Learning from turtles

Stade du Merlan in Marseille

Noisy neighbours

The project of Stade du Merlan meets two fundamental questions: the wish of contracting authorities not to stigmatize a neighborhood, and the desire to design some architecture.

The current site was abandoned and was the scene of burned cars and all kind of smugglings. The constraints were announced, the specifications well defined:

– A disadvantaged neighborhood, plagued with delinquency
– The necessary management of unwanted intrusions
– A grid impossible to cross and resistant to attacks
– A building resisting to burglaries, graffitis, broken windows, squatting…
– All this respecting, of course, ease of maintenance and servicing.

Bunker vs turtle

The importance of architectural design seemed so essential and, to bunker-like architecture in such neighborhoods where sometimes famous mediated scenes take place, we have preferred a „turtle-like“ intervention for Stade du Merlan!

So the choice is simple, besides being adapted to the site: buildings will be buried in order to protect facades and roofs, to control access, and thus, provide a green space lacking in these concrete asphalt neighborhoods.

This unexpected functional response should not only intervene on the lives of people but also transform the aesthetics of Stade du Merlan: creating a „bubble of air“, a parenthesis, a kind of sacred place of sports and recreation, dedicated to schools and residents. The project borrows a vegetal vocabulary to offer a unique outdoor space!

Architects

ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) 467 avenue de mazargues 13008 Marseille Frankreich
et-

Client

STB Northeast 20 Bd Françoise Duparc 13 004 Marseille Frankreich
fa-

Address

Avenue de l’escadrille Normandie-Niemen Marseille 13e Frankreich

Aerial view

Thank you, Google!
fa-

Author

ATELIER NAOM*
fa-

Photograph

ATELIER NAOM*

fa-

Construction costs

€3,265,000
fa-

Opening

2016

Follow us!

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Materials

The patina of corten steel, in warm shades ranging from orange to brown, evoking the color of the earth, joins the green slopes dotted with fallow lands and flowers.

The blades of the fence offering closed view from the front, evaporate quickly like twigs in side view, allowing to close the site while keeping a sensible and perceptible link with the nearby urban context. With the esthetics of this fence, we understand that it was not just to close, to delimit or to erect a barrier between Stade du Merlan and the rest of the world: building conception and architecture means above all creating links.

 

Sirens of mass distribution

As well, from a practical point of view, the selection of a material such as corten steel is a sustainable choice because it is stable over time, naturally durable and easy to maintain: after sanding (e,g, of a graffiti), the patina regenerates itself.

The entire street furniture was created for Stade du Merlan and, from the grid of tree to the interior signage, every detail is an opportunity to express our role as designer and to resist in our own way, to the sirens of mass distribution and its standard catalogs.

Photographs

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Von den Schildkröten lernen

Neues Gebäude für das Stade du Merlan in Marseille

Schwierige Nachbarn

Planung und Bau des neuen Nebengebäudes für das Stade du Merlan in Marseille gingen von zwei grundsätzlichen Voraussetzungen aus: der Wunsch des öffentlichen Auftraggebers, eine (schwierige) Nachbarschaft nicht zu stigmatisieren, und der Wunsch, sich für Architektur zu entscheiden. Der Standort war lange Zeit sich selbst überlassen worden und Schauplatz von verbrannten Autos und Kleinkriminellen aller Art. Die Randbedingungen waren bekannt, die Spezifikationen klar definiert:

  • Ein benachteiligtes Viertel, das von Kriminalität geplagt ist.
  • Das notwendige „Management“ unerwünschter Eindringlinge
  • Ein Gitter, das unmöglich zu überqueren und gegen Angriffe resistent ist
  • Ein Gebäude, das Einbrüchen, Graffitis, zerbrochenen Fenstern, Hausbesetzungen widersteht
  • Einfache Wartung, einfache Instandhaltung

Bunker vs. Schildkröte

Die Bedeutung von Architektur nimmt unter solchen Voraussetzungen eindeutig zu. Das ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) entschied sich gegen die in Gegenden wie dieser verbreiteten Bunker-Architektur – und für das Vorbild der Schildkröten. Das neue Umkleidegebäude für das Stade du Merlan wurde fast komplett eingegraben, nur die Zugänge sind sinnigerweise gut erreichbar. Das schützt Fassaden und Dächer vor den bereits genannten Problemen und macht den Zugang leichter zu kontrollieren. Darüber hinaus entstand auf dem Gebäude eine Grünfläche, die hier bisher sehr fehlte. Diese überraschende und doch so funktionale Antwort verändert auch die Ästhetik des Ortes: es entstand eine Luftblase, ein besonderer Ort des Sports und der Erholung, der den Schulen und Bewohnern gewidmet ist. Das Projekt leiht sich ein pflanzliches Vokabular, um einen sehr besonderen Freiraum zu schaffen.

Architekt

ATELIER NAOM* (New Architectes Of’ Marseille) 467 avenue de mazargues 13008 Marseille Frankreich
et-

Bauherr

STB Northeast 20 Bd Françoise Duparc 13 004 Marseille Frankreich
fa-

Adresse

Avenue de l’escadrille Normandie-Niemen Marseille 13e Frankreich

Luftbild

Danke, Google!
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Autor

ATELIER NAOM*
fa-

Fotograf

ATELIER NAOM*
fa-

Baukosten

3.265.000 €
fa-

Eröffnung

2016
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Materialien

Die verwendeten Materialien rund um das Stade du Merlan wirken – wie das Konzept – auf den ersten Blick ein wenig bizarr, haben aber absolut Sinn: Die Patina aus Cortenstahl, in warmen Farbtönen von Orange bis Braun, die an die Farbe der Erde erinnern, verbindet sich mit den grünen Hängen, die von Blumen und Brachland übersät bzw. geprägt sind. Die einzelnen Teile des Zauns, die von weitem wie eine geschlossene Fläche wirken, verflüchtigen sich schnell wie Zweige und lassen Ein- und Durchblicke zu. Vor allem erlauben sie, das Gelände zu schließen. Das macht man anderswo auch, hier hat der Zaun auch eine wahrnehmbare und gut gestaltete Verbindung zum nahen städtischen Kontext. Die Ästhetik dieses Zauns will uns sagen: NAOM* wollen keine Barrikaden bauen, sondern im Gegenteil Verbindungen schaffen.

Die Sirenen der Standardkataloge

Auch aus praktischer Sicht ist die Wahl eines Werkstoffes wie Cortenstahl eine nachhaltige Entscheidung, denn er ist langlebig und pflegeleicht: Nach dem Schleifen (z.B. eines Graffitis) regeneriert sich die Patina von selbst. Die gesamte Stadtmöblierung wurde für diesen Standort, für das Stade du Merlan, entworfen. Die Architekten legen Wert darauf, auch in jedem Detail vom Baumraster bis zur Beschilderung im Inneren ihrer Rolle als Designer gerecht zu werden und „den Sirenen der Standardkataloge“ zu widerstehen. Das hat geklappt.

Fotos

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