Es Puig d’en Valls

Let the sun shine in

Sportzentrum Es Puig d'en Valls

OMCEA Arquitectura

Eigentlich

Eigentlich sollten nur die beiden Hartplätze des Sportzentrums Es Puig d’en Valls auf Ibiza überdacht werden, um die Sportler vor der manchmal zu großen Hitze auf der Insel zu schützen. Außerdem sollte die Erschließung und Wegeführung der Gesamtanlage neu gestaltet werden. Dazu gehören neben der neuen Halle auch ein Großspielfeld und eine Tennisanlage.

Während der Realisierung erhielt MCEA Arquitectura den Auftrag, neben der bloßen Überdachung auch eine Hülle zu entwickeln, um die ganzjährige Nutzbarkeit der beiden Plätze sicher zu stellen. Die Architekten wollten keine geschlossene Halle bauen, sondern die klimatischen Vorteile der Insel so weit wie möglich nutzen. Das Hauptziel des Entwurfs war es daher, Innen- und Außenraum zu verschmelzen und gleichzeitig den Charakter der Sportanlage zu bewahren.

Die Sonne Ibizas

Bei der Arbeit an der Überdachung der Außenplätze von Es Puig d’en Valls entdeckten die Architekten die Kraft und Intensität der Farben und Schattierungen, welche die Sonne vom Aufgang bis zum Untergang auf das Gebäude projiziert. Diese Qualität wollten MCEA Arquitectura auf keinen Fall verlieren. Die Sonne Ibizas sollte erlebbar bleiben, ohne allerdings den Sport weiterhin zu behindern. Eine Mischform zwischen offener und geschlossener Fassade sollte her.

Die Plätze wurden und werden vor allem für Basketball und Handball benutzt, die hier beheimaten Teams sollten natürlich nicht verprellt werden.

Sechs Fassaden

Um den Lauf der balearischen Sonne und die daraus resultierende permanente Veränderung zwischen Innen und Außen angemessen darzustellen, arbeitete MCEA Arquitectura für Es Puig d’en Valls mit sämtlichen Oberflächen des Gebäudes.

Die vier Außenwände werden durch die Kombination von geschlossenen, weiß verputzten Flächen und offenen Ziegel-Gittersteinen charakterisiert. Sie garantieren das eigentliche Spektakel, denn sie lassen nicht nur das wandernde Licht, sondern auch das Wetter hinein.

Das Sheddach wurde mit gewelltem Aluminium gedeckt, welches das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig lassen die Öffnungen Licht einfallen.

Wird das Dach gerne mal als fünfte Fassade eines Gebäudes bezeichnet, so ist der Fußboden hier die sechste. Die Spielfelder wurden in dem Blau gestaltet, das in der balearischen Landschaft so vielfältig vorhanden ist.

Vier Himmelsrichtungen

Der Hauptzugang liegt im Süden. Nach Westen orientiert sich die Halle an einer horizontalen Mauer, die einen an das Grundstück grenzenden Bach fasst. Diese klare Kante setzt sich in der Nordfassade fort. Im Osten und im Westen wird die Linearität aufgebrochen: Hier werden die Fassaden durch klar definierte, zum Teil offene und zum Teil geschlossene Felder bestimmt.

Die Ziegelfassade schützt nicht nur vor Regen. Mit ihrem Öffnungsanteil von satten 43% lässt sie auch viel Licht und Luft in die Halle. Die Oberlichter im Sheddach sorgen für zusätzliches, blendfreies Licht.

Eine enge Beziehung

Das Sportzentrum Es Puig d’en Valls bietet viele ungewöhnliche Ideen für eine eigentlich profane Bauaufgabe. Die enge Beziehung zwischen Innen und Außen ermöglicht die optimale Nutzung der klimatischen Bedingungen. Das System der natürlichen Belüftung und Beleuchtung führt darüber hinaus zu einem Energieverbrauch, der nahe Null liegt.

Das wechselnde Licht und die Komposition aus transparenten Fassadenflächen und geschlossenem Mauerwerk geben dem an sich großen und strengen Baukörper eine geradezu heitere Dynamik – keine schlechten Eigenschaften für eine Sporthalle, schon mal gar nicht auf so einer schönen Insel.

PROJEKTDATEN

Architekt

MCEA | Arquitectura
Avda. Teniente Montesinos, 8, Bajo. 30100
Murcia
Spanien

Bauherr

Kommune Es Puig d’en Valls

Team

Tragwerk: QL Ingeniería
Vermessung: María José González Vicente
Bauleitung: José María López Llaquet
Bauunternehmen: TECOPSA

Standort

Es Puig D’en Valls.
Santa Eulària des Riu
Ibiza
Spanien

Luftbild

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Eröffnung

2017

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Fotograf

David Frutos
Fotografía de Arquitectura

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PLÄNE

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About

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Fitnessstudio Dashte Noor

Let’s get physical

Fitnessstudio Dashte Noor

Das Fitnessstudio Dashte Noor ist eines der Freizeitangebote im gleichnamigen Wohn- und Erholungskomplexes im Norden Irans, in der Provinz Māzandarān. Der Bauherr wünschte sich zwei verschiedene, voneinander getrennte Hallen, allerdings in einem Gebäude und unter einem Dach. Das Ergebnis ist ein Gebäude von ausgesprochen dynamischer Form, das sich sehr um die Integration mit seiner Umgebung bemüht.

Die Gegend ist mit durchschnittlich 123 Einwohnern pro km² nicht so dicht besiedelt, daher bietet auch das Grundstück des Fitnessstudios Dashte Noor einen attraktiven Ausblick in Richtung Wald, grüner Hügel und blauem Himmel. Das Grundstück ist geschwungen. Der Baukörper macht sich dies zunutze und erhebt sich sanft, aber dynamisch.

Architekt

Narges Nassiri

Team

Mohsen Ghomi, Mohammad reza Mosavi, Keyvan Amidpoor

Bauherr

Dashte noor

Autor

Narges Nassiri

Fotograf

Shahriyar Mazaheri

Adresse

Mazandaran
Iran
Grundrisse

Die riesigen Panoramafenster in beiden Ebenen machen das Fitnessstudio Dashte Noor unverwechselbar. Gleichzeitig bietet ein solches Fenster prächtige Ausblicke beim Sport treiben und holt das Tageslicht hinein. Nach Meinung der Architektin Narges Nassiri spiegelt sich hier der Himmel. Die sonstige Fassadengestaltung vor allem mit Holz ist ein weiterer Hinweis auf die Naturverbundenheit des Gebäudes, seiner Planer und Nutzer.

