Petit-Quevilly Sports Complex

Petit-Quevilly Sports Complex

Brücken bauen

Der Petit-Quevilly Sports Complex verwan­delt ein ehema­liges Indus­trie­areal südlich von Rouen in eine offene Sport- und Land­schafts­ar­chi­tektur. Mit einer 365 Meter langen Prome­nade, viel­sei­tigen Sport­an­lagen und einer starken städ­te­bau­li­chen Vernet­zung schafft das Projekt nicht nur neue und zeit­ge­mäße Ange­bote, es leistet auch einen entschei­denden Beitrag zur Stadt­ent­wick­lung.

Entwurf:

Olgga

Trans­for­ma­tion

Der Petit-Quevilly Sports Complex ist ein schönes Beispiel für zeit­ge­mäße Sport­in­fra­struktur und nach­hal­tige Stadt­ent­wick­lung in Frank­reich. Das Projekt trans­for­miert das ein ehema­liges Indus­trie­areal im Süden der Metro­pol­re­gion Rouen in einen drei Hektar großen öffent­li­chen Sport- und Land­schafts­park. Heute verbindet der Petit-Quevilly Sports Complex Sport, Frei­zeit, Natur und urbane Mobi­lität zu einem offenen, multi­funk­tio­nalen Stadt­raum.

Das Projekt ist Teil des Natio­nalen Programms zur Stadt­er­neue­rung (ANRU) und reagiert auf eine jahr­zehn­te­lange städ­te­bau­liche Frag­men­tie­rung durch eine Schnell­straße und mehrere Bahn­trassen, die den Stadt­körper von Petit-Quevilly zerschnitten. Der neue Sports Complex fungiert nun als urbane Klammer, die den histo­ri­schen Stadt­kern wieder mit den östli­chen Quar­tieren verknüpft.

Der Entwurf stammt von Olgga Archi­tectes.

Boule­vard

Zentrales Gestal­tungs­ele­ment des Petit-Quevilly Sports Complex ist die 365 Meter lange Prome­nade Belve­dere, die sich als lineares Rück­grat durch das gesamte Areal zieht. Sie verläuft mal auf Boden­ni­veau, mal über dem Gelände und eröffnet wech­selnde und neue Perspek­tiven auf Stadt, Land­schaft und Sport­flä­chen.

Diese urbane Prome­nade verbindet sämt­liche Nutzungen des Petit-Quevilly Sports Complex: die Sport­halle, soziale Einrich­tungen, das Frei­zeit- und Jugend­zen­trum, den Skate­park und das Stadion. Gleich­zeitig macht sie die komplexe Topo­grafie des Geländes erlebbar und verwan­delt sie in ein prägendes räum­li­ches Element.

Böschungen

Wo sich früher Zäune, Park­flä­chen und tech­ni­sche Barrieren befanden, entfaltet sich heute eine offene, zusam­men­hän­gende Park­land­schaft. Für den Petit-Quevilly Sports Complex wurden Böschungen model­liert, Wiesen und Baum­haine ange­legt und begrünte Mulden zur Regen­was­ser­rück­hal­tung ange­legt.

Sport- und Spiel­an­ge­bote sind direkt in diese Land­schaft einge­bettet: Rutschen folgen den natür­li­chen Hängen, ein mono­li­thi­scher Skate­park aus Sicht­beton fügt sich skulp­tural in das Gelände ein. Zusätz­lich wird das Dach der Sport­halle als Bewe­gungs­fläche genutzt und beher­bergt ein halbes Basket­ball­feld – ein klares Bekenntnis zur Flächen­ef­fi­zienz und Mehr­fach­nut­zung urbaner Sport­an­lagen.

Rampen

Die Archi­tektur des Petit-Quevilly Sports Complex basiert auf einer einheit­li­chen Beton­struktur, die Robust­heit, Wirt­schaft­lich­keit und Dauer­haf­tig­keit vereint. In den Hang inte­griert, öffnen sich Sport­halle und Sozi­al­räume groß­zügig zum Park und kommu­ni­zieren laut­stark mit dem Außen­raum.

Ein weiteres zentrales Element ist die kreis­för­mige Rampe. Sie bildet das Herz des Projekts. Unter ihr befindet sich das Jugend­frei­zeit­zen­trum – geschützt, offen und als sozialer Treff­punkt konzi­piert. West­lich schließt der Skate­park an, er ist ein weiterer inte­graler Bestand­teil des gemein­schaft­lich genutzten Raums.

Vernet­zung

Der äußere Eindruck des Petit-Quevilly Sports Complex wird durch die einheit­liche Metall­fas­sade geprägt. Sie besteht aus einer Metall­ver­klei­dung, die von einer zweiten Schicht aus Metall­gitter umhüllt wird. Diese modu­liert das Tages­licht und verleiht dem Ensemble eine mono­li­thi­sche, fast abstrakte Erschei­nung.

Direkt an die zentrale Rampe schließt eine neue Fuß- und Radweg­brücke an, welche die Schnell­straße und die Bahn­li­nien über­spannt. Sie verbindet den Petit-Quevilly Sports Complex unmit­telbar mit dem Rathaus­viertel und stellt eine wich­tige neue Achse für den Alltags­ver­kehr und die urbane Vernet­zung dar.

Heute wird der Petit-Quevilly Sports Complex als offene Sport- und Frei­zeit­land­schaft genutzt, die weit über eine klas­si­sche Sport­an­lage hinaus­geht. Er ist ein Ort der Bewe­gung, Begeg­nung und Erho­lung – zugäng­lich für alle Gene­ra­tionen und Nutzungs­formen.

Ein schönes Beispiel für soziale und städ­te­bau­liche Vernet­zung.

 

Projekt­daten

Planer

Olgga Archi­tectes
32 rue de la Porte Dijeaux
F – 33000 Bordeaux 

Bauherr

Stadt Petit-Quevilly

Eröff­nung
2025
Adresse

Petit-Quevilly Sports Complex
Rdpt Des Alliés
F- 76000 Rouen

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Vorlage NL 121

Böhme­wald­sta­dion Soltau

Fleder­maus­freund­lich

PS+ Planung von Sport­stätten 

Mehr Sport, mehr Möglich­keiten: Das moder­ni­sierte Böhme­wald­sta­dion in Soltau bringt Leistungs‑, Schul- und Frei­zeit­sport zusammen. Flexible Wett­kampf­an­lagen, offene Bewe­gungs­an­ge­bote und ein nach­hal­tiges Konzept machen die Sport­stätte zum Treff­punkt für alle Gene­ra­tionen.

Neuer Name, neue Haltung

Mit der Eröff­nung im September 2024 ist das Böhme­wald­sta­dion im Norden Soltaus als moderne, viel­seitig nutz­bare Sport­stätte wieder nutzbar. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde das frühere Hinden­burg­sta­dion umfas­send saniert, funk­tional erwei­tert und (endlich) unter neuem Namen der Öffent­lich­keit über­geben. Nun ist es ein Ort für Leis­tungs­sport, Schul­sport und freie Bewe­gung.

Nach der Prüfung eines mögli­chen Neubaus entschied sich die Stadt Soltau gemeinsam mit dem Heide­kreis und den lokalen Vereinen für die Moder­ni­sie­rung des Bestands. Ausschlag­ge­bend waren die gute Lage, die bestehende Nutzung sowie der nach­hal­tige Umgang mit Ressourcen. Von Beginn an wurden Vereine, Schulen und Verwal­tung in die Planung einge­bunden.

Typ B, moder­ni­siert

Herz­stück des Böhme­wald­sta­dions ist die moder­ni­sierte Leicht­ath­letik-Wett­kampf­an­lage Typ B. Sie verfügt über sieben Kurz- und sechs Rund­lauf­bahnen sowie ein erneu­ertes Spiel­feld. Dieses Groß­spiel­feld ist sowohl für Fußball als auch für Foot­ball ausge­legt. Feste Foot­ball-Goal­posts und mobile Fußball­tore ermög­li­chen einen schnellen Wechsel der Sport­arten. Ein modernes Drän- und Bewäs­se­rungs­system sorgt für verläss­liche Platz­ver­hält­nisse und einen nach­hal­tigen Betrieb: Nieder­schlags- und Ober­flä­chen­wasser versi­ckert voll­ständig vor Ort.

