Gammel Hellerup

Think BIG

Gammel Hellerup High School

Manchmal entstehen die wegwei­sendsten Sport­stätten nicht durch Größe oder spek­ta­ku­läre Technik, sondern durch eine radi­kale Neuin­ter­pre­ta­tion des Ortes. Die Erwei­te­rung der Gammel Hellerup High School nörd­lich von Kopen­hagen ist genau ein solches Projekt: eine Sport­halle, die verschwindet und damit zum Mittel­punkt wird.

Entwurf:

BIG

Just another part of me

Ausgangs­punkt war ein Defizit: Die alte, neben dem Campus stehende Sport­halle war funk­tional und baulich über­holt. Es fehlte ein zentraler, multi­funk­tio­naler Raum, sowohl für den Sport­un­ter­richt als auch für Abschluss­feiern oder gemein­schaft­liche Veran­stal­tungen. Die Antwort darauf formu­lierte BIG mit einem ebenso einfa­chen wie genialen Konzept: Die neue Halle wird nicht neben die Schule gestellt – sie wird ein Teil von ihr.

Die neue, rund 1.100 m² große Mehr­zweck­halle der Gammel Hellerup High School wurde fünf Meter tief in den Schulhof einge­graben. Dieser Schritt ist der Schlüssel zum legen­dären Charakter des Projekts. Denn damit wider­spricht die Sport­halle nicht nur visuell unserem klas­si­schen Verständnis von einem Baukörper, sie erzeugt gleich­zeitig eine völlig neue Nutzungs­ebene auf ihrem Dach.

Form follows formula

Das Dach der Halle ist kein Dach im klas­si­schen Sinn, sondern ein topo­gra­fisch model­lierter Schulhof. Seine sanft geschwun­gene Form wurde von der Flug­bahn eines Hand­balls inspi­riert und schafft eine Land­schaft, die zum Sitzen, Liegen, Spielen und Beob­achten einlädt. An den Rändern inte­grierte Sitz­bänke machen die Fläche zum sozialen Treff­punkt. Kleine, gezielt gesetzte Öffnungen führen Tages­licht in die Halle und schaffen über­ra­schende Blick­be­zie­hungen zwischen innen und außen.

Hier zeigt sich die eigent­liche Inno­va­tion: Sport­fläche und Aufent­halts­raum konkur­rieren nicht mehr um Platz, sie über­la­gern sich. Die Halle wird zur unsicht­baren Infra­struktur eines leben­digen Schul­hofs. „Form follows formula“, nennt Archi­tekt Bjarke Ingels dieses Prinzip – eine archi­tek­to­ni­sche Über­set­zung von Bewe­gung in Raum.

Raum und Über­gang

Doch das Projekt endet nicht mit der Halle. In einem zweiten Bauab­schnitt wurde zwischen der versun­kenen Sport­halle und den angren­zenden Fußball­fel­dern ein zwei­ge­schos­siges Kunst- und Bildungs­ge­bäude reali­siert. Seine Aufgabe ist ebenso funk­tional wie städ­te­bau­lich: Es verknüpft die Sport­flä­chen mit den bestehenden Schul­be­rei­chen zu einem konti­nu­ier­li­chen Raum­ge­füge.

Teile dieses Neubaus liegen eben­falls unter­ir­disch, eine konse­quente Fort­set­zung der Idee, Fläche mehr­fach zu nutzen. Schü­le­rinnen und Schüler bewegen sich heute durch die abge­senkte Sport­halle im Zentrum des Campus, gelangen von dort zu Klas­sen­räumen, Cafe­teria und Haupt­ein­gang. Wege werden zu Erleb­nissen, Räume zu Über­gängen.

Grüner Teppich

Gleich­zeitig entstand auf dem Dach der neuen Gebäu­de­teile eine Erwei­te­rung der Fußball­felder, ein „grüner Teppich“, der nicht nur zusätz­liche Bewe­gungs­flä­chen bietet, sondern auch infor­melle Aufent­halts­be­reiche mit Blick auf das Sport­ge­schehen. Sport, Lernen und soziale Inter­ak­tion verschmelzen zu einer räum­li­chen Einheit.

Auch konstruktiv wird diese Verbin­dung sichtbar: Während die Sport­halle als Sand­wich aus Holz, Beton und wieder Holz konzi­piert ist, kehrt sich dieses Prinzip im Neubau um. Hier spannen sich Holz­wände zwischen Beton­de­cken und ‑böden. Diese bewusste Mate­ri­al­um­kehr schafft eine kohä­rente Iden­tität, die beide Bauab­schnitte mitein­ander verbindet.

Versenkt

Die neuen Sport­flä­chen der Gammel Hellerup High School sind mehr als eine Erwei­te­rung, sie sind beispiel­ge­bend für den zeit­ge­nös­si­schen Schul- und Sport­stät­tenbau: flächen­spa­rend, ener­gie­ef­fi­zient, sozial akti­vie­rend und (nicht nur) archi­tek­to­nisch mutig. Dieses Projekt zeigt, wie aus einem funk­tio­nalen Bedarf ein räum­li­ches Erlebnis werden kann – und warum die besten Sport­hallen manchmal dort sind, wo man sie nicht sofort sieht.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

BIG

Bauherr

Gammel Hellerup High School

Eröff­nung
2015/2017
Adresse

Gammel Hellerup High School
Svane­møl­levej 87
2900 Hellerup
Däne­mark

Fotos

José Campos

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Park

Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Park

Come toge­ther

Von der Indus­trie­brache zum Publi­kums­lieb­ling: Der Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Park verwan­delt Detroits Ufer in offene und flexible Ange­bote für Sport, Natur und Gemein­schaft – inklu­sive Frei­luft­halle und Ufer­leben.

Entwurf:

Adjaye Asso­ciates und MVVA

Fast neun Hektar Stadt­ent­wick­lung

 

Wo einst Indus­trie­ruinen das Ufer des Detroit River domi­nierten, öffnet sich heute ein neuer Stadt­raum: Mit 8,9 Hektar verwan­delt der Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Park eine riesige ehema­lige Brach­fläche in einen leben­digen Treff­punkt für ganz Detroit. Der Park ist mehr als nur Grün­fläche – er ist eine neue Schnitt­stelle zwischen Stadt, Fluss und Gemein­schaft.

Den inter­na­tio­nalen Wett­be­werb der Detroit River­front Conser­vancy gewannen Adjaye Asso­ciates gemeinsam mit Michael Van Valken­burgh Asso­ciates (MVVA). Ihr Ansatz: Archi­tektur und Land­schaft in Einklang bringen – flexibel, robust und auf zukünf­tiges Wachstum ausge­legt.

MVVA entwi­ckelte eine wider­stands­fä­hige, ganz­jährig nutz­bare Park­land­schaft mit groß­zü­gigen Rasen­flä­chen, Spiel­be­rei­chen, Prome­naden, Gärten und nach­hal­tiger grüner Infra­struktur. Die Frei­räume sind so konzi­piert, dass sie sich unter­schied­li­chen Nutzungen und Jahres­zeiten anpassen – vom ruhigen Aufent­halt bis zum großen Commu­nity-Event.

Die Frei­luft­halle als Zentrum

Die archi­tek­to­ni­sche Iden­tität des Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Parks prägt insbe­son­dere das William Davidson Sport House. Die 2.600 m² große Frei­luft­halle wird von 33 Stahl­stützen getragen, über denen sich ein skulp­tu­rales Beton­dach mit einem rund 185 m² großen Ober­licht spannt. Tages­licht durch­flutet die offene Struktur, die eine norm­ge­rechte Basket­ball­halle beher­bergt. Der Raum funk­tio­niert sowohl als Sport­halle als auch als Outdoor-Angebot und ermög­licht Sport- und Frei­zeit­nut­zung bei Tag und Nacht, zu jeder Jahres­zeit.

Ergänzt wird das Ensemble durch zwei weitere Pavil­lons mit Sanitär- und Gemein­schafts­be­rei­chen.

Inklu­siver Stadt­raum

Der Entwurf entstand in enger Abstim­mung mit den Bauherren, Trägern und Nutzern. Zwischen 2018 und 2021 fanden sechs große öffent­liche Versamm­lungen mit über 800 Teil­neh­menden statt. Hinzu kamen Schul­pro­gramme, Nach­bar­schafts­treffen und Ausstel­lungen in der ganzen Stadt, die insge­samt mehr als 5.000 Menschen erreichten.

