Stört nicht

Die Kreis­sport­halle Wangen 

Stört nicht

 

Steimle Archi­tekten 

Steimle Archi­tekten wollten mit der Kreis­sport­halle Wangen ein stim­mungs­volles Gebäude schaffen – eins, „das nicht stört“, obwohl es größer ist als die Vorgän­ger­halle. Das hat sehr gut geklappt.

Viel­sei­tig­keit

Die neue Kreis­sport­halle Wangen ersetzt eine 70 Jahre Halle an selber Stelle, zwischen zwei Berufs­schulen am Rande der Altstadt. Wangen liegt im Allgäu nahe Ravens­burg. Hier leben 27.000 Menschen.

Die neue Drei­feld-Sport­halle besticht durch ihre groß­zü­gige und gleich­zeitig beschei­dene Archi­tektur und ihre viel­sei­tigen Nutzungs­mög­lich­keiten. Neben der Halle gibt es nämlich noch zwei Gymnas­tik­räume und eine weit­läu­fige Cafe­teria im Foyer, die nicht nur von den rund 2.000 Schü­le­rinnen und Schü­lern, sondern auch für schu­li­sche und andere Veran­stal­tungen genutzt werden.

Der Entwurf stammt von Steimle Archi­tekten aus Stuttgart/Überlingen und ist das Ergebnis des Wett­be­werbs aus dem Jahr 2020.

Neuord­nung

Leit­idee des Entwurfes ist die städ­te­bau­liche Neuord­nung des Areals mit radikal wenig Eingriffen. Die neue Kreis­sport­halle Wangen entstand auf dem Standort der abgän­gigen Halle, so konnten alle Bäume erhalten werden.

Die Halle öffnet sich mit Foyer und Cafe­teria nach Westen, Norden und Osten und damit zu allen benach­barten Nutzungen wie Berufs­schule, Stadt­halle, Gymna­sium und auch zur histo­ri­schen Altstadt Wangens. Sechs große Tore öffnen die Halle im Süden zum Fest­platz und machen sie damit auch zum Teil des Gesche­hens im Freien.

Im Zuge der Landes­gar­ten­schau 2024, die in Wangen statt­fand, kam dieser Seite eine beson­dere Bedeu­tung zu.

Orga­ni­sa­tion

Der kompakte, zwei­ge­schos­sige Kubus der Kreis­sport­halle Wangen orien­tiert sich in seiner Formen­sprache, Mate­ria­lität und Einfach­heit an der ratio­nalen Ästhetik der Nach­bar­ge­bäude.

Zwischen der Drei­feld-Halle im Süden und dem Foyer im Norden des Baukör­pers liegen die Neben­räume wie Küche, Umkleiden, Gerä­te­räume, Regie­raum, Technik, Lager und die beiden Treppen ins Ober­ge­schoss. Dort finden sich zwei große, nahezu quadra­ti­sche Gymnas­tik­räume. Für den Sport­be­trieb wird die Halle zusätz­lich über einen Neben­ein­gang im Osten mit kurzen Wegen zu den Umkleiden im Ober­ge­schoss erschlossen.

Sonnen­schutz

Die elegante Holz­fas­sade wird durch ein Ober­licht­band ergänzt, das für eine gleich­mä­ßige Ausleuch­tung mit Tages­licht sorgt. Zum Schutz vor Sonnen­ein­strah­lung und Blen­dung wurden ball­wurf­si­chere Rollo­an­lagen instal­liert. Diese sind nach DIN 18032 „Teil 3 Prüfung der Ball­wurf­si­cher­heit“ als ball­wurf­si­cher zerti­fi­ziert und bieten hoch­wer­tigen Sonnen- und Blend­schutz sowie sommer­li­chen Wärme­schutz.

Der eben­falls zerti­fi­zierte Behang erreicht dank seiner metal­li­sierten Rück­seite beste Werte im sommer­li­chen Wärme­schutz und passt damit perfekt zum nach­hal­tigen Konzept der Kreis­sport­halle Wangen.

Um den beson­deren Anfor­de­rungen der Holz­fas­sade gerecht zu werden, sind die seit­li­chen Fall­stabfüh­rungen der Rollos in die Holz­pfosten einge­lassen. Eine Attika sorgt zudem für eine beson­dere Einbau­lö­sung. Neben den Rollo­an­lagen in der Sport­halle sind auch in den Gymnas­tik­räumen Elek­tro­rollos mit Seil­ver­span­nung verbaut.

Sämt­liche Rollos stammen von Durach.

Beleuch­tung

Die Beleuch­tung der Kreis­sport­halle Wangen wurde gezielt auf Nach­hal­tig­keit, Ener­gie­ef­fi­zienz und Nutzer­kom­fort ausge­richtet. Ein umlau­fendes Ober­licht­band sorgt für eine gleich­mä­ßige Tages­licht­aus­leuch­tung der Halle und redu­ziert so den Bedarf an künst­li­cher Beleuch­tung.

In der Sport­halle kommen moderne LED-Licht­band­sys­teme zum Einsatz, die eine gleich­mä­ßige und blend­freie Ausleuch­tung gewähr­leisten. Die Leuchten sind ball­wurf­si­cher zerti­fi­ziert und entspre­chen den Anfor­de­rungen für den Schul­sport­be­trieb. Durch die Kombi­na­tion aus ener­gie­ef­fi­zi­enter LED-Technik und intel­li­genter Steue­rung wird der Strom­ver­brauch deut­lich redu­ziert.

Dass Beleuch­tungs­kon­zept und seine Umset­zung fügen sich harmo­nisch in das nach­hal­tige Gesamt­kon­zept ein, tragen zur ange­nehmen Atmo­sphäre in der Halle bei – und wurden von emsLICHT gelie­fert.

Fenster und Türen

Bei der Kreis­sport­halle Wangen spielen auch die Fenster- und Türlö­sungen eine zentrale archi­tek­to­ni­sche und funk­tio­nale Rolle. Zum Einsatz kamen groß­for­ma­tige Fest­ver­gla­sungen in Holz (Fichte) sowie hoch­wer­tige Holz-Alumi­nium-Konstruk­tionen, die sowohl für natür­liche Belich­tung als auch für eine warme Mate­ri­al­wir­kung sorgen.

Beson­deres Augen­merk lag auf den über­großen Pivot-Türen, deren tech­ni­sche Umset­zung eine beson­dere Heraus­for­de­rung darstellte. Ergänzt wird das System durch indi­vi­duell abge­stimmte Außen­türen und effek­tiven Sonnen­schutz, der auf die Anfor­de­rungen des Tages­licht­kon­zepts abge­stimmt ist.

Die Ausfüh­rung der anspruchs­vollen Bauele­mente über­nahm die Fink Duo GmbH, ein erfah­renes Unter­nehmen im Bereich hoch­wer­tiger Fenster- und Fassa­den­lö­sungen.

Fußab­druck

Die Kreis­sport­halle Wangen wurde in Holz­hy­brid­bau­weise ausge­führt. Das gesamte Entwurfs- und Gebäu­de­kon­zept basiert auf einer klima­scho­nenden und recy­cle­baren Konstruk­tion. Es wurde im Hinblick auf einen nach­hal­tigen Fußab­druck gemäß dem Leit­faden für Nach­hal­tiges Bauen des Land­kreises Ravens­burg und unter Beglei­tung des Ener­gie­in­sti­tuts Vorarl­berg reali­siert.

Die Umset­zung erfolgte anhand einer ganz­heit­li­chen Betrach­tung und berück­sich­tigte Krite­rien wie Bauöko­logie, Biodi­ver­sität und natur­nahes Bauen. Dazu gehörten Maßnahmen wie die Verwen­dung regio­naler Baustoffe und heimi­scher Hölzer, die Schad­stoff­ver­mei­dung, der Arten­schutz am Gebäude, die Mini­mie­rung versie­gelter Flächen und eine auf Biodi­ver­sität ausge­legte Dach­be­grü­nung.

