Little Island

Little Island auf dem Hudson River

Wasser­park

Little Island ist ein neuer öffent­li­cher Park in New York, der von skulp­tu­ralen Pflanz­ge­fäßen über Wasser gehalten wird.

Die Planer wurden ursprüng­lich einge­laden, einen Pavillon für einen neuen Pier im Südwesten von Manhattan zu entwerfen.

Little Island ist ein neuer öffent­li­cher Park in New York, der unter anderem drei Veran­stal­tungs­orte am Hudson River beher­bergt. Dieser Zufluchtsort für Mensch und Tier wird von skulp­tu­ralen Pflanz­ge­fäßen über Wasser gehalten.

Little Island liegt nur einen kurzen Spazier­gang von Manhat­tans Lower West Side entfernt.

Die Planer von Heather­wick Studio wurden ursprüng­lich von den Bauherren Barry Diller und Hudson River Park Trust einge­laden, einen Pavillon für einen neuen Pier im Südwesten von Manhattan zu entwerfen.

Anstatt ein deko­ra­tives Objekt für den Hudson River Park zu gestalten, stellte sich das Planungs­team aller­dings der Frage, was ein Pier außer hübsch noch alles sein könnte.

Es geht um die Aufre­gung, über dem Wasser zu sein und um das Gefühl, die Stadt hinter sich zu lassen und ins Grüne einzu­tau­chen.

Ausgangs­punkt der Über­le­gungen waren nicht Struktur oder Trag­werk des Parks, sondern das Erlebnis für die Besu­cher: die Aufre­gung, über dem Wasser zu sein, das Gefühl, die Stadt hinter sich zu lassen und ins Grüne einzu­tau­chen.

Diese Grund­idee wurde inspi­riert vom Central Park, in dem man vergessen kann, dass man sich inmitten der dicht­be­sie­delsten Stadt der Verei­nigten Staaten befindet.

Piers sind tradi­tio­nell flach, um den Booten das Anlegen zu ermög­li­chen – aber muss das so sein? Im Kontrast zu den flachen Straßen Manhat­tans schwebte den Planern eine neue Topo­grafie vor, die sich erhebt und eine Viel­zahl von Räumen formt.

Die Idee, den Park auf seinen Funda­menten aufzu­richten, entstand durch die vorhan­denen Holz­pfähle im Wasser. Es handelte sich um Über­bleibsel der vielen Piers, die früher an der Küste Manhat­tans standen. Unter­halb der sicht­baren Enden haben sich diese Pfähle zu einem wich­tigen Lebens­raum entwi­ckelt und sind eine geschützte Brut­stätte für Fische.

Bei Little Island werden die Pfähle zum Deck: Sie gehen in Pflanz­ge­fäße über, die sich mitein­ander verbinden und die Ober­fläche des Parks bilden.

Heather­wick Studio wollte den Pier als ein einziges, zusam­men­hän­gendes Objekt schaffen, und nicht als unver­bun­dene, zusam­men­ge­klebte Elemente. Anstelle von Stützen, die ein Deck stützen, werden bei Little Island die Pfähle zum Deck: Sie gehen über in Pflanz­ge­fäße, die sich mitein­ander verbinden und die Ober­fläche des Parks bilden.

Um die Konturen des Parks zu gestalten, sind die Pfähle unter­schied­lich hoch. So wird die Sonnen­ein­strah­lung gelenkt, und so entstehen Hügel, Aussichts­punkte und ein natür­li­ches Amphi­theater. Der Pier und seine tragende Struktur werden zu einer Einheit.

Die Pflanz­kübel sind mit mehr als hundert verschie­denen Arten von einhei­mi­schen Bäumen und Pflanzen gefüllt, die die Arten­viel­falt fördern und im New Yorker Klima gedeihen können. Für die Herstel­lung wurden sich wieder­ho­lende Elemente verwendet, die stan­dar­di­siert wurden.

Die Bühne des Amphi­thea­ters bietet Sonnen­un­ter­gänge über dem Hudson River, inklu­sive Blick auf die Frei­heits­statue.

