Hafenbad Aarhus

Hafenbad Aarhus

Das pralle Leben

Das Hafenbad Aarhus

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Neue Wege ans Wasser

Das Hafenbad Aarhus ist eine Erweiterung des aktuellem Entwicklungsplans für das neue Hafenviertel „O4“ der zweitgrößten dänischen Stadt, der wie das Bad selbst von BIG stammt. Ähnlich wie das erste Hafenbad der Bjarke Ingels Group in Kopenhagen aus dem Jahr 2002 bieten das Hafenbad Aarhus und die angrenzende Hafenpromenade neue Möglichkeiten, das Wasser zu jeder Jahreszeit zu genießen.

Maximale Lebensdauer

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Maximale Substanz

BIG entwickelte gemeinsam mit Jan Gehl, einem „Experten für urbanes Leben“ einen Rahmen, innerhalb dessen mit einem Minimum an baulichem Aufwand ein Maximum an Substanz und Dauerhaftigkeit entstand. Das Hafenbad Aarhus wächst zickzackförmig in die Insel hinein, erstreckt sich bis in den Hafenpool und wieder zurück. Die Schwimmer können das runde Sprungbecken, ein Kinderbecken, das 50 m lange Rundenbecken oder eine der beiden Saunen unter der öffentlichen Strandpromenade genießen. Diese Promenade dient gleichzeitig als Treffpunkt und Aussichtsplattform für diejenigen, die lieber trocken bleiben wollen.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Bad und Block

Vor dem Hafenbad Aarhus entstand eine Reihe von freistehenden Restaurants, ein Kindertheater, Strandhütten für verschiedene Aktivitäten und andere öffentliche Angebote. In den kommenden Jahren werden in direkter Nachbarschaft große Wohnblöcke entstehen. Durch diese zeitliche Reihenfolge entsteht nachhaltiger öffentlicher Raum, in den zukünftige Bauten eingefügt werden.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Badehose und Laufsteg

Das Hafenbad Aarhus bietet Bewohnern und Besuchern der Insel ein spannendes, geradezu abenteuerlicheres Erlebnis am Wasser. Das Bad kann nicht nur in Badehose genutzt werden, sondern auch als Promenade, die den öffentlichen Raum ins Wasser verlängert und einem historisch für industrielle Zwecke reservierten Bereich neues Leben einhaucht.

Bjarke Ingels schafft auch hier mit wenigen Kunstgriffen den Rahmen, in dem sich das pralle Leben fast von alleine entwickelt. Wer’s kann.

Projektdaten

Team

Partner: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær, Andreas Klok Pedersen Project Leader: Jesper Bo Jensen, Søren Martinussen
Team: Annette Birthe Jensen, Franklin Natalino Simao, Giedrius Mamavicius, Jacob Lykkefold Aaen, Jakob Ohm Laursen, Johan Bergström, Kristoffer Negendahl, Lucian Tofan, Nicolas Millot, Richard Howis, Ryohei Koike, Soo Woo

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Eröffnung

2018

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Autor

BIG

Luftbild

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Bilder

Oasia Hotel

Oasia Hotel

Ein wuscheliger grüner Turm

Das Oasia Hotel Singapur

Oasia Hotel

Singapur ist ein dicht besiedelter Stadtstaat, in dem Grund und Boden rar sind. Flächensparende Hochhäuser sind daher schlichte Notwendigkeit. Neue Maßstäbe im Häusermeer des Geschäftsviertels von Singapur setzt das 2016 fertiggestellte Oasia Hotel der gleichnamigen Hotelgruppe. Im Gegensatz zu konventionellen Hochhaus-Türmen, die hermetisch abgedichtet und klimatisiert sind, verbindet dieses vom einheimischen Büro WOHA entworfene Gebäude in beeindruckender Weise Architektur und Natur sowie Innen und Außen. Diesen hohen Anspruch spiegeln auch die diversen Pools des Hauses wider. Sie wurden als Teil des gesamten Designkonzepts von der spanischen Architektin und Designerin Patricia Urquiola gestaltet, die in Mailand lebt und dort ihr international renommiertes Studio betreibt.

Pools und Architekturkeramik

Für die Pools des Oasia Hotel verwendete Patricia Urquiola Keramikfliesen des Systems ChromaPlural der deutschen Marke Agrob Buchtal Architekturkeramik. Jeder Pool hat seinen eigenen Charakter. Der Pool im 21. Stock ist stylishe Location für den dortigen Lounge-Club: Der 1,20 Meter tiefe Pool mit dynamischem Winkelmuster aus hell- und dunkelblauen Fliesen wird ergänzt durch flache Becken, in denen man sich die Füße kühlt, während man an seinem Cocktail nippt.

Der Top Roof Pool

Der Top Roof Pool ganz oben im 27. Stock wird durch das in der Mitte liegende Dachrestaurant geteilt. Auch diese Becken beinhalten 1,20 Meter tiefe und flache Bereiche mit Liegen, in denen es sich trefflich erholen lässt. Anders als bei den meisten Dachbereichen von Hotels, deren Attraktion in der Regel ein weitschweifender Panoramablick ist, wird die Sicht auf die Skyline der Stadt im Oasia Hotel fast vollständig vom bewachsenen Schirm verdeckt – ein weiterer Beleg dafür, wie unkonventionell die Architektur von WOHA ist. Anstelle eines aufregenden Ausblicks offeriert dieser höchste Teil des Gebäudes eine Zone mit überraschender Intimität und bildet eine unerwartete Oase im Großstadtgetümmel.

Das Gebäude

Die Pools sind elementare Bestandteile eines Gebäudes, das durch Farbe, Form und Proportion ein unübersehbares architektonisches Ausrufezeichen setzt. Die erklärte Intention der Architekten war „eine alternative Bildsprache für gewerbliche Hochhausobjekte zu schaffen. Wir wollten innovative Möglichkeiten der Flächennutzung mit einem tropischen Ansatz kombinieren, der zu einem offenen, durchlässigen, wuscheligen, grünen Turm führte.“

Der Turm

Dieser Turm hat eine Höhe von 190 Metern und bietet vier große Außenbereiche in Form von drei riesigen Veranden sowie der erwähnten Dachterrasse. Diese ist mit einem zehn Stockwerke hohen Schirm umgeben, der mit dem gleichen roten Maschengewebe aus Aluminium verkleidet ist wie der Rest des Gebäudes. Die Fassade wird mit der Zeit von 21 verschiedenen Arten von Kletterpflanzen und Reben erobert werden, so dass sich ein lebhafter Kontrast zwischen kräftigen Rottönen und üppigem Grün ergeben wird. Nachhaltig konzipierter Architektur eilt immer noch der Ruf von humorloser Ernsthaftigkeit voraus. Das Oasia Hotel zeigt, dass es auch anders geht, in dem es Nachhaltigkeit mit Heiterkeit kombiniert – ein Begriffspaar ganz im Sinne der Philosophie des Architekturbüros WOHA, das 1994 vom Singapurer Wong Mun Summ und vom Australier Richard Hassell, der seit 1989 in Singapur lebt, gegründet wurde.

