University Stadium Porto

University Stadium Porto

Back to life

 

CREA Arquitetos

Das University Stadium der Universität Porto wurde 1953 im grünen Umfeld der Quinta do Campo Alegre eröffnet und gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten sportlichen und sozialen Treffpunkten der Stadt. Nun hat der traditionsreiche Sportkomplex durch umfassende Renovierung und Erweiterung eine bemerkenswerte Transformation erfahren. Das architektonische Erbe des rationalistisch geprägten Bestands wurde bewahrt, und zugleich entstand eine zukunftsfähige Infrastruktur.

Von CREA Arquitetos.

Sanierung der historischen Tribüne

Im Mittel­punkt des Eingriffs stand die denk­mal­pfle­ge­risch sensible Reha­bi­li­ta­tion der Tribüne, deren streng symme­tri­sche Fassa­den­ge­stal­tung und rhyth­misch ange­ord­nete Säulen ein typi­sches Beispiel der Nach­kriegs­mo­derne darstellen. Der porti­kus­ar­tige Haupt­ein­gang, der Besu­cher durch eine Loggia ins Stadion führt, sowie die in Granit gemei­ßelten Flach­re­liefs mit Motiven aus der klas­si­schen Mytho­logie wurden sorg­fältig bewahrt und restau­riert.

Gleich­zeitig wurde die innere Struktur voll­ständig über­ar­beitet: Neue Funk­ti­ons­räume für Sportler und Besu­cher entstanden, Zugänge wurden moder­ni­siert und das Tribü­nen­dach so umge­staltet, dass die über­dachte Fläche deut­lich vergrö­ßert wurde – ein spür­barer Gewinn an Komfort.

Erweiterung durch zwei neue CDUP-Gebäude

Entlang der Längs­achse der Tribüne ergänzen nun zwei Neubauten den Komplex des Univer­sity Stadium Porto. Sie beher­bergen die neuen Haupt­sitze des CDUP (Centro de Desporto da Univer­si­dade do Porto) und bieten viel­seitig nutz­bare Räume wie Büros, Bespre­chungs­zimmer und Arbeits­be­reiche für Studie­rende und Mitar­bei­tende.

Während sich die Neubauten in Maßstäb­lich­keit und Glie­de­rung auf die monu­men­tale Strenge der vorhan­denen Tribüne beziehen, inter­pre­tieren sie deren kompo­si­to­ri­sche Regeln durchaus dyna­misch, zum Beispiel durch groß­flä­chige Öffnungen zu den Sport­fel­dern hin.

Terrakotta als verbindendes Element

Eine zentrale Rolle spielt die Mate­ri­al­wahl. Für alle neuen Volumen, und auch für Teile des zu sanie­renden Bestands, wurde terra­cot­ta­farben pigmen­tierter Beton einge­setzt. Dieser warme, erdver­bun­dene Ton belebt die Gebäu­de­hülle und zieht sich bis in die Innen­räume des Erdge­schosses.

Das Mate­rial verleiht dem Ensemble eine klare Iden­tität, setzt einen subtilen Kontrast zur nüch­ternen Tribüne und fügt sich harmo­nisch in den baum­be­stan­denen Kontext ein.

Ein lebendiger Ort für Sport und Gemeinschaft

Mit der Sanie­rung und Erneue­rung öffnet sich das Univer­sity Stadium wieder als multi­funk­tio­naler, offener Campus­be­reich, der sport­liche Akti­vi­täten, studen­ti­sche Treffen und Verwal­tungs­auf­gaben vereint. Die histo­ri­schen Zugänge für Zuschauer über die Trep­pen­an­lagen blieben erhalten, während Athleten und Mitar­bei­tende durch neu gestal­tete Eingänge eintreten. So wird der ursprüng­liche Charakter respek­tiert und zugleich eine zeit­ge­mäße Nutzer­freund­lich­keit gewähr­leistet.

Nach einem langen Planungs- und Baupro­zess – unter­bro­chen durch die COVID-19-Pandemie – ist das Stadion nun wieder voll­ständig in Betrieb und dient als schönes Beispiel dafür, wie moderne Archi­tektur mit histo­ri­scher Substanz in Einklang gebracht werden kann.

Projektdaten

Planer

Crea Arqui­tetos

André Camelo
Bruno Soares, Rita Correia, Teresa Osório

Bauherr

Univer­si­dade do Porto

Eröffnung

2024

Ihr Eintrag

CDUP
Rua das Estrelas
PT — 4150–762 Porto

Fotos

Fernando Guerra

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Video

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EQT Track

EQT Track

One Hit Wonder

 

PlayLab

Eine 200-Meter-Bahn aus Gips, geformt im Wüstensand von New Mexico: Adidas und PlayLab verwandeln den Relaunch eines Laufschuhs in ein temporäres Ritual aus Bewegung, Material und Vergänglichkeit.

Relaunch

Im Norden von New Mexico, dort, wo der Himmel tief­blau über einer weißen, von Gips­staub bedeckten Land­schaft hängt, entstand Ende 2024 für wenige Tage ein Bauwerk, das mehr Skulptur als Sport­an­lage war: eine 200 Meter lange Lauf­bahn, aus der Erde geformt, aus dem Ort geboren – und bestimmt, wieder in ihn zurück­zu­kehren: der „EQT Track“.

Adidas und das Design­studio PlayLab schufen in einem aktiven Gips­stein­bruch nahe Santa Fe eine Instal­la­tion, die Sport­ar­chi­tektur und Land­schaft für kurze Zeit vereint. Der EQT Track ist kein Stadion und auch kein Trai­nings­zen­trum, sondern eine land­schaft­liche Inter­ven­tion;  ein tempo­räres Monu­ment für die Bewe­gung selbst.

Anlass war die Produkt(wieder)einführung eines tradi­ti­ons­rei­chen Schuhes aus dem Hause Adidas: der Relaunch der Linie „Adidas EQT“.

Architektur aus Staub und Zeit

Die Lauf­bahn wurde voll­ständig aus vorge­fun­denen Mate­ria­lien gebaut: Gips, Sand, Wasser und biolo­gisch abbau­bare Pigmente. Kein Asphalt, kein Kunst­stoff, keine impor­tierten Baustoffe. Der Unter­grund wurde geformt, verdichtet und mit einer sanft schim­mernden, weißen Ober­fläche versehen, die im Sonnen­licht fast unsichtbar mit der Land­schaft verschmilzt.

Zwei Wände rahmen die ellip­ti­sche Bahn: eine äußere, nur einen Meter hohe Begren­zung, die den Hori­zont abschneidet und den Blick nach innen lenkt; und eine innere, bis zu zwei Meter hohe Wand, die einen geschützten Raum bildet – einen Ort der Pause mit Sitz­bänken aus rohem Holz und einer zentralen Feuer­stelle. Hier, im Inneren des Rings, verwan­delt sich die Lauf­bahn in eine Art Pavillon. Bewe­gung und Ruhe, Raum und Ritual greifen inein­ander.

Das Vergängliche als Entwurfsidee

Das Projekt war von Anfang an auf Vergäng­lich­keit ange­legt. Die verwen­deten Mate­ria­lien kehren nach dem Abbau in den Produk­ti­ons­kreis­lauf des Stein­bruchs zurück. Der EQT Track wider­steht dem Gedanken der Wegwer­far­chi­tektur, obwohl es sich hier um ein höchst tempo­räres Bauwerk handelt.