Um das Gefühl des Ausrei­ßens und der Insel zu verstärken, liegt Little Island mitten im Wasser, zwischen den Pfei­lern 54 und 56. Der Zugang erfolgt über zwei Stege und orien­tiert sich am vorhan­denen Stra­ßen­raster. Im Inneren der Insel schlän­geln sich Wege durch Bäume und grasbe­wach­sene Verweil­zonen zu versteckten, uner­war­teten Ausbli­cken.

Little Island ersetzt auch das Unter­hal­tungs­an­gebot des alten, baufäl­ligen Pier 54, und das mit gleich drei Veran­stal­tungs­orten. Am äußersten Rand, geschützt von Hügeln und Bäumen, befindet sich ein Amphi­theater mit 700 Sitz­plätzen und Natur­stein­be­stuh­lung. Die Bühne liegt vor der spek­ta­ku­lären Kulisse bei Sonnen­un­ter­gang über dem Hudson River, inklu­sive Blick auf die Frei­heits­statue.

Im Süden befindet sich eine inti­mere Spoken-Word-Bühne mit 200 Plätzen. In Inneren der Insel befindet sich ein flexi­bler Veran­stal­tungsort mit Kapa­zität für größere Events. Seine harte Pflas­te­rung bringt das mosa­ik­ar­tige Muster der Pfähle an die Ober­fläche.

Mit seiner einzig­ar­tigen Mischung aus Veran­stal­tungs­orten und Park­land­schaft ist Little Island eine wahre Oase im Tempo Manhat­tans.

Auf Little Island gibt es etwa 400 verschie­dene Arten von Bäumen, Sträu­chern, Gräsern und Stauden und im gesamten Park mindes­tens 100 verschie­dene Baum­arten, die an das New Yorker Klima ange­passt sind. Jede Ecke der Insel reprä­sen­tiert ein anderes Mikro­klima, abhängig von der Topo­gra­phie, Sonnen­ein­strah­lung und Wind­rich­tung.

Mit seiner einzig­ar­tigen Mischung aus Veran­stal­tungs­orten und Park­land­schaft ist Little Island eine wahre Oase im Tempo Manhat­tans. Ein Ort, an dem New Yorker und Besu­cher den Fluss über­queren können, um sich unter einen Baum zu legen, eine Auffüh­rung zu sehen, den Sonnen­un­ter­gang zu genießen und sich mit dem Wasser und der Natur verbunden zu fühlen.

Das waren wir.

Projekt­daten

 

Archi­tekt

Heather­wick Studio
356–364 Gray’s Inn Road
London WC1X 8BH
Verei­nigtes König­reich

Bauherr

Hudson River Park Trust (HRPT)
Pier 55 Project Fund (P55P)

Team

Thomas Heather­wick, Mat Cash, Paul West­wood, Neil Hubbard, Nick Ling, Sofia Amodio, Simona Auteri, Mark Burrows, Jorge Xavier Méndez-Cáceres, John Cruwys, Antoine van Erp, Alex Flood, Michal Gryko, Ben Holmes, Ben Jacobs, Francis McCloskey, Stepan Marti­novsky, Simon Ng, Wojtek Nowak, Giovanni Parodi, Enrique Pujana, Akari Take­ba­yashi, Ondrej Tichý, Ahira Sanjeet, Charles Wu, Meera Yadave

Standort

Pier 55 at Hudson River Park
Hudson River Greenway
NY 10014
Verei­nigte Staaten

Eröff­nung

2021

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

© 

Baustel­len­fotos

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Spiel­platz­prüfer

Die sichere Seite

Schu­lungen für Spiel­platz­prüfer beim Institut für Sport­stät­ten­prü­fung (ISP)

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Spiel­platz­prüfer

Wie unser Auto zum TÜV muss, so müssen öffent­liche Kinder­spiel­plätze einschließ­lich ihrer Geräte, Mobi­liar, Einfrie­dungen und Frei­flä­chen zur jähr­li­chen Haupt­in­spek­tion. Das bedeutet konkret, dass Spiel­platz­be­treiber verpflichtet sind, ihre Anlagen regel­mäßig durch eine sach­kun­dige Person prüfen zu lassen. Das Institut für Sport­stät­ten­prü­fung (ISP) bildet sie oder ihn aus.

