Sportpark Salza-Gymnasium

Der Sportpark Salza-Gymnasium

Curvy

 

 

Ahner Landschaftsarchitektur

Der Sportpark Salza-Gymnasium sucht und findet buchstäblich neue Wege insbesondere für die Leichtathletik – und erfüllt dabei alle Anforderungen des Schulsports und des Breitensports. Gleichzeitig entstehen neue Räume und Flächen für das Miteinander vor und nach dem Sport.

Schulsport im Sportpark

Das Salza-Gymna­sium in Bad Langen­salza besteht aus zwei Teilen: Während die Ober­stufe in einem herr­schaft­lich anmu­tenden Bau aus dem 1867 resi­diert, sind die Stufen 5 bis 10 in einem eher prag­ma­ti­schen Baukörper von 1980 unter­ge­bracht. Dafür gibt es dort mit der 2020 sanierten Salza-Halle und dem neuen Sport­park Salza ein heraus­ra­gendes Angebot für Sport und Frei­zeit.

Die Neustruk­tu­rie­rung des Sport­parks Salza-Gymna­sium war notwendig geworden, weil die bestehenden Lauf­stre­cken und die Weit­sprung­an­lage einem Erwei­te­rungsbau der Salza-Halle weichen mussten.

Der neue Sport­park Salza-Gymna­sium macht aus dieser Not eine Tugend, indem er buch­stäb­lich neue Wege insbe­son­dere für die Lauf­bahnen sucht und findet – und dabei alle Anfor­de­rungen des Schul­sports (auch prüfungs­re­le­vante) und des Brei­ten­sports berück­sich­tigt. Gleich­zeitig entstehen neue Räume und Flächen für das Mitein­ander vor und nach dem Sport.

Das Angebot

Zum Angebot gehören jetzt ein 55x40m großes Kunst­ra­sen­spiel­feld, vor allem für Fußball und Frisbee, ein durch einen Ball­fang­zaun getrenntes Kunst­stoff­spiel­feld (40x25m) für Basket­ball und Hand­ball und eine 300m-Rund­lauf­bahn, die beide Spiel­felder einrahmt.

Im Süden wird die Anlage durch sechs Kurz­stre­cken­lauf­bahnen, eine wett­kampf­taug­liche Weit­sprung­an­lage mit eigenen Anlauf­bahnen, schön gestal­teten Sitz­mög­lich­keiten und passende Bepflan­zungen gefasst und struk­tu­riert.

Gestalt­prä­gend und wirk­lich außer­ge­wöhn­lich ist vor allem die geschwun­gene Wege­füh­rung auch der Lauf­bahnen in Kombi­na­tion mit der Liege­wiese, die besten Kontakt sowohl zu den Spiel­fel­dern als auch zur Leicht­ath­letik bietet.

Statt Großspielfeld

Das alles findet auf der Fläche eines tradi­tio­nellen Groß­spiel­feldes statt, und ist ein schönes Beispiel für die Über­win­dung mono­funk­tio­naler Kern­sport­stätten. Zusätz­lich entstanden am west­li­chen Ende zwei Felder für Beach-Volley­ball, die auch für das Kugel­stoßen genutzt werden können.

Der Sport­park Salza-Gymna­sium über­windet die klas­si­sche, recht­wink­lige und flache Sport­land­schaft durch viele verschie­dene, multi­funk­tio­nale und gestal­tete Bereiche und Ange­bote – und das mit Schwung.

Projektdaten

Planer

Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur
Part­ner­schafts­ge­sell­schaft mbB
Schloss­straße 7
D — 15711 Königs Wuster­hausen

Bauherr

Land­ratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
Fach­dienst Gebäude- und Liegen­schafts­ma­nage­ment

Nutzer

Salza-Gymna­sium

Adresse

Salza-Gymna­sium
Schul­teil II
Hanno­ver­sche Str. 1
D — 99947 Bad Langen­salza

Eröffnung

2023

Fotos

Ahner Land­schafts­ar­chi­tektur

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sportpark Außenmühle

Der Sportpark Außenmühle in HH-Harburg

Sportplatz war gestern

 

 

Kilian + Kollegen Landschaftsarchitekten

Der im Sommer 2024 wieder eröffnete Sportpark Außenmühle in Hamburg-Harburg ist das Ergebnis der beispielhaften Transformation eines trostlosen Tennenplatzes in ein Sportzentrum von gesellschaftlicher Bedeutung.

Kilian + Kollegen Land­schafts­ar­chi­tekten

Einer für alle

Schul­sport, Kreis­li­ga­fuß­ball, infor­meller Frei­zeit­sport und Jugend­treff an der Tisch­ten­nis­platte: Der im Sommer 2024 wieder eröff­nete Sport­park Außen­mühle in Hamburg-Harburg ist das Ergebnis der beispiel­haften Trans­for­ma­tion eines trost­losen Tennen­platzes in ein Sport­zen­trum von gesell­schaft­li­cher Bedeu­tung.

Das liegt an der weit­sich­tigen und viel­fäl­tigen Planung von Kilian + Kollegen Land­schafts­ar­chi­tekten, der Einbin­dung aller Nutzer­gruppen von Beginn an und der hoch­wer­tigen Ausfüh­rung sämt­li­cher Anla­gen­teile.

Schon seit dem Oktober 2018 war der Sport­platz Außen­mühle gesperrt. Der ohnehin nicht mehr zeit­ge­mäße Tennen­platz stand ständig unter Wasser, weil die Drai­nage das Wasser nicht mehr abführte.

Das Groß­spiel­feld wurde daher in einen Kunst­ra­sen­platz mit neuer Drai­nage verwan­delt, die eben­falls baufäl­lige Korb­bo­gen­bahn durch eine 400 m‑Rundlaufbahn in Kunst­stoff­bau­weise ersetzt.

Durch die Schaf­fung neuer Eingänge, einer davon barrie­re­frei, wurde auch die Zugangs­si­tua­tion deut­lich verbes­sert.

Programm

Von den insge­samt 27.000 m² Fläche des Sport­parks Außen­mühle entfallen 10.000 m² auf die Sport­flä­chen. Diese Flächen stehen den Vereinen, den umlie­genden Schulen und dem Frei­zeit­sport zur Verfü­gung – und sie tragen dem geän­derten Sport­ver­halten der heutigen Zeit bestens Rech­nung.

Am deut­lichsten wird dies in den beiden Kurven­seg­menten, denn hier wird auf tradi­tio­nelle leicht­ath­le­ti­sche Einbauten bewusst verzichtet. Statt­dessen entstanden neue Bewe­gungs­an­ge­bote und gene­ra­tio­nen­über­grei­fende Treff­punkte wie die Calis­the­nics-Anlage und die Beton­ele­mente für Parcours-Läufe im Osten der Anlage.

Demge­gen­über, also im west­li­chen Segment, entstand ein Klein­spiel­feld für Fußball und Basket­ball, dass sich sowohl bei den Jugend­mann­schaften der Vereine als auch beim infor­mellen Sport größter Beliebt­heit erfreut.