Die Grenzen zwischen Kunst, Instal­la­tion und Archi­tektur verschwimmen. In jedem Fall ist das Projekt erlaufbar. Die Bahn folgt dem natür­li­chen Gelände, verzichtet auf künst­liche Nivel­lie­rung und bewahrt die Topo­grafie als Teil der räum­li­chen Erfah­rung.

Von oben betrachtet zeichnet sie sich kaum vom hellen Unter­grund ab – eher eine Geste als ein Bau. Aus der Nähe aber offen­bart sie eine präzise, fast ritu­elle Ordnung. Kein Start, kein Ziel, keine Tribünen. Der Lauf wird zum Kreis, zur Medi­ta­tion. Bewe­gung wird Archi­tektur.

Ein Ort zwischen Jetzt und nie wieder

Nur einen Tag lang wurde die Bahn offi­ziell genutzt, bevor sie begann, sich langsam aufzu­lösen – vom Wind getragen, vom Regen geglättet. Doch gerade in dieser Kurz­le­big­keit liegt ihre Kraft. Sie zeigt, wie Archi­tektur auf Zeit nicht als Verlust, sondern als bewusste Form verstanden werden kann: das Bauen als Prozess, nicht als Besitz.

Der EQT Track ist eine Werbe­fläche für eine Schuh­kol­lek­tion, aber auch ein spek­ta­ku­läres räum­li­ches State­ment über unsere Wahr­neh­mung eines Ortes und die Bezie­hung zwischen Körper und Land­schaft.

Projektdaten

Planer

PlayLab Inc.

Bauherr

Adidas

Adresse

Gypsum Mine
Ojito Wilder­ness reser­va­tion
New Mexico

Eröffnung

2024/25

Fotos

Charles Roussel

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Laje Football Field

Laje Football Field

Form follows site

Miguel Marcelino

Das Laje Football Field ist „eigentlich“ „nur“ ein Sportplatz auf einem schwierigem Gelände in Portugal. Seine Einbettung in die Topographie aber macht das Projekt zu einem bedeutenden Teil neuerer Sportarchitektur, zu so etwas wie dem kleinen Bruder des Estádio Municipal de Braga von Eduardo Souto de Moura.

Stützmauer

Das Laje Foot­ball Field (Campo de futebol da Lage) verwan­delt einen steilen Hang in Porto Salvo (Portugal) durch einen markanten Akt topo­gra­fi­scher Präzi­sion in einen einzig­ar­tigen Sport­platz. Defi­niert wird die Inter­ven­tion durch eine L‑förmige Stütz­mauer aus pigmen­tiertem Beton, die das Gelände sowohl stabi­li­siert als auch die enorme archi­tek­to­ni­sche Iden­tität des Projekts prägt.

Die Geome­trie der Mauer umschließt das Spiel­feld und bildet eine über­dachte Arkade, welche die darun­ter­lie­genden Versor­gungs­ein­rich­tungen für den Fußball aufnimmt.

Die Planung stammt von Miguel Marce­lino.

Rampe

Eine Rampe schneidet in den Hügel ein und führt Sportler und Zuschauer zu einem über­dachten Atrium, das sich zum Spiel­feld hin öffnet. Diese Abfolge des Abstiegs stellt eine bewusste Bezie­hung zwischen Bewe­gung und Umschlie­ßung her, bei der sich die Archi­tektur gleich­zeitig in die Umge­bung einbettet und sich dieser gegen­über öffnet.

Die durch­ge­hende Sitz­bank am Spiel­feld­rand elimi­niert jede Hier­ar­chie unter den Zuschauern und betont so Gleich­heit und Nähe im Seherlebnis. Darüber fungiert das neu geformte obere Plateau als infor­melle Terrasse (oder als Ober­rang), die den öffent­li­chen Raum erwei­tert und fantas­ti­sche Panora­ma­blicke auf das Spiel­feld und in die Land­schaft bietet.

Beton

Vor der rauen Topo­grafie von Porto Salvo wird das Campo de futebol da Lage direkt in die Land­schaft gemei­ßelt. Anstatt dem Standort ein fremdes Objekt aufzu­zwingen, entsteht das Projekt aus dem Hang selbst heraus.

Die L‑förmige Stütz­mauer ist sowohl struk­tu­relle Notwen­dig­keit als auch archi­tek­to­ni­sches State­ment. Die Wand besteht aus eisen­oxid­pig­men­tiertem Stahl­beton, wobei die Farbe und Textur des Betons den felsigen Unter­grund wider­spie­geln – und mit den natür­li­chen Schichten des Geländes verschmelzen.

Verschmelzung

Durch die Verschmel­zung von Archi­tektur, Inge­nieur­wesen und Land­schafts­ge­stal­tung redu­ziert Miguel Marce­lino das Laje Foot­ball Field auf seine wesent­li­chen Elemente: Erde, Beton und Geome­trie. Das Projekt ist weniger ein Objekt als viel­mehr eine Gelän­de­an­pas­sung, bei der Form und Funk­tion auf natür­liche Weise aus den physi­schen Gege­ben­heiten des Stand­orts entstehen. Das Ergebnis ist ein öffent­li­cher Raum, der struk­tu­relle Präzi­sion mit ökolo­gi­scher Harmonie in Einklang bringt und zeit­ge­nös­si­sches Design in den bestän­digen Charakter der portu­gie­si­schen Land­schaft inte­griert.

Und wie.

Projektdaten

Planer

MIGUEL MARCELINO, ARQ. LDA.

Miguel Coutinho, João Neto, Martina Cappel­lini,
Mariana Almeida

Bauherr

Município de Oeiras

Nutzer

Clube GBES
Benfica Escolas de Futebol Oeiras

Adresse

Campo de futebol da Lage
Leões de Porto Salvo
Portugal

Eröffnung

2025

Fotos

© Archive Miguel Marce­lino

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Umkleidegebäude Daillens

Das Umkleidegebäude Daillens

Stroh im Kopf

 

Localarchitecture

Obwohl es sich ja eigentlich eine überschaubare Bauaufgabe ist, war es der kleinen Schweizer Gemeinde Daillens sehr wichtig, das neue Umkleidegebäude mit möglichst geringem ökologischem Fußabdruck und mit lokalen Ressourcen zu realisieren.

Die Planer hatten von Beginn an Stroh im Kopf. Das Ergebnis sind Umkleiden, Duschen, Bar, Küche und Räume für den örtlichen Boule-Club auf weniger als 400 m² Fläche und mit modernster Ausstattung.

Gedämmt mit Stroh.

Strohballen

Das neue Umklei­de­ge­bäude in Dail­lens im Kanton Waadt (1.000 Einwohner), 13 km von Lausanne entfernt, wurde im September 2024 eröffnet und ersetzt eine aus den 1970er Jahren stam­mende, stark sanie­rungs­be­dürf­tige Umkleide für die Fußballer des FC Venoge.

Das Maß aller Dinge sind die 1.200 Stroh­ballen, die als Wärme­däm­mung verwendet wurden. An ihren Abmes­sungen orien­tiert sich auch die tragende Holz­kon­struk­tion aus 37 vorge­fer­tigten, gebo­genen Brett­schicht­holz­rahmen. Das helle Lärchen­holz aus der Region bildet den äußeren Rahmen, während inte­grierte, grün lasierte Lamellen Fassa­den­be­reiche struk­tu­rieren, belüften und ästhe­tisch in den land­wirt­schaft­li­chen Kontext einfügen

Die Planung stammt von Local­ar­chi­tec­ture aus Lausanne.

