Couch

Couch mit Seeblick

Das Clubhaus des IJburg Tennis Club

Ijburg

Die „Couch“ ist das neue Clubhaus des IJburg Tennis Club in einem neuen Stadtteil östlich von Amsterdam. Auf den sechs künstlichen Inseln werden insgesamt 18.000 Häuser für 45.000 Menschen gebaut. Derzeit zählt der Bezirk nur 16.000 Einwohner. Es gibt viele Initiativen und Anreize, um Menschen in die Gegend zu locken, wie zum Beispiel den Strand von Blijburg aan Zee und den neu gegründeten IJburg Tennis Club. Der Tennisclub mit seinen bereits 1.100 Mitgliedern verfügt über stattliche zehn Sandplätze und eine Tennisschule. Das neue Clubhaus – die Couch – ist das Zentrum der Aktivitäten des Clubs. Die Zonierung des Geländes sah zwar Platz für einen Tennisclub vor, ein Vereinsheim mit den notwendigen Nebeneinrichtungen konnte jedoch nicht schnell genug gebaut werden. Also so wurden die Plätze angelegt und eine temporäre Anlage installiert.

Barrierefreie Ikone

Das Design von MVRDV füllte die Lücke mit einem geradezu ikonenhaften Gebäude. Die Couch bietet sowohl eine Tribüne als auch ein (nicht ganz) schlichtes Vereinsheim mit Seeblick. Ziel des Vereins ist es, so zugänglich wie möglich zu sein: Das Gelände ist an 365 Tagen im Jahr kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich. Kein privater Club, sondern ein Treffpunkt für Jung und Alt. Alles kann, nichts muss – nicht einmal Tennis. Die Menschen kommen auf einen Kaffee oder Snack, treffen sich hier mit Freunden  oder lesen einfach nur Ihre E-Mails. Die Herausforderung für die Planer bestand darin, ein Gebäude zu schaffen, das als zentrale Versammlungsstäte fungiert und funktioniert. Ein Wohnzimmer für IJburg, wo das Gebäude wie ein Stadtmobiliar Teil der Gemeinschaft wird.

Architekt

MVRDV
Achterklooster  7
NL – 3011 RA Rotterdam 

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries
Renske van der Stoep, Pepijn Bakker, Arjen Ketting, Sanne van der Burgh, Cristina Gonzalo, Rosa Rogina

Studio Bouwhaven, Barendrecht

Bauherr & Nutzer

TC IJburg
Amsterdam
Niederlande

Fotograf

Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Autor

MVRDV

Eröffnung

2015

Adresse

Tennisclub IJburg
Zandzeggestraat 1
NL-1087 SL Amsterdam

Luftbild

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Lageplan + Grundriss

Das Dach taucht ab

Das Clubhaus ist ein langer, offener Raum mit beidseitigen Funktionsräumen wie Umkleideräume, Küche, Abstellraum und Toiletten. Der Hauptraum – das eigentliche Wohnzimmer – ist  ultifunktional, so dass er für die vielen Veranstaltungen des Clubs genutzt werden kann. Das Dach fällt zur Südseite hin ab und wird nach Norden hin bis zu einer Höhe von sieben Metern angehoben, wodurch eine informelle Tribüne für den Club entsteht.  Die breite Glasfront an der Nordseite ermöglicht eine großflächige natürliche Beleuchtung und bietet einen Blick über das Wasser des IJ-Sees.

Im Inneren der Couch

Im Inneren ist die Betonkonstruktion mit FSC-zertifiziertem Holz verkleidet, die Außenseite mit einem EPDM-Polymer-Hotspray in der gleichen Farbe und Struktur wie die Tennisplätze. Die reduzierte Glasfläche nach Süden trägt zur Kühlung des Gebäudes bei. Die thermischen Eigenschaften von Beton und Holz werden genutzt, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen. Das Gebäude wird mit Fernwärme beheizt, die durch ein Wärmetauscher-System effizient betreiben wird. Im Sommer wird natürlich belüftetet, was dem ehrgeizigen Anspruch an die  Nachhaltigkeit des Gebäudes entspricht. Ein Clubhaus als Treffpunkt für einen ganzen Stadtteil: MVRDV machen Tennis zum Trendsport.

Bilder

Hoeschpark in Dortmund

Football am Borsigplatz

Der Hoeschpark in Dortmund

Die Wiege von Borussia Dortmund

Der 1941 eröffnete und heute unter Denkmalschutz stehende Hoeschpark zwischen Borsigplatz und ehemaliger Westfalenhütte ist eine der bedeutendsten städtebaulichen Grünanlagen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Er gilt noch heute für das direkte Umfeld, das sogenannte Hoeschparkquartier, sowie die gesamte östliche Nordstadt als wichtige Park- und Sportanlage, die als Erholungsstätte für Jedermann genutzt wird. Der Borsigplatz ist auch die Heimat des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Planung und Umsetzung

SHA Scheffler Helbich Architekten erstellten in Jahr 2014 eine Machbarkeitsstudie, um eine Entscheidungsgrundlage für das weitere planerische Vorgehen im Hoeschpark zu gewinnen. Im Anschluss plante das Büro die Umwandlung von drei Tennenplätzen zu Kunstrasenplätzen für den American-Football-Club der Dortmunder Giants sowie für den Freizeitfußball. Auf dieser Grundlage startete die STRABAG Sportstättenbau GmbH 2015 mit der Umsetzung und wandelte zuerst das Football-Feld von Tenne zu Kunstrasen um. Bereits im Dezember des Jahres konnten das Spielfeld übergeben werden. Im folgenden Frühjahr wurde dann der Platz für den Freizeitfußball zu einem Kunstrasen-Kleinspielfeld umgebaut. Im Mai 2016 konnten auch diese Felder an die Nutzer übergeben werden.

Architekt

SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH Schwerter Straße 264 D-44287 Dortmund

Team

Projektleitung: Dipl. Ing. Katrin Saussen, Architektin Projektbeteiligte: Dipl. Ing. Kristin Smula, Architektin Bauleitung: Dipl. Ing. Stefan Oppermann

Bauherr

Sportwelt Dortmund GmbH

Hauptnutzer

1. Dortmunder Footballclub Dortmund 1980 „Giants“ e.V.  Postfach 10 14 30 D-44014 Dortmund

Bauunternehmen

STRABAG Sportstättenbau GmbH Schäferstraße 49 D-44147 Dortmund

Kunstrasen

Polytan GmbH Niederlassung Nord Kleine Heide 14 D-33790 Halle/Westfalen

Fotograf

©Samuel Straka, RazrInc, www.razr-inc.com ©SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH

Autor

SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH

Adresse

Hoeschpark Kirchderner Str. 35 D-44145 Dortmund

Eröffnung

2016

Baukosten

1.300.000 €

Luftbild + Lageplan

Zur Ausführung kamen diese Spielfelder

  • Ein 7.494 m² großes Kunstrasenspielfeld für American Football. Installiert wurde das System LigaTurf RS+ CoolPlus (WorldCup Edition) mit glatten Filamenten auf einer 30 mm dicken Elastikschicht. Verfüllt wurde der Kunstrasen mit Quarzsand und Gummigranulat.
  • Ein 968 m² großes Kleinspielfeld und ein 7.072 m² großes Großspielfeld für Fußball. Beide erhielten auf der 30 mm dicken Elastikschicht das Kunstrasensystem „LigaGrass Pro CoolPlus“. Dieses hat texturierte Filamente und wurde mit Quarzsand und grünem EPDM-Granulat verfüllt.

