Willets Point Stadium

Willets Point Stadium

Aus dem Abseits

Stadt­ent­wick­lung mit Fußball. Eine verwun­schene Gegend soll zum Vorzei­ge­be­zirk werden.

Auf 23 Hektar entstehen in Queens 2.500  Wohn­ein­heiten, ein Hotel mit 250 Betten und das Willets Point Stadium.

Willets Point ist eine eher proble­ma­ti­sche, bisher vorwie­gend indus­triell genutzte Gegend in Queens. In den nächsten Jahren soll die Gegend revi­ta­li­siert werden, vor allem durch die Schaf­fung von erschwing­li­chem Wohn­raum – und durch den Bau des ersten reinen Fußball­sta­dions in New York.

Der „Willets Point Revi­ta­liza­tion Plan“ umfasst in der ersten Phase das größte erschwing­liche Wohnungs­bau­pro­jekt in New York seit 40 Jahren und das neue, 25.000 Sitz­plätze fassende Stadion für den New York City Foot­ball Club.

Archi­tekt

HOK

Bauherr

Queens Deve­lo­p­ment Group

Standort

Future home of NYCFC
US – Queens, NY 11368

Eröff­nung

2027

Zunächst werden auf der insge­samt 23 Hektar großen Fläche 1.100 Wohn­ein­heiten gebaut, in der zweiten Phase dann das Willets Point Stadium, weitere 1.400 Wohnungen und ein Hotel mit 250 Betten.

Das Mitein­ander von Wohnungen, Frei­flä­chen und Frei­zeit­an­ge­boten ist hier wesent­lich. Durch den Wohnungsbau soll eine fußgän­ger­freund­liche, aktive Nach­bar­schaft etabliert werden, die über aktive öffent­liche Gemein­schafts­be­reiche mit ausrei­chend Platz zum Sitzen, Essens­ständen, Grün­flä­chen, Bewe­gungs­mög­lich­keiten und anderen Frei­zeit­ak­ti­vi­täten für die Gemein­schaft verfügt – vor allem aber über das Stadion.

Willets Point Stadium wird das lang ersehnte Zuhause für den New York City Foot­ball Club, den ameri­ka­ni­schen Meister von 2021. Das 780 Millionen Dollar teure, privat finan­zierte Stadion soll voll­kommen in die örtliche Gemein­schaft inte­griert und an spiel­freien Tagen auch für andere Veran­stal­tungen und Akti­vi­täten nutzbar sein.

Der Entwurf für das Stadion stammt von HOK. Mit der Umset­zung schon bald begonnen werden. Die Eröff­nung des Willets Point Stadium ist für 2027 vorge­sehen.

Bilder

HOK

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

La Romareda

La Romareda in Zara­gossa

Das pralle Leben

Der Entwurf verspricht ein modernes und funk­tio­nales Stadion für Real Zara­goza – und ein neues Wahr­zei­chen für die Stadt.

La Romareda soll eins der Stadien der gemein­samen Bewer­bung von Spanien, Portugal und Marokko um die WM 2030 werden.

WM 2030

Der spani­sche Tradi­ti­ons­verein Real Zara­goza will sein Stadion aus dem Jahr 1951 durch einen gleich­na­migen Neubau ersatzen: La Romareda.

Neben Aspekten der Nach­hal­tig­keit, Sicher­heit, moderner Tech­no­lo­gien und Medien berück­sich­tigt der Entwurf auch die Anfor­de­rungen der inter­na­tio­nalen Fußball­ver­bände wie FIFA und UEFA, denn La Romareda soll einer der Austra­gungs­orte der gemein­samen Bewer­bung von Spanien, Portugal und Marokko um die Fußball-Welt­meis­ter­schaft 2030 werden.

Die Planung stammt von IDOM.

Archi­tekt

IDOM

Bauherr

Real Zara­gossa

Standort

La Romareda
P.º de Isabel la Cató­lica, 4
ESP – 50009 Zara­goza

Eröff­nung

2026

Cierzo

Eine zentrale Bedeu­tung im städ­te­bau­li­chen Konzept kommt der Ausrich­tung des Stadions auf die Stadt und die Berück­sich­ti­gung der Umge­bung zu.

Dabei spielte der in der Region vorherr­schende Wind, der “Cierzo”, eine grund­le­gende Rolle. Das Stadion und das Dach wurden so geformt, dass sie den Wind berück­sich­tigen. Die konkaven Formen im Norden und Süden des Stadions verleihen dem städ­ti­schen Raum mehr Weite, während die konvexen Formen im Osten und Westen zur Platz­ge­stal­tung beitragen.

Stadion, Platz und Park sollen mitein­ander verschmelzen und nicht nur Räume für das Stadion, sondern auch für die Stadt schaffen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschau­er­plätze und erstreckt sich auch nach außen. So entsteht eine Prome­nade um das ganze Stadion herum.

Viel­seitig

La Romareda wird viel­fäl­tige Nutzungs­mög­lich­keiten bieten, die unter einer kompakten und einheit­li­chen Fassade zusam­men­ge­fasst werden.

In und unter den Tribünen im Westen und Osten sind unter­schied­liche gewerb­liche und sport­liche Nutzungs­mög­lich­keiten vorge­sehen, die mit dem Inneren des Stadions verbunden sind. Dies ermög­licht inter­es­sante Syner­gien zwischen den verschie­denen Nutzungs­mög­lich­keiten.

Die Nord- und Südtri­bünen hingegen sind ausschließ­lich für den Fußball und seine Zuschauer vorge­sehen.

Prome­nade

Das Dach des Stadions wurde als leichtes Element konzi­piert, das Bewe­gung vermit­telt, Schutz bietet und Blicke ermög­licht – alles gute Antworten auf die lokalen Bedin­gungen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschau­er­plätze und erstreckt sich auch nach außen über den Gebäu­de­um­riss hinaus. So entsteht eine Prome­nade um das ganze Stadion herum, die wech­selnde und außer­ge­wöhn­liche Ausblicke auf die Stadt und in das Innere des Stadions ermög­licht.

Tags­über wirkt die Fassade ruhig und erholsam, doch nachts verwan­delt sie sich in ein leben­diges und dyna­mi­sches Element, welches das pralle Leben nach außen proji­ziert.

Inte­gra­tion

Die Erschlie­ßungs­ebene teilt die Zuschau­er­be­reiche in Unter- und Ober­rang. Das erleich­tert die Orien­tie­rung, schafft Blick­be­zie­hungen und erleich­tert die Inte­gra­tion des beacht­li­chen Stadi­on­vo­lu­mens in die Stadt enorm.

Der Unter­rang wird also quasi direkt von der Straße aus erschlossen. Der Ober­rang und Hospi­ta­lity-Bereich werden von dort aus über Treppen erreicht.

Dies ermög­licht auch eine einfache Evaku­ie­rung im Notfall.

Prefe­rencia

Im Inneren von La Romareda wird die durch­lau­fende Erschlie­ßungs­ebene unter­schied­lich ausge­staltet: Zwei Tribünen enthalten Platz und Ange­bote für das „normale“ Publikum, und zwei erhalten Hospi­ta­lity-Bereiche und eine VIP-Tribüne namens „Prefe­rencia“.

Das Konzept beinhaltet weitere VIP-Bereiche im Ober­rang. Dazu gehören Boxen, Logen oder der „Pitch Club“ mit Blick auf den Spie­ler­zu­gang. Dieser Very VIP-Bereich mit eigenen Erschlie­ßungs- und Versor­gungs­be­rei­chen kann vom allge­meinen Publikum gänz­lich sepa­riert werden.

Schüssel

Beson­deres Augen­merk legten die Planer nach eigenen Angaben auf die „Schüssel“, also auf Form und Funk­tion der Tribünen, die sie als das Herz des Stadions betrachten. Unter dem Strich wird das Stadi­on­er­lebnis halt immer noch von der Kommu­ni­ka­tion zwischen Zuschauern und Spiel­feld geprägt.

Die sehr kompakte Form passt sich an den Standort an und bringt die Zuschauer so nah wie möglich ans Spiel­feld – und das ist für die Atmo­sphäre in La Romareda natür­lich wesent­lich.

