Rostow Arena

Sportzentrum mit Aussicht

Die Rostow Arena

Geschichte

Die Rostow Arena entstand am linken Ufer des Don. Durch die Auswahl als FIFA WM-Stadt will Rostow am Don wachsen und neue Flächen am linken Flussufer entwickeln, wo touristische Einrichtungen und Restaurants Einheimische und Besucher anziehen. Das Stadion befindet sich auf einer künstlichen Insel am linken Donufer, die sich sechs Meter über dem Wasser erhebt. Die Insel wurde speziell für die Weltmeisterschaft angelegt.

Entwurf

Der Entwurf der Rostow Arena fügt sich harmonisch in die malerische Landschaft ein. Die Form des Daches will die Windungen des Flusses Don imitieren. Dank der unterschiedlichen Höhen der Tribünen können die Zuschauer nicht nur das Geschehen auf dem Spielfeld beobachten, sondern auch schöne Ausblicke auf Rostow am Don genießen. Vom linken Flussufer aus bietet die Stadt einen besonders schönen Anblick. Das Stadion verfügt über eine transluzente Medienfassade aus Metall und Glas und ist stattliche 51 Meter hoch. Die Rostow Arena entstand am linken Donufer, die wichtigste städtische Infrastruktur befindet sich am rechten Ufer. Also wird die Fußball-WM genutzt, um der Entwicklung der gesamten linken Seite der Stadt einen starken Impuls geben.

Stadt und Vermächtnis

Rostow am Don ist die größte Stadt im Süden Russlands und die Heimat der Donkosaken, der berühmten russischen Krieger. Das historische Stadtzentrum mit seinen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert ist touristisch bedeutsam.

Nach der WM wird das Stadion auf knapp 38.000 Plätze verkleinert. FC Rostov wird seine Heimspiele hier austragen. Außerdem sollen weitere Großveranstaltungen wie Konzerte und Shows stattfinden.

Der Bereich um die Arena Rostow soll das Sportzentrum der Stadt werden. Eishockey- und Handballanlagen werden nach der Fußball-Weltmeisterschaft in der Nähe der bereits in Betrieb befindlichen Beachvolleyball- und Fußballfelder entstehen. Hinter dem Stadion befindet sich auch ein Ruderkanal für den Wassersport.

Hauptnutzer

FC Rostow

Autor

FIFA Wikipedia More Sports Media

Fotograf

© Host city Rostov-on-Don

Status

Neubau

Adresse

Rostow am Don Oblast Rostow Russland, 344002

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Eröffnung

2018

Zuschauerplätze

45.000 / 38.000 nach der WM

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Bilder

Nischni Nowgorod

Pixelig

Das Stadion Nischni Nowgorod

Situation

Das für die Weltmeisterschaft 2018 entworfene Stadion Nischni Nowgorod liegt an der Mündung der Oka in die Wolga. In Sichtweite des Stadtzentrums der russischen Millionenstadt gelegen, ist das kreisrunde, für 45.000 Besucher ausgelegte Stadion in eine Parklandschaft eingebettet, die sich zum Ufer der Wolga hin öffnet. Der Stadionbau basiert auf den gesetzten Rahmenbedingungen für die Spielstätten der WM in Russland, für die eine Kapazität von 45.000 Besuchern sowie eine kreisrunde Grundform vorgegeben waren. Auf dieser Grundlage entwickelte gmp die Geometrie der Tribünenschüssel mit parallel zum Spielfeldrand verlaufenden Sitzreihen, die günstige Sichtverhältnisse für alle Zuschauer bieten. Die einfache Geometrie ermöglicht zudem eine Errichtung mit Betonfertigelementen sowie eine effiziente Organisation der Funktionsbereiche.

Entwurf

Ähnlich wie beim Stadionentwurf für Wolgograd ist das Stadion Nischni Nowgorod so als konzentrische Folge von rechteckigem Spielfeld, ovaler Tribünenschüssel und der kreisrunden Gesamtkubatur entwickelt. Dabei sind Fassade, Dach und Bowl als drei unabhängige konstruktive Systeme konzipiert. Überdacht sind die Tribünenbereiche mit einer leichten Ringseildachkonstruktion. Die Fassade in ihrer Entwurfsfassung schafft Analogien zum Thema Wasser, das die Stadt und den exponierten Standort des Stadions prägt: Hinter der umlaufenden Kolonnade bildet eine Seilnetzkonstruktion einen Rotationsparaboloiden, der mit verschiedenfarbigen, transluzenten Polycarbonat-Paneelen bekleidet ist und so als bläulich schimmerndes Pixelbild erstrahlt.

Stadt und Vermächtnis

Nischni Nowgorod spielt in der russischen Geschichte eine wichtige Rolle. Hier versammelten Kuzma Minin und Dmitry Pozharsky im 17. Jahrhundert eine freiwillige Armee, um Moskau von ausländischen Eindringlingen zu befreien. Die Nischni Nowgoroder Messe, die im 19. Jahrhundert eröffnet wurde, war ein wichtiger Ort für den nationalen und internationalen Handel und brachte der Stadt den Spitznamen „Geldbeutel der Nation“ ein. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem großen Industriezentrum mit großen Maschinenbaubetrieben, darunter das weltweit bekannte Automobilwerk GAZ. Nischni Nowgorod ist die fünftgrößte Stadt Russlands. Der 2014 von gmp entwickelte Entwurf wurde von den russischen Partnern der Ausführungsplanung zugrunde gelegt und eigenständig realisiert. Das Stadion Nischni Nowgorod wird die Spielstätte des FC Olympiets Nizhny Novgorod.