Projekt­daten

Planer

Steimle Archi­tekten
Markt­platz 6
D- 70173 Stutt­gart

Bauherr

Land­kreis Ravens­burg
Eigen­be­trieb Immo­bi­lien, Kran­ken­häuser und Pfle­ge­schule

Sonnen­schutz

Durach GmbH
Alte Bahn­linie 20
D – 88299 Leut­kirch

Beleuch­tung

emsLicht AG
Ölwerk­straße 58
D – 49744 Geeste-Dalum

Fenster & Türen

Fink Duo GmbH
Schul­straße 28
D – 89191 Nell­ingen

Eröff­nung

2024

Adresse

Kreis­sport­halle Wangen
Jahn­straße 9
D – 88239 Wangen im Allgäu

Fotos

Brigida González, Stutt­gart
Durach (Abschnitt “Sonnen­schutz”)

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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Ausge­lichtet

Sport- und Bürger­park Baes­weiler

Ausge­lichtet

 

 

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten & DSGN Concepts 

Durch die Verzah­nung von Sport, ausge­lich­teten Grün­flä­chen und Plätzen schufen DTP Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler attraktiv machen.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Park­land­schaft

Der Sport- und Bürger­park Baes­weiler ist das Ergebnis der Um- und Neuge­stal­tung des Umfelds von Hallenbad, Sport­platz und Tennis­an­lage am östli­chen Stadt­rand von Baes­weiler.

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten leitete dabei die Idee einer Park­land­schaft, welche die Sport­stätten umfließt. Daher wurden bestehende Gehölz­struk­turen groß­zügig ausge­lichtet und Spiel- und Bewe­gungs­an­ge­bote neu struk­tu­riert, zusammen gefasst und ergänzt. Dabei ergab sich die Chance, eine Trend­sport­an­lage zu inte­grieren und eine bestehende Dirt-Bike-Strecke zu einem Funsport­park auszu­weiten.

Der neukon­zi­pierte Rundweg dient auch als kilo­me­trierte Lauf­strecke. Durch die Auslich­tung der über die Jahre zuge­wach­senen Wege wirkt alles nun viel offener und weiter. Zudem knüpfen sämt­liche Wege jetzt an den neuen Rundweg an.

Entlang der quar­tiers­zu­ge­wandten Park­straße entstand eine attrak­tive Eingangs­spange mit Street­prints und roten Stelen.

Baes­weiler Beach

Im südli­chen Teil des Parks wurde ein Wasser­spiel­platz zu „Baes­weiler Beach“. Vor allem die Ränder und Zugänge des Spiel­platzes haben sich zu einem groß­zü­gigem Eingangs­be­reich in die Sport­land­schaft gemau­sert.

Hier kommen Quar­tier, Stadt und Sport­land­schaft zusammen. Von hier aus geht es in den Park, zu dem das Hallenbad, Tennis­plätze und die Mini­golf­an­lage genauso gehören wie neuge­stal­tete Fitness-Punkte, ein Dirt­bike-Areal, eine neue Skate­an­lage oder umlau­fende Lauf­stre­cken und die neue große Park­wiese.

Als Pendant zum Eingangs­be­reich bietet auch der Nord­osten des Sport- und Bürger­parks Baes­weiler neue Attrak­tionen: ein Fußball­feld, ein Multi­sport­feld, eine Boule­bahn und eine neue Skate­an­lage.

Den west­li­chen Rand dieser Zone prägt ein multi­funk­tio­naler, beto­nierter Platz. Von hier aus sind alle Sport­an­ge­bote sichtbar und zugäng­lich. Hier starten auch die Wege, die sich durch das Areal schlän­geln und an dessen Rändern Fitness­punkte entstanden.

Klima­an­pas­sung

Der in den Park führende Hauptweg ist als breite Prome­nade gestaltet. Im Vergleich dazu wirken die anderen Eingänge wie Stege. Sie verbinden den Bestand mit dem Neuge­stal­tetem. An all diesen Stellen taucht die Farbe Rot auf. Sie leitet durch den gesamten Sport- und Bürger­park und vereint seine unter­schied­li­chen Elemente visuell.

Die Bepflan­zung sorgt für eine klima­an­ge­passte Aufwer­tung des öffent­li­chen Raums, vor allem die für Dünen typi­sche Bepflan­zung mit nied­rigen Kiefern von Baes­weiler Beach.

Da kein Park ohne Wiese auskommt, wurde eine alte Half­pipe verla­gert und Baum­be­stand ausge­lichtet. So entstand östlich des Wasser­spiel­platzes eine große Wiese, die zum Pick­ni­cken oder Faulenzen einlädt. Wer nicht in der Sonne baden will, der findet unter verein­zelten Baum­gruppen ausrei­chend Schatten.

Fotos

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Syner­gien

Durch die Verzah­nung von Frei­zeit- und Vereins­sport, von Grün­flä­chen und Plätzen, von Bewe­gungs- und Aufent­halts­orten, von versie­gelten Ober­flä­chen und aufge­lich­teten Berei­chen schufen DTP viele Syner­gie­ef­fekte, die den Sport- und Bürger­park Baes­weiler zur Attrak­tion für Menschen jedes Alters machen.

Damit ist ein wert­volles Pendant zum Carl-Alex­ander-Park entstanden, der im Westen von Baes­weiler die indus­tri­elle Geschichte und dessen Folgen in der Land­schaft erlebbar macht.

Projekt­daten

Planer

DTP Land­schafts­ar­chi­tekten
Im Löwental 76
D – 45239 Essen

Bauherr

Stadt Baes­weiler

Skate­park

DSGN CONCEPTS
Doro­theen­straße 26a
D – 48145 Münster

Adresse

Sport- und Bürger­park Baes­weiler
D – 52499 Baes­weiler

Eröff­nung

2022

Fotos

Nikolai Benner

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Aus den Rippen geschnitzt

The Arc at Green School

Aus den Rippen geschnitzt

 

IBUKU

Die Planer des Arc at Green School berufen sich auf eine der besten Stra­te­gien der Natur, um große Räume mit mini­maler Struktur zu schaffen: den Brust­korb eines Säuge­tiers.

Hori­zonte

The Arc at Green School ist das neueste Gebäude auf dem Campus der Inter­na­tional Green School auf in der zu Indo­ne­sien gehö­renden Insel Bali. Die Green School Bali (es gibt noch weitere) wurde im Jahr 2008 gegründet und hat sich der Nach­hal­tig­keit und der Erwei­te­rung von Hori­zonten verschrieben.

The Arc at Green School ist ein weiterer Meilen­stein in dieser Geschichte. Der Bau will neue Maßstäbe für nach­hal­tiges Bauen und nach­hal­tige Bildung setzen.

Die Halle besteht aus einer Reihe von sich kreu­zenden, 14 Meter hohen Bambus­bögen, die sich 19 Meter weit erstre­cken und durch antik­las­ti­sche Gitter­schalen mitein­ander verbunden sind. Ihre Trag­fä­hig­keit beziehen sie aus der Krüm­mung in zwei entge­gen­ge­setzte Rich­tungen. Sowas wurde zuvor welt­weit noch nicht gebaut.

Ganz nebenbei ist The Arc eine fantas­ti­sche und ausge­spro­chen multi­funk­tio­nale Sport­halle.

Bogen

Der Bogen ist eine inge­nieur­tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung. Die Planer von IBUKU berufen sich auf eine der besten Stra­te­gien der Natur, um große Räume mit mini­maler Struktur zu schaffen: den Brust­korb eines Säuge­tiers. Hier arbeiten die Rippen unter Druck und werden von einer elas­ti­schen Muskel- und Haut­schicht zusam­men­ge­halten.

So entsteht eine dünne, aber stabile Hülle zum Schutz (zum Beispiel) der Lunge. Im Fall von The Arc werden die unter Span­nung stehenden Bögen durch gespannte, antik­las­ti­sche Gitter­schalen in Posi­tion gehalten.

Diese Gitter­schalen füllen die Zwischen­räume zwischen den extrem schlanken Bögen, die dem Raum eine sehr grazile Inti­mität und Schön­heit verleihen. Obwohl die Gitter­schalen von den Bögen herab­zu­hängen scheinen, halten sie diese in Wirk­lich­keit aufrecht.

Gleich­ge­wicht

Die Insze­nie­rung der Geome­trie des Bogens bringt die Struktur ins Gleich­ge­wicht. Damit sparen die Planer eine ganze Menge an Mate­rial — und sie errei­chen diesen wunder­schönen Innen­raum einer in vielerlei Hinsicht beispiel­haften Sport­halle.

Benei­dens­wert, wer hier zur Schule gehen darf.

Projekt­daten

Planer

IBUKU

Bauherr

Green School Bali

Eröff­nung

2020

Adresse

Green School Bali
Jalan Raya Sibang Kaja
Banjar Saren
Abian­semal, Badung
IDN ‑ Bali 80352

Fotos

IBUKU

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Boom meets Boom

Sport­parks und Frei­luft­hallen

Boom meets Boom

Die rasante Entwick­lung der Sport­parks und der anhal­tende Boom der Frei­luft­hallen sind die logi­sche Konse­quenz unseres verän­derten Sport­ver­hal­tens. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Groß­spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in einen Sport- oder Bürger­park trans­for­miert.