Die Sky Gardens

Neben der roten, aber schon bald überwiegend grünen Fassade gehören die so genannten Sky Gardens mit ihrer Bepflanzung, der frischen Luft sowie der daraus resultierenden Durchlüftung zu den begeisternden Nachhaltigkeitsaspekten des Bauwerks. Die Sky Gardens sind die Antwort auf den Wunsch des Bauherrn nach markanten Bereichen. Angesichts der begrenzten Grundfläche entschied sich WOHA für einen Ansatz, der später als „Club Sandwich“ bezeichnet wurde: Es entstanden eine Reihe unterschiedlicher Schichten, jede jeweils mit ihrem eigenen Sky Garden. Durch diese Gärten, die von WOHA als „erhöhte Erdgeschosse“ beschrieben werden, konnte die „wertvolle, aber begrenzte Grundfläche vervielfältigt werden. So konnten wir geräumige öffentliche Bereiche zur Erholung und Begegnung durch das gesamte Hochhaus hindurch anlegen.“ WOHA zeichnet verantwortlich für die Gesamtarchitektur sowie für das Konzept der übereinander angelegten Schichten.

Das Design

Das eigentliche Design der Sky Gardens und Terrassen ist das Werk von Patricia Urquiola. Diese Bereiche in den „Öffnungen“ des Gebäudes offerieren erstklassige Entspannungsmöglichkeiten und die Gelegenheit, die urbane Atmosphäre direkt zu erfahren – im Gegensatz zu typischen Wolkenkratzern mit geschlossenen Fassaden. Patricia Urquiola entwarf das komplette Innendesign inklusive der erwähnten Pools sowie die Außenbereiche des Hotels.  Sie erweiterte die heitere und lebendige Architektur von WOHA und betont die Wichtigkeit von Farben als Stilmittel, um dem gesamten Hotel eine eigenständige und zeitgenössische Anmutung zu verleihen. Die 314 Zimmer sind mit maßgefertigten Möbeln ausgestattet, die von Patricia Urquiola exklusiv für das Oasia Hotel entworfen wurden. Nach Auffassung dieser preisgekrönten Interior Designerin sind Hotels faszinierende öffentliche Räume, die Menschen als temporäres Heim dienen. Sie bringt ihre Philosophie folgendermaßen auf den Punkt: „Jedes Projekt und jedes Gebäude sollte seine eigene Identität haben, denn beim Aufwachen möchte man wissen, wo man ist“ – ein Anspruch, den das Oasia Hotel dank seines markanten Charakters perfekt erfüllt. Das Ergebnis ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk der besonderen Art, das selbst aus dem dichten Häusermeer und den vielen spektakulären Bauten Singapurs herausragt – nicht auf Grund kurzlebiger Effekthascherei oder schierer Größe, sondern wegen der prägnanten Handschrift, die Individualität und selbstbewusste Präsenz vermittelt, aber zugleich Leichtigkeit und Lässigkeit.

Projektdaten

Architekt

WOHA 29 HongKong Street Singapur 059668

Innenarchitektur

Patricia Urquiola Via Bartholomeo Eustachi 45 I – 20129 Mailand

Bauherr

Oasia Hotel Downtown 100 Peck Seah St Singapur 079333

Keramikfliesen

AGROB BUCHTAL GmbH Buchtal 1 D – 92521 Schwarzenfeld  

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Fotograf

AGROB BUCHTAL GmbH / Infinitude

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Autor

Werner Ziegelmeier 
Agrob Buchtal

Luftbild

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Eröffnung

2016

Bilder

Videos

Suprematist Pool

Suprematist Pool

Gegenstandslos

Der Suprematist Pool in Moskau

Der Zugang zum Fluss

Das Suprematist Pool soll im Stadtzentrum von Moskau entstehen, über dem Fluss Moskwa und neben der Puschkinsky-Brücke und dem Gorki Park. Das Projekt ist eine Ergänzung zur derzeitigen Nutzung des Parks. Erst kürzlich wurde der Uferrand erneuert und mit zeitgemäßen Angeboten versehen. Nun soll auch der Fluss ins Geschehen einbezogen werden, um eine Reihe neuer Möglichkeiten für Sport und Freizeit zu schaffen.

Ein schwimmender Pool auf dem Fluss eröffnet neue Blickwinkel. Der Suprematist Pool besteht aus verschiedenen schwimmenden Komponenten, die ganz neue Perspektiven eröffnen. Das Bad kann im Winter demontiert und eingelagert werden: ein temporäres, schwebendes Element.

Die reine Gegenstandslosigkeit

Die formale Komposition und Konzeption des Suprematist Pool basiert auf dem berühmten Gemälde „Supremus No. 58“von Kasimir Malewitsch, das den Regeln des Suprematismus und seinen Prinzipien der „reinen Gegenstandslosigkeit“ folgt. Dieses Gemälde diente den Planern von 100 Architects als ästhetische Inspiration, da es „aufgrund seiner geometrischen Komposition ein geeignetes visuelles Objekt der russischen Kultur“ sei.

Kleiner Exkurs: Der Suprematismus beeinflusste auch De Stijl und das Bauhaus, vor allem durch El Lissitzky. Es handelt sich dabei um die erste konsequent ungegenständliche Kunstrichtung. Die unterscheidet sich von der abstrakten insofern, als ihre Formen keine Abstraktionen (also Verwesentlichungen oder Vereinfachungen) von sichtbaren Gegenständen sind. Der Suprematismus ist eine von Gegenstandsbezügen befreite konstruktive Kunstrichtung. Sie stellt die Reduktion auf einfachste geometrische Formen in den Dienst der Veranschaulichung „höchster“ menschlicher Erkenntnisprinzipien.

Das Programm

Programmatisch verbindet ein schwebendes Holzdeck das Flussufer mit dem Suprematist Pool und seinen schwimmenden Plattformen, auf denen sich die Becken befinden. Diese Plattformen sind miteinander verbunden und werden entsprechend dem Gemälde von Kasimir Malewitsch ausgebildet. Seine Struktur wird aus Metall und Holz gebaut, mit Glasfaserrümpfen an den Seiten, die durch eine Stahlkonstruktion verbunden werden. So entstehen unabhängige schwimmende Plattformen, die sich je nach den saisonalen Bedürfnissen zusammensetzen lassen – oder eben nicht.

Neue Wahrnehmung

Auf dem Deck befinden sich auch die notwendigen Nebenräume wie Duschen und Umkleideräume. Ihr Grundriss entspricht ebenfalls exakt der geometrischen Komposition des Bildes von Malewitsch. Städtebaulich gesehen ist der Suprematist Pool eine Erweiterung des umgebenden Parks, der Wert der angrenzenden Wohngebiete wird somit gesteigert. Das Projekt verstärkt aber auch unser Gefühl für die Bedeutung von Freizeit im urbanen Kontext, es bietet eine neue und damit ungewöhnliche Wahrnehmung der Stadt. Das ist wichtig.