Kreislaufdenken

Der Entwurf setzt ein deut­li­ches Zeichen für Ressour­cen­scho­nung und Kreis­lauf­denken: Mate­ria­lien wie Holz und Stroh stammen aus der Region, das Funda­ment ist auf die mini­male Nutzung von Beton beschränkt und die Photo­vol­ta­ik­an­lage auf dem Dach erzeugt fast den gesamten Strom, der hier benö­tigt wird.

Bereits bestehende Elemente wie ein Schuh­wasch­be­cken und ein Unter­stand wurden über­nommen. Die Schuh­wasch­an­lage steht nun an einem anderen Ort, die Unter­stände schützen jetzt nicht mehr die Spieler, sondern die Wärme­pumpe.

Darüber hinaus wurde das Gebäude so konzi­piert, dass seine Rückbau- und Wieder­ver­wert­bar­keit weitest­ge­hend zerstö­rungs­frei erfolgen können.

Treffpunkt

Das lang­ge­streckte Gebäude des Umklei­de­ge­bäudes Dail­lens orien­tiert sich längs des Spiel­felds und endet in einer eleganten, papier­dünn wirkenden Metall­dach­kon­struk­tion, deren First die Silhou­ette des Jura­ge­birges wider­spie­gelt.

Der kompakte Pavillon wurde leicht erhöht posi­tio­niert und bildet sanfte Tribü­nen­be­reiche mit Sitz­ge­le­gen­heiten entlang der Außen­fas­sade – ein einla­dender Treff­punkt für Spieler und Zuschauer glei­cher­maßen.

Auch die groß­zü­gigen Durch­gänge sind an die modu­laren Maße des Strohs ange­passt.

Das Umklei­de­ge­bäude Dail­lens ist mehr als ein Funk­ti­ons­ge­bäude: Es ist ein quietsch­le­ben­diges Beispiel für nach­hal­tige Archi­tektur: örtlich veran­kert, ressour­cen­scho­nend, kreis­lauf­fähig und archi­tek­to­nisch sensibel.

Projektdaten

Planer

LOCALARCHITECTURE
Côtes-de-Mont­benon 6
CH–1003 Lausanne

Laurent Saurer, Antoine Robert-Grand­pierre, Andrew Hugonnet

Bauherr

Commune de Dail­lens

Eröffnung

2024

Adresse

Chemin de l’Arbalète
1306 Dail­lens
Schweiz

Fotos

Matthieu Gafsou / LOCALARCHITECTURE

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Parque Quintana Roo

Parque Quintana Roo

Pure Schönheit

 

AIDIA Studio

Von der Müllkippe zum Messegelände: Der Parque Quintana Roo in Chetumal ist Austragungsort einer großen Landwirtschaftsmesse und gleichzeitig Stadtpark. Mit Freilufthallen.

Transformation

Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal, der Haupt­stadt des gleich­na­migen mexi­ka­ni­schen Bundes­staates, ist das wunder­bare Ergebnis der Trans­for­ma­tion einer Müll­de­ponie zu einem weit­läu­figen ökolo­gi­schen Stadt­park.

Der Park bietet ein viel­fäl­tiges Angebot an Frei­zeit­ein­rich­tungen, darunter einen Skate­park, einen groß­zü­gigen Parkour-Garten, Outdoor-Fitness­be­reiche sowie Multi­sport- und Kinder­spiel­flä­chen – unter­ge­bracht in drei indi­vi­duell gestal­teten Frei­luft­hallen.

Der Anlass des Projekts war der Bedarf an einem neuen Veran­stal­tungsort für die jähr­liche Vieh- und Land­wirt­schafts­messe. Diese Messe hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeu­tenden jähr­li­chen Volks­fest entwi­ckelt, das Konzerte, Fahr­ge­schäfte und Kunst­hand­werks­märkte umfasst.

Die Planung stammt von AIDIA Studio.

Dschungel

Das neu entwi­ckelte Messe­ge­lände erstreckt sich über eine Fläche von zehn Hektar. Das Grund­stück liegt im subtro­pi­schen Dschungel, was die beson­dere Chance bot, das Areal in einen städ­ti­schen Park mit viel­fäl­tigen, ganz­jährig nutz­baren Frei­zeit­ein­rich­tungen zu verwan­deln.

Chetumal ist die Haupt­stadt des Bundes­staates Quin­tana Roo, zu dem auch die Touris­ten­ziele Cancún, Tulum und Bacalar in der mexi­ka­ni­schen Karibik gehören. Während die Bade­orte im Norden an Beliebt­heit gewannen, entwi­ckelte sich Chetumal zu einem wich­tigen Versor­gungs­zen­trum. Die Stadt, die lange Zeit unter einem Mangel an hoch­wer­tigen öffent­li­chen Räumen litt, gewinnt durch die Rück­ge­win­nung von Flächen zuneh­mend an Aufent­halts­qua­lität.

Organisation

Das trapez­för­mige Grund­stück misst 200 mal 400 Meter und wird über einen ring­för­migen Stra­ßen­ver­lauf mit Stell­plätzen erschlossen. Entlang dieses Rings entstand zudem ein 800 Meter langer Lauf- und Radweg.

Die Ausstat­tung umfasst drei Frei­luft­hallen, darunter eine Arena für bis zu 1.000 Zuschauer, die sowohl für Sport­ver­an­stal­tungen als auch Konzerte genutzt werden kann, über­dachte Basket­ball­plätze, Outdoor-Fitness­be­reiche. Einzel­han­dels­flä­chen und außerdem einen Skate­park, einen Kinder­spiel­platz und einen „Bürger­platz“ am Eingang des Geländes.

Dieser Bürger­platz wird von elf Ceiba-Bäumen einge­fasst, die als heilige Bäume Mexikos gelten. Jeder Baum steht dabei symbo­lisch für einen der elf Land­kreise von Quin­tana Roo. Von hier aus führen Wasser­läufe durch das Areal, welche die Besu­cher zu den verschie­denen Einrich­tungen leiten und dabei ein flie­ßendes, nicht-hier­ar­chi­sches Raum­er­lebnis schaffen, das schließ­lich an der Arena, dem größten Bauwerk des Parks, endet.

Kreise

Die Wege zwischen den kreis­för­migen Baukör­pern verlaufen entlang von Tangen­ten­bögen, welche die ansonsten starren Grund­stücks­grenzen auflo­ckern und gleich­zeitig die Viel­falt der Gebäu­de­typen in das Gesamt­kon­zept einfügen.

Dieses Konzept ermög­lichte es dem Planungs­team, das Thema „biophile Gestal­tung“ konse­quent weiter­zu­ent­wi­ckeln – sowohl aus der Vogel­per­spek­tive in Form des über­ge­ord­neten Master­plans als auch aus Nutzer­sicht, durch das unmit­tel­bare Erleben der Natur inner­halb des Parks. Zudem kamen para­me­tri­sche Entwurfs­werk­zeuge zum Einsatz, die eine ästhe­tisch anspruchs­volle und zugleich effi­zi­ente Form­fin­dung ermög­lichten.

Im Ergebnis entstand eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Gebäu­de­typen, bei denen beispiels­weise hyper­bo­li­sche Para­bo­loide an die jewei­lige Nutzung ange­passt wurden. Gemeinsam ist allen Bauwerken der kreis­för­mige Grund­riss, jedoch mit jeweils eigen­stän­diger konstruk­tiver Lösung.