So ist am Detroit River nicht nur der Ralph C. Wilson Jr. Centen­nial Park entstanden, sondern ein inklu­siver Stadt­raum, der die Menschen zurück ans Wasser holt und die Verbin­dung zwischen Natur, Stadt und Gemein­schaft wieder­her­stellt.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Archi­tektur

Adjaye Asso­ciates

Land­schaft

Michael Van Valken­burgh Asso­ciates

Eröff­nung
2025
Adresse

Ralph C. Wilson Centen­nial Park
Detroit, MI 48226
Verei­nigte Staaten

Fotos
Text

Johannes Bühl­be­cker
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Parque Quin­tana Roo

Parque Quin­tana Roo

Ich war eine Müll­kippe

Von der Müll­kippe zum Messe­ge­lände: Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal ist Austra­gungsort einer großen Land­wirt­schafts­messe und gleich­zeitig Stadt­park. Mit Frei­luft­hallen.

Entwurf:

AIDIA Studio

Trans­for­ma­tion

 

Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal, der Haupt­stadt des gleich­na­migen mexi­ka­ni­schen Bundes­staates, ist das wunder­bare Ergebnis der Trans­for­ma­tion einer Müll­de­ponie zu einem weit­läu­figen ökolo­gi­schen Stadt­park.

Der Park bietet ein viel­fäl­tiges Angebot an Frei­zeit­ein­rich­tungen, darunter einen Skate­park, einen groß­zü­gigen Parkour-Garten, Outdoor-Fitness­be­reiche sowie Multi­sport- und Kinder­spiel­flä­chen – alles unter­ge­bracht in drei indi­vi­duell gestal­teten Frei­luft­hallen.

Der Anlass des Projekts war der Bedarf an einem neuen Veran­stal­tungsort für die jähr­lich statt­fin­dende Vieh- und Land­wirt­schafts­messe. Diese Messe hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeu­tenden jähr­li­chen Volks­fest entwi­ckelt, das Konzerte, Fahr­ge­schäfte und Kunst­hand­werks­märkte umfasst.

Die Planung stammt von AIDIA Studio.

Dschungel

Das neu entwi­ckelte Messe­ge­lände erstreckt sich über eine Fläche von zehn Hektar. Das Grund­stück liegt im subtro­pi­schen Dschungel. Diese Lage bot die beson­dere Chance, das Areal in einen städ­ti­schen Park mit viel­fäl­tigen, ganz­jährig nutz­baren Frei­zeit­ein­rich­tungen zu verwan­deln.

Chetumal ist die Haupt­stadt des Bundes­staates Quin­tana Roo, zu dem auch die Touris­ten­ziele Cancún, Tulum und Bacalar in der mexi­ka­ni­schen Karibik gehören. Während die Bade­orte im Norden an Beliebt­heit gewannen, entwi­ckelte sich Chetumal zu einem wich­tigen Versor­gungs­zen­trum. Die Stadt, die lange Zeit unter einem Mangel an hoch­wer­tigen öffent­li­chen Räumen litt, gewinnt durch die Rück­ge­win­nung von Flächen zuneh­mend an Aufent­halts­qua­lität.

Orga­ni­sa­tion

Das trapez­för­mige Grund­stück misst 200 mal 400 Meter und wird über einen ring­för­migen Stra­ßen­ver­lauf mit Stell­plätzen erschlossen. Entlang dieses Rings entstand zudem ein 800 Meter langer Lauf- und Radweg.

Die Ausstat­tung umfasst drei Frei­luft­hallen, darunter eine Arena für bis zu 1.000 Zuschauer, die sowohl für Sport­ver­an­stal­tungen als auch Konzerte genutzt werden kann. Es gibt des weiteren über­dachte Basket­ball­plätze, Outdoor-Fitness­be­reiche. Einzel­han­dels­flä­chen und außerdem einen Skate­park, einen Kinder­spiel­platz und einen „Bürger­platz“ am Eingang des Geländes.

Dieser Bürger­platz wird von elf Ceiba-Bäumen einge­fasst, die als heilige Bäume Mexikos gelten. Jeder Baum steht für einen der elf Land­kreise von Quin­tana Roo. Von hier aus führen Wasser­läufe durch das Areal, welche die Besu­cher zu den verschie­denen Einrich­tungen leiten und dabei ein flie­ßendes, nicht-hier­ar­chi­sches Raum­er­lebnis schaffen, das schließ­lich an der Arena, dem größten Bauwerk des Parks, endet.

Kreise

Die Wege zwischen den kreis­för­migen Baukör­pern verlaufen entlang von Tangen­ten­bögen, welche die ansonsten starren Grund­stücks­grenzen auflo­ckern und gleich­zeitig die Viel­falt der Gebäu­de­typen in das Gesamt­kon­zept einfügen.

Dieses Konzept ermög­lichte es den Planern, das Thema „biophile Gestal­tung“ konse­quent weiter­zu­ent­wi­ckeln – sowohl aus der Vogel­per­spek­tive in Form des über­ge­ord­neten Master­plans als auch aus Nutzer­sicht, nämlich durch das unmit­tel­bare Erleben der Natur inner­halb des Parks. Zudem kamen para­me­tri­sche Entwurfs­werk­zeuge zum Einsatz, die eine ästhe­tisch anspruchs­volle und zugleich effi­zi­ente Form­fin­dung ermög­lichten.

Im Ergebnis entstand eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Gebäu­de­typen, denen ihr kreis­för­miger Grund­riss gemeinsam ist – wenn auch mit jeweils eigen­stän­diger konstruk­tiver Lösung.

Schutz und Schön­heit

Die geringe Bebau­ungs­dichte des Parks dient dem maxi­malen Erhalt natür­li­cher Grün­flä­chen – ein wesent­li­cher Aspekt ange­sichts des heißen und feuchten Klimas in der Region. Sämt­liche verwen­deten Mate­ria­lien für Plätze und Gebäude sind in hellen Beige-Tönen gehalten. Gemeinsam mit den leichten Metall­struk­turen der Gebäude, den schlanken, oliv­grünen Stützen und den geschwun­genen Holz­ele­menten fügen sie sich bestens in die Umge­bung aus Kalk­stein und Wald ein, während die mit Fliesen gedeckten Dächer zuver­läs­sigen Schutz vor durchaus mögli­chem Stark­regen bieten.

Die Fassaden der radialen Gebäude greifen ein Ziegel­muster auf, das einer­seits die Ober­flä­chen­struktur belebt, ande­rer­seits durch Öffnungen für Luft­zir­ku­la­tion und natür­liche Belüf­tung sorgt. Sämt­liche Gebäude sind modular geplant, um eine wirt­schaft­liche Bauweise zu gewähr­leisten und den Errich­tungs­pro­zess effi­zient zu gestalten.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

AIDIA Studio

Rolando Rodri­guez Leal, Natalia Wrzask; José Luis Mulás, Mariano González, Nitze Magaña, Aran­zazú Sánchez, Mauricio Santi­bañez, Cecilia Simón, Emilio Vásquez, Rodrigo Wulf

Bauherr

Secre­tary of Agra­rian, Terri­to­rial, and Urban Deve­lo­p­ment

Eröff­nung
2024
Adresse

Parque Quin­tana Roo
Chetumal
Quin­tana Roo
Mexico

Fotos

Andrés Cedillo

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Heilongtan Dome

Heilongtan Dome Music Hall

Natur & Archi­tektur

Diese Frei­luft­halle schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der ruhigen Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören.

24 schlanke Stahl­stützen lassen die Kuppel schweben und schaffen mit minimal-schäd­li­chen Eingriffen eine harmo­ni­sche Verbin­dung von Bau, Natur und Gemein­schaft.

Entwurf:

Studio Dali Archi­tects

Wurzeln schlagen

 

Die Heilongtan Dome Music Hall erhebt sich sanft am Eingang einer agro­kul­tu­rell geprägten Gemeinde in Chengdu, China, aus der leicht abfal­lenden Land­schaft.

Die Frei­luft­halle von Studio Dali Archi­tects schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der ruhigen Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören. Umhüllt von Bäumen, Licht und Land­schaft erin­nert diese Halle mit ihren geschwun­genen Dächern an den Versamm­lungs­raum im Dorf – dort, wo Geschichten, Musik und Erin­ne­rungen unter einem Banyan-Baum ganz natür­lich Wurzeln schlagen.