Das Fitnessstudio Dashte Noor befindet sich auf einem nur knapp 750 m² großen Grundstück. Das Erdgeschoss bietet auf 235 m² die Lobby, eine Halle für das Fitnesstraining, Umkleidebereich mit Sanitärtrakt und eine Bar. Das Obergeschoss ist 170 m² groß. Dort gibt es eine weitere Halle mit angeschlossenem Umkleide- und Sanitärbereich – dazu auch hier eine Bar mit Lounge.

Die Konstruktion des Gebäudes besteht aus den beiden Längswänden, die von Osten nach Westen ausgerichtet sind. Sie bewegen sich in einer Kurve bewegen und tragen den 9 Meter langen Ausleger über dem Eingangsbereich.

Sporthalle der Dunalastair British School

Anmutig und elegant

Sporthalle der Dunalastair British School

Dunalastair

Die Sporthalle der Dunalastair British School ist Teil des Schulkomplexes in der Gemeinde Peñalolén im Großraum von Santiago de Chile, die sich durch eine traditionelle, inzwischen leicht verstädterte ländliche Gegend auszeichnet. Hier leben knapp 240.000 Menschen.

Mrs. Ada Crew gründete Dunalastair (Alexander’s Fort) im Jahr 1937 als zweisprachige Schule. Der Name der Schule leitet sich von der früheren Residenz und einem Friedhof der Häuptlinge des Clan Donnachaidh in Perthshire, Schottland, ab. Der Clan ist einer der ältesten Schottlands. Sein Name (Sons of Duncan) geht auf den König zurück, der, zumindest in der Shakespeare’schen Überlieferung, von Macbeth ermordet wurde. Das Motto des Clans, „Virtutis Gloria Merces“, ist das Motto der Schule seit ihrer Gründung und bedeutet, dass Ruhm die Belohnung für Tapferkeit ist.

Programm

Gewünscht war eine Mehrzweckhalle, die hauptsächlich für den Sportbetrieb, aber auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen geeignet ist. Die Sporthalle der Dunalastair British School umfasst auf einer Gesamtfläche von 22.300 m² neben der multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsfläche Tribünen für 300 Zuschauer, Umkleideräume, Lagerräume und einen Erste-Hilfe-Raum.

Die Halle wurde auf einem Grundstück mit einer Neigung von 7% errichtet, was in Anbetracht der Größe des Gebäudes zu einem beträchtlichen Höhenunterschied führt.  Aus diesem Grund wurde die Sporthalle der Dunalastair British School beträchtlich eingegraben, um die volumetrische Belastung im Verhältnis zur umgebenden Landschaft zu reduzieren.

Architekt

Dumay Arquitectos
Patricio Schmidt C.
Alejandro Dumay C.

Team

María Pía Salas O., Manuel Gumucio P., Cristián Tello S.

Bauherr

Dunalastair British School

Eröffnung

2013

Autor

Dumay Arquitectos

Fotograf

AryehKornfeld K.

Adresse

Av. Quilín 8669
Penalolen, Peñalolén
Región Metropolitana
Chile

Luftbild

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Konstruktion

Die Stahlbetonkonstruktion ist an beiden Enden des Baukörpers vollflächig mit Ziegeln verkleidet und vermittelt dort einen hermetisch verschlossenen Eindruck. Das ist auch funktional verständlich, denn dahinter liegen die Bühne, Toiletten und Lagerräume an dem einem Ende und die Umkleideräume an dem anderen.

Zwischen den beiden Ziegelflächen besteht die so eingerahmte Eingangsfassade aus viel Glas, wodurch nicht nur Tageslicht hinein kommt, sondern auch ein wunderbarer Blick von außen in die abgesenkte Halle möglich wird. Dieser Zugang ist direkt mit der Schule verbunden.

Licht

Eines der Hauptziele war es, natürliches Licht möglichst in alle Räume der Sporthalle der Dunalastair British School eindringen zu lassen und so den Energieverbrauch zu reduzieren.  Dies wurde durch die expressiven verschiedene Deckenebenen erreicht, wobei Metallbinder mit einer Höhe von zwei Metern und einer Länge von 28 Meter als Gauben verwendet wurden. Die resultierende Geometrie dieser Struktur verbessert die Akustik des Raumes und sorgt gleichzeitig für eine größere räumliche Amplitude.

Akustik

Aufgrund der vielseitigen Nutzung des Gebäudes und der damit verbundenen Ansprüche war es wichtig, die Isolierung und Akustik durch den Innenausbau zu optimieren. Dies geschah durch MDF-Platten, furniert mit Naturholz. An der Decke wurden sie mit einem Schallschutzgewebe ausgekleidet. An den Wänden kamen Paneele mit Löchern verschiedener Durchmesser zum Einsatz, die nicht nur die Akustik verbessern, sondern auch Licht durchlassen und – wie die Gesamtkomposition der Sporthalle der Dunalastair British School – eine überaus anmutige, angenehme und inspirierende Atmosphäre erzeugen.

Fotos

Sporthalle in Dolní Břežany

Gelandet

Sporthalle in Dolní Břežany

Dolní Břežany

Dolní Břežany liegt im Westen der tschechischen Hauptstadt Prag und hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen und attraktiven Lebensraum entwickelt. Die Gemeinde hat sich sehr aktiv für die Entwicklung des öffentlichen Raums und seiner Architektur eingesetzt. Auch der an die Sporthalle angrenzende Grundschulkomplex wurde umfassend saniert und erweitert. Mit der Sporthalle in Dolní Břežany hat die Schule einen neuen Raum für den Sportunterricht erhalten, der auch von den örtlichen Sportvereinen und der Öffentlichkeit genutzt wird. Die großzügigen Abmessungen des Innenraums machen die Halle auch als Veranstaltungsort für kulturelle und gesellschaftliche Events interessant.

Konzept

Das Gebäude befindet sich am Rande eines bebauten Geländes, im Zentrum eines großen Entwicklungsgebiets. Das attraktive architektonisches Konzept und die elliptische Form der Halle wollen als Antwort auf aktuelle Anforderungen und eine unbekannte Zukunft verstanden werden. Die Sporthalle in Dolní Břežany kann Anregung und Inspiration für das weitere Wachstum der Gemeinde sein, weshalb die Anbindung an den öffentlichen Raum ebenso wichtig ist wie die Verbindung zur Grundschule.