Die Giants

Der Um- und Ausbau der Sportflächen war der Grundstein der festen Ansiedlung des „Dortmund Giants American Football“ in Dortmund. Inzwischen ist die Anlage sogar als Landesleistungstützpunkt etabliert. Daher gelten die Giants als Kümmerer für den Hoeschpark. Der Verein zählt derzeit rund 350 Mitglieder und stellt aktuell sechs Mannschaften, davon eine in der Bundesliga und eine in der Regionalliga. Des Weiteren gehören dem Verein auch Mädchenmannschaften und eine Cheerleaderabteilung an.

Bilder

Eins für alle

Das Football-Feld und das Fußball-Großspielfeld sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Dafür steht das Kleinspielfeld allen Besuchern des Hoeschparks offen. Für die Abendstunden hat STRABAG zusätzlich eine neue Flutlichtanlage mit jeweils sechs Masten auf den beiden großen Plätzen installiert. Der Hoeschpark hat durch die Plätze eine enorme Aufwertung erhalten und das Sportangebot nochmals erweitert. Die Anlage bietet nun eine gelungene und gewachsene Mischung aus Grünanlage und Wettkampfstätte, mit Freiräumen für vielfältige Freizeitaktivitäten. Der Hoeschpark ist Treffpunkt für alle Altersklassen und Nutzergruppen, denn sie finden hier – neben dem Sport – quartiersnahe Erholung und Entspannung für alle Generationen und Nutzergruppen.

Stade du Merlan

Von den Schildkröten lernen

Neues Gebäude für das Stade du Merlan in Marseille

Schwierige Nachbarn

Planung und Bau des neuen Nebengebäudes für das Stade du Merlan in Marseille gingen von zwei grundsätzlichen Voraussetzungen aus: der Wunsch des öffentlichen Auftraggebers, eine (schwierige) Nachbarschaft nicht zu stigmatisieren, und der Wunsch, sich für Architektur zu entscheiden. Der Standort war lange Zeit sich selbst überlassen worden und Schauplatz von verbrannten Autos und Kleinkriminellen aller Art. Die Randbedingungen waren bekannt, die Spezifikationen klar definiert:

  • Ein benachteiligtes Viertel, das von Kriminalität geplagt ist.
  • Das notwendige „Management“ unerwünschter Eindringlinge
  • Ein Gitter, das unmöglich zu überqueren und gegen Angriffe resistent ist
  • Ein Gebäude, das Einbrüchen, Graffitis, zerbrochenen Fenstern, Hausbesetzungen widersteht
  • Einfache Wartung, einfache Instandhaltung

Bunker vs. Schildkröte

Die Bedeutung von Architektur nimmt unter solchen Voraussetzungen eindeutig zu. Das ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) entschied sich gegen die in Gegenden wie dieser verbreiteten Bunker-Architektur – und für das Vorbild der Schildkröten. Das neue Umkleidegebäude für das Stade du Merlan wurde fast komplett eingegraben, nur die Zugänge sind sinnigerweise gut erreichbar. Das schützt Fassaden und Dächer vor den bereits genannten Problemen und macht den Zugang leichter zu kontrollieren. Darüber hinaus entstand auf dem Gebäude eine Grünfläche, die hier bisher sehr fehlte. Diese überraschende und doch so funktionale Antwort verändert auch die Ästhetik des Ortes: es entstand eine Luftblase, ein besonderer Ort des Sports und der Erholung, der den Schulen und Bewohnern gewidmet ist. Das Projekt leiht sich ein pflanzliches Vokabular, um einen sehr besonderen Freiraum zu schaffen.

Architekt

ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) 467 avenue de mazargues 13008 Marseille Frankreich

Bauherr

STB Northeast 20 Bd Françoise Duparc 13 004 Marseille Frankreich

Adresse

Avenue de l’escadrille Normandie-Niemen Marseille 13e Frankreich

Luftbild

Danke, Google!

Autor

ATELIER NAOM*

Fotograf

ATELIER NAOM*

Baukosten

3.265.000 €

Eröffnung

2016
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Materialien

Die verwendeten Materialien rund um das Stade du Merlan wirken – wie das Konzept – auf den ersten Blick ein wenig bizarr, haben aber absolut Sinn: Die Patina aus Cortenstahl, in warmen Farbtönen von Orange bis Braun, die an die Farbe der Erde erinnern, verbindet sich mit den grünen Hängen, die von Blumen und Brachland übersät bzw. geprägt sind. Die einzelnen Teile des Zauns, die von weitem wie eine geschlossene Fläche wirken, verflüchtigen sich schnell wie Zweige und lassen Ein- und Durchblicke zu. Vor allem erlauben sie, das Gelände zu schließen. Das macht man anderswo auch, hier hat der Zaun auch eine wahrnehmbare und gut gestaltete Verbindung zum nahen städtischen Kontext. Die Ästhetik dieses Zauns will uns sagen: NAOM* wollen keine Barrikaden bauen, sondern im Gegenteil Verbindungen schaffen.

Die Sirenen der Standardkataloge

Auch aus praktischer Sicht ist die Wahl eines Werkstoffes wie Cortenstahl eine nachhaltige Entscheidung, denn er ist langlebig und pflegeleicht: Nach dem Schleifen (z.B. eines Graffitis) regeneriert sich die Patina von selbst. Die gesamte Stadtmöblierung wurde für diesen Standort, für das Stade du Merlan, entworfen. Die Architekten legen Wert darauf, auch in jedem Detail vom Baumraster bis zur Beschilderung im Inneren ihrer Rolle als Designer gerecht zu werden und „den Sirenen der Standardkataloge“ zu widerstehen. Das hat geklappt.

Fotos

McArena

Die immer lacht

Neue McArena Freilufthalle der SG Sonnenhof Großaspach

Jederzeit perfekte Bedingungen

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach setzt auf nachhaltiges und gesundes Wachstum und schafft hierfür weitere Sportkapazitäten. Elementarer Bestandteil ist die Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums, in das auch eine McArena Freilufthalle integriert ist.

