For Forest

“For Forest” im Wörther­see­sta­dion

Natur in Gefäßen

 

 

Litt­mann Kultur­pro­jekte

Es besteht die Gefahr, dass wir die Selbst­ver­ständ­lich­keit der Natur eines Tages nur noch in spezi­ellen Gefäßen bestaunen können.

Litt­mann Kultur­pro­jekte

Das Stadion als Blumen­topf

„FOR FOREST – Die unge­bro­chene Anzie­hungs­kraft der Natur“ war eine tempo­räre Instal­la­tion des Künst­lers Klaus Litt­mann, die das Wörthersee Stadion in Klagen­furt im Herbst 2019 in einen mittel­eu­ro­päi­schen Wald mit 299 Bäumen verwan­delte.

FOR FOREST setzte sich mit Klima­wandel und der soge­nannten Entwal­dung ausein­ander. Wiki­pedia erklärt Entwal­dung als Umwand­lung von Wald­flä­chen in andere Nutzungs­formen. Dabei gehen Lebens­räume und die sozio-ökono­mi­sche Funk­tionen des Waldes verloren. Die welt­weite Entwal­dung ist gemeinsam mit der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe eine der maßgeb­li­chen Ursa­chen für die globale Erwär­mung.

Mit der Instal­la­tion sollte unsere Wahr­neh­mung von Natur und ihrer Bedeu­tung sensi­bi­li­siert werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass wir die Selbst­ver­ständ­lich­keit der Natur eines Tages nur noch in spezi­ellen Gefäßen bestaunen können. Unge­fähr so, wie wir in den Zoo gehen, um uns Tiere anzu­sehen. Sagt jeden­falls Klaus Litt­mann.

Im Gegen­satz zu einem Zoo sind die Ausstel­lungs­ob­jekte hier aller­dings wenig exotisch, sondern vor allem heimisch: Der vom Land­schafts­ar­chi­tekten Enzo Enea gestal­tete Wald zeichnet sich durch eine bemer­kens­werte Arten­viel­falt von Silber­birke, Erle, Espe, Silber­weide, Hain­buche, Feld­ahorn und Stiel­eiche aus.

Unsere Wahr­neh­mung

Das Wörther­see­sta­dion wurde anläss­lich der Fußball-Euro­pa­meis­ter­schaft 2008 in Öster­reich und der Schweiz neu gebaut. Entworfen hat es der renom­mierte Archi­tekt Albert Wimmer. Das Stadion ist die Heimat des Zweit­li­gisten Austria Klagen­furt, der bei seinen Heim­spielen aller­dings meist nur wenige Zuschauer begrüßen kann.

Schon deshalb ist es gut, dass dieses bedeu­tende Bauwerk mit seinen 30.000 Zuschau­er­plätzen zumin­dest zwischen­zeit­lich wieder mehr Aufmerk­sam­keit bekam, und zwar als Schau­platz von Kunst.

Die Inspi­ra­tion zu FOR FOREST entnahm Klaus Litt­mann der mehr als 30 Jahre alten Blei­stift­zeich­nung „Die unge­bro­chene Anzie­hungs­kraft der Natur“ des öster­rei­chi­schen Künst­lers und Archi­tekten Max Peintner.

Von der Tribüne aus konnten Besu­cher die Wald­fläche aus unge­wohnter Perspek­tive betrachten. Dieses fiktional wirkende Bild löste bei den Besu­chern ganz unter­schied­liche Wahr­neh­mungen und Reak­tionen aus. Je nach Tages- oder Nacht­zeit bildeten die Bäume eine sich ständig verän­dernde Land­schaft, die sich durch Witte­rungs­ein­flüsse und die Farben des Herbstes weiter verän­dern wird.

Danach

Nach dem Ende der Instal­la­tion wurde der Wald an einen öffent­li­chen Ort in der Nähe des Wörther­see­sta­dions verpflanzt und bleibt als leben­dige, sich weiter verän­dernde “Wald­skulptur” erhalten. Hierzu entstand ein Pavillon, indem das Projekt dauer­haft doku­men­tiert wird und von Schü­lern und Studenten genutzt werden kann.

Projekt­daten

Land­schafts­planer

Enea GmbH  
Buech­strasse 12
8645 Rapperswil-Jona
Schweiz

Instal­la­tion

Litt­mann Kultur­pro­jekte
Spalen­torweg 13
4051 Basel
Schweiz

Archi­tekt des Stadions

Albert Wimmer ZT-GmbH
Flach­gasse 53
1150 Wien

Adresse

Wörthersee Stadion
Südring 207
9020 Klagen­furt am Wörthersee
Öster­reich

Fotos
Text

Johannes Bühl­be­cker
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Green Rovers Eco Park

Green Rovers Eco Park Stadion

Voll­pfosten

 

 

Zaha Hadid Archi­tects

Geplant wurde der Green Rovers Eco Park von Zaha Hadid Archi­tects, und deren Inter­esse am Umgang mit neuen Formen, Mate­ria­lien und Tech­no­lo­gien ist nach­ge­wiesen.

Zaha Hadid Archi­tects

Herz­stück

Der Forest Green Rovers Eco Park in Glouces­ter­shire wird mehr als ein Stadion werden. Die Forest Green Rovers als Bauherr und engli­scher Viert­li­gist sind schon jetzt laut FIFA der „grünste Fußball­club der Welt“. Die Spieler ernähren sich vegan, der Präsi­dent ist Dale Vince, der Gründer des Green Tech­no­logy ‑Unter­neh­mens Ecot­ri­city.

Das Stadion wird das Herz­stück des 100 Millionen Pfund teuren und 40 Hektar großen Sport- und Entwick­lungs­zen­trums, welches von Ecot­ri­city finan­ziert wird. Es soll ganz aus Holz sein — von den Toren mal abge­sehen.

Geplant wurde der Green Rovers Eco Park von Zaha Hadid Archi­tects, und deren Inter­esse am Umgang mit neuen Formen, Mate­ria­lien und Tech­no­lo­gien ist nach­ge­wiesen.

Die Forest Green Rovers haben eine ganz­heit­liche Vision für den Standort entwi­ckelt. Seine land­schaft­li­chen Quali­täten sollen erhalten bleiben, gleich­zeitig soll die Stadt­ent­wick­lung voran­ge­trieben werden.

Das Stadion ist das Zentrum. Drum herum entstehen Frei­zeit­an­ge­bote und Arbeits­plätze, also alltäg­liche Nutzungs­formen. So spielt das Leben hier eben nicht nur an den „Match Days“, sondern an jedem Tag des Jahres. Der Entwurf bewahrt und model­liert die vorge­fun­dene Land­schaft und fügt das Stadion und weitere städ­ti­sche Funk­tionen hinzu.

Welt­pre­miere

Der Forest Green Rovers Eco Park wird das erste Fußball­sta­dion sein, bei dem fast alle Elemente aus Holz sind. Das gilt auch für das Trag­werk, die Auskra­gungen des Daches und die Lamel­len­ver­klei­dung.

Holz ist sehr lang­lebig, recy­celbar und schön. Das Trag­werk und die Stüt­zen­ab­stände wurden so gewählt, dass auch die Tribünen und die Boden­platte aus Holz gefer­tigt werden können. Das ist in den meisten Stadien anders.

