Ecole Européenne de Strasbourg

Sport für ganz Europa

Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg

Straßburg

Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Also arbeiten viele europäische und internationale Beamte in der Stadt, für die bzw. deren Kinder ein angemessenes Bildungsangebot vorhanden sein muss. Das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg und natürlich die Schule selbst entsprechen diesem Wunsch nach einer internationalen Schule. Das Bildungsmodell der Schule, das auf einem multikulturellen Ansatz, der breiten Verwendung verschiedener Sprachen und der Betonung der Autonomie der Kinder sowie der Einbeziehung der Eltern beruht, umfasst Angebote für eine komplette Schullaufbahn vom Kindergarten bis zum europäischen Abitur.

Robertsau

Die Schule und das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg befinden sich im grünen Viertel der Robertsau, in der Nähe der europäischen und internationalen Institutionen. Fast 1.000 Kinder und Jugendliche gehen hier zur Schule. In diesem Umfeld beschloss die Stadt Straßburg die Errichtung eines offenes Sportzentrums, das den Bedürfnissen der Schüler und denen der Anwohner gerecht wird. Das Programm sah die Schaffung einer vielseitigen Sporthalle sowie einer Mehrzweckhalle vor, in der auch nichtsportliche Veranstaltungen stattfinden können.

Architekt

Dominique Coulon & associés
13 rue de la Tour des Pêcheurs 
67000 Strasbourg
Frankreich

Team

Dominique Coulon, Benjamin Rocchi
Thibaut Muller, Fanny Liénart, David Romero-Uzeda

Autor

Dominique Coulon & associés

Bauherr

Ville de Strasbourg

Baukosten

4.300.000 €

Eröffnung

2017

Luftbild

Danke, Google!

Adresse

9 rue Peter Schwarber
67000 Strasbourg
Frankreich

Fotograf

Eugeni Pons, David Romero-Uzeda
Grundrisse

Baukörper

Über die eigentlichen architektonischen und funktionalen Qualitäten des Gebäudes hinaus stellen die bauliche Form und Organisation des Sportzentrums der Ecole Européenne de Strasbourg den Dialog mit der Europäischen Schule her. Die Volumina der beiden Hallen sind voneinander getrennt und schräg zueinander angeordnet. Dies bringt die größere Halle in eine ideale Position: rechtwinklig zur Straße, am nördlichen Rand des Geländes, minimiert ihre Lage die Auswirkungen des Gebäudes auf ihre Umgebung

Eingang

Die Eingangshalle ist transparent und ermöglicht den Blick vom Vorplatz durch das Gebäude in den Wald auf der anderen Seite des Geländes. Die Funktionsbereiche beider Hallen bilden eine Art Krone, deren einzelne Bereiche wie Umkleidekabinen, Lagerflächen und Personalbereiche die beiden Säle umgeben und dabei Ausblicke sowohl nach außen als auch untereinander ermöglichen.

Fotos

Materialien

Beim Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg wurde sorgfältig mit langlebigen Materialien gearbeitet: Sichtbeton, verzinkter Stahl, Glas und Linoleum. Die Multisporthalle spielt mit den Grautönen dieser Materialien.

Licht

Das Gebäude ist Nord-Süd orientiert, die besten Voraussetzung für die Versorgung mit natürlichem Licht. Große Polycarbonatflächen erzeugen und verteilen sanftes, gleichmäßiges Licht in der gesamten Halle, ohne Blendungen in Kauf nehmen zu müssen. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Akustik gelegt: Bis etwa Augenhöhe wurden die Wände mit perforierten, farbigen MDF-Platten verkleidet. Die gesamte Decke wurde behandelt. Die zwischen den Balken platzierten Duckboard-Paneele aus verzinktem Stahl bilden eine Zwischendecke: Die technischen Elemente sind geschützt, während die Lampen die Halle beleuchten können.

Die Wärme der Eiche

Die quadratische Mehrzweckhalle ist so konzipiert, dass sie sich vom Rest des Gebäudes abhebt. Der lackierte Eichenparkettboden im Schachbrettmuster wölbt sich an der Wand nach oben, der obere Teil der Wände wurde mit Akustikputz beflockt. Die Kassettendecke wiederholt das Schachbrettmuster des Fußbodens. Die gesamte doppelte Höhe der Halle ist dunkelgrün gefärbt, was die Wärme der Eiche verstärkt.

Variationen von Grau

Je nach Lichteinfall variieren die Grau-Variationen des Projekts von milchig und rau bis transparent und reflektierend: Die Wahrnehmung verändert sich im Laufe des Tages und stellt einen wertvollen Dialog mit der Natur her. Pflanzen und die Qualität des Lichts verleihen den Räumen eine kostbare Eleganz, die das Sportzentrum der Ecole Européenne de Strasbourg nicht nur in Bezug auf die Sportflächen, sondern gerade auch auf die Neben- und Aufenthaltsbereiche außergewöhnlich machen.

Temporäre Sporthalle

Der Nächste, bitte

Demontierbar und wiederverwendbar: temporäre Sporthalle in Luxemburg

Die Idee

Wenn eine Gemeinde ihre Sporthalle sanieren will, braucht sie für die Zeit der Baumaßnahme Ersatz. Wenn mehrere Hallen saniert werden sollen, müssen also mehrere teure Übergangslösungen her? Nicht, wenn man eine temporäre Sporthalle nutzt.

Die benachbarten luxemburgischen Gemeinden Lorentzeiler (knapp 4.000 Einwohner) und Strassen (8.800 EW) mussten beide ihre Sporthallen sanieren. Anstatt nun zweimal aufwendig Ersatz zu beschaffen, teilten sich beide eine verblüffend einfache Lösung:

  • Zuerst sanierte die Gemeinde Lorentzeiler ihre Halle und nutzte die temporäre Sporthalle von Neptunus.
  • Dann wurde diese temporäre Sporthalle komplett demontiert und in Strassen wieder aufgebaut.
  • Nun wurde die temporäre Sporthalle in Strassen genutzt, während die dortige Halle saniert wird.

Diese Form der Sanierung ist ausgesprochen nachhaltig und kostensparend, wenn man eine wiederverwendbare temporäre Sporthalle nutzt. Eine vorbildliche Lösung, die noch in vielen Gemeinden Schule machen kann.

Die Situation

Wie in Lorentzweiler musste auch die Sporthalle in Strassen umfassend saniert werden. Weil diese Sanierung mindestens 18 Monate dauern würde, suchte die Gemeinde Strassen eine Ausweichmöglichkeit. Die Lösung fanden die Verantwortlichen in der Nachbargemeinde – in Form der demontierbaren Sporthalle, die Neptunus dort errichtet hatte.

Die Mietdauer der temporären Sporthalle in Lorentzweiler näherte sich ihrem Ende, was für die Gemeinde Strassen eine große Chance darstellte. Die temporäre Sporthalle ist nämlich komplett demontierbar und kann wie eine Art Lego-System an einen anderen Standort transportiert und dort wieder aufgebaut werden.

Architekt

R + D Department

Bauherr

Stadt Strassen

Eröffnung

10/2017

Neptunus

Vor 80 Jahren gegründet, ist Neptunus nach wie vor ein Familienunternehmen, das für die Kreativität und Innovation seiner temporären Gebäude bekannt ist. Mit einer Zentrale in den Niederlanden und Tochterunternehmen in Großbritannien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Polen und Österreich weist Neptunus eine Erfolgsgeschichte in Bezug auf Design, Herstellung und Lieferung jeglicher Typen temporärer Gebäude auf. Insgesamt beschäftigt Neptunus mehr als 270 Mitarbeiter.