Der Sport, den wir treiben wollen, wird immer diffe­ren­zierter und indi­vi­du­eller. Also müssen sich die klas­si­schen Kern­sport­stätten weiter­ent­wi­ckeln, und das tun sie auch. Immer häufiger werden mono­funk­tio­nale Groß­spiel­felder mit nicht mehr zeit­ge­mäßem Tennen­belag in einen Sport- oder Bürger­park trans­for­miert, der möglichst den gesamten Stadt­teil akti­vieren und attrak­ti­veren soll.

Kleine, quar­tiers­nahe Sport­parks mit möglichst viel­fäl­tigen Ange­boten für Bewe­gung und Begeg­nung und für alle Alters­klassen sind die Zukunft.

Entschei­dend ist die Viel­falt: Der Spiel­platz spricht die jüngsten Besu­cher an, die Boule­bahn vor allem die Älteren. Weitere Ange­bote sind Parcours, Calis­the­nics, Klet­ter­wände, Beach­vol­ley­ball-Felder und vieles mehr.

Das Zentrum dieser Sport­parks ist eine Frei­luft­halle, denn die spricht alle Nutzer­gruppen an. Frei­luft­hallen sind ein kosten­güns­tiger Hybrid aus Sport­platz und Sport­halle. Sie bieten eine über­dachte Sport­fläche an der frischen Luft – also das Beste aus beiden Welten.

Frei­luft­hallen sind so viel­seitig wie die Sport­parks, deren Zentrum sie bilden: Neben Mann­schafts­sport­arten wie Fußball und Volley­ball sind Ange­bote wie Fitness, Gesund­heits­sport, Yoga oder Zumba ganz­jährig möglich. Auch für Kinder­ge­burts­tage, Vereins- und Fami­li­en­feiern, Firmen-Events oder Schul­ver­an­stal­tungen eignet sich die Frei­luft­halle bestens – und ganz­jährig.

Die Größe der Sport­fläche und damit der Halle richtet sich den Wünschen von Bauherren und Nutzern. McArena Frei­luft­hallen werden seit einigen Jahren stan­dar­di­siert und modular ange­boten und gebaut. Diese Entwick­lung ist für den Siegeszug dieses Typus entschei­dend, denn nun sind sie funk­tional und wirt­schaft­lich präzise plan­bare Größen.

Der Sport­park Styrum ist der Prototyp der Umge­stal­tung eines maroden Tennen­platzes.

Der Sport­park Styrum in Mülheim ist ein wunder­bares Beispiel für die Umge­stal­tung eines maroden Tennen­platzes in einen fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Frei­zeit­park. Sein Zentrum ist die Tengel­mann Arena, eine multi­funk­tio­nale Frei­luft­halle von McArena.

Hier profi­tiert der gesamte Stadt­teil von den fami­lien- und gene­ra­tio­nen­ge­rechten Ange­boten. Und der hat es nötig, denn Styrum gehörte bisher nicht zu den privi­le­gierten Gegenden von Mülheim an der Ruhr.

Auch unter dem Aspekt der Sicher­heit ist ein Sport­park mit Frei­luft­halle und weiteren Ange­boten absolut zukunfts­trächtig: Der Sport­park Styrum ist, wie andere auch, umzäunt, beleuchtet und wird beauf­sich­tigt. Hier kann also jeder seinem Sport nach­gehen, ohne sich in schumm­rige Ecken trauen zu müssen.

Die Tengel­mann Arena kann von Vereinen, Gruppen, Firmen und Fami­lien gebucht werden. Zu ihren Features gehören neben dem Kunst­ra­sen­spiel­feld (15 x 30 m) und den rund­um­lau­fenden Banden die LED-Beleuch­tung, Anzei­gen­tafel, Mini­tore und Speed­messer beim Torschuss.

Eine Beson­der­heit dieser McArena Frei­luft­halle ist die Verbin­dung mit der Calis­the­nics-Anlage. Durch die Instal­la­tion von fest instal­lierten Fitness­ge­räten an der Außen­seite und im über­dachten Vorbe­reich der Frei­luft­halle entsteht ein kompaktes Sport­zen­trum. Dazu gehört auch die digi­tale Torwand an der Außen­wand.

Neben der Tengel­mann Arena haben sich hier hoch­wer­tige, anspruchs­volle und außer­ge­wöhn­liche Ange­bote etabliert: ein „Ninja-Run“ eine 100-m-Lauf­bahn und eine 500 m lange Lauf­strecke, ein Wurf- und Sprung­be­reich, eine Boule­an­lage, ein Sport­spiel­platz, eine Park­our­an­lage, ein Bould­er­felsen, zwei Beach-Volley­ball­felder und ein Street­ball­feld.

All diese Ange­bote kommen auch dem Bedarf der angren­zenden Schulen und Kinder­gärten sehr entgegen. Der Sport­park Styrum ist ein bestens funk­tio­nie­render Ort der Begeg­nung für Jung und Alt.

Die beiden Hallen im Sport­park Weil wurden von Anfang an barrie­re­frei geplant und ausdrück­lich für Ange­bote des Inklu­si­ons­sports konzi­piert.

Im Früh­jahr 2022 wurde der Sport­park Weil in Esslingen am Neckar erwei­tert, und dies um gleich zwei neben­ein­ander stehende Frei­luft­hallen. Die eine wird vor allem für Fußball genutzt, die andere für viele andere Sport­arten.

Zusammen erwei­tern sie das ohnehin schon beein­dru­ckende Angebot des Sport­parks: Fußball, Fechten, Tennis, Kegeln, Tanzen, Base­ball, Zumba, Cricket, Gesund­heits- oder Reha­sport, Volley­ball drinnen und draußen. All das geht hier.

Nutzer der Hallen sind die beiden Vereine FC Esslingen (Fußball) und SV 1845 Esslingen (fast alles andere). Darüber hinaus nutzen die umlie­genden Schulen, Anwohner, Betriebe und soziale Träger die witte­rungs­un­ab­hän­gigen Sport­flä­chen der beiden Frei­luft­hallen.

Die beiden Hallen in Esslingen sind die ersten, auf deren Dächern Solar­pa­nels instal­liert und Begrü­nungen gepflanzt wurden. Auch sonst sind sie ausge­spro­chen sparsam: Sie benö­tigen keine Heizung, werden durch LEDs beleuchtet und auto­ma­ti­siert betrieben. 

Hier entstand also kein neuer Sport­park, hier wurde das Angebot durch zwei Frei­luft­hallen von McArena gezielt erwei­tert. Beide Hallen wurden von Anfang an barrie­re­frei geplant und ausdrück­lich für Ange­bote des Inklu­si­ons­sports konzi­piert. 

Dementspre­chend werden sie auch genutzt. Möglich wird dies durch die 1,35m breite Türöff­nung an allen Seiten und die Anord­nung aller Bedien­ele­mente auf Hüft­höhe bzw. kabellos.

Die rasante Entwick­lung der Sport­parks und der anhal­tende Boom der Frei­luft­hallen sind die logi­sche Konse­quenz unseres verän­derten Sport­ver­hal­tens. 

In Essen eröff­nete im Oktober 2022 der Sport- und Bürger­park Frin­trop. Dieses zukunfts­wei­sende Projekt ist das Ergebnis der Umwand­lung eines Tennen­platzes in eine viel­sei­tige Sport- und Frei­zeit­an­lage von gesell­schaft­li­cher und sozialer Bedeu­tung.

Betrieben wird der Park durch den ansäs­sigen SC Frin­trop 05/21, der hier noch vor drei Jahren auf zwei Tennen­plätzen zuhause war. Mit der Umwand­lung des ersten Groß­spiel­feldes in einen Kunst­ra­sen­platz im Sommer 2020 wurde zunächst die fußbal­le­ri­sche Zukunft des enga­gierten Klubs mit dem Motto „Inklu­sion. Inte­gra­tion. Mitein­ander. Zukunft.“ gesi­chert.

Der Sport- und Bürger­park Frin­trop entstand nun auf der Fläche des zweiten Groß­spiel­feldes. Zum Angebot gehören eine Frei­luft­halle mit Kunst­ra­sen­spiel­feld, ein Basket­ball­feld mit Kunst­stoff­belag, Spiel‑, Kletter- und Trend­sport­be­reiche, barrie­re­freie Bewe­gungs­mög­lich­keiten, Erleb­nis­pfade, Liege­flä­chen, Bänke sowie Frei­flä­chen für Events und Feiern aller Art.