Rund um das Spiel­feld ergänzen Weit­sprung- und Stab­hoch­sprung­be­reiche auf der Nord­seite sowie Hochsprung‑, Diskus- und Speer­wurf­an­lagen auf der Südseite das sport­liche Angebot. Erneu­erte Kunst­stoff­be­läge bieten gute Trai­nings- und Wett­kampf­be­din­gungen und erfüllen die Anfor­de­rungen für regio­nale und über­re­gio­nale Wett­be­werbe. Die bestehende Tribüne blieb erhalten und bietet weiterhin Platz für Zuschauer, Teams und sport­lich Aktive in den Trai­nings­pausen.

Offen für vieles

Neben dem leis­tungs­ori­en­tierten Sport setzt das Böhme­wald­sta­dion bewusst auf offene Ange­bote für den Frei­zeit- und Brei­ten­sport. West­lich des Haupt­spiel­feldes schaffen ein groß­zü­giger Multi­sport­be­reich, Kunst­stoff­spiel­felder für Basket­ball und Hand­ball, eine Calis­the­nics-Anlage mit Fitness- und Aufent­halts­be­reich, eine natur­nahe Bolz­wiese sowie eine Kugel­stoß­an­lage viel­fäl­tige Bewe­gungs­mög­lich­keiten. Die Bereiche sind klar struk­tu­riert und räum­lich mitein­ander verknüpft. So entsteht ein Ort, der glei­cher­maßen Trai­ning, Begeg­nung und Aufent­halt ermög­licht – offen für alle Alters­gruppen.

Auch Umwelt- und Arten­schutz spielten bei der Sanie­rung eine große Rolle. Die neue Sport­stät­ten­be­leuch­tung ermög­licht eine inten­sive Nutzung der Anlage zu jeder Jahres­zeit. Ein Licht­emis­si­ons­gut­achten stellte sicher, dass die Beleuch­tung gezielt auf die Spiel­flä­chen ausge­richtet ist. Warm­weißes Licht mit redu­zierter Streuung mini­miert die Auswir­kungen auf die umlie­gende Insekten- und Fleder­maus­fauna des Böhme­walds.

Haltung

Das Böhme­wald­sta­dion präsen­tiert sich heute als moderne kommu­nale Sport­an­lage mit klarer Haltung: leis­tungs­fähig, nach­haltig und offen. Es dient Vereinen und Schulen ebenso wie der breiten Öffent­lich­keit und zeigt, wie bestehende Sport­stätten durch gezielte Sanie­rung und Erwei­te­rung zukunfts­fähig weiter­ent­wi­ckelt werden können.

Projekt­daten

Planer

Patrick Arotcharen
Agence d’architecture
4 Rue Monréjau
F- 64 100 Bayonne

Bauherr

SASP Aviron Bayon­nais Rugby Pro

Eröff­nung
Eröff­nung
Adresse

Stade Jean-Dauger
8 Av. Fernand Forgues
F‑64100 Bayonne

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Wasser­welten II

Ausstel­lung auf der aqua­nale 2025

Wasser­welten 2

 

4a Archi­tekten

Nach der erfolg­rei­chen Ausstel­lung im renom­mierten AEDES Archi­tek­tur­forum in Berlin und an zwei weiteren Stand­orten in Stutt­gart sind die Wasser­welten von 4a Archi­tekten nun auf der aqua­nale in Köln zu sehen. 

Die Ausstel­lung „SWIMMING IN ATMOSPHERE – WASSERWELTEN II“ berei­chert das umfang­reiche Messe­pro­gramm zu Themen rund um Schwimmbad, Sauna, Spa und Well­ness nicht nur inhalt­lich, sondern auch atmo­sphä­risch.

Besu­che­rinnen und Besu­cher haben die Gele­gen­heit, in die viel­sei­tigen Bäder­pro­jekte von 4a Archi­tekten einzu­tau­chen und dabei ganz unter­schied­liche Gestal­tungs­an­sätze zu erkunden.

Die Ausstel­lung zeigt drei­zehn ausge­wählte Projekte aus dem Port­folio von 4a Archi­tekten.

Anhand von Modellen, Plänen und Fotos veran­schau­li­chen diese die Viel­ge­stal­tig­keit und Komple­xität des heutigen Bäder­baus – vom Schulbad bis zur Therme, vom Sportbad bis zur Well­ness­an­lage, vom ener­gie­aut­arken Schwimmbad bis hin zum ersten Hallenbad in Holz­mo­dul­bau­weise.

Im Fokus steht dabei jeweils ein zentrales Schlüs­sel­ele­ment der Schwimm­bad­ar­chi­tektur. Kurze Video-State­ments erläu­tern, was 4a Archi­tekten beim Gestalten ihrer teils freien Formen antreibt, wie sie Atmo­sphäre ins Bad bringen und welche Faktoren in punkto Wirt­schaft­lich­keit und Nach­hal­tig­keit rele­vant sind.

Mit ihren Bäder­pro­jekten gehören 4a Archi­tekten zu den Büros, die vor allem eine Archi­tektur für Menschen machen – wie es Günter Behnisch einmal formu­lierte. Ihre Bäder zeichnen sich durch eine beson­dere Wohl­fühl­at­mo­sphäre aus. Aber wie entsteht diese, welche Voraus­set­zungen muss die Archi­tektur dafür schaffen?

Diese Fragen bilden den roten Faden durch die Ausstel­lung, die in Zusam­men­ar­beit mit OUP Visual Commu­ni­ca­tion entstanden ist.

Weitere Infor­ma­tionen

Aedes

Archi­tek­tur­forum in Berlin

aqua­nale

Messe Köln
28.–31. Oktober 2025

4a Archi­tekten

Swim­ming in atmo­sphere

Kontakt

Petra Steiner
4a Archi­tekten GmbH

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Sport- und Bürger­park Baes­weiler

Sport- und Bürger­park Baes­weiler

Ausge­lichtet

 

 

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten & DSGN Concepts 

Durch die Verzah­nung von Sport, ausge­lich­teten Grün­flä­chen und Plätzen schufen DTP Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler attraktiv machen.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Park­land­schaft

Der Sport- und Bürger­park Baes­weiler ist das Ergebnis der Um- und Neuge­stal­tung des Umfelds von Hallenbad, Sport­platz und Tennis­an­lage am östli­chen Stadt­rand von Baes­weiler.

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten leitete dabei die Idee einer Park­land­schaft, welche die Sport­stätten umfließt. Daher wurden bestehende Gehölz­struk­turen groß­zügig ausge­lichtet und Spiel- und Bewe­gungs­an­ge­bote neu struk­tu­riert, zusammen gefasst und ergänzt. Dabei ergab sich die Chance, eine Trend­sport­an­lage zu inte­grieren und eine bestehende Dirt-Bike-Strecke zu einem Funsport­park auszu­weiten.

Der neukon­zi­pierte Rundweg dient auch als kilo­me­trierte Lauf­strecke. Durch die Auslich­tung der über die Jahre zuge­wach­senen Wege wirkt alles nun viel offener und weiter. Zudem knüpfen sämt­liche Wege jetzt an den neuen Rundweg an.

Entlang der quar­tiers­zu­ge­wandten Park­straße entstand eine attrak­tive Eingangs­spange mit Street­prints und roten Stelen.

Baes­weiler Beach

Im südli­chen Teil des Parks wurde ein Wasser­spiel­platz zu „Baes­weiler Beach“. Vor allem die Ränder und Zugänge des Spiel­platzes haben sich zu einem groß­zü­gigem Eingangs­be­reich in die Sport­land­schaft gemau­sert.

Hier kommen Quar­tier, Stadt und Sport­land­schaft zusammen. Von hier aus geht es in den Park, zu dem das Hallenbad, Tennis­plätze und die Mini­golf­an­lage genauso gehören wie neuge­stal­tete Fitness-Punkte, ein Dirt­bike-Areal, eine neue Skate­an­lage oder umlau­fende Lauf­stre­cken und die neue große Park­wiese.

Als Pendant zum Eingangs­be­reich bietet auch der Nord­osten des Sport- und Bürger­parks Baes­weiler neue Attrak­tionen: ein Fußball­feld, ein Multi­sport­feld, eine Boule­bahn und eine neue Skate­an­lage.

