Waldorf Campus Berlin

Waldorf Campus Berlin

Sport & Philo­so­phie

 

 

Kersten Kopp Archi­tekten

Die archi­tek­to­ni­sche Umset­zung anthro­po­so­phi­scher Philo­so­phie in einen Schulbau mit Sport­halle.

Komplex

Die Sport­halle des Waldorf Campus Berlin komplet­tiert einen neuen Schul­kom­plex mitten auf der soge­nannten „roten Insel“ in Berlin-Schö­ne­berg. In den beiden ersten Bauab­schnitten entstanden die Johan­nes­schule mit Kinder­garten und Hort sowie das das Rudolf-Steiner-Bildungs­zen­trum.

Kersten Kopp Archi­tekten aus Berlin hatten den Wett­be­werb für diesen waldorf­päd­ago­gi­schen Campus bereits im Jahr 2013 gewonnen. Mit der Sport­halle wurde das Projekt endgültig fertig gestellt.

Die in Holz­bau­weise errich­teten Gebäude des Ensem­bles grup­pieren sich um einen zentralen Platz mit einla­dendem Charakter, der als Schulhof, Treff­punkt, Lauf­bahn und Spiel­platz dient. Er öffnet sich in Rich­tung des Haupt­ein­gangs der Schule.

Im ersten Bauab­schnitt wurde die Johan­nes­schule mit Kinder­garten und Hort reali­siert. Die Schule besetzt das Zentrum des Grund­stücks und fasst den Campus­platz mit Spiel­platz und Lauf­bahn. Das drei­ge­schos­sige Schul­ge­bäude bietet neben einer dyna­mi­schen Kubatur span­nende Erschlie­ßungs­flä­chen und Unter­richts­räume.

Durch die Eigen­stän­dig­keit der einzelnen Baukörper entstehen viele große und kleine Nischen und Frei­be­reiche, die als Pausen- und Grün­flä­chen genutzt werden können.

Das Rudolf-Steiner-Bildungs­zen­trum im Norden des Waldorf Campus Berlin entstand im zweiten Bauab­schnitt. Es bietet unter anderem einen Euryth­mie­saal und einen Musik- und Sprach­raum sowie ein Foyer mit Verbin­dung zur Johan­nes­schule und zum großen Schulhof im Osten.

Orga­ni­sa­tion

Die 820 m² große Sport­halle des Waldorf Campus Berlin vervoll­stän­digt den Komplex. Ihr Haupt­ein­gang mit verglastem Foyer verbindet die Halle mit den anderen Teilen des Ensem­bles – und mit der direkt zuge­ord­neten Lauf­bahn sowie den Außen­sport- und Spiel­an­lagen.

Die Umkleide- und Sani­tär­be­reiche befinden sich im einge­schos­sigen Teil des Baukör­pers. Die Räume für Sport­ge­räte und Haus­technik sind der Sport­halle direkt zuge­ordnet.

Die großen Fenster im Foyer sorgen für Blick­kon­takte und natür­liche Belich­tung, mit Unter­stüt­zung durch Licht­kup­peln und Ober­lichter.

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Mate­ria­lien

Für die Sport­halle des Waldorf Campus Berlin wurden unter­schied­liche Hölzer verwendet. Der Hallen­boden besteht aus Eichen­sport­parkett, die Prall­wände aus Lärchen­holz­scha­lung bzw. weiß lasierten Fich­ten­holz­drei­schicht­pa­neelen. Die Brett­schicht­holz­dach­binder aus Fich­ten­holz sind eben­falls weiß lasiert.

Der Waldorf Campus Berlin wurde im Sinne eines nach­hal­tigen CO2-neutralen Ansatzes in mehr­ge­schos­siger Holz­bau­weise geplant. Dazu gehören die Verwen­dung groß­for­ma­tiger Holz­fer­tig­teile, die Fassade aus unbe­han­delten, langsam verwit­ternden Lärchen­holz­bret­tern und die begrünten Dächer.

Philo­so­phie

In der anthro­po­so­phi­schen Philo­so­phie steht der indi­vi­du­elle, selbst erfah­rene Weg jedes Kindes vom Kinder­garten bis zur Schule und Fach­schule in gesunder und krea­tiver Umge­bung im Vorder­grund. Diesem Gedanken entspricht das Lernen in einem Campus, der für jede Alters­gruppe ein entspre­chendes Angebot bereit­hält.

Kersten Kopp Archi­tekten haben diesen Gedanken in drei Abschnitten und insge­samt acht Jahren gebaut.

Projekt­daten

Archi­tekt

Kersten Kopp Archi­tekten GmbH
Rhein­straße 45, Aufgang 3
D — 12161 Berlin

Bauherr

Verein Freunde der Johannes-Schule-Berlin e.V. (1. u. 3. BA);
Rudolf-Steiner-Bildungs­zen­trum GmbH, Emil Molt
Akademie, Freie Fach­schule für Sozi­al­päd­agogik (2. BA)

Eröff­nung

2021

Adresse

Waldorf­schule in Schö­ne­berg
Johannes-Schule Berlin
Monu­men­ten­straße 13A
D — 10829 Berlin

Fotos

Werner Huth­ma­cher, Berlin

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Szent Gellért

Sport­halle Szent Gellért in Buda­pest

Lass dich eingraben

 

 

építész stúdió

Der Baukörper macht keinerlei Anstalten, sich mit der histo­ri­schen Bausub­stanz der Schule anzu­legen. Das ist sehr wohl­tuend.

építész stúdió

Vorge­funden

Die Sport­halle Szent Gellért (Szent Gellért Terem) in Buda­pest ist ein heraus­ra­gendes Beispiel für das Bauen im Bestand – und nicht nur dafür. Sie entstand für das Gymna­sium St. Margaret aus den 1930er Jahren.

Der Entwurf des unga­ri­schen Büros építész stúdió wurde in erster Linie vom viel­zi­tierten Genius Loci bestimmt. Das Grund­stück weist ein starkes Gefälle auf und bot auf einer brach­lie­genden Fläche hinter der Schule genü­gend Platz, um das Gebäude und die notwen­digen Erschlie­ßungs­flä­chen aufzu­nehmen.

Die Planer entschieden sich dafür, die Sport­halle Szent Gellért einzu­graben. Dies hat gravie­rende Auswir­kungen auf die Erschei­nung der Halle, auf ihre Umge­bung und natür­lich auch auf ihre innere Orga­ni­sa­tion.

Verschwunden

Die sicht­bare Größe des Baukör­pers wird um mehr als die Hälfte redu­ziert. Hinter der Schule steigt das Gelände stark an, weite Teile der Halle wurden also unter dem Grün des Hangs versteckt.

Die Rück­seite der Sport­halle Szent Gellért ist voll­ständig im Hang verschwunden, die Seiten­fas­saden wachsen aus dem Gelände heraus. Die Gale­rie­ebene hinter der Südfas­sade ist dagegen voll­ständig wahr­nehmbar und öffnet sich zur Schule mit großen Glas­flä­chen.

Das Dach wird zur ebenso viel­zi­tierten fünften Fassade – und durch ein zusätz­li­ches Spiel­feld sogar nutzbar. Die unge­wöhn­liche Ball­fang­ein­rich­tung gibt dem Ganzen enorme Leich­tig­keit – und ergibt den totalen Kontrast zum detail­freu­digen Schul­ge­bäude.

Verloren

Grund­stück und Garten haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Früher standen hier herr­schaft­liche Terrassen, deren Charakter aller­dings im Zweiten Welt­krieg verloren ging. Zuletzt lag die Fläche brach.