Die Beson­der­heit dieser McArena Frei­luft­halle ist ihre Anpas­sungs­fä­hig­keit an die Anfor­de­rungen des Schall­schutzes, die bei diesem Projekt enorm hoch waren. Aus diesem Grund wurden zwei Wände geschlossen ausge­führt.

Die Frei­luft­halle bietet sicher das viel­sei­tigste Angebot. Dank ihrer Über­da­chung ist sie das ganze Jahr über nutzbar, und das bei besten Bedin­gungen: Im Winter liegt kein Schnee auf dem Spiel­feld, im Sommer sind die Sportler im Schatten und an regne­ri­schen Tagen im Trockenen.

Ein weiteres High­light ist die Basket­ball-Arena, die auch für Roll­stuhl­fahrer sehr gut nutzbar ist. Das Boule­feld zieht viele ältere Menschen an. Darüber hinaus gibt es eine Calis­the­nics-Anlage, ein Tram­pol­in­feld, Wellen­lauf und Parcours. Die Schau­kel­land­schaft erhält eine Netz­schaukel und eine für Roll­stuhl­fahrer geeig­nete Ausstat­tung, die das Zusam­men­spielen von Kindern mit und ohne Einschrän­kungen fördert.

Der anhal­tende Boom der Frei­luft­hallen ist die logi­sche Konse­quenz unseres verän­derten Sport­ver­hal­tens, genauso wie die rasante Entwick­lung der Sport- und Bürger­parks. Gemeinsam sind sie die Zukunft.

Auch König Fußball muss sich also neu aufstellen. Wo wenig oder gar nicht mehr genutzte Tennen­plätze brach­liegen, entsteht unge­heures Poten­zial für zukunfts­fä­hige und quar­tiers­nahe Sport- und Frei­zeit­an­lagen für alle. Das nutzt allen, auch dem Fußball.

Projekt­daten

Frei­luft­hallen

McArena GmbH
Karl-Ferdi­nand-Braun-Straße 3
D – 71522 Back­nang

Eröff­nung

2022
(alle)

Fotos

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(MH-Styrum und Essen)

McArena
(Esslingen)

Autor

Johannes Bühl­be­cker
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Stand­orte

Sport­park Styrum
Von-der-Tann-Straße
D – 45476 Mülheim an der Ruhr

Sport­park Weil
Weil­straße 199
D – 73733 Esslingen am Neckar

Sport- und Bürger­park Frin­trop
Schem­manns­feld 29
D – 45359 Essen

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Pionier der Bewe­gung

Der Fitness­park Bulach

Pionier der Bewe­gung

Die Umnut­zung brach­lie­gender Flächen zu Fitness­parks, Bürger­parks oder ähnli­chem nimmt immer mehr an Fahrt auf.

Unsere Fitness-Studios sind gut augestattet, aber im Outdoor-Bereich findet sich so gut wie kein Trai­nings­areal, in dem Sportler ein komplettes Trai­ning absol­vieren können.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Trimm dich

Die Trimm-Dich-Bewe­gung der 1970er Jahre kann durchaus als Vorläufer des heutigen Fitness-Booms (Spoiler: und dem aktu­ellen Bedarf an Fitness­parks) ange­sehen werden. Trimm-Dich-Pfade waren Rund­kurse von drei oder vier Kilo­me­tern Länge, auf denen sich 15 bis 20 Übungs­sta­tionen befanden.

Ziel der Bewe­gung war nicht der Leis­tungs­sport, sondern die von Über­ge­wicht und Kreis­lauf­erkran­kungen geplagte Wohl­stands­ge­sell­schaft. Sport an der frischen Luft ist das nach­hal­tigste Mittel der Gesund­heits­prä­ven­tion – gestern wie heute.

Reckstangen

In den Fitness­stu­dios gibt es viele verschie­dene Geräte und ausge­klü­gelte Trai­nings­mög­lich­keiten, an der frischen Luft aber stößt unsere Lust auf Sport und Fitness in Kombi­na­tion mit Natur schnell an Grenzen, und zwar an infra­struk­tu­relle Grenzen.

Im Outdoor-Bereich finden sich meist nur rostige Reckstangen, selten eine Calis­the­nics-Anlage und so gut wie kein Trai­nings­areal, in dem Sportler ein komplettes, aufein­ander aufbau­endes Trai­ning wie im Fitness­studio absol­vieren können.

Fitness­park Bulach

Spor­tA­trium schafft hier Abhilfe, zum Beispiel durch den Fitness­park Bulach n Karls­ruhe.

Das Ziel ist die flächen­de­ckende Inte­gra­tion wohn­ort­naher Fitness­parks in die Infra­struktur des Breiten- und Frei­zeit­sports; eine moderne Sport­stätte als zentraler Ort der Begeg­nung.

Planer und Hersteller

Spor­tA­trium GmbH
Zeller­straße 17/1
D – 73235 Weilheim/Teck

Nutzer

TSV Bulach 1913 e.V.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee
The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Der 30 x 16 m große Fitness­park Bulach entstand auf einem Teil eines alten Bolz­platzes, der kaum noch genutzt wurde.

Neue Ange­bote

Der TSV Bulach zählt zu den ambi­tio­nierten Vereinen in Karls­ruhe. Zu seinen Ange­boten gehören vor allem Gesundheits‑, Reha- und Bewe­gungs­an­ge­bote für alle Gene­ra­tionen. Um dem stetig stei­genden Anspruch der Alters­gruppe zwischen 16 und 50 Jahren nach konzen­triertem Fitness­trai­ning an der der frischen Luft gerecht zu werden, waren infra­struk­tu­relle Inves­ti­tionen notwendig.

So entstand der Fitness­park Bulach.

Karls­ruhes erster Fitness­park

Auf einer Fläche von 480 m² können Vereins­mit­glieder, aber auch Externe, nun den ersten Fitness­park in Karls­ruhe nutzen. Die 30 x 16 m große Anlage entstand auf einem Teil eines alten Bolz­platzes, der kaum oder nicht mehr genutzt wurde.

Bis zu 50 Menschen können hier gleich­zeitig trai­nieren.

Calis­the­nics, Kurs­fläche und mehr

Die Calis­the­nics-Station und die Hand­stand-Wand ermög­li­chen viel­sei­tige Übungen mit dem eigenen Körper­ge­wicht. An Kraft­ge­räten stehen Bank­drü­cken, Latzug, Schul­ter­presse, Rudern, Knie­beuge und Schräg­bank zur Verfü­gung. Alle Geräte sind variabel auf jedes Leis­tungs­ni­veau einstellbar.

Auf der groß­zügig bemes­senen Kurs­fläche finden mindes­tens 20 Sportler Platz. Ein Container für die Geräte ist der Fläche direkt zuge­ordnet.

Frische Luft, neue Mitglieder

Der Fitness­park Bulach ermög­licht das Trai­ning an der frischen Luft, ohne auf die Vorteile und Ausstat­tung eines profes­sio­nellen Fitness­stu­dios verzichten zu müssen.

Er schafft neue Ange­bote und ist damit ganz nebenbei auch ein wich­tiges Instru­ment der Mitglie­der­wer­bung.

Die viel­sei­tige Anlage ist auch für Reha-Zwecke und für Menschen mit Einschrän­kungen nutzbar.

Zutritts­kon­trolle

Der Fitness­park Bulach steht nicht nur Vereins­mit­glie­dern, sondern auch verein­sun­ge­bun­denen Sport­lern offen. Um die Balance zwischen Mehr­wert für den Verein und gesunden Ange­boten für die Gesell­schaft wahren zu können, muss der Verein die Kontrolle über die Bele­gung und Programm­ge­stal­tung haben.

Für Mitglieder gratis

Diese garan­tiert ein voll­au­to­ma­ti­sches Zutritts­kon­troll­system. Es besteht aus einem Portal­dreh­kreuz, einem Barcode­scanner und einer elek­tro­nisch gesteu­erten Tür, die auch Roll­stuhl­fah­rern den Zugang ermög­licht. Mitglieder können die Anlage so oft nutzen, wie sie wollen. Nicht­mit­glieder können online Tickets erwerben.

Eine Beleuch­tungs­an­lage sorgt dafür, dass der Fitness­park Bulach auch in der dunklen Jahres­zeit lange nutzbar ist.

Standort

St. Flori­an­straße 12–14
D – 76135 Karls­ruhe

Eröff­nung

2023

Der Verein hat seit der Eröff­nung des Fitness­parks bereits zahl­reiche neue Mitglieder gewonnen.

