Stadion für die Washington Redskins

A walk in the park

Stadion für die Washington Redskins

von BIG

Drive-In Amphitheater

BIG plant ein neues Stadion für die Washington Redskins am Fuße eines terrassierten, grasbewachsenen „Drive-In Amphitheaters“. Hier sollen das Spieltagserlebnis über die Grenzen des Gebäudes hinaus erweitert und das traditionelle Stadiongedränge in Picknickatmosphäre verwandelt werden. An Nichtspieltagen werden Stadion und Umgebung zu einem öffentlichen Park und Konzertsaal.

Architekt

BIG
Bjarke Ingels, Thomas Christoffersen
Agustin Perez Torres
Alan Tansey, Beat Schenk, Bryan Maddock, Charles Kim, Kai-Uwe Bergmann, Maureen Rahman, Peter Lee, Phillip MacDougall, Sanam Salek

Programm

Das Stadion für die Washington Redskins umfasst knapp 5.000 m² Ausstellungsfläche für ein Redskins-Museum sowie mehr als 9.000 m² an Büroflächen, Schulungsräumen und Clubbereichen. Die Gesamtfläche des Stadions beträgt rund 130.000 m².

Das neue Stadion soll in der Gegend von Washington D.C. entstehen, in dem die Washington Redskins seit 1937 zu Hause sind. In einer solch kommerziellen Umgebung wie der National Football League ist das schon bemerkenswert.

Bauherr

Washington Football Inc.

Nutzer

Schüssel

Grundstück und Stadion zeigen ein kreisförmiges Layout. Die Tribünen sind in Höhe der 50-Yard-Linie erhöht – beim Fußball wäre das die Mittellinie. So entstehen im Stadion für die Washington Redskins möglichst viele Plätze mit besten Sichtbedingungen.

Ungewöhnlich für ein Stadion dieser Größe ist auch, das es nur über einen Rang verfügt, der lediglich hier und da von Logenbereichen unterbrochen wird. BIG wollen auf diesem Weg eine einzige, offene, große Schüssel schaffen, in der sich alle Fans gegenseitig sehen und ihre Teams anfeuern können.

Zwei jeweils 750 m² große Anzeigetafeln vervollständigen den Entertainmentcharakter.

Feedback

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Fassade und Wassergraben

Das Stadion für die Washington Redskins ist in eine Fassade aus goldenem Metallgewebe gehüllt, deren Öffnungen die Eingangsbereiche und Verpflegungsstände sichtbar machen. Ein Wassergraben umgibt das komplette Stadion. Brücken bilden den Zugang und erleichtern die Einlasskontrollen. Darüber hinaus wird die in der Regel unansehnliche Umzäunung der Anlage überflüssig.

Und schließlich hat auch dieser Bereich hohen Freizeitwert: im Sommer als Wasserattraktion (Lazy River), im Winter als Eislauffläche.

Illustrationen

BIG

Text

Kofferraumparty

Der amphitheaterförmige Park wird bepflanzt und gestaltet. Die Autos können unter dem Hügel direkt bis ans Stadion fahren; das „Parkhaus“ bleibt unsichtbar. Auf fünf Tiefgaragenebenen entsteht Parkfläche für 25.000 Autos. Neben Erschließung und Versorgung entstehen hier auch gastronomische Angebote.

„Kofferraumparties“ sind in den USA sehr populär. Dabei werden Getränke und Grillgut im Kofferraum (der Name liess es vermuten) mitgebracht und vor Ort verzehrt – dies ist ein idealer Ort dafür.

Video

Große Gesten

Am höchsten Punkt des Parks entstehen das Redskins Museum, das Hauptquartier des Vereins und vier voll ausgestattete Trainingsplätze.

Bei Nacht verwandelt sich das grüne Amphitheater in einen Veranstaltungsort, der Platz für 100.000 Menschen bietet.

Auch wenn die Umsetzung dieses Projekts nicht gesichert ist, enthält das Stadion für die Washington Redskins doch in jedem Fall eine Menge großer Gesten und Ideen, die wir sehr gerne auch in anderen und kleineren Stadion- und Sportplatzbauten wiederfinden würden.

