Dalymount Park

Dalymount Park in Dublin

Home of Irish football

Das Dalymount Park Redevelopment Project will ein historisches Stadion sanieren und das gesellschaftliche Angebot von Phibsborough bereichern.

Das Herzstück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städtischen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des vielfachen irischen Meisters und Pokalsiegers Bohemians FC.

Dalymount Park ist ein alteingesessenes Fußballstadion in Phibsborough, Dublin, dessen Bedeutung für den irischen Fußball immens ist. Aufgrund seines Alters und jahrzehntelanger begrenzter Instandhaltung ist das Stadion jedoch schon länger nicht mehr zweckmäßig.

Nun hat die Stadtverwaltung das „Dalymount Park Redevelopment Project“ vorgestellt, welches einen Wendepunkt in der Entwicklung von Phibsborough darstellen soll.

Ein Planungsteam unter der Leitung von IDOM und Gilroy McMahon Architects hat einen umfassenden Plan für die Neugestaltung des gesamten Geländes entwickelt.

Das Herzstück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städtischen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des vielfachen irischen Meisters und Pokalsiegers Bohemians FC und seiner zahlreichen Fans – vergleichbar mit dem FC St. Pauli in Deutschland (siehe dazu auch das Video).

Architekt

IDOM
Diego Rodriguez, Aitor Almaraz, Gilroy McMahon: Dave Richards, Deirdre Lennon, Laura Carcano, Patrycja Niechaj

Bauherr

Dublin City Council

Dalymount Park ist der Versuch, den Bedürfnissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion mehr in die Gemeinschaft zu integrieren.

Phibsborough ist ein gemischtes Geschäfts- und Wohnviertel im Norden von Dublin. Das Viertel ist von viktorianischen Backsteingebäuden geprägt und bietet moderne Bars und Bistros neben traditionsreiche Pubs und Imbissstuben – und außerdem viel Kultur und Grünflächen.

Dalymount Park ist der vielversprechende Versuch, den Bedürfnissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion weiter in die Gemeinschaft zu integrieren.

Der ansässige Club Bohemians Dublin wurde 1890 gegründet und ist einer der ältesten Fußballvereine der Republik Irland.

Auf den Tribünen des alten Stadions steht völlig zu Recht „Home of Irish football“, denn die Bohemians tragen ihre Heimspiele seit 1901 im Dalymount Park aus.

Der Entwurf orientiert sich an den heutigen Anforderungen an Bauten dieser Größe, die sowohl für den Sport als auch für gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt werden können.

Dazu gehören zwei Haupttribünen an den Längsseiten des Spielfelds mit insgesamt 6.240 Sitzplätzen und zwei Steherrassen im Norden und im Süden mit 1.794 Plätzen.

Die Tribünen beherbergen auch die Umkleideräume, Vereinsbüros, einen Merchandise-Shop und neue Hospitality- und Cateringbereiche.

Zum neuen Dalymount Park wird auch eine neuer, 585 m² großer Bereich über zwei Etagen gehören, der öffentliche Angebote jenseits des Fußballs zu bieten hat, zum Beispiel  ein vielseitiger Gemeinschaftsraum und ein Fitnessstudio.

Standort

Dalymount Park
Phibsborough, Dublin
Irland

Eröffnung

2026

Illustrationen

IDOM / JAM Images

Text

Johannes Bühlbecker
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Dalymount Park Redevelopment Project wird ein „Leuchtfeuer des Fortschritts“, das sowohl das Image von Dublin als auch das Angebot von Phibsborough bereichert.

Das Projekt stärkt die Bedeutung des Stadions und maximiert seine positive Wirkung auf die umliegenden öffentlichen Bereiche. Ein schwarzes, leichtes Metalldach, das sich an den Schieferdächern Dublins orientiert, schwebt über den westlichen und östlichen Tribünen.

Die Zuschauer- und Cateringbereiche sind in Ziegelmauerwerk konzipiert, das von den viktorianischen Wohnhäusern in Phibsborough inspiriert ist. Die ikonischen Flutlichter werden neu interpretiert und dienen als Leuchtfeuer im städtischen Gefüge.

Ein gutes Stichwort: Dalymount Park Redevelopment Project wird, nach den Worten der Planer, ein „Leuchtfeuer des Fortschritts“, das sowohl das sportliche, großstädtischen Bild von Dublin als auch das gesellschaftliche Angebot von Phibsborough bereichert.

IDOM haben schon beim Neubau des Estadio San Mames für den auch sehr emotionalen Club Athletic Bilbao gezeigt, dass sie solchen Transformationen gewachsen sind. Freuen wir uns also auf die Neueröffnung, voraussichtlich im Jahr 2026.

Videos

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Hakata Meiji Park

Hakata Meiji Park

Der 3D-Park

Eine dreidimensionale Fusion von Gebäude, Stadt, Straße, Landschaft und Park.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird derzeit umgestaltet. Das Ergebnis soll „ein neues, lebendiges dreidimensionales Erlebnis“ sein.

Das ehrgeizige Projekt Hakata Meiji Park hat das Ziel, einen existierenden Park vor dem Bahnhof von Hakata in der Präfektur Fukuoka möglichst deutlich aufzuwerten.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird im Rahmen der städtischen Initiative „Hakata Connected“ derzeit umgestaltet. Dabei geht es um den Wiederaufbau privater Gebäude, die Erweiterung der Fußgängerwege rund um den Bahnhof, die Verlängerung einer U-Bahn-Linie und die Neugestaltung und Aufwertung der Bahnhofsgegend. Das Ergebnis soll „ein neues, lebendiges dreidimensionales Erlebnis“ sein.

Finanziert wird das Projekt durch Park-PFI (Private Finance Initiative), einem System zur Auswahl privater Unternehmen, welche städtische Parkeinrichtungen nicht nur bauen, sondern auch unterhalten müssen.

