Der Blaue Platz

Der Blaue Platz in Balzers

Das blaue Wunder

 

Planungs­büro Wegmüller

Wer den Blauen Platz beim Schul­haus Balzers betritt, spürt sofort: Hier geht es nicht um Normen, sondern um Möglich­keiten. Rund 1.000 m² Fläche laden zu Bewe­gung und Begeg­nung  ein – und zu jeder Menge spie­le­ri­scher Frei­heit. Statt eines klas­si­schen recht­eckigen Sport­felds öffnet sich eine orga­nisch geformte Erleb­nis­land­schaft, einge­fasst von Beton­ele­menten, durch­zogen von Grün­in­seln und barrie­re­frei gestaltet.

Ein Raum, der alle mitnimmt.

Was geht?

In der Gemeinde Balzers im Fürs­tentum Liech­ten­stein entstand in unmit­tel­barer Nähe zu einer Grund- und einer Real­schule ein ausge­sucht viel­sei­tiger Allwet­ter­platz als Ersatz für einen eher mono­funk­tio­nalen roten Kunst­stoff­platz: der Blaue Platz.

Ob Ball­spiel, Klet­ter­aben­teuer, Balan­ceakt, Sport­un­ter­richt oder durch­atmen: Der Blaue Platz setzt auf maxi­male Viel­sei­tig­keit. Drei unter­schied­lich ausge­stat­tete Spiel­felder bieten Raum für Fußball, Basket­ball und zahl­reiche weitere Spiele. Dazwi­schen entstanden Frei­flä­chen für spon­tane Bewe­gungs­formen. Leicht­ath­le­ti­sche Ange­bote, Boulder-Elemente, eine Slack­line, Boden­tram­po­line und das dyna­mi­sche Gleich­ge­wichts­spiel Super-Nova machen die Bewe­gung zum Erlebnis für alle Fähig­keiten.

Das Angebot im Einzelnen:

  • Zwei Multi­funk­ti­ons­plätze à 11m x 6,5mm mit Klein­toren, einer davon mit Banden­system
  • Ein Multi­funk­ti­ons­platz (20m x 13m) mit fixen Basket­ball­körben
  • 50 m‑Laufbahn und Weit­sprung­an­lage
  • Klet­ter­par­cours, 3er Reck­stange, Hangel­strecke und Boulder-Anlage
  • Super-Nova
  • Tram­po­lin­bahn und Slack­line
  • Rund­lauf­strecke
  • Lauf­schule, Balance‑, Hüpf- und Koor­di­na­ti­ons­spiele

Die Planung stammt vom Schweizer Planungs­büro Wegmüller.

Was Ihr wollt

Der Blaue Platz ist Treff­punkt und Trai­nings­platz zugleich.

  • Schü­le­rinnen und Schüler nutzen ihn im Unter­richt, in der Pause und nach der Schule.
  • Sport­ver­eine profi­tieren von den abwechs­lungs­rei­chen Outdoor-Trai­nings­mög­lich­keiten.
  • Fami­lien genießen ein gemein­sames Bewe­gungs­an­gebot, das auch kleine Kinder intuitiv nutzen können.
  • Indi­vi­du­al­sportler finden reich­lich Platz für Workout, Jogging oder Chillen unter den frisch gepflanzten Bäumen.

Die Gestal­tung folgt konse­quent dem Prinzip der Inklu­sion. Alle Wege, Zugänge und Spiel­flä­chen sind so konzi­piert, dass sie auch von Menschen mit Einschrän­kungen genutzt werden können. Die Über­la­ge­rung von Markie­rungen, die freie Form­ge­bung und die vari­ie­renden Blau­töne des PU-gebun­denen Sport­be­lags schaffen eine einla­dende, intui­tive Umge­bung, die nicht vorgibt, wie man sich bewegen muss, sondern inspi­riert, sich zu bewegen, wie man es möchte.

Die emis­si­ons­arme LED-Beleuch­tung kann bis 22 Uhr per Taster akti­viert werden – so lässt sich der Platz auch am Abend nutzen.

Der Blaue Platz ist Treff­punkt und Trai­nings­platz zugleich.

  • Schü­le­rinnen und Schüler nutzen ihn im Unter­richt, in der Pause und nach der Schule.
  • Sport­ver­eine profi­tieren von den abwechs­lungs­rei­chen Outdoor-Trai­nings­mög­lich­keiten.
  • Fami­lien genießen ein gemein­sames Bewe­gungs­an­gebot, das auch kleine Kinder intuitiv nutzen können.
  • Indi­vi­du­al­sportler finden reich­lich Platz für Workout, Jogging oder Chillen unter den frisch gepflanzten Bäumen.

Die Gestal­tung folgt konse­quent dem Prinzip der Inklu­sion. Alle Wege, Zugänge und Spiel­flä­chen sind so konzi­piert, dass sie auch von Menschen mit Einschrän­kungen genutzt werden können. Die Über­la­ge­rung von Markie­rungen, die freie Form­ge­bung und die vari­ie­renden Blau­töne des PU-gebun­denen Sport­be­lags schaffen eine einla­dende, intui­tive Umge­bung, die nicht vorgibt, wie man sich bewegen muss, sondern inspi­riert, sich zu bewegen, wie man es möchte.

Die emis­si­ons­arme LED-Beleuch­tung kann bis 22 Uhr per Taster akti­viert werden – so lässt sich der Platz auch am Abend nutzen.

Wie das klappt

Obwohl die reine Sport­fläche heute kleiner ist als vor der Sanie­rung, hat sich das Angebot an die viel­fäl­tigen Nutzer­gruppen, vom Grund­schul­kind bis zum Senior, verviel­facht.

Der Blaue Platz ist kein Sport­platz im klas­si­schen Sinne, sondern ein leben­diger Bewe­gungs­raum für die ganze Gemeinde: ein Ort zum Auspo­wern, Austesten, Spielen, Trai­nieren, Treffen und Verweilen. Ein Beispiel dafür, wie Frei­raum­ge­stal­tung heute aussehen kann: viel­fältig, inklusiv und voller Freude an der Bewe­gung.

Dank Mut in der Planung und Qualität in der Ausfüh­rung.

Boden­flä­chen: Die Deck­schicht

Für die Deck­schicht der elas­ti­schen Boden­flä­chen des neuen, multi­funk­tional nutz­baren Bewe­gungs­raums in Balzers – ebenso wie für die halb­ku­gel­för­migen 3D-Elemente – wurde farbiges GEZOFLEX EPDM-Granulat der GEZOLAN AG verwendet. Das Gummi­gra­nulat des Schweizer Herstel­lers zeichnet sich durch eine gleich­blei­bend hohe Mate­ri­al­qua­lität, eine gute UV- und Witte­rungs­be­stän­dig­keit sowie eine verläss­liche Farb­echt­heit aus. Diese Eigen­schaften tragen dazu bei, dass die Beläge den unter­schied­li­chen Nutzungs­an­for­de­rungen des offenen Bewe­gungs­raums dauer­haft stand­halten.

Für den Blauen Platz kamen die Farb­töne 054 Dunkel­blau und 084 Leucht­blau sowohl als Einzel­farben als auch in abge­stimmten Mischungen zum Einsatz. Damit leistet das Mate­rial nicht nur funk­tional, sondern auch gestal­te­risch einen wesent­li­chen Beitrag zum Gesamt­bild des Projekts. Im Zusam­men­spiel mit der frei geformten Platz­ge­stal­tung und den viel­fäl­tigen Bewe­gungs­an­ge­boten unter­stützt der Belag die Idee eines inklu­siven und flexibel nutz­baren Außen­raums.

Boden­flä­chen: Die Binde­mittel

Für den Aufbau der Sport­bo­den­flä­chen des Blauen Platzes kam ein Binde­mit­tel­system von CONICA zum Einsatz, das speziell für elas­ti­sche und dauer­haft bean­spruch­bare Outdoor-Beläge entwi­ckelt wurde. Die hoch­wer­tigen Poly­ure­than-Binder sorgen für eine zuver­läs­sige Verbin­dung der EPDM-Granu­late und tragen maßgeb­lich zur Lang­le­big­keit und Funk­ti­ons­fä­hig­keit der gesamten Fläche bei. Sie sind auf eine stabile Perfor­mance unter wech­selnden Witte­rungs­be­din­gungen ausge­legt und unter­stützen die Elas­ti­zität, Stoß­dämp­fung und struk­tu­relle Bestän­dig­keit des Belags.

In Balzers wurde ein Binde­mittel verwendet, das seine Eigen­schaften sowohl bei inten­siver sport­li­cher Nutzung als auch im Alltags­be­trieb zuver­lässig beibe­hält. Damit leistet es einen wich­tigen tech­ni­schen Beitrag zur Umset­zung des Projekts: Die frei gestal­tete Bewe­gungs­land­schaft sollte nicht nur optisch über­zeugen, sondern auch lang­fristig sicher, robust und pfle­ge­leicht bleiben.