Das erwor­bene Zerti­fikat muss nach spätes­tens drei Jahren im Rahmen eines eintä­gigen Lehr­gangs verlän­gert werden. Der nächste Lehr­gang findet am 11. Mai beim ISP in Münster statt.

Geleitet werden die Semi­nare von Fried­rich Blume, einem der bekann­testen Spiel­platz­prüfer und Semi­nar­leiter Deutsch­lands.

Warum gibt es Spiel­platz­prüfer?

Spaß muss sein – auf Kinder­spiel­plätzen erst recht. Damit Spiel und Spaß auch sicher sind, müssen Spiel­plätze und Frei­zeit­an­lagen frei von Verlet­zungs­ge­fahren gestaltet werden.

Daher verpflichten Gesetze, Vorschriften und Normen die Betreiber von Spiel­plätzen zu regel­mä­ßigen Kontrollen, Inspek­tionen und Wartungen. Verant­wort­lich für die Sicher­heit ist immer der Betreiber der Anlage.

 

Wen inter­es­siert das?

Quali­fi­zierte Spiel­platz­prüfer über­nehmen die verant­wor­tungs­volle Aufgabe regel­mä­ßiger Kontrollen und Prüf- und Wartungs­ar­beiten. Sie sorgen dafür, dass unsere Spiel­plätze und Spiel­ge­räte sicher sind, Unfälle vermieden und Gefahren früh­zeitig erkannt und besei­tigt werden. Daher sollte sich jeder, der mit Spiel­plätzen zu tun hat, mit dem Thema beschäf­tigen.

Die Semi­nare richten sich an

  • die zustän­digen Prüfer und Beauf­tragten von Städten und Gemeinden
  • die Verant­wort­li­chen für die Pflege und Instand­hal­tung von Spiel­plätzen und Spiel­ge­räten
  • Haus­meister und Mitar­beiter von tech­ni­schen Betrieben oder Bauhöfen
  • Spiel­ge­räte-Hersteller
  • Land­schafts­planer und Archi­tekten
  • Fach­kräfte aus dem GaLaBau

Was lerne ich da?

Ziel des Kurses ist die Ausbil­dung zum “Quali­fi­zierten Spiel­platz­prüfer”. Fried­rich Blume und das ISP vermit­teln den Teil­neh­mern alle notwen­digen Kennt­nisse und Fertig­keiten, um die Aufgaben der Spiel­platz­kon­trolle gemäß den Anfor­de­rungen der Spiel­platz­si­cher­heit sach­ge­recht und eigen­ver­ant­wort­lich wahr­zu­nehmen.

Nach dem Lehr­gang sind die Teil­nehmer in der Lage, sicher­heits­re­le­vante Mängel auf Spiel­plätzen und an Spiel­ge­räten zu erkennen und die rich­tigen Empfeh­lungen für das weitere Vorgehen zu geben. Sie erwerben die erfor­der­li­chen Kennt­nisse, um als „Sach­kun­dige Person nach DIN 79161“ die jähr­liche Haupt­in­spek­tion, die Inspek­tion nach der Instal­la­tion sowie die opera­tive und die visu­elle Inspek­tion von Spiel­an­lagen nach den Anfor­de­rungen der DIN EN 1176 vornehmen zu können.

Das Seminar dauert fünf Tage und findet im neuen Gebäude des ISP in Münster statt. 

Die Auffri­schung

Das erwor­bene Zerti­fikat muss nach spätes­tens drei Jahren im Rahmen eines eintä­gigen Lehr­gangs verlän­gert werden. Hier infor­miert Fried­rich Blume über aktu­elle Neue­rungen in den Normen und Regel­werken.