Im Nord­westen, in der Nähe des Umklei­de­ge­bäudes, entstanden ein Beach­vol­ley­ball­feld mit  Hänge­matten, Tram­po­line, eine Boule-Bahn, die auch fürs Kugel­stoßen genutzt werden kann, Tisch­ten­nis­platten und zwei neuar­tige, digital buch­bare Sport­Boxen.

Alles viel­seitig, alles flie­ßend.

Kernsportstätte

Trotz all dieser tren­digen Neue­rungen wurde das klas­si­sche Angebot der Kern­sport­stätte Sport­platz, also Leicht­ath­letik und Ball­spiele, erhalten und ausge­baut. Davon profi­tieren in erster Linie die hier behei­ma­teten Fußball-Kreis­li­gisten, vor allem vom neuen Kunst­ra­sen­platz mit Markie­rungen für zwei Jugend­spiel­felder.

Damit alle Sportler hier gleich­zeitig Spaß haben können, ohne von umher­flie­genden Bällen getroffen zu werden, trennen vier Meter hohe Ball­fang­zäune das Spiel­feld von den Kurven­be­rei­chen.

Die ehema­lige Aschel­auf­bahn erhielt einen neuen Kunst­stoff­belag in zwei iden­ti­täts­stif­tenden Blau­tönen mit zwei 400-m-Rund­lauf­bahnen und vier 100-m-Sprint­stre­cken. Die Weit­sprung­grube liegt in der Verlän­ge­rung der Sprint­stre­cken.

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Miteinander

Seine Viel­sei­tig­keit verdankt der Sport­park Außen­mühle auch der Entschei­dung des Planungs­büros Kilian und Kollegen und des Bezirks­amtes Harburg als Bauherr, alle betei­ligten Ämter, Schulen und Sport­ver­eine von Beginn an der Genese dieses beispiel­haften Projekts mitwirken zu lassen.

Dazu gehörten auch mehr als 200 Hinweise und Anre­gungen, die in Betei­li­gungs­pro­zessen seit dem Früh­jahr 2020 vorge­tragen wurden.

Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Rahmen­pro­gramms Inte­grierte Stadt­teil­ent­wick­lung (RISE), der Behörde für Inneres und Sport, der Finanz­be­hörde sowie mit Mitteln des Bezirks­amts Harburg finan­ziert.

Die Gesamt­kosten lagen bei 4,1 Millionen Euro, die Bauzeit betrug zwei Jahre.

 

Nutzer

Auch die Nutzung der Anlage ist vorbild­lich und neu in Hamburg: Bis 14 Uhr steht die Anlage dem Schul­sport zur Verfü­gung, am Nach­mittag, Abend und am Samstag der Öffent­lich­keit sowie am Sonntag dem Punkt­spiel­be­trieb des orga­ni­sierten Fußballs.

Das Beson­dere: Jeder kann dort bis in den Abend Sport machen, das gab es bisher nicht.

Fazit

Der Sport­park Außen­mühle besticht durch sein Mitein­ander, sowohl in der Planung als auch in der Nutzung.

Das Programm und die Ange­bote sind viel­seitig, multi­funk­tional und zukunfts­ori­en­tiert. Sie berück­sich­tigen und kombi­nieren die Wünsche und Bedürf­nisse des Vereins‑, des Schul- und des Brei­ten­sports. Die Ausfüh­rung stammt, vom Spiel­feld­belag über die Lauf­bahnen und Einbauten bis zu den Aufent­halts­be­rei­chen, aus dem oberen Regal.

Mit anderen Worten: Der Sport­park Außen­mühle weiß um die Bedeu­tung des Sports für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt – und er zeugt von der plane­ri­schen Kenntnis heutiger Ansprüche an eine zukunfts­fä­hige Sport­an­lage.

Projektdaten

Planer

Kilian + Kollegen Land­schafts­ar­chi­tekten
Büro für Frei­raum- und Sport­stät­ten­pla­nung
Thea­ter­wall 24
D — 26122 Olden­burg

Bauherr

Freie und Hanse­stadt Hamburg
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Fachamt Bezirk­li­cher Sport­stät­tenbau
Caffa­ma­cher­reihe 3
D — 20355 Hamburg

Eröffnung

2024

Adresse

Sport­platz Außen­mühle
Vinzen­zweg 20
D — 21077 Hamburg

Fotos

Kilian + Kollegen Land­schafts­ar­chi­tekten
Oliver Berkhausen

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Stadion Vogesen

Das Stadion Vogesen in Basel

Raus mit euch!

 

 

Harris + Kurrle Architekten

Das Stadion Vogesen ist das Ergebnis der Umgestaltung eines von drei Schulen genutzten Schulhofs im Norden Basels. Anstatt marode Pflanztröge und Brunnen zu sanieren, installierten MET Architects ein kesses 3D-Spielfeld und aktivierten damit drei Schulen und eine Dachfläche in einem Abwasch.

Sanierung

Die Schulen Vogesen, Pesta­lozzi und St. Johann bilden einen U‑förmigen Baukörper am Block­rand. In seinem Zentrum befindet sich der Schulhof, darunter eine Turn- und Schwimm­halle.

Die Gestal­tung des Schul­hofs entsprach nicht mehr den Bedürf­nissen heutiger Schulen, Schü­le­rinnen und Schüler. Außerdem wurde das Dach immer wieder undicht. Daher entschloss sich das Hoch­bauamt der Stadt Basel als Bauherr, die Sanie­rung und Neuge­stal­tung zu beauf­tragen.

MET Archi­tects befreiten den Schulhof mit wenigen Eingriffen von ober­ir­di­schen Aufbauten wie Ober­lich­tern, Brunnen und Pflanz­trögen. Auch die alten Dämm- und Belags­schichten wurden entfernt und ersetzt.

Stadion Vogesen

Auf dem neuen, nun offenen Platz wurden zwei Basket­ball­felder aus rotem Kunst­stoff­belag (Poly­ure­than) ange­legt: Es entstand das Stadion Vogesen. Die Sitz­stufen wurden bis auf ihre Trag­struktur zurück­ge­baut, erneuert und mit zwei über­dachten Zuschau­er­tri­bünen ergänzt. Sie erstre­cken sich jetzt über die ganze Breite des Spiel­feldes und bilden einen stadi­on­ar­tigen Raum, der den drei Schulen und dem ganzen Quar­tier zur Pausen‑, Sport- und Frei­zeit­nut­zung zur Verfü­gung steht.

Die Tribü­nen­dä­cher des Stadion Vogesen, die jeweils um rund sechs Meter auskragen, sind von den Schul­ge­bäuden aus gut einsehbar. Um Zuschauern und Sport­lern Sicht­schutz zu gewähr­leisten und den Beton vor eindrin­gender Feuch­tig­keit zu schützen, wurden auch die Dächer mit der roten Poly­ure­than­be­schich­tung der Spiel­felder versehen.

Vor der Sanierung

Organisation

Das Spiel­feld wurde damit optisch über den Rand hinaus erwei­tert und bildet den neuen Schulhof, auch von den Ober­ge­schossen der umlie­genden Gebäude, aus als eine Einheit ab.

Das Stadion Vogesen ist ein sehr schönes Beispiel für die Akti­vie­rung öffent­li­cher Räume und (Dach-)Flächen, insbe­son­dere im immer dichter werdenden urbanen Kontext.