Neptunus Ltd ist eine hundertprozentige Tochter von Neptunus BV in den Niederlanden. Das Werk in Großbritannien befindet sich in Swan Valley in Northampton, wo das Unternehmen über entsprechende Büro-, Lager- und Instandhaltungsgebäude verfügt. Neptunus bietet über 450.000 Quadratmeter einer breiten Palette qualitativ hochwertiger Gebäude.

Mit den Kassettenbodensystemen bieten die flexiblen und geräumigen Gebäude ideale Lösungen für eine kurz- oder längerfristige Mietdauer. Weitere Informationen unter www.neptunus.de.

Autor

Neptunus

Fotograf

Georges Noesen

Und so geschah es

Alle Bauteile wurden von einer Gemeinde zur anderen transportiert und dort neu errichtet. Sogar die Ausführungsplanung konnte wiederverwendet werden. Die gesamte technische Gebäudeausrüstung wurde wiederverwendet: Heizung, Brandmeldeanlage, Be- und Entlüftung und Beleuchtung.

Dasselbe gilt für die sportfunktionalen Einbauten wie den Sportboden und die Sportgeräte wie Recks, Basketballkörbe oder die Anzeigetafel – optimale nachhaltige Wiederverwendung und eine kosteneffiziente Lösung für die Gemeinde.

Reibungsloser Ablauf

Bei Demontage und Wiederaufbau arbeitete Neptunus mit den gleichen Partnern zusammen, was einen reibungslosen Ablauf des gesamten Prozesses ermöglichte. Letztendlich wurde eine 720 m² große Sporthalle einschließlich Sportboden, Lärmschutzwänden, Zuschauertribüne, Lager, Umkleideräumen, Duschen und Toiletten (180 m²) abgebaut und wieder errichtet.

Trotz der Tatsache, dass es sich um eine demontierbare Halle handelt, wurden keine Abstriche an den bautechnischen Bestimmungen gemacht. Diese temporäre Sporthalle vom Typ „Flexolution“ entspricht den neuesten Energieverbrauchs- und Umweltstandards. Die verwendeten Wandplatten sichern eine optimale Akustik in der Halle.

McArena

Die immer lacht

Neue McArena Freilufthalle der SG Sonnenhof Großaspach

Jederzeit perfekte Bedingungen

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach setzt auf nachhaltiges und gesundes Wachstum und schafft hierfür weitere Sportkapazitäten. Elementarer Bestandteil ist die Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums, in das auch eine McArena Freilufthalle integriert ist.

„Die SG ist ein besonderer Verein, hat mit dem dualen Weg ein einzigartiges Konzept im Profifußball und geht außergewöhnliche Wege. Dazu gehört auch die McArena. Sie stärkt die Jugendarbeit, die uns sehr am Herzen liegt und passt absolut zu unserem Konzept.“, sagt Werner Benignus, Präsident der SG Sonnenhof Großaspach.

Ganzjährig bespielbar

Die McArena Freilufthalle ist eine Hybrid-Lösung aus Sportplatz und Sporthalle. Dank großzügiger Überdachung ist sie das ganze Jahr bespielbar und garantiert jederzeit perfekte Sportbedingungen für die Fußballer. Im Winter sicher vor Schnee, während der heißen Sommermonate geschützt im Schatten und an regnerischen Tagen im Trockenen. Sie ist damit eine echte Aufwertung der sportlichen Infrastruktur und schafft witterungsgeschützte Trainingsmöglichkeiten in natürlicher Umgebung, an der frischen Luft. Das moderne Kunstrasenspielfeld mit den Maßen 30m x 15m ist mit einem umlaufenden Banden- und Netzsystem eingefasst, so dass der Ball jederzeit im Spiel ist. Für die Sportler ist das sehr anstrengend, schult aber intuitiv die Handlungs- und Reaktionsfähigkeit in Drucksituationen.

Hersteller

McArena GmbH
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 3
71522 Backnang
Deutschland

Die McArena GmbH

Die McArena GmbH mit Sitz in Backnang (Baden-Württemberg) wurde im Jahr 2013 gegründet. Das Unternehmen ist eine zukunftsorientierte Gesellschaft im Sportstättenbau, die auf die Entwicklung, Bau und Betrieb von multifunktionalen Freiluft-Sporthallen spezialisiert ist. Das innovative Sportstättenkonzept der McArena Freiluft-Sporthalle sowie die Gründer Andreas Kübler, Michael Sindel, Matthias Prinz wurden im Rahmen des Sparkassen Gründerpreis und des Innovationspreis ausgezeichnet. Zahlreiche Kommunen und Sportvereine aus ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren für den Bau einer McArena Freiluft-Sporthalle entschieden. Das Spektrum der Nutzung in einer McArena reicht hierbei von Sportarten wie Fußball, Volleyball, Hockey, Tennis und Gesundheitssport bis hin zur Veranstaltung von Events in unterschiedlichen Größenordnungen. Weitere Informationen unter www.mcarena.de

Video
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Multifunktional und nachhaltig

Für Fluchtlicht-Atmosphäre sorgt eine moderne LED-Beleuchtung in der McArena. Diese garantiert eine optimale Ausleuchtung zu jeder Zeit. Ein zusätzlich überdachter Vorbereich von 75 m² bietet ausreichend Platz für Zuschauer, Trainer und die Unterbringung von Trainingsmaterialien. Neben der reinen Sportnutzung eignet sich die McArena Freilufthalle auch für ideal für Veranstaltungen, Feste und Feiern. Dazu wird ein modularer Abdeckboden auf dem Kunstrasen verlegt und aus dem Spielfeld wird in kürzester Zeit eine Veranstaltungsfläche.

Thomas Deters, Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, zur Errichtung der McArena Freilufthalle: „Für uns als professioneller Fußballverein ist ein nachhaltiger Ausbau der Infrastruktur besonders wichtig. Die McArena ist hierbei sowohl unter sportlichen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine ideale Lösung.“

Wunschzeiten einfach online buchen

Von den neuen Kapazitäten in der McArena Aspach profitieren aber nicht nur die eigenen Vereins- und Jugendmannschaften. Ganz bewusst hat sich der Verein für eine Öffnung der Anlage an externe Sportler entschieden. Die McArena steht zukünftig allen Sportler der Region zur Verfügung und Hobby-, Betriebs- oder andere Vereinsmannschaften können sich über ein modernes Buchungssystem ihre individuellen Nutzungszeiten sichern.

Fotos

Stedelijk Lyceum Topsport

Elite macht Schule

Stedelijk Lyceum Topsport in Antwerpen

Situation

Das Stedelijk Lyceum Topsport (Topsportschool) in Antwerpen ist eine Eliteschule für junge Sportler, die weitere Nutzungsformen für Normalbürger und -schüler zulässt.

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist durchdrungen von unerwarteten Innenansichten, reflektierenden Oberflächen und voyeuristischen Räumen. Das Gebäude verrät seinen Zweck nicht, es steht einfach so da auf diesem merkwürdigen Gelände – einer verlassenen Militärfestung, die mit Grün bewachsen ist. Aus dem Erdreich wächst ein geneigter Betonsockel hervor, in sich geschlossen und kaum etwas enthüllend. Auf diesem festen Boden schwebt eine scharfkantige, verspiegelte Glasfläche, die die Szenerie reflektiert. Es scheint, als befänden sich der zu großen Teilen geschlossene Sockel und die Glasfassade zunächst in einer paradoxen Konfrontation. Compagnie O Architects bringen verschiedene Nutzungen und Gestaltungen in einem Gebäude zusammen – und erzeugen Spannung.

