Schwimmen in der Seine

Baignade en Seine de Grenelle in Paris

Schwimmen in der Seine

 

Mater Studio

Nach über einem Jahr­hun­dert des Verbots ist das Schwimmen in der Seine seit dem Sommer 2025 wieder möglich. Was als visio­näres Projekt für die Olym­pi­schen Spiele 2024 begann, hat sich zu einer dauer­haften Berei­che­rung für die Pariser entwi­ckelt. Ein schönes Beispiel dafür ist der Bade­platz Grenelle.

Von Mater Studio.

Absti­nenz

Seit 1923 war das Schwimmen in der Seine verboten. Die Verschmut­zung durch Indus­trie­ab­wässer und unzu­rei­chende Kana­li­sa­tion hatte das Wasser des berühm­testen Flusses Frank­reichs zu einer Gefahr für die Gesund­heit werden lassen. Das Baden in der Seine schien für immer verloren.

Die Olym­pi­schen Spiele 2024 in Paris haben viel verän­dert, hier wurden sie zum Kata­ly­sator einer histo­ri­schen Wende. Mit Inves­ti­tionen von 1,28 Milli­arden Euro wurde die Seine aufwendig saniert. Neue Klär­an­lagen, modernste Abwas­ser­sys­teme und inno­va­tive Reini­gungs­tech­no­lo­gien sollten den Fluss wieder zum Leben erwe­cken. Doch trotz dieser enormen Anstren­gungen blieb die Wasser­qua­lität während der Spiele ein kriti­sches Thema (und bleibt es bis heute): Starke Regen­fälle führten wieder­holt zu erhöhten Bakte­ri­en­werten, die einzelne Wett­kämpfe gefähr­deten.

Ein bedeu­tendes postolym­pi­sches Erbe ist daher die Einwei­hung des Bade­platzes in Grenelle (15. Arron­dis­se­ment) am 5. Juli 2025 als Symbol für die Rück­kehr der Seine als leben­diger und nutz­barer Teil des Pariser Alltags.

Die Planung stammt von Mater Studio.

Technik

Die Heraus­for­de­rungen an das Projekt “Baignade en Seine de Grenelle” waren durchaus beacht­lich, denn es ging um den Bau einer voll­ständig demon­tier­baren, schwim­menden Bade­an­stalt für 300 Personen, die sich den ständig wech­selnden Wasser­ständen der Seine anpassen muss. Das Ergebnis ist ein 950 m² großer, 60 Meter langer Schwimm­be­reich mit einer 415 m² großen schwim­menden Platt­form und 480 m² Land­an­lagen.

Wesent­liche Eckpfeiler der Konstruk­tion sind:

  • Mobile Konstruk­tion: Das gesamte System gleitet an verti­kalen Schienen, die mit unsicht­baren Beton­blö­cken am Quai veran­kert sind.
  • Adap­tive Zugänge: Zwei 25 Meter lange Schwenk­stege passen sich konti­nu­ier­lich dem Wasser­stand an und gewähr­leisten barrie­re­freien Zugang.
  • Stabi­lität: Die Struktur kann ohne Verfor­mungs­ri­siko von 300 Menschen genutzt werden.
  • Notfall­be­reit­schaft: Bei Hoch­was­ser­ge­fahr kann die gesamte Anlage binnen 48 Stunden demon­tiert werden.

Gestal­tung

Trotz der tech­ni­schen Komple­xität ist der gestal­te­ri­sche Wille deut­lich erkennbar. Die gelben Geländer und Metall­ar­beiten wurden von den Art-Déco-Formen der 1920er Jahre inspi­riert – also von jener Epoche, in der Paris seine ersten öffent­li­chen Schwimm­bäder als archi­tek­to­ni­sche Meis­ter­werke feierte. Die Farb­ge­bung in Gelb und Blau evoziert bewusst Frei­zeit, Urlaub und Sommer.

Gelungen ist auch die Inte­gra­tion in die Umge­bung: Obwohl am Fuße des Eiffel­turms gelegen, konkur­riert der diskret unter Platanen und Linden einge­bet­tete Bade­platz Grenelle nicht mit der histo­ri­schen Kulisse, sondern schafft eine neue Perspek­tive vom Fluss aus.

Gelungen ist auch der Umgang mit Mate­ria­lien und Bauweisen:

  • Wieder­ver­wen­dung: Die genutzten Schiffs­con­tainer haben bereits mehr­fach die Welt umrundet.
  • Natür­liche Mate­ria­lien: Robi­ni­en­holz, das einzige euro­päi­sche Hart­holz, das ohne chemi­sche Behand­lung natür­lich feuch­tig­keits­re­sis­tent ist.
  • Modu­lare Bauweise: Wie ein riesiges Meccano-System ermög­licht die numme­rierte Präzi­si­ons­kon­struk­tion schnelle Montage und Demon­tage.

Regen

Die Bade­stelle Grenelle ist eine von drei kosten­losen Bade­stellen, die den Pari­sern seit dem Sommer 2025 wieder zur Verfü­gung stehen.

Rettungs­schwimmer über­wa­chen die Bade­stellen und führen regel­mä­ßige Sicher­heits­kon­trollen durch. Das Problem bleibt die Wasser­qua­lität der Seine, und die ist „variabel“, weil sie sehr vom Wetter abhängt. Starke Regen­fälle führen dazu, dass Abwasser und Ober­flä­chen­ab­fluss in den Fluss gelangen, wodurch die Bakte­ri­en­werte steigen. Daher werden täglich Kontrollen durch­ge­führt, und das Schwimmen kann bei Regen ausge­setzt werden, was durchaus vorkommt.

Insge­samt ist die Bade­stelle Grenelle trotz dieser Probleme ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Städte ihre natür­li­chen Ressourcen zurück­ge­winnen und für die Zukunft gestalten können, auch im Hinblick auf den Klima­wandel.

Projekt­daten

Planer

Mater Studio
Charles Freu­diger, Léa Matray

Bauherr

Ville de Paris
Direc­tion de la Jeunesse et des Sports

Adresse

Baignade en Seine de Grenelle
Port de Grenelle
75015
F – Paris

Eröff­nung

2025

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Hallenbad Neutraub­ling

Das Hallenbad Neutraub­ling

Und alle sind glück­lich

4a Archi­tekten

Das Hallenbad Neutraub­ling besticht durch seinen klaren Grund­riss und seine so durch­dachte wie farben­frohe Ausge­stal­tung. Alle drei Aktiv­be­reiche sind gleich­be­rech­tigt – und haben mitein­ander zu tun.

Spagat

Manche Schwimm­bäder sind für Kinder und Fami­lien attraktiv, manche für den Vereins­sport, und manche konzen­trieren sich sehr oder zu wenig auf Sauna und Erho­lung.

Das im Januar 2025 eröff­nete Hallenbad Neutraub­ling schafft den Spagat und macht alle glück­lich: mit einer sehr klaren Zonie­rung und Formen­sprache, mit einem Sport­schwimm­be­cken und einem Frei­zeit­be­cken inklu­sive Klein­kind­be­reich – und einem Well­ness­be­reich im Zentrum der Anlage.

Die Planung stammt von 4a Archi­tekten.

Neutraub­ling

Neutraub­ling ist eine indus­triell geprägte Stadt mit 14.000 Einwoh­nern in der Ober­pfalz, zehn km östlich von Regens­burg und nahe der Donau. Hier steht nun das Hallenbad Neutraub­ling mit einem sehr orga­ni­sierten Baukörper, der durchaus Bewe­gung in die Grund­riss­ge­stal­tung unserer Hallen­bäder bringen kann.

Ein groß­zü­giger Vorplatz markiert den Eingangs­be­reich. Eingang, Foyer und Umkleiden sind im parallel zur Straße verlau­fende, flacheren Umklei­de­riegel orga­ni­siert, die höhere und weit­läu­fige Bade­halle mit Sport‑, Frei­zeit- und Well­ness­be­rei­chen sowie Gastro­nomie öffnet sich groß­zügig nach Süden und Südosten zum Außen­raum.

Well­ness

Im Zentrum des Hallen­bades Neutraub­ling liegt die Well­ness­zone. Sie vermit­telt selbst­be­wusst zwischen Sport- und Frei­zeit­be­reich (oder trennt beide Bereiche), anstatt in abge­trennten Ecken oder Unter­ge­schossen versteckt zu werden. Hier befinden sich ein Dampfbad, eine Textil-Biosauna, Erleb­nis­du­schen sowie Ruhe­be­reiche – Rück­zugs­orte für Erho­lungs­su­chende sind also auch im Zentrum der Bade­halle möglich.

Groß­zü­gige Vergla­sungen in den Über­gangs­be­rei­chen bewahren das offene Raum­ge­fühl der Bade­halle und sorgen für Trans­pa­renz und Orien­tie­rung.

