Das Stadion als Blumentopf

FOR FOREST im Wörtherseestadion Klagenfurt

Littmann Kulturprojekte

Klagenfurt

Am 8. September 2019 wurde „FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ eröffnet. „FOR FOREST“ ist eine temporäre Installation des Künstlers Klaus Littmann. Sie verwandelt das Wörthersee Stadion in Klagenfurt in einen mitteleuropäischen Wald mit 299 Bäumen. Es geht um Entwaldung und Klimawandel. FOR FOREST ist bis zum 27. Oktober 2019 bei freiem Eintritt geöffnet.

Klima

FOR FOREST setzt sich mit Klimawandel und der sogenannten Entwaldung auseinander. Wikipedia erklärt Entwaldung als Umwandlung von Waldflächen in andere Nutzungsformen. Dabei gehen Lebensräume und die sozio-ökonomische Funktionen des Waldes verloren. Die weltweite Entwaldung ist gemeinsam mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe eine der maßgeblichen Ursachen für die globale Erwärmung.

Die Inspiration zu FOR FOREST entnahm Klaus Littmann der mehr als 30 Jahre alten Bleistiftzeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ des österreichischen Künstlers und Architekten Max Peintner.

Mit der Installation soll unsere Wahrnehmung von Natur und ihrer Bedeutung sensibilisiert werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass wir die Selbstverständlichkeit der Natur eines Tages nur noch in speziellen Gefäßen bestaunen können. Ungefähr so, wie wir in den Zoo gehen, um uns Tiere anzusehen. Sagt jedenfalls Klaus Littmann.

Im Gegensatz zu einem Zoo sind die Ausstellungsobjekte hier allerdings wenig exotisch, sondern vor allem heimisch: Der vom Landschaftsarchitekten Enzo Enea gestaltete Wald zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Artenvielfalt von Silberbirke, Erle, Espe, Silberweide, Hainbuche, Feldahorn und Stieleiche aus.

Wahrnehmung

Das Wörtherseestadion wurde anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz neu gebaut. Entworfen hat es der renommierte Architekt Albert Wimmer. Das Stadion ist die Heimat des Zweitligisten Austria Klagenfurt, der bei seinen Heimspielen allerdings meist nur 1.000 Zuschauer begrüßen kann.

Schon deshalb ist es gut, dass dieses bedeutende Bauwerk mit seinen 30.000 Zuschauerplätzen zumindest zwischenzeitlich wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, und zwar als Schauplatz von Kunst.

Von der Tribüne aus können Besucher die Waldfläche aus ungewohnter Perspektive betrachten. Dieses fiktional wirkende Bild soll bei den Besuchern ganz unterschiedliche Wahrnehmungen und Reaktionen auslösen. Je nach Tages- oder Nachtzeit bilden die Bäume eine sich ständig verändernde Landschaft, die sich durch Witterungseinflüsse und die Farben des Herbstes weiter verändern wird.

 

Danach

Nach dem Ende der Installation wird der Wald an einen öffentlichen Ort in der Nähe des Wörtherseestadions verpflanzt und bleibt als lebendige, sich weiter verändernde „Waldskulptur“ erhalten. Hierzu ist ein Pavillon geplant, indem das Projekt dauerhaft dokumentiert wird und von Schülern und Studenten genutzt werden kann.

FOR FOREST wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm themenverwandter Veranstaltungen und Ausstellungen begleitet. Das Wörtherseestadion wird auch als Kulisse für Aufführungen und Proben des Wiener Burgtheaters dienen.

Finanziert wird FOR FOREST durch „private Ermöglicher“ und Mäzene, Firmen und Sachleistungen. Es besteht auch die Möglichkeit, das Projekt durch Baumpatenschaften zu unterstützen.

In den ersten 14 Tagen hatte die Installation bereits 60.000 Besucher. Sie kann täglich von 10 bis 22 Uhr besucht werden.

Das waren wir.

Projektdaten und beteiligte Firmen

Landschaftsplaner

Enea GmbH  
Buechstrasse 12
8645 Rapperswil-Jona
Schweiz

 

Adresse

Südring 207
9020 Klagenfurt am Wörthersee Österreich

Installation

Littmann Kulturprojekte
Spalentorweg 13
4051 Basel
Schweiz

Photos

Gerhard Maurer
UNIMO

Architekt des Stadions

Albert Wimmer ZT-GmbH
Flachgasse 53
1150 Wien

 

Text

Johannes Bühlbecker
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