Planer ist der bekannte Architekt Sosuke Fujimoto (Tokio/Paris).

Architekt

Sou Fujimoto Architects
Senju Soko No.5
2-1-38 Etchujima, Koto-ku
Tokyo 135-0044
Japan

Schwebende Gehwege mit sanften Erhebungen erheben den Park in die dritte Dimension und versprechen den Fußgängern Spektakel.

Der Entwurf verleiht dem Hakata Meiji Park eine neue Dimension. Schwebende Gehwege mit sanften Erhebungen erheben den Park in die dritte Dimension und versprechen den Fußgängern Spektakel. Darüber hinaus werden die ebenerdigen Wege mit der zweiten und dritten Etage eines neuen Gebäudes verbunden.

Alle Wege werden barrierefrei sein und fließende Linien schaffen. Ihre Breite wird variieren, um luftige Plätze zu schaffen, die zum Schlendern und Verweilen, Trainieren oder Beobachten von Pflanzen oder Veranstaltungen im Park einladen. Diese Wege werden den Hakata Meiji Park wie verlängerte Traufen umgeben und gleichzeitig Besucher vor Sonne und Regen schützen.

Weitere belebende Elemente neben den dreidimensionalen Gehwegen werden die Dachgärten und die monumentale Treppe, die sich von der Straßenachse erstreckt, mit ihrer Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten sein.

Das herausragende Merkmal des Parks wird jedoch die Landschaftsgestaltung sein. Der derzeitige Park beherbergt Kampferbäume und Ginkos, die dem berühmten Kushida-Schrein in Hakata heilig sind. In einem Terrassengarten wachsen auch japanische Sommerorangen. Weitere Pflanzen, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung der Region einfügen, werden gepflanzt und eine grüne Oase mit unverkennbarem Erscheinungsbild schaffen.

Standort

Hakata-ekimae 3-45
Hakata-ku
Fukuoka City

Eröffnung

2026

Text

Johannes Bühlbecker
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Jardín Escénico

Der Jardín Escénico in Mexiko-Stadt

Aushub und Auftrag

Die drei neuen Pavillons im Jardín Escénico generieren Leben auch jenseits ihrer Räume, indem sie sich auf den Park beziehen und seine Nutzungsmöglichkeiten vervielfachen.

Wo keine Bäume stehen, wird gegraben, und wo auch keine Bäume stehen, wird der Aushub aufgeschüttet. Dazwischen entstehen Architektur und Landschaft.

Michan Architecture und Parabase Studios haben gemeinsam einen öffentlichen Wettbewerb gewonnen, in dem es um die Schaffung von Veranstaltungsflächen im Wald von Chapultepec in Mexiko-Stadt ging: den Jardín Escénico (Landschaftsgarten).

Der Entwurf basiert auf der Modulation des Parks. Wo keine Bäume stehen, wird gegraben, und wo auch keine Bäume stehen, wird der Aushub aufgeschüttet. Dazwischen entstehen Architektur und Landschaft.

So wird das Gelände durch die Schaffung von niedrigen Hügeln und Seen umgestaltet und seine biologische Vielfalt weiter gefördert.

Das Ergebnis ist ein Projekt mit drei Verstanstaltungspavillons, die enorm mit der Natur verflochten sind und Innen- und Außenbereiche miteinander verbinden. Der Wald bildet die Kulisse für die Räume im Inneren des Gebäudes, vor allem für die Bühnen.

Architekt

Michan Architecture
Isaac Michan Daniel

Parabase
Carla Ferrando Costansa, Pablo Garrido

Die Pavillons werden durch minimale Gesten definiert – vor allem durch die beeindruckenden Dachformen, die quasi auf der frisch modellierten Landschaft ruhen.

Der Jardín Escénico wird also aus den eigenen Ressourcen des Geländes generiert, die vorhandenen Bäume werden respektiert, Abfall wird vermieden. Das modellierte Gelände erleichtert auch das Management der Wasserressourcen, da es möglich ist, sie in den geschaffenen Teichen zu speichern.

Die neue topografische Situation schafft eine Reihe öffentlicher Räume von intimer Größe, die mehrere Aktivitäten im Freien fördern: Theater, Tanz, Kultur und Sport. Gleichzeitig ermöglicht die Anordnung der Hügel den akustischen und visuellen Schutz in den Bereichen, die ihn benötigen.

So soll der Jardín Escénico die Gemeinschaft anziehen und als kulturelles und naturwissenschaftliches Labor im Herzen der Stadt fungieren.

Standort

Jardín Escénico
Miguel Hidalgo
Mexico City
Mexiko

Das Projekt folgt zwei Hauptstrategien, um die Architektur in die Natur zu integrieren. Einerseits wird das Programm in drei Pavillons unterteilt, wodurch die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft sowie zwischen Innen und Außen verschwimmen.

Die zweite Strategie besteht darin, die Pavillons durch minimale Gesten zu definieren – vor allem durch die beeindruckenden Dachformen, die quasi auf der frisch modellierten Landschaft ruhen.

Die Nebenräume der Pavillons befinden sich unter und in den neu geschaffenen Hügeln und gewährleisten deren Funktionalität, während die Natur zur Kulisse für die Bühne, den eigentlichen Veranstaltungsort, wird.

Die drei Pavillons generieren Leben auch jenseits ihrer Räume, indem sie sich auf den Jardín Escénico beziehen, seine Nutzungsmöglichkeiten vervielfachen, unerwartete Programme generieren und zum zivilgesellschaftlichen und kulturellen Diskurs von Mexiko-Stadt beitragen.

Und zwar enorm.