Erdgeschoss

Die Sporthallen bilden das räumliche Zentrum des Stedelijk Lyceum Topsport. Sie befinden sich im Erdgeschoss. Eine große Halle für mehrere Sportarten steht neben einer speziellen Halle für die Kampfsportarten Judo und Taekwondo. Zwischen diesen beiden Turnhallen befinden sich begleitende Einrichtungen wie Umkleidekabinen und Duschen. In dieser Zone konzentriert sich der Sportler auf seine Leistung, auch daher wirken die Innenräume ziemlich introvertiert. Äußere Einflüsse werden ausgeschlossen oder nur sehr kontrolliert und temperiert zugelassen. Die Wände sind leicht geneigt. Es gibt keine Störung. Auf dieser Ebene, auf der Seite des Platzes, befindet sich der öffentliche Haupteingang des Gebäudes.

Die Grundrisse

Ebene O
Ebene 1
Ebene 2

Mittlere Ebene

Im Zwischengeschoss befinden sich der Krafttrainingsraum und die Kantine nebeneinander. Diese Räume bilden das gemeinschaftliche Lebenszentrum der Schulgemeinschaft. Im Gegensatz zu den eher introvertierten Trainingshallen bietet diese Ebene einen großzügigen Blick auf die Umgebung. Hier befindet sich der privatere Eingang der Schule.  

Obergeschoss

Die obere Ebene ist für schulische Aktivitäten reserviert. Sie erhebt sich buchstäblich über die Sportfelder, den Platz und die weitere Umgebung. Es gibt keine Masse mehr, nur noch eine Plattform, eine Drehscheibe oder ein Panoptikum des Wissens und Lernens. Eine Schule mit einem Rundweg und einer Terrasse zur zentralen Dekompression. Die Schulbasis wird durch die Struktur (Fachwerkträger, die der großen Spannweite der Haupthalle gerecht werden) und das Verhältnis bestimmt. Eigentlich könnten diese Ebene auch die Lobby eines Unternehmens oder ein Planungsbüro beherbergen und nicht eine pastellfarbene, kinderfreundliche Nachbarschaftsschule.

Materialisierung

Im Sockelgeschoss sind die Außenwände geneigt. Abweichend von der offensichtlichen militärischen Konnotation verleiht diese Neigung dem Stedelijk Lyceum Topsport eine eigene, autonome Erscheinung. Es reagiert auf die Hangneigung des Geländes und bezieht auf diese Weise die Topographie des Geländes in die Architektur ein. Die Betonoberfläche des Sockels soll dabei nach dem Willen der Architekten eine eigene Patina entwickeln. Die Fassade des oberen Teils der Schule, wurde perimetrisch mit reflektierenden Materialien realisiert. Durch die verschiedenen Glasflächen werden die Spiegelungen und Reflektionen abwechslungsreicher. Manche Teile reflektieren zu 100 Prozent, manche teilweise, manche gewähren gar Einblicke.

Architekt

Compagnie-O architecten Korenmarkt 8 b201 B-9000 Gent Belgien

Bauherr

AG Vespa AG SO Antwerpen – Kultur, Sport und Jugend

Autor

Compagnie-O architects

Fotograf

© Tim Van De Velde

Adresse

Fort VI, Wilrijk / Antwerp Edegemsesteenweg 100 BE-2610 Antwerp (Wilrijk) Belgien

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2016

Kosten

9.000.000 €

Gebäudetechnik

Das Stedelijk Lyceum Topsport ist ein Passivhaus, d.h. der Heizenergiebedarf ist auf 14,17 kWh pro Quadratmeter und Jahr begrenzt. Der Gesamtenergieeinsatz beträgt maximal 60 kWh pro Quadratmeter behandelter Fläche und Jahr. Thermische Behaglichkeit ist sowohl im Winter als auch im Sommer gegeben, wobei nicht mehr als 10% der Stunden im Jahr über 25°C liegen. Das gesamte Gebäude wird mit dem Passivhaus-Planungspaket (PHPP) geplant, optimiert und verifiziert. Alle genannten Kriterien werden durch intelligente Planung und Umsetzung von fünf Passivhausprinzipien erreicht: wärmebrückenfreie Planung, hochwertige Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, hochwertige Wärmedämmung und luftdichte Bauweise.

Die Bilder

Sundbyoster Hall II

Immer drauf

Die Sundbyoster Hall II in Kopenhagen

Munter gestapelt

Ein Supermarkt im Erdgeschoss, eine Sporthalle im ersten Obergeschoss und Wohnungen mit privaten Atriumterrassen ganz oben: Dorte Mandrup schuf hier in Amager eine unerschrockene, maßgeschneiderte Lösung für einen dichten Teil von Kopenhagen. Sundbyoster Hall II ist eine architektonische 3-in-1-Lösung, munter übereinander gestapelt. Jede der Funktionen wird durch eine eigenständige Verwendung der Materialien ausgedrückt, die dennoch alle Teil der kollektiven Collage sind. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet die leicht faltige, rot-goldene Holzfassade dank der Lichter in den senkrechten Fensterbändern. Tagsüber lassen diese Fensterbänder ein angenehmes, reflektiertes Tageslicht in das Gebäude einfallen.

Die Grundrisse

Ebene O: Lebensmittelladen und Parken
Ebene 1: Sporthalle und Umkleiden
Ebene 3: Luftraum über der Sporthalle
Ebene 4: Apartments

Vielseitige Sporthalle

Sundbyoster Hall II ist progressive Mixed Use-Architektur, die Einkaufen, Sporttreiben und Wohnen unter einem Dach integriert – eine ambitionierte Lösung für das Bauen in dichten und komplizierten städtischen Umgebungen. Im Erdgeschoss befinden sich der Lebensmittelladen und der Eingang in die Sporthalle, von den Parkplätzen und zu den Appartements. Eine zweigeschossige Glasfassade ermöglicht Fußgängern und Nachbarn den direkten Blick auf die Aktivitäten in der Sporthalle. Es stellt eine Verbindung zwischen dem Gebäude und der umgebenden Stadt her. Die Halle ist öffentlich zugänglich, erstreckt sich über zwei Etagen und sehr vielseitig, also für verschiedene Arten und Größen von Veranstaltungen und Sportarten nutzbar. Sie wird auch von einer nahegelegenen Schule genutzt.

Architekt

Dorte Mandrup A/S Vesterbrogade 95A 4th. Floor DK-1620 Kopenhagen V

Bauherr

Stadt Kopenhagen

Autor

Dorte Mandrup A/S

Fotograf

Adam Mørk Jens Larsen (1)

Adresse

Sundbyøster Pl. DK-2300 København S

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2015

Wohnraum on Top

12 Apartments bilden das oberste Geschoss von Sundbyoster Hall II. Ein Höhepunkt sind die Erkerfenster aus Aluminium vom Boden bis zur Decke. Jede Wohnung besitzt ein eigenes Atrium und eine Dachterrasse. Die für die große Spannweite der darunterliegenden Sporthalle notwendige Konstruktion wird geschickt als Trennwand zwischen den Wohnungen genutzt. Die chicen Wohnungen sind durchaus eine Alternative zu den klassischen Villen und tragen zu einer vielfältigen demographischen Zusammensetzung der Gegend bei. Auf diese Weise ergänzt und integriert das komplexe Programm des Gebäudes die bestehenden Funktionen des Quartiers.