Die Wieder­her­stel­lung dieses Gartens mit histo­ri­scher Neigung und der „Dach­ter­rasse“ für das Spiel­feld ist nicht nur aus funk­tio­naler Sicht ausge­spro­chen sinn­voll, es erin­nert auch an den neoba­ro­cken Vorgänger der Sport­halle Szent Gellért.

Orga­ni­sa­tion

Die Halle wird über die Rück­seite des Gymna­siums St. Margaret, also über den Schulhof, erschlossen. Der Eingang, die Umkleiden und Duschen für die Sportler sowie die Lehrer- und Lager­räume befinden sich sämt­lich auf der Spiel­feld­ebene. Das bedeutet kurze Wege und spart Zeit, und das ist natür­lich auch für den Schul­sport hilf­reich.

Zuschauer errei­chen das Hallen­in­nere über die darüber liegende Gale­rie­ebene. Eine groß­zü­gige Lobby mit Blick auf das Spiel­feld führt die Gäste auf die Tribünen.

Zugänge und Wege­füh­rungen für Sportler und Zuschauer sind also getrennt und führen auf verschie­denen Ebenen zum Herz­stück der Halle, dem Spiel­feld. Hier finden neben dem Schul­sport vor allem Basket­ball und Volley­ball sowie Fitness­kurse statt – bisweilen auch gleich­zeitig.

Die Eingangs­be­reiche sind bewusst ruhig gehalten. építész stúdió nennen sie „ein dunkles Inter­mezzo“ zwischen dem Außen­be­reich und der licht­durch­flu­teten Halle, die dank der weit geöff­neten Fassade in stän­diger visu­eller Verbin­dung mit der Schule steht.

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Zurück­hal­tung

Der Baukörper macht keinerlei Anstalten, sich mit der histo­ri­schen Bausub­stanz der Schule anzu­legen. Das ist sehr wohl­tuend.

Diesem zurück­hal­tenden Ansatz entspre­chend haben die Planer möglichst einfache Mate­ria­lien verwendet. Es domi­nieren Holz, Glas und Sicht­beton. Wo es für den tägli­chen Gebrauch notwendig ist, wurde die Beton­kon­struk­tion mit Holz­ober­flä­chen ausge­kleidet.

Der Ball­fang­zaun auf dem Dach wird von eng stehenden, verzinkten Stabele­menten gebildet. Sie wirken im Vergleich zum mono­li­thi­schen Baukörper der Sport­halle Szent Gellért fast durch­sichtig – oder wie eine Beloh­nung. Das Raster ist streng, aber dennoch neben dem detail­freu­digen Monu­ment der Schule kaum wahr­nehmbar.

Alles wirkt im besten Sinne einfach. Das muss man erstmal so hinkriegen.

Projekt­daten

Archi­tekt

építész stúdió
1016 Buda­pest,
HU – Krisz­tina krt. 71

Bauherr

Szent Margit Gimná­zium

Eröff­nung

2020

Adresse
Szent Margit Gimná­zium
1114 Buda­pest
HU – Villányi út 5–7
Fotos

Gergely Kenéz

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Märki­sche Schule

Die Sport­halle Märki­sche Schule

Na Endlich!

 

 

Harris + Kurrle Archi­tekten

Seit viel zu vielen Jahren stand den Schü­le­rinnen und Schü­lern der Märki­schen Schule keine ange­mes­sene Sport­halle zur Verfü­gung. Die Sport­halle Märki­sche Schule schafft hier nun endlich Abhilfe, und das ist in vielerlei Hinsicht eine abso­lute Berei­che­rung.

Harris + Kurrle Archi­tekten

Sitz­fuß­ball

Wo früher Gene­ra­tionen ange­hender Abitu­ri­en­tinnen und Abitu­ri­enten mit Sitz­fuß­ball und Gerä­te­turnen in einer muffigen Einfeld­halle eher wenig Spaß hatten, entstand nun nach Plänen von Harris + Kurrle Archi­tekten aus Stutt­gart mit der Sport­halle Märki­sche Schule eine nagel­neue Drei­fach­halle, die einen anderen Zeit­geist atmet.

Die neue Sport­halle in Bochum-Watten­scheid ersetzt ihre Vorgän­gerin an annä­hernd glei­cher Stelle, was schon ange­sichts der deut­lich größeren Baumassen eine nicht zu unter­schät­zende Aufgabe darstellt.

Zum Raum­pro­gramm gehörten nämli­chen neben der Sport­halle eine neue Mensa für bis zu 120 Gäste, Fach­räume für Musik und Zeichnen sowie ein Raum für die Schü­ler­ver­tre­tung.

Die Sport­halle Märki­sche Schule wird nicht nur für den Schul­sport, sondern auch von Sport­lern von vier NRW-Sport­schulen genutzt.

Denk­mal­schutz

Die Sport­halle Märki­sche Schule ist nun Teil des Märki­schen Gymna­siums. Dabei handelt es um ein denk­mal­ge­schütztes Gebäu­de­en­semble aus den späten 1950er Jahren, zu dem auch die Stadt­halle Watten­scheid gehört.

Watten­scheid ist seit langer Zeit viel­fäl­tigen Heraus­for­de­rungen wie Abwan­de­rungen, sozi­al­räum­li­cher Segre­ga­tion, Arbeits­lo­sig­keit, Vernach­läs­si­gung, Leer­ständen und sozialen Span­nungen ausge­setzt – und das ist dem Stadt­bild deut­lich anzu­sehen.

Das Programm der Sport­halle Märki­sche Schule setzt, begin­nend mit der Ausschrei­bung, genau hier an und schafft im Herzen der Schule und des Stadt­teils ein Mehr an Möglich­keiten und Mitein­ander, das über den reinen Sport­un­ter­richt weit hinaus­geht.

Eingraben

Der Neubau formu­liert als markanter, kompakter Baukörper das stadt­räum­liche Gegen­über zur Stadt­halle Watten­scheid und fasst den zentralen Pausenhof der Märki­schen Schule am anderen Ende ein.

Der Standort des Baukör­pers orien­tiert sich an seinem Vorgänger, und auch seine Höhen­ent­wick­lung sowie die verwen­deten Mate­ria­lien passen sehr gut in die vorge­fun­dene städ­te­bau­liche und räum­liche Situa­tion.

Das Gebäude misst 46,5 x 39,5m und wurde weit­ge­hend als Stahl­be­ton­kon­struk­tion ausge­führt. Das Dach besteht als Misch­kon­struk­tion aus Stahl­beton, Stahl und Holz. Durch das Eingraben des Baukör­pers und die Anord­nung der Sport­halle im Unter­ge­schoss wurde die sicht­bare Baumasse auf ein stand­ort­ver­träg­li­ches Maß redu­ziert.

Man könnte auch sagen, dass die Archi­tekten die denk­mal­ge­schützte Gesamt­an­lage respek­tiert und weiter­ge­baut haben.

Orga­ni­sa­tion

Durch den Neubau der Sport­halle Märki­sche Schule werden klare Frei­räume gebildet und bestehende verstärkt. Der zentrale Pausenhof fungiert nun auch als Vorplatz und Eingangs­be­reich für Sport­halle und Mensa. Die Mensa selbst orien­tiert sich nach Süden zu einem geschützten Außen­be­reich mit Bäumen und Aufent­halts­qua­lität. Die Anlie­fe­rung für die Mensa erfolgt entlang der östli­chen Grund­stücks­grenze.

Der Haupt­ein­gang und das Foyer liegen sinni­ger­weise in der an den Bestand angren­zenden Gebäu­de­ecke. Von hier aus gelangen die Schü­le­rinnen und Schüler direkt in die Mensa oder über Treppe und Aufzug in die Sport­halle samt angren­zenden Umkleiden im Unter­ge­schoss bzw. zu den Klas­sen­räumen und weitere Sport­nut­zungen wie dem Gymnas­tik­raum im Ober­ge­schoss.