Eröffnung

2024

Text

Johannes Bühlbecker
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Pläne

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Subiaco Wave Park

Der Subiaco Wave Park in Perth

What a wonderful world

Was tun mit einem verlassenen Stadion? Fluten, und um die neue Wasserfläche herum öffentlichen Freiraum und Wohnungen schaffen.

Der Subiaco Surf Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions.

Geschichte

Subiaco Wave Park ist ein phantasievolles Konzept zur zukünftigen Nutzung eines Geländes im australischen Subiaco, auf dem das vormals wichtigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – stand. Die Schließung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirtschaftliche und kulturelle Herausforderungen.

Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Vielfalt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitzplätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des australischen Footballs. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Football Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offiziell eröffnet wurde.

Architekt

MJA studio
Suite 6 / 23 Railway Road
AU – Subiaco 6008

Standort

Subiaco Oval
304 Roberts Rd
AU – Subiaco WA 6008

Entwurf

Der Gemeinderat von Subiaco nahm die Schließung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansässigen Architekten von MJA Studio antworteten mit einem Konzept, das sich auf die Prinzipien der Inklusion, der Nutzung öffentlicher Räume, der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, der Erholung und der Nachhaltigkeit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorgehensweise vor:

  • Das Stadion wird abgerissen, der Beton zur Wiederverwendung zerkleinert.
  • Das Stadionoval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasserfläche herum wird öffentlicher Freiraum geschaffen.

 

 

  • Das Gelände wird modelliert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topographie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Marktplatz, Gastronomie und eine Football Hall of Fame entsteht öffentliches Leben.
  • 220 Doppelappartements rahmen die Wasserfläche und den öffentlichen Raum.
  • Zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen wird eine axiale Verbindung geschaffen. Diese Achse wird mit Terrassenhäusern und zusätzlichen öffentlichen Plätzen und Veranstaltungsflächen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasserfläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subiaco Wave Park verspricht ein authentisches Surferlebnis für neue und routinierte Surfer aller Altersgruppen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasserbedarf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist.

Auf den Dächern der neuen Apartments entsteht eine 12.800 m² große Erweiterung des Parks: der Boundary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermöglicht einen behindertengerechten Zugang. Dieser neue öffentliche Park ist als passiver und aktiver Erholungsraum sowie als temporärer Veranstaltungsraum konzipiert und bietet überdies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Landschaft.

Der Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehemaligen Stadions, aber ihre Verjüngung reduziert die Verschattung der südlichen Nachbarn um 25%.

Text

Johannes Bühlbecker
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Öffentlicher Freiraum

Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie die natürlichen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maximale Nutzung der Sonne und natürliche Querlüftung. Jedes Apartment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffentlichen Freiraum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abgeschiedenheit frei wählen kann. Die Markthalle bietet ein dauerhaftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffentlichen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist.

 

An den Wochenenden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Marktplatz erweitert werden. Hier sollen vor allem lokale Kleinunternehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des australischen Footballs schließlich wird durch Kunstinstallationen, Augmented Reality-Angebote und ein neues Zuhause für die WA Football Hall of Fame gebührend berücksichtigt. Subiaco Wave Park  ist ein brillantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Interessensgruppen im Jahr 2015 vorgelegt hat.

Leider steht die Umsetzung in den Sternen.

Video

Pläne

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Willets Point Stadium

Willets Point Stadium

Aus dem Abseits

HOK

Stadtentwicklung mit Fußball. Eine verwunschene Gegend soll zum Vorzeigebezirk werden.

Auf 23 Hektar entstehen in Queens 2.500  Wohneinheiten, ein Hotel mit 250 Betten und das Willets Point Stadium.

Willets Point ist eine eher problematische, bisher vorwiegend industriell genutzte Gegend in Queens. In den nächsten Jahren soll die Gegend revitalisiert werden, vor allem durch die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum – und durch den Bau des ersten reinen Fußballstadions in New York.

Der „Willets Point Revitalization Plan“ umfasst in der ersten Phase das größte erschwingliche Wohnungsbauprojekt in New York seit 40 Jahren und das neue, 25.000 Sitzplätze fassende Stadion für den New York City Football Club.

Architekt

HOK

Bauherr

Queens Development Group

Standort

Future home of NYCFC
US – Queens, NY 11368

Eröffnung

2027

Zunächst werden auf der insgesamt 23 Hektar großen Fläche 1.100 Wohneinheiten gebaut, in der zweiten Phase dann das Willets Point Stadium, weitere 1.400 Wohnungen und ein Hotel mit 250 Betten.

Das Miteinander von Wohnungen, Freiflächen und Freizeitangeboten ist hier wesentlich. Durch den Wohnungsbau soll eine fußgängerfreundliche, aktive Nachbarschaft etabliert werden, die über aktive öffentliche Gemeinschaftsbereiche mit ausreichend Platz zum Sitzen, Essensständen, Grünflächen, Bewegungsmöglichkeiten und anderen Freizeitaktivitäten für die Gemeinschaft verfügt – vor allem aber über das Stadion.

Willets Point Stadium wird das lang ersehnte Zuhause für den New York City Football Club, den amerikanischen Meister von 2021. Das 780 Millionen Dollar teure, privat finanzierte Stadion soll vollkommen in die örtliche Gemeinschaft integriert und an spielfreien Tagen auch für andere Veranstaltungen und Aktivitäten nutzbar sein.

Der Entwurf für das Stadion stammt von HOK. Mit der Umsetzung schon bald begonnen werden. Die Eröffnung des Willets Point Stadium ist für 2027 vorgesehen.

Bilder

HOK

Text

Johannes Bühlbecker
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La Romareda

La Romareda in Zaragossa

Das pralle Leben

Der Entwurf verspricht ein modernes und funktionales Stadion für Real Zaragoza – und ein neues Wahrzeichen für die Stadt.

La Romareda soll eins der Stadien der gemeinsamen Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko um die WM 2030 werden.