Projektdaten

Architekt

MET Archi­tects GmbH SIA
Klybeck­strasse 141 / K 102
CH — 4002 Basel

Bauherr

Hoch­bauamt Kanton Basel-Stadt

Spielfeldbelag

CONICA AG
Indus­trie­strasse 26
CH – 8207 Schaff­hausen

Adresse

Stadion Vogesen
St. Johanns-Ring 17
CH — 4056 Basel

Fotos

Ruedi Walti, Basel

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Eröffnung

2019

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KLABU Clubhaus

KLABU Clubhouse

Gimme shelter

 

 

MVRDV

Ein kleines Projekt mit großer Wirkung: Die KLABU Clubhäuser aus umgebauten Schiffscontainern geben Flüchtlingen weltweit die Chance auf Sport und Gemeinsamkeit.

MVRDV

KLABU Clubhouse

MVRDV hat ein inno­va­tives und flexi­bles „Club­house“ entworfen, das in einem umge­bauten Schiffs­con­tainer passt und damit höchst flexibel welt­weit einsetzbar ist. Das Projekt wurde in Zusam­men­ar­beit mit KLABU entwi­ckelt, einer welt­weit aktiven Hilfs­or­ga­ni­sa­tion mit Sitz in Amsterdam. KLABU setzt sich dafür eint, Flücht­lingen durch Sport Freude, Hoff­nung und Stolz zu vermit­teln.

Die Club­häuser von KLABU bieten in Flücht­lings­la­gern und ‑sied­lungen welt­weit Zugang zu Sport­ge­räten, Akti­vi­täten, TV-Über­tra­gungen und dem Internet, wodurch sie einla­dende und inklu­sive Gemein­schafts­räume schaffen.

Design

Das Design des KLABU-Club­hauses basiert auf einem modi­fi­zierten ISO-Schiffs­con­tainer, der wegen seiner Robust­heit, Sicher­heit und einfa­chen Trans­port­fä­hig­keit ausge­wählt wurde. Durch den Contai­ner­an­satz können sowohl die physi­sche Struktur des Club­hauses als auch die notwen­digen Sport­ma­te­ria­lien in einem einzigen Trans­port­vor­gang gelie­fert werden. Dies macht das Club­haus zu einem flexi­blen und skalier­baren Modell, das leicht an verschie­denen Stand­orten repli­ziert werden kann, um die Bedürf­nisse nach Sport, Bewe­gung und Gemein­sam­keit von mehr als 120 Millionen welt­weit vertrie­benen Menschen zu unter­stützen.

Das äußere Erschei­nungs­bild des Contai­ners ist in einem auffäl­ligen Orange gehalten und mit einem ausge­stanzten KLABU-Logo versehen, wodurch er leicht erkennbar ist. Im Inneren kontras­tiert dazu ein einpräg­sames Himmel­blau. Die Einrich­tung besteht aus kompakten und modu­laren Instal­la­tionen, die sowohl Stau­raum bieten als auch den Trans­port erleich­tern.

Diese Gestal­tungs­ele­mente sorgen dafür, dass alle notwen­digen Mate­ria­lien vor der Auslie­fe­rung im Container verstaut und nach Ankunft vor Ort leicht zugäng­lich sind.

Weiterentwicklung

Die jüngste, dritte Version des KLABU-Club­hauses, die im Azraq-Flücht­lings­lager in Jorda­nien instal­liert wird, bringt einige Weiter­ent­wick­lungen mit sich. Neben den Türen an den Stirn­seiten verfügt der Container über eine voll­ständig zu öffnende Längs­seite, die mit einem großen Fenster, einem schat­ten­spen­denden Vordach und einer Außen-TV-Bild­schirm­fläche ausge­stattet ist.

Diese Funk­tionen erhöhen die Sicht­bar­keit, Flexi­bi­lität und Nutz­bar­keit des Club­hauses, beispiels­weise für soziale und auch sport­liche Akti­vi­täten.

Nachhaltigkeit

Die Archi­tektur des Club­hauses legt großen Wert auf Nach­hal­tig­keit und Viel­sei­tig­keit. So ist das Dach mit Solar­zellen ausge­stattet, die erneu­er­bare Energie liefern, um elek­tri­sche Anschlüsse, Lade­sta­tionen und WLAN zu betreiben. Diese Funk­tionen ermög­li­chen es, das Club­haus auch für Bildungs­ak­ti­vi­täten und andere Zwecke zu nutzen.

Die Struktur des Contai­ners ist robust und wider­steht den klima­ti­schen Heraus­for­de­rungen, die in Flücht­lings­la­gern welt­weit auftreten können.

Zukunft

Auch einfache Konzepte können großen Einfluss haben, das zeigt das KLABU Club­haus. Die Umge­stal­tung eines alltäg­li­chen Objekts in einen leben­digen, multi­funk­tio­nalen Raum stellt ein beein­dru­ckendes Beispiel für krea­tives und zweck­ori­en­tiertes Design dar. Die Club­häuser sind für einfache Montage, Demon­tage und den Trans­port konzi­piert, was sie beson­ders anpas­sungs­fähig an unter­schied­liche Stand­orte und Kontexte macht.

Bislang wurden Club­häuser an sieben Stand­orten errichtet, darunter das Warao­tuma-a-Tuara­noko-Flücht­lings­lager in Brasi­lien und das M’bera-Flüchtlingslager in Maure­ta­nien. KLABU plant, dieses Modell in den nächsten zehn Jahren in über 50 weiteren Stand­orten zu repli­zieren, um ein Netz­werk sicherer und leben­diger Räume für Flücht­linge zu schaffen.

Projektdaten

Architekt

MVRDV

Stefan de Koning, Gideon Maas­land, Valen­tina Chiappa Nunez, Jose Manuel , Garcia Garcia, Herman Gaarman, Sruti Thakrar

Bauherr

KALBU

Amsterdam

Eröffnung

seit 2022

Adresse

Ter Apel, Nieder­lande
Boa Vista, Brasi­lien
M’bera, Mauri­ta­nien
Azraq, Jorda­nien

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pompano Beach Youth Sports Complex

Pompano Beach Youth Sports Complex

Heiß!

 

 

Brooks + Scarpa

Das Pompano Beach Youth Sports Complex und das Field House stehen für modernes Design unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen, das sowohl ästhetische als auch funktionale Anforderungen erfüllt.

Brooks + Scarpa

Florida

Der Pompano Beach Youth Sports Complex in Florida von Brooks + Scarpa bietet auf einem 10 Hektar großen Gelände jede Menge Sport, vor allem für Kinder und Jugend­liche. Die Anlage verfügt über zwei Groß­spiel­felder mit Kunst­ra­sen­belag, die haupt­säch­lich für Fußball, American Foot­ball und Lacrosse genutzt werden. Zudem wurden klei­nere Natur­ra­sen­flä­chen für klei­nere Kinder gestaltet.

Das Herz­stück der Sport­an­lage ist das Field House, ein 380 m² großes Gebäude, das durch sein inno­va­tives und zugleich funk­tio­nales Design hervor­sticht. Es beher­bergt Verpfle­gungs­an­ge­bote, Büros, Lager­räume sowie sani­täre Einrich­tungen für Sportler und Besu­cher.

