Sport­halle Alice Milliat

Weißt du denn gar nicht…

Sport­halle Alice Milliat

Marjan Hessamfar & Joe Vérons

Situa­tion

Die Sport­halle Alice Milliat war früher eine Markt­halle in einem riesigen Komplex von 1962, in dem nun eine Sport­an­lage und zwei Geschäfte unter­ge­bracht sind. Die Stadt Bordeaux als Bauherr wollte die sport­liche Infra­struktur des Vier­tels verbes­sern und gleich­zeitig die vorhan­denen Fassaden des schönen Gebäudes beleben. Die Sport­halle Alice Milliat umfasst nun neben dem Sport­zen­trum eine Markt­halle und Park­flä­chen in den oberen Geschossen.

Obwohl der Komplex zu einem Symbol für das zeit­ge­nös­si­sche archi­tek­to­ni­sche Erbe der Stadt geworden war, mangelte es dem Ensemble doch an gestal­te­ri­scher Klar­heit und einer fehlenden Verbin­dung zwischen Innen- und Außen­be­reich.

…wie schön du bist?

Der von Marjan Hessamfar & Joe Vérons vorge­legte Entwurf verfolgte drei große Ziele:

  • mehr natür­li­ches Licht in das Gebäude zu bringen
  • die Sport­an­lage deut­lich sichtbar zu machen und gleich­zeitig den ursprüng­li­chen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu erhalten
  • den öffent­li­chen Raum vor dem Gebäude zurück­zu­er­obern.

In die Lücke auf Stra­ßen­ni­veau, die durch den Abriss der alten Markt­halle und der Geschäfte entstand, implan­tierten die Archi­tekten einen Glas­kasten. Die Zerbrech­lich­keit dieser voll­ständig verglasten Struktur kontras­tiert mit der Beton­fas­sade des Bestands und unter­streicht deren Schön­heit.

Die Gestal­tung der Glasbox verleiht der Sport­halle Alice Milliat einen Hauch von Raffi­nesse. Dazu führen insbe­son­dere die Verwen­dung von Klar­glas und der Einsatz von Messing und Holz. Das hori­zontal umlau­fende schwarze Fassa­den­band ist eigent­lich eine Schat­ten­fuge, die das Regen­wasser ableitet. Sie verleiht dem Glas­kasten einen eleganten Abschluss.

Die Sport­flä­chen

Eine Mehr­zweck-Sport­halle, ein Dojo (das ist ein Raum für japa­ni­sche Kampf­künste) sowie ein Tanz- und Fitness­studio nehmen das gesamte Erdge­schoss ein. Beson­deres Augen­merk wurde auf die Beleuch­tung, Trans­pa­renz und Geräu­mig­keit der Sport­flä­chen gelegt.

Die groß­zü­gige zwei­ge­schos­sige Sport­halle direkt hinter dem Empfangs­be­reich nimmt die zentrale Posi­tion im Herzen des Gebäudes ein. Sie öffnet sich zum Empfangs­be­reich und erhält dank der Glas­fas­saden und der schall- und wärme­ge­dämmten Fenster im oberen Bereich der seit­li­chen Trenn­wände reich­lich natür­li­ches Licht.

Zu beiden Seiten der Mehr­zweck­halle haben das Dojo und das Tanz- und Fitness­studio das gleiche Volumen und die glei­chen Wärme- und Schall­dämm­sys­teme. Ihre Fassaden zur Straße hin bringen viel natür­li­ches Licht in die Halle. Um möglichst viel Sport­fläche zu gewinnen, sind die Umklei­de­räume im Unter­ge­schoss unter­ge­bracht.

Beschil­de­rung

Die Wahl der Farbe Blau bildet einen idealen Hinter­grund für eine Beschil­de­rung, die der Iden­tität der Einrich­tung entspricht.

Wegweiser in Form von Lauf­bahnen zeigen die Anord­nung der Sport­be­reiche und Umklei­de­räume sehr anschau­lich. Die Treppe und das Messing vermit­teln ein Gefühl der Zusam­men­ge­hö­rig­keit mit dem Rest des Gebäudes.