300 Buchungen

Seit Mai 2023 können Sportler in Karls­ruhe den Fitness­park Bulach nutzen. Nun finden etablierte Kurse auf der Anlage statt. Neue, auf die Anlage zuge­schnit­tene Kurs­an­ge­bote sind bereits dazu­ge­kommen.

Der Verein hat bereits zahl­reiche neue Mitglieder gewonnen, der Fitness­park verzeichnet mit rund 300 Buchungen pro Monat – außer­halb der Kurs­an­ge­bote – ein sehr reges Inter­esse. Die ersten Koope­ra­tionen mit Berufs­schulen und Unter­nehmen sind ange­laufen und sollen in Zukunft ausge­baut werden.

Auf dem Weg zum Sport­park

Der Ausbau der rest­li­chen Fläche des Bolz­platzes zu einem kompletten Sport­park ist bereits ange­dacht.

Das alles zeigt, dass die Umnut­zung brach­lie­gender Flächen zu Fitness­parks, Bürger­parks oder ähnli­chem immer mehr an Fahrt aufnimmt – und absolut zukunfts­fähig ist.

Die Ausstat­tung solcher Parks hängt natür­lich immer von den Bedürf­nissen der Nutzer ab. Mit den Ange­boten des Fitness­parks Bulach ist aber ein wich­tiger Baustein dazu­ge­kommen, der sich durch­setzen wird.

Fotos

Spor­tA­trium

Text

Johannes Bühl­be­cker
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D‑44795 Bochum

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Die Kraft des Schwe­bens

Das Sport­zen­trum Pallejà

Schwe­be­kraft

 

 

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Mit der neuen Frei­luft­halle hat das Sport­zen­trum Pallejà, das ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung diente, eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

JPAM City Makers, Masala Consul­tors

Frei­luft­halle

Das Sport­zen­trum Pallejà in Kata­lo­nien (Provinz Barce­lona) bestand im Wesent­li­chen aus Spiel­fel­dern und Frei­an­lagen, die im Laufe der Jahre immer zahl­rei­cher und unüber­sicht­li­cher wurden. Mit der neuen Frei­luft­halle von JPAM City Makers und Masala Consul­tors erhielten diese Einzel­teile nun ein verbin­dendes Zentrum.

Die Planer organ­sierten die Groß- und Klein­spiel­felder neu und in einem schach­brett­ähn­li­chen Muster um die neue Halle herum. Dabei verbindet der gezielte Einsatz von Farbe die verschie­denen Bereiche visuell. Das Ergebnis ist ein kohä­renter Raum, der sport­liche Akti­vi­täten und Zuschau­er­be­reiche auf harmo­ni­sche Weise mitein­ander verbindet. Farbe und geome­tri­sche Präzi­sion verleihen der Anlage eine klare Struktur, ohne ihre Offen­heit zu beein­träch­tigen.

Diese Neuge­stal­tung der Sport­flä­chen und das markante schwe­bende Dach der Halle geben dem Komplex eine neue, weithin sicht­bare Iden­tität und ein konsis­tentes Erschei­nungs­bild.

Dach

Das Dach ist das stil­bil­dende High­light des Projekts. Es erfüllt mehrere Funk­tionen und bringt zugleich die Archi­tektur ins Spiel. Von außen erscheint die Konstruk­tion zwar als Hülle, sie unter­streicht aber gleich­zeitig den offenen Charakter des Geländes und Gebäudes.

Die Hülle besteht aus einer perfo­rierten Metall­ver­klei­dung, welche die Halle auf drei Seiten einfasst, aber halt nicht raum­hoch. Der Kontakt zur urbanen Umge­bung bleibt so bestehen – es entsteht eine naht­lose Verbin­dung Sport, Stadt und Land­schaft.

Unter dem Dach verän­dert sich die Wahr­neh­mung: Die Außen­hülle wird hier zu einem filternden Element, das die urbane Umge­bung sanft verschwimmen lässt und den Blick auf das Geschehen im Innen­raum lenkt.

Diese Doppel­funk­tion – Schutz und Verbin­dung – verleiht der Struktur etwas Beson­deres, auch im Stadt­raum, und macht sie zu einem iden­ti­täts­stif­tenden Element.

Mate­rial

Die Wahl von Metall und Beton als primäre Bauma­te­ria­lien unter­streicht den Ausdruck von gleich­zei­tiger Leich­tig­keit und Stärke. Die schlichte Metall­struktur trägt zur Abstrak­tion des Daches bei. Unter­stützt wird diese opti­sche Leich­tig­keit durch die Beton­scheiben, die das Dach an den Seiten tragen und die Ecken stüt­zen­frei belassen. Dieser Kontrast der Mate­ria­lien erzeugt die Illu­sion, dass das Dach mühelos auf den Beton­stützen ruht, was dem Gebäude nach den Worten von JPAM eine gewisse „Schwe­be­kraft“ verleiht.

Das Dach ist zur Straße hin leicht geneigt, wodurch die visu­elle Domi­nanz des Bauwerks zu dieser Seite hin redu­ziert wird. Auf der anderen, der Land­schaft zuge­wandten Seite jedoch erreicht das Dach seine maxi­male Höhe und bietet den Besu­chern einen atem­be­rau­benden Ausblick in das Llob­regat-Tal.

Die Struktur wird so nicht nur zum Schutz­dach, sondern auch zu einem archi­tek­to­ni­schen Rahmen, der die land­schaft­liche Schön­heit betont und einen Rahmen für den Sport bietet, ohne seine Schutz­funk­tion zu vernach­läs­sigen.

Nacht

Bei Nacht wandelt sich die Wahr­neh­mung des Komplexes: Die Beleuch­tung im Inneren illu­mi­niert den gesamten Baukörper und macht ihn von der Stadt aus sichtbar. So wird das Sport­zen­trum Pallejà auch bei Dunkel­heit zu einem Teil städ­ti­scher Akti­vität und bleibt lebendig. Die durch die Beleuch­tung erzeugte Trans­pa­renz hebt die Leich­tig­keit der Struktur hervor und stellt die Archi­tektur als stadt­bild­prä­gendes Element dar.

Die Frei­luft­halle stellt nun eine visu­elle Verbin­dung zwischen dem Sport­zen­trum Pallejà und der Stadt her. Die Anlage, die ursprüng­lich ledig­lich einer funk­tio­nalen Sport­nut­zung dienen sollte, hat eine archi­tek­to­ni­sche Iden­tität erhalten.

Das Projekt zeigt, wie Archi­tektur nicht nur funk­tio­nale Anfor­de­rungen erfüllt, sondern auch eine wich­tige Rolle bei der Defi­ni­tion und Gestal­tung des städ­ti­schen Umfelds spielt. Durch die Kombi­na­tion aus Mate­rial, offener Struktur, schwe­bendem Dach und gezielter Beleuch­tung schuf JPAM einen Raum, der sowohl sport­liche Akti­vität als auch Gemein­schaft fördert.

Projekt­daten

Archi­tekt

JPAM
MASALA Consul­tors

Bauherr

Stadt­ver­wal­tung Pallejà 

Eröff­nung

2020

Adresse

Avin­guda de L’Onze de Setembre 1
08780 Pallejà
Barce­lona
Spanien

Fotos

Jordi Surroca
JPAM

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Revo­lu­tion!

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School

Revo­lu­tion!

 

 

andb­lack design studio 

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School in Vija­ya­wada, Indien, ist ein wegwei­sendes Beispiel für den Einfluss moderner Archi­tektur auf die Gestal­tung zukünf­tiger Bildungs­räume.

andb­lack design studio

Klas­sen­zimmer?

Die Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School in Vija­ya­wada, Indien bricht mit den klas­si­schen Normen des Schul­de­signs. Anstelle der übli­chen, kasten­för­migen Klas­sen­zimmer schufen die Planer des andb­lack design studio aus Ahmed­abad flie­ßende und mitein­ander verbun­dene Räume, die freie Bewe­gung und Inter­ak­tionen ausdrück­lich fördern.

Der Vorschul­be­reich erstreckt sich über eine Fläche von 400 m² und befindet sich auf dem Campus direkt neben dem bestehenden Schul­ge­bäude. Die beiden Gebäude sind durch einen abge­senkten Innenhof mitein­ander verbunden, welcher der Topo­grafie des Geländes folgt und zur neuen Erwei­te­rung hin ansteigt.

Die Planer nutzten diese Anord­nung, um mit ihrem Entwurf unsere tradi­tio­nellen Vorstel­lungen von Schule in Frage zu stellen. Das Ergebnis ist eine Kombi­na­tion von Bauform, Land­schaft und Innen­räumen mit unkon­ven­tio­neller räum­li­cher Orga­ni­sa­tion, modernen Tech­no­lo­gien und robusten Mate­ria­lien.