Schönheit

Die geringe Bebau­ungs­dichte des Parks dient dem maxi­malen Erhalt natür­li­cher Grün­flä­chen – ein wesent­li­cher Aspekt ange­sichts des heißen und feuchten Klimas in der Region. Sämt­liche verwen­deten Mate­ria­lien für Plätze und Gebäude sind in hellen Beige-Tönen gehalten. Gemeinsam mit den leichten Metall­struk­turen der Gebäude, den schlanken, oliv­grünen Stützen und den geschwun­genen Holz­ele­mente fügen sie sich bestens in die Umge­bung aus Kalk­stein und Wald ein, während die mit Fliesen gedeckten Dächer zuver­läs­sigen Schutz vor durchaus mögli­chem Stark­regen bieten.

Die Fassaden der radialen Gebäude greifen ein Ziegel­muster auf, das einer­seits die Ober­flä­chen­struktur belebt, ande­rer­seits durch Öffnungen für Luft­zir­ku­la­tion und natür­liche Belüf­tung sorgt. Sämt­liche Gebäude sind modular geplant, um eine wirt­schaft­liche Bauweise zu gewähr­leisten und den Errich­tungs­pro­zess effi­zient zu gestalten.

Pure Schön­heit.

Projektdaten

Planer

AIDIA Studio

Rolando Rodri­guez Leal, Natalia Wrzask; José Luis Mulás, Mariano González, Nitze Magaña, Aran­zazú Sánchez, Mauricio Santi­bañez, Cecilia Simón, Emilio Vásquez, Rodrigo Wulf

Bauherr

Secre­tary of Agra­rian, Terri­to­rial, and Urban Deve­lo­p­ment

Eröffnung

2024

Adresse

Parque Quin­tana Roo
Chetumal
Quin­tana Roo
Mexico

Fotos

Andrés Cedillo

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Freilufthallen

Freilufthallen

Bewegung!

McArena 

Wenn Kinder keinen Platz zum Spielen haben, Vereine auf Wartelisten verdorren und Schulsport wetterbedingt ausfällt, dann ist nicht fehlender Wille das Problem, sondern fehlende Infrastruktur. Freilufthallen schaffen zukunftsweisende, wettergeschützte Bewegungsräume, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Problem

Der Bau einer klas­si­schen Sport­halle ist oft ein lang­wie­riges, kosten­in­ten­sives Projekt. Eine Frei­luft­halle dagegen ist schnell errichtet, kosten­ef­fi­zient, modular und vor allem sofort nutzbar. Sie ist die Antwort auf den drän­genden Bedarf an Sport­stätten – egal ob für Kommune, Verein oder Bildungs­ein­rich­tung.

Hallenbau ist komplex, kosten­in­tensiv und lang­wierig, oder? Genau diese Sorge eint viele Entscheidungsträger:innen, wenn sie an den Bau einer neuen Sport­stätte denken. Ein konven­tio­neller Sport­hal­lenbau verschlingt schnell mehrere Millionen Euro, dauert Jahre in der Planung und Reali­sie­rung und ist für viele Kommunen ange­sichts ange­spannter Haus­halts­lagen kaum noch leistbar.

Was wäre, wenn es eine Lösung gäbe, die deut­lich güns­tiger, schneller reali­siert und trotzdem viel­seitig nutzbar ist? Die McArena Frei­luft­halle ist solch eine Lösung, und dabei mehr als nur ein Notnagel. Sie ist ein inno­va­tives, flexi­bles Hallen­kon­zept, das sich an die lokalen Bedürf­nisse anpasst und echten Mehr­wert schafft.

Lösung

Frei­luft­hallen sind moderne, multi­funk­tio­nale Sport­hallen, die zu einem Bruch­teil der Kosten einer konven­tio­nellen Halle reali­siert werden können. Eine modu­lare Frei­luft­halle lässt sich flexibel planen, schnell errichten und viel­seitig nutzen. Sie ist daher die ideale Lösung für Kommunen, Schulen und Vereine mit begrenztem Budget.

Vereine können mit einer kompakten Einfeld­halle (z. B. 30×15 m) ihre Trai­nings­ka­pa­zi­täten erwei­tern, Kommunen profi­tieren mit einer Zwei­feld­halle (30×25 m) von neuen Möglich­keiten im Schul­sport, und größere Städte oder Träger nutzen eine Drei­feld­halle (45×25 m) für paral­lelen Betrieb, Events und inklu­sive Ange­bote.

Gerade in Zeiten knapper Kassen ist eine Frei­luft­halle ein sicht­bares Zeichen dafür, dass Bewe­gung, Begeg­nung und Betei­li­gung auch unter heraus­for­dernden Bedin­gungen machbar sind.

Und das Beste: Der Bau erfolgt binnen weniger Monate, der Betrieb ist wartungsarm und digital steu­erbar. Für viele McArena-Projekte konnten bereits staat­liche Förder­mittel aus den Berei­chen Sport, Infra­struktur, Inte­gra­tion oder Jugend­hilfe genutzt werden.

Bewegung

Die Frage ist also nicht, ob sich Kommunen, Vereine usw. eine Sport­halle leisten können. Die Frage ist, ob sie es sich leisten können, keine zu haben. Mit einer Frei­luft­halle kommt Bewe­gung ins Gemein­de­leben – schnell, unkom­pli­ziert und zukunfts­fähig.

Eine McArena kostet nur einen Bruch­teil einer klas­si­schen Sport­halle. Je nach Größe beginnen die Inves­ti­tionen bereits unter­halb von 400.000 Euro. Damit eröffnen sich völlig neue Möglich­keiten für klei­nere Städte, länd­liche Regionen, Stadt­teile oder auch Träger sozialer Einrich­tungen, die mit begrenztem Budget eine hoch­wer­tige, wetter­feste und pfle­ge­leichte Sport­stätte reali­sieren möchten.

Jede dieser Hallen ist eine voll­wer­tige, über­dachte Sport­halle mit Sport­boden, Banden­system, LED-Flut­licht, digi­talem Zugangs­system und optio­naler Musik- und Ausstat­tungsbox. Der Clou liegt in der Flexi­bi­lität: Verschie­dene Größen und Typen erlauben die Anpas­sung an fast jede Fläche und Nutzung – sei es auf dem Schulhof, als Ergän­zung zum Vereins­ge­lände oder als bewe­gungs­för­dernder Treff­punkt im Quar­tier.

Mehr zum Thema Bauen.

Nachhaltigkeit

Wer heute eine Sport­halle plant, denkt dabei auch an die folgenden Gene­ra­tionen von Nutze­rinnen und Nutzern, an zukünf­tige Ener­gie­ver­bräuche und an den ökolo­gi­schen Fußab­druck jedes einzelnen Bauteils.

Kommunen, Vereine und Träger stehen heute unter immensem Druck: stei­gende Ener­gie­kosten, zuneh­mende Anfor­de­rungen an den Klima­schutz, knappe Budgets und der Wunsch, neue Infra­struktur nicht auf Kosten der Umwelt zu reali­sieren. Klas­si­sche Turn­hallen mit massiver Bauweise, aufwen­diger Technik und hohem Ener­gie­be­darf wirken da wie Relikte aus einer anderen Zeit.

Frei­luft­hallen aus verzinktem Stahl mit einem Recy­cling­an­teil von über 87 % dagegen sind zukunfts­fähig. Diese Bauweise redu­ziert nicht nur CO₂ in der Produk­tion, sondern auch beim Trans­port und beim Funda­ment. Sie erlaubt kürzere Bauzeiten, weniger Eingriffe in die Umwelt und maxi­male Flexi­bi­lität.

