Vorlage NL 124

Sportbad am Rabet

Schlicht und edel

Leip­zigs neues High­light für Schwimm­sport und Archi­tektur. Modu­larer Sicht­beton trifft auf maxi­male Nach­hal­tig­keit. Das neue Sportbad am Rabet bringt frischen Wind in den Osten der Stadt.

Entwurf:

GMP

Neue Infra­struktur

 

Leipzig verfügt seit dem Spät­sommer 2025 über eine wunder­bare neue Infra­struktur: das Sportbad am Rabet. Der modu­lare Neubau, entworfen von Gerkan, Marg und Partner (gmp), wurde nach Passiv­h­aus­stan­dard reali­siert. Er stellt drin­gend benö­tigte Wasser­flä­chen für Schulen, Vereine und den Brei­ten­sport bereit und inte­griert sich bestens ins Stadt­bild.

Das Bad befindet sich auf dem zentral gele­genen Otto-Runki-Platz und verbindet den städ­ti­schen Verkehrs­raum mit dem angren­zenden und namens­ge­benden Stadt­teil­park Rabet. Der kubi­sche Baukörper mit seinen Einschnitten schließt den bestehenden Block­rand im Norden ab und führt die städ­te­bau­liche Struktur fort.

Im Südosten öffnet sich ein begrünter Vorplatz, der Teile des Baum­be­stands inte­griert und in den Park über­geht. Dies schafft einen neuen Anlauf­punkt im Quar­tier.

Glas und Sicht­beton

Die Konstruk­tion des Sport­bads basiert auf einer modu­laren Bauweise. Sicht­be­ton­ele­mente mit inte­grierter Dämmung wurden im Werk vorge­fer­tigt und vor Ort montiert.

Diese effi­zi­ente Methode trug zur Mini­mie­rung von Lärm und Emis­sionen während der Bauphase bei und ermög­lichte den struk­tu­rierten Baukörper.

Die Fassade kombi­niert hellen Sicht­beton mit einem gläsernen Sockel. Die umlau­fende Vergla­sung lässt Tages­licht in den Innen­raum, ermög­licht Ein- und Ausblicke und verbindet das Gebäude mit dem urbanen Kontext.

Auch im Inneren prägen Glas und Sicht­beton das Erschei­nungs­bild. Hohe Decken prägen die beiden Schwimm­be­reiche: ein 25-Meter-Sport­be­cken mit sechs Bahnen, ein Lehr­schwimm­be­cken sowie ein Kinder­schwimm­be­cken.

Zenit­lichter leiten zusätz­li­ches Tages­licht auf die Wasser­flä­chen.

Passiv­h­aus­stan­dard

Nach­hal­tig­keit war ein wesent­li­cher Aspekt der Planung. Das Sportbad Rabet wurde nach Passiv­h­aus­stan­dard gebaut und verfügt über ein extensiv begrüntes Reten­ti­ons­dach mit Insek­ten­wiese. Dieses kompen­siert entfal­lene Grün­flä­chen, fördert die natür­liche Versi­cke­rung und gibt Regen­wasser zeit­ver­zö­gert ab.

Solar­thermie- und Photo­vol­ta­ik­an­lagen sowie eine Anlage zur Wasser­auf­be­rei­tung für die Wieder­ver­wen­dung des Becken­was­sers sind eben­falls inte­griert. Unter­ir­disch verbaute Rigolen spei­chern Regen­wasser vor Ort und unter­stützen die städ­ti­schen Klima­ziele sowie eine wasser­sen­sible Stadt­ent­wick­lung.

20 Millionen Euro

Mit einer Inves­ti­tion von rund 20 Millionen Euro haben die Stadt und die Leip­ziger Sport­bäder dieses Projekt reali­siert. Das Sportbad am Rabet ergänzt die Schwimm­sport-Infra­struktur Leip­zigs und entlastet bestehende Bäder. Es schafft wich­tige Wasser­flä­chen für die Schwimm­aus­bil­dung und einen neuen sozialen Treff­punkt.

Neben den Wasser­flä­chen bietet es 100 Zuschau­er­plätze für Wett­kämpfe, eine behin­der­ten­ge­rechte Ausstat­tung inklu­sive Pool­lift und Wech­sel­roll­stühlen, einen Athle­tik­raum und Meeting­räume für Vereine.

Viel­seitig und gelungen.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

gmp · Archi­tekten von Gerkan Marg und Partner

Mein­hard von Gerkan, Stephan Schütz,Tobias Keyl, Dinah Borjans, David Ferreiro Centeno, Bojan Kocevski, Thilo Zehme, Zeng Yahan, Zhang Tianshuo, Miryam Aykurt, Eva Chan, Chris­tian Dorn­dorf, Regina Geier, Moritz Grab­mayr, Jessica Neumann, Martin Muc, Abdur­rahim Sariy­ildiz, Viktoria Schock, Michael Scholz, Philip Stillke, Zhang Tianshuo

Bauherr

Sport­bäder Leipzig GmbH, Kommu­nale Wasser­werke Leipzig GmbH (KWL)

Ihre Firma
Name
Adresse
Link
Adresse

Sportbad am Rabet
Otto-Runki-Platz 1
D – 04315 Leipzig

Eröff­nung
2025
Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Stadt­teilbad Huchen­feld

Stadt­teilbad Huchen­feld

Eins für alle

Einmal hin, alles drin:

Das neue Stadt­teilbad Huchen­feld über­zeugt mit klarer Formen­sprache, Trans­pa­renz, Nach­hal­tig­keit und Fami­li­en­freund­lich­keit – nicht nur in Pforz­heim.

Entwurf:

bauate­lier

Situa­tion

 

Pforz­heim, eine Groß­stadt mit rund 135.000 Einwoh­nern am Nord­rand des Schwarz­walds, ist ein wich­tiges Wirtschafts‑, Bildungs- und Wohn­zen­trum in Baden-Würt­tem­berg. Die Stadt legt großen Wert auf eine moderne Infra­struktur, und dazu gehört auch die Entwick­lung und Verbes­se­rung der städ­ti­schen Bäder­land­schaft. Das Stadt­teilbad Huchen­feld ist das jüngste Beispiel dieser Haltung.

Das Vorgän­gerbad am selben Standort wurde Ende 2018 aufgrund seines nicht mehr zeit­ge­mäßen Zustands geschlossen. Dank einer Förde­rung von 4 Millionen Euro durch das Bundes­pro­gramm „Sanie­rung kommu­naler Einrich­tungen in den Berei­chen Sport, Jugend und Kultur (SKJ)“ konnte das Neubau­pro­jekt in Angriff genommen werden.

Die Archi­tektur des Bades ist von Hellig­keit, Freund­lich­keit und Trans­pa­renz geprägt. Der nörd­liche Funk­ti­ons­be­reich ist eher geschlossen gehalten, während die Bade­hallen allseitig trans­pa­rent gestaltet sind. Schon das Foyer bietet Einblicke in die große Bade­halle. Ein durch­ge­hendes Ober­licht im Norden sorgt für die opti­male Belich­tung der beiden Bade­hallen: die große mit 25 Meter-Becken, die klei­nere für die Klei­neren.

Archi­tekt und Gene­ral­planer waren bauate­lier, freie Archi­tekten Haas und Hiesch aus Stutt­gart.

Solitär

Der Neubau fügt sich als Solitär in das vorhan­dene Schul­areal ein. Neue Wege­ver­bin­dungen im Norden und Süden schließen an vorhan­dene Erschlie­ßungs­struk­turen im Schul­ge­lände an und führen zum neuen Haupt­ein­gang im Westen, der schon von Weitem gut erkennbar ist. Ein sepa­rater Personal-Eingang erschließt das Gebäude von den eben­falls neuen Park­plätzen im Osten des Gebäudes.

Ein groß­zü­giger Vorplatz von Bad und Sport­halle markiert den Eingangs­be­reich. Große Bestands­bäume wurden weitest­ge­hend erhalten, Neupflan­zungen erfolgten im südli­chen Bereich.

Große Halle

Das Raum­pro­gramm umfasst im Wesent­li­chen eine Bade­halle mit einem 25 Meter-Becken und eine Kinder­ba­de­halle.

Die große Bade­halle verfügt über ein wett­kampf­ge­eig­netes 25m x 12,50m Vario­be­cken mit fünf Schwimm­bahnen, Start­blö­cken, LED-Unter­was­ser­schein­wer­fern, Massa­ge­düsen und Sport­aus­stat­tung.