Auffällig sind die markante Beton­schale und die Verwen­dung der Farbe Gelb. Die Schale umhüllt das Innere mit einer durch­dachten Balance zwischen Schutz und Offen­heit. Sie dient nicht nur als Schutz vor Sonne und Regen, sondern verleiht dem Gebäude auch eine skulp­tu­rale Ästhetik.

Die gelbe Metall­git­ter­struktur der Nord­fas­sade ist von Weitem sichtbar. Vier unter­schied­liche Fassaden lassen das Gebäude aus jedem Blick­winkel anders wirken und erleich­tern die Orien­tie­rung inner­halb des Parks.

Das Wetter

In Florida kann es sehr heiß werden, und es kann stark regnen. Die Planer reagieren darauf mit einem weiteren Charak­te­ris­tikum des Gebäudes: eine umlau­fende Veranda, die Besu­chern Schutz bietet und als über­dachter Veran­stal­tungs­raum genutzt werden kann.  Hier sorgen 16 große, blaue Venti­la­toren für Abküh­lung, sodass Sportler und Zuschauer auch bei heißem Wetter ange­nehme Bedin­gungen vorfinden.

Das Dach ist so konstru­iert, dass Regen­wasser zentral gesam­melt und in einen angren­zenden „Regen­garten“ geleitet wird. Diese funk­tio­nale Gestal­tung sorgt für einen eindrucks­vollen visu­ellen Effekt bei Regen. Gleich­zeitig unter­streicht es die nach­hal­tige Ausrich­tung des Projekts.

Die Farben

Die Farb­ge­stal­tung des Pompano Beach Youth Sports Complex Field House (ein etwas sper­riger Name) trägt maßgeb­lich zum Gesamt­ein­druck bei. Das gelbe Metall­gitter bildet ein markantes Muster, das in Kombi­na­tion mit der robusten Beton­kon­struk­tion spie­le­ri­sche Elemente vermit­teln will. Das Gitter enthält zudem kleine Metall­plätt­chen, die den Schriftzug „YSC“ (Youth Sports Complex) formen und somit als weithin sicht­bares Schild fungieren.

Nachhaltigkeit

Die Nach­hal­tig­keit des Projekts wird durch die Verwen­dung lang­le­biger Mate­ria­lien und durch­dachte Wasser­ma­nage­ment­sys­teme unter­stri­chen.

Darüber hinaus ist das Field House auch sozial nach­haltig, indem es nicht nur Sport­mög­lich­keiten bietet, sondern auch als sozialer Treff­punkt dient. Es ist auch darauf ausge­legt, große Sport­er­eig­nisse und Turniere mit bis zu 1.000 Zuschauern auszu­richten.

Das Pompano Beach Youth Sports Complex und das Field House stehen als Symbol für modernes, nach­hal­tiges Design unter anspruchs­vollen klima­ti­schen Bedin­gungen, das sowohl ästhe­ti­sche als auch funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt und der Gemeinde viel­sei­tige Nutzungs­mög­lich­keiten bietet.

Projektdaten

Architekt

Brooks + Scarpa
Jeffrey Huber, FAIA; Lawrence Scarpa, FAIA, Angela Brooks, FAIA, Carlos Garcia, Daren Chen, Heather Akers, Dio Ichil­lumpa, Yimin Wu, Jeet Sign, Chris Kuonen, Mason Milner 

Bauherr

City of Pompano Beach

Eröffnung

2023

Adresse

Pompano Beach Youth Sports Complex
700 NE 10th Street
Pompano Beach
Fl 33060
USA

Fotos

Brooks + Scarpa

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Johannes Bühl­be­cker
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Unidad Deportiva Zanatepec

Unidad Deportiva Zanatepec

Sport und Musik

 

 

AIDIA Studio

Das Unidad Deportiva Zanatepec ist ein modernes Sportzentrum in der Gemeinde Santo Domingo Zanatepec, Oaxaca, Mexiko. Es wurde 2024 in landschaftlich reizvoller Umgebung eröffnet.

AIDIA Studio

Mangoplantagen

Das Unidad Depor­tiva Zana­tepec ist ein modernes Sport­zen­trum in der Gemeinde Santo Domingo Zana­tepec, Oaxaca, Mexiko. Es wurde 2024 in land­schaft­lich reiz­voller Umge­bung, umgeben von Mango­plan­tagen und den Bergen der Sierra Madre de Chiapas, eröffnet.

Vor der Sanie­rung verfügte der lokale Fußball­verein ledig­lich über zwei Spiel­felder in beschei­denem Zustand. Einrich­tungen wie Tribünen, Umklei­de­räume und sani­täre Anlagen fehlten völlig. Die Moder­ni­sie­rung umfasste daher vor allem den Bau eines Tribü­nen­ge­bäudes mit Neben­räumen, einer Cafe­teria und öffent­li­chen Toiletten. Auffällig ist das modu­lare Metall­dach aus hyper­bo­li­schen Para­bo­lo­iden, unter dem 400 Menschen Schutz vor Regen oder Sonne finden.

Neben der Tribüne und neuen Spiel­fel­dern entstand eine 400-m-Rund­lauf­bahn. Außerdem gibt es nun einen km langen Rundweg für Sportler und Spazier­gänger. Diese Erwei­te­rungen machen das Unidad Depor­tiva Zana­tepec zu einem multi­funk­tio­nalen Zentrum für Sport- Frei­zeit­ak­ti­vi­täten.

Entworfen von AIDIA Studio und geför­dert durch SEDATU, erstreckt sich die Anlage über eine Fläche von 58.500 m² und umfasst eine bebauten Bereich von knapp 7.000 m².

Materialien

Die Inte­gra­tion der Sport­an­lage in die Land­schaft war ein zentrales Anliegen des Entwurfs, was sich auch in der Wahl der Mate­ria­lien und der offenen, luftigen Archi­tektur wider­spie­gelt.

So ist die moderne und eigen­stän­dige Gestalt des Unidad Depor­tiva Zana­tepec gekenn­zeichnet durch den Kontrast zwischen der massiven Basis aus pigmen­tiertem Beton und der leichten Metall­struktur, welche das Dach trägt. Die Parota-Holz­de­tails in den Gitter­struk­turen und den schwenk­baren Türen des Arka­den­be­reichs tragen zur Verbin­dung von tradi­tio­neller und moderner Bauweise bei.

Der Zugang zur Tribüne erfolgt über eine zentrale Treppe und seit­liche Rampen, die den barrie­re­freien Zugang für Roll­stuhl­fahrer ermög­li­chen. Unter­halb der Tribüne bietet eine über­dachte Arkade Schutz vor der inten­siven Sonne der Region. Hier befinden sich auch die Cafe­teria und die sani­tären Anlagen für die Zuschauer.

Meeting Place

Das Unidad Depor­tiva Zana­tepec dient der lokalen Fußball­liga als Heim­stätte und fördert den Brei­ten­sport in der Region, auch als Austra­gungsort für Leicht­ath­letik-Wett­kämpfe und Trai­nings­ein­heiten. Das führt zu einer stär­keren Vernet­zung der sport­li­chen Akti­vi­täten in der Region.

