Ihr Projekt kombiniert auf originelle und ausdrucksstarke Weise Einrichtungen für Freizeit und Sportvereine mit dem Thema Hafenbad.

Das neue Waterfront Cultural Center inklusive Hafenbad auf Paper Island will die Bedeutung des Wassers für die Geschichte, Kultur und das pulsierende städtische Leben von Kopenhagen hervorheben. Der Hafen ist das Tor, das wesentlich zur Entwicklung der Stadt beiträgt. Die Uferpromenade ist sowohl Bühne als auch Kulisse für kulturelle Einrichtungen und den hochwertigen öffentlichen Bereich. Hier wird das städtische Leben geprägt.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Erlebnis von Landschaft, Kunst und Architektur, die durch das Wasser vereint werden. Kengo Kuma & Associates wollen die vielfältigen Erfahrungen mit Wasser darstellen, die die menschlichen Sinne ansprechen: Licht und Schatten, Dampf, Nebel und Strömung.

Die Pyramiden

Das Projekt ist Teil eines umfassenden Entwicklungsplans für die Insel Paper Island. Die Architektur beeindruckt durch vitale Variationen des Themas Pyramide. Dies ist nach Auskunft der Planer eine Antwort auf die Gestaltungsrichtlinien für die Dächer von Christiansholm – und gibt dem Waterfront Cultural Center seine ganz eigen Identität.

Das Waterfront Cultural Center soll ein spontaner, offener Ort sein, der die pulsierende und dynamische Natur der heutigen Paper Island widerspiegelt. Unter Ausnutzung der im Masterplan definierten prominenten Ecklage des Projekts wird die Erdgeschossebene von innen nach außen und zum Meer in einer einzigen Geste entwickelt. Die terrassenförmige und kaskadierende Begrünung der Eingangsebene schafft eine expansive, kontinuierliche Wahrnehmung der Wasseroberfläche von der Halle bis zum Hafen. Der Entwurf will diese Kante aufweichen und die Grenze zwischen Wasser und Land auflösen – so Kengo Kuma & Associates.

Fast übertrieben

Baukörperformen und architektonische Räume entstehen durch Addition und Subtraktion von positiven und negativen Volumina. Durch Schieben und Ziehen entsteht eine Reihe von unterschiedlichen, aber immer kegelförmigen Volumina – was nicht passt, wird passend gemacht. Die extrudierten, kegelförmigen Dächer entsprechen der Anordnung der Schwimmbecken im Erdgeschoss. Jeder Pool hat einen unverwechselbaren Raum im fast übertriebenen Maßstab, mit konzentriertem Licht und Schatten durch große Oberlichter darüber.

Die Ebene über dem Erdgeschoss ist definiert als der Negativabdruck dieser extrudierten Dachmengen. Hier entstehen ein Freibad und ein Thermalbad. Beide liegen in einer Art Tal zwischen den architektonischen Hügeln. Die Hügel wiederum vermischen Innen und Außen, die klassischen Fassaden werden ein wenig aufgeweicht. Der umgekehrte Kegel in der zentralen Position fungiert als struktureller Kern. Es ist der tiefste Einschnitt, das „Tal“ unter diesen Dächern, in dem sich die Außentreppe befindet.

Die Ziegel

Das Material Ziegel wurde ausgewählt, um eine Beziehung zum Hafen herzustellen und die Qualität und Ästhetik des traditionellen dänischen Handwerks hervorzuheben. Seine haptische Textur und die warmen, natürlichen und erdigen Farbtöne des Mauerwerks passen hier sehr gut hin, gerade als Grenzstein zwischen Innen und Außen. Die Architekten schöpfen das Potenzial dieses kleinmaßstäblichen Materials voll aus. Die kleinen Ziegelsteine ermöglichen das tektonisch geprägte Spiel mit verschiedenen Öffnungen sowie mit Licht und Schatten, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln.

Die Ziegelfassade des Waterfront Cultural Center soll in unterschiedlicher Opazität und Transparenz hell und warm leuchten – vor allem nachts und in der kalten Jahreszeit, wenn die dunklen Stunden lange dauern. Die perforierte Ziegelhaut wird deutlich strahlen und leuchten. Darauf kann man sich ruhig schon mal freuen.

PROJEKTDATEN

Architekt

Kengo Kuma & Associates
Yuki Ikeguchi, Marc Moukarzel, Aigerim Syzdykova, Hannah Appelgren

Team

Kollaborierender Architekt:
Cornelius Vöge
Ingenieure:
Søren Jensen engineers
Beratender Architekt::
Niels Sigsgaard

Illustrationen

Luxigon
Kengo Kuma & Associates

Standort

Trangravsvej 14
1436 København
Dänemark

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Luftbild

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ILLUSTRATIONEN

About

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Stutenseebad

Und alle sind glücklich

Das Stutenseebad in Stutensee

4a Architekten

Alles unter einem Dach

Das Stutenseebad ist ein kommunales Schwimmbad. Das bedeutet unterschiedliche Nutzergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen: Schulen, Vereine, Familien und Hobbyschwimmer aller Altersklassen.

Dazu kommt meist noch ein schmales Budget, in Stutensee auch noch ein kleines Grundstück. Unter diesen Bedingungen eine gestalterisch und wirtschaftlich überzeugende Lösung mit breitem Angebotsspektrum zu realisieren, ist so einfach nicht. 4a Architekten ist das nachhaltig gelungen.

Lage

Das Stutenseebad liegt zwischen dem Schul- und Sportzentrum und dem neuen Festplatz am Ortsrand von Stutensee, einer Stadt mit 24.000 Einwohnern in der Nähe von Karlsruhe.

Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurde der Neubau um zwei Meter über Geländeniveau realisiert. Diese erhöhte Lage verleiht dem Baukörper größere Präsenz und einen selbstbewussten Eingangsbereich mit großzügiger Freitreppe, die sich auch sehr gut als Treffpunkt eignet. Im Inneren ergibt sich aus der Gebäudehöhe mehr Privatheit und eine größere Aufenthaltsqualität.

Architektur und Organisation

Architektonisch gliedert sich das Stutenseebad in zwei zusammenhängende Baukörper, die schon von außen deutlich ablesbar sind. Der eine beherbergt die Badehalle, der andere den Eingangs- und Umkleidebereich.

Die beiden Körper sind annähernd gleich groß und greifen in Form und Materialität ineinander. Beide bieten viel Tageslicht durch großformatige Öffnungen, aber auch geschlossene Elemente, wo es nötig ist. Die Badehalle bietet eine spürbar größere Raumhöhe – auch das tut sowohl der Atmosphäre als auch der Orientierung gut.

Dank der zurückhaltenden Möblierung und der so sachlichen wie eleganten Auswahl von Farben und Oberflächen wirkt das Stutenseebad an jeder Stelle hell, luftig und geräumig.

Angebot

Die Badehalle umfasst ein Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken mit Rutschbahn, Brodelbucht, Nackenschwaller sowie Massagedüsen mit einer Wassertiefe von max. 1,20 Meter sowie einen Kleinkindbereich mit insgesamt 368 m² Wasserfläche.

Eine überdachte Terrasse nach Osten erweitert das Angebot in den Außenbereich. Der nach Süden an die Badehalle angrenzende Eingangs- und Umkleidebereich mit Dusch- und Nebenräumen setzt sich durch die geringere Raumhöhe von dieser ab.

Die beiden Baukörper greifen entlang der gesamten Badehalle in Form und Material ineinander. Das umlaufende Band der Stahlblechfassade zeigt diese Verzahnung auch nach außen.

Bauweise

Die klare Organisation von Badehalle und Umkleidebereich ermöglichte eine kompakte und ökonomische Bauweise mit einem günstigen Verhältnis zwischen Oberfläche und Gebäudevolumen. So lassen sich nicht nur die Baukosten, sondern auch die Kosten im Betrieb reduzieren.

Nach Westen, Norden und Osten bieten teils raumhohe Glasfassaden Ausblicke in die Umgebung (und lassen viel Tageslicht hinein). Die Auskragungen der Bodenplatte und der Dachfläche im Westen ermöglichen die generöse Eingangszone mit Freitreppe. Im Osten gewähren sie den Übergang zum Freibereich mit Liegewiese.

Um den Anteil der Glasfassaden zu reduzieren, wurde die obere Fassadenfläche im Norden geschlossen. Der Ausblick blieb dabei erhalten. Geringere Raumhöhen im Eingangs- und im Umkleidebereich reduzieren das Bauvolumen. Zudem entsteht durch die unterschiedlich hohen Baukörper ein Versatz am Schnittpunkt der Dachflächen, der das Stutenseebad formal und inhaltlich strukturiert. Gleichzeitig versorgt ein Oberlichtband den Innenraum mit zusätzlichem Tageslicht.

Material

Die Materialien im Stutensee-Bad wurden entsprechend ihrer Eignung eingesetzt: Keller- und Erdgeschoss wurden in Sichtbeton ausgeführt, das Tragwerk der weit gespannten Badehalle und des Umkleidebereichs wurde in Holzbauweise errichtet. Auch die abgehängten, akustisch wirksamen Lamellen-Decken und Wandverkleidungen sowie die gelochte Seekieferdecke im Umkleidetrakt wurden in Holz ausgeführt. Dabei sorgte der hohe Vorfertigungsgrad der Holzelemente für eine wirtschaftliche Bauweise und kürzere Bauzeiten.

Die Holzrippendecke wurde vorgefertigt – inklusive Dachentwässerung, Beleuchtung, ELA-Anlage und abgehängter Lamellen-Decke aus heimischer Weißtanne. Die Paneele zwischen den Holzrippen der Decke und an der Wand prägen die Innenraumwirkung des Stutenseebads maßgeblich. Die Lamellenstruktur ist nicht nur gestalterisches Element, sie optimiert auch die Raumakustik.

Im Umkleide- und Eingangsbereich ist die tiefer liegende Holzrippendecke mit einer gelochten, weiß lasierten Akustikdecke aus Seekieferplatten verkleidet.

Und alle sind glücklich

Der kommunale Schwimmbadbau hat immer viel mit Budget und Betriebskosten zu tun. Und mit den heterogenen Nutzergruppen, die so alle ihre Ansprüche anmelden. Und natürlich mit Nachhaltigkeit, was man in diesem Zusammenhang mit Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit übersetzen kann.

Das Stutenseebad bietet verschiedene Angebote für verschiedene Nutzergruppen. Alles unter einem Dach, alles klar strukturiert und elegant umgesetzt; mit Holzdecken, Glasfassaden, Sichtbeton, Feinsteinzeug und Mosaikfliesen. Ein eigentlich kleines Bad, das ausgesprochen großzügig wirkt. Und alle sind glücklich.

Es gibt vermutlich nicht viele Städte dieser Größenordnung, die ihren Bürgern ein solches Bad bieten können.