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Stras­sen­i­veau

Die Sport­halle wird groß­zügig mit Tages­licht versorgt. Dies geschieht über umlau­fende Ober­lichter, wobei das Tages­licht durch eine Art Filter aus Beton­fer­tig­teilen gebro­chen wird und somit blend­frei einfällt.

Diese umlau­fende Belich­tung auf Stra­ßen­ni­veau gibt der Sport­halle Märki­sche Schule einen offenen und einla­denden Charakter, sowohl zum Schulhof hin als auch zur Außen­welt. Im Ober­ge­schoss sind der Gymnas­tik­raum und der Kraft­raum durch beson­dere Fens­ter­ele­mente an der Fassade ablesbar. Ansonsten befinden sich im OG vor allem Neben- und Tech­nik­räume, und da wären große Glas­flä­chen eher unwirt­schaft­lich.

Mate­ria­lien

Die gewählten Mate­ria­lien sind der Bauauf­gabe entspre­chend robust, wirt­schaft­lich und pfle­ge­leicht: Sicht­beton (Stützen EG), Klinker (Wände OG) und Metall (Dach). Art und Farbton der Mate­ria­lien orien­tieren sich dabei am denk­mal­ge­schützten Bestand.

Die Barrie­re­frei­heit ist durch Flur­breiten, einen Aufzug, Umkleiden für Schüler und Lehrer sowie Toiletten gewähr­leistet.

Fazit

Seit viel zu vielen Jahren stand den Schü­le­rinnen und Schü­lern der Märki­schen Schule keine ange­mes­sene Sport­halle zur Verfü­gung. Die Sport­halle Märki­sche Schule schafft hier nun endlich Abhilfe, und das ist in vielerlei Hinsicht eine abso­lute Berei­che­rung.

Projekt­daten

Archi­tekt

Harris + Kurrle Archi­tekten BDA
Part­ner­schaft mbB
Möri­ke­straße 15
D – 70178 Stutt­gart

Bauherr

Stadt Bochum

Metall­dach- und Fassa­den­be­klei­dungen

Schabos Klemp­ner­technik GmbH
West­ring 10
D – 48356 Nord­walde

Adresse

Märki­sches Gymna­sium Watten­scheid
Saar­land­straße 40–44
D – 44866 Bochum

Eröff­nung

2024

Fotos

Harris + Kurrle Archi­tekten BDA

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Gymnase Marie Paradis

Das Gymnase Marie Paradis“ in Le Bourget 

Nach den Spielen

 

 

archi5

Das Gymnase Marie Paradis bietet zukunfts­ori­en­tierte Antworten auf die Anfor­de­rungen moderner Sport­ar­chi­tektur – insbe­son­dere im Hinblick auf die Nach­nut­zung von Sport­stätten, die für Groß­ereig­nisse wie Olym­pi­sche Spiele gebaut werden.

archi5

Olym­pi­sche Trai­nings­stätte

Die Sport­halle „Gymnase Marie Paradis“ im Parc des Sports in Le Bourget wurde als Trai­nings­stätte für die Klet­ter­wett­kämpfe bei den Olym­pi­schen Spielen 2024 gebaut, jetzt ist sie ein High­light des sport­li­chen Ange­botes der Gemeinde nord­öst­lich von Paris.

Der Entwurf stammt von archi5, in Zusam­men­ar­beit mit der Société des Ouvrages Olym­pi­ques.

Der mono­li­thi­sche Baukörper fügt sich mühelos in den Sport­park ein. Seine Öffnungen und Zugänge orien­tieren sich an den benach­barten Sport­flä­chen.

Das Sockel­ge­schoss wurde mit Ziegeln verkleidet, die eine Verbin­dung zur indus­tri­ellen Vergan­gen­heit Le Bour­gets herstellen sollen. Der höhere Gebäu­de­teil mit dem Spiel­feld und der Klet­ter­halle erhielt eine Metall­fas­sade.

Beides zusammen ergibt im Zusam­men­spiel mit der acht­eckigen Gebäu­de­form und dem Holz der Öffnungs­ele­mente einen durchaus dyna­mi­schen und edlen Gesamt­ein­druck.

Nach­olym­pi­sche Sport­halle

Das Gymnase Marie Paradis wird an zwei Seiten von der komfor­ta­blen Anzahl von insge­samt zehn Umklei­de­räumen sowie mehreren Eingängen und Erschlie­ßungs­flä­chen umschlossen. Diese Bereiche sind auf maxi­male Flexi­bi­lität hin geplant worden, so dass Umkleiden und Hallen­be­reiche getrennt oder zusammen genutzt werden können. Dies war vor allem während der Olym­pi­schen Spiele wichtig, als die Sport­halle als Trai­nings- und Aufwärm­raum für die Klet­ter­wett­kämpfe genutzt wurde.

Im Hallen­in­neren gibt es drei Klet­ter­wände für die verschie­dene Diszi­plinen Bouldern, Speed und Lead. Das Spiel­feld kann für Ball­sport­arten und mehr genutzt werden.

Dank dieser komfor­ta­blen Ausstat­tung, zu der auch nach den Spielen 250 Zuschau­er­plätze gehören, ist der Komplex mit seiner Fläche von 3.000 m² dauer­haft und bestens für Wett­kämpfe und Sport­ver­an­stal­tungen geeignet, von regio­naler bis hin zu inter­na­tio­naler Ebene.

Zukunfts­fä­hige Archi­tektur

Neben seiner geho­benen Funk­tio­na­lität ist das Gymnase Marie Paradis auch ein gutes Beispiel für nach­hal­tiges Bauen. Das doku­men­tiert auch die HQE-Zerti­fi­zie­rung (Haute Qualité Envi­ron­ne­men­tale) für heraus­ra­gende Umwelt­stan­dards.

Die Trag­struktur besteht aus einem Holz­rahmen, der auf Nach­hal­tig­keit und die Redu­zie­rung des CO₂-Fußab­drucks ausge­legt ist. Die Holz­rahmen und ‑paneele wurden aus Frank­reich bezogen, um Trans­portemis­sionen zu mini­mieren und die lokale Forst­wirt­schaft zu unter­stützen.

Ein Groß­teil der Dächer ist als Gründach gestaltet. Diese nehmen das Regen­wasser auf, sind sehr gute Wärme­dämmer und halten das Gebäude im Sommer kühl. Auf dem Dach der Haupt­halle wurde zudem eine Solar­an­lage instal­liert, die rund 60 % des Warm­was­ser­be­darfs der Halle deckt.

Die Fassaden sind mit Stein­wolle isoliert, die groß­zü­gigen Glas­flä­chen auf der Ostseite sorgen für eine gleich­mä­ßige Versor­gung mit Tages­licht und weitere Ener­gie­ein­spa­rungen.

All dies wurde den olym­pi­schen Anfor­de­rungen und wird den zukünf­tigen Bedürf­nissen der Gemeinde absolut gerecht.

Marie Paradis

Mit seiner Lage im Medi­en­zen­trum der Olym­pi­schen Spiele 2024 spielt das Gymnase Marie Paradis eine zentrale Rolle im infra­struk­tu­rellen Wandel Le Bour­gets. Der Komplex dient nun als modernes Sport­zen­trum für lokale Vereine, Schulen und die Gemein­schaft – mit Raum größere Veran­stal­tungen.

Die Halle ist zudem barrie­re­frei gestaltet und mit dem AAA-Label für univer­selle Zugäng­lich­keit zerti­fi­ziert, was ihre inte­gra­tive Funk­tion für Menschen aller Alters­gruppen und Fähig­keiten unter­streicht.