Der andere Blockbuster

Sundbyoster Hall II liegt an der Ecke zwischen Parmagade und Amagerbrogade, einer Verkehrsader vom Stadtzentrum zu den südlichen Vororten der dänischen Hauptstadt. In einem als Schlafstadt benutztem Viertel mit großer Nachfrage nach Wohnraum bietet dieses Gebäude nicht nur genau diesen. Seine programmatischen und architektonischen Qualitäten machen Sundbyøster Hall II darüber hinaus zu einer eigenen Attraktion des Viertels, zu einer (eigenen) urbanen Landmarke. Sundbyoster Hall II ist übrigens nicht die Fortsetzung eines Martial Arts-Blockbusters, sondern lediglich der Name des Stadtviertels, in dem dieses Gebäude steht. Es ist aber schon jetzt ein Hit im Mixed Use-Genre. So gewann es den internationalen „WAN Award for best Mixed-Use building“.

Die Bilder

Sporthalle

Außenansichten

Apartments

Die Pläne

Ladies Sports Centre Doha

Fortschritt

Ladies Sports Centre Doha

Sport und Familie

Fenwick Iribarren Architects haben einen internationalen Wettbewerb gewonnen, der vom Olympischen Komitee von Katar ausgelobt wurde. Ziel war der Entwurf eines Prototyps für ein Ladies Sports Centre Doha, das in verschiedenen Stadtvierteln von Doha, Katar, gebaut werden kann. Das Ladies Sports Centre Doha wurde so konzipiert, dass es als sozialer Katalysator für die Nutzung durch Familien und Frauen dient. Das Gebäude wird durch eine äußere, kreisrunde Mauer geschützt. Dahinter liegen frei fließend und wohl strukturiert die verschiedenen Sport- und Familienangebote um einen verglasten Innenhof, der viel natürliches Licht ins Innere des Gebäudes bringt. Die Außenwand ist mit Öffnungen perforiert, die eine kreisförmige Joggingstrecke in einem Zwischengeschoss an der Fassade entlang belichten. Das Innere des Ladies Sports Centre Doha wird wie eine kleine Stadt oder ein Sportdorf behandelt, in dem verschiedene Nutzungen in städtischen „Boxen“ untergebracht sind, die durch Wege und Plätze miteinander verbunden sind. Alles konzentriert sich auf den geschwungenen, zentrale, Innenhof, das eigentliche Herzstück des Projekts. Das Programm des Ladies Sports Centre Doha wurde entwickelt, um die Werte von Sport und Familie zu verbinden, um ein attraktives Ziel für Frauen und ihre Kinder zu bieten, die eine aktive Pause in ihrem Tagesverlauf wünschen. Das Programm umfasst sportliche Einrichtungen wie Schwimmbad, Mehrzweck-Sporthalle und Turnhalle sowie soziale Aktivitäten wie Social Club, Kindergarten, Spiel- und Fernsehräume. Die flexible Nutzung des Gebäudes ermöglicht auch die Durchführung größerer Familienveranstaltungen.

Architekt

Fenwick Iribarren Architects Campus Empresarial Arbea Avda. de Fuencarral 5, Edificio 2 – Planta Baja ES-28108 Alcobendas, Madrid

Bauherr

Qatar Olympic Committee (QOC)

Autor

Fenwick Iribarren Architects
RENDERINGS

Ku.Be

Come together!

Ku.Be Haus der Kultur und Bewegung in Kopenhagen

Eine neue Typologie

Das 3.200 m² große Ku.Be House of Culture in Movement ist das neue Zentrum der Gemeinde Frederiksberg und ein spektakuläres Ausflugsziel für den Großraum Kopenhagen. Ku.Be, so der Plan der Planer, wird von den Menschen in Besitz genommen, das Programm wird entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer weiterentwickelt. Der Planungsauftrag lautete: Schafft ein Gebäude, das die Menschen zusammenbringt und die Lebensqualität verbessert. Als Antwort schufen MVRDV und ADEPT eine neue Gebäudetypologie, die Theater, Sport und Lernen in einem gemeinsamen Raum, an einem Ort zusammenbringt. Hier werden Körper und Geist aktiviert und gefördert, genauso wie ein gesünderes Leben für alle, unabhängig von Alter, Fähigkeit oder Interesse. Hier entstehen Verbindungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht miteinander verbinden würden.

Der Mut zum Unerwarteten

Die sechs Volumen und Bereiche, aus denen sich Ku.Be zusammensetzt, wurden mit einer sehr eigenen und einzigartigen Farb- und Materialkombination versehen, die sie innerhalb des Gebäudes klar definiert und die Zuordnung erleichtert. Von außen werden diese Formen in der fragmentierten Ziegelfassade angedeutet. „Wir haben Ku.Be entworfen, um das Unerwartete zu fördern“, erklärt uns der MVRDV-Mitbegründer Jacob van Rijs. Größere Bereiche eignen sich für Aufführungen oder öffentliche Versammlungen, kleinere für Ausstellungen oder Diskussionsveranstaltungen. Die schnellen Räume eignen sich perfekt für Tanz oder Parkour, und Zen-Räume bieten den Kontrast von Yoga oder Meditation. Der wirkliche Spaß aber findet zwischen diesen Volumina statt – nämlich in den Räumen und Bereichen, deren Nutzung wir ausdrücklich als völlig benutzerdefiniert vorgesehen haben.“

Architekt

MVRDV bv
Achterklooster 7
NL – 3011 RA Rotterdam
ADEPT
Struenseegade 15A, 4.
DK-2200 Copenhagen N
Landschaftsarchitekten
SLA
Njalsgade 17B
Pakhus 2, 3.sal
DK 2300 København

Team

Winy Maas, Jacob van Rijs, Nathalie de Vries Fokke Moerel, Mette Rasmussen, Julius Kirchert, Klaas Hofman, Francisco Pomares, Armor Gutierrez Rivas, Buster Christensen, Attilio Ranieri, Chris Green, Kate van Heusen, Henryk Struski, Emanuela Gioffreda, Raymond van den Broek, Sanne van der Burgh, Karl Johan Nyquist, Maria Lopez, Kasper Albrektsen

Bewegung

Der Weg durch das Gebäude zielt darauf ab, alternative Bewegungsformen zu entwickeln und zu fördern. Das Labyrinth lässt Menschen auf Händen und Knien durch ein dreidimensionales Netz von Kuben von der zweiten in die dritte Etage klettern. Oder sie nehmen die Mausefalle, ein vertikales Labyrinth. Das ist ein Netz, das sich über mehrere Etagen erstreckt und es dem Nutzer ermöglicht, im Bereich der Lufträume auch größere Höhen zu „erklettern“. Rutschen und Feuerwehrstangen bieten dagegen eine schnelle Möglichkeit, wieder nach unten zu gelangen. „In Ku.Be haben wir versucht, die gewöhnliche Erfahrung eines Gebäudes auf den Kopf zu stellen“, erklärt uns ADEPT-Mitbegründer Martin Krogh. „Was sonst eine einfache, gedankenlose Reise durch das Gebäude wäre, wird zur Erforschung und Entdeckung von Bewegung. Hier sind Sie es, der die Route bestimmt, ganz wie Sie wollen: Klettern, Rutschen, Kriechen, Springen…“ Um allen Fähigkeiten und Altersgruppen gerecht zu werden, werden sowohl einfache als auch anspruchsvollere Fortbewegungsarten angeboten. Auch dabei werden die visuellen Verbindungen durch das Ku.Be aufrecht erhalten.