Das einge­setzte CONICA-Binde­mit­tel­system trägt dazu bei, dass der Blaue Platz den viel­fäl­tigen Anfor­de­rungen eines offenen, inklu­siven und stark frequen­tierten Bewe­gungs­raums gerecht wird.

Projekt­daten

Planer

Planungs­büro Wegmüller
7250 Klos­ters
Schweiz

Bauherr

Gemeinde Balzers
FL 9496 Balzers
Liech­ten­stein

Nutzer

Gemein­de­schulen Balzers

Granu­late

GEZOLAN AG
Werk­strasse 30
6252 Dagmer­sellen
Schweiz

Binder

CONICA AG
Indus­trie­strasse 26
8207 Schaff­hausen
schweiz

Eröff­nung

2022

Adresse

Schul­haus Balzers
Schul­strasse 2
9496 Balzers
Liech­ten­stein

Fotos

Hitsch Photo­graphy
Planungs­büro Wegmüller

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Ostpark Bochum

Der Ostpark Bochm

Vor Arbeit ganz grau?

 

Ihr Name

„Du bist keine Schön­heit, vor Arbeit ganz grau.“

So beginnt „Bochum“, Herbert Gröne­meyers Liebes­er­klä­rung an seine Heimat­stadt. Der entste­hende Ostpark Bochum zeigt (ein weiteres Mal), wie sehr sich die Stadt seit dem Erscheinen dieser Hymne im Jahr 1984 verän­dert hat.

Und wie aus einem brach­lie­genden Tennen­platz eine attrak­tive Wasser­land­schaft wurde.

Der Ostpark Bochum

In den Bochumer Stadt­teilen Alten­bo­chum und Laer voll­zieht sich eine bemer­kens­werte städ­te­bau­liche Trans­for­ma­tion: Mit dem Ostpark Bochum entsteht auf 43 Hektar ein zukunfts­wei­sendes Wohn­quar­tier mit rund 1.300 neuen Wohn­ein­heiten. Das Beson­dere dabei: Die beiden Bereiche – das Quar­tier Feld­mark in Alten­bo­chum und das Quar­tier Havken­scheider Höhe in Laer – werden durch ein durch­dachtes System aus städ­ti­schem Grün, Wasser­flä­chen und zukunfts­fä­higen Entwäs­se­rungs­kon­zepten mitein­ander verbunden.

Das Rück­grat dieser Verbin­dung bildetn Wasser­läufe und Wasser­flä­chen mit angren­zenden Naherho­lungs­flä­chen. Diese grünen Korri­dore schaffen nicht nur attrak­tive Frei­zeit­an­ge­bote für die Bewohner, sondern erfüllen gleich­zeitig wich­tige ökolo­gi­sche und klima­ti­sche Funk­tionen. Beide Quar­tiere profi­tieren von dem groß­zü­gigen Anteil an Frei­flä­chen: Von der Gesamt­fläche von 43 Hektar entfallen nur 14 Hektar auf die reine Netto­b­au­fläche, während beein­dru­ckende 29 Hektar für Frei­flä­chen und grüne Infra­struktur vorge­sehen sind.

Ein zentraler Teil davon ist ein umge­wan­delter Tennen­platz in Laer.

Das Prinzip Schwamm­stadt

Ein zentraler Baustein des Projekts ist das Schwamm­stadt-Prinzip. Wie ein Schwamm nimmt „die Stadt“ dabei Regen­wasser auf, spei­chert es und gibt es bei Bedarf wieder ab. Konkret geschieht dies durch ein ausge­klü­geltes System aus Grün­flä­chen zur Reten­tion, Entwäs­se­rungs­sys­temen und Rück­hal­te­be­cken.

Der neue Land­schaftssee im Havken­scheider Park, auf dem ehema­ligen Tennen­platz des LFC Laer, ist sofort zu einem beliebten Ausflugs­ziel geworden. Der See mit einer angren­zenden Park­an­lage zwischen den beiden entste­henden Wohn­quar­tieren bietet nicht nur hohen Frei­zeit­wert, er ist auch ein zentrales Element des inno­va­tiven Regen­was­ser­ma­nage­ments im Ostpark Bochum.

Statt Regen­wasser schnell in die Kana­li­sa­tion abzu­leiten, wird es vor Ort gesam­melt, versi­ckert langsam oder verdunstet. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Das System hilft bei Stark­regen, Über­schwem­mungen zu vermeiden, das gespei­cherte Wasser kann bei Trocken­heit die Vege­ta­tion versorgen und die Verduns­tung sorgt für ein ange­nehmes Mikro­klima.

Die Trans­for­ma­tion der Tenne

Ein beson­ders eindrucks­voller Teil dieser grünen Trans­for­ma­tion im Quar­tier Havken­scheider Höhe in Laer wurde bereits umge­setzt. Hier befand sich über Jahr­zehnte ein klas­si­scher, etwa 7.000 m² großer Tennen­platz, der haupt­säch­lich dem Vereins­fuß­ball diente und nur einem begrenzten Nutzer­kreis zur Verfü­gung stand. Der benach­barte Verein BFC Laer erhielt vor einigen Jahren einen Kunst­ra­sen­platz, so dass die Fläche des unbe­liebten und nicht mehr zeit­ge­mäßen Tennen­platzes nun „über“ war.

Die Planer erkannten das Poten­zial der Fläche für eine multi­funk­tio­nale Wasser­land­schaft. Nach dem Abtragen der alten Tennen­schicht und der Neupro­fi­lie­rung des Unter­grunds entstand eine orga­nisch geformte Wasser­fläche, die sich harmo­nisch in die umge­bende Land­schaft einfügt und den land­schaft­li­chen Höhe­punkt des Quar­tiers bildet.

Das Wasser wird durch ein ausge­klü­geltes System gespeist, das Regen­wasser aus dem gesamten Quar­tier sammelt und reinigt. Verschie­dene Wasser­tiefen schaffen unter­schied­liche ökolo­gi­sche Nischen für Amphi­bien, Wasser­vögel und aqua­ti­sche Pflanzen.

Platz für alle

Die Trans­for­ma­tion des Tennen­platzes in Laer als Teil des Ostparks Bochum steht exem­pla­risch für die inno­va­tive Verknüp­fung der beiden neuen Wohn­quar­tiere durch grüne Infra­struktur unter Einbe­zie­hung vorhan­dener, nicht mehr genutzter Flächen.

Die Umwand­lung bringt viel­fäl­tigen ökolo­gi­schen Nutzen. Sozial profi­tiert eine viel brei­tere Bevöl­ke­rungs­schicht: Während der Tennen­platz dem Fußball vorbe­halten war, steht die Wasser­land­schaft nun allen offen. Fami­lien entspannen an den Ufer­be­rei­chen, Kinder spielen und Jogger schätzen die hoch­at­trak­tive Route.

Die 29 Hektar Frei­flä­chen machen den Ostpark Bochum zu einem Vorzei­ge­pro­jekt für zukunfts­fä­hige Stadt­pla­nung in Deutsch­land: nach­haltig, klima­re­si­lient und sozial inklusiv.

Projekt­daten

Planer

BPR Inge­nieure GmbH & Co. KG
Müller-Breslau-Straße 28
D – 45130 Essen

Bauherr

Stadt Bochum
Tech­ni­sches Rathaus
Hans-Böckler-Straße 19
D – 44777 Bochum

Projekt­lei­tung

NRW.URBAN GmbH
Revier­straße 3
D – 44379 Dort­mund

Frei­an­lagen

Depen­b­rock Bau GmbH & Co. KG
Merca­tor­straße 131–133
D – 47051 Duis­burg

Adresse

Havken­scheid
Havken­scheider Straße
D – 44803 Bochum

Feld­mark
Feld­mark 1
D – 44803 Bochum

Fotos

Marco Stepniak/RDN
NRW.URBAN
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Text

Johannes Bühl­be­cker
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Eröff­nung

2025–2029

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Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz

Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz in Gelsen­kir­chen

Schalker Kreisel, reloaded

 

Scheidt­mann

Schalke-Nord kämpft mit struk­tu­rellen Heraus­for­de­rungen wie Arbeits­lo­sig­keit und städ­te­bau­li­chen Defi­ziten. Der Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz ist daher weit mehr als eine Frei­zeit­ein­rich­tung, er ist ein zentraler Baustein der Stadt­er­neue­rung. Was bis vor kurzem eine Brach­fläche war, lädt jetzt auf 13.000 m² mit Tram­po­linen, Basket­ball, Teqball und mehr zum kosten­losen Sport ein – und das direkt neben der legen­dären Glückauf-Kampf­bahn.

Der Sport kann auch das.

Glückauf

Nach 16 Monaten Bauzeit wurde im Juli 2025 der neue Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz in Gelsen­kir­chen-Schalke eröffnet. Mit 4,5 Millionen Euro Projekt­vo­lumen und 13.000 m² Fläche ist diese Anlage ein bedeu­tender Meilen­stein für den wahr­lich nicht privi­le­gierten Gelsen­kir­chener Stadt­teil Schalke-Nord.