PROJEKTDATEN

Architekt

4a Architekten GmbH
Hallstraße 25
70376 Stuttgart

Bauherr

Stadt Stutensee
Rathausstraße 3
76297 Stutensee

Team

Planung:
Anke Pfudel-Tillmanns (Projektleitung), Kateryna Shelegon
Ausschreibung und Vergabe:
Markus Christ, Simone Mann, Silvia Nanz und Jan Vollstedt
Bauleitung: Philipp Schmid
Bauleitung ab 01/2018: 2Plus Baumanagement

Standort

Stutensee-Bad
Erich-Kästner-Straße 3
D – 76297 Stutensee

Luftbild

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Eröffnung

September 2018

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotos

David Matthiessen

FOTOS

PLÄNE

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About

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Hafenbad Aarhus

Das pralle Leben

Das Hafenbad Aarhus

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Maximale Lebensdauer

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Maximale Substanz

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Projektdaten

Architekt

BIG

Fotograf

Rasmus Hjortshoj

Standort

Aarhus Harbor Bath
DK – 8000 Aarhus

Team

Partner: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær, Andreas Klok Pedersen Project Leader: Jesper Bo Jensen, Søren Martinussen
Team: Annette Birthe Jensen, Franklin Natalino Simao, Giedrius Mamavicius, Jacob Lykkefold Aaen, Jakob Ohm Laursen, Johan Bergström, Kristoffer Negendahl, Lucian Tofan, Nicolas Millot, Richard Howis, Ryohei Koike, Soo Woo

Eröffnung

2018

Autor

BIG

Luftbild

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Oasia Hotel

Ein wuscheliger grüner Turm

Das Oasia Hotel Singapur

Oasia Hotel

Singapur ist ein dicht besiedelter Stadtstaat, in dem Grund und Boden rar sind. Flächensparende Hochhäuser sind daher schlichte Notwendigkeit. Neue Maßstäbe im Häusermeer des Geschäftsviertels von Singapur setzt das 2016 fertiggestellte Oasia Hotel der gleichnamigen Hotelgruppe. Im Gegensatz zu konventionellen Hochhaus-Türmen, die hermetisch abgedichtet und klimatisiert sind, verbindet dieses vom einheimischen Büro WOHA entworfene Gebäude in beeindruckender Weise Architektur und Natur sowie Innen und Außen. Diesen hohen Anspruch spiegeln auch die diversen Pools des Hauses wider. Sie wurden als Teil des gesamten Designkonzepts von der spanischen Architektin und Designerin Patricia Urquiola gestaltet, die in Mailand lebt und dort ihr international renommiertes Studio betreibt.

Pools und Architekturkeramik

Für die Pools des Oasia Hotel verwendete Patricia Urquiola Keramikfliesen des Systems ChromaPlural der deutschen Marke Agrob Buchtal Architekturkeramik. Jeder Pool hat seinen eigenen Charakter. Der Pool im 21. Stock ist stylishe Location für den dortigen Lounge-Club: Der 1,20 Meter tiefe Pool mit dynamischem Winkelmuster aus hell- und dunkelblauen Fliesen wird ergänzt durch flache Becken, in denen man sich die Füße kühlt, während man an seinem Cocktail nippt.

Der Top Roof Pool

Der Top Roof Pool ganz oben im 27. Stock wird durch das in der Mitte liegende Dachrestaurant geteilt. Auch diese Becken beinhalten 1,20 Meter tiefe und flache Bereiche mit Liegen, in denen es sich trefflich erholen lässt. Anders als bei den meisten Dachbereichen von Hotels, deren Attraktion in der Regel ein weitschweifender Panoramablick ist, wird die Sicht auf die Skyline der Stadt im Oasia Hotel fast vollständig vom bewachsenen Schirm verdeckt – ein weiterer Beleg dafür, wie unkonventionell die Architektur von WOHA ist. Anstelle eines aufregenden Ausblicks offeriert dieser höchste Teil des Gebäudes eine Zone mit überraschender Intimität und bildet eine unerwartete Oase im Großstadtgetümmel.

Das Gebäude

Die Pools sind elementare Bestandteile eines Gebäudes, das durch Farbe, Form und Proportion ein unübersehbares architektonisches Ausrufezeichen setzt. Die erklärte Intention der Architekten war „eine alternative Bildsprache für gewerbliche Hochhausobjekte zu schaffen. Wir wollten innovative Möglichkeiten der Flächennutzung mit einem tropischen Ansatz kombinieren, der zu einem offenen, durchlässigen, wuscheligen, grünen Turm führte.“

Der Turm

Dieser Turm hat eine Höhe von 190 Metern und bietet vier große Außenbereiche in Form von drei riesigen Veranden sowie der erwähnten Dachterrasse. Diese ist mit einem zehn Stockwerke hohen Schirm umgeben, der mit dem gleichen roten Maschengewebe aus Aluminium verkleidet ist wie der Rest des Gebäudes. Die Fassade wird mit der Zeit von 21 verschiedenen Arten von Kletterpflanzen und Reben erobert werden, so dass sich ein lebhafter Kontrast zwischen kräftigen Rottönen und üppigem Grün ergeben wird. Nachhaltig konzipierter Architektur eilt immer noch der Ruf von humorloser Ernsthaftigkeit voraus. Das Oasia Hotel zeigt, dass es auch anders geht, in dem es Nachhaltigkeit mit Heiterkeit kombiniert – ein Begriffspaar ganz im Sinne der Philosophie des Architekturbüros WOHA, das 1994 vom Singapurer Wong Mun Summ und vom Australier Richard Hassell, der seit 1989 in Singapur lebt, gegründet wurde.