Land­schaft!

Der Entwurf lässt die Grenzen zwischen Spielen und Lernen verschwimmen. Der Innenhof verstärkt diesen Effekt, indem er je nach Bedarf als Spiel­platz, Klas­sen­zimmer oder Amphi­theater nutzbar ist.

Diese beson­dere und viel­sei­tige räum­liche Situa­tion wird durch den Einsatz von raum­hohen Glas­wänden und Ober­lich­tern weiter verstärkt. Der Kontakt zwischen Innen und Außen reißt nie ab, die Land­schaft wirkt als Erwei­te­rung des Gebäudes.

Tele­tub­bies

Ein weiterer wesent­li­cher Unter­schied zu konven­tio­neller Schul­ar­chi­tektur ist die Gebäu­de­form. Die Planer setzen nicht auf leuch­tende Farben, um Inter­esse zu wecken, sondern auf sich selbst. Um es mit den Worten der Archi­tekten zu sagen: „Das Gebäude sollte nicht nur Teil der Land­schaft sein, sondern selbst eine Form der Land­schaft.“ Dies zeigt sich in dem geschwun­genen, wellen­ar­tigen Dach, das an eine Welle oder sanfte Hügel erin­nert – und an die Tele­tub­bies.

Vorfer­ti­gung

Die flie­ßende Form des Daches – mit Rasen bedeckt und auf einem Raum ohne Stützen oder Trenn­wände ruhend – wurde natür­lich am Rechner konzi­piert. Das Projekt wurde darüber hinaus mit begrenztem Budget reali­siert. Also war Effi­zienz gefragt, daher wurde auf verfüg­bare Ressourcen und Tech­no­lo­gien zurück­ge­griffen.

Und auf vorge­fer­tigte Mate­ria­lien. Der struk­tu­relle Kern des Daches wurde mit Hilfe vorge­fer­tigter Elemente vor Ort errichtet. Die komplexe Struktur wurde mit einer Ferro­beton-Schale gelöst, die über der Metall­struktur inte­griert wurde.

Bemer­kens­wert

Im Inneren erzeugt das Dach Erstaunen. Die sicht­baren struk­tu­rellen Elemente an der Decke bilden einen schönen Kontrast zur äußeren begrünten Ober­fläche. Der visu­elle Effekt dieser redu­zierten Mate­ri­al­pa­lette wird durch natür­li­ches Licht, das durch die Ober­lichter dringt, noch verstärkt. Die im Laufe des Tages wandernden Bewe­gungen von Licht und Schatten geben den Klas­sen­zim­mern eine weitere spie­le­ri­sche Dimen­sion.

Die Archi­tektur der Vorschule der Bloo­ming­dale Inter­na­tional School ist bemer­kens­wert in ihrem struk­tu­rellen Ausdruck, ihrer Inno­va­ti­ons­kraft und ihrer Entschlos­sen­heit.

Projekt­daten

Archi­tekt

andb­lack 
405 Abhi­jyot Square,
Off SG Highway, b/h divya bhaskar press,
Makarba, Ahmed­abad – 380051

Jwalant Maha­dev­wala
Adity Rawat

Bauherr

Bloo­ming­dale Inter­na­tional School

Eröff­nung

2024

Adresse

Bloo­ming­dale Inter­na­tional School
Chepa­la­kun­dila Road, Penamaluru
Vija­ya­wada, Andhra Pradesh
Pincode – 521137

Fotos

Vinay Panj­wani

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media

Pläne

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Nah am Wasser gebaut

Das Freibad Steele in Essen

Nah am Wasser gebaut

 

 

Planungs­büro Deye, Myrtha Pools

Was tun, wenn einem der Nachbar regel­mäßig den Garten flutet? Die Sanie­rung des Frei­bades Steele in Essen ist eine außer­ge­wöhn­liche Geschichte.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Bernd

Das Freibad Steele in Essen liegt direkt an der Ruhr. Diese Lage ist zwar male­risch, aber auch bei hier nicht so seltenen Hoch­was­ser­er­eig­nissen gefähr­lich: Im Juli 2021brachte das Tief „Bernd“ die Über­flu­tung des Schwimm­be­ckens und die Schä­di­gung der tech­ni­schen Anlagen und des Vereins­heims mit sich.

Die Sport- und Bäder­be­triebe der Stadt Essen als Eigen­tümer und die Schwimm­freunde Steele 1911 als Pächter und Nutzer forderten daher für den Wieder­aufbau natür­lich Wider­stands­fä­hig­keit gegen Hoch­was­ser­er­eig­nisse.

Die Planung stammt vom Planungs­büro Deye aus Hatten, das Becken von Myrtha Pools.

Fluss­ba­de­an­stalt

Das Freibad Steele ging schon 1945 aus einer Fluss­ba­de­an­stalt an der Ruhr hervor und ist das kleinste Freibad in Essen. Nach der umfang­rei­chen Sanie­rung wurde es im Mai 2024 feier­lich wieder­eröffnet – und hat seine Bewäh­rungs­probe bei Hoch­wasser bereits bestanden.

Jetzt kann es seiner Bestim­mung als idyl­li­scher Treff­punkt in toller Umge­bung, als Sport­an­lage für Jung und Alt und als Ausflugs­ziel für die ganze Familie wieder nach­kommen.

Mit einer Wasser­fläche von knapp 400 m² ist das kombi­nierte 25-m-Schwimmer- und Nicht­schwim­mer­be­cken das Herz­stück des Bades. Es ist beheizt und hält eine ange­nehme Wasser­tem­pe­ratur von rund 23°C aufrecht, was auch an kühleren Tagen ein komfor­ta­bles Schwim­m­er­lebnis ermög­licht.

Klima­wandel

Die Ruhr tritt im Ruhr­ge­biet durchaus regel­mäßig über die Ufer, der Klima­wandel wird diese Gefähr­dung noch verschärfen. Daher war die Erhö­hung der Wider­stands­fä­hig­keit des Geländes gegen Hoch­wasser ein wesent­li­cher Bestand­teil der Sanie­rung.

Das Schwimm­be­cken und seine inno­va­tive Bauweise sind für anspruchs­volle Aufgaben präde­sti­niert. Dank der vorge­fer­tigten Edel­stahl­pa­neele mit einer spezi­ellen PVC-Beschich­tung war das Becken schnell und effi­zient instal­liert. Die Bauweise ist nicht nur lang­lebig und wartungsarm, sondern bietet auch eine beson­ders glatte und hygie­ni­sche Ober­fläche, die den Wartungs­auf­wand mini­miert.

Container

Weit­sichtig und wegwei­send für vergleich­bare Projekte ist auch die Entschei­dung, die gesamte Schwimm­bad­t­echnik in Contai­nern unter­zu­bringen, denn diese können bei bevor­ste­henden Über­schwem­mungen recht­zeitig in Sicher­heit gebracht werden.

Durch die Erhö­hung der Ufer­be­fes­ti­gungen und die Opti­mie­rung der Entwäs­se­rungs­sys­teme wurde auch das Gelände so gestaltet, dass es zukünf­tigen Hoch­was­ser­er­eig­nissen besser stand­halten kann. Zudem wurde das Frei­bad­ge­lände insge­samt land­schaft­lich neu gestaltet, um eine natür­liche Barriere gegen Hoch­wasser zu schaffen.

Topo­grafie

Die Gestal­tung des Geländes berück­sich­tigt auch die natür­liche Topo­grafie und bettet das Bad harmo­nisch in die Umge­bung ein. Eine große Liege­wiese mit schat­ten­spen­dendem Baum­be­stand bietet den Besu­chern Ruhe und Entspan­nung, ein moderner Spiel­platz und ein Klet­ter­par­cours spre­chen vor allem Fami­lien mit Kindern an.

Seit seiner Wieder­eröff­nung verzeichnet das Freibad Steele trotz des mittel­mä­ßigen Sommers 2024 großen Zuspruch, was seine Bedeu­tung des Bades für die lokale Gemein­schaft unter­streicht. Veran­stal­tungen der sehr enga­gierten SF Steele 1911 wie das jähr­liche Steeler Enten­rennen tragen natür­lich auch dazu bei, dass das Bad schnell wieder ein leben­diges Zentrum für Sport und Frei­zeit wurde.

