Gymnase Georges Pompidou

Gymnase Georges Pompidou

Gemein­de­zen­trum

Ein Ort der Mehr­fach­nut­zung in einem dichten städ­ti­schen Kontext – und im Dialog mit der Stadt. Die Sport­halle als Gemein­de­zen­trum.

Das Gymnase Georges Pompidou ist ein Binde­glied zwischen dem histo­ri­schen Erbe der Stadt und ihrer zukünf­tigen Entwick­lung. 

Das Gymnase Georges Pompidou ist ein Schlüs­sel­pro­jekt bei der Erneue­rung eines sich schnell verän­dernden Vier­tels in Cour­be­voie. Unter Ausnut­zung seiner bemer­kens­werten Lage an zwei wich­tigen Straßen über­nimmt das Projekt eine wesent­liche Funk­tion der Stadt­re­pa­ratur zwischen hete­ro­genen Gebäu­de­höhen.

Cour­be­voie ist eine Gemeinde mit gut 80.000 Einwoh­nern im Nord­westen des Ballungs­raums von Paris, nur acht Kilo­meter vom Zentrum der fran­zö­si­schen Haupt­stadt entfernt.

Das Gymnase Georges Pompidou ist ein Binde­glied zwischen dem histo­ri­schen Erbe der Stadt und den Ambi­tionen seiner zukünf­tigen Entwick­lung. Die Sach­lich­keit des Gebäu­de­vo­lu­mens trägt zu seiner städ­te­bau­li­chen Inte­gra­tion bei und verleiht ihm den Habitus eines öffent­li­chen Gebäudes.

Das Gebäude beher­bergt vor allem sport­liche Akti­vi­täten: eine Sport­halle mit Tribüne, eine Halle für Dojo, einen Trai­nings­raum, ein Tanz­studio und außerdem Spiel­felder im Freien.

Die plane­ri­sche Heraus­for­de­rung für Enia Archi­tectes bestand darin, eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Funk­tionen auf wenig Raum unter­zu­bringen. Das Gebäude beher­bergt vor allem sport­liche Akti­vi­täten: eine Sport­halle mit Tribüne, eine Halle für Dojo, einen Trai­nings­raum, ein Tanz­studio und außerdem Spiel­felder im Freien. Dazu kommen Räume für das städ­ti­sche Musik­or­chester (Tanz­saal, Musik- und Probe­raum) und die städ­ti­sche Park­ver­wal­tung.

Der Komplex Espace Pompidou inte­griert diese unter­schied­li­chen Funk­tionen in einem kompakten Gebäude auf drei leicht zugäng­li­chen Ebenen.

Die Erschlie­ßungs­zonen sind den verschie­denen Nutzer­gruppen entspre­chend gestaltet. Gleich­zeitig bieten sie Ausblicke und visu­elle Kommu­ni­ka­tion mit dem lebhaften Außen­raum.

Große Fenster im Erdge­schoss ermög­li­chen Passanten einen umfas­senden Blick ins Innere, die verglasten Bereiche im Ober­ge­schoss gewähren Blicke in die Nach­bar­schaft.

Das Gymnase Georges Pompidou  bemüht sich sehr um einen engen Dialog mit der Stadt. Große Fenster im Erdge­schoss ermög­li­chen Passanten einen umfas­senden Blick auf das Geschehen in den Räumen, die voll­ständig verglasten Empfangs­be­reiche im Ober­ge­schoss gewähren Blicke in die Nach­bar­schaft.

Das Gebäu­de­vo­lumen setzt sich aus hori­zon­talen Schichten zusammen. Weißer Beton­ver­blend­stein und raum­hohe verglaste Öffnungen wech­seln sich ab.

Das Gymnase Georges Pompidou ist ein Ort der Mehr­fach­nut­zung in einem dichten und begrenzten städ­ti­schen Kontext – und im Dialog mit der Stadt.

Die Sport­halle als Gemein­de­zen­trum.

Projekt­daten

Archi­tekt

Enia Archi­tectes
46 rue de Lagny 93
F – 100 Montreuil

Bauherr

Ville de Cour­be­voie

Standort

Gymnase Georges Pompidou
11 Rue Fica­tier 9
F – 92400 Cour­be­voie

Eröff­nung

2018

Foto­graf

Jérôme Epail­lard & Teresa Machado

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Shen­zhen Skypark

Shen­zhen Skypark

U‑Turn

Der Shen­zhen Skypark verwan­delt eine riesige, bisher unge­nutzte Dach­fläche in ein urbanes Frei­zeit­ge­biet voller attrak­tiver Ange­bote.

Das 1,2 km lange Dach eines U‑Bahn-Termi­nals wurde zu einem öffent­li­chen Park mit einer Viel­zahl an Ange­boten für Sport und Frei­zeit.

Der Shen­zhen Skypark verwan­delt eine riesige, bisher unge­nutzte Dach­fläche in ein urbanes Frei­zeit­ge­biet voller attrak­tiver Ange­bote – vor dem beein­dru­ckenden Hinter­grund der Skyline von Shen­zhen.

Die Planer von Cross­boun­da­ries haben das 1,2 km lange Dach eines U‑Bahn-Termi­nals und der dazu­ge­hö­rigen Wartungs­ein­rich­tungen in einen öffent­li­chen Park umge­wan­delt, der nun eine Viel­zahl an Ange­boten für Sport und Frei­zeit bietet.

Shen­zhen Skypark nutzt die Höhe des Geländes und verbindet sich visuell mit der schönen Umge­bung. Im Westen ist der Park über Brücken mit Bildungs­ein­rich­tungen verbunden.

Der Shen­zhen Skypark ist auch deshalb so prall­voll mit Sport­an­lagen, weil auch Spit­zen­sportler hier trai­nieren.

Der Shen­zhen Skypark wendet sich an drei verschie­dene Nutzer­gruppen: die Öffent­lich­keit, die benach­barten Schulen und den profes­sio­nellen Sport. Auch deshalb ist die Fläche prall­voll mit Sport­an­lagen. Sie reichen von Basket­ball- und 5‑A-Side-Fußball­plätzen bis hin zu Tennis­plätzen auf profes­sio­nellem Niveau und mit Zuschau­er­tri­bünen.

Ein allge­mein zugäng­li­cher Weg führt Besu­cher wie Sportler durch den gesamten Park. Teil­weise ist er erhöht, um eine bessere Sicht zu ermög­li­chen. Wer hier einfach nur spazieren gehen und sich entspannen will, kann die Atmo­sphäre genießen – auch ohne ständig auf die ener­gie­ge­la­denen Akti­vi­täten im Park zu prallen.

Der Shen­zhen Skypark ist über sechs Zugänge zu errei­chen, im Norden und Süden über Treppen und Rampen. Der Zugang zur Schule erfolgt in Form von Aufzügen und Trep­pen­häu­sern direkt über das Dach – und umge­kehrt.

Das gesamte Gelände ist in jeweils 100 Meter lange Bereiche unter­teilt. Hier geht man nur verloren, wenn man das will.

Im Inneren des Parks wurde ein Leit­system einge­richtet, das den Benut­zern die Orien­tie­rung erleich­tert. Das gesamte Gelände ist in jeweils 100 Meter lange Bereiche unter­teilt. In jedem Inter­vall ist eine Beschil­de­rung ange­bracht, die den aktu­ellen Standort, eine Karte und eine Beschrei­bung der verschie­denen Funk­tionen anzeigt.

Über den Park verstreut befinden sich außerdem Stadt­möbel mit Entfer­nungs- und Funk­ti­ons­mar­kie­rungen, um den eigenen Standort besser zu bestimmen. Hier geht man nur verloren, wenn man das will.

In Shen­zhen leben 17,5 Millionen Menschen. Die Stadt ist bekannt für seine Hoch­häuser und Shop­ping Malls. Nun ist sie um eine Attrak­tion reicher.