Marie Paradis war eine fran­zö­si­sche Alpi­nistin. Sie erstieg im Sommer 1808 als erste Frau den Mont Blanc. Die gleich­na­mige Sport­halle nimmt die Hürden und Anfor­de­rungen an moderne Sport­ar­chi­tektur ziem­lich mühelos – insbe­son­dere im Hinblick auf die Nach­nut­zung von Sport­stätten, die für Groß­ereig­nisse wie Olym­pi­sche Spiele gebaut werden.

Projekt­daten

Archi­tekt

archi5

Bauherr

Solideo

Eröff­nung

2024

Adresse

Gymnase Marie Paradis
ZAC Cluster des médias
F – 93350 Le Bourget

Fotos

Sergio Grazia

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Palaz­zetto dello sport di Olgiate Olona

Palaz­zetto dello sport di Olgiate Olona

Himmel und Erde

 

 

Arch. Giulia de Appo­lonia

Der Entwurf für den Palaz­zetto dello sport di Olgiate Olona teilt die Halle in zwei hori­zon­tale Hälften, verschiebt diese gegen­ein­ander und setzt sie mit ganz gegen­sätz­li­chen Mate­ria­lien wieder zusammen.

Arch. Giulia de Appo­lonia

Schie­bung

Der Palaz­zetto dello sport di Olgiate Olona in der italie­ni­schen Provinz Varese besteht aus einer Drei­feld­halle, einer teil­weise auszieh­baren Tribüne mit bis zu 350 Sitz­plätzen, Neben­räumen für Zuschauer und Sportler und einer klei­neren Gymnas­tik­halle.

Der Entwurf der Archi­tektin Giulia de Appo­lonia teilt die Halle in zwei hori­zon­tale Hälften, verschiebt diese gegen­ein­ander und setzt sie mit ganz gegen­sätz­li­chen Mate­ria­lien wieder zusammen.

Orga­ni­sa­tion

Durch die hori­zon­tale Verschie­bung der beiden Geschosse entstehen Eingangs­be­reiche, Rampen, Treppen und Terrassen.

Der Palaz­zetto dello sport di Olgiate Olona wird über den einge­schos­sigen Gebäu­de­teil im Süden erschlossen. Hier, auf Spiel­feld­ebene, befinden sich auch die Haupt­um­kleiden und ‑einrich­tungen für die Sportler. Die Zuschauer führt eine einläu­fige Treppe ins Gale­rie­ge­schoss und von dort aus zu den Sitz­plätzen.

Die Umklei­de­räume sind in vier sepa­rate Blöcke unter­teilt. Ihre Erschlie­ßung durch die Sportler kann von den Zuschau­er­be­rei­chen getrennt werden. Weitere Umkleiden sind am anderen Ende der Halle, neben der klei­neren Gymnas­tik­halle, unter­ge­bracht.

Hier finden sich auch eine Bar, Neben­räume und eine große Terrasse mit Blick in den nahen Birken­wald. Bei Sport­ver­an­stal­tungen können Zuschauer die Halle auch via Außen­treppe, Terrasse und Bar errei­chen.

Bar und Terrasse können dank dieser eigenen Eingänge und einer Außen­treppe auch unab­hängig vom sons­tigen Geschehen in der Halle genutzt werden.

Mate­ria­lien

Durch die einge­setzten Mate­rialen entsteht eine klare Zonie­rung der beiden Geschosse – die Archi­tekten spre­chen „Himmel und Erde“.

Die Spiel­feld­ebene, das schwere und undurch­sich­tige Unter­ge­schoss, besteht aus vorge­fer­tigtem Beton, wirkt verwur­zelt und schützt die Sportler. Die obere Ebene ist ein licht­durch­läs­siges Volumen aus Poly­car­bonat und Glas, das diffuses Licht einlässt und die Bezie­hung zum Himmel herstellt – auch dank der Reflek­tionen in den verschie­denen Farben des Himmels, die sich im Laufe des Tages verän­dern.

Der enorme mate­ri­elle Gegen­satz zwischen den beiden Volu­mina und ihre dennoch inein­ander grei­fende Orga­ni­sa­tion erzeugen eine Span­nung, die dem eigent­lich massiven, oft an Schuh­kar­tons erin­nernden Typus Sport­halle durch Inter­ven­tion Inten­sität einhaucht.

Projekt­daten

Archi­tekt

Arch. Giulia de Appo­lonia

Arch. Sara Donato, Arch. Chiara Galusi, Arch Camilla Inverardi, Arch. Silvia Favini, Arch. Gabriele Rognoni, Arch. Anto­nella Trus­gnach

Bauherr

Comune di Olgiate Olona

Eröff­nung

2024

Adresse

Pala­MaGo
Via Armando Diaz, 63
21057 Olgiate Olona VA
Italien

Fotos

Filippo Poli

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­zen­trum Pallejà

Das Sport­zen­trum Pallejà

Schwe­be­kraft

 

 

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Mit der neuen Frei­luft­halle hat das Sport­zen­trum Pallejà, das ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung diente, eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Frei­luft­halle

Das Sport­zen­trum Pallejà in Kata­lo­nien (Provinz Barce­lona) bestand im Wesent­li­chen aus Spiel­fel­dern und Frei­an­lagen, die im Laufe der Jahre immer zahl­rei­cher und unüber­sicht­li­cher wurden. Mit der neuen Frei­luft­halle von JPAM City Makers und Masala Consul­tors erhielten diese Einzel­teile nun ein verbin­dendes Zentrum.

Die Planer organ­sierten die Groß- und Klein­spiel­felder neu und in einem schach­brett­ähn­li­chen Muster um die neue Halle herum. Dabei verbindet der gezielte Einsatz von Farbe die verschie­denen Bereiche visuell. Das Ergebnis ist ein kohä­renter Raum, der sport­liche Akti­vi­täten und Zuschau­er­be­reiche auf harmo­ni­sche Weise mitein­ander verbindet. Farbe und geome­tri­sche Präzi­sion verleihen der Anlage eine klare Struktur, ohne ihre Offen­heit zu beein­träch­tigen.

Diese Neuge­stal­tung der Sport­flä­chen und das markante schwe­bende Dach der Halle geben dem Komplex eine neue, weithin sicht­bare Iden­tität und ein konsis­tentes Erschei­nungs­bild.

Dach

Das Dach ist das stil­bil­dende High­light des Projekts. Es erfüllt mehrere Funk­tionen und bringt zugleich die Archi­tektur ins Spiel. Von außen erscheint die Konstruk­tion zwar als Hülle, sie unter­streicht aber gleich­zeitig den offenen Charakter des Geländes und Gebäudes.

Die Hülle besteht aus einer perfo­rierten Metall­ver­klei­dung, welche die Halle auf drei Seiten einfasst, aber halt nicht raum­hoch. Der Kontakt zur urbanen Umge­bung bleibt so bestehen – es entsteht eine naht­lose Verbin­dung Sport, Stadt und Land­schaft.

Unter dem Dach verän­dert sich die Wahr­neh­mung: Die Außen­hülle wird hier zu einem filternden Element, das die urbane Umge­bung sanft verschwimmen lässt und den Blick auf das Geschehen im Innen­raum lenkt.

Diese Doppel­funk­tion – Schutz und Verbin­dung – verleiht der Struktur etwas Beson­deres, auch im Stadt­raum, und macht sie zu einem iden­ti­täts­stif­tenden Element.