Tradi­tion & Moderne

Das Freibad Steele ist nicht nur ein Beispiel für gelun­genen Hoch­was­ser­schutz, sondern auch für eine nach­hal­tige und zukunfts­wei­sende Sanie­rung, die Tradi­tion und Moderne mitein­ander verbindet. Mit seiner modernen Ausstat­tung und den viel­fäl­tigen Frei­zeit­mög­lich­keiten ist es ein bedeu­tender Bestand­teil des sozialen und sport­li­chen Lebens in Essen-Steele.

Klein, aber fein.

Projekt­daten

Bauherr
Sport- und Bäder­be­triebe Essen
Huys­sen­allee 100
D – 45128 Essen
Planung

Deye Consul­ting
Borchersweg 110
D – 26209 Hatten

Schwimm­be­cken

Myrtha Pools

Ausfüh­rende Firma:
Thal­lessa Frei­zeit­an­lagen

Nutzer

SV Steele 1911 e.V.
West­fa­len­straße 210a
D – 45276 Essen

Fotos

Sabrina Schuster
Myrtha Pools

Text

Johannes Bühl­be­cker
More Sports Media
(Adver­to­rial)

Eröff­nung

2024

Der Bauab­lauf

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Finale

Grand Stade Hassan II in Casa­blanca

Finale

 

 

Oual­alou + Choi, Popu­lous

Das Ziel des Grand Stade Hassan II ist nicht „nur“ ein Stadion für das WM-Finale 2030, sondern ein „ikoni­scher und welt­be­rühmter Venue“, der die marok­ka­ni­sche Kultur und Land­schaft wider­spie­gelt und mit der Moderne verknüpft.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

115.000

Das Grand Stade Hassan II in Casa­blanca wird nach seiner Fertig­stel­lung mit einer Kapa­zität von 115.000 Plätzen das größte Fußball­sta­dion der Welt sein.

Moussem

Der jetzt vorge­stellte Entwurf der Archi­tekten Oual­alou + Choi in Zusam­men­ar­beit mit Popu­lous ist stark von der marok­ka­ni­schen Kultur inspi­riert und nimmt Bezug auf die tradi­tio­nelle soziale Versamm­lung, bekannt als “Moussem”. Es wird von einem markanten, zelt­ar­tigen Dach gekrönt, das sich mit großer Geste in die bewal­dete Land­schaft fügt.

100 Hektar

Das Grand Stade Hassan II wird auf einem 100 Hektar großen Gelände in El Mansouria, einer Stadt etwa 38 Kilo­meter nörd­lich von Casa­blanca, errichtet.

2030

Es wird nicht nur das Heim­sta­dion für zwei lokale Fußball­ver­eine sein, sondern auch der Austra­gungsort des WM-Finals 2030. Marokko ist gemeinsam mit Spanien und Portugal Gast­geber des Turniers.

32

Ein beson­deres Merkmal des Stadions ist das Dach aus einer einzig­ar­tigen Alumi­nium-Lattice-Struktur, das von 32 monu­men­talen Trep­pen­auf­gängen getragen wird.

Platt­formen

Diese Trep­pen­auf­gänge bilden monu­men­tale Tore, die üppige Gärten auf erhöhten Platt­formen beher­bergen und den Zuschauern eine außer­ge­wöhn­liche räum­liche Erfah­rung bieten.

Gärten

Unter dem äußeren Dach­be­reich befinden sich bota­ni­sche Gärten, die eine grüne Oase unter der licht­durch­läs­sigen Dach­hülle schaffen.

Projekt­daten

Archi­tekt

Oual­alou + Choi

Archi­tekt 

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Johannes Bühl­be­cker
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Raus mit euch!

Das Stadion Vogesen in Basel

Raus mit euch!

 

 

Harris + Kurrle Archi­tekten

Das Stadion Vogesen ist das Ergebnis der Umge­stal­tung eines von drei Schulen genutzten Schul­hofs im Norden Basels. Anstatt marode Pflanz­tröge und Brunnen zu sanieren, instal­lierten MET Archi­tects ein kesses 3D-Spiel­feld und akti­vierten damit drei Schulen und eine Dach­fläche in einem Abwasch.

Sanie­rung

Die Schulen Vogesen, Pesta­lozzi und St. Johann bilden einen U‑förmigen Baukörper am Block­rand. In seinem Zentrum befindet sich der Schulhof, darunter eine Turn- und Schwimm­halle.

Die Gestal­tung des Schul­hofs entsprach nicht mehr den Bedürf­nissen heutiger Schulen, Schü­le­rinnen und Schüler. Außerdem wurde das Dach immer wieder undicht. Daher entschloss sich das Hoch­bauamt der Stadt Basel als Bauherr, die Sanie­rung und Neuge­stal­tung zu beauf­tragen.

MET Archi­tects befreiten den Schulhof mit wenigen Eingriffen von ober­ir­di­schen Aufbauten wie Ober­lich­tern, Brunnen und Pflanz­trögen. Auch die alten Dämm- und Belags­schichten wurden entfernt und ersetzt.

Stadion Vogesen

Auf dem neuen, nun offenen Platz wurden zwei Basket­ball­felder aus rotem Kunst­stoff­belag (Poly­ure­than) ange­legt: Es entstand das Stadion Vogesen. Die Sitz­stufen wurden bis auf ihre Trag­struktur zurück­ge­baut, erneuert und mit zwei über­dachten Zuschau­er­tri­bünen ergänzt. Sie erstre­cken sich jetzt über die ganze Breite des Spiel­feldes und bilden einen stadi­on­ar­tigen Raum, der den drei Schulen und dem ganzen Quar­tier zur Pausen‑, Sport- und Frei­zeit­nut­zung zur Verfü­gung steht.

Die Tribü­nen­dä­cher des Stadion Vogesen, die jeweils um rund sechs Meter auskragen, sind von den Schul­ge­bäuden aus gut einsehbar. Um Zuschauern und Sport­lern Sicht­schutz zu gewähr­leisten und den Beton vor eindrin­gender Feuch­tig­keit zu schützen, wurden auch die Dächer mit der roten Poly­ure­than­be­schich­tung der Spiel­felder versehen.

Vor der Sanie­rung

Orga­ni­sa­tion

Das Spiel­feld wurde damit optisch über den Rand hinaus erwei­tert und bildet den neuen Schulhof, auch von den Ober­ge­schossen der umlie­genden Gebäude, aus als eine Einheit ab.

Das Stadion Vogesen ist ein sehr schönes Beispiel für die Akti­vie­rung öffent­li­cher Räume und (Dach-)Flächen, insbe­son­dere im immer dichter werdenden urbanen Kontext.

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Projekt­daten

Archi­tekt

MET Archi­tects GmbH SIA
Klybeck­strasse 141 / K 102
CH — 4002 Basel

Bauherr

Hoch­bauamt Kanton Basel-Stadt

Spiel­feld­belag

CONICA AG
Indus­trie­strasse 26
CH – 8207 Schaff­hausen

Adresse

Stadion Vogesen
St. Johanns-Ring 17
CH — 4056 Basel

Fotos

Ruedi Walti, Basel

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Eröff­nung

2019

Unser News­letter

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Schwamm­land und Blumen­meer

Flower Quilt

Schwamm­land und

Blumen­meer

 

 

Turen­scape

Mit über 3 Mio. Besu­chern pro Jahr ist Flower Quilt Motor der Stadt­ent­wick­lung – und Antwort auf die Heraus­for­de­rungen des Klima­wan­dels.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

Sanftes Gefälle und Skywalk

Der Santaishan Forest Park ist das Ergebnis der Trans­for­ma­tion einer verlas­senen Land­schaft in ein städ­ti­sches Entwick­lungs­ge­biet. Um dies zu errei­chen, entwi­ckelten die Land­schafts­ar­chi­tekten von Turen­scape ein terras­siertes Blumen­meer, genannt „The Flower Quilt”.

Das Projekt feiert die tradi­tio­nelle Land­schaft aus Feldern, Obst­gärten, Wäldern und Wasser­stellen. Die Planer nutzten das sanfte Gelände, um terras­sierte Felder zu schaffen und diese in ein spek­ta­ku­läres Patch­work aus Wiesen und Nutz­pflanzen zu verwan­deln.

Ein Rundweg und ein Netz­werk von Fußgän­ger­wegen verbinden die gestal­teten und vorhan­denen Land­schafts­ele­mente mitein­ander. Der Skywalk bietet Besu­chern eine zusätz­liche, uner­war­tete Perspek­tive, um diese Farben­pracht zu erleben. Darüber hinaus wurden Pavil­lons und Ruhe­zonen über die Land­schaft verteilt. Sie bieten Besu­chern Gele­gen­heit zum Inne­halten und zum Staunen.