Familie

Der Fami­li­en­be­reich bietet ein viel­seitig nutz­bares Frei­zeit­be­cken mit Wasser­at­trak­tionen wie Spru­del­liegen und Massa­ge­düsen. Mit seinen breiten Einstiegs­treppen dient es zugleich als Lehr­schwimm­be­cken. Ein sepa­rates Plansch­be­cken mit Elefan­ten­rut­sche ergänzt das Angebot für Klein­kinder.

Die Gastro­nomie im Hallenbad Neutraub­ling ist sowohl vom Innen­raum des Bades als auch vom Kassen­be­reich aus zugäng­lich. Eine vorge­la­gerte Terrasse erwei­tert in den Sommer­mo­naten den Innen­raum ins Freie und dient zugleich als Liege­wiese.

Sport

Der Sport­be­reich des Hallen­bades Neutraub­ling umfasst ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen, eine Ein-Meter-Sprung­platt­form und Start­blöcke. Es steht sowohl für den Schul- und Vereins­sport als auch für sport­lich ambi­tio­nierte Schwim­me­rinnen und Schwimmer zur Verfü­gung.

Ein sepa­rater Zugang mit eigenen Sammel­um­kleiden, Föhn­plätzen und Vereins­räumen ermög­li­chen einen reibungs­losen Ablauf im Trai­nings­be­trieb.

Gleich­be­rech­ti­gung

Die kompakte Gebäu­de­form und das ausge­wo­gene Verhältnis von verglasten zu geschlos­senen Flächen in der Bade­halle gewähr­leisten einen ener­gie­ef­fi­zi­enten und wirt­schaft­li­chen Betrieb. Im Innen­raum schaffen natur­be­las­sene und robuste Mate­ria­lien eine ange­nehme und leben­dige Atmo­sphäre.

Die Gebäu­de­hülle ist hoch­wär­me­ge­dämmt. Runde Ober­lichter über den Schwimm­be­cken ermög­li­chen eine natür­liche Belich­tung und unter­stützen die sommer­liche Lüftung.

Das Hallenbad Neutraub­ling besticht durch seinen klaren Grund­riss und seine so durch­dachte wie farben­frohe Ausge­stal­tung. Alle drei Aktiv­be­reiche sind gleich­be­rech­tigt – und haben mitein­ander zu tun.

Ein sehr schönes Bad.

Projekt­daten

Planer

4a Archi­tekten
Hall­straße 25
D – 70376 Stutt­gart

Martina Pfeiffer, Axel Hohen­steiner, Zachary Kimber­ling, Alena Zgor­skaya, Matthias Zwicker

Bauherr

Stadt Neutraub­ling

Eröff­nung

2025

Adresse

Haidauer Straße 1
D – 93073 Neutraub­ling

Fotos

Uwe Ditz – Photo­graphy

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Adel­indis Therme

Erwei­te­rung der Adel­indis Therme in Bad Buchau

Durch­dacht

 

Gutjahr

Die Adel­indis Therme in Bad Buchau wurde um einen modernen Well­ness­be­reich mit Dach­ter­rasse, Sauna, Pool und groß­zü­gigem Eingangs­be­reich erwei­tert. Für die sichere und lang­le­bige Verle­gung der Beläge kam ein durch­dachtes Komplett­system von Ardex, Gutjahr und der Reiser GmbH zum Einsatz.

Erwei­te­rung

Die Adel­indis Therme in Bad Buchau am Federsee bietet ihren Gästen auf rund 14.000 m² ein viel­sei­tiges Angebot an Thermal- und Sauna­land­schaften. Acht unter­schied­lich tempe­rierte Becken mit Spru­del­liegen, Massa­ge­düsen und weiteren Well­ness-Elementen laden zur Erho­lung ein. Gemeinsam mit Klinik­be­trieben und einem Ther­men­hotel bildet sie das Gesund­heits­zen­trum Federsee. Für ihr hoch­wer­tiges Angebot wurde die Therme bereits mehr­fach ausge­zeichnet.

Um zusätz­li­chen Raum für Well­ness und Besu­cher­kom­fort zu schaffen, ließ der Betreiber – die Moor-Heilbad Buchau gGmbH – einen groß­zü­gigen Erwei­te­rungsbau reali­sieren. Neben einem neuen Ther­mal­be­cken entstanden ein barrie­re­freier Eingangs­be­reich mit Bezug zur Feder­see­land­schaft, moderne Kassen- und Umklei­de­zonen, Ruhe­be­reiche, ein Bistro sowie eine Dach­ter­rasse mit Sauna, Pool und Garten.

Mit der Verle­gung der rund 3.500 m² Boden­fläche in den drei Etagen des Neubaus wurde die Reiser GmbH aus Bad Saulgau beauf­tragt. Die Planung und Ausfüh­rung der tech­nisch anspruchs­vollen Belags- und Entwäs­se­rungs­lö­sungen erfolgte in enger Abstim­mung mit den System­part­nern Ardex und Gutjahr.

Abdich­tung

Im Rahmen der jüngsten Erwei­te­rung der Adel­indis Therme entstand auch ein reprä­sen­ta­tiver Eingangs- und Kassen­be­reich, der gestal­te­risch wie funk­tional hohe Anfor­de­rungen erfüllt. Groß­for­ma­tige Fliesen in Natur­stein­optik sorgen für ein hoch­wer­tiges Erschei­nungs­bild und schaffen eine warme, einla­dende Atmo­sphäre im Anbau. Die Abdich­tungen und Klebe­mittel stammen von ARDEX.

Für eine dauer­haft dichte Basis wurde der Unter­grund mit einer selbst­ver­lau­fenden Abdich­tung (ARDEX S 8 FLOW) vorbe­reitet. Die Verle­gung der Fliesen erfolgte mit soge­nannten Flex­kle­bern (ARDEX X 78 und ARDEX X 90) – ausge­legt auf das sichere Verar­beiten groß­for­ma­tiger Beläge. Ein schnell erhär­tender Flex-Fugen­mörtel (ARDEX G 9 S FLEX 2–15) kam für gleich­mäßig geschlos­sene Fugen zwischen zwei und 15 mm Breite zum Einsatz.

Ein archi­tek­to­ni­sches High­light stellt die rund 30 Meter lange und vier Meter hohe Wand im Eingangs­be­reich dar, deren Verklei­dung mit Holz­ele­menten durch Tages­licht beson­ders wirkungs­voll insze­niert wird.

Anspruchs­voll war die Umset­zung der Umklei­de­be­reiche, in denen zahl­reiche punk­tu­elle Einschnitte für 30 bis 40 cm hohe Sockel­körper vorge­sehen waren. Diese dienen als stati­sche Basis für die Umklei­de­schränke und erfor­derten eine sichere Entkopp­lungs­lö­sung, um spätere Riss­bil­dungen im Estrich zu vermeiden. Zum Einsatz kam eine leis­tungs­fä­hige, für die Verle­gung groß­for­ma­tiger Fliesen geeig­nete Verbund­ent­kopp­lungs­matte (IndorTec VA FLEXBONE-VA) von GUTJAHR, die Bewe­gungen aus dem Unter­grund zuver­lässig aufnimmt. In Kombi­na­tion mit einer abge­stimmten Verbund­ab­dich­tung entstand eine tech­nisch durch­dachte Gesamt­lö­sung, die sowohl die gestal­te­ri­schen als auch die funk­tio­nalen Anfor­de­rungen erfüllt.

Dach­ter­rasse

Auf der Dach­ter­rasse mit Sauna, Pool und Dach­garten waren beson­ders durch­dachte tech­ni­sche Lösungen gefragt. Hier konnte GUTJAHR sein Komplett­spek­trum für den Außen­be­reich einbringen, sowohl im Hinblick auf die Entwäs­se­rung als auch auf die Nutzungs­si­cher­heit bei allen Witte­rungs­be­din­gungen. So wurde im Außen­be­reich der Sauna eine beheiz­bare Boden­fläche reali­siert, um Eisbil­dung im Winter zu vermeiden und den Gästen jeder­zeit tritt­si­chere Wege zu bieten.

Die Ausfüh­rung erfolgte mit einer Warm­wasser-Fußbo­den­hei­zung, deren Rohr­system in einem etwa 20 cm starken, wasser­durch­läs­sigen Drain­mörtel einge­bettet wurde. Für eine zuver­läs­sige Entwäs­se­rung sorgt ein zwei­stu­figes System: Die Ober­flä­chen­ent­wäs­se­rung erfolgt über schmale Schlitz­rinnen (Aqua­Drain SR) und ein flexi­bles Drain­rost-System (Aqua­Drain FLEX). Die zweite Entwäs­se­rungs­ebene über­nimmt eine spezi­elle Flächen­drai­nage, die unter­halb des Drain­mör­tels ange­ordnet wurde. Diese Drai­na­ge­matte wurde gezielt für den Einsatz unter kera­mi­schen Außen­be­lägen auf Drain­mörtel entwi­ckelt und zeichnet sich durch ihre kapil­lar­pas­sive Bauweise aus. Sie verhin­dert effektiv das Wieder­auf­steigen von Stau­wasser in die Belags­kon­struk­tion – ein zentraler Aspekt zur Vermei­dung von Frost­schäden und Ausblü­hungen.