WM 2030

Der spanische Traditionsverein Real Zaragoza will sein Stadion aus dem Jahr 1951 durch einen gleichnamigen Neubau ersatzen: La Romareda.

Neben Aspekten der Nachhaltigkeit, Sicherheit, moderner Technologien und Medien berücksichtigt der Entwurf auch die Anforderungen der internationalen Fußballverbände wie FIFA und UEFA, denn La Romareda soll einer der Austragungsorte der gemeinsamen Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko um die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 werden.

Die Planung stammt von IDOM.

Architekt

IDOM

Bauherr

Real Zaragossa

Standort

La Romareda
P.º de Isabel la Católica, 4
ESP – 50009 Zaragoza

Eröffnung

2026

Cierzo

Eine zentrale Bedeutung im städtebaulichen Konzept kommt der Ausrichtung des Stadions auf die Stadt und die Berücksichtigung der Umgebung zu.

Dabei spielte der in der Region vorherrschende Wind, der „Cierzo“, eine grundlegende Rolle. Das Stadion und das Dach wurden so geformt, dass sie den Wind berücksichtigen. Die konkaven Formen im Norden und Süden des Stadions verleihen dem städtischen Raum mehr Weite, während die konvexen Formen im Osten und Westen zur Platzgestaltung beitragen.

Stadion, Platz und Park sollen miteinander verschmelzen und nicht nur Räume für das Stadion, sondern auch für die Stadt schaffen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschauerplätze und erstreckt sich auch nach außen. So entsteht eine Promenade um das ganze Stadion herum.

Vielseitig

La Romareda wird vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten, die unter einer kompakten und einheitlichen Fassade zusammengefasst werden.

In und unter den Tribünen im Westen und Osten sind unterschiedliche gewerbliche und sportliche Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen, die mit dem Inneren des Stadions verbunden sind. Dies ermöglicht interessante Synergien zwischen den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Nord- und Südtribünen hingegen sind ausschließlich für den Fußball und seine Zuschauer vorgesehen.

Promenade

Das Dach des Stadions wurde als leichtes Element konzipiert, das Bewegung vermittelt, Schutz bietet und Blicke ermöglicht – alles gute Antworten auf die lokalen Bedingungen.

Das Dach schützt alle 42.500 Zuschauerplätze und erstreckt sich auch nach außen über den Gebäudeumriss hinaus. So entsteht eine Promenade um das ganze Stadion herum, die wechselnde und außergewöhnliche Ausblicke auf die Stadt und in das Innere des Stadions ermöglicht.

Tagsüber wirkt die Fassade ruhig und erholsam, doch nachts verwandelt sie sich in ein lebendiges und dynamisches Element, welches das pralle Leben nach außen projiziert.

Integration

Die Erschließungsebene teilt die Zuschauerbereiche in Unter- und Oberrang. Das erleichtert die Orientierung, schafft Blickbeziehungen und erleichtert die Integration des beachtlichen Stadionvolumens in die Stadt enorm.

Der Unterrang wird also quasi direkt von der Straße aus erschlossen. Der Oberrang und Hospitality-Bereich werden von dort aus über Treppen erreicht.

Dies ermöglicht auch eine einfache Evakuierung im Notfall.

Preferencia

Im Inneren von La Romareda wird die durchlaufende Erschließungsebene unterschiedlich ausgestaltet: Zwei Tribünen enthalten Platz und Angebote für das „normale“ Publikum, und zwei erhalten Hospitality-Bereiche und eine VIP-Tribüne namens „Preferencia“.

Das Konzept beinhaltet weitere VIP-Bereiche im Oberrang. Dazu gehören Boxen, Logen oder der „Pitch Club“ mit Blick auf den Spielerzugang. Dieser Very VIP-Bereich mit eigenen Erschließungs- und Versorgungsbereichen kann vom allgemeinen Publikum gänzlich separiert werden.

Schüssel

Besonderes Augenmerk legten die Planer nach eigenen Angaben auf die „Schüssel“, also auf Form und Funktion der Tribünen, die sie als das Herz des Stadions betrachten. Unter dem Strich wird das Stadionerlebnis halt immer noch von der Kommunikation zwischen Zuschauern und Spielfeld geprägt.

Die sehr kompakte Form passt sich an den Standort an und bringt die Zuschauer so nah wie möglich ans Spielfeld – und das ist für die Atmosphäre in La Romareda natürlich wesentlich.

Der Entwurf verspricht ein modernes und funktionales Stadion, sowohl für den Traditionsverein Real Zaragoza und seiner Fans – und ein neues und beeindruckendes Wahrzeichen für die Stadt Zaragoza.

Bilder

IDOM

Text

Johannes Bühlbecker
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Video

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Floating Fantasies

Floating Fantasies

Die Naivität von Hüpfburgen

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft und jene künstlicher Intelligenz.

Inspiriert von der Naivität von Hüpfburgen besteht „Floating Fantasies“ aus einer Reihe von Bildern großformatiger und aufblasbarer Installationen, die auf der Seine in Paris schweben. Jedenfalls theoretisch.

Entwurf & Bilder

Ulises

Text

Johannes Bühlbecker
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„Floating Fantasies“ ist ein Projekt des in Berlin ansässigen digitalen Designstudios Ulises, welches mit Hilfe künstlicher Intelligenz entwickelt wurde. Es handelt sich dabei, nach Angaben der Verfasser, um eine poetische Erkundung der Macht der Kunst, öffentliche Räume zu transformieren.

Inspiriert von der Naivität von Hüpfburgen besteht „Floating Fantasies“ aus einer Reihe von Bildern großformatiger und aufblasbarer Installationen, die auf der Seine in Paris schweben. Die Installationen werden aus recyceltem Kunststoff hergestellt – schließlich handelt es sich um ein umweltfreundliches und nachhaltiges Projekt.