Projektdaten

Architekt

100 Architects CN – Shanghai

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Team

Marcial Jesus, Madalena Sales

Luftbild

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Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

100 Architects

Sørenga Sjøbad

Sørenga Sjøbad

Schwimmendes Oslo

Sørenga Sjøbad

Sørenga Pier und Sørenga Sjøbad

Der mittlere Teil des Sørenga Piers in Oslo bietet jetzt einen neuen Parkbereich, der in einen Strand mit Strandbad übergeht: Sørenga Sjøbad. Rund um den Pier entstand eine neue Hafenpromenade, die zu einem hölzernen Schwimmsteg mit Sprungbrettern, 50 m-Becken und einem 200 m² großen Meerwasserbecken führt. Der Strand und das Meerwasserbecken von Sørenga Sjøbad liegen am Fjord und bieten einen weiten Blick auf die Insel Hovedøya und das Stadtzentrum mit der Oper Oslo. Das neue Gebiet bietet im Sommer viele Möglichkeiten für wasserbezogene Aktivitäten und wird ganzjährig als Erholungszentrum genutzt. Das 50 Meter lange Meeresschwimmbecken ermöglicht Trainings- und Wettkampfbetrieb. Es beinhaltet einen Sprungturm, Sitzgelegenheiten und Freiluftduschen. Die schwimmende Konstruktion und alle Elemente sind mit einem Holzbelag verkleidet, ein verbindendes Element mit der Hafenpromenade.

Masterplan

Die Idee eines öffentlichen, schwimmenden Parks war ein wesentlicher Bestandteil des Masterplans und des Designwettbewerbs für Sørenga Sjøbad, der im Jahr 2005 von den Architekten LPO (Oslo) und Kristine Jensens Tegnestue (Aarhus) gewonnen wurde. Jede neue Anlage am Pier muss vor Stößen durch den unwahrscheinlichen, aber möglichen Fall einer Schiffskollision geschützt werden. Die technische Lösung bestand darin, das Wasser zum Pier hin flacher zu halten, wodurch der neue Strand ermöglicht wurde. Das Konzept für den Park besteht darin, die Landseite von der schwimmenden Struktur so zu trennen, dass das Wasser zum aktiven Teil des Parks wird. Die hölzerne Oberfläche des Stegs ist ein großer offener Raum mit einem rauen und robusten Ausdruck, der Elemente aus ehemaligen Hafenanlagen widerspiegeln soll.

One size fits all

Die neuen Erholungsgebiete in Sørenga Sjøbad sind sowohl für die neuen Bewohner der Piergegend als auch für die Stadt als Ganzes gedacht. Der Strand und das Meerwasserbecken von Sørenga Sjøbad sind bereits ein beliebtes neues Erholungsziel in einem Teil von Oslo, der sich im Umbruch befindet – und für eine Innenstadt, die keinen physischen Kontakt zum Meer hat.

Struktur

Die Anlegestelle wurde als holzgedeckte Betonkonstruktion gebaut. Sie ist 190 Meter lang und 28 Meter breit, wiegt 4.650 Tonnen und umfasst eine Fläche von ca. 3.700 m². Im Inneren des Betons befinden sich 5.800 m³ wasserfestes Polystyrol. Der Park und die Promenade von Sørenga Pier und Sørenga Sjøbad wurden in Bezug auf Materialität, Rampenübergänge und Orientierungsmöglichkeiten universell gestaltet. Alle Holzflächen wurden mit einem umweltfreundlichem, patentierten Verfahren bearbeitet, das die Eigenschaften von nachhaltigem Nadelholz mit einer biobasierten Flüssigkeit verbessert. Das Verfahren modifiziert die Holzzellenwände dauerhaft und verleiht dem Steg den Charakter von Hartholz und eine satte braune Farbe. Mit der Zeit verblasst die Oberfläche, behält aber ihre technischen Eigenschaften.

Projektdaten

Architekt

LPO arkitekter

Rosenborggata 19C

NO – 0356 Oslo

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Team

Architect Kristine Jensens Tegnestue 

Dr.Ing. A. Aas-Jacobsen (Structural engineering)

Norconsult AS (Landscape architect)

 

Bauherr

Bjørvika Infrastruktur AS
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Eröffnung

2015
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Standort

Sørenga Sjøbad

0194 Sørengkaia

NO – Oslo

Luftbild

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Fotograf

Tove_Lauluten

Foto MK AS

Sorenga Utvikling AS

Bilder

Pläne

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Noorderparkbad

Noorderparkbad

Wellenlänge

Das Noorderparkbad in Amsterdam

Pavillon im Park

Das Noorderparkbad in Amsterdam ist ein freistehendes Gebäude mit einem freundlichem, luftigen Erscheinungsbild. Die Zonierung und Staffelung der Gebäudemassen sowie die fließenden Übergänge zwischen innen und außen machen das Bad schlank und unaufdringlich. Die Planer von de Architekten Cie. aus Amsterdam nennen es einen Pavillon im Park.

Die weich geformten Volumen und der geschwungene „Vorhang“ sind die Vermittler zwischen Gebäude und Park. Zwei gestapelte Volumen bestimmen die Form des Noorderparkbades. Durch die Verschiebung des oberen Volumens nach hinten fügt sich das Gebäude gut in die Größe des Parks und des benachbarten Wohngebietes ein. Darüber hinaus ermöglicht der Versatz des oberen Geschosses das Eindringen von Tageslicht bis tief in das Gebäude.

Der Vorhang

Der wellenförmige Regenvorhang ist das markanteste Gestaltungselement des Noorderparkbades. Nach den Worten der Architekten will uns dieses Element die enge Verbindung zwischen dem Bad und dem Wasser vermitteln. An einem regnerischen Tag fließt das Wasser wie ein Wasserfall den Vorhang hinunter und macht erlebbar, wie aus Regenwasser Badewasser wird. An sonnigen Tagen schimmert und glitzert der Vorhang, im Winter verwandeln die Eiskristalle das Gebäude in einen Eispalast. Außerdem markiert der Vorhang theatralisch die Eingänge zum Pool: Er wird zum Eingang hin offener und führt den Besucher in das Gebäude.

Family Pool

Das Noorderparkbad ist das neue öffentliche Familienbad für den Norden von Amsterdam und soll eine wichtige soziale Funktion erfüllen. Das traditionelle Thema eines Badehauses als Treffpunkt für die Nachbarschaft spiegelt sich in der Atmosphäre des Interieurs wider. Intime geschlossene Räume wechseln sich mit hohen Decken und Oberlichtern ab. Die rautenförmige Dachkonstruktion aus Holz und die Verarbeitung von Böden, Decken und Wänden in traditionellen Materialien verleihen dem Gebäude – Wärme.

Nachhaltigkeit

Die Ansprüche an die nachhaltige Gestaltung des Noorderparkbades sind hoch und werden bereits im Grundriss berücksichtigt. Wie eine wärmende Decke werden daher die Nebenfunktionen um die drei Schwimmhallen gewickelt, die auf hohe Temperaturen beheizt werden. Nur die Südfassaden haben keinen Klimapuffer, so dass die Sonne den Raum heizt und die Besucher den schönen Blick über den Park genießen können.