Durch das Aufstelzen des Belags über die offene Drain­struktur entstehen groß­zü­gige Drain­ka­näle, in denen Wasser schnell und sicher abfließen kann. Die verlegten kera­mi­schen Ober­flä­chen in Holz- und Natur­stein­optik bieten sowohl gestal­te­ri­sche Viel­falt als auch hohe Funk­tio­na­lität. Gleich­zeitig wurden barrie­re­freie Über­gänge regel­kon­form mit einer Drain­rost­lö­sung ausge­führt, die das anfal­lende Wasser rückst­aufrei in das darun­ter­lie­gende Drai­na­ge­system ableitet.

Die Kombi­na­tion aus wasser­durch­läs­sigem Aufbau, unter­schied­li­chen Gefäl­le­si­tua­tionen, inte­grierter Fußbo­den­hei­zung und dem Einbau von Beton­fer­tig­teilen war durchaus eine tech­ni­sche Heraus­for­de­rung. Der gewählte System­aufbau erfüllt jedoch alle Anfor­de­rungen an Lang­le­big­keit, Entwäs­se­rungs­leis­tung und Frost­si­cher­heit.

Fazit

Sämt­liche Arbeiten wurden plan­mäßig und zeitun­kri­tisch abge­schlossen. Über den gesamten Projekt­zeit­raum hinweg wurde die bauliche Umset­zung trotz komplexer tech­ni­scher Anfor­de­rungen durch eine enge Abstim­mung zwischen den betei­ligten Firmen effi­zient koor­di­niert.

Mit der erwei­terten Adel­indis Therme ist eine moderne Well­ness­an­lage entstanden, die tech­ni­sche Präzi­sion mit archi­tek­to­ni­scher Qualität verbindet. Die sorg­fältig abge­stimmten Komplett­sys­teme für Abdich­tung, Entkopp­lung und Entwäs­se­rung ermög­li­chen dauer­haft belast­bare Beläge – sichtbar zurück­hal­tend, funk­tional über­zeu­gend. Besu­cher erleben eine entspannte Wohl­fühl­at­mo­sphäre, während im Hinter­grund ein durch­dachter Boden­aufbau für Sicher­heit, Barrie­re­frei­heit und Komfort sorgt.

Die Gestal­tung greift regio­nale Bezüge auf und fügt sich harmo­nisch in das land­schaft­lich geprägte Umfeld des Feder­see­moors ein. So verbindet das Projekt zukunfts­ori­en­tierte Technik mit orts­be­zo­gener Archi­tektur, und schafft eine Anlage, die auf lange Sicht funk­tio­niert und inspi­riert.

Projekt­daten

Planer

Robert Haller
Pater-Mohr-Strasse 24
88427 Bad Schus­sen­ried

Bauherr

Moor-Heilbad Buchau GmbH

Flie­sen­ar­beiten

Reiser GmbH
Gewer­be­ge­biet Hoch­ber­ger­straße
Mackstr. 8
D – 88348 Bad Saulgau

Spezi­al­bau­stoffe

ARDEX GmbH
Fried­rich-Ebert-Straße 45
D – 58453 Witten-Annen

Entwäs­se­rung
GUTJAHR System­technik GmbH
Philipp-Reis-Str. 5–7
D – 64404 Bicken­bach
Eröff­nung

2022

Adresse

Adel­indis Therme Bad Buchau
Ther­menweg 2
D – 88422 Bad Buchau

Fotos

© Adel­indis Therme
© GUTJAHR System­technik GmbH

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Wunnebad

Das Wunnebad Winnenden

When all’s well

 

Behnisch Archi­tekten

Viele Städte und Kommunen geben ihre Schwimm­bäder aufgrund zu hoher Betriebs­kosten oder eines scheinbar unbe­zwing­baren Sanie­rungs­staus auf. Die Stadt Winnenden (30.000 Einwohner, 20 km nord­öst­lich von Stutt­gart) geht einen anderen Weg – mit einem Wett­be­werb, erfah­renen Archi­tekten und einem klaren Bekenntnis zu zukunfts­fä­higem Bauen.

Programm

Der Entwurf ist von der einzig­ar­tigen Umge­bung und dem Bestand geprägt und stärkt den respekt­vollen Umgang zwischen Alt und Neu. Anker­punkt des neuen Wunnebades ist das prägnante Kuppel­bau­werk der bestehenden Bade­halle. Eine daran anknüp­fende, frei gestal­tete Kompo­si­tion aus geschwun­genen Dächern und orga­ni­schen Körpern nimmt die verschie­denen Funk­ti­ons­be­reiche auf.

Im Wesent­li­chen wurden die folgenden Maßnahmen umge­setzt:

  • Neuge­stal­tung eines reprä­sen­ta­tiven Eingangs­foyers
  • Zusätz­li­ches Kurs­be­cken mit Hubboden für die bestehende Bade­halle
  • Neuge­stal­tung des Kinder­be­rei­ches im Hallenbad
  • Neuge­stal­tung der Sommer­um­kleiden
  • Neue Räume für die Frei­bad­gas­tro­nomie
  • Neuge­stal­tung der Sauna­land­schaft mit zeit­ge­mäßem Angebot
  • Inte­gra­tion einer Gastro­nomie zur Versor­gung der Bade­halle und des Sauna­be­rei­ches
  • Neue Räum­lich­keiten für die Verwal­tung
  • Neuer Schwimm­meis­ter­turm

Herz­stück

Besu­cher betreten das Wunnebad jetzt über das neu gestal­tete Foyer mit Einbli­cken in die Bade­halle, Durch­bli­cken zum Freibad und direkten Zugängen zu den Umkleiden und der Sauna­land­schaft.

Im Haupt­ge­bäude gelangt man über die sanierten und ergänzten Umkleiden und Sani­tär­be­reiche direkt in die Kuppel­halle. Dem Herz­stück der Anlage wurde durch eine behut­same Bear­bei­tung der Ober­flä­chen ein zeit­ge­mäßes Erschei­nungs­bild verliehen.

Das neue Kurs­be­cken mit Hubboden ergänzt das Angebot, genauso wie der neu entwi­ckelte Kinder­be­reich. Der Raum des Schwimm­meis­ters liegt an der Schnitt­stelle von Alt- zu Neubau, mit einem idealen Über­blick über alle Becken im Innen- und Außen­raum.

Sauna

Über eine groß­zü­gige Treppe im Foyer gelangen Gäste auf die Sauna­e­bene, die nach Osten in den erwei­terten und neu gestal­teten Sauna­garten über­geht.

Der Bereich beginnt nach dem offen gestal­teten Umklei­de­be­reich und beein­druckt durch den Wechsel zwischen offenen und inti­meren Berei­chen, durch verschie­dene Saunen, Ruhe­zonen und eine Kamin­lounge.

Ergänzt wird das Sauna­an­gebot durch eine Außen­sauna mit Vorraum und Dusch­plätzen, die sich bestens in die terras­sierte Gestal­tung des Sauna­gar­tens einfügt. Die Gestal­tung ermög­licht eine zukünf­tige Erwei­te­rung um viele weitere Sauna­häuser.

Die Gastro­nomie der Sauna­be­rei­ches und des Hallen­bads bildet eine funk­tio­nale Einheit im Über­gang zwischen Sauna­land­schaft und Sauna­garten, in direkter Nach­bar­schaft zur Galerie der Kuppel­halle.

Fliesen

Für die Flie­sen­ar­beiten im Rahmen der Moder­ni­sie­rung des Wunnebad Winnenden zeich­nete sich die Firma Hertler Fliesen verant­wort­lich. Das Unter­nehmen über­nahm die Planung und Ausfüh­rung sämt­li­cher kera­mi­scher Beläge in den Nass­be­rei­chen, darunter die Schwimm­hallen, Becken­um­gänge, Duschen und Sani­tär­an­lagen. Zum Einsatz kamen rutsch­hem­mende, frost­be­stän­dige und chemi­ka­li­en­re­sis­tente Fliesen, die den hohen Anfor­de­rungen an Hygiene, Lang­le­big­keit und Sicher­heit im öffent­li­chen Bäderbau gerecht werden.

Beson­deres Augen­merk lag auf der norm­ge­rechten Verar­bei­tung der Mate­ria­lien – etwa bei Gefäl­le­aus­bil­dungen, Fugen­ab­dich­tungen und Über­gängen zu angren­zenden Bauteilen. Dank präziser Ausfüh­rung und sorg­fäl­tiger Detail­ar­beit trägt Hertler Fliesen maßgeb­lich zur funk­tio­nalen und gestal­te­ri­schen Qualität des Bades bei.

Ergebnis

Das Wunnebad beein­druckt durch seine Struktur und seine Gelas­sen­heit. Behnisch Archi­tekten errei­chen durch behut­same Maßnahmen und die verbin­denden Dächer, manchmal auskra­gend und vor Sonne und Regen schüt­zend, eine ange­nehm medi­ter­rane Stim­mung. Das ist die Sicht der Archi­tekten.