Den west­li­chen Rand dieser Zone prägt ein multi­funk­tio­naler, beto­nierter Platz. Von hier aus sind alle Sport­an­ge­bote sichtbar und zugäng­lich. Hier starten auch die Wege, die sich durch das Areal schlän­geln und an dessen Rändern Fitness­punkte entstanden.

Klima­an­pas­sung

Der in den Park führende Hauptweg ist als breite Prome­nade gestaltet. Im Vergleich dazu wirken die anderen Eingänge wie Stege. Sie verbinden den Bestand mit dem Neuge­stal­tetem. An all diesen Stellen taucht die Farbe Rot auf. Sie leitet durch den gesamten Sport- und Bürger­park und vereint seine unter­schied­li­chen Elemente visuell.

Die Bepflan­zung sorgt für eine klima­an­ge­passte Aufwer­tung des öffent­li­chen Raums, vor allem die für Dünen typi­sche Bepflan­zung mit nied­rigen Kiefern von Baes­weiler Beach.

Da kein Park ohne Wiese auskommt, wurde eine alte Half­pipe verla­gert und Baum­be­stand ausge­lichtet. So entstand östlich des Wasser­spiel­platzes eine große Wiese, die zum Pick­ni­cken oder Faulenzen einlädt. Wer nicht in der Sonne baden will, der findet unter verein­zelten Baum­gruppen ausrei­chend Schatten.

Fotos

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Syner­gien

Durch die Verzah­nung von Frei­zeit- und Vereins­sport, von Grün­flä­chen und Plätzen, von Bewe­gungs- und Aufent­halts­orten, von versie­gelten Ober­flä­chen und aufge­lich­teten Berei­chen schufen DTP viele Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler zur Attrak­tion für Menschen jedes Alters machen.

Damit ist ein wert­volles Pendant zum Carl-Alex­ander-Park entstanden, der im Westen von Baes­weiler die indus­tri­elle Geschichte und dessen Folgen in der Land­schaft erlebbar macht.

Projekt­daten

Planer

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten
Im Löwental 76
D – 45239 Essen

Bauherr

Stadt Baes­weiler

Skate­park

DSGN CONCEPTS
Doro­theen­straße 26a
D – 48145 Münster

Adresse

Sport- und Bürger­park Baes­weiler
D – 52499 Baes­weiler

Eröff­nung

2022

Fotos

Nikolai Benner

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Noor­der­parkbad

Noor­der­parkbad in Amsterdam

Vorhang auf!

Wie eine wärmende Decke wickeln sich die Neben­funk­tionen um die drei Schwimm­hallen: Nach­hal­tig­keit und Nach­bar­schaft prägen das Noor­der­parkbad.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Pavillon im Park

Das Noor­der­parkbad in Amsterdam ist ein frei­ste­hendes Gebäude mit einem freund­li­chen, luftigen Erschei­nungs­bild. Die Staf­fe­lung und Zonie­rung der Gebäu­de­massen sowie die flie­ßenden Über­gänge zwischen innen und außen machen das Bad schlank und unauf­dring­lich. Die Planer von de Archi­tekten Cie. aus Amsterdam nennen es einen „Pavillon im Park“.

Die beiden weich geformten und gesta­pelten Volumen und der geschwun­gene „Vorhang“ sind die Vermittler zwischen Gebäude und Park. Dank des zurück­ge­zo­genen oberen Volu­mens fügt sich das Gebäude gut in den Park und das benach­barte Wohn­ge­biet ein.

Darüber hinaus ermög­licht der Versatz des oberen Geschosses das Eindringen von Tages­licht bis tief in das Gebäude.

Der Vorhang

Der wellen­för­mige Regen­vor­hang ist das markan­teste Gestal­tungs­ele­ment des Bades. Nach den Worten der Archi­tekten will uns dieses Element die enge Verbin­dung zwischen dem Bad und dem Wasser vermit­teln.

An einem regne­ri­schen Tag fließt das Wasser wie ein Wasser­fall den Vorhang hinunter und macht erlebbar, wie aus Regen­wasser Bade­wasser wird. An sonnigen Tagen schim­mert und glit­zert der Vorhang, im Winter verwan­deln die Eiskris­talle das Gebäude in einen Eispa­last.

Außerdem markiert der Vorhang mit ange­mes­sener Thea­tralik die Zugänge zum Pool: Er wird zum Eingang hin offener und führt den Besu­cher in das Gebäude.

Family Pool

Das Noor­der­parkbad ist ein öffent­li­ches Fami­li­enbad für den Norden von Amsterdam und erfüllt eine wich­tige soziale Funk­tion. Das tradi­tio­nelle Thema eines Bade­hauses als Treff­punkt für die Nach­bar­schaft spie­gelt sich in der Atmo­sphäre des Inte­ri­eurs wider. Intime geschlos­sene Räume wech­seln sich mit hohen Decken und Ober­lich­tern ab.

Die rauten­för­mige Dach­kon­struk­tion aus Holz und die Verar­bei­tung von Böden, Decken und Wänden in tradi­tio­nellen Mate­ria­lien verleihen dem Gebäude – Wärme.

Fotos

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Nach­hal­tig­keit

Die Ansprüche an die nach­hal­tige Gestal­tung des Noor­der­park­bades waren hoch und sind bereits im Grund­riss abzu­lesen.

Wie eine wärmende Decke werden die Neben­funk­tionen um die drei Schwimm­hallen gewi­ckelt, welche auf hohe Tempe­ra­turen beheizt werden müssen.

Nur die Südfas­saden haben keinen Klima­puffer, so dass die Sonne den Raum heizt und die Besu­cher den schönen Blick über den Park genießen können.

Projekt­daten

Archi­tekt

de Archi­tekten Cie. B.V.
Keizers­gracht 126
NL – 1015 CW Amsterdam

Bauherr

Stadt Amsterdam

Eröff­nung

2015

Adresse

Het Noor­der­parkbad
Snee­uw­balweg 5
NL – Amsterdam

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Water Factory Szczecin

Water Factory Szczecin

Alles fließt

Die Water Factory Szczecin verbindet Sport, Frei­zeit, Bildung und Unter­hal­tung, oder auch Inno­va­tion, Funk­tio­na­lität und Ästhetik – in jedem Fall auf ganz bemer­kens­werte Art und Weise.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Fabryka Wody

Die Water Factory berei­chert das Sport- und Frei­zeit­an­gebot der polni­schen Groß­stadt Szczecin (früher Stettin, 400.000 Einwohner) in viel­fäl­tiger Art und Weise – und ist weit mehr als ein Schwimmbad.

Zu den Attrak­tionen der Water Factory Szczecin (Fabryka Wody) gehören 21 Schwimm­be­cken, elf Wasser­rut­schen, ein riesiger Well­ness­be­reich, ein Strand mit Volley­ball­feld und ein Amphi­theater, das sich im Winter in eine Eisbahn verwan­deln lässt. Das ist der sport­liche Bereich.

Den anderen, west­li­chen Teil der 17.000 m² großen Fläche belegt das Water Factory Educa­tion Center. Hier gibt es jede Menge Wissen und Unter­hal­tung rund um das Thema Wasser und seine Bedeu­tung für unser Leben und unsere Zivi­li­sa­tion.

Wasser­spiele und Wüsten­sauna

Die Wasser­spiele und Schwimm­be­cken der Water Factory Szczecin erstre­cken sich über eine Fläche von mehr als 2.400 m², darunter ein komplettes Hallenbad mit Sport­be­cken, Entspan­nungs­be­reich inklu­sive Infi­nity Pool, ein Solebad, ein Freibad, Plansch­be­cken für Kinder und ein VIP-Bereich mit Kino­lein­wand.

Der Well­ness­be­reich umfasst 18 Themen-Saunen in ganz eigenen Welten. Dazu gehören eine Wüsten­sauna, eine Para­dies­insel, die Vulkan­sauna, Rosen- oder Bier­bäder sowie eine Schnee­grotte.

Mega­lo­poolis

Zwischen beiden Gebäu­de­teilen schlän­gelt sich eine verbin­dende Prome­nade mit kaska­die­renden Wasser­läufen, Frei­flä­chen, Eingängen und jeder Menge Aufent­halts­qua­lität.