Das Becken ist als Wett­kampf­stätte in der Kate­gorie D des DSV (Deut­scher Schwimm-Verband) zerti­fi­ziert, ausge­legt ist es sowohl für den Schul- als auch den Vereins­sport.

Kinder­ba­de­halle

Die sepa­rate Kinder­ba­de­halle enthält Ange­bote für Klein­kinder und Fami­lien mit zusätz­li­chen Sitz-und Liege­be­rei­chen. Das amorph gestal­tete, akzen­tu­iert farben­frohe Kinder­be­cken bietet acht Wasser­at­trak­tionen, wie den kleinen Wasser­igel, einen Wasser­kelch, einen Wasser­pilz, eine Krabbe und eine Klein­kind­rut­sche. Die Wasser­flä­chen sind zwischen 0‑und 45cm tief.

Zuge­ord­nete Sitz­bänke unter runden Akus­tik­se­geln und Liege­be­reiche ergeben einen für Kinder und Fami­lien abge­schirmten eigenen Aufent­halts- und Wasser­spiel­be­reich. Ein eigener kind­ge­rechter Sani­tär­be­reich ist rück­wärtig angordnet.

Nach­hal­tig­keit und Barrie­re­frei­heit

Nach­hal­tig­keit spielt im neuen Stadt­teilbad Huchen­feld eine zentrale Rolle. Das Ziel eines in allen Belangen ener­ge­tisch opti­miertes Gebäude errei­chen die Planer von bauate­lier durch eine Kombi­na­tion aus bauli­chen, ressour­cen­scho­nenden Konstruk­tionen und tech­ni­schen Maßnahmen. Dau gehören der verstärkte Einsatz von Holz, Recy­cling­beton, dicken Dämm­schichten und einer drei­fa­chen Wärme­schutz­ver­gla­sung.

Das Bad setzt auf effi­zi­ente Wärme­rück­ge­win­nungs­sys­teme, eine Tempe­rie­rung durch Erdwärme und Erdka­näle sowie eine Photo­vol­taik-Anlage und exten­sive Dach­be­grü­nung.

Ein weiteres wich­tiges Merkmal ist die durch­gän­gige Barrie­re­frei­heit, die vom Außen­raum bis ins Bad und ins Becken gewähr­leistet ist.

Die Trans­pa­renz der Bade­hal­len­be­reiche und des Foyers schafft eine Verbin­dung zur Umge­bung und lässt viel Tages­licht ins Innere, was das Wohl­be­finden der Bade­gäste grund­sätz­lich fördert.

Alles da, für alle da

Das Stadt­teilbad Huchen­feld ist ein modernes und viel­sei­tiges Schul- und Vereins­schwimmbad, das Wett­kampf­stätte, Erho­lung und Bade­spaß für die ganze Familie vereint.

Mit einer Gesamt­fläche von 2.674 m²n Brut­to­ge­schoss­fläche, einer Gesamt­was­ser­fläche von 356 m²n und unge­fähr 50.000 erwar­teten Bade­gästen im Jahr wurde hier ein neuer Ort der Erho­lung und Begeg­nung, des Wett­kampfs und des Vergnü­gens geschaffen.

Ein sehr gelun­genes Beispiel dafür, wie moderne Archi­tektur, nach­hal­tige Bauweise und soziale Funk­tion einen wert­vollen Beitrag zur Lebens­qua­lität einer Stadt leisten.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

bauate­lier freie Archi­tekten
Haas und Hiesch
Köllestr. 66
D – 70193 Stutt­gart

Gerold Haas, Ute Hiesch ‚John Skinner, Dániel Bakos, Cris­tina Scuderi, Anna Litsch­kovskij,
Dániel Bakos

Bauherr

Stadt Pforz­heim
Eigen­be­trieb Pforz­heimer Verkehrs-und Bäder­be­triebe – EPVB
Hein­rich-Witzen­mann-Straße 13
D – 75179 Pforz­heim

Eröff­nung
2025
Adresse

Stadt­teilbad Huchen­feld
Am Heerweg 24
D – 75181 Pforz­heim

Fotos

Chris­toph Valen­tien, Stutt­gart
bauate­lier

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

  1. Haupt­ein­gang
  2. Wind­fang
  3. Foyer
  4. Kasse
  5. Warte­be­reich
  6. Back­of­fice
  7. Wert-und Helm­fä­cher
  8. Stie­fel­gang
  9. Frisier- und Fönbe­reich
  10. Kinder­wagen
  11. Wech­sel­ka­binen und Garde­ro­ben­schränke
  12. Barfuß­gang
  13. Grup­pen­um­kleiden
  14. Umkleide barrie­re­frei
  15. Dusche/WC barrie­re­frei
  16. Duschen Damen
  17. WC Damen
  18. Duschen Herren
  19. WC Herren
  20. Bade­auf­sicht / Schwimm­meister und Erste Hilfe
  21. Lager
  22. Personal- Aufent­halt
  23. WC/Dusche Kinder, barrie­re­frei
  24. Bade­halle
  25. Vario­be­cken 25m
  26. Hubboden, Nicht­schwim­mer­be­reich
  27. Wärme­bank
  28. Kinder-Bade­halle
  29. Baby­be­cken
  30. Klein­kind­be­cken
  31. Personal Eingang
  32. Perso­nal­um­kleide, barrie­re­frei
  33. Anlie­fe­rung, Aufzug
  34. Müll
  35. Fahr­räder

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Petit-Quevilly Sports Complex

Petit-Quevilly Sports Complex

Brücken bauen

Der Petit-Quevilly Sports Complex verwan­delt ein ehema­liges Indus­trie­areal südlich von Rouen in eine offene Sport- und Land­schafts­ar­chi­tektur. Mit einer 365 Meter langen Prome­nade, viel­sei­tigen Sport­an­lagen und einer starken städ­te­bau­li­chen Vernet­zung schafft das Projekt nicht nur neue und zeit­ge­mäße Ange­bote, es leistet auch einen entschei­denden Beitrag zur Stadt­ent­wick­lung.

Entwurf:

Olgga

Trans­for­ma­tion

Der Petit-Quevilly Sports Complex ist ein schönes Beispiel für zeit­ge­mäße Sport­in­fra­struktur und nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung in Frank­reich. Das Projekt trans­for­miert das ein ehema­liges Indus­trie­areal im Süden der Metro­pol­re­gion Rouen in einen drei Hektar großen öffent­li­chen Sport- und Land­schafts­park. Heute verbindet der Petit-Quevilly Sports Complex Sport, Frei­zeit, Natur und urbane Mobi­lität zu einem offenen, multi­funk­tio­nalen Stadt­raum.

Das Projekt ist Teil des Natio­nalen Programms zur Stadt­er­neue­rung (ANRU) und reagiert auf eine jahr­zehn­te­lange städ­te­bau­liche Frag­men­tie­rung durch eine Schnell­straße und mehrere Bahn­trassen, die den Stadt­körper von Petit-Quevilly zerschnitten. Der neue Sports Complex fungiert nun als urbane Klammer, die den histo­ri­schen Stadt­kern wieder mit den östli­chen Quar­tieren verknüpft.

Der Entwurf stammt von Olgga Archi­tectes.

Boule­vard

Zentrales Gestal­tungs­ele­ment des Petit-Quevilly Sports Complex ist die 365 Meter lange Prome­nade Belve­dere, die sich als lineares Rück­grat durch das gesamte Areal zieht. Sie verläuft mal auf Boden­ni­veau, mal über dem Gelände und eröffnet wech­selnde und neue Perspek­tiven auf Stadt, Land­schaft und Sport­flä­chen.

Diese urbane Prome­nade verbindet sämt­liche Nutzungen des Petit-Quevilly Sports Complex: die Sport­halle, soziale Einrich­tungen, das Frei­zeit- und Jugend­zen­trum, den Skate­park und das Stadion. Gleich­zeitig macht sie die komplexe Topo­grafie des Geländes erlebbar und verwan­delt sie in ein prägendes räum­li­ches Element.

Böschungen

Wo sich früher Zäune, Park­flä­chen und tech­ni­sche Barrieren befanden, entfaltet sich heute eine offene, zusam­men­hän­gende Park­land­schaft. Für den Petit-Quevilly Sports Complex wurden Böschungen model­liert, Wiesen und Baum­haine ange­legt und begrünte Mulden zur Regen­was­ser­rück­hal­tung ange­legt.