Architekt

sporadical 
Václavská 2068/14   
120 00  Praha 2
Tschechien

Team

Aleš Kubalík, Josef Kocián, Jakub Našinec, Veronika Sávová

Bauherr

Stadtverwaltung Dolní Břežany,
5. Května 76
Dolní Břežany
Tschechien

Luftbild

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Autor

sporadical 

Fotograf

Jakub Skokan, Martin Tůma / BoysPlayNice               

Eröffnung

2017

Baukosten

5.000.000 €
Lageplan
Grundriss
Querschnitt

Form

Die Sporthalle in Dolní Břežany ist abgerundet, glatt, abstrakt und wirkt leicht außerirdisch. Die Kuppel bemüht sich um einen menschlichen Maßstab, die metallische Oberfläche spiegelt die Umgebung wider. Das Gebäude tarnt seine wirklichen Dimensionen und macht sich kleiner, als es in Wirklichkeit ist. Die breite Treppe vor der Halle, die wie das Gebäude selbst in das Gelände eingebettet ist, grenzt den öffentlichen Raum ab und schafft ein natürliches Amphitheater.

Integration

Während das äußere Erscheinungsbild der Sporthalle in Dolní Břežany sich sehr deutlich von der Schule unterscheidet, nähert sich das Innere mit einer Kombination aus weißen und grauen Flächen und Massivholz wieder an. Die Raumaufteilung trägt der Lage Rechnung. Der Eingang für die Besucher liegt fast rechtwinklig zur Straße und zum Parkplatz, das nach Westen ausgerichtete „Schiebefenster“ mit Blick auf die Stadt stellt eine Verbindung zum Schulhof her, während das nach Osten ausgerichtete Fenster einen „Blick in die Zukunft“ erlaubt – so die Architekten von sporadical aus Prag. Die Halle ist über einen Gang direkt mit der Schule verbunden.

Sporthalle

Das Herzstück der Halle ist natürlich die Sportfläche von 45 × 25 Meter, je nach Wölbung des Daches zwischen acht und neun Meter hoch und durch Trennvorhänge vertikal in drei Teile teilbar. Jedes Drittel ist mit eigenen Spielfeldmarkierungen versehen, damit drei Klassen gleichzeitig unterrichtet werden können. Die Umkleideräume mit sanitären Einrichtungen befinden sich im Erdgeschoss auf der Schulseite. Die Sprossenwand trennt sie vom Sportbereich. Büros und Technikräume befinden sich im Obergeschoss. Auf der Zuschauerseite befindet sich eine Tribüne für 250 Gäste, die sich über den Sportgeräteräumen befindet. Ein Flur verbindet die beiden Teile der Tribüne und ist an ein offenes Vestibül mit einer Snackbar angeschlossen. Das Grafikstudio Les kanců entwarf ein originelles Beschilderungssystem für die Sporthalle, bestehend aus Piktogrammen und Zahlen, die direkt auf die Sichtbetonwände gemalt wurden.

Fotos

Ecole Européenne de Strasbourg

Sport für ganz Europa

Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg

Straßburg

Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Also arbeiten viele europäische und internationale Beamte in der Stadt, für die bzw. deren Kinder ein angemessenes Bildungsangebot vorhanden sein muss. Das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg und natürlich die Schule selbst entsprechen diesem Wunsch nach einer internationalen Schule. Das Bildungsmodell der Schule, das auf einem multikulturellen Ansatz, der breiten Verwendung verschiedener Sprachen und der Betonung der Autonomie der Kinder sowie der Einbeziehung der Eltern beruht, umfasst Angebote für eine komplette Schullaufbahn vom Kindergarten bis zum europäischen Abitur.

Robertsau

Die Schule und das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg befinden sich im grünen Viertel der Robertsau, in der Nähe der europäischen und internationalen Institutionen. Fast 1.000 Kinder und Jugendliche gehen hier zur Schule. In diesem Umfeld beschloss die Stadt Straßburg die Errichtung eines offenes Sportzentrums, das den Bedürfnissen der Schüler und denen der Anwohner gerecht wird. Das Programm sah die Schaffung einer vielseitigen Sporthalle sowie einer Mehrzweckhalle vor, in der auch nichtsportliche Veranstaltungen stattfinden können.

Architekt

Dominique Coulon & associés
13 rue de la Tour des Pêcheurs 
67000 Strasbourg
Frankreich

Team

Dominique Coulon, Benjamin Rocchi
Thibaut Muller, Fanny Liénart, David Romero-Uzeda

Autor

Dominique Coulon & associés

Bauherr

Ville de Strasbourg

Baukosten

4.300.000 €

Eröffnung

2017

Luftbild

Danke, Google!

Adresse

9 rue Peter Schwarber
67000 Strasbourg
Frankreich

Fotograf

Eugeni Pons, David Romero-Uzeda
Grundrisse

Baukörper

Über die eigentlichen architektonischen und funktionalen Qualitäten des Gebäudes hinaus stellen die bauliche Form und Organisation des Sportzentrums der Ecole Européenne de Strasbourg den Dialog mit der Europäischen Schule her. Die Volumina der beiden Hallen sind voneinander getrennt und schräg zueinander angeordnet. Dies bringt die größere Halle in eine ideale Position: rechtwinklig zur Straße, am nördlichen Rand des Geländes, minimiert ihre Lage die Auswirkungen des Gebäudes auf ihre Umgebung

Eingang

Die Eingangshalle ist transparent und ermöglicht den Blick vom Vorplatz durch das Gebäude in den Wald auf der anderen Seite des Geländes. Die Funktionsbereiche beider Hallen bilden eine Art Krone, deren einzelne Bereiche wie Umkleidekabinen, Lagerflächen und Personalbereiche die beiden Säle umgeben und dabei Ausblicke sowohl nach außen als auch untereinander ermöglichen.

Fotos

Materialien

Beim Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg wurde sorgfältig mit langlebigen Materialien gearbeitet: Sichtbeton, verzinkter Stahl, Glas und Linoleum. Die Multisporthalle spielt mit den Grautönen dieser Materialien.