Orga­ni­siert und struk­tu­riert werden die Innen- und Außen­be­cken, Saunen, Frei­plätze, Höhlen, Rutschen und eine Klet­ter­wand von einer Archi­tektur, die das Wasser und die nahe­ge­le­gene Oder zum Thema macht und sich hoch­mo­derner Tech­no­logie bedient.

Die Planung stammt von Andrzej Truszc­zyński und Pawel Kobier­zewski (TKHol­ding), die Schwimm­be­cken von Myrtha Pools.

Fotos

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Szczecin und das Wasser

Der drei­ge­schos­sige Komplex auf dem fünf Hektar großen Gelände entstand an der Stelle des histo­ri­schen Bade­platzes „Gontynka“. Den Mittel­punkt der Water Factory Szczecin (Fabryka Wody) bildet die zentrale Eingangs­halle. Sie verbindet den Pool­kom­plex mit dem Educa­tion Center und schafft einen viel­schich­tigen, dyna­mi­schen und öffent­li­chen Raum.

Als Symbol für das Thema Wasser und die histo­ri­sche und wirt­schaft­liche Bedeu­tung der Oder für die Stadt Stettin bedient sich der Entwurf vieler buch­stäb­lich flie­ßenden Linien und einer gewun­denen Fassade, und nutzt das natür­liche Gefälle des Geländes.

Netz­werke und Guck­lö­cher

Das Water Factory Educa­tion Center besteht aus sechs Themen­blö­cken: Welt­raum, Klima, Ozean, Mensch, Wasser­zi­vi­li­sa­tion und Wasser­technik, die sich alle­samt digi­taler Medien und Netz­werke bedienen. Besu­cher können hier ein Schiff starten oder Regen­bögen, Wasser­strudel und Wolken erzeugen.

Spek­ta­kulär sind auch die Labors und die Möglich­keit, unter die Schwimm­be­cken hinab­zu­steigen und durch Guck­lö­cher Einblick in die Wasser­technik und ‑aufbe­rei­tung sowie die Ener­gie­ge­win­nung und ‑versor­gung zu bekommen.

Ausstat­tung und Sonnen­schein

Die Water Factory Szczecin ist auch in Bezug auf Ausstat­tung und Gebäu­de­technik auf dem neuesten Stand. Dazu gehört nicht nur modernste und bewährte Schwimm­be­cken-Tech­no­logie, sondern auch die Wasser­technik und die Nutzung erneu­er­barer Energie. So ist es sowohl in der Schwimm­halle als auch im Well­ness­be­reich möglich, ein Sonnenbad zu nehmen – dank Ober­lich­tern aus ETFE-Folie, welche die UV-Strah­lung und damit natür­li­ches Sonnen­licht ins Innere des Gebäudes lassen.

Ausge­zeichnet

Die Water Factory Szczecin verbindet Inno­va­tion, Funk­tio­na­lität und Ästhetik auf bemer­kens­werte Art und Weise – und wurde daher völlig zu Recht bereits mehr­fach ausge­zeichnet.

Projekt­daten

Archi­tekt

TKHol­ding
ul. Nied­ur­nego 99C
41–709 Ruda Śląska
Polska

Schwimm­be­cken

Myrtha Pools
A&T Europe Spa
Via Solfe­rino, 27
P.O. Box 7
46043 Castig­lione delle Stiviere (MN)
Italia 

Bauherr

Fabryka Wody Sp. z o.o. 

Adresse

Fabryka Wody
71–504 Szczecin
ul. Czesława 9
Polska

Eröff­nung

2023

Fotos

Kinga Gołąbek

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Frei­luft­hallen und Sport­parks

Sport­parks und Frei­luft­hallen

Über­dachte Viel­falt

Die rasante Entwick­lung der Sport­parks und der anhal­tende Boom der Frei­luft­hallen sind die logi­sche Konse­quenz unseres verän­derten Sport­ver­hal­tens. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Trans­for­ma­tion

Der Sport, den wir treiben wollen, wird immer diffe­ren­zierter und indi­vi­du­eller. Also müssen sich die klas­si­schen Kern­sport­stätten weiter­ent­wi­ckeln, und das tun sie auch. Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Groß­spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in einen Sport- oder Bürger­park trans­for­miert, der möglichst den gesamten Stadt­teil akti­vieren und attrak­ti­veren soll.

Kleine, quar­tiers­nahe Sport­parks mit möglichst viel­fäl­tigen Ange­boten für Bewe­gung und Begeg­nung und für alle Alters­klassen sind die Zukunft.

Ange­bote

Entschei­dend ist die Viel­falt: Der Spiel­platz spricht die jüngsten Besu­cher an, die Boule­bahn vor allem die Älteren. Weitere Ange­bote sind Parcours, Calis­the­nics, Klet­ter­wände, Beach­vol­ley­ball-Felder und vieles mehr.

Das Zentrum dieser Sport­parks ist eine Frei­luft­halle, denn die spricht alle Nutzer­gruppen an. Frei­luft­hallen sind ein kosten­güns­tiger Hybrid aus Sport­platz und Sport­halle. Sie bieten eine über­dachte Sport­fläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Stan­dar­di­sie­rung

Frei­luft­hallen sind so viel­seitig wie die Sport­parks, deren Zentrum sie bilden: Neben Mann­schafts­sport­arten wie Fußball und Volley­ball sind Ange­bote wie Fitness, Gesund­heits­sport, Yoga oder Zumba ganz­jährig möglich. Auch für Kinder­ge­burts­tage, Vereins- und Fami­li­en­feiern, Firmen-Events oder Schul­ver­an­stal­tungen eignet sich die Frei­luft­halle bestens – und ganz­jährig.

Die Größe der Sport­fläche und damit der Halle richtet sich den Wünschen von Bauherren und Nutzern. McArena Frei­luft­hallen werden seit einigen Jahren stan­dar­di­siert und modular ange­boten und gebaut. Diese Entwick­lung ist für den Siegeszug dieses Typus entschei­dend, denn nun sind sie funk­tional und wirt­schaft­lich präzise plan­bare Größen.

Sport­park Styrum

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Frei­zeit­park

Der Sport­park Styrum in Mülheim ist ein wunder­bares Beispiel für die Umge­stal­tung eines maroden Tennen­platzes in einen fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Frei­zeit­park. Sein Zentrum ist die Tengel­mann Arena, eine multi­funk­tio­nale Frei­luft­halle von McArena.

Hier profi­tiert der gesamte Stadt­teil von den fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Ange­boten. Und der hat es nötig, denn Styrum gehörte bisher nicht zu den privi­le­gierten Gegenden von Mülheim an der Ruhr.

Arena & Calis­the­nics

Die Tengel­mann Arena kann von Vereinen, Gruppen, Firmen und Fami­lien gebucht werden. Zu ihren Features gehören neben dem Kunst­ra­sen­spiel­feld (15 x 30 m) und den rund­um­lau­fenden Banden die LED-Beleuch­tung, Anzei­gen­tafel, Mini­tore und Speed­messer beim Torschuss.

Eine Beson­der­heit dieser Frei­luft­halle ist die Verbin­dung mit der Calis­the­nics-Anlage. Durch die Instal­la­tion von fest instal­lierten Fitness­ge­räten an der Außen­seite und im über­dachten Vorbe­reich der Frei­luft­halle entsteht ein kompaktes Sport­zen­trum. Dazu gehört auch die digi­tale Torwand an der Außen­wand.

Schulen & Kinder­gärten

Neben der Tengel­mann Arena haben sich hier hoch­wer­tige, anspruchs­volle und außer­ge­wöhn­liche Ange­bote etabliert: ein „Ninja-Run“ eine 100-m-Lauf­bahn und eine 500 m lange Lauf­strecke, ein Wurf- und Sprung­be­reich, eine Boule­an­lage, ein Sport­spiel­platz, eine Park­our­an­lage, ein Bould­er­felsen, zwei Beach-Volley­ball­felder und ein Street­ball­feld.

All diese Ange­bote kommen auch dem Bedarf der angren­zenden Schulen und Kinder­gärten sehr entgegen. Der Sport­park Styrum ist ein bestens funk­tio­nie­render Ort der Begeg­nung für Jung und Alt.