Projekt­daten

Archi­tekt

Team

Cross­boun­da­ries:
Binke Lenhardt, DONG Hao
Entwurf: Alan Chou, TAN Kebin, FANG Ruo, HAO Hongyi, GAO Yang, David Eng, XIAO Ewan, WANG Xudong
Wett­be­werb: Tracey Loont­jens, GAO Yang, Libny Pacheco, Aniruddha Mukherjee, TAN Kebin, YU Chloris, Alan Chou, Dahyun Kim, WANG Xudong

Bauherr

Shen­zhen Nanshan District Govern­ment

Standort

Shen­zhen Nanshan Skypark
Nanshan District
Shen­zhen, China

Eröff­nung

2021

Foto­graf

BAI Yu
Shen­zhen Luohan Photo­graphy Studio

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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© 

Fotos

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Bocconi Sport Center

Das Bocconi Sport Center

Bella Milano

Sport auf vier Etagen mit einer top-ausge­stat­teten Schwimm­halle als Zentrum.

Die Schwimm­halle ist das Herz­stück dieses nach­hal­tigen Sport­zen­trums im Zentrum der Univer­sità Bocconi.

Das Bocconi Sport Center auf dem Gelände der Univer­sità Bocconi in Mailand bietet Sport auf vier Etagen. In den Ober­ge­schossen finden sich ein großer Fitness­be­reich und eine Mehr­zweck­halle für Mann­schafts­sport­arten mit Zuschau­er­an­lagen. Verbunden werden beide Bereiche durch eine 220 m lange Lauf­bahn, die „unter­wegs“ Sicht­kon­takt zu den Plätzen der Zwei-Feld-Halle bietet.

Das Herz­stück dieses viel­sei­tigen und nach­hal­tigen Sport­zen­trums im Herzen der Univer­sità Bocconi ist jedoch die Schwimm­halle. Sie verfügt über ein 50-Meter-Becken und ein 25-Meter-Becken mit heraus­ra­gender Ausstat­tung, und die stammt von Myrtha Pools.

Entworfen hat den Komplex das japa­ni­sche Büro SANAA Archi­tects. Obwohl das Bocconi Sport Center erst im September 2021 eröffnet wurde, ist es schon jetzt das neue Zentrum des sozialen und sport­li­chen Lebens der Univer­sität.

Das 50-m-Becken wurde mit modernster Tech­no­logie ausge­stattet. Dazu gehört die zwei­tei­lige, beweg­liche Trenn­wand für jede gewünschte Auftei­lung und Konfi­gu­ra­tion.

Der neue Campus der Univer­sität umfasst etwa 35.000 m². Unge­fähr die Hälfte der Fläche wurde mit fünf sehr dyna­mi­schen und kurvigen Gebäuden bebaut. Neben dem Sport­zen­trum entstanden ein Studen­ten­wohn­heim mit 300 Zimmern sowie Gebäude für Lehre und Verwal­tung.

Das Myrtha Aquatic Centre mit den voll ausge­stat­teten 50-Meter-Becken und 25-Meter-Trai­nings­be­cken ist das Zentrum der Anlage. Beide Becken stammen von Myrtha Pools, das benach­barte Virgin Active Well­ness Centre von Myrtha Well­ness.

Das große Becken erfüllt alle FINA-Wett­kampf­normen und ist ideal für Trai­ning und Wett­kämpfe im Schwimmen und Wasser­ball geeignet.

Das 50-m-Becken wurde mit modernster Tech­no­logie ausge­stattet. Dazu gehört die zwei­tei­lige, beweg­liche Trenn­wand, mit der sich das Becken in jede gewünschte Auftei­lung und Konfi­gu­ra­tion bringen lässt. Das ist für mehrere Trai­nings­gruppen unter­schied­li­cher Größe ideal, und die gehören im univer­si­tären Betrieb zum Alltag.

Neben allen tech­ni­schen Finessen ist die Schwimm­halle ein echter Hingu­cker, den man schon von der darüber liegenden Eingangs­ebene aus bewun­dern kann.

Weitere Extras des 51,5 m langen Haupt­be­ckens (die Trenn­wand ist 1,50 m breit) sind die Beleuch­tung und das Ange­lEye-System – das erkennt Ertrin­kungs­ge­fahr und sendet unmit­telbar Signale an Schwimm­meister bzw. Übungs­leiter.

Außerdem wurden zwei Bahnen des Wett­kampf­be­ckens mit dem „Virtual Trainer“ ausge­stattet. Dieses LED-System unter­stütz die Schwimmer dabei, die von ihren Trai­nern vorge­ge­benen Trai­nings­ge­schwin­dig­keiten so genau wie möglich einzu­halten.

Neben allen tech­ni­schen Finessen ist die Schwimm­halle auch ein echter Hingu­cker. Seine Schön­heit kann man schon von der darüber liegenden Eingangs­ebene aus bewun­dern.

Um das Bocconi Sport Center wird die die Univer­sità Bocconi schon jetzt beneidet. Euro­pa­weit.

Bei Planung und Bau des Bocconi Sport Center spielte Nach­hal­tig­keit eine große Rolle, insbe­son­dere bei den Schwimm­be­cken.

Das modu­lare Myrtha-System mit Wand­ele­menten aus Edel­stahl redu­ziert die CO2-Emis­sionen im Vergleich zu herkömm­li­chen Beton­be­cken um bis zu 50 %. Myrtha verwendet ausschließ­lich geschraubte Bauteile: kein Schweißen, keine Korro­sion. Die Wasser­dicht­heit erfolgt dank der auf die Edel­stahl­pa­neele lami­nierten Hart-PVC Schicht.

Für das Myrtha Aquatic Centre wurde eigens ein Algo­rithmus entwi­ckelt, der Daten zur Wasser­qua­lität und Anzahl der Besu­cher (oder Schwimmer) analy­siert und den Wasser­ver­brauch proaktiv senkt, ohne die Wasser­qua­lität zu beein­träch­tigen.

Das Bocconi Sport Center steht sowohl den Studenten als auch der Öffent­lich­keit zur Verfü­gung. Seine archi­tek­to­ni­sche, ökono­mi­sche und ökolo­gi­sche Qualität machen es zu einer Attrak­tion, um die die Univer­sità Bocconi schon jetzt beneidet wird. Euro­pa­weit.

Projekt­daten

Archi­tekt

SANAA
Kazuyo Sejima + Ryue Nishi­zawa

Bauherr

Univer­sita’ Commer­ciale Luigi Bocconi, Milano

Schwimm­be­cken

Myrtha Pools

Standort

Aqua­more Bocconi Sport Center
Viale Toscana, 30
I – 20136 Milano MI

Team

Yoshitaka Tanase, Fran­cesca Singer, Nicolo Bertino, Lucy Styles, Enrico Armellin, Serena Di Giuliano

Archi­tekt vor Ort:
Costa Zani­belli Asso­ciati 

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Eröff­nung

2021

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Ariake Gymnastics Centre

Das Ariake Gymnastics Centre

Nußschale

Ein sehr großer Raum in Holz­rah­men­bau­weise, der die Arena nicht nur über­deckt, sondern auch eine außer­ge­wöhn­lich harmo­ni­sche Atmo­sphäre schafft.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebens­phasen konzi­piert: zunächst als olmpi­sche Sport­stätte, nun als Ausstel­lungs­halle.

Das Ariake Gymnastics Centre im Süden der japa­ni­schen Haupt­stadt Tokio wurde für die um ein verscho­benen olym­pi­schen und para­lym­pi­schen Sommer­spiele 2020 gebaut und bietet bis zu 12.000 Personen Platz. In der Halle wurden die Wett­be­werbe im Turn­sport und Goal­ball ausge­tragen. Nun wird die Halle zum Ausstel­lungs­zen­trum umfunk­tio­niert.

Die Archi­tekten von Nikken Sekkei Ltd haben sich an tradi­tio­nell japa­ni­schen Bautech­niken orien­tiert. Dabei wurden 2300 m³ Holz aus ganz Japan verwendet. Nach Aussage von Archi­tekten und Orga­ni­sa­toren ähnelt das Ariake Gymnastics Centre einer „Holz­schale, die in der Bucht schwimmt“.