Ihre Lage am sanften Hang, am See und umrahmt von jungen Bäumen verbindet das Häus­liche mit dem Bäuer­li­chen, das Gestal­te­ri­sche mit dem Natür­li­chen.

Spiri­tu­elles Zentrum

Heilongtan ist der Name eines Neubau­ge­biets im Land­kreis Renshou in Meishan, der Heilongtan Dome ist der neue Eingang und das neue Wahr­zei­chen.

Der Entwurf orien­tiert sich an der tradi­tio­nellen Symbolik der Banyan-Bäume. Die stehen in dieser Gegend meist am Dorf­ein­gang und diesen als Orte der Begeg­nung wie der Ruhe. Die halb­of­fene Halle erin­nert an den Raum unter dem Wurzel­ge­flecht solcher Bäume und dient (so die Archi­tekten) als „spiri­tu­elles Zentrum“ der Gemeinde.

Genutzt wird sie vor allem für Konzerte, Thea­ter­proben und ‑auffüh­rungen, Kurse, Ruhe und Begeg­nung der infor­mellen Art.

Ölbäume

Die Frei­luft­halle ist als hölzerne Kuppel konstru­iert, ihr Dach wirkt wie ein schüt­zendes Blät­ter­ge­flecht. Große, offene Ober­lichter ermög­li­chen drei chine­si­schen Ölbäumen, durch das Dach zu wachsen. Mehr als ein Dutzend weiterer Öffnungen bringen Tages­licht ins Innere. Die sicht­bare Holz­kon­struk­tion schafft eine beein­dru­ckende Atmo­sphäre und eine gute Akustik.

Zum See hin steigen ein paar Sitz­stufen leicht an, ideal für Zuschauer und offen für infor­melle Nutzungen wie eben Theater. Die Anord­nung der Stützen aus verchromtem Stahl will an luft­wur­zelnde Banyan-Bäume erin­nern und stärkt die Verbin­dung zwischen Archi­tektur und Natur.

Archi­tektur

Die Trag­struktur besteht aus einer leichten Holz-Stahl-Hybrid­kon­struk­tion. 24 schlanke, verchromte Stahl­stützen mit 60–100 mm Durch­messer lassen die Kuppel schweben, während Dach­ab­schnitte bis zum Boden reichen und die Wasser­ab­lei­tung unter­stützen.

Von zentraler Bedeu­tung ist die enge Verzah­nung der Halle mit der Natur: Das Bauwerk schmiegt sich an den Hang, öffnet sich zum Wald und ermög­licht zwischen den Stützen und durch die Bäume ein Spiel von Licht und Schatten. Tages­licht durch­flutet die Innen­räume, während die Struktur selbst mit minimal-schäd­li­cher Technik eine harmo­ni­sche Verbin­dung von Bau, Natur und Gemein­schaft schafft.

Gute Archi­tektur halt.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Planer

Studio Dali Archi­tects
Li Ye, Zeng Xian­ming, Lan Lan

Bauherr

China Railway Sichuan Ecolo­gical City Invest­ment Co., Ltd.

Eröff­nung
2024
Adresse

Heilongtan
Renshou County
Meishan City
ichuan Province
China

Fotos

Arch-Exist 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­zen­trum Pallejà

Sport­zen­trum Pallejà

Iden­ti­täts­stif­terin

Kann eine Frei­luft­halle ein ganzes Sport­areal neu defi­nieren? Im Sport­zen­trum Pallejà wird das schwe­bende Dach zur archi­tek­to­ni­schen Kampf­an­sage an funk­tio­nale Belie­big­keit.

Entwurf:

JPAM City Makers und Masala Consul­tors

Eine Frei­luft­halle als neues Herz­stück

 

Das Sport­zen­trum Pallejà war lange Zeit vor allem eines: funk­tional. Spiel­felder reihten sich anein­ander, Frei­an­lagen kamen hinzu und mit den Jahren entstand ein sport­li­ches Sammel­su­rium ohne klares Zentrum. Erst mit der neuen Frei­luft­halle bekam die Anlage in Pallejà, Provinz Barce­lona, eine prägnante archi­tek­to­ni­sche Iden­tität. Und ein echtes Zentrum.

Entworfen von JPAM City Makers und Masala Consul­tors, fungiert die Frei­luft­halle heute als verbin­dendes Element einer neu geord­neten Sport­land­schaft. Groß- und Klein­spiel­felder wurden schach­brett­artig um das Dach herum orga­ni­siert.

Farbe wird dabei zum Leit­system: Sie zoniert, verbindet und schafft Orien­tie­rung. Aus vielen Einzel­teilen entsteht ein klar struk­tu­rierter, kohä­renter Raum, der Sport und Zuschau­er­be­reiche selbst­ver­ständ­lich zusam­men­führt – offen, einla­dend und dennoch präzise gefasst.

Das schwe­bende Dach

Das eigent­liche State­ment des Projekts ist jedoch das Dach. Es ist weit mehr als eine Über­da­chung, es ist archi­tek­to­ni­scher Ausdruck und iden­ti­täts­stif­tendes Symbol zugleich.

Von außen wirkt die Konstruk­tion wie eine schüt­zende Hülle, ohne das Gelände abzu­schotten. Eine perfo­rierte Metall­ver­klei­dung fasst die Halle auf drei Seiten ein, bleibt aber unter der vollen Raum­höhe. So bleibt die Verbin­dung zu Stadt und Land­schaft erhalten: Sport, urbaner Raum und Natur greifen inein­ander.

Unter dem Dach ändert sich die Wahr­neh­mung: Die Hülle wird zum Filter. Sie blendet die Umge­bung nicht aus, sondern lässt sie weich in den Hinter­grund treten und fokus­siert den Blick auf das sport­liche Geschehen. 

Auch konstruktiv setzt die Halle auf Span­nung: Metall und Beton bilden ein bewusstes Gegen­spiel aus Robust­heit und Leich­tig­keit. Schlanke Beton­scheiben tragen das Dach seit­lich, während die Ecken stüt­zen­frei bleiben.

So entsteht die Illu­sion eines schwe­benden Dachs – eine „Schwe­be­kraft“, die dem Baukörper trotz seiner Dimen­sion eine über­ra­schende Eleganz verleiht.

Zur Stra­ßen­seite hin ist das Dach leicht geneigt, wodurch seine Domi­nanz subtil redu­ziert wird. Zur offenen Land­schaft dagegen steigt es auf und öffnet den Blick in das Llob­regat-Tal. Die Frei­luft­halle wird damit nicht nur zum Schutz­raum für den Sport, sondern zum archi­tek­to­ni­schen Rahmen für die Land­schaft.

Night Fever

Mit Einbruch der Dunkel­heit verwan­delt sich das Sport­zen­trum Pallejà erneut. Das Licht aus dem Inneren lässt die Halle wie eine leuch­tende Laterne erscheinen: sichtbar aus der Stadt, präsent im öffent­li­chen Raum. Die Trans­pa­renz der Konstruk­tion tritt nun beson­ders hervor, ihre Leich­tig­keit wird insze­niert.

Diese Frei­luft­halle ist damit weit mehr als eine funk­tio­nale Ergän­zung. Sie verknüpft Sport und Stadt­bild, schafft Iden­tität und stärkt die öffent­liche Wahr­neh­mung des gesamten Areals.

Aus einer rein zweck­ori­en­tierten Anlage wurde ein Ort mit archi­tek­to­ni­schem Anspruch – ein Projekt, das zeigt, wie Sport­in­fra­struktur zum städ­te­bau­li­chen Impuls­geber werden kann.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Pallejà 

Eröff­nung
2020
Adresse

Avin­guda de L’Onze de Setembre 1
08780 Pallejà
E – Barce­lona

Fotos

Jordi Surroca
JPAM
Obra

Text

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Frei­luft­hallen

Frei­luft­hallen im Schul­be­trieb

Die Trou­ble­shooter

Stei­gende Schü­ler­zahlen, marode Sport­hallen und knappe Budgets setzen Schulen und Kommunen massiv unter Druck.

Beispiele aus Hamburg, Euskir­chen und Buch­holz in der Nord­heide zeigen, wie Frei­luft­hallen schnell neue Sport­flä­chen schaffen, Kosten senken und Schulen sowie Vereine glei­cher­maßen entlasten.

Hallen:

McArena

Hamburg: Wohin mit den Schü­lern?