Das Wunnebad in Winnenden bietet mit einem großen Freibad, einem modernen Hallenbad und einem schönen Sauna- & Well­ness­be­reich jede Menge Erleb­nisse. Das sagt der Betreiber.

Wenn Archi­tektur zu solchen Ergeb­nissen führt, ist die Welt in Ordnung. Zumin­dest in Winnenden.

Projekt­daten

Planer

Behnisch Archi­tekten

Florian Waller, Stefan Rappold, Arlette Haker, Elena Esterle, Frank Kimpel, Achim Buhse, Mahboubeh Shoeybi, Adrian Bauer, Lukas Litterst, Thorsten Zwir­lein (Wiesler Zwir­lein Archi­tekten)

Bauherr

Stadt­werke Winnenden GmbH
Waib­linger Straße 42
D – 71361 Winnenden

Energie

Melior
Ener­gie­sys­teme GmbH
In den Brun­nen­wiesen 1
D – 71573 Allmers­bach im Tal

Fliesen

Hertler Fliesen
Esslinger Straße 4
D – 73765 Neuhausen a.d.F.

Eröff­nung

2024

Adresse

Wunnebad
Albert­viller Str. 56
D – 71364 Winnenden

Fotos

David Matthiessen Foto­grafie

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Ilirija Sport City

Das Ilirija Sport City Centre 

Heart­beat

 

Lorenz Ateliers, Myrtha Pools

Beim Sport­zen­trum Ilirija Sport City lag das beson­dere Augen­merk auf der Verknüp­fung von sport­li­cher Funk­tio­na­lität, städ­te­bau­li­cher Neuord­nung und nach­hal­tiger Bauweise. Das Gebäude ist als Null-Energie-Sport­zen­trum konzi­piert, die Schwimm­be­cken wurden mit ressour­cen­scho­nender Edel­stahl­tech­no­logie reali­siert.

Schwimmbad und mehr

Mit dem Sport­zen­trum Ilirija Sport City in Ljubljana (Športni Center Ilirija) wurde im Früh­jahr 2025 ein öffent­li­ches Sport- und Infra­struk­tur­pro­jekt eröffnet, das bewusst im inner­städ­ti­schen Kontext verortet ist. Der neue Komplex ersetzt ein in die Jahre gekom­mene Freibad von 1929.

Das Zentrum der Anlage bildet das Schwimmbad mit dem olym­pia­ge­rechten 50-Meter-Schwimm­be­cken. Dazu kommen mehrere Sport­hallen, ein Café, ein Museum, Veran­stal­tungs­flä­chen und öffent­liche Frei­räume unter einem städ­te­bau­lich markanten, 12.000 m² großen Dach. Das coura­gierte Nutzungs­kon­zept sieht neben dem regu­lären Sport­be­trieb auch kultu­relle und gesell­schaft­liche Veran­stal­tungen vor. Ziel ist eine dauer­hafte Auslas­tung und wirt­schaft­lich trag­fä­hige Nutzung, auch außer­halb des klas­si­schen Sport­kon­texts.

Die Entschei­dung für den Standort im Stadt­zen­trum und die Wieder­an­bin­dung an den Tivoli-Park schafft neue Verbin­dungen für Fuß- und Radver­kehr und stärkt die Inte­gra­tion des Sports in das städ­ti­sche Leben. Und sie war gold­richtig.

Die Planung stammt von Lorenz Ateliers, die Becken von Myrtha Pools.

Geschichte und Gesell­schaft

Die Geschichte des Ilirija Sport City Centre reicht bis in die späten 1920er Jahre zurück, als der slowe­ni­sche Archi­tekt und Sport­pio­nier Stanko Bloudek das ursprüng­liche Ilirija-Freibad mit einem 25-Meter-Becken entwarf. Der Eingangsbau aus dem Jahr 1929 steht heute unter Denk­mal­schutz, wurde behutsam restau­riert und in das neue Nutzungs­kon­zept einge­bunden – als Café, Konfe­renz­be­reich und Museum zur Sport­ge­schichte Slowe­niens.

Kurz nach der Unab­hän­gig­keit Slowe­niens beschloss die noch junge Haupt­stadt Ljubljana bereits im Jahr 1995 den Bau eines neuen Olympia-Schwimm­zen­trums mit ergän­zender Infra­struktur im Stadt­zen­trum. Die Entschei­dung, dieses Groß­pro­jekt nicht an den Stadt­rand zu verla­gern, sondern am histo­ri­schen Standort weiter­zu­ent­wi­ckeln, war städ­te­bau­lich mutig und gesell­schaft­lich zukunfts­wei­send. Sie würdigt die Bedeu­tung des Sports als öffent­li­ches Gut und redu­ziert gleich­zeitig den verkehr­li­chen Fußab­druck einer solchen Anlage.

Ein weitere zentraler Aspekt der Planung war die Wieder­an­bin­dung des Areals an den benach­barten Tivoli-Park durch die Wieder­her­stel­lung der histo­risch bedeu­tenden Latterman-Allee als Rad- und Fußweg. Dazu passt die verbin­dende öffent­liche Plaza unter dem charak­te­ris­tisch geschwun­genen Dach, die als Binde­glied zwischen Innen­stadt und Park dient. Sie macht das Sport­zen­trum zu einem offenen, multi­funk­tio­nalen Ort, der Sport, Kultur, Bildung und alltäg­liche Nutzung verbindet.

Schwimmen im Zentrum

Im Zentrum des Ilirija Sport City Centre befindet sich eine hoch­mo­derne Wasser­land­schaft, die mit dem inno­va­tiven Edel­stahl­mo­dul­system von Myrtha Pools reali­siert wurde. Die Schwimm­halle umfasst ein 50-m-Olym­pia­be­cken mit verschieb­barer Trenn­wand (Bulk­head), ein 25-Meter-Trai­nings­be­cken sowie modernste Start­blöcke für den Wett­kampf­ein­satz.

Dank des fort­schritt­li­chen Edel­stahl­sys­tems von Myrtha erfüllen die Becken höchste Anfor­de­rungen sowohl im Trai­nings- als auch im inter­na­tio­nalen Wett­kampf­be­trieb. Das bedeutet Präzi­sion, Lang­le­big­keit und ökolo­gi­sche Effi­zienz, und das alles in einer zuschau­er­freund­li­chen Umge­bung.

Die Edel­stahl­ele­mente sind korro­si­ons­re­sis­tent, wartungsarm und ermög­li­chen eine, beson­ders für inter­na­tio­nale Wett­kämpfe wich­tige, extrem präzise Ferti­gung. Gleich­zeitig erlaubt die modu­lare Bauweise eine schnelle Instal­la­tion und spätere Anpas­sungen an verän­derte Nutzungs­an­for­de­rungen.

Das Schwimm­zen­trum erfüllt die Normen des inter­na­tio­nalen Schwimm­ver­bands (World Aqua­tics, ehemals FINA) und bietet mit rund 1.500 Zuschau­er­plätzen beste Voraus­set­zungen für natio­nale wie inter­na­tio­nale Wett­kämpfe. Gleich­zeitig ist es offen für Schul­klassen, Vereine, Frei­zeit­nutzer und den Brei­ten­sport – eine Infra­struktur für alle.

Dach und Energie

Das Schwimmbad, die Sport­hallen, die Erschlie­ßungs­flä­chen und die Funk­ti­ons­be­reiche des Ilirija Sport City Centre sind unter einem groß­flä­chig geschwun­genen Dach vereint. Die Stahl­kon­struk­tion mit einer Spann­weite von 54 Metern über­spannt rund 12.000 m², verleiht dem Gebäu­de­en­semble eine prägnante Iden­tität und defi­niert es als zusam­men­hän­gendes städ­te­bau­li­ches Volumen.

Das Dach erfüllt dabei weit mehr als eine gestal­te­ri­sche Funk­tion: Auf seiner Fläche sind 4.000 m² Photo­vol­ta­ik­mo­dule instal­liert, die den gesamten Ener­gie­be­darf des Zentrums abde­cken. Ergänzt wird dieses rege­ne­ra­tive Versor­gungs­system durch geother­mi­sche Anlagen und eine effi­zi­ente Wärme­pum­pen­tech­no­logie. Damit zählt das Ilirija Sport­City Centre zu den ersten Null-Energie-Sport­bauten Europas.

Auch auf der sport­funk­tio­nalen Seite wurde großer Wert auf Klima­ver­träg­lich­keit gelegt: Das Edel­stahl-Modul­system von Myrtha Pools verur­sacht im Vergleich zu konven­tio­nellen Beton­be­cken bis zu 50 % weniger CO₂-Emis­sionen, sowohl in der Herstel­lung als auch im Betrieb. Damit fügt sich das tech­ni­sche Konzept nahtlos in den ganz­heit­li­chen Ansatz des Projekts ein.