Das Projekt bietet nicht nur Raum für sport­liche Akti­vi­täten, sondern fungiert auch als sozialer Treff­punkt der 10.000 Einwohner großen Gemeinde – auch wegen der neuen Calis­the­nics-Anlage und dem Kinder­spiel­platz.

Auch Nach­hal­tig­keit spielte bei Planung und Bau des Unidad Depor­tiva Zana­tepec eine wich­tige Rolle. Die lang­le­bigen Mate­ria­lien, wie der pigmen­tierte Beton und die leichten Metall­struk­turen, erfor­dern wenig Wartung und sind wider­stands­fähig gegen die klima­ti­schen Bedin­gungen der Region. Dies trägt zu einer ressour­cen­scho­nenden und lang­fris­tigen Nutzung der Anlage bei.

Das alles stärkt das Gemein­schafts­ge­fühl in Santo Domingo Zana­tepec und trägt zur allge­meinen Gesund­heit und Lebens­qua­lität bei.

Sport und Archi­tektur können das.

Projektdaten

Architekt

AIDIA STUDIO

Rolando Rodri­guez-Leal, Natalia Wrzask, Jose Luis Mulás, Nitze Magaña, Ernesto Pinto, Aran­zazu Sánchez, Cecilia Simón, Rodrigo Wulf

Bauherr

SEDATU

Eröffnung

2024

Adresse

Unidad Depor­tiva Zana­tepec
Nacional 3, 3ra
70160 Santo Domingo Zana­tepec
Oax
Mexiko

Fotos

AIDIA STUDIO

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Oyter Berg

Das Stadion “Oyter Berg” in Vechta

Neue Heimat

 

 

PS+ Planung von Sportstätten

Sportvereine fördern die Gesundheit, stärken den Gemeinschaftssinn und unser aller Miteinander. Das hat auch die niedersächsische Stadt Vechta erkannt und in den vergangenen Jahren umfangreich in die Modernisierung und Neustrukturierung ihrer Sportanlagen investiert.

Dazu wurden zunächst vier Sportstätten im Rahmen einer Konzeptstudie untersucht. Neben dem „Oyter Berg“ wurden zwei weitere Anlagen modernisiert und neu strukturiert, eine wurde aufgegeben.

Sowohl die Studie als auch, nach euro­pa­weiter Ausschrei­bung, die Planung und Ausfüh­rung stammt von PS+ Planung von Sport­stätten.

Am Oyter Berg

Zu den moder­ni­sierten und neu struk­tu­rierten Anlagen gehört das Vereins­ge­lände des VfL Oythe, der „Oyther Berg“. Das Herz­stück der Anlage bildet das zwei­ge­schos­sige, kompakte Multi­funk­ti­ons­ge­bäude. Es fügt sich bestens an einen bereits bestehenden Baukörper mit vier Umkleiden an.

Seine zentrale Lage sorgt für kurze Wege und gute Sicht­be­zie­hungen zu den Spiel­fel­dern. Außerdem verfügt es über eine über­dachte Tribü­nen­an­lage mit 400 Sitz­plätzen und weiteren Steh­plätzen.

In der anthra­zit­far­benen Fassade, den roten Fassa­den­platten und den roten Tribü­nen­sitzen finden sich die Vereins­farben des Bezirks­li­gisten VfL Oythe wieder. Dieses Farb­kon­zept wurde auch im Gebäu­de­inneren umge­setzt. Hier befinden sich neben der Geschäfts­stelle, Bespre­chungs­räumen und Kiosken sechs große Umklei­de­räume sowie zwei Schieds­rich­ter­um­kleiden.

Das groß­zügig bemes­sene Vereins­heim mit eigener Küche befindet sich im OG und bietet, inklu­sive Terrasse, beste Sicht aufs Haupt­spiel­feld.

Neben dem Haupt­spiel­feld entstanden zwei weitere Groß­spiel­felder und ein Park­platz mit über 150 Park­plätzen.

Zukunftsfähigkeit

Auch die tech­ni­schen Anlagen des Oyter Berg zeugen von plane­ri­scher Weit­sicht.

Eine Luft/­Wasser-Wärme­pumpe regu­liert die Fußbo­den­hei­zung und sorgt für den nach­hal­tigen Betrieb des Neubaus. Sämt­liche tech­ni­schen Anlagen werden über eine zentrale Einheit gesteuert.

Die Beleuch­tung erfolgt über modernste LED-Technik mittels Präsenz­steue­rung. Über das gesamte Funk­ti­ons­ge­bäude erstreckt sich ein rund 1.330 m² großes Stahl­dach­trag­werk, das zukunfts­wei­send für die Aufnahme einer Photo­vol­taik-Anlage dimen­sio­niert wurde.

Alle Spiel­felder sind mit LED-Flut­licht­an­lagen und statio­näre Bereg­nungs­an­lagen ausge­stattet. Beide Maßnahmen zusammen sorgen für fast unein­ge­schränkte Nutz­bar­keit der Spiel­felder.

Mehr geht nicht

Wenn Konzept­stu­dien zu dem Ergebnis kommen, dass eine Sport­an­lage geschlossen werden sollte, ist in der Regel erheb­li­cher Wider­stand seitens der nutzenden Vereine zu erwarten.

In Vechta ist es PS+ Planung von Sport­stätten dagegen gelungen, struk­tu­relle Neuord­nung mit archi­tek­to­ni­scher und funk­tio­naler Qualität zu verbinden – und die Vereine mit ins Boot zu holen. Das ist gar nicht so einfach.

Der Oyter Berg wurde im Juni 2024 eröffnet und am 12. Juli mit einem Spiel gegen Preußen Münster einge­weiht. Vorher wurde die Vereins­fahne am alten Platz an der Hasen­weide feier­lich einge­holt – mehr geht eigent­lich nicht.

Mehr über die Sport­ent­wick­lung in Vechta und die beiden anderen neuen Sport­an­lagen „Am Berg­keller“ und das Univer­si­täts­sport­ge­lände folgt sehr bald.

Projektdaten

Architekt

PS+ Land­schafts­Ar­chi­tektur
Katha­ri­nen­straße 31,
D — 49078 Osna­brück

Bauherr

Stadt Vechta

Eröffnung

2024

Adresse

Stadion Am Oyther Berg
Oythe 25
D — 49377 Vechta

Fotos

Axel Hart­mann

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Französische Schule Rangun

Tribüne der internationalen französischen Schule von Rangun

Bambus-Brutalismus

 

 

Blue Temple

Die Tribüne der internationalen französischen Schule von Rangun passt wunderbar in ihre Umgebung, verwendet nachhaltige Materialien und bietet bemerkenswerte Details.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Bambus

Die inter­na­tio­nale fran­zö­si­sche Schule von Rangun (Lycée Fran­çais Inter­na­tional de Rangoun), der größten Stadt von Myanmar, verfügt über eine beacht­liche Anzahl an sport­li­chen Ange­boten, darunter auch ein Groß­spiel­feld.

Was bisher fehlte, war eine Über­da­chung der Zuschau­er­plätze, die nicht nur Schatten spendet und vor Regen schützt, sondern auch für Veran­stal­tungen am Abend geeignet ist.

Hier kamen die Planer von Blue Temple ins Spiel, und mit ihnen das wunder­bare Mate­rial Bambus.