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  • Dipl.-Ing. Architekt
  • Langjähriger Redaktionsleiter „sb“, Internationale Fachzeitschrift für die Architektur des Sports
  • Fortbildungen im Bereich Web-Design, Online-Marketing usw.
  • Internationale Architekturwettbewerbe mit IOC und  IPC
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SAP Garden

Passt.

der SAP Garden im Münchner Olypiapark

von 3XN Architects

Die Situation

Das dänische Architekturbüro 3XN Architects, in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Latz + Partner, hat den Wettbewerb zum Bau der bis zu 11.500 Zuschauer fassenden, zukünftigen Spielstätte des deutschen Basketballmeisters FC Bayern München und des deutschen Eishockeymeisters Red Bull München gewonnen.

Um auch die Infrastruktur für den Schul-, Freizeit- und Nachwuchssport zu optimieren, entstehen neben der SAP Garden genannten Arena drei weitere überdachte Eissportflächen für Trainingszwecke und den nicht wettkampforientierten Breitensport. Hierzu wurde ein umfangreicher Eiszeitenvertrag mit der Landeshauptstadt München abgeschlossen. Bauherr des Projekts ist die Red Bull Stadion München GmbH.

Architekt

3XN A/S
Kanonbådsvej 8
DK – 1437 Copenhagen K

Bauherr

Red Bull Stadion München GmbH

Solitär

Die Halle ersetzt das Olympia-Radstadion an gleicher Stelle.

Der SAP Garden tritt als ovaler, eigenständiger Solitär hervor und fügt sich durch die natürliche Einbindung sehr selbstverständlich und respektvoll in das weltberühmte Olympiapark-Ensemble ein. Das intensiv begrünte Dach und die vertikal strukturierte Fassade verstärken diesen Eindruck.

Die Fassade wird durch eine vertikale Lamellenstruktur bestimmt, die über den verglasten Eingängen nach oben schwingt und so die Haupteingänge betont.

Die eingegrabenen Trainingsflächen werden zu einem begrünten Hügel modelliert, nehmen die Topografie auf und ermöglichen die logische Fortführung der Wege und der Landschaftsgestaltung des Olympiaparks.

Adresse

SAP Garden
Toni-Merkens-Weg 4
D-80809 München

Luftbild

Behnisch und Auslastung

Für 3XN Architects ist es bereits das vierte Arenaprojekt. „Während des Designprozesses haben wir uns ständig Gedanken zu den Ideen hinter dem ursprünglichen Design gemacht und uns oft gefragt, was Günter Behnischs Ansatz wäre. Es war uns wichtig, eine flexible und vielseitige Arena mit starker Identität zu schaffen, die dennoch die Geschichte und Vision des ursprünglichen Olympiaparks respektiert, und die sich natürlich in den Olympiapark einfügt.“

Die Grundsteinlegung ist für den Winter dieses Jahres geplant, die Eröffnung im Spätsommer 2021. Die beiden zukünftigen Hauptnutzer FC Bayern München Basketball und Red Bull München können bei voller Nutzungsauslastung jährlich jeweils bis zu 40 Partien in der Sportarena austragen. Zusätzlich dürfen bestenfalls 20 weitere Sportevents sowie 20 sportnahe Veranstaltungen durchgeführt werden. Insgesamt verfügt die Arena über eine Bruttogeschossfläche von 62.500 Quadratmetern.

Illustrationen

Text

Stimmen zum Spiel

Bauherren und zukünftige Nutzer der Halle sind mit dem Ergebnis sehr einverstanden, auch und besonders im Zusammenhang mit dem Olympiapark.

Bauherr Red Bull ist der Meinung, der Entwurf vereine „Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Deshalb war für uns der Beitrag von 3XN Architects der Beste unter vielen sehr guten.“

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München ist „wirklich begeistert, wie es den Architekten des Gewinnerentwurfs gelungen ist, die Anmutung des geschichtsträchtigen Olympiaparks aufzunehmen. Die neue Halle wird weit mehr sein als eine hochmoderne Arena, in der sich die Fans, Sportler und auch unsere Basketballmannschaft wohl fühlen werden. Ich bin mir ebenso sicher, dass diese Arena mit ihrer schlüssigen Gestaltung inklusive des begrünten Daches ein architektonischer Blickfang und Gewinn für die Stadt München sein wird.“

Für die Landeshauptstadt München bietet sich mit der vertraglichen Nutzung der Eisflächen – rund 8.000 Stunden pro Saison – eine einmalige Chance, hervorragende Bedingungen für den öffentlichen Eislauf sowie Schuleislauf und Vereinssport zu schaffen. Mit dem Bau des SAP Garden wird der Olympiapark seine Position als hervorragende Veranstaltungsstätte in München für Breiten- und Spitzensport weiter ausbauen.