Architekt

von Gerkan, Marg und Partner GbR
Elbchaussee 139
D – 22763 Hamburg

Tragwerk: schlaich bergermann partner sbp gmbh

Adaption: ARENA Project Institute, Moskau

Hauptnutzer

FC Olympiec

Autor

gmp

Fotograf

© Host city Nizhny Novgorod

Adresse

Ulitsa Dolzhanskaya, 2А, к.1 Nizhnij Novgorod Nizhegorodskaya oblast‘ Russland, 603159

Luftbild

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Status

Neubau

Eröffnung

2018

Zuschauerplätze

45.000

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Bilder

Pläne

Otkrytije Arena

Bestseller

Die Otkrytije Arena in Moskau

Geschichte

Spartak Moskau gilt als „Team des Volkes“ und gehört zu den beliebtesten Fußballklubs Russlands, auf das eigene Stadion – die Otkrytije Arena  – musste der Club jedoch lange warten. Seit seiner Gründung im Jahr 1922 musste Spartak ohne eigenes Stadion auskommen. Das Team hat Heimspiele bereits in den Stadien von Dynamo und Lokomotive Moskau sowie im Luzhniki-Stadion und in der Khimki-Arena knapp außerhalb Moskaus und sogar in Jekaterinburg bestritten.

Im Sommer 2010 begann Spartak auf dem Gelände eines früheren Flughafens in Tushino mit der Errichtung eines eigenen Stadions mit 45.000 Sitzplätzen. Das erste Spiel im neuen Stadion fand am 5. September 2014 statt. Spartak trennte sich dabei mit einem 1:1-Unentschieden von Crvena Zvezda. Außerdem fanden bereits 2017 Spiele des FIFA Konföderationen-Cup im Spartak-Stadion statt.

Entwurf

Das Erscheinungsbild der Otkrytije Arena soll die Fans mit großem Stolz erfüllen. Die Fassade ist mit rautenförmigen Elementen verkleidet, die das Logo von Spartak repräsentieren. Die farbliche Gestaltung der Fassade kann verändert werden, je nachdem, welches Team hier spielt. Bei Spartak-Spielen ist das Stadion rot-weiß, bei Partien der Nationalmannschaft erstrahlt es in den Farben der russischen Fahne. Die Otkrytije Arena beherbergt auch das Museum, den offiziellen Fanklub und den Souvenirshop von Spartak Moskau. In der Nähe wurde eine neue Metro-Station eröffnet.

Auf dem Platz vor dem Stadion steht das Denkmal eines Gladiatoren, der als Symbol für den FC Spartak, die Heimmannschaft des Stadions, gilt.

Vermächtnis

Der FC Spartak, eine der beliebtesten Fußballmannschaften Russlands, trägt seine Heimspiele natürlich auch weiterhin in der Otkrytije Arena aus. Die Trainingsbasis des Clubs befindet sich in unmittelbarer Nähe, und ein neues Wohnviertel soll in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen. Der Stadionbau hat auch die Pläne zur Eröffnung einer U-Bahn-Station in der Nähe wiederbelebt – ein Projekt, das vor 40 Jahren auf Eis gelegt wurde. Spartak ist die zweite Metrostation, die den Namen eines Fußballvereins trägt, die andere ist Dynamo.

Hauptnutzer

Spartak Moskau

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FIFA
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© Host city Moscow

Status

Neubau

Adresse

Volokolamskoye sh.
69, Moskva
Russland, 125424

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Eröffnung

2014

Zuschauerplätze

45.000

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Luschniki-Stadion

Grand Dame

Das Luschniki-Stadion in Moskau

Geschichte

Das Luschniki-Stadion ist das Hauptstadion der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Es wurde ursprünglich für die Ausrichtung der ersten landesweiten Spartakiade 1956 erbaut. Es steht seit 1956 am Ufer der Moskwa im namensgebenden Stadtviertel. Bis 1991 war es als Lenin-Zentralstadion bekannt. Es war das größte Stadion der Sowjetunion und Russlands mit einer Kapazität von bis zu 101.000 Sitzplätzen. Das Luschniki-Stadion war Schauplatz der Eröffnungs- und Abschlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele 1980, der ersten Olympischen Spiele in der Geschichte des Landes. Seitdem haben in dem riesigen Stadion unzählige Sport- und Kulturveranstaltungen stattgefunden, darunter Eishockey-, Leichtathletik- und Rugby-Weltmeisterschaften sowie Konzerte von einigen der bekanntesten Musiker der Welt. Während dieser gesamten Zeit hat der Fußball jedoch immer eine herausragende Rolle gespielt. Mittlerweile wurden mehr als 3.000 Partien in diesem Stadion ausgetragen. In den Jahren 1996-1997 erhielt das Stadion ein Upgrade inklusive einer vollständigen Überdachung, einer 5-Sterne-Wertung von der UEFA und dem Recht, das UEFA-Pokal-Finale 1999 und das UEFA-Champions-League-Finale 2008 auszurichten. Das Luschniki-Stadion ist schließlich Austragungsort der meisten Spiele der russischen Fußball-Nationalmannschaft.