Aus einer einge­zäunten Brach­fläche mit unstruk­tu­rierten Grün­flä­chen und Stell­plätzen entstand ein moderner Quar­tier­spark mit viel­fäl­tigen Sport- und Frei­zeit­an­ge­boten entstanden. Im Rahmen der Bauar­beiten wurden alte Trep­pen­an­lagen, Zaun­an­lagen, Wege­be­läge und Gehölze entfernt. Anschlie­ßend erfolgten umfang­reiche Erdar­beiten, der Einbau neuer Ober­bau­schichten aus Schotter und RC-Mate­rial sowie die Anlage verschie­dener Beläge — von wasser­ge­bun­denen Decken über Kunst­rasen bis hin zu Pflas­ter­flä­chen mit Rasen­fugen.

Der Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz bietet nun viel­fäl­tige, frei zugäng­liche und kosten­lose Bewe­gungs- und Erho­lungs­mög­lich­keiten:

  • Tram­po­lin­an­lage und Motorik-Parcours
  • Soccer‑, Basket­ball- und Teqball­feld (Kombi­na­tion aus Tisch­tennis und Fußball)
  • Bould­er­wand und Kinder­spiel­platz
  • Multi­funk­ti­ons­flä­chen mit Trink­was­ser­brunnen für Veran­stal­tungen

Auffällig sind die Beton­steine in vier Grau­tönen auf einer Fläche von 800 m², die nach einem compu­ter­ge­nerierten “geplant zufäl­ligen” Muster verlegt wurden.

Die Stadt Gelsen­kir­chen entwi­ckelte das Projekt mit lokalen Akteuren. Von den 4,5 Millionen Euro Gesamt­kosten werden 3,6 Millionen Euro über Städ­te­bau­för­de­rung von Bund und Land finan­ziert, 900.000 Euro trägt die Stadt selbst.

Geschichte

Die benach­barte Glückauf-Kampf­bahn prägt die beson­dere Atmo­sphäre des Stand­orts. In den 1920er-Jahren auf einem Zechen­ge­lände in Eigen­ar­beit errichtet und 1928 eröffnet, war das Stadion bis 1973 die Heim­spiel­stätte des FC Schalke 04, der hier seine deut­schen Meis­ter­titel errang.

Nach dem Umzug des Vereins ins damals neue Park­sta­dion im Jahr 1973 verfiel die Anlage zuse­hends. Zur Fußball-WM 2006 wurde sie für Public Viewing und andere Events reno­viert, heute nutzt vor allem die grund­sym­pa­thi­sche Kreis­li­gist DJK Teutonia Schalke-Nord die ehrwür­digen Kata­komben und den Kunst­ra­sen­platz.

In Verbin­dung mit der Glückauf-Kampf­bahn fungiert der Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz nun als ganz beson­derer Veran­stal­tungsort für Stadt­teil­feste und über­re­gio­nale Events. Die Lage an der “Schalker Meile” mit ihrer hohen Dichte an Vereins­his­torie macht ihn zu einem wich­tigen kultu­rellen Baustein.

Projekt und Ort verbinden Sport, Begeg­nung, Bewe­gung und Tradi­tion und stärken das Quar­tier Schalke-Nord nach­haltig.

Erneue­rung

Das Projekt folgt einem inte­grierten Stadt­ent­wick­lungs­an­satz: Sport- und Frei­zeit­an­ge­bote werden gezielt als Kata­ly­sator sozialer Inte­gra­tion einge­setzt. Der kosten­lose Zugang durch­bricht soziale Barrieren und schafft Begeg­nungs­räume und Ange­bote für Menschen unter­schied­lichster Herkunft. Die Verbin­dung zur Glcü­kauf-Kampf­bahn stärkt die Stadt­teil­iden­tität.

Schalke-Nord kämpft mit struk­tu­rellen Heraus­for­de­rungen wie Arbeits­lo­sig­keit, sozialen Problemen und städ­te­bau­li­chen Defi­ziten. Der Sport­garten am Ernst-Kuzorra-Platz ist daher weit mehr als eine Frei­zeit­ein­rich­tung, er ist ein zentraler Baustein des Stadt­er­neue­rungs­pro­zesses.

Sport kann auch das.

Projekt­daten

Planer

Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur

Bau

Scheidt­mann GmbH

Bauherr

Stadt Gelsen­kir­chen
Referat Stadt­pla­nung

Unter­stützer

Stif­tung Schalker Markt
Gril­lo­straße 62
D – 45881 Gelsen­kir­chen

Adresse
Ernst-Kuzorra-Platz
D – 45881 Gelsen­kir­chen
Eröff­nung

2025

Fotos

Scheidt­mann GmbH
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Johannes Bühl­be­cker
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Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park

Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park, Wilhelms­haven

Kinder an die Macht!

 

DiE SPIELPLATZ-MACHER

70 Kinder durften über die Gestal­tung entscheiden, 22 Wochen wurde gebaut, 12 Meter hoch ist “Der Lange Hein­rich”: Der inklu­sive Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park in Wilhelms­haven. Seit seiner Eröff­nung im Oktober 2024 ist er ein Magnet für Fami­lien aus Wilhelms­haven – und für Nordsee-Urlauber.

Betei­li­gung

Der Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park liegt idyl­lisch einge­bettet im Rüstringer Stadt­park und wird von einer wald­ar­tigen Kulisse umrahmt, die eine beson­ders fami­li­en­freund­liche Atmo­sphäre schafft. Die zentrale Lage macht ihn sowohl für Einhei­mi­sche als auch für Nordsee-Urlauber zu einem beliebten Anlauf­punkt.

Bereits 1915 war diese Fläche für körper­liche Ertüch­ti­gung vorge­sehen – heute erfüllt sie diesen Zweck auf moderne und inklu­sive Weise. Die groß­zü­gigen Wiesen­flä­chen bieten zusätz­lich Raum für Ball­spiele, Pick­nicks und freies Toben.

Die Stadt Wilhelms­haven ging bei der Planung einen unge­wöhn­li­chen Weg und ließ 70 Kinder aus dem Stadt­ge­biet über die Gestal­tung ihres neuen Spiel­platzes entscheiden. Das Ergebnis wurde zur Grund­lage für das heutige Spiel­pa­ra­dies. So flossen nicht nur pädago­gi­sche Über­le­gungen, sondern vor allem die Wünsche der Kinder in die Planung ein.

Mitein­ander

Der Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park wurde konse­quent barrierarm und inklusiv gestaltet, damit Kinder mit und ohne Einschrän­kungen hier gemeinsam spielen können. Im Klein­kind­be­reich gibt es spezi­elle Geräte für die Kleinsten sowie eine Wasser­matsch­an­lage für senso­ri­sche Erfah­rungen in geschützten Spiel­be­rei­chen. Ältere Kinder finden im sepa­raten Bereich einen Rutschen­turm als Haupt­at­trak­tion, viel­fäl­tige Klet­ter­ge­räte und heraus­for­dernde Bewe­gungs­an­ge­bote.

Zu den weiteren Attrak­tionen gehören ein groß­zü­giger Sand­spiel­be­reich für krea­tives Spielen, eine Doppel­schaukel, ein Tram­polin, eine Dreh­scheibe sowie eine beein­dru­ckende, 30 Meter lange Seil­bahn.

Alle Spiel­ge­räte entspre­chen der Sicher­heits­norm DIN EN 1176. Für den Komfort der Begleit­per­sonen wurden zahl­reiche Bänke und Tische instal­liert, die perfekte Plätze zum Beob­achten und Entspannen bieten.

Das Herz­stück des Spiel­platzes ist der impo­sante, 12 Meter hohe Spiel­turm „Der Lange Hein­rich”. Sein Name erin­nert an einen histo­ri­schen Entla­de­kran, der früher am Wilhelms­ha­vener Kai Schiffe löschte – heute „löscht” er die Aben­teu­er­lust der Kinder.

Team­work

Der Erfolg des Spiel­platzes im Rüstringer Stadt­park ist das Ergebnis der ausge­zeich­neten Zusam­men­ar­beit verschie­dener Partner. Die Tech­ni­schen Betriebe Wilhelms­haven über­nahmen als Auftrag­geber die Projekt­ko­or­di­na­tion und ‑umset­zung. Die süddeut­sche Firma Spiel­platz­ge­räte Maier als Gewinner des Gestal­tungs­wett­be­werbs entwi­ckelte und lieferte die inno­va­tiven Spiel­ge­räte und brachte ihre Exper­tise für inklu­sive Spiel­platz­kon­zepte ein.

Das Büro Neumann Gusen­burger war für die land­schafts­pla­ne­ri­sche Konzep­tion verant­wort­lich und sorgte für die harmo­ni­sche Inte­gra­tion des Spiel­platzes in die bestehende Park­land­schaft. DIE SPIELPLATZ-MACHER über­nahmen die fach­ge­rechte Montage der Spiel­ge­räte in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Garten- und Land­schafts­bauer Frie­de­mann Richter. Von den Kran­ar­beiten über den Gerä­te­aufbau bis zum Fein­schliff funk­tio­nierte die Koope­ra­tion aller Betei­ligten reibungslos – ein entschei­dender Faktor für den Projekt­er­folg.