Die Sky Gardens

Neben der roten, aber schon bald überwiegend grünen Fassade gehören die so genannten Sky Gardens mit ihrer Bepflanzung, der frischen Luft sowie der daraus resultierenden Durchlüftung zu den begeisternden Nachhaltigkeitsaspekten des Bauwerks. Die Sky Gardens sind die Antwort auf den Wunsch des Bauherrn nach markanten Bereichen. Angesichts der begrenzten Grundfläche entschied sich WOHA für einen Ansatz, der später als „Club Sandwich“ bezeichnet wurde: Es entstanden eine Reihe unterschiedlicher Schichten, jede jeweils mit ihrem eigenen Sky Garden. Durch diese Gärten, die von WOHA als „erhöhte Erdgeschosse“ beschrieben werden, konnte die „wertvolle, aber begrenzte Grundfläche vervielfältigt werden. So konnten wir geräumige öffentliche Bereiche zur Erholung und Begegnung durch das gesamte Hochhaus hindurch anlegen.“ WOHA zeichnet verantwortlich für die Gesamtarchitektur sowie für das Konzept der übereinander angelegten Schichten.

Das Design

Das eigentliche Design der Sky Gardens und Terrassen ist das Werk von Patricia Urquiola. Diese Bereiche in den „Öffnungen“ des Gebäudes offerieren erstklassige Entspannungsmöglichkeiten und die Gelegenheit, die urbane Atmosphäre direkt zu erfahren – im Gegensatz zu typischen Wolkenkratzern mit geschlossenen Fassaden. Patricia Urquiola entwarf das komplette Innendesign inklusive der erwähnten Pools sowie die Außenbereiche des Hotels.  Sie erweiterte die heitere und lebendige Architektur von WOHA und betont die Wichtigkeit von Farben als Stilmittel, um dem gesamten Hotel eine eigenständige und zeitgenössische Anmutung zu verleihen. Die 314 Zimmer sind mit maßgefertigten Möbeln ausgestattet, die von Patricia Urquiola exklusiv für das Oasia Hotel entworfen wurden. Nach Auffassung dieser preisgekrönten Interior Designerin sind Hotels faszinierende öffentliche Räume, die Menschen als temporäres Heim dienen. Sie bringt ihre Philosophie folgendermaßen auf den Punkt: „Jedes Projekt und jedes Gebäude sollte seine eigene Identität haben, denn beim Aufwachen möchte man wissen, wo man ist“ – ein Anspruch, den das Oasia Hotel dank seines markanten Charakters perfekt erfüllt. Das Ergebnis ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk der besonderen Art, das selbst aus dem dichten Häusermeer und den vielen spektakulären Bauten Singapurs herausragt – nicht auf Grund kurzlebiger Effekthascherei oder schierer Größe, sondern wegen der prägnanten Handschrift, die Individualität und selbstbewusste Präsenz vermittelt, aber zugleich Leichtigkeit und Lässigkeit.

Projektdaten

Architekt

WOHA 29 HongKong Street Singapur 059668

Innenarchitektur

Patricia Urquiola Via Bartholomeo Eustachi 45 I – 20129 Mailand

Bauherr

Oasia Hotel Downtown 100 Peck Seah St Singapur 079333

Keramikfliesen

AGROB BUCHTAL GmbH Buchtal 1 D – 92521 Schwarzenfeld  

Fotograf

AGROB BUCHTAL GmbH / Infinitude

Autor

Werner Ziegelmeier 
Agrob Buchtal

Luftbild

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Eröffnung

2016

Bilder

Videos

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Suprematist Pool

Gegenstandslos

Der Suprematist Pool in Moskau

Der Zugang zum Fluss

Das Suprematist Pool soll im Stadtzentrum von Moskau entstehen, über dem Fluss Moskwa und neben der Puschkinsky-Brücke und dem Gorki Park. Das Projekt ist eine Ergänzung zur derzeitigen Nutzung des Parks. Erst kürzlich wurde der Uferrand erneuert und mit zeitgemäßen Angeboten versehen. Nun soll auch der Fluss ins Geschehen einbezogen werden, um eine Reihe neuer Möglichkeiten für Sport und Freizeit zu schaffen.

Ein schwimmender Pool auf dem Fluss eröffnet neue Blickwinkel. Der Suprematist Pool besteht aus verschiedenen schwimmenden Komponenten, die ganz neue Perspektiven eröffnen. Das Bad kann im Winter demontiert und eingelagert werden: ein temporäres, schwebendes Element.

Die reine Gegenstandslosigkeit

Die formale Komposition und Konzeption des Suprematist Pool basiert auf dem berühmten Gemälde „Supremus No. 58“von Kasimir Malewitsch, das den Regeln des Suprematismus und seinen Prinzipien der „reinen Gegenstandslosigkeit“ folgt. Dieses Gemälde diente den Planern von 100 Architects als ästhetische Inspiration, da es „aufgrund seiner geometrischen Komposition ein geeignetes visuelles Objekt der russischen Kultur“ sei.

Kleiner Exkurs: Der Suprematismus beeinflusste auch De Stijl und das Bauhaus, vor allem durch El Lissitzky. Es handelt sich dabei um die erste konsequent ungegenständliche Kunstrichtung. Die unterscheidet sich von der abstrakten insofern, als ihre Formen keine Abstraktionen (also Verwesentlichungen oder Vereinfachungen) von sichtbaren Gegenständen sind. Der Suprematismus ist eine von Gegenstandsbezügen befreite konstruktive Kunstrichtung. Sie stellt die Reduktion auf einfachste geometrische Formen in den Dienst der Veranschaulichung „höchster“ menschlicher Erkenntnisprinzipien.

Das Programm

Programmatisch verbindet ein schwebendes Holzdeck das Flussufer mit dem Suprematist Pool und seinen schwimmenden Plattformen, auf denen sich die Becken befinden. Diese Plattformen sind miteinander verbunden und werden entsprechend dem Gemälde von Kasimir Malewitsch ausgebildet. Seine Struktur wird aus Metall und Holz gebaut, mit Glasfaserrümpfen an den Seiten, die durch eine Stahlkonstruktion verbunden werden. So entstehen unabhängige schwimmende Plattformen, die sich je nach den saisonalen Bedürfnissen zusammensetzen lassen – oder eben nicht.