Das Ariake Gymnastics Centre wurde für zwei Lebens­phasen konzi­piert: Im Sommer 2021 diente es als tempo­räre inter­na­tio­nale Wett­kampf­an­lage für den abso­luten Spit­zen­sport olym­pi­scher und para­lym­pi­scher Athleten. Nun werden die tempo­rären Zuschau­er­tri­bünen rück­ge­baut und das Ariake Gymnastics Centre in eine perma­nente Ausstel­lungs­halle umge­wan­delt.

Einzig­artig an dieser Halle ist die sehr groß­zü­gige Verwen­dung von Holz.

Einzig­artig an dieser Halle ist die sehr groß­zü­gige Verwen­dung von Holz im gesamten Gebäude. Dies ist eine posi­tive Umset­zung der in den Bewer­bungs­un­ter­lagen für Tokio 2020 ange­kün­digten nach­hal­tigen Bauweisen. Das Mate­rial Holz wurde auch gewählt, um die Erin­ne­rung an diesen Bezirk auszu­drü­cken, der einst ein riesiges Holz­lager war.

Ausge­hend vom Bild einer in der Bucht schwim­menden Nußschale wurde Holz überall dort verwendet, wo es möglich war – insbe­son­dere bei der Dach­kon­struk­tion, der Fassade, den Zuschau­er­plätzen und den Außen­wänden.

Die Decke der Arena besteht aus einer Holz­rah­men­kon­struk­tion. Diese Entschei­dung redu­ziert das Gewicht der Gesamt­kon­struk­tion. Die Holz­fas­sade trägt den akus­ti­schen und ther­mi­schen Dämm­ei­gen­schaften Rech­nung. Funk­tion, Struktur und Raum sind eng mitein­ander verbunden, um Schön­heit und Reichtum in möglichst einfa­cher und ursprüng­li­cher Form zu errei­chen.

Das ist die Essenz der tradi­tio­nellen japa­ni­schen Holz­ar­chi­tektur. Planer und Bauherren hofften, dass die Zuschauer und Sportler aus aller Welt sie während der Spiele auch live vor Ort erleben würden. Leider führte die Pandemie dazu, dass auslän­di­sche Zuschauer nicht anreisen konnten.

Es entstand eine in Japan erst­malig reali­sierte, komplexe und harmo­ni­sche Trag­struktur.

Das Ariake Gymnastics Centre befindet sich inmitten einer weit­läu­figen, offenen Land­schaft entlang eines Kanals. Der Entwurf musste aller­dings auch die mittel­hohen und hohen Eigen­tums­woh­nungen in der Umge­bung berück­sich­tigen. Die hori­zon­talen, flie­ßenden Linien wurden durch eine möglichst geringe Gebäu­de­höhe und eine Redu­zie­rung des Gesamt­vo­lu­mens erreicht.

Durch die Posi­tio­nie­rung der Erschlie­ßungs­halle an der Außen­seite des Gebäudes und die Schaf­fung eines offenen und groß­zü­gigen Zugangs­be­reichs gelingt es darüber hinaus, die für große Sport­an­lagen typi­sche, undurch­dring­liche Außen­an­sicht zu vermeiden.

Die Verwen­dung von Holz für das Dach verrin­gert das Gewicht der Struktur. Das ist insbe­son­dere bei schlechten Boden­ver­hält­nissen wie hier sehr sinn­voll. Beim Ariake Gymnastics Centre haben sich Nikken Sekkei für eine einfache Struktur entschieden. Sie verwenden einzelne Balken aus groß­for­ma­tigem Brett­schicht­holz mit hoher Wärme­ka­pa­zität, um sowohl Feuer­be­stän­dig­keit als auch struk­tu­relle Stabi­lität zu errei­chen.

So entstand eine in Japan erst­malig reali­sierte, komplexe Trag­struktur. Das Ariake Gymnastics Centre ist ein sehr großer Raum in Holz­rah­men­bau­weise, der die Arena nicht nur dyna­misch über­deckt, sondern auch eine für Hallen dieser Größen­ord­nung außer­ge­wöhn­lich harmo­ni­sche Atmo­sphäre schafft.

Projekt­daten

Bauherr

The Tokyo Orga­ni­sing Committee of the Olympic and Para­lympic Games

Standort

Ariake Gymnastics Centre
1 Chome-10–1 Ariake,
Koto City
Tokyo 135‑0063
Japan

Eröff­nung

2020

Foto­graf

Ken’ichi Suzuki
SS

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Oxigeno

Das Oxigeno in Costa Rica

Das pralle Leben

Eine außer­ge­wöhn­liche Mischung aus Handel und Unter­hal­tung. Spek­ta­kulär ist der große Anteil an Flächen für Kultur und Sport, vor allem auf dem Dach des Gebäudes.

Spek­ta­kulär ist der große Anteil an Flächen für Kultur, Frei­zeit und Sport, vor allem auf dem Dach des Gebäudes.

Das „Oxigeno“ in San Fran­cisco de Heredia (Costa Rica) bietet eine außer­ge­wöhn­liche Mischung aus Handel, Unter­hal­tung, Sport, Kultur und Gastro­nomie. Spek­ta­kulär ist der große Anteil an Flächen für Kultur und Sport, vor allem auf dem Dach des Gebäudes. Und das funk­tio­niert prächtig, wie die Besu­cher­zahlen belegen.

Geplant hat das Ganze das kali­for­ni­sche Archi­tek­tur­büro Jerde, die wesent­li­chen Boden­be­läge in den Sport- und Frei­zeit­be­rei­chen stammen von REGUPOL.

Für den wirt­schaft­li­chen Erfolg des Oxigeno sorgt ein runder, zentraler Platz von mehr als 3.500 m² im Gebäu­de­inneren. Hier finden ständig Veran­stal­tungen aller Art statt – von Sport­ver­an­stal­tungen und Konzerten vor bis zu 2.500 Personen bis hin Messen, Ausstel­lungen und klei­neren sport­li­chen, kultu­rellen und fami­liären Events.

Das Beson­dere an diesem Projekt ist das Verhältnis zwischen Grün- und Frei­zeit­flä­chen sowie Handels­fläche von gerade mal 1:3.

Die Planer berufen sich auf die grie­chi­sche Agora. Dort kamen die Menschen zusammen, um sich über Fragen von Kultur, Politik und Sport auszu­tau­schen.

Das Beson­dere an diesem Projekt ist das Verhältnis zwischen Grün- und Frei­zeit­flä­chen (15.000 m²) sowie Handels­fläche (45.000 m²), also gerade mal 1:3. Das liegt vor allem an der ausschwei­fenden Nutzung der Dach­flä­chen für Sport und Frei­zeit­ak­ti­vi­täten.

Die einzig­ar­tige Form der Gebäude und der hüge­ligen Dach­land­schaft wurde von den umlie­genden Vulkanen und den tief über den Bergen schwe­benden Wolken inspi­riert, die so charak­te­ris­tisch für diesen Teil des Landes sind. Die natür­liche Schön­heit Costa Ricas halt.

Fußgänger nähern sich dem Oxigeno durch die neu ange­legten Grün­flä­chen auf den Dächern – oder über die 1,2 km lange Tartan-Lauf­bahn von REGUPOL.

Fußgänger nähern sich dem Oxigeno durch die mehr als 15.000 m² neu ange­legten Grün­flä­chen auf den Dächern der einzelnen Gebäu­de­teile – oder über die 1,2 km lange Tartan-Lauf­bahn von REGUPOL.

Für die Lauf­bahn wurde REGUPOL AG in 20 mm Stärke verbaut. Die Instal­la­tion stellte selbst die erfah­renen Experten vor Ort vor Heraus­for­de­rungen: Überall wurde noch gebaut, die Regen­zeit brachte schwie­riges Wetter, während direkt neben der Baustelle bereits das pralle öffent­liche Leben herrschte. Die Firma Heinen Engi­nee­ring (HEG), die für den Einbau der REGUPOL Produkte verant­wort­lich war, meis­terte diese Aufgabe.