Licht

Das Gebäude ist Nord-Süd orientiert, die besten Voraussetzung für die Versorgung mit natürlichem Licht. Große Polycarbonatflächen erzeugen und verteilen sanftes, gleichmäßiges Licht in der gesamten Halle, ohne Blendungen in Kauf nehmen zu müssen. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Akustik gelegt: Bis etwa Augenhöhe wurden die Wände mit perforierten, farbigen MDF-Platten verkleidet. Die gesamte Decke wurde behandelt. Die zwischen den Balken platzierten Duckboard-Paneele aus verzinktem Stahl bilden eine Zwischendecke: Die technischen Elemente sind geschützt, während die Lampen die Halle beleuchten können.

Die Wärme der Eiche

Die quadratische Mehrzweckhalle ist so konzipiert, dass sie sich vom Rest des Gebäudes abhebt. Der lackierte Eichenparkettboden im Schachbrettmuster wölbt sich an der Wand nach oben, der obere Teil der Wände wurde mit Akustikputz beflockt. Die Kassettendecke wiederholt das Schachbrettmuster des Fußbodens. Die gesamte doppelte Höhe der Halle ist dunkelgrün gefärbt, was die Wärme der Eiche verstärkt.

Variationen von Grau

Je nach Lichteinfall variieren die Grau-Variationen des Projekts von milchig und rau bis transparent und reflektierend: Die Wahrnehmung verändert sich im Laufe des Tages und stellt einen wertvollen Dialog mit der Natur her. Pflanzen und die Qualität des Lichts verleihen den Räumen eine kostbare Eleganz, die das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg nicht nur in Bezug auf die Sportflächen, sondern gerade auch auf die Neben- und Aufenthaltsbereiche außergewöhnlich machen.

Temporäre Sporthalle

Der Nächste, bitte

Demontierbar und wiederverwendbar: temporäre Sporthalle in Luxemburg

Die Idee

Wenn eine Gemeinde ihre Sporthalle sanieren will, braucht sie für die Zeit der Baumaßnahme Ersatz. Wenn mehrere Hallen saniert werden sollen, müssen also mehrere teure Übergangslösungen her? Nicht, wenn man eine temporäre Sporthalle nutzt.

Die benachbarten luxemburgischen Gemeinden Lorentzeiler (knapp 4.000 Einwohner) und Strassen (8.800 EW) mussten beide ihre Sporthallen sanieren. Anstatt nun zweimal aufwendig Ersatz zu beschaffen, teilten sich beide eine verblüffend einfache Lösung:

  • Zuerst sanierte die Gemeinde Lorentzeiler ihre Halle und nutzte die temporäre Sporthalle von Neptunus.
  • Dann wurde diese temporäre Sporthalle komplett demontiert und in Strassen wieder aufgebaut.
  • Nun wurde die temporäre Sporthalle in Strassen genutzt, während die dortige Halle saniert wird.

Diese Form der Sanierung ist ausgesprochen nachhaltig und kostensparend, wenn man eine wiederverwendbare temporäre Sporthalle nutzt. Eine vorbildliche Lösung, die noch in vielen Gemeinden Schule machen kann.

Die Situation

Wie in Lorentzweiler musste auch die Sporthalle in Strassen umfassend saniert werden. Weil diese Sanierung mindestens 18 Monate dauern würde, suchte die Gemeinde Strassen eine Ausweichmöglichkeit. Die Lösung fanden die Verantwortlichen in der Nachbargemeinde – in Form der demontierbaren Sporthalle, die Neptunus dort errichtet hatte.

Die Mietdauer der temporären Sporthalle in Lorentzweiler näherte sich ihrem Ende, was für die Gemeinde Strassen eine große Chance darstellte. Die temporäre Sporthalle ist nämlich komplett demontierbar und kann wie eine Art Lego-System an einen anderen Standort transportiert und dort wieder aufgebaut werden.

Architekt

R + D Department

Bauherr

Stadt Strassen

Eröffnung

10/2017

Neptunus

Vor 80 Jahren gegründet, ist Neptunus nach wie vor ein Familienunternehmen, das für die Kreativität und Innovation seiner temporären Gebäude bekannt ist. Mit einer Zentrale in den Niederlanden und Tochterunternehmen in Großbritannien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Polen und Österreich weist Neptunus eine Erfolgsgeschichte in Bezug auf Design, Herstellung und Lieferung jeglicher Typen temporärer Gebäude auf. Insgesamt beschäftigt Neptunus mehr als 270 Mitarbeiter.

Neptunus Ltd ist eine hundertprozentige Tochter von Neptunus BV in den Niederlanden. Das Werk in Großbritannien befindet sich in Swan Valley in Northampton, wo das Unternehmen über entsprechende Büro-, Lager- und Instandhaltungsgebäude verfügt. Neptunus bietet über 450.000 Quadratmeter einer breiten Palette qualitativ hochwertiger Gebäude.

Mit den Kassettenbodensystemen bieten die flexiblen und geräumigen Gebäude ideale Lösungen für eine kurz- oder längerfristige Mietdauer. Weitere Informationen unter www.neptunus.de.

Autor

Neptunus

Fotograf

Georges Noesen

Und so geschah es

Alle Bauteile wurden von einer Gemeinde zur anderen transportiert und dort neu errichtet. Sogar die Ausführungsplanung konnte wiederverwendet werden. Die gesamte technische Gebäudeausrüstung wurde wiederverwendet: Heizung, Brandmeldeanlage, Be- und Entlüftung und Beleuchtung.

Dasselbe gilt für die sportfunktionalen Einbauten wie den Sportboden und die Sportgeräte wie Recks, Basketballkörbe oder die Anzeigetafel – optimale nachhaltige Wiederverwendung und eine kosteneffiziente Lösung für die Gemeinde.

Reibungsloser Ablauf

Bei Demontage und Wiederaufbau arbeitete Neptunus mit den gleichen Partnern zusammen, was einen reibungslosen Ablauf des gesamten Prozesses ermöglichte. Letztendlich wurde eine 720 m² große Sporthalle einschließlich Sportboden, Lärmschutzwänden, Zuschauertribüne, Lager, Umkleideräumen, Duschen und Toiletten (180 m²) abgebaut und wieder errichtet.

Trotz der Tatsache, dass es sich um eine demontierbare Halle handelt, wurden keine Abstriche an den bautechnischen Bestimmungen gemacht. Diese temporäre Sporthalle vom Typ „Flexolution“ entspricht den neuesten Energieverbrauchs- und Umweltstandards. Die verwendeten Wandplatten sichern eine optimale Akustik in der Halle.