Feedback

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Die Arena in Zahlen

  • 62.500 m² Bruttogeschossfläche
  • bis zu 11.500 Zuschauerplätze 
  • drei überdachte Eisflächen
  • Tiefgarage in der Arena mit 220 Stellplätzen (zusätzlich 4.000 Parkplätze im Olympiapark)
  • 1.000 Business-Seats
  • Elf Logen mit ca. 156 Plätzen
  • Fanshops
  • Büro- und Konferenzräume

Eröffnung

2021

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Campus Igara

Große Geste

Campus Igara in Porto Alegre

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Die Situation

Der Campus Igara ist das Zentrum der sportlichen Fakultät der Universität von Porto Alegre (UFCSPA). Das brasilianische Architekturbüro OSPA hat den Wettbewerb um die Gestaltung des Geländes mit einem Vorschlag gewonnen, der ein Fußballfeld auf dem Dach beinhaltet.

Der 25.000 m² große Campus wird von zwei Hochhäusern an den beiden Enden des Grundstücks gefasst.  Sie beinhalten die Seminarräume, Büros und Verwaltungseinrichtungen. Dazwischen liegen Sport und Begegnung: OSPA schlagen Freiflächen, Spielfelder und eben das hochgelegene Großspielfeld vor.

Unsere Stadt, unser Leben

Ein Standort, zwei Gesichter. Zwei Möglichkeiten, den Campus Igara mit der Stadt zu verbinden. Man kann die Stadt sehen, und man kann sie auf den Campus einladen.

Die Längsachse und der sehr hohe Anteil an Freiflächen charakterisieren den Entwurf. Diese Flächen sind zugänglich, einladend und verbinden die beiden Hochbauten, die das Gelände zusammen halten und gleichzeitig mit der Stadt verbinden.

Ein öffentlicher Raum

Der Campus Igara ist mehr als eine öffentliche Institution, er wird ein öffentlicher Raum sein. Dies ist Voraussetzung und Ziel bei der Planung der UFCSPA. In einem immer noch wachsenden urbanen Kontext entwickelt sich der Campus zu einem potenziellen Zentrum räumlicher und menschlicher Beziehungen: flüssig, durchlässig und in Bewegung.

Mehr als eine Universität

Das umfangreiche Programm an Sportanlagen beinhaltet einige Sporthallen, ein Schwimmbad, den Sportplatz auf dem Dach und viele kleinere Angebote sowie natürlich sämtliche Funktionsräume. All das entwickelt sich innerhalb und entlang der Wegeführung und Erschließungsflächen.

Der dabei entstehende Freiraum festigt die sozialen und kulturellen Funktionen des Campus weit über die akademischen Aktivitäten und Grenzen hinaus. Der unabhängige Zugang zu den unterschiedlichen Angeboten fördert natürlich auch die Anzahl und Vielfalt der Nutzer, die hier nicht arbeiten oder studieren. Nur die beiden hohen Gebäude beherbergen die Universitätsaktivitäten, der Rest ist im Prinzip öffentliche Fläche.

Große Geste

Die Gebäude des Campus Igara sind auf geringere thermische Belastung sowie gute Belüftung und Beleuchtung (vor allem der Sporthallen) ausgerichtet. Darauf legen die Architekten großen Wert.

Bemerkenswert ist die Vereinfachung der internen Abläufe durch offene und einladende Treppen und die vielseitigen Blickkontakte mit den jeweils anderen Bereichen. Das macht alles offener und freundlicher als es Aufzüge und geschlossene Treppenhäuser tun.

Die große Geste des Entwurfs aber ist das beeindruckende Verhältnis zwischen den notwendigen Funktionen eines Universitätscampus und den informellen Bereichen für gesellschaftliche Interaktion und Gemeinsamkeiten. Hier können Persönlichkeiten reifen – und das sollte ein elementarer Bestandteil eines jeden Studiengangs sein.