Fazit

Seit seiner feier­li­chen Eröff­nung im Oktober 2024 entwi­ckelte sich der Spiel­platz im Rüstringer Stadt­park zu einem wahren Anzie­hungs­punkt. Der Spiel­platz lockt nicht nur Wilhelms­ha­vener Fami­lien an, sondern ist auch zu einem beliebten Stopp für Nordsee-Urlauber geworden. Die gelun­gene Mischung aus natur­naher Umge­bung, modernen Spiel­ge­räten und inklu­siver Gestal­tung macht ihn zu einem beson­deren Erlebnis für die ganze Familie.

Dieses Projekt ist ein tolles Beispiel dafür, wie Bürger­be­tei­li­gung, fach­liche Kompe­tenz und hand­werk­li­ches Können zu einem Ergebnis führen, das alle Betei­ligten begeis­tert.

Projekt­daten

Land­schafts­planer

Neuman Gusen­berger
Heerstr. 90
D – 14055 Berlin

Bauherr

Tech­ni­sche Betriebe Wilhelms­haven

Spiel­platz­ge­räte

Ernst Maier Spiel­platz­ge­räte GmbH
Wasser­burger Str. 70
83352 Alten­markt a. d. Alz

Bau

Die Spiel­platz-Macher GmbH
Pinne­berger Str. 66
D – 22457 Hamburg

Adresse
Rüstringer Stadt­park
D – 26386  Wilhelms­haven
Eröff­nung

2024

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DIE SPIELPLATZ-MACHER

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Johannes Bühl­be­cker
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Skak­ke­ringen

Skak­ke­ringen in Etne

Cooler als drinnen

 

PIR2 & LOCAL

Skak­ke­ringen zeigt, wie aus einem tristen Schulhof durch Betei­li­gung von Jugend­li­chen, Vereinen und Kommune ein multi­funk­tio­naler Akti­vi­täts­park entstehen kann, der Sport, Kultur und Begeg­nung verbindet. Mit einfa­chen, flexi­blen Struk­turen entstehen leben­dige Frei­räume für verschie­dene Nutzer­gruppen.

Parti­zi­pa­tion als Schlüssel

Skak­ke­ringen ist Schulhof, Akti­vi­täts­park und Treff­punkt zugleich – und das direkt am Kultur­zen­trum Skakke in Etne (Vest­land, Norwegen). Entworfen von PIR2 und LOCAL gemeinsam mit Jugend­li­chen, Vereinen und der Kommune, entstand ein Modell­pro­jekt, das sich gegen Einsam­keit, Bewe­gungs­mangel und fehlende Aufent­halts­qua­lität im Freien enga­giert.

Der ursprüng­liche Schulhof war eine graue Asphalt­fläche mit Basket­ball­korb, zwei Tisch­ten­nis­platten und ein paar Bänken. Er wurde kaum genutzt – den Jugend­li­chen fehlte ein Ort, an dem sie sich will­kommen fühlten. Die Gemeinde setzte daher ein klares Ziel:
„Es soll draußen cooler sein als drinnen.“

In Work­shops, Vor-Ort-Bege­hungen und inter­ak­tiven Design­pro­zessen brachten Schüler:innen und lokale Initia­tiven ihre Wünsche ein:

  • mehr Grün und Aufent­halts­qua­lität
  • kräf­tige Farben und Beleuch­tung
  • Kletter- und Turn­ele­mente
  • Ball­spiel­flä­chen
  • über­dachte Treff­punkte

Das Ergebnis: ein Raum, der sich direkt an den Bedürf­nissen der jungen Menschen orien­tiert und zugleich allen Bürger:innen offen­steht.

Der rote Rundweg

Herz­stück von Skak­ke­ringen ist der rote Rundweg, der das Areal fasst und Bewe­gungen leitet.

  • Seine flexible Mitte ist nutzbar für Sport, Konzerte, Theater, Märkte oder Open-Air-Kino.
  • Der Pavillon dient als Bühne und Wetter­schutz für Veran­stal­tungen.
  • Die grünen Ränder bieten kleine Gärten, Sitz­stege und Treff­punkte.
  • Das Konzept kombi­niert aktive und ruhige Zonen und ist damit ideal für gene­ra­ti­ons­über­grei­fende Nutzung.

Skak­ke­ringen dient nicht nur als Schulhof der Enge Secon­dary School, sondern auch als Bühne für Konzerte, Sport­tur­niere und Märkte. Das Projekt wird getragen von Akteuren wie dem Kultur­haus Skakke, dem Etne Cup oder dem Fest Etne­mark­naden. Damit wird der Platz zu einer sozialen Dreh­scheibe des Ortes.

Was wir hier lernen können

Das norwe­gi­sche Beispiel zeigt Ansätze, die sich direkt auf unsere Städte, Gemeinden und Sport­ver­eine über­tragen lassen:

  1. Multi­funk­tion statt Mono­funk­tion

Ein Platz kann Schulhof, Sport­feld, Park und Event­fläche zugleich sein. Das stei­gert die Auslas­tung und recht­fer­tigt Inves­ti­tionen auch bei knappen Budgets.

  1. Betei­li­gung erhöht Akzep­tanz

Die früh­zei­tige Einbin­dung von Jugend­li­chen, Vereinen und Bürger:innen führt zu höherer Iden­ti­fi­ka­tion und nach­hal­tiger Nutzung.

  1. Einfach, robust, flexibel

Klar struk­tu­rierte Elemente wie ein Rundweg, eine flexible Mitte und grüne Aufent­halts­in­seln brau­chen wenig Technik, sind kosten­günstig und pfle­ge­leicht.

  1. Offen­heit & Nied­rig­schwel­lig­keit

Freier Zugang senkt Barrieren und fördert Alltags­be­we­gung. Das stärkt nicht nur die Gesund­heit, sondern auch den sozialen Zusam­men­halt.

  1. Impulse für Stadt­ent­wick­lung

Skak­ke­ringen ist Teil einer geplanten Achse der Akti­vität, die das Orts­zen­trum, die Marina und Sport­an­lagen verbindet – ein Gedanke, der auch für deut­sche Kommunen span­nend ist, wenn es um Verknüp­fung von Infra­struktur geht.

Projekt­daten

Land­schafts­planer

PIR2
Vulkan 11
0178 Oslo
Norwegen

Archi­tekt

Local
Øvre korskir­ke­all­men­ningen 7
5017 Bergen
Norwegen

Eröff­nung

2024

Adresse

Skak­ke­ringen
Stron­da­vegen 3
Etne muni­ci­pa­lity in Vest­land county
Norwegen

Fotos

Artishot

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Frei­burger Turner­schaft

Frei­burger Turner­schaft Skill­park und Stadion Areal

Offen für alles

 

Spor­tA­trium

Die Frei­burger Turner­schaft hat auf ihrem Vereins­ge­lände in den letzten Jahren gleich zwei außer­ge­wöhn­liche Outdoor-Sport­pro­jekte verwirk­licht. Beide Anlagen berei­chern das Angebot in punkto Viel­falt, Nutzer­freund­lich­keit und Flächen­ef­fi­zienz unge­mein, und beide schaffen Trai­nings­mög­lich­keiten, die für alle Alters­klassen und Leis­tungs­stufen attraktiv sind.

Alles für alle

Die Frei­burger Turner­schaft von 1844 e. V. zählt zu den größten und tradi­ti­ons­reichsten Sport­ver­einen Südba­dens. Mit ihrem weit­läu­figen Vereins­ge­lände direkt an der Dreisam und in unmit­tel­barer Nähe zum Drei­sam­sta­dion bietet sie ideale Voraus­set­zungen, um Sport­flä­chen wie den Skill­park und das Stadion Areal harmo­nisch in die bestehende Infra­struktur zu inte­grieren. Beide Anlagen haben eine Reihe gemein­samer Merk­male:

  • Inklu­sion & Barrie­re­frei­heit: Alle Anlagen sind so geplant, dass sie auch mit Roll­stuhl oder Kinder­wagen genutzt werden können.
  • Viel­sei­tig­keit: Beide Flächen decken ein breites Spek­trum sport­li­cher Fähig­keiten ab, von Ausdauer über Kraft und Schnel­lig­keit bis hin zu Koor­di­na­tion und Beweg­lich­keit.
  • Kompakte Flächen­pla­nung: Auf relativ kleinen Arealen wurde durch clevere Anord­nung der Geräte ein maxi­maler Nutzen erzielt.
  • Indi­vi­du­elle Ferti­gung: Wo Stan­dard­lö­sungen nicht ausreichten, entwi­ckelten die Planer maßge­schnei­derte Geräte in eigener Produk­tion.