Für das Oxigeno entstand auch eine Menge an neuer Verkehrs­in­fra­struktur wie eine neue Stra­ßen­ver­bin­dung, ein eigener Bahn­an­schluss sowie eine Tief­ga­rage mit 2.400 Park­plätzen.

Das Bellevue di Monaco macht sich um die Themen Stadt­ent­wick­lung, Kultur und Sport sowie Flucht und Migra­tion verdient.

Das Oxigeno setzt auf hoch­ka­rä­tige Frei­zeit­an­ge­bote und deren Vermi­schung mit den eigent­li­chen Verkaufs­flä­chen. Dabei folgt das Projekt strengen Nach­hal­tig­keits­prin­zi­pien, einschließ­lich der Wieder­auf­fors­tung großer Land­flä­chen. Damit sollen die während der Bauphase entstan­denen Kohlen­di­oxid­emis­sionen ausge­gli­chen werden. Darüber hinaus werden 20.000 einhei­mi­sche Bäume gepflanzt, um biolo­gi­sche Korri­dore für die lokale Tier­welt zu schaffen.

Außerdem wurden mehr als 3.000 Solar­mo­dule sowie Systeme zur Regen­wasser- und Wind­kraft­nut­zung instal­liert, die mehr als 50% des Ener­gie­be­darfs decken. Soziale und wirt­schaft­liche Aspekte werden auch durch die Einstel­lung von lokalen Arbeits­kräften und Menschen mit beson­deren Bedürf­nissen unter­stützt.

Oxigeno verfügt über einen eigenen Bahn­steig, einen Fahr­rad­ab­stell­platz mit Zugang zu öffent­lich zugäng­li­chen Duschen, eine Bushal­te­stelle und vier Lade­sta­tionen für Elek­tro­fahr­zeuge.

Eine ambi­tio­nierte Mischung aus Einkaufs- und Frei­zeit­zen­trum, dass auch aus seinen Dach­flä­chen viel macht.

Das waren wir.

Projekt­daten

Archi­tekt

JERDE
601 W 5th Street
Los Angeles
Cali­fornia
USA 90071

Bauherr

Oxigeno Human Play­ground

Sport- und Spiel­flä­chen

REGUPOL BSW GmbH
Am Hilgen­acker 24
D‑57319 Bad Berle­burg

Baulei­tung Sport- und Spiel­flä­chen

HEG Sports Faci­li­ties, Consul­ting, Engi­nee­ring
Provincia de Cartago El Guarco
30801, Costa Rica

Eröff­nung

2018

Foto­graf

JERDE / Hargis Scott
REGUPOL

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Standort

Heredia Province
Heredia, 40103
Costa Rica

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Sport­platz der Zukunft

Nach­hal­tiger Sport­stät­tenbau

Der Sport­platz der Zukunft

Wie sieht der Sport­platz der Zukunft aus, auf dem wir umwelt­ver­träg­lich und zugleich effektiv trai­nieren?

Ahrens­felde ist ein typi­sches Beispiel für die Anfor­de­rungen an den Sport­platz der Zukunft. Der Indi­vi­du­al­sport wird immer beliebter, der Brei­ten­sport wird immer wich­tiger.

Am Berliner Stadt­rand ist eine der modernsten Sport­an­lagen Bran­den­burgs entstanden: der „Sport­platz der Zukunft“.

Auf dem Vereins­ge­lände des SV 1908 Grün-Weiß Ahrens­felde (GWA) verbindet das Projekt ökolo­gi­sche, soziale und ökono­mi­sche Anfor­de­rungen mit sport­funk­tio­nalen Eigen­schaften und hoher Nutzungs­in­ten­sität. Das Vorzei­ge­pro­jekt beweist, dass sich eine Sport­an­lage sowohl umwelt­be­wusst und ressour­cen­scho­nend als auch wirt­schaft­lich errichten und betreiben lässt.

Ideal ist eine Kombi­na­tion aus multi­funk­tio­nalen und fami­li­en­freund­li­chen Sport­plätzen und Sport­ge­le­gen­heiten, die möglichst auch für die Öffent­lich­keit zugäng­lich sind.

Wie sieht der Sport­platz der Zukunft aus, auf dem wir umwelt­ver­träg­lich und zugleich effektiv trai­nieren? Welche Mate­ria­lien kommen zum Einsatz? Wie wird beleuchtet? Welche smarten Tech­no­lo­gien unter­stützen bei der Leis­tungs­dia­gnostik?

Um diese Fragen zu beant­worten, wurde ein breit aufge­stellter Exper­ten­kreis gebildet. Dazu zählten u.a. der Nord-Ostdeut­sche Fußball­ver­band (NOFV), Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur, das Institut für kommu­nale Sport­ent­wick­lungs­pla­nung (INSPO), Mitglieder der Inter­na­tio­nalen Verei­ni­gung für Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tungen (IAKS) und verschie­dene Hersteller. Hinzu kam die Unter­stüt­zung der Gemeinde Ahrens­felde. Polytan steu­erte sein Know-how und Ambi­tionen in Sachen Nach­hal­tig­keit und profes­sio­neller Leis­tungs­dia­gnostik bei.

Ahrens­felde ist ein typi­sches Beispiel für die Anfor­de­rungen an den Sport­platz der Zukunft. Trend­sport­arten kommen und gehen, Indi­vi­du­al­sport wird beliebter und der Brei­ten­sport wird neben dem Leis­tungs­sport immer wich­tiger.

Der Sport­platz der Zukunft muss also flexibel und viel­seitig nutzbar sein. Ideal wäre eine Kombi­na­tion aus multi­funk­tio­nalen und fami­li­en­freund­li­chen Sport­plätzen und Sport­ge­le­gen­heiten, die zumin­dest teil­weise für die Öffent­lich­keit zugäng­lich ist.

Ein Kunst­ra­sen­platz redu­ziert den Pfle­ge­auf­wand und die Betriebs­kosten enorm. Gleich­zeitig kann er das ganze Jahr hindurch konti­nu­ier­lich und mit hoher Frequenz genutzt werden.

Die Bedeu­tung des Sports ist unbe­stritten. Er verbindet Menschen, Kulturen und Gene­ra­tionen, er fördert Soli­da­rität und Gesund­heit, und er lehrt Respekt  Sport­ver­eine leisten einen überaus wich­tigen gesell­schaft­li­chen Beitrag.

Die Anlage des SV 1908 Grün-Weiß Ahrens­felde war typisch für viele Vereine in Deutsch­land: zwei Spiel­felder, eine Rund­lauf­bahn, alles sanie­rungs­be­dürftig. Der Bestand konnte den Bedarf an Spiel- und Trai­nings­ein­heiten nicht decken. Vor allem das Natur­rasen-Spiel­feld stieß witte­rungs­be­dingt oft an seine Belas­tungs­grenze. Die hohe Nutzungs­fre­quenz sprach eindeutig für einen Kunst­ra­sen­platz.

Das Konzept für den Sport­platz der Zukunft in Ahrens­felde basiert auf einer ganz­heit­li­chen Betrach­tung über den gesamten Lebens­zy­klus. Also wurden Bauma­te­ria­lien mit einem hohen Anteil (über 50 %) an recy­celtem Mate­rial und geringen CO2-Emmis­sionen bevor­zugt. Ebenso wichtig waren Fragen des Wasser- und Ener­gie­ver­brauchs sowie des Unter­halts­auf­wandes. Ein Kunst­ra­sen­platz beispiels­weise redu­ziert den Pfle­ge­auf­wand und die Unter­halts­kosten enorm. Gleich­zeitig kann er das ganze Jahr hindurch konti­nu­ier­lich und mit hoher Frequenz genutzt werden.