Der Entwurf verspricht ein modernes und funk­tio­nales Stadion, sowohl für den Tradi­ti­ons­verein Real Zara­goza und seiner Fans – und ein neues und beein­dru­ckendes Wahr­zei­chen für die Stadt Zara­goza.

Bilder

IDOM

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Video

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Tele2 Arena

Die Tele2 Arena in Stock­holm während der Hand­ball-WM

Hand­ball im Stadion

Wenn bei sport­li­chen Groß­ereig­nissen die Austra­gungs­stätte ange­passt werden soll, hält NÜSSLI nach­hal­tige Lösungen bereit – so auch bei der 28. IHF Hand­ball-WM der Männer 2023.

Das Konzept nutzt die bestehende Infra­struktur für das Gross­ereignis und vermeidet den Anblick halb­leerer Zuschau­er­ränge.

Für die Hand­ball-Welt­meis­ter­schaft der Männer 2023 verwan­delte sich die Stock­holmer Tele2-Arena in eine Hand­ball-Arena mit 22.000 Zuschau­er­plätzen. Das im Jahr 2013 eröff­nete Stadion wird ansonsten für Fußball (Djur­går­dens IF, Hamm­arby IF, Länder­spiele) und Konzerte genutzt.

Mit einer tempo­rären Tribüne schuf Event­bau­spe­zia­list NÜSSLI eine pass­ge­naue und nach­hal­tige Arena mit Stadi­onat­mo­sphäre.

Um diese beson­dere Atmo­sphäre zu schaffen, entwi­ckelte das NÜSSLI-Projekt­team für die neun Spiele der Hand­ball-WM am Austra­gungsort Stock­holm eine eigene, klei­nere WM-Arena inner­halb des Fußball­sta­dions Tele2 Arena.

So ließ sich die bestehende Infra­struktur der Tele2 Arena für das Gross­ereignis nutzen. Gleich­zeitig bot die Arena im Stadion keine halb leeren Zuschau­er­ränge aufgrund einer über­di­men­sio­nierten Spiel­stätte, sondern genau die von den Fans so geliebte Stadi­onat­mo­sphäre. Live dabei sein und ganz nahe am Spiel­feld das Geschehen miter­leben – das bleibt in Erin­ne­rung.

Tempo­räre Struk­turen

Nüssli

Inner­halb von nur zehn Tagen baute das Projekt­team eine tempo­räre Zuschau­er­tri­büne mit 8.000 Sitz­plätzen auf.

Knapp zwei Wochen vor dem ersten Anwurf begann NÜSSLI mit den Aufbau­ar­beiten. 26 Lkw lieferten nach und nach die insge­samt 450 Tonnen System­ma­te­rial. Inner­halb von nur zehn Tagen baute das Projekt­team eine tempo­räre Zuschau­er­tri­büne mit 8.000 Sitz­plätzen auf.

Diese Tribüne fügte sich optimal in die bestehende Tribü­nen­an­lage ein und bildete mit deren Sitz­reihen eine pass­ge­naue Arena rund um das Hand­ball­feld. Insge­samt entstanden 22.000 Sitz­plätze mit bester Sicht­linie für die Fans – und garan­tiertes Nah-dran-Feeling während der neun WM-Spiele.

In der Tele2-Arena fanden die Vier­tel­fi­nals, Halb­fi­nals und Plat­zie­rungs­spiele statt. Am 29. Januar erreichte die Stim­mung in der Arena ihren Höhe­punkt, als sich Titel­ver­tei­diger Däne­mark und Olym­pia­sieger Frank­reich im Finale gegen­über­standen.

In einem hoch­klas­sigen Match setzte sich Däne­mark mit 34:29 durch und wurde zum dritten Mal in Folge Welt­meister.

Standort

Tele2 Arena
Aren­as­lingan 14
SWE – 121 77 Johan­neshov

Stadi­on­be­treiber profi­tieren maximal von flexi­blen Sport­stätten, die sie einfach und schnell für Events mit anderen Spiel­feld­größen anpassen können.

Die Entschei­dung, die Infra­struktur eines bestehenden Stadions zu nutzen und mit Nüssli temporär auf die Bedürf­nisse der eigenen Veran­stal­tung anzu­passen, war auch eine Entschei­dung für die Nach­hal­tig­keit.

Das für die Tribünen und die weiteren tempo­rären Infra­struk­turen einge­setzte Mate­rial bewegt sich in einem stän­digen Kreis­lauf der Wieder­ver­wer­tung, von Event zu Event.

Mit dieser System­bau­weise lässt sich jede Art von tempo­rären Bauten für jede Veran­stal­tungs­größe planen, umsetzen – und nach dem Event rück­standslos zurück­bauen. So sind Bauele­mente, die eben noch an der Hand­ball-WM die Tribüne formten, schon wenige Wochen später im Medail­len­po­dest eines Ski-Weltcup-Rennens im Einsatz.

Außerdem profi­tieren Stadi­on­be­treiber maximal von flexi­blen Sport­stätten, die sie einfach und schnell für Events mit anderen Spiel­feld­größen anpassen können.

Hier gibt es nur Gewinner.

Text & Fotos

Nüssli

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Trai­nings­ge­bäude Aveiro

Trai­nings­ge­bäude Aveiro

Einfach gut

Als Nachbar des wunderbar farben­frohen städ­ti­schen Estádio Muni­cipal de Aveiro muss man sich schon etwas einfallen lassen.

Das Trai­nings­ge­bäude Aveiro dient als Stütz­punkt für das Trai­ning der Profis des Erst­li­gisten SC Beira-Mar und seine Jugend­mann­schaften.

Das Trai­nings­ge­bäude Aveiro befindet sich in unmit­tel­barer Nähe des wunderbar farben­frohen städ­ti­schen Estádio Muni­cipal de Aveiro von Tomás Taveira, einem der Austra­gungs­orte der Fußball-EM 2004 und jetziger Heimat des Erst­li­gisten SC Beira-Mar. Es dient als Stütz­punkt für das Trai­ning der Profis und die Spiele seiner Jugend­mann­schaften.

Das Trai­nings­ge­lände besteht aus vier Fußball­fel­dern, einem Funk­ti­ons­ge­bäude, Tribünen, Park­plätzen und ergän­zenden Ange­boten.

Summary Archi­tects haben alle Funk­tionen in einem einzigen Gebäude zusam­men­ge­fasst. Zwei gegen­über­lie­gende Zuschau­er­tri­bünen bilden Fassade und Dach­fläche des Gebäudes. Die übrigen Funk­tionen wurden darunter unter­ge­bracht.

Diese Orga­ni­sa­tion aller Funk­tionen in einem einzigen Gebäude opti­miert die öffent­li­chen Verkehrs­wege und redu­ziert Bauma­te­rial, Baukosten und Bauzeit.

Archi­tekt

Summary Archi­tec­ture
R. do Monte Cativo 258
PT – 4050–399 Porto

Team: Samuel Gonçalves,Adina Staicu, Inês Vieira Rodri­gues, João Meira, Sara Perfetti

Bauherr

SC Beira-Mar

Die Schlicht­heit des Entwurfs und die Nüch­tern­heit der Mate­ria­lien vermeiden die Konkur­renz zur starken Präsenz des Estádio Muni­cipal de Aveiro.

Das Erschei­nungs­bild des Trai­nings­ge­bäude Aveiro und sein konstruk­tives System sind eng mitein­ander verwoben. Die Mate­ria­lität des Gebäudes, insbe­son­dere die Verwen­dung von Beton in seiner natür­li­chen Farbe, ist eine sowohl ästhe­ti­sche als auch kosten­ef­fi­zi­ente Wahl, da keine zusätz­li­chen Ober­flä­chen­be­hand­lungen erfor­der­lich sind.

Farbe wird sparsam, aber bewusst einge­setzt, um in den Verkehrs­flä­chen Wirkung zu erzielen und alle öffent­lich zugäng­li­chen Bereiche deut­lich zu kenn­zeichnen.