Mate­rial

Die Wahl von Metall und Beton als primäre Bauma­te­ria­lien unter­streicht den Ausdruck von gleich­zei­tiger Leich­tig­keit und Stärke. Die schlichte Metall­struktur trägt zur Abstrak­tion des Daches bei. Unter­stützt wird diese opti­sche Leich­tig­keit durch die Beton­scheiben, die das Dach an den Seiten tragen und die Ecken stüt­zen­frei belassen. Dieser Kontrast der Mate­ria­lien erzeugt die Illu­sion, dass das Dach mühelos auf den Beton­stützen ruht, was dem Gebäude nach den Worten von JPAM eine gewisse „Schwe­be­kraft“ verleiht.

Das Dach ist zur Straße hin leicht geneigt, wodurch die visu­elle Domi­nanz des Bauwerks zu dieser Seite hin redu­ziert wird. Auf der anderen, der Land­schaft zuge­wandten Seite jedoch erreicht das Dach seine maxi­male Höhe und bietet den Besu­chern einen atem­be­rau­benden Ausblick in das Llob­regat-Tal.

Die Struktur wird so nicht nur zum Schutz­dach, sondern auch zu einem archi­tek­to­ni­schen Rahmen, der die land­schaft­liche Schön­heit betont und einen Rahmen für den Sport bietet, ohne seine Schutz­funk­tion zu vernach­läs­sigen.

Nacht

Bei Nacht wandelt sich die Wahr­neh­mung des Komplexes: Die Beleuch­tung im Inneren illu­mi­niert den gesamten Baukörper und macht ihn von der Stadt aus sichtbar. So wird das Sport­zen­trum Pallejà auch bei Dunkel­heit zu einem Teil städ­ti­scher Akti­vität und bleibt lebendig. Die durch die Beleuch­tung erzeugte Trans­pa­renz hebt die Leich­tig­keit der Struktur hervor und stellt die Archi­tektur als stadt­bild­prä­gendes Element dar.

Die Frei­luft­halle stellt nun eine visu­elle Verbin­dung zwischen dem Sport­zen­trum Pallejà und der Stadt her. Die Anlage, die ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung dienen sollte, hat eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

Das Projekt zeigt, wie Archi­tektur nicht nur funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt, sondern auch eine wich­tige Rolle bei der Defi­ni­tion und Gestal­tung des städ­ti­schen Umfelds spielt. Durch die Kombi­na­tion aus Mate­rial, offener Struktur, schwe­bendem Dach und gezielter Beleuch­tung schuf JPAM einen Raum, der sowohl sport­liche Akti­vität als auch Gemein­schaft fördert.

Projekt­daten

Archi­tekt

JPAM
MASALA Consul­tors

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Pallejà 

Eröff­nung

2020

Adresse

Avin­guda de L’Onze de Setembre 1
08780 Pallejà
Barce­lona
Spanien

Fotos

Jordi Surroca
JPAM

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Nîmes

Die Sport­halle Nîmes

Hot Stuff

 

 

Ateliers A+, Serge Ferrari Group

Die Sport­halle Nîmes wurde im Oktober 2024, also erst vor wenigen Tagen, eröffnet. Sie kombi­niert Funk­tion, Archi­tektur und Ökologie mit moderner Kunst, Stadt­ge­schichte und hoch­wer­tigen Mate­ria­lien.

Das ist anspruchs­voll.

Ateliers A+, Serge Ferrari Group

Archi­tektur und Kunst

Die Sport­halle Nîmes bietet Raum für elf verschie­dene Sport­arten, darunter Fechten, Kunst­turnen, rhyth­mi­sche Gymnastik und Klet­tern. Sie ist ab sofort ein wich­tiger Bestand­teil des Sport­an­ge­bots dieser bedeu­tenden südfran­zö­si­schen Stadt, deren Sport­ar­chi­tektur bis in die Arenen der Römer­zeit zurück­reicht.

Das Gebäude fügt sich nahtlos in die Umge­bung ein und berück­sich­tigt die histo­ri­sche und kultu­relle Vergan­gen­heit der Stadt. Die flie­ßende, geschwun­gene Form der Fassade ist eine Hommage an die Textil­ge­schichte Nîmes’, bekannt für die Herstel­lung von Stoffen seit dem 16. Jahr­hun­dert.

Diese Verbin­dung zur Vergan­gen­heit zeigt sich in der orga­nisch geformten Fassade, die an drapierte Stoffe erin­nert. Die geschwun­gene Lini­en­füh­rung schafft eine einla­dende Atmo­sphäre und sorgt gleich­zeitig für funk­tio­nalen Schutz vor den klima­ti­schen Bedin­gungen des Mittel­meer­raums.

Die groß­flä­chige Fassa­den­ge­stal­tung ist ein Ergebnis der engen Zusam­men­ar­beit zwischen den Archi­tekten des Ateliers A+ und dem renom­mierten Künstler Alain Clément. Sie greift das reiche kultu­relle Erbe von Nîmes auf und nimmt die Gestalt einer römi­schen Toga an – beson­ders bei nächt­li­cher Beleuch­tung.

Mate­rial

Eine solche Gebäude- und Fassa­den­form stellt natür­lich Ansprüche an das Mate­rial. Um den Schwung des Entwurfs umzu­setzen, muss es flexibel, formbar und außerdem wider­stands­fähig sein. Darüber hinaus musste der Baustoff den strengen plane­ri­schen Anfor­de­rungen an die Nach­hal­tig­keit entspre­chen.

Letzt­lich fiel die Wahl auf die Membran Frontside View 381 der Serge Ferrari Group, die auf einer Fläche von 2.500 m² auf Paneele gespannt wurde. Dieses Mate­rial trägt nicht nur zur Ästhetik des Gebäudes bei, sondern sorgt auch für eine nach­hal­tige Bauweise mit güns­tiger CO2-Bilanz: Die Membran ist hoch­fest, sehr leicht und ermög­licht damit ein schlankes Trag­werk.

Ein erst­klas­siges Medium für den Künstler Alain Clément, der hier, inspi­riert von der Geschichte der Stadt und der Form des Gebäudes, sein bisher größtes Werk schuf.

Fazit

Die Archi­tektur der Sport­halle Nîmes ist nicht nur poetisch und sensibel, sie beruht auch auf inno­va­tiven tech­ni­schen Lösungen, die den funk­tio­nalen und ökolo­gi­schen Anfor­de­rungen unserer Zeit gerecht werden.

Die Zusam­men­ar­beit zwischen dem künst­le­ri­schen Ansatz des Ateliers A+ und dem tech­ni­schen Know-how der Serge Ferrari Group ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Ästhetik und Mate­rial gemeinsam ein Gebäude schaffen können, das gleich­zeitig nach­haltig, funk­tional und elegant ist.

Projekt­daten

Archi­tekt

Ateliers A+

Bauherr

Stadt Nîmes

Membran

Serge Ferrari Group

Adresse

Canton de Nîmes‑4
30900 Nîmes,

Eröff­nung

2024

Fotos

Camille Gharbi

Text

Johannes Bühl­be­cker
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(Adver­to­rial)

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Bloo­ming­dale Inter­na­tional School

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School

Revo­lu­tion!

 

 

andb­lack design studio 

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School in Vija­ya­wada, Indien, ist ein wegwei­sendes Beispiel für den Einfluss moderner Archi­tektur auf die Gestal­tung zukünf­tiger Bildungs­räume.

andb­lack design studio

Klas­sen­zimmer?

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School in Vija­ya­wada, Indien bricht mit den klas­si­schen Normen des Schul­de­signs. Anstelle der übli­chen, kasten­för­migen Klas­sen­zimmer schufen die Planer des andb­lack design studio aus Ahmed­abad flie­ßende und mitein­ander verbun­dene Räume, die freie Bewe­gung und Inter­ak­tionen ausdrück­lich fördern.

