Das Fieldhouse in Langhetti

More than a feeling

Die Planer des Fieldhouse schaffen es, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Das Fieldhouse steht in Laghetti (Bozen) an den Ausläu­fern des Monte Corno, der eine drama­ti­sche Kulisse bildet.

Das Sport­platz­ge­bäude „Fieldhouse“ von MoDus­Ar­chi­tects in Bozen setzt mit seinem 11 m hohen Licht­turm und seinem Kontakt in die Land­schaft kühne Zeichen der Gestal­tung und Öffnung eigent­lich nüch­terner Zweck­bauten.

Das neue Funk­ti­ons­ge­bäude ersetzt ein altes Gebäude an fast glei­cher Stelle, verwendet die vorhan­denen Photo­vol­ta­ik­an­lage und verbes­sert die Ener­gie­ef­fi­zienz der Anlage.

Das Fieldhouse steht in der Klein­stadt Laghetti (Gemeinde Egna, Bozen) an den Ausläu­fern des Monte Corno, der eine drama­ti­sche Kulisse für die Sport­an­lage bildet.

Das „Spiel­feld­haus“ nimmt seine infra­struk­tu­rellen Aufgaben in einem nied­rigen Baukörper wahr, der den Blick des Betrach­ters in das Gelände und die Umge­bung lenkt.

Haupt­nutzer ist der Fußall­club USD Laghetti/Laag Raiff­eisen.

Archi­tekt

MoDus­Ar­chi­tects

Bauherr

Comune di Egna

“Sport­plätze im Freien sind präzise konstru­ierte Land­schaften: Ihre Form, Größe, Ränder und Ausrich­tung auf dem Gelände werden durch die Regeln des Spiels bestimmt, das auf ihnen statt­findet.”

Matteo Scagnol, Mitbe­gründer von MoDus­Ar­chi­tects

Das Fieldhouse liegt zwischen einem Klein­spiel­feld im Norden, dem Groß­spiel­feld im Westen und dem steil anstei­genden Berg im Osten.  Der flache Baukörper entwi­ckelt sich von einer Stütz­mauer zu einem langen, linearen Dach und dann zu einer Terrasse und Aussichts­platt­form, die sich nicht nur für Sport­ver­an­stal­tungen, sondern auch für andere Events eignet. 

Das Fieldhouse ist in vielerlei Hinsicht ein Verbin­dungs­glied. Hier treffen auf begrenzten Flächen klein­städ­ti­sche Sied­lungen, die die Talbe­cken Südti­rols säumen, Wohn­viertel, Leicht­in­dus­trie­zonen und halt Sport­in­fra­struk­turen aufein­ander.

An der Schnitt­stelle zwischen Tal und Berg gelegen, zeichnet sich das Spiel­feld­haus durch einen regel­mä­ßigen und lang­ge­streckten Grund­riss aus. Auch die Orga­ni­sa­tion des Gebäudes auf zwei Ebenen macht das Fieldhouse zu einem Gemein­schafts­zen­trum, das dem Sport, aber auch der Frei­zeit­ge­stal­tung gewidmet ist.

Standort

USD Laghetti/Laag Raiff­eisen
Via Cava 31
Laghetti (Egna)
I – Bozen

Eröff­nung

2022

“Wir wollten der Gemeinde ein Projekt bieten, das zugäng­lich ist und die Sicht­bar­keit aller Akti­vi­täten gewähr­leistet”.

Sandy Attia, Mitbe­grün­derin von MoDus­Ar­chi­tects

Das zwei­ge­schos­sige Bauwerk wurde teil­weise in das Gelände einge­graben. Es wurde aus Ortbeton erstellt. Das Gebäude nimmt den Gelän­de­ver­lauf auf und zeigt eine einheit­liche Hülle, die durch trapez­för­mige Pfeiler und scharfe Einschnitte an den Öffnungen unter­bro­chen wird.

Vom Eingangs­vor­platz aus führt eine breite über­dachte Panora­ma­treppe in die obere der beiden Geschosse. Hier befinden sich neben der Wohnung für den Platz­wart und Büros ein Versamm­lungs- und Unter­richts­raum, die Küche und der Cafe­te­ria­be­reich mit Innen- und Außen­be­rei­chen alles auch für nicht­sport­lich Veran­stal­tungen geeignet.

Im Unter­ge­schoss sind die Umklei­de­räume für zwei Mann­schaften und 30 Spieler, die direkt mit dem Fußball­platz verbunden sind, unter­ge­bracht. Neben Lager­mög­lich­keiten für die Sport­ge­räte gibt es auch einen Raum für eine Orts­gruppe der Tiroler Schützen mit einer kleinen Indoor-Schieß­an­lage.

Der 11 m hohe, sich nach oben verjün­gender Licht­turm ist das gestal­te­ri­sche Gegen­ge­wicht zum lang­ge­streckten Körper. Der Turm ist Teil der Dach­land­schaft, auf deren langem Flach­dach 52 Photo­vol­ta­ik­mo­dule unter­ge­bracht sind. Dank eines Systems, das 50 % des Ener­gie­ver­brauchs mit erneu­er­baren Ener­gien deckt, ist das Gebäude Casa­Clima A‑zertifiziert.

Die Planer des Fieldhouse schaffen es, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Bei einem Sport­platz­ge­bäude kommt es in erster Linie darauf an, die notwen­digen Funk­tionen wie Umkleiden, Lager­flä­chen u .ä. unter­zu­bringen – und viel­leicht auch noch zusätz­liche Ange­bote für Veran­stal­tungen oder Tagungen. Das ist gelungen.

Die Planer des Fieldhouse schaffen es aber außerdem, dem Bau einen ganz eigen­stän­digen archi­tek­to­ni­schen Charakter zu geben, der sich bestens in die anspruchs­volle Umge­bung einfügt.

Der Sport öffnet sich, und das bedeutet immer einen Gewinn für alle.

Fotos

©Gustav Willeit

Text

Johannes Bühl­be­cker
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