Die Schlicht­heit des Entwurfs und die Nüch­tern­heit der Mate­ria­lien zielen darauf ab, die Präsenz des Trai­nings­ge­bäude Aveiro in der Umge­bung zu redu­zieren, um eine gewisse Neutra­lität zu bewahren und nicht mit der starken Präsenz des Estádio Muni­cipal de Aveiro zu konkur­rieren.

Die Konfi­gu­ra­tion des Gebäudes und die Vertei­lung des Programms schaffen eine Reihe von Berei­chen, in denen sich das öffent­liche Leben entfalten kann und ein Gefühl der Gemein­schaft spürbar wird. Die Plat­zie­rung der Cafe­teria in der Nähe des Eingangs und die Kenn­zeich­nung aller öffent­li­chen Elemente im selben Gelb markieren die Bereiche, die dem nicht vereins­zu­ge­hö­rigen Publikum gewidmet sind.

Standort

Academia de futebol SC Beira-Mar

Eröff­nung

2022

Ein bein­dru­ckendes Beispiel für ein attrak­tives Funk­ti­ons­ge­bäude, für Beschei­den­heit, Gehalt und Gestal­tung.

Die Konstruk­tion des Trai­nings­ge­bäude Aveiro besteht aus vorge­fer­tigten Beton­ele­menten. Die Produk­tion der Bauteile im Werk ermög­licht einen effi­zi­enten Baupro­zess. Dieser Prozess bringt eine erheb­liche Zeit­er­sparnis mit sich, und das ist immer ein entschei­dender Faktor bei der Errich­tung eines öffent­li­chen Gebäudes.

Der Einsatz bio-klima­ti­scher Ressourcen wie Öffnungen, die die Quer­lüf­tung fördern, der Einsatz aktiver Mittel wie Sonnen­kol­lek­toren und andere Lösungen zur Ener­gie­ef­fi­zienz führen zu einer erheb­li­chen Senkung der Betriebs­kosten.

Ein bein­dru­ckendes Beispiel für ein eigent­lich banales Funk­ti­ons­ge­bäude, dass sich bescheiden, aber gehalt­voll in promi­nente und domi­nante Nach­bar­schaft einfügt.

Fotos

Fernando Guerra

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Stadion Aarhus

Stadion Aarhus (Ceres Park)

Arena des Waldes

Zaha Hadid Archi­tects, Sweco und Tredje Natur haben den Wett­be­werb zum Bau des neuen Fußball­sta­dions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnas­tik­fo­rening (AGF), einem der tradi­ti­ons­reichsten Clubs in Däne­mark.

Ein Team mit Zaha Hadid Archi­tects, Sweco und den Land­schafts­ar­chi­tekten Tredje Natur hat den Wett­be­werb zum Bau des neuen Fußball­sta­dions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus (Ceres Park) ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnas­tik­fo­rening (AGF), einem der tradi­ti­ons­reichsten und erfolg­reichsten Clubs in Däne­mark. 

Das jetzige Stadion wurde 1920 eröffnet, entspricht aber nicht mehr den Anfor­de­rungen an den heutigen Profi­fuß­ball. Der Neubau ersetzt den Bestand an glei­cher Stelle.

Auch die Entfer­nungen der Zuschauer zum Spiel­feld waren Fans und Verant­wort­li­chen ein Dorn im Auge. Das neue Stadion wird einrangig und die Fans ganz nah an das Spiel­feld heran­bringen.

Archi­tekt

Zaha Hadid Archi­tects
Gian­luca Racana, Ludo­vico Lombardi, Subharthi Guha, Jakub Klaska, Paolo Zilli, Andy Lin, Charles Harris, Dieter Matuschke, Jinhee Koh, Kyle Dunnington, Luca Melchiori, Maria Laura, Michael Forward, Matthew Gabe, Nastasja Mitrovic, Sara Cris­centi, Valen­tina Cerrone, Yuzhi Xu, Carlos Sousa- Martinez, Bahaa Alnass­rallah, Aditya Ambare, Alek­sander Mastalski

Sweco
Tredje Natur

Bauherr

Es entstehen einla­dende Räume für eine Viel­zahl von sport­li­chen und kultu­rellen Nutzungen durch die Besu­cher des Stadions und die Besu­cher des Parks.

Das Stadion Aarhus liegt in einem sieben Kilo­meter langen Wald­gürtel. Das ist es fast schon nahe­lie­gend, dass Zaha Hadid ihrem Gestal­tungs­kon­zept den Namen “Arena des Waldes” gaben. Es orien­tiert sich am verti­kalen Rhythmus der zahl­rei­chen Bäume, die hier bis zu 47 m hoch werden.

Der Entwurf versteht das neue Stadion Aarhus als Erwei­te­rung des Waldes, dessen Verti­ka­lität sich in den Kolon­naden des Stadions und den Holz­rippen der Fassade fort­setzt. Diese Gesten fließen vom Wald über die begrünten Plätze in die Fassaden und bis ins Stadi­on­in­nere.

Eine vermut­lich kompli­zierte Hier­ar­chie der Holz­rippen in der Fassade und im Dach unter­teilt und glie­dert das große Volumen des Stadions in einen mensch­li­chen Maßstab. Gleich­zeitig bieten diese Außen­wir­kung und die Plätze vor dem Stadion ein sehr harmo­ni­sches Gefühl des Ankom­mens.

Das Dach ist außer­ge­wöhn­lich. Es über­deckt nicht nur die Zuschau­er­plätze und Umgänge im Inneren, es bietet auch den Plätzen vor dem Stadion Schutz. Zum harmo­ni­schen Erschei­nungs­bild gehört die durch das umlau­fend über­ste­henden Dach geschützte Prome­nade, die ganz unab­hängig von den Veran­stal­tungen im Stadion ist.

Es entstehen einla­dende neue öffent­liche Räume für eine Viel­zahl von sport­li­chen und kultu­rellen Nutzungen durch die Besu­cher des Stadions und die Besu­cher des Parks.

Die drei verwen­deten Haupt­ma­te­ria­lien sind Beton mit recy­celten Zuschlag­stoffen für die Säulen, lokal beschaffter, wieder­ver­wer­teter und recy­celter Stahl für die Träger und Holz aus lokalen, zerti­fi­zierten nach­hal­tigen Quellen für die Fassa­den­ver­klei­dung.

Das Neben­ge­bäude „Stadi­onhal­lerne” von 1918, das allen im Verein am Herzen liegt, wird reno­viert, seine intensiv rote Fassade und die weißen Orna­mente bleiben erhalten.

Standort

Ceres Park
Stadion Allé 70
DK – 8000 Aarhus

Eröff­nung

2026

42 däni­sche und inter­na­tio­nale Archi­tek­ten­teams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wett­be­werbs teil­ge­nommen.

Ab 2024 beginnt der schritt­weise Rückbau des jetzigen Stadions beginnt. Die Bauphase wird sich über vier Etappen erstre­cken, so dass das neue Stadion voraus­sicht­lich im Jahr 2026 einge­weiht werden kann.

42 däni­sche und inter­na­tio­nale Archi­tek­ten­teams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wett­be­werbs teil­ge­nommen.

Der sieg­reiche Entwurf für das neue Stadion Aarhus fügt sich bestens in die Umge­bung ein und respek­tiert die Archi­tektur und Geschichte des Ortes und seiner Nutzer. Gleich­zeitig entstehen eine Fülle neuer öffent­li­cher Räume, die an 365 Tagen im Jahr genutzt werden können.

Sehr einla­dend.

Illus­tra­tionen

Negativ

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Video

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Wald­sta­dion Mailand

Das Wald­sta­dion Mailand

Blau + Rot = Grün

Beson­ders machen den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz, die Lauf­bahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“.

Auch das neue Stadion will ein Wahr­zei­chen des Mailänder Stadt­teils San Siro werden, aller­dings augen­schein­lich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Die Diskus­sion über das neue Stadion der beiden Stadt­ri­valen Inter und AC Mailand beschäf­tigt die inter­es­sierte Öffent­lich­keit schon eine ganze Weile. Inzwi­schen wird die Debatte zusätz­lich von Archi­tekten befeuert, die ihre eigenen Entwürfe vorstellen – zum Beispiel Stefano Boeri Archi­tetti mit dem „Wald­sta­dion Mailand“ („Stadio-Bosco per Milano“).