McArena

Die immer lacht

Neue McArena Freilufthalle der SG Sonnenhof Großaspach

Jederzeit perfekte Bedingungen

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach setzt auf nachhaltiges und gesundes Wachstum und schafft hierfür weitere Sportkapazitäten. Elementarer Bestandteil ist die Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums, in das auch eine McArena Freilufthalle integriert ist.

„Die SG ist ein besonderer Verein, hat mit dem dualen Weg ein einzigartiges Konzept im Profifußball und geht außergewöhnliche Wege. Dazu gehört auch die McArena. Sie stärkt die Jugendarbeit, die uns sehr am Herzen liegt und passt absolut zu unserem Konzept.“, sagt Werner Benignus, Präsident der SG Sonnenhof Großaspach.

Ganzjährig bespielbar

Die McArena Freilufthalle ist eine Hybrid-Lösung aus Sportplatz und Sporthalle. Dank großzügiger Überdachung ist sie das ganze Jahr bespielbar und garantiert jederzeit perfekte Sportbedingungen für die Fußballer. Im Winter sicher vor Schnee, während der heißen Sommermonate geschützt im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen. Sie ist damit eine echte Aufwertung der sportlichen Infrastruktur und schafft witterungsgeschützte Trainingsmöglichkeiten in natürlicher Umgebung, an der frischen Luft. Das moderne Kunstrasenspielfeld mit den Maßen 30m x 15m ist mit einem umlaufenden Banden- und Netzsystem eingefasst, so dass der Ball jederzeit im Spiel ist. Für die Sportler ist das sehr anstrengend, schult aber intuitiv die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit in Drucksituationen.

Hersteller

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
71522 Backnang
Deutschland

Die McArena GmbH

Die McArena GmbH mit Sitz in Backnang (Baden-Württemberg) wurde im Jahr 2013 gegründet. Das Unternehmen ist eine zukunftsorientierte Gesellschaft im Sportstättenbau, die auf die Entwicklung, Bau und Betrieb von multifunktionalen Freiluft-Sporthallen spezialisiert ist. Das innovative Sportstättenkonzept der McArena Freiluft-Sporthalle sowie die Gründer Andreas Kübler, Michael Sindel, Matthias Prinz wurden im Rahmen des Sparkassen Gründerpreis und des Innovationspreis ausgezeichnet. Zahlreiche Kommunen und Sportvereine aus ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren für den Bau einer McArena Freiluft-Sporthalle entschieden. Das Spektrum der Nutzung in einer McArena reicht hierbei von Sportarten wie Fußball, Volleyball, Hockey, Tennis und Gesundheitssport bis hin zur Veranstaltung von Events in unterschiedlichen Größenordnungen. Weitere Informationen unter www.mcarena.de

Video
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Multifunktional und nachhaltig

Für Fluchtlicht-Atmosphäre sorgt eine moderne LED-Beleuchtung in der McArena. Diese garantiert eine optimale Ausleuchtung zu jeder Zeit. Ein zusätzlich überdachter Vorbereich von 75 m² bietet ausreichend Platz für Zuschauer, Trainer und die Unterbringung von Trainingsmaterialien. Neben der reinen Sportnutzung eignet sich die McArena Freilufthalle auch für ideal für Veranstaltungen, Feste und Feiern. Dazu wird ein modularer Abdeckboden auf dem Kunstrasen verlegt und aus dem Spielfeld wird in kürzester Zeit eine Veranstaltungsfläche.

Thomas Deters, Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, zur Errichtung der McArena Freilufthalle: „Für uns als professioneller Fußballverein ist ein nachhaltiger Ausbau der Infrastruktur besonders wichtig. Die McArena ist hierbei sowohl unter sportlichen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine ideale Lösung.“

Wunschzeiten einfach online buchen

Von den neuen Kapazitäten in der McArena Aspach profitieren aber nicht nur die eigenen Vereins- und Jugendmannschaften. Ganz bewusst hat sich der Verein für eine Öffnung der Anlage an externe Sportler entschieden. Die McArena steht zukünftig allen Sportler der Region zur Verfügung und Hobby-, Betriebs- oder andere Vereinsmannschaften können sich über ein modernes Buchungssystem ihre individuellen Nutzungszeiten sichern.

Fotos

Stedelijk Lyceum Topsport

Elite macht Schule

Stedelijk Lyceum Topsport in Antwerpen

Situation

Das Stedelijk Lyceum Topsport (Topsportschool) in Antwerpen ist eine Eliteschule für junge Sportler, die weitere Nutzungsformen für Normalbürger und -schüler zulässt.

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist durchdrungen von unerwarteten Innenansichten, reflektierenden Oberflächen und voyeuristischen Räumen. Das Gebäude verrät seinen Zweck nicht, es steht einfach so da auf diesem merkwürdigen Gelände – einer verlassenen Militärfestung, die mit Grün bewachsen ist. Aus dem Erdreich wächst ein geneigter Betonsockel hervor, in sich geschlossen und kaum etwas enthüllend. Auf diesem festen Boden schwebt eine scharfkantige, verspiegelte Glasfläche, die die Szenerie reflektiert. Es scheint, als befänden sich der zu großen Teilen geschlossene Sockel und die Glasfassade zunächst in einer paradoxen Konfrontation. Compagnie O Architects bringen verschiedene Nutzungen und Gestaltungen in einem Gebäude zusammen – und erzeugen Spannung.

Erdgeschoss

Die Sporthallen bilden das räumliche Zentrum des Stedelijk Lyceum Topsport. Sie befinden sich im Erdgeschoss. Eine große Halle für mehrere Sportarten steht neben einer speziellen Halle für die Kampfsportarten Judo und Taekwondo. Zwischen diesen beiden Turnhallen befinden sich begleitende Einrichtungen wie Umkleidekabinen und Duschen. In dieser Zone konzentriert sich der Sportler auf seine Leistung, auch daher wirken die Innenräume ziemlich introvertiert. Äußere Einflüsse werden ausgeschlossen oder nur sehr kontrolliert und temperiert zugelassen. Die Wände sind leicht geneigt. Es gibt keine Störung. Auf dieser Ebene, auf der Seite des Platzes, befindet sich der öffentliche Haupteingang des Gebäudes.

Die Grundrisse

Ebene O
Ebene 1
Ebene 2

Mittlere Ebene

Im Zwischengeschoss befinden sich der Krafttrainingsraum und die Kantine nebeneinander. Diese Räume bilden das gemeinschaftliche Lebenszentrum der Schulgemeinschaft. Im Gegensatz zu den eher introvertierten Trainingshallen bietet diese Ebene einen großzügigen Blick auf die Umgebung. Hier befindet sich der privatere Eingang der Schule.  