„Die SG ist ein besonderer Verein, hat mit dem dualen Weg ein einzigartiges Konzept im Profifußball und geht außergewöhnliche Wege. Dazu gehört auch die McArena. Sie stärkt die Jugendarbeit, die uns sehr am Herzen liegt und passt absolut zu unserem Konzept.“, sagt Werner Benignus, Präsident der SG Sonnenhof Großaspach.

Ganzjährig bespielbar

Die McArena Freilufthalle ist eine Hybrid-Lösung aus Sportplatz und Sporthalle. Dank großzügiger Überdachung ist sie das ganze Jahr bespielbar und garantiert jederzeit perfekte Sportbedingungen für die Fußballer. Im Winter sicher vor Schnee, während der heißen Sommermonate geschützt im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen. Sie ist damit eine echte Aufwertung der sportlichen Infrastruktur und schafft witterungsgeschützte Trainingsmöglichkeiten in natürlicher Umgebung, an der frischen Luft. Das moderne Kunstrasenspielfeld mit den Maßen 30m x 15m ist mit einem umlaufenden Banden- und Netzsystem eingefasst, so dass der Ball jederzeit im Spiel ist. Für die Sportler ist das sehr anstrengend, schult aber intuitiv die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit in Drucksituationen.

Hersteller

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
71522 Backnang
Deutschland

Die McArena GmbH

Die McArena GmbH mit Sitz in Backnang (Baden-Württemberg) wurde im Jahr 2013 gegründet. Das Unternehmen ist eine zukunftsorientierte Gesellschaft im Sportstättenbau, die auf die Entwicklung, Bau und Betrieb von multifunktionalen Freiluft-Sporthallen spezialisiert ist. Das innovative Sportstättenkonzept der McArena Freiluft-Sporthalle sowie die Gründer Andreas Kübler, Michael Sindel, Matthias Prinz wurden im Rahmen des Sparkassen Gründerpreis und des Innovationspreis ausgezeichnet. Zahlreiche Kommunen und Sportvereine aus ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren für den Bau einer McArena Freiluft-Sporthalle entschieden. Das Spektrum der Nutzung in einer McArena reicht hierbei von Sportarten wie Fußball, Volleyball, Hockey, Tennis und Gesundheitssport bis hin zur Veranstaltung von Events in unterschiedlichen Größenordnungen. Weitere Informationen unter www.mcarena.de

Video
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Multifunktional und nachhaltig

Für Fluchtlicht-Atmosphäre sorgt eine moderne LED-Beleuchtung in der McArena. Diese garantiert eine optimale Ausleuchtung zu jeder Zeit. Ein zusätzlich überdachter Vorbereich von 75 m² bietet ausreichend Platz für Zuschauer, Trainer und die Unterbringung von Trainingsmaterialien. Neben der reinen Sportnutzung eignet sich die McArena Freilufthalle auch für ideal für Veranstaltungen, Feste und Feiern. Dazu wird ein modularer Abdeckboden auf dem Kunstrasen verlegt und aus dem Spielfeld wird in kürzester Zeit eine Veranstaltungsfläche.

Thomas Deters, Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, zur Errichtung der McArena Freilufthalle: „Für uns als professioneller Fußballverein ist ein nachhaltiger Ausbau der Infrastruktur besonders wichtig. Die McArena ist hierbei sowohl unter sportlichen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine ideale Lösung.“

Wunschzeiten einfach online buchen

Von den neuen Kapazitäten in der McArena Aspach profitieren aber nicht nur die eigenen Vereins- und Jugendmannschaften. Ganz bewusst hat sich der Verein für eine Öffnung der Anlage an externe Sportler entschieden. Die McArena steht zukünftig allen Sportler der Region zur Verfügung und Hobby-, Betriebs- oder andere Vereinsmannschaften können sich über ein modernes Buchungssystem ihre individuellen Nutzungszeiten sichern.

Fotos

Barrancabermeja

Architektur ist Action

Überdachung für die Parks von Barrancabermeja

Barrancabermeja

Diese überdachte Fläche mit Freizeit- und Sporteinrichtungen befindet sich in Barrancabermeja, einer Stadt mit 191.000 Einwohnern im Norden Kolumbiens, am Ufer des Flusses Magdalena. Das insgesamt 7.000 Quadratmeter große öffentliche Zentrum ist durch eine modulare Struktur geschützt, die auf schlanken Säulen ruht und zukünftige Erweiterungen ermöglicht. Das System der langgestreckten Rhomben beinhaltet Öffnungen zum Filtern des Sonnenlichts und außerdem Ventilatoren, Sprinkler, Lautsprecher und eine Beleuchtungsanlage.

Prototyp

Ziel dieses Projektes ist es, den Prototyp eines offenen Raums für die Parks von Barrancabermeja in einem schwierigen sozialen Umfeld zu schaffen, der der Rolle der Gemeinschaft stärkt. Das modulare System besteht aus einem langgestreckten Rhombus, das sich vervielfacht und in einem Grundmodul oder einem Komplementärmodul wiedervereinigt. So entsteht eine anpassungsfähige und progressiv wachsende Struktur. Das Ergebnis ist das Dach über der Anlage. Besonders macht diese Überdachung die Abfolge von physischen Wahrnehmungen, die auf natürlichen Faktoren wie Feuchtigkeit, Hitze, Kälte oder Licht beruhen. Kontrollierte Elemente wie Lichtfiltration, Ventilatoren, Schallabsorber und Wasserimplementierungen schaffen eine Atmosphäre, die den Menschen für die Beziehung des eigenen Körpers zur Natur sensibilisiert.

Architekt

El Equipo Mazzanti
Calle 69 No. 10 – 06 
Bogotá
Kolumbien

Team

Giancarlo Mazzanti, Carlos Medellín, Humberto Mora, Simón Escabi, Juan Carlos Zapata, Luz Rocío Lamprea, Juan Carlos Zapata, Laura Pachón, Lorena Mendoza, Manuela Dangond, Andrés Melo,  Juan Esteban Parra, Julian Quiroz, Pablo Maal

Structural engineer
Nicolás Parra

Bauherr

Municipio de Barrancabermeja

Autor

El Equipo Mazzanti

Fotograf

Alejandro Arango – Pequeño Robot
Dirección de fotografía: Mariana Bravo

Eröffnung

2016

Video
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Struktur

Die Struktur fungiert als Instrument zur Förderung jeglicher Aktivitäten in Barrancabermeja, die von sportlichen, spielerischen, wirtschaftlichen, akademischen und kulturellen Aktivitäten bis hin zu sozialen Aktivitäten reichen. Alles profitiert von ihrer offenen Art, die auf Interaktionen zwischen Menschen und mit der Natur hinaus will.