Die Planer haben das Projekt gemeinsam mit ARUP, Fabio Novembre und Balich Wonder Studio bereits im Jahr 2019 anläss­lich des von den Klubs Inter und Milan ausge­schrie­benen Wett­be­werbs einge­reicht. Da sich seitdem viele Voraus­set­zungen geän­dert haben, versu­chen sie es jetzt mit einer über­ar­bei­teten Version erneut.

Das Wald­sta­dion Mailand entsteht nun, anders als im Wett­be­werb, genau an der Stelle, an dem aktuell noch das welt­be­rühmte, zur WM 1990 erbaute Guiseppe Meazza Stadion steht. Auch das neue Stadion will ein Wahr­zei­chen des Mailänder Stadt­teils San Siro werden, aller­dings augen­schein­lich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Zu diesem Projekt gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträu­cher aus 70 verschie­denen Arten.

Das Wald­sta­dion verfügt über 5.700 m² hori­zon­taler Grün­dä­cher und 7.000 m² begrünter Fassaden. Dazu gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträu­cher aus 70 verschie­denen Arten, die jedes Jahr 162 Tonnen CO2 absor­bieren.

Es entsteht also eine grüne Lunge für die Metro­pole und ein grünes Binde­glied im Stadt­ge­füge, das zur Reini­gung der Luft, zur Absorp­tion von Fein­staub und zur Milde­rung der Tempe­ratur in der Nach­bar­schaft beiträgt.

Ziel des Projekts ist es, die Emis­sionen und den Ener­gie­ver­brauch zu redu­zieren. Dank der Verwen­dung großer Photo­vol­ta­ik­flä­chen und einer sorg­fäl­tigen Planung der Wasser- und Abfall­wirt­schaft soll das Wald­sta­dion Mailand zu einer ener­gie­aut­arken Arena werden.

Das Wald­sta­dion Mailand inte­griert die für beide Klubs wich­tigen kommer­zi­ellen Bereiche wie ein Museum, eine Sport­halle, Presse- und VIP-Bereiche sowie Bars und Restau­rants.

Beson­ders macht den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz.

Daneben entstehen aber auch eine Lauf­bahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“, ein leuch­tendes Wahr­zei­chen für die beiden Vereine. Da es sich ja um ein “Ein Stadion für zwei” handelt, kann die Illu­mi­na­tion dieses Turms in den Farben Rot (Milan) und Blau (Inter) den jewei­ligen Gast­geber deut­lich sichtbar machen. Für das “Derby della Madon­nina” gibt es bereits eine beson­ders schil­lernde Licht­pla­nung.

Der Turm des Lichts beher­bergt die Museen beider Vereine, an der Turm­spitze sollen Statuen großer Fußballer und Trainer der Stadt ange­bracht werden.  Im Park neben dem neuen Stadion soll außerdem eine Gedenk­stätte für jetzige Meazza-Stadion entstehen.

Die Diskus­sion wird weiter­gehen.

Projekt­daten

Archi­tekt

Stefano Boeri Archi­tetti
Via G. Doni­zetti 4
ITA – 20122 Milano

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Standort

Guisepe-Meazza-Staion
Piaz­zale Angelo Moratti
ITA – 20151 Milano MI

Video

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre

Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre

Schwung­voll

Nicht nur an Spiel­tagen attraktiv: Das Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre bietet einen Park am Fluss­ufer und viele Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tungen.

Das stetige Wachstum der Stadt soll durch neue sport­liche Ange­bote und Grün­flä­chen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre.

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA) haben den Wett­be­werb für den Bau des neuen Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre gewonnen.

Das Projekt umfasst ein Fußball­sta­dion mit 60.000 Plätzen, Trai­nings­plätze, eine Sport­halle mit 19.000 Plätzen und eine Schwimm­halle mit zwei 50-Meter-Becken. Das Sport­zen­trum liegt im zukünf­tigen Wissen­schafts- und Tech­no­logie-Kultur­be­zirk von Hang­zhou. All diese Bauten werden in einen neuen Park am Fluss­ufer, mit öffent­li­chen Plätzen und öffent­li­chem Perso­nen­nah­ver­kehr, einge­bettet.

Hang­zhou ist die Haupt­stadt der chine­si­schen Provinz Zhejiang und hat mehr als neun Millionen Einwohner. Die Stadt ist eines der welt­weit führenden Elek­tronik-Zentren und beher­bergt viele der größten Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen Chinas.

Das damit verbun­dene stetige Wachstum der Stadt sollen durch neue sport­liche Ange­bote in Kombi­na­tion mit Grün­flä­chen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre.

Das 45.000 m² große Podium beher­bergt Trai­nings- und Fitness­hallen, Umklei­de­räume, Büros, Geschäfte und Gastro­nomie.

Um der wach­senden Bevöl­ke­rung von Hang­zhou gerecht zu werden, bietet das Projekt eine Viel­zahl von Einrich­tungen, für Brei­ten­sportler bis zu Profi­sport­lern. Das Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre fügt sich in die natür­li­chen Land­schaften entlang des Fluss­ufers ein und bietet, neben dem Sport, auch neue Parks und Treff­punkte für Veran­stal­tungen, Erho­lung und Entspan­nung.

Das Stadion ist der größte Veran­stal­tungsort des Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre. Es befindet sich auf der Ostseite des neuen Parks, zur Stadt hin. West­lich und südlich des Stadions entstehen die große Arena und das Wasser­sport­zen­trum. Alle drei Gebäude sind in ihren Sockel­ge­schossen durch ein kurven­rei­ches „Podium“ schwung­voll mitein­ander verbunden.

Dieses 45.000 m² große Podium beher­bergt die Neben­ein­rich­tungen des Sport­zen­trums, die auch gemeinsam und öffent­lich genutzt werden können. Dazu gehören Trai­nings- und Fitness­hallen, Umklei­de­räume, Büros, Geschäfte, Restau­rants und Cafés mit spek­ta­ku­lären Blick­be­zie­hungen.

“Beim Abstieg in die untere Ebene der Platt­form steigt die Tempe­ratur an und die Umge­bung wird intimer – wie ein Abstieg ins Innere der Erde, wo sich die Schwer­kraft wendet.”

Gott­fried Gruber, noa*

Im Gegen­satz zu den massiven Fassaden der meisten Stadien ist die Fassade dieses Stadions nach außen hin weit­ge­hend offen. Umgänge und Terrassen, die eine Viel­zahl von Gastro­no­mie­be­trieben mit Panora­ma­blick über die Stadt beher­bergen, werden durch eine Lamel­len­kon­struk­tion über­dacht.

Der Innen­raum und vor allem die Sitz­ord­nung wurden nach FIFA-Stan­dards entworfen, um die Zuschauer so nah wie möglich ans Spiel­feld zu bringen und möglichst gute Sicht von jedem Platz aus zu gewähr­leisten. Diese program­ma­ti­schen Anfor­de­rungen defi­nieren Geome­trien, die sich in Form von Wellen in der Lamel­len­fas­sade wieder­finden.

Die Sport­halle mit ihren 19.000 Plätzen kann unab­hängig vom Stadion betrieben werden. Sie ist maximal flexibel, um sowohl in China beliebte Sport­arten wie Basket­ball als auch große Musik- und Kultur­events ausrichten zu können.

Das 15.000 m² große Wasser­sport­zen­trum umfasst zwei 50m-Becken, die sich für Wett­kämpfe, Trai­ning und Unter­richt auf allen Niveaus eignen. In den Becken können nicht nur Wett­kämpfe vor bis zu 800 Zuschauern statt­finden, sondern auch Schulen aus der Umge­bung unter­richtet werden. Hier sollen jede Woche Tausende von Kindern Schwimmen lernen!

Das Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre liegt in warmem, gemä­ßigtem Klima und wurde nach der höchsten 3‑Sterne-Klas­si­fi­zie­rung des chine­si­schen Green-Buil­ding-Programms entworfen.

Im Gegen­satz zu vielen großen Stadien, die nur an Spiel­tagen besucht werden können, bietet dieses Projekt neben seinen öffent­li­chen Plätzen und dem Park am Fluß­ufer eine Viel­zahl von Sport‑, Erho­lungs- und Frei­zeit­ein­rich­tungen.