Beide Projekte profi­tieren von ihrer zentralen Lage direkt an der Schwarz­wald­straße – zwischen Drei­sam­sta­dion, Jugend­her­berge und Strandbad – und sind somit auch für Stadi­on­be­su­cher, Spazier­gänger oder Jogger attraktiv.

Planung und Umset­zung beider Projekte stammen von Spor­tA­trium.

Der Skill­park

Messen, verglei­chen, besser werden: Der 2024 fertig­ge­stellte Skill­park bietet auf 165 m² ein kompaktes Trai­nings­areal, das ganz auf digi­tale Mess­bar­keit und sport­liche Heraus­for­de­rungen setzt. Hier können Nutzer ihre Leis­tungen in verschie­denen Diszi­plinen testen und verbes­sern.

Zu den High­lights der Ausstat­tung gehören

  • Elek­tro­ni­sche Sprint­mes­sung
  • Wurf- und Schuss­mess­an­lagen
  • Inter­ak­tive Touch-Cardio-Walls
  • Calis­the­nics-Anlage mit Zeit­mes­sung
  • Slack­line, Tram­polin, Weit- und Hoch­sprung­mes­sung

Das Konzept richtet sich an ambi­tio­nierte Sportler und alle, die Spaß an mess­baren Fort­schritten haben, vom Mitglied der Frei­burger Turner­schaft über Schul­sport­gruppen bis zum Sport­kin­der­garten. Beson­ders ist die Inte­gra­tion in das vereins­ei­gene Wege­kon­zept, sodass der Skill­park optimal in den Vereins­alltag einge­bettet ist.

Das Stadion Areal

Mit dem Stadion Areal folgte 2025 das zweite große Outdoor­pro­jekt. Auf 280 m² entstand entlang der ehema­ligen Lauf­bahn ein multi­funk­tio­naler Fitness­park, der Kraft­trai­ning, Koor­di­na­tion und spie­le­ri­sche Bewe­gung mitein­ander verbindet.

Seine Beson­der­heiten sind

  • Calis­the­nics- und Crossfit-Anlage
  • Senso­mo­torik-Parkour mit Hüpf­steinen, Slack­line und Tram­po­linen
  • Contain­erlö­sung für Trai­nings­ma­te­ria­lien wie Hanteln, Bälle oder Gymnas­tik­matten
  • Gelenk­scho­nender EPDM-Boden für Warm-up und Cool-down

Hier trai­nieren nicht nur Mitglieder der Frei­burger Turner­schaft. Auch Jogger an der Dreisam oder Stadi­on­be­su­cher finden hier eine sport­liche Ergän­zung zu ihrem Ausflug. Das Angebot richtet sich gezielt an alle Gene­ra­tionen, von Kindern und Jugend­li­chen über Fami­lien bis hin zu Senioren.

Zwei Konzepte, ein Ziel

Ob leis­tungs­ori­en­tiertes, mess­bares Trai­ning im Skill­park oder brei­ten­sport­li­ches Outdoor-Fitness im Stadion Areal: Beide Anlagen zeigen, wie eine moderne Vereins­ent­wick­lung aussehen kann – nämlich durch­dacht geplant, ziel­grup­pen­über­grei­fend nutzbar und optimal in die Umge­bung inte­griert.

Mit dem Skill­park und dem Stadion Areal setzt die Frei­burger Turner­schaft ein starkes Zeichen, wie Sport­flä­chen im 21. Jahr­hun­dert aussehen können. Kompakt, viel­seitig und offen für alle.

Projekt­daten

Planer

Spor­tA­trium GmbH
Zeller­straße 17/1
D – 73235 Weilheim/Teck

Bauherr

Frei­burger Turner­schaft von 1844 e.V.
Schwarz­wald­strasse 181
D – 79117 Frei­burg

Eröff­nung

2024 (Skill­park)
2025 (Stadion Areal)

Adresse

Frei­burger Turner­schaft Skill­park
Frei­burger Turner­schaft Stadion Areal
Schwarz­wald­strasse 181
D – 79117 Frei­burg im Breisgau

Fotos

Spor­tA­trium

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

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Parque Quin­tana Roo

Parque Quin­tana Roo

Pure Schön­heit

 

AIDIA Studio

Von der Müll­kippe zum Messe­ge­lände: Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal ist Austra­gungsort einer großen Land­wirt­schafts­messe und gleich­zeitig Stadt­park. Mit Frei­luft­hallen.

Trans­for­ma­tion

Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal, der Haupt­stadt des gleich­na­migen mexi­ka­ni­schen Bundes­staates, ist das wunder­bare Ergebnis der Trans­for­ma­tion einer Müll­de­ponie zu einem weit­läu­figen ökolo­gi­schen Stadt­park.

Der Park bietet ein viel­fäl­tiges Angebot an Frei­zeit­ein­rich­tungen, darunter einen Skate­park, einen groß­zü­gigen Parkour-Garten, Outdoor-Fitness­be­reiche sowie Multi­sport- und Kinder­spiel­flä­chen – unter­ge­bracht in drei indi­vi­duell gestal­teten Frei­luft­hallen.

Der Anlass des Projekts war der Bedarf an einem neuen Veran­stal­tungsort für die jähr­liche Vieh- und Land­wirt­schafts­messe. Diese Messe hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeu­tenden jähr­li­chen Volks­fest entwi­ckelt, das Konzerte, Fahr­ge­schäfte und Kunst­hand­werks­märkte umfasst.

Die Planung stammt von AIDIA Studio.

Dschungel

Das neu entwi­ckelte Messe­ge­lände erstreckt sich über eine Fläche von zehn Hektar. Das Grund­stück liegt im subtro­pi­schen Dschungel, was die beson­dere Chance bot, das Areal in einen städ­ti­schen Park mit viel­fäl­tigen, ganz­jährig nutz­baren Frei­zeit­ein­rich­tungen zu verwan­deln.

Chetumal ist die Haupt­stadt des Bundes­staates Quin­tana Roo, zu dem auch die Touris­ten­ziele Cancún, Tulum und Bacalar in der mexi­ka­ni­schen Karibik gehören. Während die Bade­orte im Norden an Beliebt­heit gewannen, entwi­ckelte sich Chetumal zu einem wich­tigen Versor­gungs­zen­trum. Die Stadt, die lange Zeit unter einem Mangel an hoch­wer­tigen öffent­li­chen Räumen litt, gewinnt durch die Rück­ge­win­nung von Flächen zuneh­mend an Aufent­halts­qua­lität.

Orga­ni­sa­tion

Das trapez­för­mige Grund­stück misst 200 mal 400 Meter und wird über einen ring­för­migen Stra­ßen­ver­lauf mit Stell­plätzen erschlossen. Entlang dieses Rings entstand zudem ein 800 Meter langer Lauf- und Radweg.

Die Ausstat­tung umfasst drei Frei­luft­hallen, darunter eine Arena für bis zu 1.000 Zuschauer, die sowohl für Sport­ver­an­stal­tungen als auch Konzerte genutzt werden kann, über­dachte Basket­ball­plätze, Outdoor-Fitness­be­reiche. Einzel­han­dels­flä­chen und außerdem einen Skate­park, einen Kinder­spiel­platz und einen „Bürger­platz“ am Eingang des Geländes.

Dieser Bürger­platz wird von elf Ceiba-Bäumen einge­fasst, die als heilige Bäume Mexikos gelten. Jeder Baum steht dabei symbo­lisch für einen der elf Land­kreise von Quin­tana Roo. Von hier aus führen Wasser­läufe durch das Areal, welche die Besu­cher zu den verschie­denen Einrich­tungen leiten und dabei ein flie­ßendes, nicht-hier­ar­chi­sches Raum­er­lebnis schaffen, das schließ­lich an der Arena, dem größten Bauwerk des Parks, endet.

Kreise

Die Wege zwischen den kreis­för­migen Baukör­pern verlaufen entlang von Tangen­ten­bögen, welche die ansonsten starren Grund­stücks­grenzen auflo­ckern und gleich­zeitig die Viel­falt der Gebäu­de­typen in das Gesamt­kon­zept einfügen.

Dieses Konzept ermög­lichte es dem Planungs­team, das Thema „biophile Gestal­tung“ konse­quent weiter­zu­ent­wi­ckeln – sowohl aus der Vogel­per­spek­tive in Form des über­ge­ord­neten Master­plans als auch aus Nutzer­sicht, durch das unmit­tel­bare Erleben der Natur inner­halb des Parks. Zudem kamen para­me­tri­sche Entwurfs­werk­zeuge zum Einsatz, die eine ästhe­tisch anspruchs­volle und zugleich effi­zi­ente Form­fin­dung ermög­lichten.

Im Ergebnis entstand eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Gebäu­de­typen, bei denen beispiels­weise hyper­bo­li­sche Para­bo­loide an die jewei­lige Nutzung ange­passt wurden. Gemeinsam ist allen Bauwerken der kreis­för­mige Grund­riss, jedoch mit jeweils eigen­stän­diger konstruk­tiver Lösung.