Die Stadt und ich

Die Fassade der Sport­halle Alice Milliat ist Teil des neu gestal­teten öffent­li­chen Raums in diesem Viertel von Bordeaux. An der stra­ßen­sei­tigen Haupt­fas­sade befinden sich Geschäfte, die die Straße neu beleben.

Der Eingang zur Sport­halle und ihre einla­denden Glas­schie­be­türen im Zentrum der Fassade sollen ein starkes Gefühl der Konti­nuität vermit­teln.

Das ist alles sehr gut gelungen.

Wir waren das.

Die Projekt­daten

Archi­tekt

Marjan Hessamfar & Joe Vérons
4, rue Martel – Bât. C
F – 75010 Paris

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Bordeaux

Standort

Gymnase Alice Milliat
117 Cours Victor Hugo
F – 33000 Bordeaux

Eröff­nung

2018

Foto­graf

Arthur Pequin

Autor

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Fotos & Pläne

Videos

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Sport­halle Alice Milliat

Sport­halle Alice Milliat

Die Sport­halle Alice Milliat war früher eine Markt­halle. Jetzt revi­ta­li­siert sie einen ganzen Stadt­teil.

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Salle des fêtes de Prat­graus­sals

Viel­seitig

Der Salle des fêtes de Prat­graus­sals

ppa●architectures + Encore Heureux

Standort und Umge­bung

Prat­graus­sals liegt in einer Kurve des Flusses Tarn, 400 m Luft­linie von Albis berühmter Kathe­drale Saint Cecilia entfernt. Der „Salle des fêtes de Prat­graus­sals“ entstand auf dem Gelände eines ehema­ligen Stein­bruchs, in einem popu­lärer werdenden Ausflugs­ge­biet.

Für das neue Gemein­de­zen­trum haben ppa●architectures + Encore Heureux ein Gebäude entworfen, das sich sehr gut in die Land­schaft einfügt und dessen Morpho­logie eine Viel­zahl verschie­dener Nutzungen ermög­licht. Der domi­nante Turm der Kathe­drale von Saint Cecilia auf der anderen Ufer­seite brachte die Planer auf ein möglichst einfach gehal­tenes, hori­zontal struk­tu­riertes Gebäude.

Form

Die geneigten Dächer deuten auf die Haupt­halle, die beiden Enden im Süden und Norden schützen jeweils den Haupt­ein­gang und den Künst­ler­ein­gang. Eine kleine Prome­nade um das Gebäude herum liegt unter einem schwe­benden Vordach, das den Eingang betont.

Die Einfach­heit des Baukör­pers erin­nert in ihrer Beschei­den­heit ein wenig an land­wirt­schaft­liche Gebäude. Seine Größe ist die eines öffent­li­chen Gebäudes, das für alle zugäng­lich ist.

Inhalt

Der Salle des fêtes de Prat­graus­sals ist eine wich­tige Einrich­tung in Albi, einer Gemeinde mit knapp 50.000 Einwoh­nern. Albi liegt 80 km nord­öst­lich von Toulouse. Das Gemein­de­zen­trum wird für ganz unter­schied­liche gesell­schaft­liche, kultu­relle und sport­liche Veran­stal­tungen benö­tigt.

Die große Halle bietet Platz für 500 Personen und die damit verbun­denen Räum­lich­keiten: Empfang, Umklei­de­räume, tech­ni­sche Logistik, Küchen, Verwal­tung sowie die notwen­digen Einrich­tungen für die Veran­stal­tungs­bühne im west­li­chen Außen­be­reich.

Programm

Hier findet mit großem Erfolg das große „Festival Pause Guitare Sud de France“ statt. An diesem bedeu­tenden Event nahmen in den letzten Jahren Größen wie Carlos Santana, ZZ Top, Cathe­rine Ringer und Joan Baez teil

Gleich­zeitig ist der Salle des fêtes de Prat­grauss für verschie­dene, auch klei­nere Nutzungen konzi­piert: Partys, Meetings, Spiele und Veran­stal­tungen für alle Alters­gruppen und alle Leiden­schaften.