Ansichten

Grundrisse

Schnitte

Impressionen

Struktur

Beteiligte Firmen

Architekt

Ospa Arquitetura e Urbanismo
Av. Osvaldo Aranha, 790/4ºandar
Porto Alegre – RS
Brasil

 

Bauherr & Nutzer

Berater

P790 Engenharias
STM Engenheiros Associados

Team

Carolina Souza Pinto, Lucas Obino, Cristiano Selbach Carneiro, Franco Miotto, Manoela Obino, Aline Taís Comiran, Ellen Renata Bernardi, Augusto Tumelero, Matheus Lorenzet

Beteiligte Firmen

Adresse

Universidade Federal de Ciências da Saúde de Porto Alegre
Sarmento Leite
245 – Centro Histórico
Porto Alegre – RS, 90050-170
Brasil

Illustrationen

Ospa Arquitetura e Urbanismo

Autor

Johannes Bühlbecker
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Casa Futebol

Stayin' alive

Casa Futebol: Wohnen im WM-Stadion

Axel de Stampa & Sylvain Macaux

Weiße Elefanten

Das Projekt „Casa Futebol“ schlägt eine nachhaltige und multifunktionale Nutzung der Stadien vor, die für die WM 2014 in Brasilien renoviert oder gebaut wurden – und dies durch die Implementierung von 105 m² großen Wohnmodulen. Casa Futebol ist eine architektonische Antwort auf die „Weiße Elefanten“ genannten Großbauten ohne sinnvolle Nachnutzung, die immer wieder aus sportlichen Großereignissen wie der Fifa-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hervorgehen.

Casa Futebol wurde von Axel de Stampa und Sylvain Macaux im Rahmen ihres Think Tank „1 week 1 project“ entworfen. Casa Futebol berücksichtigt das Wohnungsdefizit in Brasilien (5,2 Millionen Haushalte) und deckt alle zwölf brasilianischen WM-Stadien ab.

The day after

Axel de Stampa und Sylvain Macaux fügen Wohnraum in die zwölf Stadien ein und ersetzen die oberen Tribünen durch Apartments.

Bei sechs Stadien können die Wohnungen in die Fassade integriert werden: Brasilia, Mineiro, Arena Fonte Nova, Maracana, Arena Castelao und Arena Das Dunas. Fünf dieser sechs Stadien wurden mit Beton- oder Stahlstützen mit einer Spannweite von 7 bis 8 Metern gebaut. Die vorgefertigten Wohneinheiten lassen sich einfach in dieses Raster einfügen. Der zentrale Teil der Stadien (Spielfeld und Unterrang) ist davon nicht betroffen, der Spielbetrieb also auch nicht.

Apartment statt Oberrang

In der Fassade des Estádio Nacional de Brasília ließen sich beispielsweise etwa 315 Wohneinheiten unterbringen – hochwertiger Wohnraum, der auch bei der Finanzierung dieses wunderschönen, aber in der Unterhaltung aufwendigen Stadions helfen könnten.

In jedem Stadion könnten nach Schätzung der Planer etwa 1.500 bis 2.000 Menschen leben. Demnach könnten in der Nachnutzung der brasilianischen WM-Stadien etwa 20.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Die Architekten sind besorgt über den sozialen Kontext, der mit solchen Großveranstaltungen einhergeht. Die Stadien sind so absurd groß, das Wohnungsproblem in Brasilien ist so real. Im Cape Town Stadium in Johannesburg, dem Austragungsort des WM-Finales 2010 in Südafrika, fanden in den vier Jahren nach der Weltmeisterschaft ganze sieben Spiele statt. Stampa und Macaux glauben, dass jeder Ort etwas Neues zu bieten hat. 

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Waterfront Cultural Center

Pyramiden im Hafen von Kopenhagen

Das Waterfront Cultural Center
Kengo Kuma & Associates mit Cornelius Vöge, Søren Jensen und Niels Sigsgaardn

Das Ziel

Kengo Kuma & Associates haben, in Zusammenarbeit mit Cornelius Vöge, den Ingenieuren von Søren Jensen und Niels Sigsgaard, den Wettbewerb für den Entwurf des Waterfront Cultural Center für Kopenhagen gewonnen. Ihr Projekt kombiniert auf originelle und ausdrucksstarke Weise Einrichtungen für Freizeit und Sportvereine mit dem Thema Hafenbad.