Entwurf

Die Modernisierungsarbeiten am Luschniki-Stadion für Russland 2018 hatten bereits 2013 begonnen. Einer der zentralen Aspekte des Projekts bestand in der Bewahrung der historischen Fassade des Stadions, die zu den markantesten Orientierungspunkten Moskaus gehört. Der Innenraum des Luschniki-Stadions wurde dagegen vollständig umgestaltet: Die Laufbahn wurde entfernt, die Tribünen wurden näher an das Spielfeld herangerückt, ihre Neigung wurde verändert und zwei zusätzliche Ränge wurden geschaffen. Die Kapazität des Stadions stieg im Zuge dieser Maßnahmen 78.000 auf 80.000 Zuschauer.

Das Kunstrasenspielfeld wurde durch eine Naturrasenfläche ersetzt, das Dach wurde um 14 m größer, eine über 30.000 m² große LED-Bildwand wurde eingebaut. Zwei 16,8 x 9,6 m große Medienbildschirme stehen sich gegenüber, eine im Süden und eine im Norden, von jedem Sitzplatz aus gut sichtbar. Mittlerweile gibt es vier Restaurants und über 200 Verpflegungsstände. Die Gesamtfläche des Sportkomplexes beträgt über 159 Hektar, die Fläche des Stadions einschließlich der Tribünen beträgt 221.000 Quadratmeter.

Stadt und Vermächtnis

Moskau ist die Hauptstadt Russlands, die größte Stadt Europas und eines der politischen und wirtschaftlichen Zentren der Welt.

Das Luschniki-Stadion behält seinen Status als wichtigstes Fußballstadion des Landes und wird auch weiterhin Spielstätte der russischen Nationalmannschaft bleiben.

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Russische Fußball-Union

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FIFA Wikipedia More Sports Media

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© Host city Moscow

Status

Modernisierung

Adresse

ул. Лужники 24, Moskva Russland, 119048

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Eröffnung

1956, 1980, 1997, 2017

Zuschauerplätze

80.000

Bilder

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Arena Kasan

Wasserlilie mit LED-Fassade

Die Arena Kasan

Geschichte

Die Arena Kasan wurde für die Sommer-Universiade 2013 gebaut, deren Eröffnungs- und Schlussfeier hier stattfanden. Nach den Weltsportspielen der Studenten wurde ein Naturrasenspielfeld installiert. Das erste Fußballspiel in der Arena Kasan fand dann im August 2013 statt: Rubin Kasan trennte sich 1:1 von Lokomotive Moskau. 2017 wurden hier Spiele des FIFA Konföderationen-Pokals ausgetragen.

Entwurf

Die Arena Kasan bietet 45.105 Sitzplätze. Sie ersetzt das Zentralstadion von 1960 im Zentrum der Stadt. Das Stadion wurde von Populous entworfen. Sein Design fügt sich in die urbane Umgebung in Kasan ein. Von oben wirkt das Stadion am Ufer der Kasanka wie eine riesige Wasserlilie.

Eine geschwungene Dachlinie, die vom Mittelpunkt der Haupt- wie Gegentribüne zu den Rängen hinter den Toren abfällt, prägt die Wirkung das Stadions. Ein weiteres prägnantes Merkmal ist die große LEDMedienfassade in HD-Qualität. Mit einer Breite von 150 Metern und, am höchsten Punkt, 35 Metern Höhe ist sie die beim Einbau weltgrößte LED-Fassade an einem Fußballstadion. Sie besitzt eine Fläche von 3.622 Quadratmeter und ist mit drei Millionen LEDs bestückt.[

Stadt und Vermächtnis

Kazan ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan und eine der ältesten Städte Russlands. Es ist eine der ethnisch vielfältigsten Städte, in der neben den Tataren und Russen 115 weitere Ethnien leben. Kasans wichtigstes Wahrzeichen ist der Kreml, ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Arena Kasan ist seit ihrer Eröffnung die Spielstätte des Erstligisten Rubin Kasan. Allerdings lag der Zuschauerschnitt des russischen Meisters von 2008 und 2009 in der abgelaufenen Saison bei gerade mal 9.700.

Im Sommer 2015 wurden hier einige Wettkämpfe der Schwimmweltmeisterschaften ausgetragen. Dazu wurden zwei 50-Meter-Schwimmbecken eingebaut. Neben Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen werden in dem Stadion auch verschiedene Unterhaltungsshows, Konzerte und Kulturveranstaltungen stattfinden.

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Rubin Kasan

Autor

FIFA
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© Host city Kazan

Status

Neubau

Adresse

пр-кт Ямашева, 115 А,
Казань, Респ. Татарстан
Russland, 421001

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Eröffnung

2013

Zuschauerplätze

45.000

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Stadion Kaliningrad

Fußball auf der Insel

Das Stadion Kaliningrad

Geschichte

Das Stadion Kaliningrad ist ein Neubau anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Stadion entstand im Herzen von Kaliningrad, auf der Insel Oktyabrsky. Es bietet während des Turniers 35.000 Sitzplätze. Die Auswahl Kaliningrads als FIFA WM-Stadt hat die lokalen Behörden veranlasst, die Insel Oktyabrsky zu erschließen, die jahrhundertelang als nahezu unberührte Wildnis belassen wurde.