Außerdem sollte das Gebäude in weniger als 11 Monaten fertig gestellt werden, um schon das „Festival Pause Guitare Sud de France“ 2017 ausrichten zu können. Hat geklappt.

Funk­tio­na­lität und Nutzungs­mög­lich­keiten

Im Mittel­punkt des Projekts steht die große Veran­stal­tungs­halle. Dach­form und Grund­riss ermög­li­chen die Auftei­lung des Empfangs­be­reichs in drei sepa­rate Bereiche. Das ermög­licht verschie­dene Veran­stal­tungs-Konfi­gu­ra­tionen. Tages­licht dringt tief ins Gebäude, kann aber natür­lich auch (je nach Veran­stal­tungs­form) durch Verdun­ke­lung ausge­schlossen werden.

An beiden Enden des Gebäudes befinden sich die Eingänge. Im Süden der Haupt­ein­gang, im Norden ein Neben­ein­gang, der zusätz­liche Erwei­te­rungs­mög­lich­keiten bietet. Ein breites Vordach schützt den Südein­gang vor der Sommer­sonne und bietet Schutz vor Regen. Auf der Nord­seite erstreckt sich das Vordach vom Gebäude weg und bildet einen Außen­raum wie eine kleine Terrasse, die in den Park einge­lassen und sepa­riert werden kann.

Mate­ria­lien

Der Salle des fêtes de Prat­graus­sals wird von einem Zink­dach bedeckt, das aus acht klar defi­nierten Neigungen besteht. Sie führen zu dieser prägenden Gebäu­de­form. Die Fassaden wurden mit Holz aus der Region Limousin verkleidet. Die Sockel der Wände bestehen aus vorge­fer­tigtem Beton, der mit Kiesel­steinen aus dem benach­barten Fluss Tarn verkleidet wurde. Die Mate­ria­lien sind einfach und natür­lich.

Videos

Wir waren das.

Projekt­be­tei­ligte und Daten

Adresse

Salle des fêtes de Prat­graus­sals
113 rue de Lamothe
Ville d’Albi
F – 81000 Toulouse

Eröff­nung

2018

Baukosten

6.300.000 €

Archi­tekten

ppa • archi­tec­tures
Jean Manuel Puig, Laure Alberty, Ana Castro
9 bis rue Ernest Jean­bernat
F – 31000 Toulouse 

ENCORE HEUREUX
Nicola Delon, Margot Cordier , Olivier Caudal
104 rue d’Aubervilliers
F – 75019 Paris

Wett­be­werbs­team:
Clémence Durupt, Guil­laume Sicard, Floriane De Roover, Romain Léal

 

Fotos

Cyrus Cornut
Phil­ippe Ruault
RKhoob Photo­gra­phies
Hugo Segura
Studio tChiz
Encore Heureux

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Bei “More Sports. More Archi­tec­ture.” finden Sie funk­tio­nale, spek­ta­ku­läre und schlicht schöne Bauten und Anlagen für Sport und Frei­zeit.

Sport­halle Alice Milliat

Sport­halle Alice Milliat

Die Sport­halle Alice Milliat war früher eine Markt­halle. Jetzt revi­ta­li­siert sie einen ganzen Stadt­teil.

Saint-Paul-lès-Dax

Strich in der Land­schaft

Sport­plätze in Saint-Paul-lès-Dax

OLGGA Archi­tects & Atelier CAMBIUM

Gegend

Der Plaine des Sports (Sport­an­lage) liegt nörd­lich von Saint-Paul-lès-Dax, einer Gemeinde im Depar­te­ment Landes in Nouvelle-Aqui­taine im Südwesten Frank­reichs. Das Gebiet entlang der 824 Depart­mental Road ist bekannt als “Les Pins de Gouail­lard et la Liberté”. Der Haupt­zu­gang zur Anlage liegt an der Avenue des Lacs, über den Chemin du Golf. Eine Land­straße, die das Gelände durch­quert, ermög­licht den Zugang für Fußgänger und Radfahrer, insbe­son­dere vom Lac de Christus aus.