Inhalt des eintä­gigen Semi­nars sind

  • Neues aus der Normung
  • Aktu­elle Beispiele aus der Recht­spre­chung
  • Blick in den Prüf­alltag der Teil­nehmer
  • Spiel­platz­be­ge­hung

Termine: 11.5., 1.6., 8.6., 24.6.,13.10.

Wer leitet die Semi­nare?

Das Institut für Sport­stät­ten­prü­fung ist ausge­spro­chen glück­lich, mit Fried­rich Blume einen der bekann­testen Spiel­platz­prüfer und Semi­nar­leiter Deutsch­lands für die Semi­nare gewonnen zu haben.

Herr Blume hat in den vergan­genen 20 Jahren etliche „Quali­fi­zierte Spiel­platz­prüfer“ und Sach­kun­dige für Spiel­plätze ausge­bildet. Darüber hinaus enga­giert er sich seit vielen Jahren als Obmann Technik im Bundes­ver­band der Spiel­platz­ge­räte- und Frei­zeit­an­lagen-Hersteller BSFH sowie beim Deut­schen Institut für Normung (DIN) in den Normen­aus­schüssen Arbeits­aus­schuss Spiel­platz­prüfer und Spiel­platz­ge­räte.

Das ISP

Seit 1999 prüft das ISP die Bestands­böden von Sport­stätten und die Eignung von Neupro­dukten. Seit dem Umzug im Sommer 2020 stehen dem Institut neben den Schu­lungs­räumen nun auch hoch­wer­tige Labor­räume zur Verfü­gung.

Hier werden Mate­ri­al­prü­fungen an Kunst­stoff­be­lägen, Kunst­ra­sen­sys­temen, Prall­wänden und Sport­hal­len­böden bestehender Anlagen vorge­nommen. Darüber hinaus können im neuen Labor Mate­ri­al­proben und Muster­auf­bauten neuer Produkte noch besser und schneller auf ihre Eignung gemäß natio­naler und inter­na­tio­naler Normen und Richt­li­nien geprüft werden. Bei Bestands­an­lagen führt das ISP Kontroll­prü­fungen durch und stellt den Sanie­rungs­be­darf fest.

Warum muss ich meine Sport­stätte prüfen lassen?

Wer eine Sport­an­lage plant, baut oder betreibt, steht immer wieder auch vor der Frage nach der Sicher­heit – drinnen wie draußen. Entspre­chen meine Sport­böden, entspricht unser in die Jahre gekom­mener Kunst­rasen oder der Prall­schutz aus den 1980er Jahren noch den geltenden Richt­li­nien und Normen? Sind die nagel­neuen Kunst­stoff­flä­chen und Einbau­ele­mente unserer im Bau befind­li­chen Sport­stätte über­haupt Stand der Technik?

Dabei geht es vor allem um die Gesund­heit der Sportler. Es geht aber auch um recht­liche Fragen, es geht um die Haftung.

Egal, ob Sie Verant­wor­tung für Sport­plätze, Sport­hallen oder Spiel­plätze tragen: Alle Betei­ligten schlafen besser, wenn unsere Sport- und Frei­zeit­an­lagen nach natio­nalen und inter­na­tio­nalen Normen und Richt­li­nien geprüft werden und für unsere Zwecke geeignet sind.

Dafür gibt es Experten – zum Beispiel das Institut für Sport­stät­ten­prü­fung in Münster.

Weitere Infor­ma­tionen

Veran­stalter

ISP GmbH
Institut für Sport­stät­ten­prü­fung
Amelun­xenstr. 65
D‑48167 Münster

Refe­rent

Firied­rich Blume

Anmel­dung

Klicken Sie hier.