Sport- und Spiel­an­ge­bote sind direkt in diese Land­schaft einge­bettet: Rutschen folgen den natür­li­chen Hängen, ein mono­li­thi­scher Skate­park aus Sicht­beton fügt sich skulp­tural in das Gelände ein. Zusätz­lich wird das Dach der Sport­halle als Bewe­gungs­fläche genutzt und beher­bergt ein halbes Basket­ball­feld – ein klares Bekenntnis zur Flächen­ef­fi­zienz und Mehr­fach­nut­zung urbaner Sport­an­lagen.

Rampen

Die Archi­tektur des Petit-Quevilly Sports Complex basiert auf einer einheit­li­chen Beton­struktur, die Robust­heit, Wirt­schaft­lich­keit und Dauer­haf­tig­keit vereint. In den Hang inte­griert, öffnen sich Sport­halle und Sozi­al­räume groß­zügig zum Park und kommu­ni­zieren laut­stark mit dem Außen­raum.

Ein weiteres zentrales Element ist die kreis­för­mige Rampe. Sie bildet das Herz des Projekts. Unter ihr befindet sich das Jugend­frei­zeit­zen­trum – geschützt, offen und als sozialer Treff­punkt konzi­piert. West­lich schließt der Skate­park an, er ist ein weiterer inte­graler Bestand­teil des gemein­schaft­lich genutzten Raums.

Vernet­zung

Der äußere Eindruck des Petit-Quevilly Sports Complex wird durch die einheit­liche Metall­fas­sade geprägt. Sie besteht aus einer Metall­ver­klei­dung, die von einer zweiten Schicht aus Metall­gitter umhüllt wird. Diese modu­liert das Tages­licht und verleiht dem Ensemble eine mono­li­thi­sche, fast abstrakte Erschei­nung.

Direkt an die zentrale Rampe schließt eine neue Fuß- und Radweg­brücke an, welche die Schnell­straße und die Bahn­li­nien über­spannt. Sie verbindet den Petit-Quevilly Sports Complex unmit­telbar mit dem Rathaus­viertel und stellt eine wich­tige neue Achse für den Alltags­ver­kehr und die urbane Vernet­zung dar.

Heute wird der Petit-Quevilly Sports Complex als offene Sport- und Frei­zeit­land­schaft genutzt, die weit über eine klas­si­sche Sport­an­lage hinaus­geht. Er ist ein Ort der Bewe­gung, Begeg­nung und Erho­lung – zugäng­lich für alle Gene­ra­tionen und Nutzungs­formen.

Ein schönes Beispiel für soziale und städ­te­bau­liche Vernet­zung.

 

Projekt­daten

Planer

Olgga Archi­tectes
32 rue de la Porte Dijeaux
F – 33000 Bordeaux 

Bauherr

Stadt Petit-Quevilly

Eröff­nung
2025
Adresse

Petit-Quevilly Sports Complex
Rdpt Des Alliés
F- 76000 Rouen

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Vorlage NL 121

Böhme­wald­sta­dion Soltau

Fleder­maus­freund­lich

PS+ Planung von Sport­stätten 

Mehr Sport, mehr Möglich­keiten: Das moder­ni­sierte Böhme­wald­sta­dion in Soltau bringt Leistungs‑, Schul- und Frei­zeit­sport zusammen. Flexible Wett­kampf­an­lagen, offene Bewe­gungs­an­ge­bote und ein nach­hal­tiges Konzept machen die Sport­stätte zum Treff­punkt für alle Gene­ra­tionen.

Mehr Sport, mehr Möglich­keiten: Das moder­ni­sierte Böhme­wald­sta­dion in Soltau bringt Leistungs‑, Schul- und Frei­zeit­sport zusammen. Flexible Wett­kampf­an­lagen, offene Bewe­gungs­an­ge­bote und ein nach­hal­tiges Konzept machen die Sport­stätte zum Treff­punkt für alle Gene­ra­tionen.

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Neuer Name, neue Haltung

Mit der Eröff­nung im September 2024 ist das Böhme­wald­sta­dion im Norden Soltaus als moderne, viel­seitig nutz­bare Sport­stätte wieder nutzbar. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde das frühere Hinden­burg­sta­dion umfas­send saniert, funk­tional erwei­tert und (endlich) unter neuem Namen der Öffent­lich­keit über­geben. Nun ist es ein Ort für Leis­tungs­sport, Schul­sport und freie Bewe­gung.

Nach der Prüfung eines mögli­chen Neubaus entschied sich die Stadt Soltau gemeinsam mit dem Heide­kreis und den lokalen Vereinen für die Moder­ni­sie­rung des Bestands. Ausschlag­ge­bend waren die gute Lage, die bestehende Nutzung sowie der nach­hal­tige Umgang mit Ressourcen. Von Beginn an wurden Vereine, Schulen und Verwal­tung in die Planung einge­bunden.

Typ B, moder­ni­siert

Herz­stück des Böhme­wald­sta­dions ist die moder­ni­sierte Leicht­ath­letik-Wett­kampf­an­lage Typ B. Sie verfügt über sieben Kurz- und sechs Rund­lauf­bahnen sowie ein erneu­ertes Spiel­feld. Dieses Groß­spiel­feld ist sowohl für Fußball als auch für Foot­ball ausge­legt. Feste Foot­ball-Goal­posts und mobile Fußball­tore ermög­li­chen einen schnellen Wechsel der Sport­arten. Ein modernes Drän- und Bewäs­se­rungs­system sorgt für verläss­liche Platz­ver­hält­nisse und einen nach­hal­tigen Betrieb: Nieder­schlags- und Ober­flä­chen­wasser versi­ckert voll­ständig vor Ort.

Rund um das Spiel­feld ergänzen Weit­sprung- und Stab­hoch­sprung­be­reiche auf der Nord­seite sowie Hochsprung‑, Diskus- und Speer­wurf­an­lagen auf der Südseite das sport­liche Angebot. Erneu­erte Kunst­stoff­be­läge bieten gute Trai­nings- und Wett­kampf­be­din­gungen und erfüllen die Anfor­de­rungen für regio­nale und über­re­gio­nale Wett­be­werbe. Die bestehende Tribüne blieb erhalten und bietet weiterhin Platz für Zuschauer, Teams und sport­lich Aktive in den Trai­nings­pausen.

Offen für vieles

Neben dem leis­tungs­ori­en­tierten Sport setzt das Böhme­wald­sta­dion bewusst auf offene Ange­bote für den Frei­zeit- und Brei­ten­sport. West­lich des Haupt­spiel­feldes schaffen ein groß­zü­giger Multi­sport­be­reich, Kunst­stoff­spiel­felder für Basket­ball und Hand­ball, eine Calis­the­nics-Anlage mit Fitness- und Aufent­halts­be­reich, eine natur­nahe Bolz­wiese sowie eine Kugel­stoß­an­lage viel­fäl­tige Bewe­gungs­mög­lich­keiten. Die Bereiche sind klar struk­tu­riert und räum­lich mitein­ander verknüpft. So entsteht ein Ort, der glei­cher­maßen Trai­ning, Begeg­nung und Aufent­halt ermög­licht – offen für alle Alters­gruppen.

Auch Umwelt- und Arten­schutz spielten bei der Sanie­rung eine große Rolle. Die neue Sport­stät­ten­be­leuch­tung ermög­licht eine inten­sive Nutzung der Anlage zu jeder Jahres­zeit. Ein Licht­emis­si­ons­gut­achten stellte sicher, dass die Beleuch­tung gezielt auf die Spiel­flä­chen ausge­richtet ist. Warm­weißes Licht mit redu­zierter Streuung mini­miert die Auswir­kungen auf die umlie­gende Insekten- und Fleder­maus­fauna des Böhme­walds.

Haltung

Das Böhme­wald­sta­dion präsen­tiert sich heute als moderne kommu­nale Sport­an­lage mit klarer Haltung: leis­tungs­fähig, nach­haltig und offen. Es dient Vereinen und Schulen ebenso wie der breiten Öffent­lich­keit und zeigt, wie bestehende Sport­stätten durch gezielte Sanie­rung und Erwei­te­rung zukunfts­fähig weiter­ent­wi­ckelt werden können.