Archi­tektur und Land­schaft

Der Sport­kom­plex in Saint-Paul-lès-Dax umfasst vier Rugby- und Fußball­felder, eine Tribüne mit 500 Plätzen, Umklei­de­räume, ein Club­haus, einen Kinder­spiel­platz, einen Multi-Akti­vi­täts­be­reich mit einer Leicht­ath­le­tik­bahn und einen frei zugäng­li­chen Sport-/Natur­be­reich. Bei diesem Projekt ging es glei­cher­maßen um Archi­tektur wie um Land­schaft. Olgga Archi­tectes reali­sierten eine ortho­go­nale Kompo­si­tion, ein glattes Rechteck, das die Sport­an­lagen fasst und von den Zufahrts­straßen der Sport­plätze einge­rahmt wird.

Ökolo­gi­sche Bedin­gungen

Viele ökolo­gi­sche Einschrän­kungen auf dem gesamten Gelände hatten Auswir­kungen auf den Entwurf von OLGGA Archi­tects und Atelier CAMBIUM. Dazu gehörten das Vorhan­den­sein geschützter Schmet­ter­linge (Stromtal-Wiesen­vö­gel­chen „Coen­on­ympha oedippus“) und Nacht­schwalben (Ziegen­melker „Capri­mulgus euro­paeus“) sowie die Nähe von Feucht­ge­bieten und den Gouail­lard­bach.

Strich in der Land­schaft

Die lang­ge­zo­gene Tribü­nen­an­lage wirkt wie ein archi­tek­to­ni­sches Signal, ein grüner Strich in der Land­schaft, die von der Land­straße aus in beide Rich­tungen sichtbar ist. Senk­recht zur Straße gelegen, entwi­ckelt sie sich zu einer grünen Linie, sorg­fältig ausba­lan­ciert zwischen Bepflan­zung und Wege­system einer­seits und der notwen­digen Gebäu­de­technik dem Vorhan­den­sein von tech­ni­schen Geräten, Flut­licht­masten und Tornetzen ande­rer­seits. Die Tribüne wächst ganz subtil aus dem Boden heraus, ihre beiden Ebenen nehmen den natür­li­chen Hang des Geländes auf. Diese Anlage entspricht allen funk­tio­nalen Anfor­de­rungen mit öffent­lich zugäng­li­chen Einrich­tungen im Erdge­schoss und den Sport­lern gewid­meten Räumen auf Spiel­feld­ebene. Die gesamte Eingangs­ebene, vom Vorplatz bis zu den Tribü­nen­ab­gängen, bietet Zuschauern und Besu­chern einen Panora­ma­blick über die gesamte Anlage in Saint-Paul-lès-Dax.

Abstu­fungen

Die Spiel­felder wurden in aufein­an­der­fol­genden Abstu­fungen entlang einer West-Ost-Achse verbunden, so wie es die Gestal­tungs­idee des grünen Strichs in der Land­schaft vorsah. Das Grund­stück fällt insge­samt sieben Meter von seinem nord­west­li­chen Höhe­punkt ab. Das Neben­ge­bäude bildet einen zweiten archi­tek­to­ni­schen Schwer­punkt in der Land­schaft. Zwischen zwei Spiel­fel­dern gelegen, ist dieses einfache Gebäude mit Holz­bret­tern verkleidet, die über seine Giebel hinaus­ragen und bietet zusätz­liche Orien­tie­rung. Neben dem Sport­zen­trum sieht der Entwurf von OLGGA Archi­tectes und Cambium einen Frei­zeit­park vor, der darüber hinaus Lebens­raum für die regio­nale Arten­viel­falt bietet.