Das Dach wird mit einer trans­pa­renten Membran gestaltet, die das Rasen­wachstum nicht beein­träch­tigt. Die Dach­form mini­miert den Schat­ten­wurf für Spieler und Fans und redu­ziert die volu­me­tri­sche Wirkung des Stadi­on­bau­kör­pers.

Atmo­sphäre

Die Fans werden bis auf fünf Meter ans Spiel­feld heran­rü­cken. Von jedem Platz ist unein­ge­schränkte Sicht auf das gesamte Spiel­feld gewähr­leistet.

Die Form des Stadions trägt einem zukünf­tigen Ausbau Rech­nung, da alle von einer posi­tiven Entwick­lung des aktu­ellen Viert­li­gisten ausgehen. Zunächst für 5.000 Zuschauer ausge­legt, kann das Forest Green Rovers Eco Stadium in einer weiteren Bauphase relativ leicht auf 10.000 Plätze erwei­tert werden.

Projekt­daten

Archi­tekt

Zaha Hadid Archi­tects
101 Goswell Road
London EC1V 7EZ

Bauherr

Eco Park

Illus­tra­tionen

Zaha Hadid Archi­tects
101 Goswell Road
London EC1V 7EZ

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Serbia National Stadium

Das Serbia National Stadium

Motor

 

 

Fenwick Iribarren Archi­tects

Das Serbia National Stadium wird nicht nur die zukünf­tige Heimat der serbi­schen Fußball-Natio­nal­mann­schaft, sondern auch der Motor für die Entwick­lung eines neuen Stadt­teils am Stadt­rand von Belgrad sein.

Fenwick Iribarren Archi­tects

Kreis­förmig

Fenwick Iribarren Archi­tects planen und bauen das neue Natio­nal­sta­dion Serbiens, das Serbia National Stadium. Das Stadion wird nicht nur die zukünf­tige Heimat der serbi­schen Fußball-Natio­nal­mann­schaft, sondern auch der Motor für die Entwick­lung eines neuen Stadt­teils am Stadt­rand von Belgrad sein.

Das Stadion mit seinen 52.000 Plätzen erfüllt die Anfor­de­rungen der UEFA und FIFA an Länder­spiele und große Turniere. Die Bauar­beiten haben im Sommer 2024 begonnen, die Eröff­nung ist für das Jahr 2026 geplant.

Der Entwurf basiert auf einem kreis­för­migen Grund­riss, der sowohl im Dach, im Stadi­on­in­neren und an der Fassade ablesbar ist. Die Planer berufen sich dabei auf die neuen Werte der vergleichs­weise jungen serbi­schen Demo­kratie und wollen diese mit den Anfor­de­rungen von Ökologie und Nach­hal­tig­keit paaren.

Der obere Rand der zwei­ge­schos­sigen Tribünen wird wellen­förmig, zu den Ecken hin abfal­lend, ange­legt. Die Logen befinden sich umlau­fend zwischen Ober- und Unter­rang.

Grüne Fassade

Das stil­prä­gende Merkmal des Stadions ist die über vier Ebenen ange­legte, grüne Fassade. Drei davon werden mit Bäumen und Pflanzen begrünt, die an Stahl­seilen aufge­hängt sind.

Die Orga­ni­sa­tion der Tribü­nen­schüssel und die verschie­denen Räume im Inneren des Stadions garan­tieren volle Funk­tio­na­lität und viele Annehm­lich­keiten am Spieltag. An Nicht­spiel­tagen ermög­licht die riesige Verkehrs­fläche auf der Eingangs­ebene mit Zugang zum Unter­rang die konti­nu­ier­liche Nutzung des Gebäudes während des ganzen Stadions, auch für nicht­sport­liche Veran­stal­tungen. Hier werden Flächen für ein Einkaufs­zen­trum, eine Fußball­aka­demie und eine Sport­klinik vorge­halten.

Das trägt sehr zur wirt­schaft­li­chen Nach­hal­tig­keit bei.

Stadt­ent­wick­lung

Das Serbia National Stadium wird das Stadion Rajko Mitić von Roter Stern Belgrad als Haupt­spiel­stätte der serbi­schen Fußball­na­tio­nal­mann­schaft ablösen. Der Neubau entsteht in einem bisher länd­li­chen Gebiet außer­halb der Gemeinde Surcin, die etwa 15 km vom Stadt­zen­trum Belgrads entfernt liegt. Die Gesamt­fläche für das Stadion und die 4.500 Park­plätze beträgt etwa 32 ha.

Hier soll, mit dem Entwick­lungs­motor Stadion, ein neues Stadt­ge­biet entstehen. Weitere Einrich­tungen wie Einkaufs­zen­tren, Restau­rants, Wohn­ge­bäude wachsen rund um das Stadion herum. Neue städ­ti­sche Stra­ßen­ver­bin­dungen werden die Gebiete mitein­ander verbinden.

Projekt­daten

Archi­tekt

Fenwick Iribarren Archi­tects
Avda. de Fuen­carral 5,
Edificio 2 Planta Baja
28108 Alco­bendas

Bauherr

Repu­blik Serbien

Eröff­nung

2026

Adresse

Serbia National Stadium
Q7CQ+CM, Surčin
Serbien

Illus­tra­tionen

Fenwick Iribarren Archi­tects

Text

Johannes Bühl­be­cker
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King Salman Stadium

Das King Salman Stadium in Riad

Saat­korn

 

 

Popu­lous

Das King Salman Stadium in Riad wird eins der größten Stadien der Welt – und das Zentrum eines riesigen Sport­parks.

Popu­lous

Think big

Das King Salman Stadium in Riad wird eins der größten Stadien der Welt. Es soll bis Ende 2029 fertig­ge­stellt werden und als Haupt­quar­tier der saudi-arabi­schen Fußball­na­tio­nal­mann­schaft sowie für natio­nale und inter­na­tio­nale Sport- und Unter­hal­tungs­ver­an­stal­tungen dienen.

Das Stadion bietet mehr als 92.000 Sitz­plätze, einschließ­lich einer könig­li­chen Loge, Skyboxen, VIP-Berei­chen mit 300 VVIP-Sitzen und 2.200 Busi­ness Seats sowie Dach­gärten mit Panora­ma­blick.

Das Stadion wird in einen umfas­senden Master­plan inte­griert, der Sport‑, Frei­zeit- und kommer­zi­elle Einrich­tungen umfasst.

Der Entwurf von Popu­lous beruft sich auch die natür­liche Land­schaft Saudi-Arabiens. Jedes Element des Master­plans symbo­li­siert ein „Saat­korn“, das keimt, die Erde durch­bricht und ins Licht tritt.

Die Stadio-Bowl wurde so konfi­gu­riert, dass Royals, VVIP, VIP und Hospi­ta­lity-Zuschauer auf der West­tri­büne und zusätz­liche Hospi­ta­lity-Sitz­plätze auf der Osttri­büne unter­ge­bracht werden können. Darüber hinaus umgibt ein durch­ge­hender Ring von Hospi­ta­lity-Skyboxen die gesamte Schüssel.

Die Zuschauer mit allge­meinem Zutritt befinden sich in den oberen und unteren Rängen ober­halb und unter­halb der Hospi­ta­lity-Sitz­plätze.