Obergeschoss

Die obere Ebene ist für schulische Aktivitäten reserviert. Sie erhebt sich buchstäblich über die Sportfelder, den Platz und die weitere Umgebung. Es gibt keine Masse mehr, nur noch eine Plattform, eine Drehscheibe oder ein Panoptikum des Wissens und Lernens. Eine Schule mit einem Rundweg und einer Terrasse zur zentralen Dekompression. Die Schulbasis wird durch die Struktur (Fachwerkträger, die der großen Spannweite der Haupthalle gerecht werden) und das Verhältnis bestimmt. Eigentlich könnten diese Ebene auch die Lobby eines Unternehmens oder ein Planungsbüro beherbergen und nicht eine pastellfarbene, kinderfreundliche Nachbarschaftsschule.

Materialisierung

Im Sockelgeschoss sind die Außenwände geneigt. Abweichend von der offensichtlichen militärischen Konnotation verleiht diese Neigung dem Stedelijk Lyceum Topsport eine eigene, autonome Erscheinung. Es reagiert auf die Hangneigung des Geländes und bezieht auf diese Weise die Topographie des Geländes in die Architektur ein. Die Betonoberfläche des Sockels soll dabei nach dem Willen der Architekten eine eigene Patina entwickeln. Die Fassade des oberen Teils der Schule, wurde perimetrisch mit reflektierenden Materialien realisiert. Durch die verschiedenen Glasflächen werden die Spiegelungen und Reflektionen abwechslungsreicher. Manche Teile reflektieren zu 100 Prozent, manche teilweise, manche gewähren gar Einblicke.

Architekt

Compagnie-O architecten Korenmarkt 8 b201 B-9000 Gent Belgien

Bauherr

AG Vespa AG SO Antwerpen – Kultur, Sport und Jugend

Autor

Compagnie-O architects

Fotograf

© Tim Van De Velde

Adresse

Fort VI, Wilrijk / Antwerp Edegemsesteenweg 100 BE-2610 Antwerp (Wilrijk) Belgien

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016

Kosten

9.000.000 €

Gebäudetechnik

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist ein Passivhaus, d.h. der Heizenergiebedarf ist auf 14,17 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt. Der Gesamtenergieeinsatz beträgt maximal 60 kWh pro Quadratmeter behandelter Fläche und Jahr. Thermische Behaglichkeit ist sowohl im Winter als auch im Sommer gegeben, wobei nicht mehr als 10% der Stunden im Jahr über 25°C liegen. Das gesamte Gebäude wird mit dem Passivhaus-Planungspaket (PHPP) geplant, optimiert und verifiziert. Alle genannten Kriterien werden durch intelligente Planung und Umsetzung von fünf Passivhausprinzipien erreicht: wärmebrückenfreie Planung, hochwertige Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, hochwertige Wärmedämmung und luftdichte Bauweise.

Die Bilder

Sundbyoster Hall II

Immer drauf

Die Sundbyoster Hall II in Kopenhagen

Munter gestapelt

Ein Supermarkt im Erdgeschoss, eine Sporthalle im ersten Obergeschoss und Wohnungen mit privaten Atriumterrassen ganz oben: Dorte Mandrup schuf hier in Amager eine unerschrockene, maßgeschneiderte Lösung für einen dichten Teil von Kopenhagen. Sundbyoster Hall II ist eine architektonische 3-in-1-Lösung, munter übereinander gestapelt. Jede der Funktionen wird durch eine eigenständige Verwendung der Materialien ausgedrückt, die dennoch alle Teil der kollektiven Collage sind. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet die leicht faltige, rot-goldene Holzfassade dank der Lichter in den senkrechten Fensterbändern. Tagsüber lassen diese Fensterbänder ein angenehmes, reflektiertes Tageslicht in das Gebäude einfallen.

Die Grundrisse

Ebene O: Lebensmittelladen und Parken
Ebene 1: Sporthalle und Umkleiden
Ebene 3: Luftraum über der Sporthalle
Ebene 4: Apartments

Vielseitige Sporthalle

Sundbyoster Hall II ist progressive Mixed Use-Architektur, die Einkaufen, Sporttreiben und Wohnen unter einem Dach integriert – eine ambitionierte Lösung für das Bauen in dichten und komplizierten städtischen Umgebungen. Im Erdgeschoss befinden sich der Lebensmittelladen und der Eingang in die Sporthalle, von den Parkplätzen und zu den Appartements. Eine zweigeschossige Glasfassade ermöglicht Fußgängern und Nachbarn den direkten Blick auf die Aktivitäten in der Sporthalle. Es stellt eine Verbindung zwischen dem Gebäude und der umgebenden Stadt her. Die Halle ist öffentlich zugänglich, erstreckt sich über zwei Etagen und sehr vielseitig, also für verschiedene Arten und Größen von Veranstaltungen und Sportarten nutzbar. Sie wird auch von einer nahegelegenen Schule genutzt.

Architekt

Dorte Mandrup A/S Vesterbrogade 95A 4th. Floor DK-1620 Kopenhagen V

Bauherr

Stadt Kopenhagen

Autor

Dorte Mandrup A/S

Fotograf

Adam Mørk Jens Larsen (1)

Adresse

Sundbyøster Pl. DK-2300 København S

Luftbild

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Eröffnung

2015

Wohnraum on Top

12 Apartments bilden das oberste Geschoss von Sundbyoster Hall II. Ein Höhepunkt sind die Erkerfenster aus Aluminium vom Boden bis zur Decke. Jede Wohnung besitzt ein eigenes Atrium und eine Dachterrasse. Die für die große Spannweite der darunterliegenden Sporthalle notwendige Konstruktion wird geschickt als Trennwand zwischen den Wohnungen genutzt. Die chicen Wohnungen sind durchaus eine Alternative zu den klassischen Villen und tragen zu einer vielfältigen demographischen Zusammensetzung der Gegend bei. Auf diese Weise ergänzt und integriert das komplexe Programm des Gebäudes die bestehenden Funktionen des Quartiers.