Mehr zum Thema Nach­hal­tig­keit findet sich hier.

Von Bestand

Das Herz­stück jeder McArena ist ihr intel­li­genter Betrieb: digi­tale Steue­rung, Licht nur bei Nutzung, auto­ma­ti­sche Zugangs­sys­teme und ein KI-gestütztes Kame­ra­system zur Effi­zi­enz­über­wa­chung. Dazu kommen optional Photo­vol­ta­ik­mo­dule, Zisternen zur Regen­was­ser­nut­zung und begrün­bare Dächer. Das alles sind Module, dank derer die Hallen Schritt für Schritt CO₂-neutral werden.

Doch Nach­hal­tig­keit bedeutet mehr als Technik. Es ist eine Haltung. Eine Halle, die gemeinsam genutzt wird – von Schule, Verein, Frei­zeit­gruppen und Veran­stal­tungen – spart doppelte Inves­ti­tionen, redu­ziert Wege, fördert soziale Inte­gra­tion und belebt ganze Quar­tiere.

Und sie hält. Denn Stahl ist nicht nur wieder­ver­wertbar, sondern auch extrem lang­lebig. Die Hallen sind auf Jahr­zehnte ausge­legt, mit mini­malem Wartungs­be­darf und klar kalku­lier­baren Betriebs­kosten. So entsteht ein Raum für Bewe­gung, der wirk­lich Bestand hat.

Refe­renzen zum Thema gbt es hier.

Autoren

Fotos

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D — 71522 Back­nang 

Text

Matthias Prinz
(Adver­to­rial)

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Freilufthalle Holderfeld

Die Freilufthalle Holderfeld 

Neues Gewand

 

SMC2

Die Freilufthalle Holderfeld in Tübingen erweitert die Sportinfrastruktur der Geschwister-Scholl-Schule und der benachbarten Vereine.

Bemerkenswert ist die geschlossene Bauweise der Halle. Sie ist die erste ihrer Art mit einer Prallwandkonstruktion nach DIN 18032 und einer licht- und luftdurchlässigen Membranfassade darüber.

Geschichte

Die Frei­luft­halle Holder­feld wurde im Juni 2024 eröffnet, ihre Geschichte aller­dings reicht bis ins Jahr 2015 zurück. Da doku­men­tierte ein Gutachten erst­mals die Notwen­dig­keit einer über­dachten Frei­spiel­fläche für die Geschwister‑Scholl‑Schule und die umlie­genden Vereine. Nach einer langen Planungs­phase, Budget­dis­kus­sionen und Heraus­for­de­rungen durch den schwie­rigen Baugrund star­tete die Ausschrei­bung erst im Früh­jahr 2023.

Ende gut, alles gut: Nun steht der Schule und den Vereinen eine attrak­tive Halle mit den Spiel­feld­ab­mes­sungen von 22 x 45 Metern zur Verfü­gung, die sich durch Netze in eine Drei­feld­halle unter­teilen lässt. Damit lässt sie sich die Frei­luft­halle Holder­feld für Hand­ball, Basket­ball und Volley­ball auf drei Feldern sowie Badminton auf neun Feldern nutzen – auch wegen der lichten Höhe von mindes­tens 5,5 Metern.

Planung und Bau der Halle kommen von SMC2.

Prallwand

Die Dach­kon­struk­tion wurde als Sattel­dach konzi­piert, als Dach­ein­de­ckung wurde ein Stahl­tra­pez­blech mit Anti­kon­dens­vlies auf der Unter­seite gewählt. Darauf brachten die Stadt­werke Tübingen auf der gesamten Dach­fläche eine Photo­vol­ta­ik­an­lage auf. Dank der Erzeu­gung von Solar­strom wird die Frei­luft­halle Holder­feld so zu einem Plus­ener­gie­ge­bäude: Sie produ­ziert mehr Energie als sie verbraucht.

Eine weitere Beson­der­heit der Halle ist die Prall­wand­kon­struk­tion nach DIN 18032. Diese wurde bis zu einer Wand­höhe von 2,5 m ange­bracht, bietet einen Kraft­abbau von 60 % und erfüllt die Unfall­ver­hü­tungs­vor­schriften für Schul­sport­hallen – als erste ihrer Art.

Boom

Ober­halb der Prall­wand ist die Frei­luft­halle mit einer mikro­per­fo­rierten Fassa­den­mem­bran verkleidet. Das Ergebnis ist ein abge­schlos­sener Hallen­raum mit Sicht­kon­takt ins umge­bende Grün, aus dem keine Bälle heraus- und keine Gegen­stände oder Tiere hine­infliegen können. Dank der Membran bleibt die Versor­gung mit Frisch­luft, auch hier ein großer Vorteil des Bautypus Frei­luft­halle, jedoch erhalten.

Apropos Bautypus: Die Frei­luft­halle Holder­feld ist nicht nur eine viel­sei­tige, ganz­jährig bei jedem Wetter nutz­bare Sport­stätte für den Schul‑ und Vereins­sport, sie berei­chert auch die Entwick­lung der nach wie vor boomenden Frei­luft­hallen.

Projektdaten

Planer

Univer­si­täts­stadt Tübingen
Fach­be­reich Hochbau

Bauherr

Univer­si­täts­stadt Tübingen

Freilufthalle

SMC2 GmbH
Fran­zi­us­straße 8–14
D — 60314 Frank­furt am Main

Eröffnung

2024

Adresse

Frei­luft­halle Holder­feld
Wald­häuser Straße
D — 72070 Tübingen

Fotos

SMC2, Ener­gie­bude, Foto-Grafik­ate­lier Gudrun de Madda­lena

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Salle Maurice Darbellay

Salle Maurice Darbellay in Coudoux

Holz macht glücklich

 

Atelier Régis Roudil

Der Salle Maurice Darbellay folgt dem Prinzip der materiellen Reduktion, nutzt lokale Ressourcen und zeigt, wie öffentliche Bauten in ländlichen Kontexten gestalterisch ambitioniert und gleichzeitig funktional, wirtschaftlich und ökologisch verantwortungsvoll umgesetzt werden können.

Pavillon oder Vereinsheim?

Mit der Erwei­te­rung des Tennis­clubs und dem Bau des „Salle Maurice Darbellay“ hat die südfran­zö­si­sche Gemeinde Coudoux ein bemer­kens­wertes Projekt reali­siert, das Archi­tektur, Nach­hal­tig­keit und Regio­na­lität auf über­zeu­gende Weise verbindet. Entworfen vom Atelier Régis Roudil, entstand ein zurück­hal­tend eleganter Holzbau, der sich sensibel in seine Umge­bung einfügt und viel­fäl­tige Nutzungen ermög­licht.

Der Salle Maurice Darbellay befindet sich am südwest­li­chen Rand von Coudoux, einer fran­zö­si­schen Gemeinde mit 3.700 Einwoh­nern im Dépar­te­ment Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Der Bau ist das neue Zentrum eines kleinen Sport­parks mit fünf Tennis­plätzen, einem Hart­platz und einer BMX-Bahn. Das alles liegt am Ende eines Wohn­ge­biets und wird im Norden wie im Süden von alten Schirm­pi­nien begrenzt. Durch die expo­nierte Lage und die offene Gestal­tung wirkt der Baukörper wie ein über­dachter Außen­raum, der Schutz vor Sonne und Regen bietet und gleich­zeitig die Verbin­dung zur umge­benden Natur stärkt.