Stadt und Herz

Das Ilirija Sport City Centre ist deut­lich mehr als eine Schwimm­an­lage oder ein Sport­zen­trum. Es versteht sich als öffent­li­cher Ort mit viel­fäl­tigen Funk­tionen, offen für Leis­tungs­sport und Frei­zeit, für Bildung, Kultur und gesell­schaft­li­chen Austausch. Als inte­graler Bestand­teil des städ­ti­schen Lebens in Ljubljana vereint es Nutzungs­schichten, die sonst oft räum­lich getrennt sind.

Die Anlage ist genauso für den Schul­sport konzi­piert wie für Univer­si­täts­pro­gramme, Vereins­sport, Wett­kampf­ver­an­stal­tungen. Gleich­zeitig bietet sie Raum für kultu­relle Events. So lässt sich auch die Schwimm­halle temporär in eine Konzert- oder Even­ta­rena umwan­deln, was nicht nur betriebs­wirt­schaft­lich sinn­voll, sondern auch städ­te­bau­lich rele­vant ist.

Das Ilirija Sport City Centre ist ein pulsie­render, inklu­siver Raum im Herzen der Stadt. Und da gehört der Sport auch hin.

Projekt­daten

Planer

Lorenz­ate­liers ZT GmbH
Maria There­sien Straße 37
6020 Inns­bruck
Öster­reich

Bauherr

Stadt Ljubljana

Schwimm­be­cken

A&T Europe Spa
Via Solfe­rino, 27
P.O. Box 7
46043 Castig­lione delle Stiviere (MN)
Italien

eröff­nung

2025

Adresse

Športni Center Ilirija
Celo­vška cesta 3
1000 Ljubljana
Slowe­nien

Fotos

Ana Skobe

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Pläne

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Holy Water

Sint-Fran­ciscus van Assi­s­i­kerk in Heerlen

Geweihtes Wasser

 

MVRDV & Zecc Archi­tecten

Immer mehr Kirchen stehen leer. Warum sollen die nicht wieder eine soziale Funk­tion erhalten? Ein öffent­li­ches Schwimmbad wie Holy Water ist da sicher eine gute Idee: Rücken­schwimmen unter dem Kirchen­ge­wölbe, mit Blick auf bunte Glas­fenster – das ist ein ganz neues Raum­er­lebnis.

Wandeln

MVRDV und Zecc Archi­tecten haben den Wett­be­werb zur Umnut­zung der St.-Franziskus-von-Assisi-Kirche in Heerlen (Sint-Fran­ciscus van Assi­s­i­kerk) gewonnen. Das Konzept mit dem Namen „Holy Water“ sieht vor, das leer­ste­hende Kirchen­ge­bäude in ein öffent­li­ches Schwimmbad zu trans­for­mieren – natür­lich unter Erhalt der denk­mal­ge­schützten Bausub­stanz.

Die Kirche wurde vor mehr als 100 Jahren errichtet, seit 2023 wird sie nicht mehr für ihren ursprüng­li­chen Zweck genutzt. Die Stadt Heerlen sieht in „Holy Water“ nun die Chance, der Kirche mit ihrer markanten Silhou­ette im Zentrum der Stadt neues Leben einzu­hau­chen. Die geplante Schwimm­halle dient nicht nur als Entlas­tung für die bereits stark frequen­tierten Hallen­bäder der Stadt, sie wird auch Teil eines größeren Stadt­er­neue­rungs­kon­zepts.

Erhalten

Der Entwurf für Holy Water sieht ein leuch­tendes, kreis­för­miges Vordach über dem Haupt­ein­gang vor, ein Symbol für die Verbin­dung von Vergan­gen­heit und Gegen­wart. Im Inneren gelangt man durch die Kirchen­schiffe zu den Umklei­de­ka­binen und zur Gastro­nomie, die im hinteren Bereich der Kirche unter­ge­bracht sind. Glas­wände trennen diese Bereiche von der klima­ti­sierten zentralen Schwimm­halle.

Der höhen­ver­stell­bare Becken­boden erlaubt viel­fäl­tige Nutzungen – vom Kinder­plansch­be­reich bis hin zum Even­traum. Wird der Boden ganz ange­hoben, entsteht eine durch­ge­hend ebene Fläche, die auch für kultu­relle Veran­stal­tungen genutzt werden kann. Zudem kann die Fläche mit einer dünnen Wasser­schicht geflutet werden, wodurch eine eindrucks­volle Spie­ge­lung des Kirchen­raums entsteht. Besucher:innen haben dann das Gefühl, auf dem Wasser zu wandeln.

Rücken­schwimmen

Die alten Kirchen­bänke finden neue Verwen­dung in den Glas­wänden: Auf der einen Seite dienen sie den Schwimmer:innen als Sitz­ge­le­gen­heit, auf der anderen Seite den Zuschauer:innen. Selbst die Kanzel erhält als Hoch­sitz für die Bademeister:in eine neue Nutzung.

Eine beson­dere Heraus­for­de­rung besteht darin, das Kirchen­in­nere nach­haltig zu beheizen und gleich­zeitig die histo­ri­schen Mate­ria­lien vor Feuch­tig­keit zu schützen. Glas­wände schaffen eine ther­mi­sche Tren­nung zum Schutz der Glas­fenster und Kunst­werke.

Das Dach wird von außen isoliert, um Wärme­ver­luste zu redu­zieren und die Sicht auf das origi­nale Mauer­werk im Inneren zu erhalten. Die hölzerne Dach­kon­struk­tion bleibt erhalten und erhält schall­ab­sor­bie­rende Elemente für eine bessere Akustik. Die gesamte Haus­technik wird dezent im Keller unter­ge­bracht, inklu­sive der Luft­auf­be­rei­tung.

Holy Water bekommt also eine ener­gie­ef­fi­zi­ente, komfor­table Struktur, ohne die histo­ri­sche Substanz der Kirche zu gefährden.

Die Eröff­nung ist für Ende 2027 geplant.

Projekt­daten

Planer

 MVRDV & Zecc Archi­tecten

Winy Maas, Gideon Maas­land, Gijs Rikken, Magda Porcoțeanu, Justin Vermeulen, Bart Keller­huis, Roy van Maar­se­veen, Thijmen Hilhorst

Bauherr

Gemeinde Heerlen

Eröff­nung

2027

Adresse

Sint-Fran­ciscus van Assi­s­i­kerk
Laan­der­straat 33
6411 VA Heerlen
Nieder­lande

Illus­tra­tionen

MVRDV

Text

MVRDV

Pläne

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Therme Dubai

Therme Dubai

Play, Relax, Restore

 

Diller Scofidio + Renfro

100 Meter hoch

Die Therme Dubai besticht schon beim ersten Hinsehen durch ihre impo­sante, 100 Meter hohe Struktur, die sich aus einer Reihe gestaf­felter, abge­run­deter Platt­formen empor­wächst. Diese Platt­formen bieten auf drei Ebenen Schwimm- und Ther­mal­be­cken, Mehr­zweck­nut­zungen, üppige Bepflan­zungen und Wasser­fälle – und das alles weit­ge­hend auch von außen einsehbar.

Geplant wird das Ganze vom Archi­tek­tur­büro Diller Scofidio + Renfro, gebaut von der Therme Group, welche erst kürz­lich auch die Therme Erding über­nommen hat.

Planer und Betreiber gehen von 1,7 Millionen Besu­chern im Jahr aus.

Zabeel Park

Das Resort entsteht in Dubai’s Zabeel Park und will diesen mit viel Wasser und Grün revi­ta­li­sieren, unter anderem mit mehr als 200 Pflan­zen­arten aus der ganzen Welt und klaren, warmen Ther­mal­wäs­sern, die als Quelle für Heil­kräfte und Entspan­nung dienen.

Die Archi­tektur soll sich durch große Glas­flä­chen weit­ge­hend trans­pa­rent zeigen, um Passanten neugierig zu machen und Gästen den Blick auf Skyline von Dubai zu bieten.

Play, Relax, Restore

Im Inneren wird die Therme Dubai in drei Haupt­be­reiche (Zones) unter­teilt: Play, Relax und Restore. Play steht für fami­li­en­freund­li­chen Spaß, Unter­hal­tung und gesund­heits­be­zo­gene Akti­vi­täten für Erwach­sene und Kinder glei­cher­maßen.

In der Relax Zone sollen sich vor allem Erwach­sene erholen. Dazu gibt es Entspan­nungs­be­cken im Innen- und Außen­be­reich, Mine­ral­bäder, Dampf­bäder und Massagen.

Die Restore-Zone thront hoch über allem, auf der obersten Ebene. Sie will ein ruhiger Rück­zugsort in einem groß­zü­gigen Ther­mal­kom­plex sein. Hier werden Saunen, Dampf­bäder und „inno­vativ gestal­tete“ Mine­ral­bäder zur Verfü­gung stehen.

Treff­punkt

Die Therme Dubai will mehr sein als ein Schwimmbad oder eine Therme, nämlich ein kultu­reller und sozialer Treff­punkt für ganz Dubai.