Neue Wahrnehmung

Auf dem Deck befinden sich auch die notwendigen Nebenräume wie Duschen und Umkleideräume. Ihr Grundriss entspricht ebenfalls exakt der geometrischen Komposition des Bildes von Malewitsch. Städtebaulich gesehen ist der Suprematist Pool eine Erweiterung des umgebenden Parks, der Wert der angrenzenden Wohngebiete wird somit gesteigert. Das Projekt verstärkt aber auch unser Gefühl für die Bedeutung von Freizeit im urbanen Kontext, es bietet eine neue und damit ungewöhnliche Wahrnehmung der Stadt. Das ist wichtig.

Projektdaten

Architekt

100 Architects CN – Shanghai

Team

Marcial Jesus, Madalena Sales

Luftbild

Danke, Google!

Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

100 Architects

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Sørenga Sjøbad

Schwimmendes Oslo

Sørenga Sjøbad

Sørenga Pier und Sørenga Sjøbad

Der mittlere Teil des Sørenga Piers in Oslo bietet jetzt einen neuen Parkbereich, der in einen Strand mit Strandbad übergeht: Sørenga Sjøbad. Rund um den Pier entstand eine neue Hafenpromenade, die zu einem hölzernen Schwimmsteg mit Sprungbrettern, 50 m-Becken und einem 200 m² großen Meerwasserbecken führt. Der Strand und das Meerwasserbecken von Sørenga Sjøbad liegen am Fjord und bieten einen weiten Blick auf die Insel Hovedøya und das Stadtzentrum mit der Oper Oslo. Das neue Gebiet bietet im Sommer viele Möglichkeiten für wasserbezogene Aktivitäten und wird ganzjährig als Erholungszentrum genutzt. Das 50 Meter lange Meeresschwimmbecken ermöglicht Trainings- und Wettkampfbetrieb. Es beinhaltet einen Sprungturm, Sitzgelegenheiten und Freiluftduschen. Die schwimmende Konstruktion und alle Elemente sind mit einem Holzbelag verkleidet, ein verbindendes Element mit der Hafenpromenade.

Masterplan

Die Idee eines öffentlichen, schwimmenden Parks war ein wesentlicher Bestandteil des Masterplans und des Designwettbewerbs für Sørenga Sjøbad, der im Jahr 2005 von den Architekten LPO (Oslo) und Kristine Jensens Tegnestue (Aarhus) gewonnen wurde. Jede neue Anlage am Pier muss vor Stößen durch den unwahrscheinlichen, aber möglichen Fall einer Schiffskollision geschützt werden. Die technische Lösung bestand darin, das Wasser zum Pier hin flacher zu halten, wodurch der neue Strand ermöglicht wurde. Das Konzept für den Park besteht darin, die Landseite von der schwimmenden Struktur so zu trennen, dass das Wasser zum aktiven Teil des Parks wird. Die hölzerne Oberfläche des Stegs ist ein großer offener Raum mit einem rauen und robusten Ausdruck, der Elemente aus ehemaligen Hafenanlagen widerspiegeln soll.

One size fits all

Die neuen Erholungsgebiete in Sørenga Sjøbad sind sowohl für die neuen Bewohner der Piergegend als auch für die Stadt als Ganzes gedacht. Der Strand und das Meerwasserbecken von Sørenga Sjøbad sind bereits ein beliebtes neues Erholungsziel in einem Teil von Oslo, der sich im Umbruch befindet – und für eine Innenstadt, die keinen physischen Kontakt zum Meer hat.

Struktur

Die Anlegestelle wurde als holzgedeckte Betonkonstruktion gebaut. Sie ist 190 Meter lang und 28 Meter breit, wiegt 4.650 Tonnen und umfasst eine Fläche von ca. 3.700 m². Im Inneren des Betons befinden sich 5.800 m³ wasserfestes Polystyrol. Der Park und die Promenade von Sørenga Pier und Sørenga Sjøbad wurden in Bezug auf Materialität, Rampenübergänge und Orientierungsmöglichkeiten universell gestaltet. Alle Holzflächen wurden mit einem umweltfreundlichem, patentierten Verfahren bearbeitet, das die Eigenschaften von nachhaltigem Nadelholz mit einer biobasierten Flüssigkeit verbessert. Das Verfahren modifiziert die Holzzellenwände dauerhaft und verleiht dem Steg den Charakter von Hartholz und eine satte braune Farbe. Mit der Zeit verblasst die Oberfläche, behält aber ihre technischen Eigenschaften.

Projektdaten

Architekt

LPO arkitekter

Rosenborggata 19C

NO – 0356 Oslo

Team

Architect Kristine Jensens Tegnestue 

Dr.Ing. A. Aas-Jacobsen (Structural engineering)

Norconsult AS (Landscape architect)

 

Bauherr

Bjørvika Infrastruktur AS

Eröffnung

2015

Standort

Sørenga Sjøbad

0194 Sørengkaia

NO – Oslo

Luftbild

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Fotograf

Tove_Lauluten

Foto MK AS

Sorenga Utvikling AS

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Noorderparkbad

Wellenlänge

Das Noorderparkbad in Amsterdam

Pavillon im Park

Das Noorderparkbad in Amsterdam ist ein freistehendes Gebäude mit einem freundlichem, luftigen Erscheinungsbild. Die Zonierung und Staffelung der Gebäudemassen sowie die fließenden Übergänge zwischen innen und außen machen das Bad schlank und unaufdringlich. Die Planer von de Architekten Cie. aus Amsterdam nennen es einen Pavillon im Park.