Projektdaten

Architekt

de Architekten Cie. B.V.

Keizersgracht 126

NL – 1015 CW Amsterdam

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Team

Branimir Medić, Pero Puljiz

Hans Hammink, Lars van Hoften, Louis Afonso, Paulos Kinfu, Rink Alberda, Theo Martens, Ernst van Raaphorst

Bauherr

Stadt Amsterdam
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Eröffnung

2015
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Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

de Architekten Cie. B.V.

Standort

Het Noorderparkbad

Sneeuwbalweg 5

NL – Amsterdam

Luftbild

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Pläne

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Wasserpark Aqualagon

Wasserpark Aqualagon

Spektakel pur

Water Park Aqualagon nahe Villages Natures Paris

Neue Landmarke

Als die Planer von Jacques Ferrier Architecture den Grundriss des Wasserpark Aqualagon konfigurierten, orientierten sie sich vor allem an den vorherrschenden Windrichtungen und dem Weg der Sonne durch das Gebäude. Geschützt vor kalten nordöstlichen Winterwinden und eingebettet in den Wald öffnet sich der Wasserpark nach Westen, um bei warmem Wetter die kühlen Brisen zu nutzen.

Mit dem Blick nach Südwesten wird der Wasserpark Aqualagon das ganze Jahr über von Licht durchflutet. Im Winter kommt möglichst viel Sonnenlicht hinein, im Sommer schützen die Terrassen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung.

Wie eine Origami-Skulptur glich schon der Entwurf einer sich entfaltenden Natur, die in etwa 35 m Höhe gipfelt: gebaute Landschaft, die in den Himmel ragt. Die Struktur ist bereits von Weitem aus gut sichtbar und wurde schnell zum Bezugspunkt und Symbol für Villages Nature, einem Ferienort in der Nähe von Euro Disney Paris.

Die Welt, die aus dem See entstand

Der Wasserpark Aqualagon wird von Wasser umgeben. Die luftig wirkende Konstruktion wird von hängenden Gärten überlagert und, so sehen das die Architekten, spielt mit Wasser und Transparenz. Die Terrassen sind öffentlich zugänglich, also auch für Nichtbadegäste. Sie öffnen sich zu den Wasserfällen, Wasserpflanzen sowie dem gelegentlichem Nebel und Dampf. Der Park ist eine Art Leuchtturm, der von allen Bereichen der Villages Nature aus sichtbar ist.

Origami und Aussicht

Jacques Ferrier Architecture sprechen von „origami structure“ und beziehen die Konstruktion ausdrücklich in das Besuchererlebnis mit ein. Origami ist die Kunst, aus einem einfachen Blatt Papier zwei- oder dreidimensionale Objekte zu formen – das bekannteste Ergebnis dürfte der Papierflieger sein. Im Wasserpark Aqualagon ist die Gebäudestruktur von innen und außen erlebbar und bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Dörfer und die weitere Landschaft – oder halt in das Inneres des Wasserparks.

Zu diesem Zweck gibt es auch einen Rundgang um das Gebäude. Man kann aber auch einen Aufzug nutzen, um an den höchsten (Aussichts-)Punkt zu gelangen.

Transparenz und Richtung

Wenn sich die Origamistruktur entfaltet, entstehen Räume, die nur von großen Glasscheiben begrenzt werden. So kommt das Licht hinein und der Besucher kann die Beziehung zwischen Innen und Außen praktisch durchgängig erleben. 

An der Spitze des Gebäudes befindet sich eine transparente Kuppel mit einer bemerkenswerten Geometrie. Darunter kann man schwimmen und in den Himmel schauen. Diese Kuppel formt auch die Silhouette des Wasserparks.

Struktur und Dachform wurden so optimiert, dass sie aus den Becken heraus kaum wahrnehmbar sind. Die Besucher sollen sich möglichst wie draußen fühlen. Das Licht durchflutet den Wasserpark. Diese Wirkung wird durch die Ausrichtung des Gebäudes, die Lichtreflexionen und die Streuung des natürlichen Lichts nach Bedarf und Funktion verstärkt oder gemildert.

Pläne

Ein permanentes Spektakel

Alle Elemente des Wasserparks Aqualagon sind auf Spektakel ausgerichtet. Alles will dem Besucher ein Erlebnis verschaffen: das Tragwerk, natürlich die riesige Schwimmhalle, aber auch die bepflanzten Terrassen, deren Ökosystem einen Lehrpfad bildet. Weitere Elemente wie geothermische Energie und Wasserrecycling verschaffen dem Projekt auch eine gewisse ökologische Nachhaltigkeit.

Die Anhäufung von Ebenen, die sich aus der „Entfaltung“ des Tragwerks ergibt, schafft zuschaltbare Bereiche für zum Beispiel Sonnenliegen, Terrassen oder Restaurants. Diese können je nach Bedarf und Besucheraufkommen zugeschaltet werden – oder eben halt nicht.

Auch im Außenbereich wird ständig etwas geboten: Mehrmals täglich kommt ein Schiff, auf dem Konzerte und Shows stattfinden. Dann wird der Wasserpark zur Kulisse für Shows, Feuerwerke und Lightshows der Villages Nature.

Archipel

Der Eingang zum Wasserpark ist mit einem großen Vorplatz verbunden, an den sich weitere öffentliche Räume wie Foren und Sportanlagen anschließen.

Die Halle, die sich zum See hin öffnet, führt über einen langen Flur zu den Umkleidebereichen und der Gebäudetechnik. Von den Umkleiden kommen die Gäste in die riesige Badehalle: eine große, zusammenhängende Wasserfläche, strukturiert von Inseln unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Funktionen. Diese Inselgruppe (Archipel) erstreckt sich nach außen in die Lagune. Auch hier verschmelzen drinnen und draußen.

Was auf den ersten Blick an ein Gewächshaus denken lässt, fügt sich bei näherer Betrachtung zu einer gut lesbaren, zusammenhängenden Einheit von riesigem Erlebniswert. Das nennt man Kohärenz.

Projektdaten

Architekt

Jacques Ferrier Architecture

24 rue Dareau

F – 75014 Paris

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Team

C&E Ingénierie (Envelope and structure engineering)

Interscene Thierry Huau (landscape)

Sensual City Studio (lifeguard station design)

Bauherr

Villages Nature Paris

(Pierre et Vacances-Center Parcs _ Euro Disney SCA)

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Eröffnung

2017
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Autor

Johannes Bühlbecker, More Sports Media

Jacques Ferrier Architecture

Standort

Water Park Aqualagon

Route de Villeneuve

F – 77700 Bailly-Romainvilliers

Luftbild

Danke, Google!

