Baumäckerhalle Bihlafingen
place to be
Eine neue Sporthalle verändert ein ganzes Dorf: Mit der Baumäckerhalle Bihlafingen entstand ein Ort, der Bewegung, Gemeinschaft und moderne Holzarchitektur miteinander verbindet.
Auf einem Hanggrundstück zwischen Schule und Kindergarten nutzt der Holzbau die Topografie geschickt und öffnet sich gleichzeitig zu naturnahen Außenflächen.
Mehr ist als nur ein Ort für Sport.
Vielseitige Infrastruktur
Mit der Baumäckerhalle Bihlafingen entstand südwestlich von Ulm eine moderne Sport- und Veranstaltungshalle, die schulische, sportliche und gesellschaftliche Nutzungen unter einem Dach vereint. Der Entwurf von Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Gewinner des Wettbewerbs von 2018, reagiert sensibel auf die topografische Situation des Grundstücks und verbindet nachhaltige Bauweise mit großer Flexibilität.
Die Baumäckerhalle dient primär dem Schul- und Vereinssport, ist aber grundsätzlich als multifunktionale Infrastruktur angelegt. Neben dem regulären Sportunterricht nutzen lokale Vereine die Halle für Trainings- und Kursangebote. Gleichzeitig bietet das Gebäude Raum für Veranstaltungen, Versammlungen und Feste der Gemeinde. Damit haben die meisten Einwohner Bihlafingens, einem Teilort der Stadt Laupheim (knapp 23.000 Einwohner), einen persönlichen Bezug zur Halle.
Die Halle wurde nach erlebnisreicher Bauzeit zwischen Corona und Wasserschaden im Sommer 2025 eröffnet und stellt seitdem einen zentralen Treffpunkt des Orts dar.
Hang
Die Baumäckerhalle steht auf einem schmalen, stark geneigten Grundstück. Der kompakte Baukörper mit flach geneigtem Giebeldach nutzt das Geländegefälle gezielt, indem Teile des Raumprogramms in den Hang integriert werden. So bleibt die Gebäudehöhe moderat, die Halle fügt sich harmonisch in die dörfliche Umgebung ein.
Die funktionale Organisation nutzt diese Hanglage zwischen Kindergarten, Schule und Sportflächen mit zwei Zugängen auf zwei Ebenen. Der nördliche Zugang erschließt das Obergeschoss mit den Umkleidebereichen für Sportlerinnen und Sportler. Über eine Treppe gelangt man in das Foyer im Hanggeschoss, das gleichzeitig als zentraler Aufenthalts- und Veranstaltungsbereich dient. Eine integrierte Küche ermöglicht die Versorgung von Veranstaltungen sowohl in der Halle als auch draußen.
Grün
Während sich das Gebäude nach Norden als zurückhaltender, niedriger Baukörper präsentiert, öffnet es sich nach Süden mit einer bodentiefen Verglasung zur Landschaft. Die großzügige Glasfassade öffnet den Hallenraum zum angrenzenden Rasenplatz und in den Grünbereich. Dadurch entsteht eine enge Verbindung zwischen Innen- und Außenraum, die Sport- und Freizeitnutzungen können flexibel erweitert werden.
Die Freianlagen sind bewusst landschaftlich geprägt. Versickerungsfähige Beläge, Wiesenflächen sowie Stauden- und Baumpflanzungen unterstützen die ökologische Gestaltung. Eine Rasenmulde nutzt das natürliche Geländegefälle zur Regenwasserbewirtschaftung und dient zugleich als multifunktionale Veranstaltungsfläche.
Holz
Der Gebäudeentwurf basiert auf einem klaren Raster und planerischer Konsequenz: Erdberührte und witterungsbeanspruchte Bauteile sind aus Stahlbeton gefertigt, während die tragende Konstruktion und der Innenausbau überwiegend aus Holz bestehen.
Prägendes Element des Innenraums ist das filigrane Dachtragwerk aus Buchenfurnierschichtholz. Die rund 16 Meter weit, frei spannenden Träger ermöglichen eine stützenfreie Hallenkonstruktion und nutzen die Materialeigenschaften des Holzes effizient aus. Die Tragelemente wurden vollständig vorgefertigt und lassen sich durch reversible Verbindungen demontieren und wiederverwenden.
Gemeinschaft
Das Materialkonzept im Innenraum folgt der konstruktiven Logik. Helle Holzoberflächen aus Dreischichtplatten betonen das Tragwerk und sorgen für eine warme Raumwirkung.
Die Außenfassade besteht aus vertikal angeordneten, grau lasierten Fichtenlamellen in Holzrahmenbauweise. Großflächige Verglasungen gewährleisten eine gleichmäßige Tageslichtversorgung sowie Blickbezüge in die Landschaft. Ergänzend sorgen Fensterbänder für eine natürliche Belüftung.
Die Baumäckerhalle dient als Veranstaltungsort für die gesamte Dorfgemeinschaft von Bihlafingen, unter anderem durch den anlässlich des Hallenbaus gegründeten Sportvereins.
Mit ihrer multifunktionalen Ausrichtung stärkt die Halle das soziale Leben im Ort und schafft einen zentralen Treffpunkt für unterschiedliche Generationen. Sport, Freizeit und Gemeinschaft werden hier räumlich zusammengeführt – und da genau dafür sind Sportanlagen da.


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Projektdaten
(Links sind unterstrichen)
Planer
Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten
Adlerstraße 31
D – 70199 Stuttgart
Arantxa Piñate, Jochen Günzler, Mykola Holoviznin, Chiara Iaia,
Hanna Münzenmaier
Bauherr
Stadt Laupheim, Große Kreisstadt
Amt für Bautechnik und Umwelt
André Schick, Carola Sperka, Rita Stetter
Nutzer
SV Bihlafingen e.V.
Bauleitung
gräfe architekten
Schillerstraße 1
D – 89077 Ulm
Ulrich Gräfe, Corinna Geerdsen, Anna Maria Peltzer
Ihr Unternehmen
Name
Adresse
Link
Eröffnung
2025
Adresse
Baumäckerhalle
Pfarrer-Fuchs-Weg,
D – 88471 Laupheim
Fotos
Zooey Braun, Stuttgart
Text
Johannes Bühlbecker
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