Sie sollen sicher­stellen, dass das Zentrum zu jeder Tages- und Nacht­zeit ein beliebter Treff­punkt für die Bevöl­ke­rung sein wird.

Projekt­daten

Archi­tekt

Zaha Hadid Archi­tects (ZHA)

Patrik Schu­ma­cher, Charles Walker, Nils Fischer, Jakub Klaska, Lei Zhen
Joshua Anderson, Daniel Boran, Chun-Yen Chen, Hung-Da Chien, Michael Forward, Matthew Gabe, Rupinder Gidar, Jinqi Huang, Charlie Harris, Ivan Hewitt, Han Hsun Hsieh, Sonia Magd­ziarz, Xin Swift, Chris White­side

Rende­rings

Brick­Vi­sual

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Standort

Hang­zhou Inter­na­tional Sports Centre
Zhejiang, Hang­zhou
Binjiang District

Video

Render by Atchain

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Stadion Quzhou

Das Stadion Quzhou 

Wo endet die Land­schaft?

Das Stadion Quzhou löst sich von der konven­tio­nellen Sport­ar­chi­tektur – durch den Bezug zur umge­benden Land­schaft. Und durch innere Schön­heit.

Ein biss­chen können die Besu­cher hier selbst bestimmen, wo die Land­schaft endet und wo das Gebäude beginnt.

Das im Sommer 2022 von MAD Archi­tects fertig gestellte Stadion Quzhou ist das Herz­stück des fast sieben Hektar großen Quzhou Sports Park in der Provinz Zhejiang. Quzhou ist eine histo­ri­sche Stadt, 400 km südwest­lich von Shanghai.

Wir haben das gesamte Projekt bereits 2018 im Entwurf vorge­stellt.

Trotz seiner beacht­li­chen Kapa­zität von 30.000 Plätzen fügt sich das Stadion Quzhou gera­dezu atem­be­rau­bend in die umge­bende Land­schaft ein – und öffnet sich aus nahezu jedem Winkel für den umge­benden öffent­li­chen Raum.

Ein biss­chen können die Besu­cher hier selbst bestimmen, wo die Land­schaft endet und wo das Gebäude beginnt. Hinter jeder Erhe­bung verbirgt sich ein Gebäude, das sich nahtlos in seine Umge­bung einfügt. Die verschie­denen Hügel und Anhöhen sind alle­samt von Menschen­hand geschaf­fene Bauwerke, die Trai­nings­plätze, eine Sport­halle, ein Schwimmbad und ein Wissen­schafts- und Tech­no­lo­gie­mu­seum umfassen (werden).

Das zur Hälfte einge­gra­bene Stadion wird von einer weißen, kronen­för­migen Dach­struktur mit einem Durch­messer von 250 m gekrönt, die von der Serge Ferrari Group mit zwei Schichten PTFE-Membranen bedeckt wurde.

Mit dem licht­durch­läs­sigen Membr­an­ma­te­rial lässt sich auch die komplexe Geome­trie des weit gespannten Trag­werks buch­stäb­lich leicht reali­sieren.

Die Dächer weisen alle­samt komplexe, doppelt gekrümmte Ober­flä­chen auf. Die Über­da­chung wird von nur neun Fall­punkten mit einer maxi­malen Spann­weite von 95 Metern getragen, so dass das Gebäude über der Land­schaft “schwebt” und aus vielen Blick­win­keln gerahmte Perspek­tiven auf die Stadt bietet.

Die 60 Beton­säulen, die das Stadion stützen, bestehen aus Sicht­be­ton­platten mit Holz­ma­se­rung. Trotz der Größe von Formen und Mate­ria­lien entsteht so ein Gefühl von Wärme und Textur.

Das Dach besteht aus Stahl, auf den ein licht­durch­läs­siges, licht­emit­tie­rendes Membr­an­ma­te­rial gewi­ckelt wurde. Damit lässt sich auch die komplexe Geome­trie des weit gespannten Trag­werks buch­stäb­lich leicht reali­sieren.

Der licht­durch­läs­sigen PTFE-Membran aus synthe­ti­schem Polymer nimmt nicht nur der monu­men­talen Stahl­kon­struk­tion die Schwere, er verbes­sert auch die Akustik im gesamten Stadion. Die obere Fläche der Über­da­chung besteht aus einer festeren PTFE-Membran von Serge Ferrari Group, die das Eindringen von Regen­wasser verhin­dert.

Die Unter­seite der Struktur wurde mit mehr als 40.800 m² PTFE bechich­tetem Glas­git­ter­ge­webe, eben­falls von Serge Ferrari Group, ausge­stattet, einer PTFE-Membran mit Feuer­wi­der­stands­klasse A, die den strengsten Brand­schutz­normen entspricht.

Neben ihren tech­ni­schen Quali­täten verleiht diese Struktur dem Projekt auch einen enormen ästhe­ti­schen Reiz. Das Ergebnis erin­nert an ein Wolken­feld, das sanft über die Hügel gleitet.

Die gewun­dene Geome­trie setzt sich im Stadi­on­in­neren fort. Die Sitz­plätze sind wellen­förmig ange­ordnet und stehen in Bezie­hung zur umge­benden Land­schaft, die durch die Grün­töne der Scha­len­sitze verstärkt wird – und einen schönen Kontrast zur weißen Dach­struktur bildet.

Beim Stadion Quzhou wird das Streben nach Nach­hal­tig­keit auch gestal­te­risch auffällig.

Das Stadion Quzhou wurde mit einigen gestal­te­risch auffäl­ligen Aspekten der Nach­hal­tig­keit entworfen.

Große Öffnungen in die Land­schaft sorgen dafür, dass natür­li­ches Licht in das Park­haus und die Eingangs­ebenen des Stadions gelangt. Das gesamte Stadion ist so konzi­piert, dass es Regen­wasser aufnimmt, spei­chert und versi­ckert. Das schützt das Gebäude zusätz­lich vor über­mä­ßigen Regen­schäden und führt zu gerin­geren Tempe­ra­tur­schwan­kungen und gerin­gerem Ener­gie­ver­brauch.

Abge­sehen von den Zuschau­er­plätzen und dem Spiel­feld befinden sich fast alle Einrich­tungen unter der Erdober­fläche.

Darüber hinaus wurden alle auf der Baustelle verwen­deten Beton­ma­te­ria­lien vor Ort herge­stellt, der mit dem Mate­ri­al­trans­port verbun­dene CO2-Fußab­druck wurde also während des gesamten Baupro­zesses mini­miert.

Das Stadion Quzhou und der gesamte Sport­park Quzhou lösen sich von der konven­tio­nellen Sport­ar­chi­tektur.

Die Eröff­nung des Stadion Quzhou beendet die erste von zwei Bauphasen des Sport­parks Quzhou. Als nächstes entstehen eine Sport­halle mit 10.000 Plätzen, eine Schwimm­halle (2.000 Plätze), ein Wissen­schafts- und Tech­no­lo­gie­mu­seum, Hotels, ein Jugend­zen­trum sowie Einzel­han­dels­an­ge­bote.

Die Verbin­dung von Natur und Archi­tektur, vom Eingraben weiter Teile des Baukör­pers bis zu den Dach­mem­branen von Serge Ferrari, lassen eine einzig­ar­tige Stadt­land­schaft entstehen.

Das Stadion Quzhou und der gesamte Sport­park Quzhou lösen sich von der konven­tio­nellen Sport­ar­chi­tektur. Bei aller Größe und Fili­gra­nität der Struk­turen und Mate­ria­lien sind es eher der Bezug zur umge­benden Land­schaft und die subtile innere Schön­heit des Stadions, die es sehr außer­ge­wöhn­lich machen.

Im besten Sinne.