In Hamburg stehen Schulen seit Jahres­be­ginn vor der Heraus­for­de­rung, das verpflich­tende Pensum von drei Sport­stunden pro Woche zu reali­sieren, und das bei wach­senden Schü­ler­zahlen.

An der Grund­schule Heid­horst stießen die vorhan­denen Kapa­zi­täten an ihre Grenzen. Verfüg­bare Hallen­zeiten waren knapp, die bestehenden Sport­stätten waren bereits mehr als ausge­lastet. Der Bau einer klas­si­schen Turn­halle hätte sowohl finan­ziell als auch zeit­lich hohe Hürden bedeutet.

Gemeinsam mit dem Träger Schulbau Hamburg entschied sich die Schule daher für eine Frei­luft­halle als schneller und wirt­schaft­li­cher Lösung. Die über­dachte, an den Seiten offene Konstruk­tion ermög­licht eine ganz­jäh­rige Nutzung ganz ohne Heiz­kosten. Gleich­zeitig sorgt die unaus­weich­liche Frisch­luft­zu­fuhr für ein gesundes Sport­klima.

Ergebnis: Die neue Halle entlas­tete den Stunden- und Bele­gungs­plan schnell und nach­haltig, erwei­tert die Nutzungs­mög­lich­keiten der Schule und begnügt sich mit mini­malen Betriebs­kosten.

So kann Ganztag funk­tio­nieren.

Euskir­chen: Wie weiter nach der Flut?

Die Flut­ka­ta­strophe im Jahr 2021 stellte die Mari­en­schule in Euskir­chen vor eine exis­ten­zi­elle Heraus­for­de­rung, da die schul­ei­gene Drei­fach­turn­halle komplett zerstört wurde. Der Sport­un­ter­richt konnte nur noch an Ausweich­stand­orten statt­finden, die lange Busfahrten erfor­derten und den Schul­alltag erheb­lich erschwerten.

Schnelle Abhilfe schaffte die „MSE-Arena“. Durch das Mitein­ander von Stadt, Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen und privatem Enga­ge­ment konnte inner­halb weniger Monate eine voll funk­ti­ons­fä­hige Sport­stätte errichtet werden – ohne die büro­kra­ti­schen und bauli­chen Hürden eines klas­si­schen Wieder­auf­baus.

Die MSE-Arena ermög­licht nicht nur wieder regel­mä­ßigen Sport­un­ter­richt vor Ort, sie berei­chert dank ihrer Viel­sei­tig­keit auch das Schul­leben.

Natür­lich können auch die örtli­chen Vereine die Halle nutzen. Es profi­tieren also alle.

Buch­holz: Wer soll das bezahlen?

In Buch­holz in der Nord­heide lag die Heraus­for­de­rung darin, eine moderne Sport­stätte zu schaffen, die nicht nur den Schulen dient, sondern sich auch wirt­schaft­lich trägt und nicht zuletzt dem Brei­ten­sport zugute kommt.

Die Lösung ist ein hybrides Nutzungs­mo­dell auf multi­funk­tio­nalem Belag. Die Frei­luft­halle wird vormit­tags von Schulen genutzt und steht außer­halb der Unter­richts­zeiten Vereinen, Betriebs­sport­gruppen und privaten Nutzern zur Verfü­gung.

Die Finan­zie­rung der Halle erfolgte mit Hilfe lokaler Unter­nehmen und Betriebe. Ein digi­tales Buchungs­system ermög­licht eine unkom­pli­zierte Orga­ni­sa­tion ohne zusätz­li­chen Perso­nal­auf­wand. Einnahmen aus Vermie­tungen tragen zur Refi­nan­zie­rung des Projekts bei und sichern lang­fristig den Betrieb.

Die „BK-Green Arena zeigt auch das große Poten­zial der Frei­luft­hallen in Bezug auf Nach­hal­tig­keit – vor allem durch die flächen­de­ckende PV-Anlage auf dem Dach.

Fazit: Mehr­wert

Die Beispiele aus Hamburg, Euskir­chen und Buch­holz verdeut­li­chen, dass Frei­luft­hallen viel­sei­tige und prag­ma­ti­sche Antworten auf aktu­elle Heraus­for­de­rungen wie Ener­gie­ef­fi­zienz, Kosten­dis­zi­plin und schnelle Reali­sier­bar­keit bieten, auch und beson­ders für den Schul- und Vereins­sport.

Frei­luft­hallen sparen Heiz­kosten, weil sie gar nicht beheizt werden. Außerdem sind sie viel­seitig nutzbar und schaffen einen Mehr­wert, der über den reinen Schul­sport hinaus­geht.

Frei­luft­hallen berei­chern das sport­liche, und damit auch gesell­schaft­liche, Leben ihrer Umge­bung nach­haltig.

Wie gesagt: Win-Win.

Projekt­daten

(Links sind unter­stri­chen)

Frei­luft­hallen

McArena GmbH
Karl-Ferdi­nand-Braun-Straße 3
D – 71522 Back­nang

Adresse & Nutzer

Grund­schule Heid­horst
Heid­horst 16
D – 21031 Hamburg

Adresse & Nutzer
Mari­en­schule Euskir­chen
Basingstoker Ring 3
D – 53879 Euskir­chen
Adresse & Nutzer

Christ­liche Schule
Nord­heide e. V.
D – Harburger Straße 50

Fotos

McArena GmbH

Text

Johannes Bühl­be­cker
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(Adver­to­rial)

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Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena

Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena

Let the suns­hine in

Die Präsi­dent-Valdas-Adamkus-Leicht­ath­le­tik­halle in Kaunas verbindet Spit­zen­sport, Tages­licht­ar­chi­tektur und Nach­hal­tig­keit zu einer zukunfts­wei­senden Leicht­ath­le­tik­halle.

Entwurf:

ARCHAS

Standort, Einbin­dung, Orga­ni­sa­tion

Mit der im November 2025 eröff­neten Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena verfügt Kaunas über die modernste Leicht­ath­le­tik­halle Litauens. Als Erwei­te­rung des bestehenden und benach­barten Stadions (S. Dariaus ir S. Girėno stadi­onas) bildet sie gemeinsam mit diesem einen ganz­jährig nutz­baren, inte­grierten Sport­campus für Spit­zen­ath­letik, Nach­wuchs­för­de­rung und öffent­liche Nutzungen.

Entworfen wurde die Arena vom litaui­schen Archi­tek­tur­büro ARCHAS.

 Das kompakte Grund­stück und die Nähe zum angren­zenden Grün bestimmten die archi­tek­to­ni­sche Stra­tegie maßgeb­lich. Um das Bauvo­lumen visuell zu redu­zieren, wurde die Haupt­halle rund 1,5 Meter in das Gelände abge­senkt. Diese Maßnahme erleich­tert die Einbin­dung in die Umge­bung und verbes­sert die Sicht­li­nien zu den Wett­kampf­flä­chen – dies sind eine 200-Meter-Rund­bahn, eine 60-Meter-Sprint­strecke und die Sprung- und Wurf­zonen.

Die Neben­räume wie Umkleiden, Aufwärm- und Massa­ge­räume, medi­zi­ni­sche Bereiche sowie Lager­flä­chen sind unter­ir­disch ange­ordnet. Darüber liegen öffent­lich zugäng­liche Nutzungen: Café- und Konfe­renz­be­reiche, Büro­räume sowie umfang­reiche Trai­nings- und Fitness­flä­chen (Startas Gym) mit digi­talen Kraft­ma­schinen, Frei­hantel- und Cardio­zonen.

Flexi­bi­lität, Tages­licht – und Tages­licht

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena ist konse­quent auf Viel­sei­tig­keit ausge­legt. Ein tele­s­ko­pier­bares Tribü­nen­system ermög­licht eine flexible Anpas­sung der Zuschau­er­plätze, von inter­na­tio­nalen Wett­kämpfen bis hin zum tägli­chen Trai­nings­be­trieb oder lokalen Veran­stal­tungen. Im Sommer, wenn die Wett­kämpfe im benach­barten Stadion statt­finden, können Athle­tinnen und Athleten die Halle zum Aufwärmen nutzen, im Winter wird die Arena selbst zur Wett­kampf­stätte.