Neben den viel­fäl­tigen Well­ness- und Sport­an­ge­boten wie Ther­mal­be­cken, Wasser­rut­schen, einem Michelin-Stern-Restau­rant und einem 4.500 m² großen Pool­be­reich drinnen wie draußen werden auch Veran­stal­tungs­flä­chen inte­griert. Die können für Konzerte, Kunst­aus­stel­lungen und andere kultu­relle Events genutzt werden.

Technik

Nach Angaben der Planer und Betreiber verwendet die Therme Dubai fort­schritt­liche Tech­no­lo­gien zur Wasser­auf­be­rei­tung. Demnach können 90 % des Ther­mal­was­sers wieder­ver­wendet werden.

Der Betrieb der Anlage soll zu 100 Prozent mit Ökostrom erfolgen, ein Groß­teil davon stammt aus eigenen Solar­pa­neelen auf den Dächern der Anlage sowie einem ange­schlos­senen Solar­park. Heiz- und Kühl­energie wird durch Geothermie in Kombi­na­tion mit Wärme­pumpen bereit­ge­stellt.

Die Eröff­nung ist für das Jahr 2028 geplant.

Projekt­daten

Archi­tekt

Diller Scofidio + Renfro

Bauherr

Therme Group

Eröff­nung

2028

Adresse

Zabeel Park
حديقة زعبيل
Dubai

Visua­li­sie­rung

Diller Scofidio + Renfro

Text
Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Video

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Centre aqua­tique de l’Ô-bleue

Centre aqua­tique de l’Ô-bleue

Flie­ßend

 

 

Domi­nique Coulon & asso­ciés

Der äußere Eindruck des Baukör­pers ist so flach wie flüchtig. Die geschwun­genen Wände sind mehr als 100 Meter lang und verlieren sich auf ange­nehme Art zwischen den Feldern und dem Hori­zont.

Ein Protzbau ist das nicht.

Das Centre aqua­tique de l’Ô-bleue steht am Eingang der kleinen fran­zö­si­schen Gemeinde Fondettes (11.000 Einwohner), nur wenige Kilo­meter von Tours entfernt. Das Umfeld wird von Wohn­ge­bieten, flachem Land und einem eben­falls neuen Kreis­ver­kehr geprägt.

Das Bad, entworfen von Domi­nique Coulon & asso­ciés, entstand also so ziem­lich auf der grünen Wiese und sollte ein prägender Bezugs­punkt einer neuen land­schaft­li­chen Gestal­tungs­ord­nung werden.

Die Planer antworten auf diese Aufga­ben­stel­lung mit einem lang­ge­streckten, weißen Baukörper, dessen Fassaden und Dach­form sich nach innen entwi­ckeln.

Der äußere Eindruck des Baukör­pers ist so flach wie flüchtig. Die geschwun­genen Wände sind mehr als 100 Meter lang und verlieren sich auf ange­nehme Art zwischen den Feldern und dem Hori­zont. Ein Protzbau ist das nicht.

In Rich­tung Land­schaft öffnen sich die Fassaden fast bis zum Boden, in Rich­tung Straße steigen sie dagegen an. Durch die runden Ober­lichter fällt zusätz­li­ches Licht ins Bad.

Es ist unmög­lich, diesen Raum nicht als flie­ßend zu bezeichnen.

Der Haupt­ein­gang des Centre aqua­tique de l’Ô-bleue liegt an einer Einbuch­tung im Südosten. Ange­schlossen sind die Umkleiden und Wasch­räume, und dann geht es ins Licht: Die Bade­halle mit ihren drei Becken, einer Wasser­rut­sche, einem Whirl­pool sowie Sauna‑, Ruhe- und ange­schlos­senen Außen­be­rei­chen wird vom Licht durch­flutet.

Das Schwim­mer­ecken misst 25 x 12,5 Meter und bietet, wie das „Baunetz“ schön scheibt, vom Schwimm­stil und damit der Körper­hal­tung abhän­gige Blick­be­zie­hungen: Beim Kraulen guckt man durch decken­hohe Fenster in die Land­schaft, beim Brust­schwimmen durch wand­hohe Fenster in den Garten und beim Rücken­schwimmen durch die Ober­lichter Rich­tung Himmel.

Neben dem Sport­be­cken gibt es ein 150 m² großes Spaß­be­cken mit einer Wasser­tiefe von bis zu 1,30 m, ein 30 m² großes Plansch­be­cken für Klein­kinder und das Auslauf­be­cken der Wasser­rut­sche mit drei Bahnen. Kugel­för­mige Einbuch­tungen in der Wand bieten Aufent­halts­mög­lich­keiten, genau wie die Sitz­bänke.

Es ist unmög­lich, diesen Raum nicht als flie­ßend zu bezeichnen.

Hier ist alles an seinem Platz.

Zum Well­ness­be­reich gehören zwei Saunen, ein Whirl­pool, ein Hammam, ein Dampfbad und die dazu­ge­hö­rigen Liegen. Dieser Bereich verfügt über einen eigenen Zugang nach draußen, der vom Rest des Bades und des Gartens durch neuge­pflanzte Bäume abge­grenzt wird.

Der Garten des Centre aqua­tique de l’Ô-bleue, mit Beach­vol­ley­ball­feld und Wasser­spiel­platz, wird durch 300 neue Bäume zoniert und durch die endlos erschei­nende weiße Mauer begrenzt.

Hier ist alles an seinem Platz.

Projekt­daten

Archi­tekt

Domi­nique Coulon & asso­ciés
Domi­nique Coulon, Hannes Libis, Lukas Unbe­kandt, Adrien Petit, Olivier Werner, Hannes Libis

Bauherr

Tours Metro­polis, Val de Loire

Becken

Myrtha Pools

Adresse

Centre aqua­tique de l’Ô-bleue
Rue Alfred de Musset
F – 37230 Fondettes

Endless Surf

Eröff­nung

2022

Fotos

Eugeni Pons

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

Video

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Wald­schwimmbad Zimmeregg

Wald­schwimmbad Zimmeregg

Waldbad, next Level

 

 

Brech­buehler Walser Archi­tekten & Mettler Land­schafts­ar­chi­tektur

Die Planung schafft ein beein­dru­ckendes Upgrade vom Sommerbad zum ganz­jäh­rigen Ausflugs­ziel. Und alles scheint dabei so selbst­ver­ständ­lich zu sein.

Die Lich­tung

Das Wald­schwimmbad Zimmeregg liegt mehr als idyl­lisch in der Lich­tung eines bewal­deten Hügels bei Luzern. Die umfas­sende, 2024 abge­schlos­sene Sanie­rung und Neuor­ga­ni­sa­tion des Bades aus dem Jahr 1967 respek­tiert diesen privi­le­gierten Standort nicht nur, sie wertet ihn weiter auf.

So wurden die Lich­tung entrüm­pelt und die einzelne Bereiche neu struk­tu­riert. Vorhan­dene Attrak­tionen wurden möglichst erhalten, aufge­peppt und bei Bedarf umge­setzt oder ergänzt – all dies unter Nutzung der Topo­grafie mit Höhen­un­ter­schieden von 10 m zwischen dem Schwim­mer­be­cken und dem höchsten Punkt am südli­chen Wald­rand.

Die Planung von Brech­buehler Walser Archi­tekten mit Mettler Land­schafts­ar­chi­tektur schafft ein beein­dru­ckendes Upgrade vom Freibad für den Sommer zum ganz­jäh­rigen Ausflugs­ziel. Und alles scheint dabei auch noch so selbst­ver­ständ­lich zu sein.

Die Becken

Fast ein Jahr lang dauerten die umfang­rei­chen Erdar­beiten und die Instal­la­tion der neuen Technik.

Aus wirt­schaft­li­chen und ökolo­gi­schen Gründen wurde das 50-m-Becken auf 25 m verkürzt. Die Sprung­an­lage wurde durch einen 5‑m-­Turm ergänzt. Vorhan­dene Teile wie die kurze, steile Rutsch­bahn konnten erhalten und weiter genutzt werden. Neu sind die 80-m-Wasser­rut­sche und der Aben­teu­er­spiel­platz mit viel Matsch und Sand – für jede Alters­klasse das passende Angebot.

Das Nicht­schwim­mer­be­cken wurde mit einem Bereich für Nicht­schwimmer und einem für die verschie­denen Rutschen neu zoniert. Das Kinder­plansch­be­cken entstand neu.

Sämt­liche Becken erhielten ein Inlay aus Chrom­stahl. Start­blöcke, Becken­um­gänge und Über­lauf­rinnen wurden beto­niert.

Der Wert

Die Kosten der Maßnahmen beliefen sich auf 15,6 Mio. Euro (14,75 Mio. Franken), der Betrieb eines Bades ist auf den ersten Blick eigent­lich immer defi­zitär. Daher stand auch die Schlie­ßung des Wald­schwimmbad Zimmeregg zur Diskus­sion. Diese wurde von der Bevöl­ke­rung aller­dings via Inter­ven­tion entschlossen abge­wendet.