El Equipo Mazzanti

Die Architekten von El Equipo Mazzanti sehen das so: „Architektur ist Aktion. Wir induzieren Handlungen, Geschehnisse und Beziehungen, aus denen wir Formen, Muster und offene materielle Organisationen entwickeln, die sozialen Zielen folgen. Damit wollen wir neue Verhaltensweisen und neue Dynamiken auslösen, die Menschen ermutigen, auf eine Art und Weise zu handeln, die sie sich niemals vorstellen konnten.“

Tenri Station Plaza CoFuFun

Pizza precisamente

Tenri Station Plaza CoFuFun

Die Situation

CoFuFun bereichert die bisher unwirtliche Bahnhofsgegend von Tenri um vielfältige neue Nutzungsangebote wie Spielplatz, Bibliothek und Straßencafé. Die Gefahr, den Zug zu verpassen, dürfte seit der Eröffnung im Jahr 2017 gestiegen sein.

Tenri ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Nara mit knapp 67.000 Einwohnern und etwa 30.000 Haushalten. Vor CoFuFun war der Platz vor dem Bahnhof ein Ort, an dem die Menschen auf dem Weg zur Arbeit im nahegelegenen Osaka meist hastig vorbeigingen. Die Gemeinde wollte die Gegend beleben und veranstaltete einen Gestaltungswettbewerb. Nendo gewann.

Der Entwurf

Tenris Stadtgrenzen umfassen eine Reihe von antiken japanischen Gräbern, die als „Cofun“ bekannt sind. Diese einzigartigen Gräber sind ein Entwurfsmotiv, die charakteristische Geographie des Gebiets ein weiteres: Tenri liegt im Nara-Becken, das von Bergen auf allen Seiten umgeben ist.

Auf dem 6.000 Quadratmeter großen Areal sind Fahrradverleih, Café und andere Geschäfte, ein Informationskiosk, ein Spielplatz, Außenbühnen und Besprechungsräume entstanden. Ziel des Projekts war es, durch diese Maßnahmen und Angebote die Revitalisierung von Gegend und Bevölkerung zu fördern.

CoFuFun wurde aus Betonfertigteilen geformt, die – nach Meinung der Designer –  einer riesigen Pizza ähneln. Die Fertigteile wurden im Werk geformt und vor Ort montiert. Ihre Strukturen sind präzise, ihre Form kann mehrfach verwendet werden – also ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Große Räume können ohne Stützen oder Balken gebildet werden. Die runde Form ist auch aus statischer Sicht günstig.

Design

nendo
7-2-21-6F Akasaka Minato-ku
Tokyo 107-0052
Japan

Bauherr

Stadt Tenri

Adresse

Tenri Station Square Kofufun
803 Kawaharajocho
Tenri, Nara Prefecture 632-0016
Japan

Luftbild

Danke, Google!

Autor

nendo

Fotograf

Takumi Ota
Daici Ano
Tadashi Endo

Video

Takahisa Araki, Toru Shiomi,
mindo

Eröffnung

2017
Video

Angebot

Die verschiedenen Ebenen des CoFuFun dienen unterschiedlichen Zwecken: Es sind Treppen und Sitzbänke, Räume und Grenzen für spielende Kinder, Überdachungen für Café und Bühne sowie Kulisse für Präsentationen. Am Abend und in der Nacht, wenn der Platz vom Licht durchflutet wird oder werden kann, entfalten sie eine ganz besondere Wirkung. Diese Vielfalt schafft eine anregende Umgebung; Besucher erkunden die verschiedenen Räume und huschen nicht mehr nur vorbei. CoFuFun besteht nun aus:

  • einem Spielplatz für Kinder
  • einem Aufenthalts- und Studienraum zum Lesen
  • einer Bühne für Konzerte oder öffentliche Vorführungen
  • dem Tenri Souvenir-Shop.

Wegweiser und Schilder weisen sanfte Rundungen auf, die an den Cofun erinnern. Sie sind dunkelgrau gefärbt, was einen natürlichen Kontrast erzeugt und sich dennoch gut in die Umgebung einfügt. Außerdem sind Schilder und Angebote in vier verschiedenen Höhen angeordnet, um den Lärmpegel zu minimieren.

Bei allen Entwürfen wurde darauf geachtet, dass die Materialien und die Farbgebung der Innenräume so gut wie möglich mit denen des Platzes übereinstimmen. So wurden Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Holz aus der Präfektur Nara gefertigt, um ein Gefühl der Einheitlichkeit zu schaffen.

Der Name

Der Name des Platzes, CoFuFun, verbindet das Hauptdesignmotiv, den Cofun, mit umgangssprachlichen japanischen Ausdrücken. „Fufun“ meint ein fröhliches, unbewusstes Summen: Die Gestaltung des Platzes soll eine gesellige Atmosphäre bieten, die den Besucher zum Summen bringt. Die Schreibweise „CoFuFun“ bringt auch das „Co“ von „Kooperation“ und „Gemeinschaft“ sowie – natürlich – „Spaß“ (Fun) selbst ein. Das Ergebnis ist ein Name, dessen japanische und alphabetische Schreibweise ähnliche Bedeutungen haben, so dass auch ausländische Besucher des Platzes ihn in gleicher Weise verstehen können.

Fotos

Rwanda Cricket Stadium

Field of dreams

Das Rwanda Cricket Stadium

Geschichte

Vor dem Völkermord von 1994 wurde in Ruanda kaum Cricket gespielt. Zurückkehrende Flüchtlinge brachten das Spiel mit. Mittlerweile gibt es landesweit 7.000 Spieler und Cricket spielt eine wichtige Rolle im Heilungsprozess des Landes. Mit der Einweihung des Rwanda Cricket Stadium ist dieser Prozess einen großen Schritt weitergekommen.

Das Rwanda Cricket Stadium ist sehr auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Weniger Kohlendioxidausstoß, Wassereinsparung, umweltverträgliches Design. Das Stadion schafft Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung und bietet Einnahmequellen, die den Unterhalt der Anlage und weitere Investitionen in das Spiel ermöglichen. Der Bauprozess wurde überwiegend mit einheimischen Arbeitskräften durchgeführt. Zu verdanken ist das Stadion vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foundation, welche die für den Bau benötigte Summe von 1,1 Million Euro aufgebracht hat.

Die Tribüne ist eher ein Pavillon, der in Zukunft auch als HIV-Testzentrum und Restaurant dienen soll. Eine phantastische Ingenieurleistung, gebaut aus 66.000 handgefertigten Fliesen in Schichten und ohne Beton. Seine Wölbungen stellen die Flugbahn eines springenden Balls dar. Die Zuschauerplätze wurden durch Geländemodulation aus der Erde heraus entwickelt. Sie ahmen die terrassierten Bauernhöfe auf den steilen Hügeln rund um Kigali nach, die ihrerseits eine spektakuläre Kulisse bilden. Das Spielfeld ist das einzige flache Stück Land in Sichtweite, Ruandas Ruf als „Land der tausend Hügel“ ist verdient.