Fotograf

Luc Boegly

Hugo Deniau

Didier Boy De La Tour

Bilder

Modellfotos

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Multiplexe Aquatique

Multiplexe Aquatique

Pure Eleganz

Das Multiplexe Aquatique in Saint Gilles Croix de Vie 

Situation

Das Multiplexe Aquatique ist das gebaute Ergebnis eines offenen Architektenwettbewerbs, den Brochet Lajus Pueyo aus Bordeaux gewannen. Bauherr und Betreiber ist Gemeinde von Saint Gilles Croix de Vie im Departement Vendée in Frankreich. Das Projekt befindet sich inmitten einer bemerkenswerten natürlichen Teils von „Natura 2000„. „Natura 2000“ ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Durch ihre erhabene Lage auf einer Art Aussichtspunkt bietet die helle und elegante Haupthalle einen Panoramablick in die umgebende Landschaft. Anders herum betrachtet: Aus der Ferne taucht nur die Haupthalle über den Salzpfannen und dem Wasserweg La Vie auf.

Form passt zu Funktion

Das Dach des Multiplexe Aquatique stellt sich in drei „Blütenblättern“ dar, die über dem Boden schweben. Wie bei Schwimmbädern nicht unüblich, nimmt die Struktur des Gebäudes die Form von Wellen auf. Der gekonnt abstrakte Charakter dieses Daches schwebt geradezu über der Landschaft. Möglich wird dies durch ein umlaufendes, engmaschiges Konstruktionsraster, das an der Fassade längs marschiert und das leichte Dach ganz mühelos trägt. Eine weitere große Qualität des Multiplexe Aquatique ist die geradezu rabiate formale Trennung der Schwimmhallen von den Nebenbereichen. Die Haupthalle kann nur deshalb so glänzen, weil die Umkleiden und die Gebäudetechnik in einem „anderen“ Gebäude untergebracht sind. Diese „andere“ Gebäude schließ sich im Norden an die Haupthalle an und folgt einer völlig anderen Logik. Der Umkleidetrakt ist aus Beton, deutlich flacher und nüchterner als die dominante Schwimmhalle. Dabei machen sich die Planer die natürlichen Topographie zunutze, bringen die Gebäudetechnik kaum erlebbar (und sicher nicht störend) unter und verpassen dem Gebäude einen Putz, der in der Sonne zu schmelzen scheint.

Drinnen

Das Raster der Fassade filtert das Licht und erzeugt Reflexionen in der Landschaft und auf dem Wasser. Die geschwungene Oberfläche des Dachs dient sowohl der Akustik als auch den Lichtverhältnissen. Die weiße Metallstruktur von Tragwerk, Dach und Decke, die klaren Böden, die klaren Zementwände und die Holzverkleidung ergeben eine edle und vornehme Kulisse. Gleichzeitig harmonieren sie bestens ihrer Umgebung. Schon jetzt, noch kein Jahr alt, wirkt die Schwimmhalle zeitlos. Das Multiplexe Aquatique besticht vor allem durch seine verglasten, breiten Räume mit unterschiedlichen Höhen, die eine Spannweite von bis zu 11 Metern haben. Die Versätze der Dächer ermöglichen einen direkten Tageslichteinfall bis in die Mitte der Haupthalle. Die Dachüberstände beteiligen sich am Sonnenschutz und schützen auch im Sommer vor Überhitzung. Das verbaute Glas wurde besonders behandelt, um den Nachhall zu minimieren und die Transparenz im Bad zu maximieren.

Struktur

Die Struktur der Haupthalle ist sehr spezifisch: Oberhalb der Balken ist die Decke mit 1.400 mikroperforierten Dreiecken verkleidet, die die Rundungen des Daches modellieren; eine sichtbare Struktur mit einem System von nicht sichtbaren Verbindungselementen. Das Haupttragwerk aus den weißen Metallgittern steht wie eine Wand hinter der Glasfassade und  ermöglicht es damit, einen komplett stützenfreien Innenraum zu bauen. Die Anordnung der Schwimmbecken längs zur Fassade bringt maximales Sonnenlicht, beste Orientierung und die schönsten Ausblicke in die Umgebung. Eine Architektur der Natur, der Ruhe und der Eleganz. Besser kann man so viel Programm und so viel Architektur in eine solche Landschaft kaum integrieren. Was heißt kaum: Das kann man gar nicht besser machen.

Projektdaten

Architekt

Brochet Lajus Pueyo Hangar G2 – Bassin à flots n°1 Quai Armand Lalande – CS 60056 F-33070 Bordeaux
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Team

Paul-Louis Imbaud , Raphaël Masnada DGA Architectes & associés LET’S GROW

Hauptnutzer

Communauté de Communes du Pays de Saint Gilles Croix de Vie
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Eröffnung

2017
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Autor

Brochet Lajus Pueyo Johannes Bühlbecker More Sports Media

Adresse

ZAC du Gâtineau-4 Rue du Guillon F-85270 Saint-Hilaire-de-Riez

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Fotograf

Jean-François Tremege

Lageplan & Grundriss

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Carpa Olivera

Carpa Olivera

Rutsche und Meerjungfrau

Carpa Olivera in Mexiko

Geschichte

Ursprünglich 1915 erbaut und inspiriert von den Meeresbecken in Lissabon, war und ist die Carpa Olivera ein mit Gezeitenwasser gespeistes Schwimmbecken am Strand von Olas Altas im historischen Zentrum von Mazatlan, einer Stadt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Viele berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit versammelten sich hier, die Touristen kamen in Strömen. Im Jahr 1954 wurde Carpa Olivera von einem Hurrikan verwüstet und zunächst nicht wieder aufgebaut. Mit der Zeit aber kamen die Leute wieder, um den Pool zu benutzen. Im Jahr 2004 wurde die Anlage wieder aufgebaut und modifiziert, fiel aber bald Verwahrlosung und Vandalismus zum Opfer.

Idee

Dieser unbefriedigende Zustand rief das Colectivo Urbano auf den Plan – einen Zusammenschluss von Architekten, Landschafts- und Stadtplanern, das Ideen zur Verbesserung seiner Stadt, also Mazatlan, entwickelt. Dieses Kollektiv schlug dem Eigentümer (Mazatlan Investment Unit) vor, den bedeutenden öffentlichen Raum durch eine Erweiterung zu retten. Dazu sollte der Gezeiten-Pool wieder hergestellt werden und um ein neues spielerisches Element bereichert werden: eine spiralförmige Rutsche, die neben dem traditionellen Publikum (Einheimische und Touristen) auch Familien und Kinder anlockt.

Rutsche

Die Rutsche steht da wie eine robuste und einzigartige Skulptur am Meer. Das ist gut. Das neue, familiäre Publikum übt zudem eine gewisse soziale Kontrolle über die Anlage aus. Eine weiterer, für den nachhaltigen Erfolg der Anlage wichtiger Punkt ist natürlich ihre Wirtschaftlichkeit. Die wird nun durch eine Art Kiosk direkt am Schwimmbecken verbessert. Darüber befindet sich ein offener Bereich mit der schon vorhandenen Skulptur einer Meerjungfrau. Hier gibt es auch Sitzplätze und jede Menge bester Aussicht über die Küstenlandschaft und auf das Meer.