Das neue Waterfront Cultural Center inklusive Hafenbad auf Paper Island will die Bedeutung des Wassers für die Geschichte, Kultur und das pulsierende städtische Leben von Kopenhagen hervorheben. Der Hafen ist das Tor, das wesentlich zur Entwicklung der Stadt beiträgt. Die Uferpromenade ist sowohl Bühne als auch Kulisse für kulturelle Einrichtungen und den hochwertigen öffentlichen Bereich. Hier wird das städtische Leben geprägt.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Erlebnis von Landschaft, Kunst und Architektur, die durch das Wasser vereint werden. Kengo Kuma & Associates wollen die vielfältigen Erfahrungen mit Wasser darstellen, die die menschlichen Sinne ansprechen: Licht und Schatten, Dampf, Nebel und Strömung.

Die Pyramiden

Das Projekt ist Teil eines umfassenden Entwicklungsplans für die Insel Paper Island. Die Architektur beeindruckt durch vitale Variationen des Themas Pyramide. Dies ist nach Auskunft der Planer eine Antwort auf die Gestaltungsrichtlinien für die Dächer von Christiansholm – und gibt dem Waterfront Cultural Center seine ganz eigen Identität.

Das Waterfront Cultural Center soll ein spontaner, offener Ort sein, der die pulsierende und dynamische Natur der heutigen Paper Island widerspiegelt. Unter Ausnutzung der im Masterplan definierten prominenten Ecklage des Projekts wird die Erdgeschossebene von innen nach außen und zum Meer in einer einzigen Geste entwickelt. Die terrassenförmige und kaskadierende Begrünung der Eingangsebene schafft eine expansive, kontinuierliche Wahrnehmung der Wasseroberfläche von der Halle bis zum Hafen. Der Entwurf will diese Kante aufweichen und die Grenze zwischen Wasser und Land auflösen – so Kengo Kuma & Associates.

Fast übertrieben

Baukörperformen und architektonische Räume entstehen durch Addition und Subtraktion von positiven und negativen Volumina. Durch Schieben und Ziehen entsteht eine Reihe von unterschiedlichen, aber immer kegelförmigen Volumina – was nicht passt, wird passend gemacht. Die extrudierten, kegelförmigen Dächer entsprechen der Anordnung der Schwimmbecken im Erdgeschoss. Jeder Pool hat einen unverwechselbaren Raum im fast übertriebenen Maßstab, mit konzentriertem Licht und Schatten durch große Oberlichter darüber.

Die Ebene über dem Erdgeschoss ist definiert als der Negativabdruck dieser extrudierten Dachmengen. Hier entstehen ein Freibad und ein Thermalbad. Beide liegen in einer Art Tal zwischen den architektonischen Hügeln. Die Hügel wiederum vermischen Innen und Außen, die klassischen Fassaden werden ein wenig aufgeweicht. Der umgekehrte Kegel in der zentralen Position fungiert als struktureller Kern. Es ist der tiefste Einschnitt, das „Tal“ unter diesen Dächern, in dem sich die Außentreppe befindet.

Die Ziegel

Das Material Ziegel wurde ausgewählt, um eine Beziehung zum Hafen herzustellen und die Qualität und Ästhetik des traditionellen dänischen Handwerks hervorzuheben. Seine haptische Textur und die warmen, natürlichen und erdigen Farbtöne des Mauerwerks passen hier sehr gut hin, gerade als Grenzstein zwischen Innen und Außen. Die Architekten schöpfen das Potenzial dieses kleinmaßstäblichen Materials voll aus. Die kleinen Ziegelsteine ermöglichen das tektonisch geprägte Spiel mit verschiedenen Öffnungen sowie mit Licht und Schatten, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln.

Die Ziegelfassade des Waterfront Cultural Center soll in unterschiedlicher Opazität und Transparenz hell und warm leuchten – vor allem nachts und in der kalten Jahreszeit, wenn die dunklen Stunden lange dauern. Die perforierte Ziegelhaut wird deutlich strahlen und leuchten. Darauf kann man sich ruhig schon mal freuen.