Der Vorschul­be­reich erstreckt sich über eine Fläche von 400 m² und befindet sich auf dem Campus direkt neben dem bestehenden Schul­ge­bäude. Die beiden Gebäude sind durch einen abge­senkten Innenhof mitein­ander verbunden, welcher der Topo­grafie des Geländes folgt und zur neuen Erwei­te­rung hin ansteigt.

Die Planer nutzten diese Anord­nung, um mit ihrem Entwurf unsere tradi­tio­nellen Vorstel­lungen von Schule in Frage zu stellen. Das Ergebnis ist eine Kombi­na­tion von Bauform, Land­schaft und Innen­räumen mit unkon­ven­tio­neller räum­li­cher Orga­ni­sa­tion, modernen Tech­no­lo­gien und robusten Mate­ria­lien.

Land­schaft!

Der Entwurf lässt die Grenzen zwischen Spielen und Lernen verschwimmen. Der Innenhof verstärkt diesen Effekt, indem er je nach Bedarf als Spiel­platz, Klas­sen­zimmer oder Amphi­theater nutzbar ist.

Diese beson­dere und viel­sei­tige räum­liche Situa­tion wird durch den Einsatz von raum­hohen Glas­wänden und Ober­lich­tern weiter verstärkt. Der Kontakt zwischen Innen und Außen reißt nie ab, die Land­schaft wirkt als Erwei­te­rung des Gebäudes.

Tele­tub­bies

Ein weiterer wesent­li­cher Unter­schied zu konven­tio­neller Schul­ar­chi­tektur ist die Gebäu­de­form. Die Planer setzen nicht auf leuch­tende Farben, um Inter­esse zu wecken, sondern auf sich selbst. Um es mit den Worten der Archi­tekten zu sagen: „Das Gebäude sollte nicht nur Teil der Land­schaft sein, sondern selbst eine Form der Land­schaft.“ Dies zeigt sich in dem geschwun­genen, wellen­ar­tigen Dach, das an eine Welle oder sanfte Hügel erin­nert – und an die Tele­tub­bies.

Vorfer­ti­gung

Die flie­ßende Form des Daches – mit Rasen bedeckt und auf einem Raum ohne Stützen oder Trenn­wände ruhend – wurde natür­lich am Rechner konzi­piert. Das Projekt wurde darüber hinaus mit begrenztem Budget reali­siert. Also war Effi­zienz gefragt, daher wurde auf verfüg­bare Ressourcen und Tech­no­lo­gien zurück­ge­griffen.

Und auf vorge­fer­tigte Mate­ria­lien. Der struk­tu­relle Kern des Daches wurde mit Hilfe vorge­fer­tigter Elemente vor Ort errichtet. Die komplexe Struktur wurde mit einer Ferro­beton-Schale gelöst, die über der Metall­struktur inte­griert wurde.

Bemer­kens­wert

Im Inneren erzeugt das Dach Erstaunen. Die sicht­baren struk­tu­rellen Elemente an der Decke bilden einen schönen Kontrast zur äußeren begrünten Ober­fläche. Der visu­elle Effekt dieser redu­zierten Mate­ri­al­pa­lette wird durch natür­li­ches Licht, das durch die Ober­lichter dringt, noch verstärkt. Die im Laufe des Tages wandernden Bewe­gungen von Licht und Schatten geben den Klas­sen­zim­mern eine weitere spie­le­ri­sche Dimen­sion.

Die Archi­tektur der Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School ist bemer­kens­wert in ihrem struk­tu­rellen Ausdruck, ihrer Inno­va­ti­ons­kraft und ihrer Entschlos­sen­heit.

Projekt­daten

Archi­tekt

andb­lack 
405 Abhi­jyot Square,
Off SG Highway, b/h divya bhaskar press,
Makarba, Ahmed­abad – 380051

Jwalant Maha­dev­wala
Adity Rawat

Bauherr

Bloo­ming­dale Inter­na­tional School

Eröff­nung

2024

Adresse

Bloo­ming­dale Inter­na­tional School
Chepa­la­kun­dila Road, Penamaluru
Vija­ya­wada, Andhra Pradesh
Pincode – 521137

Fotos

Vinay Panj­wani

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­zen­trum Trumpf

Das Sport­zen­trum Trumpf in Ditzingen

Sport ist Trumpf

 

 

Barkow Leib­inger

Das Sport­zen­trum Trumpf: Sport auf dem Dach ist immer eine gute Idee. Beson­ders, wenn woan­ders kein Platz mehr ist.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

A81

Das Sport­zen­trum Trumpf von den Berliner Archi­tekten Barkow Leib­inger stellt nicht nur archi­tek­to­nisch, sondern auch funk­tional ein beein­dru­ckendes Beispiel für moderne Unter­neh­mens- und nach­hal­tige Sport­ar­chi­tektur dar.

Das Gelände der Firma Trumpf in Ditzingen bei Stutt­gart, direkt an der A81, ist seit den späten 1960er-Jahren zu einem hoch­mo­dernen Inno­va­tions- und Indus­trie­campus heran gewachsen, der heute neben Produk­tion und Verwal­tung auch ein Ausbil­dungs­zen­trum und mehr umfasst.

30 Meter

Für weitere Initia­tiven war auf dem Grund­stück eigent­lich kein Platz mehr. Daher entstand das 7.400 m² große Sport­zen­trum Trumpf in einer Höhe von etwa 30 Metern, auf dem Dach eines bestehenden Logis­tik­zen­trums – und bietet ganz nebenbei eine tolle Aussicht über das Firmen­ge­lände und die Umge­bung.

Der Baukörper ist klar geglie­dert und in zwei gleich große Bereiche unter­teilt. Im vorderen Teil des Gebäudes befinden sich voll ausge­stat­tete Fitness­räume mit den neuesten Geräten. Ergänzt wird das Angebot durch Räume für Yoga, Pilates und andere Fitness­kurse, die in einer hellen und freund­li­chen Atmo­sphäre statt­finden.

 

Sport­halle

Ein groß­zü­giges Foyer sowie Umklei­de­räume mit Duschen und Schließ­fä­chern runden diesen Bereich ab und bieten den Mitar­bei­tern ein wahr­lich komfor­ta­bles Umfeld für sport­liche Akti­vi­täten.

Der hintere Bereich des Zentrums beher­bergt eine Drei­feld­sport­halle, die den Trumpf-Betriebs­sport­gruppen zur Verfü­gung steht. Die Halle ist groß­zügig dimen­sio­niert und kann für verschie­dene Sport­arten wie Basket­ball, Volley­ball, Badminton oder Hallen­fuß­ball genutzt werden. Dank der flexi­blen Raum­ge­stal­tung sind auch Veran­stal­tungen und Turniere problemlos möglich.

Erschlossen wird das Ganze über eine offene Außen­treppe, die gleich­zeitig Teil des Fitness-Parcours ist. Die nicht ganz so ambi­tio­nierten bringt ein Aufzug nach oben.

.

Holz

Um den stei­genden Anfor­de­rungen an Ener­gie­ef­fi­zienz und Nach­hal­tig­keit gerecht zu werden, wurde das Sport­zen­trum Trumpf in Holz­bau­weise und mit weiteren umwelt­freund­li­chen Mate­ria­lien errichtet.

Das Trag­werk aus Fich­ten­holz-Leim­bin­dern ermög­licht in der Sport­halle Spann­weiten von bis zu 23,5 m. Die Vergla­sung der Südfas­sade bietet nicht nur Schutz vor Lärm, sondern sorgt durch Sonnen­schutz­ele­mente auch für eine ange­nehme Raum­tem­pe­ratur, selbst an heißen Sommer­tagen. Das Ergebnis ist viel Tages­licht und eine helle, freund­liche Atmo­sphäre. Ledig­lich die nörd­liche Fassade wurde mit licht­durch­läs­sigen Poly­car­bonat-Paneelen verkleidet.

kultur

Das Sport­zen­trum Trumpf auf dem Dach des Logis­tik­zen­trums ist also nicht nur ein Ort für sport­liche Betä­ti­gung; Seine bemer­kens­werte Archi­tektur und Funk­tio­na­lität spie­geln auch den hohen Anspruch des Unter­neh­mens an Inno­va­tion und Nach­hal­tig­keit wider.

