Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena

Let the suns­hine in

Die Präsi­dent-Valdas-Adamkus-Leicht­ath­le­tik­halle in Kaunas verbindet Spit­zen­sport, Tages­licht­ar­chi­tektur und Nach­hal­tig­keit zu einer zukunfts­wei­senden Leicht­ath­le­tik­halle.

Entwurf:

ARCHAS

Standort, Einbin­dung, Orga­ni­sa­tion

Mit der im November 2025 eröff­neten Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena verfügt Kaunas über die modernste Leicht­ath­le­tik­halle Litauens. Als Erwei­te­rung des bestehenden und benach­barten Stadions (S. Dariaus ir S. Girėno stadi­onas) bildet sie gemeinsam mit diesem einen ganz­jährig nutz­baren, inte­grierten Sport­campus für Spit­zen­ath­letik, Nach­wuchs­för­de­rung und öffent­liche Nutzungen.

Entworfen wurde die Arena vom litaui­schen Archi­tek­tur­büro ARCHAS.

 Das kompakte Grund­stück und die Nähe zum angren­zenden Grün bestimmten die archi­tek­to­ni­sche Stra­tegie maßgeb­lich. Um das Bauvo­lumen visuell zu redu­zieren, wurde die Haupt­halle rund 1,5 Meter in das Gelände abge­senkt. Diese Maßnahme erleich­tert die Einbin­dung in die Umge­bung und verbes­sert die Sicht­li­nien zu den Wett­kampf­flä­chen – dies sind eine 200-Meter-Rund­bahn, eine 60-Meter-Sprint­strecke und die Sprung- und Wurf­zonen.

Die Neben­räume wie Umkleiden, Aufwärm- und Massa­ge­räume, medi­zi­ni­sche Bereiche sowie Lager­flä­chen sind unter­ir­disch ange­ordnet. Darüber liegen öffent­lich zugäng­liche Nutzungen: Café- und Konfe­renz­be­reiche, Büro­räume sowie umfang­reiche Trai­nings- und Fitness­flä­chen (Startas Gym) mit digi­talen Kraft­ma­schinen, Frei­hantel- und Cardio­zonen.

Flexi­bi­lität, Tages­licht – und Tages­licht

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena ist konse­quent auf Viel­sei­tig­keit ausge­legt. Ein tele­s­ko­pier­bares Tribü­nen­system ermög­licht eine flexible Anpas­sung der Zuschau­er­plätze, von inter­na­tio­nalen Wett­kämpfen bis hin zum tägli­chen Trai­nings­be­trieb oder lokalen Veran­stal­tungen. Im Sommer, wenn die Wett­kämpfe im benach­barten Stadion statt­finden, können Athle­tinnen und Athleten die Halle zum Aufwärmen nutzen, im Winter wird die Arena selbst zur Wett­kampf­stätte.

 

Ein prägendes archi­tek­to­ni­sches Merkmal ist das markante W‑förmige Dach. Die nach Norden orien­tierten Ober­lichter führen gleich­mä­ßiges, blend­freies Tages­licht in die Halle – ein entschei­dender Faktor für das Leicht­ath­le­tik­trai­ning ohne störende Sonnen­ein­strah­lung oder Wärme­ge­winne. Gleich­zeitig erlaubt die Geome­trie große Spann­weiten bei redu­ziertem Mate­ri­al­ein­satz.

Groß­zü­gige, stüt­zen­arme Innen­räume sorgen für klare Sicht­achsen und eine hohe räum­liche Qualität. Trans­pa­rente Fassaden ermög­li­chen Einblicke in den Trai­nings­be­trieb und stärken die Verbin­dung zwischen Sport und Öffent­lich­keit.

Die nach Süden geneigten Dach­flä­chen sind mit Photo­vol­ta­ik­mo­dulen ausge­stattet und decken einen Teil des Ener­gie­be­darfs. Beheizt wird das Gebäude über das zentrale Fern­wär­me­netz, das zuneh­mend aus erneu­er­baren Ener­gien gespeist

Mate­ria­lität, Robust­heit und Atmo­sphäre

Die Fassade besteht aus vorge­fer­tigten Stahl­be­ton­pa­neelen mit einer tief struk­tu­rierten Ober­fläche, die an Eichen­rinde erin­nert – eine bewusste Refe­renz an den benach­barten Eichen­wald (Ąžuo­lynas). Das robuste Mate­rial gewähr­leistet Lang­le­big­keit, geringen Wartungs­auf­wand, sehr gute ther­mi­sche Eigen­schaften und fügt sich harmo­nisch in den sport­li­chen und land­schaft­li­chen Kontext von Žali­a­kalnis ein.

Im Inneren setzt sich das Konzept ehrli­cher, wider­stands­fä­higer Mate­ria­lien fort: Sicht­beton, Stahl und mine­ra­li­sche Ober­flä­chen sorgen für Dauer­haf­tig­keit im inten­siven Sport­be­trieb, während Eichen­holz eine warme, hapti­sche Qualität einbringt. Farbige Akzente in den unter­ir­di­schen Funk­ti­ons­be­rei­chen beleben die Räume und schaffen eine moti­vie­rende Atmo­sphäre.

Neben der ener­gie­ef­fi­zi­enten Gebäu­de­technik spielt auch der sensible Umgang mit dem Bestand eine wich­tige Rolle. Vorhan­dene Bäume wurden erhalten und in die Frei­raum­ge­stal­tung inte­griert, wodurch ein mensch­li­cher Maßstab und ein ange­nehmes Mikro­klima entstehen.

Die Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena steht beispiel­haft für eine zeit­ge­mäße Sport­ar­chi­tektur, die Hoch­leis­tung, Alltags­taug­lich­keit und ökolo­gi­sche Verant­wor­tung vereint. Sie stärkt nicht nur die sport­liche Infra­struktur von Kaunas, sondern setzt auch ein archi­tek­to­ni­sches Zeichen für nach­hal­tige, flexible und zukunfts­fä­hige Sport­stätten.

Und das Licht ist fantas­tisch.

Projekt­daten

Planer

Archas

Neringa Sobešču­kaitė, Tomas Kuleša, Gintaras Čepurna, Mantas Nava­linskas, Mind­augas Vaidelys

Bauherr

Stadt Kaunas

Eröff­nung
2025
Adresse

Presi­dent Valdas Adamkus Athle­tics Arena
Perkūno al. 3
Kaunas
44221 Kauno m. sav.
Litauen

Fotos

Norbert Tukaj 

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

Video

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