Der andere Blockbuster

Sundbyoster Hall II liegt an der Ecke zwischen Parmagade und Amagerbrogade, einer Verkehrsader vom Stadtzentrum zu den südlichen Vororten der dänischen Hauptstadt. In einem als Schlafstadt benutztem Viertel mit großer Nachfrage nach Wohnraum bietet dieses Gebäude nicht nur genau diesen. Seine programmatischen und architektonischen Qualitäten machen Sundbyøster Hall II darüber hinaus zu einer eigenen Attraktion des Viertels, zu einer (eigenen) urbanen Landmarke. Sundbyoster Hall II ist übrigens nicht die Fortsetzung eines Martial Arts-Blockbusters, sondern lediglich der Name des Stadtviertels, in dem dieses Gebäude steht. Es ist aber schon jetzt ein Hit im Mixed Use-Genre. So gewann es den internationalen „WAN Award for best Mixed-Use building“.

Die Bilder

Sporthalle

Außenansichten

Apartments

Die Pläne

Ladies Sports Centre Doha

Fortschritt

Ladies Sports Centre Doha

Sport und Familie

Fenwick Iribarren Architects haben einen internationalen Wettbewerb gewonnen, der vom Olympischen Komitee von Katar ausgelobt wurde. Ziel war der Entwurf eines Prototyps für ein Ladies Sports Centre Doha, das in verschiedenen Stadtvierteln von Doha, Katar, gebaut werden kann. Das Ladies Sports Centre Doha wurde so konzipiert, dass es als sozialer Katalysator für die Nutzung durch Familien und Frauen dient. Das Gebäude wird durch eine äußere, kreisrunde Mauer geschützt. Dahinter liegen frei fließend und wohl strukturiert die verschiedenen Sport- und Familienangebote um einen verglasten Innenhof, der viel natürliches Licht ins Innere des Gebäudes bringt. Die Außenwand ist mit Öffnungen perforiert, die eine kreisförmige Joggingstrecke in einem Zwischengeschoss an der Fassade entlang belichten. Das Innere des Ladies Sports Centre Doha wird wie eine kleine Stadt oder ein Sportdorf behandelt, in dem verschiedene Nutzungen in städtischen „Boxen“ untergebracht sind, die durch Wege und Plätze miteinander verbunden sind. Alles konzentriert sich auf den geschwungenen, zentrale, Innenhof, das eigentliche Herzstück des Projekts. Das Programm des Ladies Sports Centre Doha wurde entwickelt, um die Werte von Sport und Familie zu verbinden, um ein attraktives Ziel für Frauen und ihre Kinder zu bieten, die eine aktive Pause in ihrem Tagesverlauf wünschen. Das Programm umfasst sportliche Einrichtungen wie Schwimmbad, Mehrzweck-Sporthalle und Turnhalle sowie soziale Aktivitäten wie Social Club, Kindergarten, Spiel- und Fernsehräume. Die flexible Nutzung des Gebäudes ermöglicht auch die Durchführung größerer Familienveranstaltungen.

Architekt

Fenwick Iribarren Architects Campus Empresarial Arbea Avda. de Fuencarral 5, Edificio 2 – Planta Baja ES-28108 Alcobendas, Madrid

Bauherr

Qatar Olympic Committee (QOC)

Autor

Fenwick Iribarren Architects
RENDERINGS

Ku.Be

Come together!

Ku.Be Haus der Kultur und Bewegung in Kopenhagen

Eine neue Typologie

Das 3.200 m² große Ku.Be House of Culture in Movement ist das neue Zentrum der Gemeinde Frederiksberg und ein spektakuläres Ausflugsziel für den Großraum Kopenhagen. Ku.Be, so der Plan der Planer, wird von den Menschen in Besitz genommen, das Programm wird entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer weiterentwickelt. Der Planungsauftrag lautete: Schafft ein Gebäude, das die Menschen zusammenbringt und die Lebensqualität verbessert. Als Antwort schufen MVRDV und ADEPT eine neue Gebäudetypologie, die Theater, Sport und Lernen in einem gemeinsamen Raum, an einem Ort zusammenbringt. Hier werden Körper und Geist aktiviert und gefördert, genauso wie ein gesünderes Leben für alle, unabhängig von Alter, Fähigkeit oder Interesse. Hier entstehen Verbindungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht miteinander verbinden würden.

Der Mut zum Unerwarteten

Die sechs Volumen und Bereiche, aus denen sich Ku.Be zusammensetzt, wurden mit einer sehr eigenen und einzigartigen Farb- und Materialkombination versehen, die sie innerhalb des Gebäudes klar definiert und die Zuordnung erleichtert. Von außen werden diese Formen in der fragmentierten Ziegelfassade angedeutet. „Wir haben Ku.Be entworfen, um das Unerwartete zu fördern“, erklärt uns der MVRDV-Mitbegründer Jacob van Rijs. Größere Bereiche eignen sich für Aufführungen oder öffentliche Versammlungen, kleinere für Ausstellungen oder Diskussionsveranstaltungen. Die schnellen Räume eignen sich perfekt für Tanz oder Parkour, und Zen-Räume bieten den Kontrast von Yoga oder Meditation. Der wirkliche Spaß aber findet zwischen diesen Volumina statt – nämlich in den Räumen und Bereichen, deren Nutzung wir ausdrücklich als völlig benutzerdefiniert vorgesehen haben.“

Architekt

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
ADEPT
Struenseegade 15A, 4.
DK-2200 Copenhagen N
Landschaftsarchitekten
SLA
Njalsgade 17B
Pakhus 2, 3.sal
DK 2300 København

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries Fokke Moerel, Mette Rasmussen, Julius Kirchert, Klaas Hofman, Francisco Pomares, Armor Gutierrez Rivas, Buster Christensen, Attilio Ranieri, Chris Green, Kate van Heusen, Henryk Struski, Emanuela Gioffreda, Raymond van den Broek, Sanne van der Burgh, Karl Johan Nyquist, Maria Lopez, Kasper Albrektsen

Bewegung

Der Weg durch das Gebäude zielt darauf ab, alternative Bewegungsformen zu entwickeln und zu fördern. Das Labyrinth lässt Menschen auf Händen und Knien durch ein dreidimensionales Netz von Kuben von der zweiten in die dritte Etage klettern. Oder sie nehmen die Mausefalle, ein vertikales Labyrinth. Das ist ein Netz, das sich über mehrere Etagen erstreckt und es dem Nutzer ermöglicht, im Bereich der Lufträume auch größere Höhen zu „erklettern“. Rutschen und Feuerwehrstangen bieten dagegen eine schnelle Möglichkeit, wieder nach unten zu gelangen. „In Ku.Be haben wir versucht, die gewöhnliche Erfahrung eines Gebäudes auf den Kopf zu stellen“, erklärt uns ADEPT-Mitbegründer Martin Krogh. „Was sonst eine einfache, gedankenlose Reise durch das Gebäude wäre, wird zur Erforschung und Entdeckung von Bewegung. Hier sind Sie es, der die Route bestimmt, ganz wie Sie wollen: Klettern, Rutschen, Kriechen, Springen…“ Um allen Fähigkeiten und Altersgruppen gerecht zu werden, werden sowohl einfache als auch anspruchsvollere Fortbewegungsarten angeboten. Auch dabei werden die visuellen Verbindungen durch das Ku.Be aufrecht erhalten.