Also entschied sich der Stadtrat für die Sanie­rung und Attrak­ti­vie­rung mit dem Ziel, Standort und Angebot zu erhalten und die hohen Betriebs- und Unter­halts­kosten zu redu­zieren.

Der gesell­schaft­liche Wert eines Bades, und dieses hier mal ohnehin, ist eh unbe­zahlbar.

Das Alter

Die Bestands­an­lage litt nach mehr als 50 Jahren an deut­li­chen Alters­be­schwerden, insbe­son­dere hinsicht­lich Technik und Infra­struktur.

Der reali­sierte Entwurf ordnet die gesamte Anlage neu, begin­nend bei der Erschlie­ßung. Der Eingang mit Kasse, Garde­roben und Restau­rant ist jetzt deut­lich wahr­nehmbar. Technik- und Lager­räume sind im UG unter­ge­bracht. Über­haupt verzichtet das Bad sehr bescheiden auf das Protzen mit der neuen Technik, obwohl diese sich absolut sehen lassen kann oder könnte.

Der Holzbau im Eingangs­be­reich ersetzt das inef­fi­zi­ente Betriebs­ge­bäude und verkürzt den steilen Zugang. Neu ist auch der zusätz­liche Holz­pa­villon (Waldbar) als Ergän­zung des gastro­no­mi­schen Ange­bots bei hohem Besu­cher­auf­kommen.

Die früher einge­zäunte Spiel­wiese ist nun geöffnet und, als Teil der neuge­formten Lich­tung mit Grill­plätzen und Sport- und Spiel­flä­chen, nun auch Teil des ganz­jäh­rigen Ange­bots.

Die Land­schaft

Im Wald­schwimmbad Zimmeregg domi­niert die Land­schafts­ar­chi­tektur. Die Planer haben viel Energie darauf verwendet, die anspruchs­vollen tech­ni­schen Anlagen und die sicher­heits­re­le­vanten Bauteile durch Einbet­tung verschwinden zu lassen – und das hat sich gelohnt.

Die Archi­tektur beschränkt sich gekonnt auf das Einfache und Nahe­lie­gende. Die beiden neuen Holz­bauten Wald­hütte und Waldbar sind in Form und Geome­trie einfache Pavil­lons mit weit auskra­genden, schat­ten­spen­denden Vordä­chern – unbe­heizt und unge­dämmt.

Das Wald­schwimmbad Zimmeregg wird wie bisher nur über die Sommer­mo­nate betrieben. Für die Besu­cher der Lich­tung aber kann die Saison, inklu­sive Versor­gung, Sport- und Spiel­flä­chen vor dem Bad nun verlän­gert werden..

Waldbad, next Level.

Projekt­daten

Archi­tekt

Brech­buehler Walser Archi­tekten
Zwei­er­strasse 106
CH – 8003 Zürich

Bauherr

Stadt Luzern Immo­bi­lien

Land­schafts­planer

METTLER Land­schafts­ar­chi­tektur 
Wiener­strasse 20 
D‑10999 Berlin

Adresse

Waldbad Zimmeregg
Schwimm­bad­strasse 9
CH – 6014 Luzern

Bäder­pla­nung

JOP Josef Ottiger + Partner AG
Bera­tung und Planung für Gebäu­de­technik HLKS und Bäder­technik

Fotos

Andreas Busch­mann, Zürich

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Eröff­nung

2024

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Surf­town MUC

SURFTOWN MUC

Game­ch­anger

 

 

Myrtha Pools & Endless Surf

Surf­town MUC ermög­licht indi­vi­duell plan­bare, konstante Wellen – und genau das eben kann das Meer nicht.

Spek­takel

Im August 2024 eröff­nete in Hall­berg­moos, nahe dem Flug­hafen München, Deutsch­lands erster Surf­park: SURFTOWN MUC.

SURFTOWN MUC bietet sport­li­ches, gesell­schaft­li­ches und tech­ni­sches Spek­takel, das neue Maßstäbe in der Sport- und Frei­zeit­ar­chi­tektur setzt. Das Projekt vereint moderne Tech­no­logie, nach­hal­tige Konzepte und flexible Raum­nut­zung zu einer viel­sei­tigen Anlage, die sowohl Profis als auch Frei­zeit­surfer anspricht.

Im Kern der Anlage befindet sich ein 10.000 m² großer Pool mit der impo­santen Länge von 180 Metern. Die Wasser­tiefe beträgt 2,65 Metern und nimmt zum Becken­rand hin ab. Mithilfe eines pneu­ma­ti­schen Kammer­sys­tems, das Über­druck in Wellen­en­ergie umwan­delt, können hier genau program­mierte Wellen mit einer Höhe zwischen 30 cm und über zwei Metern erzeugt werden.

Das Becken stammt von Myrtha Pools, die Lagune aus der tech­no­lo­gi­schen Part­ner­schaft zwischen Myrtha und Endless Surf. Das Ziel des Projekts ist es, diesen olym­pi­schen Sport unter idealen Trai­nings- und Wett­kampf­be­din­gungen auch dort zu ermög­li­chen, wo keine Küste in der Nähe ist.

Die perfekte Welle

Die Kombi­na­tionen aus den Wellen­kam­mern und der Becken­form ermög­li­chen indi­vi­duell konfi­gu­rier­bare Wellen und damit konstante, plan­bare Bedin­gungen. Genau das ist der entschei­dende Vorteil gegen­über natür­li­chen, von Wind und Strö­mungen beein­flussten Wellen, insbe­son­dere bei Wett­kämpfen.

Die Sportler müssen hier nicht auf die perfekte Welle warten, sie müssen sie ledig­lich starten (lassen). Dank der flexi­blen Einstel­lungs­mög­lich­keiten sind sowohl Long­board- als auch Short­board-Sessions optimal reali­sierbar, was die Orga­ni­sa­tion von Wett­kämpfen erleich­tert und die Chan­cen­gleich­heit für alle Teil­nehmer drama­tisch verbes­sert.

SURFTOWN MUC dient als Trai­nings­stätte des Deut­schen Wellen­reit­ver­bands und bietet Platz für bis zu 60 Sport­le­rinnen und Sportler, die hier das ganze Jahr über trai­nieren können. Darüber hinaus war die Anlage im Oktober 2024 bereits Austra­gungsort der Deut­schen Surf-Meis­ter­schaften, bei denen mehr als 100 Athle­tinnen und Athleten den 10.000 Zuschauern ihr Können unter Beweis stellten.

Treff­punkt

Die archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung der Anlage ist viel­seitig, inno­vativ und funk­tional. Neben dem zentralen Surf­pool umfasst das Areal eine Surfs­kate-Rampe, einen Outdoor-Fitness-Bereich, einen Kinder­spiel­platz, einen Strand­be­reich mit Liege­flä­chen und ein Restau­rant. Diese viel­sei­tige Nutzung macht die SURFTOWN MUC zu einem leben­digen Treff­punkt, an dem Sport, Erho­lung und soziale Inter­ak­tion mitein­ander verschmelzen.

SURFTOWN MUC wurde mit Blick auf die heutigen Anfor­de­rungen an die Nach­hal­tig­keit geplant. Der Betrieb erfolgt zu 100 Prozent mit Ökostrom, wovon bis zu 80 Prozent aus eigenen Solar­pa­neelen und einem nahe­ge­le­genen Solar­park stammen. Heiz- und Kühl­energie werden über Geothermie in Verbin­dung mit Wärme­pumpen bereit­ge­stellt, während die Wasser­ver­sor­gung über ein Kreis­lauf­system aus Grund- und Regen­wasser reali­siert wird.

Die Myrtha-Tech­no­logie und die modu­lare Edel­stahl­struktur des Beckens bedeuten eine erheb­liche Verrin­ge­rung der CO2-Emis­sionen im Vergleich zu zusätz­li­chen Beton­lö­sungen.

Technik

 

Myrthas Fach­wissen und Erfah­rung bei Planung und Bau großer Frei­form­be­cken, in Kombi­na­tion mit dem Knowhow von Endless Surf bei der Wellen­er­zeu­gung, ermög­lichten diese wegwei­sende Surf-Lagune der nächsten Gene­ra­tion.

Durch CFD-Simu­la­tion ist die Myrtha-Tech­no­logie in der Lage, in der fast 8000 m² großen Lagune eine perfekte Durch­strö­mung und somit eine gleich­mä­ßige Desin­fek­tion des Becken­was­sers zu gewähr­leisten. Hier kommt ein fort­schritt­li­ches Wasser­rück­füh­rungs­system mit spezi­ellen Einlass­wänden (Strah­len­tur­bu­lenz-System) zum Einsatz. Diese Lösung mit mehr als 60 Wand­ein­lässen macht eine Verroh­rung unter der Lagune über­flüssig, was die Instal­la­ti­ons­zeit und ‑kosten redu­ziert und die Wasser­zir­ku­la­tion verbes­sert.

