Digital goes analog

Augmented Grounds in Quebec

SoomeenHahm Design

About

Augmented Grounds ist eine land­schafts­ar­chi­tek­to­ni­sche Instal­la­tion im Métis Garden in Prince, Quebec, Kanada. Das Projekt ging aus einem sieg­rei­chen Wett­be­werbs­bei­trag des Inter­na­tional Garden Festival hervor. Es wurde im Juli 2020 fertig gestellt.

Das Design wurde von der tradi­tio­nellen Métis-Schärpe inspi­riert. Die Métis sind eine Ethnie in Kanada und in Teilen der Verei­nigten Staaten.

Die Umset­zung kombi­nierte im Herstel­lungs­pro­zess verschie­dene analoge und digi­tale Tech­no­lo­gien, und das hat es der Jury angetan.

Cloud

Das Projekt nutzte Augmented Reality (AR) und Cloud-basierte digi­tale Kommu­ni­ka­ti­ons­platt­formen, um den Bau auch während der Pandemie zu reali­sieren. Augmented Grounds nutzt und feiert die schnelle und intui­tive Kommu­ni­ka­tion zwischen Desi­gner und Hersteller. Auf diese Art und Weise wurde das empfind­liche Mate­rial vor Ort, mit Hilfe von AR-Brillen, einge­baut.

Dabei konnte ein inter­na­tio­nales Team von Desi­gnern den Baupro­zess digital und live über­prüfen und über­wa­chen. So konnten Erkennt­nisse und Anlei­tungen direkt und effi­zient an die Baustelle weiter­ge­geben werden. Dies ermög­lichte es dem Team von Desi­gnern und Konstruk­teuren, auch von verschie­denen Stand­orten aus zusam­men­zu­ar­beiten.

Handwerk

Bei allem Sinn für heutige tech­ni­sche Möglich­keiten will Augmented Grounds aber auch das mensch­liche Hand­werk würdigen. Das Team um Soomeen Hahm, Yumi Lee und Jae Heon Jung entschied sich für farben­frohe Seile, die von den Farben und der Geschichte der tradi­tio­nellen Schärpe der Métis inspi­riert wurden.

Der Augmented Grounds Garden führt die Besu­cher durch eine spie­le­ri­sche und bunte Darstel­lung der Topo­gra­phie mit Seilen, die den Stolz der Kultur und Iden­tität der Métis wider­spie­geln soll. Im Garten können die Besu­cher an den Konturen der Seile entlang­gehen, auf den gewun­denen Sitz­ge­le­gen­heiten sitzen und liegen oder auf den Hügeln auf und ab laufen.

Métis

Augmented Grounds Garden verei­nigt kultu­rellen Stolz mit Inno­va­tion. Die Schärpe der Métis wird tradi­tio­nell durch die Kunst des Finger­we­bens herge­stellt und über die Schulter drapiert oder um die Taille gebunden.

Der Garten reprä­sen­tiert diese Schärpe durch farben­frohe Seile aus gedrehten Fasern, die eng über das Gelände gelegt werden. So entsteht eine kontu­rierte Land­schaft, welche die bewegte Geschichte der Métis wieder­spie­geln soll.

Analog und Algorithmus

Während die Instal­la­tion vor Ort sehr analog oder auch hand­werk­lich vor sich ging, trug der Planungs­pro­zess in diesem topo­gra­fisch anspruchs­vollen Gelände zu einer inno­va­tiven Praxis der Garten­ge­stal­tung bei: hand­werk­li­ches Können in Verbin­dung mit intel­li­genter Konstruk­ti­ons­tech­no­logie unter Verwen­dung von Augmented Reality. Das ist neu.

Die Geome­trie des Projekts wurde auf der Grund­lage eines mathe­ma­ti­schen Algo­rithmus gene­riert. Die Kombi­na­tion aus tradi­tio­nellen Mate­ria­lien, mathe­ma­ti­scher Form und der wunder­schönen Umge­bung des Reford Garden ergaben diese einzig­ar­tige Erfah­rung.

Eine gelun­gene Zusam­men­ar­beit zwischen Mensch, Computer und Natur. Klingt komisch, ist aber so.

Wir waren das.

Die Projekt­daten

Design

Team

Hanjun Kim, Marie-Eve Brais, Justine Valois, Marion Sellier, Fran­çois Leblanc

Standort

Eröffnung

2020

Video

Hanjun Kim, Marie Eve Brais

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Der Entwurf

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