Projekt­daten

Planer

Patrick Arotcharen
Agence d’architecture
4 Rue Monréjau
F- 64 100 Bayonne

Bauherr

SASP Aviron Bayon­nais Rugby Pro

Eröff­nung
Eröff­nung
Adresse

Stade Jean-Dauger
8 Av. Fernand Forgues
F‑64100 Bayonne

Pläne

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Wasser­welten II

Ausstel­lung auf der aqua­nale 2025

Wasser­welten 2

 

4a Archi­tekten

Nach der erfolg­rei­chen Ausstel­lung im renom­mierten AEDES Archi­tek­tur­forum in Berlin und an zwei weiteren Stand­orten in Stutt­gart sind die Wasser­welten von 4a Archi­tekten nun auf der aqua­nale in Köln zu sehen. 

Die Ausstel­lung „SWIMMING IN ATMOSPHERE – WASSERWELTEN II“ berei­chert das umfang­reiche Messe­pro­gramm zu Themen rund um Schwimmbad, Sauna, Spa und Well­ness nicht nur inhalt­lich, sondern auch atmo­sphä­risch.

Besu­che­rinnen und Besu­cher haben die Gele­gen­heit, in die viel­sei­tigen Bäder­pro­jekte von 4a Archi­tekten einzu­tau­chen und dabei ganz unter­schied­liche Gestal­tungs­an­sätze zu erkunden.

Die Ausstel­lung zeigt drei­zehn ausge­wählte Projekte aus dem Port­folio von 4a Archi­tekten.

Anhand von Modellen, Plänen und Fotos veran­schau­li­chen diese die Viel­ge­stal­tig­keit und Komple­xität des heutigen Bäder­baus – vom Schulbad bis zur Therme, vom Sportbad bis zur Well­ness­an­lage, vom ener­gie­aut­arken Schwimmbad bis hin zum ersten Hallenbad in Holz­mo­dul­bau­weise.

Im Fokus steht dabei jeweils ein zentrales Schlüs­sel­ele­ment der Schwimm­bad­ar­chi­tektur. Kurze Video-State­ments erläu­tern, was 4a Archi­tekten beim Gestalten ihrer teils freien Formen antreibt, wie sie Atmo­sphäre ins Bad bringen und welche Faktoren in punkto Wirt­schaft­lich­keit und Nach­hal­tig­keit rele­vant sind.

Mit ihren Bäder­pro­jekten gehören 4a Archi­tekten zu den Büros, die vor allem eine Archi­tektur für Menschen machen – wie es Günter Behnisch einmal formu­lierte. Ihre Bäder zeichnen sich durch eine beson­dere Wohl­fühl­at­mo­sphäre aus. Aber wie entsteht diese, welche Voraus­set­zungen muss die Archi­tektur dafür schaffen?

Diese Fragen bilden den roten Faden durch die Ausstel­lung, die in Zusam­men­ar­beit mit OUP Visual Commu­ni­ca­tion entstanden ist.

Weitere Infor­ma­tionen

Aedes

Archi­tek­tur­forum in Berlin

aqua­nale

Messe Köln
28.–31. Oktober 2025

4a Archi­tekten

Swim­ming in atmo­sphere

Kontakt

Petra Steiner
4a Archi­tekten GmbH

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Sport- und Bürger­park Baes­weiler

Sport- und Bürger­park Baes­weiler

Ausge­lichtet

 

 

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten & DSGN Concepts 

Durch die Verzah­nung von Sport, ausge­lich­teten Grün­flä­chen und Plätzen schufen DTP Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler attraktiv machen.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Park­land­schaft

Der Sport- und Bürger­park Baes­weiler ist das Ergebnis der Um- und Neuge­stal­tung des Umfelds von Hallenbad, Sport­platz und Tennis­an­lage am östli­chen Stadt­rand von Baes­weiler.

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten leitete dabei die Idee einer Park­land­schaft, welche die Sport­stätten umfließt. Daher wurden bestehende Gehölz­struk­turen groß­zügig ausge­lichtet und Spiel- und Bewe­gungs­an­ge­bote neu struk­tu­riert, zusammen gefasst und ergänzt. Dabei ergab sich die Chance, eine Trend­sport­an­lage zu inte­grieren und eine bestehende Dirt-Bike-Strecke zu einem Funsport­park auszu­weiten.

Der neukon­zi­pierte Rundweg dient auch als kilo­me­trierte Lauf­strecke. Durch die Auslich­tung der über die Jahre zuge­wach­senen Wege wirkt alles nun viel offener und weiter. Zudem knüpfen sämt­liche Wege jetzt an den neuen Rundweg an.

Entlang der quar­tiers­zu­ge­wandten Park­straße entstand eine attrak­tive Eingangs­spange mit Street­prints und roten Stelen.

Baes­weiler Beach

Im südli­chen Teil des Parks wurde ein Wasser­spiel­platz zu „Baes­weiler Beach“. Vor allem die Ränder und Zugänge des Spiel­platzes haben sich zu einem groß­zü­gigem Eingangs­be­reich in die Sport­land­schaft gemau­sert.

Hier kommen Quar­tier, Stadt und Sport­land­schaft zusammen. Von hier aus geht es in den Park, zu dem das Hallenbad, Tennis­plätze und die Mini­golf­an­lage genauso gehören wie neuge­stal­tete Fitness-Punkte, ein Dirt­bike-Areal, eine neue Skate­an­lage oder umlau­fende Lauf­stre­cken und die neue große Park­wiese.

Als Pendant zum Eingangs­be­reich bietet auch der Nord­osten des Sport- und Bürger­parks Baes­weiler neue Attrak­tionen: ein Fußball­feld, ein Multi­sport­feld, eine Boule­bahn und eine neue Skate­an­lage.

Den west­li­chen Rand dieser Zone prägt ein multi­funk­tio­naler, beto­nierter Platz. Von hier aus sind alle Sport­an­ge­bote sichtbar und zugäng­lich. Hier starten auch die Wege, die sich durch das Areal schlän­geln und an dessen Rändern Fitness­punkte entstanden.

Klima­an­pas­sung

Der in den Park führende Hauptweg ist als breite Prome­nade gestaltet. Im Vergleich dazu wirken die anderen Eingänge wie Stege. Sie verbinden den Bestand mit dem Neuge­stal­tetem. An all diesen Stellen taucht die Farbe Rot auf. Sie leitet durch den gesamten Sport- und Bürger­park und vereint seine unter­schied­li­chen Elemente visuell.

Die Bepflan­zung sorgt für eine klima­an­ge­passte Aufwer­tung des öffent­li­chen Raums, vor allem die für Dünen typi­sche Bepflan­zung mit nied­rigen Kiefern von Baes­weiler Beach.

Da kein Park ohne Wiese auskommt, wurde eine alte Half­pipe verla­gert und Baum­be­stand ausge­lichtet. So entstand östlich des Wasser­spiel­platzes eine große Wiese, die zum Pick­ni­cken oder Faulenzen einlädt. Wer nicht in der Sonne baden will, der findet unter verein­zelten Baum­gruppen ausrei­chend Schatten.

Fotos

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Syner­gien

Durch die Verzah­nung von Frei­zeit- und Vereins­sport, von Grün­flä­chen und Plätzen, von Bewe­gungs- und Aufent­halts­orten, von versie­gelten Ober­flä­chen und aufge­lich­teten Berei­chen schufen DTP viele Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler zur Attrak­tion für Menschen jedes Alters machen.

Damit ist ein wert­volles Pendant zum Carl-Alex­ander-Park entstanden, der im Westen von Baes­weiler die indus­tri­elle Geschichte und dessen Folgen in der Land­schaft erlebbar macht.

Projekt­daten

Planer

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten
Im Löwental 76
D – 45239 Essen

Bauherr

Stadt Baes­weiler

Skate­park

DSGN CONCEPTS
Doro­theen­straße 26a
D – 48145 Münster

Adresse

Sport- und Bürger­park Baes­weiler
D – 52499 Baes­weiler

Eröff­nung

2022

Fotos

Nikolai Benner

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Noor­der­parkbad

Noor­der­parkbad in Amsterdam

Vorhang auf!

Wie eine wärmende Decke wickeln sich die Neben­funk­tionen um die drei Schwimm­hallen: Nach­hal­tig­keit und Nach­bar­schaft prägen das Noor­der­parkbad.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Pavillon im Park

Das Noor­der­parkbad in Amsterdam ist ein frei­ste­hendes Gebäude mit einem freund­li­chen, luftigen Erschei­nungs­bild. Die Staf­fe­lung und Zonie­rung der Gebäu­de­massen sowie die flie­ßenden Über­gänge zwischen innen und außen machen das Bad schlank und unauf­dring­lich. Die Planer von de Archi­tekten Cie. aus Amsterdam nennen es einen „Pavillon im Park“.