Alles im King Salman Stadium entspricht den aktu­ellen Anfor­de­rungen des inter­na­tio­nalen Fußballs und der Fifa.

9 km Sport­pfad

Der Master­plan umfasst nicht nur das Stadion, sondern auch ein Leicht­ath­le­tik­sta­dion, ein Aqua­tics Center mit olym­pi­schem Pool, Fußball­trai­nings­felder, Fan-Zonen und eine Indoor-Sport­halle. Ein neun Kilo­meter langer Sport­pfad verbindet die Einrich­tungen mit dem King-Abdu­laziz-Park und betont die Verbin­dung zwischen Archi­tektur, Land­schaft und Gemein­schaft.

Nach­hal­tig­keit wird groß geschrieben: Grüne Wände und Dächer inte­grieren die Sport­stätte in die umlie­genden Grün­flä­chen. Diese Ansätze redu­zieren den ökolo­gi­schen Fußab­druck und verbes­sern die Ener­gie­bi­lanz.

Ein Regen­was­ser­ma­nage­ment-System nutzt natür­liche Ressourcen, für den Bau werden Mate­ria­lien einge­setzt.

Spiel­frei

An Spiel­tagen bieten belebte, land­schaft­lich gestal­tete Wege Zugang zum Stadion, an spiel­freien Tagen verwan­deln sie sich in dyna­mi­sche Bereiche mit verschie­denen kommer­zi­ellen Ange­boten.

Die äußere Hülle schirmt das King Salman Stadium von der Außen­welt ab und lenkt den Fokus auf das Spiel­feld, während sie im Inneren das urbane Umfeld filtert und eine harmo­ni­sche Verbin­dung zur Umge­bung schafft. Beleuch­tete Wege und trans­pa­rente Mate­ria­lien verstärken die Einbin­dung in die Umge­bung.

Dieses Stadion ist Teil eines umfas­senden saudi-arabi­schen Plans, die Sport­in­fra­struktur zu moder­ni­sieren und auf globale Events vorzu­be­reiten.

Projekt­daten

Archi­tekt

Popu­lous
14 Blades Court
London SW 15 2NU

Bauherr

Ministry of Sport Saudi Arabia

Eröff­nung

2029

Illus­tra­tionen

Popu­lous

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Grand Stade Hassan II

Grand Stade Hassan II in Casa­blanca

Finale

 

 

Oual­alou + Choi, Popu­lous

Das Ziel des Grand Stade Hassan II ist nicht „nur“ ein Stadion für das WM-Finale 2030, sondern ein „ikoni­scher und welt­be­rühmter Venue“, der die marok­ka­ni­sche Kultur und Land­schaft wider­spie­gelt und mit der Moderne verknüpft.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

115.000

Das Grand Stade Hassan II in Casa­blanca wird nach seiner Fertig­stel­lung mit einer Kapa­zität von 115.000 Plätzen das größte Fußball­sta­dion der Welt sein.

Moussem

Der jetzt vorge­stellte Entwurf der Archi­tekten Oual­alou + Choi in Zusam­men­ar­beit mit Popu­lous ist stark von der marok­ka­ni­schen Kultur inspi­riert und nimmt Bezug auf die tradi­tio­nelle soziale Versamm­lung, bekannt als “Moussem”. Es wird von einem markanten, zelt­ar­tigen Dach gekrönt, das sich mit großer Geste in die bewal­dete Land­schaft fügt.

100 Hektar

Das Grand Stade Hassan II wird auf einem 100 Hektar großen Gelände in El Mansouria, einer Stadt etwa 38 Kilo­meter nörd­lich von Casa­blanca, errichtet.

2030

Es wird nicht nur das Heim­sta­dion für zwei lokale Fußball­ver­eine sein, sondern auch der Austra­gungsort des WM-Finals 2030. Marokko ist gemeinsam mit Spanien und Portugal Gast­geber des Turniers.

32

Ein beson­deres Merkmal des Stadions ist das Dach aus einer einzig­ar­tigen Alumi­nium-Lattice-Struktur, das von 32 monu­men­talen Trep­pen­auf­gängen getragen wird.

Platt­formen

Diese Trep­pen­auf­gänge bilden monu­men­tale Tore, die üppige Gärten auf erhöhten Platt­formen beher­bergen und den Zuschauern eine außer­ge­wöhn­liche räum­liche Erfah­rung bieten.

Gärten

Unter dem äußeren Dach­be­reich befinden sich bota­ni­sche Gärten, die eine grüne Oase unter der licht­durch­läs­sigen Dach­hülle schaffen.

Projekt­daten

Archi­tekt

Oual­alou + Choi

Archi­tekt 

Popu­lous

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Johannes Bühl­be­cker
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Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games

Das Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games 2023

Skulptur aus Beton

 

 

Archi-Tecto­nics, Thornton Toma­setti Engi­neers, !Melk 

Für die 19. Asian Games 2023 in Hang­zhou wurden zwölf Wett­kampf­stätten neu gebaut. Eins davon ist das skulp­tu­rale Feld­ho­ckey­sta­dion.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Land­schafts­skulptur

Bedeckt von einem 125 Meter langen, frei tragenden Flügel­dach ist Archi-Tecto­nics’ Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games im Hang­zhou Asian Games 2023 Park auch eine Art Skulptur in der Land­schaft.

Fünf Meter tief in das Gelände einge­bettet, scheint dieses Stadion aus der Land­schaft hervor­zu­treten und öffnet sich seiner Umge­bung als durch­läs­siges und skulp­tu­rales Element im Park.

Atrium

Als inte­graler Bestand­teil der Land­schaft vermit­telt das 5.000 Sitz­plätze umfas­sende Stadion die unter­schied­li­chen Höhen von Zuschauern und Spiel­feld. Durch ein geräu­miges Glasatrium mit 35 Meter hohen Decken gelangen die Zuschauer zu ihren Plätzen, die sich unter ihnen öffnen.

Im Grund­riss nehmen das Dach und das Spiel­feld die Form von zwei sich über­schnei­denden Ovalen an, die – nach den Worten der Archi­tekten – dem Samen des Lebens ähneln.

Span­nung

Die Mate­ria­lität und Struktur des Dachs wurden sich von den tradi­tio­nellen Meinong-Ölpa­pier- und Bambus­schirmen inspi­riert. Es über­spannt die gesamte Distanz in einem Zug. Ein einziger geschwun­gener Balken hält das Dach zusammen und das Netz unter Span­nung.

Das Dach schwebt knapp über dem Gebäude und erzeugt einen natür­li­chen Luftzug, der kühle Luft in den Zuschau­er­raum bringt.

Trga­werk

Der Ring, der das Sonnen­dach umgibt, wird von vier massiven skulp­tu­ralen Beton­ele­menten gehalten. Die Beton­wi­der­lager halten die Struktur nicht aufrecht, sie verleihen ihnen aller­dings Gewicht und halten die gesamte Konstruk­tion unter Span­nung.

Die Planer von Archi-Tecto­nics  haben eng mit dem Trag­werks­in­ge­nieur Thornton Toma­setti zusammen gear­beitet, um schließ­lich eine Struktur zu errei­chen, die die freie Spann­weite des Feld­ho­ckey­sta­dions der Asian Games ermög­licht.