Auch die 400-m-Rund­lauf­bahn wurde erneuert. Passend zum Vereins­namen wurde ein grüner Belag aus 80 Prozent recy­celten Mate­ria­lien instal­liert.

Mit Liga­Turf Cross GTzero hat Polytan den welt­weit ersten CO2-neutralen Kunst­rasen für Fußball auf den Markt gebracht. Er wurde zu 100 Prozent klima­neu­tral herge­stellt, ohne dabei Kompro­misse bei den Spiel­ei­gen­schaften einzu­gehen.

Der Belag ist zudem wasser­durch­lässig, eine Flächen-Versie­ge­lung wird also verhin­dert. Eine Drai­nage in Kombi­na­tion mit mine­ra­li­schen Filter­an­lagen schützt das Grund­wasser vor Verun­rei­ni­gung. Eine künst­liche Bewäs­se­rung ist nicht notwendig – das spart etwa 390.000 Liter Wasser im Jahr. Auch auf Dünger und Unkraut­ver­nichter kann verzichtet werden. Verfüllt wurde der neue Kunst­rasen mit einem mine­ra­li­schen Füll­stoff.

Eine ebenso gute Umwelt­bi­lanz erreicht die 400 m lange und in Signal­grün reali­sierte Rund­lauf­bahn: Sie besteht zu ca. 80 Prozent aus recy­celten Mate­ria­lien. Zudem entzieht das einge­setzte Binde­mittel im Herstel­lungs­pro­zess der Umwelt schäd­li­ches CO2 – wie bei der Elas­tik­schicht des Kunst­ra­sens. Die Qualität und Lang­le­big­keit des Belags werden dabei nicht beein­träch­tigt.

Sowohl in die Lauf­bahn als auch in den Kunst­rasen wurde ein digi­tales System zur Leis­tungs­dia­gnostik inte­griert. Grund­lage dafür sind im Boden veran­kerte Magnet­schranken.

Mit Polytan SMART wurde ein digi­tales System zur Leis­tungs­dia­gnostik inte­griert, das Trai­nings- und Wett­kampf­daten der Sportler exakt erfasst und auswertet. Dazu gehören Schnel­lig­keit und Bewe­gungs­ab­läufe, die Dynamik bei Rich­tungs­än­de­rungen oder auch die Sprung­fä­hig­keit. Einsehen lassen sich die Daten ohne Aufwand auf einer Smart­phone App. Die präzise Zeit­er­fas­sung und Leis­tungs­dia­gnostik eignet sich für den Schul- und Hoch­leis­tungs­sport, aber auch für ambi­tio­nierte Frei­zeit­sportler.

Grund­lage der Technik sind fest in der Lauf­bahn und im Kunst­rasen veran­kerte Magnet­schranken sowie kleine Sensoren, welche die Sportler direkt am Körper tragen. Durch den unsicht­baren Einbau im Boden kann auf störende Aufbauten voll­ständig verzichtet werden. Außerdem ist die Technik vor Vanda­lismus geschützt.

Der Sport­platz der Zukunft ist multi­funk­tional. Daher wurden auch ein Beach-Volley­ball­feld  und ein Tennis­platz inte­griert.

Weitere wich­tige Bausteine der nach­haltig gestal­teten Sport­an­lage sind eine ener­gie­ef­fi­zi­ente und dimm­bare LED-Beleuch­tungs­an­lage, ein Konzept zur Müll­tren­nung und ‑vermei­dung sowie Ausgleichs­flä­chen für Insekten und Wiesen­blumen. Die natur­be­las­senen Grün­flä­chen müssen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und sorgen für mehr Arten­viel­falt am Rande der Groß­stadt Berlin.

Ideen und Konzept für den Sport­platz der Zukunft entstanden vor drei Jahren und wurden Schritt für Schritt in die Tat umge­setzt – und zwar vorbild­lich. In unmit­tel­barer Nähe des SV 1908 Grün-Weiß Ahrens­felde entstanden und entstehen aktuell weitere Anlagen, die mit dem Grund­satz der Nach­hal­tig­keit in allen Belangen geplant und gebaut wurden.

Das waren wir.

Projekt­daten

Alle, die an diesem Projekt betei­ligt waren.

Kunst­rasen & Lauf­bahnen

POLYTAN GMBH
Gewer­be­ring 3
D – 86666 Burg­heim

Nutzer

SV 1908 “GRÜN-WEISS” Ahrens­felde e. V
Ulmen­allee 42
D – 16356 Ahrens­felde

Standort

SV 1908 “GRÜN-WEISS” Ahrens­felde e.V.
Ulmen­allee 42
D – 16356 Ahrens­felde

Eröff­nung

2020

Fotos

Polytan

Autor

Clemens Ottmers
Seifert PR GmbH (GPRA)
Zettachring 2a
D – 70567 Stutt­gart

Video

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L’Al­queria del Basket

L’Al­queria del Basket in Valencia

Orange für Fort­ge­schrit­tene

Nicht nur der dezente Umgang mit den Vereins­farben ist, insbe­son­dere im Profi­sport, beispiel­haft.

“Schließ­lich war unser Haupt­ziel, einen Raum zu schaffen, in dem Kinder die besten Bedin­gungen haben, um zu spielen und zu lernen.”

ERRE arqui­tec­tura

L’Al­queria del Basket ist das neue Trai­nings- und Ausbil­dungs­zen­trum des Valencia Basket Club. Der ambi­tio­nierte Erst­li­gist bietet seinem Nach­wuchs seit 2017 hier beste Bedin­gungen, um den Sprung in die Profi-Liga ABC zu schaffen.

Geplant wurde der Komplex von ERRE arqui­tec­tura aus Valencia.

„Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Land­haus“. Darin will der Valencia Basket Club seine mehr als 500 Talente unter­bringen. 

L’Al­queria del Basket entstand für die wach­sende Anzahl talen­tierter junger Spieler, die sich an einer Karriere im Leis­tungs­sport versu­chen wollen. Basket­ball ist in Spanien sehr populär.

Der Valencia Basket Club wollte diese aktuell mehr als 500 Talente an einem Ort unter­bringen („Alqueria“ bedeutet „Landgut“ oder „Land­haus“). Bis zum Bau der L’Al­queria del Basket trai­nierten sie in verschie­denen Teilen der schönen, ostspa­ni­schen Stadt Valencia (800.000 Einwohner).

L’Al­queria del Basket befindet sich neben der aktu­ellen Spiel­stätte des Vereins, dem La Fuente de San Luís. Das Zentrum umfasst eine Fläche von etwa 15.000 Quadrat­me­tern. L’Al­queria del Basket ist in zwei Bereiche unter­teilt und besteht aus neun Innen- und vier Außen­plätzen.

Bei der Konstruk­tion wurden von Anfang an Aspekte der Halt­bar­keit, des Komforts und der Beleuch­tung in den Vorder­grund gestellt,

Das Zentrum des ersten Bereichs ist die Haupt­halle. Hier finden Matches und Trai­nings­ein­heiten der Profis statt.

Im anderen Bereich finden sich acht weitere Plätze, die ausschließ­lich dem Trai­nings­be­trieb dienen. Diese Plätze werden natür­lich auch gleich­zeitig genutzt, da sie durch ein auto­ma­ti­sches Vorhang­system vonein­ander getrennt werden können.

Der gesamte Komplex wird über eine zentrale Achse erschlossen. Sie hat zwei Ebenen. Die untere Ebene beher­bergt die Neben­räume wie Umkleiden, Fitness- und Pfle­ge­be­reiche sowie Räume für die Physio­the­rapie.

Die obere Ebene ist dem Unter­richt der jungen Sportler gewidmet. Außerdem finden sich hier die Bereiche für Fami­li­en­mit­glieder und die Zuschau­er­plätze.

Licht und Farbe sind die bestim­menden Elemente im Inneren des L’Al­queria del Basket.