Rampe

Eine Rampe verbindet die Aussichtsebene mit der Beckenebene und der Rutsche. Auch hier sind nun Sitzgelegenheiten vorhanden, von denen aus man sich erholen oder seine Kinder beaufsichtigen kann. Neben dem Kiosk gibt es hier Schatten unter Kokospalmen, Toiletten und Duschen – auch dies wichtige Infrastruktur.

Projektdaten

Architekt

Colectivo Urbano
Architektur:
[H] arquitectos
Jacqueline Meixueiro, Roberto Díaz, Javier Hidalgo
EPArquitectos
Emilio Castañón, Erick Pérez , David Escobar.

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Team

Catalina López, Sacnité Flores, Francisco Pérez, Manuel Bernal, Georg Glaubitz

Hauptnutzer

Mazatlan Investment Unit

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Eröffnung

2014

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Autor

Colectivo Urbano

Johannes Bühlbecker,
More Sports Media

Adresse

Mazatlán
Sinaloa
Mexiko

Luftbild

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Bilder

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Castell dels Hams

Castell dels Hams

Always the sun

Das Hotel Castell dels Hams auf Mallorca

Die Geschichte

Im Jahr 1967 wurde auf der Insel Mallorca inmitten mediterraner Vegetation ein kleines Hotel gegründet: das Castell dels Hams. Im Laufe der Zeit und durch stetige Verbesserungen und Erweiterungen hat sich das Hotel zu einem der markantesten Hotels im Osten der Insel entwickelt. Die letzten Erweiterungen zelebrieren das mediterrane Licht und die idyllische Verbundenheit mit der Natur – und machen das Castell dels Hams zu mehr als einem Urlaubsziel. Und Kinder bekommen auch was geboten.

Überall Licht

Im Mittelpunkt der letzten Erweiterungen standen die Erneuerung der Überdachung des vorhandenen, beheizten Pools und der Bau eines angrenzenden Whirlpools. Während der Entwurfsphase entschieden die Planer von A2 Arquitectos, das Projekt in zwei, voneinander unabhängige Zonen zu teilen.

Der Beckenbereich – die Schwimmhalle – ist mit einer Reihe von quadratischen Öffnungen für Fenster im Dach und in der Fassade geschmückt, die das Licht geradezu einsaugen. Das Spa, das für Massagen, Pflege und Entspannung gedacht ist, bietet seinen Gästen die beste Aussicht auf die umliegende Landschaft und ist – wie die Schwimmhalle – in allen Räumen, in denen Licht benötigt wird, randvoll damit.

Die beiden Baukörper sind versetzt zueinander angeordnet. An ihrem Schnittpunkt sind sie miteinander verbunden. Dies ermöglicht den Zugang zu beiden Bereichen durch die Hotellobby, die wiederum mit der Schwimmhalle verbunden ist.

Always the sun

Der neue Baukörper besetzt eine vormalige Restfläche, mit der so recht nichts anzufangen war. Gleichzeitig bietet die Lage im Südwesten pralles Sonnenlicht. Die planerische Herausforderung bestand also nicht nur darin, den neuen Wellnessbereich nicht als Nebenfläche erscheinen zu lassen, sondern auch gleichzeitig die Sonnenseite des Hotels hervorzuheben. Die Räume sind schlicht und edel gestaltet, das Gebäude wird Teil der Behandlung: Das Wohlbefinden kommt schon durchs Fenster hinein. Die Fassaden und vor allem das Dach sind mit Fenstern verschiedener Größen übersät. Dieses Zusammenspiel der Fensterflächen erzeugt einen schönen Tanz des Lichts im Inneren des Gebäudes. Das hat nicht jeder.

 

„Smile“

In einem anderen Bauabschnitt am anderen Ende des Grundstücks wurden im Jahr 2014 Attraktionen für das eher jüngere Publikum des Castell dels Hams hinzugefügt. Zentrum dieses Bereichs ist ein Planschbecken in Form und Gestalt des allzu bekannten 😉. Dieses inzwischen vor allem als Emoji populäre Motiv setzt ebenfalls  – wenn auch mit ganz anderen Mitteln – auf den hohen Wiedererkennungswert seiner Zeichenhaftigkeit. Das Smiley jedenfalls ist aus verschiedenen Blickwinkeln und Entfernungen, entweder live auf der Ebene der tollenden Kinder, von den Terrassen des Hotels oder auf den Satellitenbildern von Google Maps eindeutig zu identifizieren. Das Kinderbecken ist das Zentrum dieses Bereichs. Der gelbe Kreis hat einen Durchmesser von 12 Metern und unterscheidet sich in Form und Farbe deutlich von den anderen Becken. Um sie herum gibt es verschiedene Bereiche mit Wasserspielen für Kinder, Duschen und Solarium. Mit großem Vorsatz unterscheidet sich diese bunte Spaßecke deutlich vom eleganten Rest des Hotels. Die Frage, welcher Bereich einem nun besser gefällt, ist vielleicht gar nicht relevant, sondern nur vom Alter abhängig.  

Projektdaten

Architekt

A2 Arquitectos Juan Manzanares Suárez Cristian Santandreu Utermark

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Team

Promotora los Rosalitos S.L. Regina García Borrás. Melchor Mascaró. Freixanet saunasport S.L.

Hauptnutzer

Hotel Castell dels Hams

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Eröffnung

1967, 2011, 2014

Autor

Johannes Bühlbecker More Sports Media

Adresse

Hotel Castell dels Hams. Crta. Manacor Porto Cristo Km. 10 Porto Cristo Mallorca, Spanien

Luftbild

Danke, Google!

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Fotograf

Laura Torres Roa Antonio Benito Amengual.

Bilder von Schwimmbad und Spa

Bilder vom „Smile“

Pläne

Videos

Subi Surf Park

Subi Surf Park

What a wonderful world this would be

Der Subi Surf Park in Perth

Geschichte

Der Subi Surf Park ist ein ausgesucht phantasievolles Konzept zur zukünftigen Nutzung eines Geländes im australischen Subiaco, auf dem momentan (noch) das vormals wichtigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – steht. Die Schließung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen. Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Vielfalt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitzplätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des australischen Footballs. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Football Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offiziell eröffnet wurde.