 

Ein prägendes archi­tek­to­ni­sches Merkmal ist das markante W‑förmige Dach. Die nach Norden orien­tierten Ober­lichter führen gleich­mä­ßiges, blend­freies Tages­licht in die Halle – ein entschei­dender Faktor für das Leicht­ath­le­tik­trai­ning ohne störende Sonnen­ein­strah­lung oder Wärme­ge­winne. Gleich­zeitig erlaubt die Geome­trie große Spann­weiten bei redu­ziertem Mate­ri­al­ein­satz.

Groß­zü­gige, stüt­zen­arme Innen­räume sorgen für klare Sicht­achsen und eine hohe räum­liche Qualität. Trans­pa­rente Fassaden ermög­li­chen Einblicke in den Trai­nings­be­trieb und stärken die Verbin­dung zwischen Sport und Öffent­lich­keit.

Die nach Süden geneigten Dach­flä­chen sind mit Photo­vol­ta­ik­mo­dulen ausge­stattet und decken einen Teil des Ener­gie­be­darfs. Beheizt wird das Gebäude über das zentrale Fern­wär­me­netz, das zuneh­mend aus erneu­er­baren Ener­gien gespeist

Mate­ria­lität, Robust­heit und Atmo­sphäre

Die Fassade besteht aus vorge­fer­tigten Stahl­be­ton­pa­neelen mit einer tief struk­tu­rierten Ober­fläche, die an Eichen­rinde erin­nert – eine bewusste Refe­renz an den benach­barten Eichen­wald (Ąžuo­lynas). Das robuste Mate­rial gewähr­leistet Lang­le­big­keit, geringen Wartungs­auf­wand, sehr gute ther­mi­sche Eigen­schaften und fügt sich harmo­nisch in den sport­li­chen und land­schaft­li­chen Kontext von Žali­a­kalnis ein.

Im Inneren setzt sich das Konzept ehrli­cher, wider­stands­fä­higer Mate­ria­lien fort: Sicht­beton, Stahl und mine­ra­li­sche Ober­flä­chen sorgen für Dauer­haf­tig­keit im inten­siven Sport­be­trieb, während Eichen­holz eine warme, hapti­sche Qualität einbringt. Farbige Akzente in den unter­ir­di­schen Funk­ti­ons­be­rei­chen beleben die Räume und schaffen eine moti­vie­rende Atmo­sphäre.

Neben der ener­gie­ef­fi­zi­enten Gebäu­de­technik spielt auch der sensible Umgang mit dem Bestand eine wich­tige Rolle. Vorhan­dene Bäume wurden erhalten und in die Frei­raum­ge­stal­tung inte­griert, wodurch ein mensch­li­cher Maßstab und ein ange­nehmes Mikro­klima entstehen.

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena steht beispiel­haft für eine zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur, die Hoch­leis­tung, Alltags­taug­lich­keit und ökolo­gi­sche Verant­wor­tung vereint. Sie stärkt nicht nur die sport­liche Infra­struktur von Kaunas, sondern setzt auch ein archi­tek­to­ni­sches Zeichen für nach­hal­tige, flexible und zukunfts­fä­hige Sport­stätten.

Und das Licht ist fantas­tisch.

Projekt­daten

Planer

Archas

Neringa Sobešču­kaitė, Tomas Kuleša, Gintaras Čepurna, Mantas Nava­linskas, Mind­augas Vaidelys

Bauherr

Stadt Kaunas

Eröff­nung
2025
Adresse

Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena
Perkūno al. 3
Kaunas
44221 Kauno m. sav.
Litauen

Fotos

Norbert Tukaj 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Video

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Grand Ball­room Tirana

Grand Ball­room in Tirana

Kugel­runde Sache

 

MVRDV

Mit “The Grand Ball­room” entsteht in Tirana eine spek­ta­ku­läre neue Sport- und Begeg­nungs­stätte. Der kugel­för­mige Entwurf von MVRDV vereint Arena, Wohnen, Hotel und öffent­liche Nutzungen zu einem neuen urbanen Wahr­zei­chen.

Sport als Stadt­bau­stein

Mit „The Grand Ball­room“ entsteht in der alba­ni­schen Haupt­stadt Tirana ein gewal­tiger Komplex und Stadt­bau­stein, der Archi­tektur, Sport und urbane Nutzung in einem markanten Baukörper vereint. Der „Asllan Rusi Sports Palace“ entsteht als kugel­för­miges Gebäude mit über 100 Metern Durch­messer und kombi­niert eine moderne Sport­arena mit Wohnungen, Hotel, Einzel­handel und öffent­li­chen Frei­räumen.

Im Zentrum des Projekts befindet sich eine 6.000 Sitz­plätze umfas­sende Arena für Basket­ball und Volley­ball. Das Gesamt­pro­jekt umfasst rund 90.200 m² Brut­to­grund­fläche und zählt zu den bedeu­tendsten Mixed-Use-Entwick­lungen in Alba­nien.

Die Planung stammt von MVRDV.

Die Kugel als Ikone

Die kugel­för­mige Archi­tektur hat nicht nur das Zeug zu einem ikoni­schen Erschei­nungs­bild, sie erfüllt auch städ­te­bau­liche und funk­tio­nale Anfor­de­rungen. Durch die runde Form entstehen keine rück­wär­tigen Fassaden, das Gebäude öffnet sich also gleich­wertig zum umlie­genden Stadt­raum.

Die verti­kale Stape­lung der Nutzungen ermög­licht eine hohe Flächen­ef­fi­zienz auf begrenztem inner­städ­ti­schem Grund­stück.

Im unteren Bereich verjüngt sich das Bauvo­lumen und schafft Raum für öffent­liche Plätze, Tribünen und Außen­sport­flä­chen, die das Quar­tier aktiv einbinden. Nach oben hin entstehen durch die Rück­staf­fe­lung groß­zü­gige Terrassen für die Wohn­nut­zungen.

Schicht­system

Die innere Orga­ni­sa­tion des Grand Ball­room folgt einem klaren, schicht­weisen Aufbau. Auf der unteren Ebene befinden sich eine abge­senkte Plaza sowie ein umlau­fender Ring aus Einzel­handel, Gastro­nomie und Service­flä­chen, die den Arenabe­trieb unter­stützen. Darüber liegt die Haupt­arena, ergänzt durch zwei Trai­nings­hallen, die unter den Tribünen inte­griert sind.

Ober­halb der Arena befinden sich zwei Hote­l­etagen, die durch ein großes Oculus visuell mit dem Innen­raum der Sport­halle verbunden sind. Diese Öffnung kann bei Bedarf geschlossen werden und ermög­licht eine flexible Nutzung in Bezug auf Akustik und Klima.

Wohnen in der Hülle

Die Wohnungen sind in der Doppel­scha­len­kon­struk­tion der Kugel ange­ordnet und umschließen einen groß­vo­lu­migen, halb­of­fenen Innen­raum. Dieser dient als begrünter Innenhof mit Aufent­halts­be­rei­chen und gemein­schaft­lich nutz­baren Flächen. Mehr­ge­schos­sige Öffnungen in der Gebäu­de­hülle sorgen für natür­liche Belüf­tung und zusätz­liche begrünte Gemein­schafts­zonen.

Die Apart­ments verfügen zum Teil über zwei­sei­tige Ausrich­tungen mit Blick auf die Stadt, den Innenhof oder in die Arena. Zur Verschat­tung sind die Fassaden zurück­ge­setzt, wodurch zugleich groß­zü­gige Terras­sen­flä­chen entstehen. Im oberen Bereich befinden sich über­wie­gend Maiso­nette-Pent­houses mit privaten Dach­ter­rassen.

Wahr­zei­chen

Mit The Grand Ball­room entsteht in Tirana ein neues archi­tek­to­ni­sches Wahr­zei­chen, das Sport­in­fra­struktur, Wohnen, Hotel­lerie und öffent­liche Nutzung in einem einzigen Bauwerk vereint. Das Projekt stärkt die Rolle der Arena als urbane Begeg­nungs­stätte und leistet einen Beitrag zur Weiter­ent­wick­lung der zeit­ge­nös­si­schen Archi­tektur in der alba­ni­schen Haupt­stadt.

MVRDV haben im November 2025 den Wett­be­werb gewonnen. Wann der neue Asllan Rusi Sports Palace eröffnet wird, steht noch nicht fest.