Architekt

Light Earth Designs
Pioneer House
Chivers Way
Histon
Cambridge
Cambridgeshire
UK-CB24 9NL

Team

Tim Hall, Michael Ramage, Ana Gatóo, Ben Veyrac, Wesam Al Asali, Anton Larsen, Marco Groenstege, Oliver Hudson, Killian Doherty

Bauherr

Rwanda Cricket Stadium Foundation
FOTOS

Konstruktion

Die Fliesen wurden vor Ort aus lokalen Materialien von angelernten Einheimischen hergestellt. Sie wurden mit einer kleinen Zugabe von Zement hydraulisch gepresst und mussten nicht gebrannt werden. Sie wurden schichtweise auf ein provisorisches Holzskelett gelegt und sind für Spannweiten von bis zu 16 Metern geeignet. Geogitter wurden hinzugefügt, um einen gewissen seismischen Schutz zu bieten. Die Schalen sind wasserdicht und wurden dann mit lokalem gebrochenem Granit (der überall im Land zu finden ist) überzogen.

In die Gewölbe werden einfache, effiziente und dünne Betontische eingesetzt, die Platz für die geschlossenen Funktionen der Servicebereiche bieten: Umkleideräume, Büros, Restaurant. Diese Tische sind mit natürlichen ruandischen Fliesen gestaltet. Die offenen Mezzanine – die Bar und das Clubhaus – bieten einen herrlichen Panoramablick über das Oval und in die wunderschöne Landschaft.

Mit Hilfe von Ziegelsteinen werden Grenzen und Zwischenräume definiert, die oft in perforierter Fugen verlegt werden, so dass Luft und Licht hindurch gelangen. Für den Bodenbelag werden die Abfälle des ruandischen Granitbodens und der Arbeitsplatten verwendet. Die Sperrholz-Rechtecke, aus denen die Fliesen gepresst werden, werden als Arbeitsplatten wiederverwendet, während Holz und Sperrholz aus der Gewölbeführung zu Türen verarbeitet werden, so dass ein Maximum an Abfallstoffen in die Primärproduktion gelangt. Die Stützmauern bestehen entweder aus lokalen Granitblöcken oder sind hohl, um die Bepflanzung zu ermöglichen.

Autor

Light Earth Designs
Johannes Bühlbecker

Fotograf

Light Earth Designs
Michael Ramage, Jonathan Gregson

Adresse

Unnamed Road
Ruanda

Luftbild

Danke, Google!
LAGEPLAN
SCHNITT
EBENE 0
EBENE 1

Ausblick

Das Gebäude wächst aus dem Erdwall, der sich bei der Nivellierung des Spielfeldes gebildet hat – und wird ein Teil der Landschaft. Die Aufschüttung schafft ein wunderschönes natürliches Amphitheater mit herrlichem Blick auf das Spielfeld und das Feuchttal dahinter.

Während die Sprache des Gebäudes von Fortschritt und Dynamik durch extreme Struktureffizienz zeugt, stammen die Materialien aus der Natur, vom Handgemachten und vom Menschlichen. Es handelt sich um ein Gebäude, das von Einheimischen aus ruandischen Materialien gebaut wurde.

Wie so oft gibt der Sport – hier das Rwanda Cricket Stadium – den Menschen Perspektive und Hoffnung. Seine Unvollkommenheit wird gefeiert. Sie ist menschlich und schön.

A’Beckett Urban Square

Funktioniert sofort

A’Beckett Urban Square in Melbourne

Pop-up

Der A’Beckett Urban Square ist ein temporärer Freiraum, der gleich nach seiner Eröffnung zu einem Anziehungspunkt für Studenten und junge Bewohner der australischen Metropole Melbourne geworden ist. Hinter dem neuen Swanston Academic Building gelegen, wurde das Gelände von der RMIT University seit vielen Jahren als Parkfläche genutzt. Die Universität hat diesen ungenutzten und brachliegenden Raum großzügig in einen öffentlich zugänglichen, 2.800 Quadratmeter großen Park mit Mehrzweck-Sportflächen inklusive Zuschauerplätzen, Tischtennisplatten, Grillmöglichkeiten, Fahrradabstellplätzen, Wi-Fi, Pop-Up-Pflanzen in Wannen und Sitz- und Entspannungsplätzen verwandelt. Die RMIT University wird diesen Standort in naher Zukunft weiterentwickeln. Bis dahin stellt die Universität die Fläche als temporären Magneten für Freizeitgestaltung und menschliches Miteinander zur Verfügung. Flächen und Räume für informellen Sport sind ausgesprochen selten in Melbourne. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der A’Beckett Urban Square so schnell so populär wurde.

Architekt

Peter Elliott Architecture + Urban Design Level 11|180 Russell Street Melbourne AUS-Victoria 3000

Team

Peter Elliott, Catherine Duggan, Sean van der Velden, Daniel Bennetts, Juliet Maxsted

Bauherr

RMIT University, Melbourne
LAGEPLAN

Schlanker Ansatz

Der planerische Ansatz ist bewusst schlank gehalten und entwickelt sich aus der Idee einer temporären und demontierbaren Installation. Typischerweise besetzen „Pop-ups“ durch die Verwendung von recycelten Materialien und die geschickte Adaption von alltäglichen Fundstücken verbleibende und ungenutzte Räume in der Stadt. DerA’Beckett Urban Square wurde als eine Art urbanes Theater konzipiert, das aus der umgebenden Stadt herauswächst und von neuen Wohntürmen, Parkhäusern und Universitätsgebäuden eingerahmt wird. Auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes wurde spielerisch mit kräftigen Farben und Grafiken gearbeitet, um die aktiven Flächen von den passiven und ruhigeren Zonen zu unterscheiden. Die Fläche wird auf zwei Seiten mit einem eigens in Auftrag gegebenen großformatigen Kunstwerk des Melbourner Künstlers Ash Keating gestaltet. Es trägt den Namen „Natural System Response“. Keatings Arbeit bietet eine einnehmende und energetische Kulisse mit abstrakten Schwaden von grünen Grüns, sengenden Rotweinen und fluoreszierenden Orangen, die mehrere Meter hohe Wände bedecken. Keating schuf die Wandmalereien, um die Idee eines Stadtwaldes und einer Wüstenlandschaft darzustellen. Er verwendete eine Airless-Spray-Technik, in dem er Feuerlöscher einsetzte, die unter Druck mit Farbe gefüllt wurden.