Projekt­daten

Archi­tekt

OLGGA ARCHITECTES Paris Siège social 95 rue Mont­martre F – 75002 Paris   Atelier CAMBIUM 144 avenue de l’Eu­rope F – 33560 sainte-Eulalie

Bauherr

Saint-Paul-lès-Dax

Team

ITH, Calixte Tinard, A+R Salles, Sedes, Bilto Ortega

Standort

Chemin du Golf F – 40990 Saint-Paul-lès-Dax

Luft­bild

Danke, Google!

Autor

OLGGA ARCHITECTES Atelier CAMBIUM

Foto­graf

Stephane Abou­daram | WE ARE CONTENTS

Eröff­nung

2017

Kosten

7,057,481 €

Bilder

PLÄNE

VIDEOS

About

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News­letter

Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg

Sport für ganz Europa

Sport­zen­trum der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg

Straß­burg

Straß­burg ist Sitz des Euro­päi­schen Parla­ments und des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für Menschen­rechte. Also arbeiten viele euro­päi­sche und inter­na­tio­nale Beamte in der Stadt, für die bzw. deren Kinder ein ange­mes­senes Bildungs­an­gebot vorhanden sein muss. Das Sport­zen­trum der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg und natür­lich die Schule selbst entspre­chen diesem Wunsch nach einer inter­na­tio­nalen Schule. Das Bildungs­mo­dell der Schule, das auf einem multi­kul­tu­rellen Ansatz, der breiten Verwen­dung verschie­dener Spra­chen und der Beto­nung der Auto­nomie der Kinder sowie der Einbe­zie­hung der Eltern beruht, umfasst Ange­bote für eine komplette Schul­lauf­bahn vom Kinder­garten bis zum euro­päi­schen Abitur.

Robertsau

Die Schule und das Sport­zen­trum der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg befinden sich im grünen Viertel der Robertsau, in der Nähe der euro­päi­schen und inter­na­tio­nalen Insti­tu­tionen. Fast 1.000 Kinder und Jugend­liche gehen hier zur Schule. In diesem Umfeld beschloss die Stadt Straß­burg die Errich­tung eines offenes Sport­zen­trums, das den Bedürf­nissen der Schüler und denen der Anwohner gerecht wird. Das Programm sah die Schaf­fung einer viel­sei­tigen Sport­halle sowie einer Mehr­zweck­halle vor, in der auch nicht­sport­liche Veran­stal­tungen statt­finden können.

Archi­tekt

Domi­nique Coulon & asso­ciés
13 rue de la Tour des Pêcheurs 
67000 Stras­bourg
Frank­reich

Team

Domi­nique Coulon, Benjamin Rocchi
Thibaut Muller, Fanny Liénart, David Romero-Uzeda

Autor

Domi­nique Coulon & asso­ciés

Bauherr

Ville de Stras­bourg

Baukosten

4.300.000 €

Eröff­nung

2017

Luft­bild

Danke, Google!

Adresse

9 rue Peter Schwarber
67000 Stras­bourg
Frank­reich

Foto­graf

Eugeni Pons, David Romero-Uzeda
Grund­risse

Baukörper

Über die eigent­li­chen archi­tek­to­ni­schen und funk­tio­nalen Quali­täten des Gebäudes hinaus stellen die bauliche Form und Orga­ni­sa­tion des Sport­zen­trums der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg den Dialog mit der Euro­päi­schen Schule her. Die Volu­mina der beiden Hallen sind vonein­ander getrennt und schräg zuein­ander ange­ordnet. Dies bringt die größere Halle in eine ideale Posi­tion: recht­winklig zur Straße, am nörd­li­chen Rand des Geländes, mini­miert ihre Lage die Auswir­kungen des Gebäudes auf ihre Umge­bung

Eingang

Die Eingangs­halle ist trans­pa­rent und ermög­licht den Blick vom Vorplatz durch das Gebäude in den Wald auf der anderen Seite des Geländes. Die Funk­ti­ons­be­reiche beider Hallen bilden eine Art Krone, deren einzelne Bereiche wie Umklei­de­ka­binen, Lager­flä­chen und Perso­nal­be­reiche die beiden Säle umgeben und dabei Ausblicke sowohl nach außen als auch unter­ein­ander ermög­li­chen.