FOTOS

Urbane Gärten

Die urbane Flächengestaltung im Außenbereich schafft eine Verbindung zwischen Ku.Be und dem städtischen Raum. Das ist wichtig, um die acht verschiedenen Volumina und die darin stattfindenden Aktivitäten auch außen erlebbar zu machen. Die abwechslungsreiche Landschaft besteht aus wechselnden Klängen, Lichtern und Düften, das sich nahtlos in einen Hügel mit integrierten Rutschen einfügt. Sie reicht bis in die Gärten hinein und endet in einem Amphitheater im Freien. Ku.Be, das Haus der Kultur und Bewegung, erweitert die städtische Landschaft und das kulturelle wie sportliche Angebot der Kommune Frederiksberg und ihrer 12.000 Einwohner in einem solchen Ausmaß, dass es die weitere Entwicklung des Quartiers buchstäblich in Gang setzt.

Adresse

Ku.Be Dirch Passers Allé 4 DK 2000 Frederiksberg

Luftbild

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Eröffnung

2016
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
Grundriss Ebene 3

Sporthalle Jean-Louis Trintignant

Der Wunsch nach Urbanität

Sporthalle Jean-Louis Trintignant in Uzès

Standort

Die Herausforderung beim Bau der Sporthalle Jean-Louis Trintignant (französischer Schauspieler, Filmregisseur und Rennfahrer) an der gleichnamigen Schule in der südfranzösischen Kleinstadt Uzès (8.500 Einwohner, Département Gard) bestand darin, die Halle in die bestehende Umgebung einzufügen und optimale Bedingungen für die Ausübung des Sports zu schaffen. Im Vordergrund stehen dabei die Nutzbarkeit der Innenräume sowie die Beleuchtung und Belichtung, um sowohl Spielern als auch Zuschauern Komfort zu bieten. Die Sporthalle Jean-Louis Trintignant soll vor allem ein Bestandteil des Entwicklungsprojekts Zac Mayac in Uzès sein und gleichzeitig die Kontinuität mit dem angrenzenden College-Projekt gewährleisten, das NBJ Architectes bereits 2003 realisiert haben. Dieses Projekt greift die Mineralität des Colleges auf, indem es seine Materialität modifiziert. Ein Ergebnis ist die Perforationen der Fassaden, die gleichzeitig eine Besonderheit der Sporthalle ausmachen.

Architekt

Privat Architecture – François Privat
9 bis Rue Benoit
F-30 700 Uzès

NBJ architectes
Elodie Nourrigat & Jacques Brion
4 rue des Trésoriers de la Bourse
F-34000 Montpellier

Eröffnung

2017

Form

Einer der wichtigsten Aspekte des Vorhabens war der Wunsch, Urbanität zu erzeugen. So spielt der Platz vor der Halle eine wichtige Rolle: Er soll homogen sein und die Fußgängerzone mit den Parkplätzen verbinden. Vollständig verglast bietet der Eingang der Sporthalle eine visuelle Transversalität vom Platz direkt zum Spielbereich. Nachts dient es als Signal für die Besucher. Trotz des Wunsches nach Urbanität wurde die spürbare Wirkung der Sporthalle auf ihre unmittelbare Umgebung reduziert, indem sie der Topographie des Ortes angepasst und zum Teil eingegraben wurde. Diese Gestaltung des fast verspielt wirkenden Volumens verleiht der Sporthalle Jean-Louis Trintignant ein einheitliches Erscheinungsbild und eine einfache Lesbarkeit und Orientierung, auch  für die Schülerinnen und Schüler.

Bauherr

General Council of Gard + Segard

Autor

NBJ Architectes

Fotograf

Paul Kozlowski
FOTOS

Inhalt

Der Entwurf organisiert und strukturiert das gesamte Volumen der Sporthalle. Alle technischen Elemente sind unter dem Dach verborgen und gestalten die fünfte Fassade. Die interne Organisation der Sporthalle bemüht sich um die Vereinfachung der Erschließungsflächen für Publikum und Sportler. Wegeführung und Erreichbarkeit der verschiedenen Räume und Bereiche sind klar gegliedert und gut lesbar. Der helle Eingangsbereich bietet einen Übergang zum Vorplatz. Es findet echt Kommunikation zwischen Innen und Außen statt. Die großen Glasflächen bietet schon Weitem einen uneinnehmbaren Blick auf die Spiele, die im Inneren stattfinden, und belebt so die Umgebung der Halle, insbesondere den Vorplatz. Natürlich ist das Spielfeld das Zentrum einer solchen Anlage, so auch bei der Sporthalle Jean-Louis Trintignant. Gleichzeitig ist die Innenausstattung so gestaltet, dass die Halle großzügigen Zugang zu den Zuschauerbereichen bietet und zur Teilnahme an den Veranstaltungen einlädt. Der Zugang zu den Umkleidekabinen erfolgt ebenfalls über eine breite Treppe in der Halle, die alle unter der Aufsicht der strategisch günstig im Herzen der Bewegungsflächen gelegenen Rezeption steht. Schließlich war es auch Ziel von NBJ Architectes, eine angenehme und einladende Atmosphäre in der Sporthalle Jean-Louis Trintignant zu schaffen, wobei klare Farben bevorzugt werden, um die Sicht der Zuschauer auf die Spiele nicht zu behindern. Die einladende und warme Atmosphäre wird auch durch die Verwendung von Holz erreicht. Ein weiteres wichtiges Element ist die Nutzung des Tageslichts in der Halle. Deshalb wird die Turnhalle durch Oberlichter auf dem Dach und durch die durchbrochene Fassade für ein optimales Ambiente und optimale Spielbedingungen belichtet.

Adresse

Quartier Mayac
Route de Saint Ambroix
F-30700 Uzès

Luftbild

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Grundriss
SCHNITT

Centro Cívico Salburua

Schafft Beziehungen

Centro Cívico Salburua

Autonom und ambitioniert

Das Centro Cívico Salburúa ist das neue Zentrum des neuen und ambitionierten Stadtteils Salburúa in Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland (knapp 250.000 Einwohner). Das Zentrum kombiniert sportliche, kulturelle und administrative Nutzungen und schiebt die Entwicklung von Salburúa mächtig an. Das Bürgerzentrum dient der Zusammenkunft von Menschen, die hier ganz unterschiedliche soziale, kulturelle, erholsame oder sportliche Aktivitäten erleben können.

Architekt

IDOM Avda. Monasterio del Escorial, 4, 28049 ES-Madrid

Team

Juan Luis Geijo, Juan Dávila, Gonzalo Carro Maria Robredo, Oscar Ferreira, Javier Manjón, Aintzane Gastelu-Iturri, Daniela Bustamante, Beatriz Pagoaga, Aitziber Olarte

Bietet Kultur und Sport

Das Programm des Gebäudes gliedert sich in drei Ebenen. Die Eingangsebene im Erdgeschoss verfügt vor allem über die öffentliche Nutzungen wie Café, Lounge, Halle, Konferenzraum, etc. Im Untergeschoss befinden sich sämtliche Sportanlagen – mit Ausnahme des Pools. Neben der großen Drei-Feld-Sporthalle und den zugehörigen Nebeneinrichtungen wie Umkleiden und Duschen befinden sich hier einige weitere, kleinere Hallen und Flächen für vielfältige Aktivitäten, zum Beispiel eine Kegelbahn. In den beiden Obergeschossen befinden sich Verwaltungsbereiche und kulturelle Angebote wie eine Bibliothek, Studienräume, eine Infothek und Werkstätten. Im zweiten Obergeschoss liegt das Schwimmbad mit einem Schwimm- und einem Freizeitbecken sowie eigenem Umkleidebereich.  