Kaliningrad ist der westlichste Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft.

Design

Das Stadion Kaliningrad ist auf Multifunktionalität angelegt. Neben Fußballspielen sollen hier weitere Sportveranstaltungen und Konzerte stattfinden. Das Stadion ist als moderne fünfgeschossige Anlage konzipiert.

Der siegreiche Entwurf des Architekturwettbewerbs stammt von dem französischen Büro Willmotte, ist aber nicht mehr erkennbar. Realisiert wurde eine horizontale Metallfassade. Im Inneren bietet das Stadion Kaliningrad zwei Ränge und dazwischen zwei Logengeschosse. Ein an Pylonen abgehängtes Tribünendach aus Stahl schützt vor Regen und Schnee.

Nach der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ wird im Umfeld des Stadions ein Wohngebiet mit Parkanlagen, Piers und Uferstraßen entlang des Flusses Pregola entstehen. Das bisher unbebaute Gebiet der Insel wird eine Infrastruktur mit Versorgung, Straßen und Böschungen erhalten.

Stadt und Vermächtnis

Kaliningrad ist das Zentrum der westlichsten Region Russlands und die einzige Exklave des Landes. Die Stadt ist die Heimat von Immanuel Kant, einem der größten Philosophen der Welt. Bis 1946 war Kaliningrad als Königsberg bekannt und gehörte zu Ostpreußen. Die Region und die Stadt sind bekannt als Quelle von Bernstein, versteinertem Baumharz, das etwa 50 Millionen Jahre alt ist. 

Die Kapazität des Stadions wird nach der Weltmeisterschaft auf rund 25.000 Plätze reduziert. Dann wird der FC Baltika Kaliningrad hier seine Heimspiele austragen. Allerdings spielt der Club seit zwei Jahrzehnten nicht mehr in der russischen Top-Liga und die Zuschauerzahlen liegen im unteren Tausenderbereich. Konzerte und andere Veranstaltungen sollen daher zur Auslastung des Stadions nach der Fußball-Weltmeisterschaft beitragen. Darüber hinaus wird das Stadion Kaliningrad Teil eines entstehenden Sport- und Freizeitparks mit weiteren Freizeitangeboten, Fahrradwegen, Parkplätzen und einem Yachtkai.

Hauptnutzer

FC Baltika Kaliningrad

Autor

FIFA
Wikipedia
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Fotograf

© Host city Kaliningrad
© Dmitry Rozhkov (Start)

Status

Neubau

Adresse

Solnechnyy Bul’var
Kaliningrad
Kaliningradskaya oblast‘
Russland, 236006

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Eröffnung

2018

Zuschauerplätze

35.000 / 25.000 nach der WM

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Zentralstadion Jekaterinburg

Irgendwie anders

Das Zentralstadion Jekaterinburg

Geschichte

Das Zentralstadion Jekaterinburg wurde 1953 erbaut und ist Heimstätte eines der ältesten Fußballklubs des Landes, des FC Ural. Seitdem wurde es mehrfach umgebaut und modernisiert. Die letzte umfangreiche Umbaumaßnahme wurde für die FIFA Fußball-WM 2018 vorgenommen. Dabei blieb die historische Fassade des Stadions als architektonisches Vermächtnis stets unverändert. Beim Bau des Zentralstadion Jekaterinburg wurden zahlreiche dekorative Elemente des sowjetischen Neoklassizismus architektonisch integriert. Die Stadionzugänge im Westen und im Osten werden von Säulen mit Skulpturen eingerahmt. Sie zeigen eine Fräsmaschinenführerin, einer Skifahrerin, einen Jägerin, einen Fußballer, einer Athletin mit Fackel und einem Stahlbauer.

Entwurf

Das Zentralstadion Jekaterinburg verfügt über vier Tribünen: zwei sind dauerhaft, zwei sind temporär: Letztere wurden mit Hilfe einer Stahlkonstruktion erstellt und wirken etwas kurios, da sie außerhalb des eigentlichen Stadionrunds stehen. Sie werden nach der WM wieder abgebaut. Die unverwechselbare historische Fassade der Jekaterinburg-Arena dagegen bleibt erhalten. Das Zentralstadion in Jekaterinburg ist der einzige Austragungsort bei der Fußball-WM 2018, der im asiatischen Teil Russlands liegt.

Stadt und Vermächtnis

Jekatarinenburg, 17 Kilometer von der Grenze zwischen Europa und Asien entfernt, wurde 1723 als Produktionsstätte im Auftrag von Kaiser Peter dem Großen gegründet und nach seiner Frau, der späteren Kaiserin Katharina I. benannt. Jekaterinburg ist nach Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk die viertgrößte Stadt Russlands. Der FC Ural wird das Stadion auch weiterhin für seine Heimspiele nutzen. Das Zentralstadion wird darüber hinaus ein Fitnesscenter beherbergen und das umliegende Gebiet soll zur Fußgängerzone werden.