Sport- und Bürger­park Frin­trop

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Inklu­sion & Inte­gra­tion

In Essen eröff­nete im Oktober 2022 der Sport- und Bürger­park Frin­trop. Auch dieses Projekt ist das Ergebnis der Umwand­lung eines Tennen­platzes in eine viel­sei­tige Sport- und Frei­zeit­an­lage von gesell­schaft­li­cher und sozialer Bedeu­tung.

Betrieben wird der Park durch den ansäs­sigen SC Frin­trop 05/21, der hier noch vor drei Jahren auf zwei Tennen­plätzen zuhause war. Mit der Umwand­lung des ersten Groß­spiel­feldes in einen Kunst­ra­sen­platz im Sommer 2020 wurde zunächst die fußbal­le­ri­sche Zukunft des enga­gierten Klubs mit dem Motto „Inklu­sion. Inte­gra­tion. Mitein­ander. Zukunft.“ gesi­chert.

Event & Schall­schutz

Der Sport- und Bürger­park Frin­trop entstand auf der Fläche des zweiten Groß­spiel­feldes. Zum Angebot gehören eine Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­spiel­feld, ein Basket­ball­feld mit Kunst­stoff­belag, Spiel‑, Kletter- und Trend­sport­be­reiche, barrie­re­freie Bewe­gungs­mög­lich­keiten, Erleb­nis­pfade, Liege­flä­chen, Bänke sowie Frei­flä­chen für Events und Feiern aller Art.

Die Beson­der­heit dieser Frei­luft­halle ist ihre Anpas­sungs­fä­hig­keit an die Anfor­de­rungen des Schall­schutzes, die bei diesem Projekt enorm hoch waren. Aus diesem Grund wurden zwei Wände geschlossen ausge­führt.

Boule & Basket­ball

Die Frei­luft­halle bietet sicher das viel­sei­tigste Angebot. Dank ihrer Über­da­chung ist sie das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedin­gungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spiel­feld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regne­ri­schen Tagen im Trockenen.

Ein weiteres High­light ist die Basket­ball-Arena, die auch für Roll­stuhl­fahrer sehr gut nutzbar ist. Das Boule­feld zieht viele ältere Menschen an. Darüber hinaus gibt es eine Calis­the­nics-Anlage, ein Tram­pol­in­feld, Wellen­lauf und Parcours. Die Schau­kel­land­schaft erhält eine Netz­schaukel und eine für Roll­stuhl­fahrer geeig­nete Ausstat­tung, die das Zusam­men­spielen von Kindern mit und ohne Einschrän­kungen fördert.

Projekt­daten

Frei­luft­hallen

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D – 71522 Back­nang 

Sport­park Styrum

Augus­tastr. 130
D – 45476 Mülheim an der Ruhr

Sport- und Bürger­park Frin­trop

Schem­manns­feld 29
D – 45359 Essen

Eröff­nung

2022 (beide)

Fotos

McArena GmbH
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Johannes Bühl­be­cker
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Hakata Meiji Park

Hakata Meiji Park

Der 3D-Park

Eine drei­di­men­sio­nale Fusion von Gebäude, Stadt, Straße, Land­schaft und Park.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird derzeit umge­staltet. Das Ergebnis soll „ein neues, leben­diges drei­di­men­sio­nales Erlebnis“ sein.

Das ehrgei­zige Projekt Hakata Meiji Park hat das Ziel, einen exis­tie­renden Park vor dem Bahnhof von Hakata in der Präfektur Fukuoka möglichst deut­lich aufzu­werten.

Das gesamte Areal rund um den Hakata Meiji Park wird im Rahmen der städ­ti­schen Initia­tive “Hakata Connected” derzeit umge­staltet. Dabei geht es um den Wieder­aufbau privater Gebäude, die Erwei­te­rung der Fußgän­ger­wege rund um den Bahnhof, die Verlän­ge­rung einer U‑Bahn-Linie und die Neuge­stal­tung und Aufwer­tung der Bahn­hofs­ge­gend. Das Ergebnis soll „ein neues, leben­diges drei­di­men­sio­nales Erlebnis“ sein.

Finan­ziert wird das Projekt durch Park-PFI (Private Finance Initia­tive), einem System zur Auswahl privater Unter­nehmen, welche städ­ti­sche Park­ein­rich­tungen nicht nur bauen, sondern auch unter­halten müssen.

Planer ist der bekannte Archi­tekt Sosuke Fuji­moto (Tokio/Paris).

Archi­tekt

Sou Fuji­moto Archi­tects
Senju Soko No.5
2–1‑38 Etchu­jima, Koto-ku
Tokyo 135‑0044
Japan

Schwe­bende Gehwege mit sanften Erhe­bungen erheben den Park in die dritte Dimen­sion und verspre­chen den Fußgän­gern Spek­takel.

Der Entwurf verleiht dem Hakata Meiji Park eine neue Dimen­sion. Schwe­bende Gehwege mit sanften Erhe­bungen erheben den Park in die dritte Dimen­sion und verspre­chen den Fußgän­gern Spek­takel. Darüber hinaus werden die eben­erdigen Wege mit der zweiten und dritten Etage eines neuen Gebäudes verbunden.

Alle Wege werden barrie­re­frei sein und flie­ßende Linien schaffen. Ihre Breite wird vari­ieren, um luftige Plätze zu schaffen, die zum Schlen­dern und Verweilen, Trai­nieren oder Beob­achten von Pflanzen oder Veran­stal­tungen im Park einladen. Diese Wege werden den Hakata Meiji Park wie verlän­gerte Traufen umgeben und gleich­zeitig Besu­cher vor Sonne und Regen schützen.

Weitere bele­bende Elemente neben den drei­di­men­sio­nalen Gehwegen werden die Dach­gärten und die monu­men­tale Treppe, die sich von der Stra­ßen­achse erstreckt, mit ihrer Viel­zahl von Nutzungs­mög­lich­keiten sein.

Das heraus­ra­gende Merkmal des Parks wird jedoch die Land­schafts­ge­stal­tung sein. Der derzei­tige Park beher­bergt Kamp­fer­bäume und Ginkos, die dem berühmten Kushida-Schrein in Hakata heilig sind. In einem Terras­sen­garten wachsen auch japa­ni­sche Sommer­orangen. Weitere Pflanzen, die sich harmo­nisch in die natür­liche Umge­bung der Region einfügen, werden gepflanzt und eine grüne Oase mit unver­kenn­barem Erschei­nungs­bild schaffen.

Standort

Hakata-ekimae 3–45
Hakata-ku
Fukuoka City

Eröff­nung

2026

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Schwa­ke­tenbad

Das Schwa­ke­tenbad in Konstanz

Do it with an archi­tect!

Das neue Schwa­ke­tenbad besticht durch Offen­heit, viel­fäl­tige Ange­bote, Orga­ni­sa­tion und Mate­ri­al­wahl.

Behnisch Archi­tekten schufen bein­dru­ckende Archi­tektur durch gekonnte innere Orga­ni­sa­tion, den Bezug zur umge­benden Land­schaft und die Auswahl von natür­li­chen Mate­ria­lien.

Situa­tion

Das neue Schwa­ke­tenbad liegt im Grünen am Stadt­rand von Konstanz, zwischen Sport­an­lagen und Klein­gärten an geschichts­träch­tiger Stelle. Es ersetzt das alte Schwa­ke­tenbad, das 2015 einem Brand zum Opfer fiel, an glei­cher Stelle.

Zwei 25-Meter-Schwim­mer­be­cken, ein Nicht­schwim­mer­be­cken mit Rutsche, ein Kleinkind‑, ein Warmwasser‑, ein Kurs­be­cken mit Hubboden, eine Sprung­an­lage, zwei Riesen­rut­schen und ein Wasser­spiel­platz kenn­zeichnen das viel­sei­tige Angebot.

Die Planung stammt von Behnisch Archi­tekten.

Spoiler

So viel sei schon verraten: Behnisch Archi­tekten schufen auf einer Fläche von 10.000 m² bein­dru­ckende Archi­tektur durch gekonnte innere Orga­ni­sa­tion, den Bezug zur umge­benden Land­schaft und die Auswahl von natür­li­chen Mate­ria­lien.