Projekt­daten

Archi­tekt

MAD Archi­tects

Bauherr

Quzhou West District Deve­lo­p­ment Committee
Quzhou Baoye Sports Cons­truc­tion and Opera­tion Co., Ltd

Dach­mem­bran

Serge Ferrari Group
Auf der Kaiser­bitz 3
D – 51147 Köln

Standort

2 Tiyuchang Rd
Kecheng District
Quzhou, Zhejiang,
China, 324003

Eröff­nung

2022

Fotos

CreatAR Images ©MAD Archi­tect
Arch Exist ©MAD Archi­tectss
Aogvi­sion ©MAD Archi­tects

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Videos

Pläne

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

St. Jakob-Park Basel

Der St. Jakob-Park wird zum Stadion+

Ikone, reloaded

Um heutigen Ansprü­chen zu genügen, ist eine umfas­sende Moder­ni­sie­rung des Stadions St. Jakob-Park in Basel notwendig.

Im Zentrum der geplanten Maßnahmen stehen der Wert­erhalt des Bestands und die Stei­ge­rung der Aufent­halts­qua­lität.

Um heutigen Ansprü­chen zu genügen, ist eine umfas­sende Moder­ni­sie­rung des Stadions St. Jakob-Park in Basel nötig. Im Zentrum der von Herzog & de Meuron geplanten Maßnahmen stehen der Wert­erhalt des Bestands und ein nach­hal­tiges Sanie­rungs­kon­zept, das die Zugänge umstruk­tu­riert, Sicher­heit und Nutzungen opti­miert und die Aufent­halts­qua­lität stei­gert.

Als „Großes Dach“ gibt die neue Gebäu­de­hülle der Weichen­stel­lung für die Zukunft ein prägnantes Gesicht.

Das Stadion St. Jakob-Park wurde im Jahr 2001 anstelle eines Vorgän­ger­baus aus den 1950er Jahren von Herzog & de Meuron errichtet und für die Fußball-EM 2008 erwei­tert.

Aktuell bietet das Heim­sta­dion des FC Basel Platz für 35.600 Zuschauer und umfasst Mantel­nut­zungen wie ein Alters­heim und ein Einkaufs­zen­trum. Im Volks­mund liebe­voll „Joggeli“ genannt, steht es im Zentrum der Sport­stadt St. Jakob, zu der auch die St. Jakobshalle, die St. Jakobs-Arena und das Sportbad gehören.

Ein weit auskra­gendes Dach ersetzt die ikoni­sche Fassade zugunsten eines einheit­li­chen Erschei­nungs­bildes.

Die bestehenden Platt­formen des Stadions werden zu einem terras­sen­ar­tigen Umlauf erwei­tert. Nebst opti­mierten Besu­cher­strömen ermög­licht dies getrennte Zugänge von Heim- und Gäste­fans. Damit werden wesent­lich weniger Sicher­heits­maß­nahmen notwendig und das Besu­cher­er­lebnis markant verbes­sert.

Ein weit ausgrei­fendes Dach ersetzt die ikoni­sche Fassade und verleiht dem Stadion ein einheit­li­ches Erschei­nungs­bild. Konstruktiv aus dem bestehenden Dach entwi­ckelt, knüpfen neue Fach­werk­träger an die Struktur des Bestandes an und über­kragen die neuen Platt­formen.

Als subtiles Rauten­muster ausge­formt, erin­nern die Photo­vol­ta­ik­zellen an vertraute Bilder Basels, wie etwa die Dächer des Rathauses oder des Müns­ters. Der rote Umlauf und das blaue Dach entspre­chen des Club­farben des FC Basel. Zum Bahn­damm hin vermit­telt das Dach als bespiel­bare Medi­en­fas­sade nach außen hin die jeweils statt­fin­denden Events.

Durch den attrak­tiven Frei­raum und öffent­liche Nutzungen, die auch an spiel­freien Tagen zugäng­lich sind, stei­gert die Umstruk­tu­rie­rung auch den gesell­schaft­li­chen Nutzen des Stadions.

Basie­rend auf den Bedürf­nissen der Besu­cher und Fans sind die umge­stal­teten Hospi­ta­lity-Bereiche sowohl an Spiel­tagen als auch an spiel­freien Tagen öffent­lich zugäng­lich und nutzbar.

Im Eingangs­be­reich werden die Kioske und Toilet­ten­an­lagen erneuert. Entlang der erwei­terten Platt­formen laden Essens­stände und Sitz­mög­lich­keiten zum Verweilen ein. Die „Lounge Galerie“ im Sektor G fügt sich als Pub in die bestehende Struktur der Tribüne ein und ist direkt an die Park­plätze ange­schlossen. Im Sektor A schaffen zusätz­liche Außen­sitz­plätze vor den Logen eine weitere Tribüne.

Der Umbau inte­griert verschie­dene Aspekte ökolo­gi­scher Nach­hal­tig­keit.

Die gewählten Mate­ria­lien sind hoch­wertig und dauer­haft. Die Bauteile der Gebäu­de­hülle lassen sich demon­tieren und weiter­ver­wenden. Das Solar­dach ist konstruktiv hinsicht­lich eines mini­malen Mate­ri­al­ver­brauchs opti­miert. Nebst Ener­gie­ge­win­nung zur weit­ge­henden Eigen­nut­zung sammelt das Dach auch anfal­lendes Regen­wasser, das vor Ort der Bewäs­se­rung des Spiel­felds dient.

Durch den attrak­tiven Frei­raum und öffent­liche Nutzungen, die auch an spiel­freien Tagen zugäng­lich sind, stei­gert die Umstruk­tu­rie­rung auch den gesell­schaft­li­chen Nutzen des Stadions.

Projekt­daten

Entwurf

Herzog & de Meuron
Rhein­schanze 6
CH – 4056 Basel,

Team

Jacques Herzog, Pierre de Meuron, Stefan Marbach, Dieter Mangold, Tobias Winkel­mann, Tânia Oliveira de Jesus, Felipe Pece­gueiro Curado, Martin Schulte, David Wirth, Ting­dong Xiong

Standort

St. Jakob-Park
CH – 4052 Basel

Autor

Herzog & de Meuron

Illus­tra­tionen

Herzog & de Meuron

Video

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Leicht­ath­letik-Lauf­bahnen

Leicht­ath­le­tik­lauf­bahnen für jeden Anlass

Passt

Inter­es­santes zu Kunst­stoff­lauf­bahnen, Kampf­bahnen und tempo­rären Leicht­ath­le­tik­lauf­bahnen.

Meist entstehen Leicht­ath­le­tik­an­lagen für bedeu­tende inter­na­tio­nale Wett­kämpfe in Stadien. Und manchmal auch außer­halb.

Leicht­ath­le­tik­an­lagen bieten für alle Diszi­plinen der Leicht­ath­letik die passenden Lauf­stre­cken und Sport­felder. Den Kern jeder Anlage bildet die Leicht­ath­le­tik­lauf­bahn. Sie verläuft rund um die Rasen­fläche im Stadion. Darüber hinaus gibt es im Stadion Einzel­an­lagen für die anderen Diszi­plinen der Leicht­ath­letik – wie zum Beispiel Springen, Werfen und Stoßen.

Und manchmal entstehen Leicht­ath­le­tik­an­lagen  auch außer­halb von Stadien, zum Beispiel in Zürich.

Das alles und noch viel mehr, zum Beispiel ein paar inter­es­sante Zahlen und Fakten zu Kunst­stoff­lauf­bahnen, Kampf­bahnen und tempo­rären Leicht­ath­le­tik­lauf­bahnen lesen Sie hier und im Folgenden.

Ist die Leicht­ath­le­tik­lauf­bahn denn wirk­lich 400 m lang?

Es heißt immer, dass die Leicht­ath­le­tik­lauf­bahn 400 Meter lang sei. Das ist korrekt, gilt aber nur für die Innen­spur der Lauf­bahn. Alle anderen Bahnen sind länger. Die äußere Bahn ist 40 bis 50 Meter länger als die Innen­bahn. Auf Bahn zwei beträgt der Unter­schied schon fast acht Meter. Bei einer Bahn­breite von 122 cm unter­scheiden sich die Bahnen um 2 x Pi x 122 cm = 7,67 Meter.

Damit alle Läufe­rinnen und Läufer exakt 400 Meter Strecke vor sich haben, werden daher bei Wett­be­werben die Start­blöcke der Athle­tinnen und Athleten an unter­schied­li­chen Stellen plat­ziert.