Fotos

Mate­ria­lien

Beim Sport­zen­trum der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg wurde sorg­fältig mit lang­le­bigen Mate­ria­lien gear­beitet: Sicht­beton, verzinkter Stahl, Glas und Linoleum. Die Multi­sport­halle spielt mit den Grau­tönen dieser Mate­ria­lien.

Licht

Das Gebäude ist Nord-Süd orien­tiert, die besten Voraus­set­zung für die Versor­gung mit natür­li­chem Licht. Große Poly­car­bo­nat­flä­chen erzeugen und verteilen sanftes, gleich­mä­ßiges Licht in der gesamten Halle, ohne Blen­dungen in Kauf nehmen zu müssen. Beson­deres Augen­merk wurde auch auf die Akustik gelegt: Bis etwa Augen­höhe wurden die Wände mit perfo­rierten, farbigen MDF-Platten verkleidet. Die gesamte Decke wurde behan­delt. Die zwischen den Balken plat­zierten Duck­board-Paneele aus verzinktem Stahl bilden eine Zwischen­decke: Die tech­ni­schen Elemente sind geschützt, während die Lampen die Halle beleuchten können.

Die Wärme der Eiche

Die quadra­ti­sche Mehr­zweck­halle ist so konzi­piert, dass sie sich vom Rest des Gebäudes abhebt. Der lackierte Eichen­par­kett­boden im Schach­brett­muster wölbt sich an der Wand nach oben, der obere Teil der Wände wurde mit Akus­tik­putz beflockt. Die Kasset­ten­decke wieder­holt das Schach­brett­muster des Fußbo­dens. Die gesamte doppelte Höhe der Halle ist dunkel­grün gefärbt, was die Wärme der Eiche verstärkt.

Varia­tionen von Grau

Je nach Licht­ein­fall vari­ieren die Grau-Varia­tionen des Projekts von milchig und rau bis trans­pa­rent und reflek­tie­rend: Die Wahr­neh­mung verän­dert sich im Laufe des Tages und stellt einen wert­vollen Dialog mit der Natur her. Pflanzen und die Qualität des Lichts verleihen den Räumen eine kost­bare Eleganz, die das Sport­zen­trum der Ecole Euro­pé­enne de Stras­bourg nicht nur in Bezug auf die Sport­flä­chen, sondern gerade auch auf die Neben- und Aufent­halts­be­reiche außer­ge­wöhn­lich machen.

Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant

Der Wunsch nach Urba­nität

Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant in Uzès

Standort

Die Heraus­for­de­rung beim Bau der Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant (fran­zö­si­scher Schau­spieler, Film­re­gis­seur und Renn­fahrer) an der gleich­na­migen Schule in der südfran­zö­si­schen Klein­stadt Uzès (8.500 Einwohner, Dépar­te­ment Gard) bestand darin, die Halle in die bestehende Umge­bung einzu­fügen und opti­male Bedin­gungen für die Ausübung des Sports zu schaffen. Im Vorder­grund stehen dabei die Nutz­bar­keit der Innen­räume sowie die Beleuch­tung und Belich­tung, um sowohl Spie­lern als auch Zuschauern Komfort zu bieten. Die Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant soll vor allem ein Bestand­teil des Entwick­lungs­pro­jekts Zac Mayac in Uzès sein und gleich­zeitig die Konti­nuität mit dem angren­zenden College-Projekt gewähr­leisten, das NBJ Archi­tectes bereits 2003 reali­siert haben. Dieses Projekt greift die Mine­ra­lität des Colleges auf, indem es seine Mate­ria­lität modi­fi­ziert. Ein Ergebnis ist die Perfo­ra­tionen der Fassaden, die gleich­zeitig eine Beson­der­heit der Sport­halle ausma­chen.