Parallaxen

Idee und Entwurf basieren auf mehreren Schlüs­sel­fak­toren des Stand­orts. Das Gesamtraster der Struktur wurde so ange­passt, dass das unge­hin­derte Fließen des Verkehrs, die Ausrich­tung auf die vorhan­denen Wege im Garten, die Form der Grün­flä­chen und die Zugäng­lich­keit gewähr­leistet ist.

Das Dach und sein Über­stand wurden so gestaltet, dass die Tribüne das ganze Jahr über optimal über­dacht ist. Da der der Struktur zuge­wie­sene Raum linear ist, bot sich hier die Gele­gen­heit, mit Paral­la­xen­ef­fekten zu spielen. Die beiden Säulen­reihen wurden so gegen­ein­ander verschoben, dass ein rauten­för­miges Raster entstand.

Neobrutalismus

Nach den Worten der Planer wünschte die Schule eine Inter­ven­tion im Stile des „Bambus-Neobru­ta­lismus“, „eine wünschens­werte, passende Form für ein Sport­zen­trum“, weil sie die geome­tri­schen Formen der Spiel­li­nien akzen­tu­iert.

Die vorge­fer­tigten Stahl­fun­da­mente wurden speziell entworfen, um der Struktur ein Gefühl von Leich­tig­keit und Eleganz zu verleihen. Die Farben wurden sorg­fältig ausge­wählt, um den natür­li­chen Gelbton des Bodens zu betonen.

Brutal oder nicht: Die Tribüne der inter­na­tio­nalen fran­zö­si­schen Schule von Rangun passt wunderbar in ihre Umge­bung, verwendet nach­hal­tige Mate­ria­lien und bietet bemer­kens­werte Details.

Fotos

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Projektdaten

Architekt

Blue Temple
Raphaël Ascoli

Bauherr

Lycée Fran­çais Inter­na­tional de Rangoun

Eröffnung

2024

Adresse

Lycée Fran­çais Inter­na­tional de Rangoun
6 Ou Yin St, Yangon
Myanmar

Fotos

Nyan Zay Htet

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Flying Tops Arenas

Flying Tops Arenas 

Come together

 

 

People’s Architecture Office

Die Flying Tops Arenas sind ein schönes Beispiel für die vielfältigen Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Freilufthallen — unter schwierigen Rahmenbedingungen.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Top-Spinning

Auch in der eher armen südwest­li­chen chine­si­schen Provinz Yunnan weiß man um die Bedeu­tung des Sports für die gesell­schaft­liche und soziale Entwick­lung. Daher entstanden hier im Früh­jahr 2023 mit den Flying Tops Arenas gleich zwei Frei­luft­hallen, die den Menschen Ange­bote für eine sinn­volle Frei­zeit­be­schäf­ti­gung machen.

Die Flying Tops Arenas sind von der Sportart inspi­riert, die sie beher­bergen: Top-Spin­ning. Das ist ein alter chine­si­scher Wett­kampf­sport, der in den indi­genen Gemein­schaften der Region Yunnan tief verwur­zelt ist und über 4.000 Jahre zurück­reicht.

Die beiden Frei­luft­hallen entstanden in Baima Village und in Qingkai Village. Geplant haben sie das People’s Archi­tec­ture Office, Bauherr waren die Leping Foun­da­tion und die Star­bucks Foun­da­tion.

Freilufthallen

Jede der beiden Arenen ist auf die Land­schaft des jewei­ligen Stand­orts abge­stimmt. Beide Dörfer liegen in den Bergen nahe Tibet, für beide Projekte ist der offene, land­schafts­be­zo­gene Typus der Frei­luft­halle eine wunder­bare Lösung.

Die Flying Tops Arena in Baima Village wurde am tiefsten Punkt des Dorfes plat­ziert, damit sie von jedem Haus­halt aus gesehen werden kann. Jeder Dorf­be­wohner kann jede Akti­vität in der Halle wahr­nehmen und sich dazu entschließen, daran teil­zu­nehmen.

Die Dach­ebenen bewegen sich in einer abstei­genden Bewe­gung auf die darunter liegenden Kaffee­felder zu und schaffen eine visu­elle Verbin­dung zur umge­benden Land­schaft. Im Inneren wieder­holen sich die Dach­ebenen nach oben in Rich­tung der Top-Spin­ning-Würfe und verstärken die Geräu­sche der Spieler und Zuschauer, die über das Tal schallen.

Landschaft

Die Flying Tops Arena des Dorfes Qinkai liegt an einem Hang an der Haupt­straße und lädt die Dorf­be­wohner ein, sich zu treffen, Kontakte zu knüpfen – und natür­lich zu trai­nieren.

Die größere der beiden Dach­ebenen der Arena fällt in dieselbe Rich­tung wie die Land­schaft ab. Die klei­nere Ebene, die den Zuschau­er­be­reich abdeckt, hebt sich in die entge­gen­ge­setzte Rich­tung und gibt den Blick auf die atem­be­rau­bende Berg­ku­lisse frei, wodurch auch hier die Natur in das Sport­erlebnis inte­griert wird.

Flying Tops Arena Baima Village

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Alkohol

Über den reinen Sport hinaus dienen beide Arenen als Kata­ly­sa­toren für die soziale Inter­ak­tion in der Gemein­schaft. Tägliche Spin­ning-Akti­vi­täten haben über­mä­ßigen Alko­hol­konsum einge­dämmt und eine gesün­dere Frei­zeit­ge­stal­tung geför­dert.

Außerdem haben sie den Bewoh­nern die Möglich­keit eröffnet, für regio­nale und provin­zi­elle Veran­stal­tungen zu trai­nieren, was den Austausch über die Dorf­grenzen hinaus fördert.

Abgelegen

Aufgrund der abge­le­genen Lage beider Dörfer wurden sämt­liche Bauma­te­ria­lien von einem Geschäft am Fuße des Berges bezogen.

Die Arenen sind etwa 26 m lang, 18 m breit und 6 m hoch und bestehen aus den in der Gegend übli­chen Stahl­fach­werk­kon­struk­tionen, die von den Dorf­be­woh­nern selbst gebaut wurden.

Außergewöhnlich

Die Flying Tops Arenas sind ein schönes Beispiel für die viel­fäl­tigen Gestal­tungs- und Nutzungs­mög­lich­keiten von Frei­luft­hallen.

Hier stehen sie als Symbole für kultu­relles Erbe und gemein­schaft­li­chen Zusam­men­halt. Sie bieten Raum für Tradi­tion und gesundes Enga­ge­ment im Herzen des länd­li­chen Yunnan im Einklang mit der Natur – und sie sind ein Beispiel für einfalls­rei­ches Bauen unter schwie­rigen Bedin­gungen.

Flying Tops Arena Qingkai Village

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Projektdaten

Architekt

People’s Archi­tec­ture Office
James Shen, He Zhe, Zang Feng, Li Qiuyuan, Wang Cheng­chen

Eröffnung

2023

Fotos

People’s Archi­tec­ture Office

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Baustelle

Video

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Zweifeld-Freilufthalle Bocholt

Zweifeld-Freilufthalle Bocholt

Die Zukunft

Dieses Projekt hat Signalwirkung weit über Bocholt hinaus, denn es ist die erste Zweifeld-Freilufthalle in Deutschland. Die enge Verzahnung von Sport und Spiel dient schon jetzt als Vorbild für andere Vereine und Sportstätten.

