Und überall Sport
Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg in Leipzig
Planer
wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH
Goetheallee 23
D‑01309 Dresden
Besonderheiten
- Größtes Schulneubauprojekt Leipzigs
- Erste Gemeinschaftsschule Sachsens (Klassen 1–12)
- Sechsfeld-Sporthalle als erster Bauabschnitt
- Sport- und Freizeitanlagen auch außerhalb der Schulzeiten nutzbar
- Hallendach als öffentlich zugängliche Sportlandschaft
Adresse
Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg
Dösner Weg 39–41
D‑04275 Leipzig
Eröffnung
2025
Fotos
David Matthiessen, Stuttgart
Text
Johannes Bühlbecker
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(Advertorial)
Sportflächen sind ein knappes Gut. Die Sechsfeld-Sporthalle Dösner Weg in Leipzig zeigt eine architektonische Lösung dieses Problems: Während im Inneren auf sechs Feldern trainiert und Wettkämpfe stattfinden, entstand auf dem Dach eine öffentliche Sportlandschaft mit Laufbahn, Bolzplatz, Basketballfeld und Calisthenics-Anlage. Ein Projekt, das Schule, Stadt und Freiraum intelligent miteinander verbindet.
Ein neuer Campus für Leipzig

Die Sechsfeld-Sporthalle ist Teil des Campus Dösner Weg, des derzeit größten Schulneubauprojekts der Stadt Leipzig. Hier entsteht erstmals in Sachsen eine Gemeinschaftsschule für die Klassen eins bis zwölf. Das pädagogische Konzept setzt auf sogenannte Lernhäuser, in denen Unterrichts‑, Aufenthalts- und Differenzierungsbereiche zu funktionalen Clustern zusammengefasst werden.
Die Sporthalle wurde 2025 als erster Bauabschnitt fertiggestellt. Sie funktioniert unabhängig vom späteren Schulbetrieb und steht sowohl dem Schulsport als auch Vereinen und Freizeitsportlern zur Verfügung.
Eine Sechsfeld-Sporthalle gehört bereits zu den größten Hallentypen im Schulsport. Auf dem Campus Dösner Weg in Leipzig endet die Planung jedoch nicht mit dem Hallendach. Stattdessen entstand darüber eine zweite Ebene für Bewegung, Sport und Aufenthalt – frei zugänglich, barrierefrei erreichbar und in den Schulalltag ebenso integriert wie in das öffentliche Leben des neuen Stadtquartiers.
Damit wird die Sporthalle selbst zum Fundament einer zusätzlichen Sportlandschaft. Gerade in dicht bebauten Städten zeigt das Projekt, wie sich hochwertige Bewegungsräume schaffen lassen, ohne weitere Flächen zu versiegeln.
Zwei Hallen, eine Sportlandschaft

Im Inneren gliedert sich das Gebäude in zwei Dreifeldhallen. Eine der beiden Hallen verfügt über eine Zuschauertribüne und eignet sich damit auch für Wettkämpfe und Veranstaltungen. Sichtbeton, Holzoberflächen und eine zurückhaltende Farbgestaltung sorgen für eine helle und robuste Atmosphäre.
Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch darüber. Über eine großzügige Freitreppe und eine barrierefreie Rampenanlage gelangen Schülerinnen und Schüler, Vereinsmitglieder und Besucher auf das Dach. Dort entstand eine vollständig nutzbare Sport- und Freizeitanlage mit Bolzplatz, Basketballfeld, Calisthenics-Bereich, Aufenthaltsflächen sowie einer rund 220 Meter langen Laufbahn, die das Dach umläuft. Die Erschließung dient gleichzeitig als Tribüne für Veranstaltungen auf dem Schulhof. Die Pläne verdeutlichen, wie konsequent diese zweite Sportebene bereits in die Gesamtplanung integriert wurde.
Ausstattung Sechfeld-Sporthalle
- Zwei Dreifeldhallen
- Zuschauertribüne für Wettkämpfe
- Flexible Trennung in sechs Sportfelder
- Separate Erschließung für Schul- und Vereinssport
- Sichtbeton- und Holzoberflächen
- Stützenfreie Hallenkonstruktion
- Passivhausstandard
Die Dimensionen der Sechsfeld-Sporthalle beeindrucken bereits für sich. Zwei Dreifeldhallen, eine davon mit Zuschauertribüne, bieten Raum für Schul‑, Vereins- und Wettkampfsport. Große Stahlbetonträger überspannen die Hallen stützenfrei und bleiben im Innenraum bewusst sichtbar. Zusammen mit Holzoberflächen, Sichtbeton und einer zurückhaltenden Farbgestaltung entsteht eine robuste, helle Architektur, die ihre Konstruktion nicht versteckt, sondern zum Gestaltungselement macht.
Auch städtebaulich nimmt sich das Gebäude überraschend zurück. Teile der Halle wurden in das Gelände eingebunden, wodurch ihre Höhe im Quartier reduziert wird. Erst beim Betreten erschließt sich die eigentliche Größe der Anlage – und die Idee, die über ihr liegt.
Sport findet auch oben statt
Über eine großzügige Freitreppe und eine barrierefreie Rampenanlage wird das Hallendach selbst zum Bewegungsraum. Statt einer ungenutzten Dachfläche entstand hier eine zweite Sportebene mit Laufbahn, Bolzplatz, Basketballfeld, Calisthenics-Anlage und Aufenthaltsbereichen zwischen Bäumen, Sträuchern und Stauden. Gleichzeitig übernimmt das Retentionsdach Aufgaben der Regenwasserrückhaltung und verbessert das Mikroklima des Campus.
Besonders spannend ist dabei die Konsequenz der Planung. Das Dach erfüllt nicht nur technische Funktionen, sondern wird selbstverständlich Teil des Sport- und Freiraumkonzepts. Innen und außen, Gebäude und Landschaft, Schule und Quartier wachsen zu einer Anlage zusammen, deren eigentliche Qualität sich erst auf den zweiten Blick erschließt.
Was hier hier lernen:
Die spannendste Sportfläche dieses Projekts liegt dort, wo man sie eher nicht vermuten würde: Das Dach ist hier weder Technikzentrale noch Restfläche, sondern ein selbstverständlicher Teil des Sportangebots. Vielleicht ist genau das die eigentliche Idee dieses Projekts: Nicht immer größer bauen – sondern vorhandene Flächen konsequenter nutzen. Dass daraus mehr wird als eine gute Idee, liegt am präzisen Zusammenspiel von Planung, Konstruktion, Materialwahl und handwerklicher Ausführung. Erst dann wird aus einem Hallendach eine dauerhaft belastbare Sportanlage.
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