Die beiden weich geformten und gesta­pelten Volumen und der geschwun­gene „Vorhang“ sind die Vermittler zwischen Gebäude und Park. Dank des zurück­ge­zo­genen oberen Volu­mens fügt sich das Gebäude gut in den Park und das benach­barte Wohn­ge­biet ein.

Darüber hinaus ermög­licht der Versatz des oberen Geschosses das Eindringen von Tages­licht bis tief in das Gebäude.

Der Vorhang

Der wellen­för­mige Regen­vor­hang ist das markan­teste Gestal­tungs­ele­ment des Bades. Nach den Worten der Archi­tekten will uns dieses Element die enge Verbin­dung zwischen dem Bad und dem Wasser vermit­teln.

An einem regne­ri­schen Tag fließt das Wasser wie ein Wasser­fall den Vorhang hinunter und macht erlebbar, wie aus Regen­wasser Bade­wasser wird. An sonnigen Tagen schim­mert und glit­zert der Vorhang, im Winter verwan­deln die Eiskris­talle das Gebäude in einen Eispa­last.

Außerdem markiert der Vorhang mit ange­mes­sener Thea­tralik die Zugänge zum Pool: Er wird zum Eingang hin offener und führt den Besu­cher in das Gebäude.

Family Pool

Das Noor­der­parkbad ist ein öffent­li­ches Fami­li­enbad für den Norden von Amsterdam und erfüllt eine wich­tige soziale Funk­tion. Das tradi­tio­nelle Thema eines Bade­hauses als Treff­punkt für die Nach­bar­schaft spie­gelt sich in der Atmo­sphäre des Inte­ri­eurs wider. Intime geschlos­sene Räume wech­seln sich mit hohen Decken und Ober­lich­tern ab.

Die rauten­för­mige Dach­kon­struk­tion aus Holz und die Verar­bei­tung von Böden, Decken und Wänden in tradi­tio­nellen Mate­ria­lien verleihen dem Gebäude – Wärme.

Fotos

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Pläne

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Nach­hal­tig­keit

Die Ansprüche an die nach­hal­tige Gestal­tung des Noor­der­park­bades waren hoch und sind bereits im Grund­riss abzu­lesen.

Wie eine wärmende Decke werden die Neben­funk­tionen um die drei Schwimm­hallen gewi­ckelt, welche auf hohe Tempe­ra­turen beheizt werden müssen.

Nur die Südfas­saden haben keinen Klima­puffer, so dass die Sonne den Raum heizt und die Besu­cher den schönen Blick über den Park genießen können.

Projekt­daten

Archi­tekt

de Archi­tekten Cie. B.V.
Keizers­gracht 126
NL – 1015 CW Amsterdam

Bauherr

Stadt Amsterdam

Eröff­nung

2015

Adresse

Het Noor­der­parkbad
Snee­uw­balweg 5
NL – Amsterdam

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Water Factory Szczecin

Water Factory Szczecin

Alles fließt

Die Water Factory Szczecin verbindet Sport, Frei­zeit, Bildung und Unter­hal­tung, oder auch Inno­va­tion, Funk­tio­na­lität und Ästhetik – in jedem Fall auf ganz bemer­kens­werte Art und Weise.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Fabryka Wody

Die Water Factory berei­chert das Sport- und Frei­zeit­an­gebot der polni­schen Groß­stadt Szczecin (früher Stettin, 400.000 Einwohner) in viel­fäl­tiger Art und Weise – und ist weit mehr als ein Schwimmbad.

Zu den Attrak­tionen der Water Factory Szczecin (Fabryka Wody) gehören 21 Schwimm­be­cken, elf Wasser­rut­schen, ein riesiger Well­ness­be­reich, ein Strand mit Volley­ball­feld und ein Amphi­theater, das sich im Winter in eine Eisbahn verwan­deln lässt. Das ist der sport­liche Bereich.

Den anderen, west­li­chen Teil der 17.000 m² großen Fläche belegt das Water Factory Educa­tion Center. Hier gibt es jede Menge Wissen und Unter­hal­tung rund um das Thema Wasser und seine Bedeu­tung für unser Leben und unsere Zivi­li­sa­tion.

Wasser­spiele und Wüsten­sauna

Die Wasser­spiele und Schwimm­be­cken der Water Factory Szczecin erstre­cken sich über eine Fläche von mehr als 2.400 m², darunter ein komplettes Hallenbad mit Sport­be­cken, Entspan­nungs­be­reich inklu­sive Infi­nity Pool, ein Solebad, ein Freibad, Plansch­be­cken für Kinder und ein VIP-Bereich mit Kino­lein­wand.

Der Well­ness­be­reich umfasst 18 Themen-Saunen in ganz eigenen Welten. Dazu gehören eine Wüsten­sauna, eine Para­dies­insel, die Vulkan­sauna, Rosen- oder Bier­bäder sowie eine Schnee­grotte.

Mega­lo­poolis

Zwischen beiden Gebäu­de­teilen schlän­gelt sich eine verbin­dende Prome­nade mit kaska­die­renden Wasser­läufen, Frei­flä­chen, Eingängen und jeder Menge Aufent­halts­qua­lität.

Orga­ni­siert und struk­tu­riert werden die Innen- und Außen­be­cken, Saunen, Frei­plätze, Höhlen, Rutschen und eine Klet­ter­wand von einer Archi­tektur, die das Wasser und die nahe­ge­le­gene Oder zum Thema macht und sich hoch­mo­derner Tech­no­logie bedient.

Die Planung stammt von Andrzej Truszc­zyński und Pawel Kobier­zewski (TKHol­ding), die Schwimm­be­cken von Myrtha Pools.

Fotos

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Szczecin und das Wasser

Der drei­ge­schos­sige Komplex auf dem fünf Hektar großen Gelände entstand an der Stelle des histo­ri­schen Bade­platzes „Gontynka“. Den Mittel­punkt der Water Factory Szczecin (Fabryka Wody) bildet die zentrale Eingangs­halle. Sie verbindet den Pool­kom­plex mit dem Educa­tion Center und schafft einen viel­schich­tigen, dyna­mi­schen und öffent­li­chen Raum.

Als Symbol für das Thema Wasser und die histo­ri­sche und wirt­schaft­liche Bedeu­tung der Oder für die Stadt Stettin bedient sich der Entwurf vieler buch­stäb­lich flie­ßenden Linien und einer gewun­denen Fassade, und nutzt das natür­liche Gefälle des Geländes.

Netz­werke und Guck­lö­cher

Das Water Factory Educa­tion Center besteht aus sechs Themen­blö­cken: Welt­raum, Klima, Ozean, Mensch, Wasser­zi­vi­li­sa­tion und Wasser­technik, die sich alle­samt digi­taler Medien und Netz­werke bedienen. Besu­cher können hier ein Schiff starten oder Regen­bögen, Wasser­strudel und Wolken erzeugen.

Spek­ta­kulär sind auch die Labors und die Möglich­keit, unter die Schwimm­be­cken hinab­zu­steigen und durch Guck­lö­cher Einblick in die Wasser­technik und ‑aufbe­rei­tung sowie die Ener­gie­ge­win­nung und ‑versor­gung zu bekommen.

Ausstat­tung und Sonnen­schein

Die Water Factory Szczecin ist auch in Bezug auf Ausstat­tung und Gebäu­de­technik auf dem neuesten Stand. Dazu gehört nicht nur modernste und bewährte Schwimm­be­cken-Tech­no­logie, sondern auch die Wasser­technik und die Nutzung erneu­er­barer Energie. So ist es sowohl in der Schwimm­halle als auch im Well­ness­be­reich möglich, ein Sonnenbad zu nehmen – dank Ober­lich­tern aus ETFE-Folie, welche die UV-Strah­lung und damit natür­li­ches Sonnen­licht ins Innere des Gebäudes lassen.

Ausge­zeichnet

Die Water Factory Szczecin verbindet Inno­va­tion, Funk­tio­na­lität und Ästhetik auf bemer­kens­werte Art und Weise – und wurde daher völlig zu Recht bereits mehr­fach ausge­zeichnet.

