In jeder Hinsicht cool

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School

Chiangmai Life Construction

About

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School von Chiangmai Life Architects vereint modernes organisches Design und den Stand der Technik des 21. Jahrhunderts mit einem natürlichen Material: dem Bambus.

Die Panyaden International School in Chiang Mai liegt im kulturellen Herzen Nordthailands. Die „grüne Schule“ aus Erde und Bambus befindet sich in ruhiger Lage zwischen Reisfeldern, nur 15 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt.

Panyaden International School

Die Schule wurde gegründet, um eine ganzheitliche Erziehung nach buddhistischen Prinzipien in Verbindung mit einem modernen Lehrplan zu bieten. Ihre Schüler werden laut Homepage „nicht nur über international kompatible Fähigkeiten in Lesen, Schreiben, Mathematik und Naturwissenschaften verfügen, sondern auch über praktische Fähigkeiten wie Gemüseanbau und gesunde Ernährung, wie man Schwierigkeiten überwindet und soziale Verantwortung übernimmt“.

Bambus-Sporthalle

Die Gebäude der Schule lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Die Klassenräume und Büros wurden mit tragenden Wänden aus Stampflehm gebaut, die Bambusdächer, Verkleidungen und Konstruktionselemente tragen.

Durch die hohe thermische Masse der gerammten Erdwände werden Temperaturschwankungen abgemildert, so dass keine Klimatisierung erforderlich ist. Die verschiedenen offenen Pavillons (in Thai „Sala“ genannt), in denen sich Aula, buddhistische Kapelle, Schulkantine und ein überdachter Spielplatz neben dem Schwimmbad befinden, sind komplett aus Bambus gefertigt. Sie wurden auf großen Natursteinfelsen für die Baustützen montiert. 

Planungsziel Integration

Die Aufgabe der Architekten bestand darin, eine Sporthalle für immerhin 300 Schüler zu bauen. Trotz dieses Volumens sollte sich die Bambus-Sporthalle bestens in die vorhandenen Lehm- und Bambusgebäude der Schule und in die hügelige Naturlandschaft des Geländes einfügen. Die Halle sollte über eine moderne Ausstattung verfügen. Für den Bau sollte nur Bambus verwendet werden, um einen geringen CO2-Ausstoß zu gewährleisten.

Auf einer Fläche von 782 m² bietet die Bambus-Sporthalle Futsal-, Basketball-, Volleyball- und Badmintonfelder. Außerdem bietet sie eine bewegliche Bühne, die angehoben werden kann. Die Kulisse der Bühne ist die Stirnwand eines Stauraumes für Sport- und Spielgeräte. Auf beiden Längsseiten finden sich Sitzgelegenheiten für Eltern und andere Besucher.

CO2-Fußabdruck: Null

Die Bambus-Sporthalle der Panyaden International School entspricht hohen Sicherheitsstandards, denn sie muss auftretenden Hochgeschwindigkeitswinden, Erdbeben und anderen Naturgewalten widerstehen können.

Die innovative Tragwerkskonstruktion basiert auf neu entwickelten, vorgefertigten Bambus-Fertigbindern mit einer Spannweite von mehr als 17 Metern ohne Stahlverstärkungen oder Verbindungen. Diese Traversen wurden vor Ort vormontiert und mit Hilfe eines Krans in Position gebracht.

Der CO2-Fußabdruck der Bambus-Sporthalle beträgt null. Der verwendete Bambus absorbiert Kohlenstoff wesentlich stärker als der bei Behandlung, Transport und Konstruktion emittierte Kohlenstoff.

Fazit

Diese Bambus-Sporthalle ist eine Freilufthalle. Also bietet sie frische Luft und ein kühles und angenehmes Klima das ganze Jahr über. Gleichzeitig ist die freiliegende Bambusstruktur ein hoch attraktives Meisterwerk des lokalen Handwerks.

Die Halle wird das Leben an der Panyaden International School mindestens 50 Jahre lang bereichern – und für vergleichbare Bauaufgaben unter ähnlichen klimatischen Bedingungen hoffentlich ein lehrreiches Vorbild sein.

Das waren wir.

Projektbeteiligte und Daten

Architekt

Chiangmai Life Construction Co., Ltd.
326 Thanon Kan Klong,
T. Nong Kwai,
A. Hangdong,
THA – Chiang Mai, 50230

Team

Markus Roselieb, Tosapon Sittiwong
Phuong Nguyen, Esteban Morales Montoya

Bauherr

Panyaden International School

Adresse

Panyaden International School
 218 Moo 2
T. Namprae
A. Hang Dong
THA – Chiang Mai 50230

Eröffnung

2017

Photos

Markus Roselieb (CLA); Außenaufnahmen
Alberto Cosi: Innenaufnahmen

Text

Johannes Bühlbecker,
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