Projekt­daten

Planer

MVRDV
Achter­klooster 7
Rotterdam
NL- South Holland 3011 RA

Bauherr

Trema Tech shpk
Likado BV 
Alba­nian Capital Group shpk 
BCN Invest­ments BV

Kunst

Helidon Xhixha

Staff

MVRDV: Winy Maas, Bert­rand Schippan, Stavros Garga­retas, Cathe­rine Drieux, Piotr Janus, Americo Iannaz­zone, Angel Sanchez Navarro, Ana Melga­rejo Lopez, Sylvain Totaro, Lola Elisa Cauneac, Miguel del Campo Grijalbo, Stanisław Rochala, Maria Stamati, Antonio Luca Coco, Angelo La Delfa, Luana La Martina, Jaroslaw Jeda, Stefano Fiaschi, Ciprian Buzdugan

Adresse
Asllan Rusi Sports Palace
Rruga Ali Kolonja
Tirana
Alba­nien
Visua­li­sie­rungen

MVRDV

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Lode­rer­platz

Die Sport­halle Lode­rer­platz in Erding

36.000 m³ pralles Leben

Fuchs und Rudolph

Mit der neuen Sport­halle Lode­rer­platz samt Mensa inves­tiert die Stadt Erding 34 Millionen Euro nicht nur in den Sport, sondern auch in Bildung, Gemein­schaft und Zukunft. Das Geld ist also gut ange­legt, schon weil die Halle Archi­tektur, Nutzungs­kom­fort und hoch­wer­tige Mate­ria­lien und Ausfüh­rung auf bemer­kens­werte Weise verbindet.

Einla­dend

Schon im zwei­ge­schos­sigen Eingangs­foyer zeigt sich gestal­tete Offen­heit. Besu­cher können bereits beim Betreten in die Halle sehen und sich von hier aus in die bestuhlte untere Hallen­ebene oder auf den Tribü­nen­be­reich verteilen. Diese trans­pa­rente Raum­folge bietet Orien­tie­rung und bringt viel Tages­licht ins Gebäude. Schie­be­ele­mente ermög­li­chen die Tren­nung und Verbin­dung von Hallen­be­reich und Foyer für Veran­stal­tungen, welche hohe Anfor­de­rungen an Verdun­ke­lung und akus­ti­sche Abgren­zung zum Foyer stellen.

Mehr­zweck­halle ist ein sehr nüch­terner Begriff, dies hier ist eher eine Halle des Mitein­an­ders. 

Flexi­bi­lität

In erster Linie dient die Halle dem Schul- und Vereins­sport. Darüber hinaus sollen aber auch mehrere Groß­ver­an­stal­tungen pro Jahr reali­siert werden. Daher ist die Halle archi­tek­to­nisch wie tech­nisch auf maxi­male Flexi­bi­lität ausge­richtet.

Dazu gehört auch die eigene Mensa für die beiden Schulen, ein Meilen­stein ange­sichts des 2026 in Kraft tretenden gesetz­li­chen Anspruchs auf Ganz­tags­be­treuung in der Grund­schule.

Trenn­vor­hänge

Der Hallen­raum lässt sich durch Trenn­vor­hänge in drei unab­hän­gige Bereiche teilen, jeweils mit direktem Zugang zu Umkleiden und Neben­räumen. Veran­stalter profi­tieren von einer klar getrennten Wege­füh­rung: Der Back­stage- und Anlie­fer­be­reich liegt im Norden und funk­tio­niert voll­ständig unab­hängig vom Publi­kums­ver­kehr. Ein Lasten­aufzug ermög­licht die direkte Erschlie­ßung der Halle.

Für die Schulen wurde eine sepa­rate Erschlie­ßung geschaffen. Die Mensa und die Wege zum Sport­un­ter­richt sind so orga­ni­siert, dass die Abläufe der Schü­le­rinnen und Schüler nicht mit dem Veran­stal­tungs­be­trieb kolli­dieren. Gleich­zeitig sorgt das offene Foyer dafür, dass Sport- und Kultur­ver­an­stal­tungen eine attrak­tive Aufent­halts- und Begeg­nungs­fläche erhalten.

Licht­system

In der Sport­halle am Lode­rer­platz wurde ein beson­ders fili­granes Licht­system mit LED-Licht­ka­nälen reali­siert, das Ästhetik und Funk­tio­na­lität verbindet. Die schlanken EKL Sport­leuchten fügen sich harmo­nisch in das Decken­kon­zept ein und sorgen mit hoher Licht­leis­tung bis zu 12.000 Lumen für gleich­mä­ßige, blend­freie Beleuch­tung – ideal für schnellen Ball­sport und viel­sei­tige Nutzung. Die Sport­hal­len­leuchten sind TÜV Süd-zerti­fi­ziert ball­wurf­si­cher und Sicher­heits­be­leuch­tungs­kon­form.

Durch robuste Konstruk­tion und hohe Ener­gie­ef­fi­zienz bieten sie für mindes­tens 80.000 Betriebs­stunden wartungs­freie Perfor­mance und schaffen beste Sicht­ver­hält­nisse für Sport, Trai­ning und Veran­stal­tungen.

Licht­pla­nung und Leuchten stammen von der AS LED Lighting GmbH, Penz­berg.

Konstruk­tion

Die Konstruk­tion folgt einem klaren Prinzip: Holz markiert die Sport­halle, Beton die Neben­räume. Die Doppel­träger aus Brett­schicht­holz (jeweils 38 Meter lang) prägen die Atmo­sphäre des Hallen­raums und ermög­lichten einen hohen Grad an Vorfer­ti­gung. Das Ergebnis ist eine robuste, mate­ri­al­scharf ables­bare Struktur mit effi­zi­enter Bauzeit. Gleich­zeitig schafft der Beton des Foyers und der Funk­ti­ons­räume die nötige Wider­stands­fä­hig­keit für den tägli­chen Schul- und Sport­be­trieb.

Die Südfas­sade verfügt über inte­grierte Verdun­ke­lungs­mög­lich­keiten, so dass unter­schied­liche Licht­stim­mungen für Sport, Bühnen­pro­gramme oder Groß­ver­an­stal­tungen reali­siert werden können. Die gesamte tech­ni­sche Infra­struktur wurde im Unter­ge­schoss unter­ge­bracht. Dadurch bleibt das Dach frei von Aufbauten und das Volumen des Gebäudes klar und ruhig.

Gebäu­de­technik

Für die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung der Sport­halle am Lode­rer­platz von der Planung bis zur Inbe­trieb­nahme war das Inge­nieur­büro Kinast verant­wort­lich.

Das flexible Tech­nik­kon­zept umfasst eine kombi­nierte Wärme­ver­sor­gung aus Grund­wasser-Wärme­pumpen und Fern­wärme, eine innen­lie­gende Unter­druck-Dach­ent­wäs­se­rung sowie umfang­reiche Wasser- und Sani­tär­an­lagen für den Sport­be­trieb, die Mensa und die Back­stage­be­reiche. Große Teil­kli­ma­an­lagen sichern die Belüf­tung von Halle, Foyer und Mensa, ergänzt durch freie Brun­nen­was­ser­küh­lung im Sommer.

Eine vernetzte MSR-Steue­rung bündelt sämt­liche Anlagen, opti­miert den Ener­gie­ein­satz und erhöht die Betriebs­si­cher­heit. So entstand eine leis­tungs­fä­hige, wirt­schaft­liche und lang­fristig nach­hal­tige tech­ni­sche Infra­struktur.

Vorbild!

Seit der Inbe­trieb­nahme hat die Halle ihre Viel­sei­tig­keit schon mehr­fach unter Beweis gestellt. Schul- und Vereins­sport, Prüfungen, (endlich auch) Abschluss­feiern, kultu­relle Programme und erste Große­vents zeigen, wie variabel der 5.600 m² große Gebäu­de­kom­plex nutzbar ist – ein für eine Stadt der Größe Erdings (37.000 Einwohner) unge­wöhn­lich breites Spek­trum.

Die Sport­halle Lode­rer­platz ist ein schönes Beispiel dafür, wie multi­funk­tional konstru­ierte Sport- und Veran­stal­tungs­bauten heute funk­tio­nieren können: tech­nisch klar, räum­lich flexibel, städ­te­bau­lich präzise gesetzt und im Detail robust. Ein Gebäude, das den Alltag vieler Nutzer prägt – und gleich­zeitig die Hand­schrift einer sorg­fäl­tigen plane­ri­schen und hand­werk­li­chen Umset­zung trägt.