BIM

Das gesamte Gebäude wurde zunächst in 3D model­liert und auf allen Ebenen inte­griert – von der Baustel­len­ver­wal­tung über Mate­ri­al­flüsse, Budget­über­le­gungen bis hin zu Detail­lie­rungen. Es ist damit das erste Projekt in China, das voll­ständig in BIM koor­di­niert und dafür ausge­zeichnet wurde.

Eine einfache Form, deren Umset­zung aller­dings beacht­liche Inge­nieurs­leis­tungen erfor­derte.

Schwamm

Die Ortbe­ton­struktur öffnet sich zu einem Eingangs­po­dium mit einer geschwun­genen Glas­lobby, die unter der abfal­lenden Form der Tribünen verborgen ist. Neben den Feld­ho­ckey­spielen soll das Stadion auch Outdoor-Film­vor­füh­rungen, Konzerte und andere Veran­stal­tungen beher­bergen.

Die umge­bende Land­schaft, entworfen von !Melk, folgt einem nach­hal­tigen Schwamm­stadt-Ansatz. Das Feld­ho­ckey­sta­dion der Asian Games soll nun, nach den Spielen, eine kultu­relle Funk­tion für die Nach­bar­schaft bekommen.

Projekt­daten

Archi­tekt

ARCHI-TECTONICS NYC, LLC
111 John Street #700
New York
US – NY 10038 

Trag­werk

Thornton Toma­setti Engi­neers
120 Broadway
New York
US – NY 10271–0016

Land­schafts­planer

!melk
111 John Street, Suite 2650 
New York
US – NY 10038

Eröff­nung

2022

Fotos

SFAP Shanghai

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Johannes Bühl­be­cker
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Stade Yves-du-Manoir

Stade Yves-du-Manoir in Colombes

Wahr­zei­chen

 

 

OLGGA, Celni­kier & Grabli Archi­tectes

Alle 100 Jahre finden im Stade Yves-du-Manoir in Colombes Olym­pi­sche Spiele statt. Da kann man sich schon was gönnen – zum Beispiel Archi­tektur von OLGGA.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Alle 100 Jahre: Olympia

Erbaut für die Olym­pi­schen Spiele im Jahr 1924, ist das Stade Yves-du-Manoir in Colombes, einem Vorort von Paris, ein Wahr­zei­chen in der Geschichte des fran­zö­si­schen Sports. Das Stadion war Austra­gungsort zahl­rei­cher sport­li­cher Ereig­nisse, insbe­son­dere der Olym­pi­schen Sommer­spiele 1924, vieler Spiele der fran­zö­si­schen Rugby-Natio­nal­mann­schaft und dem Rugby­club Racing 92. Ein Jahr­hun­dert später wird das Stadion die Feld­ho­ckey-Wett­be­werbe der Olym­pi­schen Spiele Paris 2024 ausrichten.

Aus diesem Anlass wurde die gesamte Sport­an­lage neu gestaltet. In Zusam­men­ar­beit mit Celni­kier & Grabli Archi­tectes wurde das Stadion entwi­ckelt und besteht aus 10 Spiel­fel­dern und zwei Gebäuden, von denen eines für Fußball und Rugby von OLGGA entworfen wurde.

Hoch­wasser

Der Master­plan ordnet, ratio­na­li­siert und sichert den Betrieb des Stade Yves-du-Manoir und seine sport­li­chen Akti­vi­täten. Die Spiel­felder und Gebäude sind so geplant, dass sie das Grund­stück gleich­mäßig belegen, insbe­son­dere das Zentrum der Anlage. Einrich­tungen, die demselben Sport zuge­ordnet sind, wurden grup­piert. So entstanden vier verschie­dene Bereiche mit Frei­räumen an den Rändern. Dabei handelt es sich um privi­le­gierte Stand­orte mit außer­ge­wöhn­li­cher Natur und Biodi­ver­sität.

Das Grund­stück befindet sich in einer poten­zi­ellen Hoch­was­ser­zone und ist klima­ti­schen Schwan­kungen unter­worfen. Daher wurde der Baukörper mit den Umklei­de­räumen und Sport­ein­rich­tungen im Erdge­schoss auf Stelzen gestellt.

Baum­stämme

Die Sport­an­lagen sind entlang einer Achse ange­ordnet, die das Gelände von Norden nach Süden durch­quert. Jede Einrich­tung befindet sich so nah wie möglich am Spiel­feld, dem sie zuge­ordnet ist.

Die markante Lage des Gebäudes im Gelände steht im Kontrast und im Kontakt zur Land­schaft. Schlichte, saubere und raffi­nierte Volumen verleihen dem Stade Yves-du-Manoir eine Wirkung, die seinen Maßstab betont. Das Erdge­schoss ist mit Baum­stämmen unter­schied­li­cher Durch­messer verkleidet, die eine dicke Fassade mit einem leben­digen und zufäl­ligen Muster bilden. Ein schwe­bendes Volumen in anthra­zit­far­bener Metall­ver­klei­dung, die Tribüne darüber, öffnet sich nach Osten und rahmt das Haupt­spiel­feld ein.

Trotz seiner 250 Meter Länge wirkt die Archi­tektur wohl­tuend zurück­hal­tend und unter­stüt­zend.

Fotos

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Krone

Die lang­le­bige und gegen Wasser wider­stands­fä­hige Beton­struktur des Erdge­schosses geht darüber in eine Holz­kon­struk­tion über. Diese ist sichtbar und umschließt die Tribüne, wodurch ein einheit­li­cher Raum mit warmer Atmo­sphäre entsteht. Die perfo­rierte Stahl­fas­sade ermög­licht den Blick auf die west­lich gele­genen Spiel­felder und stellt für die Besu­cher den visu­ellen Kontakt mit dem gesamten Gelände wieder her.

Die riesige Dach­ter­rasse setzt dem Stade Yves-du-Manoir die Krone auf – und schafft eine ganz enge Bezie­hung zwischen Mensch und Land­schaft. Zugäng­lich und bepflanzt, bietet sie eine schwe­bende Prome­nade und die Höhe, um die benach­barten Räume und Flächen neu zu entde­cken. Inten­sive Bepflan­zung trägt zum ther­mi­schen Komfort, zur Regen­was­ser­re­ten­tion und zur Entwick­lung der Biodi­ver­sität bei.

Projekt­daten

Eröff­nung

2023

Adresse

Stade Yves-du-Manoir
12 Rue Fran­çois Faber
F – 92700 Colombes

Fotos

Stephane Abou­daram
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Estadio Sant­iago Bernabéu

Estadio Sant­iago Bernabéu

Mythos

 

 

gmp, L35 Arqui­tectos, Ribas & Ribas Arqui­tectos

Durch den Umbau erlebt das Estadio Sant­iago Bernabéu eine Trans­for­ma­tion vom reinen Fußball­sta­dion zur Multi­funk­ti­ons­arena.

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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Legende

Es ist eine Legende: das Estadio Sant­iago Bernabéu, Heimat des spani­schen Rekord­meis­ters und frisch geba­ckenem Cham­pions League-Siegers Real Madrid. In den letzten zehn Jahren wurde das Stadion nach einem ganz­heit­li­chen Konzept umge­staltet und erwei­tert. Aus der hete­ro­genen Archi­tektur des Bernabéu wurde eine inno­va­tive und viel­fältig nutz­bare Multi­funk­ti­ons­arena.