Projekt­daten

Archi­tekt

TKHol­ding
ul. Nied­ur­nego 99C
41–709 Ruda Śląska
Polska

Schwimm­be­cken

Myrtha Pools
A&T Europe Spa
Via Solfe­rino, 27
P.O. Box 7
46043 Castig­lione delle Stiviere (MN)
Italia 

Bauherr

Fabryka Wody Sp. z o.o. 

Adresse

Fabryka Wody
71–504 Szczecin
ul. Czesława 9
Polska

Eröff­nung

2023

Fotos

Kinga Gołąbek

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Frei­luft­hallen und Sport­parks

Sport­parks und Frei­luft­hallen

Über­dachte Viel­falt

Die rasante Entwick­lung der Sport­parks und der anhal­tende Boom der Frei­luft­hallen sind die logi­sche Konse­quenz unseres verän­derten Sport­ver­hal­tens. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Trans­for­ma­tion

Der Sport, den wir treiben wollen, wird immer diffe­ren­zierter und indi­vi­du­eller. Also müssen sich die klas­si­schen Kern­sport­stätten weiter­ent­wi­ckeln, und das tun sie auch. Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Groß­spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in einen Sport- oder Bürger­park trans­for­miert, der möglichst den gesamten Stadt­teil akti­vieren und attrak­ti­veren soll.

Kleine, quar­tiers­nahe Sport­parks mit möglichst viel­fäl­tigen Ange­boten für Bewe­gung und Begeg­nung und für alle Alters­klassen sind die Zukunft.

Ange­bote

Entschei­dend ist die Viel­falt: Der Spiel­platz spricht die jüngsten Besu­cher an, die Boule­bahn vor allem die Älteren. Weitere Ange­bote sind Parcours, Calis­the­nics, Klet­ter­wände, Beach­vol­ley­ball-Felder und vieles mehr.

Das Zentrum dieser Sport­parks ist eine Frei­luft­halle, denn die spricht alle Nutzer­gruppen an. Frei­luft­hallen sind ein kosten­güns­tiger Hybrid aus Sport­platz und Sport­halle. Sie bieten eine über­dachte Sport­fläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Stan­dar­di­sie­rung

Frei­luft­hallen sind so viel­seitig wie die Sport­parks, deren Zentrum sie bilden: Neben Mann­schafts­sport­arten wie Fußball und Volley­ball sind Ange­bote wie Fitness, Gesund­heits­sport, Yoga oder Zumba ganz­jährig möglich. Auch für Kinder­ge­burts­tage, Vereins- und Fami­li­en­feiern, Firmen-Events oder Schul­ver­an­stal­tungen eignet sich die Frei­luft­halle bestens – und ganz­jährig.

Die Größe der Sport­fläche und damit der Halle richtet sich den Wünschen von Bauherren und Nutzern. McArena Frei­luft­hallen werden seit einigen Jahren stan­dar­di­siert und modular ange­boten und gebaut. Diese Entwick­lung ist für den Siegeszug dieses Typus entschei­dend, denn nun sind sie funk­tional und wirt­schaft­lich präzise plan­bare Größen.

Sport­park Styrum

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Frei­zeit­park

Der Sport­park Styrum in Mülheim ist ein wunder­bares Beispiel für die Umge­stal­tung eines maroden Tennen­platzes in einen fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Frei­zeit­park. Sein Zentrum ist die Tengel­mann Arena, eine multi­funk­tio­nale Frei­luft­halle von McArena.

Hier profi­tiert der gesamte Stadt­teil von den fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Ange­boten. Und der hat es nötig, denn Styrum gehörte bisher nicht zu den privi­le­gierten Gegenden von Mülheim an der Ruhr.

Arena & Calis­the­nics

Die Tengel­mann Arena kann von Vereinen, Gruppen, Firmen und Fami­lien gebucht werden. Zu ihren Features gehören neben dem Kunst­ra­sen­spiel­feld (15 x 30 m) und den rund­um­lau­fenden Banden die LED-Beleuch­tung, Anzei­gen­tafel, Mini­tore und Speed­messer beim Torschuss.

Eine Beson­der­heit dieser Frei­luft­halle ist die Verbin­dung mit der Calis­the­nics-Anlage. Durch die Instal­la­tion von fest instal­lierten Fitness­ge­räten an der Außen­seite und im über­dachten Vorbe­reich der Frei­luft­halle entsteht ein kompaktes Sport­zen­trum. Dazu gehört auch die digi­tale Torwand an der Außen­wand.

Schulen & Kinder­gärten

Neben der Tengel­mann Arena haben sich hier hoch­wer­tige, anspruchs­volle und außer­ge­wöhn­liche Ange­bote etabliert: ein „Ninja-Run“ eine 100-m-Lauf­bahn und eine 500 m lange Lauf­strecke, ein Wurf- und Sprung­be­reich, eine Boule­an­lage, ein Sport­spiel­platz, eine Park­our­an­lage, ein Bould­er­felsen, zwei Beach-Volley­ball­felder und ein Street­ball­feld.

All diese Ange­bote kommen auch dem Bedarf der angren­zenden Schulen und Kinder­gärten sehr entgegen. Der Sport­park Styrum ist ein bestens funk­tio­nie­render Ort der Begeg­nung für Jung und Alt.

Sport- und Bürger­park Frin­trop

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Inklu­sion & Inte­gra­tion

In Essen eröff­nete im Oktober 2022 der Sport- und Bürger­park Frin­trop. Auch dieses Projekt ist das Ergebnis der Umwand­lung eines Tennen­platzes in eine viel­sei­tige Sport- und Frei­zeit­an­lage von gesell­schaft­li­cher und sozialer Bedeu­tung.

Betrieben wird der Park durch den ansäs­sigen SC Frin­trop 05/21, der hier noch vor drei Jahren auf zwei Tennen­plätzen zuhause war. Mit der Umwand­lung des ersten Groß­spiel­feldes in einen Kunst­ra­sen­platz im Sommer 2020 wurde zunächst die fußbal­le­ri­sche Zukunft des enga­gierten Klubs mit dem Motto „Inklu­sion. Inte­gra­tion. Mitein­ander. Zukunft.“ gesi­chert.

Event & Schall­schutz

Der Sport- und Bürger­park Frin­trop entstand auf der Fläche des zweiten Groß­spiel­feldes. Zum Angebot gehören eine Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­spiel­feld, ein Basket­ball­feld mit Kunst­stoff­belag, Spiel‑, Kletter- und Trend­sport­be­reiche, barrie­re­freie Bewe­gungs­mög­lich­keiten, Erleb­nis­pfade, Liege­flä­chen, Bänke sowie Frei­flä­chen für Events und Feiern aller Art.

Die Beson­der­heit dieser Frei­luft­halle ist ihre Anpas­sungs­fä­hig­keit an die Anfor­de­rungen des Schall­schutzes, die bei diesem Projekt enorm hoch waren. Aus diesem Grund wurden zwei Wände geschlossen ausge­führt.

Boule & Basket­ball

Die Frei­luft­halle bietet sicher das viel­sei­tigste Angebot. Dank ihrer Über­da­chung ist sie das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedin­gungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spiel­feld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regne­ri­schen Tagen im Trockenen.

Ein weiteres High­light ist die Basket­ball-Arena, die auch für Roll­stuhl­fahrer sehr gut nutzbar ist. Das Boule­feld zieht viele ältere Menschen an. Darüber hinaus gibt es eine Calis­the­nics-Anlage, ein Tram­pol­in­feld, Wellen­lauf und Parcours. Die Schau­kel­land­schaft erhält eine Netz­schaukel und eine für Roll­stuhl­fahrer geeig­nete Ausstat­tung, die das Zusam­men­spielen von Kindern mit und ohne Einschrän­kungen fördert.

Projekt­daten

Frei­luft­hallen

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D – 71522 Back­nang 

Sport­park Styrum

Augus­tastr. 130
D – 45476 Mülheim an der Ruhr

Sport- und Bürger­park Frin­trop

Schem­manns­feld 29
D – 45359 Essen

Eröff­nung

2022 (beide)

Fotos

McArena GmbH
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Johannes Bühl­be­cker
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Hakata Meiji Park

Hakata Meiji Park

Der 3D-Park

Eine drei­di­men­sio­nale Fusion von Gebäude, Stadt, Straße, Land­schaft und Park.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird derzeit umge­staltet. Das Ergebnis soll „ein neues, leben­diges drei­di­men­sio­nales Erlebnis“ sein.