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft und jene künstlicher Intelligenz.

„Floating Fantasies“ will städtische und andere Bauherren inspirieren, ähnliche Installationen zu schaffen, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Das Projekt will uns ermutigen, unsere städtischen Umgebungen neu zu imaginieren und inklusivere und ansprechendere Räume für alle zu schaffen.

„Floating Fantasies“ feiert die Schönheit des Lebens, die Möglichkeiten unserer Vorstellungskraft (und jene künstlicher Intelligenz) und der Auseinandersetzung mit der Natur – und das auf attraktive und spielerische Weise.

Ulises schafft einen interaktiven Raum, der nahtlos in seine Umgebung übergeht und die Menschen inspirieren will, „die Freude und Freiheit zu umarmen, die mit der Jahreszeit einhergehen.“

Durch die Verwendung recycelter Materialien und die Förderung öffentlichen Engagements dient Floating Fantasies als nachhaltiges Modell für die Transformation städtischer Räume.

Die poetische Feier des Frühlings fügt dem Projekt eine weitere Bedeutungsebene hinzu und inspiriert uns alle, die Schönheit der Natur und die Kraft der Kunst zu umarmen, um unsere Umgebung zu transformieren.

Das sind doch gleich mehrere gute Ideen.

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Groove is in the heart

Das Danshuis Rotterdam

Groove is in the heart

Im Danshuis Rotterdam, so die Planer, wird man die Natur, den Fluss des Tanzes und der Musik im Prozess des Zuschauens und Beobachtens spüren.

Das Danshuis Rotterdam verwandelt ein altes Lagerhaus am Ufer des Flusses Mas Rotterdam in ein Symbol für Freiheit und Pluralismus.

Im Auftrag der Stiftung Droom en Daad haben MAD Architects einen Entwurf für den Umbau eines Lagerhauses am Flussufer in ein neues Kulturzentrum, das Danshuis (niederländisch für „Tanzhaus“) Rotterdam, vorgelegt. Das Gebäude soll mit professionellen Tanzstudios, Theatern und Ausstellungsräumen ausgestattet werden, um Tänzern aus der ganzen Welt die Möglichkeit zu Training und Aufführung zu geben.

Das Danshuis Rotterdam verwandelt, so die Planer, das alte Lagerhaus am Südufer des Flusses Mas Rotterdam in ein Symbol für Freiheit und Pluralismus. Als lebendiger Ort für den Austausch von Tanzkultur aus aller Welt wird es an das benachbarte „Fenix Museum of Migration“, das erste europäische Kulturprojekt von MAD, anknüpfen. Beide Bauten gemeinsam sollen das kulturellen Angebot der Stadt stärken.

Architekt

MAD Architects

Team: Ma Yansong, Dang Qun, Yosuke Hayano, Andrea D’Antrassi, Alessandro Fisalli, Paolo Pirri

Bauherr

The Droom en Daad Foundation

Der Klassizismus dieses Aufführungsortes bildet einen interessanten Kontrast zur Kulisse der sich rasch verändernden Landschaft entlang des Flusses.

Die Planung erhält die ursprüngliche Lagerhausstruktur und würzt sie mit einer Reihe ikonischer Designgesten, zum Beispiel eine gelbe Möwenskulptur auf der begrünten Terrasse des Danshuis mit roten Neonschildern, die auf den Fluss gerichtet sind.

Im Zentrum der obersten Ebene entsteht ein halbkreisförmiges Open-Air-Theater, in Anspielung auf die antiken griechischen Versammlungsräume für die freie Öffentlichkeit. Belebt durch die Tänzer im Orchestergraben, bildet der Klassizismus dieses Aufführungsortes einen interessanten Kontrast zur zeitgenössischen Kulisse der sich rasch verändernden Landschaft entlang des Flusses.

Im Danshuis Rotterdam, so die Planer, wird man die Natur, den Fluss des Tanzes und der Musik im Prozess des Zuschauens und Beobachtens spüren.

Die Fertigstellung des Fenix-Museums für Migration ist für 2024 geplant, der Bau des Danshuis soll bald beginnen.

Standort

Danshuis
Tolhuisstraat
NL – 3072 AN Rotterdam

Illustrationen

MAD Architects

Text

Johannes Bühlbecker
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August-Bebel-Platz

August-Bebel-Platz

Klimawandel in Wattenscheid

Der August-Bebel-Platz in Wattenscheid entspricht den heutigen Ansprüchen an einen städtischen Platz in keinster Weise. Das soll sich nun ändern.

Ziel der Planung ist ein zukunftsfähiger Ort, an dem man sich gerne aufhält, der den Klimawandel berücksichtigt und Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs bleibt. Außerdem wird der Platz autofrei.

Der August-Bebel-Platz in Wattenscheid wurde in den 1960er Jahren im Sinne der autogerechten Stadt gestaltet und befindet sich bis heute in dieser Form. Durch seine Lage und sein Aussehen spielt er eine wichtige Rolle für die Wahrnehmung der Innenstadt von Wattenscheid.

Eigentlich. In seinem jetzigen Zustand allerdings entspricht der Platz den heutigen Ansprüchen an einen städtischen Platz in keinster Weise. Das liegt vor allem an den fehlenden Aufenthaltsmöglichkeiten und Grünflächen.

Aus diesem Grund sollte der Platz ganz neu geplant werden, auch und insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgelobt, den das Büro Böhm Benfer Zahiri aus Berlin gewann.

Ziel der Platzneugestaltung ist ein zukunftsfähiger Ort, an dem man sich gerne aufhält, an dem man die Geschäfte gut erreicht, der den Klimawandel berücksichtigt, ein Eingangstor zur Innenstadt wird und Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs bleibt. Außerdem wird der Platz autofrei.