Für die Planer von ERRE arqui­tec­tura – und natür­lich für die Sportler – war und ist eine homo­gene und blen­dungs­freie Beleuch­tung von großer Bedeu­tung. Daher erhielt die Haupt­halle große Ober­lichter, die Trai­nings­plätze wurden mit isolierten Ober­lich­tern und einer Poly­car­bo­nat­haut ausge­stattet.

Darüber hinaus bringen sechs Innen­höfe natür­li­ches Licht und eine gute Belüf­tung in den zentralen Erschlie­ßungs­be­reich.

Das Innere des L’Al­queria del Basket ist klar struk­tu­riert. Damit sich die Nutzer problemlos orien­tieren können, gibt es Bereiche für die Sportler und Bereiche für die Ange­hö­rigen: Das Erdge­schoss ist den Sport­lern vorbe­halten, das Ober­ge­schoss Besu­chern und Zuschauern.

Der Aufstieg zu dieser oberen Ebene erfolgt über eine oran­ge­far­bene Rampe – das ist die Farbe des Clubs. Der Umgang mit den Vereins­farben ist, insbe­son­dere im Profi­sport, beispiel­haft.

Das waren wir.

Projekt­daten

Archi­tekt

ERRE arqui­tec­tura
Maestro Gozalbo 20
ESP – 46005 Valencia

Foto­graf

Daniel Rueda

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Eröff­nung

2017

Standort

L’Alqueria del Basket
Carrer del Bomber Ramon Duart
ESP – 46013 València

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Kanu­zen­trum Tychy

Sport ist öffent­lich.

Das Kanu­zen­trum Tychy

 

 

 

Situa­tion

Der Paprot­z­aner See ist ein sehr wich­tiges Naherho­lungs­ge­biet für die Einwohner von Tychy (Tichau), einer Stadt im Süden Polens mit 127.000 Einwoh­nern.

Die Anle­ge­stelle des Sees wurde bereits vor einigen Jahren in Betrieb genommen. Sie ist die Verbin­dung zu weiteren Ausflugs­zielen wie Sport­plätzen, einem Bade­strand und einem Camping­platz. Das Kanu­zen­trum Tychy wird von mehreren Segel­clubs und der Kanu­ab­tei­lung des MOSM Tychy genutzt.

Da die Gebäude sich in schlechtem Zustand befanden, beschloss die Stadt als Eigen­tümer, das Kanu­zen­trum Tychy inklu­sive Segel­hafen neu bauen zu lassen – und zwar von RS+ Robert Skitek.

Der öffent­liche Raum

Als erstes wurde die Halle für die Kanus reali­siert. Der Kanu­sport hat in Tychy große Bedeu­tung, die Kanu­ab­tei­lung von MOSM hat große Erfolge vorzu­weisen. Auch Karo­lina Naja, die zwei­fache olym­pi­sche Medail­len­ge­win­nerin, begann hier ihre Karriere.

Die Planer erwei­terten die Prome­nade und die Anle­ge­stelle. Das neue Kanu­zen­trum Tychy wurde ein Teil dieses öffent­li­chen Raums. Diese Entschei­dung macht die Qualität des Entwurfs aus. Kanu ist hier kein Spar­ten­sport, sondern ein Angebot an jeder­mann.

Die Prome­nade

Die Prome­nade führt direkt am Wasser entlang. Die Wände des Neubaus weichen zurück und verste­cken sich hinter den abge­stuften Sitz­flä­chen der Holz­ter­rasse. Die Terrasse wird bei Kanu­wett­be­werben als Zuschau­er­tri­büne genutzt.

Die Rück­wand erhielt aufgrund von Brand­schutz­an­for­de­rungen eine andere Form. Sie wurde mit grauen Faser­ze­ment­platten verkleidet.

Das Gebäude

Das Kanu­zen­trum Tychy ist in zwei Funk­ti­ons­be­reiche unter­teilt: Trai­ning und Lager bzw. Boots­halle. Zwischen beiden Berei­chen liegt der Zugang zum See. Verbunden werden sie von einem durch­ge­henden, begrünten Dach. An den Seiten ist das Gebäude von grünen Hängen umgeben. Schon nach kurzer Zeit sieht es so aus, als stünde das gesamte Ensemble schon ewig hier.

Vom Dach aus hat man einen wunder­baren Blick auf und über den See. Das war für die Planer Grund genug, dieses Dach über einen zusätz­li­chen Weg zugäng­lich zu machen.

Fazit

Diese vielen kleinen und großen plane­ri­schen Entschei­dungen machen aus dem Kanu­zen­trum Tychy weit mehr als einen Zweckbau für den Sport. Die Prome­nade, der Raum vor dem Gebäude mit der Tribüne, der über­dachte Teil mit dem begeh­baren Gründach ergeben einen überaus attrak­tiven öffent­li­chen Raum.

Der Kanu­sport in Tychy ist jetzt öffent­lich. Die Kanu­ab­tei­lung gewann nicht nur neue Mitglieder, sondern auch Zuschauer und Fans.

Und am Paprot­z­aner See ist noch mehr los.

Wir waren das.

Projekt­daten

Archi­tekt

RS+ Robert Skitek
Nałkow­skiej 4A, lok. 49
PL – Tychy

Bauherr

Aleja Niepod­le­głości 49
PL – 43–100 Tychy

Team

Robert Skitek, Jakub Zygmunt, Jarosław Ziel­iński, Martyna Lenart-Zygmunt, Wojciech Zientek,
Lech­pro­jektt: Marta Weszke, Leszek Weszke, Piotr Weszke
Projekt PL: Łukasz Plaza
ELPRO: Marcin Mikoła­jczyk
Ekosystem – Pracownia Archi­tek­tury Krajobrazu: Łukasz Bielawski

Standort

Paprot­z­aner See
Jezioro Papro­cańskie
PL – Tychy

Eröff­nung

2020

Foto­graf

Tomasz Zakrzewski

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Photos

Der Entwurf

Pläne

Video

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Höhen­trai­nings­zen­trum St. Moritz

All summer long

Höhen­trai­nings­zen­trum St. Moritz

Krähen­bühl Archi­tekten
Inge­nieur Büro Walter Bieler

St. Moritz

Das Höhen­trai­nings­zen­trum St. Moritz hat eine lange Tradi­tion. Viele Spit­zen­sportler schwören auf das Höhen­trai­ning. Beson­ders Ausdau­er­ath­leten schätzen die Höhen­lage: Der Ort liegt 1.856 Meter über dem Meeres­spiegel. Wer hier trai­niert, profi­tiert vom trockenen Reiz­klima und den idealen Wetter­be­din­gungen. Daher eignet sich St. Moritz perfekt für Trai­nings­lager.

Neben dem Spit­zen­sport steht die Infra­struktur auch dem Brei­ten­sport zur Verfü­gung.

Zwei Gebäude

Das Höhen­trai­nings­zen­trum St. Moritz  wurde um zwei Gebäude erwei­tert: einen mobilen, tempo­rären Pavillon und ein Lager­ge­bäude.

Der Pavillon wird zu Beginn der Trai­nings­saison an der Ziel­linie der Lauf­bahn auf- und im Herbst wieder abge­baut. Dieses Garde­ro­ben­ge­bäude besteht aus drei Raum­kör­pern mit unter­schied­li­chen Nutzungen, vereint unter einem ausla­denden, schüt­zenden Dach.

Konstruk­tion

Die leichte Holz­kon­struk­tion des Höhen­trai­nings­zen­trums St. Moritz wurde aus einzelnen Elementen zusam­men­ge­baut. Ein speziell dafür entwi­ckeltes Fügungs­prinzip mit Bauschrauben macht dies möglich. Anschlie­ßend wird die Konstruk­tion mit einer Poly­car­bonat-Hülle verkleidet und einem Blech­dach einge­deckt.

Spezi­fisch maßge­schnei­dert für genau diesen Ort und diese Nutzung, koket­tiert der Pavillon in seiner Konstruk­tion wie auch seiner Erschei­nung sehr char­mant mit seinem tempo­rären Charakter.