Eine mobile Rasen­fläche, die einer festen Boden­platte weichen kann, ermög­licht nun auch Veran­stal­tungen jenseits des Sports. Ein beweg­li­ches Stadi­on­dach lässt eine flexible Anpas­sung an jede Witte­rung zu. Der Baube­stand wurde weitest­ge­hend erhalten und mit einer neuen rund­um­lau­fenden Fassade aus Edel­stahl-Lamellen umfasst.

Gesamt­kon­zept

Die Archi­tekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) hatten im Jahr 2014 zusammen mit L35 Arqui­tectos und Ribas & Ribas Arqui­tectos den ersten Preis für den Umbau des Estadio Sant­iago Bernabéu gewonnen. Das Stadion wurde 1947 eröffnet und über die Jahre durch verschie­dene An- und Umbauten ergänzt.

Der Entwurf etabliert nun erst­malig ein stim­miges Gesamt­kon­zept: Das Stadi­on­vo­lumen ist von einer durch­ge­henden Fassade umhüllt, die viel­fäl­tige Nutzungen inte­griert. Dazu gehören das Museum von Real Madrid sowie Flächen für Gastro­nomie und Einzel­handel. Außer­halb der Spiel­zeiten bietet ein „Skywalk“ die Möglich­keit, das Stadion zu erkunden und macht das Bernabéu damit auch jenseits der eigent­li­chen Nutzung zu einer Attrak­tion in Madrid.

Baustelle

Der Umbau wurde bei laufendem Spiel­be­trieb durch­ge­führt. Nach einer längeren Planungs- und Geneh­mi­gungs­phase beauf­tragte der Bauherr Real Madrid die spani­sche Baufirma FCC als Gene­ral­über­nehmer; im Juni 2019 begannen die Bauar­beiten.

Da während der Coro­na­pan­demie die Heim­spiele von Real Madrid im Trai­nings­zen­trum ohne Zuschauer:innen statt­finden mussten, konnte auf der Baustelle rund zwei Jahre lang ohne Unter­bre­chungen durch Spiele gear­beitet werden.

Nach der Fertig­stel­lung des Dach­trag­werks im Mai 2023 fanden die Heim­spiele des spani­schen Meis­ters wieder in der Stadi­on­bau­stelle statt.

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Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Wahr­zei­chen

Die Geome­trie der Außen­hülle folgt dem Prinzip von Form­fin­dung und Form­set­zung. Sie beachtet sowohl funk­tio­nale Über­le­gungen als auch den Wunsch, dem Stadion eine neue skulp­tu­rale Gestalt zu geben.

Geschwun­gene Edel­stahl­la­mellen verleihen dem Bernabéu einen gänz­lich neuen Charakter und heben es als Wahr­zei­chen Madrids hervor. Die offene Anord­nung der Metall­ele­mente erlaubt eine natür­liche Belüf­tung des Stadi­on­in­nen­raums. Von weitem verschmilzt die Metall­struktur zu einem funkelnden Juwel in der Stadt, der je nach Blick­winkel das Tages­licht auf unter­schied­liche Weise reflek­tiert. Nachts soll die Fassade durch LEDs in unter­schied­li­chen Szena­rien illu­mi­niert werden.

Die Fassa­den­la­mellen werden darüber hinaus künftig mittels Video-Mapping bespielt: An zwei Seiten des Stadions wird es so möglich sein, Fußball­spiele und andere Veran­stal­tungen auch außer­halb der Arena zu verfolgen. Im Inneren des Stadions wird es einen 360-Grad-Monitor geben.

Museum

Herz­stück des neuen Erschlie­ßungs­raumes zwischen Stadi­on­rängen und Außen­hülle bildet das Vereins­mu­seum – übri­gens nach dem Museo del Prado das zweit­häu­figst besuchte Museum Spaniens. Auf zwei Geschossen am Paseo de la Castel­lana gelangen die Besucher:innen über die dortigen Haupt­ein­gänge in diesen Teil des Gebäudes, der sich als eine Art „Black Box“ zwischen neuer Fassade und dem Tribü­nen­be­reich begreifen lässt.

Das Museum bildet einen elemen­taren Teil der Stadi­on­tour, die Besu­chende an spiel­freien Tagen über die beiden neuen Erschlie­ßungs­türme durch das Museum und den Vereins­shop, an das Spiel­feld, über die Dach­ter­rasse und den 360-Grad-Skywalk führt. Für Fußball­spiele und andere Groß­ver­an­stal­tungen bieten weitere Erschlie­ßungs­wege den bis zu etwa 83.000 Zuschau­enden Eintritt in die Arena.

TAylor Swift

Durch den Umbau erlebte das Estadio Sant­iago Bernabéu eine Trans­for­ma­tion vom reinen Fußball­sta­dion zur Multi­funk­ti­ons­arena. Die Kapa­zität des Stadions von bislang ca. 80.000 Plätzen wird um rund 3.000 Plätze erwei­tert. Über den Ober­rängen bietet eine neue Ebene mit insge­samt 240 VIP- und Hospi­ta­lity-Lounges bis zu 1.600 weitere Sitz­plätze. Die Logen auf der West­seite können flexibel zu Konfe­renz­räumen mit Blick auf das Spiel­feld trans­for­miert werden.

Wo am einen Tag noch Fußball­spiele statt­finden, können es am nächsten schon Konzerte oder andere Groß­ver­an­stal­tungen sein. Möglich machen das fahr­bare Panels, auf denen der Fußball­rasen in Einzel­teile zerlegt und versenkt werden kann. Übrig bleibt eine feste Boden­platte.

Erst­mals zum Einsatz kam diese Funk­tion am 29. und 30. Mai: Da trat Taylor Swift im Stadion auf.

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Projekt­daten

Bauherr

Real Madrid CF

Eröff­nung

2024

Adresse

Estadio Sant­iago Bernabéu
Av. de Concha Espina, 1
Chamartín
28036 Madrid
Spanien

Fotos

Subli­minal
Marcus Bredt

Text

gmp

Pläne

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Las Vegas Ball­park

Las Vegas Ball­park

Vegas, Baby

 

 

BIG & HNTB

Las Vegas ist der Ort, an dem der Fantasie nur wenig Grenzen gesetzt werden. Der Las Vegas Ball­park passt genau dahin.

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Strip

BIG und HNTB haben den Wett­be­werb für den Las Vegas Ball­park gewonnen. Bis zum Früh­jahr 2028 soll das Stadion die neue Heimat der Oakland Athle­tics werden, die aus diesem Anlass an den berühmte Las Vegas Strip, und mit Panora­ma­blick auf die Skyline der Stadt, umziehen.

Das über­dachte Base­ball-Stadion mit einer Kapa­zität von 33.000 Plätzen wird auf neun Hektar Land am Las Vegas Boule­vard zwischen der Tropi­cana Avenue und der Reno Avenue sitzen. Die Eröff­nung ist für das Früh­jahr 2028 geplant.

Die Oakland Athle­tics (the A’s) sind eins der bedeu­tendsten und tradi­ti­ons­reichsten Major-League-Base­ball-Teams.