Drinnen oder draußen

Der Salle Maurice Darbellay entstand neben dem bestehenden Club­haus und basiert auf einem einfa­chen, aber durch­dachten Prinzip: Vier hölzerne Baukörper – soge­nannte „Plots“ – bilden die stati­schen Eckpunkte eines recht­eckigen Grund­risses. Diese tragen eine zurück­ge­setzte Dach­kon­struk­tion aus Brett­schicht­holz.

Den zurück­sprin­genden südli­chen Abschluss zu den Tennis­plätzen hin bildet eine frei zugäng­liche Terrasse.

Die Halle selbst ist frei von Stützen, wodurch ein groß­zü­giger, flexibel nutz­barer Raum entsteht. Große, falt­bare Schie­be­türen an Nord- und Südseite ermög­li­chen eine voll­stän­dige Öffnung nach außen. Innen- und Außen­raum haben hier sehr viel mitein­ander zu tun.

Holz und Herstellung

Beson­dere Bedeu­tung kommt der Wahl des Mate­rials zu: Für die Konstruk­tion, Fassade und Innen­ein­rich­tung wurde durch­gängig Pin d’Alep (Aleppo-Kiefer) verwendet – ein lokales Holz, das lange Zeit aus dem Bauwesen verschwunden war. Mit diesem Projekt wird eine regio­nale Wert­schöp­fungs­kette wieder­be­lebt: Das Holz stammt aus umlie­genden Wäldern und wurde in der Region verar­beitet.

Die Wände bestehen aus Holz­rahmen mit Holz­fa­ser­däm­mung, die Dach­kon­struk­tion aus vorge­fer­tigten Holz-Kasset­ten­ele­menten. Die Fassade wurde mit vorver­grautem Holz in Deck­leis­ten­scha­lung verkleidet. Auch die Innen­möbel wie Theke und Ablagen bestehen aus Aleppo-Kiefer.

Der Baukörper ruht auf einem Beton­so­ckel, der 40 cm über dem Gelände liegt – das genügt, um als Sitz­ge­le­gen­heit am Spiel­feld­rand zu dienen. Die angren­zenden Terrassen und Rampen sind eben­falls in Sicht­beton ausge­führt und werden durch Natur­stein­mauern aus Vers-Pont-du-Gard einge­fasst.

Architektur und Ort

Das Projekt ist ein schönes Beispiel für eine Archi­tektur, die im Dialog mit ihrem Ort steht. Es folgt dem Prinzip der mate­ri­ellen Reduk­tion, nutzt lokale Ressourcen und zeigt, wie öffent­liche Bauten in länd­li­chen Kontexten gestal­te­risch ambi­tio­niert und gleich­zeitig funk­tional, wirt­schaft­lich und ökolo­gisch verant­wor­tungs­voll umge­setzt werden können.

Mit der „Salle Maurice Darbellay“ hat Coudoux einen neuen Ort für Sport, Begeg­nung und Gemein­wesen erhalten – und zugleich ein starkes archi­tek­to­ni­sches State­ment für eine zeit­ge­mäße, nach­hal­tige Bauweise in Holz.

Projektdaten

Planer

Atelier Régis Roudil Archi­tectes
Amélie Artur

Bauherr

Mairie de Coudoux

Eröffnung

2023

Adresse

TCM Coudoux
75 All. du Stade
F — 13111 Coudoux

Fotos

Florence Vesval

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Spielebox am Jakobsplatz

Die Spielebox am Jakobsplatz in Nürnberg

Was für länger

 

KuKuk Box

Für die „Spielebox am Jakobsplatz“ wurde ein Schiffscontainer so umgebaut, dass er Kindern auf mehreren Ebenen zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen, Klettern, Balancieren und Entdecken bietet.

Attraktion

Die „Spie­lebox am Jakobs­platz“ in Nürn­berg wurde im Januar 2025 eröffnet. Sie ist nicht nur eine weitere Attrak­tion der Innen­stadt, sie erleich­tert Fami­lien auch den Einkauf ganz erheb­lich, weil die Kinder nun gerne mitkommen.

Die Stadt Nürn­berg als Auftrag­geber setzt mit der Spiel­ge­le­gen­heit ein deut­li­ches Zeichen für mehr Lebens­qua­lität im Herzen der Stadt, insbe­son­dere für Fami­lien. Reali­siert wurde die Idee dank einer Förde­rung von 57.000€ aus dem Innen­stadt­be­le­bungs­fonds der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung sowie rund 50.000€ aus dem kommu­nalen Spiel­platz­ab­lö­se­topf. Ziel des Projekts ist es, die Innen­stadt fami­li­en­freund­li­cher zu gestalten und als Begeg­nungsort zu beleben.

Die Anlage stammt von KuKuk Box aus Stutt­gart.

Bewegung

Kinder lernen am liebsten beim Spiel und in Bewe­gung, und die Spie­lebox am Jakobs­platz bietet genau das – und auf engstem Raum, denn unsere Innen­städte wurden eher nicht für Kinder gebaut.

Die KuKuk Box ist eine Kombi­na­tion aus einem Container und viel­fäl­tigen Spiel­mög­lich­keiten. Der Container ist Struktur, Lager, Lounge und Wetter­schutz, seine Ein‑, Auf- und Anbauten sind das pure Aben­teuer.

Während sich die Kinder auspro­bieren, können sich die Eltern entspannen. Oder einkaufen gehen.

Bewährt

Die Stadt Nürn­berg entschied sich nach der Prüfung mehrerer Stand­orte für den Jakobs­platz, weil dieser viel von Fami­lien besucht wird, ein fest instal­lierter Spiel­platz aber dort nicht umsetzbar ist.

Die Spie­lebox am Jakobs­platz wurde ausge­spro­chen flexibel konzi­piert. Sie lässt sich für Veran­stal­tungen wie den Welt­kin­dertag oder den Kinder­kar­neval nutzen, aber auch einfach zeit­weise abbauen.

Mobile Spiel­con­tainer aus dem Hause KuKuk Box waren in Nürn­berg bereits an mehreren Stellen im Einsatz. Dabei wurde deut­lich, dass mit Einfalls­reichtum und tech­ni­scher Raffi­nesse auf begrenzter Fläche eine attrak­tive Spie­le­land­schaft entstehen kann. Diese durchweg posi­tiven Erfah­rungen bei zeit­lich begrenzten mobilen Ange­boten haben die Stadt Nürn­berg dazu bewogen, auch dieses länger­fris­tige Projekt mit dem bewährten Team umzu­setzen.

Aufbau

Für das Projekt wurde ein Schiffs­con­tainer so umge­baut, dass er Kindern auf mehreren Ebenen zahl­reiche Möglich­keiten zum Spielen, Klet­tern, Balan­cieren und Entde­cken bietet. Die Kinder können sich austoben und ihre moto­ri­schen Fähig­keiten erproben.

Der Aufbau am Jakobs­platz war einfach und nahm nur einen halben Tag in Anspruch. Bei Bedarf kann die Box mit Hilfe eines Krans abge­baut, zwischen­ge­la­gert und wieder aufge­baut werden.

Eine KuKuk Box bietet immer zwei Welten: offene Räume und Flächen zum Klet­tern, Toben, Spielen, Rutschen auf der einen und einem Rahmen mit geschützten und priva­teren Berei­chen auf der anderen Seite.

So kommen auch die Kinder beim Einkaufen auf Ihre Kosten.

