Die Sport­halle Lode­rer­platz in Erding

36.000 m³ pralles Leben

Fuchs und Rudolph

Mit der neuen Sport­halle Lode­rer­platz samt Mensa inves­tiert die Stadt Erding 34 Millionen Euro nicht nur in den Sport, sondern auch in Bildung, Gemein­schaft und Zukunft. Das Geld ist also gut ange­legt, schon weil die Halle Archi­tektur, Nutzungs­kom­fort und hoch­wer­tige Mate­ria­lien und Ausfüh­rung auf bemer­kens­werte Weise verbindet.

Einla­dend

Schon im zwei­ge­schos­sigen Eingangs­foyer zeigt sich gestal­tete Offen­heit. Besu­cher können bereits beim Betreten in die Halle sehen und sich von hier aus in die bestuhlte untere Hallen­ebene oder auf den Tribü­nen­be­reich verteilen. Diese trans­pa­rente Raum­folge bietet Orien­tie­rung und bringt viel Tages­licht ins Gebäude. Schie­be­ele­mente ermög­li­chen die Tren­nung und Verbin­dung von Hallen­be­reich und Foyer für Veran­stal­tungen, welche hohe Anfor­de­rungen an Verdun­ke­lung und akus­ti­sche Abgren­zung zum Foyer stellen.

Mehr­zweck­halle ist ein sehr nüch­terner Begriff, dies hier ist eher eine Halle des Mitein­an­ders. 

Flexi­bi­lität

In erster Linie dient die Halle dem Schul- und Vereins­sport. Darüber hinaus sollen aber auch mehrere Groß­ver­an­stal­tungen pro Jahr reali­siert werden. Daher ist die Halle archi­tek­to­nisch wie tech­nisch auf maxi­male Flexi­bi­lität ausge­richtet.

Dazu gehört auch die eigene Mensa für die beiden Schulen, ein Meilen­stein ange­sichts des 2026 in Kraft tretenden gesetz­li­chen Anspruchs auf Ganz­tags­be­treuung in der Grund­schule.

Trenn­vor­hänge

Der Hallen­raum lässt sich durch Trenn­vor­hänge in drei unab­hän­gige Bereiche teilen, jeweils mit direktem Zugang zu Umkleiden und Neben­räumen. Veran­stalter profi­tieren von einer klar getrennten Wege­füh­rung: Der Back­stage- und Anlie­fer­be­reich liegt im Norden und funk­tio­niert voll­ständig unab­hängig vom Publi­kums­ver­kehr. Ein Lasten­aufzug ermög­licht die direkte Erschlie­ßung der Halle.

Für die Schulen wurde eine sepa­rate Erschlie­ßung geschaffen. Die Mensa und die Wege zum Sport­un­ter­richt sind so orga­ni­siert, dass die Abläufe der Schü­le­rinnen und Schüler nicht mit dem Veran­stal­tungs­be­trieb kolli­dieren. Gleich­zeitig sorgt das offene Foyer dafür, dass Sport- und Kultur­ver­an­stal­tungen eine attrak­tive Aufent­halts- und Begeg­nungs­fläche erhalten.

Licht­system

In der Sport­halle am Lode­rer­platz wurde ein beson­ders fili­granes Licht­system mit LED-Licht­ka­nälen reali­siert, das Ästhetik und Funk­tio­na­lität verbindet. Die schlanken EKL Sport­leuchten fügen sich harmo­nisch in das Decken­kon­zept ein und sorgen mit hoher Licht­leis­tung bis zu 12.000 Lumen für gleich­mä­ßige, blend­freie Beleuch­tung – ideal für schnellen Ball­sport und viel­sei­tige Nutzung. Die Sport­hal­len­leuchten sind TÜV Süd-zerti­fi­ziert ball­wurf­si­cher und Sicher­heits­be­leuch­tungs­kon­form.

Durch robuste Konstruk­tion und hohe Ener­gie­ef­fi­zienz bieten sie für mindes­tens 80.000 Betriebs­stunden wartungs­freie Perfor­mance und schaffen beste Sicht­ver­hält­nisse für Sport, Trai­ning und Veran­stal­tungen.

