Der Skatepark Nepal

Immer wieder aufstehen

Ein Skatepark als Motor der Entwicklung sozialer Infrastrukturen.

Der Skatepark Nepal stärkt die Jugendlichen vor Ort und funktioniert gleichzeitig als Stadtteilzentrum.

Der Skate­park Nepal wurde Im Früh­jahr 2022 eröffnet und ist ein wich­tiger Teil der Entwick­lung sozialer Infra­struk­turen des Landes. Das Projekt wurde von Skate-Aid initi­iert und finan­ziert. Das Kölner Büro maier land­schafts­ar­chi­tektur hat die Anlage geplant und gebaut.

Wich­tigstes Ergebnis dieser Zusam­men­ar­beit sind nach­hal­tige Part­ner­schaften vor Ort, die das Projekt nicht nur instal­lieren, sondern auch dauer­haft betreiben. Hier ist es die Orga­ni­sa­tion „Yuwa for Change“.

Der Skate­park Nepal stärkt die Jugend­li­chen vor Ort durch pädago­gisch beglei­tete Skate­board-Work­shops. Gleich­zeitig funk­tio­niert die Anlage als eine Art Stadt­teil­zen­trum.

Der Skatepark Nepal ist Teil eines Sport- und Bildungsprogramms zum Wiederaufbau des Landes.

Nepal liegt im südli­chen Asien, zwischen der Volks­re­pu­blik China und Indien. Das Land hatte sich in den letzten 20 Jahren schnell entwi­ckelt und moder­ni­siert, bis im Jahr 2015 ein verhee­rendes Erdbeben weite Teile des Landes zerstörte.

Der Skate­park Nepal ist Teil eines Sport- und Bildungs­pro­gramms zum Wieder­aufbau des Landes.

Das Grund­stück befindet sich am Rande der Stadt Butwal, am Fuße des Hima­layas (138.000 Einwohner), etwa 240 km west­lich der Haupt­stadt Kath­mandu.

Das Konzept überwindet die Monofunktionalität eines reinen Skateparks und ermöglicht den nachhaltigen Betrieb der Anlage.

Der Entwurf des Skate­parks entstand aus der Abstrak­tion zweier gekreuzter Skate­boards, die das Logo von skate-aid bilden. Dieses Kreuz bildet die Grund­form der Anlage und glie­dert den 400 m² großen Park.

Der mitt­lere Bereich ist das Herz­stück der Anlage. Hier befindet sich der Skate­park. Die gewählten Skate­ele­mente stellen ein nied­rig­schwel­liges Angebot für die lokale Jugend dar, bieten aber auch für Fort­ge­schrit­tene Abwechs­lung – vor allem Bänke, Bord­steine und Geländer. Die äußeren Enden wurden als Rampen ausge­bildet, die zum Schwung­nehmen dienen und damit für ein flüs­siges Fahren sorgen.

Die benach­barten Bereiche sind jeweils 120 m² groß. Hier bestehen sie aus einer Street­ball-Fläche und einem schüs­sel­för­migen Skate­ele­ment (Bowl). Sie können jedoch auch flexibel ange­passt werden, zum Beispiel als multi­funk­tio­nale Sport- und Veran­stal­tungs­flä­chen, weitere Skate­be­reiche, Spiel­platz oder für den Bau eines Jugend­zen­trums.

Dieses Konzept über­windet die Mono­funk­tio­na­lität eines reinen Skate­parks und ermög­licht den dauer­haften, flexi­blen und nach­hal­tigen Betrieb der Anlage.

Das Konzept kann an anderen Orten modular nachgebaut werden.

Das Konzept des Skate­parks Nepal kann skaliert und an anderen Orten modular nach­ge­baut werden. Das ist insbe­son­dere bei schwie­rigen örtli­chen Verhält­nissen und geringem Budget von großem Nutzen. Zudem ermög­licht die Zonie­rung der Anlage die Konstruk­tion in verschie­denen, unab­hän­gigen Bauab­schnitten.

Die mitt­lere Fläche ist aufgrund ihrer läng­li­chen Form bestens geeignet, um auch für zukünf­tige Projekte unter­schied­liche und span­nende Skate­parks zu entwi­ckeln.

Die klaren und einfa­chen Formen ermög­li­chen eine spätere Über­da­chung von Teil­be­rei­chen, die auch bei schlechtem Wetter genutzt werden sollen.

Hinfallen und wieder aufstehen – darum geht’s. In Nepal und überall sonst auf der Welt.

maier land­schafts­ar­chi­tektur und skate-aid arbeiten seit mehr als zehn Jahren zusammen, um Kindern und Jugend­li­chen in schwie­rigen Situa­tionen und Umge­bungen eine Perspek­tive zu geben – mit Hilfe sozialer und sport­li­cher Struk­turen in Form von Skate­parks. Frühere Beispiele sind der Skate­park Beth­lehem, Janwaar Castle oder der Skate­park Damaskus.

Allen dieser Projekte gemeinsam ist der nach­hal­tige Betrieb durch Part­ner­or­ga­ni­sa­tionen vor Ort.

Was nützt die schönste Anlage, wenn sich niemand drum kümmert? So aber geben Anlagen wie der Skate­park Nepal Kindern und Jugend­li­chen dauer­haft und nieder­schwellig die Chance, sich in einer Gemein­schaft und einem posi­tiven Umfeld zu starken Persön­lich­keiten entwi­ckeln zu können.

Hinfallen und wieder aufstehen – darum geht’s. Das zu lernen, ist viel­leicht der größte Nutzen, den Sport und Archi­tektur bieten können.

Projektdaten

Planung

maier land­schafts­ar­chi­tektur
Rösra­ther Straße 769
D — 51107 Köln

Bauherr

skate-aid inter­na­tional e.V.
Wall­straße 86
D — 10179 Berlin 

Betreiber

Yuwa for Change

Standort

Dhunga Skate-aid
Skate­park Butwal
MF22+57
Tilot­tama 32907
Nepal

Eröffnung

2022

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Fotos

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Konzept

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