Wimpel

Fassaden und Dach des Las Vegas Ball­parks werden durch fünf über­lap­pende Schalen betont, die Base­ball-Wimpeln ähneln und dem Sport Tribut zollen sollen. Diese gewölbten “Wimpel” werden den Einfall direkten Sonnen­lichts redu­zieren und gleich­zeitig von Norden indi­rektes Tages­licht einfallen lassen.

Die Schalen sollen auch die dann welt­weit größte Glas­wand mit Seil­netz fassen. Die Metall­fas­sade glänzt im Tages­licht, nachts reflek­tiert sie das Licht von Las Vegas.

Der Entwurf verbindet ein faszi­nie­rendes Konzept voller tech­ni­scher Inno­va­tionen mit einem außer­ge­wöhn­li­chem Fan-Erlebnis. Es ist als Antwort auf die einzig­ar­tige Kultur und das Klima der Stadt konzi­piert. Die fünf Bögen umgeben das Stadion und bieten Schutz vor der Sonne Nevadas.

Gürtel­tier

Ein riesiges Fenster rahmt einen majes­tä­ti­schen Blick auf das Leben des Strips und die Skyline von Las Vegas. Direktes Sonnen­licht wird blockiert, während das weiche Tages­licht den Platz in natür­li­ches Licht taucht. Die resul­tie­rende Archi­tektur ähnelt, nach den Worten der Planer, einem sphä­ri­schen Gürtel­tier mit Sinn für das Nacht­leben.

Eine erhöhte Plaza rund um den Las Vegas Ball­park verbindet sich mit den Brücken über die angren­zenden Boule­vards und lenkt die Fans zum Haupt­ein­gang, wo das gigan­ti­sche gläserne Atrium die Stadt in die Arena saugt. Diese schon im Entwurf ikoni­sche Eingangs­si­tua­tion ermög­licht fantas­ti­sche Rund­blicke und verein­facht die Orien­tie­rung und Zirku­la­tion.

Las Vegas ist der Ort, an dem der Fantasie nur wenig Grenzen gesetzt werden. Schon deshalb ist zu hoffen, dass der Las Vegas Ball­park auch so gebaut wird.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Projekt­daten

Archi­tekt

BIG 
Bjarke Ingels, Daniel Sundlin, Leon Rost,  Aran Coakley, Frankie Sharpe, Jan Klaska, Ricardo Palma,  Ahmad Tabbakh, Alan Maedo, Bernardo Schuh­ma­cher, Catrina Nelson, Don Chen, Douglass Alli­good, Ema Baka­lova, Hongye Wu, Hudson Parris, Jeff Tao, Margaret Tyrpa, Matthew Lau, Paul Heberle, Pooya Aleda­vood, Sunghwan Um, Thomas McMur­trie, Yuza­buro Tanaka

HNTB 
Lanson Nichols, Brad Albers, Emily Louchart, Jeff Goode, Stephanie Schnei­de­reit, Bryan Rincon, Phil Perkins, Donovan Brook, Jack Swezy, Jimena Dorador, Robbie Powell

Eröff­nung

2028

Adresse

Las Vegas Ball­park
USA – NV 89109

Illus­tra­tionen

Negativ

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

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Gahanga Cricket Stadium

Das Gahanga Cricket Stadium

Cricket und Hoch­zeit

Dieses mehr­fach ausge­zeich­nete Projekt dient inzwi­schen nicht mehr ausschließ­lich als Stadion – hier kann man auch heiraten.

Zu verdanken ist das Gahanga Cricket Stadium vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foun­da­tion, welche die für den Bau benö­tigte Summe von 1,1 Millionen Euro aufge­bracht hat.

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Cricket

Vor dem Völker­mord von 1994 wurde in Ruanda kaum Cricket gespielt. Zurück­keh­rende Flücht­linge brachten das Spiel mit. Mitt­ler­weile gibt es landes­weit 7.000 Spieler. Cricket spielt noch immer eine wich­tige Rolle im Heilungs­pro­zess des Landes.

Mit dem Gahanga Cricket Stadium ist dieser Prozess einen großen Schritt weiter­ge­kommen.

Nach­hal­tig­keit

Das Gahanga Cricket Stadium ist sehr auf Nach­hal­tig­keit ausge­legt: weniger Kohlen­di­oxid­aus­stoß, Wasser­ein­spa­rung, umwelt­ver­träg­li­ches Design.

Das Stadion schafft Arbeits­plätze für die lokale Bevöl­ke­rung und bietet Einnah­me­quellen, die den Unter­halt der Anlage und weitere Inves­ti­tionen in das Spiel ermög­li­chen.

Jobs

Der Baupro­zess wurde über­wie­gend mit einhei­mi­schen Arbeits­kräften durch­ge­führt.

Zu verdanken ist das Stadion vor allem der Ruanda Cricket Stadium Foun­da­tion, welche die für den Bau benö­tigte Summe von 1,1 Millionen Euro aufge­bracht hat.

Archi­tekten

Light Earth Designs
Pioneer House, Chivers Way
Histon, Cambridge
Cambridge­shire
UK-CB24 9NL

Bauherr

Rwanda Cricket Stadium Foun­da­tion

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Dieser atem­be­rau­bende Ort dient inzwi­schen auch als Bühne für Hoch­zeiten, Geburts­tags­feiern, Gesell­schafts­spiele, Firmen­aus­flüge, Shows oder Konzerte.

Preis­träger

Das mehr­fach ausge­zeich­nete Projekt dient inzwi­schen nicht mehr als Stadion mit einem inter­na­tio­nalen ICC-Stan­dard-Wicket mit Pavillon.

Dieser atem­be­rau­bende Ort dient auch als Bühne für verschie­dene Events wie Hoch­zeiten, Geburts­tags­feiern, Gesell­schafts­spiele, Firmen­aus­flüge, Shows oder Konzerte und andere Veran­stal­tungen. Zur Ausstat­tung gehören eine Bar, ein Restau­rant und ein Coffee Shop.

Pavillon

Die Tribüne ist eher ein Pavillon, die Dach­form ist im Gegen­satz dazu tatsäch­lich einmalig. Es handelt sich um eine fantas­ti­sche Inge­nieur­leis­tung, gebaut aus 66.000 hand­ge­fer­tigten Fliesen in Schichten – und ganz ohne Beton.

Seine Wölbungen stellen die Flug­bahn eines sprin­genden Balls dar.

Modu­la­tion

Die Zuschau­er­plätze wurden durch Gelän­de­mo­du­la­tion aus der Erde heraus entwi­ckelt. Sie ahmen die terras­sierten Bauern­höfe auf den steilen Hügeln rund um Kigali nach, die ihrer­seits eine spek­ta­ku­läre Kulisse bilden.

Das Spiel­feld ist das einzige flache Stück Land in Sicht­weite, Ruandas Ruf als „Land der tausend Hügel“ ist verdient.

Fliesen

Die Fliesen wurden vor Ort aus lokalen Mate­ria­lien von ange­lernten Einhei­mi­schen herge­stellt. Sie wurden mit einer kleinen Zugabe von Zement hydrau­lisch gepresst und mussten nicht gebrannt werden. Sie wurden schicht­weise auf ein provi­so­ri­sches Holz­ske­lett gelegt und sind für Spann­weiten von bis zu 16 Metern geeignet.