VORHER
NACHHER
KUNST

Aktiv, ungezwungen und demontierbar

Der A’Beckett Urban Square wurde als demontierbare Installation aus einem recycelbaren Bausatz gefertigt. Es ist ein aktiver Ort für viele verschiedene Freizeitaktivitäten, vor allem für Ballsportarten wie Basketball und Volleyball. Es ist ein Ort, um Kontakte zu knüpfen, sich zu entspannen und Menschen zu beobachten. Er bietet viele lässige Sitzgelegenheiten, Zuschauerränge und Bänke, die zudem einen guten Überblick über das Gelände bieten. Und es ist ein Ort des informellen Lernens, individuell oder in der Gruppe, mit Wi-Fi-Zugang und mit Treffpunkten. Der östliche Rand verbindet sich über eine Fußgängerzone in der Stewart Street mit Einkaufsmöglichkeiten und dem dahinterliegenden Hauptcampus der Universität. Die Landschaft beschränkt sich auf die vorhandenen Straßenbäume und Neuanpflanzungen in Holzkübeln, die über einen Kunstrasenstreifen verstreut sind. Gehen Sie nachmittags oder Abends dorthin und Sie werden eine Menge junger Leute finden, die Sport treiben, herumhängen und plaudern oder anderen zuschauen. Der A’Beckett Urban Square ist ein Spaßplatz voller aktiver Energie und Geselligkeit. Der Erfolg des A’Beckett Urban Square zeigt, wie wichtig solche Erholungsräume für das Leben in der Stadt sind.

Autor

Peter Elliott Architecture + Urban Design

Fotograf

John Gollings,Ash Keating, Tony Owczarek

Adresse

22-46 A’Beckett St AUS-Melbourne VIC 3000

Luftbild

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FOTOS

Skatepark Bethlehem

Der neue Stern von Bethlehem

Der Skatepark Bethlehem sorgt für mehr Kindheit

Die Situation

Die Kinder von Bethlehem sind unmittelbar von der instabilen Lage in ihrer Heimat betroffen. Es gibt nur wenig Orte und Gelegenheiten, an denen sie unbeschwert spielen können – seit dem Sommer 2016 gibt es einen Ort mehr: den Skatepark Bethlehem. Armut und Gewalt prägen das Leben der Kinder in Palästina. Dazu gehören der Gaza-Streifen und Bethlehem im Westjordanland. Die Stadt gehört zu den palästinensischen Autonomiegebieten und grenzt im Norden an Jerusalem. Für die Christen in der ganzen Welt ist die Stadt (knapp 30.000 Einwohner) von besonderer Bedeutung, weil sie der Überlieferung nach der Geburtsort Jesu ist. Nördlich der Stadt verläuft die israelische Sperranlage, die Bethlehem von Jerusalem und kleineren palästinensischen Dörfern durch eine bis zu acht Meter hohe Mauer trennt. „In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld“: Das Fest der Geburt Christi, es ist nirgendwo näher als hier. Das SOS-Kinderdorf Bethlehem, auf dessen Grund der Skatepark Bethlehem gebaut wurde,  liegt direkt am historischen Hirtenfeld. Hier soll den anwesenden Hirten die Geburt Jesu verkündet worden sein. Heute leidet die Gegend, abgesehen von der politischen Instabilität und der vorherrschenden Gewalt, an hoher Arbeitslosigkeit (23 Prozent) und Armuts – etwa 18 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Aus 14 Familienhäusern besteht das Dorf, das 120 Mädchen und Jungen eine Heimat gibt. In den Kindergarten gehen auch Kinder aus der Umgebung, ebenso in die Grundschule.

Planer

maier landschaftsarchitektur // Betonlandschaften Rösrather Straße 769 D-51107 Köln

Bauherr

SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. Ridlerstraße 55 D-80339 München

Partner

skate-aid e.V. 
Projektbüro
Scheibenstraße 121
D-48153 Münster

LAGEPLAN

ISRAEL & PALÄSTINA

BETHLEHEM

DAS SOS-KINDERDORF

Der Park

In Zusammenarbeit zwischen SOS-Kinderdörfer, Skate-Aid und Betonlandschaften wurde in dieser schwierigen Situation ein brach liegender Spielplatz multifunktional umgebaut. Er beherbergt jetzt ein Spielfeld für Ballspiele, traditionelle Spielplatzelemente wie Rutschen und Schaukeln – und den Skatepark Betlehem. Ziel des Entwurfs war es, das vorhandene Terrain mit seinem Baumbestand und anderen prägenden Merkmalen optimal zu nutzen, um einen natürlichen, organischen Fluss zu schaffen und die Landschaft nicht zu beeinträchtigen. Ein schöner Nebeneffekt war, dass auf diese Art der Material- und Arbeitseinsatz und damit die Kosten reduziert werden konnten. Trotzdem wurden die geforderten Standards für Skateparks erreicht – die langlebige Konstruktion kann mit modernen Parks auf der ganzen Welt mithalten. Die Unterkonstruktion besteht aus lasttragenden Kies- und Schotterschichten, auf die bewehrter Beton aufgetragen und durch besondere Behandlung geglättet wird. Auf diese Weise werden Rollgeräusche und Rollwiderstand reduziert, was in ruhigen Fahreigenschaften ohne Behinderungen und Lärm resultiert. Trotzdem weckt die graue Betonoberfläche in einer Stadt, die durch eine Wand aus demselben Material geteilt wird, beunruhigende Assoziationen. Daher wurde der gesamte Park in fröhlichen Farben mit Hilfe der Kinder, die in dem Dorf wohnen, eingefärbt. Dies geschah gemeinsam mit Freiwilligen aus Deutschland und Palästina, die auch am Bau des Skateparks beteiligt waren und von einem Repräsentanten von Betonlandschaften angeleitet wurden. Die Anlage befindet sich auf dem Grundstück des SOS-Kinderdorfs, am Rande der baulichen Infrastruktur und von einem Pförtnerhaus aus einsehbar. Ungesehen kann also niemand den Park betreten oder verlassen – ein in dieser Gegend wesentlicher Punkt. Ein separater Wartungseingang mit abschließbarem Tor befindet sich auf Straßenniveau und ermöglicht leichte Erreichbarkeit für PKW und Rollstuhlfahrer. Der Platz ist etwas abgelegen, dennoch müssen die Kinder nicht beaufsichtigt werden und können in Ruhe und in Sicherheit spielen.

Adresse

Derech S.O.S
Bethlehem

Baukosten

30.000 €

FOTOS

Die Ziele

Der Skatepark Bethlehem wurde entwickelt, um das Selbstvertrauen und das Gemeinschaftsgefühl der Kinder durch Sport und Bewegung zu stärken. An diesem sicheren Ort können die Kinder ihre Zeit verbringen, ohne sich von der politischen Debatte und den Gefahren in Bethlehem verängstigen zu lassen. Bei der Planung und dem Bau des Skateparks Betlehem wurden die zukünftigen Nutzer von Beginn an einbezogen. So konnten die Kinder das Gelände selbst gestalten und dabei wichtige handwerkliche und handwerkliche Erfahrungen sammeln. Zusätzlich wurde ihre positive Einstellung zum Projekt gefördert. Der ständige Zugang zu sportlichen Aktivitäten stärkt nicht nur das Selbstvertrauen der Kinder, sondern bietet ihnen auch eine Plattform, um an ihren Fähigkeiten zu arbeiten und Fortschritte und Erfolg zu erleben. Mit ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit und unter den engen Budgetrestriktionen humanitärer Hilfe von Nicht-Regierungs-Organisationen haben alle Beteiligten gemeinsam hier einen einzigartigen in-situ Skatepark geschaffen, der den anerkannten internationalen Standards entspricht und gleichzeitig unsere Erwartungen an das Aussehen und die Ausstrahlung eines Skateparks übertrifft – nicht nur bei der Farbgebung.