Schön­heit

Die geringe Bebau­ungs­dichte des Parks dient dem maxi­malen Erhalt natür­li­cher Grün­flä­chen – ein wesent­li­cher Aspekt ange­sichts des heißen und feuchten Klimas in der Region. Sämt­liche verwen­deten Mate­ria­lien für Plätze und Gebäude sind in hellen Beige-Tönen gehalten. Gemeinsam mit den leichten Metall­struk­turen der Gebäude, den schlanken, oliv­grünen Stützen und den geschwun­genen Holz­ele­mente fügen sie sich bestens in die Umge­bung aus Kalk­stein und Wald ein, während die mit Fliesen gedeckten Dächer zuver­läs­sigen Schutz vor durchaus mögli­chem Stark­regen bieten.

Die Fassaden der radialen Gebäude greifen ein Ziegel­muster auf, das einer­seits die Ober­flä­chen­struktur belebt, ande­rer­seits durch Öffnungen für Luft­zir­ku­la­tion und natür­liche Belüf­tung sorgt. Sämt­liche Gebäude sind modular geplant, um eine wirt­schaft­liche Bauweise zu gewähr­leisten und den Errich­tungs­pro­zess effi­zient zu gestalten.

Pure Schön­heit.

Projekt­daten

Planer

AIDIA Studio

Rolando Rodri­guez Leal, Natalia Wrzask; José Luis Mulás, Mariano González, Nitze Magaña, Aran­zazú Sánchez, Mauricio Santi­bañez, Cecilia Simón, Emilio Vásquez, Rodrigo Wulf

Bauherr

Secre­tary of Agra­rian, Terri­to­rial, and Urban Deve­lo­p­ment

Eröff­nung

2024

Adresse

Parque Quin­tana Roo
Chetumal
Quin­tana Roo
Mexico

Fotos

Andrés Cedillo

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Panzer­halle Tübingen

Die Panzer­halle in Tübingen

Das öffent­liche Wohn­zimmer

 

Stadt Tübingen

Die Panzer­halle in Tübingen als eine der ersten Frei­luft­hallen Deutsch­lands steht für städ­ti­sche Nach­ver­dich­tung, urbane Leben­dig­keit und ein gelin­gendes Zusam­men­spiel von Wohnen, Kultur und Frei­zeit. Ein leben­diger Ort, an dem Geschichte, Gemein­schaft und modernes Stadt­leben zusam­men­kommen – mit viel Spiel­raum für die Zukunft.

Geschichte

Die Panzer­halle wurde 1934/35 als Reit­halle der Hinden­burg­ka­serne errichtet. Sie diente nach dem zweiten Welt­krieg als Infra­struktur der fran­zö­si­schen Armee, die bis 1991 im soge­nannten Fran­zö­si­schen Viertel statio­niert war. Nach dem Abzug der fran­zö­si­schen Truppen wurde die groß­flä­chige Kaserne einschließ­lich der Panzer­halle von der Stadt Tübingen erworben und im Rahmen eines städ­te­bau­li­chen Konzepts mit viel Bürger­be­tei­li­gung in ein leben­diges, gemischt genutztes Quar­tier trans­for­miert.

Aus der Hinden­burg­ka­serne wurde das Fran­zö­si­sche Viertel, aus dem Gebäude wurde die Panzer­halle, zunächst ein Ort für spon­tane Konzerte und Partys.

Umwand­lung

Die Umwand­lung der Panzer­halle in eine Frei­luft­halle erfolgte um die Jahr­tau­send­wende. Zunächst war ein Umbau zu einem öffent­li­chen Veran­stal­tungs­raum, einem Theater oder Kino geplant. Im Rahmen der folgenden Frei­raum­pla­nung verän­derte sich das Projekt dann jedoch zu einer der ersten deut­schen Frei­luft­hallen: Die Wände wurden heraus­ge­nommen, die Trag­struktur saniert und ein kleiner Toilet­ten­turm einge­baut.

Die Halle erhielt ein flaches Dach, aber halt keine Wände und wurde als offener Pavillon zum urbanen Treff­punkt mit bis zu 500 Sitz­plätzen für Veran­stal­tungen.

Archi­tek­to­nisch prägend ist die frei­ge­legte Trag­struktur: Über­dacht, aber offen, vermit­telt die Halle das Gefühl des Draußen-Seins, während sie gleich­zeitig Schutz vor Witte­rung bietet. Dieser städ­te­bau­liche Ansatz wurde 2006 im Rahmen der Archi­tektur-Bien­nale als „Symbol für leben­diges Stadt­en­semble“ hervor­ge­hoben.

Die Panzer­halle war nun ein multi­funk­tio­naler und über­dachter öffent­li­chen Platz.

Iden­tität

Heute ist die Panzer­halle, im Zusam­men­spiel mit den öffent­li­chen Frei­flä­chen drum­herum, ein Ort viel­fäl­tigster Nutzungen: Morgens trai­niert die Verkehrs­po­lizei mit Schul­klassen hier das rich­tige Verhalten im Stra­ßen­ver­kehr, nach­mit­tags spielen Kinder und Jugend­liche Basket­ball und Fußball. Abends und nachts treffen wird regen­si­cher gegrillt und zusam­men­ge­sessen – und an Wochen­enden finden Floh­märkte, Feste, Konzerte und Ausstel­lungen statt.

Nicht nur für die 2.400 Bewoh­nern des Fran­zö­si­schen Vier­tels, sondern auch für die benach­barten Viertel sind die Panzer­halle, der angren­zende Fran­zö­si­sche Platz und der 2005 entstan­dene Kinder­spiel­platz die zentralen Orte im Viertel. Zahl­reiche Auszeich­nungen bestä­tigen ihre Bedeu­tung.

Als iden­ti­täts­stif­tender, offener Ort steht die Panzer­halle bis heute für bürger­li­ches Enga­ge­ment, Nach­bar­schafts­pro­jekte und urbane Expe­ri­mente.

Zukunft

Die Panzer­halle wird auch zukünftig als Sport­stätte, kultu­relle Bühne, Begeg­nungsort und öffent­li­ches Wohn­zimmer genutzt. Ihre flexible, witte­rungs­ge­schützte Konstruk­tion erlaubt immer neue Formate, seien es Work­shops, Pop‑up‑Märkte oder tempo­räre Kunst­aus­stel­lungen.

Das Projekt zeigt eindrucks­voll, wie Indus­trie­bauten als öffent­li­cher Frei­raum, multi­funk­tio­naler Treff­punkt und kultu­relle Bühne sinn­voll weiter­leben können. Dabei bewahrt die Halle ihren histo­ri­schen Charme, verbindet öffent­li­chen Nutzen mit urbaner Qualität und bleibt dank ihrer offenen, wetter­ge­schützten Archi­tektur zukunfts­fähig.

Sie zeigt aber auch das riesige Poten­zial von Frei­luft­hallen, die dank über­schau­barer Kosten und hoher Flexi­bi­lität so viele Nutzungs­mög­lich­keiten bieten, und das auch im urbanen Kontext.

Projekt­daten

Planer & Bauherr

Univer­si­täts­stadt Tübingen
Stadt­sa­nie­rungsamt
Loret­to­platz 30
D – 72072 Tübingen

Trag­werk

Hans-Ulrich Ströbel
Lilli-Zapf-Str. 6
D – 72072 Tübingen

Land­schafts­pla­nung

werk­büro für frei­raum und land­schaft
Aixer Str 19
D – 72072 Tübingen

Eröff­nung

1999

Adresse

Panzer­halle Fran­zö­si­sches Viertel
Aixer Straße 60
D – 72072 Tübingen

Fotos

Stadt Tübingen
Manfred Grohe (Luft­bilder)

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Geschichte

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Heilongtan Dome

Heilongtan Dome Music Hall

Home is where the Dome is

 

Studio Dali Archi­tects

Die Heilongtan Dome Music Hall von Studio Dali Archi­tects schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören.

Wurzeln schlagen

Der Heilongtan Dome (Music Hall) erhebt sich sanft am Eingang einer agro­kul­tu­rell geprägten Gemeinde in Chengdu, China, aus der leicht abfal­lenden Land­schaft.

Die Frei­luft­halle von Studio Dali Archi­tects schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der ruhigen Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören. Umhüllt von Bäumen, Licht und Land­schaft erin­nert diese Halle mit ihren geschwun­genen Dächern an den Versamm­lungs­raum im Dorf – dort, wo Geschichten, Musik und Erin­ne­rungen unter einem Banyan-Baum ganz natür­lich Wurzeln schlagen.

Seine Lage am sanften Hang, am See und umrahmt von jungen Bäumen verbindet das Häus­liche mit dem Bäuer­li­chen, das Gestal­te­ri­sche mit dem Natür­li­chen.

Spiri­tu­elles Zentrum

Heilongtan ist der Name eines Neubau­ge­biets im Land­kreis Renshou in Meishan, der Heilongtan Dome ist hier der neue Eingang und das neue Wahr­zei­chen.