Geogitter

Geogitter wurden hinzu­ge­fügt, um einen gewissen seis­mi­schen Schutz zu bieten. Die Schalen sind wasser­dicht und wurden mit lokalem gebro­chenem Granit (der überall im Land zu finden ist) über­zogen.

The Couch by MVRDV Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
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Panorama

In die Gewölbe werden einfache, effi­zi­ente und dünne Beton­ti­sche einge­setzt, die Platz für die geschlos­senen Funk­tionen der Service­be­reiche bieten: Umklei­de­räume, Büros, Restau­rant. Diese Tische sind mit natür­li­chen ruan­di­schen Fliesen gestaltet.

Die offenen Mezza­nine – die Bar und das Club­haus – bieten einen herr­li­chen Panora­ma­blick über das Oval und in die wunder­schöne Land­schaft.

Ziegel

Mit Hilfe von Ziegel­steinen defi­niert das Gahanga Cricket Stadium Grenzen und Zwischen­räume, die oft in perfo­rierte Fugen verlegt werden, so dass Luft und Licht hindurch gelangen.

Für den Boden­belag wurden die Abfälle des ruan­di­schen Granit­bo­dens und der Arbeits­platten verwendet.

Abfall­stoffe

Die Sperr­holz-Recht­ecke, aus denen die Fliesen gepresst werden, werden als Arbeits­platten wieder­ver­wendet, während Holz und Sperr­holz aus der Gewöl­be­füh­rung zu Türen verar­beitet wurden, so dass ein Maximum an Abfall­stoffen in die Primär­pro­duk­tion gelangt.

Die Stütz­mauern bestehen entweder aus lokalen Granit­blö­cken oder sind hohl, um die Bepflan­zung zu ermög­li­chen.

Standort

Gahanga Cricket Stadium
Unnamed Road
Ruanda

Eröff­nung

2017

Wie so oft gibt der Sport – hier das Gahanga Cricket Stadium – den Menschen Perspek­tive und Hoff­nung. Seine Unvoll­kom­men­heit wird hier gefeiert. Sie ist mensch­lich und schön.

Mensch­lich und schön

as Gebäude wächst aus dem Erdwall, der sich bei der Nivel­lie­rung des Spiel­feldes gebildet hat – und wird Teil der Land­schaft. Die Aufschüt­tung schafft ein wunder­schönes natür­li­ches Amphi­theater mit herr­li­chem Blick auf das Spiel­feld und das Feuchttal dahinter.

Während die Sprache des Gebäudes von Fort­schritt und Dynamik durch struk­tu­relle Effi­zienz zeugt, stammen die Mate­ria­lien aus der Natur, vom Hand­ge­machten und vom Mensch­li­chen. Es handelt sich um ein Gebäude, das von Einhei­mi­schen aus ruan­di­schen Mate­ria­lien gebaut wurde.

Wie so oft gibt der Sport – hier das Gahanga Cricket Stadium – den Menschen Perspek­tive und Hoff­nung. Seine Unvoll­kom­men­heit wird hier gefeiert. Sie ist mensch­lich und schön.

Fotos

Light Earth Designs
Michael Ramage, Jona­than Gregson

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

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Kontakt

Adresse
More Sports Media
Am Weit­kamp 17
D‑44795 Bochum

Telefon
+49 234 5466 0374
+49 172 4736 332

Mail
contact@moresports.network

Daly­mount Park

Daly­mount Park in Dublin

Home of Irish foot­ball

Das Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project will ein histo­ri­sches Stadion sanieren und das gesell­schaft­liche Angebot von Phibs­bo­rough berei­chern.

Das Herz­stück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städ­ti­schen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des viel­fa­chen irischen Meis­ters und Pokal­sie­gers Bohe­mians FC.

Daly­mount Park ist ein altein­ge­ses­senes Fußball­sta­dion in Phibs­bo­rough, Dublin, dessen Bedeu­tung für den irischen Fußball immens ist. Aufgrund seines Alters und jahr­zehn­te­langer begrenzter Instand­hal­tung ist das Stadion jedoch schon länger nicht mehr zweck­mäßig.

Nun hat die Stadt­ver­wal­tung das „Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project“ vorge­stellt, welches einen Wende­punkt in der Entwick­lung von Phibs­bo­rough darstellen soll.

Ein Planungs­team unter der Leitung von IDOM und Gilroy McMahon Archi­tects hat einen umfas­senden Plan für die Neuge­stal­tung des gesamten Geländes entwi­ckelt.

Das Herz­stück dieses Projekts ist der Bau eines neuen städ­ti­schen Stadions für etwas mehr als 8.000 Zuschauer: die neue Heimat des viel­fa­chen irischen Meis­ters und Pokal­sie­gers Bohe­mians FC und seiner zahl­rei­chen Fans – vergleichbar mit dem FC St. Pauli in Deutsch­land (siehe dazu auch das Video).

Archi­tekt

IDOM
Diego Rodri­guez, Aitor Almaraz, Gilroy McMahon: Dave Richards, Deirdre Lennon, Laura Carcano, Patrycja Niechaj

Bauherr

Dublin City Council

Daly­mount Park ist der Versuch, den Bedürf­nissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion mehr in die Gemein­schaft zu inte­grieren.

Phibs­bo­rough ist ein gemischtes Geschäfts- und Wohn­viertel im Norden von Dublin. Das Viertel ist von vikto­ria­ni­schen Back­stein­ge­bäuden geprägt und bietet moderne Bars und Bistros neben tradi­ti­ons­reiche Pubs und Imbiss­stuben – und außerdem viel Kultur und Grün­flä­chen.

Daly­mount Park ist der viel­ver­spre­chende Versuch, den Bedürf­nissen möglichst vieler Bewohner gerecht zu werden und das Stadion weiter in die Gemein­schaft zu inte­grieren.

Der ansäs­sige Club Bohe­mians Dublin wurde 1890 gegründet und ist einer der ältesten Fußball­ver­eine der Repu­blik Irland.

Auf den Tribünen des alten Stadions steht völlig zu Recht „Home of Irish foot­ball“, denn die Bohe­mians tragen ihre Heim­spiele seit 1901 im Daly­mount Park aus.

Der Entwurf orien­tiert sich an den heutigen Anfor­de­rungen an Bauten dieser Größe, die sowohl für den Sport als auch für gesell­schaft­liche Veran­stal­tungen genutzt werden können.

Dazu gehören zwei Haupt­tri­bünen an den Längs­seiten des Spiel­felds mit insge­samt 6.240 Sitz­plätzen und zwei Steher­rassen im Norden und im Süden mit 1.794 Plätzen.

Die Tribünen beher­bergen auch die Umklei­de­räume, Vereins­büros, einen Merchan­dise-Shop und neue Hospi­ta­lity- und Cate­ring­be­reiche.

Zum neuen Daly­mount Park wird auch eine neuer, 585 m² großer Bereich über zwei Etagen gehören, der öffent­liche Ange­bote jenseits des Fußballs zu bieten hat, zum Beispiel  ein viel­sei­tiger Gemein­schafts­raum und ein Fitness­studio.