Projekt­daten

Planer

Fuchs und Rudolph
Archi­tekten Stadt­planer PartG mbB
Konrad­in­straße 3
D – 81543 München

Bauherr

Stadt Erding

Gebäu­de­technik

Inge­nieur­büro Kinast GmbH 
Leon­rod­straße 61
D – 80636 München

Licht­system

AS LED Lighting GmbH
Sees­haupter  Str. 2
D – 82377 Penz­berg

Eröff­nung

2024

Adresse

Mehr­zweck­halle Lode­rer­platz
D – 85435 Erding

Fotos

Oliver Heinl

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport­halle Fasa­nen­hof­schule

Die Sport­halle Fasa­nen­hof­schule in Stutt­gart

Für alle da

 

Dasch Zürn + Partner

Mit dem Ersatz­neubau der Sport­halle Fasa­nen­hof­schule hat Stutt­gart im Süden der Stadt einen anspruchs­vollen und zeit­ge­mäßen Ort des Sports und der Begeg­nung erhalten, der glei­cher­maßen für den tägli­chen Schul­sport als auch für den Wett­kampf­be­trieb ausge­legt ist.

Das liegt am Entwurf von Dasch Zürn + Partner, das liegt aber auch an der Qualität der verwen­deten Mate­ria­lien und der betei­ligten Firmen.

Die Lage

Der Neubau ergänzt das lang­ge­streckte Schul­haus zu einem L‑förmigen Gesamt­ensemble. Durch die Stel­lung des kompakten Baukör­pers entlang der Stra­ßen­flucht entstehen klar defi­nierte und geschützte Außen­be­reiche, darunter ein über­dachter Vorplatz, der Pausenhof mit Außen­sport­be­reich sowie die Park­plätze. Ein gemein­sames Vordach verbindet die Halle direkt mit dem Schul­ge­bäude und bildet den Haupt­zu­gang für Schüler und Lehrer.

Die gesamte Anlage schafft durch die groß­zü­gige Vergla­sung zum Pausenhof und Frei­be­reich eine inten­sive Verknüp­fung zwischen innen und außen.

Die Nutzer

Die neue Sport­halle Fasa­nen­hof­schule ist sowohl ein Ort für den Sport als auch Raum für die schu­li­sche Gemein­schaft. In der Halle finden bis zu 150 Zuschauer Platz, mit dem Foyer zusammen sind noch größere schu­li­sche Veran­stal­tungen möglich. So wird der Baukörper zur sport­li­chen und kultu­rellen Mitte des Quar­tiers.

Die Halle ist also auf eine Doppel­nut­zung sowohl für den Schul- als auch für den Vereins­sport ausge­legt, und das wird durch zwei Haupt­ein­gänge, einen vom Schulhof im Osten und einem von den Park­plätzen auf der West­seite, auch sehr sichtbar.

Die eigent­liche Hallen­ebene liegt rund 70 cm unter dem Niveau des Pausen­hofes und nimmt damit den vorhan­denen Gelän­de­ver­satz zu den west­lich gele­genen Park­plätzen auf. Dieser Höhen­un­ter­schied ermög­licht eine gestaf­felte Tribü­nen­lö­sung an der Längs­seite des Spiel­feldes, die aus zwei Sitz­stu­fen­reihen für gut 100 Besu­cher sowie einem Steh­platz­um­gang auf Pausen­hof­ni­veau besteht.

Die Mate­ria­lien

Das Erschei­nungs­bild der Sport­halle wird von Holz, Beton und groß­zü­gigen Vergla­sungen bestimmt. Die geschlos­senen Fassa­den­flä­chen sind mit einer vorge­hängten hinter­lüf­teten Holz-Fassa­den­kon­struk­tion verkleidet, wobei drei unter­schied­lich breite, verti­kale, vorver­graute Lamellen zum Einsatz kommen. Die Vergla­sungen wurden als Pfosten-Riegel-Konstruk­tion mit Drei­fach­ver­gla­sung ausge­führt.

Hinter der Holz­fas­sade verbergen sich das Stahl­be­ton­trag­werk und die Funk­tions- und Neben­räume: Im Erdge­schoss sind dies Gerä­te­räume, Lager und WCs, Umkleiden und Duschen sind im Ober­ge­schoss unter­ge­bracht. Ergän­zend inte­griert ist eine Haus­meis­ter­woh­nung mit sepa­ratem Eingang, die den Baukörper funk­tional komplet­tiert.

Die Halle selbst wird von drei Holz-Doppel­bin­dern über­spannt, die ober­halb der Haupt­dach­fläche ange­ordnet sind. Diese Konstruk­tion bildet die markanten, von außen ables­baren Sheds. Die nörd­li­chen Träger sind dabei als Fach­werk­träger ausge­bildet, sodass zwischen ihren Diago­nalen blend­freies Nord­licht ins Innere der Halle fällt.

Das Innere

Im Inneren wird die schlichte Farb­ge­bung durch Mate­ria­lien bestimmt, die funk­tional und ästhe­tisch zugleich sind. Die höher liegenden Wand­be­reiche sowie die Wände im Foyer bestehen aus Sicht­beton mit einge­legter Bret­ter­scha­lung. Für den Sport­be­trieb sorgen das flächen­elas­ti­sche Sport­bo­den­par­kett sowie eine eben­falls flächen­elas­ti­sche Prall­wand in Weiß­tanne an der Südseite, welche zugleich dem Schall­schutz dient. Ergän­zend dazu verbindet eine gelb gestri­chene Holz­wol­le­platte an den Decken das Foyer mit den Neben­räumen.

Diese Energie

Alle Dach­flä­chen sind mit Photo­vol­taik belegt, die Haus­meis­ter­woh­nung wird über Solar­thermie beheizt. Die Kombi­na­tion aus lang­le­bigen Mate­ria­lien, robustem Trag­werk und ener­ge­ti­schen Maßnahmen führt zu einem nach­hal­tigen, zukunfts­fä­higen Schul- und Sport­ge­bäude.

Die Sport­halle Fasa­nen­hof­schule zeigt, wie zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur aussehen kann: archi­tek­to­nisch klar, atmo­sphä­risch warm, flexibel in der Nutzungs­fle­xibel und eng verknüpft mit ihrer schu­li­schen Umge­bung.

Halt für alle da.

Projekt­daten

Planer

dasch zürn + partner
Böheim­straße 43
D – 70199 Stutt­gart

Bauherr

Landes­haupt­stadt Stutt­gart
Referat Jugend und Bildung

Eröff­nung

2022

Adresse

Fasen­hof­schule
Markus-Schlei­cher-Str. 15
D – 70565 Stutt­gart

Fotos

Henrik Schipper Photo­graphy

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Doppel­turn­halle Chris­toph Merian

Sanie­rung und Umbau der Turn­halle Chris­toph Merian

Stayin’ alive

 

MET Archi­tects

Die Doppel­turn­halle Chris­toph Merian ist das pulsie­rende Herz der Primar­schule Gellert: Offen, flexibel und modern saniert, bietet sie Kindern Raum für Bewe­gung, Spiel und sport­liche Aben­teuer – ein Ort, an dem Energie und Spaß auf histo­ri­sche Archi­tektur treffen.

Primar­schule Gellert

Mitten im Basler Gellert­feld entstand in den 1950er Jahren ein leben­diges Schu­l­en­semble, das bis heute Maßstäbe setzt. Auf dem damals neu erschlos­senen Quar­tier baute der Archi­tekt Julius Maurizio zwischen 1951 und 1959 zwei Schul­häuser, eine Doppel­turn­halle, einen Sing­saal mit Haus­wart­woh­nung und einen Kinder­garten. Die Archi­tektur vereinte prak­ti­sche Lösungen mit einem char­manten, fast pavil­lon­ar­tigen Stil, der trotz der klaren Nach­kriegs­prag­matik bis heute eine beson­dere Wärme ausstrahlt.

Die Doppel­turn­halle Chris­toph Merian, 1959/63 fertig­ge­stellt, bildet das sport­liche Herz­stück der Anlage. Hier lernen und bewegen sich Gene­ra­tionen von Kindern. Der Raum ist flexibel, offen und funk­tional, genau wie es auch eine heutige Schule braucht.

Sanie­rung und Umbau stammen von MET Archi­tects.

Turn­halle Chris­toph Merian

Die Doppel­turn­halle Chris­toph Merian, 1959/63 erbaut, ist weit mehr als nur ein Ort für Sport­un­ter­richt – sie ist das pulsie­rende Herz der Primar­schule Gellert. Mit ihrem groß­zü­gigen, offenen Raum­kon­zept lädt sie Kinder zum Sport, zum Toben und zum Entde­cken ein, während flexible Bereiche auch gezielten Unter­richt oder Trai­nings ermög­li­chen.