Der Entwurf orien­tiert sich an der tradi­tio­nellen Symbolik der Banyan-Bäume. Die stehen in dieser Gegend meist am Dorf­ein­gang und diesen als Orte der Begeg­nung wie der Ruhe. Die halb­of­fene Halle erin­nert an den Raum unter dem Wurzel­ge­flecht solcher Bäume und dient (so die Archi­tekten) als „spiri­tu­elles Zentrum“ der Gemeinde.

Genutzt wird sie vor allem für Konzerte, Thea­ter­proben und ‑auffüh­rungen, Kurse, Ruhe und Begeg­nung der infor­mellen Art.

Ölbäume

Die Frei­luft­halle ist als hölzerne Kuppel konstru­iert, ihr Dach wirkt wie ein schüt­zendes Blät­ter­ge­flecht. Große Ober­lichter ermög­li­chen drei chine­si­schen Ölbäumen, durch das Dach zu wachsen, mehr als ein Dutzend weitere Öffnungen bringen Tages­licht ins Innere. Die sicht­bare Holz­kon­struk­tion schafft eine beein­dru­ckende Atmo­sphäre und eine gute Akustik.

Zum See hin steigen ein paar Sitz­stufen leicht an, ideal für Zuschauer und offen für infor­melle Nutzungen wie eben Theater. Die Anord­nung der Stützen aus verchromtem Stahl will an luft­wur­zelnde Banyan-Bäume erin­nern und stärkt die Verbin­dung zwischen Archi­tektur und Natur.

Archi­tektur

Die Trag­struktur besteht aus einer leichten Holz-Stahl-Hybrid­kon­struk­tion. 24 schlanke, verchromte Stahl­stützen mit 60–100 mm Durch­messer lassen die Kuppel schweben, während Dach­ab­schnitte bis zum Boden reichen und die Wasser­ab­lei­tung unter­stützen.

Von zentraler Bedeu­tung ist die enge Verzah­nung der Halle mit der Natur: Das Bauwerk schmiegt sich an den Hang, öffnet sich zum Wald und ermög­licht zwischen den Stützen und durch die Bäume ein Spiel von Licht und Schatten. Tages­licht durch­flutet die Innen­räume, während die Struktur selbst mit minimal-schäd­li­cher Technik eine harmo­ni­sche Verbin­dung von Bau, Natur und Gemein­schaft schafft.

Gute Archi­tektur halt.

Projekt­daten

Planer

Studio Dali Archi­tects
Li Ye, Zeng Xian­ming, Lan Lan

Bauherr

China Railway Sichuan Ecolo­gical City Invest­ment Co., Ltd.

Eröff­nung

2024

Adresse

Heilongtan
Renshou County
Meishan City
ichuan Province
China

Fotos

Arch-Exist      

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Skate­park Volta­platz

Die Sanie­rung des Skate­parks Volta­platz in Krefeld

Schneller geht’s nicht

 

Triflex (Adver­to­rial)

Beson­ders beein­dru­ckend: Die Instand­set­zung der beschä­digten Flächen wurde an weniger als drei Tagen in den Herbst­fe­rien durch­ge­führt. Der Skate­park Volta­platz musste nicht einmal geschlossen werden.

Treff­punkt Skate­park Volta­platz

Der Skate­park Volta­platz in Krefeld ist seit seiner Eröff­nung in den 1990er-Jahren ein zentraler Treff­punkt für Skate­boarder, BMX-Fahrer und Inline-Skater. Für die Sportler stehen zwei Quar­ters, zwei Kicker, ein Spine, zwei Curbs, eine Ollibox und ein Rail zur Vefü­gung. Außerdem gehören ein Fußball- und ein Streetho­ckey­feld zum Park.

Die inten­sive Nutzung der Anlage über die Jahre führte aller­dings zu erheb­li­chen Schäden in der Asphalt­fläche, die bis in die Binde­schicht reichten und die Sicher­heit gefähr­deten. Um die lang­fris­tige Nutz­bar­keit des Parks zu sichern, entschied sich der Kommu­nal­be­trieb Krefeld daher für eine Sanie­rung der Schad­stellen.

Dabei waren feste Vorgaben, dass die Beein­träch­ti­gung der Nutzung so gering wie möglich und die Bahn so schnell wie möglich wieder nutzbar sein sollte.

Um diese strengen Vorgaben zu erfüllen, erfolgten die Repa­ra­turen mit Produkten des Mindener Flüs­sig­kunst­stoff­spe­zia­listen Triflex.

Drei tage im Herbst

Die Arbeiten am Skate­park Volta­platz fanden während der Herbst­fe­rien 2024 bei laufendem Betrieb statt, um die Beein­träch­ti­gung der Nutzer zu mini­mieren.

Für die Repa­ratur musste zunächst der Unter­grund gründ­lich vorbe­reitet werden. Die beschä­digten Stellen im Asphalt wurden sorg­fältig ausge­stemmt und anschlie­ßend gerei­nigt. Nach der Reini­gung wurden die Bereiche grun­diert (mit Triflex Cryl Primer 222), um eine opti­male Verbin­dung zwischen Unter­grund und Repa­ra­tur­mörtel sicher zu stellen.

Nach der Aushär­tung der Grun­die­rung wurde dann der Repa­ra­tur­mörtel Triflex Asphalt Repro 3K aufge­bracht. Dieser drei­kom­po­nen­tige, bitu­men­freie Repa­ra­tur­mörtel ermög­licht eine schnelle und dauer­hafte Ausbes­se­rung. Das Produkt ist bestens geeignet, um Schad­stellen auf Straßen, Wegen und in Parks mit geringem Aufwand lang­fristig zu beheben.

Weniger Zeit, weniger Geruch

Triflex Asphalt Repro 3K wird in wenigen Schritten verar­beitet: Direkt aus dem Eimer kalt appli­ziert und mit der Kelle verteilt, ist keinerlei Spezi­al­gerät erfor­der­lich. Das Produkt geht einen voll­flä­chigen Haft­ver­bund mit dem vorhan­denen Asphalt­un­ter­grund ein.

Das im Repa­ra­tur­mörtel enthal­tene PMMA-Harz härtet sehr schnell, nämlich in 45 Minuten, aus.

Die Sperr­zeiten können somit auf ein Minimum redu­ziert werden. Im Vergleich zu herkömm­li­chem Guss­asphalt war die Repa­ratur mit einem PMMA-basierten Produkt schneller, wirt­schaft­li­cher und ging mit deut­lich weniger Geruchs­be­läs­ti­gung einher.

Mate­rial & Technik

Die beson­dere Struktur des Parks mit seinen Rampen und Über­gängen zwischen verschie­denen Mate­ria­lien wie Asphalt und Metall stellte eine beacht­liche zusätz­liche Heraus­for­de­rung für Bear­beiter und Produkt dar.

Gemeinsam mit der Krefelder Firma Kox Abdich­tungs­technik konnten auch die teils anspruchs­vollen Repa­ra­turen an Über­gangs­be­rei­chen zwischen Asphalt und Metall präzise ausge­führt werden. Der einge­setzte Repa­ra­tur­mörtel ermög­licht flexible und punkt­ge­naue Bear­bei­tung, ohne dass schwere Geräte notwendig sind. Die schnelle Aushär­tung des Mate­rials stellte darüber hinaus sicher, dass die frisch sanierten Bereiche zügig wieder genutzt werden konnten.

Die Sanie­rung des Skate­parks am Volta­platz zeigt, wie durch den Einsatz moderner Mate­ria­lien und Tech­niken die Lebens­dauer solcher Anlagen verlän­gert und die Sicher­heit der Nutzer gewähr­leistet werden kann.

Beson­ders beein­dru­ckend: Die Instand­set­zung der beschä­digten Flächen wurde an weniger als drei Tagen in den Herbst­fe­rien durch­ge­führt, um die Beein­träch­ti­gung der Nutzer auf ein Minimum zu redu­zieren. Der Skate­park Volta­platz musste nicht einmal geschlossen werden.

Projekt­daten

Ausfüh­rende Firma

Kox Abdich­tungs­technik
Hoch­staden Str. 5
D – 47829 Krefeld

Bauherr

Stadt Krefeld

Sanie­rung

23.–25.10.2024

Hersteller

Triflex GmbH & Co. KG
Karl­straße 59
D – 32423 Minden

Produkt: Triflex Asphalt Repro 3K

Adresse

Skate­park Volta­platz
D – 47805 Krefeld

Fotos

Triflex

Text

Johannes Bühl­be­cker
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(Adver­to­rial)

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Spie­lebox am Jakobs­platz

Die Spie­lebox am Jakobs­platz in Nürn­berg

Was für länger

 

KuKuk Box

Für die „Spie­lebox am Jakobs­platz“ wurde ein Schiffs­con­tainer so umge­baut, dass er Kindern auf mehreren Ebenen zahl­reiche Möglich­keiten zum Spielen, Klet­tern, Balan­cieren und Entde­cken bietet.