Aller­dings kommt es nicht bei jedem Wett­be­werb so genau darauf an, wer wo startet. Beim 10.000 Meter-Lauf etwa versam­meln sich die Läufe­rinnen bzw. Läufer zum Start frei verteilt auf allen acht Bahnen. Nach dem Start versu­chen sie dann schnell die Innen­bahn zu errei­chen und möglichst dort zu bleiben, um wert­volle Meter und damit Zeit zu gewinnen.

Warum wird eigent­lich links­herum gelaufen?

Vor über 200 Jahren wurden in England die ersten Pfer­de­rennen ausge­tragen – noch nicht auf Renn­bahnen in Stadien, sondern auf Land­straßen. In England herrschte auch damals schon Links­ver­kehr, an den sich auch die Pferde und ihre Reiter zu halten hatten.

Als es schließ­lich Pfer­de­renn­bahnen gab, die anfangs auch von Läufern genutzt wurden, hat man diese Gewohn­heit beibe­halten – auch für die Leicht­ath­le­tik­lauf­bahnen in den später gebauten Stadien und Kampf­bahnen. Welt­weit.

Leicht­ath­le­tik­an­lagen: Typ A, B und C

Der Aufbau einer Leicht­ath­le­tik­an­lage im Außen­be­reich ist in der DIN 18035–1:2003–02, Teil 1 „Sport­plätze; Frei­an­lagen für Spiele und Leicht­ath­letik, Planung und Masse“ gere­gelt. Die DIN-Norm unter­scheidet darin unter anderem die Lauf­bahn­typen A, B und C. Für Events der Welt­klasse benö­tigt sie noch ein zusätz­li­ches World Athle­tics Class 1- oder Class 2‑Zertifikat.

Für natio­nale und inter­na­tio­nale Leicht­ath­le­tik­wett­kämpfe wird eine Wett­kampf­an­lage des Typs A benö­tigt. Für regio­nale Sport­er­eig­nisse genügt Typ B. Für alle anderen Anlagen, die nicht für den Hoch­leis­tungs­sport gedacht sind, sondern zum Beispiel für den Schul­sport, genügt Typ C.

Um natio­nale und inter­na­tio­nale Leicht­ath­letik-Events ausrichten zu dürfen, benö­tigt eine Anlage des Typs A zusätz­lich eine World Athle­tics Class 2‑Zertifizierung. Diese Anlage besitzt acht Einzel­l­auf­bahnen. Ihre Länge beträgt mindes­tens 176,91 m, ihre Breite mindes­tens 93,08 m.

Außerdem verfügt Typ A über Einzel­l­auf­bahnen für Sprint‑, Hürden und Hinder­nis­lauf, Anlagen für Hoch­sprung und Stab­hoch­sprung, Weit- und Drei­sprung, Diskus- und Hammer­wurf, Speer­wurf und Kugel­stoßen.

Früher waren die Lauf­bahnen aus roter Asche. Erst in den 1960er Jahren begann die Entwick­lung von Leicht­ath­le­tik­lauf­bahnen aus Kunst­stoff, Tartan­bahnen genannt. Die erste Kunst­stoff-Leicht­ath­le­tik­bahn entstand 1968 im Stadion Letzi­grund in Zürich. Conica gehört zu den Pionieren der Kunst­stoff­bahn und hat seitdem viele namhafte Stadien welt­weit ausge­rüstet.

Welt­klasse Zürich:
Beson­dere Lauf­bahnen für beson­dere Anlässe.

Manchmal braucht man beson­dere Lauf­bahnen und Formate für beson­dere Anlässe – wie zum Beispiel für „Welt­klasse Zürich“, das letzte globale Leicht­ath­letik-High­light der Saison 2022.

Welt­klasse Zürich war das Finale der Wanda Diamond League, und das ist der welt­weit wich­tigste Leicht­ath­letik-Wett­kampf nach der Welt­meis­ter­schaft in Eugene und der Euro­pa­meis­ter­schaft in München. In Zürich erzielten die Athle­tinnen und Athleten vier Jahres­welt­best­zeiten, sechs Meeting-Rekorde, einen Diamond League-Rekord, 16 Saison­best­leis­tungen und neun persön­liche Best­leis­tungen.

Das Finale fand nicht nur im Letzi­grund­sta­dion, sondern auch auf dem zentralen Sech­se­läu­ten­platz statt. Für diesen überaus promi­nenten Platz am Rande der Zürcher Altstadt hat der Schweizer Lauf­bahn­spe­zia­list Conica in nur zwei Tagen die mit 560 m bisher längste mobile Lauf­bahn der Welt gebaut.

Außerdem instal­lierte Conica Module für die Sprung­wett­be­werbe.

Die beson­dere Heraus­for­de­rung bestand darin, dass die Bahn auf dem Sech­se­läu­ten­platz nach dem Event reibungslos und ohne Rück­stände wieder entfernt werden musste.  

Sechs der 32 Wett­be­werbe (5.000 m Finals der Frauen und Männer, Stab­hoch­sprung der Frauen und Hoch­sprung der Männer, Kugel­stoßen der Frauen und Männer) wurden aus dem Stadion in die Zürcher Innen­stadt verlegt.

Die beson­dere Heraus­for­de­rung auf dem Sech­se­läu­ten­platz bestand darin, dass die übliche Verfah­rens­technik von Conica – das Gießen des Lauf­bahn­be­lags – nicht ange­wendet werden konnte, da die Bahn nach dem Event reibungslos und ohne Rück­stände wieder entfernt werden musste.  

Aus diesem Grund kam eine auf Matten vorpro­du­zierte Conica-spritz­be­schich­tete Lauf­bahn zum Einsatz, die auf dem Sech­se­läu­ten­platz ausge­rollt und fixiert wurde.  Für die engen Kurven wurden eigens an Indoor-Anlagen ange­lehnte schräge Kurven­kon­struk­tionen herge­stellt, die den Sport­le­rinnen und Sport­lern beste Voraus­set­zungen für das Wett­kampf­erlebnis inmitten der Stadt bot.

Conica entwi­ckelt und produ­ziert seit über 40 Jahren inno­va­tive, fugen­lose Boden­be­lags­lö­sungen auf Basis von Poly­ure­than- und Epoxid­harzen für Sport, Spiel, Frei­zeit und andere Bereiche.

Conica gehört welt­weit zu den Markt­füh­rern und Inno­va­ti­ons­trei­bern in diesem Bereich.

Projekt­daten

Lauf­bahnen

Conica AG
Indus­trie­strasse 26
CH – 8207 Schaff­hausen

Foto­graf

Conica AG

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Stand­orte

Welt­klasse Zürich
Sech­se­läu­ten­platz
CH – 8001 Zürich

Stadion Letzi­grund
Bade­n­er­strasse 500
CH – 8048 Zürich

Video

 

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Deut­sche Bank Park

Deut­sche Bank Park

Maßar­beit

Seit Juli 2020 heißt das Frank­furter Stadion Deut­sche Bank Park. Im Zuge der Umbe­nen­nung musste die gesamte Beschrif­tung erneuert werden.

Der Deut­sche Bank Park ist Teil der deut­schen Sport­ge­schichte.

Der Deut­sche Bank Park ist das Zentrum eines mehr als 40 Hektar großen Geländes im Frank­furter Stadt­wald, in dem unter anderem DFB, DOSB und die Eintracht Academy zuhause sind. Das Stadion ist Teil der deut­schen Sport­ge­schichte – nicht nur wegen der legen­dären „Wasser­schlacht“ zwischen Deutsch­land und Polen bei der WM 1974. Vor allem aber ist dies die Heimat des amtie­renden Europa League-Cham­pions Eintracht Frank­furt.

Seit dem 1. Juli 2020 heißt das Stadion Deut­sche Bank Park.

Im Zuge dieser Umbe­nen­nung musste die gesamte Beschrif­tung des Stadions erneuert werden. Verant­wort­lich dafür war die Nord­licht GmbH.

Sicht­barstes Zeichen der Umbe­nen­nung sind die 16 über­di­men­sio­na­len Buch­sta­ben und die Bild­mar­ke als Dach­schrift­zug.