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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Tenne war gestern

Auf einem ehema­ligen Tennen­platz in Bocholt entstand im Früh­jahr 2024 eine ausge­spro­chen viel­sei­tige Zwei­feld-Frei­luft­halle: Neben der schon „klas­si­schen“ Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­belag, die für Ball­sport­arten genauso gut nutzbar ist wie für Tanz­gruppen, entstand ein über­dachter Spiel­platz.

Diese Kombi­na­tion aus Sport und Spiel trägt nicht nur dem viel­sei­tigen Anspruch der „Turner und Ball­spieler Bocholt 1907“ Rech­nung, es dürfte sich auch um die erste und rich­tungs­wei­sende Zwei­feld-Frei­luft­halle auf deut­schem Boden handeln.

Die Planung stammt von Kempkes & Storm,  gebaut wurde die Halle von McArena.

Heute zählt Vielfalt

Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in zeit­ge­mäße Ange­bote trans­for­miert, die den Zielen des Vereins entspre­chen und möglichst den gesamten Stadt­teil akti­vieren und attrak­ti­vieren.

Entschei­dend ist die Viel­falt: Gemeinsam mit der Zwei­feld-Frei­luft­halle entstanden ein Kinder­spiel­platz mit Nied­rig­seil­garten, eine Calis­the­nics­an­lage und ein Toilet­ten­häus­chen. Damit haben die TuB Bocholt ihr ohnehin üppiges Angebot mit zahl­rei­chen Spiel­fel­dern, Gymnas­tik­hallen und Tennis­plätzen entschei­dend verfei­nert, denn Frei­luft­hallen spre­chen alle Nutzer­gruppen an.

Und frische Luft

Frei­luft­hallen sind ein komfor­ta­bler und wirt­schaft­li­cher Hybrid aus Sport­platz und Sport­halle. Sie bieten eine über­dachte Sport­fläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Damit sind sie so viel­seitig wie die Sport­parks, deren Zentrum sie bilden. In Bocholt sind neben vielen Ball- und Rück­schlag­sport­arten auch Tanzen, Fitness, Gesund­heits­sport oder Yoga ganz­jährig möglich. Für Kinder­ge­burts­tage, Vereins- und Fami­li­en­feiern oder Firmen-Events eignen sich die Hallen natür­lich auch.

Fotos

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Für alle da

Die Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­belag kann auch von Externen gebucht werden. Eine auto­ma­ti­sche Steue­rung lässt dann das Licht zu den gebuchten Zeiten an- und im Anschluss wieder ausgehen. Darüber hinaus verfügt die Halle über vier Funi­no­tore (wie vom DFB empfohlen), eine Anzei­gen­tafel und eine Audio­an­lage. Durch Drücken der Tortaste im Torpfosten lässt sich der Spiel­stand aktua­li­sieren, während Musik und Audios ganz einfach über Smart­phone oder Tablet gesteuert werden können.

Ein weiteres High­light sind die Laser-Geräte zur Messung der Torschüsse. Die Ergeb­nisse werden auf der Anzei­gen­tafel wieder­ge­geben.

Meilenstein

Die neue Zwei­feld-Frei­luft­halle der TuB Bocholt 1907 ist ein Meilen­stein in der Entwick­lung dieses Tradi­ti­ons­ver­eins, insbe­son­dere für den Brei­ten­sport und den Nach­wuchs­be­reich.

Beson­ders ist auch die Gemein­sam­keit, mit welcher der Verein und die Stadt Bocholt das Projekt voran getrieben haben. Das ist auch ein Grund dafür, dass verschie­dene Förder­pro­gramme einge­flossen sind. So wurden die Frei­luft­halle durch städ­ti­sche Mittel und Förder­mittel des Bundes und des Landes NRW im Rahmen des Förder­pro­gramms „Inves­ti­ti­ons­pakt zur Förde­rung von Sport­stätten“, die Nied­rig­seil­garten durch das Programm „Moderne Sport­stätte 2022“ und die Calis­the­nics Anlage vom LSB.NRW („Inno­va­tive Outdoor­pro­jekte“) unter­stützt.

Signalwirkung

Das Projekt hat darüber hinaus Signal­wir­kung weit über Bocholt hinaus, denn es ist die erste und bisher einzige so viel­sei­tige Zwei­feld-Frei­luft­halle in Deutsch­land. Die enge Verzah­nung von Sport und Spiel, von Ange­boten sowohl für Kinder als auch für ihre Eltern (oder andere Erwach­sene) zeugt von Inno­va­ti­ons­geist und dient schon jetzt als Vorbild für andere Vereine und Sport­stätten: kompakte, wetter­ge­schützte und kosten­güns­tige Infra­struktur für Sport und Spiel mit opti­malen Bedin­gungen für die Akteure jedes Alters.

Mit anderen Worten: die Zukunft.

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Projektdaten

Planung

Kempkes & Storm
Archi­tekten GmbH
Up de Dohre 13
D — 46399 Bocholt

Freilufthallen

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D — 71522 Back­nang 

Verein & Adresse
TuB Bocholt 1907 e.V.
Lowi­cker Str. 19C
D — 46395 Bocholt
Eröffnung

2024

Fotos

McArena GmbH
Kempkes & Storm
TuB Bocholt 1907 e.V.

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Feldhockeystadion der Asian Games

Das Feldhockeystadion der Asian Games 2023

Skulptur aus Beton

 

 

Archi-Tectonics, Thornton Tomasetti Engineers, !Melk 

Für die 19. Asian Games 2023 in Hangzhou wurden zwölf Wettkampfstätten neu gebaut. Eins davon ist das skulpturale Feldhockeystadion.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Landschaftsskulptur

Bedeckt von einem 125 Meter langen, frei tragenden Flügel­dach ist Archi-Tecto­nics’ Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games im Hang­zhou Asian Games 2023 Park auch eine Art Skulptur in der Land­schaft.

Fünf Meter tief in das Gelände einge­bettet, scheint dieses Stadion aus der Land­schaft hervor­zu­treten und öffnet sich seiner Umge­bung als durch­läs­siges und skulp­tu­rales Element im Park.

Atrium

Als inte­graler Bestand­teil der Land­schaft vermit­telt das 5.000 Sitz­plätze umfas­sende Stadion die unter­schied­li­chen Höhen von Zuschauern und Spiel­feld. Durch ein geräu­miges Glasatrium mit 35 Meter hohen Decken gelangen die Zuschauer zu ihren Plätzen, die sich unter ihnen öffnen.

Im Grund­riss nehmen das Dach und das Spiel­feld die Form von zwei sich über­schnei­denden Ovalen an, die – nach den Worten der Archi­tekten – dem Samen des Lebens ähneln.

Spannung

Die Mate­ria­lität und Struktur des Dachs wurden sich von den tradi­tio­nellen Meinong-Ölpa­pier- und Bambus­schirmen inspi­riert. Es über­spannt die gesamte Distanz in einem Zug. Ein einziger geschwun­gener Balken hält das Dach zusammen und das Netz unter Span­nung.