Zwei­teiler

Das Lager­ge­bäude besteht aus zwei Berei­chen: einem zur Lage­rung der Einzel­teile des mobilen Pavil­lons im Winter, und einem für die Sport­ge­räte der Leicht­ath­letik.

Durch das Einkleiden mit einem Schin­del­ge­wand aus Enga­diner Lärche wird das Erschei­nungs­bild des reinen Zweck­baus veredelt. Außerdem fügt er sich durch das einhei­mi­sche Kleid authen­tisch in die Umge­bung ein.

Und zwar gut.

Wir waren das.

Die Projekt­daten

Archi­tekt

Krähen­bühl Archi­tekten Studio
Inge­nieur Büro Walter Bieler

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung St. Moritz

Eröff­nung

2018

Foto­graf

Laura Egger  

Autor

Krähen­bühl Archi­tekten Studio

Fotos & Pläne

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Unser News­letter

werk12

BOAH!

WERK12 in München

MVRDV

AAHHH

Im Oktober 2019 eröff­nete WERK12 auf dem früheren Gelände des Knödel-Produ­zenten Pfanni im Münchner Werk­viertel.

Der fünf­ge­schos­sige, trans­pa­rente Komplex fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buch­staben an der Fassade, die uns mit Weis­heiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen. Das liegt aber auch an den weit vorste­henden, umlau­fenden Balkonen und an den außen liegenden Treppen.

Der Entwurf stammt von MVRDV aus Rotterdam.

OH

Auf fünf Etagen bietet WERK12 das pralle Leben: Restau­rant und Bar im Erdge­schoss, darüber Büros und das domi­nante, drei­ge­schos­sige Fitness-Center „body + soul“ mit eigenem 25m – Becken auf Ebene 3.

WERK12 setzt ganz auf Flexi­bi­lität. Die hohen Decken – 5,5 Meter zwischen den einzelnen Gsschossen – ermög­li­chen es zukünf­tigen Nutzern, Zwischen­ge­schosse hinzu­zu­fügen. Die Anord­nung der Umlauf­flä­chen auf der Außen­seite des Gebäudes erlauben eine einfache Rekon­fi­gu­ra­tion der Innen­räume. Dabei wird die Stabi­lität durch diagonal verlau­fende Trep­pen­häuser garan­tiert.

PUH

Der Erschlie­ßungs­kern auf der Nord­ost­seite des Gebäudes wird auf jeder Ebene von 3,25 Meter breiten Balkonen umgeben. Diese Frei­flä­chen werden durch Außen­treppen verbunden, die sich um das Gebäude schlän­geln. Gestalt­prä­gend nennt man das wohl.

Diese Wege­füh­rung weicht die Unter­schei­dung zwischen Innen und Außen auf. Beide Bereiche kommu­ni­zieren nahezu unun­ter­bro­chen mitein­ander, das Gebäude wirkt ausge­spro­chen kommu­ni­kativ.

HMPF

Die Fassade wird von fett gedruckten, fünf Meter hohen Buch­staben belebt. Sie sind das Ergebnis eines Wett­be­werbs, den die Akademie der Bildenden Künste und MVRDV ausge­lobt haben. Die Sieger Beate Engl und Chris­tian Engel­mann wollen Emotionen darstellen und dabei inter­na­tional verständ­lich sein. Daher nutzen sie univer­sell einsatz­bare Ausdrücke aus Comics.

Die raum­hohen Vergla­sungen bieten, je höher man kommt, einen atem­be­rau­benden Blick in Rich­tung der Münchener Innen­stadt.

WERK12 kombi­niert die einfache quadra­ti­sche Grund­form mit ehrli­chen Mate­ria­lien und trans­pa­renten Fassaden zu einem sehr leben­digen, fast flie­ßenden Baukörper.

Nachts wird das Erschei­nungs­bild des Gebäudes durch seine Beleuch­tung fast noch spek­ta­ku­lärer, seine Geome­trie wird noch klarer.

WOW

WERK12 wurde für den Entwickler OTEC GmbH & Co.KG entwi­ckelt und in Zusam­men­ar­beit mit Nuyken von Oefele Archi­tekten BDA, den Stati­kern Wolf + und den Inge­nieuren Teuber + Viel reali­siert.

Das Areal des Münchner Werks­viertel hat sich von einer Knödel­fa­brik zu einem popu­lären Unter­hal­tungs­viertel entwi­ckelt. Der Entwurf von MVRDV respek­tiert diese Geschichte nicht, er feiert sie. WERK12 ist einer­seits stylisch und cool, nimmt sich aber ande­rer­seits nicht so ernst. Vermut­lich ist es aber genau deswegen genau das: Sehr, sehr cool.

Wir waren das.

Projekt­be­tei­ligte und Daten

Bauherr

OTEC GmbH & Co. KG
ECKhaus | Atelier­straße 1
D – 81671 München

Eröff­nung

2019

Photos

Ossip van Duiven­bode
Halve­ma­an­pas­sage 103
NL – 3011DL Rotterdam

Archi­tekten

MVRDV Rotterdam
Achter­klooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
Winy Maas, Jacob van Rijs and Nathalie de Vries, Jacob van Rijs, Fokke Moerel, Markus Nagler, Roy Sieljes and Jona­than Schuster, Antonio Luca Coco, Pavlos Ventouris, Kirill Emelianov

N‑V-O Nuyken von Oefele Archi­tekten BDA
Winze­rer­strasse 44
D – 80797 München

Betreiber & Adresse

body + soul
WERK12
Spei­cher­strasse 20
D – 81671 München

 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Videos

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Turó de la Peira

Smells like green spirit

Sport­zen­trum Turó de la Peira

Anna Noguera + Javier Fernandez

About

Turó de la Peira ist das gebaute Ergebnis eines Archi­tek­ten­wett­be­werbs aus dem Jahr 2015. Gefor­dert war ein Sport­zen­trum, bestehend aus einem Hallenbad, einer Sport­halle und einem Sport­platz, sowie dessen Inte­gra­tion in die städ­ti­sche Umge­bung der spani­schen Metro­pole Barce­lona.

Der sieg­reiche und reali­sierte Entwurf von Anna Noguera und Javier Fernandez schafft eine große grüne Frei­fläche, die von dem neuen Sport­zen­trum gefasst und durch die Fassa­den­be­pflan­zung fort­ge­setzt wird.

Turó de la Peira ist halb in das Gelände einge­graben und daher nicht so domi­nant. Seine Gestalt wird von einer außer­ge­wöhn­li­chen Fassade geprägt, welche die Umge­bung mehr als nur annimmt.

Stadt­er­neue­rung

Das Grund­stück bestand aus einer Ansamm­lung von Rest­flä­chen, einem zwischen benach­barten Gebäuden einge­klemmten Sport­platz und einem veral­teten Schwimmbad. Ein buch­stäb­lich hartes Pflaster mit viel Beton und ohne jegliche Vege­ta­tion.

Eines der Ziele von Turó de la Peira war es daher, den Frei­raum zwischen dem alten Schwimmbad Calderón de la Barca und der Sport­halle als Grün­fläche für die Anwohner zurück­zu­ge­winnen. Deshalb wurden die beiden Neubauten für das Schwimmbad und die Halle unter einem Dach vereint.

Inte­gra­tion

Turó de la Peira ist also vertikal orga­ni­siert: Im Erdge­schoss befindet sich das Schwimmbad, darüber liegt die Sport­halle.

Der Baukörper ist tief einge­graben, passt sich damit der Topo­gra­phie an und über­brückt den Höhen­un­ter­schied zwischen den beiden Straßen. Die Fassade zur größeren Straße (Sant Iscle) wirkt einla­dend und urban – mit einer Art Veranda, die den Bürger­steig verlän­gert.

Das Gebäude fügt sich durch die grüne, umlau­fende Galerie bestens in seine Umge­bung ein. Es berei­chert die Grün­flä­chen ohne Nach­ah­mung oder Anbie­de­rung, sondern als Fort­set­zung.