Hauptnutzer

FK Ural Oblast Swerdlowsk FK Ural Jekaterinburg

Autor

FIFA
Wikipedia
More Sports Media

Fotograf

© Host city Ekaterinburg

Status

Modernisierung

Adresse

Ulitsa Repina 5 620028 Jekaterinburg Russland

Luftbild

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Eröffnung

1953, 2011, 2018

Zuschauerplätze

35.000

Videos

Stadion Elda

Bonus Track

Stadion in Elda und in 3D

Langweilig

Der Entwurf einer Leichtathletikanlage wie für das Stadion in Elda ist eigentlich so langweilig wie normiert und vorhersehbar wie die spätere Nutzung: Kurve, Gerade, Kurve, Gerade – so lange man will oder kann. Perfekt standardisierte Sportarchitektur ist so universell wie wenig sonst: Die Laufbahn ist 400 Meter lang, der Kurvenradius beträgt 36,5 Meter und die Spurweite 1,22 Meter. Das Stadion in Elda, einer 55.000 Einwohner zählenden Stadt nordwestlich von Alicante erfüllt alle diese Kriterien, erweitert aber das Angebot einer solchen Sportanlage um eine spektakuläre Innovation: den „Bonus Track“. Die spanischen Architekten von Subarquitectura (Alicante) fügten sechs Bahnen hinzu, die sich am Beginn der Gerade selbstständig machen, hinter der Tribüne für 250 Zuschauer herführen und sich am Ende der Gerade wieder mit der „normalen“ Streckenführung vereinen.

Große Geste

Diese große planerische Geste ist auch funktional plausibel: Die zusätzlichen Bahnen überdachen den geschwungenen Umkleidebereich und bilden den Abschluss einer kleinen, 300 Zuschauer fassenden Tribüne. Neben den beiden Umkleiden fasst die 350 m² große Fläche auch Büro- und Lagerräume, einen Mehrzweckraum und Zuschauertoiletten. Der konsequente Verzicht auf aufwändige Materialien und Details – die Fassadengestaltung ist auf ein Stahlblechgitter mit einem Fensterband reduziert – unterstreicht die kühne Haltung der Planer.

Architekt

Subarquitectura

Team

Andrés Silanes, Fernando Valderrama, Carlos Bañón

Bauherr

Verwaltung der Stadt Elda

Adresse

Paseo de la Mora, 1D
ES – 03600 Elda

Luftbild

Eröffnung

2011

Fotograf

David Frutos Ruiz
Subarquitectura

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Lagepläne

Für alle

Das Stadion in Elda bietet geradezu selbstverständlich Barrierefreiheit bei Zugang und Nutzung der Anlage. Durch den ebenerdigen Tunnel gelangen Besucher und Sportler in die Umkleideräume und ins Innere. Bahnen und Steigungen sind so beschaffen, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Alltag ist toll

Das Stadion in Elda erhebt die eigentlich standardisierte Wettkampffläche der Leichtathletik in die dritte Dimension. Gleichzeitig rücken die Zuschauer in eine neue, zentrale Position. Für große Wettkämpfe mit vielen Zuschauern ist diese Lösung schwer vorstellbar, für den wesentlich häufigeren sportlichen Alltag dagegen ist sie ein toller Impuls.

Video

https://www.youtube.com/watch?v=L53l-y6a3Jk

Bilder

Tammela Stadion

Zimmer mit Aussicht

Das Tammela Stadion in Tampere

Die Situation: Jeder Baum zählt

Das Tammela Stadion liegt inmitten von Wohnhäusern und ist Spielstätte des Fußballvereins Ilves in der finnischen Stadt Tampere. Es entstand im Jahr 1931, bietet 5.000 Plätze auf unterschiedlichen Tribünen an zwei Seiten und soll durch einen Neubau ersetzt werden. 

Im neuen Tammela Stadion von avanto architects geht es nicht nur um Fußball. Ein weiteres Ziel des Entwurfs ist es, durch geschlossene Bauweise die traditionelle Stadtstruktur der Gemeinde Tammela (6.200 Einwohner) wiederherzustellen. Hier finden sich auch wieder die kleinen Läden wie in den historischen Stadtvierteln, die zumeist abgerissen wurden. Im Osten grenzt der Block an den Kaleva Boulevard, in der gleichen Linie mit einem alten Schulgebäude nördlich des Stadions. Auf der Westseite wird der Block zurückgezogen, um einen kleinen Vorplatz zu bilden und die bestehende Baumreihe zu erhalten. Dies ist wichtig, da es nur wenige Grünflächen in der Gegend gibt und jeder Baum zählt.

Das Spielfeld als Innenhof

Das Spielfeld wird dabei zum grünen „Innenhof“, der von einer kontinuierlichen, niedrigen Gebäudemasse umgeben ist. Die Ummantelung des Spielfeldes mit Gebäuden an allen vier Seiten macht den Block effizient und finanziell tragfähig, ohne das Stadion in dieser historischen Umgebung zu massiv wirken zu lassen. Die Stadt Tampere beabsichtigt, dieses öffentliche Projekt zu finanzieren, indem sie das Baurecht für die Wohnflächen auf dem Dach des Stadions verkauft. Da das Publikum die Spieler von allen vier Seiten umgibt, ist die Atmosphäre im Tammela Stadion sehr intensiv. Die Höhe der Gebäudeflügel wurde sorgfältig an die umgebenden Gebäude angepasst. Die geschwungene Form der Riegel und die daraus resultierenden unterschiedlichen Gebäudehöhen erhalten der Nachbarschaft ihre Blickbeziehungen, der benachbarte Schulhof bekommt auch weiterhin direktes Sonnenlicht.