Autor

Ralf Maier Betonlandschaften

Fotos

Ralf Maier, Harry Gerrard, Christopher Kintrup, Samantha Robinson

Videos: Skate- Aid, Harry Gerrard

VIDEOS

 

Janwaar Castle

Keine Schule, kein Skateboarden

Janwaar Castle in Indien

Keine Geschichte, keine Zukunft

Janwaar Castle befindet sich im östlichen Randgebiet des Bandhavgarh-Nationalpark in Madhya Pradesh, Indien. Janwaar ist ein kleines Dorf in der Nähe von Panna im nördlichen Teil von Madhya Pradesh – einem der größten und ärmsten Staaten Indiens. 1.000 Menschen (300 Kinder) leben hier, eine Mischung aus Adivasi und Yadav. Kastenwesen und Ungleichheit der Geschlechter sind weit verbreitet. Die Menschen in Janwaar wurden aus dem Bandhavgarh-Nationalpark umgesiedelt, als der Park 1981 gegründet wurde. Das Dorf hat keine Geschichte, es ist nicht gewachsen – die Häuser liegen weit auseinander und erfüllen lediglich Mindestanforderungen. Janwaar hat Strom, allerdings nicht in jedem Haus und nicht immer- Unterbrechungen von sechs bis acht Stunden am Tag sind normal. Wasser und Abwasserentsorgung sind ein großes Thema. Gesundheitseinrichtungen, Bäcker oder andere Geschäfte fehlen in Janwaar.

Armut, Kastenwesen, Diskriminierung von Frauen: Genau ins Zentrum dieses Dorfes baute eine Gruppe professioneller und leidenschaftlicher Humanisten, Aktivisten und Skateboarder einen Skatepark: Ulrike Reinhardt in Zusammenarbeit mit der Organisation Skate-Aid von Titus Dittmann, die Planer um Ralf Maier und Betonlandschaften und viele ungenannte Freiwillige. Heute ist Janwaar ein einzigartiger Ort in Indien.

Planer

Betonlandschaften/ maierlandschaftsarchitektur
Dipl.-Ing. Ralf Maier
Rösrather Straße 769
51107 Köln

Team

skate-aid e.V.
Scheibenstraße 121
D-48153 Münster

Bauherr + Träger

Alle Kasten, alle Elemente

Die multifunktionale Skateanlage kann sowohl von professionellen Skateboardern als auch von Anfängern wie Kindern genutzt werden, die diesen Sport nie zuvor ausgeübt haben. Es gibt genügend ebene Flächen, so dass die Grundbewegungen wie das Balancieren auf dem Brett gut trainiert werden können. Aber auch erfahrene Skater können hier ihre Fähigkeiten verbessern. Die Anlage verfügt über kleine Skate-Elemente wie Bänke oder Wobbles – ideal, um die Grundbewegungen zu erlernen und weitere Fortschritte zu ermöglichen. Transitions sind ein weiteres klassisches Element des Skatings, das als Quarterpipe in verschiedenen Radien und Höhen geformt wird. Dieses Element erfordert mehr Erfahrung im Skaten als Banken, scheint aber für die meisten Kinder leicht zu sein. Weitere Elemente der Anlage sind Curbs, Ledges und Rails, die selbst professionelle Skateboarder herausfordern. Der Skatepark kann als Trainingsanlage für alle Qualitätsstufen betrachtet werden. Viele indische und sogar einige internationale Profis kommen hierher und führen hier ihre Tricks vor.

Die Platzierung der Elemente des Skate-Parks ist ein sehr wichtiger Aspekt, da sie die Anzahl der Benutzer und die Art und Weise, wie jedes Element verwendet wird, bestimmt. Janwaar Castle ist so konzipiert, dass es von vielen Schülern gleichzeitig genutzt werden kann, ohne das Risiko einer Kollision einzugehen. Möglich wurde dies durch die quadratische Anordnung der Elemente. Skater können von einem Teil des Parks zu einem anderen fahren, während sie trotzdem viel Freiraum haben.

Die Unterkonstruktion besteht aus tragfähigen Kiesschichten. Darauf ruht der Stahlbeton, der mit einer speziellen Behandlung geglättet wird. Auf diese Weise werden die Geräusche und die Fliehkräfte reduziert, was zu einer ruhigeren Fahrt ohne übermäßigem Geschwindigkeitsverlust oder Lärm führt. Mit ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit und unter den engen Budgetrestriktionen humanitärer Organisationen war es dennoch möglich, einen einzigartigen Skatepark zu schaffen, der den anerkannten internationalen Standards entspricht.

Standort

Panna Khajuraho Road
Janwar
Madhya Pradesh 488441
Indien

}

Fertigstellung

2015
BILDER

Girls first

In Janwar Castle gelten zwei einfache Regeln: „No school, no skateboarding“ und „Girls first“.

Man sieht bereits auf einen flüchtigen Blick: Diese Kinder lernen Skateboard fahren schnell und gut. Bei genauerer Betrachtung bemerkt man allerdings, dass sie darüber hinaus auch das Lernen und die Zusammenarbeit an sich erlernen. Kinder unterrichten andere Kinder, ermutigen andere und schaffen eine solidarische Atmosphäre des Lernens und Übens. „Keine Schule, kein Skateboarding“ sorgt dafür, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Dies hat zu einer Steigerung der Besucherzahlen der Schüler geführt, verbunden mit einem insgesamt positiveren und enthusiastischeren Ausblick.

Die Gleichstellung der Geschlechter wurde den Kindern mit einer innovativen Methode namens „Girls first“ beigebracht, bei der jedes Mädchen das Recht erhält, ein Skateboard zu benutzen. Alles, was sie tun muss, ist mit „Girls first“ danach zu fragen.

Textautor

Ralf Maier

Fotograf

 

Vicky Roy

 

Sport überwindet alle Grenzen

Eine noch größere Aufgabe bestand jedoch darin, Yadavs und Adivasis zusammenzubringen. Große Teile Indiens sind nach wie vor mit Diskriminierung aufgrund ihrer Kastenzugehörigkeit konfrontiert. Einige wichtige Werte wie Respekt und Gleichberechtigung werden den Kindern, die vom Kastensystem betroffen sind, hier vermittelt. Da Kinder in Indien in einem Umfeld großer Segregation aufgewachsen sind, war es zunächst schwierig, Freundschaften zwischen Kindern aus verschiedenen Kasten zu schließen. In Janwaar Castle sind alle gleich, jeder skatet und kommuniziert mit jedem.  