PROJEKTDATEN

Architekt

Kengo Kuma & Associates
Yuki Ikeguchi, Marc Moukarzel, Aigerim Syzdykova, Hannah Appelgren

Team

Kollaborierender Architekt:
Cornelius Vöge
Ingenieure:
Søren Jensen engineers
Beratender Architekt::
Niels Sigsgaard

Illustrationen

Luxigon
Kengo Kuma & Associates

Standort

Trangravsvej 14
1436 København
Dänemark

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Luftbild

Danke, Google!

ILLUSTRATIONEN

About

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Wuxi Taihu Show Theatre

Architektur ist das, was man nicht sieht

Wuxi Taihu Show Theatre

Steven Chilton Architects

Nah am Wasser gebaut

Ab Dezember 2019 soll im Wuxi Taihu Show Theatre dauerhaft eine Wassershow von Franco Dragone aufgeführt werden. Dragone wurde vor allem durch seine Arbeit mit dem Cirque du Soleil und Celine Dion bekannt. Heute produziert sein Unternehmen „Dragone“ weltweit aufwendige Shows, die sich den Themen Artistik, Illusion und Wasser widmen.

Das Wuxi Taihu Show Theatre entsteht aktuell in der Nähe des Taihu-Sees in der chinesischen Provinz Jiangsu. In Wuxi leben 2,75 Millionen Menschen. Ganz augenscheinlich wurde der Bau nicht nur vom Wasser, sondern auch vom „Sea of Bamboo Park“ in Yixing, dem größten Bambuswald Chinas, inspiriert. Das Theater wird 2.000 Plätze bieten.

Architektur ist das, was man nicht sieht

Das außergewöhnliche Erscheinungsbild des Wuxi Taihu Show Theatre wird von drei Elementen bestimmt: den überaus schlanken Stützen, dem überstehenden Dach und der Gebäudehülle.

Rund um das Gebäude stehen weiße Stützen – schmal, hoch und zum Teil leicht schräg. Sie vermitteln dem Besucher das abstrakte Gefühl, er stünde im Bambuswald. Die Stützen stehen so dicht, dass sie auch als Sichtschutz zwischen der Fassade und der umgebenden Landschaft dienen. Im Bereich der Eingänge ist der Stützenwald aufgelockert und weist so den Besuchern den Weg ins Innere des Wuxi Taihu Show Theatre.

Organische Qualitäten

Das kreisrunde Dach umschließt den Umfang des Gebäudes und seiner Außenbereiche. Das gestalterische Bild, das Steven Chilton Architekten hier bemühen, ist eine Baumkrone, die über dem Bambuswald des Wuxi Taihu Show Theatre thront. Die Überdachung besteht aus unterschiedlich großen, unterschiedlich ausgerichteten dreieckigen Feldern aus gold-eloxierten Aluminiumlamellen. Jedes Element ist nach dem Zufallsprinzip ausgerichtet. Das soll eine „organische Qualität der Struktur“ und damit eine Folge von Licht und Schatten schaffen, die den ganzen Tag lang auf die Gebäudehülle fallen.

Strukturell wird jedes Feld der Dachhaut von einer dreieckigen Gitterkonstruktion gehalten, die wiederum ihre Last in die Primärstruktur des Gebäudes überträgt. Funktional betrachtet ist es Sinn und Zweck des „Sonnendaches“, den Besuchern ein angenehmes Klima zu bieten und die Fassade zu beschatten, um die Kühllast des Gebäudes zu senken.

Am Waldesrand

Die Gebäudehülle besteht im Wesentlichen aus Vorhangfassaden, die zum Teil geschlossen, zum Teil verglast und zum Teil bemalt sind. Der obere Abschluss der Fassade und der Bereich der Eingangshalle sind verglast. Das erlaubt Tageslicht und Blickbeziehungen in den wichtigsten öffentlichen Bereichen. Die Fassade ist über die volle Höhe des Gebäudes übersät mit weißen und goldenen Streifen. Sie setzen die „Bambussäulen“ fort und machen das Gebäude zum äußeren Rand des Bambuswaldes.

Ätherische Signale

Nachts wird die Gebäudehülle von unten beleuchtet und damit zu einem „ätherischen Signal“, das zwischen den Wäldern der „Bambussäulen“ einen Blick erhascht und Zuschauer und Publikum von der anderen Seite des Sees und der umliegenden Siedlung anzieht. Der Charme dieser Architektur besteht halt darin, dass man sie kaum sehen kann. Das unterscheidet das Wuxi Taihu Show Theatre sehr wohltuend von vielen protzigen Theaterbauten, wie wir sie kennen.