Termine

11.Mai., 1. Juni., 8. Juni, 24. Juni,13. Oktober

Veran­stal­tungsort

ISP GmbH
Institut für Sport­stät­ten­prü­fung
Amelun­xenstr. 65
D‑48167 Münster

Fotos

ISP GmbH

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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SAP Garden

Passt.

der SAP Garden im Münchner Olypia­park

von 3XN Archi­tects

Die Situa­tion

Das däni­sche Archi­tek­tur­büro 3XN Archi­tects, in Zusam­men­ar­beit mit den Land­schafts­ar­chi­tekten Latz + Partner, hat den Wett­be­werb zum Bau der bis zu 11.500 Zuschauer fassenden, zukünf­tigen Spiel­stätte des deut­schen Basket­ball­meis­ters FC Bayern München und des deut­schen Eisho­ckey­meis­ters Red Bull München gewonnen.

Um auch die Infra­struktur für den Schul‑, Frei­zeit- und Nach­wuchs­sport zu opti­mieren, entstehen neben der SAP Garden genannten Arena drei weitere über­dachte Eissport­flä­chen für Trai­nings­zwecke und den nicht wett­kampf­ori­en­tierten Brei­ten­sport. Hierzu wurde ein umfang­rei­cher Eiszei­ten­ver­trag mit der Landes­haupt­stadt München abge­schlossen. Bauherr des Projekts ist die Red Bull Stadion München GmbH.

Archi­tekt

3XN A/S
Kanon­bådsvej 8
DK – 1437 Copen­hagen K

Bauherr

Red Bull Stadion München GmbH

Solitär

Die Halle ersetzt das Olympia-Radsta­dion an glei­cher Stelle.

Der SAP Garden tritt als ovaler, eigen­stän­diger Solitär hervor und fügt sich durch die natür­liche Einbin­dung sehr selbst­ver­ständ­lich und respekt­voll in das welt­be­rühmte Olym­pia­park-Ensemble ein. Das intensiv begrünte Dach und die vertikal struk­tu­rierte Fassade verstärken diesen Eindruck.

Die Fassade wird durch eine verti­kale Lamel­len­struktur bestimmt, die über den verglasten Eingängen nach oben schwingt und so die Haupt­ein­gänge betont.

Die einge­gra­benen Trai­nings­flä­chen werden zu einem begrünten Hügel model­liert, nehmen die Topo­grafie auf und ermög­li­chen die logi­sche Fort­füh­rung der Wege und der Land­schafts­ge­stal­tung des Olym­pia­parks.

Adresse

SAP Garden
Toni-Merkens-Weg 4
D‑80809 München

Luft­bild

Behnisch und Auslas­tung

Für 3XN Archi­tects ist es bereits das vierte Aren­a­pro­jekt. „Während des Design­pro­zesses haben wir uns ständig Gedanken zu den Ideen hinter dem ursprüng­li­chen Design gemacht und uns oft gefragt, was Günter Behnischs Ansatz wäre. Es war uns wichtig, eine flexible und viel­sei­tige Arena mit starker Iden­tität zu schaffen, die dennoch die Geschichte und Vision des ursprüng­li­chen Olym­pia­parks respek­tiert, und die sich natür­lich in den Olym­pia­park einfügt.“

Die Grund­stein­le­gung ist für den Winter dieses Jahres geplant, die Eröff­nung im Spät­sommer 2021. Die beiden zukünf­tigen Haupt­nutzer FC Bayern München Basket­ball und Red Bull München können bei voller Nutzungs­aus­las­tung jähr­lich jeweils bis zu 40 Partien in der Sport­arena austragen. Zusätz­lich dürfen besten­falls 20 weitere Sport­events sowie 20 sport­nahe Veran­stal­tungen durch­ge­führt werden. Insge­samt verfügt die Arena über eine Brut­to­ge­schoss­fläche von 62.500 Quadrat­me­tern.

Illus­tra­tionen

Text

Stimmen zum Spiel

Bauherren und zukünf­tige Nutzer der Halle sind mit dem Ergebnis sehr einver­standen, auch und beson­ders im Zusam­men­hang mit dem Olym­pia­park.

Bauherr Red Bull ist der Meinung, der Entwurf vereine „Wirt­schaft­lich­keit, Nach­hal­tig­keit und Ener­gie­ef­fi­zienz. Deshalb war für uns der Beitrag von 3XN Archi­tects der Beste unter vielen sehr guten.“

Uli Hoeneß, Präsi­dent des FC Bayern München ist „wirk­lich begeis­tert, wie es den Archi­tekten des Gewin­ner­ent­wurfs gelungen ist, die Anmu­tung des geschichts­träch­tigen Olym­pia­parks aufzu­nehmen. Die neue Halle wird weit mehr sein als eine hoch­mo­derne Arena, in der sich die Fans, Sportler und auch unsere Basket­ball­mann­schaft wohl fühlen werden. Ich bin mir ebenso sicher, dass diese Arena mit ihrer schlüs­sigen Gestal­tung inklu­sive des begrünten Daches ein archi­tek­to­ni­scher Blick­fang und Gewinn für die Stadt München sein wird.“

Für die Landes­haupt­stadt München bietet sich mit der vertrag­li­chen Nutzung der Eisflä­chen – rund 8.000 Stunden pro Saison – eine einma­lige Chance, hervor­ra­gende Bedin­gungen für den öffent­li­chen Eislauf sowie Schul­eis­lauf und Vereins­sport zu schaffen. Mit dem Bau des SAP Garden wird der Olym­pia­park seine Posi­tion als hervor­ra­gende Veran­stal­tungs­stätte in München für Breiten- und Spit­zen­sport weiter ausbauen.

Feed­back

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Die Arena in Zahlen

  • 62.500 m² Brut­to­ge­schoss­fläche
  • bis zu 11.500 Zuschau­er­plätze 
  • drei über­dachte Eisflä­chen
  • Tief­ga­rage in der Arena mit 220 Stell­plätzen (zusätz­lich 4.000 Park­plätze im Olym­pia­park)
  • 1.000 Busi­ness-Seats
  • Elf Logen mit ca. 156 Plätzen
  • Fanshops
  • Büro- und Konfe­renz­räume

Eröff­nung

2021

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Johannes Bühl­be­cker, Gründer von More Sports Media

Johannes Bühl­be­cker ist Archi­tekt und hat unter anderem 15 Jahre lang für die Inter­na­tio­nale Verei­ni­gung Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tungen (IAKS) gear­beitet – als Redak­ti­ons­leiter der renom­mierten Fach­zeit­schrift „sb“, in der Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung inter­na­tio­naler Archi­tek­tur­wett­be­werbe mit IOC und IPC, im Messe- und Kongress­wesen, als Leiter der „NRW Bera­tungs­stelle Sport­stätten“ und als Lehr­be­auf­tragter an der Deut­schen Sport­hoch­schule Köln.

  • Dipl.-Ing. Archi­tekt
  • Lang­jäh­riger Redak­ti­ons­leiter „sb“, Inter­na­tio­nale Fach­zeit­schrift für die Archi­tektur des Sports
  • Fort­bil­dungen im Bereich Web-Design, Online-Marke­ting usw.
  • Inter­na­tio­nale Archi­tek­tur­wett­be­werbe mit IOC und  IPC
  • Messe- und Kongress­or­ga­ni­sa­tion
  • Leiter der „NRW Bera­tungs­stelle Sport­stätten“
  • Lehr­be­auf­tragter an der Deut­schen Sport­hoch­schule Köln
  • Planung des Preußen-Stadions in Münster (für groß­mann inge­nieure, Göttingen)
  • Neupla­nung eines Fußball­sta­dions in Berlin-Köpe­nick
  • Zahl­reiche Publi­ka­tionen, u.a. „Vom runden Leder zur Seifen­blase – Die Entwick­lung des Fußballs und seiner Archi­tektur“
  • Vorstands­mit­glied und Jugend­trainer beim SV BW Weitmar 09

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Sport­park Quzhou

Zwischen Erde und Mars

Der Sport­park Quzhou

MAD Archi­tects

Es geht los

Im September 2018 war Grund­stein­le­gung für den von MAD Archi­tects entwor­fenen Sport­park Quzhou, eine riesige Anlage voller orga­ni­scher, land­schafts­be­zo­gener Archi­tektur für Sport und Frei­zeit. Quzhou liegt im Westen der chine­si­schen Provinz Zhejiang.

Die beiden ersten Bauab­schnitte mit einer Gesamt­fläche von rund 340.000 m² umfassen ein Stadion für 30.000 Zuschauer, eine große Sport­halle mit 10.000 Plätzen, ein Schwimm­halle (2.000 Plätze), einen natio­nalen Sport­kom­plex, Frei­sport­an­lagen, ein Wissen­schafts- und Tech­nik­mu­seum, Hotel­un­ter­künfte, ein Jugend­zen­trum und Einzel­han­dels­flä­chen.

Poesie und Shanshui

Der Entwurf von MAD bettet sämt­liche Funk­tionen in natür­liche, vorhan­dene Formen und schafft eine poeti­sche Land­schaft im Zentrum der Stadt – irgendwo zwischen Erde und Mars.

Die Archi­tekten träumen nicht nur davon, einen urbanen Raum voller Sport und Ökologie zu schaffen, sondern auch eine kunst­volle Land­schaft entstehen zu lassen, die eine Bezie­hung zwischen der Geschichte der Stadt und dem tradi­tio­nellen Shanshui (das ist eine Art der Land­schafts­ma­lerei) herstellt.

Quzhou

Quzhou ist eine Stadt mit einer jahr­tau­sen­de­alten Geschichte, mit Kultur und philo­so­phi­scher Iden­tität – und mit einer wunder­schönen Land­schaft, deren üppiger Wald mehr als 70% des Gebiets bedeckt. Quzhou hat 422.000 Einwohner, im Umfeld leben 2,16 Millionen Menschen auf einer Fläche 8.836 km²,

Die kultu­relle Geschichte und die beein­dru­ckende Natur sind der Ausgangs­punkt des Entwurfs. MAD stellen sich eine surreale und ruhige Kunst­land­schaft im modernen Quzhou vor. Auftau­chend wie eine Fata Morgana, soll der Sport­park Quzhou  zu einem Ort spiri­tu­eller Gemein­sam­keit für die Zukunft der Stadt zu werden.

Bewegen, Klet­tern, Versinken

Das Gelände des Sport­parks Quzhou wird von einem dichten Wald mit hohen Bäumen umgeben, der das unbe­wohnte Land von der Stadt trennt. Beim Betreten des Geländes öffnet sich der Blick plötz­lich auf weite Hori­zonte und den hellen Himmel. Gleich­zeitig erscheint der Komplex wie eine Mars­land­schaft, geheim­nis­voll und illu­so­risch.

Die gesamte Umge­bung bietet fast endlose Weiten, Hügel und Täler. Besu­cher und Spazier­gänger können den Park auf viel­fäl­tige Weise erleben und nutzen. Sie können spazieren, sich treiben lassen, klet­tern oder das Gelände durch­queren. Mitten im Park befindet sich ein See, der als versun­kener Garten konzi­piert ist.

Ein Erdsta­dion

Das Stadion ähnelt einem Krater. Es wird tief ins Gelände einge­graben – ein Erdsta­dion also. Ein leichtes, schwe­bendes Dach soll (so die Archi­tekten) das Stadion wie ein “Heili­gen­schein” krönen, der wie eine helle Wolke sanft über dem Boden schwebt.

Die Nähe zur Erde lassen Stadion und Dach greifbar erscheinen. Die angren­zenden sanften “Hügel” auf der nord­öst­li­chen Seite fassen die große Sport­halle, das Hallenbad und ein Trai­nings­zen­trum. In den höher liegenden Berei­chen sind öffent­liche Räume und natür­liche Land­schaften vorge­sehen, die die Menschen zu Besinn­lich­keit und Verweilen anregen sollen: Kontem­pla­tion als Gestal­tungs­prinzip.

So geht Park

Die Archi­tektur und Formen­sprache im Sport­park Quzhou löst sich deut­lich von der tradi­tio­nellen Sport­ar­chi­tektur. Werden übli­cher­weise Struktur und Trag­werk vorge­zeigt, sind die Sport­bauten hier deut­lich intrin­sisch und subtil orga­ni­siert.

Gleich­zeitig sind Innen- wie Außen­raum der Anlagen sehr stark mit der Natur verbunden. Zum Teil sind sie gar so stark in die Land­schaft „einge­baut“, dass sie von außen kaum wahr­nehmbar sind.

Die Wege zwischen den Bergen und am See längs schlän­geln sich über und durch die Archi­tektur, niemand wird von den Bauten für Sport und Frei­zeit erdrückt. Besu­cher werden ermun­tert, den Park nicht nur zu Veran­stal­tungen zu nutzen.

Der mensch­liche Maßstab

Die Gipfel und Hänge mehrerer der Hügel sind mit Platt­formen oder „Ober­lich­tern“ ausge­stattet, die natür­li­ches Licht eindringen lassen und für eine natür­liche Belüf­tung der Gebäude sorgen.

Die Außen­be­reiche sind mit Grün bedeckt, das so ener­gie­spa­rend wie zugäng­lich ist. Sie laden die Besu­cher und Spazier­gänger ein, den Berg zu besteigen, die Wege zu gehen und „eine engere physi­sche und emotio­nale Verbin­dung mit Himmel und Erde“ herzu­stellen.

Der Sport­park Quzhou verlässt das tradi­tio­nelle Modell der konven­tio­nellen Stadt­ent­wick­lung durch große, eckige Land­marken. Unter Bezug vor allem auf die vorhan­dene Land­schaft soll ein einzig­ar­tiger urbaner Raum entstehen, der dem hier geltenden spiri­tu­ellen Verständnis von Mensch, Natur und urbaner Kultur entspricht.

Geist und Gemüt

In früheren Zeiten führten die Olym­pi­schen Spiele den Slogan “schneller, höher, weiter”. Dies galt weit­ge­hend auch für die rasante Stadt­ent­wick­lung im vergan­genen Jahr­hun­dert.

Der Sport­park Quzhou geht andere Wege, die Vorbild werden könnten – wenn es gelingt, den Charakter des beein­dru­ckenden Entwurfs auch in der nun begon­nenen Reali­sie­rung beizu­be­halten.

Ma Yansong (MAD) hat das so erläu­tert: „In der Bezie­hung zwischen Mensch und Natur geht es nicht nur um Ökologie und Nach­hal­tig­keit, sondern auch um Geist und Gemüt. Das sind die Kultur und die Philo­so­phie, die es in der Geschichte dieses Landes schon lange gibt und die bei der Entwick­lung unserer zukünf­tigen Städte ange­wendet werden muss.”

PROJEKTDATEN

Archi­tekt

MAD Archi­tects
8F, Tower A, NO. 107
North Dongsi Street, Dongcheng District
CN – Beijing 100007

Partner:
MA Yansong, DANG Qun, Yosuke Hayano
LIU Huiying, Kin Li, FU Chan­grui

Design Team:
XU Chen, LI Guang­chong, Iting Lien, LI Cunhao, LIU Hailun, LI Hui, MA Yin, Kyung Eun Na, Ales­sandro Fisalli, KANG Wenzhao, Thou­feeq Ahmed, ZHOU Haimeng, Neeraj Mahajan, ZHANG Yufei

Bauherr

Quzhou West District Deve­lo­p­ment Committee

Betei­ligte Firmen

Execu­tive Archi­tect:
CCDI Group
Land­scape Archi­tect:
PWP Land­scape Archi­tec­ture
Struc­tural Engi­neer:
Schlaich Berger­mann Partner
Dach­mem­bran:
Serge Ferrari Grou
MEP Engi­neer:
SC Consul­tants Limited
Façade Consul­tant:
RFR Asia
Lighting Consul­tant:
Ning’s Field Lighting Design
Anima­tion Support:
SAN

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Eröff­nung

2021

ILLUSTRATIONEN

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