Skateboarding hilft den Schülern, ihre sozialen Fähigkeiten zu entwickeln und lässt sie in einer ungezwungenen Umgebung interagieren. Diese Entwicklung hat einen überragend positiven Einfluss auf ihre gesamte Entwicklung. Der Skatepark Janwaar Castle ist ein großartiges Beispiel für Nachhaltigkeit und dafür, dass der Sport alle Grenzen überwinden kann.

Baukosten

20.000 €
VIDEOS
 
DER PLANER
Ralf Maier – Freier Landschaftsarchitekt und Inhaber von Betonlandschaften/maierlandschaftsarchitektur

Skateparks sind für alle da!

Das ist der Leitsatz von Betonlandschaften.
Bei der Planung von Skate- und Bikeparks blickt das Büro auf langjährige fachliche Erfahrung zurück. Das breit aufgestellte, in der Szene aktive Team kennt die Bedürfnisse aller Nutzergruppen und setzt diese um. Als deutschlandweit einziges auf Actionsport spezialisiertes Landschaftsarchitekturbüro versteht es Betonlandschaften, besonders diese Anforderungen mit denen der Kommunen zu vereinbaren.

FÜNF ANTWORTEN VON RALF MAIER
  1. Erzählen Sie uns von Ihren Top 5 Sportanlagen.
    Die von uns gebauten Top 5 sind: Skatepark Betlehem (Palästina), Janwaar Castle (Indien), Skatepark Karoh (Afghanistan), Spiel- und Freizeitpark Gummersbach und Wheelpark Wiehl (beide in Deutschland)
  2. Welche Architekten und Gebäude haben Sie nachhaltig beeindruckt?
    Gebäude: Kölner Dom, Eifelturm, Karwendel Riesenfernrohr und die Sprungschanze Holmenkollen. Und Architekten, die Mensch und Natur im Fokus haben und nicht Ihr eigenes Ego.
  3. Was und wen halten Sie für die Trends und Trendsetter der Branche?
    Mulitifunktionale Sport- und Freizeitanlagen, vereinsungebunden und frei zugänglich.
  4. Welches Buch sollten Architekten in dieser Branche gelesen haben?
    „Why do Architects wear black?“ von Cordula Rau
  5. Was ist/war Ihr Lieblingslied beim Entwerfen?
    Chicane: Don`t give up

Panyee FC

Man kann auch auf Holz Fußball spielen

Die Geschichte des Panyee FC

Leidenschaft und Einfallsreichtum

1986 gründete eine Gruppe junger Fußballfans auf der thailändischen Fischerinsel Koh Panyee eine eigene Fußballmannschaft: den Panyee FC. Da die Insel keinen Platz für Sport oder gar ein Fußballfeld bot, bauten sie auf dem Meer ein schwimmendes Spielfeld aus alten Holz und alten Fischerbooten, das ihnen als Fußballfeld diente. Das teils unebene Holz und die hervorstehenden Nägel erwiesen sich als nicht idealer Belag, der allerdings die Geschicklichkeit und Wendigkeit der Spieler förderte.

Ihre Leidenschaft und ihr Einfallsreichtum, kombiniert mit den technischen Fähigkeiten, die sie durch Übung auf einem so kleinen, rauen Feld entwickelt haben, waren der Beginn der Geschichte, die Koh Panyee und den Panyee FC bekannt machten. Das Team begann, auf dem Festland an Wettkämpfen teilzunehmen und schaffte es gleich ins Halbfinale. Dies begeisterte und inspirierte sämtliche Dorfbewohner. Sie bauten ein brandneues Spielfeld mit Kunststoffbelag – das Holzspielfeld ist allerdings erhalten geblieben und bei Touristen sehr beliebt.

Die Jungs, die 1986 das erste Spielfeld auf Koh Panyee gebaut haben, sind heute erwachsene Männer. Ihr Erfolg hat den Panyee FC zu dem gemacht, was er heute ist: einer der bekannten Fussballclubs Südthailands, der die Jugendmeisterschaften von Südthailand bereits mehrfach gewonnen hat.

Das Video ist Teil einer Werbekampagne der Thai Military Bank und erzählt die wunderschöne Geschichte der Insel Koh Panyee und des Panyee FC.

Elda

Bonus Track

Stadion in Elda

 

Nichts als Langeweile

Der Entwurf einer Leichtathletikanlage ist eigentlich so langweilig wie normiert und vorhersehbar wie die spätere Nutzung: Kurve, Gerade, Kurve, Gerade – so lange man will oder kann. Perfekt standardisierte Sportarchitektur ist so universell wie wenig sonst: Die Laufbahn ist 400 Meter lang, der Kurvenradius beträgt 36,5 Meter und die Spurweite 1,22 Meter. Das Stadion in Elda einer 55.000 Einwohner zählenden Stadt nordwestlich von Alicante erfüllt alle diese Kriterien, erweitert aber das Angebot einer solchen Sportanlage um eine spektakuläre Innovation: den „Bonus Track“. Die spanischen Architekten von Subarquitectura (Alicante) fügten sechs Bahnen hinzu, die sich am Beginn der Gerade selbstständig machen, hinter der Tribüne für 250 Zuschauer herführen und sich am Ende der Gerade wieder mit der „normalen“ Streckenführung vereinen.

Architekt

Subarquitectura

Team

Andrés Silanes, Fernando Valderrama, Carlos Bañón

Bauherr

Verwaltung der Stadt Elda

}

Fertigstellung

2011

Große Geste, kühne Haltung

Diese große planerische Geste ist auch funktional plausibel: Die zusätzlichen Bahnen überdachen den geschwungenen Umkleidebereich und bilden den Abschluss einer kleinen, 300 Zuschauer fassenden Tribüne. Neben den beiden Umkleiden fasst die 350 m² große Fläche auch Büro- und Lagerräume, einen Mehrzweckraum und Zuschauertoiletten. Der konsequente Verzicht auf aufwändige Materialien und Details – die Fassadengestaltung ist auf ein Stahlblechgitter mit einem Fensterband reduziert – unterstreicht die kühne Haltung der Planer.

Fotogalerie

Für alle geeignet

Das Stadion in Elda bietet geradezu selbstverständlich Barrierefreiheit bei Zugang und Nutzung der Anlage. Durch den ebenerdigen Tunnel gelangen Besucher und Sportler in die Umkleideräume und ins Innere. Bahnen und Steigungen sind so beschaffen, dass sie auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Textautor

Fotograf

David Frutos Ruiz
Subarquitectura

Pläne

Toller Alltag

Das Stadion in Elda erhebt die eigentlich standardisierte Wettkampffläche der Leichtathletik in die dritte Dimension. Gleichzeitig rücken die Zuschauer in eine neue, zentrale Position. Für große Wettkämpfe mit vielen Zuschauern ist diese Lösung schwer vorstellbar, für den wesentlich häufigeren sportlichen Alltag dagegen ist sie ein toller Impuls.

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