Design

avanto architects ltd kalevankatu 31 a 3 fi – 00100 helsinki finnland

Bauherr

Stadt Tampere

Adresse

Kalevan puistotie 21 33500 Tampere Finnland

Luftbild

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Ecke, Tor

Das Tammela Stadion wird über alle vier Ecken erschlossen. Es ist einfach, die Eingänge zu finden, die sich unter den gewölbten Decken befinden. Die meisten öffentlichen Angebote wie das Restaurant und die Sporthalle wurden in den Ecken der Blocks platziert, wo sie leicht zu erreichen sind. So sollen auch die Anwohner angelockt werden. Alle Räume sind flexibel und können von verschiedenen Nutzern zu unterschiedlichen Tageszeiten genutzt werden, so dass das Nutzungsverhältnis der Räume erhöht werden kann. Für internationale Spiele nach den Regeln der UEFA ist es möglich, einen separaten Eingang mit abgetrennter Tribüne für ein Besucherteam bereit zu stellen. Das Spielfeld ist Nord-Süd orientiert, die Haupttribüne mit den TV-Kameras befindet sich im Westen, wie von der UEFA gefordert. Da die brückenähnlichen Bauten aus Stahlbeton an den Stirnseiten keine Stützen benötigen, haben auch die kurzen Tribünen freie Sicht auf das Feld.

Wohnen im Stadion

Das üppige Gebäudevolumen lässt viele verschiedene Wohnformen zu. Die vorgeschlagenen Studentenwohnungen gleichen die aktuelle demographische Struktur des Gebiets mit überwiegend älteren Menschen aus. Besonderes Augenmerk wurde auf die soziale Nachhaltigkeit des Projekts gelegt. Gemeinsamkeit entsteht auch durch Gemeinschaftsräume wie grüne Wintergärten oder Saunen mit großzügigen Dachterrassen. Der großzügige Erschließungsgang bietet zusätzlichen Platz für die Aufbewahrung eines Fahrrads oder die städtische Gartenarbeit. Man kann ihn aber auch als Loge zur Beobachtung eines Spiels im Tammela Stadion mit den Nachbarn nutzen. Das spart auch noch das Eintrittsgeld.

Grundrisse

Ansichten + Schnitte

Casa Futebol

The day after

Casa Futebol: Wohnen im WM-Stadion

Weiße Elefanten

Das Projekt „Casa Futebol“ schlägt eine nachhaltige und multifunktionale Nutzung der Stadien vor, die für die WM 2014 in Brasilien renoviert oder gebaut wurden – und dies durch die Implementierung von 105 m² großen Wohnmodulen. Casa Futebol ist eine architektonische Antwort auf die „Weiße Elefanten“ genannten Großbauten ohne sinnvolle Nachnutzung, die immer wieder aus sportlichen Großereignissen wie der Fifa-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hervorgehen. Casa Futebol wurde von Axel de Stampa und Sylvain Macaux im Rahmen ihres Think Tank „1 week 1 project“ entworfen. Casa Futebol berücksichtigt das Wohnungsdefizit in Brasilien (5,2 Millionen Haushalte) und deckt alle 12 brasilianischen WM-Stadien ab.

Apartment statt Oberrang

Axel de Stampa und Sylvain Macaux fügen Wohnraum in die zwölf Stadien ein und ersetzen die oberen Tribünen durch Apartments. Bei sechs Stadien können die Wohnungen in die Fassade integriert werden: Brasilia, Mineiro, Arena Fonte Nova, Maracana, Arena Castelao und Arena Das Dunas. Fünf dieser sechs Stadien wurden mit Beton- oder Stahlstützen mit einer Spannweite von 7 bis 8 Metern gebaut. Die vorgefertigten Wohneinheiten lassen sich einfach in dieses Raster einfügen. Der zentrale Teil der Stadien (Spielfeld und Unterrang) ist davon nicht betroffen, der Spielbetrieb also auch nicht.

Stayin‘ alive

In der Fassade des Estádio Nacional de Brasília ließen sich beispielsweise etwa 315 Wohneinheiten unterbringen – hochwertiger Wohnraum, der auch bei der Finanzierung dieses wunderschönen, aber in der Unterhaltung aufwendigen Stadions helfen könnten. In jedem Stadion könnten nach Schätzung der Planer etwa 1.500 bis 2.000 Menschen leben. Demnach könnten in der Nachnutzung der brasilianischen WM-Stadien etwa 20.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Die Architekten sind besorgt über den sozialen Kontext, der mit solchen Großveranstaltungen einhergeht. Die Stadien sind so absurd groß, das Wohnungsproblem in Brasilien ist so real. Im Cape Town Stadium in Johannesburg, dem Austragungsort des WM-Finales 2010 in Südafrika, fanden in den vier Jahren nach der Weltmeisterschaft ganze sieben Spiele statt. Stampa und Macaux glauben, dass jeder Ort etwas Neues zu bieten hat. Es wäre doch schön, wenn sie Recht hätten.