Die weich geformten Volumen und der geschwungene „Vorhang“ sind die Vermittler zwischen Gebäude und Park. Zwei gestapelte Volumen bestimmen die Form des Noorderparkbades. Durch die Verschiebung des oberen Volumens nach hinten fügt sich das Gebäude gut in die Größe des Parks und des benachbarten Wohngebietes ein. Darüber hinaus ermöglicht der Versatz des oberen Geschosses das Eindringen von Tageslicht bis tief in das Gebäude.

Der Vorhang

Der wellenförmige Regenvorhang ist das markanteste Gestaltungselement des Noorderparkbades. Nach den Worten der Architekten will uns dieses Element die enge Verbindung zwischen dem Bad und dem Wasser vermitteln. An einem regnerischen Tag fließt das Wasser wie ein Wasserfall den Vorhang hinunter und macht erlebbar, wie aus Regenwasser Badewasser wird. An sonnigen Tagen schimmert und glitzert der Vorhang, im Winter verwandeln die Eiskristalle das Gebäude in einen Eispalast. Außerdem markiert der Vorhang theatralisch die Eingänge zum Pool: Er wird zum Eingang hin offener und führt den Besucher in das Gebäude.

Family Pool

Das Noorderparkbad ist das neue öffentliche Familienbad für den Norden von Amsterdam und soll eine wichtige soziale Funktion erfüllen. Das traditionelle Thema eines Badehauses als Treffpunkt für die Nachbarschaft spiegelt sich in der Atmosphäre des Interieurs wider. Intime geschlossene Räume wechseln sich mit hohen Decken und Oberlichtern ab. Die rautenförmige Dachkonstruktion aus Holz und die Verarbeitung von Böden, Decken und Wänden in traditionellen Materialien verleihen dem Gebäude – Wärme.

Nachhaltigkeit

Die Ansprüche an die nachhaltige Gestaltung des Noorderparkbades sind hoch und werden bereits im Grundriss berücksichtigt. Wie eine wärmende Decke werden daher die Nebenfunktionen um die drei Schwimmhallen gewickelt, die auf hohe Temperaturen beheizt werden. Nur die Südfassaden haben keinen Klimapuffer, so dass die Sonne den Raum heizt und die Besucher den schönen Blick über den Park genießen können.

Projektdaten

Architekt

de Architekten Cie. B.V.

Keizersgracht 126

NL – 1015 CW Amsterdam

Team

Branimir Medić, Pero Puljiz

Hans Hammink, Lars van Hoften, Louis Afonso, Paulos Kinfu, Rink Alberda, Theo Martens, Ernst van Raaphorst

Bauherr

Stadt Amsterdam

Eröffnung

2015

Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

de Architekten Cie. B.V.

Standort

Het Noorderparkbad

Sneeuwbalweg 5

NL – Amsterdam

Luftbild

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Wasserpark Aqualagon

Spektakel pur

Water Park Aqualagon nahe Villages Natures Paris

Neue Landmarke

Als die Planer von Jacques Ferrier Architecture den Grundriss des Wasserpark Aqualagon konfigurierten, orientierten sie sich vor allem an den vorherrschenden Windrichtungen und dem Weg der Sonne durch das Gebäude. Geschützt vor kalten nordöstlichen Winterwinden und eingebettet in den Wald öffnet sich der Wasserpark nach Westen, um bei warmem Wetter die kühlen Brisen zu nutzen.

Mit dem Blick nach Südwesten wird der Wasserpark Aqualagon das ganze Jahr über von Licht durchflutet. Im Winter kommt möglichst viel Sonnenlicht hinein, im Sommer schützen die Terrassen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung.

Wie eine Origami-Skulptur glich schon der Entwurf einer sich entfaltenden Natur, die in etwa 35 m Höhe gipfelt: gebaute Landschaft, die in den Himmel ragt. Die Struktur ist bereits von Weitem aus gut sichtbar und wurde schnell zum Bezugspunkt und Symbol für Villages Nature, einem Ferienort in der Nähe von Euro Disney Paris.

Die Welt, die aus dem See entstand

Der Wasserpark Aqualagon wird von Wasser umgeben. Die luftig wirkende Konstruktion wird von hängenden Gärten überlagert und, so sehen das die Architekten, spielt mit Wasser und Transparenz. Die Terrassen sind öffentlich zugänglich, also auch für Nichtbadegäste. Sie öffnen sich zu den Wasserfällen, Wasserpflanzen sowie dem gelegentlichem Nebel und Dampf. Der Park ist eine Art Leuchtturm, der von allen Bereichen der Villages Nature aus sichtbar ist.

Origami und Aussicht

Jacques Ferrier Architecture sprechen von „origami structure“ und beziehen die Konstruktion ausdrücklich in das Besuchererlebnis mit ein. Origami ist die Kunst, aus einem einfachen Blatt Papier zwei- oder dreidimensionale Objekte zu formen – das bekannteste Ergebnis dürfte der Papierflieger sein. Im Wasserpark Aqualagon ist die Gebäudestruktur von innen und außen erlebbar und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Dörfer und die weitere Landschaft – oder halt in das Inneres des Wasserparks.

Zu diesem Zweck gibt es auch einen Rundgang um das Gebäude. Man kann aber auch einen Aufzug nutzen, um an den höchsten (Aussichts-)Punkt zu gelangen.

Transparenz und Richtung

Wenn sich die Origamistruktur entfaltet, entstehen Räume, die nur von großen Glasscheiben begrenzt werden. So kommt das Licht hinein und der Besucher kann die Beziehung zwischen Innen und Außen praktisch durchgängig erleben. 