Bauherr

Ayuntamiento de Vitoria-Gasteiz

Autor

idom

Fotograf

Aitor Ortiz
FOTOS

 

Schafft Beziehungen

Das gesamte Gebäude ist auf Transparenz und Kommunikation ausgelegt. Große Glasflächen in allen Bereichen gestatten Blicke bin tief ins Innere oder – in die andere Richtung – bis auf die andere Straßenseite. So verschmelzen Stadtraum und Stadteilzentrum miteinander, wodurch der öffentliche Charakter verstärkt wird. Im Obergeschoss sind die Fassaden weniger durchlässig und eher abstrakt gehalten, was dem Gebäude ein noch stärkeres und kraftvolleres Bild verleiht. Obwohl es sich um ein sehr kompaktes Gebäude mit einer Größe von ca. 110 x 60 Metern handelt, ist es dank der vielen Terrassen Freiflächen sehr hell. Solche Freiflächen queren das gesamte Gebäude und tragen dazu bei, visuelle Beziehungen zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Gruppen herzustellen. Das klappt bestens.

Adresse

Bratislava Hiribidea, 2, 01003 Vitoria-Gasteiz ES-Araba

Luftbild

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Grundriss Ebene -1
Grundriss Ebene 0
Grundriss Ebene 1
Grundriss Ebene 2
SCHNITTE

Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria

Alles einfach, alles weiß, alles leuchtend

Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria

Eine Kiste voller Licht

Dieses überaus helle und freundliche Gebäude in Madrid beherbergt die Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria und einen Schulungskomplex mit einem Schwimmbad,  Mehrzweckräumen, Schulungsräumen, Räumen für Physiotherapie und vielem mehr. Der Komplex kann auch als großer Mehrzweckbereich und Versammlungssaal genutzt werden, was eine Reihe von universitären Aktivitäten ermöglicht. Die Gestaltung der Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria ist geradezu klassisch zurückhaltend und volumetrisch an die Gesamtgestaltung des Campus in Bezug auf die maximale Höhe und Ausrichtung angepasst. Und es erfolgt eine klare Differenzierung der Sport- und Lehrbereiche nach Volumen und Fassadenmaterial. Grundlegendes Element des Sportzentrums der Universidad Francisco de Vitoria ist eine große, transluzente „Kiste voller Licht“ in den Abmessungen 60 x 50 x 12 m, die in eine räumliche Beziehung zum Hauptplatz des Campus tritt. Zwei saubere, klar umrissene Boxen werden durch ein flaches Bauwerk miteinander verbunden, dessen Dach zu einem zusammenhängenden Patio wird.

Architekt

Estudio Arquitectura Campo Baeza Calle Almirante 4 5ºB,   28004 ES-Madrid

Team

Ignacio Aguirre López, Alejandro Cervilla García, María Pérez de Camino Díez, Tommaso Campiotti, Miguel Ciria Hernández, Elena Jiménez Sánchez, Imanol Iparraguirre, María Moura
FOTOS

Alles wurde weiß lackiert

Die Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria wurde mit großer Leichtigkeit in GRC-Glasfaserbeton gestaltet, im Gegensatz zum eher geschlossenen Klassenzimmerkomplex und dem niedrigen Verbindungsgebäude. Das Volumen des Komplexes bewertet die Orientierung seiner Seiten unterschiedlich: Die dem Sonnenlicht stärker ausgesetzten Fassaden im Süden wurden mit vorgefertigten Platte aus GRC-Glasfaserbeton gefertigt, während die Nordfassade aus transluzentem Glas besteht. Die südwestliche Fassade ist mit einem niedrigen Streifen aus transparentem Glas versehen, der die Verbindung mit dem Hauptplatz des Campus unterstreicht. Dieser Mechanismus der Transparenz wiederholt sich an der Nordostfassade, die dem oberen Patio zugewandt ist. So entsteht eine visuelle Beziehung zwischen dem Platz und dem Sportkomplex. Die Struktur der Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria besteht aus einem Raster aus Stahlstützen und Balken an den Fassaden und Fachwerkträgern, welche die große Dachspanne überwinden. Alles wurde weiß lackiert. Der Rest des Bauwerks besteht aus Stahlbeton. Das Ergebnis ist ein Gebäude von großer Nüchternheit, formaler Zurückhaltung – und außergewöhnlicher Schönheit vom Konzept bis ins Detail.

Bauherr

Universidad Francisco de Vitoria

Adresse

Carretera Pozuelo-Majadahonda km 1.800 28223 Pozuelo de Alarcón ES-Madrid

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2017
Grundrisse
Schnitt
Ansichten
VIDEOS

 

Architectura sine luce nulla Architectura est

Von Colette Jauze
Ich bin mit der Arbeit von Alberto Campo Baeza seit langem gut vertraut und habe darüber zu zahlreichen Gelegenheiten geschrieben. Ich habe an der ersten Monographie über ihn mitgewirkt, die 1996 von Munilla Lería veröffentlicht wurde. Aber ich muss gestehen, dass mich sein kürzlich fertiggestelltes Werk, der Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria, wieder einmal überrascht hat. So sehr, dass ich beschlossen habe, darüber zu schreiben. Ich denke, dass dieser von Helligkeit durchflutete Raum mit seinem wunderbaren Licht, das durch eine große innere transluzente V-Form erreicht wird, kaum zu überbieten ist. Hier haben wir eine Kiste voller Licht, oder wie er es selbst in einer Dissertation über das Projekt beschrieben hat, eine „boîte á lumiére“. Bereits in seinem 2008 erbauten Moliner-Hauses in Saragossa hatte unser Architekt eine Bibliothek entworfen, in der er einen einfachen, aber ähnlichen Lichtmechanismus einsetzte: Die Nordfassade, die vollständig mit transluzentem Weißglas verglast war, ließ das Licht zum Protagonisten dieses strahlend weißen Interieurs werden. Das Ergebnis war beeindruckend.

Autor

Alberto Campo Baeza

Fotograf

© Javier Callejas

Der Besitz des Lichts

In diesem Fall hier, bei der Sporthalle der Universidad Francisco de Vitoria,  nun sorgen gleich zwei riesige transluzente Nordwände für ein außergewöhnliches Licht. Der ganze Rest des Raumes ist weiß und multipliziert die Lichtwirkung. Auch weiß ist der Ständer mit großen, weißen, perfekten Keramikpaneelen verkleidet, die mit denen des Sockels identisch sind. Alles einfach, sehr einfach, alles weiß, sehr weiß, alles leuchtend, sehr leuchtend. Wieder einmal hat unser Architekt seine eigenen Vorstellung verwirklicht, dass Licht mehr ist und Architectura sine luce nulla Architectura est. Wenn wir immer wieder sagen und schreiben, dass Alberto Campo Baeza der Architekt des Lichts ist, dann deshalb, weil wir es glauben und weil es in seinen Werken bestätigt wird, so wie hier. Alberto Campo Baeza wehrt sich gegen solche Behauptungen und argumentiert, dass es sich um ein universelles Thema handelt, das der Architektur selbst innewohnt und das niemand, am wenigsten er selbst, in Besitz nehmen könnte.

Der Architekt

ALBERTO CAMPO BAEZA
ALBERTO CAMPO BAEZA

Alberto Campo Baeza wurde in Valladolid geboren, wo sein Großvater Architekt war. Seit seinem zweiten Lebensjahr lebt er in Cádiz.