Die Anord­nung der Wasser­flä­chen und ihr Zusam­men­spiel mit den Frei- und Ruhe­zonen lassen eine von Beginn an spürbar beson­dere Atmo­sphäre entstehen. Die unter­schied­li­chen Raum­höhen verstärken dieses Gefühl und zonieren das Bad je nach Bedarf in ruhige oder auch sehr leben­dige Bereiche, ohne den weit­läu­figen Charakter der Bade­land­schaft zu beein­träch­tigen.

Archi­tekt

Behnisch Archi­tekten, Stutt­gart

Stefan Rappold, Alex­ander Seib, Elena Haibel, Andreas Greiner, Achim Buhse, Karo­lina Curic, Nevyana Tomeva, Andrew Frie­den­berg, Hie Gown Ohh, Andreas Peyker

Bauherr & Betreiber

Bäder­ge­sell­schaft Konstanz mbH

Leichte Glas­trenn­wände zonieren die Ruhe­be­reiche, schirmen den Lande­be­reich der Rutschen ab und schaffen für das Kurs­be­cken und das zweite 25m-Schwim­mer­be­cken ein hohes Maß an Privat­heit.

Das Schwim­mer­be­cken liegt im Zentrum der Anlage. Die angren­zenden Nicht­schwimmer- und Kinder­be­cken sowie der Wasser­spiel­platz werden durch die groß­flä­chig verglaste West­seite mit viel Licht versorgt. Im Süden befindet sich der Gastro­no­mie­be­reich mit Terrasse und Liege­wiese im Grünen, im Norden das zweite 25m-Becken für Vereine und Kurse.

An den Kinder­be­reich schließt sich die Ruhe­zone mit Liege­stühlen, Warm­be­cken, Dampfbad und Wärme­ka­bine an. Dahinter ist als gesi­cherter, eigener Bereich die Sprung­an­lage mit 1‑, 3- und 5‑Meter-Turm ange­sie­delt. Eine weitere Attrak­tion sind die zwei 100 und 123 Meter langen Wasser­rut­schen an der Nord­seite.

Bade­gäste finden sich in der eben­erdigen, einge­schos­sigen Bade­halle leicht zurecht. Leichte Glas­trenn­wände zonieren die Ruhe­be­reiche, schirmen den Lande­be­reich der Rutschen ab und schaffen für das Kurs­be­cken sowie das zweite 25-Meter-Schwim­mer­be­cken ein hohes Maß an Privat­heit.

Prägend sind auch die unauf­ge­regt natür­li­chen Farb­töne und Ober­flä­chen. Im Foyer fällt insbe­son­dere das harmo­ni­sche Mitein­ander der Mate­ria­lien ins Auge. Dazu gehören die im wilden Verband verlegten, crem­ebeigen Boden­fliesen von Agrob Buchtal, die Decken­be­klei­dung aus Fichten-Kant­höl­zern und einige Sicht­be­ton­wände.

Den ersten leisen Farb­ak­zent setzen rote Sicht­schutz­wände, die in den angren­zenden, eben­falls mit crem­ebeigen Boden­fliesen ausge­stat­teten Umklei­de­be­reich über­leiten. Nach Passieren der Umkleiden und Duschen gelangen die Bade­gäste in einen Durch­gang mit in noblen Blau­tönen schim­mernden Mosa­ik­fliesen.

Standort

Schwa­ke­tenbad Konstanz
Schwa­ke­ten­straße 35
D – 78467 Konstanz

Eröff­nung

2022

Wie ein leichter, nahezu nicht wahr­nehm­barer Vorhang begrenzen die Glas­fas­saden das Gebäude.

Neben der skulp­tu­ralen Dach­ge­stal­tung und den einge­setzten Mate­ria­lien bestimmen die groß­zü­gigen Glas­fas­saden den Charakter des Schwa­ke­ten­bades. „Wie ein leichter, nahezu nicht wahr­nehm­barer Vorhang“ begrenzen sie nach den Worten der Archi­tekten das Haus und treten ledig­lich als ther­mi­scher Abschluss in Erschei­nung.

Das führt vor allem zu unein­ge­schränkten Blick­be­zie­hungen in die umlie­gende Natur mit viel Grün und herr­li­chem Baum­be­stand. Der bewusste Einsatz einer natür­li­chen Mate­ria­lität schafft Bezüge – zum Beispiel durch die Holz­de­cken mit fili­granen, natur­be­las­senen Fich­ten­kant­höl­zern. Die Höhen­staf­fe­lung der Dächer lässt Licht­bänder entstehen, die einen beson­ders stim­mungs­vollen Tages­licht­ein­fall erlauben.

Ein anderes wich­tiges Ziel war es, das Schwa­ke­tenbad und seine Ener­gie­ver­sor­gung so nach­haltig wie möglich zu gestalten. Die gesamte Dach­land­schaft ist daher mit Photo­vol­taik-Modulen der Stadt­werke Konstanz belegt. Der über­wie­gende Teil der Wärme wird über Block­heiz­kraft­werk­mo­dule und Abwärme gewonnen. Auf diese Weise können etwa 171 Tonnen CO2 Emis­sionen pro Jahr einge­spart werden.

Das neue Schwa­ke­tenbad entspricht den Anfor­de­rungen an ein heutiges Schwimmbad in jeder Bezie­hung. Es empfängt seine Gäste mit Offen­heit, ist in vollem Einklang mit seiner Umge­bung, macht viel­fäl­tige Ange­bote an ganz unter­schied­liche Nutzer­gruppen und besticht durch seine innere Orga­ni­sa­tion und den Einsatz gründ­lich ausge­wählter und verbauter Mate­ria­lien.

Fotos

David Matthiessen

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Johannes Bühl­be­cker
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One Green Mile

One Green Mile in Mumbai

Beau­ti­fi­ca­tion

Was wäre, wenn wir von Auto­bahnen erwarten würden, dass sie den Orten, die sie durch­schneiden, etwas zurück­geben?

One Green Mile bietet einen wieder­hol­baren Ansatz nach­hal­tiger Stadt­ent­wick­lung für nicht oder schlecht genutzte öffent­liche Räume in der pulsie­renden indi­schen Metro­pole – und nicht nur da.

In Zusam­men­ar­beit mit StudioPOD hat MVRDV einen ersten Abschnitt vernach­läs­sigter Flächen unter der Senapati Bapat Marg-Über­füh­rung in Mumbai umge­staltet. Das Projekt heißt One Green Mile und verwan­delt über­mäch­tige Beton­in­fra­struktur in einen öffent­li­chen Raum mit drin­gend benö­tigter Aufent­halts­qua­lität.

One Green Mile verbes­sert die Mobi­lität und schafft visu­elle Iden­tität. Das Projekt bietet einen wieder­hol­baren Ansatz nach­hal­tiger Stadt­ent­wick­lung für nicht oder schlecht genutzte öffent­liche Räume in der pulsie­renden indi­schen Metro­pole – aber nicht nur da.

Die Senapati Bapat Marg Über­füh­rung ist Teil einer Reihe von Haupt­ver­kehrs­straßen, die sich über 11 Kilo­meter durch das Herz von Mumbai erstre­cken. Sie verur­sa­chen eine erheb­liche Lärm­be­las­tung und bilden eine Barriere zwischen benach­barten Gebieten, schränken also die Mobi­lität massiv ein.

Mit dem Ziel, das Stra­ßen­bild und die Verkehrs­sys­teme entlang der Senapati Bapat Marg auf einer Länge von 1.800 Metern zu verbes­sern, beauf­tragte Nucleus Office Parks das in Mumbai ansäs­sige StudioPOD mit der städ­te­bau­li­chen Gestal­tung und Master­pla­nung für One Green Mile.

Archi­tekt

MVRDV
StudioPOD

Team MVRDV:
Jacob van Rijs: Stefan de Koning, Ronald Hooge­veen, Valen­tina Chiappa Nuñez, Jose Manuel Garcia Garcia, Prajakta Gawde

Bauherr

Nucleus Office Park

Das Ziel war ein öffent­li­cher Raum, der die Auswir­kungen des Verkehrs mindert und dem Mangel an Grün entge­gen­wirkt.

Für den trans­for­ma­tivsten Teil dieses Vorha­bens, einen 200 Meter langen unge­nutzten Raum unter der Über­füh­rung, bekannt als Parel Baug, luden sie MVRDV ein. Das Ziel war ein gemein­samer öffent­li­cher Raum, der die nega­tiven Auswir­kungen der Verkehrs­si­tua­tion mindert und gleich­zeitig dem Mangel an Grün und physi­schen Annehm­lich­keiten in der Gegend entge­gen­wirkt.

