Nach­haltig entschieden

Main Bad Born­heim in Frank­furt

Ausstat­tung

Schwimmen
25-Meter-Sport­be­cken, Hubboden, Sprung­an­lage, Lehr­schwimm­be­cken, Erleb­nis­be­cken, Spray­park, und Rutschen.

Well­ness
Zwei finni­sche Saunen, Sana­rium, Sauna mit 360°-Projektion, Dampfbad, Kalt- und Tauch­be­cken, begrüntes Atrium, Ruhe­be­reiche, Kamin­lounge, Sonnen­ter­rasse und Gastro­nomie.

Adresse

Main Bad Born­heim
Am Born­heimer Hang 2
60386 Frank­furt am Main

Eröff­nung

2025

Fotos

David Matthiessen, Stutt­gart

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Nicht jede Heraus­for­de­rung ist ein Problem. Manchmal wird sie auch zum Ausgangs­punkt einer besseren Lösung. Beim Main Bad Born­heim führten schwie­rige Boden­ver­hält­nisse zu einem unge­wöhn­li­chen Gebäu­de­kon­zept, das heute Archi­tektur, Nach­hal­tig­keit und Wirt­schaft­lich­keit auf bemer­kens­werte Weise mitein­ander verbindet.

Wenn schwie­riger Baugrund zu besseren Lösungen führt

Nicht jede plane­ri­sche Heraus­for­de­rung ist ein Nach­teil. Manchmal entstehen gerade daraus die über­zeu­gendsten Lösungen. Beim neuen Main Bad Born­heim zwang der Baugrund mit Trüm­mer­schutt und Altlasten das Planungs­team dazu, auf eine klas­si­sche Unter­kel­le­rung zu verzichten. Statt eines aufwendig herzu­stel­lenden Unter­ge­schosses wurden die Tech­nik­flä­chen voll­ständig im Erdge­schoss unter­ge­bracht, während die Bade­ebene in das erste Ober­ge­schoss rückte.

Diese unge­wöhn­liche Anord­nung brachte gleich mehrere Vorteile mit sich. Sie redu­zierte nicht nur den bauli­chen Aufwand und den Ressour­cen­ver­brauch erheb­lich, sondern eröff­nete den Bade­gästen gleich­zeitig neue Perspek­tiven. Groß­zü­gige Vergla­sungen holen Tages­licht tief in das Gebäude und geben den Blick über die Grün­flä­chen des Born­heimer Hangs frei. Aus einer tech­ni­schen Notwen­dig­keit entstand so ein prägendes archi­tek­to­ni­sches Merkmal des gesamten Projekts.

Archi­tektur & Nach­hal­tig­keit

  • ca. 10.500 m² Brut­to­grund­fläche
  • ca. 875 m² Wasser­fläche
  • Drei­ge­schos­siger Neubau ohne Unter­kel­le­rung
  • Tech­nik­flä­chen im Erdge­schoss
  • 450 Photo­vol­ta­ik­mo­dule (ca. 150.000 kWh/Jahr)
  • Block­heiz­kraft­werk
  • Wärme­rück­ge­win­nung
  • Vorbe­rei­tung zur Nutzung der Abwärme der benach­barten Eissport­halle
  • Regen­was­ser­nut­zung
  • Regen­rück­hal­te­system
  • DGNB-zerti­fi­zierte Baustelle

Sport, Frei­zeit und Erho­lung unter einem Dach

Mit rund 900 m² Wasser­fläche richtet sich das Main Bad Born­heim glei­cher­maßen an Fami­lien, Frei­zeit­schwimmer, Schulen, Vereine und ambi­tio­nierte Sportler. Die Frei­zeit­ba­de­halle kombi­niert Erleb­nis­be­cken, Kinder­be­reich, Spray­park sowie zwei Rutschen zu einer abwechs­lungs­rei­chen Wasser­land­schaft, während sich die Sport­halle bewusst zurück­nimmt.

Das 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen, Sprung­an­lage und Hubboden schafft flexible Trai­nings- und Wett­kampf­be­din­gungen. Ergänzt wird das Angebot durch ein sepa­rates Lehr­schwimm­be­cken. Eine groß­zü­gige Glas­wand trennt Frei­zeit- und Sport­be­reich optisch trans­pa­rent, sorgt gleich­zeitig aber für die notwen­dige akus­ti­sche Tren­nung.

Die eben­falls im Ober­ge­schoss ange­ord­nete Sauna­land­schaft mit Innen- und Außen­saunen, Dampfbad, begrüntem Atrium sowie groß­zü­gigen Ruhe­be­rei­chen ergänzt das Angebot um einen eigen­stän­digen Erho­lungs­be­reich, der sich harmo­nisch in das Gesamt­kon­zept einfügt.