Die Eröffnung des Theaters ist für Dezember 2019 geplant.

Der Entwurf von Steven Chilton Architects ist Finalist des „World Architecture Festival Future Project Award“.

PROJEKTDATEN

Architekt

SCA | Steven Chilton Architects

London

Bauherr

Dalian Wanda Group

Nutzer

Dragone
Franco Dragone
Rue de Belle-Vue 23
7100 La Louvière
Belgien

Standort

Wuxi Taihu Show Theatre
Wuxi
China

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Illustrationen

Steven Chilton Architects

Luftbild

Danke, Google!

Eröffnung

2019

ILLUSTRATIONEN

VIDEOS

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Sportpark Quzhou

Zwischen Erde und Mars

Der Sportpark Quzhou
MAD Architects

Es geht los

Im September 2018 war Grundsteinlegung für den von MAD Architects entworfenen Sportpark Quzhou, eine riesige Anlage voller organischer, landschaftsbezogener Architektur für Sport und Freizeit. Quzhou liegt im Westen der chinesischen Provinz Zhejiang.

Die beiden ersten Bauabschnitte mit einer Gesamtfläche von rund 340.000 m² umfassen ein Stadion für 30.000 Zuschauer, eine große Sporthalle mit 10.000 Plätzen, ein Schwimmhalle (2.000 Plätze), einen nationalen Sportkomplex, Freisportanlagen, ein Wissenschafts- und Technikmuseum, Hotelunterkünfte, ein Jugendzentrum und Einzelhandelsflächen.

Poesie und Shanshui

Der Entwurf von MAD bettet sämtliche Funktionen in natürliche, vorhandene Formen und schafft eine poetische Landschaft im Zentrum der Stadt – irgendwo zwischen Erde und Mars.

Die Architekten träumen nicht nur davon, einen urbanen Raum voller Sport und Ökologie zu schaffen, sondern auch eine kunstvolle Landschaft entstehen zu lassen, die eine Beziehung zwischen der Geschichte der Stadt und dem traditionellen Shanshui (das ist eine Art der Landschaftsmalerei) herstellt.

Quzhou

Quzhou ist eine Stadt mit einer jahrtausendealten Geschichte, mit Kultur und philosophischer Identität – und mit einer wunderschönen Landschaft, deren üppiger Wald mehr als 70% des Gebiets bedeckt. Quzhou hat 422.000 Einwohner, im Umfeld leben 2,16 Millionen Menschen auf einer Fläche 8.836 km²,

Die kulturelle Geschichte und die beeindruckende Natur sind der Ausgangspunkt des Entwurfs. MAD stellen sich eine surreale und ruhige Kunstlandschaft im modernen Quzhou vor. Auftauchend wie eine Fata Morgana, soll der Sportpark Quzhou  zu einem Ort spiritueller Gemeinsamkeit für die Zukunft der Stadt zu werden.

Bewegen, Klettern, Versinken

Das Gelände des Sportparks Quzhou wird von einem dichten Wald mit hohen Bäumen umgeben, der das unbewohnte Land von der Stadt trennt. Beim Betreten des Geländes öffnet sich der Blick plötzlich auf weite Horizonte und den hellen Himmel. Gleichzeitig erscheint der Komplex wie eine Marslandschaft, geheimnisvoll und illusorisch.

Die gesamte Umgebung bietet fast endlose Weiten, Hügel und Täler. Besucher und Spaziergänger können den Park auf vielfältige Weise erleben und nutzen. Sie können spazieren, sich treiben lassen, klettern oder das Gelände durchqueren. Mitten im Park befindet sich ein See, der als versunkener Garten konzipiert ist.

Ein Erdstadion

Das Stadion ähnelt einem Krater. Es wird tief ins Gelände eingegraben – ein Erdstadion also. Ein leichtes, schwebendes Dach soll (so die Architekten) das Stadion wie ein „Heiligenschein“ krönen, der wie eine helle Wolke sanft über dem Boden schwebt.