Sicht­barstes Zeichen der Umbe­nen­nung ist die anspruchs­volle Instal­la­ti­on von 16 über­di­men­sio­na­len Buch­sta­ben und der Bild­mar­ke als Dach­schrift­zug. Dazu kamen sechs klei­ne­re Leucht­schrif­ten über den Ein­gän­gen und an den Halte­stellen des ÖPNV.

Die Fakten sind beein­dru­ckend: Der Schriftzug „Deut­sche Bank Park“ ist 73 Meter lang, seine Buch­staben bis zu fünf Meter hoch und bis zu 1.300 kg schwer. Dazu kommt die 8,46 m hohe Bild­mar­ke mit Spann­tuch­pro­fi­len. Insge­samt wiegt die neue Beschrif­tung rund 33,5 t.

Die Her­aus­for­de­run­g bestand nicht nur in den Dimen­sio­nen des Schrift­zugs, son­dern auch im Timing: Nach nur zwei Mona­ten Bauzeit soll­ten die Schrift­zü­ge dank mehr als 25.000 wei­ßer und blau­er LEDs erstrah­len.

Also waren pass­ge­naue Lösun­gen und pro­fes­sio­nel­le Logis­tik genauso gefragt wir die per­ma­nen­te Abstim­mung mit allen Pro­jekt­be­tei­lig­ten, Geneh­mi­gungs­be­hör­den und Gewer­ken – und dazu braucht man Erfah­rung und star­ke Part­ner.

Pas­send zum Ener­gie­kon­zept der Eintracht tragen sämt­liche Anla­gen mit moderns­ten und spar­sa­men LED zum nach­hal­tigen Betrieb bei.

Nach­dem das Haupt­lo­go auf dem Sta­di­on­dach und sechs klei­ne­re Logos an den Ein­gän­gen instal­liert wurden, waren die bei­den Medi­en­tür­me auf dem Sta­di­onge­län­de an der Reihe: Auf 65 m Höhe thronen jetzt die jeweils 2,8m x 2,8m großen und 250 kg schweren Logos von Eintracht Frank­furt und der Deut­schen Bank.

Pas­send zum effi­zi­en­ten Ener­gie­kon­zept der Eintracht tragen sämt­liche Anla­gen mit moderns­ten und spar­sa­men LED zum nach­hal­tigen Betrieb bei.

Auch das neu­eröff­ne­te Pro­fi­ Camp der Ein­tracht wurde von der Nord­licht GmbH ausge­stattet.

Auch das neu­eröff­ne­te Pro­fi­ Camp der Ein­tracht wurde von der Nord­licht GmbH ausge­stattet. Dazu gehören das in bewähr­ter Spann­tuch­tech­nik gefer­tig­te Ein­­tracht-Wap­pen mit 2,40 m Durch­mes­ser und die beiden, jeweils fast 12 Meter brei­ten Elemente aus Ein­zel­buch­sta­ben und Bild­mar­ke.

Die Nord­licht GmbH reali­siert seit über 70 Jah­ren gro­ße und klei­ne Pro­jek­te rund um Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen, Licht­kunst­ob­jek­te und auf­merk­sam­keits­star­ke Licht­me­di­en – von der Kon­struk­ti­on über die Her­stel­lung bis zur Mon­ta­ge.

Projekt­daten

Beschrif­tungen

Nord­licht GmbH
Max-Planck-Str. 26
D – 61381 Fried­richs­dorf

Bauherr

Eintracht Frank­furt Fußball AG

Standort

Deut­sche Bank Park
Mörfelder Land­straße 362
D – 60528 Frank­furt am Main

Eröff­nung

2020

Inhalt

Nord­licht GmbH
(Adver­to­rial)

Foto­graf

Nord­licht GmbH
Eintracht Frank­furt

Video

 

Bitte abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

Estadio Romelio Martínez

Estadio Romelio Martínez

Kulturgut, reloaded

Der ideale Austra­gungsort für Fußball und Karneval.

Anläss­lich der Austra­gung der Zentral­ame­ri­ka­ni­schen und Kari­bi­schen Spiele wurde das Stadion komplett umge­staltet – zu einem multi­funk­tio­nalen Lieb­lingsort.

Das Estadio Romelio Martínez wurde 1935 gebaut und ist für die viert­größte kolum­bia­ni­sche Stadt Barran­quilla und ihre 1,23 Millionen Einwohner von enormer Bedeu­tung.

Ursprüng­lich als Base­ball- und dann als Fußball­platz ange­legt, wurde das Stadion aufgrund seiner langen Geschichte und der Art Deco-Tribüne zum natio­nalen Kulturgut (BIC), an der aller­dings der Zahn der Zeit nagte.

Anläss­lich der Austra­gung der Zentral­ame­ri­ka­ni­schen und Kari­bi­schen Spiele 2018 wurde es komplett umge­staltet – zu einem multi­funk­tio­nalen Lieb­lingsort.

Für die Austra­gung inter­na­tio­naler Sport­ver­an­stal­tungen musste das Spiel­feld in Nord-Süd-Rich­tung gedreht werden. Außerdem wurden die Zuschauer- und Neben­be­reiche mit Blick auf die zukünf­tigen viel­fäl­tigen Nutzungs­formen komplett neu struk­tu­riert.

Um eine Viel­zahl von Nutzungen unter­zu­bringen und gleich­zeitig die Verbin­dung des Stadions zum umge­benden öffent­li­chen Raum zu verbes­sern, wurden die Tribünen in Frag­mente aufge­teilt.

Ein grund­le­gendes Bedürfnis der Planer von Equipo Mazz­anti war es, das Stadion so viel­fältig wie möglich zu gestalten – vor allem für den Karneval, der für das kultu­relle Leben von Barran­quilla enorm wichtig ist.

Um also eine Viel­zahl von Nutzungen unter­zu­bringen und gleich­zeitig die Verbin­dung des Stadions zum umge­benden öffent­li­chen Raum zu verbes­sern, wurden die Tribünen in Frag­mente aufge­teilt.

Diese Entschei­dung erleich­tert die Zonie­rung und Grup­pie­rung verschie­dener Tribünen und Räume ganz entschei­dend. Sie können nun glei­cher­maßen und auch gleich­zeitig für Karne­vals­feiern, Pick­nicks, Konzerte, Feiern und ähnli­ches genutzt werden.

El Equipo Mazz­anti haben ein modernes Fußball­sta­dion mit 11.000 Plätzen geschaffen – und ein zeit­ge­nös­si­sches Monu­ment der Multi­funk­tio­na­lität.

Die Topo­gra­phie und die Flächen, die sich aus dem Abriss der alten Tribünen ergaben, wiesen einen Höhen­un­ter­schied von bis zu neun Metern auf. Die Spiel­feld­ebene ist nun das verbin­dende Zwischen­ni­veau, denn daran schließen die neuen Tribünen, Frei­flä­chen, Sport­ge­le­gen­heiten und Geschäfte außer­halb des Stadions an.

Mit ganz eigen­stän­diger Formen­sprache ist das neue alte Stadion nicht nur eine geschlos­sene Gesell­schaft für den Fußball und andere Sport­ver­an­stal­tungen, sondern auch ein für die Öffent­lich­keit zugäng­li­cher Raum, der für eine Viel­zahl von Akti­vi­täten genutzt werden kann.

El Equipo Mazz­anti haben die Ehren­tri­büne stil­voll restau­riert und für den Zweit­li­gisten Barran­quilla FC ein modernes Fußball­sta­dion mit 11.000 Zuschau­er­plätzen geschaffen – und ein zeit­ge­nös­si­sches Monu­ment der Multi­funk­tio­na­lität.

Projekt­daten

Archi­tekt

El Equipo Mazz­anti

Nutzer

Baran­quilla Fotbol Club

Standort

Estadio Romelio Martínez
Cra. 46
Av. Olaya Herrera ##72–155
Barran­quilla, Atlán­tico
Kolum­bien

Eröff­nung

2018

Foto­graf

 A Construir S.A

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

© 

Entwurf

Video

Abon­nieren Sie unseren

Social Media

Folgen Sie uns!

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner