CASA

Das CASA (Centre for Applied Skate­board Arts) in München

Keep on moving

 

Behnisch Archi­tekten

Skate­boarden, BMX, Parkour oder Wheel­chair Skating sind längst keine Nischen­themen mehr, sondern Teil einer wach­senden urbanen Bewe­gungs­kultur. Um diesem Bedürfnis nach wetter­un­ab­hän­gigen, offenen Räumen zu begegnen, initi­ierte die Landes­haupt­stadt München ein Projekt, das nicht nur funk­tional über­zeugt, sondern auch als archi­tek­to­ni­sches State­ment für Teil­habe und Nach­hal­tig­keit steht.

Von Behnisch Archi­tekten.

Warum?

Das Bedürfnis nach Räumen für infor­melle Bewe­gungs­sport­arten wächst, die Einsicht in die Notwen­dig­keit der Teil­habe aller zukünf­tiger Nutzer­gruppen von Beginn an auch. So erstellte die Landes­haupt­stadt München gemeinsam mit freien Initia­tiven ein detail­liertes Bedarfs­pro­gramm als plane­ri­sche Grund­lage für ein wetter­un­ab­hän­giges Zentrum des indi­vi­du­ellen Action­s­ports – und gleich­zeitig die Vorgabe eines offenen, inklu­siven Treff­punkts: das “Centre for Applied Skate­board Arts” (CASA), Arbeits­titel “Action­s­port­zen­trum München”.

Bereits im Jahr 2018 schrieb die Stadt München dazu einen einge­la­denen Wett­be­werb aus, den Behnisch Archi­tekten gewannen. Bald danach jedoch sorgten die Corona-Pandemie und kommu­nale Haus­halts­eng­pässe für Verzö­ge­rungen. Erst ab 2023 begann die Umset­zung des ersten Bauab­schnitts, die Eröff­nung erfolgte 2024.

Wo?

Mit der ehema­ligen Eggen­fa­brik aus dem Jahr 1910 als Standort für das CASA fiel die Wahl auf ein charak­ter­starkes Indus­trie­denkmal im Herzen Pasings. Die lange unge­nutzte Halle bot nicht nur genü­gend Raum, sondern auch eine beein­dru­ckende Stahl­kon­struk­tion, die den neuen Nutzungen ein unver­wech­sel­bares Gesicht verleiht. Der erste Bauab­schnitt revi­ta­li­sierte die Bestands­struktur (die Halle steht seit 2008 unter Denk­mal­schutz) und ermög­licht den Betrieb der neuen Sport­flä­chen.

Für die Zukunft ist ein zweiter Abschnitt in Holz­hy­brid­bau­weise geplant, der das Angebot um Parkour-Anlagen, eine Skate-Bowl, eine Dirt­bike-Jump-Line sowie ein Café mit Terrasse erwei­tert. Die Planung erlaubt es, diese Erwei­te­rung nahtlos und ohne Unter­bre­chung des laufenden Betriebs zu reali­sieren.

Wie?

Der respekt­volle Umgang mit dem Bestand prägt den archi­tek­to­ni­schen Ausdruck. Die markanten Giebel­fas­saden und groß­for­ma­tigen Fens­ter­öff­nungen der Eggen­fa­brik blieben erhalten und bilden zusammen mit der fili­granen Stahl-Primär­kon­struk­tion das visu­elle Rück­grat des Centre for Applied Skate­board Arts. Ledig­lich das Dach wurde aus stati­schen Gründen zurück­ge­baut und durch eine vorge­fer­tigte Holz­kas­set­ten­decke ersetzt, die dem Raum zugleich Wärme und Leich­tig­keit verleiht.

Eine neu einge­zo­gene Gale­rie­ebene fügt sich sensibel in die histo­ri­sche Hülle ein, bietet Aufent­halts- und Veran­stal­tungs­flä­chen und eröffnet beein­dru­ckende Blick­be­zie­hungen auf die darun­ter­lie­gende Skate­fläche.

Wer?

Barrie­re­frei­heit im CASA war von Anfang an selbst­ver­ständ­lich. Folge­richtig sind die Sport­flä­chen so gestaltet, dass zum Beispiel Wheel­chair Skating problemlos möglich ist. Breite Zugänge, klar struk­tu­rierte Wege und eine leicht verständ­liche Orien­tie­rung machen das gesamte Centre for Applied Skate­board Arts für Menschen mit unter­schied­li­cher Mobi­lität einfach nutzbar.

Das Betrei­ber­kon­zept von High Five e.V. über­setzt den Gedanken der Offen­heit in den Alltag des Zentrums. CASA ist nicht nur Trai­nings­stätte für Action­s­port, sondern ein sozialer Treff­punkt, an dem sich Sport­le­rinnen und Sportler jeden Alters und Könnens austau­schen können. Das gemein­schaft­liche Planungs­ver­fahren hat diesen Charakter von Anfang an mitge­prägt und verleiht dem Projekt eine Authen­ti­zität, die über reine Funk­tion hinaus­geht.

Warm?

Tech­nisch wie klima­tisch über­zeugt das Projekt nicht durch opulente Systeme, sondern durch einfache, nach­hal­tige Lösungen.

Das Dach­ober­licht enthält Photo­vol­ta­ik­mo­dule, die nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die sommer­liche Über­hit­zung mini­mieren. Statt einer mecha­ni­schen Lüftungs­an­lage wurde ein natür­li­ches Lüftungs­system einge­baut: Frisch­luft strömt über neu geschaf­fene Öffnungen am Boden der Fassaden ein und entweicht als Abluft über öffen­bare Licht­bänder im Dach. Dadurch bleibt das Innen­klima ange­nehm, und der tech­ni­sche Aufwand hält sich in Grenzen – eine für Sport­hallen außer­ge­wöhn­lich einfache Lösung.

Die Hülle selbst wurde ebenso ertüch­tigt: außen­lie­gende Dämmung, Dämmung im Innen­be­reich an sensi­bleren Teilen, moderne Vergla­sung – alles mit Rück­sicht auf den Denk­mal­schutz.

Wow!

Das CASA (Centre for Applied Skate­board Arts) ist deut­lich mehr ist als eine reine Sport­stätte. Sie steht für Austausch und Inklu­sion und zeigt exem­pla­risch, wie sich Nach­hal­tig­keit, Denk­mal­schutz und Action­s­port nicht nur verein­baren lassen, sondern gegen­seitig stärken.

Projekt­daten

Planer

Behnisch Archi­tekten

Maria Hirn­sperger (Part­nerin, Projekt­lei­terin), Andrada Bauer, Johannes Ewer­beck, Gökhan Catikkas, Laura Baldelli, Sara Cansin Güngör

Bauherr

Landes­haupt­stadt München
Referat für Bildung und Sport
Bayer­straße 28
D – 80335 München

Betreiber

CASA
Centre for Applied Skate­board Arts

Stahlbau

MTS GmbH
Liebig­straße 8
85301 Schwei­ten­kir­chen

Trag­werk

Behringer Bera­tende Inge­nieure GmbH
Baustatik und Trag­werks­pla­nung
Bava­ria­ring 24
D – 80336 München

Eröff­nung

2024

Adresse

CASA
Angela-von-den-Driesch-Weg 9
D – 81245 München

Fotos

David Matthiessen Foto­grafie
Behnisch Archi­tekten / Maria Ader (Titel)

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Turn­halle im Berna­park Stettlen

Turn­halle im Berna­park Stettlen 

Plug and Play

 

NÜSSLI

Die Turn­halle im Berna­park Stettlen basiert auf dem bewährten Trag­werk aus Stangen und Verbin­dungen. Beson­ders bemer­kens­wert ist die funda­ment­lose Konstruk­tion, die eine voll­ständig rever­sible Bauweise ermög­licht; ein “Plug and Play”-System ähnlich Bauklötzen, die wieder zerlegt und ander­weitig verwendet werden können.

Und alles nach Baspo-Norm.

Kontext

Die Schule für Gestal­tung Bern und Biel ist seit dem Sommer 2024 im Berna­park ansässig und wird hier bis mindes­tens 2034 bleiben, während das Haupt­ge­bäude an der Berner Schänz­li­halde umfas­send saniert wird.

Die hier früher ansäs­sige Karton­fa­brik Deisswil mit ihrem charak­te­ris­ti­schen Indus­trie­cha­rakter schafft ein inspi­rie­rendes Umfeld für die krea­tive Ausbil­dung. Neben den schon vorhan­denen Ateliers, Werk­stätten und einem Foto­labor umfasst der Campus nun auch eine neue Sport­halle.

Die neue „Turn­halle im Berna­park Stettlen“ bietet ideale Voraus­set­zungen für die tempo­räre Nutzung von circa zehn Jahren. NÜSSLI baute die Halle inner­halb weniger Wochen, und das nach­haltig.

Ausstat­tung

Der Neubau erfüllt alle Anfor­de­rungen an eine moderne Schul­sport­an­lage. Die Sport­halle verfügt über einen hoch­wer­tigen, schad­stoff­freien Hallen­boden und eine helle Holz­ver­klei­dung, die zusammen ein ange­nehmes Raum­klima schaffen. Durch die Holz­bau­weise wird oben­drein die Feuch­tig­keit auf natür­liche Weise regu­liert.

Die Neben­räume sind in vorge­fer­tigten Modulen unter­ge­bracht, die bereits komplett ausge­rüstet ange­lie­fert wurden (Baukasten). Diese umfassen die Umklei­de­räume mit Duschen, Sani­tär­ein­rich­tungen und weitere Funk­ti­ons­räume. Auch sämt­liche tech­ni­sche Ausstat­tungen waren bereits in den Modulen inte­griert.

Kreis­lauf statt Provi­so­rium

Die Turn­halle im Berna­park Stettlen demons­triert eindrucks­voll die Prin­zi­pien der Kreis­lauf­wirt­schaft im Bauwesen. Alle verwen­deten Baustoffe sind für den Rückbau und die Wieder­ver­wen­dung ausge­legt. Bei der Mate­ri­al­aus­wahl wurden höchste Ansprüche an Umwelt- und Gesund­heits­ver­träg­lich­keit gestellt, weshalb durch­ge­hend schad­stoff­freie Mate­ria­lien zum Einsatz kommen.

Dank der funda­ment­freien Konstruk­tion wurde nur ein mini­maler Eingriff in den Baugrund nötig, und damit eine spur­lose Rück­gabe des Areals nach dem Rückbau möglich. Die modu­lare Bauweise erlaubt nicht nur eine flexible Anpas­sung während der Nutzungs­zeit, sondern auch eine einfache Demon­tage am Ende der Stand­zeit.

Die Turn­halle im Berna­park Stettlen beweist, dass Tempo­rär­bauten nicht zwangs­läufig Provi­so­rien sein müssen, sondern nutzer­freund­liche Archi­tek­turen sein können, die natür­lich auch dem Nach­hal­tig­keits­ge­danken verpflichtet sind.

Die Kombi­na­tion aus schneller Reali­sie­rung, hoher Nutzungs­qua­lität und konse­quenter Nach­hal­tig­keit macht das Projekt zu einem Refe­renz­ob­jekt.

Projekt­daten

Planer

NÜSSLI Gruppe

Bauherr

Kanton Bern

Nutzer

Schule für Gestal­tung Bern und Biel

Eröff­nung

2024

Adresse

Berna­park 1
CH – 3066 Stettlen

Fotos

NÜSSLI

Text

Johannes Bühl­be­cker
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(Adver­to­rial)

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Typen­sport­hallen

Typen­sport­hallen für Berlin

Darauf lässt sich aufbauen

 

scholl archi­tekten part­ner­schaft scholl.balbach.walker

Typen­sport­hallen in modu­larer Holz­bau­weise und mit stan­dar­di­sierten Vari­anten versetzen die Verant­wort­li­chen in die Lage, den stetig wach­senden und sich verän­dernden Anfor­de­rungen an unsere Sport­in­fra­struktur gerecht werden zu können.

Typen­sport­hallen für Berlin

Im Rahmen der Schul­bau­of­fen­sive entstanden in Berlin neun Drei­feld-Hallen für den Schul- und Vereins­sport in modu­larer, ökolo­gi­scher Holz­bau­weise. Ziel dieses Inves­ti­ti­ons­pro­jekts der Senats­ver­wal­tung für Bildung, Jugend und Familie ist es, drin­gend benö­tigte Sport­flä­chen schnell, wirt­schaft­lich und quali­täts­voll zu schaffen.

Darüber hinaus versetzt die modu­lare Holz­bau­weise in stan­dar­di­sierten Vari­anten die Verant­wort­li­chen in die Lage, sich den stets wach­senden und verän­dernden Anfor­de­rungen an die Reali­sie­rung drin­gend notwen­diger Infra­struk­tur­ein­rich­tung stellen zu können.

Geplant und gebaut wurden die Hallen von scholl archi­tekten part­ner­schaft aus Stutt­gart.

Fotos: Lily-Braun-Gymna­sium 

TSH60 und TSH199

Das aus einem Reali­sie­rungs­wett­be­werb im Jahr 2017 sieg­reich hervor­ge­gan­gene Konzept erfüllt die hohen Anfor­de­rungen an die Flexi­bi­lität mit einem modu­laren Aufbau in drei Nutzungs­zonen: Halle, Neben- und Gerä­te­räume. Es entstehen zwei Hallen­typen, die sich ledig­lich in der Breite des Spiel­felds und der Spann­weite des Hallen­trag­werks unter­scheiden: TSH60 und TSH199.

Die Typen­sport­halle TSH60 bietet auf einer Gesamt­fläche von rund 1.620m² drei Hallen­teile mit Spiel­feld­ab­mes­sungen von jeweils 22x45m. Sie verfügt über eine Galerie mit bis zu 60 Zuschau­er­plätzen, einen barrie­re­freien Zugang sowie Neben­räume für Umkleiden, Technik, Lager und Verwal­tung. Ergänzt wird das Raum­an­gebot durch einen Mehr­zweck­be­reich mit Küchen­zeile, der auch für außer­sport­liche Nutzungen geöffnet werden kann.

TSH199 ist die größere Vari­ante der beiden Typen­sport­hallen. Auch sie umfasst drei Hallen­teile, jedoch mit einer Tribüne für bis zu 199 Personen. Auch sie ist barrie­re­frei und verfügt über iden­ti­sche Neben­be­reiche, aller­dings auf insge­samt 1.950 m² Fläche groß­zü­giger dimen­sio­niert.

Fotos: Lily-Braun-Gymna­sium 

Hell und freund­lich

Das Konzept berück­sich­tigt die unter­schied­li­chen Gege­ben­heiten verschie­dener Stand­orte und erlaubt eine flexible, stand­ort­be­zo­gene Orga­ni­sa­tion sowie die barrie­re­freie Erschlie­ßung der Neben­räume. Die einge­schos­sigen Neben­raum­trakte ermög­li­chen zudem eine groß­zü­gige Vergla­sung der Hallen­längs­seiten.

Die Hallen sind dank dieser Vergla­sungen und einer licht­durch­läs­sigen Dach­kon­struk­tion hell und freund­lich gestaltet. Die Ausstat­tung umfasst moderne LED-Beleuch­tung, Prall­wände aus lamel­lierten, (birke-)furnierten Holz­werk­stoff­platten, hoch­wer­tige Sport­böden sowie ener­gie­ef­fi­zi­ente Lüftungs- und Heiz­technik.

Beide Hallen­typen sind rund sieben Meter hoch und zeichnen sich durch eine weit span­nende, stüt­zen­freie Trag­struktur aus Brett­schicht­holz aus.

Für die schnelle Reali­sie­rung bei hoher Ausfüh­rungs­qua­lität wurden wesent­liche Bauteile werk­seitig ober­flä­chen­fertig vorge­fer­tigt und just-in-time zum jewei­ligen Standort gelie­fert und verbaut. Typi­sie­rung und Stan­dar­di­sie­rung der Sport­hallen ermög­li­chen effi­zi­ente Planungs‑, Ferti­gungs- und Abwick­lungs­pro­zesse. Dies führte zu einer kurzen Bauphase vor Ort, ange­sichts knapper finan­zi­eller und zeit­li­cher Ressourcen natür­lich ideal.

Die Verwen­dung des Natur­bau­stoffs Holz für Konstruk­tion, Gebäu­de­hülle und Ausbau ist auch im Hinblick auf Ökologie und Nach­hal­tig­keit eine gute Entschei­dung. Aus funk­tio­nalen und konstruk­tiven Gründen besteht der Gebäu­de­so­ckel aus ober­flä­chen­fer­tigen Beton­fer­tig­teilen, wodurch die Neben­räume in Kombi­na­tion mit schlichten Ausbau­ele­menten zurück­hal­tend und elegant wirken.

Fotos: Sport­schule Olym­pia­park

Lily Braun und Carl Fried­rich von Siemens

Die ersten neun Typen­sport­hallen wurden zwischen 2021 und 2023 in dieser Reihen­folge errichtet:

  • TSH60 Lily-Braun-Gymna­sium, Berlin-Spandau 
  • TSH60 Carl-Fried­rich-von-Siemens-Gymna­sium, Berlin-Spandau 
  • TSH60 Schule am Stadt­park, Berlin-Steglitz 
  • TSH60 Vineta-Grund­schule, Berlin-Mitte 
  • TSH60 Sport­forum Berlin, Berlin-Lich­ten­berg 
  • TSH60 Bernd-Ryke-Grund­schule, Berlin-Spandau 
  •  TSH60 Brodowin-Grund­schule, Berlin-Lich­ten­berg
  • TSH199 Kolumbus-Grund­schule, Berlin-Reini­cken­dorf
  • TSH199 Sport­schule-Olym­pia­park, Berlin-Char­lot­ten­burg

Durch den hohen Vorfer­ti­gungs­grad der Holz­ele­mente konnte die eigent­liche Montage vor Ort in nur etwa zehn Wochen erfolgen. 

Mit den Typen­sport­hallen und deren stetiger Weiter­ent­wick­lung setzt Berlin ein Zeichen für zukunfts­fä­higes Bauen: ökolo­gisch, funk­tional und flexibel nutzbar – sowohl für den Schul- als auch den Vereins­sport.

Fotos: Sport­schule Olym­pia­park

Licht und Blend­schutz

Zu den Anfor­de­rungen an die Typen­sport­hallen gehörte auch die natür­liche Belich­tung mit ball­wurf­si­cherem Blend­schutz innen und außen. Die hierfür passende Lösung lieferte ein Isolier­glas mit trans­lu­zenter, lichtstreu­ender Kapil­lar­ein­lage. Es heißt OKALUX K und sorgt ohne zusätz­liche Blend­schutz­ein­rich­tungen für eine gleich­mä­ßige und schlag­schat­ten­freie Ausleuch­tung des Raum­in­neren mit Tages­licht. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohl­be­finden der Sport­le­rinnen und Sportler aus, es redu­ziert auch die Ener­gie­kosten.

Für ange­nehmes Zuschauen bei Wett­kämpfen von Ball­sport­arten wie Basket­ball und Volley­ball sind über die ganzen Hallen­längs­seiten 74 Wärme­schutz­gläser ober­halb der Prall­wände in die vertikal geglie­derte Holz-Alu‑P/R‑­Fas­sade einge­fügt. Neben den ball­wurf­si­cheren Eigen­schaften des Glases über­zeugte OKALUX K die Archi­tekten auch durch die indi­vi­du­elle Maßan­fer­ti­gung.

Dass schnelle Ferti­gungs­zeit und Qualität in keinem Wider­spruch zuein­ander stehen, verdeut­licht darüber hinaus auch die Lang­le­big­keit, wartungs­freie Nutzung und gute Recy­cel­bar­keit der ausge­wählten Isolier­gläser.

Sport­böden, Prall­wände und Einbau­ele­mente

Für den Innen­ausbau der Berliner Typen­sport­hallen lieferte und instal­lierte TOP-SPORT den Sport­boden, die Holz­prall­wände und koor­di­nierte den Einbau der Trenn­vor­hänge. Die Schwes­ter­firma HERKULES-Schwe­be­tore verbaute die Einbau­ele­mente .

Der rund 1.145 m² große flächen­elas­ti­schen Sport­boden poly­sport® UNO mit PUR-Ober­fläche sorgt für sichere Stand­fes­tig­keit, schnelle Reak­ti­ons­fä­hig­keit und eine gleich­mä­ßige Last­ver­tei­lung. Damit ist er sowohl für Schul- und Mann­schafts­sport als auch für den Roll­sport bestens geeignet.

Die einge­setzten Holz­prall­wände bestehen aus indi­vi­duell gefer­tigten Modulen, die sämt­liche Anfor­de­rungen an Kraft­abbau, Ball­wurf­si­cher­heit, Akustik und Brand­schutz erfüllen. Die Konstruk­tion mit senk­rechten Schwing­trä­gern gewähr­leistet die notwen­dige Sicher­heit, während die Ausfüh­rung mit Birke-Multi­plex-Lamellen, Sockel­leisten und verklei­deten Einbau­ele­menten ein einheit­li­ches Erschei­nungs­bild schafft.

Signa­letik

Die Signa­letik für die neun neu errich­teten Typen­sport­hallen in Berlin wurde von der Virtuz GmbH umge­setzt, einem Spezia­listen für Leit- und Orien­tie­rungs­sys­teme. Das Projekt umfasste die voll­stän­dige Innen- und Außen­be­schil­de­rung und stellt ein durch­gän­giges Leit­system bereit, das sowohl den schu­li­schen Alltag als auch den Vereins- und Veran­stal­tungs­be­trieb unter­stützt.

Beson­derer Wert wurde auf eine klare Gestal­tung, gute Lesbar­keit und lang­le­bige Mate­ria­lien gelegt, sodass Orien­tie­rung und Sicher­heit dauer­haft gewähr­leistet sind. Die Beschil­de­rung fügt sich in das archi­tek­to­ni­sche Konzept der Hallen ein und trägt zu einem funk­tio­nalen Gesamt­bild bei, das den unter­schied­li­chen Nutzer­gruppen eine einfache und intui­tive Orien­tie­rung ermög­licht.

Platt­form­lifte

In den Typen­sport­hallen kommt der Platt­form­senk­recht­lift HIRO A4 zum Einsatz – eine Komplett­an­lage mit Schacht, gelie­fert und montiert vom Spezia­listen HIRO LIFT aus Biele­feld.

Der A4 bietet eine senk­recht fahrende, kabi­nen­lose Platt­form und benö­tigt dabei weder eine Grube noch aufwen­dige Ein- oder Umbauten. Mit seinem wartungs­armen Spin­del­an­trieb, dem Ener­gie­aus­weis „A“ und einem flexi­blen Design bietet er eine ebenso nach­hal­tige wie komfor­table Lösung für Sport­le­rinnen, Besu­cher und Mitar­bei­tende.

Gerade in Sport­hallen, in denen viele Menschen mit unter­schied­li­chen Mobi­li­täts­be­dürf­nissen zusam­men­kommen, schafft der Lift kurze Wege und ein hohes Maß an Sicher­heit. Dank der varia­blen Gestal­tungs­mög­lich­keiten lässt er sich zudem harmo­nisch in die Archi­tektur der Typen­sport­hallen inte­grieren: ein wich­tiger Beitrag zur Zukunfts­fä­hig­keit der neuen Hallen­typen.

Projekt­daten

Planer

scholl archi­tekten part­ner­schaft mbB
scholl.balbach.walker
Smaragdweg 1
D – 70174 Stutt­gart

Bauherr

Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung, Bauen und Wohnen | Berlin

Eröff­nung

2021 – 2023

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Isolier­glas mit Tages­licht­lö­sung

Okalux Glas­technik GmbH
Am Jöspers­heck­lein 1
D – 97828 Markt­hei­den­feld

Schlos­ser­ar­beiten

Bauschlos­serei Ventur GmbH
Aska­nier­ring 96
D – 13587 Berlin

Innen­ausbau

TOP-SPORT GMBH
Sport­hal­len­in­nen­ausbau
Südring 125
D‑33378 Rheda-Wieden­brück

Signa­letik

VIRTUZ GmbH
Am Roten Hügel 3
D – 96242 Sonne­feld
 

Platt­form­lifte

HIRO LIFT
Hillen­kötter + Ronsieck GmbH
Meller Straße 6
D – 33613 Biele­feld

Schulen

Adressen

Lily-Braun-Gymna­sium
Münsin­gerstr. 2
D – 13597 Berlin

  

Carl-Fried­rich-von-Siemens-Gymna­sium
Jung­fern­hei­deweg 79
D – 13629 Berlin 

 

Schule am Stadt­park
Karl-Stieler-Str. 10–11
D – 12167 Berlin

 

Vineta-Grund­schule
Demminer Str. 27
D – 13355 Berlin

 

Sport­forum Berlin
Fritz-Lesch-Str. 32
D – 13053 Berlin

 

Bernd-Ryke-Grund­schule
Daumstr. 12
D – 13599 Berlin

  

Brodowin-Grund­schule
Lieben­walder Str. 20
D – 13055 Berlin

 

Kolumbus-Grund­schule
Frei­heitsweg 18
D – 13407 Berlin

 

Sport­schule Olym­pia­park
Prinz-Fried­rich-Karl-Weg 1
D – 14053 Berlin

Pläne

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 Lily-Braun-Gymna­sium
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Sport­schule Olym­pia­park

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Sport­halle Ostfil­dern

Sport­halle Ostfil­dern (Spiel­halle im Wäld­chen)

Passt.

 

Regiolux

Die Sport­halle Ostfil­dern, auch Spiel­halle im Wäld­chen genannt, vereint sport­liche Funk­tion, ökolo­gi­sche Verant­wor­tung und gestal­te­ri­sche Qualität. Sie steht für zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur, die sich nicht in den Vorder­grund drängt, sondern sich harmo­nisch in ihre natür­liche Umge­bung einfügt.

Und für gutes Licht.

Landes­sport­schule Ruit

Die neue Sport­halle Ostfil­dern ist ein wich­tiger Baustein im Zuge der umfas­senden Neuord­nung der Landes­sport­schule Ruit in Ostfil­dern zum Sport­campus der Zukunft. Die Halle ersetzt eine in die Jahre gekom­mene Bestands­an­lage und ergänzt die beiden bereits bestehenden Sport- und Fußball­hallen im Nord­westen des Areals.

Die Landes­sport­schule Ruit dient seit mehr als 75 Jahren als zentrale Ausbil­dungs­stätte des Würt­tem­ber­gi­schen Landes­sport­bunds. Inter­na­tio­nale und natio­nale Fußball­mann­schaften sowie zahl­reiche Athle­tinnen und Athleten verschie­denster Sport­arten nutzen die Sport­stätten regel­mäßig für Trai­nings­lager und Lehr­gänge.

Die Archi­tektur stammt von Birk Heil­meyer und Frenzel, das Licht von Regiolux.

Inte­gra­tion

Die Inte­gra­tion der Sport­halle Ostfil­dern in die wald­reiche Umge­bung war sowohl Chance als auch Heraus­for­de­rung. Es gelang den Planern, den bestehenden Baum­be­stand weitest­ge­hend erhalten blieb. Auch die Staf­fe­lung der Kubatur passt sehr gut ins Gelände. Markant ist der Eingangs­be­reich, der über einen Einschnitt in der Fassade entlang des Wäld­chens erreicht wird.

Ein schönes Detail sind die in die wald­sei­tige Fassade inte­grierten Sitz­ni­schen als geschützter Ort des Rück­zugs für Pausen oder Bespre­chungen. Die Halle selbst wurde konse­quent in Holz­bau­weise errichtet, was nicht nur ästhe­ti­schen, sondern auch ökolo­gi­schen Ansprü­chen gerecht wird.

Licht­ge­stal­tung

Die Licht­ge­stal­tung der Sport­halle stammt vom Spezia­listen Regiolux. Ziel war es, Funk­tio­na­lität, Ästhetik und Nach­hal­tig­keit glei­cher­maßen umzu­setzen und ins archi­tek­to­ni­sche Gesamt­kon­zept zu inte­grieren.

Für die Spiel­feld­be­leuch­tung kommt das ball­wurf­si­chere Schnell­mon­tage-Licht­band SDT-Match zum Einsatz. Diese Lösung garan­tiert eine gleich­mä­ßige, blend­freie Ausleuch­tung, die höchsten Anfor­de­rungen für den Sport­be­trieb gerecht wird – und das bei gleich­zeitig einfa­cher Montage und Wartung.

In den Neben­flä­chen sorgt die Leuchte turas für ange­nehmes Grund­licht. Ihr dezentes Design fügt sich unauf­dring­lich in das archi­tek­to­ni­sche Gesamt­kon­zept ein und unter­streicht die hoch­wer­tige Anmu­tung der gesamten Halle. Durch das Zusam­men­spiel von natür­li­chem Tages­licht, das durch große Fens­ter­flä­chen eindringt, und intel­li­gent plat­zierter Kunst­be­leuch­tung entsteht eine überaus freund­liche Atmo­sphäre.

Nach­hal­tig­keit

Die Sport­halle Ostfil­dern steht nicht nur bei der Licht­pla­nung für einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit Ressourcen. Die Planung setzt auf lang­le­bige, flexible und ressour­cen­scho­nende Konstruk­tionen und die Möglich­keit zur Demon­tage und Wieder­ver­wen­dung von Bauteilen.

Auch das Mate­ri­al­kon­zept trägt dem Nach­hal­tig­keits­ge­danken Rech­nung: Die Wahl der Holz­bau­weise sowie der gezielte Einsatz natür­li­cher Mate­ria­lien redu­zieren den CO₂-Fußab­druck des Neubaus erheb­lich. Die Anbin­dung an das bestehende Campus-Konzept ermög­licht zudem eine effi­zi­ente tech­ni­sche Versor­gung, wodurch Betrieb und Ener­gie­ver­brauch opti­miert werden konnten.

Passt

Die Sport­halle Ostfil­dern vereint sport­liche Funk­tion, ökolo­gi­sche Verant­wor­tung und gestal­te­ri­sche Qualität. Sie steht für zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur, die sich nicht in den Vorder­grund drängt, sondern sich harmo­nisch in ihre natür­liche Umge­bung einfügt.

Durch durch­dachte Licht­lö­sungen, nach­hal­tige Bauweise und die sensible Einbin­dung in den Wald­saum schafft sie einen Ort, der Sport, Begeg­nung und Natur­er­lebnis mitein­ander verbindet.

Projekt­daten

Planer

Birk Heil­meyer und Frenzel Archi­tekten
Adler­straße 31
D – 70199 Stutt­gart

Bauherr

Würt­tem­ber­gi­scher Landes­sport­bund (WLSB)

Licht­ge­stal­tung

Regiolux GmbH
Hellinger Straße 3
D – 97486 Königs­berg

Adresse

Sport­halle Ostfildern/
Spiel­halle im Wäld­chen
Kirch­heimer Straße 125
D – 73760 Ostfil­dern

Eröff­nung

2023

Fotos

Zooey Braun, Stutt­gart

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Pläne

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Parque Quin­tana Roo

Parque Quin­tana Roo

Pure Schön­heit

 

AIDIA Studio

Von der Müll­kippe zum Messe­ge­lände: Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal ist Austra­gungsort einer großen Land­wirt­schafts­messe und gleich­zeitig Stadt­park. Mit Frei­luft­hallen.

Trans­for­ma­tion

Der Parque Quin­tana Roo in Chetumal, der Haupt­stadt des gleich­na­migen mexi­ka­ni­schen Bundes­staates, ist das wunder­bare Ergebnis der Trans­for­ma­tion einer Müll­de­ponie zu einem weit­läu­figen ökolo­gi­schen Stadt­park.

Der Park bietet ein viel­fäl­tiges Angebot an Frei­zeit­ein­rich­tungen, darunter einen Skate­park, einen groß­zü­gigen Parkour-Garten, Outdoor-Fitness­be­reiche sowie Multi­sport- und Kinder­spiel­flä­chen – unter­ge­bracht in drei indi­vi­duell gestal­teten Frei­luft­hallen.

Der Anlass des Projekts war der Bedarf an einem neuen Veran­stal­tungsort für die jähr­liche Vieh- und Land­wirt­schafts­messe. Diese Messe hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeu­tenden jähr­li­chen Volks­fest entwi­ckelt, das Konzerte, Fahr­ge­schäfte und Kunst­hand­werks­märkte umfasst.

Die Planung stammt von AIDIA Studio.

Dschungel

Das neu entwi­ckelte Messe­ge­lände erstreckt sich über eine Fläche von zehn Hektar. Das Grund­stück liegt im subtro­pi­schen Dschungel, was die beson­dere Chance bot, das Areal in einen städ­ti­schen Park mit viel­fäl­tigen, ganz­jährig nutz­baren Frei­zeit­ein­rich­tungen zu verwan­deln.

Chetumal ist die Haupt­stadt des Bundes­staates Quin­tana Roo, zu dem auch die Touris­ten­ziele Cancún, Tulum und Bacalar in der mexi­ka­ni­schen Karibik gehören. Während die Bade­orte im Norden an Beliebt­heit gewannen, entwi­ckelte sich Chetumal zu einem wich­tigen Versor­gungs­zen­trum. Die Stadt, die lange Zeit unter einem Mangel an hoch­wer­tigen öffent­li­chen Räumen litt, gewinnt durch die Rück­ge­win­nung von Flächen zuneh­mend an Aufent­halts­qua­lität.

Orga­ni­sa­tion

Das trapez­för­mige Grund­stück misst 200 mal 400 Meter und wird über einen ring­för­migen Stra­ßen­ver­lauf mit Stell­plätzen erschlossen. Entlang dieses Rings entstand zudem ein 800 Meter langer Lauf- und Radweg.

Die Ausstat­tung umfasst drei Frei­luft­hallen, darunter eine Arena für bis zu 1.000 Zuschauer, die sowohl für Sport­ver­an­stal­tungen als auch Konzerte genutzt werden kann, über­dachte Basket­ball­plätze, Outdoor-Fitness­be­reiche. Einzel­han­dels­flä­chen und außerdem einen Skate­park, einen Kinder­spiel­platz und einen „Bürger­platz“ am Eingang des Geländes.

Dieser Bürger­platz wird von elf Ceiba-Bäumen einge­fasst, die als heilige Bäume Mexikos gelten. Jeder Baum steht dabei symbo­lisch für einen der elf Land­kreise von Quin­tana Roo. Von hier aus führen Wasser­läufe durch das Areal, welche die Besu­cher zu den verschie­denen Einrich­tungen leiten und dabei ein flie­ßendes, nicht-hier­ar­chi­sches Raum­er­lebnis schaffen, das schließ­lich an der Arena, dem größten Bauwerk des Parks, endet.

Kreise

Die Wege zwischen den kreis­för­migen Baukör­pern verlaufen entlang von Tangen­ten­bögen, welche die ansonsten starren Grund­stücks­grenzen auflo­ckern und gleich­zeitig die Viel­falt der Gebäu­de­typen in das Gesamt­kon­zept einfügen.

Dieses Konzept ermög­lichte es dem Planungs­team, das Thema „biophile Gestal­tung“ konse­quent weiter­zu­ent­wi­ckeln – sowohl aus der Vogel­per­spek­tive in Form des über­ge­ord­neten Master­plans als auch aus Nutzer­sicht, durch das unmit­tel­bare Erleben der Natur inner­halb des Parks. Zudem kamen para­me­tri­sche Entwurfs­werk­zeuge zum Einsatz, die eine ästhe­tisch anspruchs­volle und zugleich effi­zi­ente Form­fin­dung ermög­lichten.

Im Ergebnis entstand eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Gebäu­de­typen, bei denen beispiels­weise hyper­bo­li­sche Para­bo­loide an die jewei­lige Nutzung ange­passt wurden. Gemeinsam ist allen Bauwerken der kreis­för­mige Grund­riss, jedoch mit jeweils eigen­stän­diger konstruk­tiver Lösung.

Schön­heit

Die geringe Bebau­ungs­dichte des Parks dient dem maxi­malen Erhalt natür­li­cher Grün­flä­chen – ein wesent­li­cher Aspekt ange­sichts des heißen und feuchten Klimas in der Region. Sämt­liche verwen­deten Mate­ria­lien für Plätze und Gebäude sind in hellen Beige-Tönen gehalten. Gemeinsam mit den leichten Metall­struk­turen der Gebäude, den schlanken, oliv­grünen Stützen und den geschwun­genen Holz­ele­mente fügen sie sich bestens in die Umge­bung aus Kalk­stein und Wald ein, während die mit Fliesen gedeckten Dächer zuver­läs­sigen Schutz vor durchaus mögli­chem Stark­regen bieten.

Die Fassaden der radialen Gebäude greifen ein Ziegel­muster auf, das einer­seits die Ober­flä­chen­struktur belebt, ande­rer­seits durch Öffnungen für Luft­zir­ku­la­tion und natür­liche Belüf­tung sorgt. Sämt­liche Gebäude sind modular geplant, um eine wirt­schaft­liche Bauweise zu gewähr­leisten und den Errich­tungs­pro­zess effi­zient zu gestalten.

Pure Schön­heit.

Projekt­daten

Planer

AIDIA Studio

Rolando Rodri­guez Leal, Natalia Wrzask; José Luis Mulás, Mariano González, Nitze Magaña, Aran­zazú Sánchez, Mauricio Santi­bañez, Cecilia Simón, Emilio Vásquez, Rodrigo Wulf

Bauherr

Secre­tary of Agra­rian, Terri­to­rial, and Urban Deve­lo­p­ment

Eröff­nung

2024

Adresse

Parque Quin­tana Roo
Chetumal
Quin­tana Roo
Mexico

Fotos

Andrés Cedillo

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Frei­luft­hallen

Frei­luft­hallen

Bewe­gung!

McArena 

Wenn Kinder keinen Platz zum Spielen haben, Vereine auf Warte­listen verdorren und Schul­sport wetter­be­dingt ausfällt, dann ist nicht fehlender Wille das Problem, sondern fehlende Infra­struktur. Frei­luft­hallen schaffen zukunfts­wei­sende, wetter­ge­schützte Bewe­gungs­räume, wo sie am drin­gendsten gebraucht werden.

Problem

Der Bau einer klas­si­schen Sport­halle ist oft ein lang­wie­riges, kosten­in­ten­sives Projekt. Eine Frei­luft­halle dagegen ist schnell errichtet, kosten­ef­fi­zient, modular und vor allem sofort nutzbar. Sie ist die Antwort auf den drän­genden Bedarf an Sport­stätten – egal ob für Kommune, Verein oder Bildungs­ein­rich­tung.

Hallenbau ist komplex, kosten­in­tensiv und lang­wierig, oder? Genau diese Sorge eint viele Entscheidungsträger:innen, wenn sie an den Bau einer neuen Sport­stätte denken. Ein konven­tio­neller Sport­hal­lenbau verschlingt schnell mehrere Millionen Euro, dauert Jahre in der Planung und Reali­sie­rung und ist für viele Kommunen ange­sichts ange­spannter Haus­halts­lagen kaum noch leistbar.

Was wäre, wenn es eine Lösung gäbe, die deut­lich güns­tiger, schneller reali­siert und trotzdem viel­seitig nutzbar ist? Die McArena Frei­luft­halle ist solch eine Lösung, und dabei mehr als nur ein Notnagel. Sie ist ein inno­va­tives, flexi­bles Hallen­kon­zept, das sich an die lokalen Bedürf­nisse anpasst und echten Mehr­wert schafft.

Lösung

Frei­luft­hallen sind moderne, multi­funk­tio­nale Sport­hallen, die zu einem Bruch­teil der Kosten einer konven­tio­nellen Halle reali­siert werden können. Eine modu­lare Frei­luft­halle lässt sich flexibel planen, schnell errichten und viel­seitig nutzen. Sie ist daher die ideale Lösung für Kommunen, Schulen und Vereine mit begrenztem Budget.

Vereine können mit einer kompakten Einfeld­halle (z. B. 30×15 m) ihre Trai­nings­ka­pa­zi­täten erwei­tern, Kommunen profi­tieren mit einer Zwei­feld­halle (30×25 m) von neuen Möglich­keiten im Schul­sport, und größere Städte oder Träger nutzen eine Drei­feld­halle (45×25 m) für paral­lelen Betrieb, Events und inklu­sive Ange­bote.

Gerade in Zeiten knapper Kassen ist eine Frei­luft­halle ein sicht­bares Zeichen dafür, dass Bewe­gung, Begeg­nung und Betei­li­gung auch unter heraus­for­dernden Bedin­gungen machbar sind.

Und das Beste: Der Bau erfolgt binnen weniger Monate, der Betrieb ist wartungsarm und digital steu­erbar. Für viele McArena-Projekte konnten bereits staat­liche Förder­mittel aus den Berei­chen Sport, Infra­struktur, Inte­gra­tion oder Jugend­hilfe genutzt werden.

Bewe­gung

Die Frage ist also nicht, ob sich Kommunen, Vereine usw. eine Sport­halle leisten können. Die Frage ist, ob sie es sich leisten können, keine zu haben. Mit einer Frei­luft­halle kommt Bewe­gung ins Gemein­de­leben – schnell, unkom­pli­ziert und zukunfts­fähig.

Eine McArena kostet nur einen Bruch­teil einer klas­si­schen Sport­halle. Je nach Größe beginnen die Inves­ti­tionen bereits unter­halb von 400.000 Euro. Damit eröffnen sich völlig neue Möglich­keiten für klei­nere Städte, länd­liche Regionen, Stadt­teile oder auch Träger sozialer Einrich­tungen, die mit begrenztem Budget eine hoch­wer­tige, wetter­feste und pfle­ge­leichte Sport­stätte reali­sieren möchten.

Jede dieser Hallen ist eine voll­wer­tige, über­dachte Sport­halle mit Sport­boden, Banden­system, LED-Flut­licht, digi­talem Zugangs­system und optio­naler Musik- und Ausstat­tungsbox. Der Clou liegt in der Flexi­bi­lität: Verschie­dene Größen und Typen erlauben die Anpas­sung an fast jede Fläche und Nutzung – sei es auf dem Schulhof, als Ergän­zung zum Vereins­ge­lände oder als bewe­gungs­för­dernder Treff­punkt im Quar­tier.

Mehr zum Thema Bauen.

Nach­hal­tig­keit

Wer heute eine Sport­halle plant, denkt dabei auch an die folgenden Gene­ra­tionen von Nutze­rinnen und Nutzern, an zukünf­tige Ener­gie­ver­bräuche und an den ökolo­gi­schen Fußab­druck jedes einzelnen Bauteils.

Kommunen, Vereine und Träger stehen heute unter immensem Druck: stei­gende Ener­gie­kosten, zuneh­mende Anfor­de­rungen an den Klima­schutz, knappe Budgets und der Wunsch, neue Infra­struktur nicht auf Kosten der Umwelt zu reali­sieren. Klas­si­sche Turn­hallen mit massiver Bauweise, aufwen­diger Technik und hohem Ener­gie­be­darf wirken da wie Relikte aus einer anderen Zeit.

Frei­luft­hallen aus verzinktem Stahl mit einem Recy­cling­an­teil von über 87 % dagegen sind zukunfts­fähig. Diese Bauweise redu­ziert nicht nur CO₂ in der Produk­tion, sondern auch beim Trans­port und beim Funda­ment. Sie erlaubt kürzere Bauzeiten, weniger Eingriffe in die Umwelt und maxi­male Flexi­bi­lität.

Mehr zum Thema Nach­hal­tig­keit findet sich hier.

Von Bestand

Das Herz­stück jeder McArena ist ihr intel­li­genter Betrieb: digi­tale Steue­rung, Licht nur bei Nutzung, auto­ma­ti­sche Zugangs­sys­teme und ein KI-gestütztes Kame­ra­system zur Effi­zi­enz­über­wa­chung. Dazu kommen optional Photo­vol­ta­ik­mo­dule, Zisternen zur Regen­was­ser­nut­zung und begrün­bare Dächer. Das alles sind Module, dank derer die Hallen Schritt für Schritt CO₂-neutral werden.

Doch Nach­hal­tig­keit bedeutet mehr als Technik. Es ist eine Haltung. Eine Halle, die gemeinsam genutzt wird – von Schule, Verein, Frei­zeit­gruppen und Veran­stal­tungen – spart doppelte Inves­ti­tionen, redu­ziert Wege, fördert soziale Inte­gra­tion und belebt ganze Quar­tiere.

Und sie hält. Denn Stahl ist nicht nur wieder­ver­wertbar, sondern auch extrem lang­lebig. Die Hallen sind auf Jahr­zehnte ausge­legt, mit mini­malem Wartungs­be­darf und klar kalku­lier­baren Betriebs­kosten. So entsteht ein Raum für Bewe­gung, der wirk­lich Bestand hat.

Refe­renzen zum Thema gbt es hier.

Autoren

Fotos

McArena GmbH
Karl‑Ferdinand‑Braun‑Straße 3
D – 71522 Back­nang 

Text

Matthias Prinz
(Adver­to­rial)

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Panzer­halle Tübingen

Die Panzer­halle in Tübingen

Das öffent­liche Wohn­zimmer

 

Stadt Tübingen

Die Panzer­halle in Tübingen als eine der ersten Frei­luft­hallen Deutsch­lands steht für städ­ti­sche Nach­ver­dich­tung, urbane Leben­dig­keit und ein gelin­gendes Zusam­men­spiel von Wohnen, Kultur und Frei­zeit. Ein leben­diger Ort, an dem Geschichte, Gemein­schaft und modernes Stadt­leben zusam­men­kommen – mit viel Spiel­raum für die Zukunft.

Geschichte

Die Panzer­halle wurde 1934/35 als Reit­halle der Hinden­burg­ka­serne errichtet. Sie diente nach dem zweiten Welt­krieg als Infra­struktur der fran­zö­si­schen Armee, die bis 1991 im soge­nannten Fran­zö­si­schen Viertel statio­niert war. Nach dem Abzug der fran­zö­si­schen Truppen wurde die groß­flä­chige Kaserne einschließ­lich der Panzer­halle von der Stadt Tübingen erworben und im Rahmen eines städ­te­bau­li­chen Konzepts mit viel Bürger­be­tei­li­gung in ein leben­diges, gemischt genutztes Quar­tier trans­for­miert.

Aus der Hinden­burg­ka­serne wurde das Fran­zö­si­sche Viertel, aus dem Gebäude wurde die Panzer­halle, zunächst ein Ort für spon­tane Konzerte und Partys.

Umwand­lung

Die Umwand­lung der Panzer­halle in eine Frei­luft­halle erfolgte um die Jahr­tau­send­wende. Zunächst war ein Umbau zu einem öffent­li­chen Veran­stal­tungs­raum, einem Theater oder Kino geplant. Im Rahmen der folgenden Frei­raum­pla­nung verän­derte sich das Projekt dann jedoch zu einer der ersten deut­schen Frei­luft­hallen: Die Wände wurden heraus­ge­nommen, die Trag­struktur saniert und ein kleiner Toilet­ten­turm einge­baut.

Die Halle erhielt ein flaches Dach, aber halt keine Wände und wurde als offener Pavillon zum urbanen Treff­punkt mit bis zu 500 Sitz­plätzen für Veran­stal­tungen.

Archi­tek­to­nisch prägend ist die frei­ge­legte Trag­struktur: Über­dacht, aber offen, vermit­telt die Halle das Gefühl des Draußen-Seins, während sie gleich­zeitig Schutz vor Witte­rung bietet. Dieser städ­te­bau­liche Ansatz wurde 2006 im Rahmen der Archi­tektur-Bien­nale als „Symbol für leben­diges Stadt­en­semble“ hervor­ge­hoben.

Die Panzer­halle war nun ein multi­funk­tio­naler und über­dachter öffent­li­chen Platz.

Iden­tität

Heute ist die Panzer­halle, im Zusam­men­spiel mit den öffent­li­chen Frei­flä­chen drum­herum, ein Ort viel­fäl­tigster Nutzungen: Morgens trai­niert die Verkehrs­po­lizei mit Schul­klassen hier das rich­tige Verhalten im Stra­ßen­ver­kehr, nach­mit­tags spielen Kinder und Jugend­liche Basket­ball und Fußball. Abends und nachts treffen wird regen­si­cher gegrillt und zusam­men­ge­sessen – und an Wochen­enden finden Floh­märkte, Feste, Konzerte und Ausstel­lungen statt.

Nicht nur für die 2.400 Bewoh­nern des Fran­zö­si­schen Vier­tels, sondern auch für die benach­barten Viertel sind die Panzer­halle, der angren­zende Fran­zö­si­sche Platz und der 2005 entstan­dene Kinder­spiel­platz die zentralen Orte im Viertel. Zahl­reiche Auszeich­nungen bestä­tigen ihre Bedeu­tung.

Als iden­ti­täts­stif­tender, offener Ort steht die Panzer­halle bis heute für bürger­li­ches Enga­ge­ment, Nach­bar­schafts­pro­jekte und urbane Expe­ri­mente.

Zukunft

Die Panzer­halle wird auch zukünftig als Sport­stätte, kultu­relle Bühne, Begeg­nungsort und öffent­li­ches Wohn­zimmer genutzt. Ihre flexible, witte­rungs­ge­schützte Konstruk­tion erlaubt immer neue Formate, seien es Work­shops, Pop‑up‑Märkte oder tempo­räre Kunst­aus­stel­lungen.

Das Projekt zeigt eindrucks­voll, wie Indus­trie­bauten als öffent­li­cher Frei­raum, multi­funk­tio­naler Treff­punkt und kultu­relle Bühne sinn­voll weiter­leben können. Dabei bewahrt die Halle ihren histo­ri­schen Charme, verbindet öffent­li­chen Nutzen mit urbaner Qualität und bleibt dank ihrer offenen, wetter­ge­schützten Archi­tektur zukunfts­fähig.

Sie zeigt aber auch das riesige Poten­zial von Frei­luft­hallen, die dank über­schau­barer Kosten und hoher Flexi­bi­lität so viele Nutzungs­mög­lich­keiten bieten, und das auch im urbanen Kontext.

Projekt­daten

Planer & Bauherr

Univer­si­täts­stadt Tübingen
Stadt­sa­nie­rungsamt
Loret­to­platz 30
D – 72072 Tübingen

Trag­werk

Hans-Ulrich Ströbel
Lilli-Zapf-Str. 6
D – 72072 Tübingen

Land­schafts­pla­nung

werk­büro für frei­raum und land­schaft
Aixer Str 19
D – 72072 Tübingen

Eröff­nung

1999

Adresse

Panzer­halle Fran­zö­si­sches Viertel
Aixer Straße 60
D – 72072 Tübingen

Fotos

Stadt Tübingen
Manfred Grohe (Luft­bilder)

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Geschichte

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Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein

Die Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein

Acht auf einen Streich

 

NÜSSLI Gruppe

Man könnte sich fragen, ob die erste Acht­fach-Sport­halle Europas für eine Stadt wie Monheim am Rhein nicht ein wenig über­di­men­sio­niert ist.

Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein, ist sie nicht. 84 Prozent der Hallen­zeiten werden für den Schul­sport genutzt, in den Abend­stunden und an den Wochen­enden steht sie den Monheimer Sport­ver­einen zur Verfü­gung.

Zwei Ebenen, acht Hallen

Viele Sport­hallen lassen sich in drei, vier, fünf oder auch sechs Segmente unter­teilen. In Monheim am Rhein wurde im Früh­jahr 2025 die erste Acht­fach-Sport­halle Europas eröffnet.

Ziel der Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein ist es, den beiden benach­barten Schulen und den ansäs­sigen Vereinen größt­mög­liche Flexi­bi­lität im Schul‑, Trai­nings- und Wett­kampf­be­trieb zu gewähren. Daher bietet die Sport­halle auf zwei Ebenen jeweils vier Hallen­ein­heiten, die nach Bedarf mitein­ander verbunden werden können. Damit besteht die Möglich­keit, die acht Hallen­seg­mente einzeln oder als zwei große Vier­fach­hallen zu nutzen. Eine mobile Tribüne ist zuschaltbar.

Die NÜSSLI Gruppe agierte als Total­un­ter­nehmer, Partner waren asp Archi­tekten, Schlaich Berger­mann Partner, Herzner & Schröder und Corall Inge­nieure.

Bedarf

Die Acht­fach-Sport­halle in Monheim am Rhein ist ein bedeu­tender Teil der groß ange­legten Reor­ga­ni­sa­tion des Bildungs­stand­orts Monheim. Sie dient vor allem einer Gesamt­schule und einem Gymna­sium, und beide werden demnächst über sieben Jahr­gangs­züge verfügen. Darüber hinaus haben die lokalen Sport­ver­eine Bedarf an weiteren Sport­flä­chen.

Das Gebäude und damit die Hallen­ebene wurde fünf Meter tief ins Gelände einge­graben. Damit wurde die bauliche Präsenz im Stadt­bild redu­ziert, gleich­zeitig blicken die Zuschauer schon beim Rein­kommen hinunter aufs Spiel­feld.

Konzept

Das konzep­tio­nell entschei­dende Element der Acht­fach-Sport­halle Monheim am Rhein ist die Auftei­lung der Sport­fläche auf zwei Ebenen. Vier Hallen­ein­heiten befinden sich im Unter­ge­schoss, vier befinden sich im Ober­ge­schoss. Die Hallen lassen sich flexibel zusam­men­schalten und, zum Beispiel für Turnier­for­mate, je nach Bedarf als zwei Vier­fach­hallen oder als Acht­fach­halle nutzen.

Insge­samt stehen 4.400 m² Sport­fläche zur Verfü­gung. Dazu kommen weitere 3.000 m² für Umkleiden, Technik, Erschlie­ßung sowie einen Gymnas­tik­be­reich. Die untere Halle verfügt über eine ausfahr­bare Tele­s­kop­tri­büne mit 500 Sitz­plätzen, wodurch sich das Gebäude auch für Sport­ver­an­stal­tungen mit Publikum eignet.

Mate­ria­lien

Um den Schul­be­trieb so wenig wie möglich zu beein­träch­tigen, sollten die Arbeiten möglichst schnell vonstat­ten­gehen. Dieses große Gebäude in herkömm­li­cher Bauweise zu reali­sieren, hätte den Verant­wort­li­chen zu lange gedauert. Die Stadt Monheim am Rhein vergab den Auftrag zur Errich­tung der komplexen Halle daher an NÜSSLI, weil deren Kombi­na­tion aus Schnellbau, Fertig­teilen und hoch­wer­tigen Mate­ria­lien nach­hal­tige Qualität versprach – und weil das geballtes Know-how aus dem Tempo­rärbau für eine schnelle und kompe­tente Umset­zung spra­chen.

Die Verwen­dung vorge­fer­tigter Beton- und Holz­ele­mente erwies sich als vorteil­haft. Sie ermög­lichte nicht nur eine wetter­un­ab­hän­gige und schnelle Montage, sondern auch eine präzise Taktung der Bauab­läufe. Die Baustelle kam mit einem Bruch­teil des sonst übli­chen Perso­nal­auf­wands aus, da viele Bauteile vor Ort nur noch zusam­men­ge­setzt werden mussten.

Die Fassa­den­ge­stal­tung ist klar und eindrucks­voll. Die „eigent­liche“ Sport­halle wurde mit licht­grauem Loch­blech verkleidet, das sorgt für ein ausge­wo­genes Verhältnis zwischen Trans­pa­renz und Geschlos­sen­heit. Das vier­ge­schos­sige Neben­ge­bäude mit Foyer, Umkleiden, Technik- und Sozi­al­räumen dagegen erhielt eine Lärchen­holz­fas­sade und fügt sich schön in die Umge­bung ein. Auch das Trag­werk des Neben­ge­bäudes besteht voll­ständig aus Holz­ele­menten, was nicht nur gestal­te­ri­sche Vorteile bietet, sondern auch dem Nach­hal­tig­keits­ge­danken Rech­nung trägt.

Auslas­tung

Man könnte sich fragen, ob die erste Acht­fach-Sport­halle Europas für eine Stadt wie Monheim am Rhein nicht ein wenig über­di­men­sio­niert ist. Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein, ist sie nicht, denn die Auslas­tung der Hallen spricht eine deut­liche Sprache: 84 Prozent werden für den Schul­sport genutzt, in den Abend­stunden und an den Wochen­enden stehen sie den Monheimer Sport­ver­einen zur Verfü­gung.

Das ist also ausge­spro­chen effektiv. Die Anord­nung und Ausstat­tung der Sport­hallen ermög­licht zudem ein ganz breites Spek­trum an Nutzungs­mög­lich­keiten – von Ball­sport­arten über Gerä­te­turnen bis hin zu Fitness- und Gymnas­tik­ein­heiten.

Und das für die nächsten Jahr­zehnte.

Projekt­daten

Total­über­nehmer

NÜSSLI Gruppe

Bauherr

Stadt Monheim am Rhein

Archi­tektur

asp Archi­tekten GmbH

Trag­werk

Schlaich Berger­mann Partner

Eröff­nung

2025

Adresse

Berliner Ring 5
D – 40789 Monheim am Rhein

Fotos

Tim Kögler

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Heilongtan Dome

Heilongtan Dome Music Hall

Home is where the Dome is

 

Studio Dali Archi­tects

Die Heilongtan Dome Music Hall von Studio Dali Archi­tects schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören.

Wurzeln schlagen

Der Heilongtan Dome (Music Hall) erhebt sich sanft am Eingang einer agro­kul­tu­rell geprägten Gemeinde in Chengdu, China, aus der leicht abfal­lenden Land­schaft.

Die Frei­luft­halle von Studio Dali Archi­tects schreit nicht direkt nach Aufmerk­sam­keit, aber sie singt: leise, offen und mit der ruhigen Gewiss­heit, genau an diesen Ort zu gehören. Umhüllt von Bäumen, Licht und Land­schaft erin­nert diese Halle mit ihren geschwun­genen Dächern an den Versamm­lungs­raum im Dorf – dort, wo Geschichten, Musik und Erin­ne­rungen unter einem Banyan-Baum ganz natür­lich Wurzeln schlagen.

Seine Lage am sanften Hang, am See und umrahmt von jungen Bäumen verbindet das Häus­liche mit dem Bäuer­li­chen, das Gestal­te­ri­sche mit dem Natür­li­chen.

Spiri­tu­elles Zentrum

Heilongtan ist der Name eines Neubau­ge­biets im Land­kreis Renshou in Meishan, der Heilongtan Dome ist hier der neue Eingang und das neue Wahr­zei­chen.

Der Entwurf orien­tiert sich an der tradi­tio­nellen Symbolik der Banyan-Bäume. Die stehen in dieser Gegend meist am Dorf­ein­gang und diesen als Orte der Begeg­nung wie der Ruhe. Die halb­of­fene Halle erin­nert an den Raum unter dem Wurzel­ge­flecht solcher Bäume und dient (so die Archi­tekten) als „spiri­tu­elles Zentrum“ der Gemeinde.

Genutzt wird sie vor allem für Konzerte, Thea­ter­proben und ‑auffüh­rungen, Kurse, Ruhe und Begeg­nung der infor­mellen Art.

Ölbäume

Die Frei­luft­halle ist als hölzerne Kuppel konstru­iert, ihr Dach wirkt wie ein schüt­zendes Blät­ter­ge­flecht. Große Ober­lichter ermög­li­chen drei chine­si­schen Ölbäumen, durch das Dach zu wachsen, mehr als ein Dutzend weitere Öffnungen bringen Tages­licht ins Innere. Die sicht­bare Holz­kon­struk­tion schafft eine beein­dru­ckende Atmo­sphäre und eine gute Akustik.

Zum See hin steigen ein paar Sitz­stufen leicht an, ideal für Zuschauer und offen für infor­melle Nutzungen wie eben Theater. Die Anord­nung der Stützen aus verchromtem Stahl will an luft­wur­zelnde Banyan-Bäume erin­nern und stärkt die Verbin­dung zwischen Archi­tektur und Natur.

Archi­tektur

Die Trag­struktur besteht aus einer leichten Holz-Stahl-Hybrid­kon­struk­tion. 24 schlanke, verchromte Stahl­stützen mit 60–100 mm Durch­messer lassen die Kuppel schweben, während Dach­ab­schnitte bis zum Boden reichen und die Wasser­ab­lei­tung unter­stützen.

Von zentraler Bedeu­tung ist die enge Verzah­nung der Halle mit der Natur: Das Bauwerk schmiegt sich an den Hang, öffnet sich zum Wald und ermög­licht zwischen den Stützen und durch die Bäume ein Spiel von Licht und Schatten. Tages­licht durch­flutet die Innen­räume, während die Struktur selbst mit minimal-schäd­li­cher Technik eine harmo­ni­sche Verbin­dung von Bau, Natur und Gemein­schaft schafft.

Gute Archi­tektur halt.

Projekt­daten

Planer

Studio Dali Archi­tects
Li Ye, Zeng Xian­ming, Lan Lan

Bauherr

China Railway Sichuan Ecolo­gical City Invest­ment Co., Ltd.

Eröff­nung

2024

Adresse

Heilongtan
Renshou County
Meishan City
ichuan Province
China

Fotos

Arch-Exist      

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Frei­luft­halle Holder­feld

Die Frei­luft­halle Holder­feld 

Neues Gewand

 

SMC2

Die Frei­luft­halle Holder­feld in Tübingen erwei­tert die Sport­in­fra­struktur der Geschwister-Scholl-Schule und der benach­barten Vereine.

Bemer­kens­wert ist die geschlos­sene Bauweise der Halle. Sie ist die erste ihrer Art mit einer Prall­wand­kon­struk­tion nach DIN 18032 und einer licht- und luft­durch­läs­sigen Membran­fas­sade darüber.

Geschichte

Die Frei­luft­halle Holder­feld wurde im Juni 2024 eröffnet, ihre Geschichte aller­dings reicht bis ins Jahr 2015 zurück. Da doku­men­tierte ein Gutachten erst­mals die Notwen­dig­keit einer über­dachten Frei­spiel­fläche für die Geschwister‑Scholl‑Schule und die umlie­genden Vereine. Nach einer langen Planungs­phase, Budget­dis­kus­sionen und Heraus­for­de­rungen durch den schwie­rigen Baugrund star­tete die Ausschrei­bung erst im Früh­jahr 2023.

Ende gut, alles gut: Nun steht der Schule und den Vereinen eine attrak­tive Halle mit den Spiel­feld­ab­mes­sungen von 22 x 45 Metern zur Verfü­gung, die sich durch Netze in eine Drei­feld­halle unter­teilen lässt. Damit lässt sie sich die Frei­luft­halle Holder­feld für Hand­ball, Basket­ball und Volley­ball auf drei Feldern sowie Badminton auf neun Feldern nutzen – auch wegen der lichten Höhe von mindes­tens 5,5 Metern.

Planung und Bau der Halle kommen von SMC2.

Prall­wand

Die Dach­kon­struk­tion wurde als Sattel­dach konzi­piert, als Dach­ein­de­ckung wurde ein Stahl­tra­pez­blech mit Anti­kon­dens­vlies auf der Unter­seite gewählt. Darauf brachten die Stadt­werke Tübingen auf der gesamten Dach­fläche eine Photo­vol­ta­ik­an­lage auf. Dank der Erzeu­gung von Solar­strom wird die Frei­luft­halle Holder­feld so zu einem Plus­ener­gie­ge­bäude: Sie produ­ziert mehr Energie als sie verbraucht.

Eine weitere Beson­der­heit der Halle ist die Prall­wand­kon­struk­tion nach DIN 18032. Diese wurde bis zu einer Wand­höhe von 2,5 m ange­bracht, bietet einen Kraft­abbau von 60 % und erfüllt die Unfall­ver­hü­tungs­vor­schriften für Schul­sport­hallen – als erste ihrer Art.

Boom

Ober­halb der Prall­wand ist die Frei­luft­halle mit einer mikro­per­fo­rierten Fassa­den­mem­bran verkleidet. Das Ergebnis ist ein abge­schlos­sener Hallen­raum mit Sicht­kon­takt ins umge­bende Grün, aus dem keine Bälle heraus- und keine Gegen­stände oder Tiere hine­infliegen können. Dank der Membran bleibt die Versor­gung mit Frisch­luft, auch hier ein großer Vorteil des Bautypus Frei­luft­halle, jedoch erhalten.

Apropos Bautypus: Die Frei­luft­halle Holder­feld ist nicht nur eine viel­sei­tige, ganz­jährig bei jedem Wetter nutz­bare Sport­stätte für den Schul‑ und Vereins­sport, sie berei­chert auch die Entwick­lung der nach wie vor boomenden Frei­luft­hallen.

Projekt­daten

Planer

Univer­si­täts­stadt Tübingen
Fach­be­reich Hochbau

Bauherr

Univer­si­täts­stadt Tübingen

Frei­luft­halle

SMC2 GmbH
Fran­zi­us­straße 8–14
D – 60314 Frank­furt am Main

Eröff­nung

2024

Adresse

Frei­luft­halle Holder­feld
Wald­häuser Straße
D – 72070 Tübingen

Fotos

SMC2, Ener­gie­bude, Foto-Grafik­ate­lier Gudrun de Madda­lena

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

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Arc at Green School

The Arc at Green School

Aus den Rippen geschnitzt

 

IBUKU

Die Planer des Arc at Green School berufen sich auf eine der besten Stra­te­gien der Natur, um große Räume mit mini­maler Struktur zu schaffen: den Brust­korb eines Säuge­tiers.

Hori­zonte

The Arc at Green School ist das neueste Gebäude auf dem Campus der Inter­na­tional Green School auf in der zu Indo­ne­sien gehö­renden Insel Bali. Die Green School Bali (es gibt noch weitere) wurde im Jahr 2008 gegründet und hat sich der Nach­hal­tig­keit und der Erwei­te­rung von Hori­zonten verschrieben.

The Arc at Green School ist ein weiterer Meilen­stein in dieser Geschichte. Der Bau will neue Maßstäbe für nach­hal­tiges Bauen und nach­hal­tige Bildung setzen.

Die Halle besteht aus einer Reihe von sich kreu­zenden, 14 Meter hohen Bambus­bögen, die sich 19 Meter weit erstre­cken und durch antik­las­ti­sche Gitter­schalen mitein­ander verbunden sind. Ihre Trag­fä­hig­keit beziehen sie aus der Krüm­mung in zwei entge­gen­ge­setzte Rich­tungen. Sowas wurde zuvor welt­weit noch nicht gebaut.

Ganz nebenbei ist The Arc eine fantas­ti­sche und ausge­spro­chen multi­funk­tio­nale Sport­halle.

Bogen

Der Bogen ist eine inge­nieur­tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung. Die Planer von IBUKU berufen sich auf eine der besten Stra­te­gien der Natur, um große Räume mit mini­maler Struktur zu schaffen: den Brust­korb eines Säuge­tiers. Hier arbeiten die Rippen unter Druck und werden von einer elas­ti­schen Muskel- und Haut­schicht zusam­men­ge­halten.

So entsteht eine dünne, aber stabile Hülle zum Schutz (zum Beispiel) der Lunge. Im Fall von The Arc werden die unter Span­nung stehenden Bögen durch gespannte, antik­las­ti­sche Gitter­schalen in Posi­tion gehalten.

Diese Gitter­schalen füllen die Zwischen­räume zwischen den extrem schlanken Bögen, die dem Raum eine sehr grazile Inti­mität und Schön­heit verleihen. Obwohl die Gitter­schalen von den Bögen herab­zu­hängen scheinen, halten sie diese in Wirk­lich­keit aufrecht.

Gleich­ge­wicht

Die Insze­nie­rung der Geome­trie des Bogens bringt die Struktur ins Gleich­ge­wicht. Damit sparen die Planer eine ganze Menge an Mate­rial — und sie errei­chen diesen wunder­schönen Innen­raum einer in vielerlei Hinsicht beispiel­haften Sport­halle.

Benei­dens­wert, wer hier zur Schule gehen darf.

Projekt­daten

Planer

IBUKU

Bauherr

Green School Bali

Eröff­nung

2020

Adresse

Green School Bali
Jalan Raya Sibang Kaja
Banjar Saren
Abian­semal, Badung
IDN ‑ Bali 80352

Fotos

IBUKU

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Salle Maurice Darbellay

Salle Maurice Darbellay in Coudoux

Holz macht glück­lich

 

Atelier Régis Roudil

Der Salle Maurice Darbellay folgt dem Prinzip der mate­ri­ellen Reduk­tion, nutzt lokale Ressourcen und zeigt, wie öffent­liche Bauten in länd­li­chen Kontexten gestal­te­risch ambi­tio­niert und gleich­zeitig funk­tional, wirt­schaft­lich und ökolo­gisch verant­wor­tungs­voll umge­setzt werden können.

Pavillon oder Vereins­heim?

Mit der Erwei­te­rung des Tennis­clubs und dem Bau des „Salle Maurice Darbellay“ hat die südfran­zö­si­sche Gemeinde Coudoux ein bemer­kens­wertes Projekt reali­siert, das Archi­tektur, Nach­hal­tig­keit und Regio­na­lität auf über­zeu­gende Weise verbindet. Entworfen vom Atelier Régis Roudil, entstand ein zurück­hal­tend eleganter Holzbau, der sich sensibel in seine Umge­bung einfügt und viel­fäl­tige Nutzungen ermög­licht.

Der Salle Maurice Darbellay befindet sich am südwest­li­chen Rand von Coudoux, einer fran­zö­si­schen Gemeinde mit 3.700 Einwoh­nern im Dépar­te­ment Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Der Bau ist das neue Zentrum eines kleinen Sport­parks mit fünf Tennis­plätzen, einem Hart­platz und einer BMX-Bahn. Das alles liegt am Ende eines Wohn­ge­biets und wird im Norden wie im Süden von alten Schirm­pi­nien begrenzt. Durch die expo­nierte Lage und die offene Gestal­tung wirkt der Baukörper wie ein über­dachter Außen­raum, der Schutz vor Sonne und Regen bietet und gleich­zeitig die Verbin­dung zur umge­benden Natur stärkt.

Drinnen oder draußen

Der Salle Maurice Darbellay entstand neben dem bestehenden Club­haus und basiert auf einem einfa­chen, aber durch­dachten Prinzip: Vier hölzerne Baukörper – soge­nannte „Plots“ – bilden die stati­schen Eckpunkte eines recht­eckigen Grund­risses. Diese tragen eine zurück­ge­setzte Dach­kon­struk­tion aus Brett­schicht­holz.

Den zurück­sprin­genden südli­chen Abschluss zu den Tennis­plätzen hin bildet eine frei zugäng­liche Terrasse.

Die Halle selbst ist frei von Stützen, wodurch ein groß­zü­giger, flexibel nutz­barer Raum entsteht. Große, falt­bare Schie­be­türen an Nord- und Südseite ermög­li­chen eine voll­stän­dige Öffnung nach außen. Innen- und Außen­raum haben hier sehr viel mitein­ander zu tun.

Holz und Herstel­lung

Beson­dere Bedeu­tung kommt der Wahl des Mate­rials zu: Für die Konstruk­tion, Fassade und Innen­ein­rich­tung wurde durch­gängig Pin d’Alep (Aleppo-Kiefer) verwendet – ein lokales Holz, das lange Zeit aus dem Bauwesen verschwunden war. Mit diesem Projekt wird eine regio­nale Wert­schöp­fungs­kette wieder­be­lebt: Das Holz stammt aus umlie­genden Wäldern und wurde in der Region verar­beitet.

Die Wände bestehen aus Holz­rahmen mit Holz­fa­ser­däm­mung, die Dach­kon­struk­tion aus vorge­fer­tigten Holz-Kasset­ten­ele­menten. Die Fassade wurde mit vorver­grautem Holz in Deck­leis­ten­scha­lung verkleidet. Auch die Innen­möbel wie Theke und Ablagen bestehen aus Aleppo-Kiefer.

Der Baukörper ruht auf einem Beton­so­ckel, der 40 cm über dem Gelände liegt – das genügt, um als Sitz­ge­le­gen­heit am Spiel­feld­rand zu dienen. Die angren­zenden Terrassen und Rampen sind eben­falls in Sicht­beton ausge­führt und werden durch Natur­stein­mauern aus Vers-Pont-du-Gard einge­fasst.

Archi­tektur und Ort

Das Projekt ist ein schönes Beispiel für eine Archi­tektur, die im Dialog mit ihrem Ort steht. Es folgt dem Prinzip der mate­ri­ellen Reduk­tion, nutzt lokale Ressourcen und zeigt, wie öffent­liche Bauten in länd­li­chen Kontexten gestal­te­risch ambi­tio­niert und gleich­zeitig funk­tional, wirt­schaft­lich und ökolo­gisch verant­wor­tungs­voll umge­setzt werden können.

Mit der „Salle Maurice Darbellay“ hat Coudoux einen neuen Ort für Sport, Begeg­nung und Gemein­wesen erhalten – und zugleich ein starkes archi­tek­to­ni­sches State­ment für eine zeit­ge­mäße, nach­hal­tige Bauweise in Holz.

Projekt­daten

Planer

Atelier Régis Roudil Archi­tectes
Amélie Artur

Bauherr

Mairie de Coudoux

Eröff­nung

2023

Adresse

TCM Coudoux
75 All. du Stade
F – 13111 Coudoux

Fotos

Florence Vesval

Text

Johannes Bühl­be­cker
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