Planer

 

1 WEEK 1 PROJECT

Axel de Stampa
Sylvain Macaux

Rwanda Cricket Stadium

Field of dreams

Das Rwanda Cricket Stadium

Geschichte

Vor dem Völkermord von 1994 wurde in Ruanda kaum Cricket gespielt. Zurückkehrende Flüchtlinge brachten das Spiel mit. Mittlerweile gibt es landesweit 7.000 Spieler und Cricket spielt eine wichtige Rolle im Heilungsprozess des Landes. Mit der Einweihung des Rwanda Cricket Stadium ist dieser Prozess einen großen Schritt weitergekommen.

Das Rwanda Cricket Stadium ist sehr auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Weniger Kohlendioxidausstoß, Wassereinsparung, umweltverträgliches Design. Das Stadion schafft Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung und bietet Einnahmequellen, die den Unterhalt der Anlage und weitere Investitionen in das Spiel ermöglichen. Der Bauprozess wurde überwiegend mit einheimischen Arbeitskräften durchgeführt. Zu verdanken ist das Stadion vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foundation, welche die für den Bau benötigte Summe von 1,1 Million Euro aufgebracht hat.

Die Tribüne ist eher ein Pavillon, der in Zukunft auch als HIV-Testzentrum und Restaurant dienen soll. Eine phantastische Ingenieurleistung, gebaut aus 66.000 handgefertigten Fliesen in Schichten und ohne Beton. Seine Wölbungen stellen die Flugbahn eines springenden Balls dar. Die Zuschauerplätze wurden durch Geländemodulation aus der Erde heraus entwickelt. Sie ahmen die terrassierten Bauernhöfe auf den steilen Hügeln rund um Kigali nach, die ihrerseits eine spektakuläre Kulisse bilden. Das Spielfeld ist das einzige flache Stück Land in Sichtweite, Ruandas Ruf als „Land der tausend Hügel“ ist verdient.

Architekt

Light Earth Designs
Pioneer House
Chivers Way
Histon
Cambridge
Cambridgeshire
UK-CB24 9NL

Team

Tim Hall, Michael Ramage, Ana Gatóo, Ben Veyrac, Wesam Al Asali, Anton Larsen, Marco Groenstege, Oliver Hudson, Killian Doherty

Bauherr

Rwanda Cricket Stadium Foundation
FOTOS

Konstruktion

Die Fliesen wurden vor Ort aus lokalen Materialien von angelernten Einheimischen hergestellt. Sie wurden mit einer kleinen Zugabe von Zement hydraulisch gepresst und mussten nicht gebrannt werden. Sie wurden schichtweise auf ein provisorisches Holzskelett gelegt und sind für Spannweiten von bis zu 16 Metern geeignet. Geogitter wurden hinzugefügt, um einen gewissen seismischen Schutz zu bieten. Die Schalen sind wasserdicht und wurden dann mit lokalem gebrochenem Granit (der überall im Land zu finden ist) überzogen.

In die Gewölbe werden einfache, effiziente und dünne Betontische eingesetzt, die Platz für die geschlossenen Funktionen der Servicebereiche bieten: Umkleideräume, Büros, Restaurant. Diese Tische sind mit natürlichen ruandischen Fliesen gestaltet. Die offenen Mezzanine – die Bar und das Clubhaus – bieten einen herrlichen Panoramablick über das Oval und in die wunderschöne Landschaft.

Mit Hilfe von Ziegelsteinen werden Grenzen und Zwischenräume definiert, die oft in perforierter Fugen verlegt werden, so dass Luft und Licht hindurch gelangen. Für den Bodenbelag werden die Abfälle des ruandischen Granitbodens und der Arbeitsplatten verwendet. Die Sperrholz-Rechtecke, aus denen die Fliesen gepresst werden, werden als Arbeitsplatten wiederverwendet, während Holz und Sperrholz aus der Gewölbeführung zu Türen verarbeitet werden, so dass ein Maximum an Abfallstoffen in die Primärproduktion gelangt. Die Stützmauern bestehen entweder aus lokalen Granitblöcken oder sind hohl, um die Bepflanzung zu ermöglichen.

Autor

Light Earth Designs
Johannes Bühlbecker

Fotograf

Light Earth Designs
Michael Ramage, Jonathan Gregson

Adresse

Unnamed Road
Ruanda

Luftbild

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LAGEPLAN
SCHNITT
EBENE 0
EBENE 1

Ausblick

Das Gebäude wächst aus dem Erdwall, der sich bei der Nivellierung des Spielfeldes gebildet hat – und wird ein Teil der Landschaft. Die Aufschüttung schafft ein wunderschönes natürliches Amphitheater mit herrlichem Blick auf das Spielfeld und das Feuchttal dahinter.

Während die Sprache des Gebäudes von Fortschritt und Dynamik durch extreme Struktureffizienz zeugt, stammen die Materialien aus der Natur, vom Handgemachten und vom Menschlichen. Es handelt sich um ein Gebäude, das von Einheimischen aus ruandischen Materialien gebaut wurde.