Ener­gie­ef­fi­zienz

Turó de la Peira wurde strikt nach Nach­hal­tig­keits­kri­te­rien konzi­piert: Himmels­rich­tungen, begrünte Fassaden, Wärme­däm­mung, Energie spei­chernde Photo­vol­ta­ik­mo­dule. Die Ober­lichter und Fenster werden senso­risch gesteuert und sorgen für eine gute Quer­lüf­tung. 

Das kompakte und einge­bet­tete Volumen mini­miert die Fassa­den­ober­fläche und vermeidet damit ther­mi­sche Verluste.  Die Wärme­däm­mung des gesamten Gebäudes wurde entspre­chend der Sonnen­ein­strah­lung geplant.

Systeme

Das aero­ther­mi­sche System des Turó de la Peira ermög­licht die Rück­ge­win­nung von Wärme zur Warm­was­ser­be­rei­tung. Die Beleuch­tung wird in Abhän­gig­keit von der natür­li­chen Belich­tung gesteuert.

Die Photo­vol­ta­ik­mo­dule belegen die gesamte Dach­ter­rasse und erzeugen 90% der für den Betrieb des Gebäudes benö­tigten Energie.

Die hervor­ra­genden Eigen­schaften von Holz – lange Lebens­dauer, geringes Gewicht, kurze Bauzeit – waren die Gründe für die Wahl des vorge­fer­tigten Systems aus Schicht­holz.

Grüne Fassade

Eine grüne Galerie umgibt das Turó de la Peira, schützt es vor der Sonne und schafft ein güns­tiges Klima. Die Zugangs­rampe zur Sport­halle verläuft zwischen der Fassade und dem grünen Netz, in dem die Reben wachsen.

Vom Hof aus wird die gesamte grüne Fassade durch die Ring­mauer hindurch voll­ständig wahr­ge­nommen. Die Blüten­pracht ändert sich in Abhän­gig­keit von den Jahres­zeiten ständig, und damit auch das Turó de la Peira.

Wasser­re­cy­cling

Ein großer Tank im Unter­ge­schoss sammelt das Regen­wasser vom Dach. Es wird mittels eines Hydro­kul­tur­sys­tems für die Bewäs­se­rung der gesamten Grün­fas­sade wieder­ver­wendet.

Je nach Höhen­ent­wick­lung des Gartens sammeln Entwäs­se­rungs­streifen am Fuße der Hänge Regen­wasser und leiten es an den Grund­was­ser­spiegel zurück.

Das waren wir.

Projekt­daten und betei­ligte Firmen

Bauherr

Institut Barce­lona Esports
Ajun­ta­ment de Barce­lona

Photos

Enrich Duch

Archi­tekten

Arqui­tec­tura Anna Noguera
Javier Fernandez
Aragó 224, 3er 1a
ES – 08011 Barce­lona

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Adresse

Turó de la Peira
Carrer de Sant Iscle, 50, 54
ES – 08031 Barce­lona

Eröff­nung

2018

Video

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Academia Unileão

Wie schön du bist

Academia Unileão in Juazeiro do Norte

Lins Arqui­tetos Asso­ciados

Situa­tion

Die Academia Unileão ist eine Mischung aus Sport­halle und Sport­zen­trum an der Cidade Univer­si­tária im brasi­lia­ni­schen Juazeiro do Norte (246.000 Einwohner). Die Stadt liegt in der Region Cariri. Hier herrscht brutales Step­pen­klima, und das bedeutet extreme Hitze und Trocken­heit. Diesen schwie­rigen Bedin­gungen haben sich Lins Arqui­tetos Asso­ciados mit einer Fülle gestal­te­ri­scher und klima­tech­ni­scher Ideen gestellt.

Das Gebäude dient dem Sport­un­ter­richt der Univer­sität und wird von Studenten, Dozenten und Mitar­bei­tern genutzt.

Standort

Das Gebäude wurde auf einem vorhan­denen Plateau errichtet, auf dem bereits Univer­si­täts­ge­bäude standen. Diese bieten gerade in Rich­tung Ost-West-Orien­tie­rung große Fassaden, die an jedem Tag starken Sonnen­ein­fall ausge­setzt waren.

Das ist keine ideale Lage in diesem semi-ariden Klima. Also haben sich die Planer verschie­dene Stra­te­gien ausge­dacht und ange­wandt, um die Tempe­ratur im Inneren des Gebäudes so niedrig wie hier möglich zu halten.

Grund­riss

Die Academia Unileão besteht aus fünf kreis­runden Teilen mit einem Radius von je 7,80 m, von denen die inneren 6,00 m Nutz­fläche und die äußeren 1,80 m „Garten­fläche“ sind. Jeder dieser Radien hat unter­schied­liche Aufgaben. Der mitt­lere Kreis beher­bergt den Empfang und eine kleine Bar oder Kantine. Im Westen schließen sich zwei Sport­räume für Gymnastik und Kraft­sport an, im Osten ein Tanz­raum und die Sanitär- und Perso­nal­be­reiche. Alle Zellen sind direkt mitein­ander verbunden.

Drei geschlos­sene Veranden auf beiden Seiten des Gebäudes sind flexibel zuschaltbar und können beson­ders den Fitness- oder Kraft­trai­nings­be­reich bei Bedarf flexibel erwei­tern.

Fassade

Um den direkten Sonnen­ein­fall ins Gebäude zu mini­mieren und dennoch zu nutzen, wurden sämt­liche Fassaden sozu­sagen drei­lagig gestaltet. Die erste und äußerste Schicht besteht aus einer rhyth­mi­schen Folge offen und mit Mut zur Lücke verlegten Voll­ke­ra­mik­fliesen.

Die zweite Schicht der Außen­haut beher­bergt einen inneren Garten mit Vege­ta­tion und Pflanzen, die für dieses Klima geeignet sind und gleich­zeitig zu einem ange­nehmen Mikro­klima beitragen. Die dritte und innere Schicht besteht aus öffen­baren Rahmen aus Klar­glas, die bei Bedarf auch für eine mecha­ni­sche Kühlung des Gebäudes sorgen können.

Diese Struktur filtert das grelle Sonnen­licht und lässt gleich­zeitig Licht herein. Das Licht und sein Zusam­men­spiel mit den sicht­baren Mate­ria­lien (vor allem Keramik, Holz und Glas) erzeugen eine dermaßen drei­di­men­sio­nale und harmo­ni­sche Atmo­sphäre, wie man sie in Sport­hallen nun wirk­lich ausge­spro­chen selten antreffen dürfte.

Fazit

Das Dach des Gebäudes ist mit ther­misch und akus­tisch wirk­samen Ziegeln gedeckt, die das Innere der Academia Unileão vor über­mä­ßiger Hitze schützen. Die Sicht­beton- und Voll­ke­ra­mik­fliesen in ihren natür­li­chen Farben sind die charak­te­ris­ti­schen Mate­ria­lien des Gebäudes.

Man könnte es so zusam­men­fassen: Der Grund­riss der Academia Unileão ratio­na­li­siert und verein­facht die Lesbar­keit und Nutzung eines solchen Gebäudes unter schwie­rigen ther­mi­schen Bedin­gungen. Die taktilen und visu­ellen Reize, die durch die verwen­deten Mate­ria­lien, durch die Vege­ta­tion und die durch die Bauweise bedingten Licht- und Schat­ten­ef­fekte entstehen, sind schlicht wunderbar.

Wir waren das.

Projekt­be­tei­ligte und Daten

Archi­tekten

Lins Arqui­tetos Asso­ciados
Cintia Lins, George Lins
Rua Manoel Miguel dos Santos, 330
Juazeiro do Norte, Cariri 
Brasi­lien

Eröff­nung

2018

Adresse

Cidade Univer­si­tária
Juazeiro do Norte
Ceará, 63040–410
Brasi­lien

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Video

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