Er ist Professor an der Madrid School of Architecture, ETSAM, wo er seit mehr als 35 Jahren tätig ist. Er lehrte an der ETH Zürich und der EPFL in Lausanne sowie an der University of Pennsylvania in Philadelphia, der Kansas State University, der CUA University in Washington und 2016 an der L’Ecole d’Architecture in Tournai, Belgien. Kürzlich wurde er von der Buffalo University zum Clarkson Chair in Architecture 2017 ernannt.

Er hat Vorträge auf der ganzen Welt gehalten und bedeutende Auszeichnungen wie den Torroja Award für seine Caja Granada oder den Award der UPM University für seine Exzellenz in der Lehre erhalten. Im Jahr 2013 erhielt er die Heinrich Tessenow Goldmedaille, den Arnold W. Brunner Memorial Prize der American Academy of Arts and Letters, den International Award Architecture in Stone in Verona und das RIBA International Fellowship 2014 des Royal Institute of British Architects. Ebenfalls 2014 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Königlichen Akademie der Schönen Künste von San Fernando in Spanien gewählt. Im Jahr 2015 wurde er mit dem BigMat 2015 in Berlin und dem Internationalen Preis für spanische Architektur (PAEI 2015) ausgezeichnet. Außerdem gewann den 1. Preis Ex Aequo für den Bau des neuen Louvre.

„Ruhe. Vögel. Bach.“

Ein Interview mit Alberto Campo Baeza

  • Erzählen Sie uns von Ihren Top 5 Sportanlagen.
  • Welche Architekten und Gebäude haben Sie nachhaltig beeindruckt?
  • Was und wen halten Sie für die Trends und Trendsetter der Branche?
  • Welches Buch sollten Architekten in dieser Branche gelesen haben?
  • Was ist/war Ihr Lieblingslied beim Entwerfen?
  • Das Kolosseum in Rom, das Theater des Epidauro in Griechenland, das Stadion Braga von Souto de Moura, das Stadion Franchi Siena von Pier Luigi Nervi und der Hipodromo Zarzuela Madrid von Eduardo Torroja
  • David Chipperfield: Museum Berlin, Steven Holl: Bibliothek New York, Rafael Viñoly: Wolkenkratzer New York, Alvaro Siza: Church Canaveses, Souto de Moura: Torre Burgo Porto
  • Buckmister Fuller Globes, Zelte von Frei Otto, Weiße Wolken
  • T.S. Eliot: Was ist ein Klassiker, Stefan Zweig: Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens, Marcus Aurelius: Meditationen
  • Ruhe. Vögel. Bach.

U Arena

Salle de Spectacles

Die U Arena in Paris

Situation

Die U Arena ist ein geschlossenes Rugbystadion in Nanterre, einem Vorort westlich der französischen Hauptstadt Paris. Es ist das erste geschlossene Stadion in Europa seit der Telenor Arena bei Oslo im Jahr 2009. Die U Arena wurde von Christian de Portzamparc entworfen und vom französischen Rugby Union Club Racing 92 gebaut. Der Verein ist Eigentümer und Betreiber.

Die vollständig neu konzipierte Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hochhausviertel La Défense. Sie bietet je nach Konfiguration bis zu 40.000 Zuschauern Platz. Ihre Fertigstellung war ursprünglich schon für das Jahr 2014 geplant, verzögerte sich jedoch aufgrund von Anwohnerprotesten um drei Jahre.

Planer

Christian de Portzamparc Architecte
38, rue La Bruyère
F-75009 Paris

Bauherr

Racing Arena, Jacky Lorenzetti
FOTOS

Konfiguration

Die Halle war ursprünglich mit einem beweglichen Dach geplant, welches allerdings nicht zur Ausführung kam. Sie bietet drei verschiedene Konfigurationen.

  • In der Rugby-Konfiguration hat die U Arena eine Kapazität von 32.000 Plätzen. Gespielt wird auf Kunstrasen.
  • Bei Konzerten gibt es bis zu 40.000 Sitzplätze.
  • Bewegliche Tribünen ermöglichen eine Unterteilung für Hallensportarten vor bis zu 5.000 Zuschauern.

Adresse

Stade U Arena
99 Jardin de l’Arche
Nanterre Paris-La Défense
Frankreich

RUGBY
KONZERT
KLEINERE VERANSTALTUNGEN

Die U Arena befindet sich in Nanterre zu Füßen der „Grande Arche“ von La Défense und wurde in ein dichtes, prominentes Stadtgefüge eingebettet. Der Haupteingang ist auf die wichtigste Achse von La Défense ausgerichtet. Zum Komplex gehört auch ein Bürogebäude, in dem im Frühjahr 2018 die Verwaltung von Hauts-de-Seine einziehen wird.

Die Eingangs- und Empfangsbereiche, Umkleideräume und gastronomische Angebote sind allesamt hell und luftig unter den Tribünen untergebracht. Die Fassadengestaltung ist ausgesprochen gestaltprägend – sie wurde mit muschelförmigen Elementen aus grauem Aluminium und leicht serigraphiertem Glas gestaltet. Diese „Halskette“ bietet nicht nur hohen Wiedererkennungswert, sie illuminiert auch im Inneren vor allem die Lobbys und Sportlerbereiche.

Racing 92 nutzte seit 1907 mit wenigen Unterbrechungen das Stade Yves-du-Manoir im Pariser Vorort Colombes, das bereits Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1924 war. Aufgrund seiner alternden Bausubstanz und der rückläufigen Zuschauerkapazität wurde im Jahr 2011 der Umzug in ein neues Stadion in Nanterre beschlossen.

Baukosten

360.000.000 €

Eröffnung

10/2017
PLÄNE

Zahlen und Fakten zur U Arena

  • Ein 6.100 Tonnen schweres Dach in 40 Metern Höhe. Das Dach besteht aus vier Hauptträgern, von denen der wichtigste 1.200 Tonnen wiegt.
  • Extrem große Spannweiten von 150 m x 110 m mit bis zu 14 m hohen Trägern
  • 592 riesige Aluminium- und Glaselemente, die von 3.000 LED-Streifen in 16 Millionen Farben beleuchtet werden können. Jedes Element ist mit LED-Streifen mit eigener IP-Adresse ausgestattet, die unendlich viele feste und dynamische Lichtkompositionen ermöglichen.
  • 754 m² Gebäudefläche, davon 11.000 m² Freifläche
  • 13 Kilometer und 17.000 m² Tribünenfläche
  • 16 Eingänge
  • 1 vorgefertigte Betonfassade mit 645 Betonschalen (368 Ebenen, 193 zylindrische, 47 Torics, 42 konische, 16 ausbaufähige, 3 einzelne, 6 zusammengesetzte)
  • Eine 2.400 m² große Projektionswand, die zu den größten der Welt gehört.
  • 44 Barco HDF-Projektoren (je 30.000 Lumen)
  • 350 HD-Bildschirme
  • 380 VIP-Plätze, verteilt auf 95 Logen und 8 Lounges

Das erste Ligaspiel von Racing 92 findet am 22. Dezember 2017 gegen Stade Toulousain statt. Das erste Konzert hat bereits großen Eindruck hinterlassen: Die Rolling Stones schlossen ihre Europa-exklusive „No Filter-Tour“ mit drei Konzerten am 19., 22. und 25. Oktober 2017 ab. Ein guter Anfang.