Archi­tekt

Privat Archi­tec­ture – Fran­çois Privat
9 bis Rue Benoit
F‑30 700 Uzès

NBJ archi­tectes
Elodie Nour­rigat & Jacques Brion
4 rue des Trés­oriers de la Bourse
F‑34000 Mont­pel­lier

Eröff­nung

2017

Form

Einer der wich­tigsten Aspekte des Vorha­bens war der Wunsch, Urba­nität zu erzeugen. So spielt der Platz vor der Halle eine wich­tige Rolle: Er soll homogen sein und die Fußgän­ger­zone mit den Park­plätzen verbinden. Voll­ständig verglast bietet der Eingang der Sport­halle eine visu­elle Trans­ver­sa­lität vom Platz direkt zum Spiel­be­reich. Nachts dient es als Signal für die Besu­cher. Trotz des Wunsches nach Urba­nität wurde die spür­bare Wirkung der Sport­halle auf ihre unmit­tel­bare Umge­bung redu­ziert, indem sie der Topo­gra­phie des Ortes ange­passt und zum Teil einge­graben wurde. Diese Gestal­tung des fast verspielt wirkenden Volu­mens verleiht der Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant ein einheit­li­ches Erschei­nungs­bild und eine einfache Lesbar­keit und Orien­tie­rung, auch  für die Schü­le­rinnen und Schüler.

Bauherr

General Council of Gard + Segard

Autor

NBJ Archi­tectes

Foto­graf

Paul Kozlowski
FOTOS

Inhalt

Der Entwurf orga­ni­siert und struk­tu­riert das gesamte Volumen der Sport­halle. Alle tech­ni­schen Elemente sind unter dem Dach verborgen und gestalten die fünfte Fassade. Die interne Orga­ni­sa­tion der Sport­halle bemüht sich um die Verein­fa­chung der Erschlie­ßungs­flä­chen für Publikum und Sportler. Wege­füh­rung und Erreich­bar­keit der verschie­denen Räume und Bereiche sind klar geglie­dert und gut lesbar. Der helle Eingangs­be­reich bietet einen Über­gang zum Vorplatz. Es findet echt Kommu­ni­ka­tion zwischen Innen und Außen statt. Die großen Glas­flä­chen bietet schon Weitem einen unein­nehm­baren Blick auf die Spiele, die im Inneren statt­finden, und belebt so die Umge­bung der Halle, insbe­son­dere den Vorplatz. Natür­lich ist das Spiel­feld das Zentrum einer solchen Anlage, so auch bei der Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant. Gleich­zeitig ist die Innen­aus­stat­tung so gestaltet, dass die Halle groß­zü­gigen Zugang zu den Zuschau­er­be­rei­chen bietet und zur Teil­nahme an den Veran­stal­tungen einlädt. Der Zugang zu den Umklei­de­ka­binen erfolgt eben­falls über eine breite Treppe in der Halle, die alle unter der Aufsicht der stra­te­gisch günstig im Herzen der Bewe­gungs­flä­chen gele­genen Rezep­tion steht. Schließ­lich war es auch Ziel von NBJ Archi­tectes, eine ange­nehme und einla­dende Atmo­sphäre in der Sport­halle Jean-Louis Trin­tignant zu schaffen, wobei klare Farben bevor­zugt werden, um die Sicht der Zuschauer auf die Spiele nicht zu behin­dern. Die einla­dende und warme Atmo­sphäre wird auch durch die Verwen­dung von Holz erreicht. Ein weiteres wich­tiges Element ist die Nutzung des Tages­lichts in der Halle. Deshalb wird die Turn­halle durch Ober­lichter auf dem Dach und durch die durch­bro­chene Fassade für ein opti­males Ambi­ente und opti­male Spiel­be­din­gungen belichtet.

Adresse

Quar­tier Mayac
Route de Saint Ambroix
F‑30700 Uzès

Luft­bild

Danke, Google!
Grund­riss
SCHNITT
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