StudioPOD entwi­ckelte die ersten Ideen und Programme für diesen Raum. MVRDV baute darauf auf und entwarf ein Design mit geschwun­genen blauen Streifen, die eine kohä­rente visu­elle Iden­tität schaffen. So entstand One Green Mile – ein reiz­volles und ganz­heit­li­ches urbanes Raum­er­lebnis.

Eine hüge­lige, gepflas­terte Land­schaft verwan­delt die zwei­di­men­sio­nalen visu­ellen Merk­male in ein drei­di­men­sio­nales Raum­er­lebnis, das eine ganze Reihe unter­schied­li­cher Ange­bote beher­bergt und eine dyna­mi­sche physi­sche Attrak­tion darstellt. Visu­elle Farb­ak­zente in Mate­ria­lien und Grafiken machen alle Aspekte der Inter­ven­tion als Ganzes erkennbar.

One Green Mile ist in eine Reihe von öffent­li­chen “Räumen” mit unter­schied­li­chen Funk­tionen unter­teilt: Lounge, Fitness­raum, schat­tiger Sitz­be­reich, Auffüh­rungs­raum und Lese­raum.

Die Bepflan­zung erstreckt sich über den gesamten Raum.

Die Begrü­nung des Entwurfs durch eine Reihe von Para­vents, einen Torbogen, Stütz­mauern und Pflanz­ge­fäße fördert die Arten­viel­falt, kühlt die umlie­genden Räume und dämpft die Lärm­be­läs­ti­gung.

Standort

One Green Mile
2R4J+XVF, Elphin­stone Flyover
Saidham Nagar
Parel, Mumbai
IND – Maha­rashtra 400012

Eröff­nung

2022

One Green Mile spei­chert und filtert das Monsun­wasser und nutzt es zur Bewäs­se­rung des weit­läu­figen Pflan­zen­netzes.

One Green Mile stellt Fragen. Was wäre zum Beispiel, wenn wir von Auto­bahnen erwarten würden, dass sie den Orten, die sie durch­schneiden, etwas zurück­geben? Eine Über­füh­rung kann in einer heißen Stadt Schatten spenden und ein kleines Stück Land schaffen, das nicht mit hohen Gebäuden bebaut werden kann.

Es ist gar keine so verrückte Idee, dies zu einem öffent­li­chen Raum zu tun.

Das Projekt verbes­sert die Verbin­dungen für Fußgänger und Radfahrer. Pflas­te­rung, Fahr­rad­wege und helle, groß­flä­chige Zebra­streifen fördern den Zugang und die Sicher­heit. Das Beleuch­tungs­kon­zept schafft einen wieder­erkenn­baren Ort und bietet Sicher­heit rund um die Uhr.

One Green Mile spei­chert und filtert das Monsun­wasser und nutzt es zur Bewäs­se­rung des weit­läu­figen Pflan­zen­netzes.

Mit dem Schwer­punkt auf schat­tigen und einbe­zie­henden öffent­li­chen Grün­flä­chen kann die Idee leicht an einer anderen Stelle in der Stadt wieder­holt werden.

Und das ist auch der Plan für die insge­samt 11,22 km lange Strecke zwischen der Maha­laxmi-Renn­bahn und Dharavi Mangrove.

Fotos

© Suleiman Merchant

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Fieldhouse light

Das Fieldhouse in Langhetti

More than a feeling

Die Planer des Fieldhouse schaffen es, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Das Fieldhouse steht in Laghetti (Bozen) an den Ausläu­fern des Monte Corno, der eine drama­ti­sche Kulisse bildet.

Das Sport­platz­ge­bäude „Fieldhouse“ von MoDus­Ar­chi­tects in Bozen setzt mit seinem 11 m hohen Licht­turm und seinem Kontakt in die Land­schaft kühne Zeichen der Gestal­tung und Öffnung eigent­lich nüch­terner Zweck­bauten.

Das neue Funk­ti­ons­ge­bäude ersetzt ein altes Gebäude an fast glei­cher Stelle, verwendet die vorhan­denen Photo­vol­ta­ik­an­lage und verbes­sert die Ener­gie­ef­fi­zienz der Anlage.

Das Fieldhouse steht in der Klein­stadt Laghetti (Gemeinde Egna, Bozen) an den Ausläu­fern des Monte Corno, der eine drama­ti­sche Kulisse für die Sport­an­lage bildet.

Das „Spiel­feld­haus“ nimmt seine infra­struk­tu­rellen Aufgaben in einem nied­rigen Baukörper wahr, der den Blick des Betrach­ters in das Gelände und die Umge­bung lenkt.

Haupt­nutzer ist der Fußall­club USD Laghetti/Laag Raiff­eisen.

Archi­tekt

MoDus­Ar­chi­tects

Bauherr

Comune di Egna

“Sport­plätze im Freien sind präzise konstru­ierte Land­schaften: Ihre Form, Größe, Ränder und Ausrich­tung auf dem Gelände werden durch die Regeln des Spiels bestimmt, das auf ihnen statt­findet.”

Matteo Scagnol, Mitbe­gründer von MoDus­Ar­chi­tects

Das Fieldhouse liegt zwischen einem Klein­spiel­feld im Norden, dem Groß­spiel­feld im Westen und dem steil anstei­genden Berg im Osten.  Der flache Baukörper entwi­ckelt sich von einer Stütz­mauer zu einem langen, linearen Dach und dann zu einer Terrasse und Aussichts­platt­form, die sich nicht nur für Sport­ver­an­stal­tungen, sondern auch für andere Events eignet. 

Das Fieldhouse ist in vielerlei Hinsicht ein Verbin­dungs­glied. Hier treffen auf begrenzten Flächen klein­städ­ti­sche Sied­lungen, die die Talbe­cken Südti­rols säumen, Wohn­viertel, Leicht­in­dus­trie­zonen und halt Sport­in­fra­struk­turen aufein­ander.

An der Schnitt­stelle zwischen Tal und Berg gelegen, zeichnet sich das Spiel­feld­haus durch einen regel­mä­ßigen und lang­ge­streckten Grund­riss aus. Auch die Orga­ni­sa­tion des Gebäudes auf zwei Ebenen macht das Fieldhouse zu einem Gemein­schafts­zen­trum, das dem Sport, aber auch der Frei­zeit­ge­stal­tung gewidmet ist.

Standort

USD Laghetti/Laag Raiff­eisen
Via Cava 31
Laghetti (Egna)
I – Bozen

Eröff­nung

2022

“Wir wollten der Gemeinde ein Projekt bieten, das zugäng­lich ist und die Sicht­bar­keit aller Akti­vi­täten gewähr­leistet”.

Sandy Attia, Mitbe­grün­derin von MoDus­Ar­chi­tects

Das zwei­ge­schos­sige Bauwerk wurde teil­weise in das Gelände einge­graben. Es wurde aus Ortbeton erstellt. Das Gebäude nimmt den Gelän­de­ver­lauf auf und zeigt eine einheit­liche Hülle, die durch trapez­för­mige Pfeiler und scharfe Einschnitte an den Öffnungen unter­bro­chen wird.

Vom Eingangs­vor­platz aus führt eine breite über­dachte Panora­ma­treppe in die obere der beiden Geschosse. Hier befinden sich neben der Wohnung für den Platz­wart und Büros ein Versamm­lungs- und Unter­richts­raum, die Küche und der Cafe­te­ria­be­reich mit Innen- und Außen­be­rei­chen alles auch für nicht­sport­lich Veran­stal­tungen geeignet.

Im Unter­ge­schoss sind die Umklei­de­räume für zwei Mann­schaften und 30 Spieler, die direkt mit dem Fußball­platz verbunden sind, unter­ge­bracht. Neben Lager­mög­lich­keiten für die Sport­ge­räte gibt es auch einen Raum für eine Orts­gruppe der Tiroler Schützen mit einer kleinen Indoor-Schieß­an­lage.