Projektdaten

Spielcontainer

KuKuk Box GmbH
Rosen­wies­straße 17
D – 70567 Stutt­gart

Bauherr

Stadt Nürn­berg

Eröffnung

2025

Adresse

Ludwig­straße 39
D — 90402 Nürn­berg

Fotos

Stadt Nürn­berg, Jugendamt
KuKuk Box

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Parque Rita Lee

Parque Rita Lee in Rio de Janeiro

Das Leben nach Olympia

 

 

Ecomimesis

Der Parque Rita Lee ist ein gutes Beispiel für die Neustrukturierung städtischer Räume im Hinblick auf mehr Natur, mehr Erholung und mehr Wohlbefinden.

Von den berüchtigten weißen Elefanten fehlt hier jede Spur.

Olympisches Erbe

Der Olym­pi­sche Park in Barra da Tijuca, Rio de Janeiro, war der Haupt­aus­tra­gungsort der Olym­pi­schen Spiele 2016. Heute heißt er, zu Ehren der brasi­lia­ni­schen Sängerin und Kompo­nistin, Parque Rita Lee.

Zum Zeit­punkt der Spiele umfasste der Park unter anderem das olym­pi­sche Tennis­zen­trum, die Cariocas Arenas und die Live Site. Sie alle wurden über den Olympic Way erschlossen. Das ist ein breiter Boule­vard für Fußgänger, der beide Enden des Parks und seine Grün­an­lagen mitein­ander verbindet.

Das Konzept für das olym­pi­sche Erbe sah vor, all diese Infra­struk­turen nach den Olym­pi­schen Spielen in einen öffent­li­chen Park mit mehr Grün­flä­chen und Räumen für viele Formen von Akti­vität umzu­wan­deln.

Das Büro Ecomi­mesis gewann den 2022 von der Stadt­ver­wal­tung von Rio de Janeiro ausge­schrie­benen Wett­be­werb.

Neugestaltung

Die Neuge­stal­tung des140.000 m² großen Parque Rita Lee hatte den Auftrag, „das Leben und die Kultur Rios zu feiern“, die natür­liche Land­schaft zu respek­tieren und den Park in ein bedeu­tendes Frei­zeit­ziel zu verwan­deln.

Die Planer teilten den Park in zwei Typo­lo­gien mit unter­schied­li­chen Merk­malen, die sich entlang des Olympic Way vermi­schen und Linear Park und Urban Park genannt werden. Der Linear Park bietet eine 60 Meter breite und 1,2 km lange Allee mit schat­tigen Berei­chen und Ruhe­zonen, die durch die Anpflan­zung einhei­mi­scher Bäume und die Instal­la­tion von Stadt­mo­bi­liar entstanden.

Der Urban Park schafft spek­ta­ku­läre, kunter­bunte Erho­lungs- und Frei­zeit­be­reiche mit Spiel- und Sport­ge­räten sowie farben­frohen Boden­be­lägen, welche die Besu­cher in einen modernen und unge­wöhn­li­chen Raum locken sollen. Die gestal­teten Ober­flä­chen unter­teilen den Raum in einen Kinder­be­reich mit Spiel­zeug und Wasser­be­reich, Begeg­nungs­zonen mit Möbeln und Pick­nick­be­reich, den Sport­be­reich mit Teqball, Tisch­tennis, Basket­ball und einer Klet­ter­wand sowie den Skate­park.

Zum Parque Rita Lee gehören auch ein neuer, mehr als 800 m² großer atlan­ti­scher Wald, 1.100 neue einhei­mi­schen Baum­setz­linge und neu gepflanzte 8.000 m² an Grün­flä­chen.

Weiße Elefanten?

Der Parque Rita Lee ist ein gutes Beispiel für die Neustruk­tu­rie­rung städ­ti­scher Räume im Hinblick auf mehr Natur, mehr Erho­lung und mehr Wohl­be­finden.

Von den berüch­tigten weißen Elefanten, von denen im Zusam­men­hang mit der postolym­pi­scher Nutzung großer Bauten und Anlagen häufig die Rede ist, fehlt hier jede Spur.

Projektdaten

Planer

Ecomi­mesis Solu­ções Ecoló­gicas
Amanda Saboya, Caro­line Fernandes, Pierre-André Martin

Fotos

Rafael Salim

Eröffnung

2024

Adresse

Parque Olím­pico Rita Lee
Av. Embaix­ador Abel­ardo Bueno
3401 — Barra da Tijuca
Rio de Janeiro — RJ
22775–039
Brasi­lien

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Johannes Bühl­be­cker
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Sportpark Reginhardstraße

Der Sportpark Reginhardstraße in Berlin

Zukunftsfähig

 

 

Ahner Landschaftsarchitektur, Polytan

Der Sportpark Reginhardstraße nimmt unser verändertes Sportverhaltens auf und schafft neue Räume sowohl für unsere klassischen Sportarten wie Fußball oder Leichtathletik als auch für neuere, individuelle Formen von Bewegung und Miteinander.

Vom Sportplatz zum Sportpark Reginhardstraße

Der Sport­park Reginhard­straße in Berlin-Reini­cken­dorf ist ein weiteres gelun­genes Beispiel für die Trans­for­ma­tion brach­lie­gender Groß­spiel­felder zu modernen Sport­an­lagen. Dahinter steckt die Notwen­dig­keit, unsere klas­si­schen Kern­sport­stätten zu modernen, multi­funk­tio­nalen und hoch­wertig ausge­stat­teten Sport­parks weiter­zu­ent­wi­ckeln.

Für die Leicht­ath­letik bietet die Anlage nun eine 400-Meter-Rund­lauf­bahn mit zwei 110-Meter-Kurz­stre­cken sowie Kugel­stoßen, Hoch‑, Weit- und Drei­sprung. Für Fußball und American Foot­ball entstand ein topp­mo­dernes Kunst­rasen-Groß­spiel­feld.

Weitere Beson­der­heiten sind die struk­tu­rierte, an heutigen Bedürf­nissen ausge­rich­tete Einbe­zie­hung der Kurven­seg­mente, der Cross-Parcours, die Möglich­keit, die Geräte vor Ort in Contai­nern aufbe­wahren zu können und eine Teqball­an­lage.

Geplant hat den Sport­park Reginhard­straße das Büro Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur aus Königs Wuster­hausen, Bauherr der vier Millionen teuren Anlage war das Bezirksamt Reini­cken­dorf.

Haupt­nutzer sind die das benach­barte Bertha-von-Suttner-Gymna­siums und die Gustav-Freytag-Ober­schule.

Spielfeld

Beim Bau des Sport­parks Reginhard­straße wurde beson­derer Wert auf Nach­hal­tig­keit gelegt. Das gilt insbe­son­dere für das Groß­spiel­feld, die Lauf­bahnen und den Fall­schutz.

So wurde das vorhan­dene Trag­schicht­ma­te­rial ausge­baut und für die Herstel­lung des Unter­baus wieder­ver­wendet. Der Ober­boden wurde ausge­baut, gesiebt und an anderer Stelle wieder einge­baut. Auch das neue Kunst­ra­sen­feld setzt auf Nach­hal­tig­keit, wo immer das möglich ist: Die Fila­mente bestehen aus Zucker­rohr­teilen, die aus Rest­stoffen der land­wirt­schaft­li­chen Produk­tion gewonnen werden, und aus recy­celten Kunst­stoffen (PCR). Die Produk­tion erfolgt mit 100 % Ökostrom.

Das Ergebnis ist ein hoch­wer­tiges Kunst­ra­sen­feld Im Zentrum der Anlage, das auch durch seine funk­tio­nalen Eigen­schaften und die Linie­rungen sowohl für American Foot­ball als auch für Fußball besticht.