Licht­pla­nung und Leuchten stammen von der AS LED Lighting GmbH, Penz­berg.

Konstruk­tion

Die Konstruk­tion folgt einem klaren Prinzip: Holz markiert die Sport­halle, Beton die Neben­räume. Die Doppel­träger aus Brett­schicht­holz (jeweils 38 Meter lang) prägen die Atmo­sphäre des Hallen­raums und ermög­lichten einen hohen Grad an Vorfer­ti­gung. Das Ergebnis ist eine robuste, mate­ri­al­scharf ables­bare Struktur mit effi­zi­enter Bauzeit. Gleich­zeitig schafft der Beton des Foyers und der Funk­ti­ons­räume die nötige Wider­stands­fä­hig­keit für den tägli­chen Schul- und Sport­be­trieb.

Die Südfas­sade verfügt über inte­grierte Verdun­ke­lungs­mög­lich­keiten, so dass unter­schied­liche Licht­stim­mungen für Sport, Bühnen­pro­gramme oder Groß­ver­an­stal­tungen reali­siert werden können. Die gesamte tech­ni­sche Infra­struktur wurde im Unter­ge­schoss unter­ge­bracht. Dadurch bleibt das Dach frei von Aufbauten und das Volumen des Gebäudes klar und ruhig.

Gebäu­de­technik

Für die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung der Sport­halle am Lode­rer­platz von der Planung bis zur Inbe­trieb­nahme war das Inge­nieur­büro Kinast verant­wort­lich.

Das flexible Tech­nik­kon­zept umfasst eine kombi­nierte Wärme­ver­sor­gung aus Grund­wasser-Wärme­pumpen und Fern­wärme, eine innen­lie­gende Unter­druck-Dach­ent­wäs­se­rung sowie umfang­reiche Wasser- und Sani­tär­an­lagen für den Sport­be­trieb, die Mensa und die Back­stage­be­reiche. Große Teil­kli­ma­an­lagen sichern die Belüf­tung von Halle, Foyer und Mensa, ergänzt durch freie Brun­nen­was­ser­küh­lung im Sommer.

Eine vernetzte MSR-Steue­rung bündelt sämt­liche Anlagen, opti­miert den Ener­gie­ein­satz und erhöht die Betriebs­si­cher­heit. So entstand eine leis­tungs­fä­hige, wirt­schaft­liche und lang­fristig nach­hal­tige tech­ni­sche Infra­struktur.

Vorbild!

Seit der Inbe­trieb­nahme hat die Halle ihre Viel­sei­tig­keit schon mehr­fach unter Beweis gestellt. Schul- und Vereins­sport, Prüfungen, (endlich auch) Abschluss­feiern, kultu­relle Programme und erste Große­vents zeigen, wie variabel der 5.600 m² große Gebäu­de­kom­plex nutzbar ist – ein für eine Stadt der Größe Erdings (37.000 Einwohner) unge­wöhn­lich breites Spek­trum.

Die Sport­halle Lode­rer­platz ist ein schönes Beispiel dafür, wie multi­funk­tional konstru­ierte Sport- und Veran­stal­tungs­bauten heute funk­tio­nieren können: tech­nisch klar, räum­lich flexibel, städ­te­bau­lich präzise gesetzt und im Detail robust. Ein Gebäude, das den Alltag vieler Nutzer prägt – und gleich­zeitig die Hand­schrift einer sorg­fäl­tigen plane­ri­schen und hand­werk­li­chen Umset­zung trägt.

Projekt­daten

Planer

Fuchs und Rudolph
Archi­tekten Stadt­planer PartG mbB
Konrad­in­straße 3
D – 81543 München

Bauherr

Stadt Erding

Gebäu­de­technik

Inge­nieur­büro Kinast GmbH 
Leon­rod­straße 61
D – 80636 München

Licht­system

AS LED Lighting GmbH
Sees­haupter  Str. 2
D – 82377 Penz­berg

Eröff­nung

2024

Adresse

Mehr­zweck­halle Lode­rer­platz
D – 85435 Erding

Fotos

Oliver Heinl

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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