Das ehrgei­zige Projekt Hakata Meiji Park hat das Ziel, einen exis­tie­renden Park vor dem Bahnhof von Hakata in der Präfektur Fukuoka möglichst deut­lich aufzu­werten.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird im Rahmen der städ­ti­schen Initia­tive “Hakata Connected” derzeit umge­staltet. Dabei geht es um den Wieder­aufbau privater Gebäude, die Erwei­te­rung der Fußgän­ger­wege rund um den Bahnhof, die Verlän­ge­rung einer U‑Bahn-Linie und die Neuge­stal­tung und Aufwer­tung der Bahn­hofs­ge­gend. Das Ergebnis soll „ein neues, leben­diges drei­di­men­sio­nales Erlebnis“ sein.

Finan­ziert wird das Projekt durch Park-PFI (Private Finance Initia­tive), einem System zur Auswahl privater Unter­nehmen, welche städ­ti­sche Park­ein­rich­tungen nicht nur bauen, sondern auch unter­halten müssen.

Planer ist der bekannte Archi­tekt Sosuke Fuji­moto (Tokio/Paris).

Archi­tekt

Sou Fuji­moto Archi­tects
Senju Soko No.5
2–1‑38 Etchu­jima, Koto-ku
Tokyo 135‑0044
Japan

Schwe­bende Gehwege mit sanften Erhe­bungen erheben den Park in die dritte Dimen­sion und verspre­chen den Fußgän­gern Spek­takel.

Der Entwurf verleiht dem Hakata Meiji Park eine neue Dimen­sion. Schwe­bende Gehwege mit sanften Erhe­bungen erheben den Park in die dritte Dimen­sion und verspre­chen den Fußgän­gern Spek­takel. Darüber hinaus werden die eben­erdigen Wege mit der zweiten und dritten Etage eines neuen Gebäudes verbunden.

Alle Wege werden barrie­re­frei sein und flie­ßende Linien schaffen. Ihre Breite wird vari­ieren, um luftige Plätze zu schaffen, die zum Schlen­dern und Verweilen, Trai­nieren oder Beob­achten von Pflanzen oder Veran­stal­tungen im Park einladen. Diese Wege werden den Hakata Meiji Park wie verlän­gerte Traufen umgeben und gleich­zeitig Besu­cher vor Sonne und Regen schützen.

Weitere bele­bende Elemente neben den drei­di­men­sio­nalen Gehwegen werden die Dach­gärten und die monu­men­tale Treppe, die sich von der Stra­ßen­achse erstreckt, mit ihrer Viel­zahl von Nutzungs­mög­lich­keiten sein.

Das heraus­ra­gende Merkmal des Parks wird jedoch die Land­schafts­ge­stal­tung sein. Der derzei­tige Park beher­bergt Kamp­fer­bäume und Ginkos, die dem berühmten Kushida-Schrein in Hakata heilig sind. In einem Terras­sen­garten wachsen auch japa­ni­sche Sommer­orangen. Weitere Pflanzen, die sich harmo­nisch in die natür­liche Umge­bung der Region einfügen, werden gepflanzt und eine grüne Oase mit unver­kenn­barem Erschei­nungs­bild schaffen.

Standort

Hakata-ekimae 3–45
Hakata-ku
Fukuoka City

Eröff­nung

2026

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Schwa­ke­tenbad

Das Schwa­ke­tenbad in Konstanz

Do it with an archi­tect!

Das neue Schwa­ke­tenbad besticht durch Offen­heit, viel­fäl­tige Ange­bote, Orga­ni­sa­tion und Mate­ri­al­wahl.

Behnisch Archi­tekten schufen bein­dru­ckende Archi­tektur durch gekonnte innere Orga­ni­sa­tion, den Bezug zur umge­benden Land­schaft und die Auswahl von natür­li­chen Mate­ria­lien.

Situa­tion

Das neue Schwa­ke­tenbad liegt im Grünen am Stadt­rand von Konstanz, zwischen Sport­an­lagen und Klein­gärten an geschichts­träch­tiger Stelle. Es ersetzt das alte Schwa­ke­tenbad, das 2015 einem Brand zum Opfer fiel, an glei­cher Stelle.

Zwei 25-Meter-Schwim­mer­be­cken, ein Nicht­schwim­mer­be­cken mit Rutsche, ein Kleinkind‑, ein Warmwasser‑, ein Kurs­be­cken mit Hubboden, eine Sprung­an­lage, zwei Riesen­rut­schen und ein Wasser­spiel­platz kenn­zeichnen das viel­sei­tige Angebot.

Die Planung stammt von Behnisch Archi­tekten.

Spoiler

So viel sei schon verraten: Behnisch Archi­tekten schufen auf einer Fläche von 10.000 m² bein­dru­ckende Archi­tektur durch gekonnte innere Orga­ni­sa­tion, den Bezug zur umge­benden Land­schaft und die Auswahl von natür­li­chen Mate­ria­lien.

Die Anord­nung der Wasser­flä­chen und ihr Zusam­men­spiel mit den Frei- und Ruhe­zonen lassen eine von Beginn an spürbar beson­dere Atmo­sphäre entstehen. Die unter­schied­li­chen Raum­höhen verstärken dieses Gefühl und zonieren das Bad je nach Bedarf in ruhige oder auch sehr leben­dige Bereiche, ohne den weit­läu­figen Charakter der Bade­land­schaft zu beein­träch­tigen.

Archi­tekt

Behnisch Archi­tekten, Stutt­gart

Stefan Rappold, Alex­ander Seib, Elena Haibel, Andreas Greiner, Achim Buhse, Karo­lina Curic, Nevyana Tomeva, Andrew Frie­den­berg, Hie Gown Ohh, Andreas Peyker

Bauherr & Betreiber

Bäder­ge­sell­schaft Konstanz mbH

Leichte Glas­trenn­wände zonieren die Ruhe­be­reiche, schirmen den Lande­be­reich der Rutschen ab und schaffen für das Kurs­be­cken und das zweite 25m-Schwim­mer­be­cken ein hohes Maß an Privat­heit.

Das Schwim­mer­be­cken liegt im Zentrum der Anlage. Die angren­zenden Nicht­schwimmer- und Kinder­be­cken sowie der Wasser­spiel­platz werden durch die groß­flä­chig verglaste West­seite mit viel Licht versorgt. Im Süden befindet sich der Gastro­no­mie­be­reich mit Terrasse und Liege­wiese im Grünen, im Norden das zweite 25m-Becken für Vereine und Kurse.

An den Kinder­be­reich schließt sich die Ruhe­zone mit Liege­stühlen, Warm­be­cken, Dampfbad und Wärme­ka­bine an. Dahinter ist als gesi­cherter, eigener Bereich die Sprung­an­lage mit 1‑, 3- und 5‑Meter-Turm ange­sie­delt. Eine weitere Attrak­tion sind die zwei 100 und 123 Meter langen Wasser­rut­schen an der Nord­seite.

Bade­gäste finden sich in der eben­erdigen, einge­schos­sigen Bade­halle leicht zurecht. Leichte Glas­trenn­wände zonieren die Ruhe­be­reiche, schirmen den Lande­be­reich der Rutschen ab und schaffen für das Kurs­be­cken sowie das zweite 25-Meter-Schwim­mer­be­cken ein hohes Maß an Privat­heit.

Prägend sind auch die unauf­ge­regt natür­li­chen Farb­töne und Ober­flä­chen. Im Foyer fällt insbe­son­dere das harmo­ni­sche Mitein­ander der Mate­ria­lien ins Auge. Dazu gehören die im wilden Verband verlegten, crem­ebeigen Boden­fliesen von Agrob Buchtal, die Decken­be­klei­dung aus Fichten-Kant­höl­zern und einige Sicht­be­ton­wände.

Den ersten leisen Farb­ak­zent setzen rote Sicht­schutz­wände, die in den angren­zenden, eben­falls mit crem­ebeigen Boden­fliesen ausge­stat­teten Umklei­de­be­reich über­leiten. Nach Passieren der Umkleiden und Duschen gelangen die Bade­gäste in einen Durch­gang mit in noblen Blau­tönen schim­mernden Mosa­ik­fliesen.

Standort

Schwa­ke­tenbad Konstanz
Schwa­ke­ten­straße 35
D – 78467 Konstanz

Eröff­nung

2022

Wie ein leichter, nahezu nicht wahr­nehm­barer Vorhang begrenzen die Glas­fas­saden das Gebäude.