Projekt­daten

Archi­tekt

Barkow Leib­inger
Frank Barkow | Regine Leib­inger
Schil­ler­straße 94
D – 10625 Berlin

Tobias Wenz, Alex­ander Lehmann, Andreas Moling,
Kevin Scheurer, Jasmin Sche­cken­bach, Ina
Reinecke, Annette Wagner

Bauherr

TRUMPF GmbH + Co. KG

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Adresse, Link usw.

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Adresse, Link usw.

Adresse
TRUMPF Laser- und System­technik GmbH
Diesel­straße 1
D – 71254 Ditzingen
Eröff­nung

2022

Fotos

David Franck

Text

Johannes Bühl­be­cker
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La Défense Arena

La Défende Arena in Paris

Salles de Spec­ta­cles

 

 

2Portzamparc

Die La Défense Arena, in der gerade die olym­pi­schen Schwimm­wett­be­werbe statt­finden, ist eigent­lich ein geschlos­senes Rugby­sta­dion in Nanterre.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Rugby

Die La Défense Arena, in der gerade die spek­ta­ku­lären olym­pi­schen Schwimm­wett­be­werbe statt­finden, ist eigent­lich ein geschlos­senes Rugby­sta­dion in Nanterre, einem Vorort west­lich der fran­zö­si­schen Haupt­stadt Paris. Sie heißt eigent­lich U Arena, wurde von Chris­tian de Portzam­parc entworfen und vom fran­zö­si­schen Rugby Union Club Racing 92 gebaut. Der Verein ist Eigen­tümer und Betreiber.

Die Halle steht in unmit­tel­barer Nähe zum Hoch­haus­viertel La Défense. Sie bietet je nach Konfi­gu­ra­tion bis zu 40.000 Zuschauern Platz (bei Konzerten), bei den olym­pi­schen und para­lym­pi­schen Spielen verfügt sie über 17.000 Plätze.

Konfi­gu­ra­tionen

Die La Défense Arena ist zwar „schon“ sieben Jahre alt, bietet aber jede Menge tech­ni­scher Inno­va­tionen wie den größten inter­ak­tiven Flach­bild­schirm oder die einpräg­same Fassade aus aus 600 dyna­mi­schen Flächen aus Alumi­nium und Glas.

Für die Spiele wurden tempo­räre Schwimm­be­cken instal­liert. Im Normal­be­trieb bietet die Arena drei verschie­dene Konfi­gu­ra­tionen.

  • In der Rugby-Konfi­gu­ra­tion hat die Arena eine Kapa­zität von 32.000 Plätzen. Gespielt wird auf Kunst­rasen.
  • Bei Konzerten gibt es bis zu 40.000 Sitz­plätze.
  • Beweg­liche Tribünen ermög­li­chen eine Unter­tei­lung für Hallen­sport­arten vor bis zu 5.000 Zuschauern.

la Défense

Die La Défense Arena steht zu Füßen der “Grande Arche” von La Défense und wurde in ein dichtes, promi­nentes Stadt­ge­füge einge­bettet. Der Haupt­ein­gang ist auf die wich­tigste Achse von La Défense ausge­richtet. Zum Komplex gehört auch ein Büro­ge­bäude, in dem die Verwal­tung von Hauts-de-Seine unter­ge­bracht ist.

Die Eingangs- und Empfangs­be­reiche, Umklei­de­räume und gastro­no­mi­sche Ange­bote sind alle­samt hell und luftig unter den Tribünen unter­ge­bracht.

Fotos

Pläne

Fassaden

Die Fassa­den­ge­stal­tung ist ausge­spro­chen gestalt­prä­gend – sie wurde mit muschel­för­migen Elementen aus grauem Alumi­nium und leicht seri­gra­phiertem Glas gestaltet. Das garan­tiert nicht nur hohen Wieder­erken­nungs­wert, sie illu­mi­niert auch im Inneren vor allem die Lobbys und Sport­ler­be­reiche.

Vor der Eröff­nung der U Arena nutzte Racing 92 90 Jahre lang (mit wenigen Unter­bre­chungen) das Stade Yves-du-Manoir im Pariser Vorort Colombes, das bereits Austra­gungsort der Olym­pi­schen Sommer­spiele 1924 war. 

Nun ist Olympia erneut zu Gast beim Rugby.

Projekt­daten

Archi­tekt

2Portzamparc
38, rue La Bruyère
F‑75009 Paris

Bauherr

Racing Arena, Jacky Loren­zetti

Eröff­nung

2017

Adresse

La Défense Arena / Stade U Arena
99 Jardin de l’Arche
F – Nanterre Paris-La Défense

Fotos

Nicolas-Borel
CDP
Anthony Folliau

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Zwei­feld-Frei­luft­halle Bocholt

Zwei­feld-Frei­luft­halle Bocholt

Die Zukunft

Dieses Projekt hat Signal­wir­kung weit über Bocholt hinaus, denn es ist die erste Zwei­feld-Frei­luft­halle in Deutsch­land. Die enge Verzah­nung von Sport und Spiel dient schon jetzt als Vorbild für andere Vereine und Sport­stätten.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Tenne war gestern

Auf einem ehema­ligen Tennen­platz in Bocholt entstand im Früh­jahr 2024 eine ausge­spro­chen viel­sei­tige Zwei­feld-Frei­luft­halle: Neben der schon „klas­si­schen“ Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­belag, die für Ball­sport­arten genauso gut nutzbar ist wie für Tanz­gruppen, entstand ein über­dachter Spiel­platz.

Diese Kombi­na­tion aus Sport und Spiel trägt nicht nur dem viel­sei­tigen Anspruch der „Turner und Ball­spieler Bocholt 1907“ Rech­nung, es dürfte sich auch um die erste und rich­tungs­wei­sende Zwei­feld-Frei­luft­halle auf deut­schem Boden handeln.

Die Planung stammt von Kempkes & Storm,  gebaut wurde die Halle von McArena.

Heute zählt Viel­falt

Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in zeit­ge­mäße Ange­bote trans­for­miert, die den Zielen des Vereins entspre­chen und möglichst den gesamten Stadt­teil akti­vieren und attrak­ti­vieren.

Entschei­dend ist die Viel­falt: Gemeinsam mit der Zwei­feld-Frei­luft­halle entstanden ein Kinder­spiel­platz mit Nied­rig­seil­garten, eine Calis­the­nics­an­lage und ein Toilet­ten­häus­chen. Damit haben die TuB Bocholt ihr ohnehin üppiges Angebot mit zahl­rei­chen Spiel­fel­dern, Gymnas­tik­hallen und Tennis­plätzen entschei­dend verfei­nert, denn Frei­luft­hallen spre­chen alle Nutzer­gruppen an.

Und frische Luft

Frei­luft­hallen sind ein komfor­ta­bler und wirt­schaft­li­cher Hybrid aus Sport­platz und Sport­halle. Sie bieten eine über­dachte Sport­fläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Damit sind sie so viel­seitig wie die Sport­parks, deren Zentrum sie bilden. In Bocholt sind neben vielen Ball- und Rück­schlag­sport­arten auch Tanzen, Fitness, Gesund­heits­sport oder Yoga ganz­jährig möglich. Für Kinder­ge­burts­tage, Vereins- und Fami­li­en­feiern oder Firmen-Events eignen sich die Hallen natür­lich auch.

