Petit-Quevilly Sports Complex
Brücken bauen
Der Petit-Quevilly Sports Complex verwandelt ein ehemaliges Industrieareal südlich von Rouen in eine offene Sport- und Landschaftsarchitektur. Mit einer 365 Meter langen Promenade, vielseitigen Sportanlagen und einer starken städtebaulichen Vernetzung schafft das Projekt nicht nur neue und zeitgemäße Angebote, es leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Stadtentwicklung.
Transformation
Der Petit-Quevilly Sports Complex ist ein schönes Beispiel für zeitgemäße Sportinfrastruktur und nachhaltige Stadtentwicklung in Frankreich. Das Projekt transformiert das ein ehemaliges Industrieareal im Süden der Metropolregion Rouen in einen drei Hektar großen öffentlichen Sport- und Landschaftspark. Heute verbindet der Petit-Quevilly Sports Complex Sport, Freizeit, Natur und urbane Mobilität zu einem offenen, multifunktionalen Stadtraum.
Das Projekt ist Teil des Nationalen Programms zur Stadterneuerung (ANRU) und reagiert auf eine jahrzehntelange städtebauliche Fragmentierung durch eine Schnellstraße und mehrere Bahntrassen, die den Stadtkörper von Petit-Quevilly zerschnitten. Der neue Sports Complex fungiert nun als urbane Klammer, die den historischen Stadtkern wieder mit den östlichen Quartieren verknüpft.
Der Entwurf stammt von Olgga Architectes.
Boulevard
Zentrales Gestaltungselement des Petit-Quevilly Sports Complex ist die 365 Meter lange Promenade Belvedere, die sich als lineares Rückgrat durch das gesamte Areal zieht. Sie verläuft mal auf Bodenniveau, mal über dem Gelände und eröffnet wechselnde und neue Perspektiven auf Stadt, Landschaft und Sportflächen.
Diese urbane Promenade verbindet sämtliche Nutzungen des Petit-Quevilly Sports Complex: die Sporthalle, soziale Einrichtungen, das Freizeit- und Jugendzentrum, den Skatepark und das Stadion. Gleichzeitig macht sie die komplexe Topografie des Geländes erlebbar und verwandelt sie in ein prägendes räumliches Element.
Böschungen
Wo sich früher Zäune, Parkflächen und technische Barrieren befanden, entfaltet sich heute eine offene, zusammenhängende Parklandschaft. Für den Petit-Quevilly Sports Complex wurden Böschungen modelliert, Wiesen und Baumhaine angelegt und begrünte Mulden zur Regenwasserrückhaltung angelegt.
Sport- und Spielangebote sind direkt in diese Landschaft eingebettet: Rutschen folgen den natürlichen Hängen, ein monolithischer Skatepark aus Sichtbeton fügt sich skulptural in das Gelände ein. Zusätzlich wird das Dach der Sporthalle als Bewegungsfläche genutzt und beherbergt ein halbes Basketballfeld – ein klares Bekenntnis zur Flächeneffizienz und Mehrfachnutzung urbaner Sportanlagen.
Rampen
Die Architektur des Petit-Quevilly Sports Complex basiert auf einer einheitlichen Betonstruktur, die Robustheit, Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit vereint. In den Hang integriert, öffnen sich Sporthalle und Sozialräume großzügig zum Park und kommunizieren lautstark mit dem Außenraum.
Ein weiteres zentrales Element ist die kreisförmige Rampe. Sie bildet das Herz des Projekts. Unter ihr befindet sich das Jugendfreizeitzentrum – geschützt, offen und als sozialer Treffpunkt konzipiert. Westlich schließt der Skatepark an, er ist ein weiterer integraler Bestandteil des gemeinschaftlich genutzten Raums.
Vernetzung
Der äußere Eindruck des Petit-Quevilly Sports Complex wird durch die einheitliche Metallfassade geprägt. Sie besteht aus einer Metallverkleidung, die von einer zweiten Schicht aus Metallgitter umhüllt wird. Diese moduliert das Tageslicht und verleiht dem Ensemble eine monolithische, fast abstrakte Erscheinung.
Direkt an die zentrale Rampe schließt eine neue Fuß- und Radwegbrücke an, welche die Schnellstraße und die Bahnlinien überspannt. Sie verbindet den Petit-Quevilly Sports Complex unmittelbar mit dem Rathausviertel und stellt eine wichtige neue Achse für den Alltagsverkehr und die urbane Vernetzung dar.
Heute wird der Petit-Quevilly Sports Complex als offene Sport- und Freizeitlandschaft genutzt, die weit über eine klassische Sportanlage hinausgeht. Er ist ein Ort der Bewegung, Begegnung und Erholung – zugänglich für alle Generationen und Nutzungsformen.
Ein schönes Beispiel für soziale und städtebauliche Vernetzung.
Project data
Designer
Olgga Architectes
32 rue de la Porte Dijeaux
F – 33000 Bordeaux
Building owner
Stadt Petit-Quevilly
Opening
2025
Address
Petit-Quevilly Sports Complex
Rdpt Des Alliés
F- 76000 Rouen
Text
Johannes Bühlbecker
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