Neben der skulp­tu­ralen Dach­ge­stal­tung und den einge­setzten Mate­ria­lien bestimmen die groß­zü­gigen Glas­fas­saden den Charakter des Schwa­ke­ten­bades. „Wie ein leichter, nahezu nicht wahr­nehm­barer Vorhang“ begrenzen sie nach den Worten der Archi­tekten das Haus und treten ledig­lich als ther­mi­scher Abschluss in Erschei­nung.

Das führt vor allem zu unein­ge­schränkten Blick­be­zie­hungen in die umlie­gende Natur mit viel Grün und herr­li­chem Baum­be­stand. Der bewusste Einsatz einer natür­li­chen Mate­ria­lität schafft Bezüge – zum Beispiel durch die Holz­de­cken mit fili­granen, natur­be­las­senen Fich­ten­kant­höl­zern. Die Höhen­staf­fe­lung der Dächer lässt Licht­bänder entstehen, die einen beson­ders stim­mungs­vollen Tages­licht­ein­fall erlauben.

Ein anderes wich­tiges Ziel war es, das Schwa­ke­tenbad und seine Ener­gie­ver­sor­gung so nach­haltig wie möglich zu gestalten. Die gesamte Dach­land­schaft ist daher mit Photo­vol­taik-Modulen der Stadt­werke Konstanz belegt. Der über­wie­gende Teil der Wärme wird über Block­heiz­kraft­werk­mo­dule und Abwärme gewonnen. Auf diese Weise können etwa 171 Tonnen CO2 Emis­sionen pro Jahr einge­spart werden.

Das neue Schwa­ke­tenbad entspricht den Anfor­de­rungen an ein heutiges Schwimmbad in jeder Bezie­hung. Es empfängt seine Gäste mit Offen­heit, ist in vollem Einklang mit seiner Umge­bung, macht viel­fäl­tige Ange­bote an ganz unter­schied­liche Nutzer­gruppen und besticht durch seine innere Orga­ni­sa­tion und den Einsatz gründ­lich ausge­wählter und verbauter Mate­ria­lien.

Fotos

David Matthiessen

Text

Johannes Bühl­be­cker
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One Green Mile

One Green Mile in Mumbai

Beau­ti­fi­ca­tion

Was wäre, wenn wir von Auto­bahnen erwarten würden, dass sie den Orten, die sie durch­schneiden, etwas zurück­geben?

One Green Mile bietet einen wieder­hol­baren Ansatz nach­hal­tiger Stadt­ent­wick­lung für nicht oder schlecht genutzte öffent­liche Räume in der pulsie­renden indi­schen Metro­pole – und nicht nur da.

In Zusam­men­ar­beit mit StudioPOD hat MVRDV einen ersten Abschnitt vernach­läs­sigter Flächen unter der Senapati Bapat Marg-Über­füh­rung in Mumbai umge­staltet. Das Projekt heißt One Green Mile und verwan­delt über­mäch­tige Beton­in­fra­struktur in einen öffent­li­chen Raum mit drin­gend benö­tigter Aufent­halts­qua­lität.

One Green Mile verbes­sert die Mobi­lität und schafft visu­elle Iden­tität. Das Projekt bietet einen wieder­hol­baren Ansatz nach­hal­tiger Stadt­ent­wick­lung für nicht oder schlecht genutzte öffent­liche Räume in der pulsie­renden indi­schen Metro­pole – aber nicht nur da.

Die Senapati Bapat Marg Über­füh­rung ist Teil einer Reihe von Haupt­ver­kehrs­straßen, die sich über 11 Kilo­meter durch das Herz von Mumbai erstre­cken. Sie verur­sa­chen eine erheb­liche Lärm­be­las­tung und bilden eine Barriere zwischen benach­barten Gebieten, schränken also die Mobi­lität massiv ein.

Mit dem Ziel, das Stra­ßen­bild und die Verkehrs­sys­teme entlang der Senapati Bapat Marg auf einer Länge von 1.800 Metern zu verbes­sern, beauf­tragte Nucleus Office Parks das in Mumbai ansäs­sige StudioPOD mit der städ­te­bau­li­chen Gestal­tung und Master­pla­nung für One Green Mile.

Archi­tekt

MVRDV
StudioPOD

Team MVRDV:
Jacob van Rijs: Stefan de Koning, Ronald Hooge­veen, Valen­tina Chiappa Nuñez, Jose Manuel Garcia Garcia, Prajakta Gawde

Bauherr

Nucleus Office Park

Das Ziel war ein öffent­li­cher Raum, der die Auswir­kungen des Verkehrs mindert und dem Mangel an Grün entge­gen­wirkt.

Für den trans­for­ma­tivsten Teil dieses Vorha­bens, einen 200 Meter langen unge­nutzten Raum unter der Über­füh­rung, bekannt als Parel Baug, luden sie MVRDV ein. Das Ziel war ein gemein­samer öffent­li­cher Raum, der die nega­tiven Auswir­kungen der Verkehrs­si­tua­tion mindert und gleich­zeitig dem Mangel an Grün und physi­schen Annehm­lich­keiten in der Gegend entge­gen­wirkt.

StudioPOD entwi­ckelte die ersten Ideen und Programme für diesen Raum. MVRDV baute darauf auf und entwarf ein Design mit geschwun­genen blauen Streifen, die eine kohä­rente visu­elle Iden­tität schaffen. So entstand One Green Mile – ein reiz­volles und ganz­heit­li­ches urbanes Raum­er­lebnis.

Eine hüge­lige, gepflas­terte Land­schaft verwan­delt die zwei­di­men­sio­nalen visu­ellen Merk­male in ein drei­di­men­sio­nales Raum­er­lebnis, das eine ganze Reihe unter­schied­li­cher Ange­bote beher­bergt und eine dyna­mi­sche physi­sche Attrak­tion darstellt. Visu­elle Farb­ak­zente in Mate­ria­lien und Grafiken machen alle Aspekte der Inter­ven­tion als Ganzes erkennbar.

One Green Mile ist in eine Reihe von öffent­li­chen “Räumen” mit unter­schied­li­chen Funk­tionen unter­teilt: Lounge, Fitness­raum, schat­tiger Sitz­be­reich, Auffüh­rungs­raum und Lese­raum.

Die Bepflan­zung erstreckt sich über den gesamten Raum.

Die Begrü­nung des Entwurfs durch eine Reihe von Para­vents, einen Torbogen, Stütz­mauern und Pflanz­ge­fäße fördert die Arten­viel­falt, kühlt die umlie­genden Räume und dämpft die Lärm­be­läs­ti­gung.

Standort

One Green Mile
2R4J+XVF, Elphin­stone Flyover
Saidham Nagar
Parel, Mumbai
IND – Maha­rashtra 400012

Eröff­nung

2022

One Green Mile spei­chert und filtert das Monsun­wasser und nutzt es zur Bewäs­se­rung des weit­läu­figen Pflan­zen­netzes.

One Green Mile stellt Fragen. Was wäre zum Beispiel, wenn wir von Auto­bahnen erwarten würden, dass sie den Orten, die sie durch­schneiden, etwas zurück­geben? Eine Über­füh­rung kann in einer heißen Stadt Schatten spenden und ein kleines Stück Land schaffen, das nicht mit hohen Gebäuden bebaut werden kann.

Es ist gar keine so verrückte Idee, dies zu einem öffent­li­chen Raum zu tun.

Das Projekt verbes­sert die Verbin­dungen für Fußgänger und Radfahrer. Pflas­te­rung, Fahr­rad­wege und helle, groß­flä­chige Zebra­streifen fördern den Zugang und die Sicher­heit. Das Beleuch­tungs­kon­zept schafft einen wieder­erkenn­baren Ort und bietet Sicher­heit rund um die Uhr.

One Green Mile spei­chert und filtert das Monsun­wasser und nutzt es zur Bewäs­se­rung des weit­läu­figen Pflan­zen­netzes.

Mit dem Schwer­punkt auf schat­tigen und einbe­zie­henden öffent­li­chen Grün­flä­chen kann die Idee leicht an einer anderen Stelle in der Stadt wieder­holt werden.

Und das ist auch der Plan für die insge­samt 11,22 km lange Strecke zwischen der Maha­laxmi-Renn­bahn und Dharavi Mangrove.

Fotos

© Suleiman Merchant

Text

Johannes Bühl­be­cker
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