Das Dach schwebt knapp über dem Gebäude und erzeugt einen natür­li­chen Luftzug, der kühle Luft in den Zuschau­er­raum bringt.

Trgawerk

Der Ring, der das Sonnen­dach umgibt, wird von vier massiven skulp­tu­ralen Beton­ele­menten gehalten. Die Beton­wi­der­lager halten die Struktur nicht aufrecht, sie verleihen ihnen aller­dings Gewicht und halten die gesamte Konstruk­tion unter Span­nung.

Die Planer von Archi-Tecto­nics  haben eng mit dem Trag­werks­in­ge­nieur Thornton Toma­setti zusammen gear­beitet, um schließ­lich eine Struktur zu errei­chen, die die freie Spann­weite des Feld­ho­ckey­sta­dions der Asian Games ermög­licht.

BIM

Das gesamte Gebäude wurde zunächst in 3D model­liert und auf allen Ebenen inte­griert – von der Baustel­len­ver­wal­tung über Mate­ri­al­flüsse, Budget­über­le­gungen bis hin zu Detail­lie­rungen. Es ist damit das erste Projekt in China, das voll­ständig in BIM koor­di­niert und dafür ausge­zeichnet wurde.

Eine einfache Form, deren Umset­zung aller­dings beacht­liche Inge­nieurs­leis­tungen erfor­derte.

Schwamm

Die Ortbe­ton­struktur öffnet sich zu einem Eingangs­po­dium mit einer geschwun­genen Glas­lobby, die unter der abfal­lenden Form der Tribünen verborgen ist. Neben den Feld­ho­ckey­spielen soll das Stadion auch Outdoor-Film­vor­füh­rungen, Konzerte und andere Veran­stal­tungen beher­bergen.

Die umge­bende Land­schaft, entworfen von !Melk, folgt einem nach­hal­tigen Schwamm­stadt-Ansatz. Das Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games soll nun, nach den Spielen, eine kultu­relle Funk­tion für die Nach­bar­schaft bekommen.

Projektdaten

Architekt

ARCHI-TECTONICS NYC, LLC
111 John Street #700
New York
US — NY 10038 

Tragwerk

Thornton Toma­setti Engi­neers
120 Broadway
New York
US — NY 10271–0016

Landschaftsplaner

!melk
111 John Street, Suite 2650 
New York
US — NY 10038

Eröffnung

2022

Fotos

SFAP Shanghai

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Stade Yves-du-Manoir

Stade Yves-du-Manoir in Colombes

Wahrzeichen

 

 

OLGGA, Celnikier & Grabli Architectes

Alle 100 Jahre finden im Stade Yves-du-Manoir in Colombes Olympische Spiele statt. Da kann man sich schon was gönnen – zum Beispiel Architektur von OLGGA.

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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Alle 100 Jahre: Olympia

Erbaut für die Olym­pi­schen Spiele im Jahr 1924, ist das Stade Yves-du-Manoir in Colombes, einem Vorort von Paris, ein Wahr­zei­chen in der Geschichte des fran­zö­si­schen Sports. Das Stadion war Austra­gungsort zahl­rei­cher sport­li­cher Ereig­nisse, insbe­son­dere der Olym­pi­schen Sommer­spiele 1924, vieler Spiele der fran­zö­si­schen Rugby-Natio­nal­mann­schaft und dem Rugby­club Racing 92. Ein Jahr­hun­dert später wird das Stadion die Feld­ho­ckey-Wett­be­werbe der Olym­pi­schen Spiele Paris 2024 ausrichten.

Aus diesem Anlass wurde die gesamte Sport­an­lage neu gestaltet. In Zusam­men­ar­beit mit Celni­kier & Grabli Archi­tectes wurde das Stadion entwi­ckelt und besteht aus 10 Spiel­fel­dern und zwei Gebäuden, von denen eines für Fußball und Rugby von OLGGA entworfen wurde.

Hochwasser

Der Master­plan ordnet, ratio­na­li­siert und sichert den Betrieb des Stade Yves-du-Manoir und seine sport­li­chen Akti­vi­täten. Die Spiel­felder und Gebäude sind so geplant, dass sie das Grund­stück gleich­mäßig belegen, insbe­son­dere das Zentrum der Anlage. Einrich­tungen, die demselben Sport zuge­ordnet sind, wurden grup­piert. So entstanden vier verschie­dene Bereiche mit Frei­räumen an den Rändern. Dabei handelt es sich um privi­le­gierte Stand­orte mit außer­ge­wöhn­li­cher Natur und Biodi­ver­sität.

Das Grund­stück befindet sich in einer poten­zi­ellen Hoch­was­ser­zone und ist klima­ti­schen Schwan­kungen unter­worfen. Daher wurde der Baukörper mit den Umklei­de­räumen und Sport­ein­rich­tungen im Erdge­schoss auf Stelzen gestellt.

Baumstämme

Die Sport­an­lagen sind entlang einer Achse ange­ordnet, die das Gelände von Norden nach Süden durch­quert. Jede Einrich­tung befindet sich so nah wie möglich am Spiel­feld, dem sie zuge­ordnet ist.

Die markante Lage des Gebäudes im Gelände steht im Kontrast und im Kontakt zur Land­schaft. Schlichte, saubere und raffi­nierte Volumen verleihen dem Stade Yves-du-Manoir eine Wirkung, die seinen Maßstab betont. Das Erdge­schoss ist mit Baum­stämmen unter­schied­li­cher Durch­messer verkleidet, die eine dicke Fassade mit einem leben­digen und zufäl­ligen Muster bilden. Ein schwe­bendes Volumen in anthra­zit­far­bener Metall­ver­klei­dung, die Tribüne darüber, öffnet sich nach Osten und rahmt das Haupt­spiel­feld ein.

Trotz seiner 250 Meter Länge wirkt die Archi­tektur wohl­tuend zurück­hal­tend und unter­stüt­zend.

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Krone

Die lang­le­bige und gegen Wasser wider­stands­fä­hige Beton­struktur des Erdge­schosses geht darüber in eine Holz­kon­struk­tion über. Diese ist sichtbar und umschließt die Tribüne, wodurch ein einheit­li­cher Raum mit warmer Atmo­sphäre entsteht. Die perfo­rierte Stahl­fas­sade ermög­licht den Blick auf die west­lich gele­genen Spiel­felder und stellt für die Besu­cher den visu­ellen Kontakt mit dem gesamten Gelände wieder her.

Die riesige Dach­ter­rasse setzt dem Stade Yves-du-Manoir die Krone auf – und schafft eine ganz enge Bezie­hung zwischen Mensch und Land­schaft. Zugäng­lich und bepflanzt, bietet sie eine schwe­bende Prome­nade und die Höhe, um die benach­barten Räume und Flächen neu zu entde­cken. Inten­sive Bepflan­zung trägt zum ther­mi­schen Komfort, zur Regen­was­ser­re­ten­tion und zur Entwick­lung der Biodi­ver­sität bei.

Projektdaten

Eröffnung

2023

Adresse

Stade Yves-du-Manoir
12 Rue Fran­çois Faber
F — 92700 Colombes

Fotos

Stephane Abou­daram
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