Autor

Christian de Portzamparc Architecte

Fotos

Nicolas-Borel
CDP
Anthony Folliau

VIDEOS

 

 

Gammel Hellerup

Spektakel pur

Gammel Hellerup High School

Die Schule

Die 1.100 m² große Mehrzweckhalle und die jüngste zweigeschossige Erweiterung der Gammel Hellerup High School nördlich von Kopenhagen bieten den Schülern großzügige und spektakuläre  Räume und Flächen für ihre soziale und kreative Entfaltung. Gleichzeitig wird die Kapazität der Schule als Reaktion auf die wachsende Popularität erhöht – und auf ihrem Dach kann man nicht nur die Schulpausen bestens verbringen.

Das Gammel Hellerup High School ist ein modernes Gymnasium in Hellerup, einem Stadtteil der dänischen Kommune Gentofte (75.000 Einwohner) und zehn Kilometer nördlich von Kopenhagen. Das Gammel Hellerup Gymnasium wurde im Jahre 1894 gegründet und war ursprünglich ein Jungengymnasium. Etwa 900 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium, dass einen sehr guten Ruf in Bezug auf akademische Standards, außergewöhnliche Examensresultate und internationales Profil genießt.

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Der Standort

Ursprünglich stand die Sporthalle neben dem Campus. Ausstattung und Zustand der alten Halle reichten der Gammel Hellerup High School nicht mehr aus. Damit fehlte ein großer multifunktionaler Raum für Sport und den Sportunterricht, für Abschlussfeiern und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Also entwarf BIG – Gründer Bjarke Ingels ging hier zur Schule – eine Mehrzweckhalle, die ihre Form aus der Flugbahn eines Handballs ableitet. Die Halle wurde fünf Meter tief in den Schulhof eingegraben. Das bringt ihr nicht nur eine sehr gute Energiebilanz, sondern vor allem sehr ungewöhnliche Flächen und Angebote auf dem sanft geschwungenen Dach, das nun der neue Treffpunkt und Schulhof der Gammel Hellerup High School ist.

Der Rand des Daches ist mit Sitzbänken ausgestattet, das Dach selbst wurde durch kleine Fenstern perforiert, die nicht nur Tageslicht in die Halle bringen, sondern auch besondere Sichtbeziehungen herstellen. Die Form des Daches bietet natürlich auch zum Toben außergewöhnliches Potenzial. Der Architekt nennt das „Form follows formula!“

Adresse

Gammel Hellerup High School
Svanemøllevej 87
2900 Hellerup
Dänemark

Eröffnung

2015/2017
FOTOS

Noch ein Neubau

Schon während des Baus der Halle begannen die Planungen für einen weiteren Neubau – zwischen der neuen Halle und den angrenzenden Fußballfeldern. Ziel des neuen Kunstgebäudes war es, die Sportflächen mit den Bildungseinrichtungen und der Sporthalle in einem kontinuierlichen Fluss zu verbinden. Durch die Unterbringung von Teilen des Neubaus unter den Fußballfeldern können die Schülerinnen und Schüler nun durch die versunkene Sporthalle in der Mitte des Innenhofs ihre Klassenzimmer, die Cafeteria und den Haupteingang  bzw. -ausgang auf Straßenniveau erreichen. Darüber hinaus bilden und formen die neuen, teilweise unterirdisch gelegenen Einrichtungen das Dach des neuen Kunstgebäudes. Gleichzeitig erweitern sie die Fußballfelder zu einem grünen Teppich für informelle Aktivitäten und dienen als informelle Sitzgelegenheiten mit Blick auf kommende Sportereignisse.

Die bei der Mehrzweckhalle verwandten Baustoffe und Ausstattungen wurden auch beim jüngsten Neubau verwendet, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Während die Sporthalle als eine Art Sandwich aus Holz, Beton und wieder Holz realisiert wurde, bieten die neuen Räume Holzwände, die sich zwischen der Betonkonstruktion oben und unten spannen. Das schafft eine kohärente visuelle Identität. Man könnte auch sagen, dass die Gammel Hellerup High School an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist.

Autor

BIG

Fotos

José Campos

AWARDS

  • 2014 Fast Company Innovation By Design Awards, Finalist
  • 2014 Center For Active Design Excellence Awards Auszeichnungen, Lobende Erwähnung
  • 2014 Architizer A+ Auszeichnungen, Sieger der Jury
  • 2014 Al Architecture & Light Design Auszeichnung
  • 2014 Den Nordiske Lyspris (Nordischer Lichtpreis)
  • 2013 Architect Magazine’s Annual Design Review – Kategorie „Wachsen“
  • 2013 Den Danske Lyspris – 2013 Den Danske Lyspris
  • 2013 In Situ Prisen (dänischer Betonpreis)
DIE ARCHITEKTEN

BIG ist eine in Kopenhagen, New York und London ansässige Gruppe von Architekten, Designern, Urbanisten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Produktdesignern, Forschern und Erfindern. Das Büro ist derzeit an einer Vielzahl von Projekten in Europa, Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten beteiligt.

Die Architektur von BIG entsteht aus einer sorgfältigen Analyse der Entwicklung zeitgenössischen Lebens und durch multikulturellen Austausch sowie Kommunikationstechnologien. Alle gemeinsam erfordern neue Wege der architektonischen und urbanen Organisation. BIG ist der Ansicht, dass die Architektur sich gewinnbringend auch in weitgehend unerforschte Felder begeben kann oder muss, um den heutigen Herausforderungen gerecht zu werden. Eine pragmatisch utopische Architektur, die sich dem versteinerten Traditionalismus langweiliger Boxen und den naiven utopischen Ideen des digitalen Formalismus entzieht. Wie eine Form der programmatischen Alchemie schafft BIG Architektur, indem sie konventionelle Zutaten wie Wohnen, Freizeit, Arbeiten, Parken und Einkaufen miteinander vermischt. Durch die fruchtbare Überschneidung von Pragmatismus und Utopie finden die Architekten die Freiheit, die Oberfläche unseres Planeten zu verändern, um sich besser an zeitgenössische Lebensformen anzupassen.

 Bjarke Ingels. Worldcraft. The Future of StoryTelling

Team Gammel Hellerup High School

Partners in Charge: Bjarke Ingels, Finn Nørkjær
Project Leaders Multi-Use Hall & Gymnasium: Ole Schrøder, Ole Elkjær-Larsen, Frederik Lyng
Team Multi-Use Hall & Gymnasium: Ana Merino, Anders Hjortnæs, Christian Alvarez, Dennis Rasmussen, Gül Ertekin, Henrick Poulsen, Hjalti Gestsson, Jan Magasanik, Jakob Lange, Jacob Thomsen, Jeppe Ecklon, Ji-young Yoon, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Riccardo Mariano, Rune Hansen, Snorre Nash, Thomas Juul-Jensen, Vincent He, Xu Li
Project Manager Master Plan & Education Building: Ole Elkjær-Larsen
Project Leader Master Plan & Education Building: Tobias Hjortdal
Team Master Plan & Education Building: Agnete Jukneviciute, Ambra Chiesa, Brigitta Gulyás, Dennis Rasmussen, Enea Michelesio, Greta Krenciute, Høgni Laksáfoss, Isabella Eriksson, Jan Magasanik, Mikkel Marcker Stubgaard, Jeppe Ecklon, Kamilla Heskje, Michael Schønemann, Narisara Schröder, Thomas Juul-Jensen
Project Leader Landscape: Ole Elkjær-Larsen
Team Landscape:  Brigitta Gulyás, Enea Michelesio, Jakob Lange, Mikkel Marcker Stubgaard, Narisara Schröder, Tobias Hjortdal 

Auch mal reinschauen?

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