Bei der Sanie­rung wurden die Mittel­wand entfernt und moderne Umkleiden sowie Duschen ergänzt, so dass Bewe­gung und Betreuung nun nahtlos inein­an­der­greifen. Neue Akus­tik­ver­klei­dungen und Wand­ober­flä­chen verwan­deln die Halle in einen hellen, leben­digen Raum, in dem die Geräu­sche von Ball und Schritt nicht dröhnen, sondern eine freund­liche, anre­gende Atmo­sphäre schaffen.

Die inte­grierte Technik nach den Richt­li­nien des BASPO verbindet moderne Sport­funk­tio­na­lität mit der histo­ri­schen Substanz – eine Halle, die Geschichte atmet und zugleich den Schwung und die Energie der Kinder spürbar werden lässt.

Sanie­rung

Die umfas­sende Sanie­rung der Schul­an­lage verfolgte das Ziel, diese zukunfts­si­cher zu machen, ohne ihren Charakter zu verlieren. Die Planer setzten auf Nach­hal­tig­keit: Das Trag­werk blieb erhalten, Dächer, Hüllen, Fenster, Technik und Innen­räume wurden behutsam moder­ni­siert. Das Ergebnis sind überall helle, freund­liche Räume, die heutigen pädago­gi­schen Anfor­de­rungen gerecht werden.

Die Innen­räume wurden in ein stim­miges Farb- und Mate­ri­al­kon­zept einge­bettet. Holz­ver­klei­dungen, Türen, Fenster und kunst­volle Boden­in­tar­sien wurden aufge­frischt, neue Akus­tik­de­cken, Zellu­lose-Tapeten, Linoleum-Böden und die eigens entwor­fene Decken­leuchte „Gellert“ schaffen eine harmo­ni­sche, einla­dende Atmo­sphäre. Jede Ecke vermit­telt Freude am Lernen und an der Gemein­schaft.

Energie

Auch ener­ge­tisch sind Schule und Turn­halle fit für die Zukunft: Fern­wärme, Nacht­aus­küh­lung und Photo­vol­taik auf fast allen Dächern decken den größten Teil des Ener­gie­be­darfs, Über­schüsse werden ins Netz einge­speist. Die Klas­sen­zimmer und die Sport­halle werden über­wie­gend über natür­liche Lüftung belüftet, nur Küche und Sani­tär­be­reiche nutzen mecha­ni­sche Lüftung.

Mit der Sanie­rung sind die Primar­schule Gellert und die Turn­halle Chris­toph Merian ein leben­diger Ort geblieben, der Tradi­tion, Archi­tektur und modernes Lernen auf inspi­rie­rende Weise verbindet – und an dem Kinder noch viele Gene­ra­tionen lang spielen, lernen und sich bewegen können.

Projekt­daten

Planer

MET Archi­tects 
Klybeck­strasse 141 / K 102
CH – 4057 Basel

Bauherr

Bau- und Verkehrs­de­par­te­ment des Kanton Basel Stadt

Nutzer

Prri­mar­schule Gellert

Eröff­nung

2024

Adresse

Primar­schule Gellert
Engel­gasse 122
CH – 4052 Basel

Fotos

Piotr Hrap­to­vich

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Eric-Frenzel-Sport­halle

Die Eric-Frenzel-Sport­halle in Geyer

Es werde Licht!

 

Code Unique, Lamberts

Eric Frenzel ist der erfolg­reichste nordi­sche Kombi­nierer in der Geschichte des deut­schen Winter­sports. Seine Herkunft aus der Region, seine sport­li­chen Erfolge und seine Vorbild­funk­tion verleihen der Eric-Frenzel-Sport­halle eine emotio­nale Tiefe. 

Die dazu passende Planung stammt von Code Unique, das Licht von Lamberts.

Markant

Mit der Eric-Frenzel-Sport­halle entstand in Geyer (Sachsen) ein markanter Baukörper, der durch Klar­heit, Mate­ri­al­be­wusst­sein und funk­tio­nale Präzi­sion über­zeugt. Beson­ders prägend ist die trans­lu­zente Fassade aus Profil­bau­glas, die dem Gebäude Leich­tig­keit, Ausstrah­lung und Iden­tität verleiht.

Mit dem Neubau der Zwei­feld-Sport­halle auf dem Gelände des ehema­ligen Bahn­hofs wird der bestehende Grund­schul­standort funk­tional und gestal­te­risch erwei­tert. Der Neubau ergänzt den östli­chen Flügel des U‑förmigen Bestands und rahmt gemeinsam mit diesem einen intro­ver­tierten Schulhof, der als neue Mitte des Ensem­bles fungiert. Die Halle steht nicht nur den Schü­le­rinnen und Schü­lern, sondern auch regio­nalen Sport­ver­einen und externen Nutzer­gruppen offen und leistet damit einen wich­tigen Beitrag zur Inte­gra­tion des Bildungs­stand­orts in den städ­ti­schen Kontext.

Klar

Die innere Orga­ni­sa­tion ist klar, kompakt und funk­tional. Über einen zwei­ge­schos­sigen Baukörper ist die neue Sport­halle unmit­telbar an das Schul­ge­bäude ange­schlossen. Zentrales Element ist das offene, licht­durch­flu­tete Foyer, das als Verteil­erzone fungiert und den Über­gang zwischen Schule, Halle und Zuschau­er­be­reich vermit­telt. Von hier aus sind die Tribüne mit 40 Sitz­plätzen, die getrennten Zugänge für Turn­schuh- und Stie­fel­be­reich sowie die Halle selbst direkt erreichbar.

Eine teil­ver­glaste Wand gibt dem Raum eine offene, kommu­ni­ka­tive Atmo­sphäre. Entlang der Hallen­längs­seite sind Umkleiden, Sanitär- und Gerä­te­räume kompakt ange­ordnet – kurze Wege und klare Abläufe bedeuten leichte Orien­tie­rung und einfache Nutz­bar­keit.

Hell

Die groß­flä­chige Vergla­sung bringt diffuses Tages­licht ins Hallen­in­nere und sorgt für eine helle, gleich­mä­ßige Raum­at­mo­sphäre. In den Abend­stunden verwan­delt sich die Halle in eine leuch­tende Skulptur im Stadt­raum – ein archi­tek­to­ni­sches Signal, das Sport, Gemein­schaft und Offen­heit sichtbar macht. Das Glas erfüllt nicht nur gestal­te­ri­sche, sondern auch funk­tio­nale Anfor­de­rungen: Wärme­schutz, Schall­schutz und Wartungs­armut sind inte­graler Bestand­teil des Konzepts. In Kombi­na­tion mit Putz- und Sicht­be­ton­flä­chen entsteht ein span­nungs­volles Zusam­men­spiel aus Trans­pa­renz, Robust­heit und Struktur.

Lang­lebig

Die Konstruk­tion folgt dem Prinzip der Effi­zienz und Mate­ri­al­ge­rech­tig­keit. Stahl­be­ton­stützen und weit gespannte Brett­schicht­holz­binder bilden die Trag­struktur und ermög­li­chen eine stüt­zen­freie Spiel­fläche. Das Dach besteht aus gelochten Trapez­pro­fil­ble­chen, die zugleich zur akus­ti­schen Opti­mie­rung des Innen­raums beitragen.

Die umlau­fende Profil­glas­fas­sade gewähr­leistet eine blend­freie Tages­licht­ver­sor­gung und unter­streicht die ener­ge­ti­sche Qualität des Konzepts. Mit ihrem opti­mierten A/V‑Verhältnis ist die Halle kompakt, ressour­cen­scho­nend und lang­lebig konstru­iert – ein in vielerlei Hinsicht zeit­ge­mäßes Beispiel nach­hal­tiger Sport­ar­chi­tektur.

Projekt­daten

Planer

CODE UNIQUE Archi­tekten GmbH

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Geyer

Glas

Glas­fa­brik Lamberts GmbH & Co. KG
Eger­straße 197
D – 95632 Wunsiedel

Adresse

Eric-Frenzel-Sport­halle
Ehren­frie­ders­dorfer Str. 11a
D – 09468 Geyer

Eröff­nung

2023

Fotos

Felix Meyer

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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