Der 11 m hohe, sich nach oben verjün­gender Licht­turm ist das gestal­te­ri­sche Gegen­ge­wicht zum lang­ge­streckten Körper. Der Turm ist Teil der Dach­land­schaft, auf deren langem Flach­dach 52 Photo­vol­ta­ik­mo­dule unter­ge­bracht sind. Dank eines Systems, das 50 % des Ener­gie­ver­brauchs mit erneu­er­baren Ener­gien deckt, ist das Gebäude Casa­Clima A‑zertifiziert.

Die Planer des Fieldhouse schaffen es, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Bei einem Sport­platz­ge­bäude kommt es in erster Linie darauf an, die notwen­digen Funk­tionen wie Umkleiden, Lager­flä­chen u .ä. unter­zu­bringen – und viel­leicht auch noch zusätz­liche Ange­bote für Veran­stal­tungen oder Tagungen. Das ist gelungen.

Die Planer des Fieldhouse schaffen es aber außerdem, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Der Sport öffnet sich, und das bedeutet immer einen Gewinn für alle.

Fotos

©Gustav Willeit

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Natio­nales Sport­zen­trum Magg­lingen

Indoor-Lauf­bahn im Natio­nalen Sport­zen­trum in Magg­lingen (NSM)

Run to you

Die rund 1000 m² große Lauf­bahn lässt sich in 230 trag­bare Elemente zerlegen, die regel­mäßig und einfach montiert und wieder demon­tiert werden können.

Das kleine Dorf Magg­lingen ist prak­tisch das Trai­nings­lager des Schweizer Spit­zen­sports. Für die zahl­rei­chen Gäste betreibt die ansäs­sige Hoch­schule das Natio­nale Sport­zen­trum in Magg­lingen (NSM).

Das Natio­nale Sport­zen­trum in Magg­lingen, eine Einrich­tung des Bundes­amts für Sport, bietet Trai­nings­mög­lich­keiten für nahezu jede Sportart, und das unter Wett­kampf­be­din­gungen auf aller­höchstem Niveau. Dazu gehört auch eine mobile Indoor-Lauf­bahn, die sich nach Bedarf auf- und wieder abbauen lässt – und die wurde nun erneuert.

Für den Belag fiel die Wahl auf CONIPUR SW, da er einer­seits den Vorgaben von IAAF und Swiss Athle­tics entspricht und ande­rer­seits sehr leicht ist.

Die Eidge­nös­si­sche Hoch­schule für Sport Magg­lingen, EHSM, befasst sich als einzige Schweizer Hoch­schule ausschließ­lich mit Lehre, Forschung, Entwick­lung und Dienst­leis­tung im Bereich Sport. Die EHSM ist Teil des Bundes­amts für Sport (BASPO), das eben­falls in Magg­lingen ange­sie­delt ist.

Das kleine Dorf im Kanton Bern ist prak­tisch das Trai­nings­lager des Schweizer Spit­zen­sports. In dieser Eigen­schaft verzeichnet es jähr­lich mehr als 80.000 Über­nach­tungen. Für diese zahl­rei­chen Gäste betreibt die Hoch­schule das Natio­nale Sport­zen­trum in Magg­lingen (NSM).

Lauf­bahnen

CONICA AG
Indus­trie­strasse 26
CH – 8207 Schaff­hausen

Bauherr

Eidge­nös­si­sche Hoch­schule für Sport Magg­lingen (EHSM)

Damit die Läufer auch bei schlechtem Wetter trai­nieren können, gibt es in einer der Hallen einen Indoor-Running-Track, der sich je nach Bedarf auf- und abbauen lässt.

Unter dem Motto „Sport­liche und geis­tige Spit­zen­leis­tungen in inspi­rie­render Umge­bung“ können Athle­tinnen und Athleten sport­wis­sen­schaft­liche Unter­stüt­zung durch das Dienst­leis­tungs­an­gebot der EHSM und opti­male Trai­nings­mög­lich­keiten an ein und demselben Ort in Anspruch nehmen. Dafür stehen Indoor- und Outdoor-Sport­an­lagen sowie Semi­nar­räume, Unter­künfte und gastro­no­mi­sche Ange­bote zur Verfü­gung.

Das NSM will für prak­tisch jede Spielart des Leis­tungs­sports die passende Anlage bieten. Dazu verfügt es neben ausge­dehnten Außen­an­lagen über eine Fünf­fach­halle, zwei Drei­fach­hallen, drei Einfach­hallen inkl. Fitness- und Kraft­raum sowie über eine Fecht- und Squash­halle.

Ob für Volley­ball, Klet­tern oder Tanzen, die Hallen bieten für fast jede Sportart die rich­tige Umge­bung. Damit die Läufer auch bei schlechtem Wetter trai­nieren können, gibt es in einer der Hallen einen Indoor-Running-Track, der sich je nach Bedarf auf- und abbauen lässt.

Diese Anlage sollte komplett erneuert werden. Natür­lich muss auch die neue Konstruk­tion allen Ansprü­chen des Leis­tungs­sports genügen, also eine hoch­wer­tige Ober­fläche und rund einen Meter hohe Kurven­er­hö­hungen bieten.

Deshalb muss der Belag einer­seits den Vorgaben von World Athle­tics und Swiss Athle­tics genügen, und ande­rer­seits wegen des mobilen Aufbaus ein möglichst geringes Gewicht aufweisen – ein idealer Anwen­dungs­fall für CONIPUR SW.

Das 13 mm dicke Poly­ure­than-Lauf­bahn­system mit einer PUR-gebun­denen Elas­tik­schicht auf Basis von rezy­klierten Gummi-Granu­laten zeichnet sich aufgrund seines 3 mm PUR-Ober­be­lages durch hohe Qualität und Lang­le­big­keit aus und ist eine gute Alter­na­tive zu den Voll­kunst­stoff­be­lägen. CONIPUR SW ist gelenk­scho­nend und rutsch­hem­mend.

Für den Einsatz in der Halle ist auch die Tritt­schall­däm­mung von Vorteil.

Neben den tech­ni­schen Eigen­schaften über­zeugte eine CONI­CA/­CO­NIPUR-Indoor-Lauf­bahn in Prag als Refe­renz das Bundesamt als Bauherren. Den Auftrag für den Einbau erhielt die Walo Bert­schinger AG aus Gümligen, die erst im Februar 2020 zu einem der „Besten Arbeit­geber 2020“ in der Schweiz gekürt worden war.

Standort

Eidge­nös­si­sche Hoch­schule für Sport Magg­lingen
Haupt­strasse 247
CH – 2532 Magg­lingen

Eröff­nung

2022

Die rund 1000 m² große Lauf­bahn lässt sich in 230 trag­bare Elemente zerlegen, die regel­mäßig und einfach montiert und wieder demon­tiert werden können.

Für die Herstel­lung erwies sich der Sand­wich-Aufbau als vorteil­haft. Da für die Instal­la­tion im NSM nur ein knappes Zeit­fenster zur Verfü­gung stand, wurde die Basis-Schicht des SW-Systems beim Hersteller der Holz­ele­mente aufge­bracht. Die einzelnen Elemente wurden dann nach Magg­lingen trans­por­tiert, vor Ort zusam­men­ge­setzt und mit CONIPUR 210 blau beschichtet.

Die fertige Bahn erhielt dann abschlie­ßend eine Versie­ge­lung mit CONIPUR 2200. Dies verfes­tigt die granu­lierte Ober­fläche des Belages und erleich­tert zudem die Reini­gung.

Nachdem die Beschich­tung ausge­härtet war, konnte man sie na den Fugen zwischen den einzelnen Elementen schneiden. Beson­ders das Beschichten der Kurven erfor­derte viel Know-How, da sich diese während der Bear­bei­tung auf Wett­kampf­höhe befanden und ein entspre­chend starkes Gefälle aufwiesen. Wird hier nicht sorg­fältig gear­beitet, kann das Mate­rial abfließen.

Die Planung erwies sich jedoch als erfolg­reich. Die rund 1000 m² große Lauf­bahn lässt sich in 230 trag­bare Elemente zerlegen, die regel­mäßig und einfach montiert und wieder demon­tiert werden können.

Damit kann das Natio­nale Sport­zen­trum in Magg­lingen dem Indoor-Lauf­sport nun opti­male Trai­nings­mög­lich­keiten unter Wett­be­werbs­be­din­gungen bieten.

Fotos

CONICA AG

Text

Julio Fernando Fadel
CONICA AG
(Adver­to­rial)

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