An der Spitze des Gebäudes befindet sich eine transparente Kuppel mit einer bemerkenswerten Geometrie. Darunter kann man schwimmen und in den Himmel schauen. Diese Kuppel formt auch die Silhouette des Wasserparks.

Struktur und Dachform wurden so optimiert, dass sie aus den Becken heraus kaum wahrnehmbar sind. Die Besucher sollen sich möglichst wie draußen fühlen. Das Licht durchflutet den Wasserpark. Diese Wirkung wird durch die Ausrichtung des Gebäudes, die Lichtreflexionen und die Streuung des natürlichen Lichts nach Bedarf und Funktion verstärkt oder gemildert.

Pläne

Ein permanentes Spektakel

Alle Elemente des Wasserparks Aqualagon sind auf Spektakel ausgerichtet. Alles will dem Besucher ein Erlebnis verschaffen: das Tragwerk, natürlich die riesige Schwimmhalle, aber auch die bepflanzten Terrassen, deren Ökosystem einen Lehrpfad bildet. Weitere Elemente wie geothermische Energie und Wasserrecycling verschaffen dem Projekt auch eine gewisse ökologische Nachhaltigkeit.

Die Anhäufung von Ebenen, die sich aus der „Entfaltung“ des Tragwerks ergibt, schafft zuschaltbare Bereiche für zum Beispiel Sonnenliegen, Terrassen oder Restaurants. Diese können je nach Bedarf und Besucheraufkommen zugeschaltet werden – oder eben halt nicht.

Auch im Außenbereich wird ständig etwas geboten: Mehrmals täglich kommt ein Schiff, auf dem Konzerte und Shows stattfinden. Dann wird der Wasserpark zur Kulisse für Shows, Feuerwerke und Lightshows der Villages Nature.

Archipel

Der Eingang zum Wasserpark ist mit einem großen Vorplatz verbunden, an den sich weitere öffentliche Räume wie Foren und Sportanlagen anschließen.

Die Halle, die sich zum See hin öffnet, führt über einen langen Flur zu den Umkleidebereichen und der Gebäudetechnik. Von den Umkleiden kommen die Gäste in die riesige Badehalle: eine große, zusammenhängende Wasserfläche, strukturiert von Inseln unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Funktionen. Diese Inselgruppe (Archipel) erstreckt sich nach außen in die Lagune. Auch hier verschmelzen drinnen und draußen.

Was auf den ersten Blick an ein Gewächshaus denken lässt, fügt sich bei näherer Betrachtung zu einer gut lesbaren, zusammenhängenden Einheit von riesigem Erlebniswert. Das nennt man Kohärenz.

Projektdaten

Architekt

Jacques Ferrier Architecture

24 rue Dareau

F – 75014 Paris

Team

C&E Ingénierie (Envelope and structure engineering)

Interscene Thierry Huau (landscape)

Sensual City Studio (lifeguard station design)

Bauherr

Villages Nature Paris

(Pierre et Vacances-Center Parcs _ Euro Disney SCA)

Eröffnung

2017

Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

Jacques Ferrier Architecture

Standort

Water Park Aqualagon

Route de Villeneuve

F – 77700 Bailly-Romainvilliers

Luftbild

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Fotograf

Luc Boegly

Hugo Deniau

Didier Boy De La Tour

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Modellfotos

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Multiplexe Aquatique

Pure Eleganz

Das Multiplexe Aquatique in Saint Gilles Croix de Vie 

Situation

Das Multiplexe Aquatique ist das gebaute Ergebnis eines offenen Architektenwettbewerbs, den Brochet Lajus Pueyo aus Bordeaux gewannen. Bauherr und Betreiber ist Gemeinde von Saint Gilles Croix de Vie im Departement Vendée in Frankreich. Das Projekt befindet sich inmitten einer bemerkenswerten natürlichen Teils von „Natura 2000„. „Natura 2000“ ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Durch ihre erhabene Lage auf einer Art Aussichtspunkt bietet die helle und elegante Haupthalle einen Panoramablick in die umgebende Landschaft. Anders herum betrachtet: Aus der Ferne taucht nur die Haupthalle über den Salzpfannen und dem Wasserweg La Vie auf.

Form passt zu Funktion

Das Dach des Multiplexe Aquatique stellt sich in drei „Blütenblättern“ dar, die über dem Boden schweben. Wie bei Schwimmbädern nicht unüblich, nimmt die Struktur des Gebäudes die Form von Wellen auf. Der gekonnt abstrakte Charakter dieses Daches schwebt geradezu über der Landschaft. Möglich wird dies durch ein umlaufendes, engmaschiges Konstruktionsraster, das an der Fassade längs marschiert und das leichte Dach ganz mühelos trägt. Eine weitere große Qualität des Multiplexe Aquatique ist die geradezu rabiate formale Trennung der Schwimmhallen von den Nebenbereichen. Die Haupthalle kann nur deshalb so glänzen, weil die Umkleiden und die Gebäudetechnik in einem „anderen“ Gebäude untergebracht sind. Diese „andere“ Gebäude schließ sich im Norden an die Haupthalle an und folgt einer völlig anderen Logik. Der Umkleidetrakt ist aus Beton, deutlich flacher und nüchterner als die dominante Schwimmhalle. Dabei machen sich die Planer die natürlichen Topographie zunutze, bringen die Gebäudetechnik kaum erlebbar (und sicher nicht störend) unter und verpassen dem Gebäude einen Putz, der in der Sonne zu schmelzen scheint.