Architekt

Böhm Benfer Zahiri
Markgrafendamm 24
Haus 16
D – 10245 Berlin

Bauherr

Stadt Bochum

Zukünftig soll der August-Bebel-Platz als schattiger Ort unter Bäumen, mit einem bewusst grünen Profil gestaltet werden.

Der August-Bebel-Platz ist ein zentraler Ort in der Innenstadt von Wattenscheid. Als Eingang zur Fußgängerzone bildet er den Auftakt zu einer Abfolge von öffentlichen Räumen, zu der die Plätze an der Friedenskirche und dem Marktplatz sowie die dazwischen liegende Einkaufsstraße gehören.

Der Platz hat eine wichtige Verkehrs- und Bewegungsfunktion als Knotenpunkt und Umsteigepunkt.

Zukünftig soll der August-Bebel-Platz als schattiger Ort unter Bäumen, mit einem bewusst grünen Profil gestaltet werden – als Ergänzung zum stark versiegelten Platz am Alten Markt. Während der Marktplatz Märkte und Stadtfeste ermöglicht, soll der August-Bebel-Platz als großzügiger Aufenthaltsplatz gestaltet werden. Verschiedene Angebote sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse von Passanten und Umsteigenden ansprechen.

Die steigenden Temperaturen und die extreme Trockenheit stellen insbesondere für stark versiegelte Flächen ein immer größer werdendes Problem dar. Die Stadt Bochum, und Wattenscheid gehört zu Bochum. hat bereits im Jahr 2019 den Klimanotstand ausgerufen.

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken bei der Gestaltung innerstädtischer Flächen. Der Entwurf für den Platz berücksichtigt daher die folgenden Aspekte:

  • Reduktion der Versiegelung durch Minimierung der Verkehrsflächen
  • Erhöhung des Grünanteils mit einem deutlich höheren Anteil an Großbäumen und Grünflächen
  • Veränderung des Wassermanagements durch Sammeln und Speichern des Regenwassers vor Ort, um die Ableitung in die Kanalisation zu minimieren
  • Veränderung der Wahrnehmung durch einen höheren Anteil an Vegetation, wobei Arten mit geringem Pflegebedarf eingesetzt werden sollen

Standort

August-Bebel-Platz
D – 44869 Bochum

Eröffnung

2026

Als wichtiger ÖPNV-Knotenpunkt wird der Platz in Zukunft ein „grüner Schattenplatz“  sein, der zum Verweilen einlädt.

Der August-Bebel-Platz wird also nicht nur verkehrlich neu gestaltet, sondern auch an die sich verändernden Klimabedingungen angepasst. Die Platzfläche wird durch grüne Schollen gegliedert und aufgebrochen, die Regenwasser aufnehmen und im Sommer zur Kühlung des Platzes beitragen. Gleichzeitig bieten  sie zahlreiche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Umsteigende, Passanten und Bewohner.

Als wichtiger ÖPNV-Knotenpunkt wird der Platz in Zukunft ein „grüner Schattenplatz“  sein, der zum Verweilen einlädt.

Hoffentlich kommt diese Zukunft bald.

Illustrationen

Böhm Benfer Zahiri

Text

Johannes Bühlbecker
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Stadion Aarhus

Stadion Aarhus (Ceres Park)

Arena des Waldes

Zaha Hadid Architects, Sweco und Tredje Natur haben den Wettbewerb zum Bau des neuen Fußballstadions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnastikforening (AGF), einem der traditionsreichsten Clubs in Dänemark.

Ein Team mit Zaha Hadid Architects, Sweco und den Landschaftsarchitekten Tredje Natur hat den Wettbewerb zum Bau des neuen Fußballstadions in Aarhus gewonnen.

Das Stadion Aarhus (Ceres Park) ist und bleibt die Heimat von Aarhus Gymnastikforening (AGF), einem der traditionsreichsten und erfolgreichsten Clubs in Dänemark. 

Das jetzige Stadion wurde 1920 eröffnet, entspricht aber nicht mehr den Anforderungen an den heutigen Profifußball. Der Neubau ersetzt den Bestand an gleicher Stelle.

Auch die Entfernungen der Zuschauer zum Spielfeld waren Fans und Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Das neue Stadion wird einrangig und die Fans ganz nah an das Spielfeld heranbringen.

Architekt

Zaha Hadid Architects
Gianluca Racana, Ludovico Lombardi, Subharthi Guha, Jakub Klaska, Paolo Zilli, Andy Lin, Charles Harris, Dieter Matuschke, Jinhee Koh, Kyle Dunnington, Luca Melchiori, Maria Laura, Michael Forward, Matthew Gabe, Nastasja Mitrovic, Sara Criscenti, Valentina Cerrone, Yuzhi Xu, Carlos Sousa- Martinez, Bahaa Alnassrallah, Aditya Ambare, Aleksander Mastalski

Sweco
Tredje Natur

Bauherr

Es entstehen einladende Räume für eine Vielzahl von sportlichen und kulturellen Nutzungen durch die Besucher des Stadions und die Besucher des Parks.

Das Stadion Aarhus liegt in einem sieben Kilometer langen Waldgürtel. Das ist es fast schon naheliegend, dass Zaha Hadid ihrem Gestaltungskonzept den Namen „Arena des Waldes“ gaben. Es orientiert sich am vertikalen Rhythmus der zahlreichen Bäume, die hier bis zu 47 m hoch werden.

Der Entwurf versteht das neue Stadion Aarhus als Erweiterung des Waldes, dessen Vertikalität sich in den Kolonnaden des Stadions und den Holzrippen der Fassade fortsetzt. Diese Gesten fließen vom Wald über die begrünten Plätze in die Fassaden und bis ins Stadioninnere.