Entwurf

Der Gemeinderat von Subiaco nahm die bevorstehende Schließung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansässigen Architekten von MJA Studio antworteten mit einem Konzept, das sich auf die Prinzipien der Inklusion, der Nutzung öffentlicher Räume, der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, der Erholung und der Nachhaltigkeit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorgehensweise vor:

  • Das Stadion wird abgerissen, der Beton zur Wiederverwendung zerkleinert.
  • Das Stadionoval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasserfläche wird öffentlicher Freiraum geschaffen.
  • Das Gelände wird modelliert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topographie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Marktplatz, Gastronomie und eine Football Hall of Fame entsteht öffentliches Leben.
  • 220 Doppelappartements rahmen die Wasserfläche und den öffentlichen Raum.
  • Zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen wird eine axiale Verbindung geschaffen. Diese Achse wird mit Terrassenhäusern und zusätzlichen öffentlichen Plätzen und Veranstaltungsflächen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasserfläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subi Surf Park bietet große Qualität an künstlichen Wellen und ein authentisches Surferlebnis für neue und routinierte Surfer aller Altersgruppen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasserbedarf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist. Auf den Dächern der neuen Apartments entsteht eine 12.800 m² große Erweiterung des Parks, der Boundary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. Dieser neue öffentliche Park ist als passiver und aktiver Erholungsraum sowie als temporärer Veranstaltungsraum konzipiert und bietet überdies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Landschaft. Dieser Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions, aber ihre Verjüngung reduziert die Verschattung der südlichen Nachbarn um 25%.

Alles da

Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie die natürlichen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maximale Nutzung der Sonne und natürliche Querlüftung. Jedes Apartment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffentlichen Freiraum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abgeschiedenheit frei wählen kann. Die Markthalle bietet ein dauerhaftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffentlichen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist. An den Wochenenden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Marktplatz erweitert werden. Hier sollen vor allem lokale Kleinunternehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des australischen Footballs schließlich wird  durch Kunstinstallationen, Augmented Reality-Angebote und ein neues Zuhause für die WA Football Hall of Fame gebührend berücksichtigt. Subi Surf Park ist ein brillantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Interessensgruppen im Jahr 2015 vorgelegt hat. Leider steht die Umsetzung in den Sternen.

Projektdaten

Architekt

MJA studio Suite 6 / 23 Railway Road, Subiaco 6008 Western Australia

Adresse

Subiaco Rd, Subiaco WA 6008 Australien

Luftbild

Danke, Google!
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Autor

MJA studio Johannes Bühlbecker More Sports Media

Pläne

Freizeitbad Stegermatt

Freizeitbad Stegermatt

Alles drin

Das Freizeitbad Stegermatt in Offenburg

Situation

Das neue Freizeitbad Stegermatt im Offenburger Bürgerpark bietet eine ganze Menge – es ist nämlich ein kombiniertes Frei- und Hallenbad mit separatem Saunabereich. Das Bad ersetzt seit dem Sommer 2017 ein Hallenbad und ein Freibad aus dem Jahr 1937 auf demselben Grundstück. Der Bürgerpark liegt nahe der Offenburger Innenstadt. Das Bad steht im Westen des weitläufigen Grundstücks und bildet eine Schnittstelle zwischen Stadt und Parklandschaft. So ist der zweigeschossige Eingangsbereich des Bades für Besucher, die durch den Bürgerpark kommen, als Landmarke bereits weithin sichtbar. Für die Einbettung des Gebäudes in die Landschaft sorgt der alte Baumbestand, der weitestgehend erhalten blieb. Im Süden wird das Grundstück von einer Bahnlinie begrenzt.

Architektur

Architektonisch gliedert sich das Freizeitbad Stegermatt in drei Baukörper für drei Bereiche: Freizeit, Sport und Wellness. Diese lösen sich nach Osten hin auf und vereinen sich durch den Bereich des Freibads mit der Park­landschaft. Der Eingang mit großzügigem Vorplatz und Parkflächen befindet sich im Nordwesten des neuen Komplexes. Weit auskragende Dachflächen, die sich mit großzügiger Geste in entgegengesetzte Richtungen aufschwingen, prägen das äußere Erscheinungsbild. Die zur Straße gelegene Badehalle empfängt die Besucher mit einem auskragendem Vordach, die dahinter liegende Halle spiegelt diese Geste und öffnet sich in Richtung Schwarzwald. Durch die transparent gestaltete, zweigeschossige Eingangshalle gelangen die Besucher in die Badehallen und in den separaten, gut abgeschirmten Saunabereich – und in den Sommermonaten auch in das Freibad.

Badebereich

Der Badebereich umfasst drei unterschiedliche Zonen für Freizeit­schwimmen, Sportschwimmen und Kursbetrieb. Der Freizeitbereich bietet mit einem Mehrzweckbecken mit Strömungskanal, Kinderbereich und einer Reifenrutsche Badespaß für die ganze Familie. Im Sportbereich bieten ein 25-m-Schwimmbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Sprungbecken mit zwei Sprungtürmen (3 m und 5 m) viel Bewegungsraum für ambitionierte Wassersportler. Zwischen den Badehallen liegt der Kursbereich. Transparente Glaselemente als Trennwand gewährleisten einen ungestörten Parallelbetrieb der unterschiedlichen Bereiche und erhalten die Blickbeziehungen. Das Kursbecken verfügt über einen Hubboden für unterschiedliche Wassertiefen und bietet daher große Flexibilität für verschiedene Kursangebote. Aktuell stehen im Freizeitbad Stegermatt Aqua Cycling, Power Cycling, Abdominal Training, Ai Chi oder auch Aqua Surprise auf dem durchaus umfangreichen Programm. Ein besonderer Blickfang in den Badehallen ist eine geschwungene Holzlamellendecke, die sich in sanfter Wellenbewegung zur Landschaft hin anhebt – und den Baukörpern Eleganz und Großzügigkeit verleiht.

Organisation

Ein kompakter, zweigeschossiger Gebäudetrakt bildet das Rückgrat des Badebereichs. Hier befinden sich die Umkleiden und Sanitäreinrichtungen für den Schwimm- und Saunabetrieb. Im Obergeschoss sind neben der Verwaltung und den Personalräumen die Schülerumkleiden untergebracht. Am Schnittpunkt der geneigten Dachflächen der beiden Badehallen – über dem Kursbereich – befindet sich eine Dachterrasse. Hier können Gäste in Ruhe den Blick auf und in den Schwarzwald genießen. Die Erschließung des Außenbereichs erfolgt über Windfänge. Die Zuordnung zueinander passender Bereiche innen und außen ist im Freizeitbad Stegermatt ausgesprochen gelungen: Unmittelbar vor der Familienbadehalle liegt ein Plansch- und Spielbecken, in kurzer Distanz zur Sportbadehalle befindet sich ein 50-m-Schwimmbecken. Mit unterschiedlichen Wassertiefen (1,35 m und 2,00 m) ist es nicht nur für den Sportbetrieb geeignet, sondern ergänzt als Nichtschwimmerbecken mit breiter Wellenrutsche das Freibad-Angebot.

Sauna

Im Süden schließt sich der Saunabereich als eigenständiger Gebäuderiegel an, der sich nach Süden und Westen großzügig öffnet und von der Bahnlinie begrenzt wird. Das Saunaangebot umfasst neben Dampfbad, Saunakabinen und Soleinhalation einen Kaltwasserbereich mit Erlebnisduschen und Tauchbecken sowie einen separaten Ruhebereich. Ein weiteres Highlight ist die Außensauna im weitläufigen Saunagarten – das eigenständige Gebäude bietet den Saunagästen einen besonderen Rückzugsraum mit Ausblick über die schöne Parklandschaft.