Wie so oft gibt der Sport – hier das Rwanda Cricket Stadium – den Menschen Perspektive und Hoffnung. Seine Unvollkommenheit wird gefeiert. Sie ist menschlich und schön.

U Arena

Salle de Spectacles

Die U Arena in Paris

Situation

Die U Arena ist ein geschlossenes Rugbystadion in Nanterre, einem Vorort westlich der französischen Hauptstadt Paris. Es ist das erste geschlossene Stadion in Europa seit der Telenor Arena bei Oslo im Jahr 2009. Die U Arena wurde von Christian de Portzamparc entworfen und vom französischen Rugby Union Club Racing 92 gebaut. Der Verein ist Eigentümer und Betreiber.

Die vollständig neu konzipierte Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hochhausviertel La Défense. Sie bietet je nach Konfiguration bis zu 40.000 Zuschauern Platz. Ihre Fertigstellung war ursprünglich schon für das Jahr 2014 geplant, verzögerte sich jedoch aufgrund von Anwohnerprotesten um drei Jahre.

Planer

Christian de Portzamparc Architecte
38, rue La Bruyère
F-75009 Paris

Bauherr

Racing Arena, Jacky Lorenzetti
FOTOS

Konfiguration

Die Halle war ursprünglich mit einem beweglichen Dach geplant, welches allerdings nicht zur Ausführung kam. Sie bietet drei verschiedene Konfigurationen.

  • In der Rugby-Konfiguration hat die U Arena eine Kapazität von 32.000 Plätzen. Gespielt wird auf Kunstrasen.
  • Bei Konzerten gibt es bis zu 40.000 Sitzplätze.
  • Bewegliche Tribünen ermöglichen eine Unterteilung für Hallensportarten vor bis zu 5.000 Zuschauern.

Adresse

Stade U Arena
99 Jardin de l’Arche
Nanterre Paris-La Défense
Frankreich

RUGBY
KONZERT
KLEINERE VERANSTALTUNGEN

Die U Arena befindet sich in Nanterre zu Füßen der „Grande Arche“ von La Défense und wurde in ein dichtes, prominentes Stadtgefüge eingebettet. Der Haupteingang ist auf die wichtigste Achse von La Défense ausgerichtet. Zum Komplex gehört auch ein Bürogebäude, in dem im Frühjahr 2018 die Verwaltung von Hauts-de-Seine einziehen wird.

Die Eingangs- und Empfangsbereiche, Umkleideräume und gastronomische Angebote sind allesamt hell und luftig unter den Tribünen untergebracht. Die Fassadengestaltung ist ausgesprochen gestaltprägend – sie wurde mit muschelförmigen Elementen aus grauem Aluminium und leicht serigraphiertem Glas gestaltet. Diese „Halskette“ bietet nicht nur hohen Wiedererkennungswert, sie illuminiert auch im Inneren vor allem die Lobbys und Sportlerbereiche.

Racing 92 nutzte seit 1907 mit wenigen Unterbrechungen das Stade Yves-du-Manoir im Pariser Vorort Colombes, das bereits Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1924 war. Aufgrund seiner alternden Bausubstanz und der rückläufigen Zuschauerkapazität wurde im Jahr 2011 der Umzug in ein neues Stadion in Nanterre beschlossen.

Baukosten

360.000.000 €

Eröffnung

10/2017
PLÄNE

Zahlen und Fakten zur U Arena

  • Ein 6.100 Tonnen schweres Dach in 40 Metern Höhe. Das Dach besteht aus vier Hauptträgern, von denen der wichtigste 1.200 Tonnen wiegt.
  • Extrem große Spannweiten von 150 m x 110 m mit bis zu 14 m hohen Trägern
  • 592 riesige Aluminium- und Glaselemente, die von 3.000 LED-Streifen in 16 Millionen Farben beleuchtet werden können. Jedes Element ist mit LED-Streifen mit eigener IP-Adresse ausgestattet, die unendlich viele feste und dynamische Lichtkompositionen ermöglichen.
  • 754 m² Gebäudefläche, davon 11.000 m² Freifläche
  • 13 Kilometer und 17.000 m² Tribünenfläche
  • 16 Eingänge
  • 1 vorgefertigte Betonfassade mit 645 Betonschalen (368 Ebenen, 193 zylindrische, 47 Torics, 42 konische, 16 ausbaufähige, 3 einzelne, 6 zusammengesetzte)
  • Eine 2.400 m² große Projektionswand, die zu den größten der Welt gehört.
  • 44 Barco HDF-Projektoren (je 30.000 Lumen)
  • 350 HD-Bildschirme
  • 380 VIP-Plätze, verteilt auf 95 Logen und 8 Lounges

Das erste Ligaspiel von Racing 92 findet am 22. Dezember 2017 gegen Stade Toulousain statt. Das erste Konzert hat bereits großen Eindruck hinterlassen: Die Rolling Stones schlossen ihre Europa-exklusive „No Filter-Tour“ mit drei Konzerten am 19., 22. und 25. Oktober 2017 ab. Ein guter Anfang.

Autor

Christian de Portzamparc Architecte

Fotos

Nicolas-Borel
CDP
Anthony Folliau

VIDEOS

 

 

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