Eine vermutlich komplizierte Hierarchie der Holzrippen in der Fassade und im Dach unterteilt und gliedert das große Volumen des Stadions in einen menschlichen Maßstab. Gleichzeitig bieten diese Außenwirkung und die Plätze vor dem Stadion ein sehr harmonisches Gefühl des Ankommens.

Das Dach ist außergewöhnlich. Es überdeckt nicht nur die Zuschauerplätze und Umgänge im Inneren, es bietet auch den Plätzen vor dem Stadion Schutz. Zum harmonischen Erscheinungsbild gehört die durch das umlaufend überstehenden Dach geschützte Promenade, die ganz unabhängig von den Veranstaltungen im Stadion ist.

Es entstehen einladende neue öffentliche Räume für eine Vielzahl von sportlichen und kulturellen Nutzungen durch die Besucher des Stadions und die Besucher des Parks.

Die drei verwendeten Hauptmaterialien sind Beton mit recycelten Zuschlagstoffen für die Säulen, lokal beschaffter, wiederverwerteter und recycelter Stahl für die Träger und Holz aus lokalen, zertifizierten nachhaltigen Quellen für die Fassadenverkleidung.

Das Nebengebäude „Stadionhallerne“ von 1918, das allen im Verein am Herzen liegt, wird renoviert, seine intensiv rote Fassade und die weißen Ornamente bleiben erhalten.

Standort

Ceres Park
Stadion Allé 70
DK – 8000 Aarhus

Eröffnung

2026

42 dänische und internationale Architektenteams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wettbewerbs teilgenommen.

Ab 2024 beginnt der schrittweise Rückbau des jetzigen Stadions beginnt. Die Bauphase wird sich über vier Etappen erstrecken, so dass das neue Stadion voraussichtlich im Jahr 2026 eingeweiht werden kann.

42 dänische und internationale Architektenteams hatten im Dezember 2021 in der ersten Phase des Wettbewerbs teilgenommen.

Der siegreiche Entwurf für das neue Stadion Aarhus fügt sich bestens in die Umgebung ein und respektiert die Architektur und Geschichte des Ortes und seiner Nutzer. Gleichzeitig entstehen eine Fülle neuer öffentlicher Räume, die an 365 Tagen im Jahr genutzt werden können.

Sehr einladend.

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Negativ

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Johannes Bühlbecker
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Waldstadion Mailand

Das Waldstadion Mailand

Blau + Rot = Grün

Besonders machen den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz, die Laufbahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“.

Auch das neue Stadion will ein Wahrzeichen des Mailänder Stadtteils San Siro werden, allerdings augenscheinlich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Die Diskussion über das neue Stadion der beiden Stadtrivalen Inter und AC Mailand beschäftigt die interessierte Öffentlichkeit schon eine ganze Weile. Inzwischen wird die Debatte zusätzlich von Architekten befeuert, die ihre eigenen Entwürfe vorstellen – zum Beispiel Stefano Boeri Architetti mit dem „Waldstadion Mailand“ („Stadio-Bosco per Milano“).

Die Planer haben das Projekt gemeinsam mit ARUP, Fabio Novembre und Balich Wonder Studio bereits im Jahr 2019 anlässlich des von den Klubs Inter und Milan ausgeschriebenen Wettbewerbs eingereicht. Da sich seitdem viele Voraussetzungen geändert haben, versuchen sie es jetzt mit einer überarbeiteten Version erneut.

Das Waldstadion Mailand entsteht nun, anders als im Wettbewerb, genau an der Stelle, an dem aktuell noch das weltberühmte, zur WM 1990 erbaute Guiseppe Meazza Stadion steht. Auch das neue Stadion will ein Wahrzeichen des Mailänder Stadtteils San Siro werden, allerdings augenscheinlich aus ganz anderen Gründen als sein Vorgänger.

Zu diesem Projekt gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträucher aus 70 verschiedenen Arten.

Das Waldstadion verfügt über 5.700 m² horizontaler Gründächer und 7.000 m² begrünter Fassaden. Dazu gehören 3.300 Bäume und 56.300 Sträucher aus 70 verschiedenen Arten, die jedes Jahr 162 Tonnen CO2 absorbieren.

Es entsteht also eine grüne Lunge für die Metropole und ein grünes Bindeglied im Stadtgefüge, das zur Reinigung der Luft, zur Absorption von Feinstaub und zur Milderung der Temperatur in der Nachbarschaft beiträgt.

Ziel des Projekts ist es, die Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Dank der Verwendung großer Photovoltaikflächen und einer sorgfältigen Planung der Wasser- und Abfallwirtschaft soll das Waldstadion Mailand zu einer energieautarken Arena werden.

Das Waldstadion Mailand integriert die für beide Klubs wichtigen kommerziellen Bereiche wie ein Museum, eine Sporthalle, Presse- und VIP-Bereiche sowie Bars und Restaurants.

Besonders macht den Entwurf vor allem der sichtbar sehr grüne Ansatz.

Daneben entstehen aber auch eine Laufbahn auf der obersten Ebene und der „Turm des Lichts“, ein leuchtendes Wahrzeichen für die beiden Vereine. Da es sich ja um ein „Ein Stadion für zwei“ handelt, kann die Illumination dieses Turms in den Farben Rot (Milan) und Blau (Inter) den jeweiligen Gastgeber deutlich sichtbar machen. Für das „Derby della Madonnina“ gibt es bereits eine besonders schillernde Lichtplanung.

Der Turm des Lichts beherbergt die Museen beider Vereine, an der Turmspitze sollen Statuen großer Fußballer und Trainer der Stadt angebracht werden.  Im Park neben dem neuen Stadion soll außerdem eine Gedenkstätte für jetzige Meazza-Stadion entstehen.

Die Diskussion wird weitergehen.