Fotos

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Für alle da

Die Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­belag kann auch von Externen gebucht werden. Eine auto­ma­ti­sche Steue­rung lässt dann das Licht zu den gebuchten Zeiten an- und im Anschluss wieder ausgehen. Darüber hinaus verfügt die Halle über vier Funi­no­tore (wie vom DFB empfohlen), eine Anzei­gen­tafel und eine Audio­an­lage. Durch Drücken der Tortaste im Torpfosten lässt sich der Spiel­stand aktua­li­sieren, während Musik und Audios ganz einfach über Smart­phone oder Tablet gesteuert werden können.

Ein weiteres High­light sind die Laser-Geräte zur Messung der Torschüsse. Die Ergeb­nisse werden auf der Anzei­gen­tafel wieder­ge­geben.

Meilen­stein

Die neue Zwei­feld-Frei­luft­halle der TuB Bocholt 1907 ist ein Meilen­stein in der Entwick­lung dieses Tradi­ti­ons­ver­eins, insbe­son­dere für den Brei­ten­sport und den Nach­wuchs­be­reich.

Beson­ders ist auch die Gemein­sam­keit, mit welcher der Verein und die Stadt Bocholt das Projekt voran getrieben haben. Das ist auch ein Grund dafür, dass verschie­dene Förder­pro­gramme einge­flossen sind. So wurden die Frei­luft­halle durch städ­ti­sche Mittel und Förder­mittel des Bundes und des Landes NRW im Rahmen des Förder­pro­gramms „Inves­ti­ti­ons­pakt zur Förde­rung von Sport­stätten“, die Nied­rig­seil­garten durch das Programm „Moderne Sport­stätte 2022“ und die Calis­the­nics Anlage vom LSB.NRW („Inno­va­tive Outdoor­pro­jekte“) unter­stützt.

Signal­wir­kung

Das Projekt hat darüber hinaus Signal­wir­kung weit über Bocholt hinaus, denn es ist die erste und bisher einzige so viel­sei­tige Zwei­feld-Frei­luft­halle in Deutsch­land. Die enge Verzah­nung von Sport und Spiel, von Ange­boten sowohl für Kinder als auch für ihre Eltern (oder andere Erwach­sene) zeugt von Inno­va­ti­ons­geist und dient schon jetzt als Vorbild für andere Vereine und Sport­stätten: kompakte, wetter­ge­schützte und kosten­güns­tige Infra­struktur für Sport und Spiel mit opti­malen Bedin­gungen für die Akteure jedes Alters.

Mit anderen Worten: die Zukunft.

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Projekt­daten

Planung

Kempkes & Storm
Archi­tekten GmbH
Up de Dohre 13
D – 46399 Bocholt

Frei­luft­hallen

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D – 71522 Back­nang 

Verein & Adresse
TuB Bocholt 1907 e.V.
Lowi­cker Str. 19C
D – 46395 Bocholt
Eröff­nung

2024

Fotos

McArena GmbH
Kempkes & Storm
TuB Bocholt 1907 e.V.

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Cloud 9 Sports Center

Cloud 9 Sports Center

Schau­fenster

 

 

MAD Archi­tects

Die Fassade des Cloud 9 Sports Center betont die urbane Umge­bung und verwan­delt das Sport­zen­trum in ein Schau­fenster des städ­ti­schen Lebens.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Shijiaz­huang

Shijiaz­huang ist eine chine­si­sche Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwoh­nern, die ihre Wurzeln im Eisen­bahnbau hat und sich aktuell zur Dienst­leis­tungs­me­tro­pole verän­dert. Im Jahr 2018 begann die Stadt mit der Wieder­be­le­bung ihres zentralen Geschäfts­vier­tels.

Das von MAD Archi­tects entwor­fene Cloud 9 Sports Center befindet sich im nörd­li­chen Teil des Central Parks von Shijiaz­huang. Auf einer Fläche von rund 6.000 m² umfasst der Sport­kom­plex unter anderem ein Fitness­studio, Tennis­plätze (Innen und Außen) sowie Geschäfts­räume.  Umgeben von Wohn‑, Geschäfts- und Frei­zeit­ein­rich­tungen stellt der Central Park eine echte Berei­che­rung des städ­ti­schen Lebens dar.

Wolke

MAD fügen das Cloud 9 Sports Center behutsam in die Umge­bung ein. Der Komplex soll nicht nur als Sport­stätte dienen, sondern auch als Erwei­te­rung des Parks. Das weiche und flie­ßende Äußere des Gebäudes wird in ein trans­lu­zentes Membr­an­ma­te­rial gehüllt, das eine leuch­tende “Wolke” erzeugt, in der sich die natür­liche Umge­bung wider­spie­gelt.

Öffent­liche Bereiche, Außen­plätze und Grün­flä­chen werden sorg­fältig um das Gebäude herum ange­ordnet und in den Park inte­griert, um den Zugang der Gemein­schaft zu verbes­sern.

Zirku­la­tion

Bei der Planung des Cloud 9 Sports Center wurde von Beginn an Wert darauf gelegt, die gewünschte Funk­tio­na­lität in Einklang mit Umwelt­ver­träg­lich­keit zu bringen. Kühl­türme in der zweiten Etage lösen die Probleme der unter­ir­di­schen Belüf­tung, opti­mieren die Luft­zir­ku­la­tion und machen fast 5.200 m³ Fläche für die Erho­lung frei.

Darüber hinaus erstreckt sich das Dach der ersten Etage in Rich­tung des Parks und wird mit Grün­pflanzen bedeckt, um den Baukörper mit der Umge­bung zu verschmelzen.

Urba­nität

Die Außen­haut der oberen Stock­werke besteht aus ETFE-Membranen mit einer Metall­be­schich­tung. In Anbe­tracht der Auswir­kungen des Gebäudes auf den umlie­genden Park reflek­tiert diese Membran die Umge­bung und trägt dazu bei, das Volumen des Gebäudes zu verbergen und die visu­elle Beein­träch­ti­gung durch den Kühl­turm zu mindern.

Die Fassade des Gebäudes betont die urbane Umge­bung und die Akti­vi­täten der Besu­cher und verwan­delt das Sport­zen­trum in ein leben­diges Schau­fenster des städ­ti­schen Lebens.

360°

Der Fitness­raum im obersten Stock­werk verfügt über eine voll­ständig trans­pa­rente Glas­fas­sade, die den Trai­nie­renden einen 360°-Blick auf die Stadt und die natür­liche Umge­bung bietet.

Die Tennis­halle ist mit einer unter­ir­di­schen Geschäfts­straße und der U‑Bahn verbunden und profi­tiert von einer trans­pa­renten Glas­fas­sade, durch die natür­li­ches Licht in den Raum fällt.

2025

Das Cloud 9 Sports Center beein­druckt durch den grünen Hang und die Platt­form im zweiten Stock, die als Puffer zwischen dem Sport­zen­trum und der Stadt dienen. Eine kreis­för­mige Lauf­bahn verbindet das Gebäude mit dem Park, den Außen­plätzen, Terrassen und Aussichts­platt­formen.

Die Fertig­stel­lung ist für das Jahr 2025 vorge­sehen.

Projekt­daten

Archi­tekt

MAD Archi­tects

Ma Yansong, Dang Qun, Yosuke Hayano, Li Jian, Guo Xuan, Pan Siyi, Miao Fangyi, Lai Hanz­hang, Deng Wei, Qiao Xuan­tong, Faye Wong, Wang Lei, Li Cunhao

Bauherr

Shijiaz­huang Central Busi­ness District Deve­lo­p­ment Co., Ltd.

Eröff­nung

2025

Text

Johannes Bühl­be­cker
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