Attrak­tion

Die „Spie­lebox am Jakobs­platz“ in Nürn­berg wurde im Januar 2025 eröffnet. Sie ist nicht nur eine weitere Attrak­tion der Innen­stadt, sie erleich­tert Fami­lien auch den Einkauf ganz erheb­lich, weil die Kinder nun gerne mitkommen.

Die Stadt Nürn­berg als Auftrag­geber setzt mit der Spiel­ge­le­gen­heit ein deut­li­ches Zeichen für mehr Lebens­qua­lität im Herzen der Stadt, insbe­son­dere für Fami­lien. Reali­siert wurde die Idee dank einer Förde­rung von 57.000€ aus dem Innen­stadt­be­le­bungs­fonds der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung sowie rund 50.000€ aus dem kommu­nalen Spiel­platz­ab­lö­se­topf. Ziel des Projekts ist es, die Innen­stadt fami­li­en­freund­li­cher zu gestalten und als Begeg­nungsort zu beleben.

Die Anlage stammt von KuKuk Box aus Stutt­gart.

Bewe­gung

Kinder lernen am liebsten beim Spiel und in Bewe­gung, und die Spie­lebox am Jakobs­platz bietet genau das – und auf engstem Raum, denn unsere Innen­städte wurden eher nicht für Kinder gebaut.

Die KuKuk Box ist eine Kombi­na­tion aus einem Container und viel­fäl­tigen Spiel­mög­lich­keiten. Der Container ist Struktur, Lager, Lounge und Wetter­schutz, seine Ein‑, Auf- und Anbauten sind das pure Aben­teuer.

Während sich die Kinder auspro­bieren, können sich die Eltern entspannen. Oder einkaufen gehen.

Bewährt

Die Stadt Nürn­berg entschied sich nach der Prüfung mehrerer Stand­orte für den Jakobs­platz, weil dieser viel von Fami­lien besucht wird, ein fest instal­lierter Spiel­platz aber dort nicht umsetzbar ist.

Die Spie­lebox am Jakobs­platz wurde ausge­spro­chen flexibel konzi­piert. Sie lässt sich für Veran­stal­tungen wie den Welt­kin­dertag oder den Kinder­kar­neval nutzen, aber auch einfach zeit­weise abbauen.

Mobile Spiel­con­tainer aus dem Hause KuKuk Box waren in Nürn­berg bereits an mehreren Stellen im Einsatz. Dabei wurde deut­lich, dass mit Einfalls­reichtum und tech­ni­scher Raffi­nesse auf begrenzter Fläche eine attrak­tive Spie­le­land­schaft entstehen kann. Diese durchweg posi­tiven Erfah­rungen bei zeit­lich begrenzten mobilen Ange­boten haben die Stadt Nürn­berg dazu bewogen, auch dieses länger­fris­tige Projekt mit dem bewährten Team umzu­setzen.

Aufbau

Für das Projekt wurde ein Schiffs­con­tainer so umge­baut, dass er Kindern auf mehreren Ebenen zahl­reiche Möglich­keiten zum Spielen, Klet­tern, Balan­cieren und Entde­cken bietet. Die Kinder können sich austoben und ihre moto­ri­schen Fähig­keiten erproben.

Der Aufbau am Jakobs­platz war einfach und nahm nur einen halben Tag in Anspruch. Bei Bedarf kann die Box mit Hilfe eines Krans abge­baut, zwischen­ge­la­gert und wieder aufge­baut werden.

Eine KuKuk Box bietet immer zwei Welten: offene Räume und Flächen zum Klet­tern, Toben, Spielen, Rutschen auf der einen und einem Rahmen mit geschützten und priva­teren Berei­chen auf der anderen Seite.

So kommen auch die Kinder beim Einkaufen auf Ihre Kosten.

Projekt­daten

Spiel­con­tainer

KuKuk Box GmbH
Rosen­wies­straße 17
D – 70567 Stutt­gart

Bauherr

Stadt Nürn­berg

Eröff­nung

2025

Adresse

Ludwig­straße 39
D – 90402 Nürn­berg

Fotos

Stadt Nürn­berg, Jugendamt
KuKuk Box

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Chicken Hero Pavillon

Der Chicken Hero Pavillon

Gloka­li­sie­rung

 

 

RAD+AR

Der Chicken Hero Pavillon ist weder Sport- noch Frei­zeit­an­lage, dafür aber ein schöner und wich­tiger Beitrag zum Thema Nach­hal­tig­keit und Mitein­ander.

Urban Forest Jakarta

Der Urban Forest Jakarta ist ein grünes, hippes Frei­zeit­ziel im Herzen von Jakarta. Neben vielen anderen Ange­boten gibt es hier immer wieder tempo­räre Instal­la­tionen zu sehen, zum Beispiel den Chicken Hero Pavillon.

Chicken Hero fügt sich sehr bescheiden in die Land­schaft ein und wirkt wie ein weiterer Hügel des Parks. Er verfügt über einen höhlen­ar­tigen Tunnel, der unter dem Namen Chicken­coop kosten­lose, inte­gra­tive Bildung und Unter­hal­tung bietet.

Das Projekt stammt vom indo­ne­si­schen Archi­tek­tur­büro RAD+AR, und das hat sich Provo­ka­tion als Mittel der Ausein­an­der­set­zung mit Raum, Archi­tektur, Umwelt und „Tropical Archi­tec­ture“ auf die Fahnen geschrieben.

Hühner­stall

Im Chicken Hero Pavillon wird der Prototyp eines umwelt­freund­li­chen Hühner­stalls präsen­tiert, und der wurde nach dem Prinzip des Upcy­clings gestaltet. Ziel ist die Verbin­dung von respekt­voller Nutz­tier­hal­tung und Nach­hal­tig­keit.

Der kreuz­weise belüf­tete Innen­raum bietet indi­rektes Tages­licht und ist mit wieder­ver­wer­tetem Bambus als Haupt­struktur des hori­zontal-diago­nalen Gründachs bedeckt. Diese Ställe werden den Bedürf­nissen der Hühner gerecht, während gleich­zeitig die Abfall­ent­sor­gung und der Erhalt von Grün­flä­chen, wie z. B. Regen­was­ser­auf­fang­flä­chen, gewähr­leistet sind – und gleich­zeitig ein stabiles und ange­nehmes ther­mi­sches Umfeld für die Hühner erhalten bleibt.

Tempo­räre Struktur

Diese tempo­räre Struktur demons­triert eine unkom­pli­zierte und ökolo­gi­sche Kreis­lauf­wirt­schaft mitten in einer groß­städ­ti­schen Grün­an­lage. Während der vier­wö­chigen Ausstel­lungs­dauer diente der Pavillon aktiv als Verwer­tungs­an­lage für Lebens­mit­tel­ab­fälle für sechs Restau­rants in der Nach­bar­schaft.

Alle getrock­neten Blätter und orga­ni­schen Baum­ab­fälle wurden als Einstreu für die Hühner verwendet und trugen gleich­zeitig zur Verrin­ge­rung der Feuch­tig­keit bei. Die kompos­tierten Lebens­mit­tel­ab­fälle und getrock­neten Blätter wurden dann in Garten- und Handels­kom­post umge­wan­delt, der alle drei Tage geerntet wurde. Etwa 40 Eier wurden täglich an die Restau­rants zurück­ge­geben und dienten den Besu­chern als lebendes Ernte­sou­venir.

Gegen­sei­tig­keit

Ein zentrales Element des Chicken Hero Pavil­lons ist die Gegen­sei­tig­keit von Besu­chern und Hühnern. Das soll das Stigma der Hinter­hof­hal­tung von Geflügel durch­bre­chen und die Besu­cher dazu ange­regt werden, in ihrem eigenen Haus­halt, in ihrer Nach­bar­schaft und in ihrer Gemeinde zu Akteuren des Wandels in Sachen Nach­hal­tig­keit zu werden.

 Der Chicken Hero Pavi­lion zielt auf das (aktuell) utopi­sche Ziel der Dezen­tra­li­sie­rung, der Nach­hal­tig­keit und der Förde­rung einer Mikro-Kreis­lauf­wirt­schaft inner­halb von Nach­bar­schafts­ge­mein­schaften – und damit auf die Über­win­dung der Massen­tier­hal­tung. Dieser Ansatz entspricht dem aktu­ellen Trend der „Gloka­li­sie­rung“ (Globa­li­sie­rung + Loka­li­sie­rung) in den ausge­dehnten Archi­pelen Indo­ne­siens.

Und nicht nur da. Ein tolles Projekt.

Projekt­daten

Planer

RAD+AR
Jalur 20 Block 30/19
West Jakarta
Indo­nesia 11620

Fotos

RAD+AR

Eröff­nung

2024

Adresse

Urban Forest Cipete
Kota Jakarta Selatan
Daerah Khusus Ibukota
Jakarta 12430
Indo­ne­sien

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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