Projektdaten

Architekt

Stefano Boeri Architetti
Via G. Donizetti 4
ITA – 20122 Milano

Autor

Johannes Bühlbecker
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Standort

Guisepe-Meazza-Staion
Piazzale Angelo Moratti
ITA – 20151 Milano MI

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Hangzhou International Sports Centre

Hangzhou International Sports Centre

Schwungvoll

Nicht nur an Spieltagen attraktiv: Das Hangzhou International Sports Centre bietet einen Park am Flussufer und viele Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Das stetige Wachstum der Stadt soll durch neue sportliche Angebote und Grünflächen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hangzhou International Sports Centre.

Zaha Hadid Architects (ZHA) haben den Wettbewerb für den Bau des neuen Hangzhou International Sports Centre gewonnen.

Das Projekt umfasst ein Fußballstadion mit 60.000 Plätzen, Trainingsplätze, eine Sporthalle mit 19.000 Plätzen und eine Schwimmhalle mit zwei 50-Meter-Becken. Das Sportzentrum liegt im zukünftigen Wissenschafts- und Technologie-Kulturbezirk von Hangzhou. All diese Bauten werden in einen neuen Park am Flussufer, mit öffentlichen Plätzen und öffentlichem Personennahverkehr, eingebettet.

Hangzhou ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang und hat mehr als neun Millionen Einwohner. Die Stadt ist eines der weltweit führenden Elektronik-Zentren und beherbergt viele der größten Technologieunternehmen Chinas.

Das damit verbundene stetige Wachstum der Stadt sollen durch neue sportliche Angebote in Kombination mit Grünflächen begleitet werden – zum Beispiel mit dem Hangzhou International Sports Centre.

Das 45.000 m² große Podium beherbergt Trainings- und Fitnesshallen, Umkleideräume, Büros, Geschäfte und Gastronomie.

Um der wachsenden Bevölkerung von Hangzhou gerecht zu werden, bietet das Projekt eine Vielzahl von Einrichtungen, für Breitensportler bis zu Profisportlern. Das Hangzhou International Sports Centre fügt sich in die natürlichen Landschaften entlang des Flussufers ein und bietet, neben dem Sport, auch neue Parks und Treffpunkte für Veranstaltungen, Erholung und Entspannung.

Das Stadion ist der größte Veranstaltungsort des Hangzhou International Sports Centre. Es befindet sich auf der Ostseite des neuen Parks, zur Stadt hin. Westlich und südlich des Stadions entstehen die große Arena und das Wassersportzentrum. Alle drei Gebäude sind in ihren Sockelgeschossen durch ein kurvenreiches „Podium“ schwungvoll miteinander verbunden.

Dieses 45.000 m² große Podium beherbergt die Nebeneinrichtungen des Sportzentrums, die auch gemeinsam und öffentlich genutzt werden können. Dazu gehören Trainings- und Fitnesshallen, Umkleideräume, Büros, Geschäfte, Restaurants und Cafés mit spektakulären Blickbeziehungen.

„Beim Abstieg in die untere Ebene der Plattform steigt die Temperatur an und die Umgebung wird intimer – wie ein Abstieg ins Innere der Erde, wo sich die Schwerkraft wendet.“

Gottfried Gruber, noa*

Im Gegensatz zu den massiven Fassaden der meisten Stadien ist die Fassade dieses Stadions nach außen hin weitgehend offen. Umgänge und Terrassen, die eine Vielzahl von Gastronomiebetrieben mit Panoramablick über die Stadt beherbergen, werden durch eine Lamellenkonstruktion überdacht.

Der Innenraum und vor allem die Sitzordnung wurden nach FIFA-Standards entworfen, um die Zuschauer so nah wie möglich ans Spielfeld zu bringen und möglichst gute Sicht von jedem Platz aus zu gewährleisten. Diese programmatischen Anforderungen definieren Geometrien, die sich in Form von Wellen in der Lamellenfassade wiederfinden.

Die Sporthalle mit ihren 19.000 Plätzen kann unabhängig vom Stadion betrieben werden. Sie ist maximal flexibel, um sowohl in China beliebte Sportarten wie Basketball als auch große Musik- und Kulturevents ausrichten zu können.

Das 15.000 m² große Wassersportzentrum umfasst zwei 50m-Becken, die sich für Wettkämpfe, Training und Unterricht auf allen Niveaus eignen. In den Becken können nicht nur Wettkämpfe vor bis zu 800 Zuschauern stattfinden, sondern auch Schulen aus der Umgebung unterrichtet werden. Hier sollen jede Woche Tausende von Kindern Schwimmen lernen!

Das Hangzhou International Sports Centre liegt in warmem, gemäßigtem Klima und wurde nach der höchsten 3-Sterne-Klassifizierung des chinesischen Green-Building-Programms entworfen.

Im Gegensatz zu vielen großen Stadien, die nur an Spieltagen besucht werden können, bietet dieses Projekt neben seinen öffentlichen Plätzen und dem Park am Flußufer eine Vielzahl von Sport-, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen.

Sie sollen sicherstellen, dass das Zentrum zu jeder Tages- und Nachtzeit ein beliebter Treffpunkt für die Bevölkerung sein wird.

Projektdaten

Architekt

Zaha Hadid Architects (ZHA)

Patrik Schumacher, Charles Walker, Nils Fischer, Jakub Klaska, Lei Zhen
Joshua Anderson, Daniel Boran, Chun-Yen Chen, Hung-Da Chien, Michael Forward, Matthew Gabe, Rupinder Gidar, Jinqi Huang, Charlie Harris, Ivan Hewitt, Han Hsun Hsieh, Sonia Magdziarz, Xin Swift, Chris Whiteside

Renderings

BrickVisual

Autor

Johannes Bühlbecker
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Standort

Hangzhou International Sports Centre
Zhejiang, Hangzhou
Binjiang District

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