Standort

Daly­mount Park
Phibs­bo­rough, Dublin
Irland

Eröff­nung

2026

Illus­tra­tionen

IDOM / JAM Images

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project wird ein „Leucht­feuer des Fort­schritts“, das sowohl das Image von Dublin als auch das Angebot von Phibs­bo­rough berei­chert.

Das Projekt stärkt die Bedeu­tung des Stadions und maxi­miert seine posi­tive Wirkung auf die umlie­genden öffent­li­chen Bereiche. Ein schwarzes, leichtes Metall­dach, das sich an den Schie­fer­dä­chern Dublins orien­tiert, schwebt über den west­li­chen und östli­chen Tribünen.

Die Zuschauer- und Cate­ring­be­reiche sind in Ziegel­mau­er­werk konzi­piert, das von den vikto­ria­ni­schen Wohn­häu­sern in Phibs­bo­rough inspi­riert ist. Die ikoni­schen Flut­lichter werden neu inter­pre­tiert und dienen als Leucht­feuer im städ­ti­schen Gefüge.

Ein gutes Stich­wort: Daly­mount Park Rede­ve­lo­p­ment Project wird, nach den Worten der Planer, ein „Leucht­feuer des Fort­schritts“, das sowohl das sport­liche, groß­städ­ti­schen Bild von Dublin als auch das gesell­schaft­liche Angebot von Phibs­bo­rough berei­chert.

IDOM haben schon beim Neubau des Estadio San Mames für den auch sehr emotio­nalen Club Athletic Bilbao gezeigt, dass sie solchen Trans­for­ma­tionen gewachsen sind. Freuen wir uns also auf die Neueröff­nung, voraus­sicht­lich im Jahr 2026.

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Subiaco Wave Park

Der Subiaco Wave Park in Perth

What a wonderful world

Was tun mit einem verlas­senen Stadion? Fluten, und um die neue Wasser­fläche herum öffent­li­chen Frei­raum und Wohnungen schaffen.

Der Subiaco Surf Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehema­ligen Stadions.

Geschichte

Subiaco Wave Park ist ein phan­ta­sie­volles Konzept zur zukünf­tigen Nutzung eines Geländes im austra­li­schen Subiaco, auf dem das vormals wich­tigste Stadion von Perth – das Subiaco Oval – stand. Die Schlie­ßung des Stadions und das Ende zweier großer Märkte stellt die Gemeinde Subiaco vor große wirt­schaft­liche und kultu­relle Heraus­for­de­rungen.

Die Geschichte von Subiaco wurde in den letzten 100 Jahren stark durch seine Einwohner, Fußball und Märkte geprägt, nun droht diese Viel­falt verloren zu gehen. Mit 43.500 Sitz­plätzen war das „Subi“ das größte Stadion der Gegend und die Heimat des austra­li­schen Foot­balls. Hier waren die West Coast Eagles und der Fremantle Foot­ball Club lange zuhause. Beide Vereine zogen in das Perth-Stadion, das Ende 2017 fertig gestellt und am 21. Januar 2018 offi­ziell eröffnet wurde.

Archi­tekt

MJA studio
Suite 6 / 23 Railway Road
AU – Subiaco 6008

Standort

Subiaco Oval
304 Roberts Rd
AU – Subiaco WA 6008

Entwurf

Der Gemein­derat von Subiaco nahm die Schlie­ßung des Stadions zum Anlass, eine Umfrage zur Zukunft des Geländes zu starten. Die ansäs­sigen Archi­tekten von MJA Studio antwor­teten mit einem Konzept, das sich auf die Prin­zi­pien der Inklu­sion, der Nutzung öffent­li­cher Räume, der Barrie­re­frei­heit und Zugäng­lich­keit, der Erho­lung und der Nach­hal­tig­keit stützt. MJA Studio schlug die folgende Vorge­hens­weise vor:

  • Das Stadion wird abge­rissen, der Beton zur Wieder­ver­wen­dung zerklei­nert.
  • Das Stadi­on­oval wird „geflutet“.
  • Um die neue Wasser­fläche herum wird öffent­li­cher Frei­raum geschaffen.

 

 

  • Das Gelände wird model­liert. Es entsteht ein Hügel, der sich über die flache Topo­gra­phie von Subiaco erhebt.
  • Durch einen Markt­platz, Gastro­nomie und eine Foot­ball Hall of Fame entsteht öffent­li­ches Leben.
  • 220 Doppel­ap­par­te­ments rahmen die Wasser­fläche und den öffent­li­chen Raum.
  • Zwischen zwei benach­barten Bahn­höfen wird eine axiale Verbin­dung geschaffen. Diese Achse wird mit Terras­sen­häu­sern und zusätz­li­chen öffent­li­chen Plätzen und Veran­stal­tungs­flä­chen bebaut bzw. belegt
  • Auf der großen Wasser­fläche entsteht ein Surf Park.

Lagune

Subiaco Wave Park verspricht ein authen­ti­sches Surf­erlebnis für neue und routi­nierte Surfer aller Alters­gruppen, Erfah­rungen und Fähig­keiten. Ist die „Lagune“ einmal gefüllt, ist der Wasser­be­darf auch nicht höher als er im Stadion gewesen ist.

Auf den Dächern der neuen Apart­ments entsteht eine 12.800 m² große Erwei­te­rung des Parks: der Boun­dary Hill. Das Gefälle von maximal 1:20 ermög­licht einen behin­der­ten­ge­rechten Zugang. Dieser neue öffent­liche Park ist als passiver und aktiver Erho­lungs­raum sowie als tempo­rärer Veran­stal­tungs­raum konzi­piert und bietet über­dies tolle Aussichten auf und in die Lagune und die Land­schaft.

Der Park und die darunter liegenden Wohnungen folgen dem Oval des ehema­ligen Stadions, aber ihre Verjün­gung redu­ziert die Verschat­tung der südli­chen Nach­barn um 25%.

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Öffent­li­cher Frei­raum

Die Wohnungen sind so konzi­piert, dass sie die natür­li­chen Ressourcen nutzen, zum Beispiel die maxi­male Nutzung der Sonne und natür­liche Quer­lüf­tung. Jedes Apart­ment verfügt über einen privaten Balkon und einen öffent­li­chen Frei­raum, so dass jeder Bewohner das Niveau seiner Abge­schie­den­heit frei wählen kann. Die Markt­halle bietet ein dauer­haftes Zuhause für einen neuen 3.000 m² großen öffent­li­chen Markt, der die ganze Woche über geöffnet ist.

 

An den Wochen­enden kann das Angebot auf einen 6.500 m² großen Markt­platz erwei­tert werden. Hier sollen vor allem lokale Klein­un­ter­nehmer zum Zuge kommen. Die Geschichte des austra­li­schen Foot­balls schließ­lich wird durch Kunst­in­stal­la­tionen, Augmented Reality-Ange­bote und ein neues Zuhause für die WA Foot­ball Hall of Fame gebüh­rend berück­sich­tigt. Subiaco Wave Park  ist ein bril­lantes Konzept, das MJA Studio den lokalen Behörden und Inter­es­sens­gruppen im Jahr 2015 vorge­legt hat.

Leider steht die Umset­zung in den Sternen.

Video

Pläne

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