Die Endless Surf Tech­no­logie, die in der Anlage einge­setzt wird, basiert auf 34 pneu­ma­ti­schen Wellen­kam­mern. Im A‑Frame-Modus brechen Wellen gleich­zeitig aus der Mitte des Pools nach links und rechts, im Point­break-Modus laufen die Wellen entlang der gesamten Länge des Pools und ermög­li­chen eine Wellen­länge von bis zu 18 Sekunden.

Prototyp

Mit Gesamt­kosten von rund 45 Millionen Euro ist SURFTOWN MUC ein tech­ni­sches und archi­tek­to­ni­sches Vorzei­ge­pro­jekt, das neue Wege im Wasser­sport aufzeigt. Das Projekt ist auch eine Art Prototyp, denn die Gründer planen welt­weit weitere Anlagen nach Münchner Vorbild.

Ein abso­luter Game­ch­anger, 800 km vom nächsten Ozean entfernt.

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Projekt­daten

Archi­tekten

Maisch Wolf Archi­tekten

Bauherr

Surf­town GmbH

Nutzer

O2 Surf­town MUC

Becken

Myrtha Pools
A&T Europe Spa

Wellen

Endless Surf

Adresse

O2 SURFTOWN MUC
Lili­en­thal­straße 12
D – 85399 Hall­berg­moos

Eröff­nung

2024

Fotos

©SURFTOWN“

Text

Johannes Bühl­be­cker
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WERK12

WERK12 in München

BOAH!

 

 

MVRDV

WERK12 fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buch­staben an der Fassade, die uns mit Weis­heiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen.

AAHHH

WERK12 entstand auf dem früheren Gelände des Knödel-Produ­zenten Pfanni im Münchner Werk­viertel. Der fünf­ge­schos­sige, trans­pa­rente Komplex fällt sofort ins Auge. Das liegt vor allem an den fünf Meter hohen Buch­staben an der Fassade, die uns mit Weis­heiten wie AAHHH, OH und PUH begrüßen. Das liegt aber auch an den weit vorste­henden, umlau­fenden Balkonen und an den außen liegenden Treppen.

Der Entwurf stammt von MVRDV aus Rotterdam.

PUH

Auf fünf Etagen bietet WERK12 das pralle Leben: Restau­rant und Bar im Erdge­schoss, darüber Büros und das domi­nante, drei­ge­schos­sige Fitness-Center „body + soul“ mit eigenem 25m-Becken auf Ebene 3.

WERK12 setzt ganz auf Flexi­bi­lität. Die hohen Decken — 5,5 Meter zwischen den einzelnen Geschossen — ermög­li­chen es zukünf­tigen Nutzern, Zwischen­ge­schosse hinzu­zu­fügen.

Der Erschlie­ßungs­kern auf der Nord­ost­seite des Gebäudes wird auf jeder Ebene von 3,25 Meter breiten Balkonen umgeben, welche die Unter­schei­dung zwischen Innen und Außen aufwei­chen. Diese Frei­flä­chen werden durch Außen­treppen verbunden, die sich um das Gebäude schlän­geln. Gestalt­prä­gend nennt man das wohl.

HMPF

Die Fassade wird von fett gedruckten, fünf Meter hohen Buch­staben belebt. Sie sind das Ergebnis eines Wett­be­werbs, den die Akademie der Bildenden Künste und MVRDV ausge­lobt haben. Die Sieger Beate Engl und Chris­tian Engel­mann wollen Emotionen darstellen und dabei inter­na­tional verständ­lich sein. Daher nutzen sie univer­sell einsatz­bare Ausdrücke aus Comics.

Die raum­hohen Vergla­sungen bieten, je höher man kommt, einen atem­be­rau­benden Blick in Rich­tung der Münchener Innen­stadt.

WERK12 kombi­niert die einfache quadra­ti­sche Grund­form mit ehrli­chen Mate­ria­lien und trans­pa­renten Fassaden zu einem sehr leben­digen, fast flie­ßenden Baukörper.

Nachts wird das Erschei­nungs­bild des Gebäudes durch seine Beleuch­tung fast noch spek­ta­ku­lärer, seine Geome­trie wird noch klarer.

WOW

Das Areal des Münchner Werks­viertel hat sich von einer Knödel­fa­brik zu einem popu­lären Unter­hal­tungs­viertel entwi­ckelt. Der Entwurf von MVRDV respek­tiert diese Geschichte nicht, er feiert sie. WERK12 ist einer­seits stylisch und cool, nimmt sich aber ande­rer­seits nicht so ernst. Vermut­lich ist es aber genau deswegen genau das: sehr, sehr cool.

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Projekt­daten

Archi­tekt

MVRDV Rotterdam
Achter­klooster 7
NL — 3011 RA Rotterdam
Winy Maas, Jacob van Rijs and Nathalie de Vries, Jacob van Rijs, Fokke Moerel, Markus Nagler, Roy Sieljes and Jona­than Schuster, Antonio Luca Coco, Pavlos Ventouris, Kirill Emelianov

N‑V‑O Nuyken von Oefele Archi­tekten BDA
Winze­rer­strasse 44
D — 80797 München

Bauherr

OTEC GmbH & Co. KG
ECKhaus | Atelier­straße 1
D – 81671 München

Eröff­nung

2019

Adresse

body + soul Center WERK12
Frie­den­straße
D – 81671 München

Fotos

Ossip van Duiven­bode
Halve­ma­an­pas­sage 103
NL – 3011DL Rotterdam

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Infi­nite Bridge

Die Infi­nite Bridge in Aarhus

Circle of Life

 

 

Gjøde & Part­nere Arki­tekter

Übli­cher­weise verbindet eine Brücke zwei Punkte, die durch Wasser oder Höhe vonein­ander getrennt sind. Diese hier ist anders.

Gjøde & Part­nere Arki­tekter

60 Meter

Die „Infi­nite Bridge“ in Däne­marks zweit­größter Stadt Aarhus wurde von Gjøde & Part­nere Arki­tekter für das Festival „Sculp­ture by the Sea“ entworfen und gebaut.

Die kreis­runde „Brücke“ bringt die Menschen nirgendwo hin, aber sie bietet ihnen die Gele­gen­heit, die sich verän­dernde Land­schaft als endlose Panora­ma­kom­po­si­tion zu erleben. Gleich­zeitig ist die Infi­nite Bridge ein Raum der sozialen Inter­ak­tion mit anderen Menschen, die – na klar – das gleiche Panorama erleben.

Die Infi­nite Bridge hat einen Durch­messer von 60 Metern. Sie befindet sich zur einen Hälfte am Strand und zur anderen Hälfte im Wasser. Sie liegt, in Abhän­gig­keit von den Gezeiten, etwa zwei Meter über dem Meeres­grund.

Konstruk­tion

Die Konstruk­tion besteht aus 60 iden­ti­schen Holz­ele­menten, die von Stahl­stützen getragen werden. Die Krüm­mung der Brücke folgt den Konturen der Land­schaft. Sie liegt an der Mündung eines kleinen Fluss­tals, das vom Strand in den Wald hinein­ragt.

Gjøde & Part­nere Arki­tekter schufen mit der Infi­nite Bridge mehr Skulptur als Brücke. Es geht ihnen darum, die Umge­bung erlebbar zu machen und die Bezie­hung zwischen der Stadt und der herr­li­chen Land­schaft dieser Bucht – zu feiern.

Geschichte

Übli­cher­weise verbindet eine Brücke ja zwei Punkte, die durch Wasser oder Höhe vonein­ander getrennt sind. Die Infi­nite Bridge verbindet die Gegen­wart dieses Ortes mit ihrer Geschichte, indem sie den Strand wieder mit einem lange verges­senen Aussichts­punkt verbindet.

Die Brücke entstand an der Stelle eines früheren Piers, an dem die Menschen in Dampf­schiffen aus der Stadt ankamen, um sich zu entspannen und zu vergnügen.

Der histo­ri­sche Varna-Pavillon mit seinen Terrassen, seinem Restau­rant und seiner Tanz­halle am Hang über dem Strand war seiner­zeit ein beliebtes Ziel in der male­ri­schen Land­schaft.

Der Kreis­lauf des Lebens

Am Wald­rand zum Meer gelegen, übri­gens ganz in der Nähe des Stadion Aarhus, macht die Infi­nite Bridge den Pavillon von der Anle­ge­stelle aus wieder erlebbar. Der Kreisel stellt die histo­ri­sche Verbin­dung wieder her und bietet, so die Archi­tekten, eine neue Perspek­tive für das Verhältnis zwischen Stadt und Land­schaft – und für den Kreis­lauf des Lebens.

Die Infi­nite Bridge ist in jedem Jahr von Mai bis Oktober geöffnet.

Projekt­daten

Archi­tekt

Gjøde & Part­nere Arki­tekter
Høegh-Guld­bergs Gade 65
DK – 8000 Aarhus C

Bauherr

Aarhus Kommune

Eröff­nung

2015

Adresse

The Infi­nite Bridge
Ørne­re­devej 3
DK — 8000 Aarhus

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