Vom Ärgernis zur Attrak­tion

Flower Quilt ist die Haupt­kom­po­nente des 312 Hektar großen Santaishan Forest Park am Stadt­rand von Suqian (5 Mio. Einwohner) in der ostchi­ne­si­schen Provinz Jiangsu.

Das Gelände bestand bei Planungs­be­ginn aus einem verlas­senen Sammel­su­rium von Farmen und Obst­gärten, welches von schlechten Böden und starker Erosion geplagt wurde. Die Stadt­ver­wal­tung wollte das umlie­gende Gebiet als „Hubin New District“ entwi­ckeln, doch fand das Projekt trotz erheb­li­cher Inves­ti­tionen in die lokale Infra­struktur viele Jahre lang kein Inter­esse bei Inves­toren.

Dann entstand die Idee, den Standort des Santaishan Forest Park als Kata­ly­sator zu nutzen, um den neuen Distrikt endlich zu entwi­ckeln. Aus dem Ärgernis wurde eine Attrak­tion, und das zu mini­malen Kosten.

Schwamm­land

Inspi­riert von klas­si­schen chine­si­schen Anbau­tech­niken wurden Stra­te­gien verwendet, um das Gelände zu trans­for­mieren.

Turen­scape verwan­delten das raue Gelände in ein Patch­work von Terrassen, die es den dünnen Böden ermög­li­chen, Wasser zu spei­chern, bewäs­sert und damit nutzbar zu werden. Dazu erschufen sie eine poröse Land­schaft (das „Schwamm­land“), indem sie eine Reihe von Teichen zwischen den Terrassen verteilten, die das Wasser während der Monsun­zeit zurück­halten und ganz­jährig eine Quelle für die Bewäs­se­rung bereit­stellen.

Diese Teiche bieten darüber hinaus Lebens­raum für viel­fäl­tige einhei­mi­sche und “produk­tive” Arten – vor allem aroma­ti­sche Pflanzen, Heil­kräuter, Schnitt- und Trocken­blumen, die geerntet werden können.

Geleitet von der alten Weis­heit der Frucht­folge und Misch­kultur ist das Flower Quilt als dyna­mi­sche Collage aus Farben und Texturen konzi­piert, die konti­nu­ier­lich durch die wech­selnden Jahres­zeiten blüht.

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Resi­lienz und Tourismus

Im Mai 2015 eröffnet, zieht das Flower Quilt jedes Jahr mehr als 3 Millionen Besu­cher an und ist damit ein führendes Touris­mus­ziel in Ostchina. Gleich­zeitig wurde eine Blumen- und Obst­händ­ler­kette mit dem Marken­namen „Flower Quilt” („Na Tian“) etabliert. Die Umge­bung des Flower Quilt ist zu einem blühenden neuen Stadt­viertel geworden, das stetig neue Bewohner anzieht.

Dieses Projekt zeigt ausge­spro­chen eindrucks­voll, wie bei geschickter Planung Land­schaft durch Trans­for­ma­tion und Schön­heit sowohl als Kata­ly­sator für die Stadt­ent­wick­lung als auch als Antwort auf die Heraus­for­de­rungen des Klima­wan­dels fungieren kann.

Projekt­daten

Archi­tekt

Turen­scape (Beijing HQ)

Kongjian Yu, Shi Chun, Jia Jun, Yan Bin, Lin Li, Feng Xianjun, Su Xin, Liu Xiangjun, Huang Jinyi, Gong Yao, Song Qiuyue

Bauherr

Suqian Muni­cipal Govern­ment
China

Eröff­nung

2015

Adresse

Santaishan Forest Park
Hu Bin Xin Qu
Suyu District, Suqian
Jiangsu
China

Fotos

Turen­scape

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Sport ist Trumpf

Das Sport­zen­trum Trumpf in Ditzingen

Sport ist Trumpf

 

 

Barkow Leib­inger

Das Sport­zen­trum Trumpf: Sport auf dem Dach ist immer eine gute Idee. Beson­ders, wenn woan­ders kein Platz mehr ist.

The Couch by MVRDV<br />
Photo: ©Daria Scagliola & Stijn Brakkee

A81

Das Sport­zen­trum Trumpf von den Berliner Archi­tekten Barkow Leib­inger stellt nicht nur archi­tek­to­nisch, sondern auch funk­tional ein beein­dru­ckendes Beispiel für moderne Unter­neh­mens- und nach­hal­tige Sport­ar­chi­tektur dar.

Das Gelände der Firma Trumpf in Ditzingen bei Stutt­gart, direkt an der A81, ist seit den späten 1960er-Jahren zu einem hoch­mo­dernen Inno­va­tions- und Indus­trie­campus heran gewachsen, der heute neben Produk­tion und Verwal­tung auch ein Ausbil­dungs­zen­trum und mehr umfasst.

30 Meter

Für weitere Initia­tiven war auf dem Grund­stück eigent­lich kein Platz mehr. Daher entstand das 7.400 m² große Sport­zen­trum Trumpf in einer Höhe von etwa 30 Metern, auf dem Dach eines bestehenden Logis­tik­zen­trums – und bietet ganz nebenbei eine tolle Aussicht über das Firmen­ge­lände und die Umge­bung.

Der Baukörper ist klar geglie­dert und in zwei gleich große Bereiche unter­teilt. Im vorderen Teil des Gebäudes befinden sich voll ausge­stat­tete Fitness­räume mit den neuesten Geräten. Ergänzt wird das Angebot durch Räume für Yoga, Pilates und andere Fitness­kurse, die in einer hellen und freund­li­chen Atmo­sphäre statt­finden.

 

Sport­halle

Ein groß­zü­giges Foyer sowie Umklei­de­räume mit Duschen und Schließ­fä­chern runden diesen Bereich ab und bieten den Mitar­bei­tern ein wahr­lich komfor­ta­bles Umfeld für sport­liche Akti­vi­täten.

Der hintere Bereich des Zentrums beher­bergt eine Drei­feld­sport­halle, die den Trumpf-Betriebs­sport­gruppen zur Verfü­gung steht. Die Halle ist groß­zügig dimen­sio­niert und kann für verschie­dene Sport­arten wie Basket­ball, Volley­ball, Badminton oder Hallen­fuß­ball genutzt werden. Dank der flexi­blen Raum­ge­stal­tung sind auch Veran­stal­tungen und Turniere problemlos möglich.

Erschlossen wird das Ganze über eine offene Außen­treppe, die gleich­zeitig Teil des Fitness-Parcours ist. Die nicht ganz so ambi­tio­nierten bringt ein Aufzug nach oben.

.

Holz

Um den stei­genden Anfor­de­rungen an Ener­gie­ef­fi­zienz und Nach­hal­tig­keit gerecht zu werden, wurde das Sport­zen­trum Trumpf in Holz­bau­weise und mit weiteren umwelt­freund­li­chen Mate­ria­lien errichtet.

Das Trag­werk aus Fich­ten­holz-Leim­bin­dern ermög­licht in der Sport­halle Spann­weiten von bis zu 23,5 m. Die Vergla­sung der Südfas­sade bietet nicht nur Schutz vor Lärm, sondern sorgt durch Sonnen­schutz­ele­mente auch für eine ange­nehme Raum­tem­pe­ratur, selbst an heißen Sommer­tagen. Das Ergebnis ist viel Tages­licht und eine helle, freund­liche Atmo­sphäre. Ledig­lich die nörd­liche Fassade wurde mit licht­durch­läs­sigen Poly­car­bonat-Paneelen verkleidet.

kultur

Das Sport­zen­trum Trumpf auf dem Dach des Logis­tik­zen­trums ist also nicht nur ein Ort für sport­liche Betä­ti­gung; Seine bemer­kens­werte Archi­tektur und Funk­tio­na­lität spie­geln auch den hohen Anspruch des Unter­neh­mens an Inno­va­tion und Nach­hal­tig­keit wider.

Projekt­daten

Archi­tekt

Barkow Leib­inger
Frank Barkow | Regine Leib­inger
Schil­ler­straße 94
D – 10625 Berlin

Tobias Wenz, Alex­ander Lehmann, Andreas Moling,
Kevin Scheurer, Jasmin Sche­cken­bach, Ina
Reinecke, Annette Wagner

Bauherr

TRUMPF GmbH + Co. KG

Ihre Firma

Adresse, Link usw.

Ihre Firma

Adresse, Link usw.

Adresse
TRUMPF Laser- und System­technik GmbH
Diesel­straße 1
D – 71254 Ditzingen
Eröff­nung

2022

Fotos

David Franck

Text

Johannes Bühl­be­cker
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Pläne

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