Die Nähe zur Erde lassen Stadion und Dach greifbar erscheinen. Die angrenzenden sanften „Hügel“ auf der nordöstlichen Seite fassen die große Sporthalle, das Hallenbad und ein Trainingszentrum. In den höher liegenden Bereichen sind öffentliche Räume und natürliche Landschaften vorgesehen, die die Menschen zu Besinnlichkeit und Verweilen anregen sollen: Kontemplation als Gestaltungsprinzip.

So geht Park

Die Architektur und Formensprache im Sportpark Quzhou löst sich deutlich von der traditionellen Sportarchitektur. Werden üblicherweise Struktur und Tragwerk vorgezeigt, sind die Sportbauten hier deutlich intrinsisch und subtil organisiert.

Gleichzeitig sind Innen- wie Außenraum der Anlagen sehr stark mit der Natur verbunden. Zum Teil sind sie gar so stark in die Landschaft „eingebaut“, dass sie von außen kaum wahrnehmbar sind.

Die Wege zwischen den Bergen und am See längs schlängeln sich über und durch die Architektur, niemand wird von den Bauten für Sport und Freizeit erdrückt. Besucher werden ermuntert, den Park nicht nur zu Veranstaltungen zu nutzen.

Der menschliche Maßstab

Die Gipfel und Hänge mehrerer der Hügel sind mit Plattformen oder „Oberlichtern“ ausgestattet, die natürliches Licht eindringen lassen und für eine natürliche Belüftung der Gebäude sorgen.

Die Außenbereiche sind mit Grün bedeckt, das so energiesparend wie zugänglich ist. Sie laden die Besucher und Spaziergänger ein, den Berg zu besteigen, die Wege zu gehen und „eine engere physische und emotionale Verbindung mit Himmel und Erde“ herzustellen.

Der Sportpark Quzhou verlässt das traditionelle Modell der konventionellen Stadtentwicklung durch große, eckige Landmarken. Unter Bezug vor allem auf die vorhandene Landschaft soll ein einzigartiger urbaner Raum entstehen, der dem hier geltenden spirituellen Verständnis von Mensch, Natur und urbaner Kultur entspricht.

Geist und Gemüt

In früheren Zeiten führten die Olympischen Spiele den Slogan „schneller, höher, weiter“. Dies galt weitgehend auch für die rasante Stadtentwicklung im vergangenen Jahrhundert.

Der Sportpark Quzhou geht andere Wege, die Vorbild werden könnten – wenn es gelingt, den Charakter des beeindruckenden Entwurfs auch in der nun begonnenen Realisierung beizubehalten.

Ma Yansong (MAD) hat das so erläutert: „In der Beziehung zwischen Mensch und Natur geht es nicht nur um Ökologie und Nachhaltigkeit, sondern auch um Geist und Gemüt. Das sind die Kultur und die Philosophie, die es in der Geschichte dieses Landes schon lange gibt und die bei der Entwicklung unserer zukünftigen Städte angewendet werden muss.“

PROJEKTDATEN

Architekt

MAD Architects
8F, Tower A, NO. 107
North Dongsi Street, Dongcheng District
CN – Beijing 100007

Partner:
MA Yansong, DANG Qun, Yosuke Hayano
LIU Huiying, Kin Li, FU Changrui

Design Team:
XU Chen, LI Guangchong, Iting Lien, LI Cunhao, LIU Hailun, LI Hui, MA Yin, Kyung Eun Na, Alessandro Fisalli, KANG Wenzhao, Thoufeeq Ahmed, ZHOU Haimeng, Neeraj Mahajan, ZHANG Yufei

Bauherr

Quzhou West District Development Committee

Beteiligte Firmen

Executive Architect:
CCDI Group
Landscape Architect:
PWP Landscape Architecture
Structural Engineer:
Schlaich Bergermann Partner
MEP Engineer:
SC Consultants Limited
Façade Consultant:
RFR Asia
Lighting Consultant:
Ning’s Field Lighting Design
Animation Support:
SAN

Autor

Johannes Bühlbecker
More Sports Media

Eröffnung

2021

ILLUSTRATIONEN

About

„More Sports. More Architecture.“ bietet Architektur, Produkte, Ideen und Inspiration für Sport und Freizeit.
Dahinter steckt More Sports Media, eine PR-Agentur aus Bochum. Wir bieten Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und bei all Ihren Publikationen: Wir texten, gestalten und publizieren. Wir kennen die Branche. Schon lange.
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