Spiel­feld, Lauf­bahnen und Fall­schutz stammen von Polytan.

Rundlaufbahn

Um das Spiel­feld herum erstreckt sich eine Rund­lauf­bahn, die mit einem Hoch­leis­tungs­belag (Rekortan M) in ziegelrot ausge­führt wurde. Dieser hat sich bereits an vielen Orten bewährt. Seine elas­ti­sche Basis­schicht und Massiv­bau­weise schaffen opti­male Bedin­gungen für profes­sio­nelle Athleten, ambi­tio­nierte Amateur­sportler und genauso für den Schul- und Brei­ten­sport.

Als Bonbon wurden in der innersten Rund­lauf­bahn und in der mitt­leren Sprint­bahn hoch­mo­derne Tech­no­logie inte­griert. Damit lassen sich via App präzise Leis­tungs­mes­sungen und ‑analysen in den Berei­chen Schnel­lig­keit, Ausdauer und Kraft durch­führen. In die Anlage verbaute Magnete erfassen Bewe­gungs­daten, die von einem Sensor am Sportler aufge­nommen und in der Diagno­se­soft­ware ausge­wertet werden.

Ein sehr will­kom­mener Neben­ef­fekt: Das System trägt hier zur Digi­ta­li­sie­rung des Schul­sports bei, denn Sprint- und Ausdau­er­zeiten können auto­ma­tisch erfasst werden – die Zeit der Stoppuhr in der Hand des Sport­leh­rers ist in Reini­cken­dorf vorbei.

Parkour

Direkt an die Lauf­bahn angren­zend wurde ein Parkour ange­legt. Der ist darauf ausge­legt, körper­liche Akti­vität sowie das Free Running und andere Bewe­gungs­künste zu fördern.

Der Parkour im Sport­park Reginhard­straße bietet eine Viel­zahl von Hinder­nissen und Elementen, die es Sport­lern und Schü­lern ganz unter­schied­li­cher Leis­tungs­ni­veaus ermög­li­chen, ihre Fähig­keiten in den Berei­chen Kraft, Geschick­lich­keit, Balance, Koor­di­na­tion und räum­liche Wahr­neh­mung zu entwi­ckeln und zu verbes­sern.

Der Parkour ist, wie die Kurven­seg­mente der Rund­lauf­bahn, mit einem wasser­durch­läs­sigen, schütt­be­schich­teten und lang­le­bigen Fall­schutz­belag ausge­stattet.

Kurvensegmente

Weitere Beson­der­heiten bieten die beiden Kurven­seg­mente.

Im nörd­li­chen Segment können Hoch‑, Weit- und Drei­sprung prak­ti­ziert werden. Direkt angren­zend, auf der äußeren Seite der Rund­lauf­bahn, befindet sich eine Kugel­stoß­an­lage für den Schul- und Trai­nings­be­trieb – und die Teqball-Platte. Teqball ist ein sehr tren­diges Rück­schlag­spiel über einen gewölbten Teqball­tisch, welches Fußball und Tisch­tennis verbindet.

Im gegen­über liegendem, südli­chem Segment wurde ein Cross-Parkour mit Sprung-Hinder­nissen aus Edel­stahl instal­liert. Dieser kann auch ins Lauf­trai­ning auf der Rund­lauf­bahn inte­griert werden – und stellt dann eine spek­ta­ku­läre Abwechs­lung dar.

Hier stehen auch zwei Container, die als Lager für Sport­ge­räte genutzt werden können. Das erspart Zeit und Nerven.

Fazit

Der Sport­park Reginhard­straße nimmt also viele neue Entwick­lungen unseres Sport­ver­hal­tens auf und schafft neue Räume, sowohl für unsere klas­si­schen Sport­arten wie Fußball oder Leicht­ath­letik als auch für neuere, indi­vi­du­elle Formen von Bewe­gung und Mitein­ander.

Eine entschei­dende Rolle für den Erfolg des Projekts ist seine Umset­zung mit hoch­wer­tigen Mate­ria­lien. So wird aus einer nutzer­ge­rechten Planung eine zukunfts­fä­hige, beispiel­hafte Anlage.

Projektdaten

Planer

Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur
Schloss­straße 7
D — 15711 Königs Wuster­hausen

Bauherr

Bezirksamt Reini­cken­dorf von Berlin

Spielfelder & Laufbahnen

polytan
Sport Group Holding GmbH 
Gewer­be­ring 3 
86666 Burg­heim

Parkour-Elemente

PAUL WOLFF GmbH
Monschauer Straße 22
D — 41068 Mönchen­glad­bach

Sportgeräte

artec Sport­ge­räte GmbH
Elf Stücken 33
D — 49324 Melle

Adresse

Sport­platz Reginhard­straße
D — 13407 Berlin

Eröffnung

2024

Fotos

Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur
polytan
Trace Space

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Johannes Bühl­be­cker
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Miami Floating Padel Court

Miami Floating Padel Court

Zum Padel paddeln

 

 

Yntegra Group

Anfang Dezember 2024 wurde, während der Miami Art Week, der weltweit erste schwimmende Padel Court vor der Küste von Fisher Island enthüllt und verankert.

Dieses Spektakel wirft die Frage auf: Was soll das?

Padel

Padel ist eines mit dem Tennis verwandtes Rück­schlag­spiel, das in den USA, Spanien und Südame­rika weit verbreitet ist und auch in Europa, speziell in Deutsch­land, immer popu­lärer wird.

Im Hafen von Miami ist nun ein Padel Court der beson­deren Art vor Anker gegangen: der Miami Floa­ting Padel Court.

Flagschiff

Planer und Investor des Projekts ist die Yntegra Group, eine private Invest­ment­ge­sell­schaft mit Sitz in Miami. Der Miami Floa­ting Padel Court soll ein weiteres Inves­toren-Projekt, nämlich den Bau von Luxus-Resi­denzen und Resorts auf den Bahamas promoten; Dort wird der Court nach Fertig­stel­lung des dortigen Super­yacht­ha­fens unge­fähr 2028 vor Anker gehen.

Brei­ten­sport geht also anders, aber darum geht es hier auch nicht. Hier geht es um „einzig­ar­tige, unkon­ven­tio­nelle Erfah­rungen“, und die wird sich nicht jeder leisten können.

Zahlen

Der Bau des Miami Floa­ting Padel Court hat 1 Million Dollar gekostet. Er besteht aus recy­celtem Stahl aus alten Werft­ma­te­ria­lien.

Das Ganze ist eher ein Boot als ein Schiff. Zumin­dest kommt es ohne Motor und Batterie aus und wird bei Bedarf von einem Standort zum nächsten geschleppt. Der Court misst etwa 5 Meter in der Breite, 11 Meter in der Länge und 21 Meter in der Höhe. Die gesamte Konstruk­tion wiegt rund 84 Tonnen.

Fazit

Bis zum Mai 2025 liegt der Court nun im Hafen von Miami. Seine nächsten Ziele sind noch unklar, sein Ziel­hafen wird die Insel Exuma auf den Bahamas sein – als luxu­riöses Zusatz­an­gebot.

Wichtig sind die Ball­fang­ein­richh­tungen.

Projektdaten

Planer & Investor

Yntegra Group

Adresse 2025

Fisher Island
Florida 33109
USA

Adresse 2028

Rose­wood
Exuma
Bahamas

Bilder

Yntegra Group

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