Ausstat­tung Schwimmen

  • 25-Meter-Sport­be­cken (6 Bahnen)
  • Hubboden
  • Ein- und Drei-Meter-Sprung­an­lage
  • Lehr­schwimm­be­cken
  • Erleb­nis­be­cken
  • Warm­was­ser­be­cken
  • Spaß­be­cken
  • Klein­kin­der­be­reich
  • Spray­park
  • Breit­wel­len­rut­sche
  • Röhren­rut­sche

Archi­tektur und Ausfüh­rung als gemein­samer Prozess

Die Qualität des Main Bads Born­heim beruht nicht auf einer einzelnen Idee, sondern auf dem Zusam­men­spiel vieler Entschei­dungen. Bereits die kompakte, drei­ge­schos­sige Bauform redu­ziert die Gebäu­de­hülle und damit dauer­haft Wärme­ver­luste. Ober­lichter bringen Tages­licht tief in das Gebäude, während robuste, pfle­ge­leichte Mate­ria­lien den Wartungs- und Reini­gungs­auf­wand über den gesamten Lebens­zy­klus mini­mieren.

Solche Lösungen entstehen nicht isoliert am Planungs­tisch. Sie entwi­ckeln sich im engen Austausch zwischen Archi­tekten, Fach­pla­nern und den ausfüh­renden Unter­nehmen, die ihre Erfah­rung in Konstruk­tion, Mate­ri­al­wahl und Umset­zung einbringen. Gerade bei einem tech­nisch anspruchs­vollen Bauwerk wie einem Hallenbad entscheidet dieses part­ner­schaft­liche Zusam­men­spiel darüber, ob gestal­te­ri­sche Qualität, Ener­gie­ef­fi­zienz und Wirt­schaft­lich­keit am Ende tatsäch­lich erreicht werden.

Das Main Bad Born­heim  ist also auch das Ergebnis einer präzisen und koope­ra­tiven Ausfüh­rung – von den ersten Planungs­über­le­gungen bis zur hand­werk­li­chen Umset­zung auf der Baustelle.

Ausstat­tung Well­ness

  • Zwei finni­sche Saunen
  • Sana­rium
  • Sauna mit 360°-Projektion
  • Dampfbad
  • Kalt­be­cken
  • Tauch­be­cken
  • Begrüntes Atrium
  • Ruhe­be­reiche
  • Kamin­lounge
  • Sonnen­ter­rasse
  • Gastro­nomie

Nach­hal­tig­keit als Gesamt­kon­zept

Auch die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung folgt konse­quent dem Ziel eines ressour­cen­scho­nenden Betriebs. Eine Photo­vol­ta­ik­an­lage mit 450 Modulen erzeugt jähr­lich bis zu 150.000 Kilo­watt­stunden Strom. Ergänzt wird sie durch ein Block­heiz­kraft­werk sowie umfang­reiche Wärme­rück­ge­win­nung aus Lüftungs- und Bade­was­ser­technik. Darüber hinaus wurden bereits die tech­ni­schen Voraus­set­zungen geschaffen, künftig die Abwärme der benach­barten Eissport­halle zu nutzen.

Regen­wasser wird für die Reini­gung und Bewäs­se­rung der Außen­an­lagen einge­setzt, während ein Regen­rück­hal­te­system das Kanal­netz bei Stark­regen entlastet. Ener­gie­ef­fi­zi­ente LED-Beleuch­tung und lang­le­bige Mate­ria­lien runden das Nach­hal­tig­keits­kon­zept ab. Bereits während der Bauphase spielte dieses Thema eine wich­tige Rolle: Die Baustelle wurde ressour­cen­scho­nend orga­ni­siert und von der DGNB als nach­hal­tige Baustelle zerti­fi­ziert.

Was hier hier lernen:

Das Main Bad Born­heim zeigt, dass Nach­hal­tig­keit weit vor der tech­ni­schen Gebäu­de­aus­rüs­tung beginnt. Gute Entschei­dungen in der frühen Planung, wie der Verzicht auf ein Unter­ge­schoss oder die Entschei­dung für eine kompakte Bauform, können Ressourcen sparen und gleich­zeitig die Qualität eines Gebäudes erhöhen.

Dauer­haft wirt­schaft­lich wird ein Projekt jedoch erst, wenn Archi­tektur, Technik und hand­werk­liche Ausfüh­rung von Beginn an zusam­men­ge­dacht werden. Genau dieses Zusam­men­spiel macht aus einer guten Idee ein Bad, das lang­fristig funk­tio­niert.

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