Tragwerk & Konstruktion

Keller, Erdgeschoss sowie Umkleide- und Saunatrakt wurden in Stahlbetonbauweise mit Stahlverbundstützen und Stahlbetonflachdecken errichtet. Soweit möglich, wurden die Deckenplatten unterzugfrei mit wirtschaftlichen Spannweiten errichtet, abgefangen durch Wandscheiben oder Stützen. Die Dachkonstruktion der Badehallen besteht aus einem gerichteten Stahltragwerk aus vorgefertigten Stahlträgern, die mit Schraubverbindungen vor Ort montiert wurden. Getragen wird das Dach von Stahlstützen entlang der Glasfassaden sowie von einzelnen Stahlrundstützen in den Badehallen. Die Anzahl der Stahlstützen hängt  von der jeweiligen Nutzung ab: Die großen Becken in der Sporthalle erfordern größere Stützweiten – nur drei baumartig gestaltete Stahlstützen wurden im Raum positioniert. In der Freizeithalle hingegen sorgen deutlich mehr Stahlstützen für geringere Stützweiten, und damit für einen reduzierten Materialeinsatz bei der Deckenkonstruktion.

Fassaden & Fazit

Großflächige Glasfassaden, Sichtbeton, Holz, Stahl, dezent gestaltete Fliesen und eine reduzierte Farbigkeit verleihen dem Innenraum eine angenehm ruhige Atmosphäre, die im Einklang mit dem umgebenden Landschaftsraum steht. Auch von außen lässt das Freizeitbad der Natur den Vortritt: Eine weiße Metallverkleidung, weiß lasierte Holzdeckenelemente, weiße Stützen und eine weiße Außenrutsche in Kombination mit Glasfassaden und holzverkleideten Fassaden sorgen dafür, dass die teils expressiv gestalteten Volumen und Ebenen zurückhaltend und leicht erscheinen. Das Freizeitbad Stegermatt bietet ein riesiges Angebot für alle möglichen Nutzergruppen, ist hervorragend organisiert, bis ins Detail sicher und passend gestaltet und passt genau dahin, wo es steht. Mehr geht kaum.

Projektdaten

Architekt

4a Architekten GmbH Hallstraße 25 D-70376 Stuttgart

Team

Ida Ertelt, Sebastian Gollmer, Peter Meschendörfer, Andreas Ditschuneit (Projektleitung) Ausschreibung und Vergabe: Susanne Burgard, Izabella Hüttig, Patricia Löw, Nadine Mebes, Jan Vollstedt Bauleitung: Anil Gülpinar, Stefan Schweizer, Achim Zumpfe (Projektleitung)

Hauptnutzer

Stadt Offenburg und Technische Betriebe Offenburg Kinzigstraße 3 D-77652 Offenburg
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Eröffnung

2017
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Autor

4a Architekten GmbH

Adresse

Freizeitbad Stegermatt Stegermattstraße 11 D-77652 Offenburg

Luftbild

Danke, Google!

Sauna & Wellness

KLAFS GmbH & Co. KG
Erich-Klafs-Straße 1-3
D-74523 Schwäbisch Hall

Bilder des Schwimmbads

Bilder des Saunabereichs

Pläne

Videos

Beteiligte Firmen

Die Conti Sanitärarmaturen GmbH bietet Sanitärraumlösungen mit Tradition, gepaart mit modernen Technologien, Design und selbstverständlicher Trinkwasserhygiene: die perfekte Kombination von elektronischen und mechanischen Duschraum-, Waschraum- und Waschtischlösungen. Die Conti+ Produkte sind überall einsetzbar: im öffentlichen, halböffentlichen, gewerblichen Bereich, in Hotel & Home und natürlich auch im privaten Bereich. CONTI+ stattet Sanitärbereiche komplett und modern aus. Dazu gehören elektronische CONTI+ CONGENIAL Duschen, kombiniert mit maßangefertigten Waschtischen aus Mineralguss oder Edelstahl, inkl. elektronischen wassersparenden, innovativen Armaturen, kombiniert mit elektronischen Serien vom Händetrockner über Seifenspender bis zum Abfalleimer.

Conti Sanitärarmaturen GmbH
Hauptstr. 98
D-35435 Wettenberg
Tel.  +49 641 98221 0
Fax. +49 641 98221 50
info@conti.plus
www.conti.plus

Pavillon d’Eau

Pavillon d’Eau

Zu Gast beim Weltkulturerbe

Der Pavillon d’Eau am Genfer See

Ort

Der Pavillon d’Eau ist bzw. war ein temporärer Pavillon aus Holz und Porzellan, der im Jahr 2017 auf dem Genfer See errichtet wurde. Es wurde im Rahmen einer Abschlussarbeit an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) realisiert. Der Pavillon d’Eau entstand aus der Zusammenarbeit der beiden wichtigsten Schweizer Universitäten EPFL und Haute école d’art et de design – Genève (HEAD) mit der Gemeinde Saint Saphorin (393 Einwohner).

Der vom EPFL-Studenten Alexander Wolhoff entworfene Pavillon ist das Ergebnis von sechs Monaten Forschung, Prototyping und dem Dialog zwischen verschiedenen lokalen und akademischen Institutionen und Akteuren. Geboren an der EPFL und insbesondere in den Labors ALICE und LHT3, wurde das Projekt auch durch eine Partnerschaft mit dem CERCCO-Labor (HEAD) voran getrieben. Hier wurden die Porzellanfliesen einzeln von Hand gefertigt. Die Dicke der Fliesen variiert zwischen 1,3 mm und 2 mm; die 150 Stück messen 213 mm auf 293 mm.

Entwurf

Die UNESCO-Weltkulturerbe-Gemeinde Saint-Saphorin en Lavaux am Genfer See war Gastgeber des ephemeren Pavillons. Der Entwurf und die Materialien Holz und Porzellan wollten die geschichtliche und kulturelle Bedeutung des Ortes südöstlich von Lausanne hervorheben und sein kristallines Relief aus Wellen und Alpenkämmen aufwerten. Das gesamte Projekt sollte keinerlei Spuren am See hinterlassen. Das Äußere des Pavillons wird von seinem Tragwerk strukturiert, sein Innerer ist nur im Wasser sichtbar und durchaus ornamental. Die Porzellanfliesen – Bleu de Sèvre emailliert – und ihre besondere Form spielen mit der Brechung der Sonnenstrahlen und des Sees als Versuch, die Blendung des Ortes einzufangen.

Architekt

Alexander Wolhoff
École polytechnique fédérale de Lausanne

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Team

EPFL: D. Dietz, Raffel Baur
LHT3; R. Gargiani, Me R. Fiechter
HEAD: M. Gerber, I.Schnederle, J-P. Greff.

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Fotograf

Alexander Wolhoff

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Autor

Alexander Wolhoff

Adresse

Lake of Geneva (Léman)
Plage des Bains Reymon
CH – Saint-Saphorin

Luftbild

Danke, Google!

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Eröffnung

2017

Bilder

Auch mal reinschauen?

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