Drinnen

Das Raster der Fassade filtert das Licht und erzeugt Reflexionen in der Landschaft und auf dem Wasser. Die geschwungene Oberfläche des Dachs dient sowohl der Akustik als auch den Lichtverhältnissen. Die weiße Metallstruktur von Tragwerk, Dach und Decke, die klaren Böden, die klaren Zementwände und die Holzverkleidung ergeben eine edle und vornehme Kulisse. Gleichzeitig harmonieren sie bestens ihrer Umgebung. Schon jetzt, noch kein Jahr alt, wirkt die Schwimmhalle zeitlos. Das Multiplexe Aquatique besticht vor allem durch seine verglasten, breiten Räume mit unterschiedlichen Höhen, die eine Spannweite von bis zu 11 Metern haben. Die Versätze der Dächer ermöglichen einen direkten Tageslichteinfall bis in die Mitte der Haupthalle. Die Dachüberstände beteiligen sich am Sonnenschutz und schützen auch im Sommer vor Überhitzung. Das verbaute Glas wurde besonders behandelt, um den Nachhall zu minimieren und die Transparenz im Bad zu maximieren.

Struktur

Die Struktur der Haupthalle ist sehr spezifisch: Oberhalb der Balken ist die Decke mit 1.400 mikroperforierten Dreiecken verkleidet, die die Rundungen des Daches modellieren; eine sichtbare Struktur mit einem System von nicht sichtbaren Verbindungselementen. Das Haupttragwerk aus den weißen Metallgittern steht wie eine Wand hinter der Glasfassade und  ermöglicht es damit, einen komplett stützenfreien Innenraum zu bauen. Die Anordnung der Schwimmbecken längs zur Fassade bringt maximales Sonnenlicht, beste Orientierung und die schönsten Ausblicke in die Umgebung. Eine Architektur der Natur, der Ruhe und der Eleganz. Besser kann man so viel Programm und so viel Architektur in eine solche Landschaft kaum integrieren. Was heißt kaum: Das kann man gar nicht besser machen.

Projektdaten

Architekt

Brochet Lajus Pueyo Hangar G2 – Bassin à flots n°1 Quai Armand Lalande – CS 60056 F-33070 Bordeaux

Team

Paul-Louis Imbaud , Raphaël Masnada DGA Architectes & associés LET’S GROW

Hauptnutzer

Communauté de Communes du Pays de Saint Gilles Croix de Vie

Eröffnung

2017

Autor

Brochet Lajus Pueyo Johannes Bühlbecker More Sports Media

Adresse

ZAC du Gâtineau-4 Rue du Guillon F-85270 Saint-Hilaire-de-Riez

Luftbild

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Fotograf

Jean-François Tremege

Lageplan & Grundriss

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Carpa Olivera

Rutsche und Meerjungfrau

Carpa Olivera in Mexiko

Geschichte

Ursprünglich 1915 erbaut und inspiriert von den Meeresbecken in Lissabon, war und ist die Carpa Olivera ein mit Gezeitenwasser gespeistes Schwimmbecken am Strand von Olas Altas im historischen Zentrum von Mazatlan, einer Stadt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Viele berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit versammelten sich hier, die Touristen kamen in Strömen. Im Jahr 1954 wurde Carpa Olivera von einem Hurrikan verwüstet und zunächst nicht wieder aufgebaut. Mit der Zeit aber kamen die Leute wieder, um den Pool zu benutzen. Im Jahr 2004 wurde die Anlage wieder aufgebaut und modifiziert, fiel aber bald Verwahrlosung und Vandalismus zum Opfer.

Idee

Dieser unbefriedigende Zustand rief das Colectivo Urbano auf den Plan – einen Zusammenschluss von Architekten, Landschafts- und Stadtplanern, das Ideen zur Verbesserung seiner Stadt, also Mazatlan, entwickelt. Dieses Kollektiv schlug dem Eigentümer (Mazatlan Investment Unit) vor, den bedeutenden öffentlichen Raum durch eine Erweiterung zu retten. Dazu sollte der Gezeiten-Pool wieder hergestellt werden und um ein neues spielerisches Element bereichert werden: eine spiralförmige Rutsche, die neben dem traditionellen Publikum (Einheimische und Touristen) auch Familien und Kinder anlockt.

Rutsche

Die Rutsche steht da wie eine robuste und einzigartige Skulptur am Meer. Das ist gut. Das neue, familiäre Publikum übt zudem eine gewisse soziale Kontrolle über die Anlage aus. Eine weiterer, für den nachhaltigen Erfolg der Anlage wichtiger Punkt ist natürlich ihre Wirtschaftlichkeit. Die wird nun durch eine Art Kiosk direkt am Schwimmbecken verbessert. Darüber befindet sich ein offener Bereich mit der schon vorhandenen Skulptur einer Meerjungfrau. Hier gibt es auch Sitzplätze und jede Menge bester Aussicht über die Küstenlandschaft und auf das Meer.

Rampe

Eine Rampe verbindet die Aussichtsebene mit der Beckenebene und der Rutsche. Auch hier sind nun Sitzgelegenheiten vorhanden, von denen aus man sich erholen oder seine Kinder beaufsichtigen kann. Neben dem Kiosk gibt es hier Schatten unter Kokospalmen, Toiletten und Duschen – auch dies wichtige Infrastruktur.

Projektdaten

Architekt

Colectivo Urbano
Architektur:
[H] arquitectos
Jacqueline Meixueiro, Roberto Díaz, Javier Hidalgo
EPArquitectos
Emilio Castañón, Erick Pérez , David Escobar.

Team

Catalina López, Sacnité Flores, Francisco Pérez, Manuel Bernal, Georg Glaubitz

Hauptnutzer

Mazatlan Investment Unit

Eröffnung

2014

Autor

Colectivo Urbano

Johannes Bühlbecker,
More Sports Media

Adresse

Mazatlán
Sinaloa
Mexiko

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Fotograf

Onnis Luque

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