FOTOS

Urbane Gärten

Die urbane Flächengestaltung im Außenbereich schafft eine Verbindung zwischen Ku.Be und dem städtischen Raum. Das ist wichtig, um die acht verschiedenen Volumina und die darin stattfindenden Aktivitäten auch außen erlebbar zu machen. Die abwechslungsreiche Landschaft besteht aus wechselnden Klängen, Lichtern und Düften, das sich nahtlos in einen Hügel mit integrierten Rutschen einfügt. Sie reicht bis in die Gärten hinein und endet in einem Amphitheater im Freien. Ku.Be, das Haus der Kultur und Bewegung, erweitert die städtische Landschaft und das kulturelle wie sportliche Angebot der Kommune Frederiksberg und ihrer 12.000 Einwohner in einem solchen Ausmaß, dass es die weitere Entwicklung des Quartiers buchstäblich in Gang setzt.

Adresse

Ku.Be Dirch Passers Allé 4 DK 2000 Frederiksberg

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
Grundriss Ebene 3

Sporthalle Jean-Louis Trintignant

Der Wunsch nach Urbanität

Sporthalle Jean-Louis Trintignant in Uzès

Standort

Die Herausforderung beim Bau der Sporthalle Jean-Louis Trintignant (französischer Schauspieler, Filmregisseur und Rennfahrer) an der gleichnamigen Schule in der südfranzösischen Kleinstadt Uzès (8.500 Einwohner, Département Gard) bestand darin, die Halle in die bestehende Umgebung einzufügen und optimale Bedingungen für die Ausübung des Sports zu schaffen. Im Vordergrund stehen dabei die Nutzbarkeit der Innenräume sowie die Beleuchtung und Belichtung, um sowohl Spielern als auch Zuschauern Komfort zu bieten. Die Sporthalle Jean-Louis Trintignant soll vor allem ein Bestandteil des Entwicklungsprojekts Zac Mayac in Uzès sein und gleichzeitig die Kontinuität mit dem angrenzenden College-Projekt gewährleisten, das NBJ Architectes bereits 2003 realisiert haben. Dieses Projekt greift die Mineralität des Colleges auf, indem es seine Materialität modifiziert. Ein Ergebnis ist die Perforationen der Fassaden, die gleichzeitig eine Besonderheit der Sporthalle ausmachen.

Architekt

Privat Architecture – François Privat
9 bis Rue Benoit
F-30 700 Uzès

NBJ architectes
Elodie Nourrigat & Jacques Brion
4 rue des Trésoriers de la Bourse
F-34000 Montpellier

Eröffnung

2017

Form

Einer der wichtigsten Aspekte des Vorhabens war der Wunsch, Urbanität zu erzeugen. So spielt der Platz vor der Halle eine wichtige Rolle: Er soll homogen sein und die Fußgängerzone mit den Parkplätzen verbinden. Vollständig verglast bietet der Eingang der Sporthalle eine visuelle Transversalität vom Platz direkt zum Spielbereich. Nachts dient es als Signal für die Besucher. Trotz des Wunsches nach Urbanität wurde die spürbare Wirkung der Sporthalle auf ihre unmittelbare Umgebung reduziert, indem sie der Topographie des Ortes angepasst und zum Teil eingegraben wurde. Diese Gestaltung des fast verspielt wirkenden Volumens verleiht der Sporthalle Jean-Louis Trintignant ein einheitliches Erscheinungsbild und eine einfache Lesbarkeit und Orientierung, auch  für die Schülerinnen und Schüler.

Bauherr

General Council of Gard + Segard

Autor

NBJ Architectes

Fotograf

Paul Kozlowski
FOTOS

Inhalt

Der Entwurf organisiert und strukturiert das gesamte Volumen der Sporthalle. Alle technischen Elemente sind unter dem Dach verborgen und gestalten die fünfte Fassade. Die interne Organisation der Sporthalle bemüht sich um die Vereinfachung der Erschließungsflächen für Publikum und Sportler. Wegeführung und Erreichbarkeit der verschiedenen Räume und Bereiche sind klar gegliedert und gut lesbar. Der helle Eingangsbereich bietet einen Übergang zum Vorplatz. Es findet echt Kommunikation zwischen Innen und Außen statt. Die großen Glasflächen bietet schon Weitem einen uneinnehmbaren Blick auf die Spiele, die im Inneren stattfinden, und belebt so die Umgebung der Halle, insbesondere den Vorplatz. Natürlich ist das Spielfeld das Zentrum einer solchen Anlage, so auch bei der Sporthalle Jean-Louis Trintignant. Gleichzeitig ist die Innenausstattung so gestaltet, dass die Halle großzügigen Zugang zu den Zuschauerbereichen bietet und zur Teilnahme an den Veranstaltungen einlädt. Der Zugang zu den Umkleidekabinen erfolgt ebenfalls über eine breite Treppe in der Halle, die alle unter der Aufsicht der strategisch günstig im Herzen der Bewegungsflächen gelegenen Rezeption steht. Schließlich war es auch Ziel von NBJ Architectes, eine angenehme und einladende Atmosphäre in der Sporthalle Jean-Louis Trintignant zu schaffen, wobei klare Farben bevorzugt werden, um die Sicht der Zuschauer auf die Spiele nicht zu behindern. Die einladende und warme Atmosphäre wird auch durch die Verwendung von Holz erreicht. Ein weiteres wichtiges Element ist die Nutzung des Tageslichts in der Halle. Deshalb wird die Turnhalle durch Oberlichter auf dem Dach und durch die durchbrochene Fassade für ein optimales Ambiente und optimale Spielbedingungen belichtet.

Adresse

Quartier Mayac
Route de Saint Ambroix
F-30700 Uzès

Luftbild

Danke, Google!
Grundriss
SCHNITT

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